LNP337 Die Häuser denen, die darin Sachen verkaufen

Eine Diskussion über die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise

Heute mal keine Netzpolitik. Wir sprechen mit Daniel Kröger über die Reaktionen der Börse, den bisher getroffenen wirtschaftlichen Maßnahmen auf nationaler, europäischer und globaler Ebene und welche Auswirkungen die Krise und künftige Maßnahmen auf Wirtschaft und Gesellschaft haben könnte.

Dauer: 1:26:19

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Wirtschaftliche Folgen der Corona-Krise

Bonus Track

55 Gedanken zu „LNP337 Die Häuser denen, die darin Sachen verkaufen

  1. Fantastische Folge (wiedermal)!!!
    Gut, dass ihr euch ‚getraut habt‘, mal ein bisschen vom rein NetzPolitischen Format abzuweichen und so wohl auch ein anderes Publikum für wirtschaftliche Zusammenhänge interessiert habt.
    Hier noch ein kleines ‚Schmankerl‘ für euch vom #Leierkastenmann über Corona, direkt aus Kreuzbergs Hinterhöfen: https://www.youtube.com/watch?v=AQGFEhXTGyw
    https://twitter.com/matusound/status/1243637683328634887?s=20
    #MackieCorona
    Schade, dass wir uns diesen Sommer nicht beim EMF-Camp treffen.
    LG
    Anne

  2. Vielen Dank für die Folge!

    Zum kleinen Zeh: das hatte ich schon ein paar mal und zwei mal war er gebrochen – in starker Hinweis auf Bruch ist, wenn sich ein schwarzer Strich entlang des Zehs bildet. Aber im Krankenhaus haben sie dann auch nur einen “Zügelververband” gemacht – also den kleinen an den “Ringzeh” getaped – das und weite Schuhe helfen dann über die ersten zwei Wochen.

    • Kann ich bestätigen, hatte das mal mit dem mittleren Zeh, der lief auch alle Regenbogenfarben durch. Wurde beim Arzt (metaphorisch) auf den Kopf getätschelt und mit nem Klaps auf den Po wieder nach Hause geschickt. Ich fühlte mich um eine heldenhafte Kriegsverletzungsgeschichte betrogen, habe es aber irgendwie dann doch überlebt.. gerade so.

  3. Linus hat in dieser Folge ja schön anschaulich dargestellt, warum es keine gute Idee war, die Möglichkeit der Kündigung bei Mietzahlungsverzug generell aufzuheben.
    Die großen Ketten, die in den letzten Jahren fette Gewinne eingestrichen haben (Addidas 2019 z.b. 1,9 Mrd. €) gehen jetzt nicht zum Staat, sondern nehmen sich ungefragt Kredite bei ihren Vermieter:innen.

    • Diese Firmen wissen halt ganz genau, dass sich für Gewerbeimmobilien wohl nicht so leicht ein anderer Mieter findet, wenn dieser seinen Laden nicht öffnen darf. Der Vermieter hätte also im Fall einer Kündigung zumindest vorübergehend einen Leerstand, der sich frühestens dann auflöst, wenn auch Adidas wieder Miete zahlt.

      • Der Punkt ist doch, dass sie das nur machen können, weil sie nicht gekündigt werden können.
        Wenn denen alle Vermieter kündigen würden, hätten sie keine Ladengeschäfte mehr, in denen sie, wenn sie es wieder dürfen, etwas verkaufen könnten.
        Und das gilt für alle Ketten, die jetzt ohne Not einfach die Mietzahlungen einstellen, weil der Staat dieses Verhalten unterstützt.
        Da nützt es auch nichts, wenn jetzt diejenigen, die das am Freitag verabschiedet haben, am Samstag in der Presse erklären, dass sie ein solches Verhalten unsolidarisch finden.
        Dass das so kommt, war von vornherein absehbar.

        • Was du dabei aber vergisst: die Firmen brauchen dafür überhaupt keinen Schutz durch die Legislative. Wie Martino schon sagte: die Vermieter dieser Immobilien finden sowieso aktuell keinen alternativen Mieter, der ihnen irgendetwas für die Flächen bezahlen würde. Es macht also völlig unabhängig von einem eventuell bestehenden Kündigungsschutz (wobei mir eh schleierhaft ist, ob das überhaupt für Gewerbemietverträge gilt; Gewerbemietverträge sind auch im sonstigen Recht ein ganz anderes Ding wie private Wohnmietverträge und genießen generell weit weniger Schutz als diese) für Vermieter in der Regel keinen wirtschaftlichen Sinn, dem Mieter aufgrund Aussetzung der Zahlung jetzt zu kündigen. Das einzige Risiko, das Adidas und Co. eingehen ist, dass sie auf Nachzahlung der Miete verklagt werden. Aber selbst, wenn das in einigen Fällen geschieht: diese Verfahrenskosten können sich die Firmen leisten, und die Verfahren werden eine ganze Weile dauern, so dass selbst bei negativem Ausgang der Zweck, während der Krise möglichst viel Liquidität zu erhalten, erfüllt wäre.

      • Ich würde mal schätzen, dass meine Vermieterin mindestens drei Menschen beschäftigt.
        Es besteht offenbar der weitverbreitete Irrtum, dass Vermietung einfach nur das kassieren von Miete ist und dass ansonsten in einem Mietshaus nix passiert. (Putzfirmen, Handwerker, etc.)
        Aber gut, als in Berlin lebender Mensch hab ich mich ja nun an den neuen Volkssport “pauschales Vermieterbashing” gewöhnt.
        Ein bischen enttäuschend ist allerdings, dass sich dem auch Menschen anschließen, die in anderen Gebieten durchaus Willens und in der Lage sind, die Dinge etwas differenzierter zu betrachten.

        • Für mich ist die große Frage, ob wir es schaffen die Lasten der Corona-Krise gerecht zu verteilen. Gemietete Gewerbeimmobilien sind ein Beispiel, wo das derzeit nicht der Fall ist. Viele Geschäfte dürfen aufgrund stattlicher Anordnungen die Immobilien nicht zu dem gemieteten Zwecke nutzen – die Vermieter aber wohl weiter vermieten. Das ist eine Politische Entscheidung. Man hätte ja auch anders entscheiden können, “zur Eindämmung der Corona-Krise dürfen derzeit keine Gewerbeflächen für Geschäfte mit Publikumsverkehr vermietet werden – auch nicht bei laufenden Verträgen.” Gewerbeflächen sind wirklich etwas anderes ans gemietete Wohnungen, da sie derzeit gar keinen Gegenwert für die Miete bieten. Da muss man auch nicht unbedingt unterscheiden zwischen Mietern wie einem rentablen Adidas oder einem so lala laufenden Fair-Trade-Shop: In beiden Fällen zahlen die Mieter alleinig und unverschuldet die Kosten der Krise.

          Wenn wir jetzt nicht aufpassen, haben wir nach der Krise eine viel größere Ungleichheit als heute. Wenn alle auf 10% Wohlstand verzichten müssen – so what? Aber derzeit werden Existenzen vernichtet während für Vermögenden am Immobilien und Aktienmarkt neu Chancen entstehen. Der Aspekt fehlt mir in der aktuelle Debatte.

        • Ich würde mal schätzen, dass meine Vermieterin mindestens drei Menschen beschäftigt.

          Ich habe gute Nachrichten für deine Vermieterin: Sie kann sich 5.000€ Soforthilfe für Kleinstunternehmerinnen bei der IBB Berlin abholen. Zusätzlich bis zu 9.000€ für laufende Fixkosten wie Gebäudereinigung etc. Und alle können ihren Job behalten.

          Hast du eine Vorstellung, wie viele Angestellte so ein adidas hat?

          Ich erkläre es dir gern noch einmal: Arbeit verfällt, die Immobilie nicht und Kapital auch nicht. Es gibt eine immerwährende Bevorteilung von Kapitaleinkünften.
          Selbstverständlich soll deine gebeutelte Vermieterin ebenfalls davon befreit werden, den Kapitaleinkünften ihrer Bank zu dienen.

          Der Vorwurf des “Vermieterbashings” ist leider so plump wie deine Argumentation, warum adidas Miete zahlen sollte für ein nicht nutzbares Objekt – ohne noch irgendwelche Einkünfte zu haben.

          • Ich empfehle einfach mal die letzte Folge UKW. Da spricht jemand, der nicht undifferenziert alles über einen Kamm schert.

            Du hast es vor ein oder zwei Folgen ja schon mal selbst gesagt. Am besten sollte einfach jeder bei den Themen bleiben, von denen er wirklich etwas versteht. Dann kommt auch etwas substantielleres heraus, als der undifferenzierte Ausdruck eines allgemeinen Bauchgefühls.

              • Keine Chance, das selbst wenn ich es wüsste, hätte ich nicht einen Funken Mitleid mit Dir.

                Mein Herz schlägt einzig und allein für diejenigen, die ihr Kapitaleinkommen auf Kosten der ärmsten der Armen vermehren.
                Für Hacker, bei denen – wie man weiß – für alle der einzige Lebensinhalt darin besteht, in fremde Computer einzubrechen, um dort den größtmöglichen Schaden anzurichten, um ihre Opfer anschließend auszupressen, wie Vermieter:innen ihre Mieter, hab ich absolut nichts übrig.

  4. Es ist übrigens nicht richtig, dass Leute in den USA, wenn sie den Job verlieren von heute auf morgen keine Krankenversicherung mehr haben.

    Unter Ronald Reagen wurde COBRA verabschiedet.
    https://www.healthcare.gov/unemployed/cobra-coverage/

    Firmen mit mehr als 50 Mitarbeitern müssen eine Krankenversicherung anbieten.
    https://www.investopedia.com/articles/insurance/11/intro-cobra-health-insurance.asp

    https://www.cigna.com/individuals-families/understanding-insurance/what-is-cobra-insurance

    Damit haben die Menschen bis zu 18 Monate qualifizierte Versicherung,

    Aus Den FAQ:

    Does COBRA count as qualifying health coverage (or “minimum essential coverage”)?
    Yes. This means if you have COBRA coverage you don’t have to pay the fee that people without coverage must pay.

    Ich lebe in den USA bin immer wieder erstaunt, mit wieviel Halb-/ Unwissen die Presse an die Öffentlichkeit geht.

    • Ein mögliches Problem ist, wenn das Unternhemen pleite geht. Der Versicherungsschutz besteht dann nicht mehr. Die Krankenversicherung kann auch von den Unternehmen gekündigt werden. Ob dann eine andere Versicherung greift, wie Medicaid für sozial Schwache ist in jedem Staat anders.

      Die Grenze von 50 Mitarbeitern bei Unternehmensversicherungen kommt mir sehr wenig vor. Zumindest sind nur etwa die Hälfte der Beschäftigeten in Unternehmen unter 200 Mitarbeiter in der Krankenversicherung. Tendenz abnehmen. In den Genuss der Versicherung kommen auch nicht alle Mitarbeiter, z.B. Leute in Teilzeit und mehreren Jobs.

      Welche Versicherung Corona-Tests bezahlt ist auch wieder eine ganz andere Frage.

      Das Halb-/Unwissen in der Presse liegt meiner Meinung nach daran, dass das System in den USA auch recht komplex ist und sich lokal unterscheidet. Die rechte Presse hat dazu auch gar kein Interesse an richtiger Darstelelung, da sie universal healthcare aus ideologischen Gründen ablehnt.

  5. Mal kurz nach ETFs (Indexfonds) gesucht und das bei der GLS Bank gefunden: https://blog.gls.de/aus-der-finanzwirtschaft/etfs-vorsicht-geboten/
    Um die GLS Bank besser einschätzen zu können: https://www.fairfinanceguide.de/ffg-d/

    Wegen den Mieten ein nettes Zitat eines Vermieters: „[…] aber es kann nicht angehen, dass die Welt zusammenbricht und das Vermietungsgewerbe rein rechtlich betrachtet ohne Einbußen durch die Krise kommt. […]“ (Quelle: https://twitter.com/SahnerJan/status/1241635985663725570)

    Und I: denkt an die Tafeln, die auch schließen mussten. Mancherorts wird noch eine Art Notdienst aufrecht erhalten. Wäre die richtige Zeit sie mit einer Spende zu unterstützen.

    Und II: Fefe hat einen Link, der auch mal ganz unaufgeregt informiert: https://swprs.org/covid-19-hinweis-ii/

    Und III: noch einen ganz speziell für Linus: https://www.youtube.com/watch?v=p7YGEOIgcKA ;-)

  6. Gute Folge und prinzipiell eine gute Idee, mal die wirtschaftliche Seite näher zu beleuchten. Ihr habt auch insgesamt einen guten Rundumschlag von klein bis groß geschafft und euer Gast hat auch sehr dazu beigetragen, die “Großkapital-Seite” etwas zu beleuchten, aber bei einer seiner Aussagen hab ich mich dann doch etwas gewundert: “Am Ende ist es ein Nullsummenspiel”.

    Dem möchte ich doch entschieden widersprechen. Die Börse generell ist sogar eines der besten Gegenbeispiele für Nullsummenspiele in der Wirtschaft (in der es, wenn man genau hinschaut, nahezu nirgendwo Nullsummenspiele gibt, obwohl sehr viele Dinge auf den ersten Blick so aussehen, als wären sie welche). Die 25 Billionen vernichteter Börsenwert sind nicht bei “irgendjemand anderem” in genau derselben Summe wieder aufgetaucht, sondern der größte Teil davon ist schlicht weg, vaporisiert, verdampft. Wenn ein Unternehmen jetzt gerade einen Börsenwert von x Milliarden hat, dann bedeutet das ja nicht, dass irgendwo auf der Welt x Milliarden Cash rumliegen, die für diese x Milliarden Börsenwert mal bezahlt wurden. Es bedeutet nur, dass ich eine einzelne Aktie dieses Unternehmens jetzt gerade höchstwahrscheinlich für einen Preis von Börsenwert geteilt durch Anzahl existierender Aktien verkaufen könnte, wenn ich denn wollte, und ich weiß, dass ich das sehr wahrscheinlich kann, weil gerade jemand anderes genau das getan hat. Die Rechnung geht aber nur so lange auf, so lange nicht zu viele Leute dasselbe tun wollen. Sobald zu viele Leute verkaufen wollen, bricht der Kurs ein, und das Einzige, was dann noch eine Nullsumme ergibt, sind die Käufe gegenüber den Verkäufen. Das gegengerechnet ergibt natürlich immer 0, aber gleichzeitig sinkt ja der Wert aller anderen Anteile des Unternehmens, auch von denen in den Händen von Leuten, die gerade weder kaufen noch verkaufen. Deren Depot verliert an Wert, und diese Summen tauchen nirgendwo anders wieder auf, die sind also wirklich “weg”.

    Und das macht letztlich ja auch Sinn. Der Börsenwert war, wie jeder andere Wert auch, eine kollektive Halluzination; man hielt das Unternehmen kollektiv für so wertvoll, weil man sich in Zukunft mit einigermaßen hoher Sicherheit eine gewisse, immer weiter steigende Höhe an Umsatz und letztlich Gewinn versprochen hat. Da es der Weltwirtschaft nun ein Jahrzehnt lang sehr gut ging, war das Vertrauen in diese Annahme, es ginge jetzt auch erst mal so weiter, zuletzt ganz schön enorm groß – nicht nur auf einzelne Unternehmen bezogen, sondern quer durch alle Branchen. Die Pandemie erschüttert jetzt genau dieses Vertrauen weltweit und in vielen Branchen gleichzeitig, und an der Börse ist Vertrauen in zukünftige Entwicklungen gleichzusetzen mit Wert; zusammen mit dem Vertrauen in die zukünftigen Gewinne verpuffen daher die sich daraus speisenden Börsenwerte.

    • Du widersprichst dich hier etwas und bringst selbst Argumente vor, warum es ein Nullsummenspiel ist. Denn wie du sagst, dem Wert eines börsennotiertem Unternehmen steht kein Geldwert gegenüber. Es ist nur ein fiktiver Wert auf einiem Blatt Papier, der durch Angebot und Nachfrage generiert wird. Eine Halluzination, wie du es nennst.

      Wenn der Aktienkurs in den Letzten 10 Jahren um 500% gestiegen ist und nun um denselben Wert wieder einbricht, ist das für die Anleger zwar erst einmal nicht schön, weil sie Angst haben, dass sie ihre Invenstition nicht mehr mit Gewinn verkaufen können, aber das Geld existiert ja gar nicht, nur der virtuelle Wert. Für die Realwirtschaft, und in diesem Beispiel für dieses eine Unternehmen, sind die Auswirkungen erst einmal weniger dramatisch. Die Produktion läuft weiter, Arbeiter arbeiten weiter, Umsätze können weiter unabhängig vom Börsenwert generiert werden. Das Unternhmen hat das benötigte Kapital ja schon ganz am Anfang, beim Börsengang eingenommen.

      Es gibt natürlich ein großes ABER, denn ein wirkliches Nullsummenspiel ist es tatsächlich nicht:
      Wenn das Unternehmen an der Börse geringer bewertet wird, kann es natürlich schwieriger sein, dringend benötigtes Kapital für Investitionen zu bekommen. Anleger und Kreditgeber verleihen auch weniger, weil ja der Wert ihres (virtuellen) Vermögens während der Krise gesunken ist. Das hat dann wirklich realwirtschaftliche Auswirkungen.
      Dazu kommt, dass die Aktieninhaber ein Stimmrecht im Unternehmen haben. Und wenn genug A*löscher genug Anteile besitzen, werden sie die Unternehmensführung dazu drängen alles möglich zu tun, um den Börsenwert wieder auf Kurs zu bringen. Da kommt es dann leider auch häufig zu Entlassungen.

      • Also genau genommen widersprichst du dir gerade innerhalb deiner Kritik selbst, nicht ich mir ;-) dein 3. Absatz bringt ja diverse Gründe vor, warum es eben genau kein Nullsummenspiel ist. Der Börsenwert eines Unternehmens ist nicht ohne Folgen in der Realwirtschaft, sowohl für die Firma selbst als auch für die Investoren. Das und die Aussage, dass der konkrete Wert durch eine Massenhalluzination entsteht, schließt sich überhaupt nicht gegenseitig aus; viel mehr noch: dasselbe Prinzip gilt auch bei Cash. Und bei Bitcoin. Und bei Immobilien. Und bei…bitte beliebig fortsetzen. Es gilt für alle wirtschaftlichen Werte, so dass sich ohne Zweifel feststellen lässt: ja, der gemeinsam herbeihalluzinierte Wert hat selbstverständlich ganz harte, reale Auswirkungen auf alle, die den jeweiligen Wert oder Teile davon halten. Und es ist kein Nullsummenspiel, weil die Gesamtsumme aller kumulierten Werte auf der Welt nicht fix ist, sondern steigt (die meiste Zeit) oder sinkt (jetzt gerade). Es wird also jetzt gerade tatsächlich Wert in großem Stil vernichtet, und nicht nur verschoben – und das war ja der Kern meiner ursprünglichen Kritik, dass die Aussage des Gastes im Podcast zumindest meiner Interpretation nach war, hier finde nicht wirklich eine Wertvernichtung statt, sondern – da es eben ein Nullsummenspiel sei – nur ein Verschieben von vielen Verlierern zu ein paar wenigen Krisengewinnern. Diese Art Verschiebung findet natürlich parallel auch statt, aber auch nur, weil das halt durch die Handelsvorgänge ohnehin die ganze Zeit an der Börse passiert, während der gesamte Kuchen im Hintergrund je nach Verhältnis von Kauf- zu Verkaufsdruck wächst oder schrumpft.

        • Ich stimme dir zu, und glaube, wir meinen auch beide dasselbe. Um genau zu sein, wollte ich dir auch gar nicht widersprechen, fand nur deine Argumentation nicht ganz leicht nachvollziehbar (was aber auch an mir liegen kann ;))
          Mein Punkt ist, die Werte, die jetzt verloren gehen in der Finanzwirtschaft, gab es vor ein paar ja noch nicht, sondern sind nur durch Handel, Spekulation und Nachfrage entstanden. Wenn der Finanzsektor isoliert wäre, wäre ein schrumpfen des Kuchens für die Realwirtschaft nicht so schlimm (und für die Anleger auch nicht, solange sie nicht verkaufen). Da Schwankungen im Finanzsektor aber eben nicht isoliert von der Realwirtschaft ist, wird es (zeitverzögerte) Auswirkungen geben und es ist kein Nullsummenspiel.

    • Hi Slartie,
      Danke für deinen Hinweis. Vielleicht habe ich mich umständlich ausgedrückt. Die 25 Billionen hat natürlich nicht jemand anderes. Das ist der Gesamtwert, um den die Aktien im Wert gefallen sind. Auch erst wenn du die Aktien verkaufen würdest, ist der Verlust realisiert.
      Was ich mit Nullsummen Spiel meinte, ist die Anzahl der Aktien. Wenn ich heute 5 verkaufe muss diese jemand auf der anderen Seite kaufen. Am Ende des Tages ist bei der Börse alles bei 0.

  7. Slartie hat oben sehr wahre Dinge geschrieben. Anders gewendet könnte man auch sagen, solange man im Spiel ist, also Aktien besitzt, hat man eine offene Position, und hofft irgendwann diese offene Position mit einem Gewinn zu schließen. Buchwerte sind die momentan erwarteten Rückflüsse aus dem Schließen der Position. Kursverluste und -anstiege sind kein Ertrag oder Verlust. Nur für den, der verkauft und so seine Position schließt.

    Ich habe aber noch weitere Punkte die unscharf oder unzutreffend waren, meiner Ansicht nach.

    1. Wo kommt das Geld her? Wenn man mal schaut wieviel Geld da ist, so betrachtet man z.B. die Geldmenge M3, da sind in Europa ca. 12.000 Milliarden EUR. Davon sind ca. 9.000 Milliarden quasi Bar und 3.000 Milliarden kurzfristig angelegte Gelder. Wer das nun genau besitzt? Weiß man nicht.
    Aber was am Zins als Preis fürs Geld verleihen sieht: Wenn ich dir mein Geld verleihe, möchte ich einen Preis dafür haben. Weil ich es dann nicht mehr habe, zunächst. Weil ich es vielleicht nicht mehr zurück bekomme und für das Risiko ein bisschen Entlohnung möchte. Nun stehen aber so viele Leute da, die dir Geld geben wollen dass du ihnen sagen kannst: Wenn ich Euer Geld nehme und ich garantieren kann, dass ihr es absolut sicher wieder bekommt, dann müsst ihr mir für diese Sicherheit etwas zahlen, sonst nehme ich das Geld von jemand Anderem in Verwahrung. Der Zins ist die letzten Jahre so niedrig gewesen, dass er nun ein Preis für die sichere Verwahrung von Vermögen geworden ist, ein Negativzins. Das zeigt: es ist seeeehr viel Geld auf der Suche nach einer sicheren Anlage, die Konkurrenz ist riesig. Massig Geld das nicht weiß, wohin. Diese Situation ist also keineswegs irgendwie absurd, sie ist Resultat aus Angebot und Nachfrage. Es ist also Raum für mehr Staatsverschuldung, und den Staat kostet es nicht einmal etwas.
    2. Zu den Gutscheinen: Der Aspekt dass der Ausgeber der Gutscheine pleite gehen könnte wurde nicht erwähnt. Insofern übernehmen die Kunden der Clubs auch ein Teil des Insolvenzrisikos. Je nach Branche übrigens rechnet man mit einem Gutschein-Rücklauf von nur 40-80%. Und man könnte die Gutschein-Finanzierung auch mit einem späteren Überbrückungskredit kombinieren wenn man befürchtet nach Öffnung nicht über die Runden zu kommen.
    3. “Nach der Krise”: Je länger sie dauert desto schwerer wird durch zunehmende Verwerfungen der Neustart. Schon jetzt hört man, dass die Chinesen zwar wieder gestartet haben, aber z.B. keine Container in China sind um die produzierte Ware in die Welt zu schicken, Verpackungen für Basisstoffe fehlen weil die entsprechenden Produktionen gerade noch nicht laufen, oder die potenziellen Käufer gerade keine Ware brauchen weil sie geschlossen haben. Den bisher sehr fein ziseliert laufenden Lieferketten wird an vielen Stellen Sand im Getriebe liegen, es wird überall zu hicups kommen. Die Erholung wird dauern. Und damit ist auch die Erholung von Aktienkursen heute noch schwer voraussehbar, damit auch schwer voraussehbar ob nicht nochmal 30%-50% Kursrückgänge kommen könnten. Dann ist der Käufer von heute der Dumme von morgen. Es gibt nicht nur: wenn’s nicht läuft ist das Ende der Welt.
    4. Zu den gewerblichen Mietern: normalerweise sind Mietverträge mit Vermieterpfandrecht geschlossen. Zahlt der Mieter nicht, kann der Vermieter das Inventar und oft auch die Ware beschlagnahmen und verwerten.

  8. Tim, es wird Zeit ins T-Shirt-Business zurückzukehren! Jeder genesene COVID-Patient braucht eins. Man muss seine Mitmenschen darauf hinweisen können, dass sie sich gefahrlos seine Nähe suchen können.

  9. Super Sendung und schönes Argument von Linus zum „Ausschalten der Kapitalerträge“. Da hätte ich mir noch mehr Vertiefung gewünscht, zumal es auch sehr nah am Titel der Sendung war. Es sieht für mich so aus, als ob der Schaden nicht gleichmäßig verteilt wird und somit die finanzkräftigeren Ebenen des Wirtschaftssystems unbeschadeter durch die Krise kommen könnten.

    • Der Schaden, wie der Gewinn und guten Zeiten, wird generell in einem kapitalistischen Wirtschaftssystem nicht gleichmäßig verteilt.
      Wir haben grundsätzlich das Problem, dass Gewinne privatisiert werden und in Krisen Verluste sozialisiert. Zugleich werden die Verluste auch nicht gerecht sozialisiert, sondern es profitieren eher die starken Akteure und nicht schwachen Akteure. Am Beispiel Griechenland sind es z.B. zuerst die finanzstarken Investoren die mit Steuergeld gerettet werden und mit den Privatisierungen (z.B. der Flughäfen) profitieren griechische Oligarchen.

      Das ist natürlich stark vereinfacht aber in Tendenz ist es deutlich sichtbar. Für mehr Gerechtigkeit und Krisenfestigkeit müssen wir dieses Missverhältnis ändern und bestimmte Güter und Dienstleistung dem Markt entziehen und problematische Finanzprodukte, die in den letzten 30 Jahren entstanden sind strikter regulieren. Für eure Aktien ist das vielleicht nicht so gut aber für die Gesellschaft schon.

  10. Danke mal wieder für eine tolle Folge!
    Habt Ihr auch einen Link zu dem Podcast von/mit Daniel Krögel? Wie sonst auch schon bei Titeln von Congress Vorträgen wäre es auch hier hilfreich solche Titel im korrekten Wortlaut und deutlich zu nennen, da es sonst schwer fällt danach zu suchen. Am besten auch sowohl Am Anfang des entsprechenden „Beitrags“ und ganz entscheidend am Ende nochmal.

  11. Anmerkung zur Äußerung von Daniel (24:15):
    Ein weitverbreitetes Argument derer, die Kapitaleinkünfte dufte finden, ist es, dass dieses Kapital ja erarbeitet wurde und dann hier Erträge bringt. Empirisch ist das aber nicht zu halten, denn ein großer Teil des Geldes, das auf dem Kapitalmarkt eingesetzt wird ist nicht das übriggebliebene Ersparte des Fließbandarbeiters sondern der übriggebliebene Ertrag aus dem letzten Kapitalgeschäft. (Piketty, Das Kapital im 21. Jahrhundert)

    Schade, dass er im Grunde nicht so richtig auf die Frage nach der Verteilung des Risikos aus Vermietung eingegangen ist. Hmm, aber zu Ende gedacht ist jetzt ein Platzen der Immobilienblase auch nicht eben wünschenswert…

    • Danke für den Kommentar zu den Kapitaleinkünften. Weil Kapitalakkumulation in die Krise geraten ist, haben wir seit den 80er/90er Jahren eine Explosion von Finanzprodukten und dem Kapital in den Finanzmärkten. Es gibt zwar auch neue Formen der Wertschöpfung durch Dienstleistungen und die Digitalwirtschaft, aber die Finanzmarktentwicklung ist trotzdem extrem. Das muss gleich zum Zusammenbruch führen, wie einige Apokalyptiker behaupten, aber zu Verteilungsgerechtigkeit und Krisenfestigkeit führt ds auch nicht.

  12. Zum Thema Bosch-Schnelltest:

    Bosch sollte den Nobelpreis für das beste Marketing erhalten….

    Das Gerät kann genau einen Test in ca. 2,5 h machen. (“Mit einem einzigen Vivalytic-Analysegerät können nach Angaben von Bosch Healthcare Solutions bis zu zehn Tests innerhalb von 24 Stunden durchgeführt werden”)

    Die PCR Tests von Herrn Drosten dauern wohl so ca. 4 h für den Testlauf im Brüter + entsprechende Vor- und Nacharbeit. Das es am Ende 2 Tage dauert ist der Logistik geschuldet. Aber in einem solchen Brüter landen je nach Größe 50 bis mehrere hundert Proben gleichzeitig. Das ganze ist also wie ein Mehrkernprozessor am Ende schneller als ein hoch getakteter Einzelkern.
    Dazu ist das Bosch Gerät auch nicht gerade günstig (hab irgendwoe gelesen 15.000 € / Gerät) + Verbrauchskosten von 50-100 € je Testkartusche. Keine Ahnung wieviel die PCR Tests je Test kosten, aber viel mehr wird das auch nicht sein.
    Außerdem ist es ja auch eine endliche Ressource. Wie viele Gerät gibt es/können davon in den nächsten Wochen produziert werden?

    Am Ende kann es ein zusätzliches Hilfsmittel sein, um einzelne Personen schneller testen zu können (evtl. Ärzte und Pflegepersonal mit Kontakt zu Coroina Patienten), aber eine massenhafte Testung der gesamten Bevölkerung ist damit nicht zu machen.

    • Bin froh, dass ich das Stichwort Bosch gesucht hab, bevor ich selber kommentiert habe, denn du sagst bereits alles, was ich sagen wollte.
      Der Bosch test wird keinen Unterschied machen. Der PCR test ist viel günstiger und die Arbeitsschritte massiv parallelisierbar. Von dem Bosch diagnostikgerät, das erst seit 2009 auf dem Markt ist, dürften wenige im Umlauf sein und bei wenigen Tests pro Tag kaum nen Unterschied machen.
      Was wir brauchen sind lateral flow antigen tests, also tests die wie ein Schwangerschaftstest mit monoklonalen Antikörpern ein Protein des Virus erkennen. Die sind günstig und funktionieren innerhalb weniger minuten

  13. Nur kurzer subjektiver Einwand. Wenn man die Leute die schon infiziert waren wieder erlauben würde ohne Einschränkungen zu arbeiten, würde das ein erstrebenswerter Zustand für viele Leute bedeuten. Was dazu führen würde, dass sich viele Menschen bewusst infizierten würden um danach als Immun zu gelten. Und dass wäre genau das Gegenteil von dem was wir wollen.

  14. Danke für die Sendung, eure Arbeit und Danke auch an den interessanten Gast.
    Leider wurde Tims Frage, sinngemäß: “Wer kauft denn nun die Schuld-Papiere des deutschen Staates ganz genau?” nur unbefriedigend beantwortet.
    Also, technisch läuft es so, die Finanzagentur Bundesrepublik Deutschland Gmbh (ja, genau das ist diese GmbH, die die Reichsbürger immer… und so weiter :-() eine Emission auflegt (Volumen unterschiedlich eher so 500 Mio. – 4 Mrd. pro Schein), einen Prospekt erstellt als PDF (steht u.a. drin, was bei Pleite etc. passiert, welche Gerichte etc. zuständig sind, Zahlungsbedingungen, ungefähre Zinsen etc.), den Prospekt auch rummailt (lesen nur sehr wenige genau), an die großen und kleinen Investmentbanken, die rufen/mailen ihre Kunden, in dem Fall hauptsächlich Institutionelle Anleger (also wieder andere Banken und Versicherungen) an, und das ergibt das book-building, und damit halt den Preis, wie in einer Versteigerung. Der Preis ist zur Zeit eben negativ, weil wie richtig erwähnt wurde, hier eben eine gewisse Sicherheit besteht. Tim liegt da auch mit seinen Yacht-Besitzern nicht ganz falsch, auch deren Management kauft so was schon mal gerne als Beimischung, aber eher eben andere Staaten, Banken, Versicherungen, die enorme Liquidität rumliegen haben, und daher großen Anlagebedarf (aus beispielsweise eben genau wieder fällig gewordenen anderen Anleihen aus der Vergangenheit), und bereit sind im Moment sogar Geld dafür zu bezahlen, im Glauben, jetzt eine große Summe der BRD zu leihen, und dann z. B. in 10 Jahren die Summe eben auch ‘ziemlich sicher’ wieder zubekommen. Wer die Anleihen hat, wird nicht genau gesagt (siehe Geschäftsberichte Agentur, steht nach meiner Recherche nicht drin), es gibt aber ungefähre Aufstellungen (Suchmaschine ‘Deutschlands grösste Gläubiger’ Zeitungen, Papers, oder auch hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Staatsverschuldung_Deutschlands , 40% Inländer, 60% Ausländer, UK Nr. 1, dann folgt kurioserweise auch bald Luxemburg, wegen der ganzen Fonds und anderer Konstrukte). Das Papier selbst liegt dann eben im Depot eines anderen Marktteilnehmers, letztlich eben das Bankgeheimnis. Und das Papier ist handelbar. Aber das ist ein anderes Thema. Dieser Vorgang ist jetzt noch nicht so spannend. Spannend ist eher, wie der Staat das Geld zurückzahlen will. Und das kann er eben nur durch Steuereinnahmen oder andere noch schärfere Maßnahmen, kurz: die Fiskalpolitik. Den Rest kann man sich denken. Wenn Italien eben im Vergleich zum Inlandsprodukt schon sehr hoch verschuldet ist kann das dauerhaft zu Problemen führen. Aber jeder kann auch sehen, dass sich das auch für Deutschland ganz schnell drehen kann. Es ist ein Problem, was schon lange bekannt ist und in der Konstruktion inhärent im Euro schwelt (Fiskal- und Geldpolitik nicht einheitlich, hat man bei Gründung verschoben…). Es bleibt spannend.

    • Noch eine weitere Laienerklärung:

      Ich gehe davon aus, dass *Währungskurs* (Zwischenstaatlich) und *Inflation* (Innerstaatlich) primär als etwas verschiedenes angesehen werden auch wenn die Effekte HIER mehr oder minder Hand in Hand gehen.

      Man muss bei Ausländern ja nicht unbedingt an EU-Bürger denken.
      1) Inflation
      Annahme, du wohnst in *Staat mit hoher Inflation* und hast eine Inflation von >10% (Bspw.: Argentinien).
      2) Währungskurs
      Dazu kommt ein starker langfristiger Währungsverfall verglichen zum Euro (Bspw.: GB Pound).

      Wenn man also diese Verluste anschaut, dann ist so eine deutsche Staatsanleihe schon ganz schick. ;-)

  15. Moin! Vielen Dank für die interessante Folge!
    Es geistern seit Corona bestimmte Begriffe durch die Medien, die leider meist nicht präzise benutzt werden.
    So auch in eurem Podcast.
    Da ich weiß, dass ihr darum bemüht seid Themen hintergründig zu beleuchten,
    wäre es schön wenn diese Begriffe stimmiger benutzt würden.
    Es geht um die Begriffe lockdown und shutdown.
    Lockdown bedeutet nichts weiter als Ausgangssperre.
    Das haben wir in Berlin und den meisten anderen Bundesländern nicht.
    Shutdown hingegen bedeutet Betriebsschließungen.
    Einen generellen shutdown haben wir in Deutschland auch nicht.
    Wohl aber z.B. den shutdown von Bars und Kneipen in Berlin.
    Natürlich kann auch ein teilweiser shutdown dazu führen, dass andere Betriebe ebenfalls betroffen werden wie Zulieferer, die keinen Abnehmer mehr haben.
    Es wäre schön wenn das was sich hinter den Begriffen verbirgt, korrekt bei den Leuten ankommt.
    Ansonsten weiter so mit eurem lehrreichen und amüsanten Podcast!

  16. Beim Thema wer die Anleihen der BRD kauft hat Daniel einen wichtigen Punkt nicht erwähnt. Es gibt Investoren, die das quasi kaufen müssen. Da kommen das Rating ins Spiel. Einige Fonds in denen Gelder aus Lebens- oder Rentenversicherungen verwaltet werden dürfen das Geld ihrer Kunden nur in Anlagen mit AAA-Rating anlegen. Davon sind nach der Finanzkrise 2008 nicht mehr so viele über und die Zinsen sind mau.

    Die größten Investoren an den Kapitalmärkten sind übrigends nicht irgendwelche Geldsäcke sondern Pensionsfonds. Investitionsinception ist dann, wenn die eigene Riesterrente in einen Immobilienfond investiert, der das Mietshaus kauft in dem man selbst wohnt und einem die Miete erhöht.

  17. Nur eine ganz kurze, rhetorische und viel zu späte Anmerkung – Das ist bei mir so ein persönlicher Nerv-Punkt, ich bitte das zu entschuldigen:
    Wenn die EZB neues Geld schöpfen will, dann DRUCKT sie das nicht. Sie schreibt es in eine Tabelle/Bilanz, und dann ist es in der Welt. Eigentlich ein äußerst netzpolitischer, Papier sparender Prozess.
    Die Geschichte vom Geld drucken lässt es einfach viel komplexer erscheinen, als es am Ende ist.

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