Product Liability Directive — Cyber Resilience Act — Platform Workers Directive — European Health Data Space — AI Act
Die heutige Folge ist ein Spezial zur aktuellen EU-Gesetzgebung. Tim und Thomas besprechen mit Ralf Bendrath und Arnika Zinke, die beide für die Grüne Fraktion in der EU an der Gesetzgebung mitarbeiten, gerade bzw. bald beschlossene neue Richtlinien und Verordnungen. Einen besonderen Schwerpunkt legen wir dabei auf den AI Act und diskutieren seine Entstehung und konkrete Ausgestaltung.
Für diese Episode von Logbuch:Netzpolitik liegt auch ein vollständiges Transkript mit Zeitmarken und Sprecheridentifikation vor.
Bitte beachten: das Transkript wurde automatisiert erzeugt und wurde nicht nachträglich gegengelesen oder korrigiert. Dieser Prozess ist nicht sonderlich genau und das Ergebnis enthält daher mit Sicherheit eine Reihe von Fehlern. Im Zweifel gilt immer das in der Sendung aufgezeichnete gesprochene Wort. Formate: HTML, WEBVTT.
Transkript
Shownotes
Product Liability Directive
Cyber Resilience Act
Platform Workers Directive
- netzpolitik.org: Auf letzten Metern abgespeckt: EU beschließt doch noch Gesetz zu Plattformarbeit
- Procedure file
European Health Data Space
- netzpolitik.org: Offener Brief zum EHDS: „Grundrechte der europäischen Patient:innen wahren“
- epicenter.works: Gesundheitsdaten: ELGA-Opt-Out muss erhalten bleiben – epicenter.works
- Procedure file
AI Act
- euractiv.com: EU countries give crucial nod to first-of-a-kind Artificial Intelligence law – Euractiv
- europarl.europa.eu: TITEL NICHT GEFUNDEN
- en.wikipedia.org: British Post Office scandal – Wikipedia
- politico.eu: Dutch scandal serves as a warning for Europe over risks of using algorithms – POLITICO
Arnika oder Annika?
Arnika
Sehr geehrter Herr Neumann,
32:50 die Beendigung Ihres Vertrages ist in Gefahr! Handeln Sie jetzt!
Ich seh es schon kommen. <3 Liebe Euch
Der Abschnitt ist im Audio enthalten, fehlt aber in Transkript völlig, 30 Sekunden von 37:20 bis 37:50 zwischen Tims „Sind die da nicht alle selbstständig?“ und Thomas’ „Auf jeden Fall gut.“ im Transkript oben:
Entweder verstehe ich die Aussage von Thomas trotz Kontext und mehrmaligem Anhören völlig falsch oder sie verweist auf ein fehlendes Grundverständnis von Selbstständigkeit: Auch wenn das Format Anstellung gewisse Vorteile bietet, sind viele Selbstständige gern und absichtlich selbstständig und möchten ganz bewusst auch NICHT angestellt sein.
Die Plattformrichtlinie explizit auch für Selbstständige, die bisher, wie er richtig eingeordnet hat, ständig in die Röhre gucken, jetzt als Gewinn zu bezeichnen, ist völlig absurd. Der „bessere Status“ bestünde ja darin, ggf. unbeabsichtigt in eine Anstellung gezwängt zu werden. In der Praxis läuft das dann EU-weit darauf eher hinaus, als selbstständige Person ganz real Aufträge zu verlieren, weil die Rechtsunsicherheit erhöht wird.
Letzteres ist bisher in Deutschland schon lange durch die unsichere Rechtslage rings um das Thema Scheinselbstständigkeit im weiteren Sinne der Fall: Aufträge werden etwa per se nicht an Soloselbstständige verteilt, weil Auftraggeber die Angst haben, dass der Auftrag nachträgliche Kosten birgt, falls der*die Auftragnehmer*in als arbeitnehmerähnliche Person oder scheinselbstständig eingestuft wird und dann entsprechend Lohnnebenkosten etc. pp. und ggf. Strafen nachgezahlt werden dürfen.
Der VGSD hat sowohl schon länger zum Problem der Rechtsunsicherheit rund um Scheinselbstständigkeit etc. als auch kürzlich zur Plattformrichtlinie gearbeitet. Details also gern dort nachlesen, ich bin persönlich zumindest von der Plattformrichtlinie voraussichtlich nicht betroffen und habe mich daher nicht so stark darin vertieft.
Oh in der Tat. Danke für den Hinweis, ich werde mal nachforschen, was da schief gegangen ist.
Hey,
bin noch nicht ganz durch mitm hören. Wird bestimmt gut.. :)
Darf ich erfahren wo das Folgenbild her kommt, und gibt es dieses evtl.
in HD?
Grüße
norceN
AI-generiertes Bild. Einfach draufklicken, dann kommt es in hoher Auflösung.
Inhaltlich super! Aber Annikas „ähms“ kann ich leider nicht ausblenden! Da gönn ich mir glatt mal das Transkript.
Ein wenig Kritik: Die Aktuelle Folge eures Podcasts, ist leider sehr Anstrengend zum Zuhören. Gefühlt kommt nach jedem zweiten Wort eurer Gäste ein äh oder äm. Das macht es extrem schwer, zumindest für mich, den Podcast zu hören. Sorry.
Naja, so oft kam es jetzt auch nicht, aber ich verstehe den Punkt. In meinem Fall lag es oft daran, dass ich in Echtzeit vom englischen Verhandlungstext ins Deutsche übersetzen musste. Sorry.
Ist jetzt ja auch meckern auf hohem Niveau. Vielleicht war ich auch ein wenig empfindlich als ich mir den Podcast angehört habe.
Macht weiter so, freue mich immer auf eine neue Folge.
Wenn Enthaltungen als Nein-Stimmen zählen ist doch eigentlich das Abstimmungsverfahren fehlerhaft? Eine Enthaltung sollte eine neutrale Position sein, d.h. alle Enthaltungen sollten rausgerechnet bzw. der Mehrheit unter den restlichen Teilnehmer zugeschlagen werden.
Das ist die Rechtslage in den EU-Verträgen. Die Idee dahinter ist, dass EU-weite Gesetze auch von hinreichend viel Teilen der EU auch positiv beschieden werden sollten.
Krass, dass sich hier Leute ernsthaft an den ähhs stören statt an der m. E. erneut inhaltlich verbesserungswürdigen Vorbereitung der Gastgeber (beispielhaft zB die wiederholte Ignoranz zwischen Gesetz und Richtlinie zu unterscheiden). Auch kommt die EU als Institution wieder fast ein bisschen populistisch angehaucht verallgemeinert schlecht weg. Ich würde da wirklich anregen evtl weniger Sendungen/Themen aber dafür mehr inhaltliche Vorbereitung anregen. Oder halt solche Sendungen nicht ohne Linus machen.
Eine tolle Idee die Themen mit Expertinnen aus dem EU Geschäft anzureichern. Entweder waren es aber Themen die nicht zum Experten gepasst haben oder umgekehrt. Wenn sich an vielen Stellen zeigt, dass auf spannende Fragen keine passenden Antworten gegeben werden können, dann ist das sehr anstrengend und unbefriedigend beim Zuhören. Vielleicht wäre eine fokussiertere Auswahl zu den Spezialgebieten der Gäste doch sinnvoller gewesen.
Ah, vielen Dank. Dann ging nicht nur mir das so. Das Interview lies mich doch etwas ratlos zurück. Für jemanden, der weder in der IT noch im aktivistischen Umfeld unterwegs ist blieben ganz eigenartige Erkenntnisse hängen:
– bei Gesetzesinitiativen im EU-Parlament ist es wichtig, dass „die Anderen“ nicht die Hand an den Prozess bekommen; die Prozesshoheit scheint wichtiger für das inhaltliche Ergebnis zu sein, als inhaltliche Verhandlungen/Abstimmungen/Fakten
– so richtig wissen wir gar nicht, was genau wir jetzt regeln wollen und wie es dann umgesetzt werden sollten
– eine neue Behörde und ein neues Gesetz werden schon dafür sorgen, dass alles gut wird
Was mir komplett gefehlt hat (und bei Tims Frage zum Post Office Skandal hat man das mMn am deutlichsten gemerkt), ist ein praktisches Szenario. Startup XYZ will mit einer Software in den Markt die möglicherweise die Datenbasis von ClearviewAI nutzt. Was passiert jetzt, welche Konsequenzen kann es haben und wie werden diese durchgesetzt?
Und jetzt zur wichtigsten Frage: Wo ist das Outtro hin?
Etwas komisch, dass die Gäste dieses Mal wiederholt nicht wirklich mit Detailwissen zu den besprochenen Gesetzen punkten konnten, sondern selbst auch nur eine Zusammenfassung des Themas kannten.
Das wiederholte Schießen gegen andere Parteien (FDP, selten SPD) ist mir auch als etwas unpassend aufgefallen, wenn man berücksichtigt, dass beide für die Grünen arbeiten und diese natürlich nicht kritisiert wurden. Die Kritik zB an der Bundesregierung war zufällig immer nur gegen SPD und FDP gerichtet…
Dass die geladenen Experten immer zu den genau spannenden Fragen von Tim keine Antwort parat haben und selbst erst mal suchen müssen finde ich schon besorgniserregend. Weil genau mit solchen konkreten Fragen steht und fällt die Sinnhaftigkeit der neuen Regelungen.
Hola,
keine Ahnung warum, aber iCatcher! lädt seit dieser Episode eure Folgen nicht mehr herunter.
LNP485 geht, aber 486+487 nicht.
Hält mich zwar nicht auf, die Folgen zu hören, wäre trotzdem schön, wenn es eine Lösung mit iCatcher! gäbe
Saludos
Gerade mal getestet. Funktioniert für mich. Vielleicht mal neu installieren?
Danke für die schnelle Rückmeldung.
Ich habe iCatcher! neu installiert und alle Podcasts der Metaebene sind wieder am Start.
Dafür hat iCatcher! die Folgenlisten in diversen anderen Podcasts im Backup kaputt gemacht…
Das Problem ist also meine App
Da gab es neulich (vor 6 Tagen, laut AppStore) ein Update auf 8.2.1 was genau den Bug behebt. Quelle: Ich hatte den Fehler auch hier und bei Blathering, mit dem Update ging es aber.
Moin! Ralfs Stimme war lauter als der Rest, das hat echt gestört. Auch ansonsten kam die Folge nicht so recht auf den Punkt und eierte mehr oder weniger die ganze Zeit herum. Vielleicht die falschen Gäste?
Liebe Grüße! Danke, trotz aller Kritik – ich warte immer sehnsüchtig auf die nächste Folge.
Die Kritik von Ralf Bendrath an den Interessen der Forschung und Statistik an digitalisierten Gesundheitsdaten macht mich fassungslos. Hier das Zitat aus dem Transkript: „Dann wollen sie aber auch noch alle möglichen Research, medizinische Produktentwicklungmedizinische Geräteentwicklung also die haben sie bisher auch so entwickeln können ohne dass man von allen Patienten die Daten abgegriffen hat und das letzte ist auch Statistiken.Nationale, multinationale und EU-Level offizielle Statistiken ich meine Statistikerkönnen seit über 100 Jahren mit unvollständigen Datensätzen umgehen,das ist deren Job da dann irgendwie die Bias so rauszurechnen,Ja, so sieht es aus.“ Wie kann man so unkommentiert stehen lassen? Erstens wird ohne solche Daten klar natürlich immer noch nicht geforscht, aber eben nicht das, wofür solche Daten unabdinglich sind. Es gibt in der Medizin tonnenweise statistischen Schrott, das dürfte mittlerweile auch landläufig bekannt sein. Bei manchen Fragestellungen können digitalisierte Daten Abhilfe schaffen. Und der Punkt, das die Statistik seit über 100 Jahren mit unvollständigen Daten umgeht, ist unglaublicher Quatsch. Klar, die Statistik arbeitet ewig daran, aber wer sich auch nur ein bisschen damit auskennt, weiss, dass es hier immer wieder Grenzen des Machbaren, also des alleine mit statistischen Schätztricks Behebbaren gibt. Ohne gute Daten geht einfach herzlich wenig. Ich kann nicht verstehen, dass Ihr das so stehen lasst. Das heisst nicht, dass der Datenschutz deshalb nachrangig ist, aber man kann doch diese Einwände als Quatsch abtun. Ladet Euch doch mal eine*n Experten*in ein (Rainer Schnell, Frauke Kreuter), der*die dazu nochmal was gescheites zu sagen kann.