LNP360 Philosophische Hürden

Feedback — Personenkennziffer — Messengerfilter — Immunitätsausweis — EuGH Zero-Rating — Rechtsextreme Polizei — Hackereien — Schufa — Glasfaser für Eigentümer

Etwas verspätet kommt eine dafür runde Sendung mit maximalen Ausblick. Wir gehen durch Euer Feedback und verleihen erstmals den Logbuch:Netzpolitik-Schneeflocken-Award für besonders mitleidswürdige Mitbürger.

Dauer: 1:56:52

On Air
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Prolog

Feedback

Robert zum Telefonbuch

Wiebke zum Telefonbuch

Michael zu seinem Funkloch

Bootstrapper zu EU Alert

Beate zum deutschen Alleingang

Personenkennziffer

Messengerfilter

Immunitätsausweis reloaded

EuGH Zero-Rating

Rechtsextreme Polizei

Uniklinikum Düsseldorf

Über 170 Festnahmen von Darknet-Händlern

@_0rbit Prozess

Schufa will Nutzer von günstigen Angeboten diskriminieren

TikTok Verkauf

Bundestag beschließt Recht auf Ladepunkt und Glasfaser

41 Gedanken zu „LNP360 Philosophische Hürden

  1. Ihr seid ja sehr optimistisch, das die Warnmeldung abgeschnitten werden würde.

    Vermutlich kommt einfach ein “FATAL ERROR: String or binary data would be truncated.”

  2. So wie Afrika die Festnetztelefonie übersprungen hat und direkt auf Mobilfunk gegangen ist, skippt Deutschland die Glasfaser komplett und setzt voll auf 5G :)

    • Das gilt aber nicht für Leonhard Hanawitsch…: Der Besitzer des Handyladens Telecominsel im bayrischen Garmisch-Partenkirchen, Leonhard Hanawitsch, will den 5G-Ausbau verhindern. […] Der Unternehmer sammelt aktiv Unterschriften “gegen die Einführung und den weiteren Ausbau von 5G” und fordert “die Abschaltung und Beseitigung eventuell bereits aufgestellter 5G-Sendeanlagen, solange die gesundheitliche Unbedenklichkeit nicht bewiesen ist”. “5G hat definitiv keinen Mehrwert”, sagte Hanawitsch dem Merkur. Er übergab persönlich im Rathaus einen offenen Brief mit 400 Unterschriften. “Das Netz wird mit 5G nicht besser, das ist völlig unnötig”, behauptet der Geschäftsinhaber, der Smartphone-Reparaturen anbietet. Der derzeitige 4G-Standard reicht seiner Ansicht nach aus. “Mehr Leistung brauche ich nicht.”

  3. Ich kann mich noch erinnern, wie wir damals gegen die lebenslange Steuer-ID von Geburt an in der BRD protestiert haben. Seit ich in Schweden lebe, kann ich darüber nur lächeln. In Schweden, Dänemark und Norwegen gibt es die sogenannte personnummer. Das ist ein 10- oder 12-stelliger Code, der aus dem Geburtsdatum ([YY]YYMMDD) und weiteren 4 Ziffern besteht, wobei die letzte Stelle eine geschlechtsspezifische Kontrollziffer ist. Ursprünglich sollte das mal eine einheitliche ID im der ganzen Nordischen Rat werden, letztlich kochte dann aber doch jedes Land sein eigenes Süppchen.
    Vergeben wird die hier vom skatteverket (kombiniertes Finanzamt und reichsweite Meldestelle)
    Diese ID nun wird überall benutzt, speziell in Kombination mit der allgegenwärtigen bank-ID. Man kommuniziert mit und autorisiert sich bei Finanzamt, Försäkringskassan (so etwas wie eine Kombination aus Krankenkasse und Sozialversicherung, sprich Elterngeld usw.), Katasteramt, bei der Autozulassung etc. Aber auch private Unternehmen bieten einem oft – natürlich gaaaanz freiwillig – an, dass man nur seine personnummer angibt, um sich das Eingeben der Lieferadresse zu sparen und mehr Zahlungsoptionen (automatische Anfrage zur Kreditwürdigkeit) freizuschalten. Schwer zu beschreiben, wie allgegenwärtig diese eindeutige ID hier ist.
    Gestapo und Stasi hätten von den zentralen Registern, die ohne grossen Aufwand über die personnummer verknüpft werden kann, nur träumen können. Also bitte, bitte die Daumen drücken das die Schwedendemokraten (Verwandtschaft von AfD und NPD) nie an die Macht kommen!

  4. Von wegen bei der Zeitansage anrufen …
    Schöner Liedtext von Bob Dylan dazu aus dem Lied „Talking World War III Blues“:

    … I was feelin’ kinda lonesome and blue I needed somebody to talk to
    So I called up the operator of time just to hear a voice of some kind
    “When you hear the beep it will be three o’clock”
    She said that for over an hour and I hung up…

    Etwa bei 2:32:
    https://youtu.be/947tGsiv4lQ

  5. Also so eine einheitliche Identifikationsummer gibt es in Belgien schon seit den achtziger Jahren in form der Numero de registre national mit der die meisten Daten über eine Person zusammengeführt werden, unter anderem Steuer etc. Die Formm ist tt.mm.jj.xxx.yy, also geburtsdatum plus 3 ziffern plus prüfsumme. Das Register wird dabei von der Föderalregierung verwaltet und erleichtert viele Behördengänge ungemein. In Deutschland muss man immer gefühlt dreimal solange warten bis irgendwelche Dokumente angefordert sind etc. Wohingegen über die Nummer und den elektr Personalausweis über Myfin, so eine Art Behördenportal einfach wichtige sachen online zu erledigen sind, die sonst langwierige Behördengänge nach sich ziehen würden; z.b Katasterauszüge etc.
    Andererseits gib es immer mehr begehrlichkeiten die Daten privaten zur verfügung zu stellen. Zudem ist die Verantwortlichkeit von einer Behörde, die glaube ich dem Vorgänger der jetzigen Datenschutzbehörde unterstand an den föderalen Innenminister übergewechselt und die Polizei muss sich nachträglich! eine Zugriffserlaubniss holen. Für Strafverfolgung schafft das außerdem auch wenig Möglichkeiten wenn die Behörden mehr mit Selbstzerfleischung beschäftigt sind anstatt zu kooperieren. Deshalb glaube ich das solche Maßnahmen vielleicht eng begrenzt sinnvoll sein können aber wie alle diese Vorhaben zur Ausweitung der Informationsbasis lösen diese nur selten die institutionelle Probleme die überhaupt erst verhindern das solche Informationen sinnvoll genutzt werden. Unabhängig von der moralischen komponente solcher Datensammlung ist ja auch immer die Frage, wie überhaupt innerhalb so einer Behördenstruktur der Zugriff und die Verwaltung solcher Sachen geregelt sind.
    Hat jedenfalls auch seine vorteile das Deutschlands behörden noch in der Steinzeit leben.

  6. Bezüglich Social Dilemma:

    Vor allem in unserer Bubble halten doch viele sehr stark an ihren Social Media Kanälen fest und zwingen dadurch Menschen, welche ihnen folgen möchten, auf diese Plattform. Ja, es ist eine Tendenz zu dezentralen Netzwerken zu erkennen, welche auf Algorithmen verzichten (Feediverse). Aber selbst beim Stammpersonal dieses Podcast ist nur ein Teil dort vertreten. Der Rest bleibt, obwohl man es besser wüsste, ausschließlich bei den Oligopolen Twitter usw. Das ist schade! Hier wäre Vorbildfunktion gut. @Tim Wenigstens ein Mirror deiner Accounts (wie Linus) wäre schon schick. :)

  7. Zum Warntag:
    Man kann mit Sirenen keinen Kontext übermitteln, daher hatten Sirenen die Aufgabe die Bevölkerung aufzurufen Ihr Radio oder TV-Gerät einzuschalten und dort auf weitere Informationen zu warten.

    Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Zivilschutzsignale#Genutzte_Zivilschutzsignale

    “Da der Anfang dieser Signalfolge dem der Freiwilligen Feuerwehren gleicht und Verwechslungen vermieden werden sollen, wird in Deutschland seither als Signal „Warnung der Bevölkerung“ ein einminütiger auf- und abschwellender Heulton (vormals als Fliegeralarm bekannt) verwendet. Das Signal bedeutet im Allgemeinen „Rundfunkgerät einschalten und auf Durchsagen achten“.[32] Über das Radiogerät werden dann auf bestimmten Sendern (meist dem öffentlich-rechtlichen Programm mit Verkehrsfunk oder auch regionalen Sendern) genauere Verhaltenshinweise für die Bürger ausgegeben.”

  8. Wie man kann bei Hausdurchsuchen auch sogenannte PSUs kommen lassen? Hätt ich das gewusst…. bei mir ham’se damals nur die Schäferhunde zusätzlich geholt. ;-)

  9. Also warum man die Personenkennziffer braucht, um Verwaltungsakte zu digitalisieren ist mir nicht klar. Ich dachte, dazu hätte ich einen Personalausweis mit Online Funktion (die man auch seit einigen Jahren automatisch aktiviert bekommt, wenn man einen neuen Perso bekommt):

    Die Bedienung ist zugegebener Maßen grottenschlecht und es geht noch nicht viel. Aber deshalb muss man ja keine Personenkennziffer einführen, sondern dann muss man das Bedienkonzept verbessern und die entsprechenden Services einrichten.

    Deshalb kann Service und Digitalisierung m.E. nicht der Grund für eine Personenkennziffer sein.

  10. Zum Thema Schufa und Stromwechsler:
    habe heute auf deren Homepage folgende Aussage gefunden:

    “Irreführende Medienberichte
    Die Berichterstattung des Norddeutschen Rundfunk (NDR) und der Süddeutschen Zeitung (SZ) in Bezug auf eine angebliche Datenbank zur Identifikation von „Vielwechslern“ ist stark irreführend. Den Redaktionen lag eine umfassende Stellungnahme von unserer Seite vor. Wir bedauern sehr, dass durch die Darstellungen der Redaktionen ein unzutreffender Eindruck entstanden ist.

    Die SCHUFA bietet kein Produkt an, mit dem Stromkunden, die häufig ihren Anbieter wechseln, identifiziert werden können. Das Produktvorhaben „E-Pool“, das NDR und SZ kritisieren, hatte vielmehr zum Ziel, auch solchen Kunden ein Angebot machen zu können, die aufgrund vorheriger Zahlungsstörungen abgelehnt worden wären. Aber diese Idee ist nicht bis zur Marktreife realisiert worden.

    Eine derartig einseitige Berichterstattung über ein weder vorhandenes noch in seiner Idee korrekt dargestelltes Produkt können wir in dieser Form nicht nachvollziehen.”

    • Ein andere Grundgedanke schützt vor Missbrauch der Datenbank nicht.

      Ich möchte mich noch für den Hinweis bedanken, dass die SCHUFA mich vor Überschuldung schützt. Das wusste ich nicht.
      Ich habe den Leitspruch “Wir schaffen Vertrauen” bisher so interpretiert, dass Wirtschaftsabläufe vor als unzuverlässig eingestuften Geschäftspartner:innen aus dem Bereich natürlicher Personen geschützt werden.
      Unter dieser Prämisse fand ich die Berichterstattung über die geplante Datenbank durchaus glaubwürdig.

      • “Ein andere Grundgedanke schützt vor Missbrauch der Datenbank nicht.”
        Laut dem Schufa-Statement werden in der Datenbank aber andere Daten und Personen erfasst, sodass diese zur Erkennung von Vielwechslern nicht geeignet ist.

        Wozu man allerdings eine neue Datenbank für Leute mit “Zahlungsstörungen” benötigt, erschließt sich mir auch nicht. Man sollte meinen, “die” Schufa-Datenbank sei genau das.
        Und solchen Leuten ein Strom-Angebot zu machen, ist auch keine Rocket-Science: Vorkasse, keine (Vorab-) Bonuszahlungen und fertig.

  11. Die neue Corona App des UK hat einen Venue Check-in per QR Code integriert. So wie Tim das vor paar Folgen auch für die deutsche App vorgeschlagen hat. Hast du dir das schon anschauen können? Wurde das ordentlich umgesetzt? Fand den Vorschlag super und finde auch, dass das der App in Deutschland nochmal helfen würde sich weiter zu verbreiten.

  12. Zu netflix.com: the social dilemma, ein Netflix Original! sogar!
    Logo feuern die gleich mit wenn es gegen dieses fiese Facebook geht das nur Zeit stiehlt die man dann nicht mehr für Netflix schauen hat.
    unverdreist

  13. Guten Abend Tim, guten Abend Linus,

    ich höre Euren Podcast wirklich gerne und ich kann es auch gut aushalten, wenn Ihr hin und wieder etwas weiter ausholt, ins Reden kommt und Linus seine politischen Ideale ausbreitet. Geschenkt – stehen wir uns doch politisch vermutlich recht nahe.
    Als ich mir heute Abend aber auf dem Nachhauseweg meine tägliche Podcast-Dröhnung gab, hab ich ab Minute 58 gedacht, dass ich mich verhört hätte: Da behauptet Linus doch tatsächlich, Menschen würden nur deshalb kriminell, weil sie gesellschaftlich benachteiligt würden. Und besser noch: diese Menschen hätten quasi gar keine andere Möglichkeit ein Einkommen zu bestreiten, weil die Gesellschaft (oder wahlweise auch “die Politik”) sie nicht oder nicht ausreichend fördert und unterstützt.
    Ich bin sicherlich nicht der Meinung, dass in Deutschland alles eitel Sonnenschein ist und wir die Weisheit mit Löffeln gefressen hätten, wenn es um die Integration von Ausländer*innen geht. Aber zu behaupten, die Kriminalität sei für Ausländer*innen die einzige Möglichkeit, in Deutschland klarzukommen, ist in meinen Augen ein Schlag ins Gesicht der Ausländer*innen, die seit Jahrzehnten gut integriert in Deutschland leben und einer geregelten Arbeit nachgehen.

    Und noch ein Satz zu Linus’ (nicht netz-) politischen Lieblings-Thema: Polizisten-Bashing:
    Habt Ihr Euch mal überlegt, dass bei den Hausdurchsuchungen bei den Polizisten vielleicht auch Ehepartner und Kinder anwesend waren und dass es insbesondere für die Kinder nachhaltig verstörend sein könnte, was da zu Hause passiert ist? Da erscheint mir der Einsatz von PSU-Teams sinnvoll und gerechtfertigt und Linus’ Spott ziemlich fehl am Platz.

    Ich würde mich freuen, wenn Ihr Euren Schwerpunkt mal wieder ein bisschen mehr in Richtung “Netzpolitik” verschiebt

    Schönen Abend noch!

    • Da behauptet Linus doch tatsächlich, Menschen würden nur deshalb kriminell, weil sie gesellschaftlich benachteiligt würden.

      Nein, das habe ich nicht behauptet.
      Was ich sagte war: gesellschaftlich benachteiligte Menschen sind EHER kriminell, nicht NUR deshalb.
      Und das ist auch eine so offensichtliche und gut erforschte und überall belegte Wahrheit, dass man das wirklich nicht zu diskutieren braucht.

      Und besser noch: diese Menschen hätten quasi gar keine andere Möglichkeit ein Einkommen zu bestreiten, weil die Gesellschaft (oder wahlweise auch “die Politik”) sie nicht oder nicht ausreichend fördert und unterstützt.

      Offenbar war dir nicht ganz klar, von welcher Gruppe ich in diesem Fall gesprochen habe.

      Aber zu behaupten, die Kriminalität sei für Ausländer*innen die einzige Möglichkeit, in Deutschland klarzukommen, ist in meinen Augen ein Schlag ins Gesicht der Ausländer*innen, die seit Jahrzehnten gut integriert in Deutschland leben und einer geregelten Arbeit nachgehen.

      Uiuiui, nachdem du den Link oben mal geklickt hast, verstehst du sicher dass deiner Aussage ein sehr einfaches „Ausländer“-Konzept zugrunde liegt.
      Auch Ausländer sind in Deutschland nicht alle gleich.

      Habt Ihr Euch mal überlegt, dass bei den Hausdurchsuchungen bei den Polizisten vielleicht auch Ehepartner und Kinder anwesend waren und dass es insbesondere für die Kinder nachhaltig verstörend sein könnte, was da zu Hause passiert ist? Da erscheint mir der Einsatz von PSU-Teams sinnvoll und gerechtfertigt und Linus’ Spott ziemlich fehl am Platz.

      Hast du schon mal eine Hausdurchsuchung gehabt?
      Kam danach irgendein Polizei-Team um deine Kinder zu trösten?
      Nicht? Das könnte daran liegen, dass diese Teams nur für die Polizei da sind ;)

        • Und noch ein Kommentar zum lieben Geld: Die Bezüge nach dem AsylbLG sind tatsächlich problematisch, wie auch die Hartz-IV-Sätze.
          Aber wenig Geld war noch nie eine Entschuldigung für ein Abgleiten in die Kriminalität und die Schlussfolgerung, die “Benachteiligten” müssten irgendwie den Tag rumbringen und hätten keine Möglichkeit, ein Einkommen zu bestreiten und *deshalb* würden sie kriminell finde ich persönlich zu einfach und der Komplexität des Problems nicht angemessen. Denn unter den Drogendealern in den Parks sind sicherlich auch nicht wenige, die durchaus ein (Familien-) Einkommen haben und aus ganz anderen Gründen in die Szene abgerutscht sind.

      • Ich kann leider nicht so schön innerhalb Deiner Antworten kommentieren, aber der Zusammenhang wird hoffentlich trotzdem deutlich:
        Zur Ausländer-Gruppe: Doch, das war mir klar bzw. das hatte ich schon vermutet. Aber gerade weil nicht alle Ausländer gleich sind (genau wie alle Inländer) finde ich Deine Formulierung auch nach mehrfachem Anhören unglücklich und gefährlich.

        Zu den PSU-Teams: Das ist ein guter Punkt. Da wird tatsächlich mit zweierlei Maß gemessen. Was für mich aber nicht heißt, dass der Einsatz der Teams in diesen Fällen verwerflich war, sondern vielmehr, dass man vielleicht mal über derart einsatzbegleitende Maßnahmen für Unbeteiligte bei solchen Einsätzen nachdenken sollte.

    • Hallo Andreas,
      ich enthalte mich der Diskussion, komme aber nicht umhin zumindest ganz kurz Erfahrungen von Hausdurchsuchungen bei mir selbst und im früheren Freundeskreis zu berichten, wodurch mich deine folgenden Worte hierzu nun animieren: “Hausdurchsuchung – verstörend – Spott – fehlt am Platz”.
      Weil genau das hat es eigentlich bei allen Fällen getroffen, nur das der Spott fast durchgehend von den Polizisten stundenlang kam. Ich vermute mit Ziel die Betroffenen zusätzlich zu schikanieren um sie zusätzlich zu Brechen und evtl. Aussagen zu erhalten. Als einfache Beispiele “boah is da viel Staub hinter der Couch, kann sich wohl keine Putzfrau leisten…”, “was n das für Zeug im Kühlschrank, an der Ernährung müssen wir noch arbeiten…” oder das Zerlegen der gesamten CD-Sammlung, und zwar jede CD-Hülle auseinandergeklippt in alle Einzelteile und alles auf nen großen Haufen geschmissen mit dem anderen Zeug oder dumme Kommentare gegenüber der halbnackten Freundin die sich früh morgens nur vor grinsendem Publikum schnell was anziehen darf.
      Vielleicht doch noch eine Meinung zum Schluss, nun das ist ja das Vorgehen gegenüber dem Standard Kleinkriminellen, dem Feindbild wegen dem man so früh morgens aufstehen musste um ihn rauszuklingeln. Kann mir aber irgendwie nicht recht vorstellen das das ebenso gehandhabt wird wenn man bei eigenen Kollegen ne Durchsuchung macht.
      Nein, von mir jedenfalls zero Mitleid. :)

  14. Als Telefonbücher noch in breiter Nutzung waren gab es noch keine Pizzalieferanten? Aus welcher engen Bubble kommt denn dieser Gedanke?

    Ich bin Jahrgang 88 und Telefonbücher sind für mich ebenfalls etwas völlig normales und alltägliches aus der Kindheit. Eine Auswahl an Pizzadiensten auch.

  15. Hi, mein Beitrag zum öffentlichen Dienst und der fehlenden Digitalisierung, kurz bei Tim angeklungen.
    In Leipzig, Ausweis erneuern lassen. Ich habe wegen Corona online einen Termin mit der Aufgabenauswahl “Ausweis beantragen” gemacht. Das hat gut geklappt.
    Dann kam der Brief, dass ich abholen kann. Fehlte mir irgendwie das WO in dem Brief. Aber ja, aus der Erinnerung: dort wo beantragt holen. Also wieder einen Termin online machen. Diesmal mit Aufgabenauswahl “Perso abholen”.
    Was nun als Fehler kam, das bei der ausgewählten Dienststelle dieser Service nicht zur Verfügung steht. Da wo ich beantragt habe.
    Ich so, ok, dann woanders auf dem Heimweg, gibt ja 8 Bürgerämter. Gedacht, getan. (wegen Onlinetermin immer so 2 Wochen Wartezeit)
    Als ich da ankomme, wird mir gesagt, das der Ausweis im anderen Amt liegt. Hätte ich da anrufen und ins neue Amt liefern lassen müssen.
    Ich erklär so, naja, beim Onlinetermin stand da eben: geht nicht (konnte den Termin nicht erstellen mit der Auswählbaren Aufgabe “Perso abholen”).
    Also ruft die wirklich nette Frau da kurz an und klärt das, mit der Info, das dauert bissel, muss ja erst mit der Post verschickt werden. Ich: Alles klar.
    Wieder 2 Wochen später konnte ich den dann da abholen.

    Aber hey, das zeigt mir wie die gewünschte Digitalisierung nur oberflächlich dahin wabert und im Hintergrund alte Faxe und Briefpost genutzt wird.

    In meiner Welt war das so: Online Termin (man muss ja Namen usw angeben) machen; Aufgabe “Perso abholen” macht im Hintergrund eine Nachricht auf, Perso an anderes Amt versenden; und gut ist. Ne ich muss hinterhertelefonieren, obwohl alle Daten da sind?
    Bin ich zu bequem durch die Digitalisierung?

    Grüße Denis

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