Logbuch:Netzpolitik
Einblicke und Ausblicke in das netzpolitische Geschehen
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LNP545 Even Monkeys Fall From Trees

TikTok US — Frankreich vs. X — DID 2 — OpenClaw und Moltbook — ESTA-Fields — GdP verbreitet KI-Fake — Microsoft verbreitet Bitlocker-Keys — Kabul Calls — Termine

Linus ist wieder dabei und wir sprechen über die ganz eigene Unabhängigkeit-Maßnahme der USA, in dem sie Bytedance zum Verkauf der US-Niederlassung von TikTok zwingt. Dann schauen wir nach Frankreich, wo jetzt Ernst gemacht wird in Bezug auf X und die Verbreitung von KiPo und Lügen. Der zweite DID lief ganz erfolgreich und verbreitet sich langsam in Europa, wobei jetzt auch der Bundestag und die große Unternehmen wie die Schwarz-Gruppe anfangen, sich langsam von Microsoft loszusagen. Microsoft wiederum stellt der US-Regierung geheime Bitlocker-Schlüssel seiner Kunden zur Verfügung.

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Veröffentlicht am: 4. Februar 2026
Dauer: 1:42:52


Kapitel

  1. Intro 00:00:00.000
  2. Prolog 00:00:33.570
  3. TikTok US 00:10:15.018
  4. Frankreich ermittelt gegen X 00:23:16.379
  5. DID 2 00:40:30.728
  6. DID: Bundestag plant Befreiungsschlag von Microsoft & Co. 00:42:40.659
  7. DID: Schwarz-Gruppe migriert weg von Microsoft 00:44:07.024
  8. OpenClaw und Moltbook 00:50:16.834
  9. ESTA-Fields 01:04:29.101
  10. GdP verbreitet KI-Fake 01:15:23.604
  11. Microsoft verbreitet BitLocker Keys 01:21:06.277
  12. Kabul Calls 01:24:06.393
  13. Termine 01:30:59.051
  14. Epilog 01:35:32.804
  15. Bonus Track 01:41:17.123

Transkript

Tim Pritlove
0:00:00
Linus Neumann
0:00:02
Tim Pritlove
0:00:04
Linus Neumann
0:00:08
Tim Pritlove
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Linus Neumann
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Ja.

Tim Pritlove
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Linus Neumann
0:00:49
Tim Pritlove
0:00:50
Linus Neumann
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Tim Pritlove
0:01:13
Linus Neumann
0:01:41
Tim Pritlove
0:01:42
Linus Neumann
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Tim Pritlove
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Linus Neumann
0:02:02
Tim Pritlove
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Linus Neumann
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Tim Pritlove
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Linus Neumann
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Tim Pritlove
0:04:28
Linus Neumann
0:04:52
Tim Pritlove
0:04:55
Linus Neumann
0:05:17

Ja.

Tim Pritlove
0:05:18
Linus Neumann
0:05:19
Tim Pritlove
0:05:27
Linus Neumann
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Tim Pritlove
0:06:28
Linus Neumann
0:06:32
Tim Pritlove
0:07:02
Linus Neumann
0:07:03
Tim Pritlove
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Linus Neumann
0:08:23
Tim Pritlove
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Linus Neumann
0:08:40
Tim Pritlove
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Linus Neumann
0:08:59
Tim Pritlove
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Linus Neumann
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Tim Pritlove
0:10:09
Linus Neumann
0:10:15
Tim Pritlove
0:10:20
Linus Neumann
0:10:27
Tim Pritlove
0:10:51

Genau, das war so die Argumentation der Trump-Regierung. Das ging ja auch lange Zeit hin und her. Also es war dann immer von einem Verbot die Rede. Ja, TikTok ist ja ganz furchtbar, das geht ja gar nicht. Die Chinesen, die machen ja hier Propaganda, die nicht von uns gesteuert wird. Und dann ging es immer hin und her und dann haben sie es wieder verlängert und so weiter. Also es lief so auf ein TikTok-Verbot hinaus, was natürlich sehr unpopulär gewesen wäre, also bei den Leuten, die TikTok verwenden und das sind ja eine Menge, vor allem junge Leute. Viele beziehen darüber ihre Nachrichten und das ist halt so ein Social Feed, der einfach mal noch, süchtig machender zu sein scheint, als das schon mit Instagram der Fall war also ich meine heutzutage sieht man ja die Welt echt nur noch swipen und nicht mehr so richtig, ja ich weiß auch nicht liest doch mal wieder Blogs. Ja also ist uns allen natürlich klar, wie attraktiv das ist und uns ist natürlich auch klar, dass die Algorithmen, die da bei TikTok unterwegs sind, hochproblematisch sind. Also ich habe mal TikTok ohne Account mal frisch irgendwie aufgemacht. Da dauert es nicht lange, bis du dir von irgendwelchen AfD-Jüngern erzählst, dass die Welt kurz vor dem Untergang steht und jetzt müsste man mal durchgegriffen werden. Das ist alles überhaupt gar kein Spaß. Naja, das ist der Trump-Regierung natürlich dann auch schnell klar geworden, dass das ein Propagandamittel erster Qualität ist, aber man hat halt nicht so viel Einfluss auf die Leute in China. Also haben sie gesagt, wenn ihr das jetzt in den USA weiter betreiben wollt, dann müsst ihr das verkaufen und das ist jetzt geschehen.

Linus Neumann
0:12:44

Ja, aber also, Ich bewundere ja gewissermaßen, wie konsequent die USA mit dieser Bedrohung eines fremdkontrollierten sozialen Netzwerks mit nennenswerter Reichweite in ihrem Land umgegangen sind. Also man könnte ja fast sagen, warum macht Europa das eigentlich nicht mit den US-amerikanischen Netzwerken, insbesondere wenn man sich überlegt, dass auf X ja immer noch Politikerinnen posten und versuchen, inmitten von irgendwelchen KI-generierten, sexualisierten Darstellungen von Kindern und Frauen irgendwie politische Botschaften zu positionieren. Aber interessant ist auch nochmal, wer sind denn dann diejenigen, die in so einem Joint-Venture, wem gehört denn jetzt TikTok? Das gehört zu jeweils 15% Oracle, Silver Lake und MGX und MGX ist irgendwie der Investment-Arm von... Und Shaikh Tahun bin Sayed al-Nayan, ich habe es jetzt nach dem besten meiner Möglichkeiten ausgesprochen und das ist der stellvertretende Herrscher von Abu Dhabi und der National Security Advisor der Vereinigten Arabischen Emirate. Also 15% davon gehört jetzt den Vereinigten Arabischen Emiraten. Dann Oracle 15%, Silver Lake 15% und dann noch so The Dell Family Office, also so der private Investmentarm von Michael Dell, der ja Dell Technologies gegründet hat. Vast mere strategic investments, Alpha Wave Partners, Revolution, Merit Way, die haben wieder ein paar Untergruppierungen und ByteDance gehören noch 19,9 Prozent. Also sie bleiben der größte Eigner, aber eben auch ein Minderheiteneigner und durch die 3 mal 15 Prozent brauchen Silver Lake Oracle und MGX jetzt nur von den anderen wenige Prozent, um halt die komplette Mehrheit darüber zu haben. Ich glaube, am Ende wird da, ist es eine faszinierende. Einfach nur ein faszinierender Vorgang, dass die USA das einfach nur gesagt haben, dieser Markt wird nicht passieren, wir verbieten euch sonst, Und hier sind jetzt die Leute, die demnächst Teilhaber werden, die Kontrolle übernehmen und eben auch die Kohle kassieren. Und dann sehen wir mal, wie das läuft.

Tim Pritlove
0:15:32
Linus Neumann
0:15:39

Ja.

Tim Pritlove
0:15:40
Linus Neumann
0:15:53
Tim Pritlove
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Linus Neumann
0:16:34
Tim Pritlove
0:17:18
Linus Neumann
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Tim Pritlove
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Linus Neumann
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Tim Pritlove
0:17:38
Linus Neumann
0:18:01
Tim Pritlove
0:18:49

Ja.

Linus Neumann
0:18:50
Tim Pritlove
0:19:09
Linus Neumann
0:19:13
Tim Pritlove
0:19:15
Linus Neumann
0:19:33
Tim Pritlove
0:20:11
Linus Neumann
0:21:27
Tim Pritlove
0:21:32
Linus Neumann
0:21:34
Tim Pritlove
0:22:35
Linus Neumann
0:22:37
Tim Pritlove
0:23:10

Das ist doch mal eine Methode, diese Systeme in den Griff zu bekommen. Das muss man drüber nachdenken. Aber schauen wir doch mal, was Europa jetzt eigentlich wirklich unternimmt, um das Problem mal ein bisschen in den Griff zu bekommen mit den amerikanischen Diensten. Und siehe da, die Franzosen haben da auch ein sehr aktives Verhältnis eingenommen. Wir erinnern uns, ist ja gar nicht so lange her, da haben ja die Franzosen den Pavel Durov festgenommen, den Chef und Gründer von Telegram. Und mittlerweile durfte er ja wieder gehen, aber erst nachdem er zugesagt hat, dass man mehr mit den Behörden zusammenarbeitet. Da ging es dann um so Inhaltessperrung und Auskunftsersuchen und sozusagen Ansprechpartner. Also der französische Staat hat dafür gesorgt, dass Telegramm etwas kooperativer geworden ist. Und ja, jetzt haben sie wieder was gemacht. Sie haben nämlich einfach mal ihre Cybercrime-Unit losgeschickt, zusammen mit Europol und haben das Büro von X, Klammer auf, vormals Twitter, Klammer zu, durchsucht und ganz viel Zeug mitgenommen und schauen sich das jetzt mal ein bisschen an. Lustigerweise hat dann die französische Staatsanwaltschaft dann das auch auf X verkündet, Und angekündigt, dass sie ihren Account dann schließen. Haben sie dann auch getan. Genau. Und jetzt wird halt ermittelt. Und zwar schlicht einfach wegen Besitz oder Beihilfe bei der Verbreitung sexualisierter Bilder Minderjähriger oder auch Manipulation der öffentlichen Debatte mithilfe von Algorithmen. Surprise, surprise. Außerdem wurden Elon Musk und Linda Iaccarino, die ja so formal die Chefin da ist, zu einer freiwilligen Befragung eingeladen. Die soll dann am 20. April 2026 stattfinden. Da freuen wir uns alle schon drauf, dass die vorbeikommen werden.

Linus Neumann
0:25:27
Tim Pritlove
0:25:31
Linus Neumann
0:25:51
Tim Pritlove
0:26:03
Linus Neumann
0:26:22
Tim Pritlove
0:26:26
Linus Neumann
0:26:43
Tim Pritlove
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Linus Neumann
0:26:54
Tim Pritlove
0:27:03
Linus Neumann
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Tim Pritlove
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Linus Neumann
0:27:25
Tim Pritlove
0:27:37
Linus Neumann
0:27:45

Ja.

Tim Pritlove
0:27:45
Linus Neumann
0:27:46
Tim Pritlove
0:27:55
Linus Neumann
0:27:57
Tim Pritlove
0:28:03
Linus Neumann
0:28:05
Tim Pritlove
0:30:11
Linus Neumann
0:30:17
Tim Pritlove
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Linus Neumann
0:30:24
Tim Pritlove
0:32:03
Linus Neumann
0:32:11
Tim Pritlove
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Linus Neumann
0:32:27
Tim Pritlove
0:32:42
Linus Neumann
0:32:44
Tim Pritlove
0:32:54
Linus Neumann
0:33:36
Tim Pritlove
0:33:40

Genau, weil da einfach bewusst sozusagen die Netze dazu genutzt wurden, um die Leute in ihrem Verhalten zu beeinflussen. Entweder um für irgendetwas zu stimmen oder eben für irgendwas nicht zu stimmen, wie wir das dann später bei der Trump-Wahl auch gesehen haben. Dass Leute davon abgehalten wurden, für Hillary Clinton zu stimmen, wenn sie generell, sagen wir mal, nicht unbedingt jetzt für die Republikaner zu gewinnen waren, aber dass man zumindest versucht hat, durch irgendwelche Nachrichten, Darstellungen, Linksfakes, die Leute sozusagen davon abzubringen. Gesagt, oh ja, wenn du das machst, das ist aber ganz schlimm und dann wählt auch lieber nicht so die Richtung. Also da kam das auf und natürlich ist das jetzt in den letzten Jahren immer klarer geworden und spätestens seit diesem Grönland Ding, glaube ich, ist der Drops gelutscht. Das haben wir gesehen bei diesen Reden in Davos, das hatten wir ja auch schon angesprochen. Ich glaube, dass mittlerweile die Angst umgeht in Europa, weil sie natürlich auch alle wissen, dass sie jetzt einfach massiv am ganz, ganz, ganz kurzen Hebel sind. Also nicht, dass Europa nichts hätte, mit dem sie irgendwie drohen könnten, aber in der Summe wirtschaftlich, vor allem digitalwirtschaftlich, militärisch etc. Und eben auch diplomatisch da wirklich im. In der Minderheit sozusagen, also haben wenig zu bieten. Und das wird jetzt eben klar. Und internationale Politik ist halt nun mal ein Machtspiel. Und wenn du diese Macht nicht hast, dann stehst du halt schön doof da. Aber die Franzosen sind jetzt, glaube ich, als Erste an diesen Punkt gekommen, wo sie sagen, geht einfach scheißen bis hierhin und nicht weiter. Und im Vorfeld der Wahlen sicherlich nochmal mit zusätzlicher Motivation, aber wie wir eben an dieser Telegram-Geschichte gesehen haben, nehmen sie es schon ein bisschen länger ernst und jetzt hat es eben auch diesen Punkt erreicht, wo es eben auch aktiv gegen diese Dienste geht und das wird noch spannend sein zu sehen, wie dann auch die EU das aufnimmt, und mal gucken, vielleicht bewegt sich auch irgendwann in Deutschland mal was in der Richtung.

Linus Neumann
0:35:58

Ich würde hoffen, dass wir auch schon früher über die Bedeutung der Meinungsmacht, die sich dort konzentriert gesprochen haben, aber natürlich wurde das Thema groß und greifbar an dieser Stelle. Ja, weil es davor immer, das war ja so klassisch, ja das ist alles werbefinanziert, ja ist mir doch egal, weil Menschen halt Werbung nicht als Versuch der Verhaltensmanipulation wahrnehmen. Während es das eben ist. Also Werbung ist Verhaltensmanipulation. Dich dazu zu bringen, etwas zu tun, was du ohne diese Werbung nicht oder mit sehr viel geringerer Wahrscheinlichkeit getan hättest. Und dass alles, was damit finanziert ist, auch da haben wir an vielen Stellen drüber gesprochen. Wird immer darauf ausgerichtet sein, erfolgreich Werbung zu platzieren und das auch immer besser zu tun. Ich weiß nicht genau, von wem dieses Zitat ist, mit dem so sinngemäß, die Hälfte von meinem Werbebudget ist verschwendet. Das Problem ist, ich weiß nicht welche Hälfte und wenn das halt nur noch ein Drittel ist, dann hast du halt eine wirkliche Business-Idee und dass diese gesamte, wenn man davon redet, dass der Markt der Werbung im Internet gewissermaßen, sehr zentralisiert ist oder fast einem, also allenfalls einem Oligopol ähnelt, ähm. Dann weißt du natürlich auch, was an dieser Stelle wiederum für Machtkonzentration ist. Und das Geniale war, wirklich Geniale war, die Menschen an ihren sozialen Gefühlen zu packen. Und sie dadurch dazu zu bringen, dass sie a. mehr über sich verraten und b. Diese Seiten eben öfter besuchen. Bevor es die sozialen Netzwerke gab, musstest du irgendwie eine Webseite haben, die möglichst regelmäßig neue Inhalte hat, aber die auch für alle Menschen gleich war. Und dann, keine Ahnung, dann hast du halt irgendwie sowas gemacht wie bild.de oder boingboing.net oder fefesblog oder was auch immer. Und um etwas zu finden, was Menschen regelmäßig besuchen. Oder etwas wie YouTube, wo du dann Videos darbietest. Und dann kam aber diese Individualisierung dazu. Bei YouTube guckt jeder was anderes, kein lineares Fernsehen mehr. Und dann kommt, wir machen Facebook und Twitter und sonstiges und Facebook natürlich das, wo du dann mit Freundinnen und Familie und sowas Kontakt hältst, an diesen Gefühlen anzusetzen, um dann mehr Daten über die Menschen zu bekommen, um sie gezielter ansprechen zu können und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass jede Person individuell durch ihre eigenen Interessen ihre Sucht darin bestärkt und du musst sie nur regelmäßig füttern. Das ist schon eine echt teuflische Erfindung. Das ist wirklich... Hut ab. Hut ab. Gute Idee. Also irre, irre Idee. Und welche Macht sich dadurch konzentrieren lässt, weltweit, erstaunlich.

Tim Pritlove
0:39:41
Linus Neumann
0:39:44

Ah.

Tim Pritlove
0:39:45
Linus Neumann
0:39:46
Tim Pritlove
0:39:47
Linus Neumann
0:40:09
Tim Pritlove
0:40:14
Linus Neumann
0:40:22
Tim Pritlove
0:40:30
Linus Neumann
0:40:34

Ja, also Europa tut folgendes und das bin ich ja doch sehr erfreut und angetan davon, dass die Idee des Digital Independence Day wirklich da in die richtige Zeit geraten ist und sehr viele... Anhängerinnen und sympathische Menschen anzieht. Ich glaube, auf dem Termine.die.day sind irgendwie inzwischen so um die 400 Events von annähernd 200 Organisationen eingetragen. Das ist richtig, richtig viel. Krass. Volkshochschulevents, Hackspace, Event. Das ist wirklich irre, wenn du da einfach mal auf die Seite gehst und die Organisationen anschaust. Das ist wirklich stark. Ich hatte das große Glück, das große Glück beim ersten nicht deutschsprachigen, nicht auf deutschem Boden stattfindenden Digital Independence Day Event in Lissabon zu sein, jetzt am Sonntag. Da hat ein, es war ein Deutscher, der also aus Deutschland kommt und da in Lissabon lebt, in einer wie nennt man das, in einer genossenschaftlichen Organisation da in deren Seminarraum, was angeboten und weil ich gerade in Lissabon war, wirklich durch Zufall konnte ich die Gelegenheit nutzen da auch noch vorbeizugehen, das ist natürlich schon echt ganz cool, wenn das sich jetzt auch noch sich international. Etabliert, Am Spiegel.de gibt es dann auch. Also du findest jetzt überall so Artikel. Ich sage mich los von hier. E-Mail, PayPal, Word, wie auch immer. Berichte davon und so. Das ist schon ganz interessant. Und wer auch mitmacht? Bundestag. Der Bundestag sagt, wir wollen jetzt auch hier weg von Microsoft, bevor wir auch wieder Chefankläger enden. Das heißt, eine Parlamentskommission wurde jetzt gegründet. Klar, man muss erst eine Kommission machen. Die wird die Abhängigkeit von US-Tech-Giganten erkennen, erfassen und beenden und dabei auf europäische Open-Source-Lösungen setzen.

Tim Pritlove
0:43:16
Linus Neumann
0:43:17

Ja, Zeit wird's. und ist also richtig, wir hatten das ja auch uns hier gewünscht, dass das passiert. Gleichermaßen, dann gibt es natürlich Diskussionen darüber, dass sie jetzt irgendwie zur SAP, dann wird das, die Nachhaltigkeit und die tatsächliche Souveränität, die hier erlangt wird, erst noch mal kritisch hinterfragt und wäre das nicht sinnvoll, direkt was Vollständiges zu nehmen, was irgendwie halt auf Stack-It basiert oder so. Aber immerhin, es tut sich jetzt was. Das Problem ist jetzt erkannt und es wird auf allen möglichen Ebenen behandelt und angegangen. Und das ist schon mal sehr gut. Eine sehr unterhaltsame Meldung in dem Kontext ist dann, dass die Schwarzgruppe wegmigriert ist von Microsoft. Schwarzgruppe, die Dieter Schwarz heißt ja, glaube ich, Gründer und Eigentümer von Lidl, hat, glaube ich, auch die eine oder andere Mark da verdient. Und die Schwarzgruppe ist so das Imperium, was sich da drumherum gebildet hat. Und die unter anderem IT-Anbieter sind, Cloud-Anbieter und alles mögliche. Und sagen wir vielleicht auch ihre Marktdominanz ein bisschen nutzen, um ihre Angebote anzubieten. Durchzusetzen. Die migrieren also jetzt weg von Microsoft zu Google. Deswegen auch nur eine fast gute Nachricht, aber immerhin, sie gehen jetzt von Microsoft weg zu Google Workspace auf ihrer eigenen Cloud-Infrastruktur. Sie haben dann noch zusätzliche Maßnahmen wie eine eigene Verschlüsselung geplant. Viel Spaß dabei, Da wird sich Google schon zu helfen wissen. Aber immerhin auch die gehen jetzt eben einen, also es war eigentlich relativ klar, Schwarz Digits gibt es jetzt schon seit ein paar Jahren, die Mission war auch klar, dass sie halt eine europäische, deutsche Alternative zu den US-Hyperscalern aufbauen wollen. Und natürlich ist für die jetzt auch der Moment. Ja, und interessant, dass sie, ja, natürlich würde man sagen, wäre natürlich noch spannender, wenn jetzt auch was Komplett eigenes migriert, aber natürlich macht man solche Dinge in Schritten. Die haben eben erst ihre Cloud-Plattformen für sich selber aufgebaut und seit 2022 vermarkten sie die auch externen. Und stehen damit jetzt in Konkurrenz zu AWS und Microsoft.

Tim Pritlove
0:46:20
Linus Neumann
0:46:29
Tim Pritlove
0:46:37
Linus Neumann
0:47:13
Tim Pritlove
0:47:31
Linus Neumann
0:47:51
Tim Pritlove
0:48:23
Linus Neumann
0:48:27
Tim Pritlove
0:48:38
Linus Neumann
0:48:41
Tim Pritlove
0:50:17
Linus Neumann
0:51:35
Tim Pritlove
0:51:38

Ja.

Linus Neumann
0:51:41
Tim Pritlove
0:52:11
Linus Neumann
0:52:23
Tim Pritlove
0:53:02
Linus Neumann
0:53:30
Tim Pritlove
0:53:43
Linus Neumann
0:53:46
Tim Pritlove
0:53:50
Linus Neumann
0:53:51
Tim Pritlove
0:53:55
Linus Neumann
0:53:59
Tim Pritlove
0:54:01
Linus Neumann
0:54:03
Tim Pritlove
0:54:07
Linus Neumann
0:54:10
Tim Pritlove
0:54:47
Linus Neumann
0:55:03
Tim Pritlove
0:56:37
Linus Neumann
0:56:41

Ja.

Tim Pritlove
0:56:45
Linus Neumann
0:57:00
Tim Pritlove
0:57:11
Linus Neumann
0:57:29
Tim Pritlove
0:57:32
Linus Neumann
0:57:34
Tim Pritlove
0:58:21
Linus Neumann
0:58:36
Tim Pritlove
0:59:17
Linus Neumann
0:59:24

Ja.

Tim Pritlove
0:59:28
Linus Neumann
0:59:38
Tim Pritlove
0:59:55
Linus Neumann
0:59:59
Tim Pritlove
1:00:36
Linus Neumann
1:01:38
Tim Pritlove
1:02:05
Linus Neumann
1:02:46
Tim Pritlove
1:02:55
Linus Neumann
1:03:13
Tim Pritlove
1:03:27
Linus Neumann
1:03:30
Tim Pritlove
1:04:11
Linus Neumann
1:04:36

Das war ja schon angekündigt worden. Es wurde damals genauso wie heute nicht in der notwendigen oder der gebührenden Breite debattiert. Und zwar das Erfassen von Social Media und das Monitoring von Social Media als Teil der Einreisegenehmigung in die USA. Wenn du beispielsweise als deutsche Person in die USA reisen möchtest, dann ist der übliche Weg wäre, dass du über ESTA, das Electronic System for Travel Authorization, für irgendwie so einen Betrag, ich glaube im Bereich 12, 20 Dollar oder sowas, deine Reiseabsicht ankündigst. Es ist halt kein Visum, aber es ist eine ... Ein beschleunigtes Einreise-Ankündigungsverfahren. Du hast immer noch keine Garantie, dass sie dich reinlassen. Du hast aber eine Garantie, dass sie dir vielleicht sagen, wenn dein ESTA-Antrag nicht bewilligt ist und du dann eben dich entscheiden kannst, nicht einzureisen. Und auf jeden Fall, wenn du das nicht machst, wirst du eine sehr viel unangenehmere Einreise haben. Den genauen legalen Status von ESTA wird sicherlich jemand in den Kommentaren noch mal erklären. Aber wenn du in den USA reist, füllst du so ein ESTA-Ding aus. Das ist auch schon seit vielen Jahren so. Da musst du alle möglichen Sachen sagen. Unter anderem, dass du niemals, was weiß ich, nukleare Proliferationen, niemals irgendwo einer Straftat verurteilt wurdest, die im Bereich des Drogenhandels ist und so weiter. Und bei den Fragen... Dann solltest du, also bei diesen Fragen sollte man in der Regel einfach Nein antworten. Wenn du Ja antwortest, kann es eben sein, dass das Esther nicht bewilligt wird, dann kannst du immer noch mit einem Visum oder sowas versuchen. Und das Entscheidende ist, warum werden diese Fragen überhaupt gestellt? Der Hintergrund ist, dass du bei Falschangaben eben sofort das volle Instrumentarium der unmittelbaren Zwangsausreise gegen dich hast. Wenn du also bei der Einreise falsche Angaben gemacht hast, dann ist quasi auch deine Einreisebewilligung und so weiter unter falschen Angaben hat die dann stattgefunden. Darauf stehen natürlich unmittelbar sofort hohe Strafen inklusive natürlich der sofortigen Festnahmeausreise und so weiter. Und das ist eben so diese Bedeutung dieser Fragen. Die gehen nicht davon aus, dass du die wahrheitsgemäß beantwortest. Aber wenn du es nicht tust und sie es herausfinden, dann droht drakonisches Ungemach. Und jetzt gibt es in dem Federal Register, das ist quasi das, worin die Regierung ihre öffentlichen Änderungen bekannt gibt. Also neue Policies, neue Guidance, neue Requirements, es gibt jetzt neue Regulierungen oder sowas, die ist jetzt angekündigt oder da könnt ihr jetzt zu kommentieren, das ist das Federal Register, da werden auch Executive Orders drin veröffentlicht und so. Und da gibt es jetzt die Ankündigung, dass sie um mit dem im Januar 2025 in Executive Order 1416-1, Protecting the United States from Foreign Terrorists and Other National Security and Public Safety Threats, um das quasi nun anzuschauen. Auch umzusetzen, werden sie jetzt in jeder ESTA-Bewerbung, also dem, was du ausführst, idealerweise bevor du dahin fliegst, verlangen, dass man die Social Media der letzten fünf Jahre angeht. Und außerdem werden sie erfassen Baseline Biographic Data und da werden sie High-Value-Fields hinzufügen, wo es möglich ist. Das kann sein, Telefonnummern, die in den letzten Jahren verwendet wurden, E-Mail-Adressen in den letzten zehn Jahren, das wird schwierig, weil ich auf mehreren Domains eine ganze Reihe von E-Mail-Adressen habe. IP-Adressen und Metadaten der elektronisch. Abgeloadeten Bilder also wenn du dann so ein Bild von deinem Pass machen musst und so, das ist ein Einlesen, da wird dann halt die IP-Adresse und die Metadaten, Namen der Familienmitglieder Eltern, Geschwister, Kinder, Familien Telefonnummern alle möglichen Namen und dann irgendwie biometrische Daten Gesicht- und Fingerabdruck muss er eher abgeben, wenn er einreist, aber DNA und ihres wäre neu. Und dann noch Business-E-Mails, Business-Telefon- Telefon-Adresses. Da steht jetzt nicht, dass sie das alles, diese Daten alle zwangsmäßig erfassen wollen, sondern eben when feasible. Aber bei dem Social Media steht auf jeden Fall, das ist halt mandatory. Muss halt Social Media die letzten fünf Jahre angeben. Und das ermöglicht natürlich, wenn dein Buddy Elon die Plattform X gehört und dein Buddy, wie heißt der nochmal? Mark Zuckerberg der Facebook gehört und außerdem deinem Kumpel Larry Ellison der TikTok, dass du da halt auch ganz gut nachgucken kannst, wer da jetzt gerade ins Land kommt und was der so, in den Internet verbreitet hat. Das dürfte es signifikant zu einem, also sagen wir mal, das Risiko in die USA einzureisen, auch für einfache Bürger, die sich vielleicht mal im Rahmen der Meinungs- und Redefreiheit, die es in diesem Land ja noch gibt, entgegen landläufiger US-amerikanischer Vermutungen. Äußerungen getätigt haben, die haben dann also entweder die Wahl, das bekannt zu geben und das Risiko zu haben, dass sie aufgrund der Inhalte, die sie in sozialen Medien verbreitet haben, eine Sonderbefragung oder eine Sonderbehandlung oder eine Verweigerung der Einreise vor Ort erfahren oder aber eben unvollständige oder falsche Angaben machen und dann, wenn ihnen das nachgewiesen wird, ein ernsthaftes Problem mit sehr geringer Wahrscheinlichkeit eben aber ein sehr viel größeres Problem haben. Das ist krass, gell? So viel zählt die Meinungsfreiheit in den USA, dass du jetzt deine öffentlichen Äußerungen, deine öffentlichen potenziell politischen Äußerungen bei Einreise angeben musst. Wir hatten das anfänglich, ich glaube, vor einem Jahr ungefähr diskutiert, dass sie angefangen hatten, das für Austauschschülerinnen und so zu machen, die ja nicht über ESTA, ich glaube, die müssen halt auch richtige Visa, weil es ja längere Aufenthalte sind. ESTA berechtigt dich zu, ich glaube, für einen Zeitraum von zwei Jahren zu beliebig vielen Aufenthalten von so und so langer Dauer, ich weiß nicht, 30, 60 Tage, drei Monate oder sowas, müssen wir nochmal angucken. Aber das ist schon, also das ist, also solange Donald Trump an der Macht ist, glaube ich, wird das die Einreise in die USA für viele Leute zunehmend unattraktiv machen.

Tim Pritlove
1:13:12
Linus Neumann
1:13:26
Tim Pritlove
1:13:40
Linus Neumann
1:13:58
Tim Pritlove
1:14:02
Linus Neumann
1:14:26
Tim Pritlove
1:14:32
Linus Neumann
1:14:35
Tim Pritlove
1:14:39
Linus Neumann
1:14:45
Tim Pritlove
1:14:46
Linus Neumann
1:14:52
Tim Pritlove
1:15:23
Linus Neumann
1:15:35
Tim Pritlove
1:17:18
Linus Neumann
1:17:26
Tim Pritlove
1:17:34
Linus Neumann
1:18:54

Also der Landesvorsitzende Jan Krumlowski hat gegenüber Netzpolitik.org gesagt, ja, das war jetzt eine symbolische Illustration, wo ich mir auch frage, Leute, ihr seid irgendwie euer, also ein Teil eures Aufgabenbereiches hat mit Beweiserhebung, Tatsachen, Feststellung und sonst was zu tun. Ich weiß, da haben wir euch eine schwere Bürde auferlegt. Aber wenn ausgerechnet die Gruppe mit einer symbolischen Illustration und sagt dazu, diese Entscheidung erfolgte bewusst, um auf das Thema Gewalt gegen Einsatzkräfte im Zusammenhang mit dem Fußballspiel aufmerksam zu machen, ohne reale Einsatzkräfte, Beteiligte oder konkrete Einsatzsituationen abzubilden. Das wäre dann ja Persönlichkeitsrechte, laufende Ermittlungen, blalala, respektvoller Umgang. Das sind alles gute Gründe, kein Bild dahin zu machen, sind aber immer noch kein Grund, ein KI-generiertes Schockerbild mit einem schwerverletzten Polizisten, den es sich gibt, dahin zu machen. Es sollte keine dokumentarische Abbildung eines realen Ereignisses darstellen, sondern der thematischen Einordnung dienen, sagt er. Da frage ich mich, ja, wie wäre das denn, wenn ich demnächst auch mal sage, ja, das war ja, ach so, die gefälschten Dokumente. Ja, das war, ja, gut. Also hier der gefälschte 50-Euro-Schein, das war eine symbolische Illustration. Das war jetzt keine dokumentarische Abbildung eines Zahlungsmittels, mit dem ich da versucht habe zu bezahlen. Das war ja symbolisch illustriert. So thematische Einordnungen, Geld wollte ich damit genug tun. Also das ist schon... Also das ist, ja, was willst du dazu sagen?

Tim Pritlove
1:20:47
Linus Neumann
1:20:54
Tim Pritlove
1:20:56
Linus Neumann
1:21:01
Tim Pritlove
1:21:06
Linus Neumann
1:21:12
Tim Pritlove
1:21:12

Ja.

Linus Neumann
1:21:13

Ja, also genau, die GDP verbreitet KI-Fakes und Microsoft verbreitet Bitlocker-Keys. Ja, gibt es jetzt die Erkenntnis, dass wenn man, also Bitlocker ist die Festplattenverschlüsselung von Microsoft für Windows. Ich glaube, wenn du es jetzt auf einem neuen Rechner hast, Es wird ja standardmäßig nahegelegt, das anzumachen. Und ja, also warum nutzt man eine Festplatten-Vollverschlüsselung? Naja, die löst primär ein Problem. Wenn der Rechner oder der Datenträger in fremde Hände geraten, können sie überhaupt nicht diese Daten lesen. Man braucht ein Passwort, um die komplette Festplatte zu entschlüsseln. Und das sollte man als absolute Standardmaßnahme bei mindestens mobilen Geräten sehen und im Zweifelsfall auch im Haus befindlichen Geräten, wenn man das Risiko betrachten möchte, dass die vielleicht auch in fremde Hände fallen, die so eine symbolische Illustration vornehmen an deiner Tür und die eintreten oder einbrechen. Genau, BitLocker heißt das Verfahren und wenn du das einrichtest, dann sagt Microsoft ja, pass auf, diesen Key brauchst du wenn du das hier wieder herstellen willst und wenn das hier mal zu Problemen kommt dann, und du hast den nicht dann sind die Daten wirklich verschlüsselt da ist dann jetzt nichts mehr zu machen und weil das ja echt blöd ist würden wir dir nahelegen, du könntest ja den Schlüssel auch bei uns backupen, Und das ist ja ein freundliches Angebot, das allerdings auch damit einhergeht, dass wenn jemand bei Microsoft fragt und sagt, wir haben hier so einen Computer, das ist für Bitlocker und wir würden gerne mal symbolisch illustrieren, wie man den Rechner entschlüsseln kann. Habt ihr mal den Schlüssel, dann sagt Microsoft, na klar, hier. Was für viele Leute, sagen wir mal, die Idee, warum sie eine Festplatten Vollverschlüsselung implementieren, so ein bisschen ad absurdum führt. Ist jetzt wenig überraschend, wenn man den Key weitergibt an Microsoft, dass die den im Zweifelsfall auch anderen rausrücken. Mein Verständnis des Sachverhalts ist, dass sie das, wenn man denen sagt, ich möchte nicht den Schlüssel bei euch backuppen, dass es dann eben auch nicht eine derartige Anfrage nicht von denen beantwortet werden kann. Und abschließend würde ich gerne noch auf eine Kampagne aufmerksam machen, eine Online-Kampagne, die ich sehr schön umgesetzt finde. Und zwar gibt es ja einen Sachverhalt, der aus der aktuellen Berichterstattung schon wieder so ein bisschen rausverschwunden ist, obwohl er einen großen Skandal darstellt. Und zwar die Ortskräfte in Afghanistan, also Menschen, die mit den in diesem Fall spezifisch deutschen Kräften vor Ort, die in Afghanistan ja versucht haben, eine in irgendeiner Weise geartete, freie, öffentliche, demokratische, westlich geprägte Ordnung aufrecht zu erhalten und sich dann, nachdem Biden gesagt hat, nee, komm, das lassen wir jetzt sein, wir reisen ab. Auch schnell aus dem Staub gemacht haben. Die haben also vor Ort Menschen gehabt, mit denen sie zusammengearbeitet haben. Sei es als Informierende, sei es als Ärztin, was auch immer. Die sind ja auf sehr viele Kollaborationen vor Ort dann eben auch angewiesen. Das sind die sogenannten Ortskräfte. Und die haben dann was bei irgendeiner Hilfsorganisation oder Menschen, die sich als Journalistinnen, Schriftstellerinnen oder so, Künstlerinnen irgendwie mit den Taliban angelegt haben und seit 2021 die USA und eben auch Deutschland, Afghanistan einfach wieder den Taliban überlassen haben. Hat Deutschland gesagt, naja, okay, den ganzen Ortskräften, denen bieten wir selbstverständlich Schutz, weil die haben ja mit uns zusammengearbeitet und es ist ja sehr klar, dass wenn die Taliban die jetzt in ihre Finger kriegen, dass sie mit denen jetzt nicht mehr lange verhandeln oder so. Wir erinnern uns, das war die Situation, wo fürchterliche Situationen sich an den Flughäfen abgespielt haben, wo man Bilder gesehen hat, wo Menschen sich an den Fahrwerk von den Flugzeugen festgehalten haben, von den abfliegenden Flugzeugen runtergefallen sind. Das war wirklich sehr, sehr eindrucksvoll und wirklich fürchterlich, was da passiert ist. Die deutsche Bundesregierung hat gesagt, pass auf, die Ortskräfte, auf jeden Fall, auf jeden Fall. Und jetzt haben wir natürlich eine Bundesregierung, die sagt, pass mal auf, wir müssen endlich hier mal abschieben, wir wollen unser Stadtbild irgendwie umformen. Und die dieses Versprechen jetzt nicht mehr für notwendig erachten. Und den Menschen, die ihnen da vertraut haben, vor Ort, die jetzt potenziell, was heißt potenziell, in absoluten Lebensgefahr sind, denen sagen sie jetzt, ja pass auf, die wollen wir hier nicht haben. Die hängen jetzt größtenteils in so Ländern wie Pakistan fest, wo sie darauf warten, nach Deutschland zu kommen und jetzt sagt Deutschland, nee, pass auf, nee, komm, das ist alles Käse. Geht mal zurück nach Afghanistan. Pakistan macht das dann. Pakistan sagt dann, pass auf, wir wollen euch ja auch nicht haben. Zack, ab nach Afghanistan und dann kannst du ungefähr ... Dir ausmalen, was den Menschen dort blüht und es ist natürlich absolut, es ist einfach nur, also es ist nicht nur menschlich absolut ekelhaft, es ist natürlich auch die diplomatische Glaubwürdigkeit. Ich meine, wie willst du denn als Bundesrepublik Deutschland noch irgendjemanden finden, der irgendwie mit dir zusammenarbeitet, dir vertraut? Ah, jetzt eh schon schwierig, wenn man sich anschaut, wie internationale Gemeinschaft mit der Ukraine umgeht und so. Aber das ist nun wirklich unterste Kategorie. Deswegen gibt es eine Seite kabul-calls.de die sagt hier, und das ist von unseren Freundinnen und Freunden von Leave No One Behind, Kabul Luftbrücke, die also diese, Webseite haben, wo man sich quasi eine Geschichte aussuchen kann. Da gibt es also unterschiedliche zur Auswahl von betroffenen Menschen, die ihre Geschichte kurz erzählen. Und mit dieser ausgewählten Geschichte kannst du dann sagen, ich rufe jetzt eine Bundestagsabgeordnete an und spreche mal mit der. Und dann wird ein Telefonat hergestellt und kannst eine Abgeordnete aussuchen, zum Beispiel Alexander Dobrindt. Und dann kannst du mit denen reden und sagst, ich würde jetzt denken, dass es vielleicht angemessen wäre, diesen Menschen zu helfen und kannst dann diese Geschichte auch in dem Telefonat abspielen, um das da eben auch mal wirken zu lassen, dass es da um Menschen geht und was deren Geschichte ist. Das wäre also jetzt so eine dieser Beispielnachricht. Man kann mehrere auswählen und auch längere und so weiter. Außerdem haben die einen guten Gesprächsleitfaden, wo so ein bisschen gesagt wird, so machst du das, damit das jetzt nicht in irgendwelche Scherzanrufe und bösartige Sachen ausarten könnte. Und ja, das finde ich schon durchaus unterstützenswert. Das sollte man sich mal anschauen. Abgesehen davon ist das echt sehr gut umgesetzt, diese Webseite. Kabel Luftbrücke haben auch einen Talk auf dem 39C3 gehalten, den wir ebenfalls in den Shownotes verlinken und natürlich empfehlen. Und damit wären wir bei den Terminen, denke ich, oder Tim?

Tim Pritlove
1:31:02
Linus Neumann
1:31:37
Tim Pritlove
1:32:14
Linus Neumann
1:32:55
Tim Pritlove
1:33:01
Linus Neumann
1:33:06
Tim Pritlove
1:33:14
Linus Neumann
1:33:16
Tim Pritlove
1:33:42
Linus Neumann
1:33:47
Tim Pritlove
1:34:19
Linus Neumann
1:34:21
Tim Pritlove
1:34:40
Linus Neumann
1:34:42
Tim Pritlove
1:34:55
Linus Neumann
1:35:35
Tim Pritlove
1:35:41
Linus Neumann
1:35:45
Tim Pritlove
1:35:49
Linus Neumann
1:36:04
Tim Pritlove
1:36:10
Linus Neumann
1:36:30
Tim Pritlove
1:37:36
Linus Neumann
1:37:43
Tim Pritlove
1:37:50
Linus Neumann
1:37:53
Tim Pritlove
1:38:34
Linus Neumann
1:38:37
Tim Pritlove
1:38:46
Linus Neumann
1:39:04
Tim Pritlove
1:39:16
Linus Neumann
1:39:47