Linus Neumann 0:26:29
Was ähm,Da weiß ich gar nicht, ob ich das so ein bisschen in der letzten Sendung auch schon behandelt habe.Was du jetzt schon ganz gut machen kannst, ist,und das ist auch so ein Begriff, der in sehr vielen unterschiedlichen Bedeutungenverwendet wird, der Begriff des Agenten.Also ist jetzt mein Chatbot ein Agent.Einige glauben das.Vielleicht ist das auch, wenn er in dem Moment, wo er losgeht und sich Informationenzusammengoogelt, zu einer Frage, die du gestellt hast, aber in dieser Lingovon, wenn du jetzt mit Cloud Code oder sonst etwas arbeitest, ist es im Prinzip,dass du eine Aufgabenteilung vornimmst, oder dein Hauptmodell,mit dem du redest, zerteilt die Aufgabe in Teilaufgaben,die ausreichend sind, um ein Modell damit zu beschäftigen und spawnt dann quasidiesen Aufgabenbereich weg zu parallelen Erledigungen.Und ich glaube so, da kannst du sehr schnell, je nachdem, was für eine Aufgabedu löst und wie gut du die beschrieben hast oder zerlegen hast,hast du halt rucki zucki mal, keine Ahnung, 20, 30 Agents laufen in so einer Cloud-Code-Session,wo, was weiß ich, der eine Agent die Aufgabe hat, den Code zu schreiben, der andere den zu prüfen,und quasi die Aufgabenteilung parallelisiert wird auf unterschiedliche Modellkontexte.Darin ergibt sich natürlich echt auch so eine Erhöhung,der Leistungsfähigkeit. Und natürlich verfolgen diese Agenten oder diese einzelnenSessions oder diese Modelle immer Ziele.Und natürlich haben diese Ziele, die sind definiert durch Kriterien,die das Ergebnis zu erfüllen hat.Und darauf arbeiten die zielstrebig hin.Ja, deswegen finde ich so diesen Begriff, das suggeriert hier ein handelndes Wesen.Ja, Wesen habe ich nicht gesagt, wahrscheinlich hat es keine Gefühle und istauch bei Weitem nicht so niedlich wie ein Hamster, aber da passiert planvolles Handeln.Lange Rede, kurzer Sinn, wie viel planvolles Handeln erfordert quasi so ein Frontiermodell?Und ich würde sagen, ein Großteil der Anforderungen des täglichen Bedarfs erfordernnicht ein solches Modell.Und das ist eine sehr gute Nachricht, weil das heißt, dass wir einen großenTeil der vielleicht Anwendungen des täglichen Bedarfs erstens effizienter,und damit weniger energiehungrig und damit schneller und damit potenziell beiuns, damit souverän auf dem eigenen Gerät erledigen können.Und das ist der Fahrt nach vorne, nicht in diese.AI-Abhängigkeit von diesen großen Hyperscalern zu gelangen.Und genau deswegen, glaube ich, bemühen die sich gerade sehr darum,diese Zentralisierung voranzutreiben und auch das Narrativ zu nähren,dass man quasi ihre Services bräuchte.Anthropic geht jetzt mit den Forward Deployed Engineers quasi los und sagt,jetzt gehen wir in den Unternehmen und sehen zu, dass wir die irgendwie in dieses,Ökosystem reinquetschen.Und ich denke, das ist wirklich eine.Ein absolut realistischer und auch ein sehr sinnvoller und verfolgungswerterPfad ist, zu sagen, alles klar, wunderbar, ist schön, dass ihr da diese Frontiermodelle habt, prima.Wir nutzen die auch für die Aufgaben, wo wir sie brauchen, sind aber nicht soviele. Und beispielsweise,also wenn ich jetzt in der Softwareentwicklung eine Architektur erstmal generiere,zusammen mit Fable, und dem dann sagst du, jetzt pass auf, jetzt schreibst du mal auf,wie du die Komplexität der Aufgabe einschätzt und nennst mir das das niedrigsteModell, das quasi in der Lage ist, dieser Aufgabe gerecht zu werden.Und dann schreibst du mit dem nächsthöheren Modell die Tests und dann läuftdas halt so selber durch.Solche Architekturen oder solche Verteilung von Aufgaben und so,glaube ich, ist eine relativ zukunftsweisende,Perspektive.Insbesondere, wenn du eben immer mehr spezialisierte Modelle hast,und zwar spezialisierten aus der Notwendigkeit, mit Ressourcen sinnvoll umzugehen.Also im Prinzip könntest du sagen, viele Aufgaben, die man an ein Frontier-Modellgibt, sind eine Unterforderung oder sind potenziell eine Unterforderung unddas ist auch immer Unsinn.Wenn du jetzt quasi viel zu viele Parameter in deinen Rahmen lädst und vielzu viel Energie aufwendest, um letztendlich ein triviales Problem zu lösen.Und.Das ist glaube ich auch die, das ist das, wovor diese großen Anbieter jetztgerade so ein bisschen wegrennen müssen oder versuchen quasi uns in die Abhängigkeitzu treiben, weil sie wissen, okay, keine Ahnung,wirklich die kostenlose Konkurrenz ist uns irgendwie ein bis anderthalb Jahre auf den Fersen.Das heißt, alles, was wir hier gerade besser sind, haben wir vielleicht nochein Jahr, um das zu monetarisieren. Denn irgendwann ist unser Vorsprung einfachnicht mehr gut genug, dass da noch jemand nennenswert Kohle für geben will.Und das wäre tatsächlich.Eine positive Entwicklung dieser ganzen Angelegenheit, die erfordern würde,dass wir jetzt widerstehen uns in diese Abhängigkeiten zu werfen ich habe jaschon gesagt, meine nächste Verschwörungstheorie ist dass sie aufhören oder dass sie,aufhören werden nach Tokens zu bepreisen sondern nach geschaffenem Wert,und dass sie dann idealerweise uns den geschaffenen Wert nicht überlassen,also mich würde nicht wundern wenn vielleicht irgendwann so der Moment kommt,dass Cloud-Code nicht mehr der Allgemeinheit zur Verfügung steht,weil du eben mit Code potenziell,eine ganze Menge Probleme dauerhaft lösen kannst und jeder Code,der geschrieben ist, den du ausführen kannst.Quasi ein Schritt aus der Abhängigkeit von dem Dienstanbieter ist.Wenn er den Code einfach behält und dir nie gibt, profitiert er von dem geschriebenenCode und hält dich gleichzeitig in der Abhängigkeit,die Lösung immer wieder von ihm holen zu müssen.
Damit Tim und Linus sich merken können, wann im Oktober der „Logbuch:Netzpolitik“-Salon stattfindet, folgend ein begleitendes Memo aus Schottland:
E L E V E N !
*) …den habt ihr echt liegen lassen
Bezüglich Behaviourism und KI hätte ich jetzt den Fokus eher auf „poverty of the stimulus“ & Linguistik/CogScience gelegt, da KI letztlich ja aus externalisierter Sprache Denken zu konstruieren versucht (ich würde eher sagen „simulieren“). Da gibt es Jahrzehnte an Forschung und Diskussion, die bei jedem neuen KI-Durchbruch oft ignoriert wird („jetzt ist alles anders“..).
Damit verbunden natürlich das Problem, dass geschrieben/gesprochene Sprache „nur“ ein fehlerbehafteter linearisierter Output von dem ist, was im Oberstübchen abgeht (und nur ein Modus, man denke an Taubstummensprache etc.).
Wir rätseln herum, wie die Künstliche Intelligenz funktioniert. Was ich mich frage ist, was eigentlich mit den 37.000 bei der NSA beschäftigten Hochleistungsmathematikern (Stand 2013) so am Start ist? Wir wissen aus der Historie, dass die Dechiffrierung der deutschen Verschlüsselungstechnik und ihr Urheber, Alan Turing, erst 1974 veröffentlicht oder bekannt gemacht wurden – fast 30 Jahre nach Kriegsende. Welchen Blick haben die auf Chat-GPT, Claude und den anderen LLMs und KIs? Wer ist der aktuelle unbekannte Alan Turing? Was haben die neben ihrem Yachtclub sonst so im Keller rumstehen? Das können ja nicht nur weitere zehn überzählige »Nancy Grace Roman«-Weltraumteleskope sein. Was werden wir in 30 Jahren herausbekommen? Schlagt hier mal bitte größere Bögen zu dem Thema auf. Wenn man aus diesem Blickwinkel schaut, sieht alles, was zu KI erzählt wird, massivst seltsam aus. Schon ‚Social Media‘ war ein dankbares sehr nützliches Geschenk.
Das ist der allseits beliebte Stammtischblickwinkel. Ohne Fakten mutmaßen.
Wenn die Nachrichtenlage mal wieder nervt, entspannt euch hiermit:
https://destroy.spritefusion.com/?url=heute.de
oder
https://destroy.spritefusion.com/?url=www.tagesschau.de
Auf jeden Fall WASD / Space / Maus.
Gibts noch eine Chance, das Köroergeräusch bei 1:05:10 rauszuschneiden? Das war mir etwas zu viel Realität :-)