LNP249 Qualitätspromo

LNP256 — Facebook — Datenschutz — Bayrisches Polizeigesetz — YouTube — Google Drive

Wir sind zurück von der Osterpause und versuchen den Nachrichtenflow wieder aufzunehmen und brauchbar wiederzukäuen. Kann Spuren von Albernheiten enthalten.

Dauer: 1:39:43

On Air
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Prolog

Facebook

Datenschutz Apokalypso

Guccifer 2.0 mit IP vom GRU

Bayrisches Polizeigesetz

Kritis-Hack in Saudi-Arabien

Spectre-Fixes lassen auf sich warten

Schießerei bei YouTube

Google Drive löscht Promos

Termine

  • Berlin, 26. Mai 2018: LNP256
  • Kassel, 18. April 2018: The Metaphysics of Chaos, Galerie Desu:d
  • Kassel, 1.–3. Juni 2018: HackWat – flipdot Wiki, flipdot kassel
  • Stuttgart, 15.–17. Juni 2018: 7. No-Spy-Konferenz
  • Sankt Augustin, 25.–26. August 2018: FrOSCon, Hochschule Rhein-Sieg
  • Wien, 22.–28. Oktober 2018: Privacy Week

43 Gedanken zu „LNP249 Qualitätspromo

  1. Moin! Wann ist das nächste Event: 23. oder 26.5.?
    In der Sendung sprecht ihr von Sa, den 26. Auf der Events-Seite (hier) steht 23. …
    Danke + schöne Sendung (mal wieder)!

  2. Für all die Forderung nach Transparenz allerorten finde ich die Ankündigung und Planung zum LNP256 Event reichlich intransparent.

    Wieso nicht alles offenlegen? Put your money where your mouth is…

    • Also dass Linus und Tim es nötig hätten, allein des Reibachs wegen eine Sause zu schmeißen, halte ich zwar nicht für gänzlich ausgeschlossen, aber doch für sehr unwahrscheinlich. Viel wahrscheinlicher ist der Grund für die Intransparenz folgender: Die beiden sind installierte Akteure der Machtelite (TM) und dienen im Grunde lediglich als Honeypot, um das netzpolitisch engagierte Geschmeiß aus der Reserve locken, identifizierbar machen und sodann nachrichtendienstlich betreuen zu können (-;

  3. @Linus falls das wirklich so gehäuft Probleme bei der Zustellung gibt: https://paketärger.de
    Ich finde das zwar immer blöd, dass das oft so dargestellt wird, als sei der Bote (Person) schuld, aber um systematische Probleme aufzuzeigen, gibt es wohl keinen anderen Ansatz, als dass mal zu sammeln …

  4. zu der sache mit facebook ist egal ob jemand wegen ihnen stirbt:
    so negativ ich über facebook denke, finde ich ist diese aussage, soweit ich sie verstehe, kein Problem. Ein Hammerhersteller wird ja auch sagen: Wir bauen Hammer – auch wenn mal der ein oder andere mit einem unserer Hammer auf den Kopf eines anderen schlägt.

  5. Zum Thema Amazon Partnerprogramm: dazu hatte der WRINT Realitätsabgleich Podcast gerade ein paar Worte verloren.

    Es ging um einen Rauswurf aus dem Partnerprogramm, der erfolgt wohl fristlos und ohne Widerspruchsmöglichkeit wenn Amazon da mal einen kleinen Verstoss gegen die AGBs findet (zum Beispiel der Aufruf den Partnerlink zu bookmarken oder ähnliches).

    Ich weiss nciht wie viele Leute das machen, aber ich könnte mir schon vorstellen das das nicht gerade selten ist.

    Könnt ja mal kurz reinhören, der Podcast ist recht kurz.

    https://wrint.de/2018/03/28/wr800-hodenhotspot-hansaplatz/

  6. noch einer: alles wird immer besser, nur vielleicht die subjektive Scheibe nicht. war vielleicht ironisch gesagt, aber ist schon was dran.
    Gill Bates, ach nee, Bill Gates, empfiehlt dick und breit “Enlightenment Now” von Steven Pinker, ein Buch das ein starkes Plädoyer für Wissenschaft und Aufklärung, sowie Demokratie und Meinungsfreiheit ist. Liest sich oft ein wenig platt, aber die Fakten sind da schon mal gut zusammengetragen und zeigen dass man durchaus auch auf weiteren Fortschritt hoffen kann. Wir müssen halt dran arbeiten.

  7. Beim Abonnieren des feeds (http://logbuch-netzpolitik.de/feed/m4a) mit der playerFM App auf Android werden nur die 20 neuesten Folgen (ab LNP230) gefunden. Ist das beabsichtigt?
    Ich würde gerne auch noch ältere Folgen hören (bin etwas der Sucht verfallen…), aber ungern die App wechseln. Notfalls würde ich aber auch das tun ;)
    Vielen Dank!

  8. Als Wahlbayer hier noch ein paar Links: Die bayrische Kriminalstatistik ist grade veroeffentlich worden (http://www.bayern.de/bayerische-kriminalstatistik-2017/ ) und richtig vermutet, wesentliche Kriminalitaetsfelder sinken von schon vorher niedrigem Niveau (Gewaltverbrechen, Wohnungseinbrüche etc, Gestiegen nur Betruegereien durch falsche Polizisten, das war dann auch die einzige Schlagzeile dazu im Boulevard, ich freue mich schon, den nächsten Polizisten, der was von mir will, mich davon ueberzeugen lassen, dass er echt ist).

    Am 10. Mai (Himmelfahrt) gibt es landesweit Großdemos gegen das neue Polizeiaufgabengesetz, kommt alle in Massen!

    Andres Thema: Zur Datenschutzgrundverordnung wuerde ich mir mal eine Einordnung von Euch wünschen, da wird ja einiges an Panik geschoben, nicht nur bei Facebook. Ich bin sicher, eine ganze Horde Berater verdienen sich gerade da eine goldene Nase. Aber es geistern ja auch eine Menge Warnung durchs Netz, was sich da jetzt selbst für Otto Normalverbraucher ändert: Das digitale Fotografieren (auf dem andere Menschen als ‘Beifang’ mit drauf sind zB an touristischen Orten, das Adressbuch im Smartphone, das Bereitstellen eines Blogs bei einem aussereuropaeischen Anbieter oder mit JS-Import aus den USA), all dies soll jetzt als elektronische Verarbeitung personenbezogener Daten strafbar sein, wenn kein schriftliches, informiertes Opt-In vorliegt. Wieviel ist davon Panikmache, ändert sich für mich wirklich etwas, wird es neue Abmahnwellen geben? Wie ist Eure Einstellung dazu?

  9. Auch wenn ich damit hier wohl einen Shitstorm auslöse, möchte ich dafür werben, nicht alle Facebooknutzer als unreflektierte vom eigenen Geltungsdrang entmündigte Netzidioten zu konnotieren, sondern in Betracht zu ziehen, dass sich in diesem Netzwerk auch Menschen bewegen, die sich über das Monetarisierungsmodell von Facebook weitgehend im Klaren sind, den persönlichen Nutzen, den sie mit den angebotenen Diensten erfahren aber als so hoch einschätzen, dass sie einen gewissen Verlust an Kontrolle über ihre Daten bewusst in Kauf nehmen.

    Das bedeutet nicht, dass man mit allem, was FB macht bzw. mit seiner marktbeherrschenden Stellung Datenschutzverletzungen zum eigenen Geschäftsvorteil durchdrückt, einverstanden ist.
    Also z. B. nicht auch der Meinung ist, dass die Datenweitergabe an Dritte, der Abgleich der eingegebenen mit anderen oder statistischen Daten und die Möglichkeiten für Werbetreibende an kaum anonymisierte Nutzer- und Zielgruppendaten heranzukommen, viel transparenter gemacht werden müssen. Dass man nicht auch will, dass FB in jedem Land juristisch greifbare Rechtsvertreter mit Adresse und schneller Antwortzeit vorhält oder seine Nutzungsregeln oder Filteralgorithmen künftig unabhängigen Regulierungsgremien vorlegt. Oder dass man verkennen würde, welche Gefahr die algorithmisch erzeugte Filterblase für die Wahrnehmung der Meinungsdiversität des Einzelnen oder den Mitgliedern einer Gruppe darstellt, wenn man sich ausschließlich über FB informiert. Oder welche ethischen und demokratiegefährdenden Probleme durch nutzerangepasste Politkwerbung entstehen können, bei denen die selbe Partei entgegengesetzt eingestellten Wählern, sich widersprechende Slogans präsentiert, um sie bei ihrer Wahlentscheidung zu manipulieren.

    Auf der anderen Seite bietet mir Facebook aber auch ganz klare Vorteile, in dem es Dienste, die es alle auch schon vorher im Netz gab und noch gibt, in einer für mich sehr bequemen Form bereitstellt und mir die Kontaktaufnahme zu Interessencommunities sehr stark vereinfacht.
    Ich will das mal an meinem Beispiel eines Hindernisläufers/Mudrunners erläutern:
    Als ich 2011 in die Szene einstieg hat jeder Veranstalter noch sein eigenes Forum für seinen Lauf so wie jeder Verein seines für die Mitglieder betrieben. Wer sich mit anderen Läufern organisieren und austauschen wollte, musste sich in zig Foren anmelden, die teilweise noch hierarchisiert waren und musste sich für die selbe Person zig Identitäten merken… Dann sind – wohl auch aus Haftungsgründen – für das Communitymanagement fast alle Veranstalter zu FB gewechselt, schränkten ihre Websites auf reine Infoplattformen ein und zwangen so viele Nutzer FB beizutreten, wenn sie denn weiter sozial und themenzentriert interagieren wollten. Eine Zumutung stimmt, aber auch ein echter Mehrwert, denn so fiel und fällt es mir viel leichter Menschen zu finden, die das selbe sehr spezielle Freitzeitinteresse teilen und mit diesen in dauerhaften Kontakt zu treten, da ich und meine “Freunde” nur noch eine eindeutige Identität haben. Emotional und von der Bequemlichkeit her habe ich viel gewonnen und dafür ein Stück Anonymität und informationelle Selbstbestimmung verloren bzw. damit beim Betreiber bezahlt. Das ist der Handel.
    Wie viel ich dafür von mir preisgebe, kann ich ja mittlerweile gut steuern und somit bestimmen, welches Bild sich andere von mir machen können (FB sieht und korelliert alles – schon klar). Natürlich mache ich mich damit auch angreifbarer – also überlege ich mir schon zweimal, was ich teile und bin mir bewusst dass es sehr lange im öffentlichen Raum bleiben wird. Ich überlege mir ganz genau, welche emotionalen Bedürfnisse ich habe, welche Eindrücke ich vermittle, welche Menschen ich kennen lernen und auf welche Weise ich mit ihnen kommunizieren will. Danach wähle ich meine “Freundschaften”, meine persönlichen Informationen, Profileinstellungen und vor allem die Netiquette beim Posten und Kommentare schreiben. Auf diese Weise habe ich auch schon in politischen Diskussionen viele interessante Privatleute aber auch Autoren und Journalisten kennengelernt, die genau wie ich komplexe Fragestellungen nicht mit einer 140/280-Zeichenbeschränken kaputtvereinfachen, sondern gerne ausführlich und höflich miteinander diskutieren wollen und es dafür schätzen, über das Profil des jeweils anderen zu erfahren, wes’ Geistes Kind er sein könnte und aus welchem Kontext er daher argumentiert. Viele von diesen virtuellen Freunden, kenne ich mittlerweile auch real – hätte sie aber ohne ein Diskussion an einem verlinktem Themenpost nie kennengelernt.
    Daher sieht “mein” Facebook völlig anders aus, als dasjenige von Verlagsseiten oder Journalisten auf denen zugegebenermaßen häufig extrem unhöfliche Egomanen ihr selbstgerechten positionalen Statements absetzten oder sich einfach nur ungefragt in den Vorgarten ihres Nachbarn auskotzen.

    Als (unter anderen bei euch…) aufgeklärter Nutzer ist es mir auch völlig klar, dass für das Vorhalten eines ausgefeilten CMS, das auf allen Plattformen und (Internetzugang vorausgesetzt) überall auf der Welt verfügbar ist mit der entsprechenden datentechnischen Infrastruktur riesige Geldbeträge aufgewendet werden müssen, die letztlich nur durch Werbung und spezielle zielgruppenspezifische Marketingtools aber auch Datenhandel mit Gewinnerzielungsabsicht finanziert werden können.

    Den Sinn von Facebook aber allein auf den Monetarisierungsaspekt zu reduzieren, dabei aber jeglichen positiven Nutzen für die Mitglieder zu negieren, finde ich etwas überheblich, denn jeder kann doch für sich selbst entscheiden, wie wichtig Anonymität und Datensparsamkeit für ihn gegenüber Selbstdarstellung, Meinungsautausch und Kontaktpflege sind.
    Abgesehen davon wirft man einem Autokonzern ja auch nicht vor, nur Gewinn machen zu wollen und nicht im Geringsten daran interessiert zu sein, wie die Leute wirtschaftlich und bequem von A nach B kommen.

    Also bitte zieht in Betracht, dass es auch aufgeklärte Facebooknutzer gibt, die Funktionen und Möglichkeiten dieses Netzwerks bewusst einsetzen und dadurch eine für sie höherwertige Nutzererfahrung haben – als solche, die Facebook lediglich als emotionalen Müllhaufen oder Stimmungsverstärker nutzen.

    • Dein Punkt in Ehren, nur: wenn ich mit Geld zahle: pekunia non olet, dann ist egal was der Leistungsersteller mit meinem Geld macht, es ist mir nicht mehr zuordenbar. Wenn ich mit meinen Daten zahle, dann weiß ich vorab halt nicht was damit geschieht. Logo kann ich das bewusst oder unbewusst machen. Dass jetzt plötzlich überall so Geschrei ist wegen den Daten, naja, Medienhysterie irgendwie. Ich hätte lieber ein Wahl-Modell, Geld statt Daten als Zahlungseinheit wäre mir einfach eine gern gesehene Alternative. So lange das nicht möglich ist versuche ich weiterhin möglichst wenig von mir preiszugeben und verzichte auf manches, wohl wissend dass mir da auch manches entgeht.

      • Warum jetzt alle so tun, als wäre das was Neues verstehe ich auch nicht recht – da bin ich auch ganz bei Linus.
        Es scheint ja, als hätten einige Senatoren beim Hearing gestern Herrn Zuckerberg zur Einführung einer Bezahlversion genötig. Gäbe es diese, so würde ich sie auch vorziehen.

    • @Jörg: “höherwertige Nutzererfahrung”… feinstes PR-Sprech übrigens, mit dem du dich da verrätst. Die höherwertigste Nutzererfahrung, die man als Nutzer machen kann, ist, von FB einfach die Finger zu lassen.

      • Als wer oder was verrate ich mich denn?
        Wer oder was gibt dir die Deutungshoheit, mir oder anderen vorzuschreiben, was für mich oder andere die „höherwertigste Nutzererfahrung, die man als Nutzer machen kann, ist“?
        Was einem gefällt , kann IMHO nur jeder für sich selber entscheiden, wieviel oder wie wie wenig Datensparsamkeit dabei das richtige Maß darstellt, scheint mir ebenfalls nur jeder für sich selber definieren zu dürfen.
        ,

  10. Was mich am meisten stört ist die Tatsache dass hier auf die Einzelperson zugeschnittene Wahl-Werbung produziert wird. Für meinen Geschmack sollte Wahl-Werbung eine Partei immer identisch präsentieren und nicht etwa auf den momentanen Rezipienten zugeschnittene Teile Aspekte davon hervorheben oder weglassen oder ignorieren.

    Der illegale Teil der Facebook Daten Kiste war m.e. auch die Tatsache das der Typ dessen App die Daten (AGB-konform aka legal) abgegriffen hat diese an Cambridge Analytics weitergegeben hat (was Facebook natürlich nicht erlaubt hat).

  11. Bin seit einiger Zeit interessierter Hörer des Podcasts und habe noch nie einen Kommentar hier hinterlassen, aber heute bin ich beim DLF über eine Meldung gestolpert, die ich gerne teilen möchte, weil sie mich wieder so fassungslos zurückgelassen hat.

    http://www.deutschlandfunk.de/nutzung-von-privatrechnern-im-job-kritik-an-neuer.680.de.html?dram:article_id=415303

    Da kommt eine Dienstanweisung, die vor 5-10 Jahren hätte kommen müssen, in der der Umgang mit Schülerdaten jetzt so geregelt ist, dass der Status quo mehr oder weniger zerschossen wird und niemand eine Ahnung hat, wie es weiter geht, weil gar nicht mehr klar ist wie man oder wer das in Zukunft bezahlt.

    So würde ich das interpretieren. Mich macht das fertig. Andere, weiterführende Meinungen sind willkommen, vielleicht seh ich das auch nur mit meiner “Die Welt ist schlecht und überall sind nur Deppen am Werk”-Brille und übertreibe.

    Ansonsten: Dank an Linus & Tim für eure Mühen :)

  12. LNP + 256: LNP (L: 10 + 2. Buchstabe, N: 10 + 4. Buchstabe, P: 10 + 6. Buchstabe) Schade wenn Linus Oimann heißen würde, hätte es genau hingehauen.

    FDP + Dateneinkauf: Wahlen gewinnen first, Bedenken second.

    Heimat + Innere Sicherheit: So langsam erkenne in dieser ministerialen Schnittmenge das kulturelle Potential: Zum Beispiel die Hei-Mate, das Trendgetränk für den patriotischen Heimatnetzabwehrkampf-Helfer oder kurz HAK-Helfer.

  13. Beim Titelgebenden Thema „Google löscht Pornos aus Google Drive“ hätte ich mir mehr als nur euren Lachflash gewünscht. Das Thema ist für Sexworker*innen sehr Ernst und Existenzbedrohend. Hintergrund ist hier die in den USA verabschiedete FOSTA / SESTA Bill, die sämtlichen Online-Plattformanbietern „Mittäterschaft bei Zwangsprostitution“ unterstellt. Im Vorauseilenden Gehorsam aus Angst vor Strafen haben unter anderem Reddit wie auch Craigslist ganze Bereiche ihrer Plattformen gesperrt, auf denen potentiell Prostitution angeboten werden könnte.
    Auch Microsoft hat hier bereits seine Terms of Service für sämtliche Online Dienste (One-Drive, X-Box, Outlook, Skype..) angepasst und nimmt sich jetzt das Recht heraus, für „Investigation“ Zugriff auf laufende oder gespeicherte Kommunikation zu nehmen.
    Statt Sex-Worker*innen vor Zwangsprostitution zu schützen wird genau das Gegenteil erreicht: Sie werden von einigermaßen sicheren Online-Räumen, in denen selbstbestimmt Dienstleistungen angeboten werden konnten wieder in den Untergrund und zu Zuhältern gedrängt, die bereits sehr direkt auf diese zugehen: „ihr habt ja anders keine Chance ohne uns“.
    Durch die globale Nutzung und Abhängigkeit von US Cloud-Anbietern sind die Folgen von FOSTA/SESTA nicht nur auf die USA beschränkt, sondern weltweit.

    Als netzpolitischer Podcast wünsche ich mir von euch, dass ihr das Thema FOSTA/SESTA und dessen Folgen in einer nächsten Folge ausführlicher behandelt.

    Quellen:
    https://motherboard.vice.com/en_us/article/qvxeyq/trump-signed-fosta-sesta-into-law-sex-work
    https://www.engadget.com/2018/04/11/fosta-sesta-silencing-sex-workers/
    https://www.csoonline.com/article/3264658/privacy/microsoft-to-ban-offensive-language-from-skype-xbox-office-and-other-services.html

  14. Zum Thema Qualitätspromo:
    Eure Empörung teile ich es zu 100 %; es ist unmöglich, dass die Inhalte der User durchstöbert werden. Tatsächlich war ähnliches schon mal bei dem Cloud Anbieter OneDrive vorgefallen (https://stadt-bremerhaven.de/onedrive-hausdurchsuchung-nutzer-bildes/). Zwar steht die Frage im Raum, “ob der Zweck die Mittel heilt”, insbesondere, wenn strafrechtliches und widerwärtiges Material wie Kinderpornografie aufgedeckt wird. “Aber wo kommen wir denn da hin?”, wenn man sich eigentlich sicher sein kann, dass alles und jede Datei, die man hochlädt, grundsätzlich analysiert und ggf. betrachtet werden kann.
    Du, Linus, hast erwähnt, dass du froh bist, dass du deine eigene Infrastruktur hast. Ich persönlich rate dem “Privatanwender”, nicht solche Infrastruktur zu betreiben. Einfach weil es immer mit Kosten, und Folgekosten (Wartung, Redundanz, …) und Aufwand und Know-How verbunden ist. Ich rate *nicht* dazu, dass sich JEDER und JEDE seine eigenen Terrabytes von Datenspeicher ins Haus stellen soll. Schließlich backt nicht jeder sein eigenes Brot, sondern geht zur Bäckerei. Für mich sind Cloud-Anbieter wie Bäckereien: Ich möchte mich nicht um die ganze Infrastruktur (die notwendig für das Backen von Brot oder das redundante Speichern von Daten notwendig ist) kümmern. Deswegen bin ich happy mit meiner Lösung, auf Cloud-Speicher zurückzugreifen und alle meine Daten mit Boxcryptor zu verschlüsseln :-)
    Für mich ist die Lösung das beste aus den Welten “Convenience”, “Sicherheit” (dazu gehört die End-to-End-Encryption und die Redundanz der Daten).
    Und kleines Nachwort: ich habe echt eeewig nach einem Cloud-Anbieter gesucht und der Markt ist echt bescheiden. Entweder überhaupt keine End-to-End-Encryption, oder wenn vorhanden, dann übermäßig teuer und das für nur 100 GB.

  15. Hallo ihr Lieblingspodcaster,

    ich finde es eine Unverschämtheit, dass ihr die LNP 256 am 26.5. veranstaltet, und nicht, wie es sich eigentlich gehört, am 25.6. (wegen 2-5-6…)! :-)

    Und noch etwas an Linus: AGB im Plural ist immer noch AGB – “Allgemeine Geschäftsbedingungen”.

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