LNP435 Zentralstelle zur Pflege antifaschistischen Brauchtums 

Feedback — Elon Musk und Twitter — Cyber-Sicherheitsagenda — Messenger-Interoperabilität — Office-Macros doch nicht deaktiviert — Verfassungsbeschwerde Staatstrojaner — Termine

Heute dreht sich viel um die neue Cyber-Sicherheitsagenda der Bundesregierung, die ein bisschen vage daherkommt, aber zu viele olle Kamellen auf den Tisch legt und nicht den Eindruck macht, als ob man das Problem schon verstanden hätte. Ansonsten freut sich Linus, dass er mal wieder Recht behalten hat und wir gehen noch ein paar andere Dinge durch. Also alles wie immer.

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Linus Neumann
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Tim Pritlove

Für diese Episode von Logbuch:Netzpolitik liegt auch ein vollständiges Transkript mit Zeitmarken und Sprecheridentifikation vor.

Bitte beachten: das Transkript wurde automatisiert erzeugt und wurde nicht nachträglich gegengelesen oder korrigiert. Dieser Prozess ist nicht sonderlich genau und das Ergebnis enthält daher mit Sicherheit eine Reihe von Fehlern. Im Zweifel gilt immer das in der Sendung aufgezeichnete gesprochene Wort. Formate: HTML, WEBVTT.


Transkript
Tim Pritlove
Guten Morgen Linus.
Linus Neumann
Guten.
Tim Pritlove
Sag mal, wie steht eigentlich der Bitcoin schon lange nicht mehr geguckt.
Linus Neumann
Ist noch Luft nach unten.
Tim Pritlove
Logbuch, Netzpolitik Nummer vierhundertundfünfunddreißig vom dreizehnten Juli zwanzig zweiundzwanzig. Da sind wir wieder äh erholt von der Fusion. Äh super Spezialist irgendwie einen riesen Aufwand getrieben habe, um eine Multitrack-Aufnahme zu machen.
Linus Neumann
Am Ende nicht aktiviert hast.
Tim Pritlove
Die ich dann irgendwie, wo ich irgendwie das falsche Setting ausgewählt hatte und.
Linus Neumann
Habe ich dahin gefahren Tim, also insofern der Aufwand hielt sich ja auch in Grenzen für dich.
Tim Pritlove
Na ja, ich äh konnte das dann nicht auf mir sitzen lassen und äh musste das dann sozusagen nachträglich in in Sprechanteile aufteilen. Gerechte Strafe für mich.
Linus Neumann
Das war bestimmt eine schöne Arbeit.
Tim Pritlove
Das war ganz toll. Aber mittlerweile mache ich das so in so einem Zähnenmodus. Also das funktioniert äh schon ganz gut.
Linus Neumann
Und hast du heute? Nee, heute ist Multitrack.
Tim Pritlove
Heute ist Multitriki ist eigentlich immer Multitrain.
Linus Neumann
Multitrack eben, ne?
Tim Pritlove
Man muss ja mehrgleisig äh laufen, ja. Auch bei äh auch im Investmentbereich. Ja, man muss sich da.
Linus Neumann
Ja, nicht alles auf einen NFT.
Tim Pritlove
Diversifizierung ist äh ganz wichtiges Thema so.
Linus Neumann
Ja, die Investition hat äh auch einen Kommentar zu bekommen.
Tim Pritlove
Ja. Ja. Ja.
Linus Neumann
Willst du vorlesen, warum Zoo nicht spendet.
Tim Pritlove
Falls ihr wissen möchtet, warum ich nicht spende, ich.
Linus Neumann
Habe ich die ganze Zeit gefragt. Ich habe da immer gesessen warum schwendet Zoo nicht?
Tim Pritlove
Ja, das war mir auch immer ein Rätsel.
Linus Neumann
Jetzt kommt die Aufklärung.
Tim Pritlove
Ich mag es nicht, dass ihr mich mit eurem Gender-Deutsch unsichtbar macht. Eure männliche Zielgruppe und Haupthörerschaft ist euch nicht wichtig Fragezeichen? Dann braucht ihr auch mein Geld nicht.
Linus Neumann
Wollen deine Euroninnen auch gar nicht.
Tim Pritlove
Wir wir kriegen die nämlich von Os der sagt macht nichts, ich spende genau deshalb leitet sie also aus, wenn du vom Podcast her grundsätzlich unterstützen willst, kannst du es jetzt also machen. Bussi.
Linus Neumann
Äh Wir haben da lange kein Feedback mehr zu bekommen, dass äh ich äh primär äh einfach im generischen Femininum spreche. Gibt aber auch manchmal Leute, Also warte, mach's, mach's ja falsch. Haben wir jetzt hier gesehen. Äh aber äh der der eigentliche Kommentar, der glaube ich ganz interessant ist, war von Käthe, den fand ich ganz nett Ich bin Hörerin, vielleicht hilft dir ein kleiner Schwank aus meinem Leben zu etwas Verständnis dafür, welchen Unterschied Gendern machen kann, wann immer ich in Stellenanzeige lese, dass Elektrotechnikerinnen MWD gesucht werden, denke ich daran, dass ich als Abiturientin nicht den Mut hatte, Elektrotechniker zu werden. Ich konnte mir nicht vorstellen die Ausschreibung an mich gerichtet war, obwohl ich meinem damaligen Freund, seinen Techniker machte in Mathe helfen konnte. Heute hingegen. Hätte ich mich angesprochen fühlen können und meinen Traumberuf ergreifen können. Es geht beim Gendern nicht, Die männliche Hörerschaft. Mir das für dich persönlich tut, wenn du dich tatsächlich daran störst. Auch ist es keine demokratische Sache, bei der die männliche Mehrheit der bestimmende Faktor ist. Bitte mal einen Moment, welchen Unterschied es für dich schon macht, Dein Geschlecht nicht exklusiv angesprochen wird, kannst du dir vorstellen, wie Kacke es ist, gar nicht angesprochen zu werden. Viele Grüße von einer Pädagogin, die noch immer davon träumt, auf Strommasten zu klettern. Und gab dann auch direkt hier Cornrate, sagt der liebe Käthe, Daumen hoch für deinen Schrank. Tatsächlich hatte ich das Thema noch nie aus dieser Perspektive betrachtet. Sie leuchtet ein und ich bin schlauer durch deinen Beitrag geworden. Danke. Einen solchen Kommentar hat, Zoo nicht bekommen.
Tim Pritlove
Nee. Hat mich jetzt auch nicht schlauer gemacht.
Linus Neumann
Aber auch nicht dümmer. Na ja egal ich denke wir machen uns jetzt hier ein bisschen über Zoo lustig. Äh es ist diese gesamte diese Gender-Thematik ist ja politisch nach wie vor enorm aufgeladen, Es gibt ja jetzt auch grade wieder sehr viele Menschen, die meinen, dass ihr gerechter Beitrag zur zum gesellschaftlichen Diskurs ist, irgendwie transsexuelle zu bashen ja das äh wo ich haben noch nie einen Menschen, gesehen, wurden so und meinen das da findet jetzt der gerechte Kampf statt, dass sie denen irgendwie ihre Lebensverwirklichung ähm, erschweren wobei, das ist so das ist so das das finde ich ganz ganz ganz niedrig.
Tim Pritlove
Teile und Herrscher. Ja, es geht einfach bei diesen ganzen Diskursen nur dadrum, andere Gruppen ausfindig zu machen, die denen die Mehrheit nicht angehört so und sie äh als bedrohlich für den eigenen Lebenswandel darzustellen obwohl äh in der Regel dein Leben davon nicht tangiert wird so, mein Schwule tangieren mein Leben kaum, aber sind vor allem, Selbst wenn sie's tun, ist es nicht schlimm. Ja, aber lange, lange Zeit war.
Linus Neumann
Schule, Schule tangieren mein Leben sehr viel. Ich habe sehr viele schwule Freunde und die empfinde ich als große Bereicherung.
Tim Pritlove
Ja, vielleicht ist Tangieren jetzt nicht das richtige Wort gewesen.
Linus Neumann
Ja, das äh beeinträchtigen, die beeinträchtigen dich in deiner Lebensführung nicht. Genau. Und wenn sie's tun, dann nicht, weil sie schwul sind, sondern einfach ganz normaler Arschlöcher.
Tim Pritlove
Ja oder blöd oder was auch immer, das kommt ja die besten äh Familien und auch in allen sexuellen Orientierungen vor. Nur.
Linus Neumann
Ja, auch lesbische, schwule Behinderte können ätzend sein.
Tim Pritlove
Genau, aber äh darum geht es ja in diesen politischen Diskursen nicht, sondern es geht immer nur dadrum, irgendeine gruppe ausfindig zu machen, der halt viele nicht angehören, ja, die sich auch in diese Lebenswelt nicht eindecken können und dann wird das halt irgendwie aufgeblasen und zu irgendeinem Feind oder Problem erklärt, um einfach davon. Ablenken zu können, dass man nicht bereit ist irgendwie allen Leuten gleich Gutes zu wünschen und zukommen zu lassen und ja heute sind es irgendwie Transsexuelle. Früher waren's halt, Schule äh, und viele, viele, viele andere Gruppen auch, ja, auch religiöse Minderheiten, es ist völlig egal. Bei all diesen Diskussionen geht's immer nur dadrum irgendwelche Teilgruppen in irgendeiner Form zu einem Problem zu stilisieren, um da seine eigene radikale äh Agenda verfolgen beziehungsweise diese ganze radikale Agenda wird nur aus einem Grund überhaupt verfolgt einfach um diese ganze Aufregung und diese aufgeblasenheit in der Bevölkerung, die sich dann, alarmiert sieht und das irgendwie auf einmal als Problem dargestellt bekommt um um dann da was gegen tun zu müssen und dann soll man halt diesen Vollhorst, der das irgendwie gerade gemacht hat, äh äh unterstützen, damit irgendwie Schlimmeres verhindert werden kann, von einer Vor einer Bedrohung retten, die so gar nicht existiert so und ich meine, das ist halt einfach die faschistische Methode, So und nichts anderes und deswegen äh muss man da einfach mal ein bisschen ruhig Blut bewahren. Also wir haben wirklich eine Menge Probleme, aber das gehört definitiv nicht dazu.
Linus Neumann
Wirklich nicht, wirklich nicht. Äh nicht so ja lassen wir das. Ähm, ich habe das ja auch schon getwittert, ne, was äh viele von mir ja gar nicht wissen äh ich habe ich habe eigentlich ganz gerne recht.
Tim Pritlove
Was?
Linus Neumann
Ja
Tim Pritlove
Moment, ich muss die Webseite umschreiben.
Linus Neumann
Gar nicht so an. Aber äh ich finde schon.
Tim Pritlove
Nee, überhaupt nicht. Ist schon so, ja, ja, okay, mhm.
Linus Neumann
Wer hat gesagt Mas, kauft Twitter nicht? Ich habe diesen Tweet noch mal rausgegoogelt. Da gab's einfach so wunderschöne Antworten, ja? Also ich hatte ja im, Ähm wenn man das im am 15. April habe ich getwittert, kurz Manipulation via Twitter ist schon lang, Elon Musks Hobby. Das Ganze mit Twitter selbst zu machen, ist einfach nur ein lustiger Gruß aus der Küche, er wird nicht kaufen und dann kam halt so diese, Masketiere, ja und haben dann irgendwie. Und haben dann äh habe ich dann sicher keine Ahnung habe, wie wie geil keine Ahnung von Wirtschaft und so. Na ja, da habe ich dann spät dann drauf geantwortet. Genau, was ist passiert? Elon Musk ähm hat, Zweifel daran erhoben, dass die von Twitter kommunizierte Zahl von circa fünf Prozent seien Bots oder Fake-Accounts. Äh nicht korrekt äh äh korrekt sein könnte ähm und hat dann äh Zugang zu Daten verlangt, die das belegen könnten, weil ähm natürlich ist, wenn die sagen, sie haben fünf Prozent oder ist das ist natürlich entscheidend für den Wert des Unternehmens. Weil sich ja der auch der Wert von Twitter letztendlich daraus bestimmt, was äh wie viele Nutzerinnen es hat. Ja also er sagt ihm wurden nicht ausreichende Daten äh bereitgestellt, um das um die Angaben zu prüfen, und entsprechend äh betrachtet er dies als Vertragsbruch, und löst die Kaufvereinbarung auf. Ähm.
Tim Pritlove
Glaube ich nicht mit durchkommen.
Linus Neumann
Also ich bin mal interessiert. Es gab so ein paar Tweets von Datenanalystinnen, die ich jetzt, wo ich mir nicht sicher war, wie man den ob also wie gut jetzt deren Analysen wirklich waren, aber die halt schon sagten so, na ja, also wenn man jetzt mal einfach, Wenn Twitters Zahlen stimmen würden, was jetzt die Anzahl der Tweets und die Anzahl der aktiven Accounts angeht. Dann haben sie halt mal geschaut und meinten, ja da müsste halt eigentlich jeder äh also da da gibt's ein Missverhältnis, weil es müsste jeder Mensch, jeden jeder Twitter-Account im Schnitt fünf Mal pro Tag twittern. Das halte ich dann auch nicht für realistisch. Und dann haben sie jetzt so ein bisschen geschaut, wie viele Accounts haben überhaupt im letzten Monat getwittert? Wahrscheinlich ein ziemlich guter Wert wäre für tatsächlich aktive Nutzung.
Tim Pritlove
Also sieben Prozent oder sowas.
Linus Neumann
Also genau. Das äh, Also dass da dass da Musik ist für relativ viel Interpretation und Streit ist klar und dass da der der Kernwert des Unternehmens liegt ist auch klar. Andererseits hat Twitter hat äh Musk aber auch gesagt, Mein zentrales Agenda-Versprechen ist, dort die Bots loszuwerden, Also in seiner hätte er gesagt, ihr habt zu viele Bots, die müssen wir loswerden. Das werde ich lösen, ja? In dem ich wahrscheinlich einfach Geld dafür nehme oder was auch immer sein Plan ist, ja. Und wenn er dann sagt, nö, also viel zu viele Bots, ähm wird der eventuell sage ich jetzt mal vor einem kritischen Gericht äh Schwierigkeiten haben. Ähm und Twitter hat gesagt, na ja nee, wir verklagen dich jetzt, du musst kaufen. Und alle denken ja was was willst du mitm Chef, der gezwungen wurde, das Unternehmen zu kaufen? Darum geht's natürlich nicht. Es geht jetzt darum, mindestens diese Milliarde, Strafgebühr zu bekommen, um die werden sie zanken und oder. Um einen geringeren Preis, denn äh Twitter ist äh inzwischen nur noch 28 Milliarden wert und Musk hat hier glaube ich 44 Geboten. Das heißt, der wäre ja jetzt inzwischen schon sehr sehr stark überwehrt, was auch einer der Gründe sein kann, dass er jetzt versucht äh zu sparen, Ähm dann hatte noch ein äh Analyst äh argumentiert, Mask habe den vermeintlichen Deal als Vorwand genutzt um Testeraktien im Wert von achteinhalb Milliarden zu verkaufen, noch eine Milliarde Strafgebühr abzieht hat der trotzdem sich liquide Mittel in Höhe von 7,5 Milliarden, verschafft dir jetzt sagen kann, oh, die sind jetzt auf einmal da. Ich verstehe nur nicht, was das Problem.
Tim Pritlove
Braucht man da einen Vorwand.
Linus Neumann
Wahrscheinlich müsste er, wenn er so viele Tesla-Aktien verkauft, dass halt irgendwie klarer machen oder so. Also macht für mich alles.
Tim Pritlove
Es nur deklarieren, aber da kenne ich mich jetzt mit den Details des äh Börsengeschehens nicht aus, aber ich wüsste jetzt nicht, warum das jetzt irgendwie ein, er muss es halt nur ankündigen.
Linus Neumann
Leuchtet mir auch nicht ganz ein. Also die sehen sich jetzt vor Gericht, Twitter wird natürlich versuchen ähm, an deren Stelle würde ich jetzt versuchen die Milliarde zu bekommen und ihn eventuell noch wegen Rufschädigungen und äh Kursmanipulationen noch irgendwie für Schadensersatz zu verklagen.
Tim Pritlove
Auf Alkohol sperren.
Linus Neumann
Hätten sie machen sollen. Gab's ja ein sehr schön, es gab so ein Elon Musk Fake Account mit einem großen I. Also und äh der ist suspendiert und da gab's halt einen sehr schönen Feed, der dann sagte so Elon Muske kaufen nicht Twitter, Twitter Doppelpunkt, Hat dann einfach nur auf diese Couch gelingt, der jetzt das Fenned ist und alle so, boah, krass! Das wäre aber eigentlich geil gewesen, jetzt schüttet er den einfach mal geblockt hätte. Dann hätte er nämlich auf einmal doch wieder gekauft. Na ja, die die zanken sich jetzt ähm aber es ist schon selten, dass derartige Kaufvereinbarung dann am Ende doch nicht zustande kommen und, Am Ende sind beide jetzt grade in einer Scheißsituation, weil also Twitter, geiles Unternehmen, das jetzt irgendwie jemanden verklagen will, dass er's kaufen muss. Gleichzeitig haben die jetzt eine relativ stabile also eine gute Aussicht auf gewinnen, weil irgendeine Strafe wird der zahlen müssen. Äh Mask, wird jetzt zukünftig größere Schwierigkeiten haben, wenn er irgendwelche Kursmanipulationen durch angekündigte Deals herbeiführen möchte, das auch dauerhaft schlecht für ihn. Ähm, Ich ich sehe zwei Optionen, also eine ist, sie einigen sich fürn auf einen sehr viel niedrigeren Kaufpreis. Aber ich glaube es wird genauso sein, wie ich's gesagt habe.
Tim Pritlove
Was mich so beunruhigt ist, der einzige Grund, warum er das irgendwie kaufen, Wollen würde. Also man fragt sich ja immer, warum? Wozu was was weswegen was was willst du damit besser machen? Also denkst du wirklich, dass es jetzt irgendwie eine Investition, die am Ende Geld bringt? Ist das irgendwie dein Grund? Da frage ich mich halt so, ähm, keine Ahnung welche großartige Idee du da jetzt äh hast, die andere noch nicht gehabt haben, ja, die das äh also so als Bezahlmodell irgendwie könnte man vielleicht halt auch mal drüber nachdenken, würde aber wahrscheinlich auch Schwierigkeiten haben.
Linus Neumann
Ich glaube, das haben wir in der Sendung, als er dieses Kaufangebot machte, äh haben wir das ja auch schon ein bisschen darüber spekuliert. Es ist der also es ist das.
Tim Pritlove
Aber das andere wäre halt nur so ein neoliberale äh äh profaschistische Agenda um irgendwie sich die USA zu unterjochen, indem man den Disco äh Kurs äh komplett Einkauf.
Linus Neumann
Er seinen Kumpel Peter Fiel das jetzt noch. Kommen wir mal zu äh interessanteren Themen. Das Innenministerium hat die Cyber-Sicherheitsagenda, herausgegeben. Ich glaube so ein weiß nicht wenigseitiges Dokument mit acht Punkten, Jetzt sagen, das ist wie in der 20. Legislaturperiode. Nun äh Ziele und Maßnahmen definiert sind, um, im Cyber jetzt äh Besserung, Linderung äh herbeizuführen. Das ist natürlich sehr interessant, weil wir haben eine neue Innenministerin. Wir hatten vorher, ja Horst Seehofer das ist äh. Er war der Name Programm und äh jetzt haben wir äh Nancy Phaser, die, so scheint mir, Den Fehler gemacht hat, den Laden nicht einer Grundreinigung zu unterziehen, bevor sie da eingezogen ist, Auch das geht natürlich nicht so einfach. Da sind ja auch relativ viele äh Karriere äh Politik, also Karrierebeamte. Ähm, mit entsprechender Prägung, aber ich merke, wenn ich da ne mal in die Organigramme schaue, dann sind da einige Namen noch, die ich da schon sehr lange sehe und wo ich jetzt versucht hätte mal, zu gucken, ob man die nicht dem dem Markt wieder zur Verfügung stellen könnte oder so, ja? So aber okay, schauen wir uns an, acht Punkte, ich fasse sie mal ganz kurz, also ich lese sie einfach nochmal kurz vor. Cybersicherheits Modernisierung und harmonisieren, Cyberfähigkeiten und digitale Souveränität der Sicherheits Behörden stärken. Cyber Crime und strafbare Inhalte im Internet bekämpfen, Cybersicherheit der Behörden und des Bundes stärken. Cyberresilienz kritischer Infrastrukturen stärken. Schutz, ziviler Infrastrukturen vor Cyber-Angriffen. Das wäre ja mal interessant, Digitale Souveränität in der Cybersicherheit stärken, krisenfeste Kommunikationsfähigkeit schaffen und Sicherheit der Netze ausbauen. Das ist der der letzte Punkt. Da haben sie das cyber vergessen mit reinzumachen.
Tim Pritlove
Nicht genug Cyber drin.
Linus Neumann
Warnon, also sieben Cyberpunkte und einer hat was mit IT-Sicherheit zu tun. Das ist tatsächlich dramatisch, wie sich dieser Begriff leider durchgesetzt hat, ne? Also ich ähm na ja, okay. Fangen wir an. Erster Punkt, Cybersicherheitsarchitektur, modernisieren und harmonisieren. Worum geht's hier? Ähm Wir haben Moment, IT-Sicherheitsgesetz zwei, da war ja meine äh Stellungnahme. Ähm da hatte ich dieses Schaubild drin, in der die IT Sicherheitsagentarchitektur ähm mal dargestellt wurde von Sven Herpick ähm, und da hatte ich äh das da ist auch einigen, die die Stellungnahme auch tatsächlich gelesen haben. Äh aufgefallen hatte ich dann so generell Empfehlungen. Die Bundesregierung möge mir einmal dieses Schaubild erklären oder jemanden finden, der das kann. Und ähm.
Tim Pritlove
Also Hintergrund ist etwas unübersichtlich.
Linus Neumann
Ist etwas unübersichtlich und hat das Problem, dass natürlich sechzehn Bundesländer hast und eine Bundesbehörde und da ist tatsächlich einfach eine äh absolute ähm Zuständigkeitsdiffusion gibt. Was wollen Sie also machen? Ausbau des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik zu einer Zentralstelle im Bund Länderverhältnis. Und äh Glau auch dann die unabhängige Rehaufstellung des Bundesamtes versichert in den Informationstechnik. Diese, Wir haben immer gesagt, wir hätten gerne unabhängiges BSI, aber es soll immerhin ein unabhängigeres geben, Ja, es ist ein G zu viel. Ein GE zu viel. Ähm und, Dann wollen sie Zuständigkeitsverteilung im Bereich der Gefahrenabwehr im halber Raum anpassen. Es geht also insgesamt um schon eine Konsolidierung hin zum Bund. Das geht nicht so ohne weiteres, weil äh dafür ich glaube sogar eine, Grundgesetzänderungen notwendig ist, wie ich es höre. Kann's nicht einfach diese diese Kompetenzen den Ländern wegnehmen, Ich denke aber, dass eigentlich allen einleuchten sollte, dass man dass es auch einfach nicht genug Kompetenz und Personal gibt, um sich 17 mal vorzuhalten und das ist wahrscheinlich sinnvoll ist, hier eine äh eine Bündelung zu machen. Äh also das halte ich jetzt erstmal nicht für unsinnig, vor allem weil betrifft eben BSI und so Scherze wie den nationalen Cybersicherheitsrat das nationale Cyber-Abwehrzentrum, eine Sicherheitsstrategie für Deutschland 2021 soll weiterentwickelt werden und ja Zuständigkeitsverteilung im Bereich der Gefahrenabwehr im Cyberraum riecht halt so ein bisschen nach Polizei. Da müssen wir mal gucken. Jetzt muss man sowieso über dieses Ding schreiben. Das, was ich gerade vorlese, das ist alles. Ja, das sind immer hier so Bulletpoints. Mehr ist da nicht. Also das ist sehr ähm, In einem sehr frühen ähm Stadium der Genese. Ähm ja also sieht erstmal nicht nicht schlecht aus. Man kann durchaus sagen, dass das BSI an vielen Stellen ähm, vielleicht noch besser wirken könnte und äh ja unabhängiger finden wir auch erstmal gut, Schwierig wird's beim zweiten Punkt, Cyberfähigkeiten und digitale Souveränität der Sicherheitsbehörden, denn fragt man sich natürlich, welche Sicherheitsbehörde ist gemeint? Das BSI hatten wir doch unter Punkt eins. Ja, Das Bundesamt für Verfassungsschutz ist ja unsere Sicherheitsbehörde, auf die wir so viel vertrauen und die so viel mehr Cyber für uns. Verhindern könnte, Ja. Ähm. Hier steht dann jetzt so durch den Ausbau und die Stärkung technischer Ermittlungs- und Analysefertigkeiten und Instrumente bei den Sicherheitsbehörden sorgen wir dafür, dass diese dem technologischen Wandel im digitalen Raum Schritt halten können und Schritt halten und ihre gesetzlichen Aufgaben bei der Gefahrenabwehr und Strafverfolgung weiteren Bedarfsgericht wahrnehmen. Weiterhin für Daske. Also es ist schon sehr, sehr efemistisch. Durch den Ausbau der zentralen Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich, das ist die ZITIS, ja. Werden die Sicherheitsbehörden mit technischen Lösungen gezielt in ihren Ermittlungs- und Analysefähigkeiten gestützt. So, also die ZITIS soll Ermittlungs- und Analysefähigkeiten unterstützen. Ähm Polizei und Nachrichtendienste profitieren gleichermaßen vom Ausbau, Eigener nationaler Entwicklungsfähigkeiten und von der zentralen Bündelung der Investition und Entwicklungsfähigkeiten beizieht es. Ähm. Also hier geht es natürlich um Offel, also um letztendlich, Staatstrojaneranalysetechnik, Überwachungstechnologien, die bei gebündelt werden. Die meine schönste Maßnahme und Ziele für die 20. Legislaturperiode ist, die Schaffung einer gesetzlichen Grundlage für die CITIS. Stimmt nämlich, ich muss ich habe das auch vergessen, die Zitis wurde einfach gegründet. Das hat Seehofer damals, glaube ich, einfach gemacht, weil ich das, wir machen jetzt und normalerweise, wenn du eine Behörde haben willst, musst du ein Gesetz dafür haben, Der hat das aber einfach gemacht. Das war auch damals, also Andre hat sich damit sehr sehr äh sehr detailliert auch auseinandergesetzt. Üblicherweise kannst du nicht einfach sagen, neue Behörde, Pass auf, da bauen wir die hin. Und die Macht folgendes. Für den und den. Geil, ne? Was als Nächstes. So, dann musst du halt schon irgendwie ein Gesetz für haben, ja? Das möchten Sie jetzt haben.
Tim Pritlove
Geil. Wenn du Innenminister wärst, was würdest du denn da so als erstes für ein Institut gründen ohne ohne Gesetzesgrundlage? Konntest du was ausdenken?
Linus Neumann
Irgendwas mit Antifa? So eine Antifa Antifazentralamt oder so was. Zentralstelle für antifaschistische Aktion weil da würden die einfach so durchdrehen.
Tim Pritlove
Und dann.
Linus Neumann
Und dann ohne gesetzliche Grundlage, weil sind Anarchisten, Alter, ist ja wohl klar, dass die ohne gesetzliche Grundlage arbeiten. Irgendwie sowas.
Tim Pritlove
Steht doch also steht auch in der Verfassung, dass wir gegen Faschismus sind oder nicht. War das nicht so?
Linus Neumann
Für Antifaschismus und Heimat.
Tim Pritlove
Das kommt immer gut an. Das ein Knaller, das machen wir.
Linus Neumann
Zentralstelle für zu Pflege antifaschistischen Brauchtums und.
Tim Pritlove
Und das ist gut.
Linus Neumann
Ey Isi. Gut, aber mit so gesetzliche Grundlage wird dann nochmal längere Zeit diskutiert werden, aber nein, gut. Also zieht es so. Also meine Stimme hast du. Wählt Neumann.
Tim Pritlove
Also meine Stimme hast du. Wählt Neumann. Jetzt brauchen wir noch eine passende Partei für dich. Müssen wir uns auch noch was einfallen lassen, ist schwierig. Als unabhängiger Kandidat direkt Direktwahlinnenministerium.
Linus Neumann
Linus monarchistische Offensive. Okay pass auf. Lass uns weiter beim Thema bleiben.
Tim Pritlove
Okay, pass auf. Lass uns weiter jetzt was Neues.
Linus Neumann
Basis basisdemokratische Monarchie. Machen wir. Ähm.
Tim Pritlove
Basis. Ähm du weißt, du weißt, was die Basis auf auf Arabisch heißt, ne?
Linus Neumann
Äh Al-Qaida, nee, äh ja. Ja gut, äh wenigstens Leute mit klaren Prinzipien.
Tim Pritlove
Was war das nächste Thema?
Linus Neumann
Also äh nee, nee, äh Cyber, so was möchten Sie für die Sicherheitsbehörden haben? Eine umfassenden Digitalisierungsstrategie für das Bundesamt für Verfassungsschutz. Also das Bundesamt für Verfassungsschutz soll digitalisiert werden, Ich find's auch immer schön, also es ist schon spannend, weil, in all diesen Dingern verbirgt sich auch immer ein Defizit. Modernisierung der IT-Infrastruktur im Bundesamt für Verfassungsschutz. Fortentwicklung der Cyber-Fähigkeiten des BFV, deren nutzbaren Machung im Verfassungsschutzverbund, insbesondere Modernisierung von Recherchetools zur Aufklärung von Extremismus in sozialen Medien. Sowie Datenhaltungsanalysesysteme beziehungsweise Tools bei der Aufklärung und Früherkennung staatlich gesteuerter Cyber-Angriffe. So da habe ich jetzt Ähm also Extremismus in sozialen Medien ist ja ein Thema, dass äh Nancy Phaser wichtig findet, äh denke ist auch durchaus eins, wo jetzt ihre Aufmerksamkeit äh sagen wir mal Versäumnisse der letzten Jahre durchaus kompensieren sollte. Äh Datenhaltungs- und Analysesysteme zur Früherkennung staatlich gesteuerter Cyberangriffe. Also. Ich hatte da auch kurz mit dem äh mit dem Michael gesprochen. Der hatte mich dafür die Tages äh Show zu interviewt. Die stellen wie stellen die sich dieses Cyber vor? Früher kennen wir Früherkennung, Ja klar, stell dir mal vor, plötzlich ist da ein Cyberangriff. Da müssen wir Früherkennung machen, da brauchen wir Raketen ab, ab äh der Schirm. Wir hatten ja erst vor Kurzem die Sendung Hackbackrakete. Das ist also es es gibt da so eine Streef davon von so falschen Vorstellungen, wie das funktioniert, ja. Später kommen wir noch zu okay, Früherkennung, Leute, das ist TCP IP auf Glasfaser. Da müsst ihr richtig früh erkennen, so, Da müsst ihr aber richtig blitzschnell müsst ihr da sein. Verbesserte Befugnisse zur Aufklärung technischer Sachverhalte bei Cyberangriffen fremder Mächte? Wird's auch spannend, ja? Also hier geht's ihnen natürlich klar, beide Male hier staatlich gesteuert, fremde Mächte. Es geht ihnen um um Cyberwar. Interessanterweise auch das ein Thema, was wir hier ausführlich immer wieder besprochen haben, halt der, der Cyber-Awall, den Staaten führen, Im Spionagebereich die ganze Zeit stattfindet und im Sabotagebereich eben eher auf die Wirtschaft und dass wir in Deutschland, weißt du, jetzt alle sitzen da sagen, boah Cyber War. Wann kommt der Cyberwall? Ist der Cyberwall schon? Wann war der Nummer? Ja und in Wirklichkeit werden seit sieben Jahren rasieren die mit Rancing Wagings durch die komplette Wirtschaft. Alle immer so Bäcker braucht für dich. Ah Scheiße, Backup, äh jetzt hätten wir doch gern eins. Ja? Und niemand unternimmt etwas, ja? Es wird einfach so wahrgenommen und aber gleichzeitig seine, hoffentlich kommt kein Cyberwall. Das wollen wir aber nicht. So, Stärkung und Ausbau der Zentralstellenfunktion des BFV im Verfassung Verfassungsschutzverbund, also auch hier, Zentralisierung zum Bundesamt für Verfassungsschutz, das Bundesamt für Verfassungsschutz würde ich zugunsten der Zentralstelle für antifaschistische Brauchtum auflösen, aber, wird ja nicht gefragt. Ausbau und der Ermittlungsfähigkeit und Instrumente des Bundeskriminalamtes und der Bundespolizei im digitalen Raum, in den Bereichen Automotive IT, Internet der Dinge und Verschlüsselung sowie bei der polizeilichen Nutzung künstlicher Intelligenz. Das auch weißt du? Guck mal, uns gerade gesagt, unser also wenn es ein Problem grade zu lösen gilt in der Bundesrepublik Deutschland, für die Wirtschaft, dann sind es, Angriff. Wenn sie ein, also immer wenn du irgendwie cyber sagst, musst du sagen, wenn du irgendein Problem lösen willst, dann vielleicht das. Jetzt sagen die, das BKA muss dringend in den Bereichen Automotive IT, Internet der Dinge. Also ich meine, da brennt's ja richtig. Wir sehen ja, wie die ganze Zeit die Autos gehackt werden, ja? Und unverschlüsselung, ja gut, da weiß dann auch, wie der der, Also entweder die können Verschlüsse oder nicht, es geht natürlich um das Brechen vom Verschlüssen. Und künstliche Intelligenz. Also gut, dahinter dahinter verbirgt sich am Ende einfach irgendein Topf. Ein Haufen Geld, dass sie dann irgendwie.
Tim Pritlove
Das sind die Trägerworte, die halt in den Anträgen drinstehen müssen.
Linus Neumann
Äh Etablierung als wirksames Schwachstellenmanagements inklusive Installation der behördlichen Prozesse. Ja, das wäre immer schön. Das ist tatsächlich etwas, was wir auch lange fordern. Ähm, eben genau schaffen einer gesetzlichen Grundlage für zentraler Dienstleister der Sicherheitsbehörden Auf und Ausbau eigener nationaler Entwicklungsfähigkeiten und Bewertungskompetenzen bei der CITES, ja also da da geht es um Eigenentwicklung für, Ähm na ja, Staatsdujaner letztendlich, ne? Ähm, Dieser Teil also ähm könnte man auf jeden Fall sagen, da geht's nicht um Cybersicherheit, ne? Da geht's genau um das Gegenteil. Und das ist auch der Teil, der äh denke ich mal noch sicherlich nicht von neuen Leuten im Hause geschrieben wurde. So, dann soll, jetzt kommen wir wieder cyber, cyber Crime und strafbare Inhalte im Internet sollen bekämpft werden. Jetzt gucken wir uns an, was haben Sie denn da für Maßnahmen? Ja, also da wäre ja jetzt äh könnte man sich nochmal schauen, was also da wir haben ja Cybercrime, Milliardenschäden jedes Jahr. Alles klar. Weiterer Ausbau der Abteilung Cyber Crime BK. Okay. Ausbau der zentralen Kompetenz und Servicedienstleistungen des BKA zur Bekämpfung von Cybercrime, Also ja, BKA soll mehr in diesem Bereich äh machen, Stärkung der internationalen Zusammenarbeit des BKA im Bereich Cybercrime unter anderem im unter anderem im Rahmen internationaler Counter Initiativen. Aha, man interessiert sich für Rensoware, Aber Stärkung der internationalen Zusammenarbeit auch das ne ja sehr schwammig, wir wir die Geheimdienste werden's nicht mit BKA zusammenarbeiten ähm. Wenn sie mit dem FBI oder was auch immer, ja. Förderung eines EU-weiten Rechtsrahmens zu Verhinderung und Bekämpfung des sexuellen Missbrauchs von Kindern dabei insbesondere Verhinderung der Verbreitung von Kindesmissbrauchsdarstellungen im Internet, Das ist Chatkontrolle. Steht da nicht. Hat ja sehr klar, Ich war live dabei bei Markus Lanz, den Chat-Kontrollplänen einer Absage erteilt. Im Fernsehen und auch in anderen Fernsehen drin. Mehr mehrmals klar gesagt, dass sie diese Chatkontrolle für überzogen hält, dass sie auch mit der darüber reden möchte, selbstverständlich gleichzeitig kann sie ja nicht sich gegen die gesamte Strategie wenden, also wird da etwas kommen Chatkontrolle steht hier nicht drin, aber, Ne, das das stünde im nächsten Satz. Da muss man also äh da muss das Holzauge wachsam sein. Entwicklung einer nationalen Strategie zur Bekämpfung der sexuellen Gewalt gegen Kinder. Ähm, Erstellen eines jährlichen Bundeslagebildes sexuelle Gewalt gegen Kinder. So, ich möchte nochmal sagen. Wir reden hier von Cyber Sicherheitsstrategie, ne? Das hat also ist schon sehr weit hergeholt, dass das jetzt da ein Thema ist und warum ist das so problematisch, dass es hier mit reingenommen wird? Wir haben das auch damals oft genug besprochen hier mit Viktor und Khalisi. Es wird der Eindruck vermittelt, dass es sich hierbei um ein um ein Cyber-Phänomen handle. Es handelt sich aber primär einmal um einen Missbrauch, der in der realen Welt stattfindet, insofern schon sehr erstaunlich, dass wenn sie sagt, hier wir möchten Cyber Crime einschränken. Das Erste, was also erst kommt, eine internationale Zusammenarbeit in der dann kommt sexueller Kindesmissbrauch. Personelle und technische Stärkung des BKA bei der Bekämpfung der sexuellen Gewalt gegen Kinder technisch auch wieder äh riecht nach äh Technik. Äh und dann. Erstellung eines zentral durch das BKA koordinierten und bundesweit abgestimmten Melde- und Löschprozesses bei Missbrauchsdarstellungen im Internet. Wäre also, wenn man's freundlich nennen möchte, wäre das der Löschen statt sperrenbereich, den das BKA. Ja äh oder den die Polizei nicht verfolgt hat Ja, das waren ja auch die Klagen oder die die Beschwerden, dass die löschen Löschung nicht stattgefunden haben, Kombination mit Förderung eines EU-weiten Rechtsrahmens, sind wir aber auch gleichzeitig wieder sehr nah dran an dieser Idee Chatkontrolle Interpol. Also das kannst du beides da reinmappen. Es ist halt zu schwammig, um das hier zu interpre, auf jeden Fall wäre man schlecht beraten zu sagen die Chatkontrolle ist vom Eis. Intensivere Bekämpfung strafbarer, insbesondere rechtsextremistischer Internet-Inhalte, unter anderem durch Stärkung vorhandener Strukturen beim BKA auf äh, Ausbau der Ermittlungsfähigkeiten der Bundespolizeientfernung im Bereich Cyberkriminalität durch personelle und technische Stärkung, konsequenter Ausbau der Zitis, um digitale Ermittlungswerkzeuge für die Sicherheitsbehörden zur Stärkung der Auswertung Analysefähigkeiten Kampf gegen Cybercons entwickel. Halten wir fest, wenn sie also von Cyber Crime und strafbaren Inhalten im Internet reden, dann meinen sie primär ähm, Ja ähm Kindesmissbrauch und und äh Nazis. Ähm beides große Probleme, aber wahrscheinlich eigentlich, jetzt sage ich mal nicht unbedingt das Erste, was einem einfällt, wenn man an Cyber denkt.
Tim Pritlove
Vor allem nicht cyber ich hasse dieses Wort. Nicht nicht also es ist nicht nichts Computernetzwerkspezifisches.
Linus Neumann
Genau. Genau das ist das ja und das ist äh besser kann ich's nicht sagen. Es ist nichts. Es ist es ist einfach nicht cyber.
Tim Pritlove
Das ist wie wie alles irgendwie sich im Netz wiederfindet und wiederspiegelt, ja.
Linus Neumann
Komme wieder zurück zum Cyber. Ist cybersicherheit der Behörden des Bundes stärken. So, hier soll es darum gehen, dass die Behörden, und äh staatliche Infrastrukturen besser geschützt werden. Da ist die Bundesregierung vorrangig gefordert, eine signifikante Erhöhung der Cyberresilienz, Behörden des Bundes sicherzustellen. Der Bund muss die Schutzmaßnahmen in seiner IT-Sicherheitsarchitektur unverzüglich, gesteigerte Bedrohungslage anpassen, äh nahstehende Verstärkungsmaßnahmen sind unerlästig. Gesetzliche Verankerung der Informationssicherheit und Umsetzung eines Verstärkungsplanes für Cybersicherheit des Bundes mit der Einrichtung eines Chief Information Security Officers für den Bund. Klammer auf und eines Kompetenzzentrums zur operativen Sicherheitsberatung des Bundes, ist quasi die ne die in Unternehmen die höchste, Verantwortliche Personen für IT-Sicherheit, für Informationssicherheit. Da heißt es doch, dass es ein schöner, alter Hacker-Begriff Information, IT Secret. Richtig schönes. Richtig schönes Wort. Ohne Cyber, das C, das C steht nämlich für Chief, nicht für Cyber. Will man erst, man denkt es, Eiweiß.
Tim Pritlove
Aus der Häuptling.
Linus Neumann
So ähm da ist mir nur zu eingefallen wenn es das bisher nicht gab dann erklärt das auf jeden Fall einiges.
Tim Pritlove
Ja, Sie können sich auch noch mal einen CTO auch noch äh zulegen. Das wäre vielleicht auch noch ganz.
Linus Neumann
CIO haben Sie ja schon. Ja, Markus, Richter heißt er, glaube ich. Ist aber nicht der von. Etablierung des Grundsatzes Security by Design and by Deforte in der Bundesverwaltung. Ja Wahnsinn. Dann gab's also auch noch nicht. Ausstattung der Bundeswehr mit weiterentwickelten IT-Produkten System für sichere Kommunikation sowie Investitionen in Quantencomputing und Posts, Quanten? Kryptographie, Investigation in Investitionen in Quantencomputing beim BSI zu gewährleisten, um den sicheren Regierungskommunikation, der Hochverfügbarkeit der Rechenzentren des Bundes, Weiterentwicklung des Informationssicherheitsmanagements. Ja, okay, also die haben erkannt, dass sie in ihren Behörden ein äh sehr, organisch gewachsenes äh äh Äckerchen haben und wollen da ein bisschen was reintun. Dass man in neue äh äh Technologien investieren muss, ja ich sehe da jetzt auch nix, wo ich mich drüber aufregen müsste, ja. Cyberresilienz kritischer Infrastrukturen stärken. Immer wieder mit diesem kritischen Infrastrukturen. Ja, ich habe das auch hier schon hundertmal erklärt. Die sind. Bei weitem nicht so digital, wie man es sich vorstellt. Ähm ja die laufen auf ganz katastrophal veralteter Technik und da muss es sauberes Management geben, aber mit den kritischen Infrastrukturen hat sich schon das IT-Sicherheitsgesetz eins auseinandergesetzt und dann auch das IT-Sicherheitsgesetz 2 nochmal, wo dann irgendwie die äh Unternehmen von besonderem öffentlichen Interesse. Formuliert wurden. Die Frage ist, was soll da jetzt sein? Ähm um bei Cybersicherheitsvorfällen schnell handlungsfähig zu sein, sollten Kritisbetreiber direkt an das BSI-Lagezentrum angebunden werden. Für jeden Kritissektor sollte da ein sektorspezifisches Cyber-Emergency-Responce-Team von den Kritis-Betreibern etabliert werden. Vielleicht keine so schlechte Idee ja zu sagen okay wir haben jetzt ein Seat für Strom oder sonst was. Ähm. Bisschen ja, da wird's auch am Ende sau der Schuld, dass das Ventil nicht wieder aufgeht.
Tim Pritlove
Ja, das war gar nicht der Russe, der cyber war's.
Linus Neumann
So dann sagen sie okay, sie möchten Investitionen in Cyberresilienzmaßnahmen in KMU, die dem Krittessektor angehören, äh fördern, also da soll, Soll halt die kleinen kritischen Infrastrukturen irgendwie in Resilienzmaßnahmen gefördert werden, okay, Einrichtung von Awareness und Cyberresilienz Projekten, die vom BSI und von externen Dienstleistern angeboten werden. Ja geil. Äh weißt du, wenn du kritische Infrastruktur bist und du hast zwei IT-Sicherheitsgesetze? Und und und 27 angekündigte CyberWars später immer noch nicht, brauchst du noch eine Wellness-Schulung, dann wird jemand.
Tim Pritlove
Von von einem KMU-Unternehmen.
Linus Neumann
Berücksichtigung der Sicherheit von IT-Lieferketten im Rahmen der Kritisregulierung. Da vermute ich, dass sie das Gleiche, was sie jetzt bei den, Mobilfunknetzen ja schon haben mit den kritischen Komponenten Komponenten, wo sie also versucht, das lese ich da rein, ja, versuchen aus den äh Netzen rauszuhalten, in denen sie halt irgendwelche regulatorischen Auflagen machen. Da musste muss der CEO unterschreiben, dass, keine bekannten Sicherheitslücken drin, geheim sind und auch da habe ich lange erklärt, warum es nicht die Komponente ist, sondern die, Zusammenarbeit mit den Integratoren, aber mich hört ja keine Prüfung der Etablierung sektorspezifischer Scherz für Kritiksbetreiber und enge Ankopplungen am BSI Lagezentrum. Ja, also, Ich bin mir sicher, dass die kritischen Infrastrukturen sich freuen, noch mehr Regulation zu bekommen und jetzt kommt, Kommen wir endlich an der sechsten Stelle zu dem ähm zu dem Schutz ziviler Infrastrukturen, also zivile Infrastrukturen würde ich jetzt denken, meine. Ich nehme ja am Cyberwall nicht teil, ich bin keine Behörde, also bin ich Zivilist. Zivilhack, zivile Digitalinfrastrukturen haben eine schon wollte Allianz in Sicherheit. Ja also das scheint da so da scheine ich angesprochen zu sein. Breitere Nutzergemeinschaft, insbesondere KMU. So und jetzt pass auf was kriegen wir? Erstens. Wir kriegen ein BSI-Information Sharing Paul ist ein, eine zentrale Webseite, wo sich dann die KMU informieren können. Schreiber kommt. So und.
Tim Pritlove
Dann.
Linus Neumann
Dann kriegen wir ein ziviles Cyber-Abwehrsystem, Oder ja Sets. Das zentrale Elemente einer zivilen Netzverteidigung enthält, mit denen aktiv und automatisiert auf Cyberangriffe reagiert werden kann. Das sind die beiden Sachen, die wir kriegen. Wir kriegen eine Webseite, wo wir gucken können und aktiv und automatisiert zivile Netzverteidigung auf Cyberangriff. Leute wie was für eine was für eine Vorstellung von Cyber haben die? Wir wir haben jetzt aktiv aktiv muss man auch noch aufpassen aktives Cyberabwehr ja und automatisiert, Wie stellen die sich das vor? Weißt du, wenn du die also nehmen wir wieder, weil das der häufigste Schanzer ist? Wie sieht so ein Angriff aus? Entweder irgendjemand hat ein Teamworker oder ein Remote Desktop offen gelassen oder einen Link in einer E-Mail geklickt, dann passiert zwei Wochen gar nichts funktioniert irgendwann mal der Drucker nicht, bis dann der Domain Admin an dem Rechner sein Passwort eingegeben hat, dann äh wird der Backup-Server abgeschossen, weil er in der Domäne hängt und dann werden alle Dateien verschlüsselt, ein paar ab um potentieller Mütze erpressen. So, das heißt, wo ist jetzt der Aktiv automatisierte schnell, Netzverteidigungsaspekt. Ich sehe ich verstehe nicht, wie die sich das vorstellen.
Tim Pritlove
Weiß auch überhaupt nicht, also mir fällt auch gerade gar nichts ein, was was da überhaupt helfen könnte. Also denken die sich da sozusagen so eine Art Zärt, wo man dann anrufen kann, sagen kann, ich bin gehackt worden, bitte helft mir.
Linus Neumann
Bilden sich ein und ich bin ganz irrisch, wo ich das hier, finde. Äh das ist glaube ich und in diesem Aktiv ähm, Die bilden sich ein, dass sie, wenn denn ein richtig schwerer Angriff ist, ne, Aber nur wenn es schwer ist, dann muss man den Server ausschalten, wo der herkommt und das hat das hörst du so in der Tagesschau. Beim schweren Angriff. Dann dann wollen sie den ausschalten, Das also aktives Abwehr, gut jetzt ein bisschen Spaß beiseite, besteht natürlich im im Bloggen bestimmter IP-Adressen in Blocken bestimmter äh Domänen, von denen du weißt, dass da ähm, Schadsoftware herkommt, ja das ist also da kann man schon was machen Ja, also ich das kann sicherlich Angriffe verhindern, wenn man weiß, okay unter folgende Domains gibt es gerade, äh äh wird gerade bereitgestellt, weil die wird ja immer nachgeladen über einen Dropper, also Excel Marco, kommen wir gleich auch noch mal zu. Ähm äh Office Micro ähm, Jetzt kannst du natürlich sagen, okay, wir haben eine zentrale DNS-Infrastruktur mit einer Blockliste, die versucht sicherzustellen, dass halt, Schatz auf fair, verbreitende Domänen gesperrt werden, vielleicht auch IP-Adressen gesperrt werden, die bekannt sind kann man schon auch positiv sehen, Was ich nicht sehe, ist, boah, da ist sein so ein starkes da müssen wir jetzt da, da fahren wir aber jetzt ins Rechenzentrum, machen den Server aus. Das ist ja das, was Sie sich so vorstellen. Das ist auch das, was natürlich der Gesellschaft so verkauft wird. Ja, ja natürlich. Wenn da so, wenn da so ein so ein cybericher Server steht, der so stark ist, Da muss man aber der Staat auch mal einfach. Machen, ja. Es es steht da leider so eine eine nicht also das trifft halt nicht das, wie Angreifer, vorgehen, Angreiferinnen vorgehen, die Sache, die ich hier klar sehe, ist. Im schwierigen Bereich, weil wir im Bereich der sind und so weiter. Ja, Natürlich kann man sich eine und das nutze ich ja auch, ich nutze ja für meinen selbst souverän in meinen DNS-Servern auch Speerlisten, dass sich bestimmte Domains im Zweifelsfall nicht auflöse, die äh, die ich nicht äh wo ich wo's mir lieber wäre, wenn meine Rechner sich da nicht hinverbinden. Aber man muss sich natürlich auch überlegen, dass das nicht sonderlich äh zielführend ist. Weil als ich mit Thorsten damals 2016 oder was oder 2015 sogar diesen 1ten weitverbreiteten Brandsong Royal analysiert habe, ähm der hatte so eine Domain-Generation ähm, Algorithmus. Funktioniert also so. Der der würfelt sich quasi, aus dem Datum und einem Random Seed einen Domainnamen, den er versucht, wenn sein Primärdomänen nicht funktioniert. Also wenn du ihm den DNS sperrst, fängt der.
Tim Pritlove
Irgendeine Domäne aus und auf der anderen Seite weiß man auch, welche das jetzt zu welchem Zeitpunkt ist.
Linus Neumann
Und das sind und wenn die nicht funktioniert, dann versucht er die Nächste. Und so geht der Tausende durch. Also du hast einfach so ein random Generator?
Tim Pritlove
Bisschen wie diese second äh wo dein Device sozusagen alle 15 Sekunden eine andere Zahl anzeigt und auf der anderen Seite weißt du halt auch, welche Zahl da angezeigt wird und dann kannst du direkt darauf äh.
Linus Neumann
Und wenn du jetzt, wenn du den wirklich abschießen möchtest, musst du alle diese Domain sperren. Du musst also viele hunderttausend Domains jeden Tag sperren, damit der nicht funktioniert und der und es es ist quasi natürlich dadurch, dass das Rolling ist, ist es de facto endlos.
Tim Pritlove
Hilft nur beschränkt, sagen wir's mal so.
Linus Neumann
Es hilft nur beschränkt, genau.
Tim Pritlove
Das ist also die Sicherheitsagenda oder hast noch ein.
Linus Neumann
Ne Moment, ne? Wir waren jetzt bei sechs, jetzt kurze sieben.
Tim Pritlove
Oder wie viel Gips.
Linus Neumann
Acht. Digitalsouveränität in der Cybersicherheit stärken. Jetzt haben wir diesen Begriff der digitalen Souveränität wird ja auch von vielen kritisiert. Ähm sehe ich nicht so kritisch. Klingt ein bisschen doof, aber müssen die Sachen ja net. Das ist im Prinzip alles so deutsches halber Sicherheitsforschung kriegt mehr Geld, Kommunikationstechnologien, 5G6G soll mehr Geld kriegen, äh Prüfmöglichkeiten des BSI ähm für kritische Komponenten sollen erhöht werden. Und ähm innovative Forschungsformen. Also insgesamt, da ist so dieser wir investieren jetzt mal in ähm in äh Forschung. Und dann wollen sie noch die äh, krisenfeste Kommunikationsfähigkeit schaffen, äh uns das wird ja auch wieder voll sie wollen dem die den weit die Weitverkehrsnetze, gemäß der Netzstrategie 201330 für die öffentliche Verwaltung modernisieren. Ähm sie wollen die Behörden, das wird dir gefallen, Tim, zentrale Unterstützung der Behörden bei der Einführung von IP V sechs.
Tim Pritlove
Oh Mann, Alpti vor sechs. Ich weiß noch, wann ich meinen ersten Vortrag habe auf IPV sechs aufm Kongress gehalten habe. Das war, Ich weiß es gerade nicht mehr. Lasse mich kurz nachdenken. Das muss, hundert ähm das muss irgendwie, vierundneunzig.
Linus Neumann
Sein, ja. Na ja, dann wollen Sie äh da geht's ja Einführung eines zentralen Videokonferenzsystems für die Bundesverwaltung Modernisierung des Digitalfunknetzes für Behörden, Einrichtung einer Breitbandkommunikation im Digitalfunknetz, ja, okay, da wollen Sie ein bisschen Infrastrukturinvestitionen machen ähm ja. Jetzt fragt man sich mal, was was wären denn so Forderungen gewesen, die wir sonst noch hatten, ne? Wie wär's einfach mit Produkthaftung? War ja immer, also ich denke mal vielleicht ein bisschen meine Perspektive. IT-Sicherheit wird ähm tendiert dazu, kaputtreguliert zu werden, weil den Leuten nichts besseres einfällt, als mit irgendwelchen Checklisten daher zu kommen. Unternehmen, jetzt mach mal einen Audit, jetzt haben wir hier Iso 27001 audit, wir müssen fünfundachtzig, hundert Kreuze machen, Wenn da eins nicht ist, dann hast du ein Auditfeinding, dann musst du es anders machen, weil du hier nicht den weil du den falschen Schlüssel verwendest. Das ist es führt kein führt hier keinen weiter. IT-Sicherheit muss leider nun mal dynamisch. Äh gemacht werden und äh so verstehe ich das eben auch im beruflich. Ja, dass du kannst nicht sagen, ja wir haben hier irgendwie so einen Standard und wenn du den jetzt erfüllst, dann bist du sicherer. Du musst dir überlegen, was macht dieses Unternehmen will das erreichen? Welche Angriffsflächen sind dafür notwendig und wie gehe ich mit denen um? Und wie was sind die Risiken für dieses Unternehmen? Kleiner Hind, alle Dateienverschlüsse ist für die meisten Unternehmen durchaus ein Risiko so äh wie begegnen wir dem? Machen wir einen Plan, stellen wir uns darauf, stellen wir uns dafür auf, dass wir eben den, Den Notfall nicht zu Disaster werden lassen. Das IT-Sicherheit. So und, Das muss kannst das beste Ziel ist, sieh bitte zu, dass der Geschäftsbetrieb aufrecht erhalten werden kann, kann man dafür natürlich Empfehlungen geben, ja und dann gibt's auch natürlich Best Practices und so weiter. Aber. Wenn ihr zum Beispiel einfach sagt, okay, pass auf, du hast ein IT-System hier beim Verkauf für viel, viel Geld, Du haftest dafür, wenn das Ding irgendwie äh Schwachstellen hat, die diesem Unternehmen einen größeren Schaden zufügen. Du haftest dafür, wenn das nicht funktioniert. Du haftest dafür, dass du Security bei Design Security bei Defauld hast. Nicht nicht sinnvollen Standards genügt, sinnvollen Best Practices, sinnvollen Stand der Technik oder eben klar einfach Schwachstellen hat, dann bist du schuld, Und dann kannst du dafür Haftfolger gemacht hast. Meinst du, wie schnell sich in den IT-Buden auf einmal, Development Lifecycles etablieren und irgendwie Coding Practices und so weiter und und auf einmal halt ganze Bload und Legacy aus dem ganzen Scheiß rauskommt. Wenn die wenn die für das Problem, was sie da schaffen, am Ende auch noch haften würden, Würde ganz schnell gehen und zwar könntest du das der Dynamik des Marktes überlassen. Das geht ganz schnell.
Tim Pritlove
Einfach so. Einfach so. Aber was ich jetzt nicht verstehe ist.
Linus Neumann
Update.
Tim Pritlove
Warum steht da jetzt nix äh mit Blockchain? Also.
Linus Neumann
Sei froh, ey, sei froh, dass er einzig Gute.
Tim Pritlove
Ich dachte so sollen alle Probleme lösen.
Linus Neumann
Dann äh so dann natürlich also Produkthaftung und Updateszwang, ne, diese also beziehungsweise ähm, Mindesthaltbarkeitsdatum sind so die beiden Forderungen, die wir jetzt die ganze Zeit haben. Ähm. Es ist jetzt nicht der große Wurf ähm, Das ist man kann das jetzt auch nicht wirklich mit mit einmalig Befugnissen und Geld vergießen. Risiken sehe ich natürlich bei irgendwie den den potenziellen Ausstattung von äh BKA, Citis, äh BFV, äh deren Äh wie wie Werte, wie nennen die es immer, Befugnisse, ne? Oder die nennen es Kompetenzen und Befugnisse? Meinen damit aber natürlich eigentlich äh Grundrechtseinschränkungen. Das äh da da kann man nochmal schauen, was da kommt. Da werden wir also auch in diesem äh in dieser Legislaturperiode nicht verschont bleiben. Dann äh gab es jetzt in meiner Wahrnehmung einige Leute, die es mit diesem Server herunterfahren äh interpretiert haben als Hackback, Das lese ich da noch nicht raus. Ich lese da nicht offensive Fähigkeiten für äh für für diesen Fall. Nancy Feeser sagt auch immer, dass die Heckback ablehnt, Ähm das, was hier mit aktiver Cyber-Abwehr gemeint ist, verstehe ich, Als äh DNS-Sperren eventuell IP-Sperren, es liest sich hier noch nach freiwillig und, mit diesem Server herunterfahren. Äh ich bin mal gespannt, welcher Hacker so doof ist, Einen Server in einem in einer Juristion zu betreiben, wo Nancy Phaser ultimativ die Macht hat, den Ausscheider zu drücken, Und ihre Angriffe so strukturieren, dass das tatsächlich durch das Ausschalten eines Servers alles vermasselt ist so. Boah, wir hatten voll die geile Hacking-Kampagne, die war so oh nein, ihr seid nicht selber ausgemacht. Jetzt äh oh, Jetzt können wir die Software nicht auf einen anderen deployen und einfach weitermachen. Haben die ausgemacht, die Schweine, ey.
Tim Pritlove
Die Vorstellung, dass irgendwie Dinge nur noch auf einem Server passieren oder ein einziger Server äh etwas aus dem Tritt bringen kann, die ist halt alt.
Linus Neumann
Das war klar. Das war übrigens auch zu diesem Thema. Also Tagesschau kriegt man ja relativ viele Fragen, aber genau diesen Aspekt, das war dann auch das, was sie äh in die Sendung genommen haben. Ich dachte so, ich kam mir jetzt schwer vorstellen, dass es noch angreifenden gibt, die sich so ungeschickt äh verhalten.
Tim Pritlove
Ich habe mal geguckt, was dieser Herr Markus Richter äh der Beauftragte der Bundesregierung für Informationstechnik, ähm was den eigentlich so qualifiziert und ähm na ja also er ist Jurist. Tätigkeiten umfassten Personalwesen, Organisation des Büro des Präsidenten sowie Grundsatzfragen, Integration und Migration äh als er irgendwie sich beim BAMF äh beschäftigt hat, Dann ist er irgendwann Abteilungsleiter für Infrastruktur und IT geworden.
Linus Neumann
Ja also das das erklärt dann ein bisschen, warum hier so viel drin steht, wer alles mehr Geld kriegt und äh größere Organisationen, ne? Das äh kann das erklären.
Tim Pritlove
Ah, hier steht noch ein Grund. Er ist Mitglied in der CDU.
Linus Neumann
Ich habe ja gesagt, dass das wäre, das hätte ich Nancy Phasers erster Arbeitstag. Wer von euch hat denn ein Parteibuch? Zeigt mal, was für eins. Geht mal.
Tim Pritlove
Na ja gut, also ich finde das jetzt nicht generell verwerflich äh aber, ich hätte jetzt, also weil du vorhin meintest, wir haben ja ein CIO, und äh dachte ich so aha okay welche kompetente Person haben Sie da rein? Normalerweise ist es halt auch wieder eine rein politische Figur, Also es ist sozusagen eine, Eine politische Tätigkeit und man würde ja hier eher jemanden erwarten, also ich in meinem immer noch jugendlichen Leichtsinn, äh der erwartet, dass sich hier äh vielleicht jemand wiederfinden würde, der in irgendeiner Form, seit langer Zeit in diesen Security-Dingen äh unterwegs ist. Aber das ist just me. So bin ich halt. Mit meinem Optimismus und all dem Kram.
Linus Neumann
Ich ich kann jetzt da auch nicht viel zu sagen, ja, das ist natürlich wär's sinnvoll, äh jemanden zu haben, der sich da auch technisch mit auseinandersetzt, gleichzeitig ist es natürlich auch ein organisatorisches Problem. Insofern ist das nicht wahrscheinlich nicht so verkehrt, wenn man da auch jemanden hat, der mit Organisationsstrukturen.
Tim Pritlove
Okay, das äh okay, meinetweg.
Linus Neumann
Aber äh.
Tim Pritlove
Und es ist auch schon mal gut, dass es an sich die Stelle gibt, so weil sonst hätte man gar keine.
Linus Neumann
Oh, der kriegt ja jetzt bei dazu. Chiefinformation Officer.
Tim Pritlove
Na gut.
Linus Neumann
Also insgesamt kein kein großer Wurf mit den mit dem Ausbau der ähm der mittelunfähigkeiten für Strafverfolgungsbehörden und Geheimdienste wahr zu rechnen. Ähm, Man kann sicherlich auch sagen, dass beide nicht ähm nennenswert, gut funktionieren, ja, aber was sich hier, was hier die klaffende Lücke ist, eben. Was gibt es heute für brennende Probleme in der IT-Sicherheit, die unmittelbaren Handlungsbedarf zeigen und was wird dagegen unternommen und da ist das Ding halt ziemlich blank. Okay.
Tim Pritlove
Gut. Dann machen wir mit einem anderen Thema weiter.
Linus Neumann
Wir hatten es damals schon äh angekündigt Services sind ja jetzt in äh digital Markets Acts in ähm, Kraft getreten und wer wer beschwert sich drüber, sichere Messenger Frema und Signal sind gegen Interoperabilität, ja? Klar, äh WhatsApp soll ja dazu gezwungen werden, Nachrichten von kleineren, Messengern empfangen zu können. Das war die Idee. Wir haben damals auch hier mit dem äh.
Tim Pritlove
Patrick Breier.
Linus Neumann
Patrick Breier darüber gesprochen und von Edri, Jan Penrat drüber gesprochen, heißt es Thema, ja, also der Grundgedanke ist, WhatsApp hat so eine große Marktmacht, das ist eigentlich kein anderer Messenger überhaupt mehr konkurrieren kann aufgrund des Netzwerkeffektes, deswegen soll WhatsApp gezwungen werden eine einheitliche Schnittstelle zur Anbindung anderer Messenger, anzubieten, sodass es denen erleichtert wird, in den Markt einzutreten. Das ist sicherlich eine sehr ehrenvolle Idee. Äh weil die großen Anbieter ja eben auch durch ihre Marktmacht die diese weiter ausbauen. Ähm. Aber wenn du jetzt unterschiedliche Verschlüsselungsmechanismen hast, zwischen beispielsweise Threema und ähm WhatsApp, WhatsApp benutzt die gleiche Verschlüsselung wie Signal, ähnliche, Dann musst du jetzt irgendwie etwas schaffen, dass ein Signalnutzer äh oder ein Threemanutzer mit einem WhatsApp Nutzer äh sinnvoll kommunizieren kann mit der gleichen Sicherheit und ich habe ja hier öfter gesagt, das geht nicht. Dann kamen Leute, haben gesagt, mit Matrix wird das alles gelöst, da gibt's äh irgendwelche, eleganten Lösungen, die habe ich auch bei mir selber gehostet in der Version null drei. Das mag alles sein, nein es ja also das mag ja sein aber die Frage ist skaliert das? Und äh ja Threema hat äh sofort gesagt Sicherheitsbedenken, an dieser Stelle, bei anderen Messengern fallen dann auf einmal Metadaten an, die bei uns nicht anfallen. Durchgängige Ende zu Ende Verschlüsselung ist nicht möglich. Die sind einfach inkompatibel. Weil die Nachricht eben beim Übergang zu einem anderen Messenger entschlüsselt werden müssen und ähm, Liegen halt auch die Identitäten an andere Messenger. Also sagen die jetzt quasi und das sind ja eigentlich die, die genau die, die sie damit stärken wollten. Sind die Ersten, die ihr einfallen? Sagen äh äh freuen wir dich. Und Telegram wird wahrscheinlich sagen wie verschlüsselt? Haben wir nicht. Das ist äh ist dann doch so verlaufen, äh wie wir's äh.
Tim Pritlove
Man wundert sich, warum die sich jetzt erst melden.
Linus Neumann
Ja, ich meine, ja, das ist auch die Frage, ja.
Tim Pritlove
Ja, hören die unsere Sendung nicht oder was? Also da schicken wir mal eine Beschwerde hin. Aber, Das ist halt, ich meine, wir haben ja vor allem aus einer wir hatten ja die Diskussion mit, und er hat es halt aus einer, gut gemeinten politischen Perspektive heraus argumentiert und so verstehe ich ja auch diesen ganzen Ansatz. So, das ist ja irgendwie gut gemeint so und wir haben ja aus einer, technischen Perspektive heraus äh argumentiert, auch nicht unbedingt immer die die volle Wahrheit in sich äh trägt, nur in dem Moment, wo man halt wirklich über Verschlüsselungen und Interoperitäten, also sprich, Internetkommunikation, reden. Sind diese technischen Realitäten natürlich nicht ganz unerheblich und äh klar, man kann technische Realitäten auch anpassen, aber das bedeutet in dem Fall eben, dass Systeme ihre Sicherheit aufgeben müssen, weil sie ihre Kiffige quasi öffnen müssen. Ähm, obwohl das sozusagen gerade bei Streamer in gewisser Hinsicht auch bei Single natürlich, das ist das ist die Idee, dass es sozusagen der Grund, warum man das benutzt ist, dass es.
Linus Neumann
Ja
Tim Pritlove
Das also da ist der Käfig, der Sicherheitstechnik-Käfig da auch nicht geöffnet, sondern in sich geschlossen sein, in sich geschlossenes Konzept hat, ne. Also bei Frima, also wenn ihr vielleicht jetzt nicht alle hm benutzen, da ist man erstmal, Niemand, sondern da ist man irgendwie nur so ein sechs Buchstaben Zahlencode. Und man kann dann selber äh entscheiden, inwiefern man da seine Anonymität äh aufgibt und ähm auch wenn das, sagen wir mal so, für das ähm, Aufsetzen äh dann doch auch seine Nachteile hat, ganz klar, ne? Umso mehr du verschlüsselst, umso schwieriger machst du's natürlich auch erstmal am Anfang. Hat das eben auch zahlreiche Vorteile. Wenn ich mir anschaue in wie viel Singlegruppen ich jetzt irgendwie aufgenommen werde, ja und meine Telefonnummer sozusagen ungefragt, in die Welt äh gespuckt wird. Da habe ich dann auch schon so ein bisschen meine äh bedenken, aber wenn sozusagen jetzt auch noch äh der kleinste gemeinsame Nenner aller Messenger untereinander äh der Standard werden soll, dann dann wird alles noch viel schlimmer. Also das ist alles nicht wünschenswert und meiner Meinung nach auch technisch nicht durchführbar. Das müssen wir jetzt nicht alles nochmal wiederholen. Da haben wir sehr, sehr, sehr ausführlich in irgendeiner Sendung, die wir vielleicht nicht an uns schreiben, wenn wir sie finden. Ähm uns schon zu geäußert.
Linus Neumann
Wie gesagt, die mit Jan Penfrath damals glaube ich auf jeden Fall diskutiert.
Tim Pritlove
Ich glaube wir hatten auch noch eine Sendung, wo wir das unter uns diskutiert haben, ja ja unter uns.
Linus Neumann
Ne? Unter uns. Unter uns gleichem gleichgemeinten. So dann haben wir äh also ja da haben wir wieder Recht gehabt. So dann äh.
Tim Pritlove
Das ist ja das Wichtigste überhaupt.
Linus Neumann
Office Markros werden jetzt doch nicht deaktiviert. Also wir haben's ja hier gefeiert, dass Microsoft gesagt hat, okay, wenn, Wenn eine Datei aus dem Internet heruntergeladen wurde, dann deaktivieren wir automatisch die Makros. Und, Jetzt hat Microsoft gesagt, ah, nee, machen wir doch nicht. Und ich ich wenn wenn du, Eine Datei aus dem Internet runterlädst mit Markus und die ausführst, in irgendeiner Form kritisch für deine Geschäftsprozesse ist, dann solltest du dich darauf vorbereiten, bald nicht mehr tätig zu sein. So und es ist es muss abgeschaltet sein. Und jetzt hat Microsoft hat gesagt, sie sie rollen das wieder zurück, also mit dem nächsten Update ist es wieder an. Was auch wieder so die, die fürchterlichste Idee ist, wie du äh wie du agieren kannst, ja, dass du sagst, Hier wir wir lösen das Problem endlich nach 25 Jahren. Alle denken, oh ehrlich geil geil und dann sagst du so nee doch nicht. Also es ist katastrophal. Entsprechend haben wir auch eine Anleitung verlinkt, wie man dieses Feature wieder aktiviert. Ich rate allen dazu, allen Unternehmen, an Privatpersonen, allen unter der Sonne Markus, ganz grundsätzlich zu deaktivieren, nicht zu nutzen ähm nein, Nein und vor allem Vorsicht, das müsst ihr in Office äh in, in Excel, in Word und ich glaube sogar im Powerpoint gibt's auch Makros.
Tim Pritlove
Also man kann die schon nutzen, man sollte sie bloß nicht nutzen, wenn die Dokumente von jemand anders kommen.
Linus Neumann
Ich würde es, aber das ist genau das ist genau das Problem. Da kommt euch dann diese Warnung, wo drauf steht, Sicherheitswarnung Markus akquiriert, so ein riesiger Knopf, wo du dann drauf drückst und das ist der zum Aktivieren des Mak, Rechts oben in der kleinen Ecke sind Klaus kleines, graues Kreuz, was der, Finger weg vom Markus nicht machen, nicht machen.
Tim Pritlove
Ich würde ja sagen, Finger weg von Microsoft, aber ich glaube, da ja komme ich nicht durch.
Linus Neumann
Ja, das ist das ist das ist also wenn ihr sicher sein wollt, deinstalliert ihr das einfach, aber.
Tim Pritlove
Ich bin überhaupt der Einzige, den ich kenne, der kein Excel benutzt.
Linus Neumann
Ja weil du auch du auch nicht professionell arbeitest, Tim. Du du machst da irgendwie fünf Zahlen in in in oder so und denkst du hättest jetzt irgendwie ein.
Tim Pritlove
Ja. Genau. Aber ich halte es durch.
Linus Neumann
Ja mit fünf Zahlen hat man früher mitm Stift ein Blatt Papier gemacht.
Tim Pritlove
Stiftung Blatt Papier sogar.
Linus Neumann
Wahrscheinlich bei Nambas musst du wahrscheinlich auch nachher noch an der Seite rechnen, weil.
Tim Pritlove
Ich benutze auch kein Wirt. Und kein PowerPoint.
Linus Neumann
Es ist alles eine Geißel, aber ich komme leider beruflich nicht drumherum.
Tim Pritlove
Ja ja ich weiß, die Zwänge und so. Passt schon.
Linus Neumann
Ich benutze äh. Und PowerPoint und wenn ich also wenn ich private Vorträge mache eher Keynote aber im beruflichen Rahmen, PowerPoint tatsächlich auch. Also ich ich finde auch PowerPoint man kann bessere Sachen mit Powerpoint machen als sein Ruf ist.
Tim Pritlove
PowerPoint noch durchgehen. Excel verwirrt mich äh wird, beleidigt mich. Also das das ist einfach das das geht als das geht überhaupt nicht in meinem Leben.
Linus Neumann
Problem bei all diesen drei Tools ist, dass sie.
Tim Pritlove
Verbreitet sind.
Linus Neumann
Nee, die sinnvollen Funktionen weit verstecken. Ja, also ich kriege schon immer eine Krise, wenn irgendjemand in in wenn ich ein Word-Dokument kriege, wo jemand nach jedem Absatz zweimal Enter drückt. Das macht man nicht, man geht in die Formatvorlage und sagt sechs Punkte Abstand unter dem Paragraph.
Tim Pritlove
Ja
Linus Neumann
Ja? Aber, Taste ist halt näher dran und dann fangen die Leute an und machen irgendwie die Überschriften, jede Überschrift fett und dann fällt ihnen irgendwie ein Ei. Jetzt will sie auch noch haben, dann müsste, Nein, man ändert die Formatverlangen. Aber äh und äh das Gleiche ist bei PowerPoint, die sinnvollen Funktionen von PowerPoint sind im siebten in der siebten Unterebene des Menüs, Deswegen sieht auch alles scheiße aus, was die Leute. Okay, lassen wir das jetzt also.
Tim Pritlove
Also Microsoft Word30 war geil. Das fand ich richtig, richtig geil.
Linus Neumann
Wo so ein Füller. Nee, das war Wort sechs, ne, wohl so ein ich glaube.
Tim Pritlove
Ich rede von, als es noch kein gab. In den achtziger Jahren Microsoft war so mit auf Textbildschirm und so weiter. Das war wirklich richtig, irgendwie seitdem dieses Windows dazu gekommen ist, weil das alles überhaupt nicht mehr zu ertragen. Also da habe ich komplett Abstand genommen davon.
Linus Neumann
Das ist glaube ich der das ist sowieso das Problem.
Tim Pritlove
Eine kurze kurze heftige Liebelei, die wir äh miteinander hatten, aber es war dann auch schnell vorbei und 10 hat alles beendet und danach wollte ich von Microsoft, nie wieder nie wieder hören. Und es ist so, ich benutze A ich habe Skype benutzt, ich gebe es zu, aber die sind ja auch gekauft worden und äh für.
Linus Neumann
Haben wir uff.
Tim Pritlove
Schulische Dinge ist jetzt ab und zu sogar erforderlich dieses Teams zu starten. Ja ja, aber äh na ja, egal. Äh, Hast schon recht. Ich äh nehme mir da etwas heraus, was was äh sich eigentlich keiner herausnehmen kann.
Linus Neumann
Teams kann man also lassen wir jetzt nicht nicht also Office deaktivieren und fertig. Äh dann haben wir äh jetzt gibt's einen Brief, von EU-Abgeordneten, die sich an die gute Margarete Festtage äh.
Tim Pritlove
Bestimmt, oder? Ist das französisch oder belgisch?
Linus Neumann
Weiß nicht.
Tim Pritlove
Keine Ahnung. Egal. Wir wissen alle, was gemeint ist. Bis da. Gucke gerade hier in der Wikipedia.
Linus Neumann
Okay.
Tim Pritlove
Ich weiß nicht, was Doppelpunkt mit so einem komischen drunter.
Linus Neumann
Zeigt wie wie viel wir Sachen einfach nur im Internet lesen, wenn man dann nicht mal einmal die ist doch wahrscheinlich alle drei Tage im Fernsehen, der wird doch irgendwann mal jemand den Namen gesagt haben.
Tim Pritlove
Äh ja aber vielleicht nicht richtig.
Linus Neumann
Okay, sie hat angekündigt, sie möchte äh große Online-Dienste wie YouTube, Netflix für ihren Datentransfer extra zur Kasse bitten. Damit die Provider dafür, Telekom und Telefonica sollen dann eben an den Profiten der IT-Branche mitnaschen, schreibt Thomas Rudower Netz für Tick Org und fordern einen fairen Anteil ein äh scharfe Kritik. Ich glaube Thomas hatte auch schon darüber gesprochen Jetzt haben also 54 Abgeordnete mit äh so also aus dem liberalen Bereich links-grün ähm gefordert, darüber überhaupt mal diskutiert wird, ja ähm also Patrick Breier, Cornelia Ernst, Alexandra Gese, Helmut Scholz, Birgit Zippel und Timo Wölken, unter anderem insgesamt vierundfünfzig. Also sagt hier bevor jetzt die Netzneutralität aufhebt ähm wär's ganz schön äh wenn man äh sich damit mal wirklich auseinandersetzt, ja und, möchten eben, dass hier eine Konsultation, stattfindet und dass diese, möglichst breit mit der Zivilgesellschaft und Regulierungsbehörden stattfindet ähm und das ist sicherlich sehr, Also es ist hier wieder scheint wieder so äh ich sage mal, hier leuchtet die Breierleuchte, ne? Der hat uns jahrelang vor der Chatkontrolle gewarnt und man dachte immer, komm ey, Mein Hobby oder so, ja, weil das so so unvorstellbar komisch und irre war, vor vor was der da die ganze Zeit gewarnt hat, dass man dachte, damit kommen die doch nie durch. Und jetzt sagt er, ja, die wollen mehr oder weniger jetzt auf der anderen Seite des Internets äh plötzlich.
Tim Pritlove
Netzneutralität killen.
Linus Neumann
Killen und äh da muss man vorsichtig sein. So hoffen wir, dass wir da also weil und der Thomas hat uns ja auch schon gewarnt, also da müssen wir gucken, da müssen wir die Augen aufhalten. Dann ist vor einem Jahr die Verfassungsschutznovelle in Kraft getreten. Ähm die hatten wir hier natürlich auch behandelt, dass wir die, wo äh auf einmal alle 17 Geheimdienste, Inlandsgeheimdienste der Bundesrepublik Deutschland, Staatstrojaner benutzen dürfen. Ohne Richtervorbehalt und wie sie wollen und da gibt es jetzt eine äh Verfassungsbeschwerde von der Gesellschaft für Freiheitsrechte, ähm, die also argumentiert, da hier kein Richtervorbehalt, da es Geheimdienste sind und so, sind schwere Grundrechtseingriffe vorprogrammiert. Wir wenden uns dagegen, ähm die Anabiselli ist eine der Beschwerdeführerinnen von Netzbetik Och, die äh Chefredakteurin. Und hat äh dazu auch einen Kommentar geschrieben, warum das äh eben ein großes äh Problem ist, ein anderer äh ist Jean-Peters, Journalist und Aktionskünstler beim Kollektiv und äh die haben sich jetzt also dieser, die haben jetzt diese Verfassungsbeschwerde eingereicht und Ich glaube, es war in der Anhörung zu dem Gesetz, hatte André Meiß da so ein bisschen protokolliert, dass der Jurist Becker sagte, ja, ist ja eigentlich gut, wenn er das mal beschließt, weil dann kann man's endlich mal vom Bundesverfassungsgericht klären, aber besser, noch besser wäre natürlich, wenn ihr das sein lässt. Die äh Anwältin Seda Bashay Yildiz, die äh vom NSU zwei Punkt null da äh bedroht wurde, ist auch unter der Beschwerdeführerin, ja, Das wir wissen das dauert jetzt wieder jahrelang, aber ist gut, dass er's gemacht.
Tim Pritlove
Ja, sinnvoll.
Linus Neumann
Dann hätten wir noch eine ich sage mal eher so ein kurzes Thema, ne. Also es soll auch das ist natürlich jetzt irgendwie schwierig die EU möchte, dass man nicht möchte, die Möglichkeiten einschränken, anonym an Kryptogeld zu kommen und, ich kann den die Bestrebung verstehen, Ähm vor allem, wenn da so viel Kriminalität mit herrscht und vor allem auch so viel äh ja Geld, Steuerhinterziehung naheliegt, ja, äh dass dass sie also möchten, dass eigentlich niemand mehr, Das alles, was öffentlich irgendwie an Exchanges ist, registriert ist und dass die Exchanges, die mit anonymen Rollets äh arbeiten, irgendwie gebrandmarkt werden. Ähm Patrick Breier positioniert sich dagegen, weil damit eben die anonymen Zahlungen für Individuen ähm, Eingeschränkt werden sollen und das ist, ne, darum geht es. Ich persönlich habe mir da noch nicht die finale äh äh Meinung zu. Geschaffen, weil ich eigentlich schon den Eindruck habe, dass ähm, ja ich mit mit meinen Möglichkeiten Bargeld auszugeben, anonym bin, vielleicht hat er hier die bessere ähm Weitsicht, was die Bedeutung von Zahlungsverkehr im Internet in Zukunft noch bedeuten wird. Vielleicht denkt er auch daran, dass es äh hier irgendwann alles Web 3 ist und dann, Gleichzeitig ist es jetzt schon so, dass anonyme, Zahlungsmittel im Weitverkehr in großen Summen jetzt nicht unbedingt mhm besonders positiver Wertbeitrag zur Demokratie und Gesellschaft sind. Ich würde mich mit dem Thema nochmal in in Ruhe befassen, beziehungsweise es wird jetzt auch noch mal weiter diskutiert werden, also, ist es immer schlecht, wenn Anonymität verboten wird. Ja, gleichzeitig ist es ist die Idee von Bitcoin, dass du dein Wallet selber hast und selber machst und, das können die gar nicht verbieten. Ich mache mir jetzt einen Bitcoin und ich werde niemandem sagen, dass es meins ist und das können die jetzt auch nicht weißt du?
Tim Pritlove
Na ja, also hier geht's ja sozusagen dadrum also wen das betreffen würde, ne? Es würde äh, diese ganzen Börsen mhm. Betreffen, weil, Klar kann man theoretisch in der Krypto-Geldwelt äh alles unabhängig davon machen, Das Allermeiste läuft, diese Plattform und das auch aus gutem Grund, weil einfach kaum jemand bereit ist äh permanent zum Beispiel die ganze Blockchain vorzuhalten äh et cetera. Klar, da gibt's dann irgendwie tausend irgendwelche komischen Wallet äh äh Lösung, womit du das dann irgendwie auf deinem Telefon machen kannst, aber führt letzten Endes immer nur dazu, dass du dann doch noch in irgendeiner Form an einer App, an irgendeinem externen Dienst dran hängst der letzten Ende sicherstellt, dass deine Zahlung halt konform ist mit diesem Gesamtblockchain-Gewölk. Und. Das hier ist ja sozusagen die Miniversion von also die Alternative wäre gewesen, lass uns den Scheiß irgendwie mal komplett äh verbieten, weil der nervt uns eigentlich nur noch, die Traute haben sie halt derzeit noch nicht, weil natürlich jetzt auch eine ganze Menge Lobbyismus da im Hintergrund stattfindet, der eben sagt, so nee, nee, das ist irgendwie immer noch alles total die Zukunft und wollte nicht die ihr wollt doch sicherlich nicht die Innovation verbieten und dann werdet ihr komplett abgehängt. Also es gibt immer noch diese Vorstellung davon, es würde sich bei dieser Blockchain um irgendwas total geiles, äh wichtiges Handeln, dass wenn man das jetzt irgendwie sein lässt, dass man irgendwie abgehängt wird. Ich meine, ist ja nachvollziehbar, dass äh unsere, politische Klasse äh das Gefühl hat äh abgehängt zu sein, weil sie's ja sind. Ja, es ist ja sozusagen, dass wir das den den technologischen Entwicklungen laufen wir ja tatsächlich weitgehend hinterher Ja, also was Internetausbau äh betrifft, ja, IP V sechs soll jetzt mal eingeführt werden. Warum ist die 498 mein Vortrag? Aber egal. Ähm, all diese ganzen Dinge laufen halt äh schlecht, besonders in Deutschland, Ja, über Internetausbau müssen wir hier gar nicht erst wieder äh anfangen, einfach weil man überhaupt nicht verstanden hat Die ganze Dimension von dem Ganzen ist, was irgendwie wichtig ist, wie man da vorgehen sollte und auch wie man diese Märkte reguliert und diese ganze Kryptogeschichte überrollt jetzt irgendwie alles und weil da so viel Geld drinsteckt von einzelnen, die jetzt wahrscheinlich auch extrem Druck äh ausüben äh sehen sie halt einfach auch überhaupt nicht, worum es sich nämlich dabei wirklich handelt, nämlich im Wesentlichen einfach um. Betrug Wesentlichen, also es äh in meiner Perspektive und von daher ähm, Bin ich generell für Regulierung? Ja äh einfach um, diese Eigendynamik in diesem Bereich und das hohe Betrugspotential äh irgendwie in den Griff kriegen zu können. Weil das findet da halt äh statt. Immer wieder nur empfehlen hier äh das Blog, ja, wo einfach also man muss sich das einfach mal klarmachen, was in diesem sogenannten Finanzsystem. Täglich für Scams ablaufen. Also wir reden hier nicht von da ist mal was bei einer Bank schiefgelaufen, sondern da wird einfach täglich im Bereich von Milliarden und hunderten von Millionen abgezogen, gescannt, brechen irgendwie Systeme zusammen. Der ganze Krypto-Cash wäre am Anfang ja schon äh wieder Scherze gemacht über den Kurs. Also da wird gerade massiv Geld vernichtet und zwar wird vor allem das Geld von Leuten vernichtet, die einfach da reingezogen worden sind durch flashy Werbung und irgendwelche blöden äh Prominenten und Sportler und so weiter, die ihren NLT-Scheiß äh anpreisen Wird halt alles nur gemacht, um einfach noch genug zu finden, die jetzt noch bereit sind, da Kohle reinzudrücken, damit all die Leute, die die ganze Zeit eben diese äh diese Assets, die sie da erworben haben, versilbern zu können, dass sie noch zum Zug kommen Und da macht sich schon in gewisser Hinsicht eine gewisse Panik breit. Ich lenke jetzt ein bisschen vom eigentlichen Thema äh ab, aber wie geht's da auch eher ums Generelle, ja? Jetzt hier wirklich Anonymität noch eine große Rolle spielt so. Ich denke, man muss hier vor allem äh regulieren, um zu verhindern, dass die Leute noch weiter über den Tisch gezogen werden und kann das durchaus auch ein Mittel sein, weil letzten Endes geht's ja hier nur da drum, äh. Diese ganzen Räuberbanden, die da unterwegs sind irgendwie auf den selben Level zu stellen wie äh das normale Finanzsystem und wenn die weil wenn sie behaupten ja immer sie wären ja im Finanzsystem, da sollen sich ja auch bitte an diese Hemdenregeln halten und dann werden sie halt schon sehen, dass das irgendwie alles einmal nicht mehr funktionieren wird in dem Moment, wo sie sich halt äh auch einfach mal der geltenden Gesetzeslage unterwerfen zu haben.
Linus Neumann
Also ich ich zitiere jetzt einfach mal, Patrick Breier, ja, aus seiner äh PM nur um dir die Gegenposition zu haben. Diese Regeln sollen gesetzestreuen Bürger ihre finanziellen Freiheit berauben, zum Beispiel sind Oppositionelle wie Alexei Nawalny zunehmend auf anonyme Spenden in virtuellen Währungen angewiesen. Banken haben in der Vergangenheit auch Spenden an WikiLeaks blockiert. Ja ja, Es ist äh allerdings noch sehr lange her. Mit der schleichenden Abschaffung von realem und virtuellem Bargeld drohen Negativzinsen eine jederzeitige Abschaltung der Geldversorgung. Wir sollten ein Recht darauf haben, online bezahlen und spenden zu können, ohne dass unsere Finanztransaktionen personalisiert aufgezeichnet werden. Also erstmal na ja ein Punkt. Es gibt keine Rechtfertigung für diese faktische Abschaffung anonymer virtueller Zahlungen, wo bisher virtuelle Vermögenswerte für kriminelle Aktivitäten verwendet wurden, war eine Strafverfolgung auf der Grundlage der geltenden Vorschriften möglich, Stimmt, ein komplettes Verbot anonymer Grippezahlungen wird keine nennenswerten Auswirkungen auf die Kriminalität haben. Das erklärte Ziel der Geldwäsche und das das erklärte Ziel Geldwäsche und Terrorismus zu bekämpfen ist nur ein Vorwand um immer mehr Kontrolle über unsere privaten Geschäfte zu erlangen.
Tim Pritlove
Ja also äh ich finde ja dieses dieses Cherry Picking da mit irgendwie ja da gibt es einzelne Personen, die würden ja sonst keine Spenden bekommen. Sorry, aber das ist wirklich nicht das große Problem hier. Also ja, mag ja sein.
Linus Neumann
Man kann aber auch andererseits auch sagen, dass jetzt die die Anonymität nicht das große Problem ist.
Tim Pritlove
Es ist ja eh nicht anonym. Es ist bestenfalls Pseudonym Also es ist alles nachvollziehbar. Es ist äh sehr sehr viel besser nachvollziehbar als äh sonstige Transaktion. Du kannst irgendwie in dieser Blockchain jede einzelne Transaktion nachverfolgen und es gibt immer bessere Analyse-Tools, die das auch sehr wohl tun. So, also von daher ist diese ganze Anonymität ist ohnehin Quatsch, ja und äh, ich da gehe ich wirklich mit Patrick nicht nicht nicht mit und dieses ganze ja es gibt da irgendwelche Youtuber in äh in Kambodscha, die ja sonst nicht überleben können. Das sind einfach solche Ablenkungs.
Linus Neumann
Die Sache ist. Also es geht ja hier um die namentliche Registrierung aller, ne? Also wenn du sagst, die Bitcoin die die Blockchain ist nachvollziehbar, ja schön, das steht nicht da ist nicht derjenige der dir das Wallet hat muss nicht deine Adresse haben. Ja und das das ist ja das es ging ja hier um die vollständige Aufhebung der der Pseudonymität zu dieses Wallet gehört Tim Pritt Love.
Tim Pritlove
Gut, aber wenn du irgendwann wieder in in das normale äh Geld zurückgehst, dann musst du quasi eine Exchange benutzen und es geht ja gar nicht anders.
Linus Neumann
Ja du geht schon, ne? Kannst ja hier in irgend so eine Bitcoin Bar gehen und dir Bargeld auszahlen lassen.
Tim Pritlove
Aber nicht in großen.
Linus Neumann
Kommt drauf an, ähm du hast Recht und aber und genau da wollen Sie ja hin. Ne, dass das eben ähm und das kann potenziell, wenn du mal die ganze Skamerei weglässt, natürlich, wenn man das jetzt weltweit machen würde, würde das potentiell den Set echt ein Problem machen, weil die also ich meine, die müssen ohnehin schon irgendwie sich sehr bemühen mit ihrer Geldwäsche. Aber das könnte natürlich dann sehr sehr äh sehr sehr schwer werden. Einigen wir uns auf. Ähm unentschieden und äh wir werden sehen, wie wie's wie äh das weitergeht. Sie haben ja mal bei Bargeld haben Sie ja so eine Obergrenze gemacht. Das das also das könnte ich mir als eine oder diskutiert. Ich glaube, die haben's nicht gemacht. Da wollten Sie sagen, über 15.000 Euro darfst du nicht mehr in bar bezahlen. Ich glaube, das ist damals nicht durchgekommen, wenn ich mich recht.
Tim Pritlove
Nee, ich glaube auch nicht, aber.
Linus Neumann
Glaube, da ging's halt darum, dass irgendwelche schwerkriminellen nicht mehr die ganze Zeit Häuser in bar kaufen.
Tim Pritlove
Aber das Geldwäscheproblem ist ein reales Problem, ja? Geld wird in großen Mengen irgendwo kriminell erschlichen und es muss irgendwo gewaschen werden so und äh das sind da ist natürlich diese ganze Krypto-Asset-Welt äh wunderbar, um da irgendwie neue Kanäle aufzumachen und meiner Meinung nach müssten die halt auch äh, gestoppt werden.
Linus Neumann
Könnte ja eine, vielleicht könnte ja eine Möglichkeit sein, dass man halt einem Exchange sagt, okay pass auf, Transaktionen über einen bestimmten Wert. Oder Auszahlungen über einen bestimmten Wert darfst du nicht mehr machen ohne die Person zu identifizieren. Ja, das könnte ja äh damit könnte ja, sage ich mal, für den für den allgemeinen, für unsere kleineren Geldwäschen äh genug äh äh Freiheit noch da sein, ja? Während dann eben in in wenn es um bestimmte größere Beträge geht, dass dann eine Registrierungs- und Identifizierungspflicht, käme.
Tim Pritlove
Ja
Linus Neumann
Vielleicht diskutieren die in die Richtung. Wir gucken mal. Wir werden jetzt noch weiter diskutieren. Vor allem bis jetzt noch nicht noch nicht so wirklich, Äh konkretisiert, sondern, das muss man ja sagen ähm, Das ist jetzt eine Idee der Verhandlungsführer des EU-Parlaments des Ministerrats und der Kommission ähm bei der Reform der Verordnung über die Ermittlungen von Angaben bei Geldtransfer. Also die haben. Weil sie sich überlegt, sie möchten das äh haben und sie möchten außerdem ein öffentliches Register für nicht-konforme und nicht beaufsichtigte Anbieter haben, mit denen in der EU kein Handel betrieben werden darf. Bin mal gespannt wie das gehen soll, aber ja die beraten jetzt darüber noch. Mal gucken, wie sie das formulieren werden.
Tim Pritlove
Das bringt uns dann äh zu den Terminen.
Linus Neumann
Am 278. findet der, Tag des offenen Hackers statt. Bisher haben sich da fünfzig Hackers Spätschicht schon schon angeschlossen. In äh Deutschland, Schweiz, Österreich. Ähm gibt's eine schöne Karte, Äh wo ich direkt meinen Fehler gefunden habe, der Chaos-Computer Club Berlin wird da in Basel äh.
Tim Pritlove
Ist er ausgewandert, ja?
Linus Neumann
Pin ist in Basel. Der Pin ist in Berlin, aber der die Adresse ist dann in Basel. Da müsst ihr nochmal gucken. Ähm aber ja, ich find's eigentlich eine schöne Idee, weil Hackerspace ist jetzt nicht unbedingt äh, immer dafür bekannt sind, die die offenste Tür der Stadt zu haben, und äh das ist glaube ich auch schätze ich auch viel ein ähm, vielleicht Vorurteil, dass oft bestätigt wird, aber da einfach mal Leute einzuladen, zu sagen, guck mal hier, 3D-Drucker, Elektroniklabore, hier Hacker, Maker, Bastard, kommt alle her. Das ist doch äh ganz schön. Österreich ist nicht dabei Schweiz und Luxemburg. Was ist mit Österreich? Was ist mit dem Metalapp.
Tim Pritlove
Was erlaube. Also ja, keine Ahnung. Vielleicht ähm hat da keiner angerufen, aber hier ist auch was mit Österreich. Doch, Realraum AT ist hier mit verzeichnet. Also Österreichs. Auch dabei ist nur nicht besonders äh prominent äh vertreten, hier in Linz. Irgendwie gibt's auch noch Also, man sollte vielleicht nochmal kurz sagen, das ist dann halt auch das erste Mal, dass es so etwas gibt, dass es sozusagen eine neue Idee und ich finde die Idee super. Ich finde das sehr gut und äh ich bin gespannt, was dort in den Hockerspaces dann so gezeigt und angeboten wird, auf jeden Fall.
Linus Neumann
Eine Editierung für diese Karte? Nee.
Tim Pritlove
Ja?
Linus Neumann
Edit mache ich jetzt mache ich jetzt mache ich jetzt anders.
Tim Pritlove
Okay, super. Dann passen wir das einfach an.
Linus Neumann
Mehr kann ich mit alles machen.
Tim Pritlove
Ist nicht richtig, so wie Wikipedia, oder? Nee.
Linus Neumann
Weiß nicht genau. Ich kann hier.
Tim Pritlove
Na gut.
Linus Neumann
Irgendwie warte mal, ich kann da pinnen. Klicke um einen Marker hinzuzufügen, der ich will ja einen existierenden editieren.
Tim Pritlove
So geht das ja nicht irgendwie also weißt du?
Linus Neumann
Ah doch editieren. So Chaos, Computerclub Berlin. Marienstraße elf.
Tim Pritlove
Editiert.
Linus Neumann
Ich editiere den gerade.
Tim Pritlove
Ist ja ein Fuchs.
Linus Neumann
Marionstraße elf zehn elf neun glaube ich Berlin. Äh von wann bis wann weiß ich nicht.
Tim Pritlove
Berlin CSU DE. Genau, aber es ist hier äh überall was zu finden. Äh sind diverse in Schleswig äh Holstein.
Linus Neumann
Den richtigen editiert.
Tim Pritlove
Das hoffe ich ja auch. Nicht, dass die in Basel irgendwie sich jetzt wundern. Stralsund, Bremen, was haben wir hier alles noch? Äh Minden sehe ich hier ähm Bielefeld sogar. Wer hätte es gedacht? Paderborn. In ist was zu holen in Bochum selbstverständlich, das Labor, na klar, in Essen, der Chaos Pott Recklinghausen, Überhaupt ist da im Pott eine Menge los. Das ist Wuppertal. Werk in Wülfrath, das kannte ich noch gar nicht, Grasdorf in Düsseldorf, der Nordeingang. Toller Name. Neuss, der C 4 in Köln selbstverständlich, Aachen auch dabei. Ja und vielleicht schließen sich ja bis dahin.
Linus Neumann
Gar nicht an einem Tag.
Tim Pritlove
Auch noch einige an. Also wenn ihr jetzt äh ein Hackerspace äh seid oder kennt oder äh Mitglied seid oder was auch immer und ihr habt davon noch gar nichts mitbekommen und denkt sich nur so gute Güte, davon habe ich ja noch nichts mitbekommen Na dann thematisiert das doch mal und vielleicht äh tretet ihr diesem Tag noch bei. Genau. All right, wir wiederum.
Linus Neumann
Diesen Tag.
Tim Pritlove
Jetzt aus.
Linus Neumann
Aus diesem Tag aus? Wir machen bei diesem Tag nicht mehr mit.
Tim Pritlove
Genau.
Linus Neumann
Wurde hier nicht äh gebeten, mich diesem Tag anzuschließen. Er kam einfach.
Tim Pritlove
Ja, der ist auch zerkratzt.
Linus Neumann
Der ist jetzt auch äh also der hat äh.
Tim Pritlove
Es gebraucht.
Linus Neumann
Ausgedient.
Tim Pritlove
Tag, Leute. Wir verabschieden uns von euch und freuen uns, dass ihr uns hört und dass äh hoffen und hoffen, dass äh ihr uns auch Isma hört, wenn wir wieder sagen, Guten Morgen Linus. Your breaking the protocall.
Linus Neumann
Nee, ich sage, es es heißt, er wird ciao ciao.
Tim Pritlove
Meinetwegen auch das. Bis bald.
Linus Neumann
Ciao ciao.

Shownotes

Feedback

warum Zoou nicht spendet

Kommentar von Käthe

Musk kauft Twitter nicht

Cyber-Sicherheitsagenda

Messenger-Interoperabilität

Office-Macros doch nicht deaktiviert

EU-Netzneutralität

Verfassungsbeschwerde Staatstrojaner

Anonyme Zahlungen

Termine

Tag des offenen Hackerspace

Bonus Track

68 Gedanken zu „LNP435 Zentralstelle zur Pflege antifaschistischen Brauchtums 

  1. Margrethe Vestager ist Dänin und spricht sich eingedeutscht etwa wie „WÄSteja“ (j wie in Junge, nicht wie in Journal!) oder besser „WEStäja“ (kurzes E). Die phonetischen Feinheiten des Dänischen lassen wir hier mal außer Acht (für die Nerds: stød), die sind Dänen von Nicht-Muttersprachlern ohnehin nicht gewohnt. „Close enough“ ist hier das Ziel.

  2. Bin trans Hörer. Der Begriff „transsexuell“ ist aus verschiedenen Gründen veraltet, besser ist „transgender“ oder einfach „trans“.

    That said, ist es mir unendlich lieber ihr verbreitet Toleranz mit veralteten Begriffen, als wenn mit korrekter Terminologie Hass geschürt wird. Danke also dafür.

    • Das ist meiner Meinung nach die vernünftigste Einstellung. Denn sollte man eine Maßnahme nicht daran messen, was sie faktisch bringt anstatt daran, was sie eigentlich beabsichtigt? Meiner Meinung nach ist Genderdeutsch eine Fehlentwicklung, die auf Missverständnissen und Bildungslücken beruht. Angefangen haben die Versuche von Aktivisten, die Sprache zu ändern in den 1970ern. Damals ging es „nur“ um Frauen, also hat man versucht überall ein „innen“ anzuhängen. Dann wurde daraus“Innen“ und irgenwann „_Innen“, um weitere Personen, die sich nicht als männlich oder weiblich sehe n, einzubeziehen. Das hat allerdings nur mäßig funktioniert. Ursprünglich hatten weibliche Formen zudem eine ganz andere Bedeutung. Ein Bäuerin war einfach nur die Ehefrau eines Bauern und nicht etwa ein selbständiger weiblicher Bauer. Sprachlich macht die Endung -in damit eine Frau erst recht zu einem Anhängsel eines Mannes. Besser wäre es gewesen, es wie im Englischen zu handhaben und Begriffe unabhängig vom Geschlecht der Person zu verwenden. Die Frage ist doch, was tut das Geschlecht überhaupt zur Sache? Erst dadurch, dass man diese Unterscheidung herausstellt, öffnet man Diskriminierung nach Geschlecht Tür und Tor aber eben auch für Missverständnisse, wenn man nicht gleichzeitig immer alle Geschlechter nennt, was die Sprache unpraktisch aufbläht. Zu den wenigen geschlechtsspezifischen Begriffen im Englischen:
      Im englischsprachigen Raum wehren sich einige Schauspielerinnen gegen die Bezeichnung „actress“ und wollen stattdessen ebenfalls als „actor“ bezeichnet werden, weil sie sich durchaus mit männlichen Schauspielern vergleichen und messen lassen wollen.

      Die deutsche Sprache ist schon komplex genug, wenig kompakt und im technischen Sinne over-engineered. Die wenigsten Menschen sind in der Lage die Sprache im Alltag korrekt zu verwenden, geschweige denn von ihren komplexen Möglichkeiten Gebrauch zu machen. Zudem halte ich es auch für einen Mythos, dass die deutsche Sprache besonders präzise sei. Abgesehen davon, dass man sie dann auch entsprechend beherrschen und einsetzen müsste, ist sie sehr oft eher mehrdeutig, schwer verständlich und irreführend. Präzise Begriffe werden im Alltag sehr häufig falsch verwendet (Beispiele: anscheinend vs. scheinbar, mutmaßlich vs. vermeintlich, als vs. wie). Auch wird selten der Konjuktiv genutzt und damit Mutmaßungen als Fakten kommuniziert. Und dabei spreche ich nur von nativen Sprechern. Migranten im fortgeschrittenen Alter ist es kaum zuzumuten, die deutsche Sprache komplett zu erlernen. Das zusätzliche komplizierte Genderdeutsch führt letztlich auch dazu, dass diese Menschen aufgrund Sprachschwierigkeiten — oft sicherlich auch unbewusst — diskriminiert werden. Und wenn wir mal über Zahlen reden: Das betrifft sehr viel mehr Menschen als die vermeintliche Diskriminierung durch klassisches Deutsch. Im schlimmsten Fall wird der Pizzabäcker, der per Anzeige einen Lieferfahrer sucht, sanktioniert, weil er nicht „(m/w/d)“ dazuschreibt. Eine schlaue Kartoffel, so wie ich, schreibt es dagegen rein und lädt dann einfach nur Frauen zum Vorstellungsgespräch.

      Auf der einen Seite wird behauptet, Sprache ändere sich und auf der anderen Seite versucht man sie mit dem Vorschlaghammer zu manipulieren. Können wir nicht einfach anerkennen, dass die grammatikalisch maskuline Form, heute nicht mehr mit dem biologischen oder meinetwegen sozialen Geschlecht zusammenhängt, sondern einfach nur eine sprachliche Konvention ist? Genau das nämlich würde bedeuten, anzuerkennen, dass Sprache sich ändert.
      Die Behauptung, nicht-männliche Personen seien beim generischen Maskulinum nur mitgemeint, ist völlig falsch. Der Fehler ist nicht, Begriffe nicht zu gendern, sondern Schülern nicht beizubringen, dass die Endung -er nichts über das Geschlecht einer Person aussagt. Es war vermutlich ein großer Fehler in der Grammatik überhaupt Geschlechter zu verwenden, denn in der deutschen Sprache haben alle Hauptwörter ein „Geschlecht“ sogar Besteck. Im Englischen haben Gegenstände wenigstens das Geschlecht neutrum, im Deutschen dagegen haben wir ein absolut unnützes und undurchschaubares Wirrwarr von Geschlechtern für jeglichen Begriff! Wenn nicht-männliche Personen daher glauben, dass sie typisch männliche Berufe nicht ausüben können, dann kann man das dem Bildungssystem und der Gesellschaft im Allgemeinen vorwerfen. Dass es an der Sprache läge, halte ich für einen Fehlschluss. Das scheint nir auch ein retrospektiv verzerrter Blick auf die Vergangenheit zu sein. Früher war die Gesellschaft eine andere und hat Frauen in „Männerberufen“ teilweise nicht toleriert oder diskriminiert. Das wurde aber nicht dadurch geändert, dass man in Stellenausschreibungen „(m/w/d)“ angehängt hat. Allem voran waren es auch wirtschaftliche Interessen. Warum wohl war Gleichberechtigung in der DDR weiter vorangeschritten als in der BRD? Man brauchte die Arbeitskräfte. Umgekehrt bedeutet das allerdings mittlerweile auch, dass viele Haushalte ohne zwei Einkommen unter der Armutsgrenze liegen. Was früher mal eine Chance für mehr Wohlstand bis Luxus war, ist heute eine Notwendigkeit, um überhaupt über die Runden zu kommen.

      Nicht zuletzt halte ich die Aufspaltung von Menschen in noch mehr Untergruppen für absolut kontraproduktiv. Profitieren werden davon wenn überhaupt die Falschen nach dem Prinzip Teile und Herrsche. Gerade durch Social Media sind die Menschen geteilt mehr denn je in Blasen, die sich alle für die Mehrheit halten. Im Übrigen finde ich es ziemlich naiv zu glauben, dass Menschen die gendern toleranter, gebildeter oder auch nur weniger transphob seien. Viele gendern doch bloß als Mitläufer aus Gruppendruck, vorauseilendem Gehorsam, um modern zu wirken oder was auch immer. Dass diese Personen sich tatsächlich selbständig informiert und tiefere Gedanken zu dem Thema gemacht haben, möchte ich bestreiten. Generell finde ich es auch sehr seltsam, dass ausgerechnet Menschen aus der Wissenschaft so unkritisch auf den Genderzug aufspringen. Über Homöopathie wird sich (zurecht wenn auch unnütz) lustig gemacht, aber ein paar lausige Studien und völlig unlogische Begründungen für eine im Alttag vollkommen untaugliche Gendersprache, werden zum Anlass genommen, diese zu propagieren. Dann hält man es aber selbst nicht durch und assoziiert jeden Kritiker mit der AfD oder schlimmerem. Mein besonderer Respekt gilt allen, die wissen, wen ich meine.

      Die Behauptung von Gendersprachlern ist ja, dass man mit Sprache das denken, dahingehend beeinflussen kann, dass traditionelle Rollenmuster aufgelöst werden. Allerdings gibt es genügend Realbeispiele, die zeigen, dass eine genderneutrale oder genderarme Sprache langfristig keinen Einfluss hat: Türkisch, Ungarisch oder auch Englisch. Keine dieser Sprachkulturen ist deutschsprachigen Kulturen in Sachen Gleichstellung voraus. Man darf sogar mutmaßen, dass sie uns zum Teil hinterhängen.

      Umgekehrt bestreite ich, dass Menschen, die Gendersprache ablehnen, generell transphop, homophob oder gar rechts sind. Klar, wer transphob oder homophob ist, ist wahrscheinlich auch gegen Gendersprache. Der Umkehrschluss gilt aber nicht. Umkehrschlüsse sind auch so eine weit verbreitete Bildungslücke. Es gibt auch homosexuelle Rechte —vermutlich gar nicht so wenige. Allein deshalb ist es schon absurd Kritiker von Gendersprache in die rechte Ecke zu stellen. Die Schwulen, die ich kenne, lehnen Gendersprache genauso energisch ab wie ich und im Übrigen bevorzugen sie auch das Wort schwul gegenüber homosexuell. Nur weil einige ein Wort als Beleidigung missbrauchen, macht es das Wort nicht zu einem Unwort oder falschen Begriff. Auch dies ist ein Beispiel dafür, dass menschliche Sprache inhärent unpräzise, uneindeutig und meist kontextabhängig ist.

  3. Hi Zusammen,
    Linus sagt in dieser Folge öfter: „Wie stellen die sich das eigentlich vor“.
    Und ich glaube hier liegt ein zentrales Problem, welches sich durch die gesamte Gesellschaft* in Deutschland zieht. Es fehlen die Grundlagen im Bereich IT, also das grundsätzliche Verständnis der Vorgänge. Damit meine ich explizit NICHT „jeder muss Programmieren können“ oder „wir brauchen Programmierunterricht“. Aber eine grundsätzliche Idee der funktionsweise und der Abläufe in IT Systemen und Rechnern auf einer angemessenen Abstraktionsebene.
    Was hier in Bezug auf das BMI deutlich wird, ist das offensichtlich keine bis kaum Grundlagen vorhanden/verstanden sind. Da auch kein korrektiv in den Behörden greift muss man wohl davon ausgehen, dass niemand diese Grundlagen hat/beherrscht. Die inflationäre Nutzung des Begriffs „Cyber“ deutet stark darauf hin, dass diese These auch nach wissenschaftlicher Prüfung bestätigt werden wird.

    Good News: Man kann das lernen. In jedem Alter und mit jedem Hintergrund.
    Bad News: Man muss es wollen, die Lernangebote sind momentan zu mies, unzugänglich oder schlicht nicht vorhanden.
    Und Nein, „im Internet steht doch alles, muss man nur nachlesen“ hilft hier nicht. Nicht jeder kann recherchieren und man muss Informationen einordnen können. Und für das einordnen dieser Informationen bedarf es Grundlagen, die wiederum nicht vorhanden sind.

    * Einschließlich Digital Natives, Generationen am Ende des Alphabets, Kinder, Jugendliche, Rentner und alle anderen hier nicht explizit genannten Altersgruppen.

  4. Da hätte ich mir am Anfang des Podcasts beinahe auf den Stuhl geschissen (vor lachen).
    Da ziehe ich mir ein Soundbite von was ich demnächst einfach als Audio FAQ verschicke.
    Sehr weise Worte‘.

    Mein guilty pleasure ist zu gendern und dabei nebenbei Leute anzupissen. Ein wunderbarer Detektor!

  5. Hey zusammen, ich höre sehr gerne euren Podcast und arbeite zufällig bei Threema. Tim wunderte sich, warum sie (Threema und Signal) sich jetzt erst zum Thema Messenger-Interoperabilität und dessen Probleme melden: Threema wurde tatsächlich sogar im Rahmen der Ausarbeitung dieses Gesetzes befragt und dort haben wir im Prinzip das Gleiche gesagt. Offenbar war das für die Verantwortlichen nicht überzeugend.

  6. These: Für die meisten von uns ist Anonymität nur sehr selten ein Thema – dann aber ein sehr großes. Die meiste Zeit unseres Lebens ist es uns entweder egal, ob wir anonym sind, oder wir legen sogar großen Wert darauf, es nicht zu sein. In vielen Bereichen des Alltags ist es sogar wichtig, dass bestimmte Tatsachen und Ereignisse mit uns als Person in Verbindung gebracht werden, angefangen bei Lohnarbeit, bei der ich das Geld für von mir erbrachte Leistungen bekommen möchte. Das ließe sich vielleicht auch anonym abbilden, aber allein schon aus Gründen der Praktikabilität ist es einfach, wenn meine Firma weiß, dass ich es war, die für sie gearbeitet hat und wie meine Kontonummer lautet. Das in der Datenschutzdebatte immer wieder gebrachte Holzhammerargument „Ich hab ja nichts zu verbergen“ ist genau dem Umstand geschuldet, dass es in den meisten Fällen völlig harmlos ist, wenn irgendwer irgendwas von mir erfährt.

    Bis ich dann doch einmal Anonymität brauche.

    Weil ich finde, dass es niemanden etwas angeht, welche Partei ich wähle.

    Weil ich mich auf einer Webseite umsehen möchte, ohne dass irgendwer darüber Buch führt, wofür ich mich interessiere.

    Weil ich eine fettige Pizza essen und dazu eine Cola trinken will, ohne dass meine Krankenkasse mir gleich eine Zusatzpolice für Herzerkrankungen aufzwingt.

    Weil ich gelegentlich gern Haschkekse esse und der Besitz der – in meinen Augen harmlosen – Zutaten hierzulande illegal ist.

    Weil ich schon seit Jahren spüre, dass meine gelebte Geschlechterrolle nicht zur von mir empfundenen passt, ich aber noch Zeit brauche, um damit an die Öffentlichkeit zu gehen und ich den Rat anderer Menschen suche, denen es ähnlich geht.

    Weil ich mich gegen Faschismus einsetze und schon Drohmails bekommen habe, deren Inhalt sehr klar beschreibt, was mir mir geschieht, wenn mein Name und Aufenthaltsort erst einmal bekannt sind.

    Weil ich im Webportal eines Großkonzerns eine Sicherheitslücke gefunden habe, die ich gern gestopft sähe, aber schon erlebt habe, wie die Rechtsabteilung des Konzerns auf Leute losgeht, die auf Sicherheitslücken hinweisen.

    Weil ich in meinem Unternehmen oder meiner Behörde eine gewaltige Sauerei aufgedeckt habe, die unbedingt veröffentlicht gehört, ich aber keine Lust habe, mit dieser Veröffentlichung mein Leben zu ruinieren.

    Einige dieser Szenarien mögen nie oder nur sehr selten bei mir eintreten, trotzdem möchte ich dann geschützt sein. Lohnt es sich aber, dafür mit großem Aufwand anonyme Infrastrukturen wie Telefonseelsorgen, Bargeld, das Tor-Netz oder die völlig zu recht kritisierten Kryptowährungen zu betreiben? Hat jemand mal berechnet, wie viel Strom die 7000 Tor-Nodes verbrauchen, nur um den nächsten Edward Snowden oder die nächste Chelsea Manning zu schützen? Gleichzeitig wird so viel Schindluder mit diesem Netz getrieben. Selbst vorsichtige Schätzungen gehen von mindestens 50 Prozent illegaler Inhalte im Tor-Netz aus. Dafür sollen wir auch noch das Klima anheizen? Die paar Bürgerrechtlerinnen werden sich doch noch irgendwie anders organisiert bekommen. Ähnlich ist es mit Bargeld, das mit einem wahnsinnigen Aufwand herstellen, transportieren, aufbewahren und nach entsprechender Abnutzung vernichten, nur damit ich einmal im Monat ein Gramm Haschisch beim Dealer an der Ecke kaufen kann.

    Anonymität ist etwas für Ausnahmefälle, aber wir haben uns entschieden, genau diese Ausnahmefälle mit großem Aufwand zu schützen. Gleichzeitig wird Anonymität immer weiter abgebaut. Wir haben uns daran gewöhnt, dass unsere Telefonnummer bei der Angerufenen angezeigt wird. Wir zahlen meistens mit Karte. Anonyme Mailadressen nutzen wir immer seltener, dafür Messenger, bei denen wir uns mit unserer Mobilnummer registrieren – die gleiche Mobilnummer, die wir bei einem Dutzend Dienste als Fallback hinterlegt haben. Anonyme SIM-Karten gibt es nur noch im Ausland. Natürlich ließe sich in all diesen Fällen argumentieren, das sei auch nicht weiter schlimm, für die meisten von uns völlig egal und angesichts der vielen Missbrauchsmöglichkeiten dringend geboten. Ich kann die Argumentation sogar zu einem gewissen Grad verstehen, sehe aber gleichzeitig die Sorge, wie Anonymität immer weiter eingeschränkt wird. Der Versuch, die anonyme Nutzung von Kryptowährungen einzuschränken, ist ein früher Schritt, bei dem mit keinem nennenswerten Widerstand zu rechnen ist. Ziel ist meiner Einschätzung nach die komplette Abschaffung anonymen Zahlungsverkehrs – damit wir endlich wissen, wer die Antifa finanziert.

  7. Mal davon abgesehen, dass ich das Meiste aus der „Cyber-Sicherheitsstrategie“ für Bullshitbingo halte, bin mir ziemlich sicher, dass die Sicherheitsbehörden schon etwas passendes finden werden, was sie in die einzelnen Positionen packen werden. „Früherkennung von Cyberangriffen“ könnte zum Beispiel heißen, dass die Behörde im Vorfeld „Aufklärung“ betreibt, d.h.
    – Mit auf dem Rechner ist, wenn die Angriffssoftware geschrieben wird (Am besten also auf allen Rechnern)
    – 0-days kaufen
    – Ermittelt wer sonst noch so 0-days kauft
    – Sicherheitsforscher im Blick behalten, um zu sehen, wann die 0-days verbrannt sind
    – …

  8. Hoi!
    Linus: „Ich habe gerne recht“
    Nein – doch – oooh! https://www.youtube.com/watch?v=w4aLThuU008

    Etwas zum Gendern: Auch wenn ich mich einmal sehr amüsiert habe, als Linus in einer Folge von Behördinnen sprach, muss ich doch zustimmen. Vor allem der eine Kommentator (ich denke männlich), der sich bei der konsequenten Verwendung des Femininums nicht angesprochen fühlt, beweist doch gerade, wie Sprache Menschen ausschließen kann. Deshalb mein (alter weißer Mann) Vorschlag für alle, die eh meinen, die Frauen sollen sich nicht so aufregen, sie sind eh immer mit gemeint: Ein Jahr mal konsequent immer in allen Medien – so wie Linus – das Femininum verwenden, dann können wir ja sehen, ob sich die Männer immer mit gedacht fühlen.
    Ansonsten danke für die tolle Sendung, ich habe mich auch mal über eine Folge gefreut, in der „nur“ Tim und Linus miteinander diskutieren.

    • Nun ja, wer Begriffe wie Behörde oder Euro gendert, der verballhornt normalerweise die Gendersprache. Das generische Maskulinum durch ein generisches Femininum zu ersetzen, ist zudem eine feministische Erfindung aus den 1970ern. Sonderlich progressiv ist das nicht und ignoriert eigentlich völlig die aktuelle Diskussion um Gendersprache, die im wesentlichen darauf auf der Annahme basiert, es gäbe mehr als zwei Geschlechter oder zumindest etwas anderes als rein männliche oder rein weibliche Rollenbilder und das man dies immer und jederzeit in der Grammatik berücksichtigen müsse.

      Aber nochmal zum generischen Maskulinum. Es ist einfach nur falsch, dass hierbei nicht-männliche Personen nur mitgemeint seien. Das generische Maskulinum scherrt sich nicht um das biologische oder soziale Geschlecht der Personen. Würde man die Wörter maskulin, feminin und neutrum durch ganz andere Wörter ersetzen und nicht von einem grammatischen Geschlecht sprechen, dann gäbe es dieses Missverständnis vermutlich gar nicht. Im Englischen wird seltenst zwischen Mann und Frau bei Berufsbezeichnungen unterschieden, gibt es deshalb mehr Engineers oder Technicians im englischsprachigen Raum?

      Wird hier nicht Korrelation mit Kausalität verwechselt und sind die Ursachen nicht eigentlich ganz andere als eine vermeintlich ungerechte oder unpräzise Sprache?

      Technikerinnen sind nun einmal de facto nur weibliche Techniker. Zumindest ist die deutsche Grammatik bislang so definiert. Theoretisch kann man das ändern, aber was soll das bringen. Dann wird nach Logik diese Vertreter einfach in die andere Richtung diskriminiert. Das erscheint mir als denkbar schlechtes Argument. Sinnvoller und effektiver ist es, den Menschen beizubringen, dass Berufe geschlechtsunabhängig jedem offenstehen bzw. offenzustehen haben. Wenn man nach den Stockfotos in der Presselandschaft geht, dann gibt es sowieso keine Diskriminierung nach Herkunft oder Geschlecht. Und wenn diese Bilder nicht wirken, warum sollte es dann eine bürokratisch anmutende Sprachverordnung aus dem Wolkenkuckucksheim?

  9. Was für ein Office-Produkt verwendet Tim denn wenn der ein Text-PDF erstellen muss, wenn er kein Word verwndet? LibreOffice, LaTeX?

    • Bin zwar kein Tim, möchte aber trotzdem meinen Senf dazugeben:
      Braucht man denn als Privatperson überhaupt zwingend irgendwelche Office-Anwendungen? Für PDFs kann man heutzutage einfach den integrierten PDF-Pseudodrucker nehmen und den Text als E-Mail, Notiz oder einfache Textdatei verfassen.
      Kündigungen werden auch als E-Mail oder handschriftlich akzeptiert. Wichtige Vertragsformulare, die unbedingt auf Papier vorliegen, bekommt man in der Regel ausgedruckt zugesendet und wenn nicht, werden PDFs akzeptiert. Mit Adobe Reader oder Adobe Fill & Sign kann man sie unterschreiben — für das Ausfüllen reicht ein Browser.

      Die wenigsten Windows-Benutzer wissen, dass sie mit Wordpad schon eine für die allermeisten Zwecke ausreichende Software zum Ansehen und Bearbeiten von DOCX-Dateien als Bordmittel haben.

      Wenn es unbedingt sein muss, verwende ich LibreOffice am PC und Google Docs am Smartphone.

      • Es gibt auch im privaten Umfeld Anwendungsfälle für Office-Software. Wenn du beispielsweise ehrenamtlich unterwegs bist und – für was auch immer – Übersichten, Listen, Präsentationen, Auswertungen usw. erstellen musst…

      • Na und ob!
        Wenn man mal vba kann ist es (für mich) die schnellste Möglichkeit mal kurz n kleines (oder größeres ) script zu basteln.

          • volle und sehr mächtige Möglichkeiten unter Windows mit Bordmitteln zu skripten. Für anspruchsvollere Anwendungen würde sich eine Sprache wie z.B. Python lohnen, damit man auch systemübergreifend Arbeiten kann. Ansonsten sind die gelernten Fähigkeiten außerhalb des Microsoft-Universums für die Katz.

  10. Hallo ihr beiden,

    mich interessiert wie genau Linus zur ISO 27000-Normenfamilie steht. In der Folge habe ich ihn so verstanden, dass er die Idee grundsätzlich nicht gut findet, weil Kreuzchen und Audits der erforderlichen Dynamik nicht gerecht werden.

    Aus meiner Sicht erhebt die ISO auch nicht den Anspruch darauf, sondern liefert mit den Controls aus beispielsweise der 27002 taktische Vorgaben, die operativ ausgestaltet werden müssen. Heißt, dann es gibt die Control nach dem Motto „Es existieren Prozesse für das Schwachstellenmangement, die in der Organisation bekannt sind und umgesetzt werden“.
    Das ist zunächst mal unkonkret und muss in operative Vorgaben, welche der Unternehmensstrategie folgen, umgesetzt werden. Somit ist es immer Interpretationssache, ob du das Kreuzchen im Audit bekommst, wenn die Prüfer auf Arbeitsanweisungen und Prozessmanagement schauen.
    Für Informationssicherheit ist halt immer ein bisschen Gehirnschmalz nötig.

    Viele Grüße
    Nils

  11. Also wenn wir uns jetzt Mal ne Behörde wünschen dürfen, hätte ich auch eine. Wobei ich Mal hoffe, dass aus Euren Kreisen noch keiner auf die Idee gekommen ist, damit ich stolz drauf sein kann, dass sie mir selbst eingefallen ist:

    Eine Bundesbehörde für behördliche Softwareentwicklung.

    Klingt unoriginell, aber der Aufbau ist ja das tolle: In den meisten Fällen sind ja die einzelnen Behörden der einzelnen Länder dafür zuständig, welche Software verwendet wird. Also wahnsinnig viele Beamtinnen, die da mitreden wollen. Was ja auch mit ein Grund ist, warum da so ein Chaos herrscht. Meine Bundesbehörde ist das nun total egal. Sie soll möglichst unabhängig sein und frei entscheiden, woran sie arbeiten will. Und ich glaub‘, ich krieg das hin:

    Sie kann erstmal direkt einem Bundesministerium untergeordnet sein. Ich würde Mal das Umweltministerium vorschlagen, weil da – glaub ich – das Chefin-Arschloch-Risiko am kleinsten ist. Dann müssen wir die Behörde nur „Bundesbehörde für nachhaltige behördliche Softwareentwicklung“ nennen und fertig. Langfristig sollte es ihr Ziel sein, ein Softwarepaket bereitzustellen, mit dem die vielleicht schlimmsten Baustellen, z. B. BackUp-Management, bei möglichst vielen Behörden einheitlich gelöst werden.

    Die BNBS arbeitet nun aber erstmal ohne externe Vorgaben und entwickelt einfach irgendwas, was vielleicht in Behörden gebraucht werden könnte. Sie könnte ja z. B. mit einem Dateiverwaltungsprogramm anfangen. Oder was weiß ich. Und wenn sie fertig ist, bietet sie das Programm mit ner sinnvollen Lizenz allen Behörden kostenlos an.

    Da die Entscheidungsgewalt noch bei den Ländern liegt, können die zwar nicht gezwungen werden, dass Programm zu benutzen. Aber jede Abteilung hat nun die Wahl, ob es die kostenlose Software benutzen oder sich irgendwas auf dem Markt kaufen will. Und keine Illusion: Relativ lange werden viele Abteilungen sicherlich die kommerzielle Software bevorzugen. Aber meine Behörde ist ein Langzeitprojekt. Und mit der Zeit wird ihre Software ja immer besser und attraktiver. Im besten Fall so gut, dass fast alle Behörden sie nutzen. Im schlimmsten Fall ist sie halt noch eine weitere Software-Anbieterin, neben den ganzen anderen. Hilft nicht unbedingt. Schadet aber auch nicht.

    Irgendwann kann frau auch einführen, dass externe Abteilungen Anträge auf Softwareerweiterungen an die BNBS stellen können. Die Entscheidungsgewalt bleibt aber bei der BNBS. Der Prozess könnte vielleicht so bürokratisiert werden: Das KFZ-Amt von Quakenbrück bittet z. B. darum, dass Formulare nicht nur als PDF- sondern auch als DOCX-Dateien gespeichert werden können. Natürlich als ordentlicher Antrag: Was, warum, wofür, Steueridentifikationsnummer. Schön ordentlich halt. Dann schaut die BNBS sich das an und gibt dazu Rückmeldung. Entweder wird es – ggf. in abgeänderter Form – gemacht (dann könnte daraus z. B. ne Story werden) oder der BNBS begründet warum sie es nicht macht. Sie sollte dabei auch unbedingt Vorschläge machen, wie die KFZ-Behörde ohne die Erweiterungen Ihre Arbeit machen könnte. Auf keinen Fall darf der BNBS sich Druck machen lassen. Soll‘n sich die in Entenhausen halt doch wieder andere Software kaufen, wenn sie es brauchen. Ist dann halt so.

    Wichtig ist noch die Lizenz, mit der die Software angeboten wird. Wenn das ganze Open-Source ist, muss auf jeden Fall verboten werden, dass der Code geändert und dann verwendet werden darf. Sonst finden die in Quakenbrück noch eine die programmieren kann und dann bauen die sich die Software nachher noch selbst um. Dann haben wir richtig Chaos.

    Damit das „marketingmäßig“ klappt, sollte die Behörde eher klein sein. Dauert zwar länger, aber so bleibt sie auch unscheinbarer. Sie sollte nicht mit riesen Versprechungen gegründet werden, wie die Digitalisierung der Behörden einzuleiten. Sondern schön Schritt für Schritt. Sie könnte als eine Art Kompetenzaufbauschmiede vermarktet werden, die so’n bisschen vor sich hinwerkelt. Mal nen kleines Progrämmchen rauswirft, dass ihr in Quakenbrück vielleicht ja sogar gebrauchen könntet. Aber wenn nicht, auch nicht schlimm.

    Wäre das nicht was?

  12. Jetzt platzt mir doch langsam der Kragen. Ich hab echt keinen Bock von euch als Scammer tituliert zu werden. Ich habe Bitcoin, aber niemals habe ich irgendwen gescammed. Was soll das? Ich komme bei euch in letzter Zeit oft aus dem Staunen nicht heraus. Ihr seid sonst so krass differenziert bei allen möglichen Themen, egal ob Programmversionen, Gesetzestextformulierungen oder soziologische Effekte auf die Gesellschaft. Aber bei diesem Thema rührt ihr einfach alles zusammen.
    Bitcoin ist _nicht_ das gleiche wie der ganze andere Crypto-Quatsch. Gerade von euch hätte ich erwartet, dass ihr das bahnbrechende Real-World-Effekt-Potential erkennen könnt und es zu schätzen wisst. Es wird nie wieder gelingen, ein solch verteiltes, manipulationssicheres und zensurresistentes Netz zu schaffen. Denn das Auge Saurons hat nun die Problematik erkannt und wird jede Wiederholung verhinden.
    Das das Bitcoin-Netz in diese Position gekommen ist, ist ein Meisterwerk des Hackens auf globaler Ebene. Auf seiner Basis werden findige Köpfe noch beeindruckende Dinge schaffen. Und nein, ich rede nicht von „Blockchain-Technologie“, sondern von _diesem_ einen Netzwerk namens Bitcoin. Das fängt bei Lightning an, dass sich anschickt ein so leicht zu verwendendes (Mikro-)Payment-System wie Paypal zu werden, aber halt Peer-to-Peer und ohne zensierenden Gatekeeper. Und was Taproot ermöglichen wird, ist noch überhaupt nicht abzusehen.
    Dann läuft das Netzwerk nun seit zehn Jahren, _ohne_ nennenswerten Ausfall. Und das, obwohl die Hack-Incentives durch die hohen Kurse wahrlich gewaltig sein dürften. Welches andere Open-Source-Projekt hat derartiges hinbekommen?
    Nach so was sollten sich gerade CCC-Mitglieder eigentlich verzehren. Aber nein, ihr konzentriert euch auf so Nebenaspekt-Lächerlichkeiten wie die Tatsache, dass im Moment einige Leute damit spekulieren und freut euch diebisch über Kursverluste. Ach ja, übrigens finde ich es mega-tendenziös, dass ihr die kürzliche Kursentwicklung als Scheitern von Bitcoin darstellt, obwohl gerade _alle_ gehandelten Assets im free fall sind und sich die ganze Welt auf dem Weg in eine Rezession befindet. Damit erzeugt ihr ein völlig falsches Bild beim unbedarften Hörer. Das sind Mittel, die ich von der BILD erwarten würde, aber keinesfalls von euch.
    Dann die Energie-Thematik. Verbrauchen eure ganzen tollen Spielzeuge etwa keine Energie? Wie kann man denn Manipulationssicherheit und Zensurresistenz _ohne_ Energieverbrauch hinbekommen? Es ist doch bei jedem Energieverbrauch die Frage, was man denn dafür bekommt. Habt ihr die Geschichte von den streikenden Truckern in Kanada nicht mitbekommen, deren Konten von der Regierung eingefroren wurden? Die Art, wie gerade versucht wird, ein ganzes Land vom internationalen Zahlungsverkehr auszuschließen? Habt ihr nicht mitbekommen, dass alle Zentralbanken gerade an eigenen Digitalwährungen arbeiten, die diese Art der totalen Kontrolle und die Ausschaltung von unliebsamen Personen und Organisationen möglich macht? Ist euch das alles egal? Wenn nicht, was habt ihr für Lösungen?
    Gemessen an den Positionen bzgl. Freiheit, Bürgerrechte etc., die ihr sonst so vertretet, müsstet ihr das Bitcoin-Netz verteidigen. Stattdessen leistet ihr dem dumpfen, uninformierten und undifferenzierten Bashing massiv Vorschub. Sehr traurig.

    • Hast du mal Tomoyuki Yamashita gefragt, ob er was über Satochi Nakamoto weiß? Vielleicht weiß auch Richard Carrier eine Antwort … der beschäftigt sich mit dem gleichen Problem.

    • Scammer!

      Was viele Menschen nicht verstehen bei „Anlagen“ ist, das es immer der Verlust der Anderen ist, die einen selber Reich machen, nicht die Arbeit oder tolle Ideen. Wenn du dich jetzt auchnoch hinstellst und deine Tat legitimieren willst („Wieso, es ist doch das System!…“) bist du für mich sogar weniger als ein Scammer. Spende deine Bitcoin und schließe dich somit wieder den Menschen an, die nicht den Planeten essen wollen. Ihr Geldmenschen seid echt kaputt. Scammer!

    • Wenn der Elon dann Twitter für 28 Mrd kaufen wird, hat er am Ende den besseren Deal gemacht.

      Es geht bei diesen Leuten auch nicht um die eine Milliarde hier und die andere Milliarde dort.

  13. Ich glaube nicht, dass Tim und Linus jeden, der Bitcoin besitzt als Scammer bezeichnen sondern nur die, die Cryptowährungen skrupellos bewerben. Das ist auf YouTube und Social Media tatsächlich eine regelrechte Seuche.
    Vermutlich kennst du den Vortrag schon, aber für Mitleser verlinke ich mal Fefes Vortrag zum Thema Cryptowährung:
    https://youtu.be/45D7n8tvMho

    Da gibt es schon Antworten auf die meisten deiner Fragen auch wenn es nicht nur um Bitcoin geht. Deine Fragen finde ich übrigens manipulativ. Niemand wirft Bitcoin vor Energie zu benötigen. Es geht um die Kapazität in Relation zum Nutzen. Im Übrigen würde sich fast niemand für Bitcoin interessieren, wenn man es nicht in konventionelle Währung tauschen könnte. Der ganze Nutzen von Bitcoin ist eigentlich nichts weiter als der Superlativ von Währungsspekulation. Wenn die Wirtschaft kollabiert, dann schützen letztlich nur reale Güter und Dienstleistungen vor Armut.

    • Zu der Crypto-Influencer-Seuche und das Umtausch-Interesse:
      Sicher, die Seuche gibt es. Wo der Trog ist, sammeln sich nunmal die Schweine. Und es ist ein gewaltiger Trog. Das ist genau ein Aspekt des globalen Hacks, den ich angesprochen habe. Du kannst noch so ein gutes Projekt/Produkt haben, die „mass adoption“ ist ein riesiges Problem. Es wurde bei Bitcoin gelöst, wenn auch mit Kollateralschäden in Form dieser Seuche.

      Ich kenne den Vortrag von fefe und er beantwortet keine meiner Fragen, insbesondere die letzte, wichtigste: Welche andere Lösung gibt es?
      Den Manipulationsvorwurf weise ich zurück. Bitcoin braucht unter 1% der globalen Energieproduktion. Wenn ich die Wahl habe, diesen Preis zu zahlen oder unsere Freiheit zu erhalten, die u.a. bedroht ist vom erstarkenden China oder auch der sich im World Economic Forum in Davos versammelnden Elte, geführt von Klaus „You will own nothing and be happy“ Schwab, dann sage ich dir mit vollem Ernst: Diesen Preis sollten wir bezahlen.

  14. Office-Makros:

    Galt die Regel, dass Markos bei Dateien aus dem Internet deaktiviert sind, auch für Dateien, die ich über das Web-Interface aus Sharepoint runterlade?
    Dann hätte ich eine Vermutung, wieso das wieder aktiviert wird. xD Neben dem üblichen „der Druck war zu hoch“.

    • Das zweite Problem ist, dass MS so dumm war und weitere essenzielle Funktionen an das aktivieren von Maltos gebunden hat. (Filter in Excel zB). Klar könnten sie diese Abhängigkeit lösen aber das bedeutet vermutlich einiges an Aufwand. Und ohne diese Funktionen ist Excel quasi wertlos.

      • Mich würde ja einmal interessieren, wie oft Berechnungen, die in Excel – mit und ohne Makros – gemacht werden, überhaupt korrekt sind. Wenn man bedenkt, wie viele Bugs normale Software enthält, die von Profis erstellt wird, dann würde es mich wundern, wenn Formeln und Makros, die von Laien zusammengeklickt und gegoogelt werden, nicht mindestens genauso viele Fehler enthielten. Excel selbst hatte ja auch schon Bugs bei einfachen Berechnungen. Zudem bedenken wohl die wenigsten Anwender den Unterschied zwischen numerischen und symbolischen Berechnungen. Die meisten Berechnungen sind aber vermutlich so primitiv, dass es nicht viel Raum für Fehler gibt.
        Nichtsdestotrotz finde ich es gruselig, dass viel Unternehmen essentielle Teile ihrer Logik von Programmierlaien in Excel abbilden lassen — allein schon wegen des starren Tabellenkonzepts. Was stand nochmal in Spalte 537?

        • Da würde ich mir keine Sorgen machen.
          Aufgaben, die mehr schlecht als recht in Excel gelöst werden, wurden vorher manuell durchgeführt. Die Fehlerquote war dabei höher, es dauerte ewig und war dementsprechend teuer.

  15. So. Nachdem ich ewig die Verdammung der Macros kopfschüttelnd angehört habe, möchte ich dem lieben Tim mal ein paar Beispiele aus der Wirtschaft zur Verdauung anbieten.
    A) Du bist für die Steuerung eines Teams aus 400 Softwareentwicklern zuständig.
    Von „oben“ kommt die Ansage „Folgendes neues Corporate Requirement wird neu eingeführt (zb irgendwas mit Security oder Performance).
    Dann scannst Du das gesamte Coding und schickst maßgeschneiderte Mails an jede(n) Entwickler(in) basierend auf seinem (ihrem) Coding im System.
    Da brauchst Du xls und outlook macros.
    Oder seeeeehr viel Zeit.
    (Und ich war in solchen Rollen in einem Team aus 3000 Entwicklern!)

    B) Du holst Daten aus ner Datenbank mit zig 10000 Entries und gleichst sie mir irgendwas anderem ab.
    Die Ergebnisse lassen sich am schnellsten mit Word Macros in verschickbare Texte umgewandeln.
    Und dann entweder in ein hochladbares ( in die datenbank) csv gewandelt oder halt per outlook verschickt.
    csv upload zu basteln geht halt viel schneller als grossartige Datenbank Befehle.

    Es gibt nix besseres für kleine Problemchen (bis zu 10.000 Mails oder Entries) als Macros.
    Klar. Man könnte das auch in Darenbanksystemen basteln.
    Dann brauchst Du da aber Schreibrecht und Entwicklungsrecht.
    Und diese Berechtigungen möchtest Du eben aus Securitygründen und Fehlermöglichkeiten nicht jedem geben.

    Halt Dich am besten an Linus‘ Worte:
    „Halt Dich raus wenns um professionelle Anwendungen geht.“
    Sage ich lachend und mit Hochachtung vor Dir!

    (Oder fang bei uns an und zeig uns, wie man solche Probleme klüger löst als mit Macros!)

    • Die Beispiele sind völliger Quatsch und ich hoffe, das ist ein Scherz. Ansonsten frage ich mich, wie man so betriebsblind sein kann. Das ist jawohl NIHS par excellence. Spätestens mit 3000(!) Entwicklern — hoffentlich keine Excel-Programierer — an der Hand sollte man in der Lage sein etwas vernünftiges zu erstellen. Irgendwie scheint auch das Grundproblem nicht angekommen zu sein. Haben Videos, Bilder oder Audiodateien eingebaute Skriptsprachen?
      Für einen Serienversand benötigt man auch mit MS Office keine Makros. Aber ich habe schon Excel-Dateien gesehen, da wurde das Maximum einer Spalte mit Makros gesucht und ähnlicher Quatsch. Da fragt man sich ernsthaft, wie und wo diese Personen an ihre Excel-Kenntnisse gekommen sind.

      Wenn man schon skripten oder programmieren kann, dann schreibt man sich entsprechende Skripts oder Programme, aber man integriert das doch nicht in die Daten. Für die genannten Anwendungsfälle braucht man auch ganz sicher weder Outlook noch XLS. Den Unterschied zwischen Problem und konkreter Implementierung einer Lösung sollte man verstehen. Die eigentlich triviale Unterstützung von CSV-Dateien in Excel ist zudem seit Jahrzehnten dermaßen gefährlich bescheiden, dass man nur absolut davon abraten kann. LibreOffice bekommt das besser hin und jedes Dulli-Skript kommt vermutlich besser mit CSV-Dateien klar.

      Und wenn Excel und CSV nicht mehr als Datenbank missbraucht würden, könnte man vermutlich eine Menge CO2 einsparen. Denn was ein Excel-Programmierer als schnell empfindet, das ist für jeden Datenbank-Administrator ein Performance-Problem und dabei geht es nicht um die Hardware.

      Ganz ehrlich, ich finde es zum Kotzen, dass jeder Depp behaupten darf, er kenne sich mit Office-Programmen aus, ohne das in irgendeiner Form nachweisen zu müssen. Makros sind da das letzte, an was ich denke. Meist fehlen ja schon die Grundlagen der Typographie oder das Wissen, was eine Vorlage ist. Dabei sind sie Basisfunktionen von Office seit den 1990ern unverändert.

      • > Und wenn Excel und CSV nicht mehr als Datenbank missbraucht würden, könnte man vermutlich eine Menge CO2 einsparen.
        Warum wird Excel denn als Datenbank missbraucht? Vielleicht, weil man jedem Mitarbeiter einen Computer hinstellt, auf dem nicht mal Python installiert ist?

        Du kannst ja mal versuchen, einem Datenbank-Zugang mit entsprechenden Rechten in einem mittelmäßig großen Unternehmen zu bekommen. Dagegen sind Excel-Rechenzeiten klein.

        In dieses Problem haben sich IT-Abteilungen selbst reingeritten, weil sie ihren Anwedern keinerlei Ausweichmöglichkeiten bereitstellen.

        • Wenn man Anwendern zutraut zu programmieren, dann kann man ihnen selbstverständlich auch Datenbanken zur Verfügung stellen. Da reicht eine schlanke Unix-basierte VM auf der irgendein lizenzfreier SQL-Server läuft, wenn man die Kosten minimieren will oder ein NAS mit SQL-Server. Bei stationären Geräten mit entsprechender Backup-Strategie spricht auch nichts gegen einen lokalen Dienst auf dem Client. Natürlich gibt man den Anwendern keinen Zugriff auf den Datenbankserver, der für die zrntralen Geschäftsprozesse, Bestellabwicklungen, Fibu etc. verwendet wird. Es gibt aber keinen Grund einen Datenbankserver organisatorisch anders als einen Fileserver zu behandeln. Die Ursachen, dass IT-Tools nicht wie moderne Jedermannswerkzeuge behandelt werden, kann man aber meines Erachtens nicht einfach den IT-Abteilungen in die Schuhe schieben. Das ist sehr viel komplexer und hat mit Bildungsmangel – gerade auch bei Schmalspur-ITlern – und der Oligarchie in der IT zu tun. Es wird eben immer in Produkte und nicht in Konzepten gedacht. Systeme werden immer integrierter anstatt offener und dringend notwendige Schnittstellen existieren nicht einmal auf dem Papier. Unternehmen wollen primär Produkte verkaufen, Probleme lösen ist da erst einmal sekundär. Daher können wir uns glücklich schätzen, dass wir wenigstens noch aus den Urzeiten des Internets einige offene Protokolle und Standards haben, auf die nan mit freien Werkzeugen seiner Wahl zugreifen kann.

          • > dann kann man ihnen selbstverständlich auch Datenbanken zur Verfügung stellen
            Kann man, macht man aber nicht. Das war mein Punkt.

            > schlanke Unix-basierte VM auf der irgendein lizenzfreier SQL-Server läuft
            Kriegst du nicht.

            > oder ein NAS mit SQL-Server
            Kriegst du nicht.

            > Bei stationären Geräten mit entsprechender Backup-Strategie spricht auch nichts gegen einen lokalen Dienst auf dem Client.
            Kriegst du nicht. Kannst du auch nicht selbst machen, weil du keine Rechte hast, um auf deinem Client irgendwas zu installieren.

            > Es gibt aber keinen Grund einen Datenbankserver organisatorisch anders als einen Fileserver zu behandeln.
            Fileserver? Sofern nicht bereits vorhanden, kriegst du den nicht.

            Du hast ja recht, es wäre alles einfach möglich. Wenn die IT aber eben mit diesen „Sonderressourcen“ geizt, und Bestellprozesse für Datenbank-Software (ich rede hier noch nicht mal von Servern!) Monate brauchen (wenn man sie überhaupt kriegt), helfen AnwenderInnen sich eben selbst.

      • > Und wenn Excel und CSV nicht mehr als Datenbank missbraucht würden, könnte man vermutlich eine Menge CO2 einsparen.

        Genau. Dafür gibt es Access.
        (SCNR)

  16. Hilfe!!
    Ich möchte meinen Kommentar ändern und weiss nicht wie das geht.
    (Soviel zu Profi :-)))

    Bitte streicht den Absatz von „Halt Dich…“ bis „Anwendung geht“

    Lieber wäre mir:
    „In Anwendungsfällen im größeren Kontext sind Anwendungsfälle möglich, bei denen Macros die wirtschaftlichste und sicherste Methode darstellen.“

  17. Linus, du hast zwar gerne Recht, aber ich glaube kaum, dass ihr ein „unabhängis“ BSI fordert.
    In der Cyber-Sicherheitsagenda ist ein „er“ (oder „re“) zu viel. (unabhängigeres -> unabhängiges)

    (Sorry, das musste raus.)

  18. Wahnsinn, wie viel Zeit manche Leute nach dem Podcast noch haben um hier was zu schreiben. Danke für die Folge :)

  19. Ich sehe es schon als Problem an, wenn die Realität ignoriert wird. Der Coronakult ist das beste Beispiel dafür. Ein Gesundheitsfaschismus. Das ist der typische Fall eines Faschismus. Die Realität ignorieren (Eugenik, falsche Prognosen, diverse Geschlechter) und dann andere Menschen gleich machen aufgrund von falschen Annahmen.

    Wir bräuchten tatsächlich eine Art Honypot-Universität, um die ganzen MMT’ler und Realitätsverweigerer aus der Wissenschaft fernzuhalten. Oder man erhöht das Niveau des Abitur. Angelehnt an die Ratio.

  20. Ich habe neulich mein erstes gegendertes Buch mit *innen gelesen. In Zukunft verzichte ich auf die Erfahrung. Manche Worte sind kürzer als das Suffix mit 7 Buchstaben, das daran soll. Wer denkt sich sowas eigentlich aus? Ich habe mich gefragt, ob es solche Sperenzchen auch in anderen Sprachen gibt? Mir fiel Keine ein und wenn doch, macht es das nicht besser. Eine große Mehrheit der Deutschen ist gegen Gendern. Es gibt viele Gründe gegen Gendern, wie jeder per Suchmaschine einfach rausfinden kann.
    Möglicherweise geht es um etwas Anderes beim Gendern: Die englische Sprache hat das Problem nicht, aber diese Theorien kommen aus USA. Es gibt hier in Deutschland immer mehr wissenschaftliche Studien oder Geschäftsberichte, die nur noch in Englisch veröffentlicht werden, von deutschen Unternehmen oder Institutionen.

    Wenn ihr solche Kritik als „alles rechte Spinner“ oder gar „Nazis“ abtut, wartet mal ab, wer in USA alles Republikaner wählen wird und der Trend kommt auch zu uns meistens.

    Nein, ich habe nichts zu tun mit Krypto-Snakeoil oder Coronaleugnern. Das ist nur ein Ratschlag wie man es vielleicht nicht machen sollte. Mir war dieser Kulturkampf immer zuwider.

    An die Substanz geht es offensichtlich, wenn man „Energiewende mit Gas als Brückentechnologie“ (an sich schon eine doofe Idee) macht, dann aber den größten Lieferanten rauskickt, denn die anderen Lieferanten sind ach so viel mehr auf Wahrung der Menschenrechte bedacht. Also mit anderen Worten: Es geht um planloses Handeln, Aktionismus, autoritäres Handeln und Abstreiten von Verantwortung für diese Entscheidungen. Dieses Muster gibt es überall in der Politik. Das kann nicht ewig gut gehen, besonders wenn gegen thermodynamische Gesetze verstoßen wird. Spoiler: Es wird nicht gut gehen.

    Ich finde derzeit auch faszinierend wie aus Pazifisten quasi über Nacht Bellizisten wurden, die mit den Neocons und dem Springer-Verlag verbal im Gleichschritt marschieren. Neu ist das natürlich nicht, wer sich an die SPD und die meisten Gewerkschaften vor dem 1. WK erinnert.

    Wenn euch solche Kommentare stören, dann vielleicht bei dem bleiben, was ihr kennt.

    Zu Crypto habe ich gestern einen neuen Podcast gefunden: Griftonomics über den Podcast Crypto critics corner. Dazu könntet ihr mehr in Deutsch zu machen, zu den Ponzi-Unternehmen, die in letzter Zeit aufgeflogen sind. Oder richtig wichtige Arbeit wäre aufzuzeichnen, wer alles für Crypto bei Politikern lobbyiert und dem etwas entgegenzusetzen. Die waren nämlich erfolgreich mit dem vielen Geld, das sie in Lobbying investierten. Ihre räuberischen Geschäfte bleiben erlaubt und werden nur wenig reguliert.

  21. Ich möchte an dieser Stelle was über Telegram erzählen. Ich nutze diese App inzwischen recht viel. Von anderen Messengern unterscheidet sich Telegram doch recht stark.

    Linus hatte überspitzt formuliert, dass Telegram keine Verschlüsselung hat. Das ist per Default auch richtig. Man muss extra einen „geheimen Chat“ starten, damit dann verschlüsselt wird. Wobei die Verschlüsselung bei Telegram eine Blackbox ist.

    Telegram benutze ich nicht für relevante, private Kommunikation. Telegram bietet nämlich darüber hinaus viele „Vorteile“ im Vergleich zu anderen. Es kommt hier immer auf die Sichtweise an. Was möchte man, was möchte man nicht. So sind die Gruppen nicht so stark limitiert, sie können bis zu 200.000 Mitglieder haben. Tritt man einer Gruppe bei, ist der vergangene Verlauf trotzdem sichtbar. So gibt es in Städten z.B. viele Gruppen mit „Suche“, „Verkaufe“, „Verschenke“ usw.

    Das hat bei mir so etwas wie eBay Kleinanzeigen komplett ersetzt. Es ist dort viel mehr los und man kommt deutlich schneller zum Ziel.

    Die Desktopanwendung hat ebenfalls mehr Funktionen. Dort kann man z.B. sehr einfach einen Chatverlauf exportieren, im HTML Format, mit allen Mediadateien, die mit eingebunden werden. Der Verlauf ist dann angenehm aufbereitet im Browser zu betrachten.

    Generell werden die Verläufe extern und unverschlüsselt gespeichert. Hat den „Vorteil“, dass man die Speicherdauer lokal auf einige Tage oder Wochen begrenzen kann, um den Speicherplatz auf dem Endgerät frei zu halten. Scrollt man mal weiter in die Vergangenheit zurück, werden die Inhalte wieder heruntergeladen.
    Aus der Sicht der Privatsphäre, verursacht das sicher gerade starke Schmerzen. Allerdings will man seinen Speicher nicht vollmüllen, wenn man in Gruppen ist, in denen täglich hunderte Fotos von Gegenständen gepostet werden, die einen neuen Besitzer suchen.

    Geheime Chats lassen sich nicht in der Desktopanwendung anzeigen, die liegen nur auf dem primären Endgerät. Backups davon sind soweit ich weiß nicht möglich.

    Auf dem Endgerät kann man übrigens bis zu 3 Accounts parallel laufen haben, so wie auch die Desktopanwendung, oder Telegram auf anderen Smartphones und Tablets synchronisiert betrieben werden können. Das ist auch der Fall, wenn das „ursprüngliche“ Smartphone, auf dem man Telegram mit der Mobilnummer registriert hat, gar nicht / nicht mehr aktiv ist.

    Nachrichten, die man geschrieben hat, lassen sich immer vom eigenen Gerät aus löschen, auch beim Gegenüber.

    Auf die NutzerInnen, die Telegram für Schwurbel und illegale Zwecke nutzen, möchte ich hier nicht eingehen. Ich habe nur dargelegt, dass es tatsächlich Gründe gibt, die diesen Messenger auch für alltägliche Dinge sehr gut einsetzbar machen.

    Aktuell habe ich 11 Messenger auf meinem Haupt-Smartphone installiert. Über Interoperabilität habe ich mir noch keine abschließende Meinung gebildet. Aus Privatsphäre-technischen Gründen erhört es doch die Angriffsfläche, wenn ich mich über ein Messenger-Universum hinaus ausbreite? Oder sehe ich das falsch?

    Ich bins inzwischen Leid mir den Mund fusselig zu reden und die Leute zu anderen Messengern als WhatsApp zu raten. Erst vor 2 Wochen hatte ich wiedermal die Diskussion mit einer Kollegin, die in allen möglichen WhatsApp-Gruppen ist, bezüglich Kita, Schule, Kollegen, Freizeit usw.

    „Noch ein Messenger? Warum denn das? Ich bin schon genug genervt.“
    Menschen im Hamsterrad zwischen 40 Stundenwoche und Kinderbetreuung haben gar nicht den Luxus und die Ressourcen sich darüber den Kopf zu zerbrechen.

    Daher braucht es jetzt einfach strenge Regulierung und Politik im Sinne der Menschen, die die Technik benutzen!

    lol

    • Nachtrag zu Telegram:
      Das Ding lässt sich auch als Cloudspeicher benutzen und wird auch so beworben.

      Ebenso bin ich noch auf keine Grenze gestoßen, was den Transfer von wirklich großen Dateien angeht. Mehrere GB sind kein Problem.

  22. Was haltet Ihr eigentlich von den Aussagen des Inspekteurs des Cyber und Informationsraum auf dem Youtube Kanal der BW. Für mich hörts sich das nach einen der wenigen fälle an wo jemand „höheres“ in der Hirachiebne bei Behörden im IT Bereich etwas sinvolles Redet.

  23. Themenvorschlag:
    https://fidoalliance.org/

    Was haltet ihr davon? Vermutlich seid ihr da geteilter Meinung?

    Langfristig soll es die Passwörter, die wir heute so verwenden, überflüssig machen.

    Ich befürchte, dass Behörden so leichter Zugriff bekommen können. Jemanden gegen seinen Willen das iPhone vor die Nase halten, um es zu entsperren, ist erlaubt, wie auch den Finger auf den Sensor drücken.

  24. Was ich bei der Gender-Sache nicht verstehe: Warum nimmt Linus nicht einfach den Gender-Gap oder nutzt die Beidnennung? Mit beidem umgeht man, dass man den Leichtempörten auf den Schlips tritt.

    An der Stelle würde ich nämlich Tims Einwand übertragen wollen, dass es an sich „echt wichtigere Themen“ gibt. Denn auch wenn es natürlich lächerlich ist, dass Leute sich über das Gendern aufregen: Leider bringt es Horst und Gabi auf die Palme. Gleichzeitig müssen wir aber Horst und Gabi halt auch für Netzpolitik, Klimawandel, dem Ukraine-Krieg, Antifaschismus und den Feminismus usw. auf „unsere Seite“ bringen. Da sollten wir sie daher nicht dem Gendern überfordern – das im Zweifelsfall wenig verändert, aber viel Ablehnung erzeugt.

    Meine 75-jährige Mutter war in ihrer Studienzeit auch Feministin und hat sich dafür eingesetzt, dass sie als Frau in ihrer Berufsgruppe Fuß fassen konnte. Sie ärgert sich trotzdem über das Gendern und findet, dass es auch auf feministischer Seite dringlichere Probleme zu lösen gibt.

    Der einfachste Weg, sich die Irritation zu sparen und trotzdem alle Mitzumeinen ist für mich die Beidnennung (auch wenn sie nicht-binäre nicht richtig einschließt). Bisschen weniger holprig wäre der Gap. Das generische Femininum verärgert im Zweifelsfall unnötig. (Und Verlaufsformen wie „Hörende“ sind völliger Schrott, weil man da vermutlich weiterhin nur an Männer denkt und es grammatikalischer Humbug ist :-)).

    • Was ich bei der Gender-Sache nicht verstehe: Warum nimmt Linus nicht einfach den Gender-Gap oder nutzt die Beidnennung? Mit beidem umgeht man, dass man den Leichtempörten auf den Schlips tritt.

      Vielleicht will er ja irritieren volgo trollen?

      Davon abgesehen hab ich den Eindruck, dass der Gap mehr Leute verärgert als Linus generisches Femininum.

      • > Vielleicht will er ja irritieren volgo trollen?

        Die Frage ist halt: Was erreicht man damit? Wie Tim sagte – eigentlich haben wir gerade dringendere Probleme auf der Welt zu schultern. Und das Argument gilt für mich in beide Richtungen: Ja, es ist Unsinn sich über das Gendern aufzuregen. Aber es ist auch Unsinn deswegen Leute zu irritieren und zu vergraulen – weil dadurch Leute abgeschreckt werden, die man eigentlich für andere dringendere Themen auf seiner Seite braucht.

        Ja – es ist lächerlich, dass Männer sich aufregen, dass sie jetzt sprachlich „ausgeschlossen“ sind. Aber wem hilft die Provokation?

        Was den Gap/Beidnennung betrifft: Da mögen Leute ästhetische Vorbehalte haben. Aber ich denke, er ist allemal konsensfähiger als das generische Femininum, weil es halt im Zweifel alle einschließt.

    • Ich glaube, du machst mehrere Denkfehler: Zum einen sind Kritiker von Gendersprache keine homogene Gruppe und auch nicht weniger gebildet. Im Gegenteil habe ich den Eindruck, dass mittlerweile viele Gendersprache nur nutzen, um eben nicht in die falsche Ecke gestellt zu werden. Im Zweifel hat auch nicht jeder eine starke Meinung zum Gendern. Die meisten werden es tun oder lassen, je nachdem, was sie gerade in einem Kontext als angemessen empfinden. Deshalb wird bei öffentlichen Äußerungen viel öfter Gendersprache genutzt als im privaten Umfeld. Es ist eben eine künstliche Sprachvariante wie Beamtendeutsch.

      Wenn du die Beidnennung als ausreichend empfindest, dann bist du wohl selbst eine Gabi und hinkst der aktuellen Debatte Jahrzehnte hinterher. Tatsächlich halte ich die exzessive und unnötige Beidnennung für den Auslöser. Erst dadurch ist bei vielen der Eindruck entstanden, dass Lehrer, Bürger, Journalisten etc. zwingend männlich seien. Wie viele männliche Lehrer hattest du denn in der Grundschule? Bei uns gab es genau einen Mann. Alle anderen waren Frauen. Wie sind die denn auf die Idee gekommen Lehrer werden zu können?

      Und wieso machen Frauen seit jeher eine kaufMÄNNISCHE Ausbildung? Die müssten doch glauben, dass dies nur Männer können oder dürfen. Beherrschen Nichtakademiker die deutsche Sprache eventuell besser als bestimmte Akademiker, die die Sprache oberflächlich und geradezu autistisch wortwörtlich auslegen? Es hinkt ja schon daran, dass die einen sprachlich alle gleichmachen wollen während die anderen jedes individuelle Merkmal nach außen kehren wollen. Gendergerecht und genderneutral sind zwei gegensätzliche Positionen.

      Schöne Grüße an deine Mutter. Man sollte allgemein mehr Respekt vor den Erfahrungen und dem Wissen der älteren Generationen haben. Trotz viel leichterem Zugang zu Informationen sind wir heutzutage auch nicht intelligenter als die Generationen vor uns.

      Im Übrigen finde ich es immer wieder irritierend wie deutschzentrisch die Debatten um Gendersprache sind. Schaut euch doch mal im Rest der Welt um und schaut, wie da Grammatik und Geschlechtergerechtigkeit miteinander korrelieren.

  25. Zum Bonus Track: Hm, etwas Belustigend darauf hinzuweisen, dass es unter den Lesben, Schwulen, Schwarzen, Behinderten u.s.w. auch Arschlöcher gibt, sollte eigentlich nicht nötig sein. Jedoch manche sind in gewissen Dingen richtige rücksichtslose Ar….er, was ich mir erlaube dies zu sagen, da ich auch ein Schwerbehinderter bin. Z. B. Raul Krauthausen nimmt sich das Recht zu protestieren, dass Rollstühle auf Gehwegen nicht rasen dürfen. Ich bin zwar auch schwer behindert (zwar nur physisch und musste früher mit dem Rollstuhl fahren, aber konnte zum Glück so weit genesen, dass ich nicht mehr auf den Rollstuhl angewiesen bin – es ist auch ein Glück, obwohl ich sicherlich kein Athlet mehr werden kann (was ich aber auch nie versucht hatte … von daher schränkt mich das physisch wenig ein …)), aber ich wäre nie dafür, dass Rollstühle auf Gehwegen rasen dürfen (also deutlich über 15km/h … er sprach von ca. 40 oder 50km/h … es bräuchte also spezielle Gehwege, aber dieser Wunsch wird sich wahrscheinlich nie erfüllen … jeder muss Kompromisse eingehen …). Also, nur weil er schwer behindert ist, darf er sich nicht erlauben so rücksichtslos zu sein, denn Nicht-Behinderte, die es leichter haben rücksichtslos in gefährlichen Situationen zu sein, werden auch dafür natürlich bestraft, auch wenn dies leider nicht immer von der Exekutive (Polizei) bemerkt wird.

    • Meinst du nicht, dass das nur eine Provokation oder Satire sein sollte? Der Kontext der Aussage ist mir unbekannt. Mit 40 km/h und mehr gehört man nun einmal auf die Straße ganz unabhängig vom Fahrzeug. Gehbehinderte dürfen mit Genehmigung aber z.B. auch auf Gehwegen und in Fußgängerzonen fahren, wo jeder andere absteigen und schieben muss.

      • Hm, da ich mich nie mit allen seinen Äußerungen beschäftigt habe, ist mir nicht ganz klar, wie er die Äußerung meinte. Es war ein Retweet von Sixtus in Twitter und wenn ich mich recht erinnere, war dort auch ein Youtube-Link zu einem Ausschnitt einer Talksendung, wo er dies auch sagte. Und gerade Twitter ist gefährlich, weil die Tweets nur kurz sein können und dort besonders darauf achten sollte den Text kenntlich zu markieren, wenn man etwas nicht ernsthaft meint. Klar, der Ausschnitt war zwar aus dem Kontext gerissen, aber es sah nicht so aus, als wenn er dies provokative oder satirisch meinte und diese Talksendung ist nicht Satire bekannt.

        Mit einer SE habe ich versucht den uralten Tweet von Raul zu finden, aber wie es scheint, scheint er sowieso etwas seltsam zu sein. Z.B. beschwert er sich, dass angeblich Rollstuhlfahrer immer geduzt werden ( https://twitter.com/raulde/status/997513397712367616 ). Auch wenn ich im Umfeld keine Rollstuhlfahrer kenne, ist dies mit Sicherheit eine vollkommen falsche Ansicht. Denn dies kommt aus den Ursprüngen des Internets. Früher am Anfang hatten fast nur Universitäten Internet. Es war üblich sich zu duzen, da dort anscheinend fast nur Universitätangehörige waren im ehemaligen Arpanet. Als Private und vor allem Jüngere in das Netz kamen, sahen sie, dass wildfremde Personen sich duzten und sich dies auch freundlicher anhört. Also als die ganzen Usenet, Foren u.s.w. größer wurden, wurde dies als ein ungeschriebener Standard gesetzt, dass man sich üblicherweise duzt (auch weil es oft nur englischsprachig war und dort gibt es kein „Sie“ oder „du“). Als dann auch Ältere vermehrt in das Netz der Netze kamen, wurde es unangenehm, weil sie dies als angeblich unhöflich empfanden und somit plötzlich forderten, dass nicht geduzt werden soll, wenn man sich nicht gut kennt. Jüngere sind aber natürlich älter geworden und das freundliche Duzen ist aus dem Netz ist auch zu dem realen Umgang mit Personen herüber-geschwappt. Also alle Personen werden oft eher geduzt, auch wenn man sie kaum oder nicht kennt, aber wenn sie in der gleichen Firma, Gruppe oder ähnliches sind, da dies von vielen als freundlicher empfunden wird. Er aber scheint dies nur auf sich zu beziehen und projiziert dies auf alle Rollstuhlfahrer. Und genau das ist falsch. Er verhält sich wie die Älteren am Anfang des Internets, die dies plötzlich als unhöflich bezeichneten. Scheinbar hat er Probleme mit der Wertschätzung und sieht in viel zu vielen Dingen, dass Rollstuhlfahrer angeblich absichtlich nicht wertgeschätzt werden. Aber zu viel über ihn möchte ich nicht reden, da ich ihn nicht gut genug kenne (obwohl auch Personen, die man vermeintlich gut kennt, ab und zu überraschen können und damit indirekt zeigen, dass man Personen nie gut genug kennen kann).

  26. Mich freut, dass ihr die Diskussion am Anfang mal geführt habt. Dieses Gendersprachenbashing in irgendwelchen Kommentarspalten nervt mich ungemein. Danke auch, dass ihr all die Jahre immer dafür gesorgt habt, dass Hacker*innen aller Art bei euch zu Wort kamen!

    Allerdings frage ich mich, ob es ausreicht bei inklusiver Sprache zu bleiben. Da euer Podcast ja doch eine zentrale Rolle in der Hacker*innenwelt spielt, wärs vllt. auch ein wichtiger Schritt, dass ihr die Moderation des Podcasts etwas diverser aufstellt oder zumindest auch Diversitätsthemen innerhalb der Szene noch mal stärker beleuchtet. Gerade sinds halt dann doch zwei mittelalte Jungs die das ganze moderieren und vor allem auch nur die Sichtweise mittelalter Jungs auf die Netzpolitik abbilden. Würde dann auch dazu führen, dass vllt. paar der biodeutschen Anti-Gender-Jungs unter euren Zuhörern entspannter werden, weil sie sich nicht mehr so vor der neuen Vielfältigkeit in der Szene und der Gesellschaft fürchten müssen.

    • Danke, dass ich noch als mittelalt durchgehe. Ich lebe also quasi im Mittelalter :)

      Weiß nicht genau, was Du Dir unter „die Moderation etwas diverser aufstellen“ vorstellst, aber ich finde es jetzt auch keine Verfehlung, dass wir aus dieser, immerhin seit einer Dekade halbwegs funktionierenden Konstellation aus irgendwelchen externen Gründen die Basis des Gelingens herausziehen sollten. Dass so etwas überhaupt so lange laufen kann ist schon ein großes Glück. Und mit dieser Konstellation versuchen wir eben immer Das Richtige™ zu tun. Was das genau ist, darüber sind sowohl wir als auch die Hörergemeinde sich nicht immer im Klaren und schon gar nicht im Einen. Am Ende ist das ein Prozess und ich bin schon froh, wenn wir in der Lage sind, uns fortwährend zu hinterfragen obwohl wir beide so ausgeprägte Egos haben :)

      • Das war doch eigentlich ziemlich eindeutig und wenn der Kommentar nicht unter falscher Flagge abgesetzt wurde, dann bestätigt er nur meine Bedenken hinsichtlich der Maßlosigkeit der Gendersprachenapologeten. Euer Vergehen ist, dass Ihr zwei weiße Männer seid, die sich in der Öffentlichkeit unterhalten. Das ist Patriarchat pur. Das geht natürlich nicht. Solange die Menschen am Mikrofon nicht das komplette LGBTQIA*-Spektrum abdecken ist der Podcast sexistisch. Zum Glück hat Tim einen britischen Pass, sonst wäre er auch noch rassistisch.
        Vermutlich hat Krawalltante gar nicht wahrgenommen, wie oft Ihr weibliche und transgender Gäste in der Sendung hattet. Warum sollte man das auch betonen? Ich bin mir sicher, niemand eurer Hörer ist so dumm, Menschen anhand dieser Merkmale zu beurteilen geschweige denn zu verurteilen.

      • Tim, du würdest für mich auch noch als jung durchgehen!

        Tatsächlich ist es halt wieder die Frage, welche Vorbilder reproduziert werden. Es ist natürlich klar: Never touch a running system. Andererseits ändert sich halt auch nichts, wenn man nichts wagt.

        Bitte das ganze auch nicht als Vorwurf an euch sehen! Ihr macht eine tolle Arbeit! Eher als Ausblick, was ihr jenseits von gendern noch so machen könnt, um die Welt voranzubringen :-D. Natürlich kann auch nicht jeder immer alles machen. Drum wäre ich euch noch nicht mal böse, wenn ihr nicht gendern würdet.

  27. Ich habe zu der Musk Geschichte vor allem Matt Levine, einem Journalisten von Bloomberg gefolgt, sein Newsletter heißt Money Stuff. Ich glaube seine Interpretation – und er zitiert da viel aus dem Rechtsverkehr – geht ungefähr so: Musk hat kalte Füße bekommen und sucht seither einen Ausweg – jetzt eben den Weg über die Anzahl an Spam Accounts bzw daily active user. Ihm gefällt die Metrik nicht und das habe man ihm alles nicht gesagt und jetzt will er mit deren eigenen Daten seine eigene Analyse machen!
    Twitter sagt: Elon weiß seit langem wie wir unsere Statistiken erheben, immerhin ist das ja relevant für unsere Shareholder und darum ist das für die auch veröffentlicht. Mit einer Anmerkung dass man da viel durch menschliche Inaugenscheinnahme von nur ein paar Tausend Accounts pro Zeiteinheit macht, und ja es mag genauere andere Arten geben die zu anderen Ergebnissen führen, aber so machen wir hier das halt. Das wusste Elon nicht nur bei Vertragsschluss, sondern weit vorher, ist also absolut nicht relevant hier.

    Und ich gehe mal davon aus, dass das für ein Gericht – neben Elons Verhalten – ein sehr klarer Fall sein könnte. Und da könnte jetzt eben auch eine Schattenseite davon auftauchen, dass alle US Unternehmen ihre Sitz in der Steueroase Delaware haben – da wird dann halt auch verhandelt. Und da kennen sich die Richter mit so Betrügereien ganz besonders gut aus.

    Ich erwarte fröhliche Festspiele

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