LNP096 Bin ich schon drin?

EU-Datenschutzverordnung — EU-Netzneutralität — NSA-Untersuchungsausschuss — Zuckerberg und Obama — ICANN — Außer Reichweite / Komplizen

Die Durststrecke ist beendet: Linus hat seine Auszeit beendet und es geht wieder in gewohnter Runde mit neuer Kraft weiter. Im Mittelpunkt stehen natürlich die jüngsten Entscheidungen im Europäischen Parlament und die immer noch sehr zögerlichen Ansätze, in Deutschland sich endlich mal an die Aufarbeit des bald seit einem Jahr währenden Überwachungsskandals zu machen. Wir schauen dann noch kurz Mark Zuckerberg und Barack Obama beim Streiten zu und geben Euch eine Empfehlung für eine Wochenendgestaltung im April in Berlin.

Dauer: 0:56:57

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Automatische Malware-Infektion & Abhören eines ganzen Landes

USA wollen Kontrolle über ICANN abgeben

Ausser Reichweite / Komplizen

10 Gedanken zu „LNP096 Bin ich schon drin?

  1. Schön dass Du wieder da bist, Linus.

    __

    Auch wenn ich mich hier als totale Pfeiffe oute, aber die Seinfeld-Gates-Clips check ich nicht.
    (u.a. weil ich dem Alltagsenglisch kaum folgen kann.)

    Gibt es das auch für Deppen wie mich? Oder wurde das irgendwo mal diskutiert?

    Gruß und Danke

  2. Man mag zu Bill Gates stehen wie man will, aber völlig humorlos ist er nicht und er hat im Laufe seiner Karriere schon öfter die Gelegenheit genutzt, sich für einen Lacher zum Horst zu machen.

    Es gibt diverse interne, inzwischen geleakte Witzvideos, die Steve Ballmer und Bill Gates für interne Microsoft-Veranstaltungen gedreht haben. Ich vermute ja, dass Rampensau Ballmer da die treibende Kraft war, aber Gates hat zumindest immer mitgemacht…

  3. Habe einen kleinen Tip zur Psychohygiene (eurer und unserer). Ihr könntet eine Abschlußrubrik “Der Widerstand” einführen, in der ihr Barcamps, Cryptoparties, “künstlerische Aktionen” (Snowden Straßennamen vor Verfasungsschutz), Zivilen Ungehorsam und technische Aktionen (Crypto Tools Hack sessions) vorstellt. Das würde den Aktionen Zulauf geben und uns alle vor Depressionen schützen.

    Vielen Dank euch

  4. Die Beschlagnahmung von Domains hat nichts mit ICANN/IANA zu tun. Dies ist ein schlechtes Beispiel für den Missbrauch der Kontrolle der USA über das DNS System.

    Die Beschlagnahmungen wegen Urheberrechtsverletzung wurden über die jeweiligen Domain name registrar oder direkt bei der Domain name registry vorgenommen. Die ICANN/IANA kann nicht granular gTLD oder ccTLD beschlagnahmen, sondern nur einer Domain name registry ihre Zuständigkeit global wegnehmen.

    Entweder haben lokale Behörden mit den US Behörden kooperiert, oder die Betreiber der jeweiligen Domains haben ihre Domains über eine Organisation registriert die in Verbindung zu den USA stand.

    Wenn man ein Angebot zur Verfügung stellen will, dass in dem jeweiligen Land legal, in den USA aber illegal ist, muss man auf folgendes achten:

    Keinen Domain name registrar mit Geschäftssitz in den USA.
    Keine Domain name registry mit Geschäftssitz in den USA.
    Keine gTLD / ccTLD deren technische Administration einen Geschäftssitz in den USA hat. (Viele Drittweltstaaten lassen ihre ccTLD von westlichen Firmen administrieren (.tv gehört Tuvalu, die Registry ist aber Verisign)

    Mir fällt jetzt kein Fall ein wo die USA ihre Kontrolle über das DNS System missbraucht haben. Es gab mal kleinere Dispute über ccTLDs von Irak und Somalia, aber das hat sich erledigt.
    Selbst Ländern wie Nordkorea, Iran und Kuba überlässt die USA ihren jeweiligen lokalen Organisationen die Kontrolle über ihre ccTLDs.
    Bei gTLD wurde mal immer wieder lamentiert die ICANN sei zu un­fle­xi­bel bei der Neueinführung von gTLD. Dies habe ich aber nie als ernsthaftes Problem gesehen (.info .name .jobs .mobi .travel etc und jetzt .berlin .newyork .bank wirklich?).

    Die USA haben mit ICANN bisher einen guten Job gemacht und ich sehe keinen Grund einer internationalen Organisation, eventuell gar unter dem Mantel der UN / ITU, die Kontrolle über die Root Zone zu geben.
    Die Überwachung durch NSA / GCHQ hat nichts mit ICANN zu tun.

  5. Range würde sich auch keinen Zacken aus der Krone brechen, wenn er mal die Diskrepanz zwischen der Publizität des NSA-Skandals und seine angestrengten Suche nach einem Anfangsverdacht erklärt. Wer weiß, vielleicht würde ihm dabei sogar selbst noch etwas auffallen.

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