Logbuch:Netzpolitik
Einblicke und Ausblicke in das netzpolitische Geschehen
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Rückblick Salon — d-you — KIDS Act — Kugelblitz — Apple vs. DMA — Adfection
Heute schauen wir kurz auf den ersten LNP Salon zurück, der sehr angenehm und anregend war. Dann blicken wir auf die nächsten Schritte die die EUDI Wallet genommen hat, die jetzt unter dem klangvollen Namen "d-you" unters Volk gebracht werden soll. Dann noch mal ein Realitätsabgleich mit dem KIDS Act der EU, diskutieren die vom Digital Markets Act ausgelöste Auseinandersetzung von Apple und der EU-Kommission und berichten von Gefahren, die von Werbung ausgehen. Tim stellt außerdem noch seine neue Software vor.
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Veröffentlicht am: 20. Oktober 2026
Dauer: 2:26:26
Nein, der hat vor allem davon, dass diese ganzen, also dass jetzt sofort alle, ihren Quatsch da Superintelligence nennen. Also das ist so, also du hast das, Weißt du, wenn du so Geschichtsbücher von irgendwelchen Diktatoren, Machtergreifungen und so oder auch Romane wie 1984 liest, wo dann irgendwie bestimmt wird, wie die Dinge jetzt heißen und so und quasi Wörter verboten werden und, Gedankenkontrolle darüber stattfindet und sowas. Und dann denkst du dir immer so, ja das kannst du ja nicht mit den Leuten machen, aber dann darf, ich meine wenn du, hat dir glaube ich keine fünf Minuten gedauert, bis Mark Zuckerberg irgendwie den Developer, Newsletter rausgeschickt hat, so das ist jetzt alles Superintelligence und das ist alles so also man denkt immer so, den Scheiß macht doch keiner mit weißt du, das ist das ist irgendein, also ja gut, nicht irgendein aber das ist, also, Also ein Präsident, der seine eigene Social, in Anführungszeichen, Plattform unterhält. Wo man gegen Kosten die Informationen schneller erhält, damit man irgendwie sein Trading darauf optimieren kann. Und der sagt, eine Technologie wird jetzt umbenannt und alle sagen, alles klar. Also weißt du, das ist so das ist doch so absurd das.
Ja, man dachte immer so, genau, aber was ich halt meine, du liest, diese Bücher oder du liest eben, was weiß ich, wie in irgendwelchen dunklen Zeiten der Geschichte in unterschiedlichsten Ländern dieses Planeten irgendwelche Diktatoren so irrsinnigen Quatsch gemacht haben. Und man auch sieht, das ist offensichtlich nicht sane, und alle springen mit und sagen, jawohl.
Welcher? Ja, sagen alle. Und ich meine, genau so ist es doch im Prinzip. Der Typ läuft doch mental nackt durch die Welt. So, alle sehen das. Alle wissen, dass er irgendwie völlig einen an der Waffel hat und einfach nur keinen ganzen Satz zusammenbekommt und einfach auch von nichts irgendeiner Ahnung hat. Aber er wird halt gepriesen, was er doch für ein toller Hengst ist, etc. pp. Und alles Offensichtliche gibt es einfach gar nicht. Und dieser Grad an Selbstverleugnung ist natürlich extrem niederträchtig und, abzulehnen, gar keine Frage. Der wird jetzt auch demnächst abgelehnt. Wie lange ist es noch bis zu den Wahlen? Ein paar Wochen müssen wir noch durchhalten. Ja, und so sind sie halt die Mitläufer. Wenn es der eigenen Agenda passt, dann ist das dann halt so. Dann werden dann die anderen Prinzipien schnell zu Nebenkriegsschauplätzen.
Er hat die Macht, ihnen irgendwelche Stöcke in ihre Räder reinzustecken. Also er hat ja gezeigt, dass er auf alles einschlägt, was ihn nicht preist. Wenn einer sagt, aber du bist ja nackt, dann wird halt jedes Mittel ist dann Recht und wird dann einfach auch zur Anwendung gebracht. Macht völlig egal, ob das gegen die Verfassung, gegen die Gesetze oder sonst was verstößt, um dann eben das zu beeinflussen, dieses Geschäft. Und da trifft es dann halt alle gleich. Und deswegen spendet auch Apple irgendwie Geld für diesen bekloppten Ballroom und alle tauchen immer auf. Und wenn der dann sagt, jetzt sagen wir Superintelligence, dann sagen die, okay, dann sagen wir halt jetzt Superintelligence, das ändert irgendwie für uns eigentlich gar nichts. Ja, dann sagen wir das halt, das ist billig.
Nee, aber Tim, komm, das ist es halt, sorry, das ist es halt nicht. Das sind die mächtigsten Unternehmen dieser Welt und die hätten genauso die Macht zu sagen, nee, der Jeffrey Hinton hat das künstliche Intelligenz genannt. Ja. Und das ist nun mal künstliche Intelligenz. Oder die könnten auch sagen, das heißt jetzt Meta-Intelligence und Apple-AI oder so einen Scheiß.
Und wenn sie das nicht, wenn sie das, wenn alle diese Unternehmen geschlossen, gewähr bei Fuß stehen, dann ist das eben auch eine... Und das ist halt eine Machtdemonstration, weil wenn ich sage, das heißt jetzt nicht mehr AI, das heißt Linux on the Desktop, dann machen sie es nicht. Und diese bedingungslose, jo, der Präsident hat gesagt, wir machen das, das ist eben eine, und vor allem in so lächerlichen, das ist ja auch ein bisschen der Teil davon, dass er halt lächerliche, kleinliche Dinge tut und die dann mit und die Leute mitmachen und er da die Solidarität schon verlangt. Und das ist beängstigend, weil man für so einen Quatsch, also warum, also weißt du, das ist einfach.
Ja natürlich ist das beängstigend und natürlich könnten sie das alles tun, aber sie tun es halt nicht, weil sie natürlich sich auch untereinander, im Prinzip sind sie keine Freunde. Das heißt, wenn einer von ihnen dann die Aufmerksamkeit, die negative Aufmerksamkeit des Präsidenten erlangt und darunter leidet, reiben die anderen sich die Hände über neu gewonnene Marktanteile. So, ich meine, das ist halt ein Haifischbecken, da gibt's dann keine Freunde, deswegen spielen da irgendwie auch alle mit, damit sie bloß keine Nachteile gegenüber den anderen haben werden. It's a hard business und das ist Kapitalismus in Reinform und der scheißt halt auf, wie es zu sein hat.
Naja, aber auch da der Kapitalismus in Reinform ist nicht durch Donald Trump bedroht. Die könnten das genauso gut sagen, achso, der hat was gepostet, haben wir nicht mitbekommen, wir lesen nur Facebook. Wir haben vergessen zu gucken, was der da wieder auf seiner eigenen Plattform gepostet hat. Also sie hätten selbstverständlich die Möglichkeit, alle geschlossen zu sagen, wir machen den Quatsch nicht mit.
Klar könnten sie das, tun sie aber nicht, weil sie halt auch alle nicht alle beisammen haben und weil sie halt jetzt nicht unbedingt das Ziel haben, dass das Leben für alle Menschen auf diesem Planeten schöner wird, sondern die haben halt das als Ziel, dass das Leben auf dem Planeten vor allem für sie schöner wird und, danach ist alles Second Thought. Ist so. KI.
Der Feind nutzt KI. Oh Mann. Wir hatten, wann war es, letztes Wochenende, haben wir ja den ersten LNP-Salon gemacht und das ging ja los mit einem, also wir hatten ja gesagt, wir setzen uns da einfach mal hin und reden miteinander. Da und ich war anfangs, also ich wusste, wir machen, haben sie zum ersten Mal gemacht, ich wusste jetzt nicht, wie das da läuft, beispielsweise, ergibt sich da ein Gespräch oder bleibt es dann doch irgendwie eine Frontalveranstaltung, was kommen da für Leute, mit welchen Backgrounds, mit welchen, auch mit welchen Impulsen, also gibt es da genug in weitestem Sinne Varianz in In Hintergrund, Meinung, Expertise, dass da was Interessantes entsteht. Und ich muss sagen, ich fand es wirklich spitz. Also ich war erstens sehr angetan von der, ja wirklich von der erstens Tiefe, aber auch Breite der Hintergründe. So von Data Engineer, Epidemiologie, Technikphilosophie, Developer, Architektin oder Architekten. Alles mögliche, ja, also von allen möglichen. Politischen, technischen, gesellschaftlichen Tätigkeiten waren Leute dort. Auch irgendwie aus der digitalen Werbung und so. Das war wirklich, hat sich sehr schnell einfach ein super gutes Gespräch ergeben. Eben auch vor allem nicht mit uns, sondern zwischen allen. Und das fand ich extrem spannend. Natürlich hat es sich um AI gedreht, obwohl wir kein Thema vorgegeben hatten und wir hatten quasi als Einstieg einfach mal gesagt, worüber die Leute reden wollten. Wir haben eigentlich von sich aus alle natürlich über AI gesprochen und wir haben viel über die vielen negativen Aspekte davon gesprochen. Die Entwertung von künstlerischem Schaffen, Intellectual Property, Energie, natürlich die großen kapitalistischen Kräfte, die da am Wirken sind, die du ja gerade auch schon benannt hast. Die psychischen Probleme, die sich für Menschen ergeben, Identitätsstiftung von Tätigkeit und so. Und das war wirklich... Sehr breit und spannend. Wir haben um 17 Uhr angefangen.
Ja, und es war vor allem ein sehr respektvoller Umgang untereinander, also sehr gute Diskussionskultur. Du hast ja immer in so Gruppen, manche haben ein bisschen mehr zu erzählen, manche halten sich ein bisschen eher zurück, aber das war sehr ausgewogen und ja, wir konnten da eigentlich im Wesentlichen mal sitzen und zuhören, mal ganz was Neues. In diesem Podcast und das war ja nicht auf ein bisschen Sinn der ganzen Aktion, für uns zumindest, da auch einfach mal so ein Gefühl dafür zu bekommen. Ich meine, ich habe jetzt über die Jahre auch viele Hörertreffen gemacht, insofern war ich jetzt von einigen Aspekten auch nicht sonderlich überrascht, aber das Format als solches hat jetzt ganz gut funktioniert für uns und ich fand auch die Größe, richtig, weil das war dann noch in gewisser Hinsicht überschaubar und alle konnten in irgendeiner Form daran partizipieren, ohne dass man da jetzt auch groß, eine Audio-Installation macht und mit Mikrofonen arbeitet, das war sehr schön da in der E-Stube, von daher sehr, ja, alles hat gut gepasst würde ich sagen.
Ja, das war glaube ich der einzige Fehler, der da noch auf meine Kappe ging. Die E-Stube ist neben dem E, an der E-Stube steht aber nicht E dran, sondern, also 3M und entsprechend sind natürlich ohne Ende Leute angekommen und sind ins E gegangen, was direkt nebenan ist und wo ein E dran ist. Was aber, das E hatte noch gar nicht auf. Also da war noch quasi.
Wir müssen ins M einladen und werden das auch tun. Die M-Stube. Das machen wir auch. Am 8. November machen wir es noch mal. Und die Anmeldung, also quasi den Pre-Tix, wo man sich quasi die Anmeldung vornehmen kann zum, standardermäßigten und politischen Preis oder Supporterpreis für drei, zehn oder dreißig Euro. Wie gesagt, es geht für uns darum, dass wir. Den Zugang da in irgendetwas binden und daran, dass ihr dann auch idealerweise kommt oder das Ticket weitergebt. Es gab letztes Mal eine Warteliste und es gab leider auch einige, die dann kurzfristig nicht gekommen sind. Da müssen wir nochmal schauen, dass wir das in Prietix richtig konfigurieren, dass ihr das Ticket dann abgeben könnt oder sowas. Dass dann die Plätze nicht frei bleiben, aber ich glaube, wir werden auch insgesamt, die Anzahl Sitzplätze ein bisschen runterfahren, weil noch mehr als letztes Mal müsste es auch nicht sein. Es gab ja etwas mehr, es sind ein paar, weiß ich, einige wenige nicht gekommen, wie auch immer. Also 8. November ist der nächste Termin, ist wieder ein Sonntag, machen wir wieder 17 Uhr und Und Anmeldung machen wir dann 30. Oktober, 12 Uhr geht dann dieser Pre-Tix-Shop online. Ich bin auch gespannt, ich habe mit Tim und ich haben auch diskutiert, weil ich gesagt habe, können wir jetzt einfach mal ein anderes Thema vorgeben, weil noch eine AI-Diskussion will ich nicht. Aber wir schauen. Wir werden das wieder offen machen. Tim hat sich durchgesetzt. Tim hat Superintelligence genutzt. Und da war meine ganz normale künstliche Intelligenz einfach unterlegen.
Genau, machen wir nochmal. Und wir machen es ein drittes Mal noch in diesem Jahr. Und ich glaube, die Stube, das ist ein guter Ort für sowas. Wir wollten ja eigentlich von 17 bis 19 Uhr machen, wirklich aufgehört haben wir, glaube ich, gegen 21 Uhr. Das heißt, der offizielle Teil ging so vier Stunden, was ich dann auch ein bisschen lang fand und ich habe es auch wirklich nur beenden können mit unter Hinweis auf, ich kann jetzt nicht mehr. Und wir haben dann noch bis, ich glaube bis elf da weiter gesessen in einer kleineren Runde. Du musstest los, Tim, glaube ich, kurz nach neun oder was. Hat sich gezogen.
Nee, war gut. Gute Sache und ja nochmal, der respektvolle Umgang auch mit den unterschiedlichen Hintergründen und das da auch mal, also da hatten die Leute wirklich einfach mal Gelegenheit, ich glaube nicht, also, die Fälle, dass da jemandem oder irgendwie mal ins Wort gefallen wurde, das war, also das kannst du, weiß nicht, an einem Daumen abzählen oder so und das ist auch sofort vorbei gewesen und Und also war, ja nochmal, Qualität der Interaktion, Qualität der Beiträge wirklich erfreulich. Es war eine, war wohltuend.
Das digitale Identitätgesetz wurde jetzt mal irgendwie rucki zucki verabschiedet, und jetzt kommt die digitale Brieftasche. Und da gibt es jetzt auch, die ist jetzt quasi schon, die heißt jetzt DU, das Eudi-Wallet heißt jetzt DU, sonst ändert sich nichts. Und das kommt jetzt erstmal nur mit Ausweisfunktionen. Also Führerschein und biometrisches Passfoto kommt später und vor allem, alle interessanten Features wie pseudonyme Logins, Zero-Knowledge-Proof, selektive Datenfreigaben, das kommt alles später. Wir machen jetzt erstmal so das, was jetzt wirklich, was eigentlich keiner braucht. Also alles, was irgendwie, wenn überhaupt an dem Ding interessant gewesen wäre, das kommt später. Und außerdem haben sie jetzt auf HackerOne. So ein Bug-Bounty, um dann quasi, wenn du da jetzt eine Schwachstelle findest, kriegst du Geld. Oder Anerkennung oder was auch immer. Aber im Scope ist wiederum auch nur ein Teil. Das ist nicht alles Open Source, sondern nur einzelne Teile und anderes folgt später. Aber das ist jetzt die Situation. Und jetzt. Ist natürlich die, sagen wir mal, die Historie der bundesdeutschen großen IT-Projekte ist vorbelastet. Und da hat die elektronische Patientenakte gelauncht, direkt mit peinlichsten Schwachstellen auf dem CCC-Kongress demonstriert, dann wurde das ja behoben, ich kann das gar nicht oft genug erzählen. Alles, was man brauchte, um auf die elektronische Patientenakte zuzugreifen, war die Versicherungsnummer und die Kartennummer. Und das eine steht vorne auf der Karte, das andere steht hinten drauf. Das wäre schon der Moment gewesen, wo man hätte sagen müssen, ey, das erscheint nicht ausreichend zu sein, ja. Zu allem Überfluss sind die Kartennummern seriell vergeben. Das heißt, wenn ich eine Kartennummer habe und zähle rauf und runter, dann kriege ich neue, gültige Kartennummern. Und dann bräuchte ich ja noch die versicherten Nummer. Dafür hatte die Gematik aber einen Service, dass man eine Kartennummer hinschickt und man kriegt die versicherten Nummer zurück. Das heißt, das komplette Auslesen sämtlicher elektronischer Patientenakten war darauf reduziert, dass man Kartennummern sequenziell durchiteriert. Das war alles, was man machen musste. Und. Das ist so peinlich und, so zeugt von so viel, also das ist so peinlich, aber das war eben architektonisch, das war technisch vorgegeben und insofern war es quasi out of scope. Das war jetzt ja gar kein Bug, den man irgendwo hätte finden können. Das wird gleich in den Betrachtungen zur DU auch nochmal eben eine Rolle spielen. Und was dann eben auch sehr peinlich war, war, ah okay, wir haben hier zwei Authentisierungsmerkmale, die Kartennummer und die Versichertennummer, die sind beide ganz offensichtlich nicht geheim und damit auch ganz offensichtlich nicht, zur Authentisierung geeignet. Und dann haben sie gesagt, ja jetzt um das Problem zu limitieren, nehmen wir ein drittes, nicht geheimes dazu, nämlich die Adresse und machen dann Prüfsumme, wir machen eine kompliziert aussehende Prüfsumme letztendlich, aus dem Wissen über die Adresse der Person. Und dann demonstrierten Martin und Bianca einen Tag später, übrigens die Gematik bietet einen Service an, wo man zu einer Versichertennummer die Adresse bekommt. Das heißt, das ist jetzt, und dann führst du dann immer noch Diskussionen darüber, dass es jetzt, dass es ja jetzt eine tolle Lösung gewesen wäre, die Straße. Ich meine, dass eine Straße nicht geheim ist, es steht an der Straße dran, da ist ein Schild dran, wie die Straße heißt. Das ist da als kleiner Indikator so, das ist nicht geheim. Straße ist nicht geheim. Aber gut, das war dann also der erweiterte Schutz der elektronischen Patientenakte, der dann auch Quatsch war. Und wann es jetzt wirklich gefixt wird, steht glaube ich immer noch in den Sternen oder auf irgendeinem Blatt Papier. Das war die elektronische Patientenakte. Dann haben sie, jetzt könnte man natürlich sagen, ja gut, hier geht es aber nur um eine Wallet und nicht um eine elektronische Patientenakte. Könnte man Beispiel Eudi Wallet nehmen. Eudi Wallet, das hatte damals, wie heißt dieser…, Hier diese Kostenstelle.
Der Milliarden immer verbraten hat. Andi Scheuer. Genau, Andi Scheuer hat ja dann hier das Oldi-Wallet. Und dann, ich weiß nicht, wie lange das online war, da waren dann die Sicherheitslücken auch wieder so katastrophal, ich glaube, das waren dann drei Tagen offline oder so. Flüpke und Lillith Wittmann und wer da alles, ich weiß gar nicht mehr, das war einfach eine Hackerfahrschule, das ganze Ding, ja, kompletter Murks, auch, kommt sofort wieder weg. Und dann natürlich D-Mail, wo sie gesagt haben, jetzt aber rechtssicherer Rechtsverkehr oder was auch immer, digitaler, alles auch wieder Käse, komplett für die Tonne hat sich nie durchgesetzt. Also das sind so die Vorbilder von jetzt diesem D-Ju. Und jetzt muss man aber dazu sagen, okay, dieses Mal gibt es ein paar.
Verzeih, natürlich die Vorgänger. Die Ahnen, die Urahnen, das ist der Genpool, aus dem sich das speist jetzt. Der kulturelle Genpool. Und diesmal gibt es ein paar bessere Aussichten. Also es gibt einen EU-weiten Standard, nicht irgendeine selbstgemachte Dinger. Es gibt natürlich eine ganze Menge privater Anbieter, die eingebunden sind, die ein eigenes finanzielles Interesse an dem Ökosystem haben. Und es gibt dann auch noch gesetzliche Pflichten für den Bund, auch tatsächlich Schnittstellen dafür anzubieten. Das heißt, dass das DEU sich durchsetzt, ist wahrscheinlicher. Einfach weil es europaweiter Standard ist, einfach weil es sich an ein Ökosystem anbindet, wo kommerzielle Interessen hinter sind, was nicht positiv ist, aber was eben erfolgsversprechend ist. Und eben die gesetzlichen Pflichten für den Bund auch da Nutzbarkeiten zu schaffen. Was übrigens bei dem NPA, den wir ja alle haben, das große Ding war, dass bis heute keine nennenswerten Nutzungsmöglichkeiten entstanden sind, weil einfach das Ökosystem nie sinnvoll gepflegt wurde. So, jetzt kommt also die App und jetzt müssen wir uns natürlich anschauen, was kommt denn da. Gut, die EIDAS-Verordnung, die das Ding ja erfüllen soll, schreibt vor, dass man auch einzelne Angaben freischalten können soll, zum Beispiel nur, ich bin über 18 und alles andere nicht. Kommt nicht, kommt später. Und wenn man jetzt einen Dienst dafür anbieten möchte, muss man sich beim Bundesverwaltungsamt registrieren und dann meldet man dort an, was man abfragen möchte. Und dann kann man auch nur das abfragen. Und das ist ja eigentlich auch schon mal ganz gut, nur niemand prüft, ob das Angemeldete nötig ist. Wenn ich da also jetzt hingehe und sage, hier, ich möchte, mein Startup möchte einfache Altersverifikation zum Gucken von Erwachsenenfilmen anbieten als Service, hier ist meine. Ich melde mich jetzt hier beim Bundesverwaltungsamt an und was ich abfrage zu diesem Zweck ist alles, was auf dieser Wallet draufsteht und noch drei Fragen mehr oder sowas, dann wird das gar nicht geprüft. Ob mein Anwendungszweck, für den ich ja dann freigeschaltet werde vom Bundesverwaltungsamt, ob ich den überhaupt datensparsam umsetze. Da wird nur an mich appelliert. Und damit öffnest du von Tag 1 das Ökosystem für allerlei shady Leute, ohne die in irgendeiner Weise zu prüfen. Und natürlich die Daten, die dann da entstehen haben, dann eben ein staatliches Echtzeitsiegel. Das heißt für Data Broker und so ist das natürlich ein Traum. Und diese Pseudonymenutzung, die gibt es eben am Anfang erstmal gar nicht. Jetzt könnte man natürlich sagen, man will diese Vorabprüfung erzwingen und das stärker machen und da setzen wir jetzt mal hier German Datenschutz, aber am 15. Oktober hat die Koalition gesagt, nee komm, das machen wir jetzt, das lassen wir ohne. Ja, das machen wir ohne. Das Ökosystem wollen wir direkt erstmal aufmachen. Und hier erstmal für die ganzen maltesischen Briefkastenunternehmen direkt erstmal eine Option bieten, da direkt reinzukommen. Und. Außerdem, also sie haben auch keine Kostenschätzung, sie haben keine wirklichen verbindlichen technischen Schnittstellen bis jetzt definiert, sie haben auch keine Checklisten in irgendeiner Weise, sie haben auch keinen Zahlplan vorgelegt, und die Bundesbehörden müssen Bescheide erst zwölf Monate nach Verkündung des Gesetzes auch tatsächlich als elektronischen Nachweis ausstellen. Das heißt, es gibt jetzt erstmal die ersten zwölf Monate Kraut und Rüben und keine Kontrollen und noch nicht mal die Features, weshalb man das überhaupt haben wollte, aber Hauptsache wir haben es jetzt ausgerollt. Und dann kommt dieses Bug-Bounty, wo jetzt so, ja hier, wir wollen, wir haben jetzt hier mal die Specs und so muss das sein. Da haben wir ja auch hier in unseren Episoden mit dem Thomas drüber gesprochen, das ist ja auch gar nicht so einfach, weil bestimmte Dinge, also sagen wir mal Schwächen, die sind eben in der Architektur vorgegeben. Die kannst du gar nicht mehr anders lösen. Zum Beispiel, dass es jetzt eben einige wenige zentrale Dienstleister geben wird, die diese Prüfung durchführen, ausstellen und das Wallet befüllen und dass bei denen natürlich Daten anfallen oder. Wie, dass du jetzt zum Beispiel sagen kannst, naja, okay, hier gibt es keinen Zero-Knowledge-Proof. Ja, machen wir später. Steht ja auch im Gesetz drin, machen wir später. Und was sich, wo sich irgendwie gar keiner drüber Gedanken gemacht hat, was ist denn mit, dein Handy wird gehackt oder verloren? Wie wird denn diese Identität, die da ausgestellt wurde, gesperrt? Wer haftet denn jetzt für den Missbrauch? Die Signaturen können und müssen offline verwendbar sein, das heißt, sie sind dann auch dadurch potenziell missbräuchlich zu verwenden, weil sie nicht live abgeglichen werden können. Das ist auch etwas, wo man am Ende technische Trade-offs machen muss, wenn man nicht auf zeitgemäße Lösungen setzt. Also was ist, wenn die signierten Identitätsdaten abschließen? Was ist, wenn Smartphone kompromittiert, verloren oder gehackt wird? Was ist, wenn das Cloud-HSM, wenn also quasi diese Signatur, diese Ausstellungsmöglichkeiten kompromittiert sind? Was ist, wenn dann zentraler Dienstausfälle nicht mehr funktioniert? Was ist mit dem ganzen Missbrauch durch die Dienste, die diese, also Services, die diese Daten empfangen? Das ist alles irgendwie, da gibt es gar keine Überlegungen.
Genau, aber solange du nicht sagst, das ist unser Threat-Model und, von dem gehen wir aus und so gehen wir mit diesen Risiken um, kannst du auch nicht jetzt sinnvoll einen Pentest machen auf einzelne Komponenten, insbesondere wenn der aktuell auf einzelne Komponenten beschränkt ist. Relevante Angriffe eben nicht selten das Zusammenspiel betreffen. Und eine große Bedeutung in einem Bug-Bounty kommt eben dem Scope zu. Und wenn man sagt, naja, okay, folgende Angriffe sind Teil des Designs, die kann man gar nicht mehr beheben. Und die sind quasi hingenommen und die sind damit out of scope, weil wir sie nicht beheben werden, wenn du das jetzt bemängelst. Das können wir gar nicht beheben. Dann ist natürlich so ein Bug-Bounty auch eine, naja, eine sehr limitierte Spielzeug. Und das macht mir natürlich deswegen Sorgen, weil wenn jetzt diese App dann released wird, dann werden sie ihm sagen, guck mal hier, wir haben sogar ein Bug-Bounty gemacht. Da haben sich sogar Leute daran beteiligt. Die haben 28 Bugs gefeilt. Die waren alle low oder so. Und die haben wir jetzt sogar behoben. Das ist jetzt durch die Security Community auf Herz und Nieren geprüft. Das ist ja der Grund, warum du so Bug-Bounties machst. Und insofern ist das halt, ich finde es halt sehr, sehr schwierig, eine Technologie, die am Ende. In ihrer Architektur und in den juristischen Vorgaben schon problematisch ist, dann einem Bug-Bounty zu unterziehen, wo man dann sagt, ja hier okay, wurde nichts gefunden oder was auch immer. Oder dann eben, wenn etwas gefunden wird, zu sagen, naja, okay, aber das ist ja jetzt gesetzlich vorgegeben, das ist ja quasi nicht mehr in Scope, so haben sich die kompetenten Europa-Leute jetzt nur mal ausgedacht, dass wir es machen. Also es ist ein sehr, sehr zweischneidiges Schwert, sich daran zu beteiligen, weil eben der, oder der, Es ist genauso schwierig, sich nicht daran zu beteiligen, wenn man jetzt sagt, okay, ich möchte hier einen Bug-Bounty kassieren oder ich möchte einen Beitrag dazu leisten, dass eine App, die jetzt da released wird, das Potenzial hat, eine Identitätsinfrastruktur für Bürgerinnen und Bürger zu werden. Ich möchte da nicht meinen Beitrag zu leisten, wenn ich darin einen Bug gefunden habe und sogar dafür belohnt werde. Es ist so, es ist sehr, sehr, sehr. So, weißt du, es wird halt das falsche System released und jetzt wird gesagt, naja, du kannst ja noch einen Bug-Bounty in diesem in dieser nicht richtigen, Risiko-Architektur feilen. Und Bug-Bounty ist ein Bug aus, ist aber eben in der Implementierung und im Scope ist dann dieser Bug. Und wenn du sagst, das ganze Ding ist grundfalsch, dann ist deine Handlungsoption eben ich mach nix. Ja gut. Dann hast du eben auch das Falsche eben kaputt gelassen. Dann musst du dir diesen Vorwurf potenziell anhören. Und wenn du sagst, ich mach was, dann läufst du halt potenziell Gefahr, dass die Leute nachher deinen Beitrag. Zur Verhinderung der Vollkatastrophe, als, sagen wir mal, wie nennt man das, Approval dieser Architektur oder als Beitrag zu ihrer Sicherheit werden. Und beides willst du ja eigentlich nicht. Insofern eine... Wie ich finde, unangenehme Situation und es ist, auf eine Weise auch bitter, dass jetzt quasi die gleiche Community, und das ist jetzt nicht lange her, da war wieder irgendeine Anhörung, da waren dann Bianca Kastel war da, Thomas hatte glaube ich was gesagt, Jiska Klaassen vom HPI waren da und haben alle gesagt, hier pass auf, das ist, wenn ihr auf uns hören wollt, hätten wir folgendes beizutragen, ne, und dann wird so nö, da war ich drauf, aber wenn ihr wollt, könnt ihr am Backbau-Team hätten machen. Und das ist halt so eine ach, das ist unschön. Das ist eine unschöne Situation.
Also der politische Druck überhaupt erstmal irgendwas auch in die Welt zu bekommen und sich dann natürlich auch dafür feiern zu lassen, der ist natürlich extrem hoch. Gerade bei den ganzen Dauerverzögerungen. Ich würde sagen mal unsere die berechtigte Kritik, dass ja irgendwie Deutschland nichts auf die Kette kriegt, erzeugt jetzt erstmal so dieses, oh jetzt müssen wir mal was auf die Kette kriegen im Sinne von We Ship and Deliver. Und dann drücken wir die Augen zu und hoffen, dass es nicht sofort explodiert, weil man natürlich auch irgendwo die Implikationen jetzt nicht so richtig sieht. Ich meine, es ist auch etwas schwer einzuschätzen, Ob jetzt sozusagen sofort Mayhem ausbricht oder ob es irgendwie erstmal so funktioniert für die meisten, das wird sich zeigen, kann man jetzt glaube ich auch schwer einschätzen und deswegen. Wollen sie halt vorangehen. Was mich halt ein bisschen wundert ist einfach, dass es offensichtlich immer noch keine wirklich übergeordnete Strategie dahinter gibt. Das ist das Problem. Es sind so, ja jetzt hat die EU hier mal diese eine Sache geregelt, jetzt müssen wir das irgendwie alles machen. Dann machen wir das aber auch irgendwie in jedem Land nochmal separat, anstatt das auch gleich auf EU-Ebene zu lösen, was ja vielleicht der einfachere Ansatz gewesen wäre. Warum gibt es da nicht irgendwie die EU-App so fertig? Das ist so naheliegend, dass man sich wirklich fragt, warum dieser ganze Aufwand. Jedes einzelne Land in der EU muss jetzt irgendwie diesen Aufwand treiben und am Ende weiß ich nicht, ob jetzt irgendwie 27 Versionen von derselben Geschichte dafür sorgt, dass es dann einfach, besser umgesetzt ist oder ob wir uns nicht einfach weiterhin jahrelang mit Inkompatibilitäten rumschlagen oder, keine Ahnung, deutsche Polizisten eine spanische App ablehnen, weil, da haben die ja noch nie gesehen, da wissen die ja gar nichts von, das kennen wir nicht, bei uns heißt das hier Deju. Ja, warum heißt denn das Deju? Ja, wissen wir auch nicht. Was heißt denn Deju? Ja, wissen wir auch nicht.
Okay, aber schauen wir mal hier auf das Bug-Bounty. Ich habe mir das gerade angeschaut, das haben sie auf Hacker1. Also, wenn ihr ein Critical im Moment, nicht, dass ich jetzt hier was falsch habe. Moment mal, nochmal kurz gucken. Also, wenn du, Im Wallet-Backend ein Critical findest, also quasi du findest im Backend, für die Identitätslösung der Bundesrepublik Deutschland eine kritische Schwachstelle, dann winken dir 8.000 bis 15.000 Dollar. Das ist, jetzt kann man hier diese Statistik, das ist auch das, also sie haben bisher haben sie einen, haben sie 10.000 Dollar ausbezahlt und das durchschnittliche Bounty liegt zwischen 3.000 und 4.000 Dollar. Das Top-Bounty, was sie bisher gezahlt haben, da ist jemand mit 4.000 Dollar nach Hause gegangen, ist Vorsteuer. Das heißt, die anderen beiden sind dann eben drei, also bisher wurden drei Bounties bezahlt, irgendwo zwischen 3.000 und 4.000 Dollar. Insgesamt 10.000 in den letzten, genau, also ja. Und jetzt ist es auch sehr schön, wie viele Reports haben sie denn bekommen in den letzten 90 Tagen? 899 Reports. Ich könnte mir vorstellen, dass da der ein oder andere Claude mal durchmarschiert ist, weil halt ein paar HackerOne. Weil ein paar Leute ein HackerOne scrapen und einfach da mal das Ding fluten. Aber das ist auch ein sehr schönes, also ein klassisches Bug-Bounty-Ergebnis. Du hast irgendwie, kriegst ohne Ende Slop-Reports, dann kriegst du ein paar brauchbare. Das ist übrigens etwas, was diese Plattformen HackerOne, YesWeHack und wie sie nicht alle heißen, demnächst, oder ich weiß nicht, ob das alle schon gemacht haben, aber quasi auch penalisieren, dass sie sagen, so Slop-Reports, wenn dein Account zu viele Slop-Reports macht, Dann wirst du halt gedrosselt, penalisiert, darfst nicht mehr so viele machen und so weiter oder deine Reputation geht runter. Aber ja, sieht man auf jeden Fall. 899 Reports sind da eingegangen. Drei davon haben sie Bounties gezahlt, das höchste war 4000. 4000 zahlen sie für ein High. Das ist das Average Bounty. Und genau, es sind bisher nur Highs ausbezahlt worden, weil bei den Low, Medium und Critical steht noch kein Average Bounty dran, aber es ist ja auch erkennbar wenn das Top Bounty 4000 Bounty und Critical bei 8 anfängt Wie verhalten sich diese.
Ich kenne jetzt nicht die durchschnittlichen Bounties für, für Identity Solutions der Europäischen Union, aber ja, Also sicherlich ist das jetzt nicht der, auf HackerOne irgendwie der lukrativste, die lukrativste Codebase. Aber das wird auch, ich meine, da haben ja auch diejenigen, die ihre Codebase da hinlegen, unterschiedliche Incentives. Wenn du deine Bounties sehr hoch setzt, dann ziehst du natürlich auch viele an, die sich diese Codebase anschauen. Und gleichzeitig musst du dann natürlich auch die Maturity haben, dass dir nicht dummerweise, wenn du sagst, hier bei uns kriegt er, was weiß ich, 60.000 für ein Critical oder sowas, da musst du natürlich auch aufpassen, dass dir da nicht in kürzester Zeit 20 reinfliegen und du diese Kohle zahlen musst. Blockchains haben regelmäßig sechs- bis siebenstellige Bounties, und da ist dann auch die Frage, also da ist natürlich auch klar, weil, da ist natürlich ein Critical etwas, was die Integrität der Blockchain bedroht und da wäre streng genommen selbst eine Million ein sehr geringes Bounty, gemessen an dem potenziellen Schaden am Ökosystem, den du dadurch verhinderst, dass du es meldest. Andererseits sind die dann auch sehr, sind einige Blockchains dann auch dafür bekannt, sehr engagiert ihre, also bei der Triage, bei der Einschätzung die Vulnerabilities halt nach unten zu raten, weil sie es dann nicht gut genug, oder weil sie es quasi das Critical so streng definieren, das kannst du ja selber definieren. Was ist jetzt bei uns ein Critical? Und insofern ist das schwer zu vergleichen, weil die, ich glaube, am ehesten guckst du dir an, was ist der Average, der wirklich bezahlt wird, weil das eben im Zweifelsfall eine faire, oder das realistischere Assessment ist, weil du eben nicht critical über die Plattform hinweg so einfach vergleichen kannst. Und weil eben einige, ich meine, wenn du da hin, dich da hinzustellen und zu sagen, was weiß ich, wir zahlen eine Million für einen Bug, das machst du natürlich auch erst dann, wenn du verhältnismäßig sicher bist, dass dir nicht in dem Moment, wo du das released, fünf gefeilt werden. Das ist eine eigene Kunst, diese Bug-Bounties.
Also das ist auch der Punkt, ich halte es grundsätzlich nicht für eine gute Idee. Diese gesamte, Dieses gesamte Überidentifizierungsökosystem mit dieser großen Angriffsfläche und so, ich bin da einfach, nicht für. Ich nutze sehr gerne Payment, das ist sicherlich auch ein sehr schützenswertes Datum, aber es ist eben eins, was zum Bezahlen verwendet wird und nicht, dazu beiträgt, dass ich dauerhaft im Internet Anonymität und sowas verliere. Das ist also. Mein Gedanke ist eigentlich, ich komme im Internet ganz gut zurecht, ohne dass ich andauernd meinen Ausweis zeigen muss und ich halte das auch für vorteilhaft, dass das Internet so bleibt. Ja das ist also eine und deswegen ist es auch weißt du irgendwelche Detaildiskussionen und und hier und der Anbieter und und das Bug Bounty und so weiter und ich sehe halt überhaupt gar keinen, ich sehe gar keinen Bedarf der da jetzt irgendwie ähm, den ich hätte den das jetzt schließt ja aber der kommt natürlich der wird ja gerade gebaut, da kommen wir würde ich jetzt nochmal zum Kids Act kommen.
Genau, dann kannst du dich mit dem Chatbot bei Flensburg unterhalten, was du tun kannst, um deine Punkte loszuwerden. Nee, IKFZ ist der digitale Fahrzeugschein und da gibt es dann halt auch nochmal eine separate App für, die existiert und man kann dann tatsächlich in so einem halbwegs erträglichen Prozess, an den ich mich jetzt schon gar nicht im Detail mehr erinnere, aber es ist mir gelungen sozusagen, könnte ich mir die ganzen Fahrzeugscheine für meinen riesigen Fuhrpark herunterladen.
Und das Interessante ist, man kann dann eben den Fahrzeugschein auch mit anderen Personen teilen. Also während es halt normalerweise ja nur einen gibt, aber in dem Moment, wo du quasi ein Shared Object hast, können dann eben auch andere Personen quasi diesen Fahrzeugschein vorweisen auf dem Telefon. Das ist zumindest schon mal eine Anwendung.
Noch dazu stellen die... Ja, klar. Aber wenn du noch dazu stellen die ja dann... Ohnehin musst du ja deine Identität auch zeigen, dein Führerschein. Und das heißt selbst, also wenn ich jetzt ein Auto gestohlen hätte, ja, und dann sehen die, aha, was haben wir denn hier, da fährt der Linus Neumann mit dem Auto von Tim Pridloff durch die Gegend und der hat aber jetzt so eine eKFZ-App mit dem Fahrzeugschein, ja, wo ist jetzt der Unterschied, wo ist jetzt mein Vorteil als Dieb dadurch, dass ich diesen Schein habe, habe ich nicht verstanden, aber ich bin auch kein, Also aber ich glaube auch ehrlich gesagt geht ein bisschen am Thema vorbei Tim, weil der Identitätsnachweis deines Kfz ist ja noch ein bisschen anders, also du fährst ja mit deinem Auto auch gar nicht im Internet.
Ich wollte jetzt auch gar nichts beweisen oder so. Ich wollte nur darauf hinweisen, dass es diese App halt auch gibt und dass es sozusagen nochmal eine App gibt, die im Prinzip auch nichts anderes macht, als einen Ausweis abzuspeichern. In dem Fall halt einen Fahrzeugschein. Es könnte jetzt auch irgendwas anderes sein, aber warum gibt es jetzt schon wieder nochmal eine App für, also warum gibt es für jeden scheiß einzelnen Ausweis nochmal eine eigene App? Warum gibt es nicht einfach einen fucking Standard, wo man sagt, hier, ihr wollt hier Smartphones in Deutschland verkaufen, hier ist der Standard, implementiert den mal, hier ist der Ausweis, bindet den irgendwie an eure normalen Sicherheitsmerkmale, fertig, aus, Ende. so, das. Ich verstehe das einfach nicht, warum das alles so unheimlich kompliziert gemacht werden muss und dann wirklich für jeden Scheiß so eine eigene Infrastruktur und jahrelange Entwicklung und so weiter, nur, damit man das dann irgendwie als Endergebnis hat und vor allem niemand weiß davon IKFZ, hast du noch nie gehört so, ja und, ich weiß auch gar nicht, warum ich das weiß ich hab das aber irgendwie zufällig herausgefunden und einfach mal gemacht, um zu gucken ob es funktioniert, funktioniert Ich bin noch nie nach einem Fahrzeugschein seitdem gefragt worden. Wäre ich gefragt worden, hätte ich ihn wahrscheinlich auch im Zugriff gehabt. Aber ehrlich gesagt, ich hoffe, dass es mir in dem Moment einfällt, wenn ich mal in eine Verkehrskontrolle gerate, das dann mal auch auszuprobieren und dann auf den Blick der Beamten zu warten, was die dann sagen, wenn ich irgendwie mein Smartphone raushol.
Aber weißt du, was hier das richtig Schöne ist, wenn du, also jetzt kommt ja, also DEU ist eine Eudi-Wallet-App und das ist die offizielle deutsche Eudi-Wallet-App, ja. Und jeder, der 27 Mitgliedstaaten der EU muss, ist verpflichtet, dass es eine kostenlose staatliche App gibt. Aber wir wollen ja ein Ökosystem schaffen. Deswegen ist dieses Ökosystem auch geöffnet für Privatanbieter. Das heißt, du kannst bald, wenn du möchtest, deine eigene Audi-Wallet-App wipe-coden.
Du musst dann irgendwie formell anerkannt werden und das zertifizieren lassen auf dem Sicherheitsniveau und dann musst du das Architecture und Reference Framework einhalten, das ganze Cloud kurz lesen lassen und dann kannst du auch, noch eine Business Wallet machen, wo du dann irgendwie Firmenbefugnisse oder sowas mit einbaust, was weiß ich, Zugangskontrolle in der Bank oder sowas. Und das kannst du auch noch machen. Also nicht nur, bietet der Staat dir irgendwie was, sondern du wirst halt noch einen Zoo von vertrauenswürdigen Privatanbietern finden, die dir auch noch die Wallet-App anbieten. Also das ist richtig schön, das ist alles natürlich richtig köstlich, er wird eine richtig feine Sache, und dann wirst du dir noch wünschen, dass sich jemand in Spanien über dein IKFZ oder dein DU wundert, weil du die, was weiß ich, sie kriegen einen Zalando Gutschein von uns, Zalando Chamba Wamba. Tracking App hast, wo du pro Ausweis 50 Payback-Punkte kriegst und, wenn du genug zu Geburtstag nochmal 500 Punkte mehr also all dieser Scheiß, das wird ein Zoo, der wird dir richtig gefallen, Tim das wird richtig schön, der wird bunt, Der Zoo der Euty Wallets, der Garten der Euty Wallets, der blüht ganzjährig. So schön wird der. Kannst du dir das vorstellen, Tim? Tim ist schon da und lässt Claude gerade die Speck.
So, jetzt haben wir ja gesagt, wir sind bisher ohne Klage gekommen, es gibt gar nicht, also wenige Menschen rennen irgendwie rum und sagen, boah schade, dass ich so wenige IDs auf meinem Handy habe, ja, sonst könnte ich meine Flensburg-Punkte abrufen oder sowas und ein Auto klauen, oder nicht klauen und was auch immer da für Ideen entstehen. Aber wenn du jetzt den EU-Kids-Act hast, wo dein Altersnachweise und so, dann hast du natürlich Roki-Zoki. Dann hast du deinen Use-Case. Dann brauchen alle so eine App. Weil Instagram sonst sagt, wir kommen hier in den Schonwaschgang. Kommen nur noch Benjamin Blümchen. Und so. Weil die ab 13 Inhalte dir nicht mehr freistehen. Und wir hatten über den EU-Kids-Act ja schon in der letzten Sendung gesprochen. Und das ist ja so ein bisschen, ich finde das sehr gut, weil der Sebastian Meineck hat auf Netzpolitik.org die sechs Sargnägel des offenen Internets durch den EU-Kids-Act einen Artikel geschrieben. Wo er eben auch mal sagt. Auf der Metaperspektive, was sind schon an Grundannahmen hinter dieser ganzen Idee? Okay, erstens, das Internet wird als regulierbares Produkt gesehen und dadurch unterschätzt man die Tragweite von Eingriffen. Das Internet ist ein öffentlicher Raum für Politik und Kultur und wenn man da einfach sagt, okay, hier gelten jetzt folgende Regeln, die durchgesetzt werden müssen mittels einer zentralen Plattform und Vorgaben und so weiter, dann ist das ein... Sargnagel, einer der sechs Sargnägel des offenen Internets. Zweitens, die Alterskontrolle als Designfeature. Und du gehst halt quasi darauf rum, dass du sagst, dass sie sich vorstellen, das wäre jetzt das schärfste Schwert gegen die schädlichen Inhalte. Und damit normalisiert der Kids Act das und schließt eben Erwachsene. Die keine Papiere, die kein passendes Smartphone oder sonstiges haben, aus. Aber vor allem macht das eben normal, dass eben quasi davon ausgegangen wird, dass Alterskontrolle als Schutzschirm sinnvoll oder wirksam wäre. Das ist übrigens das Kernargument, was ich sehe, das halte ich für falsch. Kann sie immer in irgendeiner Weise umgehen und sie wirken nicht gegen die wirklichen Gefahren. Und. Ich glaube, dieser ganze Paternalismus, der dahinter steckt, ist ein großes Problem. Und der zeigt sich im Sacknagel 4, wo sie nämlich sagen, die sind streng und zugleich harmlos. Ja, die müssen nämlich genau sein, robust, Datenschutz sparen, dürfen nicht diskriminieren und so weiter, aber ah ja, okay, die Versprechen bröckeln. Jetzt haben wir die Anonymität aufgegeben, ist nur noch Pseudonym und, wenn wir jetzt Zero-Knowledge-Proof, das ist uns als Technologie doch irgendwie so ein bisschen zu kompliziert. Das heißt. Es wird so gesagt, das ist ja eine harmlose kleine Schranke, dass du eben dein Alter zeigst, aber gleichzeitig stellen sie sich das vor, als wäre das jetzt, damit schließen wir jetzt eben die armen schützenswerten Kinder von den Gefahren im Internet aus. Und der fünfte Sacknagel, es ist eine flächendeckende Infrastruktur, in Australien bezieht sich das nur auf große Plattform-Accounts und die EU sagt, nee, Social Media, Video-Plattformen Chatbots, KI-Companions App-Stores, einmal alles, und, Das heißt, du wirst quasi gar nicht mehr, als Erwachsener, dich in irgendeiner Weise dem Internet nähern können, ohne, relativ schnell, sei es im App Store, da ist schon der erste Moment, bei deinen KI-Tools, bei den Chatbots, die du nutzt, bei den Videoplattformen, bei Social Media am laufenden Band auszuweisen. Da brauchst du natürlich dann irgendwann so eine Eudi-Wallet. Und dann natürlich, wenn diese Infrastruktur einmal ausgerollt ist, dann sagt man ja nicht, alles klar, die lassen wir jetzt so, sondern, das ist der sechste, der Dammbruch über den Kinderschutz hinaus, kannst du sehr schnell per Gesetzänderung um Klarnamen, Staatsbürgerschaft, Aufenthaltsstatus und so weiteres erweitern. Dass du dann eben sagst, achso und übrigens jetzt haben wir, wir haben ja das schon alles, wir können ja jetzt hier im App Store sagen, ist erst ab 18 und wir haben ja eine ODI Wallet, die quasi dieses Feature schreibt. Haben sollte, nur zu sagen, dass man 18 ist, aber das steht halt auf der Roadmap. Und dann könnten wir auch sagen, achso, das ist jetzt nur noch für, was weiß ich, nur noch für Deutsche, das ist, hier muss man sich mit Klarnamen anmelden. Also du hast, eine Infrastruktur ausgerollt und zwar, ich habe es in der letzten Sendung darüber gesprochen, bis in die Betriebssystemebene, weil die einzig noch sinnvoll nutzbare Infrastruktur ist, dass letztendlich du dein Smartphone kaufst, einmal deinen Ausweis zeigst, das Smartphone den Altersnachweis hat Und dann, quasi du erstens in dem App Store ab 13 oder ab 18 Apps kaufen darfst und zweitens dann dein Browser diesen Altersnachweis-Webseiten automatisch übermittelt, damit du nicht am laufenden Band dich ausweisen musst. Gedanke, ja wunderbar, ich muss nicht am laufenden Band mich ausweisen, weil mein Gerät weist mich überall aus.
Und da werden natürlich alle sagen, ach ja Mensch, spätestens wenn ich das fünfte, bist du denn schon 14 Banner weggeklickt habe, sage ich Dangerously always allow. Und spätestens, wenn dann die Gesetzänderung kommt, wo drinsteht, wir wollen übrigens nicht mehr nur das Alter, sondern auch den Namen oder die Personenkennziffer oder was nicht alles, dann ist die Änderung da. Und das sind halt Infrastrukturen, die willst du nicht haben. Die willst du nicht haben. Und die kann man nur ausrollen, wenn man einen starken. Gesetzlichen Zwang dahinter hat. Und den liefern jetzt ausgerechnet die Europäische Union für diese Plattformen, die sich am Ende freuen werden. Denn wenn eine Entwicklung ja relativ klar erkennbar ist, in den Jahren, die das Internet da ist, diese Utopie vom freien Internet, wo jeder irgendwie seinen eigenen Kram hostet und so, die ist ja schon sehr früh gestorben, spätestens als wir die anderen reingelassen haben. Ja, aber die Zentralisierung auf einige wenige Plattformen und Dienstanbieter, die ist ein immer weiter voranschreitender Produkt. Ein immer weiter voranschreitender Prozess. Wir sehen nicht nennenswerte Diversifikation im Netz. Nicht nur, also das, was man noch divers nennen könnte, unabhängige Apps, eigene Website, Podcast mit einem RSS-Feed, kann man einfach hören, egal welcher App, ist noch nicht mal Werbung drin. Das ist ja jetzt nicht etwas, was auf dem Vormarsch wäre. Auf dem Vormarsch ist, dass, Spotify, und ARD Sounds und jeder macht seine eigene App mit Exklusivinhalten, um Marktanteile dauerhaft zu sichern und möglichst nicht ein offenes. Ökosystem zu erhalten. Weil das offene Ökosystem ist ein Garant für Konkurrenz. Die Plattform ist ein Garant für ein langfristiges Geschäftsmodell, in dem man Preise und Bedingungen diktiert. Und diese Entwicklung haben wir ja schon. Und wenn jetzt die EU hingeht und sagt, wunderbar, wir ermöglichen dem offenen Ökosystem hier Vorschub, dann heißt es letztendlich, wir bauen etwas, was für Google, Apple, Facebook, Microsoft, Meta und, die anderen und dann demnächst OpenAI und Anthropic und wie die alle heißen, möglichst schnell, wo die nicht am Ende mit uns unzufrieden sind, weil die Usability schlecht ist, sondern wir bauen etwas, wo sie möglichst schnell, unsere gesetzlichen Anforderungen hinter sich haben und schön in ihrem Ökosystem weiter, walten können, wie sie wollten und wie es immer schön war und jede andere kleine unabhängige Infrastruktur, in diesem tollen, offenen Ökosystem. Ist mit gemeint, solange sie über den App Store vertrieben wird. Und das zementiert diese großen Plattformen. Und das ist einfach eine fundamental schlechte Idee, die eben den Weg in die falsche Richtung zementiert. Kommen wir zu einem anderen Thema.
Ja, das ist so. Ich, bin ja sehr umtriebig gewesen in den letzten Wochen und Monaten, eigentlich sogar Jahren, also ich mache das jetzt eigentlich schon seit zwei Jahren, dass ich einfach extrem dieses ganze, Feld von AI-Coding beobachte und die Fortschritte in dem Bereich sind einfach mind-boggling. Ja und deswegen gibt es jetzt eine weitere, Abteilung der Meta-Ebene sozusagen hier gibt es jetzt nicht nur Podcast, hier gibt es jetzt auch Software, das war so ein bisschen mein Gedanke, weil man muss ja sich auf das konzentrieren, was man am besten kann und ich glaube dass das so eine der wenigen Dinge sind die ich ganz gut kann dass ich mir Gedanken machen, kann, was Software eigentlich so können sollte und was sie so abdecken sollte. Software-Erstellung ist halt sehr, sehr, sehr schwierig gewesen in den letzten Jahren, weil da muss man unheimlich viel Zeit drauf verwenden, da muss man unheimlich viel Wissen, da muss man permanent irgendwie im Flow bleiben und es ist halt einfach für, jemanden, der nicht zu 100% in der Lage ist, darauf seine Zeit zu konzentrieren, irgendwie unmöglich.
Deswegen hast du dich hauptsächlich auf Kritik. Also du warst quasi, du warst im Prinzip so, in der Theaterszene, da gibt es dann die Regisseurinnen und Regisseure, die Schauspielerinnen und Schauspieler, die Balletttänzer und was nicht alles und die Kritiker. Und Tims Beitrag war Kritiker bisher. Und jetzt traust du dich aus dieser nach 20 Jahren Softwarekritik, traust du dich an das Licht der Öffentlichkeit mit einer eigenen App.
Ja, ich bin der Marcel Reich-Vanitzki der Softwareindustrie und der schreibt auch mal ein Buch, weißt du? Und zeigt es doch mal allen. Ja. Ja, ich habe an verschiedenen Programmen schon gearbeitet jetzt so in den letzten, Monaten und jetzt hat es mich aber nochmal wie so ein Blitz getroffen und deswegen gibt es jetzt Kugelblitz. Und Kugelblitz ist im Prinzip, könnte man salopp sagen, ein Google Earth Klon. Man könnte auch sagen, es ist Google Earth, so wie ich mir das immer gewünscht habe, wie Google Earth ist. Also eine Visualisierung von der Welt, nicht nur der Erdwelt, sondern eben auch aller anderen halbwegs gut kartografierten Himmelskörper, das ist dann konkret Mond, Mars, Merkur und Ceres und Wester als Spaß auch noch so mit dabei. Das sind also sozusagen die gut ausgekundschafteten Himmelskörper. Aber vor allem geht es natürlich um die Erde. Und was ich halt interessant finde, ist hier an der Stelle freie Informationen urbar zu machen. Weil derer gibt es ja eigentlich eine ganze Menge, aber es ist immer nur sehr schwierig, die auch für sich wirklich nutzbar zu machen. Und da habe ich dann selber mal so ein bisschen geschaut und war ehrlich gesagt recht überrascht, wie weit man doch kommen kann. Und ja, das ist quasi so eine Art Echtzeit-Datenbrowser über Geodaten. So könnte man das irgendwie sehen. Und es gibt halt gute Quellen für Satellitenbilder der Welt. Es gibt gute Quellen auch für Luftbilder für viele Regionen der Welt, nicht sehr viele Regionen der Welt. Es gibt halt auch so nicht nur Fotos, sondern es gibt natürlich auch Geländedaten und dann gibt es noch tausend andere Arten von Daten, die man auch noch mit einblenden kann. Also was weiß ich, zeitliche Daten, Erdbeben, Tsunamis, Vulkanausbrüche, so Ereignisse. Das ist halt etwas, was ich da reingeworfen habe. Aber dann natürlich in den nächsten Schritten dann halt auch so Sachen wie Wetter und Wolken und eigentlich alles, was man in irgendeiner Form visuell aufbereiten kann für. Eine geografische Darstellung und das ist ja wirklich eine Menge, das soll da letzten Endes rein. Da ist noch ein Weg zu gehen, aber die Basis steht und es funktioniert irgendwie total super. Ja, werden natürlich jetzt wieder alle schreien, das ist ja nur für ein Macintosh, ja ist nur für ein Macintosh, weil das ist irgendwie die Plattform, die ich an der Stelle einfach urbar machen wollte und was erstmal mein, Fokus ist, weil man da einfach gut Anwendungen für entwickeln kann, ja das kommt jetzt demnächst raus, gibt es gerade eine Beta-Version Leute testen das und ich bin da ganz wild, am Machen und am Rumprobieren du hast glaube ich auch schon ein bisschen drum gespielt Ja.
Aber jetzt muss ich ja vor allem erstmal die historische Bedeutsamkeit dieses Momentes umsetzen. Wer diesen Podcast schon lange hört, weiß das, aber ich finde schon, dass man das nicht verschweigen darf, dass, wenn man sich auf YouTube den jungen Tim Pridloff anschauen möchte, dann stößt man auf ein Video, ich weiß nicht wann das war, ich mach's jetzt gerade mal auf, du wirst es mir sagen können, da ist der junge Tim Pridloff ohne graues Haar. Auf der, ist das Hannover Messe?
Auf der Zebit. Und stellt dort Terravision vor. Das Produkt von Artplus.com in den, vor ihm ein Trackball in der Größe eines Medizinballes, an dem er dann an der Erde dreht und fliegt dann quasi aus dem Weltraum zur Hannover Messe. Und dabei wird er belästigt von so einem Fernsehmoderator, der versucht, mit ihm ein Gespräch zu führen. Und, dieses Produkt Terravision, mit daran beteiligt war ja der Pavel.
Ein Hacker-Drama eine Hacker-Soap eine Hacker-Soap in dieser Netflix-Kurzserie ist eine Serie glaube ich sechs Episoden oder drei oder was, in The Billion-Dollar-Code, Und dessen Rolle auch dargestellt ist, weil es eben ein nicht so einfaches Problem ist, eine Repräsentation des Planeten quasi, wenn du aus dem Weltraum kommst und dann eben diese Layer um die Erde hast, dann siehst du noch die Wolken. Und runtersoomst bis auf die kleinste Ebene, quasi wie viele Ebenen du da hast, das mit den Computern von vor so und so vielen Jahren performant zu repräsentieren, war eine Herausforderung, im Umgang mit diesen Daten. Und diese Herausforderungen zu lösen, erforderte. Eine kluge Herangehensweise im Code, an der lange getüftelt wurde und die dann glaube ich auch, wie war das, ging es um Patent oder auf jeden Fall Schutz, rechtlichen Schutz oder wie auch immer. Da handelt es sich um eine Lösung, die eben in der Informatik nicht trivial war, die unter anderem Pavel eben dann damals mit dem Team herbeigeführt hat. Und der Film The Billion Dollar Code handelt davon, wie dann irgendwann Google... Mit dem Produkt Google Earth launched und sich ziemlich genau dieses Algorithmus bedient und dann gab es ein. Verfahren wegen Patentschutz und so weiter, davon handelt dieser, dieser Film. Also Pavel ist einer der wenigen, dessen geistige Eigentumsrechte, von Google blatantly verletzt wurden und der sich auch rechtlich fast erfolgreich dagegen gewehrt hat. So viel sei gesagt. Und wenn man heute beim Tim in die Meta-Ebene kommt, dann ist der Zustand der Meta-Ebene. Über den kann man keine Vorhersagen treffen. Aber eine Sache ist klar, da wird Google Earth an sein und da ist eine Space Maus, das ist ein spezifisches Produkt zur 3D-Navigation. Die meisten Leute nutzen dass wenn sie im CAD, also Computer-Aided Design Engineering arbeiten oder so, also professionelle 3D-Designer nutzen das. Viele, die ich kenne, haben das noch nicht mal, aber so, wenn man jetzt sehr viel CAD macht, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass man dieses mehrere hundert Euro teure Produkt auf seinem Schreibtisch hat. Und dann gibt es Tim, der hat es, um auf Google Earth sich den Frontverlauf in der Ukraine anzuschauen und dann darüber zu klagen, dass Google Earth nicht die Ente-Dimension Zeit hat, damit man mit der Space-Maus den Frontverlauf, in Google Earth live verfolgen kann, gemappt mit Daten und so weiter. Und wenn man sich Pavel anhört in dem CRE zu The Billion Dollar Code, dann beklagt Pavel nicht, dass, seine geistigen Eigentumsrechte da gestohlen wurden von jemandem, den er sie irgendwie, was weiß ich, Burning Man of Acid erzählt hat oder so, wie auch immer, ja, lange Geschichte, ich kenne nicht mehr alle Details, aber…, Das Schlimmste für Pavel war, wie scheiße Google Earth ist.
Genau. Also erstens kommt man an die Daten gar nicht. Also zumindest nicht in Europa. An die Google Earth Daten oder an die freien Daten. Genau. Kriegst du nicht lizenziert und in Europa schon gar nicht und in den USA nur mit keine Ahnung, Shitload an NDA Geld, keine Ahnung, hab ich mir da noch nicht weiter angeschaut. War für mich in dem Sinne auch keine Option. Und dann dachte ich mir so, naja Gott, guckst du halt mal. Und es ist halt Und, vor allem Europa, was hier auch wirklich voranschreitet, muss man sagen. Also erstmal der Großteil der Satellitendaten, das ist halt alles das, was das ESA-Copernicus-Programm in den letzten Jahren produziert hat. Also Copernicus ist ja dieses große Erdbeobachtungsprogramm, das sind also zahlreiche Satelliten unterschiedlicher Art, also nicht nur so Fotos, sondern halt alles mögliche wird quasi permanent kartografiert, das sind diese Satelliten, die immer über die Pole fliegen und permanent sozusagen die Erde abscannen. 3D-Gelände-Maps und keine Ahnung und die halt auch so im. Management von großen Katastrophen benutzt werden. Also sie haben ja da so ein Schnellreaktionssystem, wenn irgendwo Überflutungen sind oder sonst irgendwo was, dann halten die da sofort die Satelliten drauf, liefern in Echtzeit die Daten etc. Und das Gute an der ESA ist, die stellen alles frei ins Netz. Das ist alles da. Und das auch noch auf brauchbar schnellen Servern und das konnte ich leicht anzapfen und das funktioniert wunderbar. Ich habe da jetzt nicht so diese hohe Auflösung, das geht dann eben nur bis zu einem bestimmten Bereich, aber ich konnte das dann eben kompensieren durch zahlreiche Luftbildserver, die es gibt. Und zu meiner größten Überraschung musste ich feststellen, der Vorreiter auf der Welt, was die Bereitstellung solcher Daten betrifft, ist Deutschland. Also tatsächlich ist in diesem GIS-Bereich Deutschland allen weit voraus. Es gibt noch ein paar gute Beispiele in Österreich und Schweiz und so weiter, aber es ist auch ein Wildwuchs an Lizenzen und was da alles ist. EU-mäßig tut sich da auch einiges. Es gibt dieses Inspire-Projekt, was im Prinzip allen EU-Ländern auch vorschreibt, dass diese Daten öffentlich frei zur Verfügung gestellt werden müssen. Dem kommen noch nicht alle in dem Maße nach. Auch innerhalb von Deutschland nicht. Das Saarland will die irgendwie immer noch verkaufen und irgendwie so eine Geschichte. Ja und ich habe das jetzt alles so in den letzten Wochen zusammengetragen und, versuche eben jede Quelle, die sich nicht aktiv durch entweder technische Probleme oder lizenztechnische rechtliche Probleme oder API-Keys oder sowas, was nicht verhindert, dass ich das nutzen kann, dann nutze ich das. Also was da ist, wird irgendwie eingebaut. Dazu kommt auch noch so ein, da arbeite ich gerade dran, also es gibt so einen universellen Browser, der über alle Verzeichnisse von allem, was irgendwie Geodaten ist, rübergeht. Noch nicht alles davon kann ich auch wirklich sofort zur Anwendung bringen. Das sind auch teilweise sehr spezifische Datenquellen. Da muss man erstmal so reingucken, was weiß ich, wenn du jetzt irgendwelche Temperaturdaten hast oder was weiß ich, was Leute da alles noch so aufbereiten. Da muss man dann auch noch einen Weg finden, okay, wie zeigt man das an, wie integriert man das und so weiter. Aber das ist jetzt quasi Teil des Fortschreitens. Aber dieser eilige Google Earth-Effekt mit, du machst irgendwie ein Ding auf, du zeigst die Erde und kannst überall hinfliegen und so weiter, das ist schon da. Das funktioniert total super und schnell und ja, ich bin ganz begeistert davon. Das ist wirklich toll. Das kommt jetzt demnächst.
Nö, es funktioniert sehr gut mit der Space Mouse, aber es funktioniert auch ohne Space Mouse. Es ist natürlich das ganze Open-Street-Map-Universum ist da auch mit drin und ich werde halt auch arbeiten dran, quasi da echt Zeit, Vektorkarten zu bauen. Derzeit hat man ja immer nur diese vorgerenderten Sachen, also man, ist noch einiges zu tun, also Also meine Liste von Ideen ist so lang, dass mich das locker noch bis Ende dieses Jahres, allein mit dem, was ich jetzt schon noch an Ideen habe, beschäftigt.
Aber jedenfalls, du baust eine komplett für freie Daten und nur freie Daten gebaute App und vertreibst sie in Closed Source für den Mac. Was glaube ich noch so ein oder zwei weitere Folgen der Billion Dollar Code erlaubt, in Form von den fundamentalen Glaubenskriegen, die sich jetzt daran entfachen werden, dass es diese App nicht für Linux on the Desktop gibt und nicht Open Source. Warum ist das nicht Open Source?
Also erstmal finde ich das jetzt nicht so wichtig, dass das Open Source ist, sondern wichtig ist, dass es das gibt und dass es funktioniert. Zweitens heißt Open Source nochmal eine ganze Menge mehr Arbeit. Ja, also das ist sozusagen etwas, worum ich mich derzeit einfach überhaupt nicht kümmern will. Ich habe da auch ehrlich gesagt noch nicht viel drüber nachgedacht, sondern es ist für mich halt auch so ein Prozess in der Art und Weise, wie ich da arbeite mit irgendwie Komponenten, automatisierten Commit-Messages und so weiter, fällt da auch unter Umständen einfach viel Privatdatenkram an, den ich jetzt nicht bereit bin, mal so eben ins Netz zu stellen. Das hat ja alles so Implikationen. Man muss ja für eine Open-Source-Veröffentlichung dann auch nochmal über alles fünfmal drüber nachdenken. Aber das ist jetzt auch nicht unbedingt so, dass dieser Code jetzt unbedingt. Seinen Wert dadurch entfaltet, dass er jetzt irgendwie Open Source ist, sondern er entfaltet ihn eigentlich aus seiner Spezifikation. Die kann man halt irgendwann mal auch öffentlich machen und das ist dann eben für andere AI-Entwicklungsprojekte viel, viel, viel interessanter. Die Arbeit steckt eigentlich in der permanenten Recherche und im Refinement. Welche Daten nimmst du, wofür, wie gehst du mit Lizenzen um und so weiter. Und das kannst du viel besser aus der Spezifikation herauslesen als aus Code. Und der Code ist jetzt eigentlich nur so ein Mittler, um das auch wirklich zum Laufen zu bekommen, inwiefern ich dann aus dieser Spezifikation vielleicht nochmal ein Open Source Projekt mache. Das weiß ich jetzt alles noch nicht. Das sind einfach Dinge, mit denen ich mich noch überhaupt nicht beschäftigt habe. Ich bin jetzt hier erstmal in dem Modus. Ich sehe mich auch nicht unbedingt in der Verantwortung, alle glücklich zu machen für alles, sondern ich mache jetzt irgendwie das. Das macht mir Spaß. Ich denke, dass es für viele Leute eine Inspiration sein kann und ein großer Nutzen. Ich finde es spannend, mich auch mal mit dieser ganzen GIS-Welt zu beschäftigen, die für mich immer so ein bisschen so nebenbei lief, weil sie halt auch so kompliziert und versteckt war und so schwierig zu nutzen war und es eigentlich auch kaum Software gab und deswegen mache ich das.
Also tatsächlich, ist das ein Produkt, was mich interessiert. Und ich habe, wie es so meine Art ist, dann store.apple.com und dann war das da und dann habe ich gedacht, ach ja, hier, klick, kauf und dann sollte das in Dollar bezahlt werden und dann habe ich gesagt, ah nee, Deutschland und dann stand da, gebe nicht.
Ja, also es ist ein HomePod mit einem Screen, also ein, also von wie heißt das von Amazon heißt sowas Echo, wie heißt die denn Echo Screen oder was, Echo, Also ein stationäres Display mit einem Lautsprecher, das sich verhält wie, ein HomePod oder eine Alexa oder wie auch immer sie heißen und auf dem Screen ein Dashboard anbietet, mit dem du beispielsweise, dein Smart Home kontrollieren kannst oder siehst, wie das Wetter ist.
Apple hätte das jetzt ohne Werbung. Dafür mit Siri AI. Und der Grund, warum es nicht in Europa auf dem Markt ist, ist, dass Apple sich nicht dem Digital Markets Act beugen möchte. Den europäischen Vorgaben für Digital Markets. Erinnern wir uns kurz an den Digital Markets Act. Das ist die Gesetzgebung, die die Marktdominanz der Plattformen brechen soll.
Ja, genau. Zumindest will sich Apple diesen spezifischen Regelungen, die jetzt Siri AI betreffen, gerade nicht beugen. Anderen Regelungen haben sie sich quasi gebeugt oder haben zumindest mit der EU dort eine Lösung gefunden. Das erscheint aber jetzt in diesem Bereich schwierig zu sein. Bisher waren es halt alles nur Software-Features, die weggefallen sind. Also sowas wie, wenn man jetzt so ein Mac hat, dann gibt es zum Beispiel in den USA oder weltweit hat man halt so ein Feature iPhone-Mirroring. Da kann man so sein iPhone irgendwie auf den Bildschirm auf den Mac bringen und kann dann irgendwie mit der Maus die Apps benutzen. Manchmal vielleicht ganz praktisch, wenn das Gerät aus irgendwelchen Gründen ein bisschen weiter weg liegt oder so. Und ein paar andere kleinere Details, die halt weggefallen sind. Und das war alles so bisher immer so ein bisschen sehr unangenehm, aber hm. Und jetzt ist es halt so, dass so eine ganz neue Basis wegbricht, weil sie sich eben weigern, ihre neue Version von Siri, AI, also sozusagen was jetzt mal so richtig auf der neuesten LLM-Technologie basiert, wie man das eben jetzt von den ganzen anderen Anbietern her, kennt, Das andere Siri, was man bisher hat, das war ja, sagen wir mal, noch so die vorletzte Generation von AI und Apple hat da jetzt halt endlich, nachgezogen, nachdem sie da echte Schwierigkeiten hatten, diesen Weg einzuschlagen. Ja und weil aber das iPhone und auch das iPad und damit halt auch dieser Homeview, der darauf basiert, unter die Regelung des DMA fällt, Machen sie das jetzt nicht.
Also der Digital Markets Act ist ja ein rein auf wirtschaftliche Aspekte orientierter gesetztes Block. Und da geht es sozusagen darum, also das ist das Ziel, dass eben andere Anbieter, von Produkten, von digitalen Produkten auf bestimmten ausgewählten Plattformen, die als Gatekeeper gelten, also die eine relevante Dominanz haben in einem bestimmten Markt, dass sie diese Dominanz nicht ausnutzen können, um sich quasi Wettbewerber vom Hals zu halten. Klingt jetzt erstmal nach einem fairen Ziel und deswegen gibt es da im Wesentlichen so zwei, Zielrichtungen, die sogenannte Contestability, also dass halt diese Gatekeeper, die Kontrolle über ihre Schlüsselstellen dort freigeben müssen oder den Zugang nicht versperren darf. Und eine Fairness wird noch gefordert, also dass sozusagen die Nutzungsbedingungen generell. In einer angemessenen Form daherkommen sollen. Das ist so im Kern das eigentlich, worum es beim DMA geht. Und das ist halt auch wirklich das Einzige, worum es darum geht. Also es ist einfach Wirtschaft und es ist so ein bisschen motiviert daraus, dass man einfach in der EU gesehen hat, wir haben im digitalen Bereich keine Global Player oder so gut wie keine. Wir kriegen softwaretechnisch nichts auf die Kette, weil wir das alles verschlafen haben und weil wir keine Startup-Kultur haben und keine Investment-Kultur haben und deswegen findet alles in den USA statt. und äh. Ja und es ist dann halt gerade als die Smartphones kamen, es ist ja sehr offensichtlich geworden, dass auf der einen Seite außer Google und Apple eigentlich niemand so richtig was im Angebot hat, was auf dem Markt sich noch groß durchsetzt. Wir haben alle noch in Erinnerung, wie kläglich Nokia damals gescheitert ist, da ihren Vorsprung in irgendeiner Form zu sichern. Und dass eben auch diese Plattformen so wichtig geworden sind für den Zugang zu irgendwelchen Märkten, dass man sie einfach auch nicht so ignorieren kann. Ich meine, wenn du heute ein Produkt hast und du bist nicht in der Lage auf dem iPhone eine App dafür anzubieten, die in irgendeiner Form dieses Produkt, mit allem anderen integriert, dann ist das einfach ein ganz wesentlicher Nachteil. Natürlich ist es klar, dass dann eben so eine zentrale Kontrolle des Zugangs über den App Store von Apple und den, Google Play Store, haben sie schon wieder fünfmal umbenannt, ich weiß es nicht, also die entsprechenden, Systeme auf Android, dass die natürlich mit ihren Regelungen da ein Hemmnis darstellen können. Und es gab ja genug Beispiele, wo dann eben Apps abgelehnt wurden, aus irgendwelchen Gründen. Weil ja, da kann man dann groß drüber philosophieren, was dann die Gründe waren. Da gibt es natürlich offensichtliche Gründe, aber eben vielleicht auch nicht ganz so offensichtliche Gründe mit irgendwie fühlt sich jetzt Apple durch einen, anderen Anbieter quasi mit ihren eigenen Produkten bedroht oder was auch immer der Grund ist. Und das versucht eben dieser DMA zu adressieren. Und dabei gibt es halt dann Probleme. Naja, ich fokussiere das jetzt mal ein bisschen auf Apple. Es gilt halt vieles auch für Google, aber die Auseinandersetzung mit Apple ist natürlich jetzt besonders im Mittelpunkt des Ganzen, weil Apple sich da einfach am meisten wehrt. Und das hat natürlich damit zu tun, dass auch Apples Software-Modell anders ist, als das von den meisten anderen Anbietern. Also Google mit Android und so weiter, das ist ja von vornherein darauf ausgelegt, quasi so die Basis zu sein, die dann andere Hersteller nutzen. Samsung nimmt das und alle anderen nehmen sich irgendwie dieses Android und bauen ihren Kram ein. Das ist sozusagen ihr Modell, weil Google will ja nur mit ihren Modellen. Kernprodukten präsent sein. Denen geht es ja gar nicht so sehr, also Google verdient ja kein Geld an dem Verkauf von Geräten. Die haben zwar ihre eigenen Pixel-Phones, aber das machen sie nur, damit sie so ein bisschen so ein Flagship-Produkt haben, mit dem sie angeben können und wo sie eben auch selber mal bestimmen können, was das Telefon kann, damit sie dann ihre neuen Features, die sie in Android eingebaut haben, auch in irgendeiner Form zeigen können. Weil sonst hängen sie ja sozusagen davon ab, dass die anderen das einbauen und das hat halt am Anfang überhaupt nicht so gut funktioniert. Während Apple halt immer sagen kann, ja, hier ein neues iPhone hat alles, was irgendwie wir gerade als softwaremäßig zu bieten haben und dann ist das halt auch einfach ein Showcase, der überzeugt. Deswegen gibt es das. Aber im Wesentlichen geht es bei Google natürlich darum, ihre Suche überall reinzudrücken und das bedeutet wiederum, sie wollen halt überall ihre Werbung sehen. Also für Google ist Android ein Vehikel, um ihre Werbedienste, mit denen sie halt ihre Kohle verdienen, überall hinzubringen. Das ist der Punkt. Und deswegen geben sie ja auch Apple so viel Geld dafür, dass die Google-Suche der Default ist in iOS, weil das ist ihnen so viel wert. Die zahlen da Milliarden jedes Jahr an Apple nur für dieses eine Setting. Okay, es gibt noch ein paar andere Integrationen da hinten rum und so weiter. Also es ist jetzt nicht so, dass es jetzt komplett nur für lau ist, aber im Wesentlichen ist es halt ein Bezahlen für diesen Zugang, um eben dort die Premiere-Werbe- Plattform auch sein zu können. Und das ist der Deal. Während Apple einfach sagt, wir verdienen unser Geld im Wesentlichen mit Geräten und zunehmendermaßen natürlich auch mit Services. Aber wir haben ein vertikales Integrationsmodell. Unser Prinzip ist nicht, wir lassen alle überall rein und verkaufen unsere Software quasi hier in Häppchen oder komplett als Open Source. Damit ihr da eure Produkte draus machen könnt, sondern wir wollen alles vertikal integrieren, wir wollen auch alles unter Kontrolle haben, weil das ist unsere Überzeugung, dass das, zu der Produktqualität führt, für die wir bekannt sind und wofür wir stehen. Und in den letzten Jahren in zunehmendem Maße kam noch mit dazu das Argument, in einer wilden Internetwelt. Ist das Smartphone oder überhaupt der Computer, aber speziell auch nochmal das Smartphone so wichtig geworden und hält so viele Daten der Nutzer vor. Ich meine, mach dir mal klar, was dein Smartphone alles über dich weiß. Jegliche Kommunikation, jegliches, wann bist du wach, wie gut hast du geschlafen, deine Gesundheit, deine Arbeit, deine Tätigkeit, dein privates Leben, deine Nachrichten, deine Kommunikation, dein Verhältnis zu allen Menschen, alles steht da drin. Wenn du dein iPhone auslesen kannst, dann weißt du alles über diese Person, also nahezu alles über diese Person. Und AI macht die Auswertung von diesem allen natürlich mal noch viel einfacher. Ja, das ist einfach, was bisher so ein, oh ja, da kann ich jetzt aber hier durch deine Telefonliste gehen und dann kann ich mir mal dies und jenes rausschauen, was es ja auch schon immer mal gab als Analysen geschenkt. Ja, das gab's. Aber wir wissen auch, mit den LLMs ist jetzt einfach der Grad an Knowledge, was aus diesen Daten herauszuziehen ist, ist einfach absurd. Also das ist einfach, da kriegst du Sachen raus, davon hätte man früher gar nicht geträumt. Und Apples Position ist jetzt auch die, unser vertikales Modell. Kann und soll auch die Privatsphäre der Nutzer sicherstellen. Diese Konstruktion ist uns irgendwie an der Stelle heilig und die wollen wir irgendwie auch aufrechterhalten. Das ist sozusagen jetzt erstmal so das Setup. Jetzt kommt also der DMA und sagt so, ja, aber ihr seid ja total wichtig, also müssen wir euch jetzt hier irgendwie regulieren und deswegen müssen wir das machen. Da gab es dann diese erste Episode mit diesen App-Stores, das ist so diese Philosophie, da haben wir ja auch schon mal drüber geredet, mit ja, wenn nur Apple kontrolliert, welche Software da drauf kommt. Dann ist das ja sozusagen ein geschlossener Markt und das wollen wir irgendwie ändern. Und dann war halt die Antwort der EU war halt, naja, da müssen halt auch andere noch einen App-Store anbieten können. Da gibt es ja mittlerweile auch eine Regelung, da gab es dann lange dieses technische Hin und Her. Apple hat dann erst einen Vorschlag gemacht, hat irgendwie absurde Gebühren genommen, weil da stand dann erstmal nichts drin, dass man das nicht tun darf. Da haben sich dann alle unglaublich drüber aufgeregt. Mittlerweile gibt es ja diese Regelung mit der EU, also Apple und EU haben sich jetzt darauf geeinigt, wie denn das mit diesen Third-Party-App-Stores laufen kann und da gibt es jetzt tausend Details, aber am, Ende kann man sagen, die Regulierung ist, Apple nimmt vier Prozent weniger Geld.
Damit ist aber die EU jetzt zufrieden. Die EU hat offiziell bestätigt, dass das dem Sinne des DMA gerecht wird. Da kann ich nur sagen, hurra, da habt ihr ja mal richtig was erreicht. Dass aber irgendwas für App-Developer im normalen App-Store irgendwie besser geworden ist, dass es irgendeine Rechtsgrundlage gibt, vielleicht irgendwie eine Software veröffentlichen zu dürfen, die Apple ablehnt oder sowas. Also irgendwas, was vielleicht Entwicklern mal wirklich helfen könnte, davon ist eigentlich irgendwie gar nichts, weil darum kümmert sich dieser DMA auch nicht wirklich. Also viele Entwickler hatten ja so diese Hoffnung an den DMA, dass das in irgendeiner Form ihre Position stärkt, aber das ist halt nicht der Fall. Für mich ist das eher so ein Spotify-Gesetz. Man hatte halt irgendwie so einen Musikanbieter, der immer geschrien hat irgendwie, dass das ja alles so unfair ist und wir verdienen ja nicht genug Geld damit und dann haben sie irgendwie diese Party-Stores aufgebaut. Die Realität ist, niemand benutzt die. Ja, also klar, es gibt da so ein, zwei und irgendwo gibt es wahrscheinlich noch einen Porno App Store, weil solche Apps müssen jetzt halt auch erlaubt werden, da darf Apple dann nicht nein sagen, aber Apple hat halt nach wie vor und das eben auch aus gutem Grund. Die Kontrolle darüber, dass die Dinger zum Beispiel sicher sind. Also die Software muss dann nach wie vor ihren Sicherheitstest durchlaufen etc. Und das muss dann eben auch qualifizieren, weil, und das ist ja das andere Argument, der App Store, ist zwar ein Flaschenhals für das Release von Software, aber er ist das ja auch aus gutem Grund, weil du willst halt sicherstellen, dass die Software nicht Malware ist. Und du möchtest auch in der Lage sein, wenn dann doch mal wieder erwarten Malware durchkommt, dass die auch schnell entfernt werden kann. Also entweder indem sie nicht weiter angeboten wird oder im allerschlimmsten Fall, wenn wirklich mal was ganz, ganz, ganz Schlimmes passiert, du auch so ein Kill-Switch starten kannst und sagen kannst, wir ziehen jetzt diese Software auch aus allen Telefonen raus. Den gibt es, der ist aber meines Wissens noch nie benutzt worden. Und ja, das ist sozusagen diese Auseinandersetzung um diesen Kram. Dann gibt es halt diese Diskussion um Default-Apps. Am Anfang ist es so, dass halt dieser App-Store iOS als solches und Safari der Browser quasi so in diese Gatekeeper-Regelung reinkam. Und dann hat die EU halt durchgesetzt, dass man eben jetzt Default-Apps deinstallieren kann und dass man dann so ein Choice-Screen bekommt mit, oh was soll denn jetzt dein Browser sein und dann hast du da so eine randomisierte Liste von Browsern, von denen du noch nie gehört hast. Da suchen dann alle wahrscheinlich doch wieder Safari raus. Und dann ist das irgendwie dann Default. Okay, gut, das haben sie irgendwie eingebaut. Ich kann jetzt nicht behaupten, dass das irgendwie... Eine große Welle ausgelöst hat oder so, das mag jetzt ein paar Leute glücklich machen, die halt einen anderen Browser als Default haben, geschenkt, wunderbar funktioniert. Diese Drittanbieterstores wiederum, glaube ich, sind nicht sonderlich erfolgreich. Und ja, aber jetzt geht es eigentlich um was anderes. Und es geht um diesen Artikel 6 Absatz 7 im DMA, der halt Interoperabilität einfordert. Und hier ist halt von kostenlosen gleichwertigen Zugang zu den Hardware- und Software-Features des Betriebssystems die Rede. Und auch da kann man sagen, okay, guter Punkt. Wir hatten zum Beispiel diese Diskussion um Payment. NFC-Schnittstelle in den Telefonen wollte Apple erstmal nicht freigeben. Das ist mittlerweile ja auch geregelt worden. Das finde ich auch sehr gut, weil ich denke, es ist wichtig, dass auch andere Payment-Apps da die Möglichkeit haben, dieselbe Convenience zu machen. Und das ist allerdings. Ein Segment, was so schwammig formuliert ist, dass das jetzt eigentlich im Wesentlichen der ganze Auslöser ist für den Streit. Und jetzt mit dieser ganzen AI-Sache eskaliert es halt irgendwie komplett. Denn das Hauptproblem ist, dass eben so viel so schwammig formuliert ist in diesem DMA, dass nicht so wirklich ganz klar ist, was denn jetzt eigentlich ein Unternehmen tun muss, um diesen Regelungen dann zu entsprechen. Und die Position von der EU ist, ja wissen wir auch nicht, baut das doch mal ein und wir sagen dann irgendwie ist okay oder nicht. Und die Anforderung ist halt, dass die Unternehmen müssen, Features, von denen die EU später dann denkt, dass das davon betroffen ist, sofort mit dem ersten Release, allen kostenlos und auf dieselbe Art und Weise, also mit demselben Funktionsumfang auch dritten Anbietern. Das ist sozusagen eine Vorgabe von vornherein für bestimmte Teile des Betriebssystems, sofort auch den Zugang für Dritte zu ermöglichen. Auf dieselbe Art und Weise ohne Einschränkung und auch ohne dafür Geld nehmen zu dürfen. Und es gibt auch keinerlei Verzögerung. Es ist nicht sowas wie nach einem Jahr oder sowas. Das heißt, man kann halt sowohl für bestimmte Features, wo das irgendwie okay wäre, nicht mal sagen, ja, wir wollen das jetzt erstmal, was weiß ich, ein Jahr, zwei Jahre mal ausprobieren, weil da wird sich noch viel dran ändern und wenn wir jetzt irgendwie da ein API dran machen, dann ändert sich das auch die ganze Zeit und dann stellen wir wieder fest, dass irgendwie auch alles, überhaupt nicht funktioniert und dann wollen wir das abschalten und dann sind auch wieder alle unglücklich, weil auf einmal was abgeschaltet wurde, was vorher da war. Ist alles nicht vorgesehen, sondern es muss alles sofort kostenlos 100% und von Tag 0 an verfügbar sein. Und das ist natürlich so ein Punkt, das schneidet bei Apple natürlich, nicht nur bei Apple, aber vor allem bei Apple voll ins Fleisch aus mehreren Gründen. Also erstmal ist dieses API-Refinement über Zeit einfach mal Standard. Also sehr, sehr, sehr oft kommen neue Features rein, die sind dann erstmal nur für Apples eigene Anwendungen verfügbar. Und dann ein oder zwei Jahre später, wenn das alles gut abgehangen ist, dann werden diese APIs auch für die Entwickler auf der Plattform geöffnet. Das ist einfach ein normaler Vorgang und ich denke jeder, der sich ein bisschen mit Software auskennt, weiß auch, dass das durchaus sinnvoll sein kann. Da sind dann immer alle so ein bisschen aufgeregt und so, oh, das möchte ich aber auch gerne benutzen. Aber es gibt auch gute Gründe dafür und oft verschwinden diese Systeme auch wieder, wenn sie gezeigt haben, dass sie irgendwie nicht so richtig funktionieren und man muss das nochmal anders machen und unser erster Ansatz war jetzt einfach mal nicht gut. Selbst wenn alles von Anfang an super funktioniert, möchtest du aber vielleicht. Auch mal einen Vorteil haben. Also wenn das jetzt wirklich etwas ist, was geöffnet werden soll und so weiter, was aber für deine Plattform einfach auch einen Vorteil darstellt, dann möchtest du eben gerne vielleicht auch diese Zeit haben. Und in der Auseinandersetzung um Siri AI geht es also jetzt einfach total wild ab, weil Apple jetzt einfach sagt, wir können unter diesen Bedingungen dieses Feature überhaupt gar nicht mehr in der EU releasen und zwar aus einem wesentlichen Grund. Was macht Siri AI? Siri AI ist jetzt nicht einfach nur so ein Chatbot, sondern Siri AI ist ein, Wir nehmen all diese wertvollen Daten auf diesem Telefon, wir suchen quasi alle Bezüge zusammen und stellen sie dem Nutzer selbst zur Verfügung, sodass du sagen kannst. Die Mail, die mir Linus geschrieben hat, die Location, wo wollten wir nochmal diesen Salon machen, was war denn das nochmal und so weiter. Und dann fängst du normalerweise an, irgendwie Mail, dann war das gar keine Mail, dann war das in deinen Messages und dann steht es nochmal in irgendeinem PDF und so weiter. Und das ist sozusagen das Feature, dass dir eben dieses AI-System deine Daten durchsucht und das dann aufbereitet und dann sagt so, ja, kein Problem, guck mal, das war hier und da hast du die Kommunikation und so weiter. Also genau das, was man nicht möchte, dass andere das mit den eigenen Daten machen, ist halt etwas, was man mit den eigenen Daten machen möchte. Und Apple sagt jetzt einfach, unter den Regelungen des DMA werden wir gezwungen, Google, Meta und allen anderen Datenhamstern, die so einen echt geilen Track Record haben, was so Privatsphäre betrifft, sofort von Tag 1 in der EU den Zugang darauf zu geben zu müssen. Dann installierst du deine Facebook-App und die Facebook-App kann halt irgendwie in deinen privaten Daten rumlesen. Und wir wissen alle, was sie dann damit machen würden. Und deswegen sagt Apple, nö, machen wir nicht.
Wenn, ich mir heute einen Echo-Lautsprecher kaufe, dann ist das ein Alexa-Lautsprecher und ich habe keine Funktionalitäten, da irgendetwas anderes drauf zu machen. Ich weiß das zufällig sehr genau, weil ich versucht habe, da lokale Modelle oder sonstiges irgendwie dran anzuschließen, ist einfach ausgeschlossen. Das Einzige, was möglich wäre, wären irgendwelche Public Alexa-Skills in irgendeinem Alexa-Store und hat der Geier nicht gesehen. Also die einzige mir bekannte Möglichkeit, gerade beispielsweise so ein Ding, lokal anzusprechen, ist irgendwie ein. Offenes ESP32 basiertes Ding an einen Home Assistant anzuschließen und den dann wiederum mit LM Studio reden zu lassen. Und eine andere Sache, die ich zum Beispiel vielleicht auch sehr gerne hätte und du wahrscheinlich auch, wäre, dass Claude mit so einem Ding reden kann, damit man, wenn man dem eine längere Aufgabe gegeben hat, dass er beispielsweise, und man geht dann in die Küche und macht sich noch einen Tee oder so, dass die Nachfragen nicht per Notification aufs Handy kommen, sondern vielleicht ausgesprochen werden oder so. Also ich erkenne nicht, dass das Amazon-Speaker-Ökosystem jetzt in irgendeiner Weise offen ist für diese Konkurrenz. Und das scheint ja...
Ja, das ist halt generell die Frage, worauf bezieht sich denn das jetzt eigentlich? Dieses ganze Gesetz targetet halt jetzt im Wesentlichen Betriebssysteme und sozusagen so Verkaufsplattformen, auf denen man halt sowieso viel Software installieren kann. Und das ist ja, sagen wir mal, in diesem Alexa-Ökosystem eh nie der Fall gewesen. Auch eine Playstation ist davon jetzt nicht betroffen, dass man sagt so, oh, ihr kontrolliert, wer jetzt hier irgendwie Software drauf gelesen dürft oder Nintendo. Das muss aber jetzt auch einen Third-Party-Store geben, die dann auf der Switch irgendwelche Games installiert, weil so kontrolliert ja hier die Preise. Ja, tun sie. Das ist ja auch ihr Geschäftsmodell, weil sie damit quasi das Development dieser Plattform finanzieren. Die entwickeln neun Jahre an diesem Teil. Jetzt ist die Switch rausgekommen. Gut, es gibt jetzt noch einen Nachfolger, aber im Prinzip ist es immer noch dasselbe. Und wenn irgendwann dann mal die nächste Generation an Spielekonsole bei Nintendo, losgeht, dann in vielen, vielen Jahren haben sie halt irgendwie eine Dekade da Investment reingemacht und das finanzieren sie eben sozusagen über diesen Verkauf. Und ja, das betrifft diesen DMA nicht, sondern es geht da eigentlich im Wesentlichen. Um Apple, würde ich sagen, und um Google derzeit. Es geht eigentlich im Wesentlichen um Smartphones und alles andere ist davon so nicht getargetet. targeted. Und ich frage mich halt jetzt auch wirklich, wie das ausgehen soll. Apple ist jetzt nicht so, also in der Diskussion wird dann immer vorgeworfen, oh ja, Apple macht das ja nur out of spite. Die verkaufen jetzt absichtlich ihre Produkte nicht mehr. Wir werden mal sehen, was ihr davon habt. Mal sehen, wer länger die Luft anhalten kann. Das ist natürlich absurd. Natürlich würde Apple gerne irgendwie ihren Homeview auch in Europa anbieten und die würden auch gerne die ganzen anderen Features in macOS, die jetzt gesperrt sind, anbieten, weil das macht ja ihr Produkt besser und das macht ihr Produkt attraktiver und so ist es halt nicht attraktiv. Aber in der Abwägung sagen sie, Wir können unser Versprechen der Privatsphäre, was einfach ganz groß auf jedem Announcement von jedem unserer Produkten dickfett seit Jahren draufsteht mit, wir kümmern uns wirklich um die Privatsphäre, wir schalten hier keine Werbung rein, wir verkaufen eure Daten nicht. Was ich ja mal echt ein Feature finde und ehrlich gesagt für mich auch eines der Hauptargumente für die Plattform ist, dass das halt jetzt alles unterwandert wird. Siri AI läuft halt nur auf dem Gerät beziehungsweise für Anfragen, die ein etwas stärkeres Modell brauchen, um da schnell eine Antwort zu liefern. Wird das ja an diese sogenannte Private Cloud Compute ausgelagert. Das ist so ein kryptografisch abgesichertes Serversystem, wo man beweisen kann, dass da auch eine bestimmte Software draufläuft, die wiederum als Open Source verfügbar ist. Es gibt schon seit zwei Jahren diese Veröffentlichung, dem ist bisher nie widersprochen worden. Sie benutzen halt zwar teilweise Google-Modelle als Basis, aber das ist halt sozusagen ihre eigene Infrastruktur beziehungsweise da, wo sie vielleicht Google-Infrastruktur benutzen, kommt diese selbe Architektur zum Tragen. Das heißt, selbst wenn es eine Anfrage das Gerät verlässt, ist garantiert, dass das nirgendwo anders hingeht als dahin. Und das auch unumstritten, also das habe ich nirgendwo bestritten gesehen, dass das nicht funktionieren würde bisher.
Ja, okay, aber das ist halt eine Reihe an Remote Attestation, was sie da machen, das stimmt. Aber da gehen ja trotzdem deine Daten raus und durch deine Infrastruktur. Das ist schon ganz gut, aber ich würde das jetzt gerade ganz kurz, das wurde nie in Frage gestellt, den kleinen Satz würde ich im Protokoll mal kurz mit einem Sternchen versehen, weil das so ungefähr so ähnlich ist, wie in dem Bug Bound zu DU wurden keine kritischen Schwachstellen gefunden. Das ist so ein bisschen ja und nein, aber es läuft immer noch auf anderer Infrastruktur. Ich glaube, was man und da verlasset ja trotzdem Daten deinen Computer und so, aber was man glaube ich sehr klar sagen kann, die nutzen halt diese quasi die verschlüsselte Kommunikation mit den Grafikkarten, die dann da stehen. Also es wird quasi auch von dem, du hast quasi eine Remote, du hast einen Secure-Channel zu der Cloud-Grafikkarte, auf die du das schiebst und das ist aber, und Apple hat da durchaus einiges an Aufwand und Implementierung betrieben. Diese Features auch wirklich zu nutzen. Ich glaube, so weit kann man gehen. Und ich denke, das sind auch klar, dass das die einzigen sind, die sich in dem Ausmaß darüber Gedanken machen. Unter anderem auch, weil sie eben. Keine eigenen Modelle und Infrastrukturen und sowas zum jetzigen Zeitpunkt betreiben.
Und Google sicherlich nicht sagt, hier, pass auf, die Daten sind privat und die verlassen, das Modell wird nachher weggeworfen und der Kontext ist nicht auslesbar, weil wir eben diese Secure Enclave im Prinzip, also quasi, das stimmt schon alles, ja, da sind sie nach meiner Kenntnis die einzigen, die sich überhaupt da Mühe gegeben haben. Gleichzeitig auch, Google möchte nicht, dass ihre fundamental ins Betriebssystem eingebauten KIs ganz einfach geöffnet werden müssen für andere. Und nach meiner Kenntnis verklagt eben auch Google dagegen. Google hat ja schon mal irgendwie eine riesige Strafe jetzt bekommen wegen DMA-Verstößen, weil sie ihre eigenen Produkte in der Suche, ihre Produkte und Services in der Suche bevorteilen und so weiter. Und die gehen auch rechtlich gegen, oder juristisch, gegen diese Anforderungen vor.
Ja, also das ist, sagen wir mal, die Situation. Und Apple hat also dieser Vorwurf mit Apple stellt sich ja nur stur und will uns ja erpressen, ich finde, der gilt halt nur begrenzt. Apple hat halt im Vorfeld, weil sie natürlich diesen Konflikt schon haben, auf sich zurollen sehen, versucht Kontakt aufzunehmen mit der EU. Und man muss halt auch sagen, es gibt immer diese Verhandlungen, also es gibt dann immer konkret über dieses, ja, welcher Teil von dem, was wir jetzt vorhaben. Ist denn jetzt wirklich vom DMA betroffen? Da gibt einfach das Gesetz so wenig her, dass es immer erforderlich ist, sich mit der EU zusammenzusetzen und das dann sozusagen in so einer speziellen Entscheidung dann nochmal genau festzulegen. Und da sie das halt mit Siri AI, das haben sie ja nun schon vor zwei Jahren angekündigt, dass sie in diese Richtung gehen wollen, da wussten sie ja sozusagen auch Feuer, haben sie dann eben gesagt, liebe EU, unserer Meinung nach geht das hier überhaupt nicht zusammen. Wir können das nicht machen mit dem, was wir vorhaben. Wenn wir das machen, dann brechen alle Dämme und haben dann vorgeschlagen, einen sogenannten Trusted System Agent dazwischen zu schalten. Also es ist nicht so, dass sie sagen, wir machen das auf gar keinen Fall und fickt euch, sondern ein, okay, ihr wollt da irgendwie so eine Art Zugriff haben, wie wäre es denn mal so? Und es ist jetzt nicht so ganz klar geworden, also es ist nicht konkret veröffentlicht worden, was dieser Trusted System Agent, den sie vorgeschlagen haben, exakt genau macht.
Nein, da geht es ja sozusagen nur so um einen Broker im System, der sagt so, ah, okay, du bist also so eine von diesen Third-Party-Apps, haben wir schon mal von gehört, und du möchtest jetzt gerne hier die Daten von dem Nutzer, mal mit deiner AI irgendwie bearbeiten. Hm, na ja, da haben wir mal was vorbereitet. Und anstatt den direkten Datenzugriff zu ermöglichen, Wollen sie halt ein System bauen, was in irgendeiner Form das vermittelt. Ich kenne jetzt niemand, also ich kenne keine Quelle, wo genau sagt, was genau das macht, aber das war, sagen wir mal, der Vorschlag, darüber mit der EU zu reden und die Antwort der EU war, wir reden da überhaupt nicht drüber, ihr veröffentlicht einfach mal eure Software und dann gucken wir uns das an, und wenn wir sagen, das ist böse, dann gibt es eine Strafe oder vielleicht kriegt ihr noch ein bisschen Zeit, um das zu beheben und ansonsten schlagen wir irgendwie drauf. Und dann sagt Apple, ist uns. Zu riskant, weil wenn wir jetzt irgendwie diese Produkte in der Welt haben und ihr dann nachträglich beschließt, dass euch das nicht weit genug geht, ohne dass ihr uns vorher sagt, wie weit wir denn eigentlich gehen sollen, dann geht das nicht. Und ich glaube, an der Position werden sie auch nichts ändern, weil das ist einfach ein wirtschaftliches Risiko, was, Apple an dieser Stelle eingeht, was halt einfach den möglichen Gewinn so weit überschreitet, also Gewinn im Sinne von, was es für sie Positives tun kann, weil es einfach attraktiv für Leute ist, dass sie einfach sagen, dann lassen wir den einfach den Scheiß. Also meine persönliche Meinung dazu habe ich schon mehrfach klar gemacht. Ich denke, dass einfach DMA geht an der Stelle einfach zu weit. Es ist einfach ein dummes Weil es einfach nur genau dazu führen wird und zu nichts mehr. Die Frage, was hat der DMA jemals für uns getan? Ein bisschen was, aber es ist alles sehr überschaubar, aber es verhindert mittlerweile eben auch, dass wir an diesen Innovationen teilhaben können. Es gibt in Japan den MCSA, das ist eine Regelung, die im Wesentlichen, im Kern dasselbe Problem adressiert. Nur mit dem Unterschied, dass es dort einen Katalog von sogenannten Justifiable Reasons gibt, also vertretbaren Gründen, warum dann ein Anbieter, in dem Falle halt Apple, solche Interop-Anfragen auch ablehnen darf. Die kann ich jetzt, will ich auch letztlich im Einzelnen vorlesen. Das ist einfach rechtlicher Kram. Nur wird es in Japan geben, ist angekündigt. Also die japanische Version ist noch nicht fertig, aber wird es geben. Und es gibt auch diesen Konflikt nicht. Trotzdem gibt es eine Regelung, die einen Zugang ermöglicht. Und ich denke, die EU wäre ganz gut damit bedient, hier mal ein wenig von dem hohen Ross runterzukommen. Und vor allem in dem Bereich Privatsphäre mal klar zu kommen. Weil es kann nicht einfach alles mit Wirtschaftsargumenten geregelt werden und man zwingt ja quasi auch die Unternehmen gegen DSGVO und E-Privacy-Richtlinie zu verstoßen und dann widerspricht sich das halt einfach alles. Also das ist einfach ein Gesetz, was von der Wirtschaftsseite her angestrengt wurde, um zu sagen, alle unsere nicht konkurrenzfähigen Unternehmen in Europa müssen aber jetzt Zugang bekommen Und der Fallout ist, es gibt gar nicht erst die Software, wo ihr dran teilnehmen könnt. Und wenn, dann dürfen die anderen USA-Anbieter halt Sachen machen, die gegen alle Privatsphäre und Sicherheitsrichtlinien verstoßen.
Auf jeden Fall unterhaltsam in dem Kontext finde ich tatsächlich, weil, Amazon Alexa fällt nicht unter den DMAs. Hey Google und Siri tun es. Die Argumentationsgrundlage, kann ich nur sagen, erschließt sich mir nicht. Ich würde allein durch die Dauer der Existenz und insbesondere in den, also wie lange das Produkt schon existiert, dieser Echo, davon ausgehen, dass das Amazon-Produkt schon das am weitesten verbreitete Sprachassistenzsystem ist.
Und diesen Trusted Agent, das stelle ich mir ehrlich gesagt ein bisschen so vor, wie sie ja auch heute Einschränkungen für Applikationen haben. Wenn du sagst, darf diese Applikation auf deine Location zugreifen, nur wenn ich sie benutze, dieses eine Mal oder von mir aus auch im Hintergrund. Und dann kommt er irgendwann und sagt, hör mal, diese Applikation hat jetzt in den letzten 24 Stunden 129 Mal auf deine Location zugegriffen. Sind wir da noch so? Oder wenn du sagst, diese Applikation will auf deine Bilder zugreifen, möchtest du dir wirklich kompletten Zugriff auf deine Library geben oder willst du einfach drei aussuchen, dass du jetzt, das eine Bild hier versenden kannst mit dem Messenger und ansonsten nicht Telegram jetzt deine komplette Library zugreifen kannst? So stelle ich mir das mit diesem Trusted Agent vor und das klingt natürlich.
Der Kern der Angelegenheit ist natürlich, dass Apple, was sie da verlangen, ist eine Rechtssicherheit. Und ich meine, unabhängig davon, was da jetzt Stein des Anstoßes ist, das sollte ja mindestens da sein. Und wenn die sagen, hör mal, wir wollen hier ein Produkt bereitstellen, wir wollen ja ein Produkt in euren Markt bringen, wir würden gerne sicherstellen, dass das Produkt euren Gesetzen entspricht, können wir mal über die detaillierte Ausgestaltung jetzt sprechen und dann sagt der Regulator, nee, mach mal erstmal und dann überlegen wir uns das. Ich glaube, das ist grundsätzlich nicht das, was man, einen stabilen, vernünftigen Markt oder einen vernünftigen Ansatz zur Marktregulierung nennen würde. Ja, musst du in die USA fliegen oder dir von jemandem so ein Homeview mitbringen lassen. Also, ich bin jetzt tatsächlich gerade mit den Home Assistant Dingen da beschäftigt. Also ich versuche, für das bisschen Voice-Steuerung im Smart Home würde ich dann tatsächlich, da kann ich auf diesen ganzen Krempel verzichten und angenommen, dass, das jetzt aus, also ich kenne ja noch nicht mal, weder eine Alexa noch eine Siri ist in der Lage, ein Smart Home vernünftig erfassbar zu machen. Und wenn ich das einfach jetzt selber baue mit den Produkten von Home Assistant, dann kann das eigentlich nur besser werden. Aber was ich mir natürlich auch davon verspreche, ist, dass ich einen Split sofort haben kann und sage übrigens, okay, Nabu heißt das dann glaube ich, ich möchte folgende Frage an Claude stellen oder ich möchte folgende Frage an. ChatGPT stellen oder wen auch immer. Aber das wäre dann schon, also grundsätzlich, ist das ein Wunsch, den ich gerne hätte, da eine freie Wahl meines KI-Agenten auch zu haben und ich muss aber auch feststellen, dass mir das bisher keiner bietet. Dass Apple eben sagt, naja, Entschuldigung, wir reden aber nicht nur davon, Linus, dass du zu einem lokalen Modell bei dir zu Hause sagst, mach mal Licht an oder so, sondern wir reden hier davon, dass jemand sagt, was stand noch mal in der E-Mail? Und da müssen wir vielleicht drüber reden, wie wir das klären. Den Punkt sehe ich auch. Aber dass diese Amazon-Produkte unreguliert in unsere Heimat kommen, Das macht dich ganz buschig. Also das zeigt ja davon, dass sie da irgendwie ihre eigenen Gesetze nicht ganz sinnvoll anwenden.
Es ist auch kein Sicherheit und Privatsphäre Architekturen Ding. Es ist ein Marktregulierungsding. Und das waren ja auch, ich erinnere mich, ich weiß gar nicht, wie weit das jetzt ist, aber die Messenger müssen interoperabel sein, wo auch alle sagen, die einzigen Messenger, die jetzt noch irgendwo eine Chance hätten, also wenn man jetzt sagt, hier, WhatsApp muss interoperabel sein, ist marktdominant, muss anderen Messengern erlauben, mit denen zu reden. So, wenn man sich jetzt umschaut und sagt, welche Messenger wären denn potenzielle Contender, die das dann auch in Anspruch nehmen würden, weil das muss ja sehen, also wenn jetzt WhatsApp gezwungen ist, interoperabel zu sein, gut. Ein weiterer Stein ins Fleisch von WhatsApp, kann man nicht genug reinwerfen, müssen noch mehrere reingeworfen werden, ja, okay, aber dann siehst du halt, wenn du dann mit Threema oder Signal redest und sagst, So wollt ihr das nutzen? Dann sagen die so, nein Mann, unser Feature ist, dass wir nicht mit denen verbunden sind und unser Sicherheitsmodell ist, dass wir keine Daten an die geben. Wir möchten das nicht, wir werden das nicht, wir möchten es einfach nicht. Es schädigt unser Distinktionsversprechen in ähnlichem Maße, wie es WhatsApp-Marktmacht schädigt und im Zweifelsfall noch mehr, weil wir können, die wenigen Privacy-Versprechen, die uns abheben, nicht mehr aufrechterhalten, wenn wir jetzt irgendwie eine Interoperable mit denen da reden müssen. Das heißt, wir wollen das eigentlich nicht in Anspruch nehmen. Und Telegram sagt, YOLO. Ja, also das ist dann wirklich, da werden, man hat so ein schmerzhaftes, und das ist bei vieler dieser Regulierungen so, dass man sagt, boah, ja, super. Wäre das vor 20 Jahren da gewesen, dann hätte es das Entstehen der Situation, vor der wir jetzt sind, vielleicht wirksam verhindern können. Aber leider ist das nicht der Fall. Und leider haben wir jetzt die Situation, vor der wir uns befinden. Und irgendwie kriegt ihr es nicht hin. Und ich vermute, ich fürchte fast auch, das wäre jetzt so ein Hot Take. Mein Eindruck ist fast, man kann das auch gar nicht mehr. In dem Moment, wo du eben solche Facebooks und Googles und Apples und so weiter hast und die die beklagenswerte Marktdominanz erlangt haben, Und dass sie sogar ihre eigene Plattform sind. In dem Moment, wo du das hast. Wird es sehr schwierig, etwas zu schreiben, was nicht am Ende dafür sorgt, dass Apple die Mauern öffnet und Google sie einreißt, weil das eben Plattformen sind, die noch gegeneinander kämpfen. Und nicht irgendwie, was weiß ich, der Use Case, Linus will aber in seinem Home Assistant ein lokales LLM haben und über den Billo-Sprecher von Amazon oder was auch immer ansprechen und dem dafür das Internet wegnehmen oder was auch immer ich mir da vorgestellt habe. Das ist halt nicht der Use Case, der da diskutiert wird, sondern die kämpfen halt um Marktregulierung. Und Marktregulierung heißt, da sind Leute mit großen finanziellen Interessen, die spielen mit und die graben sich als allererstes gegenseitig den Markt ab.
Also ich bin sehr für Regulierung von Apple, was so App Store Policies und so weiter betrifft. Das muss sein, auch Payment und so weiter, das sind alles Dinge, da ist es wichtig, dass man Regulierung macht, im Sinne von Regulierung für die Konsumenten und Regulierung auch für die Entwickler, speziell für die kleinen, Entwickler und nicht nur für die großen. Da sehe ich halt derzeit im Wesentlichen keine Aktivität. Stattdessen ist alles nur Wettbewerb, Wettbewerb, Wettbewerb, Wirtschaftsargumente und Privatsphäre ist uns irgendwie egal und da muss meiner Meinung nach einfach die EU beidrehen, das wird sich so nicht halten lassen. Der Nachteil, der jetzt dadurch entsteht, dass einfach bestimmte Technologien hier auch überhaupt nicht mehr verfügbar sind. Was bedeutet das jetzt? Die App-Entwickler können sozusagen Siri AI in Europa nicht zum Einsatz bringen. Kann man sagen, na und? Aber das ist so ein wichtiges Feature für Apps demnächst. Also das kann nicht passieren.
Ähm... Des Marktregulators Argumentation dagegen. Ja, oder dafür sagen wir, jetzt wird Siri AI nicht ausgerollt, wunderbar. Es entsteht ein Feature-Vakuum, das jetzt beispielsweise App-EntwicklerInnen nutzen könnten, um die Innovation auf anderen Wegen herbeizuführen, bevor sie von Apple auf das System gerollt wird und damit dominierend ist. Das ist die Argumentation von MacriVision. Das ist ein gleicher wie, wenn Windows ohne den Internet Explorer ausgeliefert wird, dann gibt das eine Chance für alternative Browser. Ob man die, aber das Argument, das wäre zumindest das Argument. Kommen wir zu einem, also wir behandeln hier ja regelmäßig die Forschungsergebnisse des Citizen Lab. Der Citizen Lab, beheimatet an der Universität Toronto in Kanada. Seit auf jeden Fall über zehn Jahren, tätig in der Universität. Erforschung von, ja, in der Regel Angriffen. Auf die Privatsphäre, insbesondere von Minorities oder Journalistinnen, von schützenswerten Gruppen, das Citizen Lab macht. Und was weiß ich, wenn dann die ersten Covid-Apps mit Volltracking kamen, dann haben die die auseinandergenommen oder sehr viel und ich denke auch sehr herausragende Forschung zu Staatstrojanern. Da gibt es eigentlich, die zwei großen Instanzen wären das Amnesty Lab und das Citizen Lab. Und dann gibt es noch Access Now und dann gibt es auch die eine oder andere Publikation vom CCC, die da auch mal, gut aussah. Oder auch mal eine Veröffentlichung, vom Reporter ohne Grenzen, Security Lab, aber so die großen Instanzen in diesem Bereich, das ist dann schon einfach das Citizen Lab. Und Amnesty seit einigen Jahren. Also die haben jetzt, eine neue Publikation und zwar haben sie eine breite Staatstrojaner-Kampagne gegen Al Jazeera, untersucht, wo mindestens 45 Windows-Rechner mit dem Staatstrojaner Kandiru infiziert wurden. Und die Frage war, wie hat denn diese Infektion stattgefunden? Und sie konnten eben nachweisen, dass das über zielgerichtete Werbung stattgefunden hat. Und da steht im Mittelpunkt dieser Untersuchung steht ein Unternehmen mit dem Namen Discover Tech Limited, Sitz in Israel, die, eben unter dem Verdacht stehen, das Werbegeschäft auch zu betreiben. Und aber die Datenmengen, die dabei entstehen, die Datenmengen für die personalisierte Werbung, eben auch zu nutzen oder in diesem Fall genutzt zu haben, um gezielt auf den Rechnern von bestimmten Personen Schadsoftware zu installieren. Wie ist denn das gelungen? Nun ja, das Internet in seiner wunderschönen, Varianz und Vielfältigkeit der Webseiten, die dort angeboten werden. Suchte ja immer nach einem Finanzierungsmodell. Und wenn jetzt jede einzelne Webseite sagen würde, okay, bei uns kann man Werbung schalten und diese Werbung, liefern wir über unsere Server aus und wir machen das so nach bestem Wissen und Gewissen kannst jetzt irgendwie, heute kannst du die Startseite bei Spiegel Online kaufen und so weiter, dann würde sich die Situation erschweren. Wie kommt denn die Werbetreibende dahin? Wie kommt die denn jetzt an Spiegel? Gut, dann könnte man sagen, okay, dann bauen wir große Ad-Agencies, wo dann eben die Leute, die Werbeflächen Vermietenden ihre Webseite zur Verfügung stellen oder Feil bieten und sagen, heute, liebe Agentur, verkauf doch mal Werbung auf Spiegel Online und dann sagt die Agentur, hör mal, herzlichen Glückwunsch, wir haben. An Obi verkauft, die wollen heute für so und so viel Einblendungen auf eurer Webseite haben, die so und so viel bezahlt, macht das jetzt mal bitte. Und so ist es ein komplizierter Vorgang und der wurde relativ früh durch ein in diesem Bereich auch überlegenes System ersetzt, nämlich dass die Fläche. Die Webseitenfläche dadurch bereitgestellt wird, dass sie einfach direkt von Dritten ausgeliefert wird. Und diese Dritten, die verkaufen jetzt quasi gar nicht spezifisch auf Spiegel Online diese Werbefläche, sondern die verkaufen an Vierte diese Werbefläche, als, ja wir machen Werbung, an, was weiß ich, Männer im Alter von 30 bis 40 Jahren mit einem Einkommen von so und so viel und was auch immer da als Zielgruppe definiert ist und dann auch unabhängig davon, auf welcher Seite das ist. Deswegen verfolgt euch potenziell die gleiche Werbeanzeige über alle möglichen Webseiten, weil sie einfach immer wieder von dem gleichen Werbenetzwerk, das das gleiche über euch weiß, ausgespielt wird. Und dieses Werbenetzwerk sieht natürlich auch, welche Seiten ihr aufruft und wird dadurch immer besser in dem Sammeln eines Profils an Daten darüber, was ihr euch so im Internet anschaut, welche Inhalte euch interessieren, denn das wird ja immer mitgeliefert. Und diese wirklich sehr, sehr schräge Praxis der Online-Werbung ist aber einfach völlig normal. Also wenn ihr heute einen Ad-Blocker in euren Browser installiert, dann versucht der. Irgendwie zu verhindern, dass in einer Webseite großartig Inhalte von anderen Webseiten oder eben den bekannten Werbenetzwerken eingeblendet werden. Und gleichermaßen versucht dann ein Adblocker Blocker, die Inhalte der Webseite nicht mehr anzuzeigen, wenn ein JavaScript auf tausenden unterschiedlichen Wegen feststeht, dass die Werbung auch gar nicht angezeigt wird. Weil ihr damit ja gegen die Nutzungsbedingungen an dieser Webseite verstoßt, die entweder sagt, es kostet Geld, dann werden auch diese Fremdinhalte eingebunden und fertig ist, oder ihr bezahlt Geld dafür oder es geht einfach gar nicht, unser Produkt ohne Werbung wahrzunehmen. In der Regel ist es, es geht gar nicht, egal wie viel man zahlt. Die ganze Werbung kriegt man nicht weg. Und wenn es dann ein Unternehmen wie dieses Discover Tech gibt, die dieses Feature, wir können Inhalte einbinden, in Webseiten und zwar überall. Außerdem nicht nur nutzen, um Profile über alle möglichen Leute zu bauen, sondern das auch noch nutzen, um dann darüber zielgerichtet, Schadsoftware auszurollen, dann hast du genau das Problem, vor dem immer gewarnt wurde. In diesem Beispiel eben, dass einfach mal eine komplette News Agency zielgerichtet von dieser Agentur gefingerprintet werden kann, und dann ein gezielter Angriff auf diese Leute stattfinden kann. Das ist der Teil, den wir uns jetzt eben, das ist das Problem, was wir uns damit eingetreten haben, aber ich möchte auch betonen, Teil davon ist eben auch, dass wir, Relativ geringe Bereitschaft gegenüber allen anderen Bezahlmodellen gezeigt haben als Nutzerinnen und Nutzer. Und die einzigen anderen Geschäftsmodelle, die sich etabliert haben, sind, ach so, okay, du willst Werbung, wo nicht Dritte tracken? Na klar, dann geh einfach zu den Facebook-Produkten oder zu den sozialen Netzwerken, die keine Netzwerke mehr sind, wo sich alles zentral an einer Stelle. Abspielt und keine dritten im Interesse von vierten Sachen einblenden, sondern, wir das Tracking machen, wir die Werbeplattformen sind und wir das Geld damit verdienen, dass du diese Anzeigen klickst. Und diese gesamte werbeplatzierte oder werbefinanzierte Economy. Ist und bleibt das große Problem. Das ist ja auch der Grund, warum wir keine Werbung in diesem Podcast haben, wohl wissend, dass das eben kein Modell ist, was für viele andere Podcasts funktioniert. Aber was eben auch ein Modell ist, dass von diesen Plattformen und kommerziellen Interessen in radikalem Maße angegriffen wird, indem Spotify dann eben sagt, bei uns gibt es den Podcast nicht, ich weiß von anderen Podcasterinnen, wie groß der Spotify-Anteil unter ihrer Hörerinnenschaft ist, zu dem wir dann quasi mit diesem Podcast keinen Zugang haben. Dadurch, dass jetzt immer mehr quasi versuchen, ihre eigenen Apps rauszubringen und ihre Exclusives zu machen. Ja, den Podcast gibt es hier, kannst du hier bei Spotify hören, aber nur, wenn du die so und so App runterlädst und das Sternchen Glocke subscribt, dann kriegst du alle Folgen direkt und so. Also. Es finden da Plattformkriege statt, egal wo auch immer du hinschaust, siehst du diese Zentralisierungstendenzen und das ist alles unfein. Nun gut, was macht man gegen diese Online-Werbung? Natürlich Werbeblocker. Idealerweise versucht man das direkt auf der Netzwerkebene zu lösen, beispielsweise durch ein Piehole. Neuere Fritzboxen können jetzt auch Werbe- und Tracking-Blocker direkt einbauen, was letztendlich jetzt auch keine große Magie ist. Man kann sich auch einfach direkt Tracking- und Schadsoftware-blockierende DNS-Server eintragen. Ich habe da auch, glaube ich, in der letzten Sendung darüber gesprochen, wie schütze ich mich vor den Hacker-Servern und den bösen Servern. Das Entscheidende oder das Wichtige dabei ist, die Filtersouveränität sollte bei euch liegen und selbstverständlich ist es sehr klug, Werbeblocker zu verwenden, idealerweise und deswegen sind die, warum sind die so schön, wenn sie nicht im Browser sind? Und naja, weil sie dann eben nicht wieder eine Fläche für ein neues Geschäftsmodell sind, wie wir es dann eben auch gesehen haben bei einigen Adblock-Unternehmen, die dann eben gesagt haben, naja, okay, dann verkaufen wir halt die kleinen Glitches in unserem Adblocker. Nimm doch mal teil am Acceptable-Ads-Programm, dann blinken die nicht so sehr und wir verdienen damit das Geld, dass wir sie durchlassen. Ja, ich denke, die Publikation eignet sich nur, um nochmal auf Adblocker hinzuweisen. Setzt euch da gerne mal mit auseinander. Ich habe mal Piehole und Quad9, in die Shownotes genommen und dann könnt ihr mal schauen, wie ihr bei euch das implementiert. Das ist auf dem Smartphone gar nicht so einfach. Da muss man dann so ein Carrier-Profile installieren, wenn man dauerhaft den DNS-Server ändern möchte. Und daran sieht man auch schon, wie sehr eigentlich auf allen Ebenen versucht wird, das so ein bisschen einzuschränken. Werbeblocker haben wir alle nicht so gerne.