Logbuch:Netzpolitik
Einblicke und Ausblicke in das netzpolitische Geschehen
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LNP011 Popcorn-Potential

Hinter uns liegt eine ereignisreiche Woche mit freiwillig und unfreiwillig abgeschalteten Webseiten und einem Überwachungsskandal in Berlin. Zu Gast ist Andre Meister von Netzpolitik.org, der uns von seinen Recherchen zur Funkzellenabfrage in Berlin erzählt.

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Veröffentlicht am: 24. Januar 2012
Dauer: 1:13:47


Kapitel

  1. Vorstellung 00:00:00.000
  2. Funkzellenüberwachung 00:00:58.286
  3. SOPA-Blackout 00:36:25.589
  4. Neonazi-Zentraldatei 00:45:44.130
  5. Megaupload 00:52:45.542
  6. Finale 01:13:23.844

Transkript

Tim Pritlove
0:00:00
Linus Neumann
0:00:00
Andre Meister
0:00:02
Tim Pritlove
0:00:03
Andre Meister
0:00:30
Tim Pritlove
0:00:33
Linus Neumann
0:00:38
Andre Meister
0:00:41
Tim Pritlove
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Andre Meister
0:01:46
Linus Neumann
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Andre Meister
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Linus Neumann
0:03:33
Andre Meister
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Linus Neumann
0:03:38
Andre Meister
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Linus Neumann
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Andre Meister
0:04:12
Tim Pritlove
0:04:58
Andre Meister
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Tim Pritlove
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Andre Meister
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Linus Neumann
0:05:32
Andre Meister
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Linus Neumann
0:06:26
Andre Meister
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Tim Pritlove
0:07:27
Andre Meister
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Tim Pritlove
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Andre Meister
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Tim Pritlove
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Andre Meister
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Tim Pritlove
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Andre Meister
0:09:40
Tim Pritlove
0:09:41
Andre Meister
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Na ja, es gibt ähm terressischen Bundesdatenschutzgesetz und die Provider dürfen das nicht länger speichern, als das entweder für die Rechnung, Oder aber für den Erhalt des Mobilfunknetzes, für die Netzpflege, für die Sicherheit zulässig wäre, Und das ist so deren Schlupfloch. Natürlich haben die jetzt einmal mit der Vorratsdatenspeicherung diese ganze Technik aufgebaut, diese ganzen Daten vorzuhalten, haben dort Millionenbeträge investiert und die Vorratsdaten Speicherung klebt ja wie ein Damenschwert über uns, wird ja wieder kommen und die wollten das glaube ich nicht alles ähm wieder komplett irgendwie nach Deaf Null schieben, sondern gucken, das kommt wieder, also können wir es auch erstmal so lassen. Außerdem hätten die diese Daten gerne zu ihrer Netzverbesserung für Statistiken, in welchen Funkzellen waren, wie lange welche Handys eingeloggt und so. Das ist ganz nett für die. Ähm tatsächlich brauchen die für Rechnungsdaten, nicht den Ort, wo ein Handy war, oder Wäschemobilfunknummer mich angerufen hat oder mir eine SMS geschickt hat. Genau das wird aber in diesen Daten mitgespeichert und auch abgefragt. Es gibt die dazu aufrufen, gegen diese Praxis zu klagen, die das für illegal und ein Verstoß gegen das Bundesdatenschutzgesetz halten. Ähm, Derzeitige Praxis ist aber, diese Daten werden weiterhin auch ohne Gesetzespeicherung, zwischen einer Woche und sechs Monaten gespeichert und die Behörden wissen das auch. Die wissen auch, wie lange das bei den jeweiligen Mobilfunk Provider gespeichert wird und wissen dann auch, ich muss mich beeilen, das geht nur dreißig Tage. Oder ja, können wir mal der da, der speichert eh ein halbes Jahr.

Tim Pritlove
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Andre Meister
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Tim Pritlove
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Andre Meister
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Tim Pritlove
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Andre Meister
0:13:24
Tim Pritlove
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Andre Meister
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Tim Pritlove
0:14:05
Andre Meister
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Tim Pritlove
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Andre Meister
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Tim Pritlove
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Andre Meister
0:15:12
Tim Pritlove
0:16:09
Linus Neumann
0:16:25
Tim Pritlove
0:16:47
Linus Neumann
0:17:01
Andre Meister
0:17:20
Tim Pritlove
0:18:26
Linus Neumann
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Andre Meister
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Tim Pritlove
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Linus Neumann
0:19:08
Tim Pritlove
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Andre Meister
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Tim Pritlove
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Andre Meister
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Tim Pritlove
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Andre Meister
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Tim Pritlove
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Andre Meister
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Linus Neumann
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Tim Pritlove
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Andre Meister
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Tim Pritlove
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Andre Meister
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Tim Pritlove
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Andre Meister
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Tim Pritlove
0:21:17
Andre Meister
0:21:20
Tim Pritlove
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Andre Meister
0:21:25
Tim Pritlove
0:21:28
Andre Meister
0:21:34
Linus Neumann
0:21:37
Andre Meister
0:21:39
Linus Neumann
0:21:46
Andre Meister
0:22:18
Tim Pritlove
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Andre Meister
0:23:13
Linus Neumann
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Andre Meister
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Tim Pritlove
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Andre Meister
0:23:45
Tim Pritlove
0:25:12
Andre Meister
0:25:20
Tim Pritlove
0:25:22
Andre Meister
0:25:23
Tim Pritlove
0:25:27
Andre Meister
0:25:30

Also der wichtigste war der Innenausschuss, wo tatsächlich auch die Verantwortlichen waren und nicht nur die Datenschützer. Ähm und ich habe so, da wurde ich auch teilweise kritisiert, äh ein recht, Ähm pessimistisches Fazit, äh gestern auf Netzpolitik nochmal nachgeschoben. Ich glaube, dass das jetzt war, dass das in der Berliner Landespolitik erstmal keine Folgen hat, denn die SPD und die Union, Die beiden Regierungsparteien die finden das alles völlig knorke, wenn die Daten da sind, müssen die auch genutzt werden. Autobrandstiftung ist eine schwere Straftat und die Polizei hat nur nach Recht und Gesetz gehandelt. Und was Recht ist, kann erstmal nicht falsch sein, Es gab dann Kritik von einzelnen Oppositionsparteien, quasi also von allen eigenen Piraten Grüne und Linke. Aber die haben auch nicht wirklich was zu sagen. Zumal das ist ja auch ein Bundesgesetz, Die Strafprozessordnung und dann kann da kann das Land Berlin erstmal so nicht ran. Ja, Was eventuell noch was bringen könnte, abgesehen von irgendwelchen Forderungen nach Rücktritt oder sowas, wäre eine äh Westigation des Landesdatenschutzbeauftragten, der sich auch sehr erstaunt darüber gezeigt hat, was für ein Ausmaß das annimmt, wie viele Millionen von Daten das sind, wie lange die gespeichert werden und vor allem, dass kein einziger der betroffenen Personen jemals darüber informiert wurde, obwohl seine Rechtsauffassung ist, dass das unbedingt geschehen muss, Wenn das nicht passiert, muss das im Einzelfall begründet werden. Er will da jetzt ähm recherchieren, nachprüfen ob das alles korrekt nicht nur nach Strafprozessordnung, sondern auch nach Bundes- und Landesdatenschutzgesetzen abgelaufen ist. Und vielleicht kommt es in dem Zuge zu einer Einschränkung dieser Maßnahme, aber das kam mir gestern nicht so, als ob es einen breiten Konsens vor allem der äh Regierungsparteien gab, dass man das jetzt irgendwie ändern müsste.

Linus Neumann
0:27:15
Andre Meister
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Linus Neumann
0:27:37
Tim Pritlove
0:28:28
Linus Neumann
0:28:32
Tim Pritlove
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Linus Neumann
0:28:53
Tim Pritlove
0:29:06
Andre Meister
0:29:08
Tim Pritlove
0:29:52
Andre Meister
0:30:01
Tim Pritlove
0:30:09
Andre Meister
0:30:14
Tim Pritlove
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Andre Meister
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Tim Pritlove
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Andre Meister
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Linus Neumann
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Andre Meister
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Tim Pritlove
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Andre Meister
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Tim Pritlove
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Andre Meister
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Linus Neumann
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Andre Meister
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Tim Pritlove
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Andre Meister
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Linus Neumann
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Tim Pritlove
0:33:33
Andre Meister
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Tim Pritlove
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Linus Neumann
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Tim Pritlove
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Linus Neumann
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Tim Pritlove
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Linus Neumann
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Tim Pritlove
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Linus Neumann
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Tim Pritlove
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Linus Neumann
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Tim Pritlove
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Linus Neumann
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Tim Pritlove
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Linus Neumann
0:35:02
Andre Meister
0:35:04
Tim Pritlove
0:35:12
Linus Neumann
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Tim Pritlove
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Andre Meister
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Tim Pritlove
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Linus Neumann
0:36:07
Tim Pritlove
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Andre Meister
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Tim Pritlove
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Linus Neumann
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Tim Pritlove
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Linus Neumann
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Tim Pritlove
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Linus Neumann
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Tim Pritlove
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Oh.

Linus Neumann
0:37:24
Tim Pritlove
0:37:30
Linus Neumann
0:38:07
Tim Pritlove
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Andre Meister
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Tim Pritlove
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Linus Neumann
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Andre Meister
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Tim Pritlove
0:40:09
Linus Neumann
0:40:32
Tim Pritlove
0:41:17
Linus Neumann
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Tim Pritlove
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Andre Meister
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Tim Pritlove
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Linus Neumann
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Tim Pritlove
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Andre Meister
0:43:56
Tim Pritlove
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Linus Neumann
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Tim Pritlove
0:44:15
Linus Neumann
0:44:18
Tim Pritlove
0:44:22
Linus Neumann
0:44:27
Andre Meister
0:45:11
Tim Pritlove
0:45:37
Andre Meister
0:45:39
Tim Pritlove
0:45:43
Andre Meister
0:46:41
Tim Pritlove
0:46:44
Linus Neumann
0:46:49
Andre Meister
0:47:19
Linus Neumann
0:47:25
Tim Pritlove
0:47:37
Linus Neumann
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Tim Pritlove
0:48:06
Linus Neumann
0:48:07
Tim Pritlove
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Andre Meister
0:48:56
Tim Pritlove
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Linus Neumann
0:49:03
Tim Pritlove
0:49:25
Linus Neumann
0:49:31
Andre Meister
0:49:32

Also ich bin ja gespannt, wie lange es dauert, bis diese Neonazi-Zentraldatei denn auch für äh die sogenannten Linksextremisten, was ja in, unseren neuen äh Familienministerin gern gleichgesetzt wird, ähm eingesetzt wird und äh ich sehe das, generell kritisch so eine neue Datei in dieser Form zu machen, Wenn ich jetzt hier schon mal zu Gast bin, kann ich vielleicht mal Werbung machen für zwei andere Podcasts bei und zwar war das antifaschistische Pressearchiv und Bildungszentrum, die sehr, sehr viel Einblick in die Neonazi-Szene und antifaschistische Arbeit und Recherche haben zu Gast bei im Medienradio glaube ich, und auf dem Radio der Gruppe Fels Aranka dot org und die haben dort gesprochen aus einer professionellen Ebene von Leuten, die sich seit zwanzig Jahren, ähm professionell mit antifaschistischer Recherche beschäftigen, wie sinnlos diese Dateien sind, denn es ist ja nicht so, dass diese. Die untergetochten oder anderen äh hochkarätigen äh bereiten Neonazis nicht bekannt wären, es ist auch nicht so, dass man irgendwie sich irgendwie rausreden könnte, ja man hat das jetzt anderen Behörde X nicht mitgeteilt oder so, die die Namen sind ja, für jeden, der sich interessiert, tatsächlich erfahrbar. Insofern ist, halt ich die Neonati zentral tatsächlich auch für ein bisschen Augenwischerei und ähm. Um zu zeigen, man tut ja jetzt was, aber das Problem ist viel grundsätzlicher, aber das müssen wir jetzt, glaube ich, nicht im Lokbuchnetzpolitik äh noch erörtern, die ganze Verstrickung der Behörden und so weiter. Ich empfehle diese beiden Podcasts mit.

Tim Pritlove
0:51:18
Andre Meister
0:51:24
Tim Pritlove
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Andre Meister
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Tim Pritlove
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Linus Neumann
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Andre Meister
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Tim Pritlove
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Linus Neumann
0:52:14
Tim Pritlove
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Linus Neumann
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Tim Pritlove
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Linus Neumann
0:52:26
Tim Pritlove
0:52:44
Linus Neumann
0:52:50
Tim Pritlove
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Linus Neumann
0:53:07
Tim Pritlove
0:53:07
Linus Neumann
0:54:27

Genau, also vielleicht mal ganz kurz noch zu diesem Geschäftsmodell eines äh Sharehosters. Sie sagen, du kannst bei uns eine Datei hochladen und andere können die dann runterladen. Wenn du irgendwie einen nicht bezahlten Account hast, dann haben wir eine gewisse Vorlaufzeit, wenn die Datei irgendwie fünfundvierzig Tage nicht runtergeladen wird, dann löschen wir sie wieder, dann wird der Link irgendwie ungültig. Ähm gleichzeitig ist das insofern in Anführungszeichen anonym, als dass es kein Listing gibt. Da gibt's also beim mega Upload gab es dann keine Seite auf der stand, hier sind unsere ähm hundert äh Dateien, die wir da irgendwie haben, Und ähm also dadurch, dass sie selber kein Listing anbieten, machen sie sich quasi nicht schuldig, diese Daten tatsächlich auch anzubieten, weil darauf gelingt wird dann wieder von anderen Stellen, Und äh diese sind ja für ihre ähm sollen ja für ihre Links wiederum nicht haftbar sein, ja? Also das heißt, sie nutzen da so ein bisschen diese Linkhaftung, oder diese momentan nicht existente Linkhaftung aus, gegen die wir ja auch alle uns anstrengen wollen. Ähm dass das also nicht der Fall sein wird, dass man dafür haftet, wohin man einen Link setzt oder vor allem wo äh was für, links man vielleicht irgendwo in die Kommentare seiner Webseite geschrieben bekommt, betreiben, also so verschiedene ist da jetzt der Fall zu sein, ähnlich wie bei Kino TO, diese listigen Seiten aber direkt mit, Das heißt, sie machen irgendwie mega Upload und gleichzeitig irgendwelche anderen Blogs äh oder oder Foren oder was auch immer, bei denen mega Upload-Links veröffentlicht werden zu. Material, was in der, was in vielen Fällen dann offensichtlich äh das Copyright verletzt. Und damit auch schön, also das Geschäftsmodell dabei ist natürlich dieser ganze Diese ganze Währung, die man angezeigt bekommt und gleichzeitig diese Premium-Accounts, die gewisse Preise kosten. Äh und damit, irgendwie ordentlich Material geliefert wird, hatte mega Abläufe dann auch noch so ein Belohnungssystem für Uploader beliebter Dateien. Also früher war das irgendwie, die haben Geld bekommen, ab fünfzigtausend haben die dann irgendwie pro tausend Downloads irgendwie einen gewissen Betrag bekommen und äh Extraprämien für Toplistenplatzierungen, Und später haben sie es ersetzt durch so eine Art Punktesystem, wo du Gratis-Premium-Accounts ähm oder, bekommen hast, je nachdem wie viele Downloads du mit deinem Kram erreichst. Das heißt, äh es gab also ein Anreizsystem für Menschen dort, Material hochzuladen, was wiederum viele herunterladen. Mit diesem Geschäftsmodell, was eben hauptsächlich darauf hustet, dass da eben auch auf Urheberrecht nicht so viel, Wert gelegt wird oder was natürlich gerade dann, wenn Urheberrecht verletzt wird, sehr gut funktioniert, weil nur dann lohnt es sich ja. Diesen ähm dieses mega Upload tatsächlich zu nutzen, haben sie hundertachtzig Millionen registrierte Nutzer bekommen, Im Schnitt fünfzig Millionen Besuche pro Tag ähm in dem Video mega Upload-Song, behaupten sie irgendwie, dass sie vier Prozent des Internets ausmachen. Irgendwo war auch noch die Rede davon, dass das die dreizehnt größte, Seite der des Internets überhaupt wäre oder drei Cent häufigst besuchte Seite. Aber was man eben dazu sagen muss Das wurde ja dann von unter anderem Andreas Popp von der Piratenpartei in einer wohlüberlegten Pressemitteilung als Angriff auf die Meinungsfreiheit gewertet, wenn Nonne es hat, dann sofort die äh Justice dot gof Seite, also die äh den Webauftritt des äh Justizministeriums der USA einige Zeit nicht erscheinen lassen durch eine Attacke.

Tim Pritlove
0:58:12
Linus Neumann
0:58:16
Tim Pritlove
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Linus Neumann
0:58:19
Tim Pritlove
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Linus Neumann
0:59:49
Tim Pritlove
0:59:50
Linus Neumann
1:00:54
Tim Pritlove
1:01:39

Vor allem interessant, sodass seine allererste Aktivität, die er überhaupt so entwickelt hat. Ja, nämlich eine Mailbox zu betreiben, in der halt Sachen zum Runterladen war, wo er dann eben auch gegen Geld äh quasi den Zugang äh den bevorzugten Zugang normalerweise in der Mailbox-Szene mal reglementiert war, ja, du darfst nicht länger online sein, als weil die Leitungen wollen ja noch andere brauchen. Das hat er dann eben auch gegen Geld verkauft. Prinzip hat er sein altes Geschäftsmodell aus Kinderzeiten bei mega Upload wieder äh, im großen Stil umgesetzt, ja. Ja, also in Deutschland fiel das jetzt nicht auf besonders fruchtbaren Boden, auch der CCC im besonderen hatte ja mit ihm so alle Liebesmühe vor allem, weil er ja äh trotz seiner ganzen äh illegalen Aktivitäten oder auch zumindest Zweifel ja, wie sagt man so schön, ähm. Shady Activitys immer ja auch gerne äh mit dem, der Bezeichnung Hacker äh gewedelt hat, dass er ja einer sei oder gewesen sei oder sein möchte, was auch immer definiert sich, glaube ich, ohnehin sehr dadurch, was er gerne sein möchte. Und ähm im Club ist er da halt schon sehr früh, hat er da sehr früh auf Granit gebissen, wurde ja des Kongresses äh verwiesen et cetera, Ja, also da gibt's nicht viele, die es geschafft haben, Hausverbot äh überhaupt zu erhalten beim CCC. Ähm da war er auf jeden Fall die Nummer eins. Ähm, Wobei ihm solche Sachen wahrscheinlich auch eher gefallen haben, weil das ja alles Aufmerksamkeit erzeugt und davon schien er sich im Wesentlichen zu ernähren.

Linus Neumann
1:03:14
Tim Pritlove
1:03:17
Andre Meister
1:03:41
Linus Neumann
1:03:51
Andre Meister
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Linus Neumann
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Tim Pritlove
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Linus Neumann
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Tim Pritlove
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Linus Neumann
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Tim Pritlove
1:05:48
Linus Neumann
1:05:52
Andre Meister
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Linus Neumann
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Andre Meister
1:07:31
Tim Pritlove
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Linus Neumann
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Andre Meister
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Linus Neumann
1:09:21
Tim Pritlove
1:10:26
Linus Neumann
1:10:38

Ja.

Tim Pritlove
1:10:39
Linus Neumann
1:10:46
Tim Pritlove
1:10:52
Linus Neumann
1:10:55

Bei Neunetz Dot com, der hatte da äh auf einen Artikel verwiesen. Ich glaube, von Techdirt äh, Finde ich ihn gerade nicht. Also in dem quasi gesagt wird, Musiker konnten mit mega Upload Geld verdienen und klar, du konntest ja, wie gesagt, es stand ja nicht dabei, dass diese Datei, die du da hochlädst, unbedingt Urheberrecht verletzen soll, sondern dass dass das gewünschte, die gewünschte Eigenschaft der Datei war, dass sie ähm, viel heruntergeladen wird. Und da entsteht natürlich auch ein ähm ein Modell für für Musiker über über mega Upload Geld zu verdienen. Das Problem, was ich da sehe, ist, dass irgendwie, zumindest bei Marcels Artikel, den Artikel habe ich nicht zu Ende gelesen, äh nicht sehe, dass da mal ein Beispiel genannt wird, Ja, also ist also die theoretische Möglichkeit ist sicherlich da gewesen. Ob das jetzt das der Hauptanwendungsfall von mega Upload war, äh lässt sich. Bis jetzt nicht genau sagen, aber halte ich für eher unwahrscheinlich. Aber es wäre theoretisch möglich gewesen, dass ein Musiker seine eigenen, also auch, von mir aus einer, der irgendwie bei Labels ist oder so, seine eigenen, Platten dort hochlädt, die zur Verbreitung bringt, das irgendwie als Marketingmaßnahme sieht. Also es gibt ja eine Korrelation zwischen den Downloads und, den Käufen eines Albums, die Kausalität dieser Korrelation ist ja ein bisschen unklar, ob das eine Drittvariable ist, das heißt, das Album ist einfach grundsätzlich beliebt oder ob vielleicht durch die Downloads auch Käufe angekurbelt werden oder durch die Käufe downloads, also die Beziehung ist ja unklar, aber äh, es hält sich ja auch die Argumentation, dass dieses Bewerben durch Downloads den Verkauf ankurbelt. Und das könnte also quasi ein Modell für Künstler gewesen sein, dass sie sagen, jetzt stelle ich das einfach selber rein, kassiere noch von mega die Punkte für diese Downloads, Und ähm gleichzeitig kurbel ich den Verkauf an. Halte ich aber insgesamt für ein eher ähm.

Tim Pritlove
1:13:01
Linus Neumann
1:13:08
Andre Meister
1:13:16
Tim Pritlove
1:13:18
Andre Meister
1:13:28
Tim Pritlove
1:13:29
Linus Neumann
1:13:33
Tim Pritlove
1:13:34
Linus Neumann
1:13:46