LNP266 Datenlos durch die Nacht

Chemnitz — Maaßen — Infowars — Copyright — beA — Five Eyes — Google & Mastercard — Durchsuchungen in Dortmund & Augsburg — Open Access — PNR — Cybersicherheit

Nachdem es uns letzte Woche in England leider nicht gelungen ist, eine Sendung aufzunehmen, liefern wir natürlich wieder in Überlänge nach. Es gibt so einiges abzuklappern und natürlich schweifen wir bei jedem Thema ordentlich ab, wie es sich gehört. Und irgendwie entwickeln wir im Laufe der Sendung einen Film mit dem Erlkönig.

Dauer: 2:07:53

On Air
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Chemnitz, Seehofer, Maaßen und #wirsindmehr

USA: Infowars und Social Media Anhörung

Copyright-Reform

beA geht an den Start

Five Eyes wollen freiwillige Kooperation erzwingen

Google kungelt mit Mastercard

Kleine Anfrage zu Durchsuchungen in Dortmund

Zwiebelfreunde-Durchsuchungen rechtswidrig

Europäische Koalition für Open Access: Coalition S

PNR-Überwachung startet

Agentur für Cybersicherheit

41 Gedanken zu „LNP266 Datenlos durch die Nacht

  1. Randnotiz: Beim Erlkönig am Schluss bilde ich mir ein, dass die Macher sowohl Fans von Helge Schneider als auch von Killing Joke gewesen sein müssen.

  2. Lieber Linus, versuchs doch bitte mit “Arsch auf Eimer” oder “Faust auf Auge”. Bei “Arsch auf Auge” schüttelt es mich, dass ich den Podcast pausieren muss, bis ich wieder konzentriert zuhören kann. Vgl. https://dict.leo.org/forum/viewUnsolvedquery.php?idforum=1&idThread=91774&lp=ende
    Diese beiden Redewendungen sind eh’ schon komplex genug.
    Ansonsten: klasse Podcast!!! und hört bloß nicht auf, Euch mit periphere Themen zu beschäftigen, die dem Namen nach nichts mit LAN und IPvX (“Netzpolitik”) zu tun haben. Eure Themenauswahl ist immer wieder klasse!

  3. Bitte schafft doch die Cookies auf dieser Seite ab, damit man nicht von diesem Banner unten belästigt wird. Der Platz auf einem Handydisplay ist schon klein genug.

  4. Hallo Linus & Tim,

    Ich schöner vorschlag von dir Linus bei 02:02:55, dass du das innenministerium übernehmen möchtest. Meine unterstützung hast du. Wie ist dein Plan?
    Direktwahl gibts dafür ja nicht.

    • Mein Plan trägt den Titel „Und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt“ – ist aber noch in einer frühen alpha.

      That’s right, Dude, the beauty of this is its simplicity. Once the plan gets too complex everything can go wrong.

  5. Aus Logbuch Netzpolitik wird zunehmend Logbuch Politik. Finde ich super. Ich fühle mich hier immer gut informiert und die aktuelle Lage deutlich kommentiert.

  6. Eure Idee Staatsangehörigkeiten zu sammeln finde ich gut und überlege mir auch gerade die Schwedische zuzulegen, warte aber sicherheitshalber noch bis zu Schließung der Wahllokale um 8.

  7. Ich liebe euch und kann alles unterschreiben was ihr über Chemnitz und die Infiltration der Institutionen sagt.

    Bitte macht genau so weiter, ich hab die ganze Berichterstattung verfolgt und das war der beste Kommentar dazu bisher. Und ich versuche immer höflich zu bleiben, aber wer die Geschichte runterspielen will kann sich seine/ihre Meinung da hin schieben wo die Sonne nie scheint.

  8. Ich habe den Eindruck, dass im Fall von wissenschaftlichen Publikationen ein wichtiges Problem erkannt wurde, aber OpenAccess nicht die Loesung ist.

    Verlage erbringen eine Leistung, naemlich Artikel zu veroeffentlichen und fuer lange Zeit bereitzustellen. Viele Schritte davon werden unbezahlt von Wissenschaftlern uebernommen, und das Textsetzen und zum Download anbieten duerfte in den letzten 30 Jahren deutlich billiger geworden sein, aber es ist nicht kostenlos. An irgendeiner Stelle muss der Verlag also dafuer bezahlt werden.

    Von der Bezahlstruktur kann man sich drei wesentliche Eigenschaften wuenschen: 1) die Preise sollten in Relation zu den Kosten der Verlage stehen (und ja, im Moment gibt es viele gierige und dreiste Verlage, Elsevier ist da nur das beliebteste Beispiel). 2) Wissenschaftler sollten unabhaengig von ihren finanziellen Mitteln die Moeglichkeit haben Artikel zu *veroeffentlichen* und 3) Wissenschaftler sollten unabhaengig von ihren finanziellen Mitteln die Moeglichkeit haben Artikel zu *lesen*.

    Das aktuelle Modell garantiert weitgehend Punkt 2, mit OA waere stattdessen Punkt 3 gegeben. Ich kann nicht erkennen warum das eine deutlich besser waere als das andere (unter der Annahme, dass in beiden Faellen gleich viel Geld bezahlt wird).

    2 und 3 haben beide Nachteile. In einem Fall kann man manche (vielleicht die meisten) Artikel nicht lesen. Im anderen Fall kann sich ein Wissenschaftler nicht leisten einen Artikel zu veroeffentlichen. Auch jetzt kann man bei vielen (allen?) Journalen seinen eigenen Artikel gleich ‘freikaufen’, ich kenne so Preise von wenigen tausend Dollar pro Stueck. In vielen Unis/Laendern ist das nicht moeglich. Soll man weniger Artikel veroeffentlichen? Vielleicht kann man sich dann als Autor in Paper einkaufen wenn man dafuer die Kosten uebernimmt?
    Solange scihub verfuegbar ist und gleichzeitig westliche Unis die meisten Journale abonnieren halte ich 2 fuer realistischer. (Und das Argument, dass das Lesen kostenlos sein muss weil die Wissenschaft ja schon oeffentlich finanziert war halte ich fuer Unfug — bezahlt wird nicht die Wissenschaft sondern das Veroeffentlichen und Bereithalten, was sich in einem dem Aufwand entsprechenden Preis niederschlagen sollte.)

    Fuer dringender als die Wahl zwischen 2 und 3 halte ich, 1 zu gewaehrleisten. Fuer die Loesung fuer/gegen Verlage die ungerechtfertigt hohe Preise verlangen halte ich am ehesten Journale die ohne Gewinnabsicht betrieben werden. In Chemie fallen mir als Traeger die ACS (american chemical society) und RCS (royal chemical society) ein, die beide viele gute Journale haben und als Organisation garantieren koennen, dass es sie auch in 50 Jahren noch gibt. Die sind nicht kostenlos aber auch nicht dreist teuer. Ich koennte mir auch gut vorstellen, dass eine Uni ein Journal betreibt.

    Man koennte das noch alles viel weiter ausbreiten, aber das sind so meine groben Gedanken dazu …

    cheers, nico

  9. Bzgl. Razzien:
    Die involvierten Beamten müssen des Lesens mächtig sein, sie haben ja schließlich auch zum richtigen Haus gefunden … wobei …

    Wie steht es eigentlich um die zivilgesellschaftliche Kontrolle der Polizei?
    Who watches the Watchmen?
    Das wird immer wichtiger, auch im Bezug auf Netzthemen, und wenn gewisse Innenpolitiker ihre Wunschzettel durchdrücken, müssen wir Vereine und Initiativen, die dem Einhalt gebieten können, unterstützen.
    Habt ihr da Empfehlungen oder Links?

  10. Moin ihr Zwei! – Im Folgenden eine Anmerkung + ein Hinweis:
    1. Anmerkung: Bitte nicht von „Tötung“ mit der Tat in Chemnitz sprechen. (Könnte auch was anderes sein + T. ist eines der schwersten Delikte in der BRD …)
    2. Hinweis: Die AfD kann keine Anteilnahme ggü Migrant_innen!? – Schaut mal hier, zum Hintergrund eines der ‚Haupthetzer‘, Martin Kohlmann: https://www.ardmediathek.de/tv/REPORT-MAINZ/Welche-Rolle-spielt-der-Drahtzieher-der-/Das-Erste/Video?bcastId=310120&documentId=55753802
    #schüss! + #thx (mal wieder!) :-)

  11. Zum Thema Maaßen… ich bin wie Linus so unfaßbar echauffiert, nicht nur wegen dem was ihr besprochen habt, sondern jetzt auch über die Art und Weise, wie…. nun rudert der Type auch noch zurück und alles wurde nur missverstanden… äh hacks… wieviel kann diese Truppe noch von sich lassen, also Seehofer, Dobrindt, Söder, (Stoiber rip), Oettinger und all die anderen, ohne das da etwas passiert… wie soll das bitte weitergehen… das die Verstrickungen tiefer sind, ist offensichtlich, sonst hätten sie ihn fallen lassen..nun ihr beiden, was können wir tun…?

  12. Gut finde ich, dass das Thema Cybersicherheit inzwischen ein wenig auch in der Öffentlichkeit angekommen ist: auf Grund des großen Erfolges setzt der Hessische Rundfunk seine Serie “Cybercrime” mit einer zweiten Staffel fort:

    https://www.hr-inforadio.de/podcast/cybercrime/index.html

    In der ersten Staffel wurde ein Überblick über die Problematik von Verbrechen in der IT-Welt aus verschiedenen Aspekten allgemein verständlich informiert.

    Jede Folge dauert etwa dreißig Minuten und ist spannend erzählt.

    In der aktuellen zweiten Staffel wird die IT-Sicherheit in deutschen Krankenhäusern beleuchtet. Beim Lukas-Krankenhaus in Neuss, einem digitalen Vorzeigekrankenhaus, führte ein Cyberangriff im Februar 2016 zu einem Ausfall der IT-Systeme. Dadurch konnte das Krankenhaus keine Notfallpatienten mehr versorgen. Konkret wird hier dargestellt, dass Operationen ausfallen oder ein Notfallpatient mit einem Herzinfarkt nicht versorgt werden kann.

    Auch sieht man hier, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk sehr gute Qualitätssendungen produziert.

  13. Bevor ihr euch in der nächsten Folge wieder darüber wundert, wieso die Politik in Brüssel, die ja eigentlich die Macht von Facebook und Google einschränken will, Maßnahmen wie die Uploadfilter unterstützten möchte, die genau das Gegenteil erreichen, hier eine Verschwörungstheorie, die das schlüssig erklärt:

    Schritt 1: Politik ärgert sich darüber, dass das Netz jetzt so mächtig ist, so unkontrollierbar.

    Schritt 2: Politik verschiebt extra viel Macht (Kontrollmacht) auf einzelne große Player.

    Schritt 3: Politik “übernimmt” diese großen Player, weil sie ja zu mächtig geworden sind.

    So landet die Macht wieder zurück bei der Politik.

    Ein Facebooknetz ist leichter zu kontrollieren als ein starkes offenes Web, darum macht ma das vorher schön stark.

    Wie das “Übernehmen” aussehen soll, ist noch nicht ganz zu sehen, aber Vorstöße gibt es ja schon. Wenn man so will, sind die Regulierungsdiskussionen, Zuckerberg-Befragungen usw. Aufbrüche in die Richtung.

    Naja, ne Verschwörungstheorie. :P

    Lustigerweise bekäme in diesem Szenario die Politik dann offen starke Überwachungs- und Zensurtools an die Hand, kostengünstig, da ja von wem anders schon entwickelt und finanziert. Und die Bürger sind auch schon daran gewöhnt. Man muss also nicht zu viel im Verborgenen machen.

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