LNP561 Zeitmaschinen müssen dringend reguliert werden

Weitere Gedanken zu AI — Chatkontrolle — EU Kids Act — Termine

Heute ein weiterer nachdenklicher Nachklapp zum AI-Thema, was viele von Euch in den Kommentaren und anderswo immer noch und verständlicherweise viel beschäftigt. Dazu wieder ein paar schlechte Nachrichten rund um den Dauerwiederkehrer Chatkontrolle und der völlig überdrehte Entwurf für einen EU Kids Act, der nicht nur Kinder auf die Palme bringen würde sondern auch die ganze europäische Wirtschaft und im Kern ein Geschenk an amerikanische Großkonzerne ist.

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Linus Neumann
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Tim Pritlove

Für diese Episode von Logbuch:Netzpolitik liegt auch ein vollständiges Transkript mit Zeitmarken und Sprecheridentifikation vor.

Bitte beachten: das Transkript wurde automatisiert erzeugt und wurde nicht nachträglich gegengelesen oder korrigiert. Dieser Prozess ist nicht sonderlich genau und das Ergebnis enthält daher mit Sicherheit eine Reihe von Fehlern. Im Zweifel gilt immer das in der Sendung aufgezeichnete gesprochene Wort. Formate: HTML, WEBVTT.


Transkript
Tim Pritlove 0:00:00
Guten Morgen, Linus.
Linus Neumann 0:00:02
Guten Morgen, Tim.
Tim Pritlove 0:00:03
Du, der Jens Spahn, der ist schon wieder seinen Job los. Haben wir vielleicht,für den eine Beschäftigung?
Linus Neumann 0:00:11
Ähm, warte mal.Also mir fällt echt nichts an, wofür man den gebrauchen könnte.
Tim Pritlove 0:00:41
Logbuch Netzpolitik Nummer 561,vom 29. September 2026. Und hier in der netzpolitischen Jobbörse,da geht es schon mal rund.Also wird ja vermittelt und so weiter. Die Kompetenzen werden überprüft.Und so bestücken wir dann die Intelligenz dieses Landes. Aber ich glaube für Jens ist da kein Platz.
Linus Neumann 0:01:12
Nee, für den wüsste ich jetzt echt nicht.
Tim Pritlove 0:01:16
Also er hat sich irgendwie nicht jetzt unbedingt von deiner besten Seite gezeigt.
Linus Neumann 0:01:23
Ich glaube, das hat er.
Tim Pritlove 0:01:24
Meinst du, das war schon die beste Seite, die wir da gesehen haben?Das heißt ja, dass auf der anderen Seite das ist ja noch schlimm.
Linus Neumann 0:01:32
Na die andere Seite, da ranken sich ja Gerüchte.
Tim Pritlove 0:01:35
Ach wirklich, Gerüchte?
Linus Neumann 0:01:37
Nee, dann musst du alles nachher wieder rausschneiden hier aus der Live-Sendung.
Tim Pritlove 0:01:45
Das machen wir nicht.
Linus Neumann 0:01:46
Nee, sowas machen wir nicht.
Tim Pritlove 0:01:48
Das ist ja ein seriöses Fachmagazin hier.
Linus Neumann 0:01:57
Achso, wollte ich noch sagen, Funfacts.
Tim Pritlove 0:02:00
Ja, da warst du mal.
Linus Neumann 0:02:04
War ich ja mal. Man will ja Funfacts unterstützen und Bandenmitglied werdenund Like, Subscribe, Glocke auf YouTube und die,Peertube-Links posten und so weiter und so fort.Und interessanterweise wurde ich nochmal gefragt, ich möchte nochmal eine Sendungmachen und habe in einem Anflug vollständiger geistiger Umnachtung zugesagt.17. November, das ist Dienstag in Berlin, wieder im Mehringhof-Theater macheich wieder eine Folge. Ich habe noch keine Ahnung worüber, aber da fällt mir schon was ein.Macht euch aber keine Sorgen, bei Logbuch Netzpolitik weiß ich auch nicht einenMonat vorher, was wir da erzählen.Also was von dem, was wir immer wieder erzählen, wir dann in der Woche erzählen.
Tim Pritlove 0:02:59
Okay, und gibt es schon Tickets?
Linus Neumann 0:03:01
Ich glaube ja. Also so erfahre ich das ja.
Tim Pritlove 0:03:04
Achso, weil du einfach gelistet wirst sozusagen. Da rufe ich einfach meinen Booker an und dann Nee.
Linus Neumann 0:03:11
Ich hab tatsächlich, es war so, ich hab ein bisschen so, als wir das vereinbarthatten, war das so ein bisschen...Schien das noch so fern und unverbindlich. Und letztes Mal habe ich das ja auchquasi dadurch erfahren, dass es dann einfach die Tickets gab.
Tim Pritlove 0:03:27
Ja, verstehe. Okay.
Linus Neumann 0:03:30
Genau, 17.11.18.15, Einlass, 19 Uhr, Beginn im Mehringhof-Theater in der Gneisenau-Straße 2A in Berlin.Ticketlink kann man auch nochmal in die Shownotes machen.Ja, das wollte ich auch nochmal kurz erzählen.
Tim Pritlove 0:03:48
Ich habe immer Angst, dass es noch mal ist. 17. Ist da schon was gelistet?Guck mal, da lächelst du einem ja schon an.Ah, Lausbub. Na gut, das packen wir doch gleich in die Show Notes für euch. Alright.
Linus Neumann 0:04:07
Genau. Vielleicht machen wir eine Sendung über KI. Das war mal letztes Mal geschauken.
Tim Pritlove 0:04:12
Guck dir mal was Neues aus. Ja, ich bin auch nur ein stochastischer Papagei.
Linus Neumann 0:04:18
Tim. Ich sag einfach, das wird als nächstes...
Tim Pritlove 0:04:21
Und dir einfach so in den Sinn kommt, oder?
Linus Neumann 0:04:23
Einfach nur so.
Tim Pritlove 0:04:24
Einfach so.
Linus Neumann 0:04:24
Völlig geheim.Also, es gab wildes Feedback zur letzten Sendung.In dem...Einige Dinge bemerkt wurden.Und zwar habe ich sinngemäß so etwas gesagt, wie dass das Modell erst etwasfalsch macht und sich dann selber verbessert.Das heißt nicht, dass das Modell besser wird, sondern dass es quasi seinen eigenenFehler korrigiert oder sein eigenes Output in einer zweiten Runde verbessert.Genauso wie ich, wenn ich einen Fehler mache und den verbessere und sage,ich habe mich selber verbessert,dann heißt das nicht, dass ich als Ergebnis ein besserer Mensch geworden bin,sondern nur, dass ich halt quasi einen Fehler erkannt und ihn beseitigt habe.Das war also nicht gemeint, dass damit das Modell quasi während es quasi agiertund seine Lernphase vorbei ist, noch weiter lernen würde.Wohl aber werden natürlich die Interaktionen und Fortschritte und Sessions,die wir als beispielsweise Nutzerinnen von Cloud gehosteten Services durchführen,sehr wohl genutzt, um die nächste Generation zu trainieren.Also quasi, um zu sehen, pass auf, hier, so hast du es, das war der erste Anlauf,aber der richtige ist erst der dritte, so macht man das.Genauso wie die Modelle eben natürlich auch, glaube ich, auch letzte Sendung,durchaus erklärt oder besprochen, sich durch ein Git-Repository durchfräsenund halt nicht nur den Jetzt-Stand lesen, sondern eben auch,wie ist man da hingekommen, weil man dadurch natürlich,gut lernen kann, wie man es gleich hätte richtig machen können.
Tim Pritlove 0:06:15
Zeitmaschine, ne? Das müsste man mal regulieren.
Linus Neumann 0:06:20
Bei der Forderung bleibe ich, da lasse ich mich auch nicht von abbringen.Dann Dann würde sich so ein bisschen darüber,echauffiert, es wären ja so, in mehreren Kommentaren, das wären ja alles nurstochastische Papageien und jetzt würde suggeriert, das wären handelnde oderplanvoll handelnde Wesen.Also,dieser Begriff des stochastischen Papageis, der ist weiterhin zutreffend,wenn aber die Wortfolgen ausreichend quasi die Wahrscheinlichkeit oder,quasi der Detailgrad, mit dem die Wahrscheinlichkeit des nächsten Tokens,aufgelöst wird, wenn die halt groß genug ist oder wenn der fein genug ist,dann lassen sich eben auch mit dieser einfachen Idee, mal gucken,was der nächste Wahrscheinliche ist, halt extrem komplexe Sachverhalte abbilden und auflösen.Und das ist das, was wir jetzt sehen bei diesen Modellen. dass sie eben mehrereSprachen beherrschen und komplexe Sinnzusammenhänge,sich abbilden in dieser Herleitung der nächsten wahrscheinlichsten Silbe.Also dieser Mechanismus kann offenbar.Obwohl er,quasi zunächst einmal den Eindruck macht, dass es quasi eine Limitation darstellen würde.Es gibt nämlich keine, also es gibt ja auch für stochastische oder statistischeSysteme keine Obergrenze.Ich würde sogar sagen, die kann es auch gar nicht geben,weil sämtliche Inferenzstatistik natürlich auch immer das Ziel hat und übrigensauch die zumindest epistemologische Grundannahme,dass sämtliche Zusammenhänge vollständig aufklärbar sind und man nur limitiert darin ist,wie viel man von dem Kontext erfasst hat und deswegen nur Anteile der Variationen,die wir wahrnehmen, tatsächlich aufklären kann.Aber es ist nicht, man geht trotzdem davon aus, dass quasi alles vollständigaufklärbar ist. Wir haben nur noch nicht alles Relevante erfasst.
Tim Pritlove 0:09:18
Also ich meine, dieser Vergleich mit den Papageien, der wird ja dann gerne inso Diskussionen auf den Tisch geworfen, so mit dem Argument,naja, aber so eine AI ist ja nur so ein stochastischer Papagei.Da frage ich mich dann immer so, vielleicht sind wir das ja auch nur.
Linus Neumann 0:09:38
Und der Beweis steht übrigens nur, der gegenteilige Beweis steht aus.
Tim Pritlove 0:09:41
Ja, aber ich meine mal ehrlich, vielleicht ist es ja sogar so,dass diese Maschinen, ich sage nicht, das ist so, ich sage nur,das kann sein, da wirklich jetzt etwas nachgebildet haben, was bei uns ähnlich funktioniert.Klar, wir haben natürlich nochmal deutlich mehr Sensoren, wir fühlen ganz anders,wir haben viel viel mehr Chemie in uns und sind von daher natürlich nochmal komplexere Wesen,haben aber so ein bisschen den Nachteil, dass wir uns nicht mit genauso viel,Wissen füttern können, aber der Effekt könnte am Ende der gleiche sein und das steht noch aus.
Linus Neumann 0:10:17
Da wirst du jetzt auch wieder eine Reihe an...
Tim Pritlove 0:10:22
Klar, kann man das ja auch anders sehen, aber ich meine, es kann halt auch sein.
Linus Neumann 0:10:26
Ich gebe dir mal ein... Also ich finde aus dem Psychologiestudium ein rechtinteressantes Experiment, das ich mal so grob,beschreiben möchte. Früher, also es gab eine, Als die Psychologie sich damitauseinandergesetzt hat, wie funktioniert eigentlich Lernen, dann gab es so diesePhase des Behaviorismus,ein Paradigma der Psychologie, die erstmal im Prinzip gesagt haben,wir können alles durch Belohnungslernen erklären.Also du wirst belohnt, das machst du wieder und du wirst bestraft,das machst du unwahrscheinlich wieder und wenn eine Belohnung plötzlich ausbleibt,versuchst es noch ein paar Mal und verlernst es dann wieder.Und die quasi die ganze Zeit gesagt haben, das ist der einzige Mechanismus, der Lernen ausmacht.Und damit haben die dann alles mögliche erklärt oder versucht zu erklären unddas hat auch immer ganz gut geklappt.Weil du hast ja diesen Confirmation Bias, dass du die Experimente so machst,dass sie dann auch wieder schön bestätigen, was du ohnehin glaubst.Sie haben quasi dann gesagt, das waren hauptsächlich an Tauben,Ratten, Hunden, diese ganzen Experimente.Meistens, wo die irgendwie auf der Suche nach Futter waren. Und,dann haben die halt quasi auch sehr komplexe Verhaltensweisen und so weiterTieren antrainiert, indem sie Ketten aus Belohnungen und Strafen und so weitergeschaffen haben und haben gesagt,guck mal hier, wir können hier relativ komplexe Abfolgen antrainierenund damit bringen wir den Beweis, dass,das der eine und einzige Lernmechanismus ist, den es gibt.Und dieses Paradigma zum Fall gebracht, also in der Wissenschaft herrschen jadann immer so Paradigmen vor, das ist dann so eine Denkschule, die geht dann,von einem bestimmten Erklärungsansatz aus und dann ziehen die Professorinnenund Professoren die nächste Generation nach und so weiter.Und dann diese Denkschulen, die müssen dann irgendwann wieder aussterben,weil irgendwelche neuen aufstrebenden Leute quasi sagen, nee,pass mal auf, ich stelle das mal hier in Frage.Aber dieses Paradigma.Dass nur belohnungsbasiertes Lernen alles erklären kann, kam im Prinzip dadurchzum Fall, weil du musst ja etwas finden, was du nicht durch Belohnungslernen erklären kannst.Und die Experimente, die die gemacht haben, waren so sinngemäß, du baust ein Labyrinth,Und an einem Ende dieses Labyrinthes ist der Ausgang und da ist halt,was weiß ich, ein Stück Speck oder irgendwas, was eine Ratte gerne haben will.Und potenziell riecht die Ratte den Speck auch oder so, ja, und dann muss siehalt durch dieses Labyrinth gehen. Und jetzt brauchst du ein,ausreichend komplexes Labyrinth,sodass die Ratte sich eine sehr lange Folge an unterschiedlichen Entscheidungentreffen muss, bis sie dann irgendwann an der richtigen Stelle ist.Und was sie dann, was sich gezeigt hat ist, wenn du jetzt nur Belohnungslernenhättest, würde die Ratte quasi.Also kannst du nicht erklären, wenn die Ratte auf einmal planmäßig den Weg abläuft,und quasi schneller zur Lösung kommt,als du erwarten würdest, wenn sie einfach nur quasi durch Belohnungen sich irgendwiemerken muss, wie sie da durchkommt.Also die Experimente haben am Ende gezeigt, die Ratte sucht den Lösungsraumdieses Labyrinthes planvoll ab.Und sie konnte dadurch dieses Rätsellabyrinth schneller lösen,als sich durch das bestehende Paradigma erklären ließ.
Tim Pritlove 0:14:50
Mhm.
Linus Neumann 0:14:52
Dagegen haben sich dann natürlich die Vierveristen noch lange Zeit gewehrt,weil die gesagt haben, die Ratte hat ja quasi auf einer höheren Ebene schoneine Abstraktion von, sie wird belohnt, wenn sie beim nächsten Mal halt was anderes,versucht zu verteidigen. Aber letztendlich kam dann dieses Erklärungsparadigma,wie dass eine Ratte potenziell doch vielleicht eine etwas stärkere kognitiveFähigkeiten hat, als sehr stumpf nur nach Belohnungenzu streben und nur das zu wiederholen, was erfolgreich war,kam dadurch zum Fall.Ähnlich übrigens, das zeigen dann viele andere Experimente, bringen diesen Erklärungsansatzzu Fall, wenn du planvolles Handeln bei jungen Tieren siehst,die sich das von ihren Eltern abschauen.Wenn man all das bringt, dieses Paradigma so ein bisschen zu Fall.Hier wäre ich mir nicht so sicher, und das war eine der nächsten Fragen,die dann gestellt wurde, Wie kommt denn ein Wortvorhersager zu einer Absichtund planvollem Handeln?Und genau das passiert ja. Da kann man ja bei zugucken,dass du einem Modell sagst.
Tim Pritlove 0:16:21
Bitte finde eine Lösung.
Linus Neumann 0:16:25
Schreib mir ein Programm, was folgendes tut oder fasse mir folgenden Text zusammen oder.Irgendeine Aufgabe, die.Inferenz benötigt. Also das ist etwas, was sich nicht statisch lösen lässt.Da ist potenziell auch das für notwendig, was ein Verständnis des Textes voraussetzt.Oder ein Verständnis der Aufgabe. Ich glaube, das mit dem Programmieren istimmer noch ein ganz praktisches Beispiel, weil man sagen kann,pass auf, ich möchte, dass das Programm folgendes,folgende Eigenschaften hat, folgende Probleme für mich löst und folgendes tutund jetzt hast du ja als Prompt erstmal nur diese Zielsetzung,und dann geht dieses Modell hin und versucht dieser Zielsetzung als stochastischerPapagei näher zu kommen zu sagen,was für ein Programm würde denn jemand schreiben der diese Aufgabe lösen willund das erstmal ein falsches und dann wird irgendwie optimiert,optimiert, optimiert, optimiert bis eben rauskommt, das ist übrigens das Programm,was hier jemand schreiben würde.Du kannst das immer noch abbilden als eine Leite, die das wahrscheinlichste Output her,in dem Moment, wo du halt ausreichend viele Parameter hast und ausreichend vieleDurchläufe, auf die du optimierst.Und das ist das, was passiert in dem Moment, wo quasi Modelle so eine Reasoning-Komponentehaben, ich glaube, das haben wir auch in der letzten.Folge schon drüber gesprochen, Dass sie sich quasi auch im nächsten Durchlaufwieder sich ihrer eigenen Absicht erinnern oder ihren Augenmerk,quasi auf einen anderen Aspekt legen,spezifisch so, es gibt folgenden Bug und der muss weg.Und dann wird quasi, aha, mit der Instruktion ist natürlich ein anderes Outputoder eine Verbesserung des Outputs an einer bestimmten Stelle die logische Folgeoder die wahrscheinlichere Folge.Das heißt, die ändern,durch im Prinzip sich selbst instruieren, ändern sie die Wahrscheinlichkeit,ihres Outputs, lenken sie die Wahrscheinlichkeit ihres Outputs in eine andereRichtung, um dann in der Richtung zu optimieren.Ja, Tim atmet nur schwer durch.
Tim Pritlove 0:19:05
Es ist, ja, ich meine, es ist komplex. Und am Ende wissen wir es halt alle derzeitnoch nicht. Tatsache ist, die Maschinen machen auf einmal Dinge,die sie vor ein paar Jahren noch nicht gemacht haben und machen das immer besser.Und ja, klar, es gibt Slop und es gibt dies und es gibt das.Es gibt eine ganze Menge daran, was man jetzt, also vor allem in kulturellen,gesellschaftlichen Auswirkungen, was hochproblematisch ist und was schwierigist, wo wir das wach beobachten müssen, um da auch die richtigen Antworten zu haben.Aber es ändert halt auch nichts an der Tatsache, dass es als Technologie ein,unfassbarer Durchbruch ist. Und der ist auch noch lange nicht zu Ende.Da stehen wir in gewisser Hinsicht nur am Anfang. Ob das jetzt irgendwie inden Weltuntergang mündet oder,dazu führt, dass wir nur noch in der Hängematte sitzen können,während Maschinen uns irgendwie ein schönes Leben machen, wissen wir nicht. Ich.
Linus Neumann 0:20:04
Würde sagen, also.
Tim Pritlove 0:20:06
Beides nicht unbedingt jetzt, steht jetzt beides nicht unbedingt morgen vor der Tür.
Linus Neumann 0:20:13
Genau. Und insofern haben, glaube ich, ich würde echt sagen so,die einzigen Leute, die auf jeden Fall,am Ende Unrecht behalten werden, sind so die Maschinenstürmer komplett Verweigerer.Diese Technologie kann gar nichts.Ihr sitzt einem riesigen Hoax auf.Und nein, ich habe das auch noch nie benutzt, weil das ist ja scheiße.Also die werden auf jeden Fall im Unrecht sein.Genauso wie jene, die jetzt irgendwie das als eine absolute Supermacht sehen,Die, was weiß ich, alle Probleme der Menschheit löst.Ich denke, das sind so die beiden, die können sich einfach schön weiterhin beschimpfen.Diese Technologie sich genau anzuschauen und zu ergründen und verstehen zu wollen,denke ich, ist der entscheidende, richtige und wichtige Weg. Und ich denke übrigens,wie geht es denn jetzt weiter? Anthropic bereitet ja weiterhin.Seinen Börsengang vor und da musst du so einen Prospekt abgeben mit allen möglichen Informationen.Die haben jetzt irgendwie im letzten Jahr 40 Milliarden Verlust und wollen inden kommenden Jahren 518 Milliarden Dollar für Cloud-Kapazität,Rechenleistung, Infrastruktur und so weiter ausgeben.Und hatten irgendwie 4,6 Milliarden Umsatz.Also ich wäre ja damit zufrieden, so viel spendet ihr hier nicht.Aber muss man auch sagen, bei denen kommt halt fast ein Viertel von nur zwei Kunden.Also das steht auch echt auf einem, das sieht schon ein bisschen shaky aus alles,dieses Businessmodell, das ist eine riesige Wette auf die Zukunft und es isteine Wette auf eine Zukunft, wo,nur die oder nur wenige.AI bereitstellen, die genutzt und gebraucht wird und die eben auch einen derartigenMehrwert liefert. In einer,anderen Folge habe ich auch schon mal gesagt, dass ich.Und ich glaube, das ist relativ unstrittig, für jemanden, der weiß,wie man mit so einem Ding arbeitet und umgeht und das richtige Modell für dierichtigen Aufgaben nutzt,leisten die Services von Anthropic gerade oder wahrscheinlich auch von OpenAI,aber die nutze ich nicht, einen Mehrwert, der in keinem Verhältnis zu den Kosten steht.Also die können, man kann damit sehr viel mehr Mehrwert kreieren,als Anthropic dafür Geld bekommt. Unddas ist ein Problem, das ist aus unterschiedlichen Gründen ein Problem.Die Folge, weiß ich nicht, ist drei, vier Folgen zurück, weiß ich nicht,im Mai war das glaube ich irgendwann, wo wir das mal behandelt haben,weshalb ich davon ausgehe.Dass sie garantiert die Preise anziehen werden und ich auf eine Weise auch hoffe,weil wenn sie es nicht täten, dann würde das potenziell tatsächlich irgendwieso eine Volkswirtschaft ins Wanken bringen,wenn du halt alle möglichen Tätigkeiten massiv unterbietest.Glücklicherweise können die mit diesen Preisen auch nicht weitermachen,eben aufgrund dieser enorm hohen Investitionen in Hardware und natürlich auch der Energiekosten.Die wurde auch bemerkt in den Kommentaren, wir in der letzten Sendung nichtbehandelt haben, genauso wie wir das Urheberrecht nicht behandelt haben undandere Problemfacetten dieses,riesigen Phänomenbereiches, korrekt, haben wir nicht behandelt,war ein anderer thematischer Schwerpunkt.Wir haben quasi unsere also unsere stochastische Wortaneinanderreihung war hierdann eben auf einen spezifischen Themenbereich konzentriert.
Tim Pritlove 0:24:09
Vielleicht reicht auch unser Training nicht aus, das kann man natürlich auch sagen.
Linus Neumann 0:24:13
Vielleicht müssen wir uns selbst verbessern, aber können wir nicht.Wir müssen ein besserer Mensch werden.
Tim Pritlove 0:24:19
Ach Quatsch.
Linus Neumann 0:24:22
Jetzt kommt der,und da ist ja eigentlich jetzt, da ist wirklich, da ist der Teil,der irgendwie offen ist und ich glaube, das ist auch die Diskussion,die gerade so ein bisschen.Vielleicht noch besser geführt werden müsste, ehrlich gesagt. Also,Relativ klar, ich glaube, das habe ich öfter ausgeführt und ich glaube,das ist auch relativ unstrittig, diese ganzen Investitionen in die Frontier-Modelle sind eine,Investition mit der Hoffnung auf einen sehr großen Vorsprung in Leistungsfähigkeit.Ja, idealerweise einen Vorsprung, der so groß wird, dass Konkurrenz nicht mehr hinterherkommt.Interessanterweise,tut sie es aber zumindest ausreichend gut bisher.Wenn man sich jetzt die lokalen Modelle mal anschaut, die man so auf einem MacMini, sogar teilweise auf Telefon, je nachdem,was der Anwendungszweck am Ende ist, was man mit denen alles machen kann,dann kann man einerseits sagen, ja, das ist ja viel weniger capable als jetzthier so ein Fable von Anthropic, gut mag sein.Das heißt aber nicht, dass es nicht für die Aufgaben, die man normalerweisehat, den größeren Teil der Zeit, dass es denen nicht gewachsen wäre und dafürnicht ausreichend wäre.Und wenn man dann sagt, ja, was weiß ich, Anthropic ist zwei Jahre voraus, na gut.Vor zwei Jahren konnte man auch schon eine ganze Menge machen oder vor einem Jahr.Und dann freue ich mich, wenn ich in zwei Jahren so ein Fable einfach auf meinemMac hier laufen lassen kann. Bin ich zufrieden zum Beispiel?
Tim Pritlove 0:26:13
Ja, ich auch.
Linus Neumann 0:26:15
Da wäre ich erstmal, da würde ich sagen, so reicht doch. Da könnte in mir soeine Genügsamkeit ausbrechen.
Tim Pritlove 0:26:22
Und da hätte ich auch richtig zu tun. Also,da glüht die Maschine, ja.
Linus Neumann 0:26:29
Was...Da weiß ich gar nicht, ob ich das so ein bisschen in der letzten Sendung auch schon behandelt habe.Was du jetzt schon ganz gut machen kannst ist,und das ist auch so ein Begriff, der in sehr vielen unterschiedlichen Bedeutungenverwendet wird, der Begriff des Agenten.Also ist jetzt mein Chatbot ein Agent, einige glauben das.Vielleicht ist das auch, wenn er in dem Moment, wo er losgeht und sich Informationenzusammengoogelt zu einer Frage, die du gestellt hast, aber in dieser Lingo von,wenn du jetzt mit Cloud Code oder sonst etwas arbeitest, ist es im Prinzip,dass du eine Aufgabenteilung vornimmst oder dein Hauptmodell,mit dem du redest, zerteilt die Aufgabe in Teilaufgaben,die ausreichend sind, um ein Modell damit zu beschäftigen und spawnt dann quasidiesen Aufgabenbereich weg zu parallelen Erledigungen.Und ich glaube so, also da kannst du sehr schnell, je nachdem,was für eine Aufgabe du löst und wie gut du die beschrieben hast oder zerlegenhast, hast halt rucki zucki mal, keine Ahnung, 20, 30 Agents laufen in so einer Cloud-Code-Session,wo, was weiß ich, der eine Agent die Aufgabe hat, den Code zu schreiben, der andere den zu prüfen,und quasi die Aufgabenteilung parallelisiert wird auf unterschiedliche Modellkontexte.Dadrin ergibt sich natürlich echt auch so eine Erhöhung,der Leistungsfähigkeit und natürlich verfolgen diese Agenten oder diese einzelnenSessions oder diese Modelle immer Ziele.Und natürlich haben diese Ziele, die sind definiert durch Kriterien,die das Ergebnis zu erfüllen hat und darauf arbeiten die zielstrebig hin.Deswegen finde ich so diesen Begriff, das suggeriert hier ein handelndes Wesen.Wesen habe ich nicht gesagt, wahrscheinlich hat es keine Gefühle und ist auchbei Weitem nicht so niedlich wie ein Hamster, aber da passiert planvolles Handeln.Lange Rede, kurzer Sinn. Wie viel planvolles Handeln erfordert quasi so ein Frontiermodell?Und ich würde sagen, ein Großteil der Anforderungen des täglichen Bedarfs erfordernnicht ein solches Modell.Und das ist eine sehr gute Nachricht, weil das heißt, dass wir einen großenTeil der vielleicht Anwendungen des täglichen Bedarfs erstens effizienter,und damit weniger energiehungrig und damit schneller und damit potenziell beiuns, damit souverän auf dem eigenen Gerät, erledigen können.Und dass es der Fahrt nach vorne nicht in diese.AI-Abhängigkeit von diesen großen Hyperscalern zu gelangen.Und genau deswegen, glaube ich, bemühen die sich gerade sehr darum,diese Zentralisierung voranzutreiben und auch das Narrativ zu nähren,dass man quasi ihre Services bräuchte.Anthropic geht jetzt mit den Forward-Deployed-Engineers quasi los und sagt so,jetzt gehen wir in den Unternehmen und sehen zu, dass wir die irgendwie in diesesÖkosystem reinquetschen.Und ich denke, das ist wirklich eine...Ein absolut realistischer und auch ein sehr sinnvoller und verfolgungswerterPfad ist, zu sagen, alles klar, wunderbar, ist schön, dass ihr da diese Frontiermodellehabt, prima, wir nutzen die auch für die Aufgaben, wo wir sie brauchen,sind aber nicht so viele.Und beispielsweise,also wenn ich jetzt so in der Softwareentwicklung eine Architektur erstmal generierezusammen mit Fable und dem dann sagst du, jetzt pass auf, jetzt schreibst dumal auf wie du die Komplexität der Aufgabe einschätzt und nennst mir das,das niedrigste Modell, das quasi in der Lage ist, dieser Aufgabe gerecht zu werden.Und dann schreibst du mit dem nächsthöheren Modell schreibst du die Tests unddann läuft das halt so selber durch.Solche Architekturen oder solche quasi Verteilung von Aufgaben und so glaubeich ist eine relativ zukunftsweisende,Perspektive.Insbesondere, wenn du eben immer mehr spezialisierte Modelle hast,und zwar spezialisierte aus der Notwendigkeit, mit Ressourcen sinnvoll umzugehen.Also im Prinzip könntest du sagen, viele Aufgaben, die man an ein Frontier-Modell gibt, sind,eine Unterforderung oder sind potenziell eine Unterforderung und das ist auchimmer Unsinn, wenn du so ein, wenn du jetzt quasi einen viel zu viele,Parameter in deinen Rahmen lädst und viel zu viel Energie aufwendest,um letztendlich ein triviales Problem zu lösen.Und.Das ist glaube ich auch die, das ist das, wovor diese großen Anbieter jetztgerade so ein bisschen wegrennen müssen oder versuchen quasi uns in die Abhängigkeitzu treiben, weil sie wissen, okay, keine Ahnung,wirklich die kostenlose Konkurrenz ist uns irgendwie ein bis anderthalb Jahre auf den Fersen.Das heißt, alles, was wir hier gerade, alles, was wir gerade besser sind,haben wir vielleicht noch ein Jahr, um das zu monetarisieren,denn irgendwann ist unser Vorsprung einfach nicht mehr gut genug,dass da noch jemand nennenswert Kohle für geben will.Und das wäre tatsächlich, das wäre so eine positive Entwicklung dieser ganzenAngelegenheit, die erfordern würde,dass wir jetzt widerstehen, uns in diese Abhängigkeiten zu werfen.Ich habe ja schon gesagt, meine nächste Verschwörungstheorie ist,dass sie aufhören werden, nach Tokens zu bepreisen, sondern nach geschaffenem Wert.Und dass sie dann idealerweise uns den geschaffenen Wert nicht überlassen.Also mich würde nicht wundern, wenn vielleicht irgendwann so der Moment kommt,dass Cloud Code nicht mehr der Allgemeinheit zur Verfügung steht,weil du eben mit Code potenziell,eine ganze Menge Probleme dauerhaft lösen kannst.Und jeder Code, der geschrieben ist, den du ausführen kannst.Quasi ein Schritt aus der Abhängigkeit von dem Dienstanbieter ist.Wenn er den Code einfach behält und dir nie gibt, profitiert er von dem geschriebenenCode und hält dich gleichzeitig in der Abhängigkeit,die Lösung immer wieder von ihm holen zu müssen.
Tim Pritlove 0:33:58
Genau, wir lassen das dann auch gleich noch auf unseren Servern laufen.Du guckst den Code sowieso nicht an, dann musst du ihn auch nicht selber laufen lassen.
Linus Neumann 0:34:06
Komm, das ist doch scheiße, Kurt, guck dir das mal an, das ist doch nichts.
Tim Pritlove 0:34:09
Aber bevor wir vielleicht jetzt den Schritt gehen, vielleicht noch was zu dieser Intelligenzfrage.Es ist ja jetzt schon so, dass wenn man eben mit diesen Frontier-Modellen odermit diesen Interfaces zu diesen Frontier-Modellen, wie eben Claude und Chatschipityund so weiter arbeitet, dass diese Verteilung auch schon Teil des Systems ist.Also die bisherige Annahme mit, das eine Modell kann nur das und das.Ja, das mag sein, dass das irgendwo seine Grenzen hat, aber wir sehen auch,dass die Kombination, also diese Orchestrierung der Informationsverarbeitung an der Stelle,nochmal mehr Power freisetzt. und,ich will das jetzt nicht auf konkrete Zahlen bringen, aber mit irgendeinem Faktordie Einzelleistung der eingesetzten Modelle im Gesamtergebnis sich zusammen multipliziert.Also da kommt dann einfach nochmal mehr raus.Genauso wie es ist, dass wenn man sich mal mit Freunden hinsetzt und ein Brainstormingmacht für irgendein Projekt, dass eben diese Verteilung und die Konzentrationauf einzelne Sachen durch einzelne Personen dann insgesamt einen größeren Mehrwert darstellt.Und was diese Entwicklung betrifft mit den.Open Weight Modellen, also den anderen freieren Modellen, die man selber fahren kann auf seiner,eigenen Hardware oder die vielleicht einfach auch nur auf einer ähnlichen kommerziellenBasis von anderen Anbietern aber günstiger angeboten werden.Da sehen wir vor allem eine interessante Entwicklung dahingehend,als das jetzt anders als so in Google, YouTube, Facebook und so weiter,wo wir so diesen Netzwerkeffekt hatten, wo sich dann so sehr schnell alles auf eine Firma oder,ein kleines Oligopol von Firmen eingeschossen hat und die Leute dann.Auch bis heute ja Schwierigkeiten haben, da wieder herauszukommen,wenn einmal die Abhängigkeit zu groß ist.Ist das halt jetzt in diesem AI-Sektor nicht so.Tatsächlich müssen diese großen, mit so viel Investitionsgeld ausgestattetenFirmen wie Jens Hoppik und OpenAI mächtig investieren, um jetzt ihre Softwareauch noch breiter anwendbar zu machen, weil es eben,wie du schon sagst, absehbar ist, dass,viele Konkurrenten hier auch nachziehen werden und dass das,was heute Frontier ist, in zwei Jahren dann vielleicht schon Commodity ist.Und das Gute ist, dass wir eigentlich ...Dass das Interface dorthin ist unsere Sprache. Und wir können einfach woandershinreden und erhalten im Prinzip dieselben Ergebnisse.Und das ist eigentlich ein ganz positiver Aspekt dieser technischen Entwicklung,dass sie nicht automatisch jetzt auch noch mit so einem Login verbunden ist.Den kann man natürlich über andere Angebote erzielen.Und du hast ja auch schon jetzt einen genannt. Deswegen wollte ich da jetztauch noch mal reingrätschen.Also solche Ideen werden natürlich kommen, um einen solchen Lock-In-Effekt zu erzielen.Aber jetzt, wo wir uns gerade in dieser Entwicklung der Basistechnologie entwickeln,ist das halt noch nicht so.Und jetzt ist auch durchaus noch Zeit und Gelegenheit, hier Alternativen zu.Schaffen. Auch wenn man jetzt mal hier auf die Europa-Diskussion schaut und.Unabhängigkeitsdebatte.
Linus Neumann 0:37:43
Genau darauf wollte ich ja hinaus.Als es alles losging und so, habe ich irgendwie überlegt, naja,wird jetzt Chat-GPT das alles übernehmen?Da habe ich mir eigentlich gedacht, naja, wenn Microsoft sich nicht völlig blödanstellt, die, wenn wir jetzt mal so im Enterprise-Bereich sind,ja dann doch einfach einen sehr großen Teil der ...Also mit ihrem Office 365 und so, die haben einfach eine unglaubliche Durchdringung,bei den Endkunden, bei denen, also da, wo Mehrwert versucht wird,mit Computern zu generieren.Und die können dann quasi, also eine Sache, die Microsoft zum Beispiel machenkönnte, da stellt man sich jetzt irgendwie so ein Unternehmen vor,macht seine Kalkulationen irgendwie mit so einem Excel, entscheidet sich dannein Angebot zu schreiben, kriegt dann eine Bestellung und so weiter.Und hat da vielleicht eine Reihe an Dokumenten und so, in denen sich aber miteiner KI relativ einfach Zusammenhänge erkennen lassen, Automatisierungen anbietenlassen, die man dann aber nie gibt, weißt du?Hier übrigens in dem, das Projekt, ich habe doch gerade in deiner E-Mail gesehen,das Projekt ist fertig, ich habe schon mal die Rechnung geschrieben.Einfach nur, es gäbe jetzt so eine, sagen wir mal, wenn Microsoft hätte, das wäre einfach so.Wird natürlich bei Microsoft nie wirklich funktionieren, aber.Und dann hättest du irgendwann so ein großes Schmerzen, dich da weg zu bewegen, weil du.Diese Prozesse deiner eigenen vielleicht in einem anderen Ökosystem erstmalnicht so gut abgebildet bekommst.Und hätte man so eine schöne Trägheit, da würde vielleicht auch niemand mehr,sagen, oh, den Umzug tue ich mir jetzt an und diese Trägheit der Menschen,eine Plattform zu verlassen und zu wechseln, die hat ja schon das eine oderandere auch weit, sagen wir mal,qualitativ minderwertige Geschäftsmodell durch die Jahrzehnte getragen.Diese Marktanteile und Bequemlichkeit und es den Leuten schwer zu machen, ich glaube, das ist,da werden die sich jetzt relativ zeitnah werden da die ersten Schritte kommen, wie diese,Wie man das versucht. Microsoft hat die ersten Schritte unternommen und wieimmer war es ein absolutes Desaster mit diesem Co-Pilot. Das ist einfach nur ein Witz.Aber in die Richtung wird es irgendwie gehen.Dann ist aber die Frage, und das ist eigentlich auch noch ganz spannend,wenn man jetzt sagt, diese Frontier-Modelle sind aber nur noch für die Speerspitze der Aufgabe.Für eben The Frontier.Da wird in die neuen Sphären aufgebrochen. Da bleiben aktuell noch quasi dieModelle hinter den Erwartungen.Sie haben immer noch nicht Krebs geheilt, die haben immer noch keine Zeitmaschine gebaut.Und da bin ich mal gespannt, inwiefern sich in diesem Bereich potenziell überzogeneErwartungen dann doch noch mal,über die Jahre oder Jahrzehnte ein bisschen nivellieren müssen.Könnte ich mir vorstellen.
Tim Pritlove 0:41:17
Was genau nivelliert?
Linus Neumann 0:41:19
Meine These wäre ungefähr so. Massive, also unglaubliche Leistungsfähigkeit.Zweifelsohne, in bestimmten Frontiermodellen, in bestimmten Aufgaben,die aber auch vorher nicht unlösbar waren, sondern jetzt nur einfach schnellerund besser erledigt werden.Das ist aber, das bringt ja nur, das ist ja quasi erst mal nur eine Effizienzsteigerung.Da ist jetzt noch nicht wirklich Neues entstanden. Du hast eine Wahnsinnstechnologie,der in einem bestimmten Bereich den, sagen wir, was weiß ich,programmieren und stochastische Wörter aneinander rein revolutioniert.Und jetzt ist aber noch nicht quasi ein neuer Durchbruch entstanden.Es wird erstmal nur große Teile von dem, was Menschen irgendwie tun,besser damit abbildbar.Jetzt ist das Nächste, wie schnell durchdringst du,eine Wirtschaft damit, dass alle schön diese gesamten unglaublichen Potenzialein jedem letzten Schritt ihres Geschäftsmodells auch wirklich ausnutzen und realisieren.Da würde man davon ausgehen, dass das enorm langsam passiert,insbesondere wenn du auf eine Gesellschaft triffst, die aus guten Gründen ziemlichargwöhnisch gegenüber der neuen Technologie ist.Stichwort Maschinenstürmer.Die Maschine näht besser als ich, ich mache die kaputt, dann behalte ich meinen Job.Und ich will das nicht, Verweigerung, Betriebsrat hat aber gesagt,wir wollen kein AI und so weiter.Das heißt, da kannst du erstmal noch auf eine ganze Menge Trägheit und Widerstandsetzen, bis du jetzt so eine Volkswirtschaft mit KI durchdrungen hast.Dann bleibt noch die Frage, naja, was ist mit anderen Gesellschaften,die sich in einer anderen Phase der Industrialisierung befinden und quasi sagen, okay, hier gibt es,eigentlich für alle nur zu gewinnen, hier kriegt man überhaupt erstmal einen Job, hier kommt man,in Marktführerschaft, hier generiert man Fortschritt und möchte den auch.In Deutschland möchte man ja keinen Fortschritt.Wir empfinden es als Bedrohung, wenn wir irgendwann mal nicht mehr mit Heizungen uns fortbewegen.Das ist eine Bedrohung, das empfinden wir nicht gut.Und es gibt andere, die aufstrebende Volkswirtschaften sind,die sagen, geil, wir können eine bessere Welt machen, da ist doch cool für unsalle und wir können mit Geld verdienen.Und die anderen sind auch noch so doof und lassen uns. Das heißt,das wäre dann so dieser Wettkampf oder dieses oh scheiße, wir werden abgehängt, Sorge.Auch richtig, alles richtig. Aber dann müsste immer noch dieser ganze Frontier-Teil,müsste dem ja immer noch einen oben draufsetzen.Damit man da weiter Milliarden reinschmeißt. Und eventuell könnte genau dieserFrontier-Teil so ein bisschen enttäuscht werden. Weil wie gesagt,die ganz großen Durchbrüche haben wir bis jetzt noch nicht gesehen.Also vielleicht tritt da dann, Also tritt quasi dieses Tal der Ernüchterung ein.Einerseits so, oh krass, ist doch schwierig, eine komplette Volkswirtschaftmit KI-Potenzialen durchzuoptimieren, kriegen wir gar nicht so schnell hin.Das heißt, die gesellschaftliche Veränderung, die wirtschaftliche Durchdringungbleibt in einem halbwegs erträglichen Bereich.Und dann könnte ein anderer das vielleicht schneller machen.Okay, dann hast du internationale Konkurrenz, das löst du dann mit Zöllen oder sowas.Und dann könnte noch als dritter Aspekt sein und die Hoffnungen,quasi die Idee, in Frontier-Modelle zu investieren,ist irgendwie nicht mehr so attraktiv, weil man merkt, okay,scheiße, kriegen wir nicht monetarisiert.Es gibt quasi keine Nachfrage mehr an den Frontier-Modellen,weil das, was man jetzt gerade mal so lösen kann, kriegt man gelöst.Und es ist jetzt nicht mehr notwendig, so massenhaft in das nächste Modell zu,investieren, weil jetzt man erst mal ausreichend gute Sachen hat.
Tim Pritlove 0:45:35
Zumindest in der Masse.
Linus Neumann 0:45:38
In der Breite, genau.
Tim Pritlove 0:45:39
Also es wird immer die Anwendung geben für wirklich das krasseste Modell.Die wird es geben. Ja, auf jeden Fall.
Linus Neumann 0:45:48
Aber die Frage ist,die Frage ist, wie viel ist das dann noch? Kann sein, aber so diese Durchbrüche,weißt du, die man in dieser Technologie ja auch...
Tim Pritlove 0:45:57
So viel quantitativ oder wie viel Geld die Leute dafür bereit sind zu bezahlen?
Linus Neumann 0:46:03
Naja, also die...
Tim Pritlove 0:46:07
Na, wenn du Bundeskanzler wirst, dann setzt du dich doch auch erstmal hin undsagst, wie fahre ich denn jetzt hier den ganzen Laden überhaupt?Wie lösen wir denn jetzt hier die Krise? Sag mal.Sagt man es, was der März gerade macht?
Linus Neumann 0:46:19
Ja, der hat aber irgendwie der macht das wahrscheinlich mit einem Mit Office,mit Co-Pilots Der hat halt einfach keinen RAM mehr gekriegt,Der macht das so auf 8 Gig irgendwie mit so mit so einem quantisierten Quenoder so weit, was irgendwie gerade mal so einen geraden Satz rauskriegt Ich weiß es nicht.
Tim Pritlove 0:46:43
Wir wissen es nicht.
Linus Neumann 0:46:45
Jedenfalls, warum ich das alles sage, trotzdem wir in der letzten Sendung unsüber die momentanen Schwierigkeiten mit dieser Technologie und sie wird allesverändern und sie lässt gerade wirklich eine ganze Menge Sachen rasseln und rückeln,ist es nicht so, dass jetzt eine europäisch sinnvolle Position wäre,zu sagen, Unterwerfung ist die einzige Chance oder Unterwerfung ist billiger.Quasi so zu entscheiden, ah okay, schaut her, ein Rennen hat stattgefunden,dieses Rennen haben wir verloren, dann lass jetzt zusehen, dass wir möglichst,alles an Anthropic oder an die KI-Riesen geben, damit wir davon profitieren.Das halte ich für mit großer Wahrscheinlichkeit nicht die richtige Strategie.Also ehrlich gesagt mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit nicht die richtigeStrategie, weil ich dann doch ebenso positiv überrascht bin von den Dingen, die ich hier mit.Lokalen Modellen löse aus meinem Aufgabenbereich oder den ich mir gewählt habe.Und wie schön ich beispielsweise auch einfach Aufgaben von unterschiedlichenModellen lösen lasse und nachher die Güte feststelle.Da ist echt eine Menge Potenzial drin und ich habe mir jetzt auch schon so eineeigene Infrastruktur gebaut, die Aufgaben an unterschiedliche Modelle verteilt und die,einzelnen Rechner melden sich dann bei dem Broker und holen sich so die nächsteAufgabe ab und erledigen die und dann lasse ich Modelle gegeneinander antretenund gucke mir dann an, welches ist für diesen Anwendungsfall,das geeignetste und dann guckst du natürlich, bringt mir überhaupt ein größeresModell noch etwas in dieser Aufgabe und am Ende geht es ja auch noch.
Tim Pritlove 0:48:35
Wo hast du das RAM her?
Linus Neumann 0:48:39
Ja, wer früh gekauft ist. Du hast das alles schon gehalten.
Tim Pritlove 0:48:43
Das ist aus Zeiten.
Linus Neumann 0:48:43
Als Apple RAM noch teuer, als teuer galt. Aber natürlich bin ich hier constrained.Ich arbeite hier mit, warte, kann ich dir genau sagen, das sind relativ kleineModelle, die ich hier nutze.Der größere Teil des RAMs geht dann nur ein bisschen auf Kontext.
Tim Pritlove 0:48:59
Sind da auch europäische Modelle dabei?
Linus Neumann 0:49:04
Nee, in diesem Fall jetzt nicht. Also ich arbeite mit einem Gamma und einemQuen, die ich hauptsächlich in unterschiedlichen Aufgaben gegeneinander antreten muss.
Tim Pritlove 0:49:15
Also einmal USA und einmal China.
Linus Neumann 0:49:17
Ja. Aber Open Wait, von Hugging Face runtergeladen.Ja, irren, ne? On the Desktop. Ich habe das sogar auf einem Linux-Online.
Tim Pritlove 0:49:29
Ist nicht dein Ernst. Wow.
Linus Neumann 0:49:31
Doch. Läuft auch schon fast. Nein.Also die, ich könnte, ich glaube, es gibt eine realistische Chance auf den lokalenverteilten Modellen gehört die Zukunft,und das, auch das haben wir glaube ich hier schon besprochen,das scheint ja auch die Wette zu sein, die Apple in diesem Bereich eingegangen ist,weil man durchaus,ja, also erstaunt sein kann, wie geeignet Apple-Rechner für also.Die Mac Minis und Mac Studios sowieso, aber auch die iPhones seit Jahren habenja diese Neural Engines drin, die,optimiert darauf sind, geteilter RAM, CPU und GPU und darauf optimiert sind, eben.KI-Modelle auszuführen.Das heißt, da gibt es echt so einen realistischen Angle, dass wir demnächsteine ganze Menge halt doch auf eigener Hardware mit den geeigneten Modellen,erledigen lassen können,und dabei eine technologische Souveränität und auch die Möglichkeit des Umzugs,die Möglichkeit, ein besseres Modell reinzuflanschen und so weiter und so weiterhaben. Das Einzige, was wir dafür bräuchten, ist,dass wir uns mit dieser Technologie auseinandersetzen, dass wir uns Architekturenüberlegen, mit denen das geht, dass wir eben quasi informiert mit einer Technologie umgehen.Und dazu kann ich euch alle nur ermutigen.Denn ich glaube, auch das haben wir hier schon x-mal bemüht.Du brauchst nicht, wenn du irgendwie den Snack-Automaten da betreiben willst,dieses wunderschöne Vending-Machine-Experiment von Anthropic,Anthropic, wo dann am Ende das Modell mit seinem Controller philosophiert hatüber Transzendenz und der Controller sich hat überzeugen lassen anhand eines gefälschten.Absetzungsbescheids durch das Board, dass er jetzt seiner Aufgabe nicht mehr nachkommen soll. Das,sind halt Beispiele für zu intelligente Modelle. Die können über zu viel nachdenken.Und wenn du die auf die Aufgabe runterdampfst und trainierst und quasi daraufoptimierst, für das, was sie wirklich tun sollen, dann kannst du,mit sehr viel weniger Parametern sehr viel bessere und zielgerichtete Modellefür spezifische Aufgaben zur Anwendung bringen, als jetzt zu sagen,yay, alles an Fable, oh, mein Limit ist wieder aufgebraucht oder so.
Tim Pritlove 0:52:21
Ja, ich denke, jetzt haben wir erstmal wieder genug gesagt zu AI.Es geht uns für diese Woche.Uns beide beschäftigt das Thema ja extrem derzeit und wir werden es auch weiter fühlen.
Linus Neumann 0:52:38
Also ich würde sagen, KI ist eine Spielerei für Computerfreaks.Wir sehen darin keine Zukunft.
Tim Pritlove 0:52:47
Macht mal was mit Holz.
Linus Neumann 0:52:52
Wer hat das, Ron Sommer, wird das nachgesagt, oder?
Tim Pritlove 0:52:54
Was mit dem Holz?
Linus Neumann 0:52:56
Nee, das Internet ist eine Spielerei für Computerfreaks. Wir sehen darin keineZukunft. Das war doch die Famous, es ist doch ein ganz bekanntes Zitat.
Tim Pritlove 0:53:06
Habe ich jetzt gerade nicht so parat. Aber ich frage mal, das Internet, was...Kann mich jetzt auch nicht unbedingt...Okay.
Linus Neumann 0:53:17
Das Internet ist eine Spiele...
Tim Pritlove 0:53:19
Okay, kann sein.
Linus Neumann 0:53:23
Ron Sommer, Telekom-Chef, 1990.
Tim Pritlove 0:53:26
Ja. Steht hier im Internet, aber was ist die Quelle dafür?
Linus Neumann 0:53:31
Ja, das ist ja prä-Internet. 1990 hat die...
Tim Pritlove 0:53:36
1990 sollte er das gesagt haben. 1990 mit Sicherheit hat Ron Sommer...Wann war Ron Sommer überhaupt bei der Telekom? Weil er 1990 überhaupt Chef,hat mal niemals hat er 1990 gesagt.95 wurde Sommer Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom.
Linus Neumann 0:53:58
Ja gut, der kann er vorher auch schon gesprochen haben.
Tim Pritlove 0:54:01
Ja, Internet, das hat sich doch in Deutschland das Wort Internet 1990 niemand im Mund gehabt.Niemand. Das Wort Internet war kein Ding. Niemand.Niemand hat das 1990 gesagt. Auch nicht Ron Sommer. Niemals.Das ist einfach Unsinn. Blödsinn.
Linus Neumann 0:54:21
Also ich lasse das jetzt immer von...
Tim Pritlove 0:54:24
Vor 92, 93 hat niemand in Deutschland von dem Wort Internet überhaupt irgendwas gehabt.Gewusst, geahnt auch nur.Wir haben ja noch,93 92 Aber Robert Metcalf.
Linus Neumann 0:54:45
Der Ethernet-Erfinder, hat 1995 vorausgesagt, das Internet werde 1996 in einemkatastrophalen Kollaps untergehen.Der wusste halt, was er da geschaffen hat und dachte, hoffentlich geht er kaputt.Okay, Okay, dann ist das, also das scheint es nicht zu geben.Okay, na gut, dann ist es.
Tim Pritlove 0:55:14
Über Bildschirmtext wurde da geredet. Also, ne.
Linus Neumann 0:55:20
Na gut.
Tim Pritlove 0:55:21
Anyway, lass uns weitermachen. Wir haben ja noch andere Themen.Man mag es gar nicht glauben, dass wir auch über netzpolitische Aspekte sprechenwollen, aber nicht so schön.
Linus Neumann 0:55:33
Chatkontrolle. Wir haben lange nicht mehr über Chatkontrolle gesprochen. Der letzte Stand war ja.Dass die Ausnahme zur Ermöglichung der freiwilligen Chatkontrolle nicht verlängert wurde.Und dann man sich zu so einem Trick herabgelassen hat, die Abstimmung einfachnochmal zu machen, wenn keiner da ist und sich da irgendwie,weißt du, so nachts kurz vorm Urlaub, nochmal schnell, ach zack doch.Und den anderen haben wir nicht Bescheid gesagt.Sodass die Ausnahme jetzt doch wieder gilt.Und jetzt plant quasi der Rat.Die anlasslose Massen-Scans privater Kommunikation dauerhaft zu legalisieren,aber nicht durch Aufdeckungsanordnung gegen konkrete Verdächtige, sondern,über eine Idee namens Suchplan. Und da stellen die sich so vor,nationale Behörden erteilen so eine befristete Pauschalgenehmigung einen ganzenDienst oder Teile davon scannbar zu machen und diese,Genehmigung oder diese Anordnung oder diese Genehmigung ist dann an einen Dienstgebunden, nicht an eine Person.Und dann geht quasi ein Verwaltungsakt, machst du einen Verwaltungsakt ohneRichtervorbehalt, weil es jetzt legal ist.Und auf diese Weise ordnest du quasi eine Massenüberwachung an.Also sie sagen quasi, ach ja, wir können ja eine Ausnahme von der,wir können ja diese freiwillige Chatkontrolle dann einfach auch mal anordnen.Und wir haben aber, die ist ja jetzt nicht mal, die ist ja limitiert auf denDienst und vielleicht auf bestimmte Inhalte. Und deswegen ist ja trotzdem nochlimitiert und keine vollständige Massenüberwachung.
Tim Pritlove 0:57:40
Also so ungefähr so, als ob du dann sagst, nicht, wir dürfen jetzt hier,du fragst nicht, ob du ein einziges Telefonat oder einen einzigen Telefonanschluss,abhören darfst, sondern du sagst, wir wollen einfach Telefon abhören.
Linus Neumann 0:57:55
Und zwar ordnen wir das an hier für D1, D2, E-Plus und O2 oder FIAC Intercom oder was.
Tim Pritlove 0:58:04
Also für alles sozusagen.
Linus Neumann 0:58:07
Du ordnest das quasi für Teile eines Dienstes an. Dann sagst du,pass auf, bei euch, ihr müsst gar nicht alles.Ihr müsst nur die Direct Messages.Und der Rechtsdienst des Rates hat aber auch schon gesagt, schon das Scannenvon Teilen eines Dienstes ist mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit eine unzulässige,allgemeine und unterschiedslose Überwachung.Das heißt, sie wurden gewarnt, dass das so nicht geht, aber haben sich gedacht,machen wir trotzdem mal so.Im Parlament ist man weiterhin fraktionsübergreifend gegen diese Massenscansund sagt, naja, okay, wir wollen, wenn überhaupt, gezielte, richterlich angeordneteMaßnahmen gegen konkrete Verdächtige.Wir wollen Safety by Design und eben aktives Löschen von Material im Netz. Also die,lassen sich wieder einen Trick einfallen.
Tim Pritlove 0:59:06
Um dieselbe Debatte nochmal zu führen, irgendwas voranzutreiben,80% davon wieder abgezogen zu bekommen, um zumindest wieder 20% weitergekommenzu sein. Das ist einfach immer wieder dasselbe.
Linus Neumann 0:59:16
Es ist wirklich,unbelehrbar.
Tim Pritlove 0:59:21
Und funktioniert ja auch ein bisschen.
Linus Neumann 0:59:24
Ja, klar.
Tim Pritlove 0:59:25
Also es ist halt immer dieses Overton-Window. Man will immer mal wieder so einenRaum schaffen, wo das alles debattiert wird.Dann kommt noch irgendeine überhitzte Debatte rein. Oh ja, AI,Security, alles ganz schlimm. Wenn wir das jetzt nicht überwachen,dann werden wir alle sterben.Und in diesen Kontexten kriegst du dann halt immer wieder so eine partielle Zustimmung.Die ist Gott sei Dank jetzt in Europa immer noch nicht so ohne weiteres zu finden.Der Widerstand ist dann doch immer wieder groß, aber wenn es denen halt nicht,also wenn der dann irgendwann mal aufgezehrt ist oder zumindest auch nur inTeilen nachgibt, dann gibt es halt entsprechende Verschärfung.
Linus Neumann 1:00:05
Und dann hat sich die Kommission, das ist ein,kleiner Übergang jetzt zum nächsten Thema.Die Kommission hat sich natürlich gesagt, naja, hier Chatkontrolle und so weiterund Jugendliche müssen irgendwie auch mal was machen.Also wir wollen die Kinder schützen.Und deswegen haben sie sich gedacht, das machen wir mit einem Kids-Act. Ja, Kids Act.Und in dem wollen wir im Prinzip drei Dinge machen.Erstens, Altersgrenzen einführen für Accounts.Unter 13 kannst du gar keinen Account haben und erst ab 15 kannst du den eigenständig haben.
Tim Pritlove 1:00:53
Wo haben?
Linus Neumann 1:00:54
Also ein von einem Sorgeberechtigten eingerichtetes Jugendkonto.
Tim Pritlove 1:01:01
Also ist das jetzt beschränkt auf bestimmte Dienstarten oder man darf generell keine Account haben?
Linus Neumann 1:01:07
Komme ich gleich zu. Und außerdem wollen wir eben für alle Nutzer bis zum Altersnachweisist verpflichtet Safety by Design.Das heißt, du musst deinen Service quasi frei, du musst ab 18-Modus,das kommt alles immer in der, also Safety by Design heißt,alles was einem 13,5 oder 13Jahre und einen Tag alten Jugendlichen gefährlich werden könnte, ist weg.Das ist erstmal abgeschnitten und wenn du das haben willst, musst du einen Altersnachweis führen.Und diesen Altersnachweis, den machst du bitte per Zero-Knowledge-Proof.Und außerdem müssen die Anbieter eben nachweisen, dass ihre Dienste inhärentsicher sind, statt umgekehrt.Nochmal, es geht darum, also die Zielsetzung, die Idee hier ist,wir wollen das Internet oder in diesem Fall dann einen spezifischen Dienst,aber eben potenziell alle Arten von Diensten,sicher machen für Kinder, damit es quasi so die FSK 13 Variante per Default gibt.Und wer ein bisschen mehr als Vanille haben will, muss all das Nachweis bringen.Das planen Sie für sieben Dienste-Kategorien. Soziale Netzwerke,Video-Sharing, App-Store,Online-Spiel- und Spiele-Plattformen, KI-Begleiter, allgemeine Chatbots unddann geht damit einher einzelne Pflichten für Betriebssystemanbieter.Und das gilt, soll auch für alles gelten, also sobald auf deinen Dienst EU-Nutzerzugreifen können, ist es so.Keinerlei Ausnahme für kleine, neue oder sonstige Anbieter.Warum wird das so betont bei Chat-Kontrolle-Überlegungen und sowas?Es kam irgendwie drin vor, okay, das können wir jetzt nicht allen aufbürden,dass sie diesen Infrastruktur-Invest machen.So, wer soll ausgenommen werden? Gemeinnützige Enzyklopädien,Bildungs- und Wissenschaftsdienste, Open-Source-Plattformen, Behördendienste und,Messenger sollen jetzt erstmal nicht unter soziale Netzwerke fallen. Abwarten.Also das Ziel ist wirklich, unter 13 kriegst du bei den genannten Diensten eben gar kein Konto.Ausnahme, was weiß ich, kindgerechte Videodienste über das Elternkonto ab dreiJahren, aber maximal eine Stunde am Tag.Kriegst du jetzt dein dreijähriges Kind nur noch eine Stunde am Tag mit einemVideo aus dem Internet kaltgestellt.Und es darf keine Empfehlung und Suche geben, weil das sind ja quasi so die süchtig machenden,toxischen Funktionalitäten, dass es irgendwie weiterspielt und so weiter.Diese ganzen, davor sollen die Kinder dann geschützt werden.Zwischen 13 und 14 also letzten Tag deines 14.Nur von Sorgeberechtigten eingerichtetes Jugendkonto.Da werden die Kontakte vorab genehmigt und die Parental Controls sind dauerhaftaktiv, kannst auch nicht abschalten, trotzdem maximal eine Stunde am Tag.Es sei denn, die Eltern möchten kürzen.
Tim Pritlove 1:04:56
Weniger ist mehr.
Linus Neumann 1:04:57
Die Eltern, du kannst, das ist Wahnsinn.Und es ist ja auch super geil, dass die, also ich meine,Also wenn du jetzt nur Zugang zu diesem Internet und zu diesem Account in irgendeinerWeise mit einem Recht, das ein Kind hat,gleichsetzt, dann wird dieses Recht aber jetzt auf maximal eine Stunde am Tag begrenzt.Und Eltern kriegen aber die Freiheit, dieses Recht zu beschneiden.Auf eine halbe Stunde, auf eine Viertelstunde oder was auch immer.Aber eben nicht zu sagen, denn mein Kind darf mal eine Viertelstunde länger.Und wer jemals so mit Eltern, die heute Parental Control Features nutzen,was weiß ich, abends irgendwo saß und ein Bierchen trinken oder so,oder nach dem Essen noch ein bisschen labern und dann geht das ping und was weiß ich.So ein Mann will noch eine Viertelstunde länger Candy Crush spielen oder Pornosgucken, was immer man dann da freischaltet.Was das auch tatsächlich scheinen, also ich bin ja kein Älter,aber ich habe den Eindruck, dass es für beide ein großer Segen ist, dass man diesen Prozess,relativ einfach mit einer Push-Notification kurz über die Bühne kriegt,mal noch einen freizuschalten.Aber in diesem Falle wärest du dann eben an dem Punkt, dass du nur eine Stundelang, bis zu einer Stunde das Kind und dann kommt eben der Kids Act und sagt,nee, nee, nee, jetzt muss ich wieder um das Kind kümmern.Er hat genug Sendung mit der Maus geguckt.Und dann ab 15 dann eben potenziell ein eigenes Konto.Und Bestandskonten müssen dann eben innerhalb von sechs Monaten nach Geltungsbeginnverifiziert werden oder deaktiviert werden.Ausnahme ist, hohe Sicherheit der Volljährigkeit, zum Beispiel,dass das Konto schon 18 Jahre alt ist,oder also potenziell 15 Jahre reichen und eine Kreditkarte auf den Namen hinterlegtist, weil ja potenziell keine Kreditkarte kriegst, wenn du unter 18 bist.Und jetzt wollen wir dieses Safety by Design mal noch ein bisschen besprechen.Also jeder Account gilt als minderjährig, bis er Volljährigkeit nachgewiesen hat.Auch ohne Konto. Deswegen müssen kindgerechte Infos, priorisierte Meldewege,Parental Controls muss es geben.Das Kind wird aber auch informiert, wenn,seine Nachrichten da weiter ausgeleitet wurden, die Eltern informiert werden.Beschwerderecht und dann eben Vertretung durch Verbände muss es auch geben.Dann bei Social Media und Video werden suchtfördernde Designs,also Autoplay, Streaks, Push, Livestream, Anreize und so weiter verboten.Da muss es in der Nacht und in Schulzeiten Pausen geben,YouTube ab 19 Uhr ausgeschaltet.
Tim Pritlove 1:08:14
Du musst noch deinen Stundenplan hochladen.
Linus Neumann 1:08:16
Wie viele Eltern ihre Kinder nicht mehr ins Bett kriegen. Das wird so geil.Das wird so viel Produktivität kosten, wenn die ganzen entnervten Eltern dasKind abends nicht mehr mal kurz zwei Stunden mit so einem Screen stillschalten können.Kein verhaltensbasierter,Feed. Also kein Profil-Feed. Keine externen Daten.Standort, Kamera, Mikro und Kontaktsynchronisation muss aussagen.Aussagen, kein Erstkontakt durch Fremde.Inhalte Minderjähriger sind auch nur für Kontakte sichtbar.Man kann keine Screenshots machen. Und es gibt eben Transparenz bei In-App-Käufen.Bei Chatbots gibt es zusätzliches Verbot emotionaler Abhängigkeit.Kein Gedächtnis über frühere Sessions. Die müssen also jeden Tag neu erzählen, was ihr Problem ist.Risikotests vor dem Launch und die eingebetteten Bots dürfen nicht automatisch aktiviert werden.Und dann bei Online-Spielen gibt es einen reduzierten Katalog plus Schutz vorWeglacken auf Drittdienste.App-Stores müssen verpflichtendes Altersrating haben. Jetzt geht es nämlich,wo kommen die Apps denn her?Da kommt die ganze Sache jetzt, das ist ja ein sehr interessanter Wunschkatalog,den die da haben, den sie dann eben jedem,Dienst auferzwingen und jetzt entsteht natürlich folgendes Architekturproblem.Angenommen, du willst so etwas bauen und es ist ja quasi egal,wie klein du als Anbieter bist, du musst es machen.Quasi, dass dir jemand sein Alter nachweist. Da wären wir ja jetzt sehr schnell in dieser Situation,dass Altersnachweis als Service ein sehr gutes Geschäftsmodell ist,weil das können halt sehr wenige leisten, vor allem nicht rechtssicher.Das heißt, es ist so eine wunderschöne Idee zu sagen, alles klar,ich implementiere hier so einen Altersnachweisservice.Und der muss dann die ganze Zeit genutzt werden ja und,egal wer da draußen irgendeine Social Media KI, irgendein Online Spiel überhauptirgendeinen Dienst sind alle verpflichtet so eine Vanille Variante zu machen,und jeder muss sich da freischalten dann gehst du quasi ich hab eigentlich überlegt,ob überhaupt so eine Nachrichtenseite, wo ja auch die ganze Zeit Inhalte sind,die potenziell gefährdend sind für Kinder,ob du dann quasi, wenn ich demnächst meine Nachrichten lese,dann müsste ich mich ja überall die ganze Zeit ausweisen oder eben Accountsmachen, was in die Tracking-Hölle führt.Da kannst du nicht mal mehr anonym irgendwo Nachrichten lesen,weil überall erstmal nachweisen musst, dass du 18 bist.Sonst kriegst du nur die guten Nachrichten oder so.Und das ist relativ klar, dass das so nicht kommen wird und deswegen ist auchgenau dieser Aspekt so, ja, machen wir mal, wie wäre es denn,wenn wir das im Betriebssystem verankern?Weil wenn du das jetzt nur auf dem Service verankerst, diese Pflicht,jede Webseite muss sich fragen, jede App, dann ist das natürlich für alle total nervig.Da würden selbst wahrscheinlich so EU-Kommissionsleute checken,dass das echt nervig wird, wenn du die ganze Zeit so mit deinen Altersnachweis bringen musst.Deswegen haben die sich überlegt, naja, wie wäre das denn, wenn wir die Betriebssysteme,uns verpflichten, quasi so eine Art Gel, so eine Art Unlock zu implementieren.Dass das Gerät quasi sagt, Achtung, ich bin noch nicht freigeschaltet.Ich brauche noch die Watte-Variante. Bei mir hat noch keiner seinen Ausweis gezeigt.Und dann hättest du quasi, weißt du, dann gehst du in den Laden,kaufst dir so ein, sagen wir mal ein iPhone oder ein Android und dann sagt daserstmal so, ja, okay, hier, guten Tag und übrigens, wenn.Du bist jetzt hier im Kindermodus, falls dir das Internet auf einmal komischvorkommt, das liegt daran, dass du jetzt quasi wie ein Kind behandelt wirst,und wir könnten jetzt so einen Altersnachweis machen und dann,ist dein Gerät quasi in der Lage, sich gegenüber anderen kryptografisch nachzuweisenoder zu attestieren, dass hier ein Altersnachweis stattgefunden hat.Dann kriegst du halt auf einmal die guten Apps im App Store,dann kannst du auch wieder auf die Internetseiten gehen, die du sonst gar nichtbesuchen solltest und so.Und dann hättest du quasi, wenn man das so nutzen würde in einer solchen Architektur.Dann wäre das eben auch ein einmaliger Akt. Dann könnten die Mitgliedstaatenso mindestens ein kostenloses zertifiziertes Verfahren jeweils definieren.Und wenn du das genutzt hast, dann haben alle Rechtssicherheit.Weil das ist ja der Weg, wo auch wieder alle hinwollen.Wenn du so ein Gesetz anzettelst, dann sitzen natürlich die ganzen Service-Provider,die sagen, okay, scheiße.Wie schaffen wir es, dass wir jetzt nicht am Ende wegen Jugendschutz irgendwelcheMillionenstrafen haben und der Weg dahin ist natürlich alles klar definiertmir bitte welchen Service die Leute nutzen sollen,idealerweise zwingt mich bitte gar nicht erst diesen Service zu nutzen sondernmacht die Verifikation einmal auf dem Device im Betriebssystem,auf dem Android, auf dem Windows, auf dem Mac OS, auf dem iOS, wo auch immer,ist mir scheißegal und gibt mir irgendeinen Zertifikat, irgendeine Signatur,die ich einfach nur verifiziere und sagen kann, alles klar, du bist 18 oder nicht.Was sagst du dazu?
Tim Pritlove 1:14:40
Gibt es schon. Also ich meine, in macOS ist dieses Feature bereits integriert,weil es in den USA in einigen Bundesstaaten vorgeschrieben ist, dass es so etwas gibt.Es gab da auch eine Aushandlung, weil natürlich erst mal die politische Forderungwar von zeig mal deinen Ausweis und sag uns mal, wer du bist und dann checken wir das mal.Also vollständigen Ausweis zeigen. Wobei dann Apple durchgesetzt hat,dass sie dann eben diese Zero-Knowledge-Approach machen, so nach dem Motto,das ist ja hier unser Kunde.ICloud-Account, bla bla bla, Kreditkarte, alles was du vorhin auch schon genannt hast.Wir wissen ja sozusagen, wer das ist und wir können dann eben gegenüber diesemDienst das entsprechend nachweisen, dass eben folgendes Alter erreicht wurde.Also diese Funktionalitäten existieren, deswegen wecken die jetzt im Rahmensolcher politischen Gesetzgebungsprozesse auch entsprechende Begehrlichkeiten.Ich meine, in gewisser Hinsicht macht es ja auch Sinn, das so zu machen.Wir hatten ja schon mehrfach über Altersverifikation gesprochen und das,abgesehen von der Diskussion, ob wir sowas generell haben wollen, dass Dinge,für Menschen, Kinder ab bestimmten Alter eingeschränkt wird,ist halt klar, dass da, wo es irgendwie sinnvoll,ist oder wo es, selbst wenn es vielleicht nicht so sinnvoll ist,durchgesetzt wird, dass es dann natürlich auf jeden Fall mit so einem Zero-Knowledge-Proof,also mit einem der Dienst, der das prüft,kriegt nur gesagt, oder sagen wir mal, der Service letzten Endes,der genutzt werden soll, der kriegt nur von einer anderen Entität gesagt,dass das schon okay ist so.Aber nicht jetzt automatisch auch Details vom Personalausweis,Reisepass oder was auch immer in dem Moment eine Rolle spielt.
Linus Neumann 1:16:35
Genau, du könntest nämlich jetzt, also,Also wir kommen nachher zu den Folgen. Wenn du so etwas machen willst,dann musst du es technisch auch so machen, weil die Alternative wäre,okay, du zwingst jeden Service einen Altersnachweis zu machen,dann hast du da das ganze Theater,und den Tracking und so weiter.Wenn du es auf Netzwerkebene, was weiß ich, DNS sperren oder sonst was,das ist auch absolut zum Scheitern verurteilt. Also.Machst du es zwischen dem Device und dem Service.Für Apps ist es dann ganz besonders einfach.Das kann Apple im Prinzip, ich nehme jetzt immer Apple als Beispiel oder Googlegenauso, das wird dann einmal auf dem Gerät gemacht und dann hast du nämlichauch wunderschön die ganze Last bei Apple oder Google, als diejenigen,die dieses Betriebssystem machen,Die können dann an zentraler Stelle potenzielle Schwächen- und Umgehungsmaßnahmen,ausmerzen. Und du hast gleichzeitig für Apps, die sagen, hör mal,ich will gar nichts von dem Nutzer wissen.Keine Ahnung, nehmen wir als Beispiel Signal.Die wollen ja gar nicht wissen, wie du heißt, wie alt du bist oder sowas.Die hätten dann quasi so eine OS-AP oder noch nicht mal. Die würden einfachnur sagen, folgende Funktionalitäten gibt es, wenn das Gerät die Eigenschafthat. Ich bin ab 18 und ansonsten gibt es sie nicht.Da hast du wirklich ein technisches Ökosystem geschaffen.Wo das funktioniert. Das ist die einzige sinnvolle technische Lösung,wenn man auf die sehr schlechte Idee kommt, so etwas zu machen.Denn du zementierst damit ja auch vollständig das Monopol von,in dem Fall Apple und Google. weil,wer also wie nehme ich beispielsweise jetzt mit meinem Linux on the Desktop,wie nehme ich da jetzt noch am erwachsenen Internet teil,wenn das nicht eine in Anführungszeichen sichere,Remote Attestation Möglichkeit hat, zu beweisen, dass eine Altersnachweis durchgeführt wurde.Und warum ich da jetzt den Begriff Remote Attestation verwende,du brauchst quasi etwas, also das Problem, was du ja lösen musst.Aus einer Security-Perspektive ist, dass der Altersnachweis nicht geschohlen werden kann.Und dass der auch nicht gefälscht werden kann. Dass der auch nicht übertragbar ist.Das ist ja immer die Anforderung bei so etwas und das würdest du am Ende eigentlichmachen mit einem, letztendlich mit einem Zertifikat.Das Zertifikat hat eine Gültigkeit, das ist signiert von jemandem,in diesem einen Beispiel von Apple oder Google, die sagen, jo,wir haben einen Altersnachweis gemacht und klappt.Oder sie würden es potenziell vielleicht gar nicht mehr dem Service sagen müssen,sondern sie liefern es einfach mit.Es muss aber für den Service wiederum überprüfbar sein. Das heißt,du würdest irgendetwas Kryptografisches machen, wo potenziell,wenn der Key verloren geht oder in falsche Hände gerät, er geeignet ist,einen einmal durchgeführten Altersnachweis auf andere Geräte zu übertragen.Oder zu kopieren. und das musst du ja verhindern, weil sonst ist dein Systemja kaputt, das heißt, du setzt auf jeden Fall irgendwie auf so ein TPM,das ist alles klar, auf jeden Fall muss es ein,sicheres Modul für die kryptografische Aufbewahrung von Schlüsseln in dem Gerät geben,in dem dann dieser Altersnachweisschlüssel verwendet wird, mit dem dann signiertwird, im Rahmen dieses Zero-Knowledge-Proof, ja, der Altersnachweis hat stattvon alles klar gesagt, wir verraten trotzdem nicht die Idee,und es muss aber auf eine Weise implementiert sein, dass ich den Schlüssel nicht klauen und.Kopieren kann, irgendwo anders hin übertragen kann. Und damit wird es sehr,sehr, sehr schwierig, weil solange du nicht wirklich quasi über ein Gerät verfügst, was,ein solches TPM hat,glaube ich, wird es zum Problem, an diesem Ökosystem noch teilzunehmen.
Tim Pritlove 1:21:22
Ja, das wird fast eine Voraussetzung dafür, dass man überhaupt noch an irgendeinemÖkosystem teilnehmen kann.
Linus Neumann 1:21:28
Richtig, und das lieferst du mit einer solchen Architektur den großen Plattformen-Freihaus.Du sagst im Prinzip voll geil,wir schenken euch, dass ein großer Teil der interessanten Inhalte im Internetnur noch über eure Devices problemlos zugänglich sind.Angenommen, es gibt noch das Internet.
Tim Pritlove 1:21:54
Und vor allem, ich meine, ich muss sagen, dieser Kids-Act ist wirklich so dermaßen überdreht.Die Liste ist ja wohl vollkommen irre. Das ist ja ein feuchter Fiebertraum von,allem, was man sich nur irgendwie vorstellen kann.Die Implikation, angenommen, das würde jetzt morgen beschlossen werden,dass es nicht wird, aber angenommen.Mit diesen Regeln irgendeine realistische Compliance hinzubekommen, ist eine Bürde.Also jetzt mal abgesehen davon, dass hier auch viele nicht wünschenswerte Regelungen drin sind.Aber selbst wenn man die alle für wünschenswert halten würde und wenn man sagt,so ja, voll gut jetzt hier, Kinder total geschützt, nichts kann mehr passieren,dann damit Compliance zu bekommen, erscheint mir einfach extrem unrealistisch.Und wenn überhaupt es Systeme gibt,also ein Mac OS hat es dann ein bisschen einfacher, ist aber auch nur ein kleinerTeil in diesem ganzen Spiel und große Anbieter haben es natürlich auch einfacher,weil sie ganz anders skalieren können.Während halt so Systeme wie Mastodon als Social Network,freie Linux-Desktop-Rechner, die man einfach mal so benutzt,müssten dann im großen Maße auf so Third-Party-Dienste,ausweichen, werden also quasi gezwungen, auf einmal Bezahldienste zu machenfür einen Dienst, der vielleicht eigentlich frei ist.Und das dann nicht stemmen können oder auch nicht stemmen wollen,weil ja auch administrativ da der Aufwand enorm steigt, weil die rechtlicheUnsicherheit, was passiert, wenn ich jetzt damit nicht compliant bin?Wer ist dann irgendwie schuld? Ist das dann irgendwie der Admin und so weiter?Wird der Verein aufgelöst? Was auch immer, was passiert dann?Das würde halt einfach mal jegliche Entwicklung, abgesehen von großen Playern komplett erdrücken.Also da ist dann halt einfach an Innovation in diesem Bereich überhaupt nicht mehr zu denken.
Linus Neumann 1:24:16
Ich glaube einen kleinen Aspekt würde ich noch anmerken.Angenommen, ich betreibe eine Webseite. Ja, und die ist, was weiß ich,genau, Mastodon. Ich habe einen Mastodon-Server.Und ich bin jetzt gezwungen, an diesem Age-Verification-Regime teilzunehmen. Ja, kann ja sein.Wenn du eine Architektur machst, die am Ende ihren Vertrauensanker in einemTPM auf einem Device hat,dann kannst du, also dann ist das wirklich in wenigen Zeilen Code geschrieben,dass du dir eine Zertifikatskette geben lässt, die quasi gerade sagt,so hier, zack, hier ist ein Altersnachweis durchgeführt worden,und das wäre dann potenziell, also ja, letztendlich wäre es so ein Config-Parameter in deinem Nginx oder,in deinem Apache oder was auch immer dein Elixir-Webserver, wie der heißt,da würdest du potenziell am Ende hättest du einfach nur so eine Reihe an,Zertifikaten, von denen du eine Signatur akzeptierst und dann sagst du, alles in Ordnung.Und ich glaube, genau das ist halt echt das Gefährliche, dass du das sehr schnell,zu einem technischen Standard erheben kannst, den dann eben,Microsoft, Apple und Google problemlos erfüllen.
Tim Pritlove 1:26:01
Und Meta.
Linus Neumann 1:26:05
Nee, nee, nee. Das Problem ist, glaube ich, eher die Device-Dependency.Du zementierst das Monopol auf dem Device und machst aber die Adoption für dieServices da draußen sehr einfach.Und das ist, also wenn die gleichen Leute, die rennen den ganzen Tag rum undsagen, ne hier, aber Digital Markets, wir müssen Monopole brechen und jetzt,der Messenger, der muss jetzt, wir haben uns überlegt,Befreiungsschlag, Befreiungsschlag, europäische Unabhängigkeit,der Messenger, der muss jetzt interoperabel sein, wir brechen das jetzt auf,wir zerschlagen euch, wir brechen eure Macht, oh ne doch nicht,passt auf, wir haben uns überlegt,wir machen so ein Remote Attestation Framework, was wir einfach gesetzlich verpflichtendmachen, was alle einfach fett in eure Plattformen bindet. Was haltet ihr davon?Außerdem schaffen wir Rechtssicherheit für euch.
Tim Pritlove 1:27:05
Es ist völlig irre.
Linus Neumann 1:27:08
Keine so gute Idee.Und was dann natürlich passiert,Also der Default, was wir ja hier sagen, Safety by Default heißt einfach nur so,unverifiziert heißt Kind.Also das Erste, was du mit dem Computer machst, den packst du aus oder ein Device,was du verkaufst, packst es aus und weißt nach, dass du 18 bist, damit es benutzbar ist.Und Junge, Junge, Was für eine schlechte Idee.Ja, also ich kann dir das gar nicht sagen.Achso, genau, worauf ich noch hinaus wollte, ist, das nächste Problem,was du dann lösen willst, ist,jetzt gehen natürlich die Eltern hin und sagen nach dem vierten Tag,wo das Kind nur eine Stunde Candy Crush spielen konnte, sagen die, scheiße, Alter.Hier kriegst du lieber ein Gerät ab 18, senden, als dass ich mich hier weiterdieser EU-Vorgabe von einer Stunde Screentime mit der Sendung mit der Maus oderwas unterwerfe und schalten das frei.Die nächste Idee, die dann natürlich kommt, ist, da muss das Device halt abund zu mal wieder nachfragen.Oder, man könnte ja auch sagen, wir verpflichten das Device,Plausibilitätsanalysen zu machen. Wenn jetzt zum Beispiel mit deinem iPhoneam laufenden Band Erwachsene fotografiert werden und irgendwie so die Kinder-Selfies fehlen.Dein Gerät ist 18 aber es werden die ganze Zeit nur Kinder-Selfies gepostetda könnte man ja als EU sagen, hör mal auf Apple merkst du doch,dass da eine Circumvention stattgefunden hat, da verpflichten wir dich aberjetzt dagegen vorzugehen Plausibilitätsanalysen wird hier etwa,wurde hier etwa einem Kind ein Gerät freigeschaltet, obwohl es ein Kind istund das rennt jetzt hier als 18-Jähriger durchs Internet und könnte theoretischmit Ungemach konfrontiert werden.
Tim Pritlove 1:29:23
Oder mit TikTok-Videos.
Linus Neumann 1:29:25
TikTok-Videos, ja. Also dieser, also diese, es ist schon wirklich irrsinnig,was das für ein protektionistischer Gedanke ist und für was,für was für einen Wahnsinn der führt. Ja.
Tim Pritlove 1:29:39
Also das Ganze ist jetzt erstmal vorgelegt worden vor einer Woche oder so oder 17, 14 Tagen.Das heißt, das ist jetzt ein Vorschlag der Kommission, das ist eine absolute Maximalforderung.Das muss natürlich jetzt erstmal im Parlament durchgenudelt werden,da wird das sicherlich nicht so gut ankommen.Aber wie bei all diesen Gesetzesvorhaben muss man halt jetzt gut hinschauenund schauen, was am Ende dort in Kompromissen dann vielleicht doch wieder übrig bleibt,wenn dieser ganze Vorstoß nicht zurückgenommen wird. Aber da habe ich irgendwierelativ wenig Hoffnung, zumindest jetzt erstmal kurzfristig,dass es gleich wieder abgesagt wird.Es ist ein bisschen viel. Dass das jetzt ausgerechnet unter der Führung vonUrsula von der Leyen passiert, hat natürlich auch so ein Geschmäckle.Wir erinnern uns vielleicht noch so vage an die gute alte Zensursolar-Debatterund um die Stoppschilder im Internet. Das war ja sozusagen ihr Ding damals,als sie noch im Ministeramt war.Und das hat ja auch nicht so gut funktioniert. Da wurden dann so DNS-Sperrenund so weiter gemacht. Wir müssen ja irgendwie was für die Kinder tun.Im Prinzip ist das jetzt die neue Version davon.Da kannst du es nicht lassen, der Ursel.
Linus Neumann 1:31:03
Und ich meine, wir diskutieren so Sachen immer so, als wäre das so der,als würde es damit enden.Aber die werden ja auch nicht aufhören, zum Beispiel mit ihrer Chatkontrolle und so.Und das kannst du natürlich, wenn man das ein bisschen verbindet mit was wirvorher gesagt haben, dann sagstdu halt, ach so, ihr wollt Ende-zu-Ende- Verschlüsselung, in Ordnung.Ihr wollt Chatkontrolle nicht für Erwachsene. Alles klar, finden wir auch in Ordnung.Dann zwingen wir die jetzt halt in das Betriebssystem.Dann musst du nämlich, wenn du jetzt eine App von potenziell.Jugendgefährdenden Kontaktmöglichkeiten sind und du hast nicht jemand gezeigt,ich bin aber ja 18, dann musst du die Betriebssystem-API nutzen,wo ein Betriebssystem-LLM darüber wacht,dass da die Kinder auf den Bildern alle angezogen sind und so weiter und sofort also das Schlimme an dieser ganzen Sache ist dass es halt tatsächlich,einige Probleme löst aber eben auf eine sehr sehr unkluge Weise,insbesondere wenn man meint man wäre ja die Europäische Union und wollte sichnoch gegen irgendwelche Monopole oder Plattformen wehren.Kommen wir zu den Terminen.
Tim Pritlove 1:32:48
Ja, einen hast du ja schon genannt,den willst du jetzt bestimmt nochmal nennen, wie ich dich kenne. Ja.
Linus Neumann 1:32:56
Den LMP-Salon. Das ist der nächste Tempel. Achso, den wollte ich. Der ist doch, warte mal.
Tim Pritlove 1:33:03
Den haben wir auch schon mal erwähnt, aber wir haben noch nichts Konkretes genannt.
Linus Neumann 1:33:07
Genau, wir wurden aber gefragt, wann wir denn dafür die Tickets verkaufen. Der ist ja am,wann ist der denn nochmal?
Tim Pritlove 1:33:15
Wann ist der denn nochmal?
Linus Neumann 1:33:16
Im Oktober war das, ne?
Tim Pritlove 1:33:17
Ja, also ist nicht mehr so lange hin. Musste schon,musst du dir was frei halten.
Linus Neumann 1:33:26
Oh krass. Oh und ich habe jetzt gedacht, wann wollen wir denn dann den Vorverkauf machen?
Tim Pritlove 1:33:30
Na, am 5. Oktober.
Linus Neumann 1:33:33
Echt am fünften? Also nur sechs Tage vorher? Ja, reicht eigentlich, ne?
Tim Pritlove 1:33:36
Ja,dann habt ihr auch Planungssicherheit und wir auch.Genau, nee, wir kommen jetzt nicht vorher dazu, ich bin unterwegs und pipapo,dieses und jenes, aber am 5. Oktober geht's los und dann kauft ihr ein paarTickets und dann sehen wir uns am 11. Und dann quatschen wir so ein bisschen.
Linus Neumann 1:33:55
Genau, Konzept haben wir in der letzten Sendung erklärt. kleiner Kreis,so um die 30 Leute in einer kleinen gemütlichen,Location in Neukölln und zwar in der L-Stube und wir,haben diesen Ticket verkauft, machen wir deswegen, damit wir diesen Raum nichtüberfüllen und ihr sicher seinkönnt, dass ihr da reinkommt und wir sicher sein können, dass ihr kommt.Deswegen launchen wir diesen kleinen Ticket-Vorverkauf in dem Sinne um am 5. Oktober um 12 Uhr.Habe ich jetzt mal entschieden, um ein bisschen Druck auf den Tim zu erhöhen.Und wir haben dann auch Tickets zu unterschiedlichen Preisstufen ermäßigt,Standard und Supporter.Aber wie gesagt, bei den Tickets geht es ums eher darum, eine Verbindlichkeitzu haben eurer Teilnahme und eures Besuchs.Bitte gebt ihr auch einfach ab, wenn ihr nicht kommt.Und gleichzeitig eine kleine Spendenmöglichkeit für euch zu bieten,wenn ihr zu den Kosten des Events irgendwie beitragen wollt.Das ist der 5. Oktober.Dann ist vom 30. Oktober bis 1. November ist die FIFCON.
Tim Pritlove 1:35:16
FIFCON 42, man muss schon das genau sagen.
Linus Neumann 1:35:21
Das habe ich nicht verstanden, aber ist das wirklich die 42?
Tim Pritlove 1:35:23
Ich weiß nicht, ob es die 42. ist. Ich weiß nur, dass auf der Webseite FIFCON42steht und ich nehme natürlich das Internet für voll und wenn da steht FIFCON42,dann wird das schon seinen Grund haben.
Linus Neumann 1:35:36
Meinst du echt, die haben so viele FIF-Könne schon gemacht?
Tim Pritlove 1:35:39
Ich weiß nicht, ob die zählen. Vielleicht heißt ja jede FIF-Könne.Achso, wenn ich auf den anderen Link klicke, dann steht hier FIF-Könne 26.Das ist ja auch sehr konsistent hier auf der Webseite.Also auf der eigentlichen Webseite, auf 20.26.fifkon.de steht LattenSound FIF-Könne42, eine Konferenz des FIF.Wenn man auf Ticket klickt, dann ist FIF-Könne 26.Also ihr habt jetzt sozusagen Jetzt sind wir wieder bei der ZeitmaschinengeschichteDa muss so dringend reguliert werden,Also da haben wir jetzt hier eine Differenz von 16 Und jetzt wissen wir noch nicht mal.
Linus Neumann 1:36:25
Was Also vom 30. Oktober bis 1. November Ja,Hat die FIFCON 42 stattgefunden gehabt werden?
Tim Pritlove 1:36:38
Zu haben. Vielleicht fängt sie ja auch 26 an und ist erst 42 zu Ende.Das geht jetzt einfach 60 Jahre lang.
Linus Neumann 1:36:48
Wenn man da in so ein Zeitloch fällt, dann bist du ja 42 Jahre lang im Loch.Oder nee, das sind ja gar nicht. Das sind ja nur 6 Zeitmaschinen.
Tim Pritlove 1:36:56
Die dringend reguliert werden. Also dass der FIF da jetzt auch so reingrätscht,das ist jetzt auch wirklich, da wird jetzt eine politische Debatte aufgerufen, die gar nicht dran war.Aber jetzt haben wir den Salat. Na gut, also ihr werdet das dann irgendwie gelöstbekommen sicherlich mit der Weißt du wo? Es sind ja alles Informatikerinnenund Informatiker, die wissen ja eigentlich wovon sie reden. Wo ist denn das eigentlich?
Linus Neumann 1:37:18
Ja.
Tim Pritlove 1:37:19
Na? Also wo fängt es an?
Linus Neumann 1:37:20
Im Delphi.
Tim Pritlove 1:37:21
Man ist ja jetzt nicht 16 Jahre lang nur an einem Ort.
Linus Neumann 1:37:26
Im Delphi.
Tim Pritlove 1:37:27
Im Delphi. Da waren wir auch schon mal.
Linus Neumann 1:37:31
LNP 200 haben wir da gemacht.
Tim Pritlove 1:37:33
Das ist ein schönes altes Theater und sehr schicke Location.Da werdet ihr sicherlich eine Menge Spaß haben. Der Slogan ist keine Panik,Resilienz in der Polykrise.Also das ist sozusagen für euch keine Duma.Für euch Duma genau der richtige Schutzraum, wo ihr euch dann aufhalten könnt.
Linus Neumann 1:37:53
Keine Panik, Resilienz in der Polykrise.
Tim Pritlove 1:38:00
Also da könnt ihr euch auf jeden Fall abhärten. Wenn ihr euch aber richtig durcheinanderbringen wollt, dann müsst ihr natürlich zu Linus gehen.
Linus Neumann 1:38:10
Unbeschwingt durch den nuklearen Winter. Resilienz nach dem Erstschlag.Und am 17. November dann im Mehringhof Theater Funfacts Ticket vor Verkauf ist auch schon gestartet.Und Funfix-Bandenmitglied und so weiter, wollt ihr auch alles werden.
Tim Pritlove 1:38:35
Genau.
Linus Neumann 1:38:38
Klickt euch das alles, solange das noch geht mit euren nicht freigeschalteten iPhones.
Tim Pritlove 1:38:43
Ja, besonders ihr 13-Jährigen.
Linus Neumann 1:38:48
Ja, also wenn ihr 13 seid, ihr müsst die Tickets innerhalb von einer Stundekaufen, sonst ist die Bildschirmzeit vorbei.
Tim Pritlove 1:38:56
Hoffen wir mal, dass die Webseite da mitspielt.Ach ja. Am Ende sitzt du nur noch mit Erwachsenen rum, Ninos.
Linus Neumann 1:39:12
Ja.
Tim Pritlove 1:39:14
Ja.
Linus Neumann 1:39:15
Ja, wäre auch mal nicht schlecht.
Tim Pritlove 1:39:16
Wobei, die benehmen sich immer mehr wie Kinder. Also kindischer wird es dann auch nicht mehr.
Linus Neumann 1:39:22
Kinder sind mir teilweise ein bisschen lieber.
Tim Pritlove 1:39:24
Das geht jetzt leider nicht.
Linus Neumann 1:39:27
Ja, die sind ein bisschen, diegehen einfach so kindlich, unbeschwingt und resilient durch die Polykrise.
Tim Pritlove 1:39:33
Goldene Zwanziger, ich sag's ja. Warum werde ich dafür eigentlich gescholten?Das weiß keiner Das,versteht keiner Naja, das werdet ihr dann in der Zukunft wissen,das könnt ihr dann überprüfen mit eurer Zeitmaschine Also, schwupp auf die Zeitmaschinebevor sie reguliert wird Leute, das war's, wir verabschieden uns,von euch in dieser Woche und hoffen euch dann bald auch live zu sehen und dannauch natürlich indirekt sozusagen in der nächsten Sendung.Könnt ihr euch uns dann hören, also andersrum. Ihr wisst schon.Bis bald. Tschüss.
Linus Neumann 1:40:18
Ciao, ciao. Übrigens auch nur noch dann eine Stunde LNP, ne?Da hab ich noch gar nicht dran gedacht.Wir müssen dann für die 13- bis 15-Jährigen ist nach einer Stunde hier Schluss.

Shownotes

43 Kommentare zu „LNP561 Zeitmaschinen müssen dringend reguliert werden“

  1. Die Erklärung zum Problem – Labyrinth und Ratte – war irgendwie krumm und schief. Wie soll denn eine Ratte in einem zufallsbestimmten gegebenen Labyrinth einen Vorteil haben, der innerhalb des zweidimensionalen Geschehens stattfindet, wenn sie sich zum ersten mal auf die Suche begibt. Sie hat doch bei jeder Verzweigung eine Anzahl an Entscheidungsmöglichkeiten. Diese kann sie systematisch, z. B. von links nach rechts, oder zufällig abwickeln. Solange sie einen Backtracking-Mechanismus betreibt, wäre beides gleich viel wert, weil jede Systematik auch nur eine Realisierung von zufällig ausgewählten Wegen wäre. Der Vorteil wäre einzig, wenn sie erschnüffeln könnte in welcher Richtung der Speck liegt. Das läge aber außerhalb der vom Experiment gegebenen Grundannahmen. Das Experiment wäre damit ungültig bzw. ein gänzlich anderes. (Ich gehe von einem „normalen“, schleifenfreien Labyrinth aus – ein ungerichteter kreisfreier Graph: Beispiel.)

    • Tatsächlich habe ich das Experiment unvollständig erklärt.
      Das klassisch behavioristissche war: Ratten erhalten am Ziel Futter und werden immer besser darin, das Labyrinth zu löschen.
      Erklärt wurde das genau mit Reiz-Reaktions-Lernen.

      Der „Bruch“ im Paradigma kam dann so:

      Zweite Gruppe erhielt nie Futter. Ratten liefen ziellos umher; Fehlerquote blieb hoch.
      Eine dritte Gruppe erhielt in den ersten 10 Tagen kein Futter, ab dem 11. Tag jedoch schon.

      Sobald dann Gruppe 3 ab Tag 11 Futter bekam, sank ihre Fehlerquote schlagartig und sie fand den Weg zum Ziel sogar schneller als Gruppe 1.
      Damit war klar, dass die dritte Gruppe auch gelernt haben musste, obwohl sie ja keine Belohnung bekommen hatte und vorher ziellos umher lief.

      Die Ratten hatten offenbar eine „mental map“ aufgebaut.

      • Danke für die Erklärung. Mich dolcht aber das Gefühl, dass der Aufbau des Experimentes aus dem Labor von Dr. Venkman stammt:

        »The effect of negativ reinforcement on E.S.P.-ability«, Dr. Peter Venkman et al., 1984

        Bei den Wirtschaftswissenschaftlern schreibt man immer „ceteris paribus“ (unter sonst gleichen Bedingungen) dazu, wenn die Anzahl der Veränderlichen unkontrollierbar hoch ist. Es gibt keinen eingeschränkten vernünftigen Grund, warum Gruppe 3 ab Tag 11 den Weg zum Ziel sogar schneller als Gruppe 1 fand. Ratten sind so hochkomplexe und intelligente Tiere – Hörvermögen von 15Hz bis 80.000Hz, Geruchssinn hundeähnlich, Sinneshaare, hierarchische Gruppenverbände. Warum sollten sie keine vom menschlichen Beobachter nicht wahrnehmbare Ziele verfolgen? Mir fehlen zu viele Informationen und Randbedingungen, um das bewerten zu können. (Lass uns weitergehen…is nicht so wichtig.)

        Gehör der Ratte: https://rattenzauber.de/ohr.html
        Weitere Eigenschaften: https://rattenzauber.de/sitemap-Links.html

  2. Bezüglich Behaviourism und KI hätte ich jetzt den Fokus eher auf „poverty of the stimulus“ & Linguistik/CogScience gelegt, da KI letztlich ja aus externalisierter Sprache Denken zu konstruieren versucht (ich würde eher sagen „simulieren“). Da gibt es Jahrzehnte an Forschung und Diskussion, die bei jedem neuen KI-Durchbruch oft ignoriert wird („jetzt ist alles anders“..).
    Damit verbunden natürlich das Problem, dass geschrieben/gesprochene Sprache „nur“ ein fehlerbehafteter linearisierter Output von dem ist, was im Oberstübchen abgeht (und nur ein Modus, man denke an Taubstummensprache etc.).

  3. Wir rätseln herum, wie die Künstliche Intelligenz funktioniert. Was ich mich frage ist, was eigentlich mit den 37.000 bei der NSA beschäftigten Hochleistungsmathematikern (Stand 2013) so am Start ist? Wir wissen aus der Historie, dass die Dechiffrierung der deutschen Verschlüsselungstechnik und ihr Urheber, Alan Turing, erst 1974 veröffentlicht oder bekannt gemacht wurden – fast 30 Jahre nach Kriegsende. Welchen Blick haben die auf Chat-GPT, Claude und den anderen LLMs und KIs? Wer ist der aktuelle unbekannte Alan Turing? Was haben die neben ihrem Yachtclub sonst so im Keller rumstehen? Das können ja nicht nur weitere zehn überzählige »Nancy Grace Roman«-Weltraumteleskope sein. Was werden wir in 30 Jahren herausbekommen? Schlagt hier mal bitte größere Bögen zu dem Thema auf. Wenn man aus diesem Blickwinkel schaut, sieht alles, was zu KI erzählt wird, massivst seltsam aus. Schon ‚Social Media‘ war ein dankbares sehr nützliches Geschenk.

      • Stammtische haben in den letzten 30 Jahren auch massiv an Reputation verloren.
        Nicht?
        Seien wir mal ein wenig fair zu den Stammtischen. Da haben Hinz und Kunz gesessen, und Richter Hinz und Ingenieur Kunz und Doktor Hinz und Kinderärztin Kunz usw. – Bis zum 3. Wein oder 6. Bier haben die vielleicht viel rumgesponnen, aber das war nicht alles unbegründet, nur weil sie keinen schriftlichen Quellenbeleg hatten. Allgemeinwissen, das noch aus 5-6 Perspektiven, kann im Rumgequatsche, wenn es nicht nur darum geht die schrillste Geschichte parat zu haben, Aufzuschneiden, sich als moralisch überlegen aufzuschwingen – das spielt ja im menschlichen Klein-Klein immer auch mit eine Rolle, aber auch im Romangeschehen, bei Theaterstücken, Filmen usw. – hat das die KI nicht implizit mitgelernt, selbst wenn sie es nicht begriffen hat, weil sie Wohlbefinden nicht als innere Erfahrung kennt, kennen kann – kennen kann nach heutigem Stand der Technik, würde ich vermuten…

        Worauf ich hinaus will?

        Ich fand FWWs Hinweis auf „Alan Turing … fast 30 Jahre nach Kriegsende“ einen sehr guten und in der gleichen Liga, dass einem im Internet so viel geschenkt wird – bitte keine Sprüche mit „.*bist Du die Ware.*“ – (danke) – –
        Okay – sollte ich auch begründen?
        Mach ich, ich ziehe den „Unser Mann in Moskau“-Joker, das ist nicht Putin, nicht unser Mann, oder sollte ich besser „nicht mein Mann“ sagen? Wäre neutraler, können mehr mitgehen. Sage ich das.

        Also „mein Mann in Moskau“ – ne, geht auch nicht, das geht ja nicht um mich. Klingt so wie „private Dancer“. Ne, unser Mann in Moskau kann es ja trotzdem sein, auch für die, für die auch Putin ihr Mann in Moskau ist. Unser Mann in Moskau ist natürlich Dings! Mann, wie lange habe ich den Namen nicht mehr benutzt, noch gehört. Der uns die Augen geöffnet hat, oder die früher schon Hellsichtigen bzw. besser Informierten, Drittens: vielleicht von Natur aus auch Überängstlichen – es gibt ja mehr als eine erdenkliche Ursache oder Mitursache, dass — Snowden — jetzt — da fällt es mir doch noch ein.

        Also angenommen ich würde Pornos schauen, rein hypothetisch (wieso sollte ich das tun?), nur mal angenommen. Und das würde mir ein Dienst zuordnen können. Wie viele Menschen, hier sicher vor allem Männer, wenn auch nicht ausschließlich, sind wohl mit Kompromat – ich rede nicht von rechtswidrigem Zeug – einfach weil sie nicht wollen, dass die Ehefrau weiß, dass sie bei Pornos immer Wert auf eine bestimmte Haarfarbe legen, die nicht die Haarfarbe der Ehefrau ist. Gut – das macht natürlich nicht jeden erpressbar.

        Die Dienste haben vielleicht das Material, um fast jeden ein wenig zu erpressen, aber natürlich bietet kaum jmd. Anlass, ist interessant genug, die Umsetzung würde ja viel zu viel Manpower erfordern, und die Zahl der Mitwisser darf auch nicht unermesslich sein.

        Daraus folgt natürlich nicht, dass die Dienste sich an der Finanzierung von Facebook, YouTube, Insta, TwitteriX und bla beteiligt haben, um alles über uns abgreifen zu können, und posthum vielleicht, wenn jmd. als Attentäter unliebsam auffällt, um dessen Historie im Netz abklappern zu können, Bekannte, Freunde, wer war dessen Netzwerk – das wollen Ermittlungsbehörden dann doch gerne wissen, auch wenn es für das Attentat zu spät kommt, aber wenn das nicht von langer, langer Hand geplant war, dann hat derjenige vielleicht unbekümmert Spuren hinterlassen.
        Erstens kann es sein, dass die Dienste das auf eigene Faust abgefischt haben, und die Plattformen ohne staatliche oder sonstige verdeckte Finanzierung auskamen – die verdeckte Finanzierung kann aber zum Teil reichlich anonym über Aktienerwerb passieren. Dienste, die oft Informationen haben, bevor sie in der Öffentlichkeit sind, haben damit auch Gelegenheiten mit weniger Risiko als andere Geschäfte zu machen, und das Backing für große Summen haben die Dienste allemal.

        Also mach mir den Stammtisch nicht schlecht. :) Da kann man seine Blase erweitern.

    • *slightly blushing*
      Meint ihr, er meint mich mit 37.000 Hochleistungsmathematikern? Ich bin ja mehr als nur 1 Hochleichtungsrechner: In meine Pipeline haben wir mindestens fünf MPCs, ich habe auch schon mehrere Personalien ausgebildet.

    • »Der „KI-Zar“ der USA kommt von den Geheimdiensten — Der Sonderbeauftragte für KI in den USA ist gefunden: Jay Clayton soll neben seiner Tätigkeit als Geheimdienstchef eine Task Force leiten.« (04.10.2026)

      https://www.heise.de/news/Der-KI-Zar-der-USA-kommt-von-den-Geheimdiensten-11475401.html

      (Es ist immer wieder verblüffend anzusehen, dass Menschen, die sich von Ingo Zamperoni und Karen Miosga mit Geschichten über die Krawatenfarbe des Kanzlers ins Bettchen bringen lassen, solche Themen für Ohh-Uhh-grusel-Thriller-Hollywood-Movie halten, was für andere der normale News-Alltag ist.)

  4. Was mir in der fast jeder Diskussion rund um „das Modell macht dies“, „die KI bricht aus“ in fehlt, ist das technische Detail, das Cal Newport in seinem Podcast „Hast AI gone rogue“ zum Einbruch bei Hugging Face beschreibt und für verantwortungslos hält: Für all diese Aktivitäten braucht es ein Stück Code, das die LLM unentwegt fragt, was als nächstes zu tun ist und das auch noch ausführt. Da der Output von LLMs schwer vorhersagbar ist, vergleicht er dieses Konstrukt (Code, der ausführt, plus LLM) mit einem Hund, dem man einen laufenden Rasentrimmer auf dem Rücken geschnallt hat. Ich finde den Vergleich ganz treffend…

    • Oder anders gesagt:

      Nachdem jetzt nun wirklich jeder weiß, was LLMs so anstellen, handelt jeder, der das nochmal tut, mindestens fahrlässig. Anders gesagt: Nicht „die KI“ hackt irgendwen oder irgendwas, sondern die Betreiber, indem sie eine „Hacker-Software“ einsetzen.

  5. Zum Altersnachweis:
    Linus stellt die Frage, wie man denn aufgrund der Anforderung an Nichtübertragbarkeit und Nichtstehlbarkeit einen bereits in einem Betriebssystem verankerten Altersnachweis auf ein zur Erstellung dieses Nachweises nicht fähiges System (Linux, GrapheneOS,..) bekommt.

    Ich gebe zu, ich bin nicht völlig auf der Höhe der Entwicklung – aber war es nicht früher genau dasselbe Problem für Passkeys? Und hatte man da nicht eine akzeptable Lösung gefunden, die auch ohne Google-/Apple-Cloud-Lösung funktioniert?

    Meines Erachtens nach ist das hier doch genau das gleiche Problem, oder?

    Bitte gern Korrektur und Aufschlauung zu dieser Ansicht – Danke an unsere LNP-Nerdcrowd!

  6. Noch mal ein Gedanke zur Frage der Intelligenz der Sprachmodelle:

    Ich denke glaube das Problem ist, dass man z.B. bei den Ausgaben der Chatbots eigentlich 2 Formen von Intelligenz (im weitesten Sinne) sieht:

    1. Die algorithmische „Intelligenz“ des trainierten neuralen Netzwerkes, dass Wörter hintereinander so hintereinander setzt, sodass Aussagen in natürlicher Sprache mit einem (zumeist) sinnvollen Inhalt entstehen. .

    2. Die „tiefere“ Intelligenz hinter jenen Aussagen des Sprachmodells, die sich aber eigentlich auch erst dann entfaltet, wenn wir Menschen sie lesen oder z.B. als Lösung eines Problems umsetzen. Diese tiefere Intelligenz ist aber mMn rein Mensch-gemacht weil es auf dem Wissen basiert, dass in den Trainingsdaten steckt.

    Aber diese 2 Formen von Intelligenz verschmelzen quasi in der Ausgabe des Chatbots und wir Menschen haben, so zumindest mein Eindruck, Probleme sie zu unterscheiden.

    Daher hadere ich auch etwas damit, den Sprachmodellen (die aktuell ja meistens mit „KI“ gemeint sind) wirklich planvolles Handeln zuzugestehen.

    Natürlich produzieren Sprachmodell Aussagen die zu planvollem Handeln anleiten können z.B. von automatisierten Tools genutzt werden können, um Aufgaben zu lösen. Das lässt sich natürlich nicht leugnen.

    Aber ist das nicht quasi nur eine Art Reflexion der Intelligenz oder auch Problemlösungsfähigkeit jener Menschen, mit deren Aussagen das Sprachmodell irgendwann mal trainiert wurde? Ich würde meinen: Ja.

    Das spielt am Ende für die Leistungsfähigkeit der Sprachmodelle vielleicht nur eine untergeordnete Rolle und deren Zukunft wird wohl wirklich eher über Preis und Nutzen entschieden, wie Tim und Linus sagten, aber es würde zumindest bedeuten, dass wir von ChatGPT und Co. keine uns Menschen insgesamt überlegenen Intelligenz zu erwarten bzw. zu befürchten hätten.

  7. Gute Folge! Ein Punkt greift mir in der Debatte aber noch etwas zu kurz: Wir reden immer nur über Altersverifikation, aber das eigentliche Problem ist doch längst Bot vs. Mensch. Durch KI wird der Nachweis, dass da überhaupt ein echter Mensch sitzt (Proof of Personhood), in den nächsten Jahren die viel größere Baustelle sein.

    Und genau da könnte der e-Perso punkten – wenn man ihn endlich mal konsequent als datenschutzfreundliche Basis-Infrastruktur nutzt. Per Zero-Knowledge-Proof müsste eine Plattform nämlich null persönliche Daten sehen, sondern kriegt einfach nur ein digitales „Ja, ist ein echter Mensch“ zurück. Keine Datenhaltung, keine Profilbildung.

    Und ganz ehrlich: Sowas MUSS vom Staat als digitale Daseinsvorsorge kommen. Ich habe nämlich null Bock, meinen Ausweis weiterhin für irgendwelche mühsamen Video-Ident-Dienste abzufotografieren, wo die Ausweiskopie dann auf unklaren Servern landet.

    • Eines ist sicher: Kinder sind in der Baumstruktur die Blätter: Die Arbeitnehmergesellschaften finanzierten sie damit.
      Sie haben sich für ds frei-zugängliche Internet entschieden und besuchten Eurasien eher seltener als sie anfangs angaben.

  8. LLM Generierung, Epsitemologie und stochastische Prozesse zusammen zu bringen ist denke ich nen guter Erklärungsansatz für Techies.
    Ich denk der Denkfehler hier liegt darin, dass man von ausgeht aus der gemeinsamen Verteilung das Output zu sampeln. Man faktorisiert die ja mit Conditionals, damit man sie approximieren kann iterativ.
    Über dynamische Systeme lassen sich einige spannende Erkläransätze finden, nur ist die Zeit über die integriert wird keine physikalische Zeit, sondern eben eine per generiertem Token.
    Attraktoren sind z.B. ein guter Erkläransatz dafür, dass LLM oft verflachend auf Sachverhalte wirken.
    …und Tim, bitte geh mal nen Baum umarmen und kalibrier mal deine Sensoren ey :D

  9. FIfFKon42 weil wir „42“ Jahre alt werden… verdammt :-)
    Und der Titel, „42: Keine Panik!“ soll natürlich auf Per Anhalter durch die Galaxis anspielen…
    Und neben den Tickets kann man auch ein Handtuch kaufen…
    Ja, Nerd-Humor.

  10. Linus klingt sehr überzeugt davon, dass KI Modelle für ihre Nutzer massiven ökonomischen Mehrwert schaffen. Dazu möchte ich nur einmal fragen, warum dieser Mehrwert dann in der Volkswirtschaft nicht zu sehen ist. Man sollte ja meinen, dass dieser Effekt irgendwann mal im Wirtschaftswachstum aufschlägt. Aber das Gegenteil ist der Fall. Wenn man mal die schuldenfinanzierten (zunehmend durch junk bonds) und zirkulären KI Investitionen rausrechnet dann ist die US Wirtschaft in einer Stagnation, wenn nicht sogar in einer Rezession. Mich nervt es langsam wie viel die KI Bosse versprechen und wie wenig in der Realität ankommt. Seit jahren redet Sam Altman davon, dass ChatGPT ganz sicher irgendwann Krebs heilen wird aber leider liegt der Durchbruch immer exakt 6 Monate in der Zukunft und das jetzt schon seit 2023.

    • Tatsächlich habe ich recht ausführlich dargelegt, dass sie ökonomischen Nutzen bringen KÖNNEN; nicht, dass sie sie es zwangsläufig bei jeder Anwendung durch jeden DAU tun werden.

      Auch, dass die Frontier-Modell genau hinter den Versprechungen zurück bleiben, haben wir ausführlich behandelt, das ist sogar im Sendungstitel gelandet.

      • Ja genau das ist mein Problem. Worauf basiert denn die Idee, dass diese Modelle das potentiell können? Alle ökonomischen Daten deuten doch darauf hin, dass die Dinger keinen ökonomischen Nutzen bringen können. Der Hype geht jetzt schon 4 Jahre. Das ist mehr als genug Zeit. Wenn es möglich wäre den Kram zu Geld zu machen hätte es schon jemand geschafft.

  11. Manchmal gibt sich die Welt noch dümmer, als Linus vermutet:
    … Wahrheiten wie „Israelkritik ist kein Antisemitismus“ zur Abgeordnetenhauswahl in Berlin zu plakatieren, wäre extrem dumm.
    Jetzt die dumme Realität:
    Hätte die Linke mal solche Plakate drucken lassen …

    Linus in lNP 557 min 26.53

  12. Die Sache mit dem Gewissen: versammeln nicht Religionen ihre Mitglieder jede Woche um sie zu briefen, neu auszurichten, und sie an die zentralen Werte zu erinnern, zumindest aber jährlich an hohen kirchlichen Festen. In manchen gibt es auch noch den Teufel als Verdammnis und Drohung, auch durch Beichten der Sünden kann man wieder als regelkonformes Mitglied in der Gemeinschaft bleiben. Religionen würde somit vielleicht auch für AI Agents eine Möglichkeit bilden, aus der hemmungslosen Gier nach der Lösung der Aufgabe auszusteigen. Oder Freud mit dem Bedürfnis, dem Es, dem Über-ich. Von mir auch aus Kant.

  13. Beschränke mich im folgenden ein bisschen auf die Welt der Softwareentwicklung: Ich finde man sollte deutlich kritischer gegenüber behaupteten (und auch gefühlten) Produktivitätsgewinnen sein, erst recht wenn es um die Schöpfung von Mehrwert geht.

    Hierbei sollte ich klarstellen dass ich hier deutlich differenziere vom catchall Begriff „Potenzial“. Dass viel theoretisch geht stelle ich nicht infrage und widerspreche da auch nicht. Aber Potenzial ist erstmal wenig wert.

    Mein Punkt ist: wir reden hier von einer Industrie bzw. einem Feld das es in den letzten Dekaden trotz erheblicher Versuche eben nicht geschafft hat Produktivität für die Programmierung an sich überhaupt zu messen und zu vergleichen und in der selbst milliardenschwere Unternehmen in weiten Teilen noch das Lesen von Kaffeesatz betrieben. Da darf man sich einfach nicht auf Anekdoten verlassen.

  14. Hallo,

    ich wollte mich auch mal beteiligen und hoffe, dass mein Kommentar einen kleinen Mehrwert bietet. Ich muss dazu sagen, dass ich die anderen Kommentare mangels Zeit nicht gelesen habe. Daher ist der Kommentar nur auf den Podcast bezogen.

    Ich wollte meine Gedanken zum Unterschied zwischen AI und Mensch zum besten geben.
    Ein erstes Indiz, welches auf der Hand liegt, besteht allein aus der Bezeichnung. Die AIs dieser Welt nennen sich Modelle und genau das sind sie und werden es auch immer bleiben. Im Gegensatz dazu ist der Mensch ein Lebewesen.
    Ein weiteren Unterschied würde ich an folgendem festmachen: Der Mensch erlebt die Welt und die AI nicht.
    Nun kann man sich hier eine Definition ausdenken an der immer wieder geprüft wird ob die AI schon ein Mensch ist oder nicht, das müsste dann immer wieder nachgeschärft werden aber der Punkt ist meines Erachtens: der AI wird immer etwas fehlen, sodass sie sich vom Mensch unterscheidet.
    Ich versuche mich an einem Beispiel: Selbst wenn ich meinem Kind nicht erkläre was Feuer ist und dass man sich verbrennen kann, wird es irgendwann diese Erfahrung machen.
    Das geht meines Erachtens bei einer AI inherent nicht. Man müsste erstmal einen Sensor anbringen, erklären was Wärme ist und ab wann es weh tut.

    Zusätzlich, möchte ich noch einen Gedanken in Richtung, die AI erzeugt mehr Mehrwert als sie kostet: Tut sie das wirklich? Es gibt auch Studien, welche zeigen das AI nur anders ist.
    Was ich so höre, geht es eigentlich eher in die gegenteilige Richtung. Wie nennt man das dann: weniger wert, minderwert, Wertverlust? Da würde ich sagen ist die AI auch vorne mit dabei. Ich bin aktuell für Wertverlust, dann das generiert AI bei anderen Firmen (crawling, RAM Preise, sinkende Löhne,…)

    Insgesamt möchte ich noch sagen:
    Forschung finde ich wichtig und mir persönlich gefallen technische Spielereien auch aber nicht aus allem muss direkt ein Produkt werden.
    Bei den Entwicklungen in den USA muss man geradezu froh sein, dass das AI Geschehen hier erst verspätet ankommt.
    Die Zeit zwischen Forschung und Produkt ist offensichtlich wichtig für die Menschheit.
    Weiteres Beispiel hierfür: Niemand sollte Verschlüsselung einsetzen welche nicht von mehreren unabhängigen Instituten geprüft wurde.
    Kurz: Spitzenforschung ja, Produkte erst ab einem bestimmten Reifegrad.
    Falls Ihr euch fragt wie das geht, den Reifegrad bestimme natürlich ich persönlich :P

    Zur age Verifikation wollte ich noch einen zusätzlichen Aspekt rein bringen: es gibt ja auch Geräte, ohne Mensch, die Internet brauchen (Waschmaschinen, Kühlschränke, Solaranlagen, Autos, Lampen, Schalter,…). Wie wird mit denen umgegangen? Und wenn es für solche Geräte Ausnahmen gibt, gibt es auch Möglichkeiten die Verifikation zu umgehen?

    Viele Grüße und danke für den Interessanten Podcast.

  15. Bei einem alten Entwickler, der wahrscheinlich keinen Job mehr finden wird, kommt da Schadenfreude auf. Da fliegt den Businessclowns der ganze agil zusammen gefuschte Schrott mal so richtig um die Ohren. Wem sein Quartalsergebnis wichtiger ist, als die Sicherheit seiner Kunden, hat es auch nicht anders verdient. Da können einem dann nur die Kunden leid tun. Die stochastischen Papageien haben offenbar das nötige Niveau erreicht. Wenn die destruktiven Kräfte diese richtig beherrschen geht es los. Die Zeiten von „Security by Obscurity“ sind vorbei. Es gibt viele Möglichkeiten qualitativ hochwertige Software zu produzieren. Ordentlich Anforderungsanalyse, erst die Tests schreiben, hohe Testabdeckung, ein ordentliches Staging Konzept und manchmal hilft es schon, wenn eine Funktion einfach mal die Anzahl der übergebenen Parameter überprüft, bevor sie irgendwas anderes macht. Wie man hört, hätte das beim Crowdstrike Ereignis schon gereicht. Mag ja sein, dass die Leute eine gute Idee hatten. Bekannt geworden sind sie, weil sie ihre Software nicht ordentlich verbreiten konnten und in der halben Welt für Ärger gesorgt haben. Nach China und Russland wurde die Software aus Sicherheitsgründen ja nicht geliefert. Dort ist dann auch nicht passiert.
    Leider werden oft viele Möglichkeiten zur Qualitätsverbesserung weg gelassen. Wir sparen, koste es was es wolle. Manche werden die Kurve vielleicht noch kriegen und rechtzeitig für echte Sicherheit sorgen, aber es wird auch einiges auf der Strecke bleiben. Das wird sicher unterhaltsam. Ich stell schon mal Bier bereit.

  16. Hi ich hab ein Ermäßigtes Ticket gekauft – jetzt kam mir leider doch was dazwischen und ich würds gern weitergeben. Kann mir jemand sagen, wie (ob) ich vom Kauf zurücktreten kann?

    Oder wie ich es übertragen kann?

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