LNP105 Seniorenheim und Orgelbau

NSA in Deutschland — BND expandiert — Facebook wandert vor den EuGH — VG Media verklagt Google — Netzneutralität in Österreich und der Schweiz

Wir scheuen keine Mühe und auch eine Distanz von mehreren tausend Kilometern halten uns nicht davon ab, die netzpolitische Nachrichtenallmende abzugrasen. Mit Linus in der Ferne sprechen wir über die jüngsten Neuigkeiten in der nicht enden wollenden NSA-Saga, die zunehmend auch zu einer BND-Story wird, allerlei Klagerei in Sachen Datenschutz und Leistungsschutzrecht sowie Neuigkeiten rund um das Thema Netzneutralität aus Österreich und der Schweiz.

Dauer: 0:53:50

On Air
avatar Linus Neumann Paypal Icon Bitcoin Icon Amazon Wishlist Icon
avatar Tim Pritlove Paypal Icon Amazon Wishlist Icon Bitcoin Icon

NSA in Deutschland

BND expandiert

Facebook wandert vor den EuGH

VG Media verklagt – endlich – Google wg. Leistungsschutzrecht

Netzneutralität in Österreich und der Schweiz

 


In Zusammenhang mit dieser Ausgabe stehende Folgen

27 Gedanken zu „LNP105 Seniorenheim und Orgelbau

  1. Diese ‘Wir-nutzen-das-bessere-Social-Network’-Attitüde ist sehr amüsant, vor allem wen man bedenkt dass ihr damit Twitter meint hahaha

      • Warum seid ihr eigentlich nicht bei Diaspora*? Da sind zwar nicht so viele Nutzer, aber dafür hört wahrscheinlich jeder zweite deutsche Diaspora*-Nutzer LNP…
        Ach ja: Und bei reddit findet man euch auch nur sonstwo unter r/de_podcasts/ :-(

        • Ja, wäre toll wenn ihr auch auf Diaspora unterwegs wärt. Oder wenigstens einen Account erstellt, der hier vom RSS-Feed gefüttert wird.

    • Nun, die Facebook-Erschließung ist ja teil einer knallharten Expansionsstrategie. Und zwar in die Metropolen. Dann irgendwann vielleicht in die Diaspora ;-)

      Spaß beiseite: Wie Tim schon anmerkt, ist mein Ziel halt dorthin zu gehen, wo LNP oder die Themen, über die wir reden, nicht so geläufig sind. Bei Diaspora müssen wir wahrscheinlich keinem mehr das Licht zeigen…

  2. Hallo Linus und Tim, war wieder mal eine interessante Sendung, wie immer. Die Zahlen zum Überwachungsvolumen sind schon imposant. Aber um sie irgendwie in Relation setzen zu können: habt ihr irgendwo Statistiken zum täglichen Trafficvolumen überhaupt?
    Likes auf Facebook gibt es von mir leider nicht, weil ich da nur als Karteileiche unter falschem Namen rumliege und auch das nur, weil ich sonst hier in Frankreich kein Spotify bekommen hätte.
    Gruß Uta

  3. Nö, Sascha Lobo ist noch auf Kurs, seine letzte Kolumne dreht sich neben Frank Schirrmacher auch um Überwachung.

    Ich plädiere für mehr Kabelstolpern in Datenzentren und bin bereit dafür Ausfälle in Kauf zu nehmen.

  4. Also so wie ich diese Pressemitteilung der VG Media verstehe, klagt die VG Media “auf Zahlung einer
    angemessenen Vergütung”.

    Ich vermute, dass die eine Rechnung mit einem konkreten Betrag an Google geschickt haben. Nachdem Google die nicht gezahlt hat, klagen die nun auf Zahlung. Das LSR ist hier nur die gesetzliche Grundlage, auf der die Rechnung fußt.

    Vermutlich wird der verlangte Betrag auch recht hoch gewesen sein. Dann könnte es vielleicht dazu kommen, dass das Gericht diesen Betrag kürzt, aber das ist aus sicht der VG Media besser, als wenn sie zu wenig verlangen.

  5. Was haltet ihr von der Theorie, die BND Veröffentlichung hat zu diesem Zeitpunkt stattgefunden, weil Snowden’s Asyl in Russland gerade abläuft und er hiermit noch einmal klar stellt, wie wichtig Snowden für eine Aufklärung auf deutscher Seite ist. Dazu bestärkend ist die Aussage von Snowden’s Anwalt, eine Anfrage auf ein ‘informal hearing’ vom Ausschuss abzulehnen, welche in Russland stattfinden hätte sollen und verweist darauf, dass eine solche Befragung nur in Deutschland stattfinden könne.

    Wenn deutsches Asyl, dann jetzt. Und für ein Asyl gibt es spätestens seit den BND Leaks gewichtigste Gründe.

    http://www.dw.de/edward-snowden-rejects-german-plans-for-meeting-in-moscow/a-17725917

  6. Hi, da bin ich wieder. Ich habe zufällig vor einem Jahr meine Diplomarbeit über das Thema Leistungsschutzrecht für Presseverleger geschrieben und möchte meinen Jung-Juristen-Senf dazu beitragen Achtung, das wird lang!

    Disclaimer: Ich habe die Pressemitteilung nicht gelesen und ich vereinfache meine Aussagen sprachlich! Also keine Klugscheißer-Kommentare von anderen Juristen bitte. ;)

    2 Dinge möchte ich Anmerken:

    1. Die Verlage haben sich zwar beinahe kollektiv Google unterworfen und das Recht für die kostenfreie Nutzung eingeräumt, diese Rechteeinräumung kann jedoch auch wieder zurückgezogen werden. Es wäre also sehr wohl möglich, dass die Verlage nun alle zusammen den “Lizenzvertrag” mit Google aufkündigen, “eine Rechnung schreiben” und dann klagen wenn Google nicht bezahlt. In Antizipation dieser Reaktion seitens Google geht man daher direkt zum Schlichter.

    2. Als anbietender Monopolist muss man seinen Kunden/Mitbewerbern ZUGANG zu seiner Infrastruktur gewähren. Dafür darf man nur ein ANGEMESSENES ENTGELD verlangen. (Beispiel Telekom-Internetleitungen)

    Als abnehmender Monopolist muss man ein ANGEMESSENES ENTGELT zahlen, dass vergleichbar ist mit dem, was man zahlen würde, wenn man kein Monopolist wäre. Man darf also nicht einzelnen einen schlechten Preis aufzwingen. (Fällt mir aus dem Bauch heraus nichts ein. Ist eh schwer durchzusetzen.)

    Jetzt kommen die Knackpunkte:
    A) Was in beiden Fällen ein angemessenes Entgelt wäre ist völlig unklar, weil es hier noch gar keine praktischen Beispiele gibt. Allein deshalb lohnt es sich für die VG Media zu klagen. Da soll Google mal ein schönes Angebot auf den Tisch legen, oder sie lassen halt den BGH eine Zahl aus der Luft greifen. Selbst wenn sie Google damit an den Sack bekommen, hat die VG Media damit dann endlich eine handfeste Grundlage mit denen sie alle anderen, ohne große Verhandlungen um den Lizenzbetrag, zu Kasse bitten können.

    B) Man kann Monopolisten nicht dazu zwingen Waren/Dienstleistungen überhaupt abzunehmen. Wenn Google einfach sagt: Wir verlinken nicht mehr auf deutsche Presseerzeugnisse, oder nehmen nur noch das was eh ALLEN(!) aus freien Stücken, kostenlos zur Verfügung gestellt wird, dann sind die Fein raus.

    C) Google bietet ja bereits kostenlos Zugang zu seiner Infrastruktur an. Man kann sich also schlecht in diese hineinklagen. Insofern haben sie Google gut ans Bein gepisst, da ihnen diese pauschale Rechteabtretung als Reaktion auf das LSR böse auf die Füße fallen könnte, da das als Zugangshindernis gewertet werden kann.

    D) Den Spin den Linus gerochen hat versuchen die Verlage tatsächlich, aber das ist ein (beabsichtigter) Denkfehler: Man kann einen anbietenden Monopolisten zwar dazu zwingen Zugang zu seiner Infrastruktur zu gewähren, aber dafür muss man dann den Monopolisten bezahlen. Man kann nicht den Monopolisten dazu zwingen dir Zugang zu gewähren und dann gleichzeitig den Monopolisten zur Kasse bitten. Das wäre die völlige Pervertierung des Kartellrechts, da man so Monopolisten grenzenlos zur Kasse bitten könnte. Gelddruckmaschine deluxe; besser als die GEZ.

    Ich weiß nicht, was die Verlage auf lange Sicht versuchen, aber wenn sie so etwas gewollt hätten, dann hätten sie direkt auch eine Kartellrechtsreform politisch “anregen” müssen. Wobei ich bezweifle, das so ein Gesetz lange Bestand hätte.

    • Ach man… Tausend Rechtschreibfehler und teilweise fehlende Wörter.

      Zu A) “Selbst wenn sie Google damit NICHT an den…”

      Zu C) Google bot bisher freien Zugang an. Jetzt ist eine Hürde eingebaut worden. IMO hat sich Google damit verrannt.

  7. >distanzrekord

    Meine Episode “AKW012 Travel Blogger: Mit Reiseblogs Geld verdienen. Social Media, Branding 2.0 und User Experience” mit Reiseblogger Steve Hänisch: 13.274,46 km (Berlin – El Bolson)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.