LNP339 Die Fantasie kennt keine Grenzen beim Setzen von Grenzen

Feedback — Corona Tracing — Excel macht Wissenschaft kaputt — Zoom — Wahlen per E-Mail — Termine

Wir starten mit Feedback zur Sendung zu wirtschaftlichen Fragen und gehen dann noch mal ausführlich auf das Thema der letzten Sendung ein, der Corona Tracking App zu der uns eine Vielzahl von Fragen und Anregungen erreichte und

Dauer: 1:48:14

On Air
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Prolog

Feedback: Kapital

Strategiepapier Innenministerium

Corona-Polizeilisten

Grundrechte in Krisenzeiten

Contact Tracing

Polen kontrolliert Quarantäne via Smartphone App

Zoom karp0tt

Excel ändert Namen von Genen in wissenschaftlichen Studien

EU-Parlament wählt jetzt per E-Mail

Termine

hidden service, Internet, 11. und 12. April 2020

Bonus Track

69 Gedanken zu „LNP339 Die Fantasie kennt keine Grenzen beim Setzen von Grenzen

  1. Hallo Tim und Linus,
    ich frage mich bei Euren Ausführung zur Corona App, wie das denn dann vonstatten gehen soll: Bleibe ich dann einfach zwei Wochen daheim, wenn meine App klingelt, was sagt mein AG dazu, insb. wenn ich eine Arbeit mit erforderlicher Präsenz habe oder was passiert, wenn ich nach zwei Wochen Selbstquarantäne wieder raus gehe, klingelt meine App dann nicht sofort wieder? Und selbst wenn ich ein Jahr lang zuhause bleibe, habe ich ja die Sache immer noch nicht gehabt und erleide dann evtl. doch die von Linus angesprochenen Nachteile?
    Ich denke ihr merkt, in welche Richtung mein Einwand geht: Die sozialen Implikationen einer solchen Meldung sind enorm und für die einzelnen Personen und auch für das System insgesamt eher nachteilig, denn eigentlich will man doch wohl eher eine möglichst schnelle Herdenimmunität, natürlich in Verbindung mit dem Schutz von Risikogruppen.

    • Auch wenn ich es anders formulieren würde. Egal was wir davon halten, nur ein Teil der Bevölkerung sieht in so einer App für sich ganz persönlich einen profit andere die eher die costs. Die App bringt aber nur etwas, wenn sie möglichst viele nutzen. Das erreichen wir nur über Zwang oder eine noch schnellere Verbreitung des Virus bei gleichzeitiger Überlastung des Gesundheitssystems. In der App sehe ich allerdings eine gute Lösung für Länder die sher autoritäre Maßnahmen durchsetzten.

    • Könnte mir vorstellen, dass man bei einem Appalarm leichter an einen Test kommt. Denke nicht, dass allein ein App Alarm eine Quarantäne auslöst.

  2. So gern ich euch bei eurer kategorischen Aussage zustimmen würde, dass die Daten vom Gesundheitsamt nicht weitergegeben werden dürfen und es insbesondere unsinnig ist, wenn das passiert. So weiss ich doch leider aus dem privaten Kreis, dass die Rettungskräfte z.T. nicht von Personen gewarnt werden, dass sie Corona-positiv getestet waren und z.T. dass es Leute gibt, die aktiv versuchen solche Situationen zu provozieren. Das hat dann als Konsequenz, dass die entsprechende RTW-Besatzung in Quarantäne kommt. So viele haben wir davon nicht unbedingt in Reserve.

    Natürlich habt ihr jetzt prinzipiell Recht, wenn ihr fordert, dass die halt alle entsprechendes Schutzmaterial haben sollten. Aber die gibt es schlicht und einfach nicht in entsprechenden Zahlen. Hinzukommt noch, dass das anlegen und ablegen von der Ausrüstung alles andere als trivial ist [1] und die Bewegungsfreiheit einschränken. Wir haben momentan eine sehr niedrige Durchseuchungsquote, sodass mir nicht klar ist, ob wir nicht mehr Menschen töten, dadurch, dass Rettungskräfte etwas langsamer sind, wenn sie sich generell schützen, als dadurch, dass wir ein paar Rettungskräfte mit Corona-Infektionen bekommen.
    Und ihr habt auch Recht, wenn ihr sagt, dass die Meldeketten dort relativ lang sind und nicht klar ist, ob zum Zeitpunkt wo die Daten dann vorliegen sie noch nützlich sind, aber es wird schon auch Fälle geben, in denen es hilft.

    Und ja: Die Einsatzkräfte sollten nur die Information bekommen: An der Adresse, die ihr gerade anfahrt, gibt es eine Infektion oder die Person, mit der ihr gerade zu tun habt, ist positiv getestet. Aber es ist etwas kurzsichtig gedacht blank zu sagen: Es bringt nichts und es kann nichts bringen. Es ist wie immer eine Abwägung und blöderweise stimmt Linus’ Aussage, dass die Leute sich schon selbst isolieren halt nur für 95% der Menschen.

    [1] Meine Freundin regt sich ständig auf, wie die FP2 Schutzmasken, die manche Leute in der Öffentlichkeit tragen, komplett wirkungslos sind, weil die Leute z.B. ihre Handys mit ihren Einmalhandschuhen anfassen, die dann aber ziemlich sicher nicht desinfizieren nachdem sie ihre Schutzkleidung wieder ablegen. Auf gesellschaftlichem Niveau hilft das natürlich immer noch, aber halt mehr, weil Menschen ihr Verhalten anpassen und die Masken als Erinnerungsstütze nutzen. Nicht weil sie tatsächlich den möglichen Nutzen einer FP2-Maske haben

    • Den Zusammenhang mit den Handys verstehe nich noch nicht. Kannst du das nochmal erläutern? Ich gehe davon aus, dass FP2-Masken extrem wirkungsvoll sind um eine Ansteckung durch Infizierte zu verhindern. Die Übertragung über das Handy kommt mir sehr konstruiert vor.

      • Die FFP2 Masken sind exakt dann ein wirksamer Schutz, wenn sie richtig benutzt werden. I.e. kein Ab- und wieder Aufsetzen, kein drunter durchfahren mit den Fingern, korrektes Auf- und Absetzen (kein Kontakt zur Innenseite), korrektes Desinfizieren und wieder aufbereiten, korrektes Desinfizieren des restlichen Körpers nach wieder absetzen. Ich hab mich am Anfang auch ein bisschen drüber lustig gemacht, aber es gibt legitime Gründe warum “richtig waschen” und “Maske richtig aufsetzen” Teile der Ausbildung sind und dem minutenlange Erklärvideos gewidmet sind.

        Wahrscheinlich gibt es immer noch einen Effekt, dadurch dass man das Volumen reduziert, i.e. vermutlich richtet Maske tragen nie einen Schaden an, aber den hat man halt auch mit selbstgenähtem Zeugs. Und mittelbar generiert es halt massive Versorgungsprobleme, weil wir schlicht und einfach nicht genug Masken haben.

  3. Tolle Sendung, danke!

    Es macht mir irgendwie Sorgen (und ich finde es auf jeden Fall schade), dass
    PEPP-PT so stark gepusht zu werden scheint, aber gleichzeitig den
    komplizierteren und, meinem Gefühl nach, auch aus Privatssphäresicht schwächeren
    Ansatz wählt, z.B. verglichen mit ITO.

    Es drängt sich auch irgendwie die Befürchtung auf, dass die Forschungsinstitute
    und -firmen sich von dieser “Push-Architektur” versprechen, die
    Notification-Events, die auf dem zentralen Server anfallen, gleich auch noch zu
    Forschungszwecken mitzuverwenden; es ist natürlich interessanter zu wissen,
    wieviele Notification ein infizierter pseudonymer Benutzer erzeugt, und wo die
    hingehen, aber das war ja nicht Zweck dieser Initiative, den ihr ja so schön mit
    “Nächstenliebeapp” beschreibt…

    Ich empfinde das jedenfalls nicht als maximal transparent oder besonders
    vertrauenerweckend. Vielleicht kann mir aber jemand meine Sorgen nehmen.

    P.S.: Gibt es für interessierte Personen mit entsprechendem Hintergrundwissen
    eine guten, kanonischen Kanal wo man die technischen Diskussionen um die
    verschiedenen Ansätze verfolgen kann?

  4. Tach ihr professionellen Kellerkinder. Anstatt immer zu meckern wärs mal an der Zeit ein paar Preise und Awards zu vergeben.

    Als erstes wird dem Covid-19 der Preis übergeben für DEN Digitalinfrastrukturkatalysator der letzten Jahrzehnte. Nicht mal die permanente und belegte Spionage der NSA hat so motiviert endlich was zu machen. Sich permanent bespitzeln lassen ist ok aber nicht arbeiten können während ich permanent bespitzelt werde ist echt nich in Ordnung.

    Den Promis wie Madonna wird die goldene Peinlichkeit verliehen für die vielen Versuche mit Schwachsinn auf sozialen Medien aufmerksamkeit auf sich zu ziehen inmitten einer globalen Pandemie mit tausenden Toten weil sie den Gedanken nicht ertragen können das sich die Welt mal nicht um sie dreht.

    Den Politikern wird der einfach mal die klappe halten Achievement gegeben weil das permanente kleinkarierte Rumgeblubbere fast aufgehört hat und dennoch ist Deutschland nicht untergegangen. Selbst die Verschwörungsverbreiter schaffen es nicht mit selbst extravaganter Scheisse wirklich weiterzukommen. Nur weil es viele Brücken gibt und viele Leute gibt die sagen Sie hätten welche gesehen und sind drübergefahren heisst nicht das es nicht jemanden mit Doktortitel gibt der sagt sie existieren nicht was ihre Nichtexistenz vollständig belegt.

    Journalisten und Verlegern wird der “ich hätte doch was machen sollen und bin eventuell selber schuld” Pokal verliehen. Nachdem mit vielen beschissenen Gesetzen ein altes Geschäftsmodell mit Gewalt am Leben mehr gedroht als gehalten wird macht nun keiner mehr Werbung. Für welches Produkt oder Veranstaltung denn ? Es gibt nichts zu kaufen für weiss der Geier wie lange und nun geht die Spirale nach unten los. Mr. Corona hat es beschleunigt aber nicht ausgelöst.

    https://www.nzz.ch/wirtschaft/eth-professoren-fordern-dritten-stuetzungspfeiler-fuer-wirtschaft-und-weitere-wirtschaftsmeldungen-ld.1549299#subtitle-nzz-mediengruppe-beantragt-kurzarbeit-first

    Bonus Superpower: Jeder der mal von einem Unternehmen mit Ladengeschäft eine Rechnung erhalten hat darf SPIEGEL rufen und muss nun nicht mehr die Rechnung zahlen auch wenn du es dir locker Leisten kannst.

    Fehlt was ?

  5. Zur Excel Problematik eine kleine Korrektur:
    Den Auto-Formatierungs-Fuckup kann man zwar nicht global deaktivieren (außer mit böser VBA “Programmierung), aber man kann (und sollte) vor dem Import von Daten explizit das Format der Zelle(n) bestimmen. Dann ist Excel tatsächlich so freundlich und unterlässt eigensinnige Interpretationen der Daten.

  6. Die App würde ja nur richtig viel Sinn machen wenn die Arbeitgeber diese als gleichwertig zu einem gelben Schein sehen würden. An die soziale Distanz sollten sich alle Menschen ja immer halten, egal ob infiziert oder nicht.

    Habe die Befürchtung dass sich viele Menschen so eine Art bezahlten Quarantäne Urlaub herbeiführen.

    Nur ein Gedanke, sehe mich nicht kompetent genug über die Wertigkeit so einer App urteilen zu können.

    • Ich sehe da ähnliche Probleme. Die App führt in der Praxis überwiegend zu Fehlalarmen. Habe ich die Möglichkeit und Lust auf bezahlten Urlaub (oder ähnliche Gründe), installiere ich die App. Kann ich mir das nicht erlauben, nutze ich die App nicht. In der Konsequenz läuft das auf einen Nutzungszwang raus, wenn die App wirkungsvoll sein soll. Vielen Unternehmen und Bürgerrechtlern wird das dann nicht gefallen. Sollte die App verpflichtend kommen ist sie natürlich besser als andere weniger datenschutzfreundliche Lösungen. Auf jeden Fall gibt es noch eine Reihen von sozialen Dynamiken, über die man nachdenken könnte.

  7. Was die Corona App angeht bin ich Eurer Meinung. Trotzdem einige Anmerkungen zur aktuellen Sendung..

    Linus hat gesagt, dass es in Android 8 und 9 ungefixte Bluetooth Bugs gibt. Ich vermute, es ging um CVE-2020-0022. Dafür stimmt das zum Glück nicht, diese Lücke wurde auch in Android 8.0, 8.1 und 9 mit dem Update von Anfang Februar behoben:

    https://source.android.com/security/bulletin/2020-02-01.html

    Es gibt aber leider in der Tat Hersteller, die diese Bugs in ihren ROMs noch nicht behoben haben.

    Danke für Euren Podcast, ich hab direkt mal eine Spende da gelassen.

    Gruß
    Norbert

      • Es ging um Android 8 und 9, Android 7 ist seit November 2019 EOL. Wenn immer auf die Rücksicht genommen wird, die veraltete Software nutzen, kommen wir gar nicht vorwärts.

        • EOL hin oder her. Die Versionsverteilung ist wie oben beschrieben und man müsste auch von diesen Nutzern erwarten, dass sie ihr Bluetooth permanent aktiviert lassen. Bei Markus Lanz hat Linus gesagt, dass wohl 60% der Bevölkerung die App nutzen müssten.

          • Die Zahlen stammen aus dem Mai letzten Jahres, sind also fast ein Jahr alt. Zu der Zeit gab es noch kein Android 10. Sie sagen auch nichts darüber aus, wie viele derer mit einer veralteten Android-Version nicht sowieso schon mit aktiviertem Bluetooth unterwegs sind.

            Wer Bluetooth aus Sicherheitsgründen deaktiviert, rennt eher nicht mit einer so alten Android-Version herum.

            Die Nutzung nicht mehr unterstützter Software ist ein grundsätzliches Problem (der Nachbar meiner Eltern ist ganz stolz drauf, dass er noch Windows XP nutzt), hier hilft nur Aufklärung und von mir aus auch politische Vorgaben, die GRÜNEN haben ja eine entsprechende Verpflichtung vor über einem Jahr schon im Bundestag gefordert.

            Das alles darf uns aber nicht davon abhalten uns weiter nach Vorne zu bewegen.

            • Ich denke, es darf uns davon abhalten, “uns nach vorne zu bewegen” – zumindest hier und heute – , denn erstens ist der versprochene Nutzen eine reine Mutmaßung. In der Software-Qualitätsicherung begegne viel einfacheren Mutmaßungen, die sich allzuoft als falsch herausstellen – und dabei geht es eher um einfachere Fragestellungen als die, ob die geplante App ( zum Zeitpunkt der Verfügbarkeit ) noch einen meßbaren Nutzen bringen wird.

              Bei dem Chaos mit der RKI Datenspende-App haben wir ja auch schon gesehen, was passiert, wenn eine Anwendung, die mit sensiblen Daten umgeht mit heißer Nadel gestrickt und schnell rausgehauen wird.

              Dazu kommt, daß die betroffenen Smartphones in der Regel nicht nur die vielbeschworene Corona-App installiert haben, sondern auch ( dank der Anstrengungen, Online-Zahlungen sicherer zu machen ), Banking-Apps, Gesundheits Apps usw. – jede Menge Daten, die für Cyberkriminelle hochinteressant sind.
              Bei CVE-2020-0022 geht es um eine Remote Execution, die nicht einmal Aktionen des Benutzers erfordert. Wenn man – freiwillig oder durch sozialen Druck veranlaßt – auf einem ungepatchten Telefon dauernd Bluetooth angeschaltet hat, ist man denen ausgeliefert.

              Ich finde es schon etwas abgehoben, Menschen, die ggf. von diesen Problemen nichts wissen oder ihr Telefon – sei es aus Geldmangel oder zur Vermeidung von Resourcenverschwendung nicht tauschen – einfach abzuhaken.

              Die Idee, daß wir eine technische Lösung finden müssen, halte ich für sehr “nordwestlich” (Luxusproblem-) orientiert. Es ist toll, daß wir aus dem und über den Verlauf der Pandemie etwas lernen wollen, aber ich denke, wir sollten uns eher bemühen, einfachere Lösungen finden, die auch in anderen ( insbesondere: ärmeren ) Ländern angewendet werden können.

              Ich vermute: Wenn das Geld, daß wir für diese Apps, die Infrastruktur, den Datenschutz, QA usw. ausgeben (werden) dafür verwendet würde, Schutzmasken in ärmere Länder zu schicken, würden wir womöglich mehr Leben retten.

      • Derzeit reden wir wohl über immer noch bis zu 40% Geräte mit Android 7 oder älter. ( Quelle: https://www.xda-developers.com/android-version-distribution-statistics-android-studio/ ):
        Android 4.0 “Ice Cream Sandwich” (15) 0.2%
        Android 4.1 “Jelly Bean” (16) 0.6%
        Android 4.2 “Jelly Bean” (17) 0.8%
        Android 4.3 “Jelly Bean” (18) 0.3%
        Android 4.4 “KitKat” (19) 4%
        Android 5.0 “Lollipop” (21) 1.8%
        Android 5.1 “Lollipop” (22) 7.4%
        Android 6.0 “Marshmallow” (23) 11.2%
        Android 7.0 “Nougat” (24) 7.5%
        Android 7.1 “Nougat” (25) 5.4%
        Android 8.0 “Oreo” (26) 7.3%
        Android 8.1 “Oreo” (27) 14%
        Android 9 “Pie” (28) 31.3%
        Android 10 (29) 8.2%

    • Trifft leider immer noch sehr viele, da man nach einen gewissen Zeitrahmen die proprietäre Qualcomm Firmware vom SoC nicht mehr updaten kann. Qualcomm ist ja ein fast Monopolist und da kann man betteln wie man will, dafür wird es wohl kaum Updates geben, schließlich verdienen die (fast) nur mit neuen Chips. Solange die Leute weiter auf Wanzen stehen, die sich nichtmal um sich selber kümmern können mit Ausnahme von iphones und pixels und eine handvoll Android One Geräte wird sich das auch nicht ändern.

      Und blutooth hacken, ist mit “bettercap” straight forward. Gibt auch Videos auf youtube dazu. Nimmt euch ganz viel Arbeit ab. Schwieriger wird es sein, die Vermieter unter ihnen zu finden :-D

  8. Wisst ihr, ob die geplanten App(s) dann zb auch opensource sind ? Ich glaub ich würde mir sowas nur installieren wenn zumindest kein CCC Widerspruch vorliegt, auch wenn der CCC sich aus verständlichen Gründen nicht zu einem CCCÜV-Siegel verleiten lässt…

  9. In Excel kann man sich behelfen indem man eine Zelle mit dem Apostroph bzw. Hochkomma beginnt. Dann behandelt Excel das als Text, egal was drinsteht. Wenn man mit den Daten arbeiten will, dann muss man den natürlich wieder rausoperieren, aber das geht auch mit Excel.

  10. zoom Frage – auf Projekt letztes Jahr mal Zoom genutzt, dh Mac Client installiert… hab die verlinkten Zoom Ressourcen noch nicht durch, aber kann ich den offenen Port installierten Service wieder loswerden ?

  11. Also ich würde zumindest eine passive App nutzen. Also eine welche die IDs empfängt und den Ort des Empfangs speichert. Fände ich interessant.
    Abgesehen von vielen Problemen, scheint es mir sehr unwahrscheinlich, dass sich ausreichend Menschen diese App installieren. Linus meinte bei Lanz, es müssten wohl 60% der Bevölkerung die App nutzen. Lt. [1] hatten April 2018 81% der Bevölkerung ein Smartphone. Da ist dann wohl alles dabei, Android 2.3, alte Iphones, Blackberrys und Windows-Phones. Nun seitdem ist der Anteil sicher gestiegen, aber ich nehme mal an, dass nicht jedes Exoten OS und Altversion unterstützt wirrd. Also ich rechne ich mit 81% der Bevölkerung, welche überhaupt die Möglichkeit hat eine solche App zu installieren. Das heißt, dass sich die App 74% aller Smartphone-Nutzer installieren müssten. Ist das realistisch?

    [1] https://de.statista.com/statistik/daten/studie/585883/umfrage/anteil-der-smartphone-nutzer-in-deutschland/

    • Das ist nicht realistisch, nur über Zwang, als gesetzliche geregelte Nutzungspflicht. Über Information, Aufklärung, sozialen Druck etc. ist eine so hohe Nutzerzahl nicht zu erreichen. Wenn überhaupt auch nur über einen zu langen Zeitraum. Der Zweck der App ist deshalb eher ein gutes Argument gegen autoritärere Maßnahmen und weniger datenschutzfreundliche Lösungen.

  12. Vielen Dank für Euren tollen Podcast!
    Eine kurze Frage: Könnt Ihr bitte noch die erwähnte Science-Publikation zu dem Einsatz einer Tracking-App verlinken?
    Vielen Dank.

  13. Also ich würde die PEPPApp nicht nutzen, das Vertrauensverhältnis ist halt wichtig.
    Und die haben das mit den E-Mails schon nicht mitbekommen.

    Schön, dass der CCC so ausgezeichnet zusammen arbeitet.

    Auch international.
    <3

  14. Ich habe nicht ganz verstanden in welchem Kontext Excel bei der Verarbeitung von Gen-Daten verwendet wird, aber es kann doch nicht sein, dass dort ein Tabellenkalkulationtool eingesetzt wird anstelle eines darauf ausgerichteten Software mit dem entsprechenden Dateiformat. In der Branche fehlt es anscheinend an sinnvoll umgesetzter Digitalisierung und der Betrag von euch sollte diesen Umstand anprangern und nicht Excel-Blaming betreiben. Die automatische Konvertierung, behaupte ich mal, ist im Normalfall gewünscht

    • Vermutlich geht’s um so Banalitäten wie:

      Daten auflisten, sortieren, filtern, markieren und für den Druck vorbereiten. Und ja, es ist traurig, aber der Markt scheint da echt dünn zu sein, vermutlich weil Excel seinen/diesen Job trotz seiner Unzulänglichkeiten ziemlich gut macht. Quer durch alle Branchen.

    • Ich sehe das nicht so, dass wir Excel-Blaming betrieben haben, auch wenn bei Microsoft schon mal gesehen werden sollte, dass nicht jeder das Tool wirklich zur “Kalkulation” nutzt, sondern selbstverständlich es auch als visuellen Tabellenspeicher nutzt, was ich persönlich nicht verwerflich finde. Insofern sollte es einen Nicht-Normalfall-Modus geben, in dem Auto-Konversion explizit ausgeschaltet werden kann, um Daten so anzunehmen, wie sie eingegeben werden.

      • Der Punkt an dieser Stelle ist nicht ob Excel nun ein bestimmtes Feature hat oder nicht, sondern dass die Forscher ein Tool bzw. Format einsetzen, das für Fehler sorgt. Das kann der mangelnder Digitalisierung geschuldet sein, weil sie keine geeignete Software haben oder mangelnder Kenntnis über Excel.

      • “Workaround” bzw. “Feature” wäre in Excel dafür Templates zu verwenden, wo die Formatierung dann so ist wie man es vorlagenmäßig es will.

  15. Ich bin erstaunt, dass das Problem mit Excel jetzt so eine Aufmerksamkeit bekommt. Ich habe es schon früh genau wegen dieses Problems hassen gelernt und meinen Kollegen geht es da ähnlich. Besonders unsinnig ist die Funktion, dass man die automatische Datumskonvertierung ja rückgängig machen kann, diese dann aber zu völlig singbefreiten Zahlenfolgen führt.
    Ich konnte das immer nur dadurch beheben, dass ich alle Zellen von “Standard” auf “Text” geändert habe. Dann lässt er die Finger davon. Ich habe immer auf eine Korrektur dieses “Features” gehofft, aber die kam nie.

    • Ganz allgemein bräuchte es für viele Anwendungsfälle nur eine sehr abgespeckte Anwendung, die Daten einfach tabellarisch darstellen kann und zur Bearbeitung vorhalten. Aber jedes “Office”-Paket versucht sich erneut daran, hier den Platzhirsch Excel nachbauen zu wollen – mit dem gleichen unsinnigen immensen Featureset und den gleichen Fallstricken wie eben Typumwandlungen u.ä.
      Etwas simpler war immer Gnumeric, aber auch das ist bereits überfrachtet an Features.

  16. Mich wundert, dass der Fokus nicht verstärkt auf die potenzielle Möglichkeit der Speicherung von IP-Adressen gerichtet wird, da sich hiermit mit einer kleinen Abfrage des Anschlussinhabers/”IP Besitzers” nach Speicherung durch den Server sofort Zuordnungen zwischen Personen und ausgesendeten IDs herstellen lassen. Sobald mehrere Infizierte ihre Daten hochladen, lässt sich hiermit auch ein Social Graph konstruieren. Das Problem scheint aber nicht wirklich angegangen zu werden, obwohl es einen entscheidenden Rolle bezüglich der Anonymität darstellt. Hierzu ein Beispiel aus dem Paper zu “Decentralized Privacy Preserving Proximity Tracking” (kurz DPPPT) zum Hochladen von IDs “…IP – Adressen werden nicht gespeichert…”. Das funktioniert vielleicht in einer Utopie, hat aber den gleichen Wert wie, “Nein der BND belauscht keine Deutschen Staatsbürger”, wenn der Server vom Staat betrieben wird. Insofern muss ich deinen Ausführungen, Linus, in deinem Blog Zitat “Auf dem zentralen Server befinden sich keinerlei Daten darüber, welche Personen infiziert sind, wo sie sich wann aufgehalten haben, oder welche Personen sie wo getroffen haben.” Widersprechen. Das müsste sichergestellt werden, aber die Möglichkeit zur Speicherung zur IP-Adresse besteht immer, wie du schon im Podcast sagtest. Daher sollten sich die Projekte mehr mit diesem Aspekt befassen.

  17. Ich hab mal ne Frage zu Jitsi: Im Vergleich ist die Latenz wesentlich höher als z.b. bei MS Teams, was dazu führt, dass kein entspannter Gesprächsfluss entsteht und man sich gegenseitig ins Wort fällt. Hab schon mal bei google geschaut und nicht wirklich was gefunden. Gibt es irgendwelche Servereinstellungen die man tweaken kann?

    VG
    j0hn

  18. Mal ne Frage zu “der App”, bzw. an die BLE Verstehern. Ich hab nen Samsung S4Active und nen Fairphone 2 am Start. Meine Vermutung, die App ist zu modern fuer mein Handy, richtig ? (zumindestens bei PoGo konnte ich nicht dieses Switch Tausch Dings machen).

    Bitte um etwas Info, woran erkenne ich ein Smartphone, was mit der App funktionieren wird ? Ideal waere es, wenn ich das wuesste bevor der Gebrauchtmarkt leer gefegt ist…

  19. Meine Mutter ist nach Polen zurückgekehrt und muss für 14 Tage dabeim bleiben. Die Polizei kommt immer wieder vorbei und überprüft. Eine App musste sie nicht installieren.
    Wie es aber scheint ist die Quarantäne in Polen und die Einschränkungen der Bewegunsfreiheit gegen die polnische Verfassung und damit illegal. Das interessiert natürlich eine Regierungspartei die sich “Recht und Gerechtigkeit” (PiS) nennt, nicht.

    PS: Bin auch gegen die von euch besprochene App. Ich sehe keinen Nutzen für mich. Wie schon andere schrieben, wird der eine sich über eine Meldung freuen (AU) der andere wird sich auf die Gleise legen (oh nein oh nein, ich habe Corona)
    Die Gefahr, dass eine auf fast jedem Smartphone installierte Gut-APP dann später missbraucht wird:
    – zuerst Warnung vor Kinderschändern/Drogendealern/etc in der Nähe
    – dann später wird aus open source , closed source gemacht, weil ….
    – dann wird es eine totale Überwachungsapp die sich nicht deinstallieren lässt

    Die Regierung wartet nur darauf dass die Bürger mürbe sind und alles für die Rückkehr zur Normalität mit sich machen lassen.

    • Muss korrigieren. Die App musste meine Mutter dann doch noch installieren. Jetzt kommt die Polizei vorbei oder sie bekommt einen Anruf und muss dann innerhalb von 20 Minuten sich per Bild melden. Wenn nicht, dann kommt die Polizei.

      @Tim: ich sehe auch keinen Nutzen für alle. Pro Jahr sterben über 900000 Menschen. Man kann ich informieren: https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Gesundheit/Todesursachen/_inhalt.html
      Ich sehe nicht, dass wegen Krebs oder Herzkreislaufproblemen ein Aufstand wie wegen Corona gemacht würde. Dabei sind Herzkreislaufprobleme eine Seuche die sich durch Bewegung und gesunde Ernährung eindämmen ließe.
      Wo ist die App (die gibt es aber es fehlt am dazugehörigen medialen Echo wie z.B. ihr das macht wegen Corona) damit sich die Leute mehr bewegen und gesund ernähren. Wie viele frühzeitige Ableben könnte man im Vergleich zu den paar Coronafällen, damit sparen.
      Ich bleibe dabei, es ist eine Hysterie und die Grundrechtseinschränkungen sind in keiner Weise gerechtfertigt.

      • Ich sehe nicht, dass wegen Krebs oder Herzkreislaufproblemen ein Aufstand wie wegen Corona gemacht würde. Dabei sind Herzkreislaufprobleme eine Seuche die sich durch Bewegung und gesunde Ernährung eindämmen ließe.

        Nun der Grund ist offensichtlich: Herzkreislaufprobleme sind nicht ansteckend.

        Wo ist die App (die gibt es aber es fehlt am dazugehörigen medialen Echo wie z.B. ihr das macht wegen Corona) damit sich die Leute mehr bewegen und gesund ernähren. Wie viele frühzeitige Ableben könnte man im Vergleich zu den paar Coronafällen, damit sparen.

        Millionen Leute tragen mittlerweile Fitness Tracker und Smartwatches, die den Herzkreislauf im Blick haben und entsprechende Warnungen produzieren. Findet also statt.

        Ich bleibe dabei, es ist eine Hysterie und die Grundrechtseinschränkungen sind in keiner Weise gerechtfertigt.

        Dann lies noch mal das Grundgesetz durch. Da steht es ziemlich deutlich drin, dass zum Schutz vor Seuchen und Katastrophen solche Einschränkungen sehr wohl vorgesehen sind.

  20. Ich höre gerade eure Folge und ihr habt gerade die Herdenimmunität angesprochen.
    Ziel ist längst nicht mehr eine Herdenimmunität zu erreichen. Rein mathematisch durchgerechnet ist das mit unserer Anzahl an Intensivbetten nicht unter 2 Jahren erreichbar. Würde man es schneller stattfinden lassen, würde das Gesundheitssystem kollabieren. Bis wir ein Medikament zur Behandlung oder einen Impfstoff gefunden haben, werden die Maßnahmen anhalten müssen. Das ist jedoch volkswirtschaftlich nicht möglich. Eine App kann nun dabei helfen, die Infektionsketten gering zu halten und die Infektionsrate senken, sodass ein wenig normales Leben möglich ist. Jedoch wird es über 1 Jahr nicht möglich sein Großveranstaltungen etc. statt finden zu lassen.

    Wir können uns im Grunde für 3 Möglichkeiten entscheiden:
    1. Gesundheitssystem belasten
    2. Wirtschaft belasten
    3. Freiheitseinschränkung des Individuums

    Eine andere Möglichkeit sehe ich derzeit nicht. Natürlich kann man bei 1. das Gesundheitssystem ausbauen oder man nimmt Opfer in Kauf, 2. wirtschaftliche Einbußen hinnehmen und durch staatliche Unterstützungen abfangen oder eben bei 3. Kompromisse über eine App finden. Aber genau das wird ja auch schon überall getan.

    Ansonsten sehe ich keine Alternativen.

    • Ich fürchte hier ist schon wieder einer meiner Kommentare in der Moderationsschleife gelandet. Ein Links auf den täglichen Lagebericht des RKI ist wohl böse. :-D

  21. Rein mathematisch durchgerechnet ist das mit unserer Anzahl an Intensivbetten nicht unter 2 Jahren erreichbar.

    Das ist absolut richtig. Allerdings schaffen wir ja in 2 Jahren hoffentlich noch das eine oder andere Intensivbett mehr bereitzustellen.

  22. Ich wurde von einer DB-Mitarbeiterin mal sehr scharf gerügt, weil ich “Kontrolletti” gesagt habe anstatt “Zugbegleiter”.

    Heute wissen wir: Der Zugbegeleiter fährt mit, damit sich der Zug nicht so alleine fühlt – z.B. wenn wegen Corona kaum Fahrgäste an Bord sind.

  23. Hier mal Lesestoff jenseits der Technik

    Die „freiwillige“ Corona-App
    “Wir kritisieren in diesem Artikel die technische Konstruktion der App, aber auch ihre sozial-technokratischen Konsequenzen. Selbst wenn das Protokollieren von Kontakten vollständig pseudonym erfolgen würde, müssen wir dringend vor dieser App warnen. In dem Moment, wo (sogar anonyme) Verhaltensdaten flächendeckend anfallen, sind die prädiktiven Modelle, die damit trainiert werden, dazu in der Lage, ganze Populationen in Risikogruppen einzuteilen und algorithmisch zu verwalten. Hinzu kommt, dass ein simples Software-Update die App in ein wirksames Tool zur individuellen Zugangsbeschränkung verwandelt. Daher unser klares Nein zur Corona-App!”
    https://capulcu.blackblogs.org/wp-content/uploads/sites/54/2020/04/Corona-App-final.pdf

  24. Hallo und danke für den Podcast!

    Eine Frage zu ITO bzw. DP3T: wäre es denkbar, dass jemand die App abändert und sich dann zu seinen Kontakten Notizen macht, um Infizierte später identifizieren zu können? Solch eine Variante ließe sich natürlich auch mit nicht technisch versierten Nutzern teilen.
    In dem Fall würde ich persönlich dann doch den Ansatz vorziehen, bei dem die Pseudonyme der zu benachrichtigenden Personen geteilt werden statt die der Infizierten.

    Hoffentlich habe ich nicht nur überhört, dass ihr schon darauf eingegangen seid.

    Danke für eure Arbeit!

  25. Vermutlich seid ihr Fans von Foucaults Überwachen und Strafen, insb. Das Kapitel zum Panoptismus dürftet ihr kennen. Es beginnt nicht etwa mit dem architektonischen Teil zum Panoptikum, sondern mit den Maßnahmen zur Pest. Foucault schreibt u.a. “Die Pest (jedenfalls die zu erwartende) ist die Probe auf die ideale Ausübung der Disziplinierungsmacht. […] so träumten die Regierenden vom Pestzustand, um die perfekten Disziplinierung wirken zu lassen.”
    Wieso seht ihr die Gefahr einer Normalisierung dieser totalitären Maßnahmen nicht?

  26. Moin,
    ich habe gestern und heute am “di.c3voc” teilgenommen (sitze grad in Finnland) und hätte dies sonst nicht “live” getan.
    Die Erfahrung war locker und erfrischend.
    Ich kann mir vorstellen, dass der Kongress an dieser Durchführung (erfahrungsmäßig) wachsen kann :)

    Vielen Dank für die (Termin) Info
    LG und weiter so :D

  27. Hallo,

    wer Zoom unbedingt benutzten muss, sollte das meiner Ansicht per Telefon machen. Es gibt die Möglichkeit eine Festnetznummer anzurufen, die Meeting-ID einzugeben und dann kann per Audio teilgenommen werden. Über das Mobilfunknetz sehe ich da wenig Risiko sich ungewollte Dinge aufs Gerät zu holen. Am besten noch *31# vorwählen, dann wird die eigene Nummer nicht mitgesendet. Klar, das eigene Gelaber bekommt der Verein dann trotzdem, aber datensparsamer geht es vermutlich nicht.
    Wenn man das Video sehen muss (z.B. weil jemand irgendwas auf seinem Rechner zeigt), kann man den Link auch im Browser aufrufen. Die Option kommt nach dem Klicken auf den Zoom-Link zwar nicht per default, aber wenn Zoom sich nicht starten kann, wird diese Option in der Regel angeboten.

    Liebe Grüße
    Petra

  28. Hallo Tinus und Lim,
    ich bin schon lange LNP Hörer und trotz allem ist dies mein erster Kommentar. Vlt. weil man ja dazu tendiert eher zu kommentieren, wenn der zu kommentierende Inhalt so gar nicht mit der eigenen Auffassung übereinstimmt. Das wäre dann also ein Lob an euch.
    Nun weiß ich nicht ob es Reaktion auf die Kommentare vergangener Folgen gibt, daher kommentiere ich das mit Verweis auf diese Folge auch noch mal unter der neuesten Folge.
    Es geht um das von Lim angeschnittene Excel-Problem beim Einfügen von Daten. Ich bin Umweltwissenschaftler und mir war das Problem, genau wie Tinus, direkt bekannt. Zufälligerweise sitze ich jetzt in diesem Moment vor eben diesem Problem und konnte auch noch keine Lösung entdecken. Auch der Tipp mit Google-Sheets konnte mir nicht helfen. Darum übergebe ich diesen Kommentar jetzt auch mal an die gesamte Hörerschaft mit der Bitte um Hilfe. Folgendes ist mein konkretes Fallbeispiel: Es geht um das Open-Access-Paper von Nuss&Eckelman(2014) https://doi.org/10.1371/journal.pone.0101298 . Diese Paper hat eben so ein von Lim angesprochenes Supplement/ Supporting Informations, die sich ebenfalls Open-Access unter der DOI-Adresse finden. Nun geht es um Tabelle S38 in diesem Supplement. Ich hatte mir die Tabelle aus Word kopiert, anschließend in Excel eingefügt und dann als Text formatiert. Als Beispiel nehme ich jetzt mal die Zelle, in der mir der Fehler aufgefallen ist. Das ist die Zelle, in der sich bei mir Zeile 186 “PB total” und Spalte Q “GWP100a” treffen [Q186]. Hier sollte die Zahl 1,3 bzw. im amerikanischen 1.3 stehen (wenn ich mich richtig an meine Informatik Vorlesung erinnere, ist, das der Dateityp double). Excel macht daraus jedoch freundlicherweise vor der Textformatierung den 1. März und nach der Textformatierung zum String wird daraus 43891. In Google Sheets stimmt zwar nach dem Einfügen die Darstellung, allerdings ist es für Excel weiterhin der 3. März nur eben mit der Datumsformatierung 1.3. Sollte irgendjemand eine Idee haben, dann freue ich mich.
    Schöne Grüße aus der Selbstquarantäne und bleibt alle gesund!

  29. Sorry, dass ich in eine Alkohol-indizierte Kommentierungswut verfalle, aber: Die Mitteilung über mit Covid-19 infizierte Personen an die Polizei ist alleine schon deswegen absurd – und gefährlich – weil der Virus eine Inkubationszeit von bis zu 2 Wochen hat. Sollten sich Polizisten jetzt also in Sicherheit wiegen und nur dann eine Maske aufsetzen, wenn sie mit einer bestätigt infizierten Person in Kontakt kommen, haben wir demnächst neben all der Überarbeitung, Unterbesetzung etc ein weiteres massives Problem mit unserer Polizei. Die sollen doch bitte – wie jeder andere auch – bei jedem Kontakt davon ausgehen, dass sie es mit einem potentiellen Superspreader des Virus zu tun haben!

  30. Kurzer Bericht zurück aus der Zukunft:

    Wie es der Zufall so will, habe ich LNP 339 gerade erst am 29.04.2020 nachgehört, und kurz danach das aktuelle Coronavirus-Update “(36) Die Rolle von Kindern ist nicht geklärt”.

    Und ich hatte ein Deja-Vu!

    In CU-36 spricht sich Herr Drosten ganz deutlich gegen die Hervorhebung und Privilegierung von COVID-19-immunen Menschen aus (etwa durch einen “Immunitäts-Pass”), wie es auch Linus in hier in LNP 339 getan hat.

  31. Hallo zusammen. Nach “Ode an die Heimat” habe ich deren entsprechendes Album gekauft. Mir gehen grade beim Hören alle Hormone und Emotionen durch. Dachte als Hörer von progressivem Rock und Metal (Rush, Dream Theater etc.) alles gehört zu haben. Weit gefehlt. Danke. ps.: WLAN Empfang ist top.

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