LNP062 Zerebrale Flatulenz

Telekom-Drossel; eGovernemnt-Gesetz und DE-Mail; Funkzellenabfrage; Facebook vs. ULG

Wie zuletzt schon angesprochen hat die Telekom nun Ernst gemacht und eine umfangreiche Drosselung der DSL-Anschlüsse in Deutschland angekündigt. Wir haben daher Clemens Schrimpe zu Gast, mit dem wir noch mal ausführlich besprechen, warum die Telekom unmöglich ein Bandbreiten-Problem haben kann und wo es sonst noch hakt im Ausbau des Internets in Deutschland. Wir nehmen uns auch ein weiteres Mal das Thema De-Mail vor und legen noch ein paar Gerichtsbeschlüsse nach.

Dauer: 1:15:37

On Air
avatar Linus Neumann Paypal Icon Bitcoin Icon Amazon Wishlist Icon
avatar Tim Pritlove Paypal Icon Amazon Wishlist Icon Bitcoin Icon
avatar Clemens Schrimpe

Telekom erdrosselt ihre Kunden

eGovernment-Gesetz samt De-Mail-Klausel beschlossen

Funkzellenabfrage in Dresden war rechtswidrig

Facebook gewinnt im Klarnamenstreit

37 Gedanken zu „LNP062 Zerebrale Flatulenz

  1. Pingback: Links zur Telekom, gedrosseltem Internet und der Netzneutralität | Hardware für alle! Blog

  2. Gibt es eigentlich vernünftige Daten über das Volumen pro Nutzer im Zeitverlauf (Durchschnitt, Median, Quintale)? Die letzten 5-10 Jahre in Deutschland und in den USA?

    Habe ein wenig gesucht aber leider nichts vernünftiges gefunden (nur Minuten pro Nutzer aber das ist eher uninteressant).
    Dann könnte man ja mal schauen welches Volumen in 2016 zu erwarten ist.

  3. Pingback: Logbuch Netzpoltik erklärbärt Drosselpläne der Telekom

  4. Schöne Worte sind gefallen! Nach dem namensgebenden Begriff “Zerebrale Flatulenz” auch weitere Bedeutungen des Begriffs “flat”: schal (Getränk), geschmacklos, (Miet-)Wohnung. Dazu die “Entschleunigung der Gesellschaft”
    Dass das Volumen für Up- und Downstream gilt, finde ich logisch, die Telekom hat doch Datentransferproblem!!1!

  5. Wo muss ich meine Telekom-Bevollmächtigung hinschicken?

    Und die Dividende der T-Akte ist gar nicht so schlecht, 6-8% in den letzten Jahren. Da sieht das Sparbuch bei der Sparkasse blass gegen aus.

    • Man kann auf der Einladung auch einfach eine Weisungsbefugnis ankreuzen, wie die Bevollmächtigten abstimmen sollen, und als Bevollmächtiger vorne diese Gesellschaft auswählen, oder auch einen anderen. Ich denk aber doch mal, dass die auch daran gebunden sind.

  6. mail für clemens
    —–BEGIN PGP MESSAGE—–
    Version: GnuPG v1.4.11 (GNU/Linux)

    hQIOA28wUTnqwEU/EAgAxJLVmL/+BHM5uZc5g+Pcd6uoDl7Ma2fCWAU/r6xP2Kkl
    NQeCdiJ4+P9hWZvKJVyPA/teh0ORJJHRN2HC+YUUm1zuem75J5QVAEcZOmUcmtJV
    +sdyl1QNpswBkfvHzC3HPUojrtjDCTkCT87ZQFeYqTZjCw18JqqK/cFGKwyC4wgP
    /pj7Gb4Y/SMePX5vsEF7Dv/o1+HYrkBkgM4rPqjQzlZ8UtiqREmrH2naSRaHfSBm
    eEGTce9VESFSfkfRafHVXrUzfhi7V5lE0+c6XYY4M9xdDsJyecm2+Mopwcnf3Klp
    two4jWw3UE2AvbGcRwjSMCBK2oevABDjGxIoEvzfrQf/Rb7bBa137ks6716kGnzj
    OWJRuKNz48fAJ0Fi/6ANskwgQkqHz9LJUTdwE6tc/mk03ozQgEkQlSPSrNmSYqww
    VMOmliIpcgyX+1uJInFLm6t6WkK17Jfalu6aGJLIfTNsNeRXLOH6oLOqDjZR4mNY
    bPLZKzNvF39v3NA0Oc6N4BEpgEDlfLTvagz/CUBQJGInG9ExM/ag/1Qjtd7BOpxa
    eTY+h/2rNP6LMuIu0gWQRSIMqUcsWl1osoQ3ejAn6GbJ9e53rXUe9nkcgN4xHB2B
    pgBjLox982sKoMZK9Z3wSDK6hn1dwNH/jPXt5KeFQySS/7qXyaKk+NLZ97Eq5qLC
    hMmAHayGbtx9+PxHkQxapPwmqLa6I+9qvO3MtW8XKOU3u3gRCI0G2tsLJvIR3GKX
    ZO+8ukr5EmceUGaT4KYsBh3JYyeaHb6OsJGsDpSJsMV1IdRhCfQ6Y/b5vTOpwl5x
    ALJq0HWBTYD9T8UH1KwuXsC74T2BD+L95AncSXVFVR2z5iY=
    =e1xK
    —–END PGP MESSAGE—–

    • Die hätteste auch gleich nach /dev/null schicken können. Ich nutze kein PGP. Der Schlüssel auf den Key-Servern von 1995 oder so war nur zum Testen.

      Mehl bitte am Lieferanteneingang (clemens.schrimpe@gmail.com) abgeben. Danke.

      • War ja nur weil DU behauptet hast, in Webmail-Interfaces könne man nicht Ende-zu-Ende verschlüsseln. Geht eben doch. Und wenn man über die Jahre seine Keys und Passphrase nicht verbummelt, kann man sie sogar entschlüsseln. ;)

          • Wer es komfortabel möchte, muss auf Sicherheit verzichten. Technisch ist echtes Ende-zu-Ende auch in Webinterfaces möglich -Punkt. De-Mail ist keine echte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, weil der privat Key auch dem Mailhoster vorliegt. Verbreitunghindernisse von PGP liegen eher in der menschlichen Natur ( siehe auch: verbummeln von Keys und Passphrases ) ;)

            • Verbreitunghindernisse von PGP liegen eher in der menschlichen Natur ( siehe auch: verbummeln von Keys und Passphrases ) ;)

              Dafür packt man die Certs heutzutage auf SmartCards und pflegt certificate revocation lists.

              PGP skaliert zugegebenermaßen nicht, S/MIME ist in Unternehmen längst Standard…

              • …und der Zugriff auf das Zertifikat mit dem privaten Schlüssel ist auf der Smartcard doch auch mit einem Passwort gesichert, oder? Kannst Du mir 3 hiesige Nicht-IT-Unternehmen nennen, in denen eingehende verschlüsselte email mit verschlüsselter email beantwortet wird?

                • Ja, mehrere, auch sehr große Unternehmen. Alle, die S/MIME nutzen.

                  Side note: Der Trick ist nicht, dass verschlüsselte Email verschlüsselt beantwortet wird, sondern signierte Email veschlüsselt beantwortet wird, man braucht ja das Cert.

                  • Das ist sogar sehr wichtig. Was nützt mir die schönste Verschlüsselung, wenn mich eine unverschlüsselte Antwort-mail erreicht, die die ursprüngliche vertrauliche Botschaft im Klartext enthält? Lach nicht – alles schon erlebt. ;)

                    • Ja, und deshalb macht S/Mine es ja auch automatisch, wie Linus korrekt betont. Mit s/mime is alles ab der ersten Email immer automatisch verschlüsselt und das ganze ist in jedem nennenswerten mailclient eingebaut

  7. Könnte man die Telekom vielleicht so wie Microsoft behandeln? Die haben doch auch vor der EU verloren, weil sie ihre Vormachtstellung ausgenutzt haben, um den Internet Explorer zu bevorzugen. Dann könnte man doch die Telekom auch Zerschlagen und Entertain muss ausgelagert werden, damit die ihre Marktmacht nicht ausnutzen und die Konkurenz (Youtube?) darf dann auch nicht mit beim Traffic beachtet werden.

  8. Pingback: Schellberg.me | Drosselkom mit Gegenwind

  9. es gibt doch datenvorratsspeicherung … und leitungen zu behörden (de/eu/us/swift…usw) die darauf zugreifen ..wenn man 3 monate traffik speichern müsste und die noch zu jeder zeit abrufbar machen will/muss dann ist das bestimmt ein vielfaches des aufwandes der hardware der für flatrate-einfach (so ca. 6mbit/s) benötigt wird? ist das der grund um datenvolumen im netz zu begrenzen zu wollen? oder ist das eine milchmädchenrechnung?

  10. Guten Morgen Tim,
    guten Morgen Linus,

    Dratkäfige und Christophorusplaketten an den vorgeschriebenen Stellen; jetzt habe ich endlich Serversicherheit 2.0 verstanden. Satiere in den technischen Bereichen ist schon eure Stärke.
    Clemens ist -wie bei CRE- mit seinen klaren technischen Ansagen und seiner direkten Sprache mehr als ein Hörvergnügen.
    Nur bei der Funkzellenabfrage kratzt ihr nur an der Oberfläche.

  11. Da wirds es wohl Zeit, dass uns Clemens mal genauer erläutert, wie das mit dem eigenen Provider gründen funktioniert…

  12. Guten Morgen Linus,
    guten Morgen Tim,
    guten Morgen Clemens

    eine Frage hab ich noch zum Thema DE-Mail und dem serverseitigen Virenscan.

    Ihr sagt, es gibt nur 2 Argumentationen die das Virenscannen begründen (böse Absicht oder gehackt sein) und die stehen dem Sicherheitskonzept (zertifizierter Absender) entgegen. Wie ist es aber mit reiner Dummheit oder Pech, also wenn zB. Herr A Kollegin Frau B zusätzlich zur Terminzusage noch ein lustiges und passendes *.jpg mitschickt, welches er auf einem zufällig vor dem Firmeneingang rumliegenden USB-Stick gefunden hatte? Oder ein Virus auf Herr A’s Festplatte hängt sich unsichtbar an jedes *.pdf ran. Frau B und alle anderen Kollegen wären doch ohne den netten Service von DE-mail, automatisch Viren zu finden (und entfernen?), völlig ungeschützt oder nicht?

    Danke auch wieder für eine tolle Folge mit viel Wissen, Meinungen und Spass.

    Beste Grüße aus Dresden,
    Rob

    • Hallo Rob,

      Dazu eine Anmerkung: Ein Virenscanner bietet keinen 100%igen Schutz – und unter der Annahme, dass ein DAU irriger Weise davon ausgeht, begünstigt er nur risikofreudiges Verhalten. Der Begriff Schlangenöl hat sich da durchaus durchgesetzt.

      Nehmen wir aber mal an, der Virenscanner sei wirksam.
      Wenn Frau B und alle anderen Kollegen keinen haben, dann bleibt ihnen die viel größere Sorge, dass sie auch E-Mail nutzen und Quatsch aus dem Internet herunter laden. Ein De-Mail-only-Virenscan bietet Ihnen also nur für den (a) unwahrscheinlichsten Infektionsweg (b) ein bisschen Schutz.

      WENN Virenscan, dann auf jeden Fall zuerst auf dem Host selbst. Unternehmen UNTERSTÜTZEN das gerne durch IPS’s die den gesamten Netzwerktraffic mitscannen, für den Fall, dass Ihre Angestellten den Virenscanner nicht aktuell halten.

      Ich hab das in der Stellungnahme noch einmal genauer ausgeführt:

      …Somit wird den Nutzern durch den server- seitigen Virenscan eine falsche Sicherheit vorgegaukelt.

      Wenn die Alternative ist, den Server, das sehr wahrscheinlichere Angriffsziel, unattraktiv zu machen, indem man alles e2e-verschlüsselt, ist dieser Virenscan eine ziemlich dumme Idee.

      Rinjehaun,

      Linus

    • Rechtlich stellt sich auch die Frage, wer haftet im Schadensfall? Sollte der DE-Mail-Betreiber z.B. nicht schadensersatzspflichtig sein, falls doch ein Schadprogramm den Scan unendeckt übersteht, zugestellt wird und beim Empfänger Schaden anrichtet? Wenn diese Haftung nämlich ausgeschlossen sein sollte, dann ist auch der ganze Scan überflüssig. Weil nur eine Sicherheit suggeriert wird , die nicht vorliegt und für den verantwortlichen im Schadensfall konsequenzenlos bleibt.

  13. grund warum in dörfern kein vdsl angeboten wird, liegt an der anbindung der dslams
    vdsl dslams werden mit glas angebunden, adsl mit kupfer
    daher muss für vdsl die straße aufgebuddelt werden…

    mfg thomas

  14. Also die sagen, sie wollen sich mit jedem Unterhalten, der eine Anfrage stellt Content durch ihre DSL-Leitungen zu leiten, der nicht zum Traffic gezählt wird. Ich gehe davon aus, dass es nur begrenzt viele Mitarbeiter bei der Telekom gibt, die sich mit solchen Anfragen beschäftigen. Wäre es nicht lustig, wenn da gleichzeitig eine Grosse Anzahl an anfragen eingingen?
    Ich meine, da liese sich doch einiges machen.

  15. Telekom (inklusive T-Mobile, T-Online und T-Sonstwas) in kleinstmögliche stückchen zerschlagen und die stückchen als genossenschaften gleichmäßig auf die benachbarte bevölkerung zurückverteilen. andere telcos müssen erhaltene staatsmittel ggf ebenfalls an die bevölkerung zurückzahlen. alle gesetze die sich mit der regulierung von kommunikation befassen einstampfen. problem gelöst. oder nich?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.