LNP232 Der böse Kleber aus Deutschland

Wahl in Österreich — Bundesnetzagentur zu StreamOn — Netzneutralität in Europa — Termine

Es wurde gewählt in Österreich und wir nutzen den Moment zu einer Analyse und Betrachtung

Dauer: 1:17:39

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Wahl in Österreich

StreamOn-Urteil der BNetezA

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Termine

14 Gedanken zu „LNP232 Der böse Kleber aus Deutschland

  1. Lieber Herr Lohninger,

    marginale Korrekturen: der Herr Kern hat den schönen Vornamen Christian und wir haben eine zweite Kammer, den Bundesrat (aber den kann man auch leicht übersehen).

  2. Ich hab eine Vermutung was den Mobil-Anbietern Zero-Rating bringt:

    Die Anbieter haben die Bandbreiten in den Mobilfunkzellen immer weiter gepusht (LTE, 150MBit+) und wollen diese Bandbreiten den Kunden auch zur Verfügung stellen, wenn er im Web rumklickt und Seiten lädt.

    Allerdings wollen sie nicht, dass man damit längere Downloads macht, Torrents seedet, 4K Video streamt, usw.

    Deshalb bieten sie den Kunden kostenlos die Möglichkeit an, Bandbreitensparsame Dienste als zero-Rating zu nutzen, also SD-Video und Audio-Streams.

    D.h. als Kunde hat man dann schnelles Internet für Interaktive Dienste, wie Webseiten laden und lesen und hat anstatt datenintensiver Dienste (z.B. 4K-Stream) ein kostenloses Ersatzprodukt (SD-Streams).

    Deshalb haben die Zero-Rating Angebote für Video auch immer die Bandbreite begrenzt. Dass diese Bandbreitenbegrenzung jetzt von der Bundesnetzagentur moniert wurde, ist für die Anbieter sehr unangenehm und könnte auch zum Einstellen des Produktes führen.

  3. Dass Pilz die Abspaltung schon geplant hatte, halte ich für verkürzt dargestellt. Er hatte in manchen Punkten schon länger andere Ansichten, ihm deshalb bei der Wahl um den 4. Listenplatz ein politisches Leichtgewicht wie Julian Schmid vorzuziehen, von dem man davor und danach nichts mehr gehört hat, ist allerdings ein Witz und die “Basis” hat damit die eigene Wählerschaft zum wiederholten Male mit einer Personalentscheidung vor den Kopf gestoßen.
    Wenn man der Wählerstromanalyse glauben darf, haben die Grünen aber sowieso sogar an die ÖVP mehr Stimmen verloren, als an Pilz, und sie hätten ihren Wählern besser sagen sollen, warum man grün und nicht rot wählen soll, denn dort sind bei weitem die meisten hin gewandert.

  4. Hier nocheinmal die Links zu den Speedtests für den Netzzugang (und noch ein paar mehr):
    – Breitbandmessung https://breitbandmessung.de/startseite/
    – Measurement Lab https://www.measurementlab.net/
    – Breitbandmessung https://breitbandmessung.de/startseite/
    – SpeedOf.Me https://speedof.me/
    – SpeedOf.Me Text https://speedof.me/api/doc/sample_advanced.html
    – Speedreport https://www.speedreport.de/dsl-geschwindigkeit/

    Ansonsten kann an auch mit Bordmitteln (Systemüberwachung, oder wie das bei eurem OS heißt) einfach mal z. B. irgendeine Linux-ISO-Datei herunterladen, per hand die Zeit messen und den Durchschnittswert annähern.

  5. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass StreamOn nur positives bewirken und langfristig dazu führen wird, dass wir endlich echte Flatrates bekommen werden. Man mag es aus dem Gesichtspunkt der Netzneutralität negativ sehen, aber im Endeffekt werden andere Provider ähnliche Tarife anbieten. Sie werden sich gegenseitig unterbieten und irgendwann wird dann einer in diesem Konkurenzkampf eine echte Flatrate anbieten – und alle sind wieder glücklich. Ist hal gerade scheiße für kleine Diensteanbieter, die sich die Telekom-Deals nicht leisten können, aber langfristig werden alle profitieren.

    Warum nicht einfach generell mehr Volumen in die Tarife gepackt wird bzw. nicht einfach ALLE Videodienste kostenlos sind, ist einfach: Es ist bequemer für alle Seiten.
    Videostreams werden ja auch noch zusätzlich komprimiert. Das ist so recht einfach möglich. Der Traffic von den Servern von Youtube, Netflix & Co wird einfach IP-based gefiltert. Wollte man den kompletten Videocontent unabhängig vom Anbieter kostenlos machen, bräuchte man wohl vermutlich Deep Packet Inspection (bin da technisch nicht so firm).

    • Auch mit Netzneutralität können sich die Anbieter gegenseitig unterbieten und zwar auf den Dimensionen Preis und Inklusivvolumen.

      Zu welchen Konditionen können Mobilfunk-Reseller eigentlich den Traffic kaufen? Falls das auch reguliert ist, müsste der Traffic-Preis künftig sehr niedrig angesetzt werden, damit Reseller überhaupt ähnliche Produkte auf den Markt bringen können. Falls der Traffic-Preis durch StreamOn auf ein Niveau fällt, das eine YouTube-Flatrate ermöglicht, müsste es doch auch möglich sein eine echte Flatrate anzubieten.

  6. Zunächst: Vielen Dank für die viele geleistete Arbeit!

    Bzgl. StreamOn / Netzneutralität: Kann man mit einem Smartphone mit StreamOn eigentlich auch selbst zum Streaminganbieter werden (also z. B. den Stream der Kamera ins Internet schicken)? Wenn nicht, verstößt StreamOn damit nicht schon grundsätzlich gegen die Netzneutralität, weil das Netz ja keine Unterscheidung zwischen Sender und Empfänger macht (wenn ich mich richtig erinnere, steht in der BEREC-Richtilinie, dass jeder Internetnutzer sowohl Sender als auch Empfänger ist)? Das bringt mich dann zu der Frage, ob Internetanschlüsse ohne öffentliche IP (Stichwort NAT), nicht ebenfalls grundsätzlich gegen die Netzneutralität verstoßen, weil solche Internetanschlüsse nur eingeschränkt erreichbar sind. Insb. bei IPv6 kann die Adressknappheit ja nicht als Argument für solche Anschlüsse herhalten.

    • cool, es wäre eigentlich ein riesiger Wert das für jede Folge zu haben und dann durchsuchbare Transkripts zu haben… Leider ist der crowdsourcing Ansatz da ja nicht so richtig in Schwung gekommen..

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