LNP257 Digitalkommissar der Herzen

Uploadfilter & LSR – DSGVO – De-CIX vs. BND – NetzDG – Medienenquete

Die LNP256 hat uns einen akuten Themenstau beschert, den Linus und Thomas in Ermangelung eines Tims angehen. Unheil droht am Horizont und die LNP-Einhornstandarte ist gefragt: Es gilt zum Telefonhörer zu greifen, um düstere Altlasten eines ehemaligen Digitalkommissars abzuwehren.

Dauer: 1:46:18

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Epilog

16 Gedanken zu „LNP257 Digitalkommissar der Herzen

  1. @Uploadfilter
    Also wie ich euch beide verstehe braucht man nur einen Filter und dann ist man aus der Haftung raus.
    Aber dann muss man doch nicht ContentID lizensieren, man kann doch auch einen eigenen Filter bauen, der – wie ContentID – nicht funktioniert.
    Z.B. eine Liste von 12 md5 hashes von typischen Urheberverletzungen und gegen die prüft man alle Uploads.
    Zackfeddich: Uploadfilter

    • Leider muss der Filter gemäß dem Ratstext in der Lage sein urheberrechtlich geschützte Werke mit einer gewissen Effizienz zu erkennen. Das bedeutet, es muss auch Urhebern möglich sein, ihre Werke dort eintragen/schützen zu lassen. So einfach kommt man aus der Nummer also leider nicht raus.

      • Schade, dann muss ich mir den Entwurf doch selbst durchlesen um die Lücke zu finden. Der Entwurf ist ja offensichtlich so wenig durchdacht, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass es da kein Schlupfloch gibt.

  2. Woah ist das ätzend, pünktlich zur WM werden direkt erstmal alle ausstehenden Kackideen in ne neue Vase gefüllt.

    Ich bemühe mich auch mal, noch rechtzeitig etwas Welle zu machen. Alles Gute außerdem an Thomas und die Herren Landesverrat, eure Arbeit ist unersetzlich.

    Viele Grüße!

  3. https://www.saveyourinternet.eu/

    Die Seite ist nett gemacht, ist imo aber letztlich ein FAIL…

    Hab gerade Mittagspause und wollte mal probieren einen abgeordneten anzurufen:
    Webinterface kann ich zum Anrufen nicht nutzen (ist hier bei uns blockiert) und um die Telefonnummer der einzelnen Abgeordneten zu finden bin ich anscheinend zu doof.
    Eine direkte Kontaktmöglichkeit finde ich auf der Seite auch nicht.

    Größtes Manko ist die Übersetzung. Zwar ist die Startseite auch auf Deutsch verfügbar, aber der eigentlich spannende Teil unter “Ressources” ist nur auf Englisch verfügbar.
    Hatte das mal ein paar Bekannte weitergeleitet, aber die Leute die älteren Semesters sind, waren damit überfordert.

    Somit dürfte ein nicht unerheblicher Teil der Energie, die man hier reinsteckt vermutlich sinnlos verpuffen – schade.

    lg, Dave

  4. Warum ist bei freiwillig nutzbaren Diensten wie Facebook, Twitter, etc. “forced consent” eigentlich ein Problem? Es ist doch grundsätzlich niemand gezwungen diese Dienste zu nutzen und es erscheint mir logisch, dass der Anbieter seine Nutzungsregeln bestimmt. Wer diese nicht akzeptieren will, lässt es eben. Ich mache das in einem Webforum genauso, wer nicht zustimmt, kann sich eben nicht anmelden. Die Alternative wäre, dass Nutzer den Regeln nicht zustimmen und sie sich trotzdem anmelden können. Was etwas eigenartig anmutet.
    Ganz anders wäre es natürlich bei Diensten die man nicht freiwillig, sondern gezwungener Maßen nutzen muss.

    • Dieser Zwang kann auch indirekt enstehen. Stichwort Konformitätsdruck. Die Schulklasse, die Whats-App Gruppen benutzt o.ä. Bei einer gewissen Marktmacht eine Plattform, kann man als Anbieter halt nicht mehr “dann geh doch nach drüben” sagen.

  5. Warum ist bei freiwillig nutzbaren Diensten wie Facebook, Twitter, etc. “forced consent” eigentlich ein Problem?

    Weil es eine Reihe an Datennutzungen gibt, die nicht für die Funktion unerlässlich sind.
    Beispiel: Das Erheben deiner Geolocation ist für den Betrieb des Dienstes nicht notwendig. Entsprechend kannst und solltest du diesem Teil der Nutzung widersprechen können und die Zustimmung in dem Moment geben, wenn du das Feature auch nutzt.
    Ersetze nun Geolocation durch Gesichtserkennung etc.

  6. Um auf die Gegendemo zur afd-demo zu sprechen zukommen: Wenn man sich die Fläche anschaut die so ein 0815 Menschen einnimmt und noch ein wenig Zwischenraum hinzurechnet, kommt man in etwa auf 0.7 m^2 pro 0815 Mensch. Ich bin jetzt nicht ganz sicher von wo bis wo die Demo war, aber sagen wir mal es war von der Siegessäule bis zum Brandenburger Tor (grob), dann kommt man auf maximal (grob) 60.000 Demonstranten.

    • Ich frage mich eher seit wann Technoparties Demos sein sollen. Bei der Love-Parade war das ein Trick und auch ein Scherz, die Party als Demo anzumelden und so den Steuerzahler für Reinung und Sicherheit zahlen zu lassen.

      So zu tun, als wäre Techno generell Anti-AfD oder irgendwie politisch, ist auch fragwürdig und hat schon so was von einer kulturellen Vereinnahmung. Das war in den 90ern explizit hedonistisch und anti-politisch, eine Pause von der Politik. Genau das wurde von linken Moralisten auch kritisiert, so von wegen: “Party statt Weltverbesserung. Und dann noch den Müll abwerfen. Hach nein, diese Jugend. Furchtbar.”
      Ich weiß es, ich war da.

    • Es gibt ein recht nützliches Tool um sowas gut zu berechnen:

      https://www.mapchecking.com/

      Auf der Karte kann man mit Rumgeklicke den Bereich genau umreissen und per slider die Dichte einstellen. Der Unsicherheitsfaktor bleibt halt leider die Dichte der Personengruppe.

      Man schwankt da zwischen 3,5 (Mosh Pit), 2 (sehr dichte crowd) und 1 (lockere Ansammlung) pro Quadratmeter.

  7. Wie ist das beim EU-Leistungsschutzrecht eigentlich, wenn der Titel einer Publikation Teil der URL ist? Dann stünde der Titel im HTML drin, selbst, wenn man die Anzeige im Browser unterdrücken könnte/würde. Das heißt, Links auf Presseerzeugnisse setzen ginge dann schlicht nicht.

    Oder stellen die Verlage dann alle auf zufällige Zeichenketten in ihren URLs um, damit man außer der Domain überhaupt keine Ahnung mehr hat, worauf man jetzt eigentlich klickt?

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