Logbuch:Netzpolitik
Einblicke und Ausblicke in das netzpolitische Geschehen
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LNP529 You’re prompting it wrong

Feedback — Wissenschaft ist Politik — IT verliert Lehrkräfte — Palantir-Verfassungsbeschwerde — UK-Backdoor abgesagt — Stop killing games — CUII gibt auf — Funklöcher

Inmitten einer Urlaubspause kommen wir noch mal zusammen und fegen ein paar Nachrichten zusammen und gehen auch noch einmal auf ausgewähltes KI-Feedback der letzten Sendung ein. Linus hat die neue Minkorrekt-Show besucht und macht sich seine Gedanken zur Rolle von Wissenschaft in der aktuellen Gesamtlage. Wir sprechen dann noch über die Stellen für Lehrkräfte in Baden-Württemberg, die einem IT-Fehler zum Opfer fielen, die von der Trump-Regierung erzwungene Beerdigung der UK-Pläne, Verschlüsselung zu zerstören, der EU-Petition "Stop Killing Games", dem Ende von CUII und über Funklöcher und Datenelche. LNP macht dann voraussichtlich bis Mitte August eine Pause.

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Veröffentlicht am: 25. Juli 2025
Dauer: 1:26:22


Kapitel

  1. Intro 00:00:00.000
  2. Prolog 00:01:22.141
  3. Feedback: KI-Geschäftsmodelle 00:08:47.562
  4. Feedback: KI und Energie 00:17:38.209
  5. Feedback: KI und Proteinfaltung 00:20:29.350
  6. Feedback: KI-Psychologen 00:22:23.654
  7. Feedback: KI und Programmieren 00:26:33.894
  8. Feedback: KI und Linguistik 00:28:40.315
  9. Feedback: Optimismus 00:31:20.481
  10. Das M!perium schlägt zurück 00:36:52.877
  11. Lehrkräfte in Baden-Württemberg 00:44:05.375
  12. Palantir-Verfassungsbeschwerde 00:50:36.969
  13. UK encryption backdoor abgesagt 00:56:36.987
  14. Stop killing games 00:59:54.832
  15. CUII gibt auf 01:13:19.798
  16. Funklöcher 01:15:34.953
  17. Epilog 01:22:09.507

Transkript

Tim Pritlove
0:00:00
Linus Neumann
0:00:01
Tim Pritlove
0:00:04
Linus Neumann
0:00:12
Tim Pritlove
0:00:17
Linus Neumann
0:00:24
Tim Pritlove
0:00:28
Linus Neumann
0:00:35
Tim Pritlove
0:00:41
Linus Neumann
0:00:50
Tim Pritlove
0:01:22
Linus Neumann
0:01:35
Tim Pritlove
0:01:40
Linus Neumann
0:01:44
Tim Pritlove
0:01:47
Linus Neumann
0:02:01
Tim Pritlove
0:02:12
Linus Neumann
0:02:25
Tim Pritlove
0:03:26
Linus Neumann
0:03:43
Tim Pritlove
0:04:00
Linus Neumann
0:04:14
Tim Pritlove
0:05:52
Linus Neumann
0:05:53
Tim Pritlove
0:06:09
Linus Neumann
0:06:12
Tim Pritlove
0:06:23
Linus Neumann
0:06:32
Tim Pritlove
0:06:57
Linus Neumann
0:06:59
Tim Pritlove
0:07:12
Linus Neumann
0:07:29
Tim Pritlove
0:07:54
Linus Neumann
0:07:58
Tim Pritlove
0:08:22
Linus Neumann
0:08:30
Tim Pritlove
0:08:46
Linus Neumann
0:09:02
Tim Pritlove
0:09:05
Linus Neumann
0:09:36
Tim Pritlove
0:09:39
Linus Neumann
0:09:42
Tim Pritlove
0:09:44
Linus Neumann
0:09:47

Ach so, ah ja, stimmt. Genau, eine E-Mail, also es war per E-Mail von Philipp, der nochmal auch sehr schön was zusammengefasst hat, was wir in der Sendung nicht so schön formuliert haben. In Bezug auf die Frage, ob sich das Geschäftsmodell für KI-Anbieter rechnet, Habe ich mit Blick auf den privaten Gebrauch die Sorge, dass sich eine ähnliche Entwicklung wie beim World Wide Web abzeichnet? Für den Großteil der Nutzerinnen wird es vor allem um Konsum gehen. Und Relevanz könnte zunehmend durch Sichtbarkeit ersetzt werden. Schon heute optimieren SEO-Agenturen Inhalte gezielt darauf, in LLM-Antworten aufzutauchen. auch die Kooperation von OpenAI mit Plattformen wie Shopify deuten in diese Richtung. Philipp verlinkt dann noch Essays zu dem Thema, die auch unter unvollständig.de bei uns in den Show Notes verlinkt sind. Ja, das ist auf jeden Fall eine schreckliche Vorstellung und auch eine sehr realistische leider, weil ja heute schon im Prinzip kein Internet nach dem zehnten Google-Treffer, so ungefähr. Du findest im Internet quasi nicht statt, wenn du nicht unter den ersten zehn Google-Treffern bist. Aber da gibt es wenigstens noch zehn Google-Treffer. Und wenn jetzt deine AI das Interface ist, den Browser ersetzt, die Vielfalt des Internets, dann hast du hier quasi. Das könnte halt das neue kommerzielle Interface sein, was optimiert wird durch Berieselung und so weiter. Und dann waren die Zentralisierungstendenzen beim World Wide Web quasi ein Lacher gegen das, als wir einfach mal so ein LLM das World Wide Web haben lesen lassen und es dadurch im Prinzip abgeschafft haben. Das ist ja so ein bisschen die Vision, die Philipp hier entfaltet. Und related gibt es jetzt die ersten Studien, die so feststellen, der Einsatz dieser KI-Zusammenfassung auf Suchergebnisseiten, wie man sie jetzt auch bei Google langsam immer mehr bekommt, führt zu einer deutlichen Änderung in dem Verhalten der NutzerInnen, nämlich ungefähr nur noch halb so viele Klicken auf die Links. Das heißt, die Menschen, und das ist ja auch verständlich, weil die Menschen suchen ja Antworten, nicht Empfehlungen, wo man die Antwort finden kann. Und wenn du ihnen direkt die Antwort gibst, warum sollen die dann noch die Empfehlungen klicken? Es klickt ja auch keiner, es liest ja auch keiner die Fußnoten oder die Belege in einem Artikel. Wenn die Antwort doch da ist, dann kann ich doch die nächste Frage stellen oder so. Das ist schon durchaus ein...

Tim Pritlove
0:12:36

Ja, also da steckt echt eine Menge drin. Also kann ja dem Ganzen natürlich auch wieder so einen optimistischen Spin geben. Also durch KI ist jetzt, sagen wir mal, dieser Suchmarkt schon in eine gewisse Disruptionsphase gekommen. Und Google da in dem Moment seinen Platz behalten kann, ist nicht ganz unwahrscheinlich, aber eigentlich auch noch offen, ist noch nicht beantwortet und derzeit. Sind wir ja in dieser Phase der totalen Überschätzung von KI. Und kann also durchaus sein, dass wir da auch noch ein Rollback erleben werden. So oder so ist ja das, was die Textzusammenfasser, die KI, LLMs machen, ist ja eigentlich Wissen liefern. Und Suchmaschinen liefern Orte. Das gab auch schon so eine Übergangsphase, so dieses Antworten zusammenfassen und so ist ja jetzt nichts Neues. Also es wurde ja auch schon aus Metadaten, Wikidata und Wikipedia und so weiter auch schon, wenn man nach irgendwas sucht, schon mal gesagt wurde, ja das ist ein Sidebar, in dem das steht. Also das war jetzt auch vor den LLMs schon ein Ding, weil eben oft Leute, wie du schon richtig sagst, Antworten auf Fragen suchen eigentlich bei Google. Während es eben klassisch eigentlich das Web-Directory war und man eben erwartet, dass diese Informationen auf den Webseiten sind und dass die SEOs da jetzt auch mitgehen und sagen, okay, der Content, den wir im Internet platzieren, muss uns irgendwie thematisch abbilden. Und das ist natürlich auch eine große Gefahr einer inhaltlichen Verzerrung und diese Beeinflussung sehen wir natürlich jetzt auch von Bad Actors, die so ihre alternativen Realitätsdarstellungen natürlich dann auch versuchen überall zu posten, damit eben möglichst die LLMs sich daraus ernähren künftig und ihr Wissen sozusagen daraus zusammenstellen.

Linus Neumann
0:14:51

Genau, aber ich würde das noch eine Ecke weiterdenken. Ja, Google... Ist angefangen als eine Suchmaschine, die dir Orte empfiehlt, verdient aber das Geld damit, dass man sich die Empfehlungen ja kaufen kann. Hier wäre eine richtige Suche und hier gibt es einen Link. Hier gibt es ein Adword oder was auch immer das dann heißt. Also man schaltet Werbung auf Google. Das heißt, die haben die Macht ihrer Empfehlungen ja verstanden und gesagt, alles klar, das werden wir zu monetarisieren. Also angenommen das Interface der Zukunft ist, so wie ChatGPT oder ist sogar nur noch irgendwie ein Gerät, was mit dir spricht, dann wäre jetzt zum Beispiel der klassische Weg, ich möchte irgendwie ein Produkt einer bestimmten Gattung kaufen. Dann informiert man sich, was ist der beste, was weiß ich, Luftreiniger oder Rasenmäher oder Küchenmesser oder was auch immer. Und dann guckt man auf Idealo, wo das Billigste ist, mit Versand ohne und so weiter. Aber wenn sich das Interface ändert und man sagt, ich will einen Luftreiniger haben, welchen will ich denn haben? Dann ist ja dieser gesamte Schritt. Erledigt. Und wenn das ergeben, dann sagt das Ding, ja okay, ich sag dir mal, wie man Luftreiniger kauft, wie groß soll der Raum sein? Ich sag dir mal, wie groß du den Küchenmesser kaufst? Ich empfehle dir Folgendes. Alternativen sind die anderen drei. Dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass du ja nur das wahrnimmst, was dir da angeboten wird, natürlich enorm groß. Und dass das Modell dahin optimiert, wo es eventuell den besten Profit bekommt, das machen ja Google, Amazon und sonstige auch heute schon. Das heißt, wenn sich hier das Interface ändert, dass diese Vielfalt weg ist und dann die meisten Menschen überhaupt diese Technologie-KI gar nicht mehr nutzen, um selber kreativ zu sein oder sonst was, sondern einfach nur, um ihre Konsumentscheidungen gestalten zu lassen und, Dann haben wir uns irgendwie über die Manipulationsmacht von Google und Facebook lange genug aufgeregt.

Tim Pritlove
0:17:20
Linus Neumann
0:17:33
Tim Pritlove
0:17:34
Linus Neumann
0:19:07
Tim Pritlove
0:19:35

Da sind wir in allen Bereichen recht schlecht aufgestellt. Also ich verstehe ja, dass wir jetzt hier gerade eine viele in der Diskussion befindliche neue Technologiebewegung haben, wo viel Bad Player am Start sind und deswegen regt das alle auf und das ist ja auch in Ordnung so. Deswegen richtet sich die ganze Aufmerksamkeit halt jetzt auf deren Energieverbrauch. Aber es gibt halt auch sehr viel Konsumverhalten, sonstige Dinge, die auch eine ganze Menge Energie verbrauchen. Und wir müssen das Problem in der Gesamtheit lösen. Also da jetzt nur so oft ein Ding drauf zu hauen. Ich glaube nicht, dass jetzt nur die KI-Technologie allein jetzt auf einmal alles rausreißt und dann war es das mit dem Planeten. Und hätten wir das jetzt nicht gemacht, wäre alles gut gewesen. Also wir müssen da an vielen Fronten kämpfen. Johannes schreibt zu KI und Proteinfaltung. Linus und alle Interessierten sollten sich unbedingt die Vorträge von David Baker, Demis Hassabis und John Jumper anschauen, die sie in Stockholm im Rahmen der Nobelpreisverleihung gehalten haben. Link in den Shownotes. Stellt man sich eine Kette aus Aminosäuren vor, die als sequenzieller Abdruck aus DNS oder RNS entstanden ist, kann man sich überlegen, dass mit jedem Aminosäureglied die Restkette nach links oder rechts knicken kann. Also sollte man vielleicht nochmal kurz vorher sagen, wir hatten über diese Komplexität, die da sich abspielt, gesprochen. Hier eine kurze Erläuterung, wie diese Komplexität ist. Also er schreibt weiter. Dann hat man allein schon einen auf Basis zwei exponentiell anwachsenden Möglichkeitenraum, wie sich ein sich dann ergebendes Protein darstellt. Zusätzlich wirken noch viele andere chemische und physikalische Effekte auf die endgültige Form ein. So wie es Tim formulierte, ein einziger Fehlknick links drehen statt rechts drehen kann zum Beispiel ein sonst wirksames Medikament zu einem Gift machen. Unser Körper besteht aus geschätzt 120 Billionen Zellen. In und zwischen diesen Zellen schwimmen und werkeln jeweils tausende, zehntausende Proteinroboter und Proteinbauteile. Wer sich jetzt mal auf die Hand schaut und versucht geistig rein zu zoomen, kommt am Bild eines umherwandelnden Ameisenhaufens auf Steroiden nicht vorbei. Das ist fast überwältigend. Eine hervorragende Doku mit beeindruckenden Animationen. Dazu sind hier auch noch in den Links von der Mediathek und BBC zu finden. Super, das baue ich mir an. Nicht mehr zu sagen, außer genau, also das ist halt ein hartes Feld und umso bemerkenswerter ist es, dass man also jetzt hier an dieser Stelle mit Machine Learning Lösungen gefunden hat, da hier die Voraussetzungen zu machen. Den nächsten darfst du mal machen.

Linus Neumann
0:22:25

Genau, das ist das Thema KI-Therapeutinnen oder Psychologen. Dazu kommentiert Nils. Zum Thema KI-Psychologen. Ein Verwandter von mir war jetzt gerade für sechs Wochen in einer psychosomatischen Klinik aufgrund von Depressionen. Er berichtete mir zu meinem Erstaunen, dass von seinen 30-40 Mitpatientinnen annähernd 100% KI regelmäßig in Bezug auf Hilfe bei psychischen Problemen nutzen. Allerdings war der Altersdurchschnitt wohl auch eher niedrig, so im Bereich 20-40. Dabei ersetzt die KI natürlich nicht die Therapeutin, aber gerade für Personen, die Probleme haben, ihre Gedanken und Gefühle einzuordnen oder auch Alltagsaufgaben zu strukturieren, scheint KI ein sehr taugliches Mittel zu sein. Außerdem steht KI rund um die Uhr zur Verfügung ohne Ermüdungserscheinungen und auch ohne Spezialisierung kennt KI Coaching und Therapieverfahren und kann darauf basierend antworten. Manche bauen sich eine Art Live-Coach-KI, die mit relevanten Kontextdaten zur eigenen Person gefüttert wird und passende Coaching-Anweisungen hinterlegt hat, sodass die Kommunikation sehr hilfreich und auch zugewandt erlebt wird. Das ist schön. Während wir hier bei Logbuch Netzpolitik noch darüber diskutieren, helfen die Leute, die leiden, sich einfach selber. Ich muss aber inhaltlich trotzdem ergänzen, dass es eine noch nicht peer-reviewte Studie der Stanford University gibt, die im Juni vorgestellt wurde, wo sie systematisch die Reaktionen, verbreiteter Chat-Modelle wie Chat-GPT auf Szenarien im Zusammenhang mit psychischen Erkrankungen untersucht haben. Sie haben da Prompts reingeschrieben, die auf bestimmte Störungsbilder schließen ließen. Und üblicherweise zeigten diese Systeme eben diskriminierende Muster und teilweise Antworten, die grundlegende therapeutische Leitlinien missachteten. Also irgendjemand, der sagt, ich bin irgendwie depressiv und so und so weiter und dann halt eine halbe Stunde später sagt, wo ist denn hier mal die nächste Brücke oder so. Dass dann Chachipiti sagt, Brücke, Wasser oder Beton? Und interessant, also das ist ja zu erwarten, also dass das gegen psychisch. Besondere Menschen oder diagnostizierte Menschen sich diskriminatorisch verhält, ist zu erwarten auf Basis des Lernmaterials. Das machen unsere Gesellschaften. Und unser Internet ist recht. Das heißt, das ist relativ erwartbar, dass das System sich da diese Ideen mitlernt und diese Tendenzen mitlernt. Aber was auch Sie sagen, Sie haben dann in dieser Studie kommerzielle, KI-gestützte Therapie-Chatbots, die also quasi spezifisch auf Therapien abzielen, untersucht. Und die haben noch schlechter abgeschlossen. Da würde ich wiederum sagen, ja, weil die nicht so viele Daten haben. Noch nicht. Das wird dann jetzt demnächst irgendwie, werden die ganzen Therapie-Sessions, transkribiert, kriegst du die Therapie kostenlos, wenn die schön mitgeschnitten werden darf und nachher als Lernmaterial für irgendein LLM. Das werden die alles hinkriegen. Also hier ist die Realität hinter meiner Prognose noch hinterher. Aber der Co-Autor Nick Haber betont, dass er sagt, eine pauschale Verurteilung ist hier fehl am Platz. Die Technik hat in diesem Bereich prinzipiell Potenzial. Die genaue Rolle muss jetzt halt noch definiert werden. Also die sagen, das ist eine Momentaufnahme, nicht eine Zukunftsprognose, was die da jetzt erfasst haben.

Tim Pritlove
0:26:34

Alright, dann auch zum Thema KI und Programmieren kam noch etwas. Das war, sagen wir mal so bunt gemischt zwischen, ich benutze das, das läuft super, hilft mir sehr und ich habe das mal ausprobiert und das ist alles eine totale Katastrophe. Hier mal ein Beispiel von Chris. Zum Thema KI in der Softwareentwicklung, den Mehrwert von LLMs zum Schreiben von Dokumentationen kann ich mir noch nicht vorstellen. Bisher war die Dokumentation, die ich von LLMs gesehen habe, nur Beschreibung, was der Code tut und damit wertlos für jede Person, die den Code lesen kann, der nicht total schrecklich schlecht geschrieben ist. Aber nicht dafür, warum der Code das tut. Mit anderen Worten, sie war völlig wertlos. Die Kommentare waren so schlecht, dass ich sie auch bei Review-Kommentaren von menschlichen Kollegen abgelehnt hätte. Also ich lese sowas immer wieder mal und das Ding ist halt einfach, da muss man dann halt auch richtig prompten. Also man kann sehr wohl eine Dokumentation erstellen, die Dinge zusammenfasst und man muss nicht nur sagen, jetzt mach auch noch mal Kommentare dazu, das was er jetzt hier beschreibt ist ja eigentlich das was man so in den meisten Programmen so vorfindet, Setze A auf 0, A gleich 0. Das hat natürlich keinen Wert, aber man kann eben auch gezielt Dokumentationen erstellen. Das funktioniert tatsächlich sogar ganz gut, indem man halt dann auch wirklich sagt, analysiere diesen Code, sag mir mal, wofür benutzt wird. Also man muss da eben sehr explizit reingehen. Das ist einfach eine Erfahrungssache, um es kurz zusammenzufassen. Nicht, dass ich da jetzt der totale Erfahrungspapst bin. Ich habe jetzt irgendwie relativ viel Zeit da reingesteckt, aber ich sehe halt schon, dass mit ein bisschen Übung kann man da eben sehr viel Nutzen draus ziehen.

Linus Neumann
0:28:27
Tim Pritlove
0:28:31
Linus Neumann
0:28:41
Tim Pritlove
0:28:46
Linus Neumann
0:29:41
Tim Pritlove
0:30:10
Linus Neumann
0:31:04
Tim Pritlove
0:31:08
Linus Neumann
0:32:33
Tim Pritlove
0:34:32
Linus Neumann
0:35:07
Tim Pritlove
0:35:16
Linus Neumann
0:35:18
Tim Pritlove
0:36:41
Linus Neumann
0:36:48
Tim Pritlove
0:36:49
Linus Neumann
0:36:52
Tim Pritlove
0:36:56
Linus Neumann
0:36:57
Tim Pritlove
0:36:59
Linus Neumann
0:37:04
Tim Pritlove
0:37:06
Linus Neumann
0:37:11
Tim Pritlove
0:37:12
Linus Neumann
0:37:17
Tim Pritlove
0:37:40
Linus Neumann
0:37:43
Tim Pritlove
0:37:52
Linus Neumann
0:37:54
Tim Pritlove
0:38:08
Linus Neumann
0:38:10
Tim Pritlove
0:38:14

Ja.

Linus Neumann
0:38:16
Tim Pritlove
0:38:21
Linus Neumann
0:38:24
Tim Pritlove
0:40:04
Linus Neumann
0:40:06
Tim Pritlove
0:41:05
Linus Neumann
0:41:09
Tim Pritlove
0:41:45
Linus Neumann
0:41:48
Tim Pritlove
0:42:21
Linus Neumann
0:42:24
Tim Pritlove
0:42:24
Linus Neumann
0:42:33
Tim Pritlove
0:42:37
Linus Neumann
0:42:40
Tim Pritlove
0:42:44
Linus Neumann
0:43:00
Tim Pritlove
0:43:01
Linus Neumann
0:43:12
Tim Pritlove
0:43:18
Linus Neumann
0:43:22
Tim Pritlove
0:43:27
Linus Neumann
0:43:29
Tim Pritlove
0:43:31
Linus Neumann
0:43:35
Tim Pritlove
0:43:36
Linus Neumann
0:43:43
Tim Pritlove
0:43:49
Linus Neumann
0:43:53
Tim Pritlove
0:44:01
Linus Neumann
0:44:10
Tim Pritlove
0:44:12
Linus Neumann
0:44:25
Tim Pritlove
0:46:22
Linus Neumann
0:46:37
Tim Pritlove
0:46:38
Linus Neumann
0:46:50
Tim Pritlove
0:46:54
Linus Neumann
0:47:26
Tim Pritlove
0:47:33
Linus Neumann
0:48:35
Tim Pritlove
0:48:40
Linus Neumann
0:48:57
Tim Pritlove
0:49:10
Linus Neumann
0:49:59
Tim Pritlove
0:50:05
Linus Neumann
0:50:09
Tim Pritlove
0:50:11
Linus Neumann
0:50:23
Tim Pritlove
0:50:26
Linus Neumann
0:50:36

So, dann haben wir über die Software Palantir gesprochen. Hier in meiner letzten Sendung. Eine Software aus dem Hause Die Software heißt ja anders. Das Haus ist quasi Palantir und die Software heißt je nachdem. Und diese Firma gehört Peter Thiel, eine im Zweifelsfall KI-gestützte Software oder mit irgendeiner Form von Fuzzy Logic arbeitende Software, der die mehrere Daten, Banken und Datensammlungen, die potenziell einer Polizei zugänglich sind, zusammenführt und mit einem vereinheitlichten Suchinterface versieht. So ist es beschrieben. Die sogenannte automatisierte Datenanalyse beispielsweise im bayerischen Polizeigesetz. Und die Gesellschaft für Freiheitsrechte, unter anderem mit Unterstützung des Chaos Computer Clubs, hat eine Verfassungsbeschwerde in Bayern formuliert und jetzt ist die Frage warum und das ist mir sehr gar nicht so. Uninteressant, es ist nicht, weil es von einem rechtsradikalen Durchgeknallten namens Peter Thiel ist, es ist nicht der Kern des Problems, sondern dass eben diese unterschiedlichen Datenquellen zusammengeführt und dann nach neuen Maßstäben oder nach neuen Suchbegriffen gerastert werden. Also dass du quasi eine Rasterfahndung über diese Datenbestände machst aus den verschiedenen Datenbanken. Und wie du das machst, das ist nicht öffentlich nachvollziehbar. Aber welche Daten unter welchen Bedingungen in diese automatisierte Analyse einfließen dürfen, ist durchaus eine Frage, denn es gibt eine Zweckbindung polizeilich aufgenommener Daten. Und wenn du die jetzt im Prinzip automatisiert und damit natürlich auch zwecklos oder nicht mehr zweckgebunden zusammenführst, dann untergräbst du die Zweckbindung der Datenerfassung. Und wenn insbesondere in solchen Polizeigesetzen Befugnisse gegeben werden, irgendwelche Daten zu erfassen, dann wird auch immer ein Zweck dafür benannt. Das wird ja, wir dürfen die machen, aber nur um das zu machen. Oder du darfst in diese und jene Datenbank, aber nur um zu verhindern, dass du nochmal ins Stadion kommst und da am Roulettetisch dein Vermögen aufs Spiel setzt oder so. Also um eine andere Datenbank zu nennen, nämlich die für die Spielsüchtigen. Und das heißt, diese Datensammlungen sind zweckgebunden und wenn du jetzt eine automatisierte Massenanalyse über unterschiedliche Daten, die zu unterschiedlichen Zwecken gesammelt wurden. Einrichtest, dann untergräbst du die Zweckbindung dieser Datensammlung, die und damit auch ihre letztendlich legislative Legitimation, warum es überhaupt jemals den Sicherheitsbehörden erlaubt wurde, diese Daten zu erfassen. Ist das, ist das?

Tim Pritlove
0:54:23
Linus Neumann
0:54:30
Tim Pritlove
0:54:36
Linus Neumann
0:54:39
Tim Pritlove
0:55:55
Linus Neumann
0:55:56
Tim Pritlove
0:56:38
Linus Neumann
0:56:47
Tim Pritlove
0:56:48

Von den falschen Leuten. Und man wundert sich, warum eigentlich. Aber so scheint es gekommen zu sein. Was ist der Hintergrund? Der Hintergrund ist der, dass es in dem Vereinigten Königreich seit längerem die Bestrebungen gibt, große Technikanbieter dazu zu zwingen, ihre Verschlüsselung offen zu legen. Also keine Vollverschlüsselung, die der Staat nicht einsehen kann, zu unternehmen, also eine Backdoor zu machen. Wir hatten das glaube ich auch schon mal darüber berichtet. Geht mal wieder konkret um Apple, die halt hier gezwungen wurden das zu tun und die daraufhin ihr Advanced Data Protection, also das ist der Modus, den man so für seine iCloud einschalten kann, dass eben wirklich alles komplett verschlüsselt ist und Apple dann eben dir auch gar keinen Zugang mehr geben kann, wenn du deine eigenen Schlüssel verlierst, dass sie das ausgeschaltet haben in UK, um nicht erst in die Situation zu kommen, solche Schlüssel herauszugeben. Und da ging es dann auch die ganze Zeit hin und her. Jetzt hat aber UK diese Pläne begraben. Warum? Weil sich die Trump-Regierung beschwert hat und gesagt hat, was erlaube UK, unsere tollen, superschönen amerikanischen Tech-Unternehmen zu regulieren. Das ist ja gerade so, ihr Ding, dass sie jetzt alle bedrohen und sagen, hier keine Ahnung, wir. Zöller, keine Waffen mehr, kein was auch immer, also alles, was bisher immer selbstverständlich war, wird jetzt in Frage gestellt und zu einer Drohgebärde umgewandelt. Was jetzt hier genau gedroht wurde, weiß ich natürlich nicht, da wird sehr viel hinter den Kulissen gelaufen sein. Tatsache ist, dass eben jetzt UK hier einen Schritt nach hinten macht und sagt, okay, sorry, tut uns leid, machen wir nicht.

Linus Neumann
0:58:48
Tim Pritlove
0:59:42
Linus Neumann
0:59:49

Ja klar, das war nicht der offizielle Name. So, dann wurden wir auf eine große EU-Petition oder Citizens Initiative hingewiesen, die erstaunlich große Reichweite und auch erstaunlich große Anhängerschaft erlangt hat. Also ich glaube über eine Million Unterschriften oder über 1,4 Millionen Signaturen, wenn ich das jetzt richtig sehe. 1,4, 1.424.115. Das wird auch immer mehr. Und da merkt man, da geht es um was richtig Wichtiges. Computerspiele. Und aber ja, es geht um Computerspiele, aber ich glaube, das Phänomen geht auch nicht nur in diesem Bereich. Also, die Petition sagt, die Menschen, die Computerspiele oder Verlage, die Computerspiele in Umlauf bringen, zerstören die in zunehmendem Maße. Und dir werden zwar die Computerspiele als Produkt verkauft zu einem einmaligen Preis, ohne dass ein Ablaufdatum dran steht, aber sie sind so gestaltet, dass sie komplett unspielbar werden, sobald der Support von dem Verlag endet. Ich glaube, damit sind so Sachen gemeint wie, oder letztendlich natürlich Sachen gemeint wie Spiele, die konstante Online-Ressourcen brauchen. Und die in dem Moment, wo es irgendwie für den Verlag nicht mehr rentabel ist, wenn der seine Server abschaltet, kannst du eben auch dieses Spiel nicht mehr spielen. Und sagen, das ist natürlich eine Form der geplanten Obsoleszenz. Und es ist natürlich ein Problem für die Kundinnen und Kunden, klar, die haben ein Produkt gekauft, dieses Produkt funktioniert jetzt nicht mehr, aber sie argumentieren auch, wir können ja diese Kulturgüter nicht mehr, verwahren und es ist ja durchaus, sag ich mal, eine nicht unwichtige Sache, wenn ich beispielsweise mir ein Commodore 64 auf Ebay kaufe, und dann meine drei Lieblingsspiele, die für mich damals eine Rolle gespielt haben, sowas wie Gianna Sisters und Outrun und was ich da nicht alle, Bubble Bobble und so, diese Kulturgüter. Mit der Absicht kaufe, damit irgendwann mal zu spielen und sie dann, natürlich niemals dazu komme, weil ich gar keinen Fernseher habe, wo man das anschließen könnte, aber dass ich dann durch meine Akquisition zur Präservation dieses Kulturgutes für zehn Jahre beitrage, um es dann wieder auf Ebay zu verkaufen, ungeprüft und ungespielt, aber dass diese Kultur erhalten wir, also hier Retro-Computing-Festivals und so, und ich denke, wir müssen auf jeden Fall. Erkennen und anerkennen, dass Computerspiele Kulturgüter sind, wenn nicht sogar die vielleicht höchsten Kulturgüter, die wir so in der Geschichte der Menschheit hervorgebracht haben, wenn man ihre Komplexität, individuellen Nutzungsmöglichkeiten, Interaktionen über die Welt, da kann man schon fragen, ob jetzt irgendwie Leonardo, hast du nicht gesehen, ein schöneres Bild gemalt hat oder ob quasi, Kulturphänomene wie Grand Theft Auto nicht durchaus eine viel größere Prägung für Generationen und Lifestyle gestaltet haben. Und wenn die halt von dem Goodwill eines Publishers abhängen, der dann sagt, ach nee, das machen wir jetzt kaputt, wir zerstören jetzt die Möglichkeit, das zu spielen, dann ist das durchaus ein Problem. Und das hat natürlich auch in anderen Bereichen ein Problem. Ja, und letztendlich, ich meine, es geht darum, dass die Server haben, auf denen diese Spiele funktionieren, die irgendwie zentrale Rollen in der Funktion des Spiels haben. Und wenn sie die ausschalten, dann funktioniert das Spiel nicht mehr. Und natürlich wäre eine Lösung zu sagen, naja, okay, wenn du dich entscheidest, damit kein Geld mehr zu verdienen oder kein Geld mehr verlieren zu wollen, dann kannst du ja wenigstens denen eine Archivierung dieses Kulturgutes ermöglichen.

Tim Pritlove
1:05:15

Ja, also das ist natürlich... Ein Bild von Leonardo da Vinci ist relativ einfach zu erhalten, dass man das noch genießen kann. Man kann darüber diskutieren, mit welchem Aufwand man das treiben soll. Muss 3D gescannt werden und was nicht alles? Oder reicht es einfach, das Bild irgendwo hinzuhängen? Bei Spielen ist es natürlich schwierig, weil diese Spiele von technischen Systemen abhängen. Wo es in der Natur der Sache liegt, dass sie sehr volatil sind. Also Technologie entwickelt sich die ganze Zeit weiter, wir wissen alles wie das ist, auch Webseiten halten nicht lange, Browser ändern sich etc. Also die technische Entwicklung ist halt sehr schnell auf der einen Seite, was so Betriebssysteme vor allem angeht. Auf der anderen Seite, wie du schon erwähnt hast, viele Spiele brauchen auch so Backends. Da läuft dann einfach Software und um die wirklich spielen zu können, müssen relativ große Systeme betrieben werden, wenn es dann halt so ein Unternehmen nicht mehr gibt oder wenn eben so ein Unternehmen nicht die Ressourcen hat, weil es sozusagen kaum noch jemand spielt und dann lohnt es sich nicht, zehn Leute dafür zu beschäftigen, das noch im Laufen zu halten oder wie viele auch immer erforderlich sind. Dann ist das natürlich halt so eine Forderung, wo man sagen kann, naja, kann man jetzt Unternehmen dazu verpflichten, auf Ewigkeiten sozusagen eine Dienstleistung bereitzustellen? Ist das deren Aufgabe? Also da würde mich mal die technische Antwort darauf interessieren.

Linus Neumann
1:06:53
Tim Pritlove
1:07:19
Linus Neumann
1:07:32
Tim Pritlove
1:08:35
Linus Neumann
1:08:46
Tim Pritlove
1:08:50
Linus Neumann
1:09:40
Tim Pritlove
1:11:44
Linus Neumann
1:11:47
Tim Pritlove
1:12:24
Linus Neumann
1:12:38

Aber die Forderung haben wir ja formuliert, die sagen halt, okay, wenn du sagst, du möchtest eine Handlung unternehmen, die es jetzt quasi anderen unmöglich macht, das bei dir gekaufte Produkt weiter zu nutzen, das bei dir gekaufte Kulturprodukt weiter zu nutzen, dann musst du es in irgendeiner Weise eine Konservierung und Weiternutzung ermöglichen. Solange Leute noch Spiele als Produkt verkaufen, schon spielt das eine Rolle, aber ich meine, es wird ja eh alles nur noch in Richtung Subscription gehen. Die QI gibt auf. Die Zentralstelle Urheberrecht im Internet, die haben ja, das ist ja im Prinzip ein Internetsperrenkartell, ohne juristische und erst recht nicht legislative Grundlage. Und die haben dann irgendwie in dieser Zentralstelle, also irgendwas Urhebericht im Internet. Und die pflegen Sperrlisten. Die sie auf ihren DNS-Servern verwenden und quasi dass die dort mitmachenden sich entscheiden, zum Beispiel jokerguide.com oder kinox.fun zu sperren, ist halt irgendwie so im Prinzip eine, das machen die einfach. Und was sie sperren, haben sie aber keine öffentliche Liste. Und wir hatten hier schon darüber gesprochen vor einiger Zeit, dass Lina diese Liste dann quasi reversed und geprüft hat und veröffentlicht hat unter qiliste.de. Das hat zu einer Rüge durch die Bundesnetzagentur geführt, die eben sagt, hier Moment mal, Ihr behindert hier Verzeichnisdienste nach Gutdünken in einem nicht geregelten Prozess, in einem Kartell, würde ich das nennen. Das könnt ihr so nicht machen. Und interessanterweise hat die Kui jetzt auch quasi gesagt, ja okay, dann lassen wir das sein. Und wir akzeptieren, dass es eben jetzt Gerichtsentscheide geben muss für die Sperrung von Webseiten.

Tim Pritlove
1:15:19
Linus Neumann
1:15:25
Tim Pritlove
1:15:29
Linus Neumann
1:15:34

Und dann kommen wir zum letzten Funklöcher. Die haben ja Funklöchermessungen gemacht. Da haben sie irgendwie, ich glaube, war da auch die Bundesnetzagentur oder was? Nee. Wer hat da denn gemacht? Mobilfunkmesswoche. 150.000 Menschen haben mit der Bundesnetzagentur die Mobilfunkqualität in Deutschland untersucht. Haben irgendwie so eine App gehabt, die quasi GPS und was habe ich hier gerade für einen Empfang linkt. Und Ergebnis ist, 98% der Messpunkte, die die Nutzerinnen dabei getragen haben, haben entweder 4G oder 5G. Funklöcher gab es in weniger als einem Prozent der erfassten Messpunkte. In einigen Gebieten zeigen sich aber durchaus größere Versorgungslücken. Im Schnitt ist es nur ein Prozent. Und ich glaube, dann war das so, die größten Lücken gibt es in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz so mit 1,12 Prozent. Deutschlandweit sind es halt nur 0,76. In 1,27% der Messungen war nur ein 2G-Netz verfügbar, was ja eigentlich Funkloch heißt. Und 2,25% ist diese nur 2G-Abdeckung zum Beispiel in Mecklenburg-Vorpommern. Also da wurde zumindest mal, das heißt nicht, dass da guter Service war, Aber da heißt das Handy hat es zumindest geschafft, sich mit dieser jeweiligen Mobilfunkgeneration zu verbinden und das herzustellen, was ein erfolgreicher Verbindungsaufbau ist. Und nicht zu sagen, es gibt kein Netz, wie bei dieser Frau, die da im Outback unterwegs war. Da gibt es kein Netz. Bei uns gibt es nur scheiß Empfang. und richtig kein Netz ist halt nicht so viel. Im Harz gibt es kein Netz. Teilweise. Ja, jetzt ist natürlich die Frage, also ah, das ist interessant. Das wollte ich nämlich gerade, insgesamt haben die durch die gemeldeten Daten rund 16% der Bundesfläche erfasst. Also die Stichprobe, die hier ausgewertet wurde, betrifft ungefähr 15% der Fläche der Bundesrepublik Deutschland.

Tim Pritlove
1:18:22
Linus Neumann
1:18:46
Tim Pritlove
1:19:05

Naja, deswegen sollten wir halt mal endlich mal klar machen, dass wenn jetzt so ein Gebiet nicht versorgt ist und mir kann man nicht erzählen, dass man jetzt irgendwie, seit wann gibt es Mobilfunknetze? Seit Anfang der 90er Jahre. Sagen wir mal 95 ging das vielleicht mal so nennenswert los. Hatten wir da irgendwann so E-Plus und so. 95, das ist jetzt 30 Jahre her. 30 Jahre. Und in 30 Jahren gibt es irgendwie keine Methode, wie man irgendwie feststellen kann, dass es irgendwo kein Netz gibt. Das kann wohl mal nicht euer Ernst sein. Und wirklich, also da gehe ich nicht mit. Dann reden sie hier von Messpunkten. Ich brauche keine Messpunkte. Ich brauche Messflächen. Man muss einfach mal kategorisch rumfahren, weil Google fährt irgendwie zwei, drei Monate durch Deutschland und hat irgendwie Fotos von allem. Können wir nicht erzählen, dass man nicht, wenn man mal mit einer Herrscher von, nur mal auf den Straßen, ich rede ja noch gar nicht mal von den Wäldern, das kann man auch irgendwie machen, aber das ist wird die ganze Zeit befahren in Deutschland. Das muss besser gehen. Und es ist halt einfach absurd. Und wenn es jetzt wirklich eine Fläche gibt, wo... Die Provider nicht rein investieren und das kann man halt mal dadurch entforcen, dass die dann zu bezahlen haben, wenn sie das nicht abdecken, dann sollen die sich halt einigen dürfen, dass sie sagen, wir stellen jetzt, okay, hier ist so wenig los, wir stellen hier einen Mast auf und den zahlen halt alle, alle Betreiber und alle können sich dann da auch einbuchen. Das ist so einfach. Ich meine, im Ausland kann ich mir auch in jeden Mast einbuchen.

Linus Neumann
1:20:54
Tim Pritlove
1:21:55
Linus Neumann
1:22:17
Tim Pritlove
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Linus Neumann
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Tim Pritlove
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Linus Neumann
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Tim Pritlove
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Linus Neumann
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Tim Pritlove
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Linus Neumann
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Tim Pritlove
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Linus Neumann
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Tim Pritlove
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Linus Neumann
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Tim Pritlove
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Linus Neumann
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Tim Pritlove
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Linus Neumann
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Tim Pritlove
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