LNP149 Landesverrat

Vertrauen ist gut, #Landesverrat ist besser

Das Ermittlungsverfahren gegen netzpolitik.org bestimmt die nationale und internationale Berichterstattung. Die beiden beschuldigten Journalisten Markus Beckedahl und Andre Meister berichten von den Geschehnissen der letzten 24 Stunden, bevor wir uns gemeinsam in aller Ruhe den Inhalten der beanstandeten Veröffentlichungen widmen.

Dauer: 1:13:34

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17 Gedanken zu “LNP149 Landesverrat

  1. was ein low Bob verklagt Journalisten auf Landesverrat?! ich bin mir relatiev sicher das euch das mehr nutzt als schadet. jetzt da ihr etwas bekannter wurdet. auch wenn ihr “nur” ein paar Tage Thema Nummer 1 wahrt.

  2. Pingback: eay.cc

  3. Nun, dass der GBA politisch gelenkt ist, das ist auch nicht verwunderlicht. Er ist kein “normaler” Staatsanwalt, sondern:
    “Der Generalbundesanwalt ist “politischer Beamter” (§ 54 Abs. 1 Nr. 5 BBG). Die beamtenrechtlichen Bestimmungen sehen vor, dass er sich in Erfüllung seiner Aufgaben in fortdauernder Übereinstimmung mit den für ihn einschlägigen grundlegenden kriminalpolitischen Ansichten und Zielsetzungen der Regierung befindet.”
    und
    ” Als “politischer Beamter” hat der Generalbundesanwalt darauf Bedacht zu nehmen, dass die grundlegenden staatsschutzspezifischen kriminalpolitischen Ansichten der Regierung im Rahmen der strafprozessualen Vorgaben und Handlungsspielräume in die Strafverfolgungstätigkeit einfließen und umgesetzt werden.”

  4. Danke für eure Arbeit, danke!
    Seid meiner Solidarität und Unterstützung gewiss. Bin gerade unterwegs, in wenigen Tagen geht eine Spende raus. Es ist aufschlussreich, wie panisch der VS reagiert, wenn man die Bürger darüber informiert, für welche Schnüffelmaßnahmen er Steuergelder auszugeben beabsichtigt.
    Ich wünsche euch, dass die Solidarität dauerhaft anhält!
    Ich freue mich über jeden Artikel und jeden Podcast.
    Lasst euch nicht einschüchtern.
    Whistleblowers, raus mit den Infos! ;-)

  5. super zu erleben, wie diese geschichte mittlerweile bei range, maas und co. inkl. im halben regierungsviertel ein derartiges erdbeben auslöst, dass man sich selbst in karlshorst noch festhalten muss.

  6. OT Hey. Würde gern die nächste Folge live auf dem Camp erleben. Leider konnte ich bisher kein Ticket mehr ergattern. Kann mir jemand helfen ein Ticket zu bekommen?
    Gruß und Danke

  7. Ihr Lieben,
    noch was ganz anderes: Gibt es irgendwo eine DAU-sichere Liste, wie ich gegen Facebook & Co. argumentiere? Ich war letzte Woche auf einem Vernetzungstreffen zu democratic education und konnte Menschen einfach nicht begreiflich machen, was daran problematisch, wenn sich “alle” über Facebook kennen und koordinieren.
    Am “coolsten” war die Antwort einer Frau, die sagte, sie geht da einfach mit “ihrem Spirit rein” und bringt da “positive Energie” rein und dann ist alles okay… o.o

    • … “democratic education” … ich habe eine ganze Weile gebraucht bis mir die Ironie aufgefallen ist und dann nochmal ein bisschen, bis ich mich zwischen Lachen und Weinen entscheiden konnte (hab ersteres genommen, ist Sonntag).

      So eine Liste wünsche ich mir auch, wir werden sie aber nicht finden.
      Der Nutzen von Facebook und Co ist konkret, unmittelbar und anstrengungslos erfahrbar. Die Probleme sind alles mögliche, aber nicht das, und der Verzicht kann weh tun.

      Ich habe aktuell das Problem, dass sich die WhatsApp Seuche in einem Verein ausbreitet, in dem ich engagiert bin. Infektiös wie Darmgrippe, hartnäckig wie Fußpilz.

      Meine Talking-Points, vielleicht hilft es dir:
      – Klar darf man Facebook, WhatsApp, usw. nutzen. Solange es keine negativen Auswirkungen auf andere hat.
      – Facebook+WhatsApp kritisch zu sehen und Verzicht zu üben ist aber berechtigt und muss als Entscheidung von Mitmenschen akzeptiert werden.
      – Die Nutzer setzen durch ihre Nutzung die Nicht-Nutzer unter sozialen Druck, wenn deren Beteiligung am Vereinsleben darunter leidet. Es ist ab einer gewissen Durchdringung eben nicht mehr die private Entscheidung eines jeden. Letztendlich ist dieser soziale Druck eine Gewalttat.
      – Im Falle von WhatsApp werden Leute, die gar kein Smartphone haben wollen, zur Anschaffung eines solchen genötigt. Totales No-Go.
      – Es gibt Alternativen: E-Mail, Mailinglisten, Jabber/XMPP, die Vereinshomepage, eigene Infrastrukturlösungen. Darauf muss man sich zwar auch einigen, aber E-Mail und XMPP bieten immerhin Auswahl innerhalb des Systems und E-Mail hat bereits annähernd 100% Durchdringung.
      – Instant Messaging verleitet zur Spontanität. Diese erodiert das Vertrauen in langfristigere Absprachen. Das ist Gift für den Verein und erschwert Interessenten den Einstieg. Also: Nicht nur der Konzern ist Mist, das Medium ist auch noch toxisch.

      Mahnung zur Vorsicht: Die Alternativen haben sich – trotzdem sie zumeist älter sind – deswegen nicht durchgesetzt, weil die Einstiegshürden höher sind. Diese sind höher weil die Eigenschaften, die z.B. WhatsApp so einfach machen, sich teilweise mit denen decken, die es so problematisch machen (Bindung an die Telefonnummer, Adressbuch auslesen, Zentralität). Mailinglisten übersteigen die Auffassungsgabe mancher Zeitgenossen gleich ganz.
      Wenn du also Alternativen vorschlägst rechne damit, dass es holpriger wird als der Start mit WhatsApp oder das Anmelden bei Facebook.

      Und wenn Leute, die sich mit “democratic education” beschäftigen, geistig schon am ersten der beiden Worte scheitern… sind das dann wirklich die, mit denen man sich vernetzen möchte?

      • Danke für deine ausführliche Antwort!
        Das Problem ist wirklich die “Unsichbarkeit”. Wie du angesprochen hast.
        Wenn ich daran beteiligt bin, einen Klassenrat oder Schülerversammlung einzuführen, die dann tatsächlich auch Dinge entscheidet, sehe ich und erfahre, was passiert.
        Was Facebook und Co. mit meinen Daten machen, ist gut hinter ihrer eupehmistischen Datenschutzerklärung verschleiert. Was daran schwierig ist, muss ich mir mühsam geistig erarbeiten, weil es so abstrakt ist.
        Gerade in so einer Bewegung.

        Das sind echt tolle Menschen dort, die sich dafür einsetzen, dass Kinder und Jugendliche lernen, dass sie Verantwortung haben (für sich und für andere) und (gleichzeitig) nicht nur Lernmaschinen sind.
        Nur haben sie von Technik halt echt keine Ahnung : (
        (ich im übrigen auch nicht. Ich werd mir jetzt nochmal ein Buch von Juli Zeh zur Hand nehmen.)

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