LNP142 Wird mit Freiheitsstrafe bezahlt

Vorratsdatenspeicherung — No-Spy — G10-Kommission rebelliert — Patriot/Freedom Act — Cyberattacke — Termine

Nach einer ungeplanten Pause setzen wir das Unterhaltungsprogramm für schlechte Nachrichten fort und versuchen so weit möglich das eine oder andere zu reflektieren. Klappt teilweise auch. Was ist passiert? Die neue Vorratsdatenspeicherung (TM) ist ante portas, die G10-Kommission macht auf Rebellen, die USA machen ein Downgrade auf deutsche VDS-Konzepte und die Bundesanwaltschaft macht das, was sie am besten kann: nichts.

Dauer: 1:27:39

On Air
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VDS Kabinettsbeschluss (Kanzlerin + Minister)

Merkel knew

G10-Kommission rebelliert

Patriot Act Section 215 nicht verlängert, Freedom Act beschlossen

Cyberattacke: Bundesanwaltschaft ermittelt (nicht)

Termine

57 Gedanken zu „LNP142 Wird mit Freiheitsstrafe bezahlt

  1. Da Günther Jauch aufhört, ist bald am Sonntag um 21:45 Uhr ein Sendeplatz frei. Bewerbt euch doch rein spaßeshalber mal bei der ARD (;.

  2. Wie wäre es mit einem Logbuch Netzpolitik on Tour?
    Dabei könnten lokale interessante Leute vor Ort besucht und natürlich Publikum für den Podacst begeistert werden.

  3. Schönen guten Abend.
    Ist Patreon angedacht? Für LNP würde ich sehr gerne ein paar Euro pro Monat rausdrücken. Das geht leidlich mit Flattr, Geld draufwerfen und verteilen ist recht müßig.

  4. Ich würde zur Schwierigkeit der Identifizierung des Angreifers noch hinzufügen, dass ein Geheimdienst die Einbruchswerkzeuge eines anderen Geheimdienstes nachahmen könnte (die entsprechende Software könnte veruntreut oder bei eigenen Hacks erbeutet worden sein). Varianten der Einbruchswerkzeuge könnten zudem von wirtschaftlichen Akteuren (inklusive organisierter Kriminalität) eingesetzt werden, die sich ehemalige Geheimdienstmitarbeiter und deren Werkzeugkasten eingekauft haben — wobei die vielleicht keine Parlamente hacken, aber wer weiß.

    Also selbst ein Systemeinbruch, der anhand mehrerer Spuren auf den Modus Operandi eines bestimmten Angreifers hindeutet, muss nicht zwangsläufig von diesem getätigt worden sein.

  5. Danke für die tolle Sendung (so generell). Fehlt schon sehr, wenn sie mal ausfällt.

    Bzgl. Erschließung neuer Hörer – wie wäre es denn mit ganz klassischer Analogwerbung in Form von Stickern/Flyers an strategisch klugen Orten (z.B. die Gastro-Tische bei politischen Veranstaltungen).

    • Genau so sehe ich das auch! Mehr Merchandise(!) auch zum kauf, ich wünsche mir schon lange einen sticker fürs Notebook.

      Ansonsten weiter so ;)!

  6. Meine Lieben, bei 45:45 kommt ein Herr Spiegl vor – ich sag’s nur, ich bin’s nicht – ich verstehe nicht mal einen einzigen Fachbegriff der im Umfeld meines Namens aufgetaucht ist ;-)

    Darf aber festhalten, dass die alle extrem cool klingen. Mein Liebling ist Ex-Key-Scores (???) … was auch immer das ist, ich flechte es in die nächste Predigt ein ;-)

  7. Zum LNP 141 Kommentar der Zuhörer,

    303b kommt erst gar nicht zur Anwendung. Es ist nicht rechtswidrig Werbung zu blockieren. Werbeblocker umgehen keinen Kopierschutz, mit ihnen wird nicht über eine Paywall gesprungen. Shine könnte den Werbeblocker technisch so einsetzen, dass er nicht gegen die Netzneutralität verstößt. Das durch Werbeblocker Nachteile entstehen finden Gerichte für noch vertretbar.

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    Nutzung und Vertrieb der Werbeblocker ist nicht kriminell oder illegal. Wer es anders will muss Gesetz ändern. Ein beschlossenes EU Gesetz zur Netzneutralität würde ebenso helfen.

    • In der Sendung ging es doch um Modifikationen des Datenverkehrs durch den Provider. Was das mit der Legalität von Adblockern (die der Nutzer selbst einsetzt) zu tun haben soll, ist mir nicht ganz klar.

      • Sie haben Recht. ‘Shine könnte den Werbeblocker technisch so einsetzen, dass er nicht gegen die Netzneutralität verstößt’ ist zu kurz für eine Erklärung. Es kommt regelmäßig darauf an, in wessen Auftrag und mit welcher Legitimation eine Filterung passiert. Wenn Provider Bits im Auftrag der User von der Datenautobahn schubsen dann ist das nicht per se Computersabotage. Gerichte argumentieren in solchen Fällen das die User die Kontrolle haben, nicht die Provider. Für den Fall ist relevant wie und ob Provider die Praxis mit ihren Kunden begründen.

        Bekannt ist das Shine bei einem Provider installiert wurde. Unbekannt ist, was auf die Server gespielt wurde. Das könnte ein Paketinspektor sein, aber genau so gut könnten es Filterlisten sein und Software zur Verwaltung der Filter. Die eigentliche Filterung würde dann auf dem Gerät des Kunden passieren. Auch hier ist es relevant ob Internetnutzer das dürfen. Dürfen sie.

  8. “Also, ich erkläre es dir nochmal: wir senden ein Signal zum Mond!” – Hammer, da lag ich unterm Tisch, als Linus das nacherzählt hat :-D Danke für die (wie immer) tolle Sendung!

  9. Noch mal zu der Erscheinungsfrequenz von Logbuch-Netzpolitik

    Lieber Tim, lieber Linus.
    Lieber Linus, lieber Tim.

    Ich denke spreche da für die meisten, dass es euch niemand krumm nimmt, wenn ihr euren Rhythmus nicht einhalten könnt. Von daher würde ich das nicht „Beschwerden“ nennen. Eher tiefe Traurigkeit. Und das liegt dann nicht an euch, sondern an der schrecklichen Presse- und Medienrealität in diesem Lande. Alles wird seit vielen Jahren hektischer, kürzer und flacher.

    Nirgendwo bekommt man noch durchdrungene und aufbereitete Informationen in Audio-(Visueller)-Form dargereicht. Das verlorene Vertrauen in die Medien ist doch total gerechtfertigt. Und zwischen diesen Medien und den eingefleischten Verschwörungstheoretikern gibt es kaum noch was.

    Und diejenigen, die vielleicht noch Zeit und etwas Talent haben Informationen zu verbreiten, stecken ihre ganze Kraft aber nur darin, Unsinn und Verwirrung in den Alltag der Menschen zu tragen, in dem sie durchaus richtige und wichtige Texte zerreißen, weil sie nicht gendergerecht sind, oder sie beschäftigen sich mit hirnrissigen Verschwörungstheorien, oder wählen die Grünen, oder studieren Hochstapelei an der Viadrina.

    Nur wenige haben den Willen und die Zeit sich selbst neben dem Alltag durch viele Quellen und Texte zu lesen, um an solche Informationen zu kommen wie ihr sie hier präsentiert. Wenn ihr mit dieser Sendung aufhören würdet, welche Alternative gäbe es in dieser Form?

    Darum seit euch eurer Macht und auch eurer großen Verantwortung bewusst!

    Hört nicht auf, egal wie oft oder selten ihr nun Folgen produzieren könnt.

    Euer / eure Herr oder Frau Feuerwasser
    (aber eigentlich Florian)

  10. Zur Politikverdrossenheit wegen der No-No-Spy Sache. Ist ja nicht so, dass das die Merkelregierung stören würde, Merkels Erfolg basiert ja quasi genau auf dieser Politikverdrossenheit! Dadurch das kritisch Themen durch nicht-Reaktion klein gehalten werden und der/die NormalbürgerIn in beruhigendem nicht-Wissen gewogen wird in dieser komplexer und komplizierter werdenden Welt, kann die die große Koalition machen was sie will. Lügen, fälschen, töten, kein Ding, Hauptsache ich kann mich über die Griechen aufregen und am Sonntag gibts Fussball.

    Was hilft dagegen? So komisch das jetzt klingt: (ab)Wählen gehen! zumindest dann wenn es an der Zeit ist, dazwischen: dein Umfeld aufklären

    • Würde ich gerne machen, es gibt da aber leider eine ganze Reihe von Problemen, die alle komplett gelöst sein müssen, bevor wir das machen können: WordPress-Multisite-Installation, Zertifikate für alle Domains, Web-Server-Konfiguration, Podcast-Verzeichnisse, die mit zu alter Java-Software laufen und SSL-Fehler erzeugen etc. pp.

      • Hmm tim mach doch einfach einen Sproxy vor den Webserver im gleichen Rock evtl ist am besten und Tunnel den Traffic per Stunnel auf die ssl Maschine und nehm ein Zertifikat für die Metaebene gesamt.
        Dann kannst du deinen Backoffice Webserver so lassen wie er ist.
        ;)

  11. Mal zum Thema Logbuch in andere Bereiche tragen.
    Deezer und Spotify wollen doch jetzt auch Podcasts integrieren.

    Deezer hat das Angebot zwar noch nicht in Deutschland aber es soll wohl bald kommen.

    Vielleicht kann man mal die ganze Metaebene dort unterbringen.

  12. Verbreitungsvorschläge:
    Youtube (oder Soundcloud) hätte immerhin den Vorteil, dass damit eine Folge LNP direkt in jedem Blog oder CMS embedded werden kann. Einfacheres Sharing = größere Verbreitung.

    Hinweis ausserdem: der Default-RSS-Feed hat keinen direkten Link auf eine der Audioquellen. Zumindest mein Reader hat mir die zusätzlichen Feeds nicht angezeigt.

  13. Lautsprecherwagen!
    Angefangen in jeder Großstadt (also ab 100k Einwohner), jeden Sonntag von 10:30 bis 11:30 die aktuelle Folge LNP in Schritttempo durch durch die Gassen.
    Ende einer solchen Fahrt muss aber immer ein Kirche oder eine Kneipe sein.

    Nach 3-4 Jahrem haben sich alle dran gewöhnt und gibt nur noch vereinzelte Beschwerden. Also durchhalten!
    ?

  14. Zum CCC Camp, wie ist es denn, dort ohne eigene Installation hinzugehen, also so mehr als Konsument? Gibt es Workshops etc. Programm oder bastelt da nur jeder so vor sich hin und hat ne schöne Zeit mit draussen sein?

    • Dort als reiner Konsument rumlaufen zu können, und kein eigenes Assembly bespielen zu müssen, ist die Höchststufe des Genusses…!

  15. Zum Thema Erreichen neuer Hörergruppen teile ich Holgi’s Meinung zu UKW. Ging vermutlich nicht von euch aus aber ich habe vor einiger Zeit mal eine Folge LNP auf Radio BLAU gehört und mir bald ein Loch in den Bauch gefreut, dass ihr sogar auf UKW zu empfangen seid. Vielleicht solltet ihr selber auf freie Radios zugehen. Von denen gibt’s in vielen größeren Städten welche und die sind soweit ich das sehe meist auch bemüht sich vom Standarddudelfunk abzuheben.

    • Gute Idee.
      Meiner Meinung und Beobachtung nach haben die freien Radios oftmals zu wenig eigenen Content. Hauptsächlich bedingt auch dadurch, dass hinter einem freien Radiosender oftmals nur 1-2 Personen stehen, die mehr oder weniger davon leben (können/sollen/wollen) und viele Idealisten, die das nebenbei in ihrer Freizeit machen. Und es gibt (in meinem Bekanntenkreis zumindest) viele Leute in grösseren Städten (in meinem Fall Hamburg), die ausschliesslich freie Radiosender z.B. im Auto hören. Pluspunkt dabei: Leute, die eher weniger Zeit im Netz und mit Podcasts verbringen, bekommen vielleicht eine Idee von der Wichtigkeit der Netzpolitik in der heutigen Zeit – auch für ihr Leben.
      Ansonsten: Danke für die sendung!

  16. Moin,

    zum Thema “Hörerwerbung”: Macht doch mal nen hübschen Trailer, in dem ihr in 2 Minuten den Podcast vorstellt und erzählt was ihr so macht und warum man das hören will. Ich könnte mir das als Video und oder Audioclip zum Teilen auf Gesichtsbuch oder zum Verteilen an befreundete Podcasts vorstellen.

  17. Was mir am Podcast nicht so besonders gefällt, ist, dass ihr meist “von oben herab” auf die Akteure ein drescht. Das finde ich besonders schade, weil ich Euch beide sehr schätze und es diesem Format nicht so steht.
    Sarkasmus ist toll, einfach so ein dreschen ist so nach der Art, wie es Politiker gerne machen – und das macht sie bei Zeiten unsympathisch (“Meine Meinung ist viel besser, als Deine, Du bist eh dumm”).
    Linus ist meinem Empfinden nach ein guter, wortgewandter und intelligenter Politiker, der er vielleicht nicht sein möchte, aber durch seine Art scheint das für mich immer wieder durch.

    Kritisiert weiter so offen, liefert weiterhin gute Argumente gegen das Vorgehen der Parteien, der Regierung, bleibt witzig, ohne albern zu wirken und nehmt es Euch bitte nicht heraus, so von oben herab auf die Mandatsträger einzukloppen (auch, wenn es manchmal gerechtfertigt erscheint), es entspricht einfach nicht der Natur eines Hackers.

    Reichweite erhöhen:
    Wieso wird der Podcast nicht auf netzpolitik.org beworben? Ihr greift ja schon viele Themen auf und die Autoren dort sind ja auch hier und da mal bei euch zu Gast.

    Holt Euch Gäste ins Haus, die absolut nichts mit dem Thema zu tun haben, bezieht sie mit ein, informiert sie, damit sie das an ihre Bekannten weiter geben.

    Schon mal Soundcloud ausprobiert? Könnte ich für Euch machen (Episoden hochladen, taggen usw.).

    Habt ihr schon mal versucht, den Podcast bei anderen Sendern unterzubringen? Die jungen Sender der ÖR oder private Sender.

    Das Thema Politik ist immer schwer an die Leute zu bringen. Allein das Wort “Politik” führt bei vielen Menschen zu einer allergischen Reaktion.

    Viele Grüße,
    Manuel

    • Ja mit dem von oben herab ist ein Punkt. Einerseits find ich es schon oft angebracht und irgendwie macht es ja auch Spass, aber man muss aufpassen das man sich da nicht verrennt und es irgendwann nur noch blöd rüberkommt (so im Fefe-Stil). Aber im Moment hab ich noch Spass dran (da stört mich eher die netzpolitik.org Aroganz oft)

      ALLERDINGS: Immer von oben herab auf die Verschlüsselung der anderen meckern und kein https anbieten geht echt mal GAR NICHT! das ist jetzt auf nette Weise motivierend und in den hintern tretend gemeint :)

      Gäste find ich übrigens nicht so spannend, dafür dann vielleicht ein anderes Format? So fühl ich wohler beim Zuhören, wenn ich weiß welche beiden Gesellen mir da ins Ohr säuseln. Aber nur meine Meinung, sowieso, klar.

      • Ja, Du hast meine Kritik verstanden. Es ist in einem gewissen Rahmen schon ok und absolut verständlich, zumal die beiden ja auch oft Alternativen nennen und nicht nur blöd auf die Personen einkloppen; doch wäre es noch sympathischer, wenn man versucht, dies auf einem anderen Wege zu machen, als den üblichen, politischen Weg zu wählen, der so für viele einfach abschreckend ist.

        HTTPS: Ja, sehe ich auch so, doch verstehe ich auch das Problem. Es steckt wohl viel Arbeit darin, dass alles so anzupassen, damit HTTPS auch funktioniert. Insofern glaube ich eher, dass da ein finanzieller und zeitlicher Aspekt hintersteht, der die Sache nicht so einfach macht.

        :)

        • Das Problem ist relativ einfach:
          Tim hat viele Podcasts in einem WordPress Multi-Site, also unter einer IP.
          Daraus folgen 2 Probleme:

          1. HTTPS war lange Zeit sinnvoll nur dann möglich, wenn der Hostname vom ersten Request an feststeht (es also jeweils eine IP pro Hostname, also die verschiedenen Podcast-Seiten gibt) Inzwischen gibt es da halb hingeschissene Lösungen für, die aber nicht alle Browser unterstützten.

          2. Das WordPress ist nun mal eins (hence the name multisite), und schaut erst beim Request, welche seiner vielen verschiedenen Metaebene-Seiten es ausliefern soll. Als WebApp liegt es aber auf einem anderen Layer, und deshalb ist viel Handarbeit notwendig um Multisite und HTTPS unter einen Hut zu bringen.

          Hinzu käme dann noch, dass unsere Folgen immer eine sehr große und unterschiedliche Größe haben, so dass Verschlüsselung nur wenig zu eurer Privatsphäre beitragen würde, da man rein an der übertragenen Datenmenge sehr einfach erkennen kann, was ihr herunterladet.

          • Es ginge mir auch eher um die Kommentare, klar das kann man auch erkennen wenn man auch mitschneidet wann welche Kommentare auftauchen (obwohl das bei moderierten Kommentaren auch nicht ginge).
            Muss ja nich immer die NSA/BND sein die einen ausspäht sondern vielleicht auch nur dein neugieriger Wlan Betreiber :) (hat da jemand Tor gesagt? jaja)

    • Um mein Empfinden gegen das Empfinden von Manuel & Jon zu setzen: Ich finde nicht, dass ihr “von oben herab” rüber kommt. Aber ich finde auch Fefes Humor ansprechend.

      Generell gilt doch: Alles wird nicht so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Ich schätze euren Podcast sehr (, auf den ich übrigens durch Fefe aufmerksam geworden bin: https://blog.fefe.de/?ts=afa2d7f2 ), mag die Art wie ihr mir als nur mäßig technik-affinen Menschen erklärt, was gerade wieder im Netzpolitikbereich vor sich geht. Ich würde mich dem Statement von Feuerwasser oben vorbehaltlos anschließen. ABER: So sehr ich jeder neuen Folge von LNP geradezu entgegenfiebere, seid ihr nur eine Informationsquelle, die ich versuche ebenso kritisch abzuklopfen wie Meldungen anderer Medien. Deswegen finde ich auch Hinweise wie ‘geht mit eurer ‘Macht’ umsichtig um’, auch nur mäßig hilfreich. Dies entbindet den Rezipienten einerseits vom Selbstdenken, und ist für mich andererseits ein typisches Beispiel für ‘stating the obvious’, da ich davon ausgehe, dass ihr euch im Vorfeld Gedanken drüber macht, was ihr wie im Podcast rüberbringt.
      Zu guter Letzt: Wenn eine Idee offensichtlich unausgegoren oder schlicht Humbug ist – siehe den neuesten Aufguss der VDS – dann kann man das auch gern etwas deftiger beurteilen; es ist ja nicht so, als hättet ihr die meisten Themen nicht schon mal ausführlich auf anspruchsvollem Niveau beackert.

  18. Upps, wollte nicht die Idee von s.m. langer “klauen”, hatte den Beitrag nur nicht abgeschickt, sondern noch im offenen Fenster!

  19. Zum Thema “von oben herab” und “sich lustig machen”.

    WTF?

    Wenn z.B. gewisse EU – Kommissare eindeutig und objektiv den größten Unsinn von sich geben, völlig ohne Realitätsbezug und wenn Politiker bewusst lügen und bewusst die Bürger täuschen (Stichwort Wirksamkeit der VDS usw.), dann bin ich extrem beeindruckt wie ruhig und gelassen die beiden diese Sendungen moderieren. Ich würde den ganzen Dreck beim Namen nennen und könnte daher nicht öffentlich über solche Themen referieren.

    Und man kann sich auch mal lustig machen. Viele Leute nutzen das Netz, schmeißen mit ihren Daten um sich und verschlüsseln nicht. Obwohl sie es könnten und obwohl es so verdammt wichtig wäre.

    Wem also die Art und Weise der Moderation nicht behagt kann doch stattdessen weiter im Reformhaus einkaufen gehen und muss nicht diesen Podcast hören. Ist doch also alles prima!

    • Eine fragwürdige Handlung rechtfertigt nicht eine Herangehensweise, die zwar in der Politik so angekommen ist, jedoch entgegen eines reifen Geistes spricht.

      Schade, dass Du meine Kritik nicht gänzlich verstanden hast, denn dann würdest Du wissen, dass ich diesen Podcast gerne höre; jedoch entspricht es meiner Meinung nach nicht der Natur eines Hackers, sich so zu verhalten.
      Der Umgang mit Freunden und Feinden sollte der Gleiche sein.
      Die Politik würde anders wahrgenommen werden, wenn sich die Protagonisten anders verhalten würden.

      Zum letzten Abschnitt:
      Danke, dass Du mir nochmal vor Augen hältst, dass ich ein freier Mensch bin, der seine Entscheidungen ohne den Einfluss anderer treffen kann.
      Sicherlich verstehst Du, dass ich in Hinblick der Entscheidung Reformhaus oder Podcast ganz schön zu knabbern hatte! Ich habe mich letztlich für den Podcast entschieden.
      Nimm diese Kritik nicht so persönlich. Es ist eine Herangehensweise, die mir aufgefallen ist und die ich gerne ansprechen wollte. Ich akzeptiere Deine Ansicht, doch respektiere auch meine.

      • Ich akzeptiere andere Meinungen und andere Menschen. Alles andere wäre inakzeptabel.

        Hier, in diesem Fall gibt es etwas zu beachten: Der Podcast ist kostenlos und freiwillig. Die beiden haben eine lange gereifte und fundierte Expertise in den diskutierten Themen. Wie sie, durch ihre Persönlichkeiten diese Sendungen färben, liegt allein in deren Entscheidungen. Dieser Rest ist egal, da obliegt es einem nicht Kritik zu üben! Bei inhaltlichen Fehlern und Beleidigungen wäre es was anderes. Ich sehe diese Kritikpunkte nicht. Vielleicht entstehen die erst in deinem Kopf durch deine Interpretation. Niemand muss Kritik in der Hinsicht annehmen, dass Sendungen nach den Vorlieben und Empfindungen Einzelner entsprechen sollte. Das ist völlig egal. Und was ein Hacker ist oder nicht, und wie sich ein Hacker verhalten sollte oder nicht, entscheidest nicht du.

        Vielleicht hilft dir ja das weiter:

        https://www.youtube.com/watch?v=8CrOL-ydFMI

        Und ansonsten geht mir Neutralisation auf den Sack.

        Tschö

        • Spannend! Natürlich ist das den beiden überlassen, nur haben sie gefragt, wie man den Podcast auch anderen Hörerschichten schmackhaft machen kann. Primär geht es natürlich um die Verbreitung, jedoch wollte ich in diesem Zusammenhang meine Meinung äußern, worauf Du mir Deine mitteilen wolltest. Also haben wir einen Patt und das ist ok.

          Politik ist an sich ein Thema, welches stets nur Betroffene anspricht und weniger diejenigen, die der breiten Masse angehören.
          Wer die breite Masse erreichen möchte, muss sich entsprechend anpassen, um nicht durch das Raster zu fallen.
          In diesem Punkt muss man also versuchen, den Podcast weitestgehend von “Politik” im Sinne der “Wortmarke” entfernen oder aber dafür sorgen, dass sich andere Hörergruppen angesprochen fühlen, ohne dabei in typische Politikermanier zu verfallen und hier und da auf die Personen einzukloppen, sie öffentlich auszulachen, niederzumachen usw. Stattdessen sollte versucht werden, dies in Form von Witz und Charme zu vermitteln (das gelingt den beiden sehr gut).

          Ist ein wenig wie in der Schule.

  20. Hallo zusammen, Thema Weiterverbreitung Podcast – versuchts doch mal mit der “Baier’schen Single Purpose App”. Das hat wohl beim Einschlafen Podcast und bei WRINT schon irgendwie auch geklappt, wenn ich mich richtig erinnere, aber ihr kennt ja sowohl Dr. Tobi und Holgi, fragt sie doch mal. Ich denke gerade im Zuge der sich erhärtenden Vorwürfe gegen die Bundesregierung könnte so ein bisschen mehr Informationssuche im Netz aufkommen, mit einem einfach Einstieg ins Thema Podcasting ist da vielleicht schon geholfen ;-) Grüße
    Björn

  21. Die rechtlichen Fragen zu Datenveränderung durch Provider sind umfangreich in den nachstehenden Beiträgen beleuchtet. Die Begrifflichkeit der Datenveränderung ist im TMG anders, als im BDSG oder im StGB. Grundsätzlich ist die Datenveränderung bei vorheriger Zustimmung oder entsprechender AGB nicht strafbewehrt.

    https://kobra.bibliothek.uni-kassel.de/bitstream/urn:nbn:de:hebis:34-2009113031192/5/BednerDeepPacketInspection.pdf

    ftp://ftp.uni-rostock.de/pub/uni-rostock/cisco/Whitepaper%20Rechtskonforme%20Spamfilterung.pdf

    Das Thema ist insbesondere wegen der SPAM-Filterung, die ja den bekanntesten Eingriff in den Datenstrom darstellt, nicht neu.

    Gruss

    Matthias M. Werner

  22. Erhöhung der Reichweite:
    Es stellt sich die Frage, wen ihr erreichen wollt.

    Die politikinteressierte netzaffine Zielgruppe von Mitte 20 bis Mitte 40 wird wohl den Großteil eurer Höhrerschaft bilden.
    Die Teens/Twens bekommt man nicht mit dem Begriff “(Netz)Politik” geködert. Hier müsste sich ggf. eine andere Kommunikation/Ausrichtung etablieren, das dem willigen Hörer aufzeigt, warum die Themen ihn direkt betreffen (werden), wenn er z.B. mit seinem Handy online geht. (Ähnlich wie bei John Olivers mit “the NAS has all your dick pics”.)

    Die “Silversurfer (50+)” werden sich wenn überhaupt mit netzpolitischen Themen nicht in der Form auseinandersetzen, dass man sich einen Podcast anhört. Von daher ist vielleicht zunächst eine Kooperation mit einem TV-Satiremagazin à la “Extra3”, “Zapp”, oder “quer” hilfreich, die besonders pikante Themen auch audiovisuell z.B. durch eure Gastbeiträge aufbereiten und somit auch einem breiterem Publikum vermitteln können.

    Da ich persönlich viel unterwegs bin, höre ich (eure) Podcasts nur beim Autofahren, auch weil der Pop-Mist im Radio mittlerweile für mich unertragbar geworden ist und gefühlt in Dauerschleife läuft – lediglich unterbrochen durch bescheuerte Fakten und Gewinnspiele.

    Ich denke Reisende im Allgemeinen, die sich nicht immer durch Musik berieseln lassen, sondern sich in der zu überbrückenden Zeit über verschiedene Themen informieren oder gar unterhalten werden wollen, sind eine unterschätze Zielgruppe…

  23. Moin moin

    … – Erhöhung der Reichweite – …
    1)
    Viele (neu) Einsteiger werden mit Begriffen/Abkürzungen “überhäuft” von denen sie keine Ahnung haben. Oft würde nur eine Definition reichen, manchmal aber auch mehr nützlich sein, was Ihr bereits in 100.000 Folgen erklärt habt.
    Konflikt: Jedes Mal alles von Anfang erklären verschreckt die eingesessene Hörerschaft.
    Lösung:
    Auf alte Sendungen verweisen (soweit das Thema dort tiefgreifender Behandelt wurde) oder “Stichwort zum selber googlen/bingen” in den Raum werfen. Meist ist auf der ersten Seite direkt eine gute Definition, Wikipedia o.ä.

    Der informierte Bürger ist deshalb informiert, weil er interessante Inhalte stößt und sich anhand der enthaltenen Keywords “weiterhangelt”.
    Das Logbuch wird für “unwissende” interaktiver und bleibt für Kenner gewohnt knackig.

    2)
    Ziel:
    Möglichst viele Personen mit wenig Aufwand letztlich digital zu erreichen.
    Verdammt, das ist weder Minimalprinzip, noch Maximalprinzip.

    Vorgehen:
    Devide and Conquer (nach Altersgruppen)
    – Teens –
    a) Über Infoveranstaltung für SoWi/Politik/Informatik-Lehrer in den Schulklassen empfohlen werden.
    b) Wissenssendung (wie Galileo) über die Produktion eines Podcast
    – Tweens –
    Über (CCC-)Veranstaltungen erreichen. Beispielsweise an großen Universitäten.
    – “Arbeiter” –
    Artikel in IT / BWL / VWL – Newstickern wie Heise/Golem/etc.
    Beispiel: “150 Folgen Logbuch Netzpolitik”
    – Omi’s und Opi’s –
    WDR4 Beiträge “IT für Oldies” präsentiert von, na wem wohl ;-)

    … – generelle Anmerkung – …

    – Was ich mir wünsche (Podlove-Podcasts) –
    Ich höre generell alle Podcasts unterwegs (AndroidApp PodcastRepublic). Es ist oft schwierig einzuordnen, wann diese aufgenommen wurden. Mir reicht der Genauigkeitsgrad “Anfang/Mitte/Ende Monat Jahr”.

    – Was ich vermisse (Logbuch Netzpolitik) –
    Im Januar gab es eine Folge in der Linus den Terminus “Wir befinden uns in einer Zeit …” verwendet hat. Ich meine, es war in Zusammenhang mit Pegida. Ich würde mich freuen, dass diese Redewendung (soweit passend) öfter verwendet wird. Ich glaube dies verleit dem Logbuch einen größeren Blickwinkel ;-)

    mit freundlichen Grüßen
    Dominik B.

    Btw.: Ihr macht das toll !!! :-D

  24. Zum Thema NSA verstehe ich die Aufregung nicht – anscheinend ist alles im gesetzlichen Rahmen. In sofern hat IM Erika zumindest DA nun wirklich mal nicht gelogen – ich empfehle folgendes Video:
    https://www.youtube.com/watch?v=zPonoWvakR4

    Wie man sonst so zu der Frau steht, sei mal dahingestellt – alleine die Asse wird noch Milliarden kosten – aber ich schätze der Draghi wird uns zur Not was leihen…schon gut. ;-)

    Es ist und bleibt ein grundsätzliches Problem unserer Gesellschaft – die Leute bekommen den Hintern nicht vom Sofa…und wer hier immer noch zu (seit Jahrzehnten) verfassungswidrigen “Wahlen” geht, dem ist nicht mehr zu helfen…

    Die deutsche Sprache ist sehr präzise und unsere Gesetze sind sicher nicht sooooo schlecht – die Frage ist immer; Für wen?
    Ich unterstelle mal, dass wir die besten Politiker auf diesem Planeten haben, die man für Geld kaufen kann…
    …und eben jene Politikdarsteller sind in 129 StGB auch ganz klar definiert – spätestens nach Abs. 2 Satz 1 hast Du keine Fragen mehr…

  25. Zur Vorratsdatenspeicherung 2.0 und dem “Umkipper” Maas:

    Dass es auch in der SPD-Basis zur Vorratsdatenspeicherung 2.0 gärt ist ja hinreichend bekannt.

    Um so spannender dann, wenn ein SPD-Mitglied mal ganz ehrlich und offen erzählt, warum das jetzt alles so kommt, wie es kommt:

    https://www.youtube.com/watch?v=qF3vf1zDqCE&t=134

    In kurz: wir wollen das nicht, aber der Koalitionsvertrag sagt, wir müssen das.

    Also flugs nachgelesen, was im Koalitionsvertrag zur VDS 2.0 steht:

    http://www.bundesregierung.de/Content/DE/_Anlagen/2013/2013-12-17-koalitionsvertrag.pdf?__blob=publicationFile

    Zitat: “Wir werden die EU-Richtlinie über den Abruf und die Nutzung von Telekommunikationsverbindungsdaten umsetzen. Dadurch vermeiden wir die Verhängung von Zwangsgeldern durch den EuGH. ”

    Es geht also laut Koalitionsvertrag NUR um die Vermeidung von Zwangsgeldern desselben EuGH, der die Europäische Vorratsdatenspeicherungsverordnung gekippt hat…

    Das heißt, der EINZIGE Grund, der im Koalitionsvertrag zur (Wieder-)Einführung der VDS genannt wird, ist weggefallen.

    Hat eigentlich irgendjemand von CDU und SPD seit dem Abschluss des Koalitionsvertrags in diesen je wieder reingeschaut?

  26. Hey liebes Tim, lieber Linus, liebe Community,

    Ich hab da mal noch eine frage zum Gesetzesentwurf zur Vorratsdatenspeicherung. Ihr hattet in einem eurer Podcasts ja gesagt der Paragraf zur Datenhelerei würde auch Jurnalisten betreffen. Nun steht in diesem gesetzesentwurf aber in der Begründung (Seite 54) das dies eben gau ausgeschlossen würde. (“Von beruflichen Pflichten sind insbesondere auch journalistische Tätigkeiten in Vorbereitung einer konkreten Veröffentlichung umfasst”)
    Hab ich da etwas zentrales missverstanden?

    Danke für die Tolle Sendung
    brokkoli

    • Erstens würden im aktuellen Entwurf auch die Daten aller Journalisten gespeichert werden – man spricht ja lediglich davon, diese im Falle von Journalisten nicht zu nutzen. Gespeichert würde trotzdem und das ist das Problem (denn wir alle wissen: wenn Daten einmal vorliegen…)

      Zweites Problem ist, dass der Beruf des “Journalisten” nicht geschützt oder an eine Ausbildung geknüpft ist. Es gibt schlicht kein Register, was Journalisten aufführt – und das auch aus gutem Grund.

      • Ja ich weiß. Es ging mir aber um den Neuen Straftatbestand zur Datenhehlerei und nicht um die VDS selbst. Meine Frage bezo sich darauf

  27. Zum Weltherrschaftsplan schlage ich fanorganisierte Bierzelthörungen in Bayern vor. Damit deckt ihr garantiert einige neue Bevölkerungsschichten ab. Vorallem für CSU-Mitglieder wäre das doch mal was :D

  28. Hallo zusammen,

    welchen VPN Anbieter könnt ihr denn empfehlen? Gibt ja auch Vergleichsseiten aber ich kann nicht einschätzen, ob die was taugen.

    Danke dafür.

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