LNP134 Da kommt einer von rechts

Feedback — Netzneutralität — Talibanisierung der Politik — Störerhaftung — De-Mail — Vorratsdatenspeicherung

Nach einigen Terminproblemen haben wir nun doch eine neue Folge aufgenommen bekommen. Linus und Tim sind gerade über 5000km voneinander entfernt und durch allerlei Mangel an Netzneutralität im gegenseitigen Zugang behindert. Daher ergänzen wir die dünne Nachrichtenlage auch mit einiger Metadiskussion. Das dürfte Euch gefallen.

Dauer: 1:19:58

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Feedback Astro-TV Hack

Feedback FCC-Regelung Netzneutralität

Netzneutralität Taliban

Störerhaftung: WLAN & Hosting-Provider

De-Mail am Ende-zu-Ende

Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung?

43 Gedanken zu „LNP134 Da kommt einer von rechts

  1. Mind Your words: Linus spricht bei 24:20 darüber, sich nicht auf das Niveau von Herrn Öttinger herablassen zu wollen. Dabei wird ein alltagssprachlicher Wortgebrauch wie “auf Niveau herablassen” und “niveaulos” verwendet. Solche Worte sollte man nur dann verwenden, wenn man ausdrücken will, dass der Mensch ein niedriges Niveau **hat**, dass z.B. enttäuscht.
    Das was der von Steuergeldern bezahlte Herr Öttinger vorweist ist, dass er mit der Materie sich sachlich gar nicht beschäftigt hat bzw. dass er gar nicht in der Lage ist, zu verstehn, worum es geht. Das ist weniger als niveaulos.
    Wenn ein geistig behinderter Mensch (wie immer man das jetzt korrekt beschreibt) einen simplen Gruß nicht erwiedert, weil er dazu nicht in der Lage ist, nennt man das nicht niveaulos, sondern “geistig nicht in der Lage”.
    Dass soll jetzt Herrn Öttinger nicht entschuldigen, er sei nicht in der Lage gewesen seine Bestechlichkeit im Rahmen der Geschehnisse in BadenWürttemberg zu erfassen, egal ob es jetzt zu einer Verurteilung kam oder es sich nur um Vorgänge unterhalb der juristisichen Schwelle gehandelt hat.
    Es soll verdeutlichen, dass Herr Öttinger bezüglich des technischen Gebietes, dass er betreuen soll, ein heillos überforderter Mensch ist, der nicht einmal ein enttäuschendes Mindestniveau erreicht. Das ist nicht niveaulos, so wie wir es zwischenmenschlich verwenden, Herr Öttingers Sachkenntnis ist “niveaufrei” und von sachkundigen Menschen nur durch Kopfschuss erreichbar. Aber wenn Linus sich die Pistole aussermittig setzt und nur noch mit einer Hirnhälfte denkt, hat er noch immer (eine reduzierte) Sachkennntnis und somit mehr Wissen zum Thema als Hr.Ö.. Alles existierende ist größer als Null.

  2. Zum Oettinger Zitat: “da kommt was von rechts”:
    Ja, die inkompetente CDU, mit ihrer Taliban aehnlichen Terror-Rhetorik und Schimpansenlogik. Freie Fahrt fuer die christdemokratische Taliba(h)n, mit ihrem lock-Führer und Niveaulo(t)sen Guenther Filbinger, äh, Oettinger. Kann man wegen sowas eigentlich nicht mit Störer-Haft bestraft werden?

    Bei dem Namen Oettinger muss ich immer an einen strohdummen Joghurt mit rechtsdrehenden (Milch-)Kulturen denken…

  3. Den Oettinger’schen Taliban-Vergleich habe ich so verstanden, dass er den pro-Netzneutralitäts-Aktivisten vorwirft, unwillig zu sein Kompromisse zu schließen, und dass das ähnlich zu irgendeiner Eigenschaft (religiöser Fundamentalismus?) der Taliban sei. So ähnlich wie man im englischsprachigen Internet übermäßig streng vorgehende Personen gerne als Nazis (“grammar nazi” etc.) bezeichnet.
    Nicht dass das ein passender Vergleich wäre (und seine Beispiele Telemedizin und Verkehrssicherheit sind natürlich totaler Unfug), aber komplett unverständlich finde ich ihn dann doch nicht.

    BTW: Es wurde bislang nicht nur ein US-Präsident erschossen, sondern ganze vier Stück (Lincoln, Garfield, McKinley und Kennedy)! Und jedes Mal war der Täter Amerikaner.

    • erhellender kommentar, das würde in der tat sinn machen. ist schon super dass der gute mann seine unangemessenen vergleiche nicht einmal so formuliert bekommt, dass man die aussage versteht.

  4. Linus, das mit der Telemedizin ist in Deutschland verbreiteter als man glauben mag – auch Echtzeit-kritische Applikationen, wie sie der Herr Oettinger erwähnt, wenn auch keine remote-Operationen (so einen Unfug macht niemand im Regelbetrieb – AFAIK – welche Ethikkommission sollte das unterschreiben).

    Der verbreitete Klassiker ist die Schlaganfall-Akutbehandlung: Der Patient in der Wald- und Wiesenklinik wird per Videokonferenz mit Pan/Tilt/Zoom-Kamera neurologisch untersucht und noch vor Ort behandelt, wenn der Transport in eine größere Klinik mit Neurologen zu lang dauert (man hat ab Symptombeginn nur wenige Stunden Zeit für die gesamte Behandlung). Das gibt es in deutlich über 100 deutschen Krankenhäusern. Wenn die Videokonferenz hakt, verzögert sich die Behandlung des Patienten; schlimmstenfalls rutscht er aus dem Zeitfenster, in dem die Behandlung noch etwas bringt. Schlimmstmögliche Folge: permanente Behinderung / Tod. Eine dahingehend krassere Telemedizin-Applikation, die ernsthaft in Deutschland betrieben wird, kenne ich nicht.

    Nun … das Interessante ist … überall läuft das, anders als du vermutest, übers Internet per VPN. Die Luxusvariante ist eine separate, symmetrische DSL-Leitung in der Klinik für das Video, gibts aber natürlich nicht überall. Mehr gibt man als Klinikum mit begrenzten IT-Budget dafür nicht aus ;-) Branchenstandard ist übrigens VGA-Video mit Mono-Audio und ca. 512kbps. Das läuft seit mindestens 2008 in immer mehr Kliniken so ziemlich problemlos, da braucht es keine anbieterseitige Priosierung von irgendwas. Wenn sich Herr Oettinger dahingehend für etwas einsetzen sollte, dann gescheite, bezahlbare symmetrische Breitband-Anschlüsse – in der Praxis ist der Consumer-DSL-Anschluss der größte Flaschenhals.

    • Die hier dargestellten Sachstand zeigt, das es tatsächlich Anwendungsbereiche gibt die Ausserhalb von Herr Neumanns Lebensbereich liegt.

      Tatsächlich stellt sich die Frage, wie man mit solchen Anwendungen in Zukunft umgehen möchte. Besonders im hinblick darauf, das mögliche Qualitätsteigerung z.B. bei Bild und Ton Auflösung (evtl. VR), die derzeitige Kapazitäten übersteigen.

      Infrastrukturausbau ist sicher eine Lösung allerdings sollte man auch hier die Verhältnismäßigkeit waren. Schließlich baut man auch nicht zu jedem Dorf eine 4-spurige Autobahn nur weil einmal im Jahr ein Schwerlasttransporter vorbeikommt. In einem solchen Fall sperrt man die 2-spurige kurz ab und danach ist alles wieder gut.

      Daher wäre eine Ergebnissoffene Debatte über die Ausprägung einer Netzneutralität hier sehr viel hilfreicher, als die ebenfalls vorhanden Polemik bei den Netzaktivisten.

    • Tele-Medizin ist halt Medizin-über-Entfernungen. Ein äußerst schwammiger Begriff. Eine Untersuchung per Videokammera ist aber schon was komplett anderes als eine OP per Fernsteuerung. Das erste funktioniert (lt. Vorposter) mit 512kbps im VPN-Internet ohne netzbetreibereseitige Priorisierung. Und die Fern-OP wird es salopp gesagt niemals geben.
      Man muss nur mal einen Chirurgen fragen, was es mit seinem Puls macht, wenn er weiß, dass im Falle, dass die dem OP-Gebiet benachbarte Schlagader platzt, die Optik der Roboterkamera erst rot-durchschimmernde Bilder und dann nur noch scharze Bilder anzeigt. Das senkt die OP-Qualität selbst wenn nichts schief geht.
      Ferndiagnostik funktioniert schon mit dem diensteneutralen Netz. Fern-OP wird es nicht geben auch nicht mit Dienste-Priorisierung, alles Humbug, weil der Staat Telekomaktien hat oder aus anderen unredlichen Gründen.
      Telemedizin ist ein Placebo-Wort mit dem Rhetoriker den Unterschied zwischen Tele-Diagnostik und Tele-Manipulation verschleiern.
      Niemand der verantwortungsvoll denkt, wünscht sich einen OP-Saal ohne anwesenden Arzt. Den Rest gibt es schon.
      VR hat beim echten Operieren nichts verloren.

    • Wenn man eine Einrichtung wie eine robotisierte Fern-OP übers Internet realisieren wollte, müssten alle Komponenten medizinisch zertifiziert sein, damit die Rechtslage eindeutig geklärt ist, wenn eine Komponente ausfällt und dadurch eventuell ein Menschenleben gefährdet ist. Als Konsequenz müssten die Betreiber der Netzinfrastruktur z.B. ihre Router medizinisch zertifizieren lassen und würden sich dann nicht mehr trauen, in diese Geräte Softwareupdates einzuspielen, weil durch diese Veränderung als erstes die Zertifizierung nichtig wird und eine teure Re-Zertifizierung erforderlich würde. Ich traue mich gar nicht, das weiter zu denken, das klingt verdammt nach Schland.

  5. In Europa gibt es sogar drei Räte mit “Europa” im Namen.
    Europarat: Da sind fast alle Staaten Mitglied, die zum Kontinent Europa gehören.
    Europäischer Rat: Vertretung der Staats- und Regierungschefs der EU.
    Rat der Europäischen Union: Vertretung der Europäischen Regierungen im Gesetzgebungsprozess. Zu den Treffen diese Rates werden von den Regierungen der Mitgliedsländern mindestens ein Vertreter geschickt. Dieser Rat (Regierungsvertretung) kann mit dem Parlament (Bürgervertretung) neue Gesetze erlassen.

  6. Ihr begebt euch auf unnötig dünnes Eis, was die Zerlegung von Oettinger Argumenten angeht. Ihr habt selbstverständlich Recht, dass das alles grober Quatsch ist, was der gute Mann da von sich gibt, insbesondere was das Auto-Beispiel angeht macht ihr euch jedoch unglaubwürdig, den Ursprung des Gedanken derart belustigt als Unsinn abzutun.

    Hier einmal die Ingenieursperspektive: Die Idee, dass Autos über eine Netzwerktechnologie ihre Sensordaten untereinander und mit Infrastruktur in Echtzeit teilen, ist in keinster Weise abwegig und wird wahrscheinlich noch in den nächsten 10 Jahren langsam Einzug halten (bspw. um an einer schlecht einsehbaren Kreuzungen vor Querverkehr (womöglich sogar von rechts) zu warnen und im Notfall automatisch bremsen zu können, oder um den Fahrer schon frühzeitig über eine Rote Ampel hinter einer Kurve zu informieren, oder um zur Stauvermeidung effizienteres herunterbremsen zu ermöglichen usw.). Dafür braucht man noch nicht einmal selbstfahrende Autos, es ist bloß die logische Evolution aktueller Assistenzsysteme. Die Industrie arbeitet bereits daran und vermutlich haben sie das auch Oettinger erzählt.

    Der Wunsch hier, ebenso wie in der Telemedizin, eine möglichst latenz- und störungsfreie Verbindung haben zu wollen ist durchaus gerechtfertigt.

    Nur, und das habt ihr ja sehr richtig gesagt, wird das aus den genannten Gründen sicher NICHT über eine normale Internetverbindung stattfinden. Das ist der Punkt, den es zu vermitteln gilt, wo Oettinger sich absolut lächerlich macht. Das ist auch unsere Aufgabe, hier Politikern die Ängste zu nehmen, damit sie verstehen, dass so etwas von der Netzneutralität gar nicht berührt wird. Auf der Ebene des legitimen Anwendungsbeispieles (auch Telemedizin wird früher oder später wohl vermehrt kommen) argumentieren zu wollen ist hingegen nicht die beste Taktik, da man sich hier schnell auf dünnes Eis begibt.

    Abgesehen davon: danke für Engagement, Information und Unterhaltung

    • Bei Car2Car-communication wird irgendwie immer die Frage ausgeblendet, wie verhindert werden soll, dass jemand das System trollt. Gelogene Signale schickt wie: “Hier in der Seitenstraße XYZ sind 150 freie Parkplätze. Kommt alle hierher.”, “Zwischen km 3 und 4 ist es spiegelglatt, dort nicht schneller als 30 fahren.” Oder noch krasser in einer Windschattenkolonne: “Achtung ich bremse jetzt.”

      • Ich vermute, dass man bei Trolling im Straßenverkehr schnell eine saftige Strafe erhalten wird. “Gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr” bedeutet bis zu 5 Jahren Knast.

        Außerdem werden die Signale doch vermutlich einigermaßen verschlüsselt/signiert sein, so dass man vermutlich einfach nachvollziehen kann, von wem sie kommen.

        Alles in allem: not worth it.

          • Da hast Du Recht. Keine Ahnung, ob das so kommen wird. Aber unverschlüsselte Kommandos von anderen Autos, auf die mein Auto dann reagiert, klingt für mich auch nicht nach einer erstrebenswerten Alternative.

            Gibt es eine Möglichkeit, das sicher und anonym gleichzeitig zu machen?

  7. Einen (möglichen) Vorteil hätte die De-Mail mit Ende-zu-Ende-Verschlüsslung gegenüber der herkömmlichen Mail: die bestätigte Zustellung
    Kann ja auch für den Bürger interessant sein zu wissen, dass seine Kündigung oder sein Antrag oder sonst was “zugestellt” ist. Ob man dafür die eigene Bindung an das Postfach in Kauf nehmen will, wäre halt noch die Frage.

    • Wenn ich mich recht entsinne kam im Podcast zur Sprache, dass De-Mails als “zugestellt” gelten, wenn sie abrufbereit im Postfach des Empfängers liegen. Das wurde – imho korrekt – als Nachteil der De-Mail für den Nutzer gewertet, zumindest im Kontext des rechtsverbindlichen Verkehrs mit Behörden.

      Gibt es bei der De-Mail darüber hinaus für den Sender die Möglichkeit, von der tatsächlichen Kenntnisnahme des Kommunikationsinhaltes durch den Empfänger zu erfahren, wie es dein Kommentar nahe legt? Erst diese Funktion könnte man eventuell als nützlich betrachten.

      • Genau diese Unklarheit bzw. Benachteiligung bei dem Thema “gilt als zugestellt” hat sicher sehr viele ‘normalen’ User abgehalten DE-Mail zu nutzen.

        Hier im Podcast hört sich das so an als würden Millionen Bürger in Deutschland nur deswegen den Dienst nicht nutzen weil er nicht Ende-zu-Ende verschlüsselt ist.

        Aus meiner Sicht ist das Verschlüsselungsthema eigentlich das was am wenigsten die Menschen davon abgehalten hat DE-Mail zu nutzen.

        An erster Stelle kommt da erstmal der administrative und technische Aufwand mit der Frage gekoppelt “Wozu brauche ich das eigentlich”. Danach dann die Nachteile der ‘rechtsicheren’ Zustellung. Dann kommen sicher noch ein paar andere Dinge und ganz zum Schluss dann die Verschlüsselung.

        Trotzdem feiert sich Herr Neumann hier als hätte er die DE-Mail im alleingang zu einem Rohkrepierer argumentiert. Langsam sollten die Netzaktivisten mal aufwachen. Die Menschen um mich herrum haben von den Themen noch nicht mal gehört geschweige den sich eine ausgewogenen Meinung gebildet.

        • Die “Menschen um Dich herum” dürften für den Niedergang von De-Mail auch weniger Bedeutung haben als Du ihnen zurechnest. Das hier letztlich aber auch andere Aspekte als Verschlüsselung eine Rolle spielen ist klar, allerdings ist das schon eines der wichtigsten Argumente, was die Expertendiskussion in den Medien befeuert und die wiederum war auch kritisch für die Medienabstrahlung und damit auch Wahrnehmung in der Öffentlichkeit.

          Dass es eine Diskrepanz zwischen Innen- und Außensicht gibt ist uns wohl bewusst. Die gibt es immer und bei jedem Thema. Beides Sichtweisen sind aber wichtig und nicht selten werden eben Themen auch von innen besiegt.

      • Ob die “Zustellung” ein Vor- oder Nachteil ist, hängt natürlich von deiner Position ab. Wenn du irgendwas willst, ist es natürlich ein Vorteil. Wenn jemand von dir was will, ist es ein Nachteil. (Ausnahmen gibt’s dann noch immer.)

        Und wenn ich was will, ist mir die “tatsächliche Kenntnisnahme” völlig egal. Es geht mir darum, dass ich nachher im Zweifel die korrekte Zustellung beweisen kann.

        • Mir ist nicht egal, ob die Einladungen zu meiner Geburtstagsparty rechtzeitig als zugestellt gelten oder rechtzeitig gelesen wurden.

          Deine Aussage passt auf Behördenkommunikation. Aber auch nur dann, wenn ich eine Frist einhalten muss und nicht wenn ich will, dass die Behörde möglichst schnell etwas für mich erledigt.

  8. zum gloriosen Captain Oettinger und TeleMedizin-Bsp.:

    kann gut sein, dass er stumpf etwas nachgeplappert hat bzw. die Konservativen / Industrie-Marionetten weltweit haben das in ihrem Repertoire –>
    Kurz nachdem in USA die FCC eine gesetzliche net-neutrality beschlossen hatte, hatte folgerichtig im Kongress ein Republikaner/Lobby-ist dagegen “argumentiert”, dass es ja wohl nicht sein kann dass KatzenVideos genauso schnell durchs Netz kommen sollen, wie video-Bilder einer HerzTransplantation usw.

    habs tatsächlich gefunden, war nicht die Daily Show, sondern im ultra mega investigativen und lustigen “Last week tonight with Jon Oliver”/HBO bei ca. 2min:00 und danach Jon Olivers logisch richtige Antwort. :-D und LOL
    https://www.youtube.com/watch?v=gxXIIMYXFoM

    rinnjehaun und Danke fürs Senden seit LNP001 ! Ihr 2 alten verbitterten Männer von der MuppetShow :-D

    https://kickass.to/usearch/Last%20Week%20Tonight%20720p/?field=time_add&sorder=desc

    übrigens finde ich Oettinger fast genauso lustig-schlimm, teilweise symphatisch-überfordert, wie den UNVERGESSENEN Edmund Stoiber, Stoiber fehlt mir… :-(
    Natürlich ist es sachlich gesehen ganz übel, mit welcher systemischen Inkompetenz und/oder Industrie-Hörigkeit Leute solche wichtigen Ämter bekleiden,
    aber der ENTERTAINMENT-Faktor ist fast unbezahlbar und kein Film-Drehbuchschreiber könnte sich deren Aktionen ausdenken.
    Danke, tapsige und erfrischend dumme Konservative weltweit ! Im Namen von allem was lustig und surreal ist – I salute you, Sirs !

  9. An der Stelle, wo Herr Oettinger Gesundheit und Verkehrssicherheit als “ein kommerzieller Dienst” bezeichnet, musste ich ja schon einen auditiven double take machen… wahrscheinlich meinte er das im Sinne von “kommerzielle Dienste im Bereich Gesundheit/Verkehrssicherkeit” aber so wie er’s formuliert hat klang’s irgendwie absurd.

  10. Als Dankeschön und inspiriert durch eure gestrige Sendung habe ich viele lustige Anagramme auf “Oettinger Taliban” erstellt. Hier eine kleine Kostprobe:
    Agitator lebt inne,
    Trottel Angaben II,
    abgleiten anti TOR,
    intrigante Oblate,
    Beitrag total nein,

    Bengel tot in Atari,
    TOR Etat Bann eilig,
    Beirat tagt online,
    Grobian tat leiten,
    labert anti noetig,
    (…)
    Bildbeweis + noch viel mehr: https://www.facebook.com/lustige.anagramme/photos/a.189832237717235.46343.161547420545717/935658053134646/

  11. Ist der “Drah di net um”-Remix der Rede des zügig von rechts kommenden Komissars der Herzen und der Telekom schon bei musikalisch begabten Zeitgenossen in Arbeit?

    Mir war “Taliban” als Vorwurf einer kompromisslosen, radikalen Haltung sofort eingängig und Cyber-Oetti ist auch nicht der erste, der damit spielt. Ich kann mich dunkel erinnern, dass z.B. der Autor einer Sport-Kolumne vor Jahren (bei der SZ? weiß nicht mehr genau) sich das Wort “Mentaliban” gebaut hat um damit auszudrücken, dass es für ein erfolgreiches Lauftraining keine Ausreden gibt: Raus bei jedem Wetter, allen Temperaturen, Restalkohol, …
    Passt ja auch nicht ganz schlecht. Klügere Leute als ich haben bereits festgestellt: Ein bischen Netzneutralität ist wie ein bischen schwanger. Insofern kann es keine andere als eine radikale Haltung zum Thema geben.
    In diesem Sinne seid ihr (und ich) “Netzneutraliban”.

    Zur Störerhaftung:
    Etablierte Gesetzgebung und Rechtsprechung für einen Bereich kann als Blaupause und Argumentationshilfe für die Regelung ähnlich aussehender Sachlagen dienen. Weil man ja so gute Erfahrungen damit gemacht hat.
    Nun sollen private Inhaber von Internetzugängen zur Ermittlung von Benutzeridentitäten verknackt werden, sofern sie den Zugang auch anderen zur Verfügung stellen, mithin eine Datenübertragungsdienstleistung erbringen. Auch wenn ich einen TOR-Node betreibe, erbringe ich eine solche Dienstleistung.
    Frei nach Werner: Scheißgesetze ziehen Scheißgesetze nach sich.

  12. Mir fällt auf, dass die Politiker in etwa immer sagen: Telemedizin, selbstfahrende Autos, da gibt es noch viele Beispiele. Nur wird nie ein weiteres Beispiel genannt. Jahrelang war es eigentlich nur Telemedizin.

    Wir sollten uns das gefährliche-Cyberkriminelle-aus-dem-Ausland-Argument zu nutze machen: Telemedizin- und Verkehrsanwendungen sind viel zu kritisch, um sie über das Internet von überall zugänglich zu machen. Die brauchen isolierte Netze.

  13. Wenn DE-Mail web-basiert ist und dem Benutzer die Schlüsselverwaltung dergestalt vereinfacht, dass sie sie ihm abnimmt, stellt sich die Frage, WO der private Schlüssel aufbewahrt wird. Doch wohl auf irgendeinem Server, sonst funzt das doch nicht via Web.
    Und damit kommen “sie” da hanz leicht ran :-(

    Sehe ich das falsch, Linus?

    Ansonsten: Super Sendung, weitermachen!

    • Die Schlüssel werden vom Plugin verwaltet und können auch in diesem erzeugt werden. Der Schlüsseltausch mit anderen Nutzern erfolgt, indem man vorab seinen öffentlichen Schlüssel an den potenziellen Empfänger verschickt.

      Anschauen kann man sich das Ganze übrigens schon auf der CeBIT…

  14. “Arbeitsagentur ab sofort auch per DE-Mail erreichbar”
    Bundesagentur für Arbeit, Presse Info032/2015 vom 17.02.2015
    http://www.arbeitsagentur.de/web/content/DE/dienststellen/rdsat/gotha/Agentur/Presse/Presseinformationen/Detail/index.htm?dfContentId=L6019022DSTBAI726747

    “Ab dem 11. Februar können De-Mail Nutzer auch verschlüsselte Nachrichten rechtswirksam an die Agentur für Arbeit übermitteln.”
    Ob dies auch umgekehrt gilt, also ob die Arbeitsagentur an den De-Mail Nutzer eine Nachricht rechtssicher übermitteln kann, steht dort nicht.

    “Den Kunden der Jobcentern (!sic) steht der Zugangskanal De-Mail zunächst nicht zur Verfügung.”
    Man muss wissen dass die Jobcenter für extreme Sanktionswillkür bekannt sind, siehe die Tatsache, dass 42 % der Klagen gegen Sanktionen vor den Sozialgerichten erfolgreich sind. *

    Vor diesem Hintergrund wäre die Öffnung der De-Mail für die Jobcenter eine ganz ernsthafte zusätzliche Gefahr für die aktuell 4.365.547 ** Personen die in Deutschland Arbeitslosengeld II beziehen, weil sich so eine zusätzliche, noch einfachere Möglichkeit der willkürlichen, rechtswidrigen Sanktionierung *** für die Jobcenter eröffnet. Stichworte: Einladung (Meldeversäumniss), Vermittlungsvorschlag, Bewerbungsnachweise.

    * http://www.zeit.de/wirtschaft/2014-06/hartz-alg-ii-klagen-erfolg
    ** http://de.statista.com/statistik/daten/studie/1396/umfrage/leistungsempfaenger-von-arbeitslosengeld-ii-jahresdurchschnittswerte/
    *** https://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitslosengeld_II#Sanktionen

  15. Der Spruch mit der Ehre scheint schon eeeeecht alt zu sein.
    Er kommt schon im Neuen Testament bei Römer 13,7 vor: “So gebet nun jedermann, was ihr schuldig seid: Schoß, dem der Schoß gebührt; Zoll, dem der Zoll gebührt; Furcht, dem die Furcht gebührt; Ehre, dem die Ehre gebührt.”

  16. Schön dass Ihr die Schweiz lobt in Bezug auf die Verlegung von Glasfaser. Leider läuft hier jedoch so langsam einiges aus dem Ruder was das Nachrichtendienstgesetz NDG anbelangt, das diese Woche durchs Parlament geht. Zudem haben wir noch das neue Bundesgesetz zur Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs (BÜPF) vor der Wohnungstür. Die Glasfasern sind schön und gut – die Frage ist nur wer kann sie ohne Bedenken nutzen wenn dem Nachrichtendiest nichts mehr im Wege steht sich einfach einzuklinken. Würde mich freuen wenn Ihr auch öfter mal einen kritischen Blick in den Süden werfen würdet – andererseits ist wahrscheinlich auch vieles Deckungsgleich mit Deutschland.
    hier einige links:
    https://www.woz.ch/1511/die-sp-und-der-ueberwachungsstaat/hinschauen-statt-davonlaufen
    https://www.digitale-gesellschaft.ch/2015/03/07/status-update-zu-den-beiden-ueberwachungsgesetzen-buepf-ndg/

    Beste Grüsse
    Hannah

  17. “Welche games kommen denn aus dem Internet?”

    Heutzutage? Praktisch alle. Auch welche bei denen man echt nicht argumentieren kann warum das Spiel jetzt eine Netzverbindung haben muss benötigen Internet. Wenn es keinen online multiplayer Modus gibt, dann bracuht es Internet wegen dem DRM. Gut, diese art von DRM auf Handhelds jetzt nicht so verbreitet, online multiplayer aber schon (z.B. Mariokart -> bei Rennspielen ist latency genauso wichtig wie bei FPS, vielleicht sogar noch mehr).

  18. Zum Thema digitale Signatur bei der Sparkasse:
    Die Signatur gibt es nicht auf die nomale Bankkarte, sondern auf eine separate Signaturkarte. Kostet derzeit ca. 55 Euro pro Jahr oder knapp 190 Euro für vier Jahre (… plus Kartenleser, plus Lizenz für Signatursoftware …)

    Vor Jahren, als die digitale Signatur “the next big thing” war haben sich eine Reihe von den über 400 regionalen Sparkassen als Zertifikatausteller zertifizieren lassen und dabei viel Geld verbrannt, weil kaum Signaturen nachgefragt wurden. Inzwischen macht das fast nur noch der Sparkassenverlag selbst (Tochter deutschen Sparkassen und Giroverbandes), siehe http://www.s-trust.de . Ausser ein paar Anwälten und Steuerberatern sowie ganz wenigen Freiberuflern, die damit die Steuererklärung signieren nutzt das im Grunde kein Mensch. Dem normalen Bürger bleibt als beinahe einziger Mehrwert, dass man damit Renteninformationen bei der BfA abfragen kann. Es schien noch mal Schwung in die Angelegenheit zu kommen, als vor Jahren für Entsorgungsunternehmen das elektronische Abfallnachweisverfahren eingeführt wurde. Auch das hat aber letztlich kaum für Bewegung bei dem Thema gesorgt.

    Die elektronische Signatur ist hier wieder an altbekannten Konstanten gescheitert – zu teuer (weil versteckte Wirtschaftsförderung und zu viele im Boot, die Geld dran verdienen wollen), zu umständlich und zu wenig praktischer Nutzen ohne dass man gleichzeitig en bloc Kröten schlucken muss.

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