Safe Harbor Urteil — Netzneutralität in Europa — Staatsschutz in Österreich
Linus steht diese Woche leider nicht zur Verfügung und so gestalten Tim und Thomas die heutige Sendung. Und da wir selbstverständlich auch über das bahnbrechende Urteil des EuGH zur Safe Harbor Vereinbarung zwischen EU und USA sprechen begrüßen wir auch den Initiator der Klage Max Schrems und reden ausführlich über die Geschichte der Klage und die möglichen Implikationen des Urteils. Im Anschluss betrachten wir dann noch die bald anstehende wichtige Entscheidung im EU-Parlament zur Netzneutralität und die Pläne der österreichischen Regierung zur Einführung einer geheimen Staatspolizei.
Für diese Episode von Logbuch:Netzpolitik liegt auch ein vollständiges Transkript mit Zeitmarken und Sprecheridentifikation vor.
Bitte beachten: das Transkript wurde automatisiert erzeugt und wurde nicht nachträglich gegengelesen oder korrigiert. Dieser Prozess ist nicht sonderlich genau und das Ergebnis enthält daher mit Sicherheit eine Reihe von Fehlern. Im Zweifel gilt immer das in der Sendung aufgezeichnete gesprochene Wort. Formate: HTML, WEBVTT.
Transkript
Verwandte Episoden
- LNP119 Netzneutralität Extrem
- LNP139 Staatstrojaner as a Service
- LNP154 Risiko disziplinarischer Ermittlungen
- LNP157 Ich habe den Flux-Kompensator falsch eingestellt
- LNP171 Schatz, reichst du mir mal den Terror-Teil?
Shownotes
Safe Harbor Urteil
- Wikipedia: Safe Harbor
- Urteil des EuGH
- heise online: Datenschutz bei Facebook: USA widersprechen EuGH-Generalanwalt wegen Safe Harbour
- heise online: Datenschutz bei Facebook & Co.: EuGH erklärt Safe Harbor für ungültig
- netzpolitik.org: Europäischer Gerichtshof: Safe Harbor ist ungültig! Schluss mit der blauäugigen Datenübertragung in die USA.
- Snowden lobt Max’ Engagement
Netzneutralität in Europa
- Vortrag np11: Thomas Lohninger – “Schroedinger’s net neutrality”
- EDRi: Unclear “net neutrality” proposal returns to European Parliament – civil society groups call for action
- netzfreiheit.org: Endspiel um die Netzneutralität: Letzte Chance für ein diskriminierungsfreies Netz in Europa
- “Save The Internet: Defend Net Neutrality in Europe” Aktionsplattform
- LNP119 Netzneutralität Extrem
Wir werfen unsern Vorfahren ja oft allerhand vor, so wegen Holocaust, Kolonialisierung, Gleichstellung, Homophobie etc. pp. Aber die Idee mit den Menschenrechten, Menschrechtskonvention usw. muss man echt sagen, Hut ab!
Ja sehr cool, ich komme auf 1 Stunde 14.
Ja sehr cool, ich komme auf eine Stunde zehn.
… falls jemand mal fragen sollte, was die Österreicher je für uns getan haben.
Zur Netzneutralität: Ich finde es schade, dass sich dieses wichtige Thema so unbeachtet abspielt. Es geht hier ja nicht nur um eine Ja/Nein-Frage, sondern die genaue Implementierung/der Wortlaut des Gesetzes, bei der es unzählige Varianten gibt, eine große Rolle. Kann es überhaupt eine Gleichbehandlung aller Bits geben, wenn es verschiedene Verträge über Peering gibt? Was bedeutet das für die Standorte, an denen es durchgeführt wird: Kann der Provider sich das aussuchen, Peering verweigern? Kann die Einteilung in Klassen nicht durchaus sinnvoll für die Mehrheit der Kunden sein (z.B. Fußball WM, Olympia), wenn die Leitung ausgelastet(!!!) ist? Oder wenn gewisse Nutzer bereits den ganzen restlichen Tag ihren Anteil hatten, diese im Falle der Auslastung zu drosseln?
Danke, dass ihr darüber weiter berichtet!
Hallo
Ich habe das Gespräch mit Max Schrems nicht verstanden. Konnte nicht folgen. Wenn man Dienste wie Facebook, Google usw. nutzt und dort auch Mitglied ist, enstehen doch immer Daten. Warum nutzt man dann die Dienste wenn man nicht will das Daten übermittelt werden?
Ja, wer liest denn überhaupt die AGBs?
Man kann aber den Leuten nicht vorwerfen, dass sie etwas falsch machen, wenn eben diese Grundrechte existieren.
Das Problem liegt bei der Politik und der Mentalität der (deutschen) Unternehmen, für die FB-Einbindung und Co selbstverständlich ist.
Die kürzeste Kurzfassung ist: Nach europäischem Recht hast Du das Recht zu erfahren wer Deine Daten hat und die löschen zu lassen. Nach amerikanischem Recht dürfen US Behörden Daten abfragen und Du darfst das nicht wissen.
d.h. bislang konnte Facebook Daten in die USA schicken und sagen „wir schicken Daten rübe, da kannst du dann anfragen“ auch wenn diese Anfrage nichts bringt. Das geht nun nicht mehr.
Und dann stellt sich die Frage wie freiwillig Du Facebook nutzt – jeder Seite, die einen „Like“ Button einbindet sendet Daten an Facebook, auch wenn Du kein Kunde bist …
Was für ein frivoler Podcast!
jetzt mal ne Frage an Linus, auch wenn es nicht um diese Sendung geht und Linus garnicht dabei war. Ich hab grad auf Radio1 einen Kommentar von dir auf der Netzkonferenz in München gehört, der mich ziemlich verwundert hat. Da hörte es sich so an, als ob du im Rahmen dieser HateSpeches vorschlägst, Kommentare von (vermeintlichen) Hasspostern auszublenden, aber so, dass sie selbst ihre eigenen Kommentare noch sehen und es halt nur keine Reaktionen gibt. Hört sich ja erst mal sehr trickreich an, finde ich aber noch sehr viel schlimmer als jegliche Zensur oder Löschen. Das wäre ja regelrechte Manipulation von Leuten, ob man deren Meinung nun teil oder nicht. Schliesslich kennen wir das ja, dass solche Systeme nicht da aufhören wo die Dumpfbacken enden sondern am Ende auch uns selbst treffen.
War das wirklich ein Vorschlag von dir oder wurde das so aus dem Zusammenhang gerissen und du hast nur eine Möglichkeit wiedergegeben die in Diskussion ist?
Diese „Trollwiese“ hat er zumindest bei re:fefe mal in Betrieb gehabt. Bei Alternativlos 31 wurde das glaube ich näher erläutert.
Wir brauchen eine Revolution! Für ein Kupfa Libre!