LNP411 Anfälligkeit für Schwachstellen bei unklarem Nutzen

10 Jahre LNP — Facebook — ID Wallet — Pegasus — Vorratsdatenspeicherung — Drachenlord — Impfpässe — Klage gegen Staatstrojaner — Andy Du bist so 1 Pimmel

Jetzt ist es geschehen: dieses Format gibt es jetzt seit 10 Jahren. Am 28. Oktober 2011 haben wir die erste Sendung veröffentlicht und irgendwie hat sich seitdem alles und dann auch wieder gar nichts verändert. Wir machen natürlich (leider) keine Party, aber wir kümmern uns gerade um angemessene Kleidung, damit unsere Hörerinnen und Hörer unsere eigene Werbungskunden werden dürfen. Noch etwas Geduld, an der Website wird gerade noch gebaut.

Ansonsten klappern wir wieder einiges Unangenehmes ab: die Facebook Files erzählen uns alles was wir eh schon wussten und bei der ID Wallet und den Impfpässen weiß man jetzt auch, dass alle schon vorher wussten, wie kaputt das System ist. Klar ist auch, dass Pegasus gegen Journalisten eingesetzt wird und die Bundesregierung will auch noch auf den letzten Metern die Vorratsdatenspeicherung vorantreiben. Sprechen müssen wir auch über das skandalöse Urteil, dass über den "Drachenlord" gefällt wurde und über Andy, der so 1 Pimmel ist.

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Linus Neumann
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Tim Pritlove

Shownotes

Prolog

10 Jahre LNP

HTTP 411

Meta

ID Wallet: Schwachstellen waren bekannt

Pegasus gegen NYT-Journalist eingesetzt

Vorratsdatensspeicherung

Facebook Files

Drachenlord

Impfpässe

Klage gegen Staatstrojaner

Andy Du bist so 1 Pimmel

Epilog

85 Gedanken zu „LNP411 Anfälligkeit für Schwachstellen bei unklarem Nutzen

  1. Hallo zusammen,

    zum Thema Drachenlord:
    Erstmal ein riesiges Lob für die Analyse von Linus – das vernünftigste, was ich zu dieser Sache seit langem wahrnehmen durfte. Da der Drachenlord nicht weit entfernt von meinem Studienort wohnt (übrigens in Franken, nicht in der Pfalz), habe ich das ganze immer etwas nebenbei verfolgt.

    Ich persönlich denke, dass die Richterin damit das Problem der Anwohner und des Ortes gleich mit lösen wollte. Die Anwohner haben durch die Pseudotrolle in diesem Ort wohl ein ganzes Stück an Lebensqualität verloren [1]. Dazu kommt, dass aus Sicht der Anwohner der Verlust ihrer Lebensqualität unmittelbar mit dem Einkommen des Drachenlords zusammenhängt. Selbst die Tatsache, dass die Zufahrtsstraße zu der kleinen Ortschaft nur durch Anlieger befahren werden darf, ändert wohl wenig an der Situation. Nebenbei entstanden auch erhebliche Aufwände auf Staatsseiten für die häufigen Polizeieinsätze in dem Zusammenhang.

    Hinzu kommt, dass der Drachenlord durch seine Auftritte dem Problem nicht entgegen gewirkt hat, sondern auf Youtube offenbar teilweise sogar weitere Pseudotrollerei provoziert hat. Das kann er im Rahmen der freien Entfaltung seiner Persönlichkeit natürlich tun. Der ganze Fall ging übrigens damit los, dass der Drachenlord selbst seine Adresse in einem Video preisgegeben hat, gemeinsam mit dieser Anmerkung: „Traut euch, kommt zu mir. Ich prügel die Scheiße aus euch raus.“ [2] Dass ein Mensch zu der Überzeugung kommen, dass man den Herrn vor sich selbst schützen sollte, kann ich allerdings auch zumindestens nachvollziehen.

    Aus menschlicher Sicht kann ich das Verhalten der Richterin irgendwo verstehen. Allerdings haben Evaluierungen dieser Art m.M.n. nichts in unserer Justiz verloren.

    Übrigens, zum Abschluss, der Drachenlord hat nicht nur irgendwo eine ausländerfeindliche Äußerung getroffen, sondern wohl den Holocaust als „nice Sache“ bezeichnet [2]. Interessant dazu ist m.M.n. wiederum, dass irgendein User auf heise.de behauptet, dass aus dem Rest des Videos hervorginge, dass der Drachenlord nicht gewusst habe, was das Wort Holocaust überhaupt bedeute [3].

    Eure Statements zum Verhalten der Pseudotrolle teile ich zu 100%.

    Ps. Herzlichen Glückwunsch zum LNP-Geburtstag! Dieser Podcast ist der einzige, bei dem ich alle Alltagsprobleme ausblenden kann, um mich entspannt mit den ganzen anderen Problemen in Ruhe zu beschäftigen.

    [1] https://www.nordbayern.de/region/neustadt-aisch/internet-hetze-gegen-drachenlord-auch-anwohner-leiden-1.7972056
    [2] https://www.welt.de/vermischtes/article181262602/Polizeieinsatz-in-Franken-Warum-demonstrieren-800-Menschen-gegen-einen-YouTuber.html
    [3] https://www.heise.de/forum/heise-online/News-Kommentare/Rundfunklizenz-Landesmedienanstalt-Bayern-untersagt-Drachenlord-Livestream/Holocaust-ist-eine-nice-Sache/posting-34226611/show/

    • Bin grade noch mal hier gelanded und hab auf deinen Link [3] geklickt. Ich möchte mal den dortigen Beitrag hier in Gänze zitieren, denn das klingt für mich wirklich sehr glaubhaft und gehört aus meiner Sicht mit in die Diskussion und zu einem klareren Bild der Person. Habe ja unten schon geschrieben, dass ich den Eindruck auch hatte (die Wortwahl „nice Sache“ fand ich merkwürdig). Danke für den Link.


      rx 28.03.2019 21:24
      „Holocaust ist eine nice Sache“

      Wer nicht nur die „Fan“ – Kurzauschnitte gesehen hat, sondern den ganzen Stream, bekommt mit, dass Winkler nicht wusste was Holocaust bedeutet.
      Leider find ich das entsprechende Video nicht mehr, er hat ja vieles bei den Affenaufmarsch letztes Jahr rausgenommen.
      Aber Wahnsinn wie sich durch Zitat Verkürzung eine Meinung bilden kann.

    • Wurde im Vorhinein eigentlich ein psychologisches Gutachten erstellt? Ansonsten bin ich immer noch schockiert was das fuer Ausmasse angenommen hatte und was hier fuer Menschen unterwegs sind. Ich hatte von dem Thema Drachenlord mal vor Jahren was gehoert und dann aus den Augen verloren.

    • 1. Danke für die genauere Erläuterung. Damit hast du mir gerade Arbeit erspart.

      2.Ohne, dass das irgendwie das Verhalten derjenigen die da zur Drachenschanze pilgern entschuldigen soll. Aber selbstverständlich ist der Mann in einer Situation, die er selbst konstruiert hat. Zu welchen Anteilen das pure Dummheit und zu welchen das Charakterliches versagen ist finde ich schwer einzuschätzen.
      Daher finde ich es ein bisschen unappetitlich das mit typischen Mobbingopfern gleich zu setzen.

      Es ergeben sich auch keine Anzeichen dafür, dass er die Situation irgendwie ändern möchte. Das könnte damit zusammenhängen, das seine Mediale gesamte mediale Relevanz auf genau diesem Konflikt beruht.

      Der Plan, so er denn einen hat, scheint zu sein, das Feuer am laufen zu halten, hin und wieder drauf zu hauen, sich dann damit zu entschuldigen er sei Provoziert worden und dann den ganzen Zirkus auszuschlachten.

      Was soll da sonst bei rauskommen, als das dieser Mann nach nun wiederholter Körperverletzung ein Gefängnis von innen sieht.
      Das ganze macht die Rolle derjenigen, die daran Partizipieren keinesfalls in Ordnung. Aber wenn man sich die Details anschaut ist Herr Winkler hier mindestens so sehr Täter wie Opfer.

    • Ich finde es generell schwierig, als Außenstehender die persönliche Gefühlssituation vom „Drachenlord“ zu bewerten. Es gibt auch noch zusätzlich zu dem von dir, noi, genannten Szenario, dass er das irgendwann mal aus welchen Gründen auch immer (z.B. Dummheit) losgetreten hat und das ganze nicht mehr einfangen konnte. Wenn der Mann gewusst hätte, was er mit dem Preisgeben seiner Adresse auslöst, hätte er das womöglich nicht getan.

      Die Tatsache, dass er weiterhin mediale Präsenz zeigt und sich nicht zurückzieht, kann man einerseits nutzen, um „Selbst Schuld!“ zu rufen, könnte anders betrachtet aber auch daraus resultieren, dass das sein einziger Weg ist, seinen Lebensunterhalt zu finanzieren.

      Dieses „Ende“ mit dem Gerichtsurteil zeigt für mich aber eigentlich ganz andere Probleme:
      1. Eigentlich liegt es formell in der Verantwortung der Sicherheitsorgane, die Person hinter dem Drachenlord vor tätlichen Angriffen zu schützen und auch sicherzustellen, dass keine dahin kommt (siehe Durchfahrtsverbot). Damit es in dem Ort überhaupt zur Eskalation kommen kann, müssen die Provokateure schon gegen das Recht verstoßen haben.
      2. Dass die Justiz versucht, die Probleme der Anwohner damit zu lösen, eine unverhältnismäßige Strafe gegen eine Person zu richten, hat nichts mit Rechtstaatlichkeit zu tun. Dass die Behörden hier dieses Ansinnen haben, zeigte sich schon damals deutlich, als man ihm das Senden auf Youtube wegen fehlender Rundfunklizenz verbieten wollte.

      Die Frage nach dem psychologischen Gutachten, die yb bereits gestellt hat, finde ich ganz wesentlich. In einem funktionierenden rechtstaatlichen Verfahren wäre der Drachenlord für die geschilderte Situation aus meiner Sicht jedenfalls nicht mit dieser Härte verurteilt worden. Die Provokation von Gewalt mit dem Ziel, diese Person ins Gefängnis zu bringen, gleicht für mich einem Anschlag auf die persönliche Freiheit. Dass so ein Anschlag dann von der Justiz noch unterstützt wird, ist für mich tragisch.

      • Also er hat ja eben nicht nur seine Adresse Preis gegeben, sondern die Menschen eben auch eingeladen mit dem Hinweis, dass die sich das sowieso nicht trauen würden, weil er sie Platt machen könne.
        Und er hat eben nicht nur Medienpresents gezeigt nachdem das angefangen hat, sondern das feuer weiter angefacht.
        Insofeit er damit seinen Lebensunterhalt verdient, ist der Hater-Kreislauf Teil seines Geschäftsmodels. Inwieweit er sich dessen Bewusst ist, ist schwer einzuschätzen.

        • Meine Güte.
          Er kann die Leute noch so oft „eingeladen“ haben, seine Adresse preis geben, niemand war gezwungen, diese „Einladung“ wahr zu nehmen.
          Der einzige Grund, dass man von dieser „Einladung“, von den „Provokationen“ wusste, war, weil man sich an diesem perversen Spiel aufgeilen wollte. Normale Menschen haben davon nichts mitbekommen, sich nicht provozieren lassen, nicht an diesem Spiel teilgenommen.

          Es hat die Leute Zeit und Geld gekostet, ihn da zu besuchen, das haben sie nicht gemacht, weil sie nicht anders konnten, sondern, weil sie sich daran aufgegeilt haben, in ihm ein Opfer zu haben.

          • nur damit das klar ist, ich verteidige hier keinesfalls diejeniegen, die sich am „Drachen Game“ beteiligt haben. Das ist immer geschmacklos und in manchen fällen waren auch da Gesetzesübertretungen bei. Einige davon müssen sich auch mit Haftstrafen auseinander setzen. Nun kann man vielleicht der Meinung sein, dass da mehr getan werden müsste und es bleibt Herrn Winkler ja auch unbenommen in weiteren fällen Strafanzeige zu stellen. Aber die Frage im konkreten Fall ist ja nicht, ob die das durften, sondern ob Herr Winkler deswegen zuschlagen durfte. Die Antwort ist eindeutig „nein“. Die zweite Frage ist nun in wie weit die Umstände als mildernd eingestuft werden können, und ob die Strafe zur Bewährung ausgesetzt werden kann. Und da spielt es eben schon eine Rolle, das er 1. Widerholungstäter ist.
            2. Seine Bewährungsauflagen aus vergangenen Fällen nicht erfüllt hat.
            3. Es keine positive Prognose gibt.
            Mann kann damit Rechnen, dass es hier in Zukunft weitere Situationen gibt in denen dieser Mann ausrastet.
            4.Der Anteil den Herr Winkler daran hat die Situationen herbei zu führen in denen er die Beherrschung verliert.

            Ich glaube übrigens ernsthaft, dass es eine gewisse Chance gibt, dass langfristig die Haftstrafe zu einer Verbesserung seiner Lebenssituation führt. Dies hängt jedoch unter anderem sehr von der Kompetenz des Gefängnispsychologen ab.

    • Huhu,

      zum Thema Drachenlord: Eure Darstellung von ihm als Opfer, das nur provoziert wurde, ist ebenso verkürzt wie die Darstellung der sogenannten „Haider“. Das fand ich etwas schade, da der gute Lord meiner Meinung nach all den Jahren zumindest mal psychologische Hilfe gebraucht hätte. Wenn man sich oder andere gefährdet (oder ein ganzes Dorf 8 Jahre unter dem Mist, der da abläuft, leidet) kann man schon mal die Frage stellen, ob das noch unter persönlicher Entfaltung läuft oder ob da grundlegend Dinge schief laufen und ob die Person wirklich mündig ist. Insofern ist das Urteil jetzt ein Paukenschlag, um das Ganze erst mal zu beenden und Rainer mal aus seiner Traumwelt zu holen. Es geht hier übrigens nicht nur um Vorwürfe der Körperverletzung gegenüber seinen Besuchern. Er beleidigt auch regelmäßig namentlich Polizisten aus seinem Bezirk und sieht sie als eine Art persönliche Burgpolizei, die am liebsten 24/7 sein Anwesen zu bewachen hat. Des Weiteren hat er sich wohl vor Kindern entblößt, auf Auflagen bezüglich seiner Rundfunklizenz geschissen, Steuern hinterzogen, öffentlichen Raum gefilmt und ins Netz gestreamt und und und. Er hatte quasi einige Jahre relative Narrenfreiheit, was die Wut seiner Besucher natürlich erhöht hat. Dass die Dinge, die da aktuell passieren, mit nichts zu rechtfertigen sind steht außer Frage. Ging es früher bei seinen „Haidern“ noch um kreative Aktionen, Songs, etc ist das ganze einfach komplett eskaliert, da die Aufmerksamkeit durch Formate wie das y Kollektiv, BILD und Co enorm gestiegen ist.

  2. Heyhey :)

    Danke für eure Sendung!

    Zum drachenlord und den Vorwürfen er sei rechts o.Ä. – mir scheint es eher umgekehrt zu sein: er ist eher ahnungslos und u.A. Rechte nutzen ihn als Zielscheibe.

    Diese Bild ergibt sich mir nach verlinktem Spiegel Artikel von Sascha Lobo (unbedingt lesen!), dem verlinkten Video und einem älteren Video des Y-Kollektivs (s.u.).

    Ausschnitte aus dem Y-Kollektiv Video (links mit Zeitmarke):

    Das Zitat, Holocaust wäre eine „nice Sache“. Kurz danach, Y-Kollektiv: „fest steht, Videos, in denen er sich von rechtem Gedankengut distanziert, klicken sich sehr viel weniger“ (hab auf Anhieb leider keins gefunden)
    Wie Kevin schon kommentiert hat, macht das auch auf mich den Eindruck als wüsste er da gar nicht wovon er spricht. Außerdem legt Sascha Lobos Artikel nahe, Dinge die gehen ihn sprechen aus mehreren Gründen mit Vorsicht zu genießen.
    https://youtu.be/JeIjvCSuO0U?t=290

    Offensichtliche nazis unter seinen Angreifern – passt auch in mein Menschenbild von Nazis für die jemand wie er ein tolles Opfer ist: https://youtu.be/JeIjvCSuO0U?t=520

    Ganz schön widerlich das ganze. Ich brauche schnell ein Kontrastbild, dass die Menschheit auch tolle Seiten hat…..*sinnier*……aaah! offener Austausch, gegenseitige Unterstützung, Kunst und Vielfalt auf selbstorganisierten unkommerziellen Großveranstaltungen….. mmmmmh! Schöne Erinnerungen! Diese Kräfte werden sich entfalten wenn es wieder geht! ☺️

    Viele Grüße
    timte

    PS: Alles Gute zum 10 Jährigen LNP!!! ❤️❤️
    LNP ist mit Abstand mein Lieblingspodcasts (insbesondere seit diese Schurken von metrolaut so still sind, aber das sind ja eh beides zwielichtige Typen1! Versteh auch nicht, dass ihr diesen linksradikalen JF Nebel echt mal eingeladen habt… tss.)

    • Das Thema Drachenlord ist einfach viel zu gewaltig, um es einfach nur über das Y-Kollektiv und Sascha Lobos Kommentar greifen zu können. Und das nicht nur weil, insbesondere, Letzterer viele falsche Schlüsse zieht und unpassende Dinge ignoriert.

      Drachenlord ist nicht „rechts“ oder rechtsradikal, weil er im Wesentlichen unpolitisch ist. Das wird ihm aber auch so von den meisten Haidern garnicht unterstellt. Die Holocaust-Aussage ist da der Aufhänger, aber im Game ist es eigentlich jedem klar, dass Winkler nur mal wieder keine Ahnung hatte, worüber er da redet. Was ihm aber durchaus unterstellt wird, ist, dass er, in Teilen, rassistische und misogyne Einstellungen vertritt. Das beginnt dann damit, dass er in seinen Streams oder an seinem Tor, vollkommen unironisch, rassistische Beleidigungen ablässt, und geht dann dazu über, dass er in „Privatgesprächen“ (die am Ende doch im Internet landen, wie sollte es auch anders sein) oder öffentlich auf seinem Discord extrem fragwürdige „Theorien“ aufstellt, und schlichtweg rassistischen Müll erzählt.

      Auch das könnte man ja noch einfach mit „er ist halt ein Dorfdulli“ abstempeln. Was die Leute dann aber eben auf die Palme bringt ist, dass er, sobald er damit konfrontiert wird, behaupten muss, er hätte sich ja sein ganzes Leben lang gegen Rassismus, Antisemitismus und Nationalsozialismus engagiert, was schlichtweg nicht stimmt.
      Da er seine Situation auch gerne mal mit der der Juden im dritten Reich vergleicht, meint er mit seinem Engagement gegen Rassismus nämlich vor Allem sein Engagement für sich selbst. Ganz nebenbei wäre er ganz gerne ein Mensch, der sich engagiert, weil es seinem (psychiatrisch diagnostizierten) Narzismus gefällt, ist es aber leider nicht. In diesem Kontext muss man auch seine Distanzierungen von rassistsichen Inhalten betrachten: Er distanziert sich nicht konkret von den Inhalten, er distanziert sich von der Idee, selbst ein Rassist zu sein, weil gute Menschen keine Rassisten sind, und er ja schließlich ein guter Mensch ist. Sein eigentliches Weltbild ist dabei volkommen egal.

      An dieser Stelle kann man ja immer noch sagen, dass er das ja alles machen kann, ist ja ein freies Land. Winkler stellt sich aber nunmal so im Internet dar, mit Kommentarfunktion und Live-Chat. Und da muss man nunmal damit rechnen, dass andere Menschen ihre Meinung äußern, wie hier eben auch. Nur ist er leider maximal Kritikunfähig, und das nicht erst seit beginn des Drachengames.
      Und so wird (in Rainers Gedankenwelt) direkt jeder, der sich auch nur ansatzweise kritisch äußert, seit jeher gnadenlos als Hater abgestempelt, gebannt, und in die Kategorie „Unmensch“ eingeordnet. Das passiert Leuten, die einfach nur legitime Kritik geäußert haben ebenso wie Leuten, die sogar noch die Absicht hatten Rainer zu unterstützen.

      Es ist wirklich nicht verwunderlich, dass man sich mit diesem Verhalten im Laufe der Jahre eine treue Gefolgschaft an Menschen aufbaut, die nicht unbedingt gut auf einen zu sprechen sind.
      Natürlich legitimiert das nicht die zahllosen asozialen Aktionen an seinem Haus. Aber die Haider sind nunmal auch keine homogene Masse. Es gibt genug Haider, die sich einfach nur gesittet kritisch mit ihm auseinandersetzen, und auch die Aktionen anderer Verurteilen. Und selbst von denen, die zu ihm fahren (was nochmal ein ganz anderes Kapitel ist) verhält sich ein wesentlicher Teil gesittet, macht vielleicht ein Foto, trinkt ein Bier und verschwindet dann wieder. Mit den Jahren ist es halt schlimmer geworden, weil solche Situationen halt auch ein fragwürdiges Klientel anlocken, und Winkler aus finanziellem Interesse auch immer wieder Öl ins Feuer gießt. Merkt er, dass seine Einnahmen zurückgehen, weil er zu lange nichts Kontroverses gemacht hat und seine „regulären“ Youtube-Inhalte viel zu schlecht sind, um in irgendeiner Form Einnahmen zu generieren, triggert er die Leute wieder. Und so dreht sich der Kreis.
      Wäre Winkler ein Mobbingopfer, würde er an dieser Stelle einfach aufhören und sich freuen, dass er nicht mehr gemobbt wird. Tut er aber nicht. Er malt sich lieber wieder ne Zielscheibe auf die Stirn, und am Ende darf es dann der Rest des Dorfes ausbaden und er heult rum, wie unfair das doch alles ist, gibt aber gerne mit dem Geld an, welches er durch solche Aktionen einnimmt.

      Dass ihn dieses Verhalten jetzt einholt ist weder ungerecht, noch Zeichen eines faschistoiden Rechtssystems (wie Lobo es postuliert), sondern einfach die Konsequenz seines Verhaltens. Man muss sich wirklich nicht wundern, dass es kein 3. mal Bewährung gibt, wenn man in der Bewährungszeit straffällig geworden ist, seine Bewährungsauflagen (Internetaktivitäten beenden) nicht eingehalten hat und seine Steuern nicht bezahlt. Und mindestens 2 Sachen davon haben Nichts mit den Haidern zutun.

      Der „offensichtliche Nazi unter seinen Angreifern“ mit dem HKN KRZ-Shirt ist Dorian der Übermensch. Eine „Kunstfigur“ und YouTuber, der sehr zynische Inhalte produziert. So beispielsweise auch das Musikvideo, aus dem der Ausschnitt mit dem Shirt stammt. Dieses war Teil eines Rap-Turnieres, in dem er die Glatze seines Gegners als Anlass nahm, ihn als Nazi zu inszenieren.
      https://youtu.be/V7UOu2rFlQM?t=91
      Das mag man geschmacklos finden, aber ein Anhang zum Nationalsozialismus lässt sich daraus nicht konstruieren, und der Inhalt ist offensichtlich nicht ernst zu nehmen. Umso kritischer muss man es dann sehen, dass ausgerechnet dieser Ausschnitt immer genutzt wird, um einen angeblichen Zusammenhang zwischen Haidern und Nazis zu konstruieren.
      Zweifelsohne finden sich unter den Haidern auch Nazis, aber weder ist das jetzt das „einigende Merkmal“, noch wird das in irgendeiner Weise offen toleriert, oder ist irgendwie populär.

      Gerne, wenn man Zeit hat, mal sowas hier ansehen, da vergeht einem dann auch mal schnell das Mitleid.
      https://www.youtube.com/watch?v=Rm1893tqgzM&t

      Für Rainers Umgang mit Kritik sind hier insbesondere die letzten 20 Sekunden ganz spannend (und weil aktuell)
      https://youtu.be/bAp8AjiwtEc?t=303

  3. Ich habe die Facebook-Präsentation auch nicht verfolgt und kenne daher nicht alle Details von Zuckerbergs Visionen, aber eine virtuelle 3d-Welt wie im Film „Ready Player One“ wäre schon spannend. Vielleicht nicht unbedingt als 24/7-Dauerzustand, den man nicht mehr verlässt, aber wenn dadurch Flugreisen eingespart werden können, ist das vielleicht auch für’s Klima gut. Die Grenzen von MS Teams & Co sind ja durch die Pandemie hinreichend bekannt.

    Dass man die neue Welt dann nicht unbedingt von Facebook/Meta haben möchte, ist klar. Aber ich habe letztens auf Mastodon gelesen, dass die Macher des Matrix Messengers wohl auch an einer offenen 3d-Welt arbeiten… somit können wir dann vielleicht bald wirklich die Matrix betreten (falls wir nicht längst drin sind)?

  4. Zum Thema Impfpass Italia. Ich denke, man kann mit der App VerifaC19 überprüfen, ob der deutsche Impfpass in Italien noch gültig ist.

    Kudus zu Italien, der Herausgeber ist das italienische Gesundheitsministerium, und nicht ein dubioses Startup oder eine medizinische Klinik.

  5. …übrigens, der Mann heißt Bernd Höcke, Linus. „Björn“ geht auf einen Scherz der heute Show zurück, die absichtlich seinen richtigen Namen verwendet haben und so Unsicherheit streuten. Viele machen das bis heute falsch, sogar der Wikipedia Artikel ist falsch herum.

  6. Zuckerberg hat mit seiner philantrokapitalistischen Organisation [1] übrigens 2017 ein Unternehmen namens „Meta“ [2] aufgekauft und nun im Zuge der Umbenennung seines Konzerns dichtgemacht [3]. Seid also gewarnt, dass die Metaebene nicht das gleiche Schicksal ereilt…

    [1] https://en.wikipedia.org/wiki/Chan_Zuckerberg_Initiative
    [2] https://en.wikipedia.org/wiki/Meta_(academic_company)
    [3] https://cziscience.medium.com/meta-transition-5f66b1fae475

    • Och wenn er dafür gut zahlt (100 mio aufwärts oder so), Tim kann ja dann die petaebene aufmachen und mit Linus zusammen das Logpuch Netzpolitik rausgeben…

  7. Drachenlord ist nicht Rechts. Er weiß nicht was der Holocaust ist. Er ist nur übelst dissozial, ihm ist der Rest der Menschheit egal. Das Urteil ist klar falsch, er gehört in eine Therapie. Die Medizinstudenten auch.

  8. Das Zuckerberg Universum macht mich echt fertig! Ihr habt ja bestimmt auch Qualityland 2.0 gelesen. Was der Marc-Uwe da projiziert ist genau das was Amazon und Facebook grade machen wollen :-o.

  9. Hallo,
    vielen Dank für Eure Sendung.
    Zum Thema „Bewertung des BSI zum SSI-Piloten / zur ID-Wallet“:
    Die Bundesregierung hat in meinen Augen prinzipiell die Fachkompetenz, eine korrekte Implementierung von digitalen Identitäten zu konzipieren. Dazu muss man sich ja nur den Personalausweis nehmen und schauen, wie der abgesichert ist. Und siehe da, genau das hier beschriebene Angriffsszenario „irgend jemand tut so als sei er Polizist oder Polizistin, lässt sich meinen Personalausweis geben und liest munter meine Fingerabdrücke/Fotos etc. aus“ ist da einfach durch Nutzung von klassischer PKI-Technologie effektiv ausgeschlossen. Das Lesegerät der Polizei muss sich nämlich gegenüber dem Personalausweis „ausweisen“ bzw. der Chip im Personalausweis fragt quasi das Lesegerät, „beweis Du erstmal, dass Du zugreifen darfst“. Nennt sich EAC (Extended Access Control) und gibt es gefühlt schon ewig in Deutschland:
    https://www.bsi.bund.de/DE/Themen/Unternehmen-und-Organisationen/Standards-und-Zertifizierung/Technische-Richtlinien/TR-nach-Thema-sortiert/tr03110/TR-03110_node.html

    Insofern ist dieses peinliche Verhalten der Bundesregierung echt nur so zu erklären, dass die Blockchain-Sekte rund um Doro Bähr die eigenen Experten (aus dem BSI z.B.) bewusst außen vor lässt, weil die mit ihrer Fachexpertise immer die Hipster-Ideen aus dem Kanzleramt kaputtargumentieren.

  10. Hi LNP, erstmal Glückwunsch zum Jubiläum Zum Thema Impfpass möchte ich kurz meine persönlichen Erfahrungen schildern.

    Ich bin grade dabei von Deutschland ins europäische Ausland umzuziehen, weshalb ich in den letzten Monaten öfter in ein Flugzeug steigen musste als mir eigentlich aufgrund von Umweltschutz-Gründen und der Pandemie lieb ist. Sowohl für die Einreise in meine neue Wahlheimat, als auch für die Rückkehr nach Deutschland benötigt man per Gesetz vollständigen Impfschutz, Genesung oder einen aktuellen negativen Test.
    Bei all meinen Reisen wurde mein Impfzertifikat kein einziges mal überprüft, weder in Deutschland, noch im Ausland. Ich rede nicht davon, dass das Zertifikat mit CoV-Check validiert wird, oder dass jemand versucht auf meinem Telefon zu scrollen um zu prüfen ob der QR Code tatsächlich in der Corona-Warn App steckt… Nein, nein! Es gab auf den Flughäfen schlicht niemanden den ich mein Zertifikat hätte vor die Nase halten können. Die Einhaltung der Reisebestimmungen wird einfach gar nicht erst geprüft.

    Nach anderthalb Jahren diszipliniertem social distancing, als die Inzidenz in Deutschland noch im Sommerloch steckte, gab ich meinem inneren Druck nach und besuchte eine Tanzveranstaltung. Ich arbeite von zu Hause und die Familie war schon im Ausland, ich konnte mich nach dem Feiern also anderthalb Wochen hart zu Hause quarantänieren. Der Besuch der Veranstaltung war also tatsächlich, mehr oder weniger auf eigenes Risiko. Natürlich hatte ich zwar das Impfzertifikat dabei, aber meinen Ausweis vergessen. Der Bouncer am Club wollte beides sehen. Nach gescheiterem Versuchen meine Identität mithilfe von Bankkarten oder Social Media Accounts nachzuweisen, gab sich der Türsteher einen Ruck… Nach zahlen des doppelten Eintrittgeldes war er überzeugt davon, dass ich der war, der ich vorgab zu sein, und dass das Zertifikat meins war.

    Beide Anekdoten, auf ersten Blick natürlich vorteilhaft für mich, hinterließen nach etwas reflexion einen sehr schlechten Beigeschmack. Lieber würde ich mich am Flughafen in eine Schlange stellen, etwas warten oder vom Türsteher am Club nach Hause geschickt werden, um dann zumindest mit hoher Wahrscheinlichkeit zu wissen, dass die Menschen um mich herum derzeit nicht ansteckend sind.

  11. Zum Thema Impfzertifikatvalidierung mit der falschen Anwendung hatte ich einen Vorschlag gemacht der aber abgelehnt wurde mit Verweis auf genau das was Linus jetzt gemacht hat, um ein Zertifikat von einem auf das andere Gerät zu bringen.

    https://github.com/corona-warn-app/cwa-wishlist/issues/601

    Das Schließen des Issue mit einem meiner Meinung nach falschen Argument hat mich enttäuscht, dass Linus es genauso sieht hat mich geehrt.

  12. Die ständige Wiedervorlage von neuen Gesetzen zur Vorratsdatenspeicherung ist doch genau der perfekte Workaround gegen die Urteile der Verfassungsgerichte. Bis das neue Gesetz dann wieder kassiert wird gilt es eben und wird so umgesetzt. Weswegen diese Praxis erlaubt ist ist mir allerdings total unerklärlich.

    • Andererseits ist das formal vielleicht geltende Gesetz durch die Urteile des EuGH ausgesetzt. Was nichts daran ändert, dass genau die Daten, die bisher verdachtsunabhängig auf Vorrat mindestens für höchstens (was war da noch gleich die Frist?) gespeichert werden sollen, diese Daten speichern die Provider und geben sie auf Nachfrage auch raus. Was ein Gesetz da bringen sollte, leuchtet mir nicht ein. Und die lächerliche IP-Port-Datenspeicherung ist sinnlos, weil auf Serverseite die verwendeten Ports nicht gespeichert werden dürften, die Daten also wieder völlig sinnlos sind. Ergo: Ich sehe nicht, was so ein Gesetz ändern würde.

  13. Zum Pimmelgate: Besonders brisant ist, dass der „Täter“ bereits geständig war.
    Ich zitiere: „Nun hätte die Sache schon längst geklärt sein können, denn der Beleidigende wurde unlängst von der Polizei vorgeladen. Er bestätigte dort, dass es sein Account sei, von dem die Beleidigung abgesetzt wurde.“
    Quelle: https://netzpolitik.org/2021/andy-grote-was-fuer-eine-pimmelei/
    Für mich Machtmissbrauch zur Einschüchterung, Rücktritt unvermeidbar.

  14. Die Drachengames hören sich für mich ein bisschen wie Stierkampf an. Ein Opfer, dass dem nichts entgegen zu setzen hat und sich leicht aus der Ruhe bringen lässt, wird zur Belustigung einer Internet-Horde vorgeführt, gequält, gemobbt und provoziert, zu Handlungen getrieben die er eigentlich nicht will, mit dem Endergebnis, dass der Stier natürlich immer verliert und sich der Torrero als „ach so mutig“ feiern lassen kann.

    Und als Ergänzung zum Pimmelgate, sollte man noch wissen, dass der Andy im Lockdown eine verbotene Corona-Party geschmissen hat. Sich dann auf Twitter über Jugendliche, die sich (jedoch draußen mit weit weniger Risiko) auf dem Jungfernstieg treffen, beschwert hat. Und unter eben diesem Tweet für seine Doppelmoral als „1 Pimmel“ bezeichnet wurde.

  15. Eigentlich gibt es ja ein funktionierendes System zur Übertragung von Ausweisdaten an Unternehmen und Verwaltung, und das heißt eID. Das arbeitet zwar ohne Blockchains, aber mit ganz viel PKI. eID verwendet tatsächlich auch Berechtigungszertifikate, die nicht nur das Unternehmen ausweisen, sondern z.B. auch enthalten, welche Attribute des Ausweises abgefragt werden dürfen. Man hätte einfach auf dieses System aufbauen können, aber das hätte vermutlich wer machen müssen, der*die weiß, was er*sie tut.

    Wobei es allerdings ein etwas bürokratischer Prozess zu sein scheint dieses Zertifikat zu erlangen (okay, man muss ein Formular ausfüllen und vermutlich der Bundesdruckerei einen großzügigen Betrag überweisen), vielleicht war die Idee die Schwelle für Unternehmen gering zu halten bzw. einfach ganz wegzulassen. Trotzdem keine gute Idee.

    https://www.personalausweisportal.de/Webs/PA/DE/wirtschaft/diensteanbieter-werden/diensteanbieter-werden-node.html

    Rückblickend erscheint der ePerso nicht als die schlechteste Idee, zumindest was den „Bürgerdienste“-Teil angeht. Problematisch sind natürlich nach wie vor biometrisches Foto und Fingerabdrücke auf dem Chip, aber der kryptografische Teil erscheint mir doch recht solide, zumindest sind mir in der Hinsicht keine öffentlich gewordenen Schwachstellen bekannt. (Damit war vielleicht nicht zu rechnen, angesichts der offensichtlichen Inkompetenz der beteiligten Politiker*innen.) Vom Griff ins Klo „AusweisApp 1“ mal abgesehen.

    Die Idee, die Bürger*innen mit Smartcards auszustatten, die Prozesse wie Identifizierung und Signatur über das Internet abwickeln können, ist eigentlich gut, vor allem im Vergleich mit allen Konzepten und Ideen, die danach kamen. Auf eine NFC-Schnittstelle zu setzen war versehentlich visionär, schließlich kann so inzwischen jedes moderne Smartphone als Leser eingesetzt werden.

    Wir könnten deutlich weiter sein, wenn auf diese bestehende Infrastruktur aufgebaut worden wäre, statt alle paar Jahre ein neues totgeborenes Pferd zu satteln. Stattdessen: DE-Mail, ID Wallet, 5 Blockchains. Und in der Wirtschaft nervige Video-Ident-Verfahren oder durch die Gegend schicken von Ausweis-Fotos.

    Bei eID habe ich das Gefühl, dass sich in den letzten Jahren ein bisschen was getan hat, vermutlich vor allem, weil Android und iPhone-Geräte inzwischen als Leser verwendet werden können.

    Die QES-Signaturfunktion (QES: Qualifizierte Elektronische Signatur, juristisch gleichwertig zur handschriftlichen Unterschrift) liegt hingegen einfach brach, weil niemand dafür Zertifikate ausstellt. (Man bekam eine Zeit lang für 10 € (!) ein QES-Zertifikat bei der Bundesdruckerei. Das kostet normalerweise eher so 50 € pro Jahr. Man könnte ja auch einfach jeden Perso auf Wunsch mit Zertifikat ausliefern…)

    Die fehlende QES-Verfügbarkeit hat übrigens auch lustige Effekte, einem Menschen bei Gorillas kann deswegen jetzt zu einem unbefristeten Arbeitsvertrag gratulieren: https://www.juris.de/jportal/portal/page/homerl.psml?nid=jnachr-JUNA211003688&cmsuri=%2Fjuris%2Fde%2Fnachrichten%2Fzeigenachricht.jsp

  16. Zum Thema Justizskandal Drachenlord

    Die Hater und ihr Verhalten möchte ich mal soweit es geht beiseite stellen, da ich hier weitestgehend Linus‘ Bewertung teile. Aber Linus hat das Urteil gegen den Drachenlord als Justizskandal dargestellt, und das kann ich nicht nachvollziehen. Vorab: wenn Hater Straftaten begehen, dann werden und wurden diese in anderen Strafverfahren bereits behandelt. Ein Swatter hat im Zusammenhang mit dem Drachenlord bereits eine 3,5 jährige Gefängnisstrafe bekommen, die Medizinstudenten wurden zu Geldstrafen verurteilt.

    Der Drachenlord hat 2 Jahre Gefängnis bekommen, die nicht zur Bewährung ausgesetzt wurden. Das ist nachvollziehbar, wenn man sich die Vorstrafen des Drachlords so wie seine schlechte Sozialprognose ansieht. Drachenlord wurde bereits einschlägig auf Bewährung verurteilt und ist in diesem Zeitraum einerseits wieder straffällig geworden und hat anderseits Bewährungsauflagen (Ableisten von Sozialstunden und Teilnahme an einem Anti-Aggressionstraining) nicht erfüllt. Von YouTube war seinerzeit gar keine Rede. Sein Anwalt hat im aktuellen Verfahren keinen Freispruch gefordert sondern ebenfalls eine Haftstrafe von 2 Jahren, die aber zur Bewährung ausgesetzt werden solle. Die Argumentation der Verteidigung war, dass er ein gute Sozialprognose habe, sich bessern wolle (was Straftaten angehe) und auch den Hatern keine Angriffsfläche mehr biete, da er sein Haus „schweren Herzens“ verkauft habe. Vor Gericht zeigte Drachenlord Reue und entschuldigte sich bei seinen Opfern. Staatsanwaltschaft und Gericht würdigten jeweils die Umstände und empfanden das Verhalten der Hater als empörend und erkannten auch, dass Drachenlord nicht nur Täter sondern auch Opfer sei. Dennoch stehen die Vorwürfe für sich (Körperverletzung, Beleidigung, Beleidigung gegen die Polizei) und diese wurden allesamt von Drachenlord auch eingestanden. Es ist also am Ende allen Prozessbeteiligten klar, dass Straftaten von Drachenlord begangen wurden und diese auch nicht zu legitimieren (Argument der Notwehr wurde von der Verteidigung nicht gespielt und hätte auch wenig Chancen gehabt). Einen Freispruch hätte der Drachenlord also nicht erwarten können, es ging lediglich um die Aussetzung der Strafe zur Bewährung. Dass diese mit Blick auf die vorangegangenen Urteile und das Verhalten des Drachenlords nicht gewährt wurde ist alles andere als ein Justizskandal.

    Auf einem anderen Blatt steht natürlich, warum es überhaupt so weit hat kommen können. Da muss man sich aber tatsächlich mit den inzwischen zehn Jahren Drachenlord tiefer beschäftigen, um das noch nachvollziehen zu können. Dann fällt auf, das Drachenlord mehr von seinem Hate als von Fans lebt, dass Drachenlord schon immer Hilfe abgelehnt hat und er scheinbar von jedem Menschen auf der Welt inkl. Polizei, Justiz, Gemeinde, Lehrern, Familie, Nachbarn und Idioten die vor seinem Tor stehen gemobbt wird. Das erinnert dann aber fatal an den Witz mit dem Geisterfahrer, dem hunderte Geisterfahrer entgegen kommen.

    • Wenn ihn für gemeinnützige Arbeit keiner einstellt, ist es kein Wunder, daß er die nicht geleistet hat. Außerdem ist „Beleidigung gegen die Polizei“ eine reine Erfindung.

      Reicht es denn noch nicht, daß der Mann in der Falle sitzt und keinen Weg mehr da heraus hat? Er kann ziehen, wohin er will, es wird ihm nichts nützen. Wo ist denn mal der Punkt erreicht, an dem solche Irrlichter wie diese Staatsanwälte erkennen: Er hat seinen möglichen Beitrag geleistet, jetzt ziehen wir die Massen zur Rechenschaft, die ihn aus purer Lust immer weiter treiben.

      Sag doch einfach darauf was. Wenn Rainer Winkler in die Fänge des „Sozialstaats“ gedrängt wird und einfach nur noch die Schnauze hält- wird ihm wenigstens dann endlich mal geholfen? Werden dann endlich die Mobber bestraft? Oder muß er das dann aushalten bzw. beweist er durch sein Schweigen und Erdulden dann nicht schon wieder, daß es ja so schlimm nicht sein kann?

      • Was ist denn jetzt dein Vorschlag? Ich habe lediglich dargelegt, dass ich keine Justizskandal erkennen kann. Gegen die Hater wird ebenfalls strafrechtlich ermittelt und auch gegen sie werden Urteile verhängt.

        Wenn ich mir die Kommentare von Lobo, Linus Neumann und dir angucke, dann scheint ihr wohl die Einstellung des Verfahrens zu fordern (Freispruch wäre ziemlich schwer und war nichtmal von der Verteidigung gefordert worden). Gleichzeitig sollte ein Großaufgebot an Polizei den Wohnort vom Drachenlord dauerhaft abriegeln und selbst harmlose Wanderer am Durchgang hindern? Präventiv gegen die Hater vorgehen, die ernsthaft Scheiße bauen (Belästigungen, Sachbeschädigungen, Körperverletzung, Mobbing vor Ort) ist sehr schwer, wenn man nicht in Kauf nehmen möchte auch harmlosen Besuchern oder Ahnungslosen Passanten zu behindern.

        Und das dann dafür, dass jemand seine frei Entfaltung inhaltlich und technisch schlecht gemachte Videos in die Welt zu blasen, die man nun wirklich nicht als Kunst oder Kulturgut für schützenswert einstufen kann.

        Drachnlord wurde vor Gericht von Richterin und Staatsanwältin als Bewährungsversager bezeichnet. Ob das aufgrund der nicht abgeleistet Sozialstunden geschah oder ihm zu Gute gehalten wurde, dass er diese nicht ableisten konnte, weiß ich nicht.

        „Außerdem ist „Beleidigung gegen die Polizei“ eine reine Erfindung.“ Wie meinst du das? Dass es diese nicht gegeben habe?

        Dass Drachenlord ein sehr eingeschränktes Leben führen muss kommt einerseits tatsächlich durch die Hater zustande, hängt aber auch mit seiner eigenen Persönlichkeit zusammen, die jede Hilfe konsequent ablehnt und von seiner unglaublichen Selbstüberschätzung. Mittlerweile scheint er sehr vereinsamt zu sein und seine einzigen Interaktionen nur noch in seinem Streams mit Fans und Hatern oder vor der Tür mit Hatern zu haben. Ihn hier von jeglicher Mitschuld freizusprechen halte ich für falsch. Dass er derjenige ist, der die meisten Konsequenzen daraus trägt ist tragisch.

        • Es gibt einen Podcast mit RA Achim Doerfer, in dem dieser darlegt, dass er einen Freispruch für den Drachenlord (in der Berufungsverhandlung) für sehr wahrscheinlich hält. Die Argumentation ist nachvollziehbar, allerdings hat er sich – aus meiner Sicht – nicht ausreichend tief mit der Materie befasst. Bezüglich der Beleidigungen halte ich einen Freispruch bspw. nicht für wahrscheinlich; evtl. eher, dass diese Vorwürfe fallen gelassen werden. Aber durch die Bewertung von Doerfer kommt nochmal Fahrt in die Sache und die Verteidigung von Drachenlord sollte sich neu aufstellen für die Berufung.

          https://detektor.fm/gesellschaft/ist-das-gerecht-drachenlord-urteil

        • Mein Vorschlag ist, einem Gemobbten und Getriebenen zu erlauben, sich zu wehren. Ich finde es jedenfalls total widerlich, auf die Themen Nowehr/Selbstjustiz/Gewaltmonopol abzustellen und dann gleich nachzuschieben, es sei aber sehr schwer für das Gewaltmonopol (Polizei), die Grundrechte einer bestimmten Einzelperson zu schützen. Das mag sein, ändert aber nichts an der Pflicht dazu, und wenn die Polizei dabei offensichtlich versagt, habe ich jedes Verständnis dafür, sich nicht immer weiter kaputtmachen zu lassen.

          Ja, und das alles nur, damit der Typ inhaltlich und technisch schlecht gemachte Videos verbreiten darf. Damit du inhaltlich und argumentativ ungenügende Kommentare schreiben darfst. Et cetera.

          Das Signal an die Mobbermasse ist klar: Ihr dürft jemanden kaputtmachen, die Strafverfolger verstehen euch. Euer Opfer ist selbst schuld.

          • „Das Signal an die Mobbermasse ist klar: Ihr dürft jemanden kaputtmachen, die Strafverfolger verstehen euch. Euer Opfer ist selbst schuld.“
            Ich verbitte mir mich mit irgendwelchen Mobbern in einen Topf zu werfen. Drachenlord ist nicht „mein Opfer“, ich habe mit ihm in keinster Weise zu tun.

  17. Instagram hat doch schon vor Ewigkeiten die Anzeige der Likes (heißt das da so?) unter den Bildern entfernt, um dem Druck zwischen den jungen Mädchen entgegen zu wirken. Die Erkenntnis war also schon länger auch „institutionalisiert“ in das Interface reingestaltet.

  18. So sehr mich diese Blockchain-Sekte aufregt gibt es genau einen Usecase, der auch bereits real funktioniert und das ist Bitcoin.

    Find es schon bisschen billig, wenn Linus jetzt den Mythos vom Bitcoin, der nur von Kriminellen eingesetzt wird verbreitet, wenn illegale Transaktionen in der Realität gerade mal einen Anteil von ca. 0,3-2% aller Transaktionen haben (https://blog.chainalysis.com/reports/2021-crypto-crime-report-intro-ransomware-scams-darknet-markets).

    Schon mal an Länder gedacht, in denen der überwiegende Teil der Bevölkerung keinen Zugang zu einem Bankkonto oder Kreditkarten hat? Oder autoritäre Staaten, in denen Teile der Bevölkerung (Journalisten, Oppositionelle, Aktivisten) ein unzensierbares Zahlungssystem brauchen?

    Um aus der Hackerethik zu zitieren: „Misstraue Autoritäten – fördere Dezentralisierung.“

    • sci hub ist so ein Beispiel, da kann man meines Wissens nach nur per Crypto-Coins spenden. Das ist zwar auch illegal, aber ich würde es nicht in einen Topf mit ransomware-Erpressern werfen. Gut, dass es sci-hub gibt.

  19. Betreffend Covidcheck.
    Bei uns in der Region wird eigentlich immer sehr konsequenz geprüft. mimeist mit covidcheck app gelegentlich haben sie zwar keine app wollen dann auf dem handy aber den aktualisierungsknopf selber betätigen. Mittlwäerweile muss ich auch immer meie ID zeigen.(wird seit zwei monaten tatsächlich konsequent gemacht)
    Ich habe kein problem damit, das ich beliebige zertifikate anderer speichern kann. Tatsächlich habe ich das zertifikat meiner freundin und sie mein zertifikat auf dem mobiltelefon. So sind wir auch gegen akku probleme gewapnet.

    Die inkonsequentesten Chovid zertifikat prüfer in letzter Zeit ist tatsächlich unser Verein desen Präsident ich auch bin. Wenn du aber von 70% der Anwesenden den Zertifikatsstand auswendig kennst bist du einfach nicht motiviert von den restlichen 30% der Gäste das Zertifikat zu verlangen. Das ist einfacher wenn der Event grösser und die Anwesenden diverser werden.

  20. Ich glaube, ihr tut dem abgesetzten Zwitscherkönig Unrecht. Der kennt sich in der Welt aus: https://www.trumpgolf.com/Our-Courses

    Blockchain: Eine Technik, deren Funktionsweise man fünf Minuten nachdem man dachte, sie endlich verstanden zu haben, schon wieder vergessen hat, ist perfekt für den Spekulationsmarkt. Hype wird durch wachsende Kenntnis des Gegenstands abgebaut, wenn aber die Kenntnis gegen Null geht …

    Impfzertifikat: Die Impfzertifikate waren nur als Brücke gedacht bis man eine ausreichende Impfquote hat. Und an dem Punkt sind wir jetzt. Leider war bei einer noch dürftigen Impfquote statt einer ausreichenden bereits Schluss. Dass mittlerweile genug Zeit vergangen ist, um alle möglichen Umgehenswege zu entwickeln, wundert mich also nicht. Scheint mir aber nicht sinnvoll zu sein da nachzuschärfen. Ich gehe davon aus, dass man die Impfquote nur mit hohem zusätzlichem Aufwand seitens der Gesellschaft bzw. hohen individuellen Kosten durch einen gesetzlichen oder sozialen Impfzwang steigern kann. Beides machen wir nicht ausreichend. Insofern außer auf die Impfung der Kinder zu warten, gibt es jetzt keinen Grund mehr die Ungeimpften vor einer Durchseuchung zu schützen. Im Gegenteil, um den Übergang zur Endemie abzuschließen, ist sie notwendig. Einzig die Geschwindigkeit dieser Durchseuchung ist die verbliebene Sorge.

  21. „Drachenlord“: Der Fall scheint eine sehr spezielle Konstellation zu sein. Soweit ich weiß, hat zumindestens deren Entstehen mit Winklers Persönlichkeit zu tun. Ich würde also nicht zustimmen, dass er zwingend seinen Youtube-Kanal betreiben kann. Grundsätzlich steht bei einem Erwachsenen dieser Freiheit natürlich nichts entgegen, aber wenn der Betrieb eine Beeinträchtung von anderen oder sonst eine Gefahrenquelle darstellt, möglicherweise doch.

    Ein Beispiel zur Erläuterung: Wenn man einen Youtube-Kanal hat, hat man die Freiheit in einem Video beiläufig sagen, dass man morgen zu einer bestimmten Uhrzeit in einem Geschäft in der Innenstadt ist. Wenn das eine Person sagt, die berühmt ist und sich dann am nächsten Tag 500 heranwachsende Fans in der Straße vor diesem Geschäft drängen, dann muss man die Freiheit einer solchen Äußerung in Frage stellen. Was dann passiert, ist meist Einsicht bei der Person. Sie versteht, dass die eigene Berühmheit etwas ansonsten normales, wie zu erzählen, wo man sich aufhalten wird, nicht mehr möglich macht. Oder – solche Fälle gab es ja schon – es kommt zur Sanktionierung durch straf- oder zivilrechtliche Verfolgung.

    Die Auswirkungen des Betriebs sind allerdings nicht allein ausschlaggebend. Sagen wir, es geht um einen Youtube-Kanal von einem Flüchtlingsheim, wo die Bewohner Videos über ihr Leben machen und dieser Kanal bekommt viel Zuspruch. Daraufhin reisen Rechte überall aus der Bundesrepublik an, um die Einwohner anzugreifen und das wirkt sich auch auf die Umgebung des Flüchtlinsheims aus. Die „Provokation“ besteht in diesem Fall einzig darin, dass die Menschen existieren und davon berichten. Hier wirft man neben der Frage der Auswirkung auf das Umfeld, fundamentale Prinzipien in die andere Wagschale. Deswegen stehen in Deutschland Polizeistreifen vor Synagogen, anstatt dass man die Gemeinden bittet sich in weniger auffällige angemietete Räume zurückzuziehen.

    Fragt sich zu welchem dieser beiden Szenarios der Fall eher passt. Wie gesagt mein Stand ist, dass Winkler früher zur Eskalation beigetragen hat. Ich weiß nicht, inwiefern das noch der Fall ist. Wenn er auf seinem Youtube-Kanal noch immer auf die Menschen, die sich diesem Hasskult gegen ihn angeschlossen haben, eingeht, dann kann man durchaus eine Linie zu der Situation, in der es zur Körperverletzung kam, ziehen und dann ist der Betrieb seines Youtube-Kanals in so einem Verfahren unter anderem mit Blick auf eine Wiederholung durchaus relevant.

    • Es gibt noch 2 Beispiele, die man in dem Zusammenhang anbringen kann. Ob die so gut tragen weiß ich nicht.

      Es wurde in der Vergangenheit versucht Profifußballvereinen die Kosten für die regelmäßigen Polizeieinsätze in Rechnung zu stellen. Die Vereine veranstaltet zwar nur ein Fußballspiel, aber das zu diesen auch Asoziale kommen, die Krawall machen, wird auch den Vereinen angelastet.

      Eine Diskothek hat einen eigenen Sicherheitsdienst, der für (prophylaktische) Sicherheit vor Ort sorgt. Das macht nicht die Polizei. Die kommt dann dazu, wenn die Lage eskaliert. Auch bei Fußballspielen gibt es private Sicherheitsdienste.

      Drachenlord macht seine Aktivitäten nicht nur privat sondern sie sind seine Haupteinnahmequelle. Es handelt sich also um selbstständige Arbeit mit kommerziellen Interesse.

  22. Ich muss sagen, ich habe Zweifel an Eurer Aussage, dass Signaturschlüssel für die digitalen Impfpässe abhanden gekommen sind (in Italien, Nord Mazedonien oder wo auch immer). Ich hatte die entsprechende Diskussion auf Github (zugegebenermaßen nur sehr schnell gelesen) so verstanden, dass man am Ende doch zu dem Schluss kam, dass es doch keine Hinweise gibt, dass Schlüssel abhanden gekommen waren, sondern doch wohl eher eine QR-Code-Ausgabestelle (wie die Apotheke hier in Schwabing, die überregionale Schlagzeilen gemacht hat) einfach so Codes ausgestellt hat ohne Person/gelben Impfpass zu prüfen. Besser nochmal nachlesen:
    https://github.com/ehn-dcc-development/hcert-spec/discussions/105

  23. Zum Thema Impfausweis „Kontrolle“:

    Bin nebenbei Türsteher einer Kneipe in Bayern mit 3G+ (Geimpft, genesen, PCR-Test, oder Schülerausweis), dafür dann ohne Maske und Abstand.

    Erstmal zur CovPass App: Super nervig, weil die jede Woche neue Funktionen bekommt und dann die Gäste erstmal 3 Stunden lang irgendwelche „Release Notes wegklicken müssen“.

    So aber jetzt zu meinem eigentlichen Punkt:

    Wir verlangen zu 80% ein Ausweisdokument zum Impfnachweis (ob digital oder analog). Jüngere Menschen haben damit tatsächlich weniger ein Problem. Das ältere Semester muss man dann doch immer noch mal auf die Wichtigkeit hinweisen. Zu später Stunde und steigendem Alkoholpegel (der Gäste ;)) wird das allerdings immer schwieriger. Ich hatte jetzt ca. 6 – 8 Gruppen (innerhalb der letzten 6 Wochen) die es versucht haben mit folgenden Tricks:

    – QR Code eines anderen eingescannt
    – gelber Impfpass mit Aufkleber für die Adresse. Unter dem Aufkleber war der Name der Mutter
    – gefälschte PCR-Testergebnisse
    – E-Mails von (sinngemäß) „bladerunner69@gmail.com“ der ein Quarantänebescheid angehängt ist.

    Alles sehr traurig

  24. Moin Linus, moin Tim,
    vielen Dank wieder einmal für eine tolle Sendung! Macht weiter so!

    Ich wollte hier nur ein Gedankenanstoß da lassen. Es geht um das Thema Drachenlord und Mobbing.
    Ich bin normalerweise absolut dacor mit euren Meinungen und Sichtweisen, nur beim Thema Mobbing finde ich es nicht ganz so einfach, wie ich das in dieser Sendung wahrgenommen habe.

    Ich bin Erzieher seit 2014 im Jugendbereich. Ich erlebe tagtäglich wie Jugendliche „Mobbingopfer“ groß nach Mobbing schreien, ohne sich bewusst zu sein, dass sie in ihrem „Vorfall“ beobachtet und gesehen wurden, wie sie vorher aus sehr banalen Gründen Mitschüler oder Mitbewohner bis aufs Blut mit echt harten Sachen provoziert haben.

    Habe in meiner Jugendwohngruppe einen Jungen, der sehr große Empathie besitzt und aus guten Gründen sehr aufmerksamkeitsbedürftig ist. Beides kommt fast täglich zu „Mobbing“, dass es jedes Mal unklar ist wer Opfer und wer Täter ist.
    Ich gebe dir absolut Recht, dass ein Menschen so zu zerstören, wie beim Drachenlord, mit Nichts gerechtfertigt werden kann.
    Das Thema wird nie klar sein und man kann nie davon ausgehen: „Wenn ich diese Meinung habe, dann kann ich mich auf einem moralischen hohen Ross fühlen oder andere davon runterstoßen“.

    Diese Worte sind evtl. für dich Linus als Psychologe kalter Kaffee, aber die Grenze zwischen Opfer und Täter ist sehr oft verdammt unklar. Bei wem ist Mobbing „gut“ (Andy) oder beim wem „schlecht“ (Drachenlord)?

    Wie gesagt, nur ein Gedankenanstoß. Ihr macht ein tollen Job!
    Liebe Grüße
    H.L.

  25. Wieder mal ein Genuss! Danke für Eure Perspektive auf den Stand der Dinge.

    Wann ist denn meine „411 – Length required“? – gibt’s schon Neuigkeiten zur T-Shirt Bestellung?

  26. Zum Thema Drachenlord: Ich Teile euro Meinung zu den Haidern(so nennt der Lord diese „Trolle“), zumindest die, die das Dorf belästigen. Das sind ziemlich arme Würstchen und gehören oft auch verknackt, aber ich bin kein Richter.

    Ich teile nicht die Sicht, dass der Drachenlord ein Mobbing-Opfer ist. Das Drachengame hat einige Facetten, die einem Außenstehende als Mobbing erscheinen mögen. Hier ist aber zu beachten, dass Herr Winkler selbst immer wieder einzelne Personen oder ganze Personengruppen beleidigt. Dazu gehört übrigens auch die Polizei. Die hat natürlich keine Lust, die persönliche Wehrmacht von Herrn Winkler zu sein, wenn er sie als Hurensöhne und Arschlöcher bezeichnet (alles in den Streams zu sehen, bzw. zu hören).
    Er ist eben nicht der Dicke in der Klasse, der die ganze Zeit gehänselt wird. Er brüllt seine Mitschüler an und beleidigt die Lehrer. Rainer ist kein Mobbingopfer.

    Wenn ich mich am Kotti den ganzen Tag hinstelle und schreie, dass ich ficken will, muss ich damit rechnen, dass da welche kommen, die ficken wollen. Natürlich darf er YT-Videos machen und davon leben. Aber sowas macht man ja nicht in den leeren Raum hinein. Er ist ja nicht der erste, der die Konzikwensen, für sein öffentliches Handeln trägt. Wenn ich selber nur Hass ins Netz schreie, kommt vermutlich wenig Liebe zurück.

    Ich denke auch eher, dass dieser Mensch einen gesetzlichen Vormund, als eine Haftstrafe benötigt. Denn dass sein Handeln ihm nur schadet, merkt er selber halt gar nicht. Er hatte ja auch diverse recht erniedrigende Videos auf Pornhub hochgeladen, wo jeder, den Drachenlord kennt, ihn als diesen identifizieren konnte. Ich kann mir auch sehr gut vorstellen, dass sein Anwalt an ihm verzweifelt ist.

    Ich denke, dass ihr in diesem Fall mit eurer Einschätzung weit daneben gelegen habt. Bis auf die Tatsache, dass die Halbstarken vor Ort extreme Arschlöcher sind. Das Drachengabe ist aber auch extrem komplex. Ich betrchte es seit Jahren von außen teils extrem verwundert.
    Was mich wirklich sehr stört ist eure Äußerung zu dem Urteil eines deutschen Gerichtes zu einem Fall, den ihr ja überhaupt nicht verfolgt habt. Natürlich sind unsere Gerichte nicht unfehlbar, aber sie handeln auch souverän und sollten grundsätzlich respektiert werden.

  27. „LNP vor zehn Jahren“

    Da ich sehr spät in LNP eingestiegen bin höre ich parallel zur aktuellen Folge die zugehörige Folge von vor zehn Jahren. Hier drei zehn Jahre alte Infos:

    1. Tim hat angekündigt dass vielleicht Redebeiträge von Zuhörern eingesendet werden. Gab es das schon mal in der Geschichte des LNP?

    2. Die Piratenpartei wird hier öfters Thema sein. In den aktuellen Folgen leider nicht mehr :(

    3. Grundversorgung mit Breitband 6 MBit muss in jedem Haushalt verfügbar sein (Grüne).

    Fun-Fact: Linus hat sich nur einmal verhaspelt und Tim hat ihm schön wieder auf die Spur geholfen :)

  28. Glückwunsch zu zehn Jahre LNP! Ihr habt tolle Arbeit gemacht. Nicht nur mit der Sendung, sondern auch mit der Community, die Ihr geschaffen habt, und die sich hier – wie ich gerade wieder mal feststelle – mit Sachkenntnis, Detailtiefe, Empathie und einfach erfrischender Freundlichkeit einlässt.

  29. Moin, ich bin bei der ID- Wallet Geschichte gedanklich abgeschweift und musste an meinen Tan receiver auf dem Handy denken. Da ich grade am Reisen bin musste ich mein Online-Banking jetzt aufs Handy verlagern. Dabei hat die Banking App den Fingerabdruck warscheinlich aus dem Tan generator, den ich schon länger verwende übernommen. Nun muss ich folglich nicht mal mehr mein Passwort wissen. Kann, wenn beide Apps auf dem selben Gerät liegen und nurnoch der Fingerabdruck gebraucht wird, überhaupt noch von einer 2 Facktor Authentifikation geredet werden? Klar geht das nur mit diesem Gerät (oder vllt. auch mit einem anderen auf das mein aktuelle handy gespiegelt wird?) aber der Tan war ja eigendlich die Idee ein zweites Gerät zu verwenden, oder täusche ich mich da? Welchen Nutzen hat dieser dann noch? Wenn das Gerät zu haben ausreichend ist kann die app das ja auch gleich ohne Tan machen.
    Sehe nur ich das fraglich oder gibt es da außer Komfort noch einen sinnfollen Grund ?

    Vielen Dank für die schöne Zeit und den Haufen an Infos,
    Felix

    P.S. (^^) Ihr habt mir schon häufiger gute Themen für das Studium im Bereich Sicherheitsmangement geliefert.

    • Aus meiner Sicht – so wie ich es gelernt habe – wäre das immer noch eine Zwei-Faktor-Authentifizierung, da du einerseits den Faktor Biometrie (Fingerabdruck), anderseits aber auch den Faktor Besitz (also den physischen Besitz des eindeutigen Gerätes mit der eingerichteten App) haben musst. Übrigens – das aber nur ein Funfact – würde man bei zwei Faktoren der selben Klasse (also zum Beispiel zwei verschiedene Passwörter oder der Zugriff auf zwei verschiedene Geräte ohne weitere Sicherheitseinrichtungen) nicht von Zwei-Faktor-Authentifizierung sprechen.

      Zu dem nächsten Punkt eine Einschätzung – ich weiß es aber nicht: Womöglich gibt es verschiedene Apps für das TAN-Verfahren, um dir zumindest die Möglichkeit zu bieten, die beiden Apps auf verschiedenen Geräten zu installieren. Zumindest hat das keinen Einfluss auf ein Dasein einer Zwei-Faktor-Authentifizierung. Weshalb du beide Apps auf einem Gerät nutzen kannst, würde ich mit der Usability erklären. Man erinnere sich an die Kritiker der Corona-Warn-App, die (nicht zu unrecht) den Einwand brachten, es hätte nicht jeder ein aktuelles Smartphone. Falls man zwei verschiedene Geräte bräuchte, kann man sich ausmalen, wie der Verbraucher das aufnehmen würde. Deine Einschätzung (Komfort) teile ich da also.

      Falls du aber beispielsweise ein großes Unternehmen bist, könnte man durch die gegebene Infrastruktur z.B. komfortabel einen Vier-Augen-Prozess implementieren, wenn der TAN-Empfänger einer Überweisung nicht auch der
      Buchende sein soll.

      PS: Dass du dein Passwort nicht mehr wissen musst, kann durchaus vorteilhaft sein. Wenn dir jemand beim Eingeben über die Schulter schaut und du möglicherweise noch das gleiche Passwort wie zum Entsperren des Gerätes verwendet hättest, wäre das durchaus ein höheres Risiko als die Verwendung des Fingerabdrucks. Das ganze steht und fällt natürlich mit zwei Punkten: Wie zuverlässig kann der Sensor deinen Fingerabdruck erkennen (d.h. die Wahrscheinlichkeit der False Negatives sollte gegen 0% gehen) und natürlich auch wie zuverlässig können andere Fingerabdrücke von deinen unterschieden werden (d.h. die Wahrscheinlichkeit der False Positives soll gegen 0% gehen).
      Ansonsten könntest du entweder nicht in deine eigene App kommen (im Falle eines False Negatives) oder ein anderer kommt ohne deinen Fingerabdruck in die App (im Falle eines False Positives).

  30. super Folge, vielen Dank. Zum Thema Bitcoin: Linus‘ Aussage, dass der Nutzen vor allem in der Zensurresistenz von Transaktionen liegt, kann ich so nicht im Raum stehen lassen. Es ist schwer, den Nutzen von Bitcoin in 4 Sätzen zusammenzufassen, aber ich probiere es mal: Bitcoin ist eine neue Form von Geld, dessen Menge an Geldzeichen durch niemanden ausgeweitet werden kann. Die Probleme der Geldmengenausweitung durch EZB, Fed und Geschäftsbanken werden in wachsender Verteilungsungleichheit von Vermögen und steigenden Preisen sichtbar. Insbesondere die Vermögenswerte sind in den letzten Jahrzehnten massiv teurer geworden und in meinen Augen ein klares Zeichen dafür, dass das Fiatgeld seine Funktion als Wertspeicher verliert. Da ich nicht Aktien- oder Immobilienprofi werden kann bzw. möchte, ist Bitcoin für mich nach reichlicher Recherche das Mittel der Wahl zur langfristigen Wertaufbewahrung geworden.

    Natürlich ist da aktuell noch eine riesige Menge Spekulation dabei. Aber der primäre Use-Case von Bitcoin liegt nicht in kriminellen Machenschaften. Das ähnelt dem Narrativ aus den frühen Jahren des Internets, dass dieses doch nur zum Verteilen von urheberrechtlich geschütztem Material und dokumentiertem Kindesmissbrauch genutzt würde. Siehe dazu auch: https://www.forbes.com/sites/haileylennon/2021/01/19/the-false-narrative-of-bitcoins-role-in-illicit-activity/?sh=53fb50b33432

  31. Ich habe in den letzten ca. drei Monaten nicht erlebt, dass jemand (Hotels, Restaurants und Kino) tatsächlich den QR Code gescannt hat. Das Höchste war bislang, dass der angezeigte Name in der App mit meinem Ausweis verglichen wurde. D.h. nur mit einem QR Code wäre das Gegenüber überfordert gewesen.
    Auf die Idee, dass mein Telefon alles anzeigen kann — was ich möchte (Name, Geb. Datum, $RANDOM QR-Code) — ist wohl noch keine der Kontrollstellen gekommen.
    Was mich wundert ist, dass es scheinbar noch keinen Fork der CovPassApp gibt, der die gewünschten Ausgaben generiert: Name & Geb. Datum eingeben und einen $RANDOM QR-Code erzeugen. Aber gut, das wird ja möglicherweise bald strafbar ;-)

    • Ich bin auch immer wieder aufs Neue fasziniert darüber, wie viele Menschen offenbar in der Lage sind, einen QR Code mit bloßen Augen zu lesen…

      Übers letzte Wochenende wurde ich allerdings bei jedem Restaurantbesuch gescannt…in Holland.
      Und das Verrückteste daran: Das ging ganz schnell, sogar schneller als dieses Draufkucken und „lesen“.

      Aber das ist und bleibt einfach Neuland.

  32. Noch eine Mini-Anmerkung zum Drachenlord: Wie perfide diese „Community“ ist, fiel mir auch vor einigen Wochen auf.

    Keine halbe Stunde nachdem der Anschlag in Kongsberg publik wurde, kursierten bei Twitter schon die ersten Bilder, die den Drachenlord mit Pfeil und Bogen zeigten. Man habe den Täter identifiziert.

    Widerlich.

    • Wir behandeln das Thema „elektronische Impfpässe“ hier schon sehr lang und sehr ausführlich. Wenn du „unkritische Fürsprache“ hörst, vermute ich, dass du diesen Podcast nicht oder nur sehr sporadisch hörst?

  33. Ich habe bisher jede Sendung g seit de 100 von euch gehört. Bin aber 6 Wochen in Verzug. In welcher Sendung äußert ihr euch kritisch zu den Pässen im Bezug auf einer Sekretion und Zugangsbeschränkung von Personengruppen gepaart mit der Gefahr der Verknüpfung biometrische Daten mit diesen Pässen? Danke

  34. Hi,
    Wann genau plant ihr den Shop live zu schalten?
    Freu mich schon auf meinen Pulli .

    Danke für die letzten 10 Jahre. Ihr macht mit Abstand den beste Podcast den ich kenne. Ich schalte jede Woche wieder gerne ein.

    • Würde mich auch über eine Adresse freuen, an die ich mich wenden kann, um ungenutzte Werbefläche in der kalten Jahreszeit sinnvoll zu füllen.

      Gebt ihr die dann einfach in der kommenden LNP Folge durch, wenn der Shop steht?

      • In Ermangelung von Alternativen habe ich mir die Werbung jetzt auf die Brust tätowiert. Draußen friere ich allerdings trotzdem!

        Wo ist der Link?

  35. Ich wollte nur einmal kurz ein großes Dankeschön für zehn Jahre großartige Unterhaltung, Informationen und Einordung dalassen!
    Ihr und dieser Podcast seid – ohne jede Übertreibung – eine große Bereicherung für mein Leben!

  36. Meine Liebste möchte mich so gern auch einmal gut angezogen sehen.
    Habt Ihr zufällig einen Link zu einem Vertrauenswürdigen online-shop für echte Stylrhasen?

  37. Hallo Tim, Hallo Linus,

    zum Thema Impfzertifikat möchte ich aus aktuellem Anlass einen Kommentar beitragen.

    Am strengsten kontrolliert wird mein Impfzertifikat an der Hochschule. Jeden Tag wird mein Impfzertifikat samt Ausweis dort per CovPass-Check von Security Mitarbeitern auf Gültigkeit geprüft.

    Bis es aus unverständlichen Gründen an einem Tag – ohne Prüfung – aus heiterem Himmel willkürlich als ungültig erklärt wurde. Die Mitarbeiterin verweigerte mir den Zutritt zur Vorlesung mit Anwesenheitspflicht und mein Impfzertifikat und ein Bild von meinem Ausweis wolle sie mit ihrem privaten Mobiltelefon abfotografieren und via WhatsApp „einem Kollegen“ schicken.

    – Wie bitte? –

    Das sei gängige Praxis und sie zeigte mir auf ihrem Mobiltelefon einige der „etwa zwanzig Zertifikate“ , welche sie heute schon fotografiert habe.

    Es ist also bei uns an der Hochschule gängige Praxis, das Impfzertifikate und Ausweisfotografien von Studenten munter in irgendwelchen WhatsApp Gruppen, deren Teilnehmer den Studenten nicht bekannt sind, umher geschickt werden, die Studenten keinerlei Möglichkeit haben zu erfahren, wo hin sie zur Prüfung geschickt werden, welcher Dienstleister diesen Sicherheitsdienst stellt und wer da Ansprechpartner ist. Geschweige denn dies Weiterverarbeitung persönlicher Daten zu unterbinden oder Einfluß zu nehmen. Oder gar noch die „Zertifikatsprüfende Instanz“ selbst zu kontaktieren und eine Klärung herbei zu führen.

    Die nach diesem Erlebnis erfolgte Eingabe beim Datenschutzbeauftragten der Hochschule ist die nächste Posse in diesem Klamaukstück.

    Mit dem freundlich formulierten Hinweis auf die gültige 3-G Regel und dem Hinweis, das diese auch für mich gelte, wurde meine Eingabe abgespeist.

    Dieses Erlebnis, die Reaktion vom Datenschutzbeaufttagten und die Antworten der Studiengangsleitung lassen mich vollständig frustriert zurück. Meine innere Bestrebungen, die persönlichen Daten der Kommilitonen in sicheren Händen zu wissen, wurde komplett torpediert. Von allen Seiten. Auch von einigen Kommilitonen.

    In diesem Sinne!

    Vielen Dank für Eure Arbeit!
    Ein Student

    • Da kommt ja echt einiges zusammen bei euch…

      Alleine aus Prinzip würde ich zur Beschwerde bei der Landesbeauftragten für den Datenschutz ausholen. Falls deine Hochschule in einem Land mit „vernünftigem“ Informationsfreiheitsgesetz (also soweit ich weiß alle außer Bayern) ist, kannst du den Druck womöglich auch mit einer Anfrage via fragdenstaat.de erhöhen. Über beide Wege solltest du herausfinden, wer die Sicherheitsfirma ist, wer deine Daten verarbeitet und zu welchem Zweck aufbewahrt etc. Unter Verweis auf die DSGVO und die Tatsache, dass es dir nicht um den fragwürdigen Prozess selbst geht, sondern um eine Auskunft nach Artikel 15, muss dir auch der Datenschutzbeauftragte diese Dinge offenlegen.

      Falls du irgendwas davon machst, halte uns (oder mich) mal bitte auf dem Laufenden. :)

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