Die 64. Ausgabe von Logbuch:Netzpolitik ist die zweite, die live vor Publikum entstand. Wir waren zu Besuch im "Sendezentrum", dem Podcast-Projekt auf der diesjährigen re:publica in Berlin. Wir bedanken uns bei den Claqueren vor Ort. Außerdem bedanken wir uns bei Martin Delius, der nämlich unser Gast war und nicht nur über Neuerungen im Projekt BERwatch berichtete sondern auch die anderen Themen fleissig mitkommentierte.
Mitwirkende: Linus Neumann, Martin Delius, Tim Pritlove Dauer: 01:35:11
Und da wir live gesendet haben und das Shownotes-Team anwesend war, gibt es für diese Ausgabe auch ausführliche Shownotes (zusammengetragen von simonwaldherr, evitabley, svenrudloff, Dr4k3_LE)
Verbraucherzentrale NRW hat die Deutsche Telekom wegen der Drossel abgemahnt — Drosselkom bei Twitter — Linus Vortrag re:fefe (Troll‑Drossel mit CAPTCHA) — CAPTCHA — Pay to comment — Kommentarflat für 10 Kommentare pro Tag — Verbraucherschützer über Vertragsänderungen (Wobei es vorerst nur Neuverträge betrifft) — Telekom soll eine Unterlassungserklärung unterzeichnen, sonst muss gerichtlich entschieden werden — Verweis auf „Funktional Kaputt” — Sind 384kBit/s noch Internet — Es gibt kein Kapazitätsproblem im Backend — Die Anschlussgebühren sollten den Netzausbau gewährleisten — Vergleich mit dem Mobilfunk — LTE — Bei Funkinternet gibts eine Bandbreitengrenze, beim Kabel DSL muss nur ein Kabel daneben gelegt werden — „Das goldene Bit” — Spotify Antinetzneutralitäts Angebot — Wie diese Konferenz die Zukunft beschreibt — @tante — Wir brauchen Lösungen für das Problem, wie soll es jetzt weiter gehen? — Die Lösung des Drossel‑Problems sollte mehr Diskutiert werden — Wir brauchen ein Gesetz für Netzneutralität — Max Winde — Unser Ziel kann keine Erhöhung der Drosselgeschwindigkeit sein — Die Piratenfraktion hat einen Antrag für ein Netzneutralitätsgesetz geschrieben — Sascha Lobo Vortrag („Wie können wir Merkel überzeugen?”) — Hohe Forderungen stellen, um wenigstens ein bisschen was zu bekommen — Martin: „Wir sollten oben anfangen” — Die Piraten wurden in Berlin nicht nur wegen der Netzpolitik gewählt — „Die Piraten sind schon seit X Monaten im Amt und mein Internet ist immernoch langsam” — EU Datenschutzverordnung — Visionen definieren — „Aufbau Ost” — „Wir brauchen eine Mondlandung im Netzwerkbereich” — Wir sollten uns jetzt hohe Ziele setzen — Den Haag Menschengerichtshof — „Agenda Uplink 2020” — Fragen an die Piraten haben nichts mit dem Netz zu tun, sondern mehr mit öffentlichen Einrichtungen und Diensten — Martin: „Mir ist das alles egal, ich fahre Taxi” — Der Telefonanschluss für alle wurde früher auch nicht von allen gefordert aber war notwendig — DigiGes — Wir brauchen Gründe für Oma Lieschen, Internet zu wollen — Die Politik ist verantwortlich — Es gab andere Prioritäten in der Politik (Arbeitsplätze etc).
Verfassungsbeschwerde gegen Bestandsdatenauskunft00:25:10
USA will FBI den Zugriff auf Chats ermöglichen — SSL verhindert, dass das FBI Chats mitliest — Quellen TKÜ — Facebook abhören — Das FBI hätte gerne Backdoors in den wichtigen Netzwerken — Geplant sind Bußgelder für Unternehmen, die nicht teilnehmen wollen — 25.000$ tägliches Bußgeld wird vom FBI gefordert — Lawful Interception — Kleine Firmen könnten die Anfragen noch per Hand bearbeiten — Die ökonomischen Anreize für eine gute Verschlüsselung sind niedrig — Ist dies ein Standortvorteil Deutschlands gegenüber den USA? — Eine Einzelfall Nachforschung lässt sich noch gut begründen (Massenüberwachung aber nicht) — Aus Datenschutzgründen wird die Backdoor gefordert (der Anbieter sollte nicht wissen, wer überwacht wird) — CISPA — Es wird eine Endlösung gefordert — „Die Lösung ist kein Verbot” — DPI — Es braucht eine Einigung über das, was gewollt ist — Wir werden keine Mehrheit dafür finden, Facebook in Deutschland ein Heim zu bieten — Google Streetview Debatte — Der Standort der Unternehmen ist entscheidend — Zensursula — Grundrecht auf Gewährleistung der Vertraulichkeit und Integrität informationstechnischer Systeme — Man kann in der modernen Welt bzgl. Privatssphäre den Schreibtisch nicht mehr von einem entfernten Server trennen.
Verweis auf LNP51 — BER‑Watch — Dokumentation zum BER — Dokumente werden automatisch geOCRd — Dokumentenviewer mit Kommentarfunktion — Holger Drewes — Big Projects Watch — Nutzung der Plattform durch Bürgerinitiativen — Es werden an das Internet Rechercheaufträge vergeben — Planfeststellungsverfahren — Die freiwilligen Helfer sind sehr aktiv, nutzen aber lieber eMail und Briefe — RSS Feeds und eine API für Updates — Michael Kreil (Big Data — Open Data — Open Data City — Generische Visualisierungstools) — Es gibt schon Forderungen, die Plattform wieder abzuschalten — Wissenschaftlich Parlamentarische Dienst des Abgeordnetenhauses — Gründe gegen eine Veröffentlichung — Firmen haben ein Recht auf informationelle Selbstbestimmung — Es werden eh nur die „öffentlichen Dokumente” veröffentlicht — Linus „Mit so einer Scheiße musst du dich auseinandersetzen?” — Wenn Zweifel an der Bearbeitung der für vertraulich eingestuften Dokumente besteht, könnten Dokumente den Piraten vorenthalten werden — Twitter account vom BER‑Watch — ADN ist noch nicht finanziert — Tim wollte schon immer mal einen Untersuchungsausschuss leiten — Martin hat mehr geheime Quellen als Zeitungen — Big Project Watch auf GitHub — Klaus Wowereit — Das Projekt lässt sich auch für Historische Aufbereitungen und Ahnenforschung verwenden.
Ausklang und re:publica Betrachtung01:23:49
Kein Bier vor 4 — Martin sagt, er braucht die Republica nicht — Es gibt aber gute Vorträge, leider viele mit Themen vom Vorjahr — Große Redundanz — Republica sollte alle zum Diskutieren anregen und eine Plattform dafür bieten — „Die Leute wollen zu dem Applaudieren, was sie selber für richtig halten” — Ein Diskurs zwischen Bitkom und DigiGes (Bitkom) — „Jauchisierung” — Auf der Republica soll auch Politik gemacht werden — „Revolte und Klassentreffen” — Der Erkentnissgewinn hält sich auf der re:publica bei Linus in Grenzen, weil er sich täglich mit all diesen Themen auseinandersetzt — „Bei Klassentreffen werden eben immer wieder die alten Geschichten erzählt” — „Bei Panels kommt selten bis nie was konstruktives raus” — Tim wünscht sich mehr dynamische Arbeitsbereiche — Das selbe Problem wie beim Chaos Communication Congress, dass eine Planungssoftware fehlt — Es wird sich bei den Shownot.es bedankt — Ende.
Die 51. Ausgabe erfolgt in schneller Folge, da wir die 50. etwas zu spät veröffentlicht hatten. Dafür auch eine übersichtliche Themenlandschaft. Wir diskutieren mögliche Gründe und Motivation, warum Google Orange für die Durchleitung seines Traffics bezahlt und beklagen entsprechende negative Auswirkungen auf die Netzneutralitäts-Realität. Ferner zitieren wir ausführlich den Abschlussbericht des CleanIT-Projekts, dass sich am Ende als das offenbart, was es schon immer war: ein sinnloses Geldgrab. Mit Kopfschütteln blicken wir auf die etwas schwachbrüstige "Verteidige Deine Presse"-Kampagne des Verbands der Deutschen Zeitungsverleger auf Googles schwachbrüstige "Verteidige Dein Netz"-Kampagne. Zum Ende weisen wir auf die interessante neue Dokumentenplattform BERwatch hin.
Mitwirkende: Linus Neumann, Tim Pritlove Dauer: 01:08:01
Google bezahlt einen Provider für Traffic zum Nutzer
Heute präsentieren wir uns wieder mit Gast: Andre Meister ist wieder einmal mit seinem Sachverstand zu uns gestossen. Wir bieten Euch eine streitreiche und streitwürdige Sendung rund um die medialen Dauerbrenner Vorratsdatenspeicherung und Urheberrecht. Die Ausgabe ist darüberhinaus äußerst unterhaltsam, sauber und gesund!
Mitwirkende: Linus Neumann, Tim Pritlove Dauer: 01:03:19
VDS-Konferenz der SPD
Mit einer groß angelegten Konferenz zementiert die SPD ihre zustimmende Haltung zur Vorratsdatenspeicherung. Und alle so: meh.
Während die Urheberrechtsabteilungen der Piratenpartei mehrere progressive Vorschläge zur Änderung des Urheberrechts vorstellen, beschäftigt sich die Basis der Partei mit der Kritik an Buchprojekten zweier prominenterer Damen der Partei. Der Streit greift auf die Sendung über.
Andre Meister erklärt die politische Struktur der EU und die zwei relevanten Akteure der Kommission im Bereich Netzpolitik, damit wir mal wissen, wovon wir eigentlich reden.
Meldegesetz kommt nicht durch den Bundesrat
LNP031 berichtete, der Bundesrat berichtigte: die unter großem Protest beschlossene Änderung des Meldegesetzes wird vorerst abgelehnt und erhält zur großen Beruhigung der sich lächerlich gemacht habenden Politiker die Chance zur Neuformulierung.
Facebook schaltet in Europa die Gesichtserkennung aus
Facebook macht irgendeinen vorläufigen Rückzug in punkto Gesichtserkennung in Europa, es bleibt allerdings vollkommen unklar, welche konkreten Maßnahmen wirklich ergriffen wurden und worauf das jetzt tatsächliche Auswirkungen hat und haben wird.
In der heutigen Ausgabe, die wieder im Studio aufgenommen wurde, starten wir mit etwas Feedback auf die letzte Sendung und widmen uns dann den Aufregern der Woche: Bettina Wulff und die Frage der Suchmaschinen-Neutralität, den Umgang mit KiPo als politischer Keule, den Versuchen, Spionagesoftware zu verbieten und den Wiedergänger Leistungsschutzrecht.
Mitwirkende: Linus Neumann, Tim Pritlove Dauer: 00:59:19
In der heutigen Ausgabe, die wieder im Studio aufgenommen wurde, starten wir mit etwas Feedback auf die letzte Sendung und widmen uns dann den Aufregern der Woche: Bettina Wulff und die Frage der Suchmaschinen-Neutralität, den Umgang mit KiPo als politischer Keule, den Versuchen, Spionagesoftware zu verbieten und den Wiedergänger Leistungsschutzrecht.
Mitwirkende: Linus Neumann, Tim Pritlove Dauer: 00:59:19
6. Aktionstag und Petition gegen das Leistungsschutzrecht
Es gibt eine Petition der Piratenpartei gegen das Leistungsschutzrecht, und am 12. Oktober soll wohl ein Aktionstag stattfinden, von dem Google sogar früher wusste, als die Aktivisten™.
Die letzten Tage waren bestimmt von Debatten um Piraten im politischen und urheberrechtlichen Sinne. Außerdem gibt es einen neuen Stern am Himmel der Internet-Vereine: Die CDU stellt das Cnetz vor. Zu Gast ist Gregor Sedlag.
Mitwirkende: Gregor Sedlag, Linus Neumann, Tim Pritlove Dauer: 00:56:14
Nach der SPD leistet sich jetzt auch die CDU einen Internet-Verein. Ihm stehen zwei Bundestagsabgeordnete vor, die auch in der Enquête Kommission “Internet und Digitale Gesellschaft” sitzen.
Die konservative Regierung unter David Cameron möchte Überwachungsprogramme etablieren, die weit über die momentane Vorratsdatenspeicherung hinausgehen.
Die Forderungen von „Kunst hat Recht“ entpuppen sich als wörtliche Kopie aus einem Papier, das bereits Mitte 2010 von der „Plattform geistiges Eigentum“ erstellt wurde.
In einer recht offensichtlich orchestrierten Aktion wandten sich 51 unterzeichnende Drehbuch-Autoren an “Grüne, Linke und Netzgemeinde” die mit einer Fülle an “Lebenslügen” brechen sollten.
Nach einigen Medienauftritten, denen großes Interesse zuteil wurde, scheinen einige Piraten eine Entfernung von ihrer politischen Kultur zu sehen, auf die sie sich jetzt zurückbesinnen wollen, argumentiert unser Gast Gregor Sedlag.