LNP273 Die Verfassungskatze

Live on Stage auf der Privacy Week 2018 in Wien

Wir waren in Wien und haben die Privacy Week 2018 besucht und am Samstagabend auf der Bühne Stellung bezogen. Wir bedanken uns beim Publikum und der Organisation der Privacy Week für einen gelungenen Abend. Wir sprechen über die Privacy Week, die Zementierung des Status Quo der Ungerechtigkeiten bei der Vermittlung von Arbeitspplätzen durch den österreichische Arbeitsmarktservice AMS, die Denuziation von Lehrern durch die AfD, Tim cooks feuriges Plädoyer für mehr Privatsphäre auf der ICDPPC, die verzögerten Verhandlungen rund um die europäische ePrivacy-Richtlinie, das dicke Leck im Datenbauch von Facebook und liefern wieder interessante Termine.

Dauer: 1:21:32

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Privacy Week

Arbeitsmarktservice Österreich (AMS) teilt Arbeitslose mit Algorithmus ein

AFD-Denunziationsstelle gegen Lehrerinnen

Tim Cook auf ICDPPC

ePrivacy: Österreich verzögert die Verhandlungen weiter

Facebook-Leck

Termine

4 Gedanken zu „LNP273 Die Verfassungskatze

  1. Kleine Korrektur: Eure Sketchnoterin heißt Jana Wiese. Da hat wohl jemand zu schnell und unvorsichtig gecopypasted, denn der fälschlicherweise angegebene Name Jana Lies stammt wohl aus dieser Passage ihrer Website: “Hi, ich bin Jana. Lies mehr über mich und die Zuckerbäckerei auf der About-Seite. “

  2. FB: den Max kann man übrigens morgen darüber auf FM4 aus dem Nähkästchen plaudern hören :

    Wie kann man sich als Einzelperson gegen riesige Unternehmen stellen, warum die neuen Datenschutzrichtlinien der EU auch dich nicht kalt lassen sollten und mit welchen Mitteln wie die von Max Schrems gegründete NGO „None Of Your Business“ für Datenschutz kämpft, darüber erzählt der Aktivist in einem FM4 Doppelzimmer am 1.November von 13 bis 15 Uhr.

  3. Bzgl. eurer Diskussion zu den Meldewebseiten der AFD und vor allem der Einleitung zu diesem Teil der Diskussion:
    Es geht doch nicht darum, dass Lehrkräfte in den Schulen vor Klassen stehen und sagen wählt diese oder jene Partei oder diese oder jene nicht. Das ist doch letztlich das was die AFD mit ihren Plattformen suggeriert, was doch aber überhaupt nicht das Problem ist. Da werden Einzelfälle zur Gesamterscheinung herbeifantasiert und das Bauchgefühl einiger sagt: “Nein, das geht natürlich nicht.” Gehts ja auch nicht. Geschieht aber auch nicht, …
    Was die AFD angreifen will, ist die offene Diskussion und die politische Bildung an sich. Eine, in der man als Lehrkraft Material zur Verfügung stellt und Schüler_innen eine eigene Wertung treffen lässt. Dabei können und werden alle Parteien immer mal wieder (einige häufiger) schlecht bei weg kommen. Die AFD im Modus der Rechten, die vor allem sich selbst als Opfer des demokratischen Diskurses sehen, wollen damit nicht leben und dies unterbinden oder durch Selbstzensur verängstigter und eingeschüchterter Lehrkräfte einschränken. Denn eine Urteilsbildung zu Positionen der AFD und deren politischer Praxis muss doch in wohl fast jeder Klasse dazu führen, dass Kinder und Jugendliche feststellen, dass hier rassistische, geschichtsrevisionistische, sexistische Positionen vertreten werden, etc. Die AFD will sich einer solchen Bewertung (auch Diskussionen um deren vermeintlicher Politik für die “kleinen Leute”) entziehen.
    Ein Neutralitätsgebot, so wie die AFD es behauptet existiert nicht!

    Nochmal mit Freude §1 Schulgesetz Berlin nachgelesen:
    “[..] Ziel muss die Heranbildung von Persönlichkeiten sein, welche fähig sind, der Ideologie des Nationalsozialismus und allen anderen zur Gewaltherrschaft strebenden politischen Lehren entschieden entgegenzutreten sowie das staatliche und gesellschaftliche Leben auf der Grundlage der Demokratie, des Friedens, der Freiheit, der Menschenwürde, der Gleichstellung der Geschlechter und im Einklang mit Natur und Umwelt zu gestalten.[..]

    Dazu auch: https://www.tagesspiegel.de/politik/schule-und-parteien-kritik-an-der-afd-kann-zum-pflichtstoff-gehoeren/22736338.html

    Problematisch sind vielmehr ganz andere Positionen, die von Lehrkräften vertreten werden, als diejenigen, die sich an Menschenrechte, das Antidiskriminierungsgesetz und Schulgesetze halten, ebenso wie eine Orientierung am Beutelsbacher Konsens.
    So in Beispielen hier nachzulesen:
    https://www.zeit.de/2018/45/rechtsextremismus-jugendliche-sachsen-schulen-projekt/komplettansicht?print
    Wenn nämlich Lehrkräfte ungestraft verweigern Migrant_innen zu unterrichten (oder Menschen, die sie für solche halten) oder ein Direktor sich so zitieren lässt: “Auch ein kleiner Nazi kann ein guter
    Facharbeiter sein.” Das ist tatsächlich problematisch. Diese Leute werden aber sicherlich keine Probleme auf den AFD Plattformen kriegen. Die letztlich nichts weiter sind als Tools um Listen missliebiger Lehrkräfte anzulegen, da ändern auch all die freiwilligen Selbstanzeigen nichts.

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