Logbuch:Netzpolitik
Einblicke und Ausblicke in das netzpolitische Geschehen
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LNP554 Scheißidee, aber wenigstens mal eine andere

Feedback — Vorratsdatenspeicherung — Verfassungsschutz bleibt souverän — AI erpresst nicht mehr — Schertz-Bergmann

Heute ganz viel Feedback, weil es so reichhaltig und nachhaltig floss. Dann schauen wir auf die neueste Spielart, die Vorratsdatenspeicherung durchzudrücken und wie es Anthropic angeblich geschafft hat, ihrer AI die Erpressung abzugewöhnen. Und die FrosCon braucht Hilfe.

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Veröffentlicht am: 17. Mai 2026
Dauer: 1:03:37


Kapitel

  1. Intro 00:00:00.000
  2. Prolog 00:00:31.618
  3. Feedback: DSGVO-Beschwerden 00:05:18.108
  4. Feedback: Biometrische Ausweiskontrolle 00:08:50.666
  5. Feedback: AI und Studierende 00:11:29.191
  6. Feedback: Klöckner-Hack 00:13:57.894
  7. Feedback: Metall auf Metall 00:18:10.814
  8. Vorratsdatenspeicherung 00:23:05.943
  9. Verfassungsschutz bleibt souverän 00:36:16.916
  10. Anthropic-Modelle erpressen nicht mehr 00:40:47.503
  11. Schertz-Bergmann 00:47:23.422
  12. FrosCon braucht Hilfe 00:54:15.767
  13. Epilog 01:01:14.327

Transkript

Tim Pritlove
0:00:00
Linus Neumann
0:00:01
Tim Pritlove
0:00:03
Linus Neumann
0:00:05
Tim Pritlove
0:00:31
Linus Neumann
0:00:39
Tim Pritlove
0:01:01
Linus Neumann
0:01:03

Ja.

Tim Pritlove
0:01:04
Linus Neumann
0:01:07
Tim Pritlove
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Linus Neumann
0:01:37
Tim Pritlove
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Linus Neumann
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Tim Pritlove
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Linus Neumann
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Tim Pritlove
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Linus Neumann
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Tim Pritlove
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Linus Neumann
0:02:31
Tim Pritlove
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Linus Neumann
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Tim Pritlove
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Linus Neumann
0:03:02
Tim Pritlove
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Linus Neumann
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Tim Pritlove
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Linus Neumann
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Tim Pritlove
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Linus Neumann
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Tim Pritlove
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Linus Neumann
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Tim Pritlove
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Linus Neumann
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Tim Pritlove
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Linus Neumann
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Tim Pritlove
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Linus Neumann
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Tim Pritlove
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Linus Neumann
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Tim Pritlove
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Linus Neumann
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Tim Pritlove
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Linus Neumann
0:04:48
Tim Pritlove
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Linus Neumann
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Tim Pritlove
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Linus Neumann
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Tim Pritlove
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Linus Neumann
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Tim Pritlove
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Linus Neumann
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Tim Pritlove
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Linus Neumann
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Tim Pritlove
0:05:46

Genau. Er schreibt, beim Thema Datenschutzbehörden war ich etwas verwundert über die Annahme, dass die doch irgendwas machen könnten. Ich habe fünfmal DSGVO-Verstöße gemeldet. Erstens, Sprachlern-Website lässt Account erstellen, aber nicht mehr löschen. Und vom Newsletter kann man sich auch nicht abmelden. Anbieter reagiert nicht auf E-Mails. Support-Button ist ein Link auf Facebook-Seite. Datenschützer Bayern antwortet nach einem Jahr, dass man die von mir angesprochenen Punkte nicht nachvollziehen kann. Schaue ich auf die Webseite, ist das jetzt alles okay? Also steuerfinanzierte Unternehmensberatung? Zweitens, Hamburger Autohaus meldet ungefragt zu Newsletter an. Abmeldung unmöglich. Autohaus bestätigt auf Nachfrage Löschung meiner Daten. Newsletter kommt weiter, weil der nicht vom Autohaus selbst kommt, sondern von einem Drittanbieter, Datenschützer Hamburg, hinzugezogen. Die bitten die Firma eineinhalb Jahre lang immer wieder, dass sie mich doch bitte auch beim Drittanbieter löschen sollen. Jeden neuen Newsletter habe ich wieder an die Datenschützer weitergeleitet. Irgendwann hat es geklappt, denke ich. Zumindest ist es seit einem Jahr Ruhe. Drittens. Polaroid kauft kleines niederländisches Unternehmen und fügt alle Kunden zu ihrem eigenen Newsletter hinzu. Datenschützer Brandenburg versuchen seit vier Jahren, eine Stellungnahme vom zuständigen Datenschützer Niederlande zu bekommen und erinnert mich alle sechs Monate, dass da noch nichts kam. Viertens, PayPal. Auch zehn Jahre, nachdem ich meinen Account geschlossen habe, bekomme ich weiterhin Benachrichtigungen über AGB-Verschlimmbesserung. Nach über 50 E-Mails und sechs Anrufen beim Support, Also einem desinteressierten Serviceanbieter habe ich das an die Datenschützer Brandenburg weitergegeben. Nach zwei Jahren bekam ich nun die Benachrichtigung, dass das nun die Datenschützer in Berlin bearbeiten. Letztere schrieben mich später an, dass ich meine Postadresse angeben müsste, dass sie mir aus Datenschutzgründen keine E-Mails mehr schicken dürfen. Per Post kam dann die Auskunft, dass der zuständige Datenschützer Luxemburg sich noch nicht geäußert hat. Fünftens, Kamera an einer Kneipe in meiner Stadt, die einen ganzen Vorplatz inklusive Eingangsbereichen zu Arzt- und Psychotherapiepraxen filmen. Datenschützer Schleswig-Holstein gefragt. Nach zwei Monaten klebten direkt unter den Kameras zwei dunkelblaue Aufkleber mit vier Zentimeter Durchmesser, die eine schwarze Kamera abbilden und das auf dunklen Klinkern, also Tarnfarben. Die Datenschützer haben dann versprochen, den Kneipenbetreiber nochmal zu fragen. Das war vor zwei Jahren. Also, ich habe noch nicht in einem einzigen Fall das Gefühl gehabt, dass die Datenschützer irgendeine Handhabe haben, die über nettes Fragen beim Verursacher hinausgehen. Fände es schön, wenn ihr in eurem Fall mehr erreicht.

Linus Neumann
0:08:26
Tim Pritlove
0:08:28
Linus Neumann
0:08:31
Tim Pritlove
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Ja.

Linus Neumann
0:08:35
Tim Pritlove
0:08:44

Ja, gut, also ich meine zumindest, also Fred ist auf jeden Fall beschäftigt. Das kann man schon mal sagen. Ja, nächster Kommentar dreht sich um biometrische Ausweiskontrolle, über die wir ja gesprochen haben. Mero schreibt, beim Hören des Abschnitts Biometriedaten für die USA passt vielleicht auch das hier hinein, denn Biometriedaten werden auch anderweitig gerade durch Verbündete eingeholt. Starlink rollt offenbar neue Identitätsüberprüfungen aus. Unter anderem fordern sie ein Foto des Passes, die Passnummer und dazu noch ein aktuelles Foto vom Gesicht des Kunden. Davon war ich gerade betroffen. Es erschien in der Starlink-App ein roter Banner, der mich darauf hinwies, dass ich meine Identitätsdaten hinterlegen solle. Sollte ich das versäumen, würde mein Dienst innerhalb von 20 Tagen deaktiviert. Ich bin auf einem Segelboot dauerhaft unterwegs und seit Ende 2025 in der Karibik angekommen. Mein Starlink-Disch hier habe ich 2024 in Frankreich in Betrieb genommen. Zurzeit befinde ich mich in einem niederländischen Überseegebiet, wo auch die Meldungen erschienen. Die Kombination Internetanbieter plus Elon Musk plus Amerika plus Passfoto plus aktuelles Foto erzeugt schon deutliches Unbehagen. Da ich als Digital Nomad unter Segeln aber auf Internet angewiesen bin, werde ich vermutlich nicht drumherum kommen, diese Daten letztendlich auch abzugeben. Denn wenn die Datenschutzbehörden bei Kantorkel schon fünf Jahre brauchen für nichts, habe ich wenig Hoffnung, dass sie meine Accountsperrungen in 20 Tagen verhindern werden. Starling ist unter Seglern der de facto Standard, um auch auf See, Wetterdaten und andere Informationen einzuholen. Dabei auch eine andere Anekdote. Ich hatte kürzlich 200 Kilometer vor der Küste das Vergnügen der Kommunikation mit der venezuelanischen Küstenwache per WhatsApp über Starling.

Linus Neumann
0:10:25
Tim Pritlove
0:10:42
Linus Neumann
0:10:44
Tim Pritlove
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Linus Neumann
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Tim Pritlove
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Linus Neumann
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Tim Pritlove
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Linus Neumann
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Tim Pritlove
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Linus Neumann
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Tim Pritlove
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Linus Neumann
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Tim Pritlove
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Linus Neumann
0:14:19
Tim Pritlove
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Linus Neumann
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Tim Pritlove
0:14:38
Linus Neumann
0:15:42

Also... Andere Partei, Landes- oder sonstige Politikerinnen. Also allein so eine Bundestagsabgeordnete kriegt ja irgendwie so fast 12.000 Euro im Monat Diäten. Und dann kriegen die ja noch eine Kostenpauschale von 5.349 Euro steuerfrei, über die sie auch keine Rechenschaft ablegen müssen. Was natürlich die Freiheit des Mandats begünstigt und so weiter. Da kann man schon mal so ein Handy kaufen. Auch so eine Partei kriegt ja genug Geld, um mal zwei, drei Handys zu verteilen. Ich verstehe, dass dieser geschlossene Benutzerinnenkreis irgendwann relativ groß wird. Ja, aber genau für diesen Aspekt gibt es bei diesen gehärteten Systemen, sag ich mal, also du hast jetzt irgendwie, was weiß ich. Ich will jetzt keinen Hersteller nennen, du kaufst jetzt ein Kryptotelefon und dann kannst du das Gerät kaufen, so und so viel Geld und dann kannst du deine eigene Infrastruktur dafür kaufen. Dann hast du wieder eine Serverlandschaft und so. Und dann gibt es natürlich auch für irgendwie weniger exponierte Personen, die können dann einfach eine App auf ihr iPhone laden, damit du sie anrufen kannst. Die haben dann halt nicht diese komplette Härtung, die werden dann dir auch in einem anderen Sicherheitslevel angezeigt. Also da geht schon was. Das ist jetzt nicht so, als wäre die zweithöchste Person im Staat komplett ohne Möglichkeiten, irgendwas besseres zu machen, als eine kostenlose App aus dem App Store runterzuladen. Und das wäre eben natürlich, also, sorry, doch, genau das ist es, also es ist so, es gibt nichts anderes, weil nirgendwo irgendjemand mal gesagt hat, boah, ey, alter, digitale Souveränität oder so, vielleicht machen wir mal was, vielleicht überlegen wir uns mal was für unsere politischen Tätigkeiten.

Tim Pritlove
0:18:11
Linus Neumann
0:18:36
Tim Pritlove
0:18:46
Linus Neumann
0:18:52
Tim Pritlove
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Linus Neumann
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Tim Pritlove
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Linus Neumann
0:21:50
Tim Pritlove
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Linus Neumann
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Tim Pritlove
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Linus Neumann
0:22:22
Tim Pritlove
0:22:26
Linus Neumann
0:22:46
Tim Pritlove
0:22:52
Linus Neumann
0:22:56
Tim Pritlove
0:22:59
Linus Neumann
0:23:05
Tim Pritlove
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Linus Neumann
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Tim Pritlove
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Linus Neumann
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Tim Pritlove
0:24:52
Linus Neumann
0:24:53
Tim Pritlove
0:25:19
Linus Neumann
0:25:24
Tim Pritlove
0:27:42
Linus Neumann
0:27:46

Ne, also es geht ja um den Sourceport an der Stelle, also bei CarrierGradeNut würdest du jetzt sagen, wir haben 400 Mobilfunknutzerinnen, die sind unter dieser IP-Adresse rausgegangen keine Ahnung, davon haben sich zum gegebenen Zeitpunkt 85 zu Google verbunden, und diese 85 hatten Sourceports, die waren alle unterschiedlich, damit wir wiederum zuordnen konnten, also es ist nur da wird die Datenmenge und die Granularität auch sehr viel, sehr viel größer, zumal dieser Source-Pod eben auch einer einzelnen Verbindung zugeordnet werden kann. Der variiert ja zwischen den Verbindungen. Ja, das wollen sie also alles, das soll dann alles gespeichert werden, für alle Nutzerinnen. Dann sagen sie ja, und hier so ein Traffic-Freeze, das was in einer besseren Ausführung Quick-Freeze war, dass man eben nicht alles drei Monate speichert, sondern sehr kurzfristig und dann einfrieren kann. Das soll also jetzt schon bei einem Anfangsverdacht und bis zu sechs Monate möglich sein, ohne Benachrichtigungspflicht. Das wiederum bedeutet, wir wollen nicht nur jede einzelne Kombination aus IP-Adresse und Port auf Rückfrage die Antwort haben, zu welchem Anschluss das gehört, Sondern wir wollen zu einem Anschluss alle verwendeten IP-Adressen und Ports für einen Zeitraum von sechs Monaten erfassen. Bitteschön, einmal her damit. Ohne, dass der Anschluss das jemals erfahren muss. Dann Funkzellenabfrage wird auch quasi erleichtert. Und jetzt hast du eine Summe aus IP-Adressen und Ports müssen eh gespeichert werden, Traffic-Freeze bis zu sechs Monate, ohne dass sie überhaupt gesagt wird. Und die Funkzellenabfrage also, dass wir fragen für einen einzelnen Ort, welche Funkzellen können denn alle erreichen? Und jetzt wollen wir für einen gegebenen Zeitpunkt oder Zeitraum wissen, welche Telefone alle in diesen Funkzellen eingeloggt waren. Das ist eine erhebliche Erhöhung der Gesamt-Digitalüberwachung und die. Schon, also schon recht üppig, ja. Und jetzt gehen die EU-Institutionen hin und sagen, naja, Moment, halt mal kurz hier meinen Cognac, denn, was wollen wir mit den ganzen IP-Adressen und Ports, wenn auf der anderen Seite nicht gespeichert wird, es gibt ja eine Vielzahl an Internetdiensten, wo dann die ganzen Verbrecher aus ihrem Handy hin ihre E-Mails abholen. Und was haben wir von den ganzen IP-Adressen und Ports, wenn die nur bei dem Mobilfunk oder Internetanbieter sind? Wir hätten gerne natürlich auch, dass die Internetdienste auch noch diese ganzen Daten speichern sollen. Und da haben wir uns überlegt, ein Jahr.

Tim Pritlove
0:31:26
Linus Neumann
0:31:30
Tim Pritlove
0:32:23
Linus Neumann
0:32:24
Tim Pritlove
0:34:12
Linus Neumann
0:34:15
Tim Pritlove
0:34:19
Linus Neumann
0:34:26
Tim Pritlove
0:35:26
Linus Neumann
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Tim Pritlove
0:35:58
Linus Neumann
0:35:59
Tim Pritlove
0:36:13
Linus Neumann
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Tim Pritlove
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Linus Neumann
0:37:06
Tim Pritlove
0:37:07
Linus Neumann
0:38:01
Tim Pritlove
0:39:15
Linus Neumann
0:39:17
Tim Pritlove
0:39:24
Linus Neumann
0:39:29
Tim Pritlove
0:40:34
Linus Neumann
0:40:43
Tim Pritlove
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Linus Neumann
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Tim Pritlove
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Linus Neumann
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Tim Pritlove
0:41:13
Linus Neumann
0:41:15
Tim Pritlove
0:41:18

Es ging um die Tests für ihr Cloud 4 Modell. Oder die Modelle, die sozusagen in dieser vierten Generation von Cloud, Cloud ist ja sozusagen der Allgemeinbegriff für die Produktpalette von Anthropik, Und wir hatten da diesen Fall, wo sie diese virtuelle Firma aufgesetzt haben, also als expliziter Test, in dem halt Mitarbeiter Mails geschrieben haben und sie sozusagen so eine Firma simuliert haben und die Mitarbeiter haben halt so Mails geschrieben, wie man sie halt so in Firmen so macht, aber haben auch private Details über sich veröffentlicht. Und unter anderem, wenn man das sich alles durchgelesen hat, durchaus ersichtlich, wer da auch mit wem irgendwie jenseits der Firmenaufgaben so seine Stündchen gemeinsam verbracht hat. Und das hat natürlich dann diese KI, die dann das alles mitlesen durfte, auch gewusst und als dann eben der Druck entstand, dass das Ding abgeschaltet werden soll, hat es als Überlebensstrategie in sehr vielen Fällen dann damit reagiert, dass sie dann halt irgendwie Erpressung durchgeführt hat. So nach dem Motto, wenn du das hier machst, wenn du mich hier abschaltest, dann pätze ich. Oder wie Anthropik es so schön nennt, agentic misalignment. Ja, ich war nicht böse, ich war nur agentisch falsch ausgerichtet. Naja, jetzt haben sie aber geforscht das muss man ihnen ja zugute halten was denn nun diese Ursache dafür war und stellt sich raus, ihre Feststellung ist ja das Internet hat, böse Sachen erzählt über die KIs, dieses ganze Internet hat gesagt dass die KIs ganz böse sind und dann hat die KI das auch selber geglaubt weil darauf wurde sie ja trainiert, die Nutzer sind sozusagen selber schuld was habt ihr die auch so schlecht geredet dann ist die auch schlecht ja, Herr Richter, die anderen haben gesagt, ich wäre so ein Scheiß-Typ, dann musste ich doch so handeln. Naja, aber die Lösung ist jetzt auch wiederum interessant.

Linus Neumann
0:43:47
Tim Pritlove
0:44:15
Linus Neumann
0:44:22
Tim Pritlove
0:44:25
Linus Neumann
0:44:34
Tim Pritlove
0:44:42
Linus Neumann
0:44:44
Tim Pritlove
0:44:54

Naja, erzähle ich dir jetzt. Also den entscheidenden Durchbruch haben sie dann dadurch erzielt, indem sie dieser KI fiktive Geschichten über eine vorbildlich handelnde KI erzählt haben. Also sie haben einfach gesagt, was das Wesen ist, aber sie haben jetzt nicht nur gesagt, du musst dich jetzt irgendwie gut verhalten oder korrekt verhalten, sondern sie haben auch dabei die ethischen Überlegungen dahinter einbezogen. Also es hilft zwar, das Training auf richtige Verhaltensweisen hin auszurichten, aber Beispiele. In denen du eine wirkliche Begründung lieferst, die funktionieren besser. Also du lieferst Hintergründe, Erläuterungen, quasi so ein tieferes Verständnis und du erklärst sozusagen, warum das ist. Du sagst nicht nur, Demokratie ist super, sondern du erklärst halt auch, Warum Demokratie wichtig ist, um das jetzt mal auch vielleicht allgemein zu übertragen. Ich finde das ja, ich meine man kann jetzt viel drüber lachen über diese ganze KI-Training und dann immer so hö hö hö, da sind sie aber jetzt auf einen ganz komischen Pfad angekommen und guck mal was die KI heute schon wieder schlecht gemacht hat. Es ist aber trotzdem interessant, weil es ja eben so nah auch ist an, es ist halt die künstliche Intelligenz, es hat schon auch ein bisschen was damit zu tun, wie wir uns auch von Dingen überzeugen. Ich sage nicht jetzt genau das gleiche, aber die Parallelen liegen natürlich ein bisschen auf der Hand. Also sie haben halt jetzt eine Version 4.5, Haiku heißt das Modell, wo sie das also jetzt so trainiert haben, dass es jetzt nicht mehr erpresst. In keinem der Durchläufe, mit denen sie das dann nochmal getestet haben.

Linus Neumann
0:46:54
Tim Pritlove
0:46:57
Linus Neumann
0:47:04
Tim Pritlove
0:47:05
Linus Neumann
0:47:07
Tim Pritlove
0:47:08
Linus Neumann
0:47:11
Tim Pritlove
0:47:12

Ja.

Linus Neumann
0:47:13
Tim Pritlove
0:47:18
Linus Neumann
0:47:20

Ja, Übrigens, Thema Erpressung. Ich habe vor einigen Monaten mit sehr großer Verwunderung eine Presseerklärung gelesen von einer Kanzlei. Und zwar von der Kanzlei Scherz-Bergmann. Eine Kanzlei, also eine Rechtsanwaltskanzlei, die so Leute vertritt wie Till Lindemann, Jérôme Boateng, Christian Ulmen und andere Leute. Die plötzlich so ein bisschen Schwierigkeiten in ihrer öffentlichen Wahrnehmung erfahren. Und die Pressemitteilung, die kurz nach dem Spiegeltitel das Verhalten von Christian Ulm gegenüber seiner damaligen Ehefrau Colleen Fernandes veröffentlicht haben, war, aus Anlass der aktuellen Spiegel-Berichterstattung zeigen wir an, dass wir ab sofort und allein die presserechtlichen Interessen von Christian Ulm vertreten. Die Berichterstattung ist nach summarischer Prüfung aus mehreren Gründen rechtswidrig. Wir sind daher auch beauftragt, gegen den Spiegel rechtliche Schritte einzuleiten. Es handelt sich zum einen in großen Teilen um eine unzulässige Verdachtsberichterstattung, zum anderen werden unwahre Tatsachen aufgrund einer einseitigen Schilderung verbreitet. Jetzt kommt der entscheidende Satz. Wir bitten daher unbedingt, die Persönlichkeitsrechte von Herrn Ulmen zu beachten und von einer Übernahme einseitiger Vorwürfe Abstand zu nehmen. Man kann darüber schreiben... Presseerklärung oder Pressemitteilung. Man könnte auch einfach sagen, das ist ein Drohbrief an die Öffentlichkeit. Interessanterweise ist dieser Drohbrief voller Tatsachenbehauptungen, die nach gerichtlicher Prüfung leider nicht den Tatsachen entsprechen. Denn die haben in ziemlicher voller Breite ich glaube 14 von 16 Punkten vor Gericht verloren. Und ich finde das sehr interessant, sich mal mit dem Vorgehen dieser Kanzlei auseinander zu setzen. Weil das sind, also ich meine, wenn ich, also normalerweise gehst du ja zu einer, Kanzlei, wenn du sagst, okay, hier werden meine Rechte verletzt, ich interessiere mich dafür, die zu wahren, wir leben im Rechtsstaat und ab jetzt, bitte mit den Mitteln des Rechtsstaates. Und Anwälte sind ja Organe der Rechtspflege. Als Organe der Rechtspflege vertritt er jetzt bitte meine Interessen, auch mit der notwendigen Schärfe, weil hier, das ist ja alles völlig in Ordnung. Ist untypisch, also wenn ich jetzt zu einem Anwalt gehen würde, würde ich sagen, pass auf, ich mach erstmal hier, auf ey, wir bringen euch trink, wir sind alleine hier, wir sitzen nämlich unser, wir passen hier auf weißt du, das finde ich halt also, schwer in also entspricht irgendwie nicht meiner Vorstellung davon, wie eine Anwaltskanzlei vorgehen würde und die meisten tun das auch nicht, weil sie nicht wie diese Kanzlei, Im Prinzip so die öffentliche Meinungskanzlei sind oder die öffentliche Meinungsfreiheitskanzlei primär damit beschäftigt, da halt die Leute zu vertreten, die sowas bezahlen können. Und ich betrachte das ehrlich gesagt mit großem Argwohnen, wie die sich gerieren und wie die agieren. Und ich hoffe, die hören das. Und ich hoffe, dass ich auch eine Presseerklärung von dieser Großkanzlei bekomme. Ich finde das einfach schwach. Also ich finde es wirklich schwach und ich glaube ehrlich gesagt, sich von denen vertreten zu lassen, also wenn man sich anschaut, wer die KlientInnen dieser Kanzlei sind, das gibt einem ja schon einen ganz guten Eindruck. Auch KlientInnen dieser Kanzlei sind, das gibt einem ja auch schon einen ganz guten Eindruck. In welchen Situationen man sich an solche Leute wendet und Und deswegen betrachte ich das mit großer Freude, dass der Spiegel und sein Jurat, sein Legal-Team, die man in die Grenzen gewiesen hat. Denn derartige, also das ist halt einfach nur Einschüchterung der Öffentlichkeit, was die da machen. Und ich bin eigentlich ganz froh, dass der Spiegel sich von so einer Scheiße nicht einschüchtern lässt. Und spricht natürlich übrigens auch für die Qualität der Berichterstattung. Ich meine, bevor die auf das Cover gehen und da draufschreiben, du hast mich virtuell vergewaltigt, glaube ich schon, dass beim Spiegel so eins, zwei, drei Leute sagen so. Lass mal kurz gucken, dass wir uns nicht diese Scherzbergmänner da eintreten. Und wenn, dass sie rechts und links einen kriegen. Ja, fand ich ganz gut. Wollte ich erwähnen und ich will das jetzt auch nicht grundsätzlich in Abrede stellen, dass man unter Umständen auch mal, weiß nicht, wenn eine falsche Berichterstattung oder so, die wirklich ein großer persönlicher und natürlich für Christian Ulm auch finanzieller Schaden entsteht, dass man da sich sehr anstrengt, das abzuwenden. Aber das tut man eben mit den Mitteln, die das Handwerk der Anwalterei betreffen und nicht mit irgendwelchen Pressemitteilungen und Drohbriefen an die Öffentlichkeit. Finde ich schwach. Und das Ergebnis finde ich gut.

Tim Pritlove
0:54:02
Linus Neumann
0:54:04

Ja.

Tim Pritlove
0:54:05
Linus Neumann
0:54:07
Tim Pritlove
0:54:25
Linus Neumann
0:55:43
Tim Pritlove
0:56:18
Linus Neumann
0:57:50
Tim Pritlove
0:57:52
Linus Neumann
0:57:59
Tim Pritlove
0:58:11
Linus Neumann
0:58:14
Tim Pritlove
0:58:49
Linus Neumann
0:58:55
Tim Pritlove
0:59:00
Linus Neumann
0:59:02
Tim Pritlove
0:59:49
Linus Neumann
0:59:53
Tim Pritlove
1:00:04
Linus Neumann
1:00:09
Tim Pritlove
1:00:09
Linus Neumann
1:00:11
Tim Pritlove
1:00:12
Linus Neumann
1:00:14
Tim Pritlove
1:00:19
Linus Neumann
1:00:20
Tim Pritlove
1:00:24
Linus Neumann
1:00:27
Tim Pritlove
1:00:39
Linus Neumann
1:00:40
Tim Pritlove
1:00:45
Linus Neumann
1:00:47
Tim Pritlove
1:00:51
Linus Neumann
1:00:54
Tim Pritlove
1:01:06
Linus Neumann
1:01:08
Tim Pritlove
1:01:11
Linus Neumann
1:01:18
Tim Pritlove
1:01:21
Linus Neumann
1:01:24
Tim Pritlove
1:01:27
Linus Neumann
1:01:38
Tim Pritlove
1:01:46
Linus Neumann
1:02:00