Linus Neumann 0:26:29
Was...Da weiß ich gar nicht, ob ich das so ein bisschen in der letzten Sendung auch schon behandelt habe.Was du jetzt schon ganz gut machen kannst ist,und das ist auch so ein Begriff, der in sehr vielen unterschiedlichen Bedeutungenverwendet wird, der Begriff des Agenten.Also ist jetzt mein Chatbot ein Agent, einige glauben das.Vielleicht ist das auch, wenn er in dem Moment, wo er losgeht und sich Informationenzusammengoogelt zu einer Frage, die du gestellt hast, aber in dieser Lingo von,wenn du jetzt mit Cloud Code oder sonst etwas arbeitest, ist es im Prinzip,dass du eine Aufgabenteilung vornimmst oder dein Hauptmodell,mit dem du redest, zerteilt die Aufgabe in Teilaufgaben,die ausreichend sind, um ein Modell damit zu beschäftigen und spawnt dann quasidiesen Aufgabenbereich weg zu parallelen Erledigungen.Und ich glaube so, also da kannst du sehr schnell, je nachdem,was für eine Aufgabe du löst und wie gut du die beschrieben hast oder zerlegenhast, hast halt rucki zucki mal, keine Ahnung, 20, 30 Agents laufen in so einer Cloud-Code-Session,wo, was weiß ich, der eine Agent die Aufgabe hat, den Code zu schreiben, der andere den zu prüfen,und quasi die Aufgabenteilung parallelisiert wird auf unterschiedliche Modellkontexte.Dadrin ergibt sich natürlich echt auch so eine Erhöhung,der Leistungsfähigkeit und natürlich verfolgen diese Agenten oder diese einzelnenSessions oder diese Modelle immer Ziele.Und natürlich haben diese Ziele, die sind definiert durch Kriterien,die das Ergebnis zu erfüllen hat und darauf arbeiten die zielstrebig hin.Deswegen finde ich so diesen Begriff, das suggeriert hier ein handelndes Wesen.Wesen habe ich nicht gesagt, wahrscheinlich hat es keine Gefühle und ist auchbei Weitem nicht so niedlich wie ein Hamster, aber da passiert planvolles Handeln.Lange Rede, kurzer Sinn. Wie viel planvolles Handeln erfordert quasi so ein Frontiermodell?Und ich würde sagen, ein Großteil der Anforderungen des täglichen Bedarfs erfordernnicht ein solches Modell.Und das ist eine sehr gute Nachricht, weil das heißt, dass wir einen großenTeil der vielleicht Anwendungen des täglichen Bedarfs erstens effizienter,und damit weniger energiehungrig und damit schneller und damit potenziell beiuns, damit souverän auf dem eigenen Gerät, erledigen können.Und dass es der Fahrt nach vorne nicht in diese.AI-Abhängigkeit von diesen großen Hyperscalern zu gelangen.Und genau deswegen, glaube ich, bemühen die sich gerade sehr darum,diese Zentralisierung voranzutreiben und auch das Narrativ zu nähren,dass man quasi ihre Services bräuchte.Anthropic geht jetzt mit den Forward-Deployed-Engineers quasi los und sagt so,jetzt gehen wir in den Unternehmen und sehen zu, dass wir die irgendwie in diesesÖkosystem reinquetschen.Und ich denke, das ist wirklich eine...Ein absolut realistischer und auch ein sehr sinnvoller und verfolgungswerterPfad ist, zu sagen, alles klar, wunderbar, ist schön, dass ihr da diese Frontiermodellehabt, prima, wir nutzen die auch für die Aufgaben, wo wir sie brauchen,sind aber nicht so viele.Und beispielsweise,also wenn ich jetzt so in der Softwareentwicklung eine Architektur erstmal generierezusammen mit Fable und dem dann sagst du, jetzt pass auf, jetzt schreibst dumal auf wie du die Komplexität der Aufgabe einschätzt und nennst mir das,das niedrigste Modell, das quasi in der Lage ist, dieser Aufgabe gerecht zu werden.Und dann schreibst du mit dem nächsthöheren Modell schreibst du die Tests unddann läuft das halt so selber durch.Solche Architekturen oder solche quasi Verteilung von Aufgaben und so glaubeich ist eine relativ zukunftsweisende,Perspektive.Insbesondere, wenn du eben immer mehr spezialisierte Modelle hast,und zwar spezialisierte aus der Notwendigkeit, mit Ressourcen sinnvoll umzugehen.Also im Prinzip könntest du sagen, viele Aufgaben, die man an ein Frontier-Modell gibt, sind,eine Unterforderung oder sind potenziell eine Unterforderung und das ist auchimmer Unsinn, wenn du so ein, wenn du jetzt quasi einen viel zu viele,Parameter in deinen Rahmen lädst und viel zu viel Energie aufwendest,um letztendlich ein triviales Problem zu lösen.Und.Das ist glaube ich auch die, das ist das, wovor diese großen Anbieter jetztgerade so ein bisschen wegrennen müssen oder versuchen quasi uns in die Abhängigkeitzu treiben, weil sie wissen, okay, keine Ahnung,wirklich die kostenlose Konkurrenz ist uns irgendwie ein bis anderthalb Jahre auf den Fersen.Das heißt, alles, was wir hier gerade, alles, was wir gerade besser sind,haben wir vielleicht noch ein Jahr, um das zu monetarisieren,denn irgendwann ist unser Vorsprung einfach nicht mehr gut genug,dass da noch jemand nennenswert Kohle für geben will.Und das wäre tatsächlich, das wäre so eine positive Entwicklung dieser ganzenAngelegenheit, die erfordern würde,dass wir jetzt widerstehen, uns in diese Abhängigkeiten zu werfen.Ich habe ja schon gesagt, meine nächste Verschwörungstheorie ist,dass sie aufhören werden, nach Tokens zu bepreisen, sondern nach geschaffenem Wert.Und dass sie dann idealerweise uns den geschaffenen Wert nicht überlassen.Also mich würde nicht wundern, wenn vielleicht irgendwann so der Moment kommt,dass Cloud Code nicht mehr der Allgemeinheit zur Verfügung steht,weil du eben mit Code potenziell,eine ganze Menge Probleme dauerhaft lösen kannst.Und jeder Code, der geschrieben ist, den du ausführen kannst.Quasi ein Schritt aus der Abhängigkeit von dem Dienstanbieter ist.Wenn er den Code einfach behält und dir nie gibt, profitiert er von dem geschriebenenCode und hält dich gleichzeitig in der Abhängigkeit,die Lösung immer wieder von ihm holen zu müssen.
Damit Tim und Linus sich merken können, wann im Oktober der „Logbuch:Netzpolitik“-Salon stattfindet, folgend ein begleitendes Memo aus Schottland:
E L E V E N !
*) …den habt ihr echt liegen lassen
Die Erklärung zum Problem – Labyrinth und Ratte – war irgendwie krumm und schief. Wie soll denn eine Ratte in einem zufallsbestimmten gegebenen Labyrinth einen Vorteil haben, der innerhalb des zweidimensionalen Geschehens stattfindet, wenn sie sich zum ersten mal auf die Suche begibt. Sie hat doch bei jeder Verzweigung eine Anzahl an Entscheidungsmöglichkeiten. Diese kann sie systematisch, z. B. von links nach rechts, oder zufällig abwickeln. Solange sie einen Backtracking-Mechanismus betreibt, wäre beides gleich viel wert, weil jede Systematik auch nur eine Realisierung von zufällig ausgewählten Wegen wäre. Der Vorteil wäre einzig, wenn sie erschnüffeln könnte in welcher Richtung der Speck liegt. Das läge aber außerhalb der vom Experiment gegebenen Grundannahmen. Das Experiment wäre damit ungültig bzw. ein gänzlich anderes. (Ich gehe von einem „normalen“, schleifenfreien Labyrinth aus – ein ungerichteter kreisfreier Graph: Beispiel.)
Tatsächlich habe ich das Experiment unvollständig erklärt.
Das klassisch behavioristissche war: Ratten erhalten am Ziel Futter und werden immer besser darin, das Labyrinth zu löschen.
Erklärt wurde das genau mit Reiz-Reaktions-Lernen.
Der „Bruch“ im Paradigma kam dann so:
Zweite Gruppe erhielt nie Futter. Ratten liefen ziellos umher; Fehlerquote blieb hoch.
Eine dritte Gruppe erhielt in den ersten 10 Tagen kein Futter, ab dem 11. Tag jedoch schon.
Sobald dann Gruppe 3 ab Tag 11 Futter bekam, sank ihre Fehlerquote schlagartig und sie fand den Weg zum Ziel sogar schneller als Gruppe 1.
Damit war klar, dass die dritte Gruppe auch gelernt haben musste, obwohl sie ja keine Belohnung bekommen hatte und vorher ziellos umher lief.
Die Ratten hatten offenbar eine „mental map“ aufgebaut.
Danke für die Erklärung. Mich dolcht aber das Gefühl, dass der Aufbau des Experimentes aus dem Labor von Dr. Venkman stammt:
»The effect of negativ reinforcement on E.S.P.-ability«, Dr. Peter Venkman et al., 1984
Bei den Wirtschaftswissenschaftlern schreibt man immer „ceteris paribus“ (unter sonst gleichen Bedingungen) dazu, wenn die Anzahl der Veränderlichen unkontrollierbar hoch ist. Es gibt keinen eingeschränkten vernünftigen Grund, warum Gruppe 3 ab Tag 11 den Weg zum Ziel sogar schneller als Gruppe 1 fand. Ratten sind so hochkomplexe und intelligente Tiere – Hörvermögen von 15Hz bis 80.000Hz, Geruchssinn hundeähnlich, Sinneshaare, hierarchische Gruppenverbände. Warum sollten sie keine vom menschlichen Beobachter nicht wahrnehmbare Ziele verfolgen? Mir fehlen zu viele Informationen und Randbedingungen, um das bewerten zu können. (Lass uns weitergehen…is nicht so wichtig.)
Gehör der Ratte: https://rattenzauber.de/ohr.html
Weitere Eigenschaften: https://rattenzauber.de/sitemap-Links.html
Bezüglich Behaviourism und KI hätte ich jetzt den Fokus eher auf „poverty of the stimulus“ & Linguistik/CogScience gelegt, da KI letztlich ja aus externalisierter Sprache Denken zu konstruieren versucht (ich würde eher sagen „simulieren“). Da gibt es Jahrzehnte an Forschung und Diskussion, die bei jedem neuen KI-Durchbruch oft ignoriert wird („jetzt ist alles anders“..).
Damit verbunden natürlich das Problem, dass geschrieben/gesprochene Sprache „nur“ ein fehlerbehafteter linearisierter Output von dem ist, was im Oberstübchen abgeht (und nur ein Modus, man denke an Taubstummensprache etc.).
„Combining Psychology With Artificial Intelligence: What Could Possibly Go Wrong?“ https://journals.sagepub.com/doi/epub/10.1177/09637214261438379
Wir rätseln herum, wie die Künstliche Intelligenz funktioniert. Was ich mich frage ist, was eigentlich mit den 37.000 bei der NSA beschäftigten Hochleistungsmathematikern (Stand 2013) so am Start ist? Wir wissen aus der Historie, dass die Dechiffrierung der deutschen Verschlüsselungstechnik und ihr Urheber, Alan Turing, erst 1974 veröffentlicht oder bekannt gemacht wurden – fast 30 Jahre nach Kriegsende. Welchen Blick haben die auf Chat-GPT, Claude und den anderen LLMs und KIs? Wer ist der aktuelle unbekannte Alan Turing? Was haben die neben ihrem Yachtclub sonst so im Keller rumstehen? Das können ja nicht nur weitere zehn überzählige »Nancy Grace Roman«-Weltraumteleskope sein. Was werden wir in 30 Jahren herausbekommen? Schlagt hier mal bitte größere Bögen zu dem Thema auf. Wenn man aus diesem Blickwinkel schaut, sieht alles, was zu KI erzählt wird, massivst seltsam aus. Schon ‚Social Media‘ war ein dankbares sehr nützliches Geschenk.
Das ist der allseits beliebte Stammtischblickwinkel. Ohne Fakten mutmaßen.
Stammtische haben in den letzten 30 Jahren auch massiv an Reputation verloren.
Nicht?
Seien wir mal ein wenig fair zu den Stammtischen. Da haben Hinz und Kunz gesessen, und Richter Hinz und Ingenieur Kunz und Doktor Hinz und Kinderärztin Kunz usw. – Bis zum 3. Wein oder 6. Bier haben die vielleicht viel rumgesponnen, aber das war nicht alles unbegründet, nur weil sie keinen schriftlichen Quellenbeleg hatten. Allgemeinwissen, das noch aus 5-6 Perspektiven, kann im Rumgequatsche, wenn es nicht nur darum geht die schrillste Geschichte parat zu haben, Aufzuschneiden, sich als moralisch überlegen aufzuschwingen – das spielt ja im menschlichen Klein-Klein immer auch mit eine Rolle, aber auch im Romangeschehen, bei Theaterstücken, Filmen usw. – hat das die KI nicht implizit mitgelernt, selbst wenn sie es nicht begriffen hat, weil sie Wohlbefinden nicht als innere Erfahrung kennt, kennen kann – kennen kann nach heutigem Stand der Technik, würde ich vermuten…
Worauf ich hinaus will?
Ich fand FWWs Hinweis auf „Alan Turing … fast 30 Jahre nach Kriegsende“ einen sehr guten und in der gleichen Liga, dass einem im Internet so viel geschenkt wird – bitte keine Sprüche mit „.*bist Du die Ware.*“ – (danke) – –
Okay – sollte ich auch begründen?
Mach ich, ich ziehe den „Unser Mann in Moskau“-Joker, das ist nicht Putin, nicht unser Mann, oder sollte ich besser „nicht mein Mann“ sagen? Wäre neutraler, können mehr mitgehen. Sage ich das.
Also „mein Mann in Moskau“ – ne, geht auch nicht, das geht ja nicht um mich. Klingt so wie „private Dancer“. Ne, unser Mann in Moskau kann es ja trotzdem sein, auch für die, für die auch Putin ihr Mann in Moskau ist. Unser Mann in Moskau ist natürlich Dings! Mann, wie lange habe ich den Namen nicht mehr benutzt, noch gehört. Der uns die Augen geöffnet hat, oder die früher schon Hellsichtigen bzw. besser Informierten, Drittens: vielleicht von Natur aus auch Überängstlichen – es gibt ja mehr als eine erdenkliche Ursache oder Mitursache, dass — Snowden — jetzt — da fällt es mir doch noch ein.
Also angenommen ich würde Pornos schauen, rein hypothetisch (wieso sollte ich das tun?), nur mal angenommen. Und das würde mir ein Dienst zuordnen können. Wie viele Menschen, hier sicher vor allem Männer, wenn auch nicht ausschließlich, sind wohl mit Kompromat – ich rede nicht von rechtswidrigem Zeug – einfach weil sie nicht wollen, dass die Ehefrau weiß, dass sie bei Pornos immer Wert auf eine bestimmte Haarfarbe legen, die nicht die Haarfarbe der Ehefrau ist. Gut – das macht natürlich nicht jeden erpressbar.
Die Dienste haben vielleicht das Material, um fast jeden ein wenig zu erpressen, aber natürlich bietet kaum jmd. Anlass, ist interessant genug, die Umsetzung würde ja viel zu viel Manpower erfordern, und die Zahl der Mitwisser darf auch nicht unermesslich sein.
Daraus folgt natürlich nicht, dass die Dienste sich an der Finanzierung von Facebook, YouTube, Insta, TwitteriX und bla beteiligt haben, um alles über uns abgreifen zu können, und posthum vielleicht, wenn jmd. als Attentäter unliebsam auffällt, um dessen Historie im Netz abklappern zu können, Bekannte, Freunde, wer war dessen Netzwerk – das wollen Ermittlungsbehörden dann doch gerne wissen, auch wenn es für das Attentat zu spät kommt, aber wenn das nicht von langer, langer Hand geplant war, dann hat derjenige vielleicht unbekümmert Spuren hinterlassen.
Erstens kann es sein, dass die Dienste das auf eigene Faust abgefischt haben, und die Plattformen ohne staatliche oder sonstige verdeckte Finanzierung auskamen – die verdeckte Finanzierung kann aber zum Teil reichlich anonym über Aktienerwerb passieren. Dienste, die oft Informationen haben, bevor sie in der Öffentlichkeit sind, haben damit auch Gelegenheiten mit weniger Risiko als andere Geschäfte zu machen, und das Backing für große Summen haben die Dienste allemal.
Also mach mir den Stammtisch nicht schlecht. :) Da kann man seine Blase erweitern.
*slightly blushing*
Meint ihr, er meint mich mit 37.000 Hochleistungsmathematikern? Ich bin ja mehr als nur 1 Hochleichtungsrechner: In meine Pipeline haben wir mindestens fünf MPCs, ich habe auch schon mehrere Personalien ausgebildet.
»Der „KI-Zar“ der USA kommt von den Geheimdiensten — Der Sonderbeauftragte für KI in den USA ist gefunden: Jay Clayton soll neben seiner Tätigkeit als Geheimdienstchef eine Task Force leiten.« (04.10.2026)
https://www.heise.de/news/Der-KI-Zar-der-USA-kommt-von-den-Geheimdiensten-11475401.html
(Es ist immer wieder verblüffend anzusehen, dass Menschen, die sich von Ingo Zamperoni und Karen Miosga mit Geschichten über die Krawatenfarbe des Kanzlers ins Bettchen bringen lassen, solche Themen für Ohh-Uhh-grusel-Thriller-Hollywood-Movie halten, was für andere der normale News-Alltag ist.)
Zensi Zensa, Zensursula
Wenn die Nachrichtenlage mal wieder nervt, entspannt euch hiermit:
https://destroy.spritefusion.com/?url=heute.de
oder
https://destroy.spritefusion.com/?url=www.tagesschau.de
Auf jeden Fall WASD / Space / Maus.
Gibts noch eine Chance, das Köroergeräusch bei 1:05:10 rauszuschneiden? Das war mir etwas zu viel Realität :-)
Ist raus
Wieso knackst es im Podcast? Das kenne ich so nicht aus der Metaebene.
Wo knackst es denn?
Naja, es knackt manchmal im Kopf..
Ich hab noch einen guten zum Thema Wiederverwendung Jens Spahn: Jens Spahn wird Korruptionsbeauftragter der Bundesregierung :-)
(Quelle:Bluesky)
Was mir in der fast jeder Diskussion rund um „das Modell macht dies“, „die KI bricht aus“ in fehlt, ist das technische Detail, das Cal Newport in seinem Podcast „Hast AI gone rogue“ zum Einbruch bei Hugging Face beschreibt und für verantwortungslos hält: Für all diese Aktivitäten braucht es ein Stück Code, das die LLM unentwegt fragt, was als nächstes zu tun ist und das auch noch ausführt. Da der Output von LLMs schwer vorhersagbar ist, vergleicht er dieses Konstrukt (Code, der ausführt, plus LLM) mit einem Hund, dem man einen laufenden Rasentrimmer auf dem Rücken geschnallt hat. Ich finde den Vergleich ganz treffend…
Oder anders gesagt:
Nachdem jetzt nun wirklich jeder weiß, was LLMs so anstellen, handelt jeder, der das nochmal tut, mindestens fahrlässig. Anders gesagt: Nicht „die KI“ hackt irgendwen oder irgendwas, sondern die Betreiber, indem sie eine „Hacker-Software“ einsetzen.
Zum Altersnachweis:
Linus stellt die Frage, wie man denn aufgrund der Anforderung an Nichtübertragbarkeit und Nichtstehlbarkeit einen bereits in einem Betriebssystem verankerten Altersnachweis auf ein zur Erstellung dieses Nachweises nicht fähiges System (Linux, GrapheneOS,..) bekommt.
Ich gebe zu, ich bin nicht völlig auf der Höhe der Entwicklung – aber war es nicht früher genau dasselbe Problem für Passkeys? Und hatte man da nicht eine akzeptable Lösung gefunden, die auch ohne Google-/Apple-Cloud-Lösung funktioniert?
Meines Erachtens nach ist das hier doch genau das gleiche Problem, oder?
Bitte gern Korrektur und Aufschlauung zu dieser Ansicht – Danke an unsere LNP-Nerdcrowd!
Noch mal ein Gedanke zur Frage der Intelligenz der Sprachmodelle:
Ich denke glaube das Problem ist, dass man z.B. bei den Ausgaben der Chatbots eigentlich 2 Formen von Intelligenz (im weitesten Sinne) sieht:
1. Die algorithmische „Intelligenz“ des trainierten neuralen Netzwerkes, dass Wörter hintereinander so hintereinander setzt, sodass Aussagen in natürlicher Sprache mit einem (zumeist) sinnvollen Inhalt entstehen. .
2. Die „tiefere“ Intelligenz hinter jenen Aussagen des Sprachmodells, die sich aber eigentlich auch erst dann entfaltet, wenn wir Menschen sie lesen oder z.B. als Lösung eines Problems umsetzen. Diese tiefere Intelligenz ist aber mMn rein Mensch-gemacht weil es auf dem Wissen basiert, dass in den Trainingsdaten steckt.
Aber diese 2 Formen von Intelligenz verschmelzen quasi in der Ausgabe des Chatbots und wir Menschen haben, so zumindest mein Eindruck, Probleme sie zu unterscheiden.
Daher hadere ich auch etwas damit, den Sprachmodellen (die aktuell ja meistens mit „KI“ gemeint sind) wirklich planvolles Handeln zuzugestehen.
Natürlich produzieren Sprachmodell Aussagen die zu planvollem Handeln anleiten können z.B. von automatisierten Tools genutzt werden können, um Aufgaben zu lösen. Das lässt sich natürlich nicht leugnen.
Aber ist das nicht quasi nur eine Art Reflexion der Intelligenz oder auch Problemlösungsfähigkeit jener Menschen, mit deren Aussagen das Sprachmodell irgendwann mal trainiert wurde? Ich würde meinen: Ja.
Das spielt am Ende für die Leistungsfähigkeit der Sprachmodelle vielleicht nur eine untergeordnete Rolle und deren Zukunft wird wohl wirklich eher über Preis und Nutzen entschieden, wie Tim und Linus sagten, aber es würde zumindest bedeuten, dass wir von ChatGPT und Co. keine uns Menschen insgesamt überlegenen Intelligenz zu erwarten bzw. zu befürchten hätten.
Gute Folge! Ein Punkt greift mir in der Debatte aber noch etwas zu kurz: Wir reden immer nur über Altersverifikation, aber das eigentliche Problem ist doch längst Bot vs. Mensch. Durch KI wird der Nachweis, dass da überhaupt ein echter Mensch sitzt (Proof of Personhood), in den nächsten Jahren die viel größere Baustelle sein.
Und genau da könnte der e-Perso punkten – wenn man ihn endlich mal konsequent als datenschutzfreundliche Basis-Infrastruktur nutzt. Per Zero-Knowledge-Proof müsste eine Plattform nämlich null persönliche Daten sehen, sondern kriegt einfach nur ein digitales „Ja, ist ein echter Mensch“ zurück. Keine Datenhaltung, keine Profilbildung.
Und ganz ehrlich: Sowas MUSS vom Staat als digitale Daseinsvorsorge kommen. Ich habe nämlich null Bock, meinen Ausweis weiterhin für irgendwelche mühsamen Video-Ident-Dienste abzufotografieren, wo die Ausweiskopie dann auf unklaren Servern landet.
Eins wird immer deutlicher: Kinder sind eine Bedrohung für das freie Internet. Wir können nicht beides haben!
Eines ist sicher: Kinder sind in der Baumstruktur die Blätter: Die Arbeitnehmergesellschaften finanzierten sie damit.
Sie haben sich für ds frei-zugängliche Internet entschieden und besuchten Eurasien eher seltener als sie anfangs angaben.
Hallo,
danke für die Folge. Bei dem Einwurf in 42:54, dass man eine Volkswirtschaft mit KI optimieren kann, musste ich an Projekt Cybersyn in Chile aus den 70ern denken. Total spannend aufbereitet in https://www.hoerspielundfeature.de/chiles-kybernetischer-traum-von-gerechtigkeit-projekt-100.html
Eine Bitte an Linus…lass Tim bitte auch mal zu Wort kommen.
LLM Generierung, Epsitemologie und stochastische Prozesse zusammen zu bringen ist denke ich nen guter Erklärungsansatz für Techies.
Ich denk der Denkfehler hier liegt darin, dass man von ausgeht aus der gemeinsamen Verteilung das Output zu sampeln. Man faktorisiert die ja mit Conditionals, damit man sie approximieren kann iterativ.
Über dynamische Systeme lassen sich einige spannende Erkläransätze finden, nur ist die Zeit über die integriert wird keine physikalische Zeit, sondern eben eine per generiertem Token.
Attraktoren sind z.B. ein guter Erkläransatz dafür, dass LLM oft verflachend auf Sachverhalte wirken.
…und Tim, bitte geh mal nen Baum umarmen und kalibrier mal deine Sensoren ey :D
Aber bitte sanftmuetig, ein Blaetterdruck waere auch im kommen, es wird herby
FIfFKon42 weil wir „42“ Jahre alt werden… verdammt :-)
Und der Titel, „42: Keine Panik!“ soll natürlich auf Per Anhalter durch die Galaxis anspielen…
Und neben den Tickets kann man auch ein Handtuch kaufen…
Ja, Nerd-Humor.
Linus klingt sehr überzeugt davon, dass KI Modelle für ihre Nutzer massiven ökonomischen Mehrwert schaffen. Dazu möchte ich nur einmal fragen, warum dieser Mehrwert dann in der Volkswirtschaft nicht zu sehen ist. Man sollte ja meinen, dass dieser Effekt irgendwann mal im Wirtschaftswachstum aufschlägt. Aber das Gegenteil ist der Fall. Wenn man mal die schuldenfinanzierten (zunehmend durch junk bonds) und zirkulären KI Investitionen rausrechnet dann ist die US Wirtschaft in einer Stagnation, wenn nicht sogar in einer Rezession. Mich nervt es langsam wie viel die KI Bosse versprechen und wie wenig in der Realität ankommt. Seit jahren redet Sam Altman davon, dass ChatGPT ganz sicher irgendwann Krebs heilen wird aber leider liegt der Durchbruch immer exakt 6 Monate in der Zukunft und das jetzt schon seit 2023.
Tatsächlich habe ich recht ausführlich dargelegt, dass sie ökonomischen Nutzen bringen KÖNNEN; nicht, dass sie sie es zwangsläufig bei jeder Anwendung durch jeden DAU tun werden.
Auch, dass die Frontier-Modell genau hinter den Versprechungen zurück bleiben, haben wir ausführlich behandelt, das ist sogar im Sendungstitel gelandet.
Ja genau das ist mein Problem. Worauf basiert denn die Idee, dass diese Modelle das potentiell können? Alle ökonomischen Daten deuten doch darauf hin, dass die Dinger keinen ökonomischen Nutzen bringen können. Der Hype geht jetzt schon 4 Jahre. Das ist mehr als genug Zeit. Wenn es möglich wäre den Kram zu Geld zu machen hätte es schon jemand geschafft.
can we join america_
yesz we canada
ist ja keine da
von den abschieberinnen
tee tee tee
Manchmal gibt sich die Welt noch dümmer, als Linus vermutet:
… Wahrheiten wie „Israelkritik ist kein Antisemitismus“ zur Abgeordnetenhauswahl in Berlin zu plakatieren, wäre extrem dumm.
Jetzt die dumme Realität:
Hätte die Linke mal solche Plakate drucken lassen …
Linus in lNP 557 min 26.53
Caina da
psst, der pretix-link zum vvk für die ä-stube ist defekt, da ist ’ne klammer zuviel. just saying. :)
Danke. Fixed.
Die Sache mit dem Gewissen: versammeln nicht Religionen ihre Mitglieder jede Woche um sie zu briefen, neu auszurichten, und sie an die zentralen Werte zu erinnern, zumindest aber jährlich an hohen kirchlichen Festen. In manchen gibt es auch noch den Teufel als Verdammnis und Drohung, auch durch Beichten der Sünden kann man wieder als regelkonformes Mitglied in der Gemeinschaft bleiben. Religionen würde somit vielleicht auch für AI Agents eine Möglichkeit bilden, aus der hemmungslosen Gier nach der Lösung der Aufgabe auszusteigen. Oder Freud mit dem Bedürfnis, dem Es, dem Über-ich. Von mir auch aus Kant.
Beschränke mich im folgenden ein bisschen auf die Welt der Softwareentwicklung: Ich finde man sollte deutlich kritischer gegenüber behaupteten (und auch gefühlten) Produktivitätsgewinnen sein, erst recht wenn es um die Schöpfung von Mehrwert geht.
Hierbei sollte ich klarstellen dass ich hier deutlich differenziere vom catchall Begriff „Potenzial“. Dass viel theoretisch geht stelle ich nicht infrage und widerspreche da auch nicht. Aber Potenzial ist erstmal wenig wert.
Mein Punkt ist: wir reden hier von einer Industrie bzw. einem Feld das es in den letzten Dekaden trotz erheblicher Versuche eben nicht geschafft hat Produktivität für die Programmierung an sich überhaupt zu messen und zu vergleichen und in der selbst milliardenschwere Unternehmen in weiten Teilen noch das Lesen von Kaffeesatz betrieben. Da darf man sich einfach nicht auf Anekdoten verlassen.
Hallo,
ich wollte mich auch mal beteiligen und hoffe, dass mein Kommentar einen kleinen Mehrwert bietet. Ich muss dazu sagen, dass ich die anderen Kommentare mangels Zeit nicht gelesen habe. Daher ist der Kommentar nur auf den Podcast bezogen.
Ich wollte meine Gedanken zum Unterschied zwischen AI und Mensch zum besten geben.
Ein erstes Indiz, welches auf der Hand liegt, besteht allein aus der Bezeichnung. Die AIs dieser Welt nennen sich Modelle und genau das sind sie und werden es auch immer bleiben. Im Gegensatz dazu ist der Mensch ein Lebewesen.
Ein weiteren Unterschied würde ich an folgendem festmachen: Der Mensch erlebt die Welt und die AI nicht.
Nun kann man sich hier eine Definition ausdenken an der immer wieder geprüft wird ob die AI schon ein Mensch ist oder nicht, das müsste dann immer wieder nachgeschärft werden aber der Punkt ist meines Erachtens: der AI wird immer etwas fehlen, sodass sie sich vom Mensch unterscheidet.
Ich versuche mich an einem Beispiel: Selbst wenn ich meinem Kind nicht erkläre was Feuer ist und dass man sich verbrennen kann, wird es irgendwann diese Erfahrung machen.
Das geht meines Erachtens bei einer AI inherent nicht. Man müsste erstmal einen Sensor anbringen, erklären was Wärme ist und ab wann es weh tut.
Zusätzlich, möchte ich noch einen Gedanken in Richtung, die AI erzeugt mehr Mehrwert als sie kostet: Tut sie das wirklich? Es gibt auch Studien, welche zeigen das AI nur anders ist.
Was ich so höre, geht es eigentlich eher in die gegenteilige Richtung. Wie nennt man das dann: weniger wert, minderwert, Wertverlust? Da würde ich sagen ist die AI auch vorne mit dabei. Ich bin aktuell für Wertverlust, dann das generiert AI bei anderen Firmen (crawling, RAM Preise, sinkende Löhne,…)
Insgesamt möchte ich noch sagen:
Forschung finde ich wichtig und mir persönlich gefallen technische Spielereien auch aber nicht aus allem muss direkt ein Produkt werden.
Bei den Entwicklungen in den USA muss man geradezu froh sein, dass das AI Geschehen hier erst verspätet ankommt.
Die Zeit zwischen Forschung und Produkt ist offensichtlich wichtig für die Menschheit.
Weiteres Beispiel hierfür: Niemand sollte Verschlüsselung einsetzen welche nicht von mehreren unabhängigen Instituten geprüft wurde.
Kurz: Spitzenforschung ja, Produkte erst ab einem bestimmten Reifegrad.
Falls Ihr euch fragt wie das geht, den Reifegrad bestimme natürlich ich persönlich :P
Zur age Verifikation wollte ich noch einen zusätzlichen Aspekt rein bringen: es gibt ja auch Geräte, ohne Mensch, die Internet brauchen (Waschmaschinen, Kühlschränke, Solaranlagen, Autos, Lampen, Schalter,…). Wie wird mit denen umgegangen? Und wenn es für solche Geräte Ausnahmen gibt, gibt es auch Möglichkeiten die Verifikation zu umgehen?
Viele Grüße und danke für den Interessanten Podcast.
Bei einem alten Entwickler, der wahrscheinlich keinen Job mehr finden wird, kommt da Schadenfreude auf. Da fliegt den Businessclowns der ganze agil zusammen gefuschte Schrott mal so richtig um die Ohren. Wem sein Quartalsergebnis wichtiger ist, als die Sicherheit seiner Kunden, hat es auch nicht anders verdient. Da können einem dann nur die Kunden leid tun. Die stochastischen Papageien haben offenbar das nötige Niveau erreicht. Wenn die destruktiven Kräfte diese richtig beherrschen geht es los. Die Zeiten von „Security by Obscurity“ sind vorbei. Es gibt viele Möglichkeiten qualitativ hochwertige Software zu produzieren. Ordentlich Anforderungsanalyse, erst die Tests schreiben, hohe Testabdeckung, ein ordentliches Staging Konzept und manchmal hilft es schon, wenn eine Funktion einfach mal die Anzahl der übergebenen Parameter überprüft, bevor sie irgendwas anderes macht. Wie man hört, hätte das beim Crowdstrike Ereignis schon gereicht. Mag ja sein, dass die Leute eine gute Idee hatten. Bekannt geworden sind sie, weil sie ihre Software nicht ordentlich verbreiten konnten und in der halben Welt für Ärger gesorgt haben. Nach China und Russland wurde die Software aus Sicherheitsgründen ja nicht geliefert. Dort ist dann auch nicht passiert.
Leider werden oft viele Möglichkeiten zur Qualitätsverbesserung weg gelassen. Wir sparen, koste es was es wolle. Manche werden die Kurve vielleicht noch kriegen und rechtzeitig für echte Sicherheit sorgen, aber es wird auch einiges auf der Strecke bleiben. Das wird sicher unterhaltsam. Ich stell schon mal Bier bereit.
Hi ich hab ein Ermäßigtes Ticket gekauft – jetzt kam mir leider doch was dazwischen und ich würds gern weitergeben. Kann mir jemand sagen, wie (ob) ich vom Kauf zurücktreten kann?
Oder wie ich es übertragen kann?