LNP246 Mailand oder Madrid, Hauptsache Rußland!

Bundeshack — Digitale Minister — Upload-Filter — Ads und Finanzierungsmodelle — AfD-Abmahnungen

Wie zu erwarten war greifen wir heute den letzte Woche aufgekommenen aber immer noch ominösen "Bundeshack" auf, bei dem offenbar digitale Infrastruktur der Regierung kompromittiert wurde. Die bisher flottierenden Interpretationen des Vorfalls lassen Einsicht und Klarheit vermissen. Wir sortieren die Informationslage. Dazu blicken wir auf neue Minister für Digitales auf Bundes- und Landesebene und diskutieren das gängige Refinanzierungsmodell durch Online-Werbung. Viel drin.

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Linus Neumann
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Tim Pritlove

Für diese Episode von Logbuch:Netzpolitik liegt auch ein vollständiges Transkript mit Zeitmarken und Sprecheridentifikation vor.

Bitte beachten: das Transkript wurde automatisiert erzeugt und wurde nicht nachträglich gegengelesen oder korrigiert. Dieser Prozess ist nicht sonderlich genau und das Ergebnis enthält daher mit Sicherheit eine Reihe von Fehlern. Im Zweifel gilt immer das in der Sendung aufgezeichnete gesprochene Wort. Formate: HTML, WEBVTT.


Transkript
Tim Pritlove
Guten Morgen Linus.
Linus Neumann
Guten Morgen Tim.
Tim Pritlove
Du, ich glaube, ich habe mir hier einen Trojaner eingefangen, aber ich war doch die ganze Zeit im sicheren Netz.
Linus Neumann
Lass ihn uns isolieren, kontrollieren und analysieren.
Tim Pritlove
Lokbuchnetzpolitik Nummer zweihundertsechsundvierzig vom sechsten März zweitausendundachtzehn. Ist dir aufgefallen wie diszipliniert dich jetzt über dieses Datum rein.
Linus Neumann
Ich hätte ja so gerne gestern noch den Podcast gemacht, weil es da so eine so ein Videoausschnitt von Horst Seehofer gibt, der sehr betont sagt, wir haben fünften März.
Tim Pritlove
Das hätten wir jetzt.
Linus Neumann
Ich weiß da nicht genau, oder übermorgen haben wir, aber es ist mir guckt es. Den fünften März. Boah.
Tim Pritlove
Der zählt jetzt die letzten Tage, solange er noch Vorsitzender ist. Der will das ja auch bis zum letzten Tag auskosten.
Linus Neumann
Ja. Bevor dann der Heimat Horst wird.
Tim Pritlove
Im Autohaus, Ich frage mich, ob ihm auch den äh Vorschlag der Gleichstellungsbeauftragten gefallen hat. Die deutsche Nationalhymne, Vaterland, auf Heimatland äh umzutexen. Nebst einen gegen anderen kleinen Änderungen.
Linus Neumann
Ja, das habe ich, das.
Tim Pritlove
Fünf Heimatministerium wäre das doch eigentlich mal eine gute Vorlage, oder?
Linus Neumann
Ich finde, man könnte das auch einfach in Stadt Deutschland Multikultiland singen.
Tim Pritlove
Deutschland eigentlich multik.
Linus Neumann
Multikulti Land einig.
Tim Pritlove
Das ist vom Versmaß jetzt noch überarbeitungswürdig, aber na ja.
Linus Neumann
Ja, kann man halt bei dem bei der Gelegenheit auch direkt mitmachen.
Tim Pritlove
Aber ich meine, was sollte er gegen Heimatland haben? Spricht einem nix gegen, Ich meine, das wäre dann zumindest mal eine Maßnahme, worum man nachvollziehen kann, warum es jetzt ein Heimatministerium braucht. Weil ansonsten ist mir nicht so ganz klar, ich meine Innenministerium, Ist ja jetzt nicht so, dass man das Gefühl hat, es würde sich auf irgendwas anderes beziehen als die Bundesrepublik Deutschland. Oder ist Heimat nochmal was anderes.
Linus Neumann
Das werden wir erst sehen, was Heimat ist. Also, Nadja, was hat er da für hundertzwanzig oder hundertsechzig Posten nochmal oben drauf? Dafür, dass er sich jetzt auch um Heimat kümmert.
Tim Pritlove
So Heimatbeauftragte. Aha.
Linus Neumann
Meine ich gelesen zu haben, bin ich Heimatbeauftragte, ja.
Tim Pritlove
Was nie alles gibt. Na gut, aber äh das soll hier nicht unser Thema sein.
Linus Neumann
Genau das überlassen wir.
Tim Pritlove
Sondern wir kümmern uns natürlich hier um die wichtigen Sachen, ausschließlich. Ich war jetzt ein bisschen äh unterwegs und ähm hat mir sicherlich das ein oder andere nochmal äh erzählen äh lassen müssen. Aber bevor wir das machen in Westermanier, Schauen wir uns mal an, was so die äh Feedback-Fraktion so zu sagen hat. Die letzte Sendung mit dem schönen Titel, die Schmusi-Schnittstelle unter anderem das Thema Schufa am Start und Open Schufa und die gesamte Auseinandersetzung darum und wie die Schufa das selber so sieht und wie wir das auch so ein bisschen so sehen Dazu gab's einen Kommentar vom Synapsen Kitzler, der äh beitrug äh Zur Schufa-Selbstauskunft wurde ein ganz erheblicher Punkt nicht genannt. Die Selbstauskunft, die kann man per Post ist einmal pro Jahr kostenlos im Gegensatz zu sonstigen Produkten der Schufa, zum Beispiel der Onlineauskunft. Dies ist geregelt im Bundesdatenschutzgesetz, so auch auf selbst auf Kunst Punkt net zu lesen et cetera.
Linus Neumann
Ja, war ich hatte ich für so selbstverständlich gehalten, dass ich's gar nicht mehr erwähnt habe. Ja, aber das ist natürlich ein wichtiger Punkt. Einmal im Jahr darf man das kostenlos bekommen.
Tim Pritlove
Dann äh gab's einen weiteren Hinweis von Benedikt zum Thema Selbstauskunft nach BDSG, nehmen wir so ein bisschen a wie die SM. Äh ihr verweist hier auf Selbstauskunft Punkt net, einen Dienst, der die Anfragen gleich direkt verschickt und gegebenenfalls gegen Aufpreis auch mahnt und einmal im Jahr daran erinnert. Eine Alternative wäre der Auskunftsgenerator von Datenschmutz Datenschmutz DE, Hier werden nur die Briefe als PDF erzeugt angeblich ich hab's nicht nachgeprüft komplett per Javaskrip, sodass das auch etwas datensparsamer ist. Versand muss man sich hier freilich selbst kümmern, was aber in Zeiten kostenloser Internetfaxe zum Beispiel E-Post kein Problem darstellen sollte. Nutze ich dieses Jahr das zweite Mal. Kleiner Danke für die Erinnerung und war zwanzig siebzehn auch zufrieden, hat alles geklappt.
Linus Neumann
Ja, also das das stimmt zur Selbstauskunft Punkt net. Ähm die wollen dann auch die animieren einen dann auch, dass, zu tracken. Also hast du auch die Antwort bekommen und solche Scherze und das habe ich dann irgendwann abgeschaltet, weil ich keine Lust hatte, das da einzutragen. Ähm.
Tim Pritlove
Ich tat mich nur mit dieser Unterschrift schwer. Die man da mit der Maus irgendwie das gelingt mir einfach nicht. Also vielleicht ist es auch egal. So.
Linus Neumann
Tim. Du wirst doch wohl mit der Maust.
Tim Pritlove
Nein, ich konnte noch nicht mal Tim richtig schreiben mit der Maus und deswegen.
Linus Neumann
Konnte man da nicht auch einen Scan hochladen? Ich meine, ich hätte.
Tim Pritlove
Habe ich so nicht gesehen, aber dann war dann sozusagen auch schon so ein bisschen meine Ausprobierphase beendet.
Linus Neumann
Es es wurde auch kommentiert, wir hätten in der Sendung nicht äh gar nicht so viel über Selbstauskunft Punkt net geredet, wie ich behauptet habe. Ähm ich kann da nur erzählen, ich habe mal über Selbstauskunft Punkt net letztes Jahr ähm mir vom BKA, die äh die Daten schicken lassen, ja? Und ähm dann hatte ich, einschreiben, persönlich und so weiter im Briefkasten äh also den den Abholzettel da liegen und bin dann zu meiner Postfiliale gegangen, habe gesagt, ja, hier äh, Was ist das, ne? Einschreiben ist ja immer, also Einschreiben ist ja immer schlecht eigentlich. Wenn man ein Schreiben bekommt, ist in der Regel schlecht, ist Absenderamtsgericht oder.
Tim Pritlove
Polizei.
Linus Neumann
Oder Polizei oder Vermieter oder irgend so geheimdienst, irgendjemand. Und ich sag, ich komme mit meinem Zettel dahin und auf diesem Abholzettel war alles angekreuzt irgendwie so ähm, Einschreiben, Rückschein, persönlich, äh einmal die komplette, der komplette Katalog, ich weiß noch, es waren irgendwie sieben Euro fünfundvierzig Porto, ja, für einen Brief. Und die äh die ähm, äh die Person, die mich da bedient hat, sagte schon so, oh, das ist aber seltener, wollen wir mal schauen, ging dann zu ihrem ähm zu ihrem Karton da, wo mal, wo die Briefe drin liegen, die Leute abholen und sagt, guck dir das an und sagte, oh. Drückte mir dieses Ding in der Hand und sagte so, oh, oh, oh, so nicht so. Und ich auch so, weil ich das gar nicht mehr dran gedacht hatte, dachte auch so, Oh fuck. Ist ein paar Wochen her war das ich das bestellt hatte. Und dann sagte sie, na ja, Wollen wir mal hoffen, dass nichts Schlimmes ist, ne? Na ja, ansonsten sehen wir uns nachher wieder, wenn ich mit diesem, aber das war wirklich den Umschlag, habe ich aufbewahrt. Da war einmal alles drauf, ne? Also, Und der Hintergrund war natürlich, dass das äh deshalb länger gedauert, weil das natürlich eigene Prüfung ist, dann kriegst du auch beim BK dann eben diesen Hinweis, ja, die Auskunft, die wir in äh teilen, gilt vorbehaltlich, weiterer aktuell anhängiger Verfahren über die wir keine Auskunft geben, das heißt Chris jetzt nur das, was äh was abgeschlossen ist und wo die, Ähm wie war das nochmal das, was abgeschlossen ist und wo es keinen besonderen Grund gäbe, die das ähm nicht zu sagen. Ja kannst dir ja vorstellen, was deine am Ende noch über ist, ne? Also ist nichts. Ist klar. Aber dick vom Datenschutzbeauftragten und vertraulich und.
Tim Pritlove
Da ist nichts drin. Ich dachte jetzt kommt noch.
Linus Neumann
War auf jeden Fall ein dicker Umschlag.
Tim Pritlove
Na ja, das diskutieren wir äh später mal. Gab aber noch mehr Feedback ähm, hier ging's dann im weiteren um die äh warte mal, was war nochmal? Kloster Kontext mit dem Auslesen der Passwörter aus dem Browser ähm was äh war da nochmal der der Themenanlass dazu.
Linus Neumann
Diese Malware, die der Flugsimulator ad One Hersteller mitverteilt hat.
Tim Pritlove
Exacley, genau. Eh, äh, Entschuldigung, AWO sagte dazu, ich weiß, dies ist kein Tech-Podcast, aber du könntest Linus entweder bei der nächsten Folge oder hier in den Kommentaren ein wenig näher erläutern, wie dies, Mit dem Auslesen des Passwortspeichers, den funktioniert, beziehungsweise worum das eigentlich geht. Naiverweise hätte ich gedacht, dass genau so etwas nicht funktionieren sollte. Außerdem wäre interessant, was die Rahmenbedingungen sein müssen, dass Programme diesen Passwortspeicher auslesen können. Also zum Beispiel kann das auch eine Webseite oder können das nur Programm auf dem selben Rechner laufen und Zugriff auf die auf dem selben Rechner laufen und Zugriff aus Dateisystem haben, Ja, den Punkt haben wir so ein bisschen offen gelassen. Wir hatten dann nach der Aufnahme auch da das hier auch nochmal kurz das auch nochmal kurz aufgegriffen, aber äh vergessen, dass in der Sendung anzusprechen, dass äh ist natürlich jetzt erstmal ein, Die Pens so, Ähm also zum Beispiel auf meinem Computer hätte mich das jetzt selber äh errascht, weil halt der Passwortspeicher quasi bei den Systemschlüsselbund äh abgesichert ist. Da ist dann so ein Auslesen nicht so ohne Weiteres machbar.
Linus Neumann
Sven K hat aber dazu die richtige Antwort gegeben. Der der nächste Kommentar, den brauchen wir nämlich, der so schön, den kann man so runter.
Tim Pritlove
Genau Der schreibt die Passwörter müssen ja irgendwo auf der Festplatte gespeichert sein. Üblicherweise in einer Datei, in dem Verzeichnis, in dem das Browserprofil liegt und wenn man kein Masterpasswort verwendet, müssen sie dort so gespeichert sein der Browser allein aus dem Inhalt dieser Datei die Passwörter berechnen kann, insbesondere können sie nicht verschlüsselt sein, denn dann müsste man ja den Schlüssel eingeben, bevor der Browser die Passwörter entschlüsseln kann. Man könnte zwar die Passwortdatei verschlüsseln und den Schlüssel in einer anderen Datei ablegen, aber das würde nichts grundsätzlich ändern Das bösartige Programm würde dann einfach beide Dateien auslesen. Um auf Desktop Betriebssystem, Entschuldigung. Und auf Desktop Betriebssystem ist es üblich, dass alle Programme eines Nutzers Zugriff auf alle Dateien des Nutzers haben. Das heißt, Der Flugsimulator kann die Passwortspeicherdatei aus dem Browserprofil lesen und da diese Datei nicht verschlüsselt sein kann, kommt er so leicht an die Passwörter. Es gibt Bestrebungen, das zu ändern, sodass Programme nicht mehr ohne weiteres Zugriff auf die Daten anderer Programme haben, auf Mobilbetriebssystem wird das ja seit jeher so gemacht, also gemeint sind hier so Sandboxkonzepte, aber das ist nicht ganz so einfach, weil viele Programme intizit davon ausgehen auf alles zugreifen zu können, auf das der Nutzer zugreifen kann, weil sowas ja immer. Man will äh und man will den Nutzer ja auch nicht mit jede Menge wollen, sie diesen Zugriff erlauben, Dialogen nerven. Webseiten hingegen haben keinen direkten Zugriff auf das Dateisystem, also können sie dem Passwortspeicher auch nicht auslesen, es sei denn, es gibt einen Backenbrowser, oder einer Browsererweiterung. Also alles äh richtig erklärt.
Linus Neumann
Verbandwort, hundert Punkte.
Tim Pritlove
Genau, also wenn ihr entweder so auf Mac ist es halt, wenn man da Safari verwendet, dann ist es halt so, dann liegen halt die Passwörter in dem Systemschlüsselbund oder in die Benutzer äh Schlüsselbund und ähm der Zugriff darüber geht halt nur, wenn ein Programm dafür auch autorisiert wird, also wenn es ein anderes Programm als der Browser selber macht, dann würde man so einen Dialog.
Linus Neumann
Es erlauben, ja.
Tim Pritlove
Genau oder man nutzt halt eine Schwäche des Browsers aus. Das kann natürlich sein, der hier in den Zugriff darauf dann schon hat zu diesem Zeitpunkt und dann könnte man sich Szenarien vorstellen. Also ist jetzt nicht komplett ausgeschlossen, Grundsätzlich, wenn ihr Passwörter im Browser speichert, dann solltet ihr das auch immer noch mit einem zusätzlichen Passwort versehen, egal welcher Browser das ist.
Linus Neumann
Kernpunkt ist, wenn ihr ohne Passwort drankommt, kommen andere auch ohne Passworte.
Tim Pritlove
Genau, aber nur wenn halt sofer dann eben auf dem Rechner ist und nicht einfach so aus dem Netz, dann wie viel schon richtig beschrieben braucht's weitere Sicherheitslücken, aber auch davon ist ja auch schon mal berichtet worden.
Linus Neumann
Gibt's wunderschöne Angriffe, aber da wollen wir jetzt gar nicht ins Detail gehen, aber da gibt's einen vielleicht? Nein, okay.
Tim Pritlove
Aber auf jeden Fall äh vielen Dank für diese Kommentare, wir sind immer besonders froh, wenn wir da äh entsprechend korrigiert oder ergänzt werden und ähm da haben wir alle was davon. So und dann gab's.
Linus Neumann
Noch ein schöner.
Tim Pritlove
Noch einen schönen Angriff, da war dann auch irgendwie eine Datei offen.
Linus Neumann
Also wenn ich, wenn ich mich nicht täusche.
Tim Pritlove
Also ich ich habe das nur so, ich habe, wie gesagt, weil jetzt die letzten Tage viel unterwegs und habe das so am Rande ein bisschen ähm mitbekommen, also es geht um den heißt das jetzt schon so, bundeshack. Bundeshack, also ist ja nicht der erste Bundeshack, gab ja schon mal einen anderen da mit dem Bundestag, da haben wir uns ja hier auch schon ausführlich drüber unterhalten, jetzt gab's wohl einen zweiten Angriff unter anderem das Außenministerium äh in Mitleidenschaft gezogen wurde und man fragt sich, äh ja was erlaube Bundesnetz.
Linus Neumann
Du hast gerade schon gesagt, es gab diesen Bundestagshack, Nur um den nochmal kurz zu äh rekapituländevertausendfünfzehn. Ja, vermutlich Anfang zweitausendfünfzehn losgegangen. Mai zweitausendfünfzehn entdeckt und der betraf die Rechner von, Abgeordneten und deren Mitarbeitern im Bundestag. Und deren IT-System nennt sich Palacom, parlamentarisches Kommunikationssystem oder so steht es wahrscheinlich für. Und dann war das dann tönte das BSI nämlich groß rum und sagte kommt äh hier zu uns, wir haben euch schon immer gesagt, dass ihr ähm das ein, dass das Palacomund undicht ist, kommt lieber in unser sicheres Netz, Das ist der der IVBB, der Informationsverbund Berlin äh Bonn, Und der, der ist sicherer, weil es tatsächlich das Witz als gerade was in dem in den Medien. Weil wir filtern irgendwie was weiß ich, fünftausend oder fünfzigtausend Verbindungen und in Palaco werden nur, Tausende oder fünftausend Verbindungen gefehlt hat. Deswegen ist unserer sicherer. So, das war so der Punkt. Und der Bundestag sagt, dann wir werden uns nicht in diesen IVBB begeben, weil. Wir sind die Legislative, und das BSI unterliegt der Exekutive und es ist nicht hinnehmbar, dass wir ähm in einem, dass wir unser Netz betreiben lassen von jemandem, der im Prinzip an die Einweisung des Innenministers gebunden ist.
Tim Pritlove
Das ist ja auch eine ganz sinnvolle Argumentation.
Linus Neumann
So, jetzt äh das war also alles zweitausendfünfzehn. Äh Geschichte geht weiter. Jetzt war achtundzwanzigster Februar zweitausendachtzehn äh war es sehr interessant. Ich saß am am in einem Café und habe ein, Geschäftliches Gespräch geführt und dann sich Push-Nachricht auf dem Handy.
Tim Pritlove
Was war das Datum.
Linus Neumann
Achtundzwanzigster Februar kriege ich eine Push-Nachricht auf dem Handy. Ähm Bundesregierung gehackt, Und ich sage zu meinem Gesprächspartner ähm tut mir leid, aber unser Gespräch.
Tim Pritlove
Ist beendet.
Linus Neumann
Wird jetzt nicht mehr realistisch weiter für weiterzuführen sein, weil mein Telefon wird jetzt nicht mehr aufhören zu klingeln. Und dann sagte der so guckte mich da noch so ein bisschen an so im Sinne von. Mhm. So Wollen wir mal schauen, ob's wirklich klingelt. Zack, zack, zack, zack, zack, bist dann irgendwie nach dem vierten Anruf, hat dieses Café schon darüber gelacht, dass ich immer wieder drangegangen bin, währenddessen schon die weiteren getutet haben und ich allen immer gesagt habe so, ich sage ihnen dazu nichts, weil, In dieser Nachricht steht nichts, wozu man irgendetwas sagen kann. Ja aber sie können doch sagen, ob ob der IVBB sicher ist. Ich so, näher, Jetzt kann ich ihnen sagen, dass es wahrscheinlich nicht ist, weil ja ein System da drin gehackt wurde. Ja, können sie denn was zu APT achtundzwanzig sagen, das war die Hackergruppe, der äh genannt zu dem Zeitpunkt noch, von der behauptet wurde, sie wär's gewesen, habe ich auch gesagt, nein, niemand, Kann anhand des jetzt gemeldeten Informationsstandes etwas dazu sagen und deswegen werde ich keine Interviews dazu geben. Anfangs waren sie dann noch beleidigt oder äh haben das nicht verstanden? Ich sage mal vorsichtig, Vierundzwanzig und achtundvierzig Stunden später haben sie auch verstanden, warum ich das nicht gemacht habe, denn ähm es gab also eine ganze Reihe von Leuten, die das getan haben und sich dann nachher, glaube ich, etwas korrigieren mussten mit ihren Aussagen. Aber bleiben wir der, Bleiben wir beim Thema. Ähm eben die Geschichte, die uns gemeldet wurde war. Im Dezember wurde erkannt, dass es. Einen laufenden Angriff mit erfolgreicher Infektion auf Systeme im IVB ag ab. Also das im Regierungsnetz. Und ähm seit Dezember wir werden sie also jetzt da dran diesen Angriff zu untersuchen, den Angreifer zu isolieren und irgendwie Forensik zu betreiben, um zu herauszufinden, wie das denn geschehen ist. Sie gehen aber davon aus, dass der Angriff unter Umständen schon seit einem Jahr andauert. Sie wissen aber, dass nur sehr wenige Daten bisher exfiltriert wurden. Ähm wenige Daten, sie wissen aber wohl nicht welche, Und wenige Daten wird hier etwa offenbar in, in Megabyte oder Gigabyte äh bemessen, Die Meldung kam raus, da wird's interessant von, der DPA und sehr kurz darauf von der Süddeutschen. Die Süddeutsche hat aber. Etwas anderen Angriffshergang geschildert und andere befallene Systeme, als die DPA. Da fährt die DPA eine Attribute vorgenommen, nämlich gesagt, es handelte sich bei den Angreifern um eine Angreifergruppe, die allgemein unter dem Namen APT achtundzwanzig bekannt ist. Ähm APT steht für Advanced Passistant Fred. Also eine ein fortgeschrittener äh.
Tim Pritlove
Dauerhafte dauerhafte Bedrohung.
Linus Neumann
Dauerhafter dauerhafte Bedrohung, das soll bedeuten, dass. Die angreifende Gruppe oder die Bedrohung, die da ist, dass es der nicht egal ist, wen sie hackt, sondern dass sie dich als Ziel hat Das ist im Prinzip der Unterschied zwischen einem zwischen, sage ich mal, so einem Drive-By-Angriff oder einem Massenangriff und jemanden, der genau weiß, jetzt als Ziel hat, diese spezifische.
Tim Pritlove
Die wollen nicht Bitcoin von dir, die wollen genau die Daten.
Linus Neumann
Ne, die wollen nicht irgendwie ein fettes Cluster wie bei Tesla hacken und am Ende damit Kryptowährungen meinen, sondern die wollen, die wissen, wen sie da angreifen, die wollen nur den angreifen und die werden auch nicht aufgeben, bis sie's geschafft haben, Ähm, Das also Advanced Passistant Fred und die werden halt nummeriert und benannt und dann gibt's immer großes äh großes Feiern, dass man dann irgendwie meint Hinweise zu haben aus welchen Ländern oder mit welchen Motivationen dieser Angreifergruppe vorgeht. Dann.
Tim Pritlove
Stand dabei nicht, woher diese Schlussfolgerung, also worauf die beruht.
Linus Neumann
Richtig, das war äh es war noch, es stand noch nicht einmal, es ist bis heute noch nicht öffentlich wie dieser Angriff überhaupt stattgefunden hat. Also es steht da nicht, waren Fischingangriff oder wurde ein Server geohnt oder was auch immer. Also es gab, keine öffentlichen Informationen über den Angriffshergang, über Angriffsvektor oder sonstiges, ja? Es gibt keine Information darüber, ob und wie sie eine, wie sie eine Attribute vorgenommen haben wollen, Und mir kam das an dem an dem Tag schon direkt so komisch vor, weil sie sagen, wir haben das ein Jahr lang nicht gemerkt ähm, Aber jetzt wissen wir, es ist APT achtundzwanzig. Wo.
Tim Pritlove
Wir wissen auch, dass es seit einem Jahr.
Linus Neumann
Und wir wissen es erst seit einem Jahr drin ist. Was wiederum gut sein kann. Ich meine in so einem in einem als sicher geltenden Netz guckst, hast du natürlich unter Umständen sehr viel Logging ähm.
Tim Pritlove
Irgendwas fällt auf und dann fällt dir auf, dass das schon hätte vor einem Jahr hätte auch schon auffallen können, wobei man sich dann wieder fragt, warum ist das, soll ich das denn nicht schon vor einem Jahr aufgefall.
Linus Neumann
Genau und vor allem ist interessant, äh was wir von vornherein komisch vorkam, weshalb ich also mein können sie denn nicht was zu APT achtundzwanzig sagen? Ja, und dann habe ich gesagt, nee, weil, Mir kommt das komisch vor. Ich sage nichts zur APT achtundzwanzig, weil ich glaube nicht, dass es eher APT achtundzwanzig war. Relativ einfache Begründung, APT achtundzwanzig. Gelten jetzt nicht als die hohen Künstler und ähm, jedes Mal, wenn eine Hackerangriff irgendwo entdeckt wird, dann wird, werden natürlich ähm sogenannte Indicators of Compromiz gesammelt, also.
Tim Pritlove
Welche Methode wurde gewählt.
Linus Neumann
Oder wo wo mit welchem Koman in Control Server kommuniziert ist, welche Arten von Protokollen.
Tim Pritlove
Welche Mengen an Rechnern kamen zum Einsatz.
Linus Neumann
Alles Mögliche, ne? Jeder, jede eigen jede spezifische Eigenschaft dieses Angriffs wird ausgewertet ähm und, Quasi katalogisiert und dann in weit im bei weiteren Angriffen über Ähnlichkeit quasi davon ausgegangen zu sagen okay das sieht so aus als wäre das diese Gruppe gewesen, weil, Nutzt den gleichen Command Control Server. So war's ja beim Bundestag tatsächlich, ne? Aber okay, anderes Thema. Oder ähm, Die Aktivität der Angreifer war zu einer bestimmten Zeitzone. Die sind eher, Ne, die haben eher morgens die Daten abgesogen, wenn die Maschinen an waren und ziehen zweifels unsere Leute aufgestanden sind und sie schlafen gegangen sind. Alles und das ist das Entscheidende. Alles Indizien, nichts davon beweise, immer nur indikatoren und alles auch fälschbar.
Tim Pritlove
Und vor allem wenn's ABT achtundzwanzig gibt, gibt's auch ABT neununddreißig und siebenundvierzig und hundertsechsundvierzig und ob, Zwei von denen nicht vielleicht dieselbe sind oder nicht sogar der einen mehrere Sachen zugeschrieben werden, die von verschiedenen kommen Nobedy Noas.
Linus Neumann
Exakt aber interessant ist vor allem wenn du jetzt sagst, es ist APT achtundzwanzig. Da wo sie sagen, es ist APT achtundzwanzig, was bisher auch immer sehr auffällig, also sehr oft, also waren die Indikatoren sehr stark. Und jetzt oder sehr plump, nahezu verdächtig plump, sodass man da schon wieder sagen kann, na ja, also wenn ihr aufgrund dieser wenigen, Indikatoren hier eine Attribute macht, dann ähm. Könnten die halt auch gefälscht sein. Wobei dann sich wieder die Frage stellt, haben sie alle Indikatoren öffentlich gemacht. Es kann ja sehr gut, ne? Wir sind ja hier in den Spy Games.
Tim Pritlove
Wer definiert denn diese diese APT-Diste? Warte ganz kurz worauf ich noch genau? Ja.
Linus Neumann
Warte ganz kurz worauf ich noch hinaus will ist, wenn du, wenn du nach einem Jahr feststellst, huch, wir haben hier ein APT achtundzwanzig in der Bude, in der Bude, dann frage ich mich wieso hastet ein Jahr lang nicht festgestellt, dann aber offenbar sehr schnell und sehr einfach. Also entweder.
Tim Pritlove
Das ist kompliziert.
Linus Neumann
Weiß jetzt entweder es ist kompliziert oder ist es einfach so. Also das war mir von vornherein irgendwie so ein bisschen unklar. Ich glaube, wer diese, also es gibt jetzt keine direkten ähm, ähm ähm also ich glaube, es geben.
Tim Pritlove
Es gibt jetzt es gibt jetzt nicht so ein Hackerverzeichnis wie irgendwie Bach, äh, Oratorien äh zusammengestellt sind so.
Linus Neumann
Nee, ich also die wäre ich weiß gar nicht, wer damit angefangen hat. Ich glaube, das war.
Tim Pritlove
Verzeichnet es römisch fünf dreiundzwanzig Abschnitt A. Wir spielen Ihnen jetzt eine leise Musik ein.
Linus Neumann
Ich müsste mal gucken, also da hat glaube ich irgend so eine von den großen Security-Firmen vor paar Jahren mit angefangen. Da war das irgendwie.
Tim Pritlove
Gibt's denn noch andere Kürzel außer APT, die da sich da etabliert haben?
Linus Neumann
Na ja, die haben ja auch, die haben ja dann auch nochmal immer alle zwanzig Namen, ne? Also dann hast du noch äh Fancy Bär und so, dann die Gruppen haben ja die haben ja, die schreiben ja nicht, ne, im Gegensatz zu irgendwelchen Aktivistengruppen, die das auch als. Urinmarkierung sehen, schreiben die natürlich nicht dran. Hackt bei sowieso neunundsechzig oder was, ja, sondern. Aber lassen wir das. Also. Also entweder du weißt, dass es dass die es sind, Und dann weißt du aber auch, dass du sie ganz einfach hättest, raushalten können anhand der Indicators auf Compromise, die man über die schon gesammelt hat oder du weißt es nicht und konntest sie deshalb auch nicht raushalten. Und dann frage ich mich, wie hast du die Attribute gemacht? Also das passte irgendwie alles nicht. Ähm, Interessanterweise kam ja dann auch nicht keine vierundzwanzig Stunden später die Meldung, war gar nicht APT achtundzwanzig, sondern war eine Gruppe, die sehr viel länger schon bekannt ist unter dem Namen Tourlar oder Snake die ebenfalls aber natürlich ne hier Mailand oder Madrid, Hauptsache Russland, ne? Ist ja klar. Alles.
Tim Pritlove
Alles hacken, was in der drei nicht auf Bäumen ist.
Linus Neumann
Ja klar, alles äh war natürlich immer äh äh war auf jeden Fall der Russe. Und dann haben sie gesagt, das war jetzt diese Gruppe. Konnten aber wieder nicht sagen, wieso. Ja?
Tim Pritlove
Wer sagt denn das überhaupt.
Linus Neumann
Das sagen ja wiederum dann die Journalisten nicht, welche Quellen sie da haben. Ne?
Tim Pritlove
Weil sie Quellen haben. Also sie haben irgendwelche Quellen von irgendwelchen Leuten, die der Meinung sind, sie könnten das einblicken, obwohl eigentlich derzeit nur die Bundestag äh Bundeshessen die Bande. Bundes der Bundestylber.
Linus Neumann
Das BSI ist da an der Nummer dran. So die ähm also Fakt ist, es gibt, keinerlei auch nur im entferntesten belastbaren Aussagen dazu, die waren in der ersten Meldung haben sie die falsche Hackergruppe beschuldigt oder vielleicht auch die richtige äh auf jeden Fall haben sie nachher eine andere gesagt. Und es gibt bisher noch keine öffentlichen Informationen darüber wie dieser Angriff erfolgt ist. Trotzdem haben sich alle, Cybergesellen schon irgendwie vorne ins Fernsehen gestellt und haben irgendwie von den unsicheren Netzen geredet, wo mir auch, wo ich mich auch frage, so Freunde, wann haben Hacker denn jemals Netz gehackt, Hecken immer Endpunkte, immer Computer, ja? Also sei es Server, äh also solange die nicht mit einer Spitzhacke kommen, Haben Sie nicht das Netz gehackt, Sie haben einen Server in diesem Netz gehackt oder vielleicht auch ein Router in diesem Netz. Aber das als sicher geltende Netz. Ich meine, die sitzen da an ihren Windows-Rechnern, Arbeiten mit Office oder was auch immer, und äh sagen dann ja, aber wir sind ja hier im sicheren Netz. Also ist ja allein schon so hirnrissig, aber die gesamte jeder, jede Nachrichtensendung. Das sichere Netz wurde gehackt. Das sichere Netz wurde gedeckt, oh je, oh je, oh je.
Tim Pritlove
Wir wissen alle, ein USB-Stick in den falschen Pott gesteckt und schon nimmt das Unheil seinen Lauf. Und noch nicht mal das ist jetzt eine klare Vermutung, dass es darüber lief. Wir wissen's halt einfach nicht. Da kann sich was reingefunkt haben, äh.
Linus Neumann
Also es wird relativ bald äh denke ich, dass berichtet werden, wie es passiert ist. Und ich mache mal so die vorsichtige Prognose. Da werden nochmal ein paar Leute echt blöd gucken, weil da, was ich bisher an.
Tim Pritlove
Ein paar Leute, die derzeit schon darüber berichtet.
Linus Neumann
Ja, die ist schon sehr mutig berichtet haben, werden unter Umständen nochmal ähm, sehr blöd gucken. Denn es gab eine äh Meldung schon vor ein paar Tagen von ähm äh Paloalto Networks äh die das ist so ein Hersteller von Network Monitoring Tools. Äh oder äh die einen längeren Blogpost darüber hatten, wie ein bestimmter Angriff stattgefunden hat. Und zwar ist das äh sagen sie hier Government Entities und schildern einen Fishingangriff. Sehr, sehr ausführlich mit äh mit spezifischer Analyse, da ging's also um einen Excel-Shee ähm in dem Excel-Schied ist sehr, elegant versteckt die die Paylote, also tatsächlich, also den hat man gesehen, da muss ich sagen, schöner, schön, schön, schöner Angriff, weil du hast halt irgendwie den. Deine eigentliche Playlot ist in dem Excel-Schied. Ähm Base vierundsechzig encodet. Worauf normalerweise solche Monitorenkisten äh sei, ob die jetzt auf dem Mailserver hängen oder sonst was ansprechen. Die haben aber vor dieses Basics die vorgeschrieben, Beginn Setificit und dahinter Encetivicit.
Tim Pritlove
Womit das halt so als übliche übliche Kryptowolke angesehen wird, die man sich.
Linus Neumann
Womit das sehr gut sein kann, dass das ein oder andere Monitoring Tool ähm den Kontext nicht betrachtet, dass das gerade in einer Excel-Zelle steht, sondern sagt, ach ja, hier äh ein schönes Zertifikat wunderbar.
Tim Pritlove
Mhm. Also vielleicht nochmal kurz äh für Leute, die jetzt schon wieder fast aussteigen. B vierundsechzig ist so eine im Internet seit Ewigkeiten etablierte Methode, wie man halt so Binäre äh Daten, so wie sie über die Leitungen äh gehen, so darstellen kann, dass man nur so normale Buchstaben, Zahlen benutzt, damit man so mal eben eine E-Mail reinpasten kann, ohne dass beim Versenden der Mail da relevante Informationen äh weggehen und man kann halt das problemlos hin und her konvertieren, ist einfach nur eine andere Darstellung.
Linus Neumann
Wird in der Kryptographie sehr häufig verwendet, um eben eine einfache textbasierte Repräsentation der Daten zu haben. Wenn ihr euch irgendwie euren PGP Public anschaut oder eben ein Zertifikat, dann ist das in der Regel, vierundsechzig kodiertes wie Nervformat. Ähm schöner, schöner Angriff und dann haben sie irgendwie die Indicators auf Compromiz und so nett, sind natürlich irgendwie der eine oder andere, die eine oder andere Recherche, Gruppe ist halt dann da drauf und hat das als den Angriffssektor geschildert in ihrer Berichterstattung und ich hab wie gesagt so den ein oder anderen, ähm Hinweis, dass es wahrscheinlich nicht so so gelaufen ist. Also ein riesiges, ein riesiges Kuddelmuddel, ganz einfach, weil wir keine Informationen haben. Wir wissen nichts. Wir können das auch nicht beurteilen, weil wir, weil wir keine gesicherten Informationen haben, dann ist die Rede von siebzehn Rechner wurden übernommen. Ja, ist das jetzt viel oder wenig? Weiß ich nicht, kommt drauf an, wie kritisch die sind, So und so viele MB oder GB wurden da rausgeholt, ist das jetzt viel oder wenig, kommt drauf an, wie kritisch die sind. Also alles irgendwie ähm alles irgendwie sehr komisch, aber der auf jeden Fall gibt es eine größere Späraktion, die hier Palo Alto eben aber auf APT achtundzwanzig, atribuiert. Gleichzeitig kommt dann die Meldung Spiegel rennt voraus. Äh also die Spiegel, Printredakteure rennen raus und sagen, die Stiftung, Wissenschaft und Politik wurde gehackt APT achtundzwanzig wird verdächtigt und müssen dann nachher kurz danach raufschreiben. Äh die Stiftung erklärte mittlerweile auf Nachfrage der DPA, sie sei nicht erfolgreich gehackt worden, sie hätte lediglich im September, im Dezember zweitausendsechzehn Eine Fishing-Mail bekommen, also ein riesiges Theater in der Berichterstattung, wirklich peinlich, peinlich, peinlich, für aber ich kann auch natürlich die Journalisten verstehen, die ähm, Die müssen halt mussten halt berichten, ne. Die wollten natürlich auch berichten und waren dann immer so, ja, war ja noch immer gehört sie nicht dazu, was sagen, können sie nicht dazu, was sage ich denn.
Tim Pritlove
Sagen sie irgendwas.
Linus Neumann
Ja, ist, sagen sie irgendwas. Ich nee, ich sage überhaupt nichts, weil das alles, man kann nix sagen, es gibt hier keine Informationen und ich mache mich jetzt hier nicht zum Cyberhorst. So, das habe ich jetzt schon gesehen, äh wie die anderen das gemacht haben und genau deswegen habe ich das nicht gemacht, ja. Ähm. Das war wirklich, also ich und ich habe eine, wie gesagt, so einen kleinen Spaß äh äh festgestellt, als ich dann so ein oder zwei Tage später immer merkte so, Gut, dass sie nichts zu APT acht zwanzig gesagt hast, gut, dass du nichts zum Angriffsverlauf gesagt hast, weil ich dann eben nachher äh Informationen sich mir andeuteten, dass sie doch ein bisschen anders ist, als es da dargestellt wurde und wir können halt jetzt nur. Darauf warten, dass wir da irgendwann mal mehr äh zu erfahren. Ähm wichtig ist natürlich schon zu zu sagen, die überhaupt die Idee, es gäbe ein sicheres Netz, ist, halt Unsinn. Also so nur weil das Netzsicher ist, heißt es ja nicht, dass du dich mit deinem Gerät anders verhalten kannst. Und im Zweifelsfall ist der Angriff eben auf. Geräte in Kombination mit Personen gegangen und nicht darüber, dass das Netz, äh gehackt wurde, ja? Also ein Netz ist relativ simpel, das ist eine Verbindung zwischen Computern, die dann unter Umständen bestimmten Regelungen unterliegt, wo quasi gesagt wird, okay, folgendes Programm oder folgender Hose darf auf diesen Service zugreifen anderer nicht und dann geht's natürlich los, dass man sich ähm Mühe geben muss, sich dadurch zu schlawinern und dann kann es einem das Netz, schwerer oder einfacher machen sich dadrüber äh zu bewegen, vielleicht eine Sicherheitszone äh zum gehen, eine Firewall-Regel äh zu umgehen oder ähnliches, Das nennt sich die Letral Movement-Phase und da kann ein Netz sicherer oder unsicherer sein, aber nur durch das Netz, Wirst du am Ende nicht äh klüger. Du musst am Ende einen.
Tim Pritlove
Ne, also, ich finde diesen Begriff Netz jetzt doch sehr losegefasst so, ne? Also was ist Netz? Ist Netz, die Kabel zwischen den Geräten oder ist Netz, Alles, was zu der Infrastruktur gehört, um die Computer miteinander zu verbinden, die da sind oder ist Netz der Name für alles, was da dran ist, einschließlich der Computer. Und ich finde, Alle drei Sichtweisen sind irgendwie legitim und kontextabhängig und man weiß jetzt nicht wer was, wie, wo benutzt er es einfach zu schwammig? Man könnte jetzt kritisieren so überhaupt zu argumentieren, ist schon mal Quatsch, eben weil das so schwammig ist. Ähm ich würde sogar fast soweit gehen und sagen, Die ganzen Router und Switches, also die ganzen Hilfsgeräte, die jetzt nicht unbedingt Endgeräte sind, sondern die eben nur dazu da sind, diesen Datenfluss innerhalb einer Organisation herzustellen. Das kann man schon als Netz bezeichnen und das sind natürlich technisch auch wiederum Computer und wir wissen sehr wohl, dass eben auch solche Geräte anfällig sind. Es kann sehr gut sein, dass irgend so eine Zisko-Box oder was auch immer da rumsteht, dass da eine Sicherheitslücke äh existiert, sondern existieren auch welche und oder ein Zero Day oder was auch immer, dass sich dort etwas einnistet, was dann einfach in dem Moment in der Lage ist, den Datenstrom zwischen den anderen Rechnern, zu horchen und wenn dann halt irgendeine interne Kommunikation stattfindet, die eben nicht ausreichend verschlüsselt ist, dann ist das natürlich auch etwas, was man nach außen schieben kann oder.
Linus Neumann
Aber das ist ja genau das, worauf ich hinaus will. Du vertraust dem Netz sowieso nicht, sondern machst deine äh deine Services dicht und machst eine äh eine sichere Kommunikation, authentisierte Kommunikation, verschlüsselte.
Tim Pritlove
Sollte so sein. Sollte so sein.
Linus Neumann
So sein. Und wenn du das getan hast.
Tim Pritlove
Aber uns haben sie doch gesagt, das ist nett ist sicher.
Linus Neumann
Wenn du das getan hast, dann werden halt die Endpunkte angegriffen. Nun ja, also, Ich denke, es wird nicht mehr lange dauern, bis dann der äh bis es dann gesicherte Berichtete Erkenntnisse dazu gibt, wie dieser Eingriff tatsächlich stattgefunden hat. Bis dahin werde ich da auch nicht weiter drüber spekulieren, Weil ich mich eben nicht zum.
Tim Pritlove
Cyberhorst machen willst. Cyberhaus, genau.
Linus Neumann
Und Cyberhorst machen möchte. Spannend an dieser Frage, an diesem Problem ist aber noch was oder an diesem Vorfall und dieser Berichterstattung ist noch was anderes und da kann man sich echt den Kopf dran zerbrechen. Also erstens, Süddeutsche und DPA kommen relativ in relativ schneller Folge mit unterschiedlichen Informationen, Was mich zu der vorsichtigen Hypothese verleitet, dass die unterschiedliche Quellen hat. Schon mal schlecht ist für die Bundesregierung, weil.
Tim Pritlove
Mehr als eine gibt.
Linus Neumann
Ja, weil's mehr als eine undichte Stelle gibt, offenbar. Jetzt beklagt die Bundesregierung sich sehr spezifisch. Dass hier ein Geheimnis verrat vorliegt, und dass die Veröffentlichung dieser Information für eine laufende Operation schädlich war, Aldi Waldi, sie gesagt haben, wir haben ja den Angreifer oder diesen Angriff am neunzehnten Dezember entdeckt. Übrigens auch da wieder unterschiedliche Berichterstattung. Einerseits, wird an einigen Berichten behauptet, sie hätten ihn selber entdeckt und zwar mit Hilfe irgendwie Netzwerkmonitoring wie VBB. An anderer Stelle wird gesagt, sie werden durch einen befreundeten Nachrichtendienst, darauf hingewiesen worden, dass da was bei ihnen nicht stimmt. Beides kann sehr gut sein, ja? Also einer ein befreundeter Nachrichtendienst, könnte ja sein, dass der zum Beispiel da so auch so ein bisschen rumseibert und irgendwann feststellt, du äh.
Tim Pritlove
Unsere Dokumente liegen da jetzt auch.
Linus Neumann
Irgendwie eure Dokumente liegen da äh passt mal auf äh unsere Augen.
Tim Pritlove
Also nicht nur eure, sondern unsere auch die, die wir euch gegeben haben, die liegen gerade.
Linus Neumann
Genau, passt mal auf, was da, was da los ist, kann sehr gut sein. Auch dazu bisher keine äh keine gesicherten Angaben. Hm. Jetzt sagt er aber, das äh Innenministerium na ja, wir haben diese Information erlangt, Auch wieder, ne? Und wir hatten die Information. Wir haben dann angefangen, den Angriff forensisch zu untersuchen und ihn den Angreifer zu isolieren. Und in einer kontrollierten Umgebung den Angriff weiterlaufen zu lassen.
Tim Pritlove
Also ein Sandboxing Modell, so nach dem Motto, wir tun hier so als Hetze jetzt neues Target, aber wir beobachten dich dann.
Linus Neumann
Das steht zu vermuten und jetzt ist natürlich also, Da scheinen sich jetzt die Geister. So, wenn du jetzt ein Geheimdienst bist und möchtest wissen, wer dich da aus welchen Gründen gehackt hat und welche Informationen er hat oder welche Kapazitäten dieser feindliche Geheimdienst hat, dann ist das, Unter Umständen sehr kann es sinnvoll sein, das zu tun. Denn unter Umständen lernst du ja noch mehr über deine Angreifer, wenn du da in der Systeme alle quasi in auf ein nicht funktional dichten Zustand schaltest, werden die komplexere Angriffe versuchen, Unter Umständen fällt denen dabei das ein oder andere Zero Day aus der Tasche und du sammelst schön in die Katers of Compromiz, ja? Jeder Angriff, jeder Angriffstechnik, die noch zum Einsatz kommt, die du aufzeichnen kannst und detektieren kannst. Gib dir natürlich Wissen über, die Angreifer, gibt dir Möglichkeit in anderen Netzen nach derartiger Aktivität zu suchen. Hilft dir bei der Attraktion? Hilft dir beim Aufspüren der Angreifer.
Tim Pritlove
Das ist ungefähr so, als ob da so noch so ein äh Garage äh neben deinem Haus hast, die dir jetzt äh besonders attraktiv erscheinen lässt für Einbrecher, aber im Wesentlichen ist da kein Wert drin, sondern nur Kameras, die dabei zuschauen, mit welchen Techniken sie vorgehen und.
Linus Neumann
Du sicherst die Garage, aber wie ein Irrer und guckst, was die machen, wenn sie mit komplexeren Sicherungssystemen äh konfrontiert werden. Ja, analysierst die Angreifer. Höchst interessant. Ist die eine Perspektive? Ich persönlich, weil ich ja nicht im Geheimdienstbereich bin, vertrete eine ganz andere Perspektive, nämlich zu sagen, Freunde, In eurem sicheren Netz sind die seit einem Jahr drin. Ihr wart noch nicht mal in der Lage, euer eigenes Netz zu isolieren, Und jetzt meint ihr hier, ihr wärt in der Lage, diese Angreifer in eurem eigenen Netz kontrolliert zu isolieren, das klingt mir ein bisschen ambitioniert.
Tim Pritlove
So, ne?
Linus Neumann
So, ne? Wer jetzt die andere Möglichkeit da drauf zu blicken.
Tim Pritlove
Ja.
Linus Neumann
Nein, sagen sie, wir hatten aber die ganze Zeit die Hand am Stecker, wo der Osten so.
Tim Pritlove
Aber. Nein, wir leben sowieso in der Matrix und das ist hier alles nur virtuell.
Linus Neumann
Und jetzt kommt was, was wahrscheinlich äh die ein oder andere Zuhörerin äh überraschen wird. Wenn das nun mal der Befehl war, oder die Entscheidung war und das Innenministerium sich entschieden hat, das jetzt so verfahren wird, dann ist es natürlich enorm wichtig, dass niemand öffentlich weiß, dass die Bundesregierung darüber im Bilde ist, dass sie sich da einen Angreifer eingetreten haben und diesen Angreifer beobachten, Denn solange der das nicht merkt und sich vielleicht un ähm beobachtet wähnt. Kann es natürlich sein, dass er äh mehr über sich preisgibt, Und unter dieser Annahme fragt man sich natürlich tatsächlich, welche Leute hielten das hier für notwendig die Öffentlichkeit zu informieren? In diesem Fall. Die DPA. Also ich meine, die DPA macht, Vorlagen für Schnellmeldungen, aber keine investigativ Recherche. Und so war ja auch die DPA-Meldung. Äh Bundesregierung, der Heck der Russe war's. Ja, also im im übertragenen Sinne, ne? So, hm. Wir hatten halt diese Attribute, die sich der nachher widersprochen wurde, die hatten dann irgendwie drinstehend ist, wer das Verteidigungsministerium betroffen, äh was nachher sich als falsch rausstellte. Oder dem nachher widersprochen wurde, wo es dann natürlich auch sofort wieder Spekulationen gab, naja, Verteidigungsministerium und Außenministerium arbeiten enger zusammen unter Umständen äh. Gab's da mal jemanden, der von dem einen Netz in das andere gegangen ist? Vielleicht hat das Verteidigungsministerium andere Delektionsregeln, das aber nur unter der Voraussetzung, dass äh die der Hinweis nicht doch von einem befreundeten Geheimdienst kam, welche auch immer das wohl gewesen sein mag. Ähm. Letztendlich das ganze Ding ist jetzt hier seit sechs Tagen in der Öffentlichkeit. Wir wissen überhaupt nichts. Alle spekulieren sich einen Wolf, Aber diese äh Frage, warum DPA und warum jetzt diese Meldung. Bleibt mir tatsächlich unklar, Also mir ist nicht ganz klar, warum ob es irgendeine ob man das jetzt mit Whisle Blowing äh bezeichnen kann oder ob das einfach nur wichtig turei war von jemandem. Hm.
Tim Pritlove
Ob überhaupt was passiert ist.
Linus Neumann
Na, da wird schon was passiert sein. Also ähm ja da wird was passiert sein. Also das war ähm.
Tim Pritlove
So offensichtlich, dass er nicht.
Linus Neumann
Ja, also es war na ja Journalisten erzählen ja dann auch vielleicht mal so was die Initiale. Was ihr edizieller Eindruck ist, ne? Wenn sie jetzt jemanden anrufen, ob da ob die darüber im Bilde waren oder nicht.
Tim Pritlove
Leute so regieren und so.
Linus Neumann
Ja und das, also das war aber man fragt sich halt tatsächlich, äh warum und ich würde unter Umständen echt sagen so. Kann man wahrscheinlich tatsächlich als Geheimnisverrat bezeichnen. Und mir ist bis jetzt noch nicht ganz klar, warum, womit diese Person ihren diesen, mit Durchstechen der Information an die Öffentlichkeit rechtfertigt.
Tim Pritlove
Bei könnte ja im schlimmsten Fall sagen, das war einfach eine Warnung an die Angreifer. Man hat dann vielleicht unter Umständen jemanden eigenen Fleisch, der da auch behilflich gewesen ist. Ja.
Linus Neumann
Unter Umständen, Also laut Aussage der Bundesregierung, wobei man da jetzt ja auch wirklich vorsichtig sein muss, aber so bestand keine Gefahr. Sie hat den Angreifer isoliert. Ähm, Dann gab's ja irgendwie die Meldung. Der Angriff läuft weiter und ja also selbst also unwahrscheinlich, dass der noch weiterläuft, weil die Angreifer lesen ja auch Zeitungen und das war halt sogar irgendwie Washington Post Allmeldung äh weltweit, Ich bin da sehr insgesamt eben sehr unzufrieden mit der oder die Informationslage, gibt, lässt eben keine näheren Analysen zu. Man kann sich nur, was man sowieso gesagt hat, sagen so mit der. Komplexität an Software, die da verwendet wird, diese, Deshalb Betriebssysteme, diese sonstigen Kommunikationssysteme. Das ist alles äh sehr komplex, das muss schmaler gebaut werden. Das muss mit ähm, also mit mit schmaleren Betriebssystemen, schmaleren Anwendungen, weniger äh Multipurples oder äh multifunktionalen, System gebaut werden, wenn man das sicher haben möchte und solange da irgendwie am Ende irgendwelche Desktop-Systeme dranhängen, äh ist das natürlich auf Dauer ein ähm ein ähm. Ein eine Gefahr, die immer wieder da sein wird. Solange man sich nämlich einfachen Hackingangriffen, dann letztendlich doch aussetzt, indem man eben ja per E-Mail kommuniziert und Zugang zum Internet hat, egal wie gefiltert der dann noch ist. Äh ja, wer wird man wird man sich mal irgendwann drum kümmern müssen, wenn man wollte.
Tim Pritlove
Ja, dann ähm Hobbymus, hab Habimus Groko, wie es aussieht. Jetzt gibt's äh dann endlich mal auch eine Regierung wieder eine neue. Ich fand jetzt die Interimsregierung irgendwie ganz geil, weil da war jetzt sagen wir mal so der der.
Linus Neumann
Wenn sie ABT achtundzwanzig.
Tim Pritlove
Unsere Interimsregierung ABT achtundzwan, Ja gut, also die SPD hat dann irgendwie ihren äh ausufernden demokratischen Prozess der Basisabstimmung über die Annahme dieses Koalitionsvertrages, Und damit die Entscheidung äh diese Koalition auch zu Beginn zugestimmt mehrheitlich mit zwei Dritteln ähm und man hat da betont äh versucht nicht zu jubeln und nicht irgendwie die Kritiker noch weiter äh zu beunruhigen, Und jetzt kriegen wir halt so na ja quasi die alte Riege in bisschen frisch angepinselt. Jetzt sind auch glaube ich alle Unionsministerposten sind klar, bei der SPD dauert das noch ein paar Tage, ich weiß nicht genau, wann, wann und wollen die sich denn dazu äußern, die müssen sie jetzt erstmal nochmal kloppen, nochmal ein paar Leute rausschmeißen, noch ein paar, noch einen neuen Vorsitzenden finden oder so, keine Ahnung, was die da noch jetzt auf den letzten Metern alles noch bringen. Ähm, Auf jeden Fall gibt's jetzt auch geile neue CSU-Minister. Und das interessiert uns natürlich besonders, weil aus Gründen, die wir nicht so richtig nachvollziehen können, liegt ausgerechnet, dass digital äh ich hätte jetzt fast gesagt, Ressort sag mal das digitale Aufgabenfeld im Wesentlichen so in dem auf der Tennisseite von CSU geführten Ministerien.
Linus Neumann
Weil wir damit so eine gute Erfahrung hatten, ne? Also Dobrindt war ja.
Tim Pritlove
Die äh die Fleischgewordene Nullnummer.
Linus Neumann
Zum Glück müssen wir nicht über die Dieselskandal reden. Aber können wir. Nee, aber wir machen erst, also Dobrindt.
Tim Pritlove
Hat eigentlich nichts hingekriegt. Einfach null kein Fortschritt in gar nichts und uns damit auch tiefer reingeritten, was nicht nur die digitale Infrastruktur betrifft, sondern auch einfach Verkehr im Allgemeinen. Da, gar nichts, ist einfach alles scheiße. Sorry, aber ist äh kann man einfach nicht anders sagen, weil ist ja nichts passiert, ne.
Linus Neumann
Ein Vollversagen, also gab's einen wunderschönen Artikel ja auch zu, wenn wir jetzt nur nochmal kurz über diese Dieselsache reden. Ähm auf Spiegel online die schwarze Null. Ja.
Tim Pritlove
Super Titel, oder?
Linus Neumann
Dieselskandal jahrelang einfach nur durch Nichtstun ausgesessen und letztendlich ich mein wer leidet jetzt die Menschen, die Dieselfahrzeuge haben, ja? Massive Wertverluste an ihren Karren, insbesondere wenn die alt sind, ähm das heißt, du hast.
Tim Pritlove
Die Drohnen. Fahrverbote, die.
Linus Neumann
Genau, wegen der Fahrverbote den Wertverlust, so die Karre wirst du auch nicht mehr los So, wenn du jetzt irgendwie eine eine Familie mit einem normalen Einkommen bist, ne, hast unter Umständen ein paar Jahre alten Diesel da stehen, wenn du Pech hast kannst du damit demnächst nicht mehr zur Arbeit fahren, verkaufen und ein anderes Auto kaufen, kannst du dir auch nicht, weil dieses Auto quasi nichts mehr wert ist. Das heißt, du wirst jetzt unter Umständen ähm, ein tiefes Loch in die Familienkasse reißen, um dir ein Fahrzeug kaufen zu können, mit dem du ähm. In die Innenstadt fahren kannst, wenn du wie die meisten Leute äh vielleicht ein Auto gekauft hast, was halt ein paar ein paar Jahre auf dem Buckel hat ähm und noch einen Rest wird dieser Restwert ist jetzt quasi innerhalb kürzester Zeit, vernichtet worden, den kannst du abschreiben. Ähm, das heißt, das bleibt jetzt wirklich auf den auf den kleinen Leuten sitzen, alles nur damit VW, und die Hersteller dieser Fahrzeuge in also damit ist auch niemandem geholfen, ne? Haben gerade kam ja die Meldung irgendwie, Toyota sagt alles, verkaufen keine Diesels mehr, lass mal sein so. Ähm. Gearscht sind, die sind die sind die kleinen Leute, diese Fahrzeuge haben ähm und die, können das jetzt irgendwie, können diese, können diesen Mist jetzt auslöffeln, ja? Hätte man damit Hardwarenachrüstung, Zwangsmaßnahmen und sonstigen mal äh gearbeitet, dann hätte man hier Politik für die Bürger und für die, Luft, die die Bürger atmen machen können, hat er darauf verzichtet. Also selbst das äh er hatte einen Job, einen Job. Netzwerk, er sollte also, Mit den Autos und mit den Digital beides.
Tim Pritlove
Einfach komplett nichts erreicht und äh ich meine, es sind nicht nur die Leute, die leiden, äh die jetzt einen Diesel haben, so ich meine, es leiden natürlich auch alle anderen, die sich in der Umgebungsluft von Dieseln und nicht nur von diesen, das ist für mich diese ganze Diskus.
Linus Neumann
Und am Ende leiden auch die Hersteller von diesen Scheißautos.
Tim Pritlove
Ja, weil äh die Innovationsbremse ist natürlich da. Am geilsten fand ich die Meldung vor ein paar Tagen. Äh ist schon ein bisschen länger, ja. Vor ein paar Wochen irgendwie. Äh deutsche Hersteller überrascht von Nachfrage nach Elektrofahrzeugen. Ja, no Shit, Sorry also das ist so wie äh im Jahr zweitausend irgendwie Technikhersteller überrascht von Nachfrage nach Internet. Also, Was soll man denn dazu noch sagen.
Linus Neumann
Das ist.
Tim Pritlove
Ja, das Ding ist durch und ähm da geht's jetzt hin und wir sind irgendwie äh im Internetausbau sind wir äh sowohl mobil als auch äh was Kabel betrifft irgendwie im besten Fall irgendwo auf Platz zwanzig, Wenn ich noch schlimmer in allen äh relevanten Vergleichen und äh auch der sonstige Verkehr liegt's halt genauso. Und ich finde, das ist halt auch ein Ausdruck einer eines sich nicht, Den Realitäten stellen wollens in diesem Land und dann würde ich jetzt auch nicht sagen, das ist jetzt nur die CSU, ist nicht die CSU. Das ist. Etwas in diesem Land, was sich in Form der CSU am deutlichsten zeigt Ja, aber du hast dasselbe Problem in der CDU, du hast dasselbe Problem in der SPD, die hat sich genauso schützend von den Volkswagen Konzernen gestellt und damit will ich auch jetzt gar nicht sagen, dass alle anderen Parteien jetzt deutlich besser. Es ist nicht eine Frage der von Parteien, ist 'ne Frage, wie wir einfach auch unser Land selber sehen. So und nicht nur dieses Land, sondern einfach auch Europa und am Ende natürlich auch den ganzen Planeten. Und es wird einfach mal Zeit, dass äh wieder jetzt aufwachen und äh neuen Neue Grundhaltung annehmen, die da einfach heißt, lass uns mal äh in die Zukunft blicken und mal herbeifühlen, wie die Dinge wohl in zehn Jahren wohl liegen werden. Schon hier diesen diese lustige Sache mit CSU fordert jetzt WLAN in in Bussen bis zwanzig fünfzig haben wir das dann auch mal, ja? Ich meine, in jedem scheiß Drittweltland hast du irgendwie WLAN-Bus in irgendeiner schrieb doch in den Kommentaren, ja ich will hier gerade Lockboden-Nespel, ich bin gerade irgendwo auf den Bergen in in Bolivien oder wo das war, WLAN und hört darüber, ne, über das WLAN des Busses. Ja, verstehst du? Der natürlich LTE hat so, ne? Darüber hört er dann sozusagen noch Netzpolitik, wie wir uns und wie die Bäuche halten und uns fragen, ob's zwanzig fünfzehn, fünfzig WLAN als Technologie überhaupt noch gibt, Also ob das dann zu dem Zeitpunkt nicht von fünf G oder sechs G so abgeräumt ist, ja.
Linus Neumann
WLAN-Diesel.
Tim Pritlove
So WLAN ist der neue Diesel irgendwie so, ja.
Linus Neumann
Dieselbetriebener WLAN.
Tim Pritlove
Ja, da ist da ist auch was ne? Weil was was uns dieses bekloppte zwei Komma vier Gigahertz äh äh WLAN an Frequenzen klaut, ja, die man irgendwie echt besser nutzen könnte. Eigentlich müssen wir für die Abschaffung von WLAN bis zwanzig fünfzig kämpfen, damit er Grenzen freigegeben für sinnvollere Protokol.
Linus Neumann
WLAN-Verbot.
Tim Pritlove
So sieht's nämlich aus.
Linus Neumann
In den Innenstädten. Ja, natürlich.
Tim Pritlove
Aha, sie haben also noch WLAN in ihrem Laptop. Aha, hm, na ja, ist ja interessant.
Linus Neumann
Haben Sie denn auch 'ne grüne Plaket.
Tim Pritlove
WLAN frei, Spaß dabei. Oh Mann, Also, das ist so die Gemengelage. Schauen wir jetzt nochmal, was ich jetzt konkret.
Linus Neumann
Betreibt nicht ihren äh achthundertzwei elf achthundertzwei elf A.
Tim Pritlove
So geht's ja nicht.
Linus Neumann
Doch Euro fünf. Haben sie denn da eine Hardware-Nachrüstung vorgenommen? Ja, so hast du ja mal notwendig.
Tim Pritlove
Bei der Tat. Oh Go.
Linus Neumann
Stattdessen kriegen wir Breitbandverbote. Na ja ähm der.
Tim Pritlove
Geht ja doch aber B muss jetzt wirklich dringend Magazin werden, so.
Linus Neumann
Ähm.
Tim Pritlove
Ja, eigentlich wollten wir über.
Linus Neumann
Genau, weil die, weil das mit der mit der CSU und der digitalen Infrastruktur so gut gelaufen ist. Geht jetzt die bisherige Staatssekretärin im Bundesministerium für Verkehr und Infrastruktur, Dorothee Bär. Ins Kanzleramt, als Staatsministerin für Digitalisierung, Die CSU rennt quasi rum und sagt, egal, wir haben vier Minister, guckt mal, wir sind so geil. Staatsministerin ist aber im Prinzip das Gleiche wie Staatssekretärin, also die haben sie ist halt jetzt im Kanzleramt, für die Digitalisierung zuständig. Das ist im Prinzip die ähm die Reaktion auf die Forderung eines Digitalministeriums wo ja dann wurde, na ja, Digitalministerium schön und gut, aber das das betrifft innen, das betrifft Wirtschaft äh das betrifft äh was weiß ich, Justiz. Ähm, wir können keinen Digitalministerium schaffen, weil es, Im Prinzip eine übergreifende Position geben muss und deswegen damit's jetzt irgendwas gibt, damit die Leute die Fresse halten, äh machen wir halt halt jetzt eine Kanzleramtsministerin, eine Entschuldigung, eine Staats, Ministerin für Digitalisierung im Bundeskanzleramt. Und das ist die äh Dorothee Bär, die vorher Staatssekretärin unter Dobrindt war. Dobrindt. Gehe mit dem Wind und ähm dafür kommt der Andreas, Scheuer, ein der vorher CSU Generalsekretär war, ähm wird jetzt also Bundesminister für Infrastruktur und äh Diesel. Und ähm.
Tim Pritlove
WLAN hat Minister.
Linus Neumann
Bundesminister für WLAN und Diesel. So und Doro Tibet hat dann heute, also das war heute die große Meldung, da hat sie gesagt, ja also sie ähm, Sieht ihr auf jeden Fall defizite bei der digitalen Entwicklung, äh jedes Ministerium in Deutschland müsse ein Digitalministerium sein und sie fordert eine stärkere Digitalisierung der Schulen. Da hat sie natürlich völlig Recht, Da hat sie eine ganze Reihe äh kluger äh Forderung, sagt sie, die Ministerien haben unterschiedliche Geschwindigkeiten. Hier geht das viel, viel, viel zu langsam. Alles schöne Sachen. Man fragt sich nur, na ja, was hast du denn dann als Staatssekretärin gemacht? Da warst du doch eigentlich an der Stelle dich um diese Sachen zu kümmern im äh Bundesministerium für Verkehr und Infrastruktur. Und dann äh, finde ich finde ich es noch sehr gelungen, dann sagt sie, ja also auch äh der Staat, Müsse Vorreiter sein, Behörden müssten endlich so vernetzt werden, dass Bürger nicht Stunden auf Ämtern vergeudeten. Nur um sich zum Beispiel umzumelden, hat sie Recht, finde ich äh, kann man angemessen umsetzen, damit habt ihr ja auch mit einem E-Government Gesetz vor Jahren eigentlich mal die Grundlagen geschaffen und mit dem E-Perso-Gesetz kommt ja alles nicht zum zum Einsatz.
Tim Pritlove
Und kriegst irgendwie Georgien und äh äh esst dann kriegen das auch schon seit sechs bis zehn Jahren.
Linus Neumann
Ja, jede Mensa kriegt das inzwischen hin, halbwegs sichere Zahlungsvorgänge. Na ja, lassen wir das, ne? Ähm. Also halbwegs sicher. Bevor jetzt die nächste kommen und sagen, ich habe aber mit dem.
Tim Pritlove
Ich habe aber mit den Mensagate.
Linus Neumann
Ich habe aber mit äh mit dem Myfair äh Classic Offline Clowner äh mir gerade mein Mittagessen mit Zeit mach das, Nicht zu laut Grinsen dabei, immer Gentleman genießt und schweigt. So. Ähm Start-up-Unternehmen dürfen nicht an bürokratischen Hürden verzweifeln, auch im Gesundheitsbereich legen viele Chancen. Das Land brauche endlich eine smarte Datenkultur. Vor allem für Unternehmen, allerdings sei der Datenschutz in Deutschland wie im achtzehnten Jahrhundert. Habe ich kurz überlegt, im achtzehnten Jahrhundert, da hatten die meisten Leute keine Daten.
Tim Pritlove
Gab's das Wort Daten da überhaup.
Linus Neumann
Es gab keinen Daten, nein, den gibt's erst seit Mitte des neunzehnten Jahrhunderts überhaupt den Begriff. Insofern ein Datenschutz, wie im achtzehnten Jahrhundert, wer tatsächlich eine Katastrophe, da hat sie Recht, denn dann hätten wir keinen und.
Tim Pritlove
Und.
Linus Neumann
Da hat sie auch wieder wahrscheinlich wollte sie nicht, aber sie hat Recht, wir haben nämlich keinen, wir haben im Datenschutz effektiv ähm das Recht des Stärkeren, wie im achtzehnten Jahrhundert üblich. Ich fürchte nur, dass sie das anders äh gemeint hat. Man sagt ihr, ein eher eine Industrienähe nach. Was man auch daran erkennt, dass die Industrie eine sehr hohe Kompetenz bescheinigt. Ähm, werden wir also sehen, was wir da jetzt in.
Tim Pritlove
Na gut, immer das drückt, um's vielleicht mal nicht ganz so polemisch äh auszudrücken. Das drückt eine gewisse ähm Sack ist richtig. Besorgnis aus, die glaube ich in äh konservativ wirtschaftlich orientierten Kreisen vorherrscht mit so äh neuen oder nicht ganz so neuen Regelungen wie dem Datenschutz an sich und speziell auch mit der Datenschutzgrundverordnung, die jetzt Einzug hält sich quasi in ihrem wirtschaftlichen Gebaren eingeschränkt zu sehen so. Da ist ja auch sicherlich was dran, weil das ein Ende ist, Datenschutz natürlich auch genau das. Es ist halt nicht einfach alles machen, was ihr könnt und wie alles überall hinschreiben und dann ist alles äh braun, sondern äh es ist halt gerungen worden mit dieser Datenschutzgrundverordnung über einen Modus, in dem man das im. Zu machen hat und äh sicherlich mag es Auswüchse geben dieser Grundverordnung, die ich jetzt mit Sicherheit nicht auswendig runterbieten kann, wo solche Schwierigkeiten entstehen, so, aber ich denke, es wäre jetzt auch mal geboten, dass einfach auch mal, proaktiv anzugehen und zu sagen, okay, wir wir sorgen jetzt dafür dass wir diese Kompetenz auch aufbauen, dass auch der Staat die entsprechende Begleitung und Beratung äh bringt, dass es da Stellen gibt und dass man mit Handelskammern und mit was weiß ich äh da noch alles mit reingreifen kann in den Wirtschaftsprozess das eben auch macht, sodass man da eben in dem Punkt auch fit ist, weil es ist nun mal so. Ich will da halt jetzt nicht so beklagen hören mit, oh Gott, die Wirtschaft ist aber eingeschränkt, weil, Dieses nicht so richtig drüber nachdenken, wie denn das mit den Daten ist, führt unter anderem eben auch. Zu diesen Sicherheitslagen, über die wir jetzt schon so viel gesprochen haben und ich denke, es ist grundsätzlich angemessen, hier jetzt mal einen anderen Fokus mal reinzunehmen, das sollte natürlich auch die Aufgabe sein einer digitalen Staatssekretärin oder wie auch immer man sie jetzt äh da offiziell bezeichnet. Außerdem wollte ich auch nochmal sagen, Ich find's ein bisschen enttäuschend, dass sich diese GroKo, also, enttäuschend aber nicht unerwartet, ja? Ähm, trotzdem enttäuschen, dass man sich nicht durchgerungen hat, auch ein digitales Digitalministerium zu schaffen oder zumindest diese Digitalkompetenz so hoch anzusiedeln und auch so, zentral zu machen. Also klar zu machen, wo ist denn jetzt wo ist denn jetzt die Kompetenz? Ist jetzt ein Verkehrsministerium.
Linus Neumann
Mhm.
Tim Pritlove
Oder ist es jetzt im Kanzleramt, Wer, wer ist da die Hackordnung? Ja, also das ist jetzt immer noch unklar. Wir hatten die Situation schon vorher, da hatten wir ja noch irgendwie den den Bundesgabriel, der ja im Prinzip mit seinem Wirtschaftsministerium auch irgendwie sich Internet.
Linus Neumann
Wir erinnern, wir erinnern uns vor vor vier Jahren, als die erste oder war der als GroKo kam, dass dann haben ja vier, nee, drei haben ja gesagt, wir sind jetzt Digitalminister. Dobrindt, Gabriel und äh Maas, glaube ich, waren das. Oder wer war der Dritte.
Tim Pritlove
Dorint und ähm weiß jetzt gerade gar nicht.
Linus Neumann
Aber das war keine Ahnung, das war irgendwie damals das Thema, ne. Ich gucke das mal eben. Gabriel, drei gesagt, wir sind aber jetzt hier, die sind im Prinzip alle nach vorne gegangen und haben gesagt, hier wir sind äh äh genau Thomas Demizier war das, der war nämlich damals noch in.
Tim Pritlove
Ach ja, Innenministerium muss sich natürlich auch kümmern, genau.
Linus Neumann
Genau, die, die drei sind dahingegangen und haben gesagt, hier wir sind ähm.
Tim Pritlove
Na gut, also das will sich natürlich äh der der Horst will ja nicht zum Serverhaus werden, deswegen ähm. Nimmt er daran, glaube ich, nicht teil. Das würde eben jetzt für dich auch keiner mehr abnehmen. Ja, er muss ja auch um die Heimat kümmern, ne? Heimat, Heimat ist der Teil von Deutschland ohne Internet.
Linus Neumann
Ich würde sagen, der bleibt schön auf hundertsiebenundzwanzig null null eins und. Guck mal, was man da noch kaputt machen kann.
Tim Pritlove
Der hundertsiebenundzwanzig null null eins Minister.
Linus Neumann
Da sich zum Ziel zu setzen, Also das hat auch strukturelle Vor- und Nachteile so natürlich hätte uns jetzt ein Digitalministerium mit maßgeblicher Richtlinienkompetenz über alles sehr gut gefallen, wenn das aber dann am Ende in den Händen der CSU gelandet wäre werden wir da wahrscheinlich auch nicht allzu glücklich drüber gewesen und das ist natürlich das, was ich hier so ein bisschen, Verwunderlich finde mir so ein bisschen Sorge auch macht das wie du gerade schon genau sagtest. Konservativ, wirtschaftsnah. Und konservativ wirtschaftsnah ist 'ne Digitalpolitik die eben nicht unbedingt die, den Fokus bei den Nutzern setzt. Und bei der bei bei Chancen.
Tim Pritlove
Auch nicht viel nachzuweisen hat bisher, weil so hatten wir das bisher immer, ne? Also es ist äh jetzt nicht unbedingt gerade ein Erfolgsrezept bisher, ne?
Linus Neumann
Konservativ wirtschaftsnah haben wir bisher relativ viel, und wenn dann falsch gemacht, das ist ähm in in dieser Digitalbüro im im digitalen Politikbereich tatsächlich nicht unbedingt ein ein Politikansatz, der sich als besonders erfolgreich, darstellen kann. Wollen wir mal schauen.
Tim Pritlove
Gibt ja noch eine andere äh Personalie, ich weiß nicht, ob du das noch äh irgendwo nun notiert hast in dem Zusammenhang ähm geht ja auch, dennoch eine weitere Ministernennung, aber nicht auf Bundesebene, sondern in Schleswig-Holstein ist nämlich der Nachfolger von dem äh wie heißt der Jochen Habeck, der jetzt äh Grünen-Chef oder einer der beiden Grünen Chefs geworden ist dem folgt jetzt nach Jan Philipp Albrecht, der hier schon öfter mal erwähnt wurde. Leider nicht zu Gast war irgendwie.
Linus Neumann
Nee, aber wir haben auch häufiger ja mit Ralf gesprochen in seinem.
Tim Pritlove
Seinem Mitarbeiter genau die gemeinsam eben auch für diese Datenschutzgrundverordnung ähm ja verantwortlich waren kann man sagen also er war ja Berichterstatter im entsprechenden Ausschuss auf EU-Ebene und hat äh wie das ja auch in diesem schönen, die man hier auch mal kurz rezensiert haben, äh schön zusammengefasst wurden, da kräftig hinter den Kulissen gekämpft, um eben auf Parlamentseben und letzten Endes eben auch auf EU-Ebene diese Datenschutzgrundverordnung zusammengezimmert zu bekommen. Mhm. Ja, da hat er sich so einige Miriten mit verdient und das äh führte jetzt dazu, dass er eben Nachfolger wird und zwar im Amt des Umweltministeriums in Schleswig-Holstein, aber in Schleswig-Holstein ist eben auch die Digitalisierung in diesem Digital, in diesem Umweltministerium angesiedelt. Deswegen ganz, ganz lustigen Kniff finde, weil ähm Was nicht ein Verkehrsministerium wird's da ja sicherlich auch noch geben. Ähm ja, ich bin da sehr gespannt, was da diese Berufung so nach sich ziehen wird. Ist natürlich gerade, ich find's ganz spannend, weil wir haben ja nun viel über gerade diese Problematik mit Flächenländern. Und der Internetversorgung hier eine Initiative entstehen könnte, die vielleicht mal zeigt, äh wie der Hase äh läuft, zumal ja auch die Nähe zu Dänemark und den skandinavischen Modellen an der Stelle vielleicht auch nochmal einen weiteren Einfluss bedeuten kann und ich glaube, Schleswig-Holstein hat da durchaus die Möglichkeiten, das zu machen. Da es sich dabei ja auch noch um so eine Jamaika-Koalition handelt, ist es natürlich nochmal besonders spannend, welche Kompromisse vielleicht äh da äh entstehen. Ich will da jetzt nicht zu viel herbeiträumen, aber ich fand die Personalie jetzt in dem Zusammenhang ganz interessant.
Linus Neumann
Also meins äh in Schleswig-Holstein kaufen.
Tim Pritlove
Äh war's kaufen? Land oder Aktien.
Linus Neumann
Zwischen zwischen Flensburg.
Tim Pritlove
Also ich kenne auf jeden Fall ein paar Leute, die würden sich von so einer Initiative durchaus äh äh ne, also.
Linus Neumann
Müssen sie nicht mehr über die Grenze fahren, um Netz zu. Ja, ich bin ja erstmal ein bisschen in enttäuscht, wenn wir ihn auf Europaebene dann verlieren, ne.
Tim Pritlove
Ja
Linus Neumann
Wenn ich nicht in Schleswig-Holstein wohne, nicht in Schleswig-Holstein wohnen würde, würde ich mich natürlich freuen.
Tim Pritlove
Aber ist natürlich auch eine ganz andere ganz andere Art und Weise jetzt hier mal Einfluss auch auf die Politik zu nehmen und ich denke, dass man halt gerade im Bereich man ist ja auch, bisschen bedrückend, ja? Ich meine, so sehr man jetzt über den Stand der Bundespolitik schimpft, ist kenne, ich kenne ja auch kein Bundesland. Was hier in irgendeiner Form mal nennenswert Aktivität entfaltet durch eine andere Herangehensweise. Also ich weiß, dass es auf kommunaler ebene verschiedene äh Projekte gibt, die mir mal mehr mal weniger gut funktionieren, teilweise auch das Problem haben, dass kaum, dass sie mal eine kommunale Infrastruktur gebaut haben, gleich die Telekom Tag später auch noch anfängt buddeln und dann lohnt sich alle Investitionen nicht mehr. Also das ist halt genau das Problem an der Stelle muss natürlich auch mal zentral anders koordiniert werden. Man muss halt alle an einen Tisch bekommen. Und ich denke, das ist das ist glaube ich das, was einfach derzeit noch generell gefehlt hat, ja? Also diese ganzen Digitalminister haben sich äh vor allem immer durch irgendwelche New Projects und Ankündigungen und ja und ne, weder in Bussen und so weiter, immer so profiliert, aber es war halt immer alles so eine Ankündigungspolitik, aber dass mal wirklich jemand mal ernsthaft gesagt hat, okay, wir bilden jetzt mal hier einen Ministerübergreifendes, Ministeriumsübergreifendes Gremium. Ja, wenn man jetzt kein Digitalministerium einführt, was diese Rolle so übernehmen könnte, wie ein Finanzministerium, weil Finanzen betrifft alle, Digital betrifft ja auch alle, könnte man ja zumindest sagen, vielleicht liegt hier auch eine Chance für die Kanzlerin, dass sie halt ihre Staatsministerin, Frau Bär jetzt losschickt und sagt hier Hör mal, ja, du äh hast jetzt hier Quar meiner ähm Leit, wie heißt das? Äh, Kraft der Raute vielleicht hier den offiziellen Hashtag irgendwie um loszugehen und und du baust jetzt hier so ein Gremium auf. Alle Minister sind gezwungen ihre Kernausrichtung, und zwar egal welcher Partei, ja? Weil das, wie heißt der jetzt nochmal die Richtlinienkompetenz? Das meine ich gerade, ja? Die Richtlinienkompetenz der Kanzlerin Könnte ihr sie da sozusagen in so eine Rolle versetzen? Ich weiß nicht, ob das passieren wird, aber das wäre in der Situation meiner Auffassung nach das einzig Sinnvolle, man sagt, okay du redest jetzt mit allen mit und ich verpflichte alle Ministerien meiner Regierung dazu, In diesem von dir geleiteten Koordinationscremung alle Aspekte der Zukunftsplanung von allem, Hier den Digitalaspekt mit allen anderen abzustimmen. So einen permanenten, runden Tisch zu haben, an dem sozusagen nix an digital vorbeigeht. Und nicht wieder mal ein Förderprogramm und da nochmal dreißig Millionen auf irgendwelche Geleitungen, die dann keiner benutzt. Das ist das alles Stückwerk und das ist alles Quatsch. Das muss sich generell was ändern. Es muss sich was ändern in der digitalen Infrastruktur, wenn sie über Behörden müssen, das und das können Ja, ne? Sind wir auch der Meinung, Frage ist natürlich auch Wie müssen sie das können? Noch mehr so Bea Projekte und und und sonstige Leuchtturmdinger, die äh Millionen verbraten, dann am Ende nochmal eine Redundante bekloppte Technologie auf auf Basis von Scheiß, der seit zwanzig Jahren nicht mehr benutzt werden sollte, zu bauen führt einfach.
Linus Neumann
Können wir drauf verzichten.
Tim Pritlove
Führt einfach zu gar nichts, ne? Hier muss einfach eine eine konsistente Strategie angestrebt werden, hier muss ein Plan geben und alle Ministerien meinetwegen sogar auch das Landwirtschaftsministerium müssen damit eingebunden sein.
Linus Neumann
Farm vier Punkt null.
Tim Pritlove
Ja, weil ich meine auch es betrifft halt alles, so es gibt mir wird jetzt kein Ministerium einfallen, was in irgendeiner Form ein Zuschnitt hat, wo digital keine Rolle spielt und das muss sich jetzt einfach verdammt nochmal durchsetzen, weil diese die beiden CSU-Minister hier der Scheuer und die Bär, die sind jünger als ich. Das ist ja jetzt mal was Neues. So, jetzt liefert aber auch mal. Na, weil ich hier als alter Sack das schon irgendwie äh peile, dann erwarte ich mal.
Linus Neumann
Stimmt, bald bist du, weißt du, deren äh äh Kernzielgruppe.
Tim Pritlove
Ja. Wieso? So sieht's aus.
Linus Neumann
So kannst du so machst du das. Wir kaufen dir einen Stock und dann gehst du bei denen zu jeder Veranstaltung und sagst, oh jetzt erklären sie mir aber mal, Frau Bär.
Tim Pritlove
Was was für ein Stock so ein Gehstock oder ein oder ein Rohrstock, ein Rohrstock hätte ich gern.
Linus Neumann
Du kriegst einen Rollator mit so einem WLAN-Router voll d.
Tim Pritlove
Ich habe noch WLAN. Nee, ich gehe da lieber mit dem Rohrstock hin und immer wenn sie irgendwie sagen, ja, das müssen wir jetzt aber nicht so konsequent durchziehen, oder? Gibt's gleich eins auf die Finger. Das würde ich gerne machen. Einfach daneben sitzen und immer einen auf die Finger hauen. So. Nee, nee, nee, nee, ihr kümmert euch da jetzt drum? Hier. Los. Los.
Linus Neumann
Los ran an die Schippe. Hier muss überall Glas gelegt werden.
Tim Pritlove
Ich gehe hier nicht mehr weg.
Linus Neumann
Okay, also wir wir schauen uns das mal äh gespannt an. Immerhin war auch also immerhin. Ist Dobrindt weg? Ist schon mal.
Tim Pritlove
Das ist schon mal ein Sprung davon.
Linus Neumann
Sprung nach vorne. Ähm.
Tim Pritlove
Und und das ist, ich meine, diese, die Bärs äh achtundsiebzig geboren.
Linus Neumann
Nee, die ist glaube ich noch jünger. Äh ich glaube, die ist sogar in den Achtzigern geboren.
Tim Pritlove
Nee, nee. Achtundsiebzig. Und der Scheuer ist vierundsiebzig. So. Die könnten schon was davon mitbekommen haben, dass da was ist mit den Computern und dem Netz und so. Die twittern auch. Also sie zumindest was nicht, wie es bei ihm ist. Die hat bestimmt ein Team Team Scheuer.
Linus Neumann
Bescheuert. Ja, wir werden, werden sehen, wir gucken vorsichtig und positiv gestimmt.
Tim Pritlove
Wir sitzen sitzen hier, schauen zu und haben diese Fotos noch. Und Rohrstock.
Linus Neumann
Wir sitzen hier mit laufendem Dieselmotor. Wir laufen um diesen Motor-Dorostock und bereiten unsere Flucht vor. So, Uploadfilter.
Tim Pritlove
Mhm.
Linus Neumann
Hattet ihr ja auch schon besprochen in der Brüsselfolge äh, Antiporters, äh, im Koalitionsvertrag, nicht vorgesehen im Koalitionsvertrag steht also direkt drin, das lehnen wir ab. Aber die EU-Kommission lässt sich ja so leicht nicht, aus der Ruhe bringen und hat eine Empfehlung jetzt formuliert wie denn mit illegalen Onlineinhalten umzugehen sei. Und äh sagen also sie wollen wirksame Maßnahmen für den Umgang. Die Verfügbarkeit illegaler Online-Inhalte hat schwerwiegende negative Folgen für Nutzer, für andere betroffene Bürger und Unternehmen, sowie für die Gesellschaft insgesamt. Und es ist äh entscheidend äh die Inhalte zu sperren, um weiteren Schaden zu vermeiden. Viele Anbieter von Online-Diensten haben diese Verantwortung anerkannt und entsprechend gehandelt mit anderen Worten. Sie haben Upload-Filter. Und sie empfehlen doch jetzt äh natürlich Thomas hatte das ja auch schon sehr äh genau gewürdigt. Ähm, Sie hätten doch ganz. Also sie mischen in diesen Texten die ganze Zeit Urheberrechtsverletzung und Terror, ne? Das war ja schon immer so, ist jetzt in der Netzpolitik nichts Neues. Ähm und sagen, also es möge doch jetzt bitte jeder äh Anbieter, Uploadfilter implementieren und wer sich dazu nicht in der Lage sieht, der könne sicher Hilfe von den großen Anbietern. Leisten lassen, muss ja nicht die Zensur, das Zensurrad muss ja nicht neu erfunden werden, ne? Man kann ja, sich damit mit den existierenden Systemen auseinandersetzt, ist doch gar kein Problem, wenn du einfach deinen Content Upload nochmal schnell von der Konkurrenz prüfen lässt, ähm ob der vielleicht äh besser gefiltert wird oder so, Haben sie jetzt also sehr schön, Eine Empfehlung, also allein die Idee, ja, die die EU-Kommission empfiehlt, desto freiwillig etwas tust.
Tim Pritlove
Ja
Linus Neumann
Sehr meise führen damit im Prinzip durch die Hintertür diese Upload-Filter, gegen für Urheberrechtsverletzungen einfach ein, ja, weil diese Empfehlung heißt natürlich wir legen, also, Überhaupt die Idee, ja, dass die das etwas empfohlen wird. Wir empfehlen das, mach das mal, weil du weißt ja, was passiert, wenn du's nicht machst, dann sehen wir uns nämlich gezwungen, hier ähm ein Problem, zu lösen und du weißt, was passiert, wenn wir ein Problem lösen, hast du nämlich zwei neue. Und äh damit, ja, ist doch so. Und ähm, Der Thomas Rudel schreibt dazu, was ist der demokratiepolitisch sowieso schon bedenklich, wenn hier einfach quasi an am tatsächlichen Handeln vorbei äh Realitäten erzwungen werden. Gleichzeitig der Schwarz äh Schwarzwald-Rote Koalitionsvertrag äh schließt es äh lehnt es als unverhältnismäßig ab. Andererseits kann die Kommission dann aber weiterhin äh behaupten, sie hätten nichts an der E-Commerce-Richtlinie gerüttelt, lassen das quasi das das geltende Recht bleibt gleich, aber durch eine freundliche Empfehlung ähm wird die Realität eine andere, Und das ist natürlich echt äh, schwierig, E-Commerce-Richtlinie deshalb wichtig, weil Hostinganbieter von der Haftung freigestellt sind. Auch wenn auf ihren Plattformen illegale Inhalte liegen, sie müssen sich, müssen natürlich reagieren, aber sie müssen nicht, die das Einstellen illegaler Inhalte vermeiden und ich denke, das ist nach wie vor eine sinnvolle Regelung. Weil wir so den. Genuss der Meinungsfreiheit und der Pluralität uneingeschränkt haben und gleichzeitig ähm. Nach Hinweis auf illegale Inhalte diese schnell entfernen können und somit eine ein Gleichgewicht auch zwischen dem Anspruch auf Rechtsdurchsetzung, und einer äh einer äh freien Einstellung und einer freien Entwicklung pluralistischen Entwicklung dieser, Plattformen haben und drittens, Eine rechtliche Methode haben, einen rechtlichen Weg haben, dass nämlich die Illegalität eines Inhaltes, festgestellt werden muss und nicht durch einen Upload-Filter eines Diensteanbieters entschieden wird und wir damit dann als unrechtmäßige, also als als unrechtmäßig von Blocking Betroffene keine ernsthafte, klargestellt haben, ja? Also wir haben hier im Prinzip das gleiche Problem wie beim Netzwerkdurchsetzungsgesetz.
Tim Pritlove
Ja, das ist auch interessant, nicht, dass man ja hier auch so ein bisschen ähm die technische Machbarkeit, eigentlich so ein bisschen in Frage stellt, so nach dem Motto, ja, nee, es gibt einfach keine einfache Methode, uns fällt jetzt hier auch nichts besseres ein, wie man das machen soll. Aber nehmt doch mal hier diese Lösung von irgendeinem Anbieter, äh der noch nicht mal in der Europäischen Union ist und äh ja auf der anderen, auf der anderen Seite quatschen sie die ganze Zeit irgendwas von ja, man müsste ja jetzt hier auch Artifical Intelligence und Supercluster, Computer und Power und so weiter, da gibt's ja in diesem ganzen Digitalisierungsklimbin auch verschiedene äh Entwicklungslinien und äh Vorgaben, die dort erfüllt werden sollen. Das kam bei meinem Brüssel-Gespräch auch hier und da immer mehr wieder zum zur Sprache und wie stolz sie ja darauf sind, dass sie das jetzt alles irgendwie fördern und überhaupt die zu endlich mal wieder in die Top fünfhundert der schnellsten Computer kommen und so weiter, dass es auch nicht so albern. Auf jeden Fall frage ich mich dann so, na ja, wenn das nicht machbar ist, mit mit euren eigenen Mitteln so, vielleicht wäre das ja dann sozusagen erstmal der erste Schritt, ja? Macht irgendwie ein ein Open Source Maschinenleuting, was hier quasi auch als Referenz dienen kann, dann habt ihr dann vielleicht auch eine eine Basis solche Erkenntnisse zu machen, aber so gibt's halt einfach überhaupt gar keine Standardisierung, außer Google hat gesagt, das ist so und das geht einfach auch gar nicht. Also es ist einfach.
Linus Neumann
Werden wir sehen, hoffentlich wird dieser Empfehlung nicht Folge geleistet, aber.
Tim Pritlove
Also der Andros Ansipp ist ja sehr klar dagegen gewesen. Muss man, muss man sagen, also es kam ja in unserer Sendung auch nochmal raus, dass er sich also an der Stelle Upload-Filter, Das war überhaupt nicht sein Ding. Übrigens auch aus einer Erfahrung heraus, ja, die der kommunistischen Zeit in äh Estland zu tun hatte, als das Teil der Sowjetunion war. Das war dann ganz klar die Argumentation auch, ne? Also, nee, ich habe schon mal in so einem Land gelebt, irgendwie, wo halt von vornherein die Zensur alles äh abschneidet und wir wollen solche Systeme gar nicht haben, also äh sagen wir mal, auch solche, Ähm links grün versifften äh Argumente, ja, die wir hier gerne auf den Tisch legen. Äh finden sehr wohl auch auf Kommissionsebene ihre, also auch auf Kommissarebene durchaus auch anklagen. Die sind sich da halt nicht alle einig und wir wissen auch und das muss man auch verstehen, finde ich, Muss man auch verstehen. Ja, es ist nicht so, es gibt da nicht so die eine Haltung. Die Kommission ist so oder denkt so oder so. Das ist also teilweise zwischen den einzelnen Kommissaren, die Gemengelage sehr unterschiedlich und das hat sehr viel auch damit zu tun, woher kommen die, was haben die für Erfahrungen bisher äh gemacht und ähm, Ich weiß nicht, ob der Dropstar schon gelutscht ist. Andererseits, was halt auch sehr stark rauskam, an der Stelle kann ich auch nochmal auf die Brüssel-Sendung äh verweisen. Dieses ganze Copyright-Ding beherrscht diese gesamte digitale Debatte einfach massiv. Das kam einfach, ganze Zeit, wie schlimm denn das ist und das Copyright und sie sorgen sich halt letzten Endes in diesem ganzen Digitalisierungsding sehr viel mehr darum, dass ich irgendwie auch auf Mallorca nochmal einen Sky äh Fußball gucken kann, als ne generell jetzt hier über Lösungen einer digitalen Infrastruktur beziehungsweise eines, der Titel der ganzen Geschichte eines eines gemeinsamen digitalen Marktes, nachzudenken. Also das ist ja gut, ich meine auch an der Stelle, ne, sind das Leute über fünfzig, die hier äh agieren und, Keine Ahnung.
Linus Neumann
Also hier ist ja sehr schön, die sagen dann einleitend, fangen sie an mit ja und Terror und so weiter, ne?
Tim Pritlove
Ach ja und Terror war da auch die ganze Zeit.
Linus Neumann
Dann kommen sie irgendwann weiter, sagen sie, Begriffsklärung auf Seite elf. Im Sinne dieser Empfehlung bezeichnet der Ausdruck illegale Inhalte, alle Informationen, die nicht im Einklang mit dem Unionsrecht oder dem Recht eines betroffenen Mitglieds States stehen und dann geht's äh ruck zuck weiter, ne, wie äh Übermittlung von Hinweisen, Unterrichtung der Inhalte, da äh Anbieter, aber vor allem Hosting Dienst äh Anbieter sollen aufgefordert werden in Bezug auf illegale Inhalte, soweit angemessen, besondere proaktive, verhältnismäßige Maßnahmen zu ergreifen, Solche Maßnahmen können den Einsatz von Systemen zu automatisierten Erkennung illegaler Inhalte umfassen. Ähm, Dann wollen sie aber natürlich auch äh Sicherheitsvorkehrungen um zu verhindern, zu vermeiden, dass Inhalte entfernt werden, die nicht illegal sind, sollte es unbeschadet der Möglichkeit, für Hosting, Dienste, Anbieter ihre Nutzungsbedingungen in Übereinstimmung mit dem Unionsrecht und den Rechtsvorschriften der Mitgliedsstaaten festzulegen und durchzusetzen wirksame, geeignete Sicherheitsverkehrungen geben, damit gewährleistet ist, dass Hosting Diensteanbieter in Bezug auf die von ihnen gespeicherten Inhalte umsichtig und angemessen vorgehen. Insbesondere, wenn sie Hinweise und Gegendarstellungen verarbeiten und über die Etwaige Entfernung oder Sperrung von als illegal angesehenen Inhalten entscheiden. Der Satz heißt, Sie sollten eine möglich, sie sollten eine Kontaktstelle bieten, wenn ein illegaler Inhalt. Ein legaler Inhalt fälschlicherweise entfernt wurde. Sollen aber natürlich auch, untereinander zusammenarbeiten, Zusammenarbeit zwischen Hosting Diensteanbietern, ja? Sollten sich soweit angemessen untereinander sowie insbesondere mit Hosting Diensteanbietern, die aufgrund ihrer Größe oder ihrer Reichweite nur über begrenzte Ressourcen und Fachkenntnisse verfügen. Ja, also wirklich die Idee jetzt. Dass flächendeckend über alle Hosting Anbieter zu machen und dann irgendwie den kleinen zu sagen, Google hat das Problem mit der Zensur doch schon gelöst oder Facebook oder wer auch immer. Das sind wirklich haarsträubende, Ideen. Und steht halt jetzt äh die Kommission dran. Da steht nicht dran, die Kommission außer anderes Ansip.
Tim Pritlove
Ja, kann auch sehr gut sein, dass Herr Ansep da äh nicht so gut dasteht.
Linus Neumann
Ja, dann gibt es gerade noch ein ähm. Großes Thema, das gerade hochkocht. Und zwar, dass der Werbung auf Webseiten. Und was denn davon zu halten ist, wenn fremde Inhalte eingeblendet werden, denn nichts anderes ist ja, Werbung, diese Werbung kommt, wir haben ja hier glaube ich schon öfter behandelt, aber ich will das nochmal äh grob erzählen. Wenn ihr jetzt auf so eine Seite geht und auf dieser Seite befindet sich Werbung, dann kommt diese Werbung. Ich nehme jetzt mal als Beispiel Spiegel online, weil sich da die Debatte gerade entfaltet. Oft nicht, direkt von der Seite, die ihr besucht, wird von einer weiteren, von einem weiteren Server geholt, ein Ad Netzwerk. Also dieses Endnetzwerk liefert quasi auf den unterschiedlichen Seiten, Werbung aus, die gebucht wurde, rechnet die ab und so weiter, die haben also im Prinzip die Anzeigefläche. Auf den Webseiten, zur Verfügung gestellt bekommen. Die kriegen dann also quasi eine Kiste, wo sie sagen, hier wird euer Code eingebunden und dann könnt ihr damit machen, was ihr wollt. Und dann machen die so fette Overlay-Anzeigen, indem sie schöne Javerskrips schreiben, die was weiß ich, Flugzeug die ganze Zeit über den Text fliegen lassen bis man es geschafft hat das kleine Kreuz zu klicken, was die ganze Zeit vor der Maus wegrennt oder so, ne? Sowas, ist also dann, Da sind wir dann im Bereich der aktiven Inhalte. Wir wir haben also in dem Moment nicht mehr nur die Situation, dass ihr Inhalte von anderen Servern holt, wobei natürlich ihr auch diesen anderen Servern gegenüber, verratet, dass ihr gerade diese Seite besucht, sondern diese Server natürlich auch euch wiedererkennen. Also die erkennen euch, ob ihr jetzt auch Spiegel online seid, auf Süddeutsche DE oder wo auch immer. Also jetzt alles nur illustratorische Beispiele. Ähm. Das heißt, sie tracken euch, die wissen, wie es euch geht, die wissen, was ihr, was ihr euch so anschaut, was euch vielleicht interessiert, die sind auch auf den Werbe äh und Einkaufsseiten dabei, auf denen ihr sucht und so kommt es dann eben auch, dass ihr euch über euren, Webspaziergang verfolgen und euch unter Umständen auf mehreren Seiten äh den gleichen Koffer anbieten. Wie das jetzt bei mir gerade der Fall ist da ich den meinen Werbeblogger mal kurz ausgemacht habe, um mir das anzuschauen und ich tatsächlich gerade einen neuen Koffer kaufen muss, ne? Stellt sich fest, stellt sich raus, der Koffer äh ist überall mit dabei. Dadurch, dass diese Inhalte nicht nur, statisch sind. Also statisch wäre ein Bild oder. Ein Stück Text, sondern dynamisch, also sie ändern sich und vor allem auch interpretiert. Es sind regelmäßig Javerskrips dabei, die dann eben äh mehr mit eurem, Browser machen und die vor allem Tech äh ähm äh Programme, Skripte auf eurem Rechner ausführen.
Tim Pritlove
Auf eure Menschen.
Linus Neumann
Ähm er hat das Ganze noch einen sehr unschönen Nebeneffekt, der ist nämlich mein Injava Skript, wie in jeder anderen äh Skript oder Programmiersprache auch, Schöne Sachen und böse Sachen schreiben kann und es sich nicht einfach unterscheiden lässt, was das ist. So ist es auch in der Vergangenheit schon vorgekommen. Auch auf Spiegel online. Dass Angreifer sich quasi dort Werbeflächen gebucht haben und bösartige Javaskripte eingeblendet haben die natürlich dann relativ schnell entdeckt wurden und dann wurden wurde deren Einbeblendung unterbunden, aber es ist tatsächlich so, dass Myware ähm. Mywareverbreitung unter anderem sehr gerne über Werbeflächen stattfindet. Weil man die relativ einfach buchen kann und keiner Fragen stellt. Da gibt's natürlich einen Unterschied, ob ihr jetzt was weiß ich auf irgendeiner, Shady Seite im Internet, unterwegs seid, wo das regelmäßig passiert, was weiß ich, ne? Sie können ein iPhone gewinnen, Achtung, ihr Mac ist mit allen Virus infiziert, laden sie hier die Datei runter, und was es da sonst noch so für Scherze gibt, aber das ist eben auch ein Bestandteil dieser Ed-Industrie, das Tracking ohnehin. Und ähm.
Tim Pritlove
Auch sehr schön ist in letzter Zeit so. Äh ich glaube Salon dot com hat das irgendwie ausprobiert. Äh so nach dem Motto ah ja okay, du hast hier so einen äh Adblocker dann äh erlaube uns doch während du deine Seite lies hier noch ein paar Krypto-Currency Coins zu meinen und immer hier dein Rechner zu benutzen ist es wirklich absurd auf Fa.
Linus Neumann
Das ist auch da, das das hatte, wie hießen diese Seite? Äh die hatten die hatten das quasi als also die haben das im Prinzip gibt's eine Seite, die sagt, wir äh bieten das an, unter fairen Bedingungen, also du wir Stadt Werbung. Bindest du so ein Mining Java Skript ein und dann wird Monero gemeint. Beim Monero kannst du halt offenbar ganz gut auf CPU meinen.
Tim Pritlove
Der Salon war das, Salonbo.
Linus Neumann
Ach so heißt die Seite auch.
Tim Pritlove
Salon dot com.
Linus Neumann
Ah okay und ähm dann gab's natürlich Probleme, okay, kann der Meiner. Meint er auch, wenn du den Tab nur offen hast und aber die Seite gar nicht anguckst und so weiter, also das war eine interessante Idee. Die natürlich ich mein, wird man sehen, was da am Ende wirklich bei rumkommt, ne? Äh aber die die Idee ist jetzt erstmal da und genau das kannst du natürlich diese Salon dot com sind natürlich die wenigen, die da sind natürlich die, die das jetzt irgendwie versuchen das wenigstens fair zu machen, Im Sinne von du hast zugestimmt oder so, im ersten Anlauf war das nicht so, dass du einfach unten in dein in deine Webseite das Ding gemacht und dann haben äh ging halt der Lüfter an. Wenn man deine Webseite. Angeguckt hat.
Tim Pritlove
Ich finde das irgendwie auch eine ganz elegant, also ich find's jetzt gar nicht mal so so bekloppt so, es ist ein ganz eleganter äh Trade, den man da äh macht, ne.
Linus Neumann
Ich würde ich fand das sogar tatsächlich ganz interessant. Wir sollten.
Tim Pritlove
Zahl doch einfach mit, bezahl doch einfach mit Strom.
Linus Neumann
Bezahl auch mit Strom oder zum Beispiel mit dem Strom deines Arbeitgebers. Also wir sollten auf jeden Fall äh uns das also tatsächlich überlegen, ob wir halt so eine Mining Dings machen, spezifische Seite, wo wir das einbinden auf Lockbuchnetzpolitik und dann könnt ihr äh wenn ihr nach Hause geht. Bei bei der Arbeit den Computer anlassen.
Tim Pritlove
Wenn ihr den Podcast hätten bisher für uns auch irgendwie Kryptomünzen schürfen. Oh Weiher.
Linus Neumann
Aber die Idee ist.
Tim Pritlove
Das machen wir nicht.
Linus Neumann
Nee, war die, die Idee ist wirklich ähm, Also dieses dieses Werbeding kommt jetzt langsam an seine Grenzen und äh und zwar an die Grenzen des Akzeptablen. Mit dem AdBlocker und dem AdBlocker Blocker und dann bauen und jetzt musst du irgendwie um Spiegel online anzuschauen, brauchst du. Letztendlich um das lesen zu können, brauchst du einen AdBlocker? Mit AdBlocker Blocker und dann. Dem einem Userskript, was wieder was deren AdBlocker Blogger wieder irgendwie außer außer Gefecht setzt, weil auf Spiegel online ja dann nach einer Zeit dieses fette Fenster kommt. Äh die Werbung wurde nicht geladen und so weiter. Das heißt.
Tim Pritlove
Borsten Edblocker, Blocker, Blocker. Blocker, Blocker. Blocker.
Linus Neumann
Ja, locker, blocker, blocker. Also auf jeden Fall, du brauchst äh spezifische Userskripte, die dir einbinden, das können wir bei der Gelegenheit übrigens auch direkt mal verlinken, welche man dann nimmt. Ähm damit. Damit ihr da sicher diese Seite besuchen könnt.
Tim Pritlove
Bestimmt wieder Umgebung von Cookie reit geschützten Material.
Linus Neumann
Ja wunderschönerweise in dem Fall aber ähm, In dem Fall aber so, dass sie's glaube ich nicht wirklich feststellen können, weil wenn sie's feststellen können, Ten würden sie das ja wieder äh rückgängig machen. Also es ist so ein Einzeilenskript, was einfach diesen dieses Overlay wieder unsichtbar macht, ne? Ah, du hast irgendwie vierzehn, Fremde Inhalte, die dir You Block Origin äh sperrt auf Spiegel online. Äh sieben von Ghost Ree, dann brauchst du ein das AdBlock Wall, entfernen Userskript und so, ähm alles, weil sie keinen anderen Weg finden, ihren Kabuft da zu finanzieren. Und dann schreiben sie dazu Blogposts zu. Machen sie eine Ausnahme, äh sie können uns vertrauen. Ja, was kript ist so alt wie das Wort White Web neunzehnhundertfünfundneunzig von Netzgapep entwickelt äh und.
Tim Pritlove
Was ist denn das für ein Argument.
Linus Neumann
Ja und Werbeblocker sind in der Kritik. Ja also Spiegel Online kann sich da finde ich gerade nicht weit, Rauslehnen, weil sie mit dieser mit dieser komischen Scam-Werbung, die sie da ja jetzt haben, ne.
Tim Pritlove
Hantieren sie mit diesem extrem scharfen Messer. Es ist schon hunderte von Jahren alt.
Linus Neumann
Auch interessant, was sie da jetzt haben, ne? Also diese Debatte wird weiterhin geführt und die muss auch geführt werden und da muss auch irgendwie etwas passieren. Dann ähm die müssen das, also niemand sagt, die sollen ihre Arbeit da kostenlos machen. Ähm aber sie sollten doch wirklich endlich mal eine Möglichkeit uns bieten in den Genuss zu kommen und dafür überhaupt mal vernünftig zu bezahlen. Also ich meine.
Tim Pritlove
Du am Ende.
Linus Neumann
Guck dir das mal an, ne.
Tim Pritlove
Ende kopieren die alle mein Businessmodell.
Linus Neumann
Du du scrollst da runter.
Tim Pritlove
Man kann sich das nicht an.
Linus Neumann
Oben drüber was, dann wird nach dem zweiten Artikel wird auf einmal schiebt sich die Seite auf, dann ist da irgendein Audi Video und.
Tim Pritlove
Vor allem was mir das an mobilen Daten raubt, ja? Also solche Webseiten, also das ist das Schlimmste, dass ich permanent diese ganzen Videos reingedrückt bekomme und einfach megabeitweise da da.
Linus Neumann
Auf dem iPhone.
Tim Pritlove
Ja natürlich habe ich das, aber das, das, das, das ist ja sozusagen die, also das ist ja auch einer der Gründe, warum ich das mache, weil mir ansonsten so viel Videocontent eingeblendet wird, der einfach Datenintensiv ist, so und dann bezahle ich quasi da mit meinem teuren Mobilfunktarif.
Linus Neumann
Und ich würde sagen, also bei den ganzen Animationen hier geht mindestens genauso viel drauf, als würdest du in Jara Skrip Monero meinen. Da ist er aber locker mit der Mütze.
Tim Pritlove
Genau, nimmt doch, nimmt doch irgendwie hier, ich spinne euch.
Linus Neumann
Also es geht überhaupt nicht und ich habe jetzt regelmäßig, wenn man irgendwie so mal bei Bekannten irgendwie lass mal ganz kurz an den Computer und dann machst du dieses Internet auf und das blinkt, rechts und links und du denkst irgendwie kannst du kein Informationen gar nicht finden. Also ich bin wirklich ein größerer Teil des Browser Setups, ist halt wirklich dafür zu sorgen, dass dieser, dass dieser Mist da verschwindet und ähm, das geht halt so nicht.
Tim Pritlove
Ja was denkst du denn? Ich meine, drehen wir es doch mal um. Was was denkst du denn, was ein Modell sein könnte, was an der Stelle auch sticht.
Linus Neumann
Sie soll, also was, ich, sie sollten von mir aus das mit ihrer übertriebenen Werbung da machen, ähm sie sollten nur irgendeine eine realistische Möglichkeit für mich bieten.
Tim Pritlove
Gibt's ja, es gibt ja hier so Spiegel Plus und Daily und das kostet auch alles extra.
Linus Neumann
Ja
Tim Pritlove
Na ja, also es ist äh nicht so, dass sie jetzt nichts hätten, ne.
Linus Neumann
Da sind die Preise, aber also da da bin ich auch wirklich interessiert, da würde ich mich sehr freuen. Wir wissen ja, dass wir mitunter in der Spiegel-Online-Redaktion ähm gehört werden und die Spiegel Spiegel Online hat ja jetzt glaube ich zu die ziehen ja inzwischen mit dem Blatt gleich auf, so was die Einnahmen quasi angeht. Also das irgendwie das liegt einerseits natürlich daran, dass kaum noch jemand sich diesen diese Baumscheiben kauft. Äh andererseits daran, dass das ja offenbar also gerade Spiegel online eben eine der meistgelesenen meist aufrufenden Seiten, ist entsprechend eine hohe Werbeeinnahm.
Tim Pritlove
Eigentlich die in Deutschland die Nummer eins so. Was im Übrigen auch viel damit zu tun hat, dass sie, sehr, sehr, sehr innovativ waren, sehr früh, ja? Also äh viele von euch werden das vielleicht gar nicht mehr so wissen, aber damals so, als man die Webseiten in Deutschland noch an einer Hand abzählen konnte. Der Spiegel, das war natürlich dann auch immer wieder so ein Pilotprojekt eines Redakteurs, der sich da halt mal reingeschmissen hat, weil er gedacht hat, hm, das riecht nach Zukunft so, das sollten wir mal machen. Und der Spiegel ist hal allen vorausgewiesenen Deutschland, das war einfach die erste Nachrichtenseite, die gesagt hat Internet, wir wissen zwar noch nicht genau, was, wie, wo und so, aber wir machen das mal und das ist einer der Gründe, warum der Spiegel an dieser in dieser Rolle ist, in in der er jetzt ist. Das ist also auch äh ein verdientes Ergebnis ja? Auch wenn man jetzt nicht mit allen auswüchsenden Einzelnen da ähm zufrieden sein soll, aber das das war sozusagen auch eine frühe Orientierung. Von daher Kann man jetzt dich dem Spiegel kann man jetzt nicht vorwerfen, dass dass sie da nicht mit dem mit der Zeit gehen, das tun sie.
Linus Neumann
Neunzehnhundertvierundneunzig haben die damit angefangen. Zweitausendvier haben wir zwanz.
Tim Pritlove
Und das ist wirklich, wirklich, wirklich früh, weil zu dem Zeitpunkt war einfach da kannte ich einfach noch viele Leute, die noch niemals ans Web geglaubt haben.
Linus Neumann
Da gab's doch nicht mal Java Skrip.
Tim Pritlove
Da gab's auch keine Maske. Da gab's so einiges noch nicht. Da gab's eigentlich noch nix, wo man sagen würde, okay, das ist jetzt hier die Revolution außerhalb.
Linus Neumann
Spiegel online.
Tim Pritlove
So ein paar Visionären so, die halt von vorne rein gesehen haben. Das kommt jetzt so mit dem Netz.
Linus Neumann
Man könnte jetzt ja hoffen, dass Spiegel online eben auch auf diese Weise irgendwie.
Tim Pritlove
Wege findet er da auch wiederum die Zukunft anzudocken.
Linus Neumann
Weil diese Plusangebote finde ich auch ärgerlich ähm. Weil sie letztendlich ja dann nicht mehr öffentlich zugänglich sind. Ich würde, ich finde, der den einfachen Deal, pass auf, entweder wir ballern dich hier mit Werbung zu oder du äh kaufst hier irgendwie was von uns. Äh fände ich ganz schön. Mich würde tatsächlich mal interessieren, das weiß ich auch wirklich nicht, was machen die denn pro Nutzer. Ja, also was, was verdienen sie denn an mir nicht? Oder was verdienen sie an mir? Ich würde da gerne meine Transparenz haben, weil ich selbstverständlich. Darüber mir im Klaren bin für diese Inhalte auch meinen Beitrag leisten zu wollen. Übrigens auch bei Heise möchte ich das auch sehr gerne. Ja gibt's CT-Abo, erstens, also ist nicht der, ich möchte den einen größeren Betrag zukommen lassen und zweitens brauche ich dieses Papier nicht, also muss man halt in digitale Abo gehen oder so, ne? Ähm, ist bei denen eine Selbstverständlichkeit, weil die eben ebenso wie Spiegel Online ebenso wie Netzkritik Org zu unseren Primär, primären Informationsquellen gehören. Ähm, Aber diese diese Verteidigung der Online-Werbung und das diese Auswüchse der Online-Werbung gehen einfach gerade zu weit. Und ähm die gehen ja so weit, dass, Apple sich da inzwischen gegengewandt hat, ne? Mit den Tracking Verhinderungsmaßnahmen in IOS und in Safari Desktop glaube ich auch, weiß ich gar nicht genau. Ähm und das Google auch gesagt hat, okay, wir machen jetzt hier im Prinzip so ein Exceptible Ads Programm warst im Prinzip das war also in in ihrem Chrome. Was das war, womit AdBlock Plus ja irgendwann auch mal angefangen hat und dann gesagt hat, ey, geiles Geschäftsmodell äh sie haben doch hier eine schöne App, wäre doch schade, wenn die nicht exaktibel wäre, also.
Tim Pritlove
Ja, na ja, also man muss äh den also da nicht zu sehr drauf einzuschlagen, muss man sagen, die haben ja zumindest schon mal so ein Modell von äh akzeptabel Standards auch. Ähm ja und da spielt natürlich dann auch solche Modelle rein wie, ne, jetzt machen wir das ganze Fass äh hier auf, ne? Also ich denke schon, dass am Ende, Der Schlüssel zum Erfolg ist halt irgendeine Form von attraktiven, Technisch realisierbaren Micropayment. Und ob das über eine Kryptocarrenziel läuft oder ob das irgendwie äh eine Flexibilisierung unserer existierenden Zahlungswege ist. Habe ich ehrlich gesagt noch keine qualifizierte Meinung zu, Beides ist möglich. Ähm zumal ja auch die das Kryptomünzwesen bisher noch nicht, gezeigt hat dass sie A in der Lage sind, sich mal auf irgendwas zu einigen, geschweige denn, dass es schon eine klare technische Vision davon geben kann, was denn nun eigentlich die Kryptomünze der Zukunft ist, Bitcoin ist es nicht, das wissen wir, ja? Bitcoin ist derzeit eher eine Leitwährungsvergleichbar zu Gold. Ja, Bitcoin ist so. Das Gold der Kryptowelt und ähm definiert so ein bisschen das generelle Interesse in so etwas, ja? Während andere technische Lösungen hier greifen müssen und wenn man sich äh vorstellt, dass man äh quasi in seinem Webbrowser ein ähm so Satoshi per Klickmodus äh hat, ja, dass man da rechts oben so einen äh blauen Stern hat, der sagt ähm für diese Seite zahle ich ja und dann kriegt man eben eine monatliche oder perview oder was auch immer äh Geschichte ran. Nun wissen wir natürlich auch. Jetzt haben wir uns so ausführlich über die Cyberhorster unterhalten, ne? Dass das natürlich dann auch eine Angriffsfläche wiederum ist im Web, die dann auch erstmal steht eine Zeiten überleben muss. Also da gibt's keine einfachen Antworten drauf.
Linus Neumann
Ich stelle mir halt gerade so vor, wie du dann da irgendwie bei äh im Laden stehst und dir den McPro kaufst, weil du sagst, spiegelt einer hat's verdient. Ich meine, die Moneros im Java Skript mit zehn Kernen. Weil der Journalismus es mir wert.
Tim Pritlove
Nicht sogar vielleicht noch mitgehen, keine Ahnung, aber im nächsten Moment fragt man sich natürlich auch so Viel Geld habe ich da jetzt eigentlich gerade gemeint. So, also ja, könnte ich da nicht lieber einfach für mich meinen lassen und dann kaufe ich mir das Abo. Also das ist, Ich, also ich verstehe halt auch ihre ihr Problem, weil sie sich natürlich in einer Marktrealität befinden, in der in der eben zwar viel über Alternativen geredet und viele Alternativen in den Raum gestellt werden, aber bisher einfach keine dieser alternativen ganz klar kommuniziert ich bin die Zukunft, äh, geht mit mir und ich würde hier mal zugute halten, dass dass diese Debatte, die sie da führen, halt den Zeitraum ein bisschen verzögern soll, bis wirkliche Änderung des Modells äh überhaupt nicht mehr ähm. Bis bis es sozusagen nicht mehr sich nicht mehr anders machen lässt als einen anderen Weg zu gehen.
Linus Neumann
Na ja. Also diese diese Mining Geschichte hat halt den schönen Vorteil, dass das anonym funktionieren kann, ne? Das heißt, also wenn du jetzt anfängst, pro Klick zu bezahlen oder auch nur was weiß ich, einen Cookie mitlieferst und wenn du den hast, äh bist du eingeloggt.
Tim Pritlove
Kryptowährungsbezahlung könnte auch anonym funktion.
Linus Neumann
Ja teilweise, du würdest ja immer noch quasi preisgeben durch eine Art Login Verfahren, dass du berechtigt bist, die Werbefreiseite zu sehen. Und damit kann die Seite.
Tim Pritlove
Ja, du zahlst halt generell.
Linus Neumann
Ist ja eine ist ja in die Lage versetzt deine Seitenaufrufe zu tun.
Tim Pritlove
Ja. Nee, ist auch ist das nochmal ein weiteres Problem, was noch.
Linus Neumann
An diesem Spiegel Plus kaufen wir für einen Tag, kauf diesen Artikel und solche Scherze Das äh da habe ich irgendwie auch keine Lust drauf. Ne, irgendwie am Ende da meine zweiundvierzig Cent zu zahlen und dass halt irgendwie klar ist, dass ich diesen Artikel gekauft habe. So kann das auch nicht laufen. Das finde ich an diesem Mining halt ganz interessant, dass sie im Prinzip sagen könnten, hallo, sie sind Cookie frei auf unserer Seite, möchten sie die Werbung sehen, dann kriegen sie von uns den will Werbung sehen, Cookie und die volle, volle HD-Film Audi. Dieselmotor, neueste Generation ähm oder sie kriegen den anderen Cookie Mining und dann.
Tim Pritlove
Also Mining und der Stromverbrauch damit wäre auf jeden Fall billiger, als Video angucken und LTE Verbrauch. Solange die die Bits hier noch in SMS äh Bitpreisdimensionen.
Linus Neumann
Du hast Recht, da sind Spiegel online. Bitte denk dran, das hat alles Sekundärkosten vor uns auch noch. Das ist alles so.
Tim Pritlove
Genau.
Linus Neumann
Der Overheld muss auf jeden Fall kleiner werden. OK so die Debatte wird geführt.
Tim Pritlove
Oh, guck mal hier, äh, Update zu unserem letzten Thema. Scheuer gegen blaue Plakette und Fahrverbote für Dieselautos.
Linus Neumann
Ja, kann er dagegen sein.
Tim Pritlove
Geht ja super weiter. Na ja. Letztes Thema.
Linus Neumann
Ja, wir haben letzte Sendung ja schon darüber gesprochen, dass die AfD missliebige Webseiten gerne aus dem Internet raus hätte.
Tim Pritlove
Mhm. Wie zum Beispiel wir sind AfD Punkt DE.
Linus Neumann
Ja und äh jetzt dann auch noch die Seite ähm AfD im Bundestag DE und David Zett, also da wird's jetzt wirklich äh, Also da wird's ja jetzt amüsant, ne? Da wird's jetzt wirklich amüsant. Das ist ja, eine Seite von eine Domain, die dem Magazin der, rechte Rand gehört, die Recherchenanalysen und Perspektiven auf rechte Parteien im Bundestag bieten. Irgendwie ordentliche, ähm Darstellung, also je was weiß ich, wie viele Abgeordnete hat die AfD in welchen Bundesländern? Wer ist da? Whats den niedrigsten? Zwei Stimmenanteil, WhatsApp, den höchsten Zweitstimmenanteil. Äh wer hat Direktmandate der AfD Informationen über diese Partei? Also was man üblicherweise Watchblock nennt, ne. Und diese dumm, diese Seite ist eben nicht nur unter der rechte Rand DE erreichbar, sondern ähm auch unter äh, AfD im Bundestag DE und haben sie jetzt eine Unterlassungsaufforderung bekommen und das man man man, Also das ist sorry, das geht nicht, da muss das ist eindeutig ein klarer Fall von äh Themen fokussierter Seite, die die AfD im Bundestag als Thema hat, die auch in ihrer Aufmachung in keiner Form hier offene Verwechslung setzt, die unter einem ordentlichen Impressum firmiert, da allein auf die Idee zu kommen, diese Seite irgendwie aus dem Internet klagen zu wollen, ist äh nicht akzeptables Vorgehen. Tut mir leid. Wenn ihr mit der Demokratie und der öffentlichen Auseinandersetzung mit euren Inhalten nicht klarkommt, dann äh. Müsst ihr euch darüber Gedanken machen.
Tim Pritlove
Ja, Kölner Anwaltskanzlei Höcker heißt die auch noch, die da an den Laufen kommt. So wie auch. Ich erinnere an Adolf Höckler.
Linus Neumann
Ja, das ist also ähm bedenkliche ähm Bemühungen hier das dumme Urteil, was wir letzte Woche schon äh besprochen haben, was erstinstanzlich sie offenbar auch. Ermutigt hat, solchen solche Kapriolen zu schlagen. Nichts gut.
Tim Pritlove
Ja, jetzt wird sich zumindest gewehrt, ne? Also.
Linus Neumann
Ja natürlich wird sich dagegen bewehrt, muss auch wir haben ja äh den, wir sind AfD äh Fall letzte Woche besprochen, der ja sehr gut finanziell äh ausgestattet wurde und ähm ich denke, das wird hier, ähnlich sein, ich bin mir auch sicher, dass diese äh Verfahren spätestens zweitinstanzlich auch richtig entschieden werden. Aber ja.
Tim Pritlove
Bis dahin vergeht noch etwas Zeit.
Linus Neumann
Bis dahin vergeht noch Zeit, bis dahin werden Leute genervt und beschäftigt, die sich eigentlich wichtigeren Dingen widmen könnten und genau das ist der Plan solchen Vorgehens.
Tim Pritlove
Ja, einschließlich uns. Ja. Denn wir haben jetzt auch schon wieder, ne? Was haben wir auf der Uhr? Ja, auch schon wieder nah an den zwei Stunden dran.
Linus Neumann
So sind wir aber jetzt auch fertig. Gut, alles klar, tschüss hier, Feierabend.
Tim Pritlove
Genau. Tschüss hier und Feierabend, noch ein Dankeschön an.
Linus Neumann
Sven, Alexander und Matthias.
Tim Pritlove
Genau und an alle tollen äh Hörer von den von einigen wenigen, die ich auch die Gelegenheit hatte äh in den letzten paar Tagen mal wieder ein paar zu treffen bei Hörerinnen treffen, die ich jetzt, hoffe wieder etwas häufiger zu machen, weil ich hatte.
Linus Neumann
Es wird eine Bahncard, ne?
Tim Pritlove
Ich habe wieder eine Bankkarte, das macht's etwas einfacher, trotzdem brauche ich natürlich immer nochmal einen Anlass, irgendwo hinzufahren, aber man flexibilisiert dann doch äh schon mal was und mir ist äh einfach auch wieder aufgefallen, Was mir eigentlich auch schon Feuer aufgefallen war, äh Wir haben ganz tolle Hörer. Es sind alles Leute, die interessante Dinge äh erzählen äh können, die ähm einer so entweder mit interessanten Sachen sich beschäftigen oder zumindest in der Lage sind einfach äh auch sehr gepflegte, interessante Gespräche und Diskussionen zu führen. Also mir war äh nie langweilig und es war immer alles sehr interessant und aufschlussreich, was da so an den Tisch kommt und wird das jetzt einfach auch mal wieder häufiger aufnehmen, es erdet auch immer ganz gut. Das kommt noch dazu, ähm ja, aber kann dir sagen, das ist auch ähm ist auch eine, eine eine Zielgruppe, die den Aufwand lohnt. Ne? Womit der Aufwand dann für heute erstmal abgeschlossen wäre. Reicht's aber auch. Nicht übertreibe, nicht übertreibe. Okay, alles klar. Vielen Dank. Tschüss. Ciao ciao.
Linus Neumann
Ja, genau, jetzt reicht aber. Schön und nett, aber jetzt äh so okay, alles klar, vielen Dank. Tschau, tschau.

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Afd geht weiter gegen kritische Seiten vor

63 Gedanken zu „LNP246 Mailand oder Madrid, Hauptsache Rußland!

  1. Es scheint wohl ein Aufruf zum Update zu sein, wenn der Podlove-Player mit Safari 9.1.3 und OS X 10.9.5 nicht mehr zu sehen ist…

    • Genau das kam mir auch in den Kopf. Zusammen mit einer Transparenz, wie viel Ausgaben die TAZ hat (ok ok, das geht auch noch detaillierter, z.B. wie viel Arbeit in einem einzelnen Artikel steckt…), finde ich das als Leser wirklich eine sehr saubere Lösung. Ich denke auch die Autoren und der Verlag selbst profitieren davon (miteinander statt gegeneinander).

  2. #Dobrindt & #dieselwasauchimmerskandal, mir ist nun auch bei euch aufgefallen, das ein Thema, in allen Medien gemieden wird wie die Pest… was ist mit dem Güterverkeher. Die Anzahl der Lkws auf den Autobahnen hat sich nicht nur gefüllt verzehnfacht, sondern ist tatsächlich in den letzten Jahren exorbitant gestiegen (hinzu kommen die stundenlangen Stauzeiten dieser Dominosteine, mit laufendem Moter). Eigentlich sollte es auf die Bahn verlagert werden, da aber sie selbst im Logistikgeschäft groß eingestiegen ist, ist das nur folgerichtig. Das der kleine Dieselfaher nun als Ablenkung herhalten soll, sollte auch der letzte Stammtischler verstanden haben. Nun aber mein Anliegen, wie seht ihr das oder warum kommt von euch nicht ein ähnliches Argument. Ist das offensichtlich oder soll es gerade deswegen verschwiegen werden? #Lobbyarbeit

    ach noch vielen Dank für eure Zeit, die dann immer zu meiner wird… weiter so

  3. Tim hatte schon einen guten Riecher, als Linus ihm vom Cryptowährungschürfen der Inhalteanbieter selbst erzählte und Tim noch einmal nachhakte, dass dies keine so schlechte Idee sei.

    Stichwörter: Mikrotransaktion, Blockchain, Inhalte ohne Werbung

    Der bekannte Video-Blogger, der unter dem Namen „SemperVideo“ auftritt und informative Videos zu Computeralltagsallerlei erstellt, ist seit wenigen Wochen dazu übergegangen seine Videos zuerst auf „D.Tube“ und erst später auf „Youtube“ hochzuladen.

    Warum er das macht und wie das funktioniert erklärt er am besten natürlich selbst (er kann es ja auch sehr gut):

    – „Blockchain – Die Theorie“, „Blockchain – Die Praxis“, ff.

    (Sehr guter Einstieg, um neben dem aktuellen Spekulationshype auch mal die praktische Anwendung von Blockchains zu betrachten. Eine darauf bezogene Frage stellte sich Tim vor einigen Ausgaben in der Freakshow – hier bekommt er endlich mal eine ordentliche Antwort.)

    – „DTube – Das bessere YouTube/Facebook“, „D.Tube – Steemit: Die erste Woche“, „Steemit – Was Ihr wollt“, ff.

    (Tim könnte überlegen, ob das nicht auch was für die Finanzierung von Podcasts sein könnte!¹°°° Vielleicht könnte er der erste sein, der eine Podcastoberfläche für Steemit baut. ^^)

    – „IPFS – Die Theorie“, ff.

    (Die verteilte Festplatte hinter dem verteilten Inhalt und der verteilten Buchführung.)

    Diese o. g. Punkte bzw. Erklärvideos kann man sich auf https://d.tube/#!/c/sempervideo anschauen (runterskrollen und anklicken). SemperVideo und seine Versuche auf der Steemit-Platform steht hier als Beispiel. Ich behaupte nicht, dass das die ultimative Lösung ist, aber welche ist das schon. Es ist aber ein Ansatz der sich zu durchdenken lohnt.

    Mich würde tatsächlich unbedingt Tims Meinung dazu interessieren.

  4. Zum Thema „Farm 4.0“ das Tim kurz erwähnte: Bei mir um die Ecke liegt Vechta-Cloppenburg, eine recht starke Landwirtschaftsregion. Ich war vor einer Weile bei einer Industrie 4.0 Veranstaltung dort und die Bude war voll mit Landwirten, die von den anwesenden Politikern, Wirtschaftsförderern und Technologen lautstark LTE auf ihren Äckern forderten. Die Landmaschinen haben alle seit Jahren Bordcomputer mit GPS und die Bauern wollen online auf ihre Datenbanken mit den Düngemittelausbringungen, Erträgen etc. zugreifen.
    Kühe die mit RFID-Chips Futterautomaten öffnen, die dann prüfen wie viel welches Tier frisst und bei Auffälligkeiten Bescheid geben, sind ebenso real im Einsatz wie Kamerasysteme, die auf der Erntemaschine in Echtzeit das Verhältniss von Spinatstiel zu Spinatblatt erkennen und den Bedienern andere Messerhöhen empfehlen.

    • Mich hat auch sehr gewundert, das zumindest der Flattr-Tim das noch nicht auf dem Schirm hat! Die Basic Attention Tokens sind ein Blockchain basierender Ansatz das durch Flattr bereits bekannte Konzept nativ in den Browser zu bekommen:
      Man legt ein monatliches Budget fest, dass dann (flexibel einstellbar) an die bBesuchten Webseiten anteilig ausgeschüttet wird. Das ist besonders im Brave Browser interessant, da der sowieso von Haus aus Alle Werbung blockt und damit ein Alternativ-Konzept beitet. Auf jeden Fall mal anschauen: https://basicattentiontoken.org/

  5. Zum Thema Cryptomining auf User-Rechnern:

    Die Seite, die Linux meinte war bestimmt Coin-Hive. In verschiedenen Schreibweisen und Domains betrieben.

    Auch die Seite „Lass mich das für dich Googeln“ (in deutschen Foren bei dummen Fragen gern genutzt) nutzt diesen „Service“.

    Einfach mal in den Scriptblocker schauen wenn man auf der Seite ist, da taucht Coin-Hive auf.

    Zum Anfangsthema mit Firefox und den Passwörtern fiel mir eine der ersten Mobilemacs-Folgen ein, in der Tim was vom Firefox erzählt bekommt und sehr skeptisch Fragt: Und dann sind die Passwörter am besten im Klartext gespeichert…

    Großartig.

    • Eben. Nationalhymne gendern ist wie LBGTI in der Bundeswehr und Richtervorbehalt für Vorratsdatenspeicherung: der Mist gehört bekämpft und abgeschafft, nicht „weniger schlimm“ gemacht.

  6. Ich kann nur sagen: In Schleswig-Holstein geht es jetzt schon aufwärts mit dem Internet! Mein Heimatkreis Dithmarschen hat einen Zweckverband gegründet und investiert jetzt Millionen in den Aufbau eines Glasfasernetzes in Kooperation mit den stadtwerken Neumünster, andere Initiativen im strukturschwachen Holstein sind am laufen. So langsam verstehen auch die meisten, dass Internet zur erweiterten Grundversorgung gehört und kein Luxus ist (und wenn nicht, lockt evtl die Wertsteigerung der Immobilie).
    Wenn ich also in Zukunft ubuntu releases o.ä. brauche, werde ich mich wohl in den Zug aus Hamburg setzen und nach Hause fahren! (Papa freut sich!)

    • Hier in M-V gibt es schon sehr lange solche Verbände und Foren, aber es fällt denen leider nichts besseres ein, als ex. Anbieter mit Förderungen und Zugeständnissen zu bitten, doch endlich den ländlichen Raum zu erschließen…

      Schade, dabei hätte man den Kommunen doch auch DIY-Muster vorlegen können, wie man Glasfaser selbst verlegen könnte. Denn gerade auf dem Dorf sind die Flächen ja groß und die Eigentümer / Nachbarn oft gesprächsbereit, wenn man klar macht worum es geht. Wenn man dann noch jemand aus dem Tiefbau dabei ist, dann haben schon etliche kleine Orte gezeigt, dass der Aufwand eigentlich handhabbar ist.
      Naja, solange versorge ich mich eben mit Freifunk selbst, ist ja auch ok. Nur eben traurig für ein Land, dass mal auf seine Technik, die Ingeneure und „made in Germany“ ach sol sdolz war …

  7. AdAdBlockBlockAdBlockAdAd

    Eine Möglichkeit ist noch die externen Werbenetzwerke über den DNS zu blocken.
    Suchstichwort: Pihole
    Vorteil: Alle Geräte im Netzwerk haben die gleiche Einstellung und nicht nur der eine Browser auf dem einen Rechner.

  8. Wenn bereits jetzt RTL Copyright-Bots dafür sorgen können, dass Originalmaterial auf YouTube gesperrt wird, dann freue ich mich auf die Festlegungen bei Uploadfiltern. Pinkstinks war ja nicht lange gesperrt, aber was passiert, wenn so eine Deaktivierung länger wirksam und später als ungültig erklärt wird? Was passiert, wenn pinkstinks ihr eigenes Video auf die eigene Website hochladen will, weil es ja auf YouTube von RTL gesperrt wurde und der Website-interne EU-Recht konforme Uploadfilter lässt es nicht zu? Gibt es noch Berichterstattung in anderen Medien über den Vorfall, oder werden die Videos auch gleich gesperrt – bis sich jemand – im Zweifelsfall gerichtlich und Monate später – erfolgreich gewehrt hat? Ab welcher Ausschnittslänge schlägt ein Filter zu? Wer entschädigt wen und wann und mit was? Was ist eigentlich, wenn man einen Bot programmiert, der auf Originalseiten so lange Videos an die EU-Uploadfilter-Liste mit falschem Eigentümern submitted, bis das System zusammenbricht, weil große Original-Publisher nichts mehr published kriegen? Zu lustig wie weltfern man argumentieren kann, wenn man erstmal lange genug am eigenen Loch gegraben hat…

  9. @Tims Kommentar zum Datenverbrauch durch Videowerbung: Die Anbieter könnten sich ja bei StreamOn anmelden. Dann wächst zusammen, was zusammen gehört :)

    • Eine ähnlich Info gab es auch in der letzten o. vorletzen Folge bei den Kollegen von Lage der Nation.

      Den Titel „Heimatministerium“ finde ich auch ähnlich unglücklich gewählt oder gar etwas lächerlich (ähnlich wie wohl auf Linus&Tim), nur sollte man sich ggf. mal vorher damit befassen, worum es sich dabei genau handelt bevor man lästert.

      Und wenn es in DE mal digital voran geht, weil sich ein Ministerium „um die Heimat kümmert“, sollte es uns allen doch recht sein.

      Ob jetzt gerade ein Hr. Seehofer hier der Richtige dafür ist, kann man dann ja weider anprangern :)

  10. Hallo,
    Danke euch zweien für LNP und die tolle Folge!
    Bezüglich des Bundestags-Hacks, bzw. bzgl. APT etc. ist heute ein lesenswerter Artikel in TheIntercept erschienen.
    Eine ungarische Gruppe hat die Shadow Broker Leaks noch mal unter die Augen genommen, nicht wegen Angriffs-Tools, sondern da sind auch Tools, die eine Gruppe der NSA (Territorial Disputes) verwendet, um Angriffe zu entdecken, zu isolieren und abzuwehren ;-)
    Wirklich lesenswert. ZB.
    „Based on the current results, some attacks, samples, or even hundreds of samples will get to be identified as part of some APT attacks that [were] previously unknown or partially unknown,” the team’s report states.“
    oder ganz lustig:
    “In some regions where you might not have all the specific insights it could be very important to know if you’re on the right box,” the second official told The Intercept. If multiple threat actors are on the same machine, this would indicate a valuable target.
    …. also wenn da schon 10 gucken, dann kanns ja nicht das schlechteste Ziel sein. Wieviel sich da wohl beim Bundesnetz herumtreiben …
    https://theintercept.com/2018/03/06/leaked-files-show-how-nsa-tracks-other-countries-hackers/

  11. Bei 1:41:15 fragt Linus, was SPiegel Online (SPON) an einer Person nicht (!) verdient, die einen Werbeblocker installiert hat. Dazu könnte man Matthias Streitz, („Editorial chief of product @SPIEGELONLINE. Mitglied der Chefredaktion.“, Quelle: https://twitter.com/StreitzM) kontaktieren. Hier https://twitter.com/StreitzM/status/969618412224868354 kann man z.B. wie es scheint auskunfts- und diskussionsfreudige Beiträge von ihm zum Thema Adblocker auf SPON lesen.

  12. Zum Thema funktionierendes Micropayment, Finanzierung von online content/… usw.usf./N.N./²/³/… oder buzzwordig crowdfunding gibt es ganz aktuell ein gutes Beispiel:

    Eine Idee, ein Medium das die Idee kommuniziert/transportiert, eine Gruppe von Menschen die diese Idee überzeugend und unterstützenswert findet, und eine Plattform, auf der man die Idee ohne viel Aufwand und große Hürden finanziell unterstützen kann. So sind innerhalb von 15 Stunden über 5000 Euro zusammen gekommen.

    Dabei handelt es sich um die Aktion „Rundfunkbeitrag“ von Markus Kompa. Finanziert werden soll eine Beschwerde gegen eine zweifelhafte Entscheidung eines Verwaltungsgerichtes. Kurz gesagt geht es bei der Sache um mangelhafte Transparenz und Parteiproporz bei der Besetzung einer wichtigen öffentlichen Stelle. Nachzulesen hier: https://www.heise.de/tp/news/Der-Fall-Marc-Jan-Eumann-3-3987921.html

  13. Sehs betreffend Deutschland genauso. Großartige Leute, großartiges Land…theoretisch. Aber immer noch im Verständnis von 1830 verhaftet. Kleinsstaaterei und Biedermeier. Und der Rechtsdrall der den Mächtigen immer so schön in die Hände spielt. Wär schön wenn mal einer die „Haube“ von den Köpfen der Leute bekäme und man endlich die Chancen begreift die wir hier haben. Aber das wird nicht passieren. Wie auch keine Revolution von Links passieren wird. Eher kommen die Rechten nochmal ran und dann wirds nochmal „dunkler“ hier als sowieso schon der Fall ist. Zum Teil auch durch die Verdummungspolitik durch Politik, Medien und ja, auch die Schulen. Hab die Riesterrenten Ausführungen in Sozi noch gut im Ohr. Wie noch paar andere Sachen. Der Grundstein für viele Irrungen heute wird da schon gelegt. Weils auch immer Erziehung sein musste und der „mündige Bürger“ dabei nicht im Vordergrund stand. Rekruten für die Wirtschaft sollten wir stattdessen sein. Humankapital.

  14. APT kommt von der NSA, kann das sein?

    Gerade vorhin gelesen:

    https://theintercept.com/2018/03/06/leaked-files-show-how-nsa-tracks-other-countries-hackers/

    SIG16 mögliche israelische Gruppe, die an Stuxnet beteiligt war

    Linus hat zwar alles richtig gemacht, aber „ich kann die Journalisten schon verstehen…“ ACH JA? Wenn die Fake-Journalisten Russenphobie verbreiten, obwohl die Russen nichts gemacht haben oder man es nicht beweisen kann, dann ist das schon ein Problem. Die NATO rüstet gerade massiv auf, sowohl ein neues Kontrollzentrum für alle Luftwaffen der NATO in Kalkar im ehemaligen schnellen Brüter, wie auch neue Atomwaffen, Rapid response groups, Bundeswehr an der russischen Grenze usw.

  15. Eure (Nicht-)Information zum Bundeshack war Gold wert. Danke dafür!
    Es ist in den Printmedien oft sehr verworren berichtet worden. Eine Mischung aus Hörensagen und unklarer Terminologie wie z.B. das „Netz“. Daher war ich für eure Sezierung des aktuellen Erkenntnisstandes sehr dankbar.

    Kleiner Nachtrag zum Anwaltspostfach: Meine Frau – die Anwältin und vor allem im Bereich Datenschutz und Netzpolitik aktiv ist – hat mich während des Einrichtens des Postfaches gerufen, weil sie schon so lachen musste und meinte, das dürfe ich mir nicht entgehen lassen.
    Zuerst dachten wir, es sei die elaborierteste Phishing-Methode aller Zeiten. Aber als dann klar wurde, dass das alles ernst gemeint ist, sassen wir gemeinsam vor ihrem Rechner und genossen das rad flags Feuerwerk z.B. das notwendige Installieren einer veralteten Java-Version…
    Das hatte schon die Faszination des Hindenburg-Unglücks. Man will eigentlich wegschauen, aber kann nicht.

  16. Ich würde zum Thema „Bezahlen vs. Werbung“ gerne noch etwas ergänzen:

    Die Alternative zu „Bezahlen“ ist für die allermeisten User eben nicht „Werbung“ sondern „umsonst“. Der Grund, warum Onlinewerbung immer wilder wird, ist ja nicht, „weils geht“, sondern weil die User eben abstumpfen und die Conversionrates bei Werbung mit Targeting und Animierten Elementen um ein vielfaches Höher liegen. Solange die User nicht dazu übergehen, die Werbeeinnahmen, die durch Adblocker verloren gehen, durch Spenden oder Abos zu kompensieren, wird es so weitergehen und leider ziehen es die allermeisten Menschen vor, das wegrennende X auf der Seite zu suchen, als auch nur 10 Cent für digitalen Content zu bezahlen.

  17. Hey, Danke für eine wie immer klasse Sendung!

    Ich würde gerne – als kleines Regierungszahnrädchen – ein wenig Sand in die Mühlen derer werfen, die glauben ein Digitalministerium würde in diesem Land etwas ändern oder „die Digitalisierung“ schneller vorantreiben. Dem ist m.E. nicht so.

    Was tatsächlich fehlt ist: GELD. Und es ist völlig egal, in welchem Ressort dieses verortet wäre. Ziel müsste sein, Glasfaser bei jeder Bodenöffnung mitzuverlegen. Dies könnte BMVi (und sogar BMWI) heute schon, wenn sie denn nur wollten. Ein neues Digitalministerium würde nur deutlicher machen, dass diese Investition in Infrastruktur eben (noch?) nicht gewünscht ist. Die schwarze Null scheint halt wichtiger zu sein. Wenn es kein Geld für Infrastruktur und insb. für den Glasfaserausbau gibt, ist es auch Wurscht, welches Ressort dieses Geld nicht hat.

    Klar sind die Kompetenzen immer ein bisschen verteilt. Ein bisschen Forschung im BMBF, ein bisschen Industrie 4.0 beim BMWi und ein bisschen Digitalisierung beim BMVi. Aber das ist tatsächlich nicht schlimm sondern belebt sogar das Geschäft.

    Und noch ein wichtiger Aspekt. Schaut mal in die Vergangenheit, wenn sich Ressortzuschnitte geändert haben oder neue Ressorts entstanden sind. Die sind rein administrativ erstmal ein Jahr mit sich selber beschäftigt. Dann wahrscheinlich nochmal ein Jahr im Kompetenzgerangel mit den anderen Ressorts. Und bis sie wirklich den ersten Steuereuro sinnvoll in die Landschaft geworfen haben, ist schon fast wieder Wahl. Daher mein vorsichtiger Rat, mit neuen Ressorts eher zurückhaltend sein.

    Besten Dank für Eure klasse Aufbereitung und weiter so!
    WW

  18. Mein kommentar für die letzten beiden folgen zusammen:

    Merkel macht keine Raute https://de.m.wikipedia.org/wiki/Raute sondern ein Drachenviereck https://de.m.wikipedia.org/wiki/Drachenviereck

    Der cem als letzte worte ist dann doch zu billig. Ich fand den kubicki viieel besser, weil er sich inhaltlich mit der afd auseinandergesetzt hat, auch wenn ich die fdp nicht mag : https://m.youtube.com/watch?v=JWwPXNrOIt4 zumal der cem sich in dem einem kommentar verhaspelt hat und glaube ich das gegenteil meinte…

  19. Kann ich bei Online Käufen von Spiegel (etc) Inhalten eigentlich von meinem Widerruf/Rücktrittsrecht Gebrauch machen, wenn die Qualität und Quantität des blind gekauften Produktes nicht meinen Erwartungen entspricht?

  20. Schufa und DSGVO: Ich hab aktuell das Recht einmal im Jahr _kostenlos_ zu erfahren was die Schufa über mich speichert. In der neuen DSGVO steht:

    Diese müssen zukünftig auf Anfrage einer Person nicht nur _jederzeit_ Auskunft darüber geben, ob sie personenbezogene Daten über diese Person verarbeiten oder nicht. Unternehmen sind außerdem verpflichtet, auf Anfrage eine Kopie solcher personenbezogenen Daten zur Verfügung zu stellen.

    Quelle: https://www.golem.de/news/datenschutz-grundverordnung-was-unternehmen-und-admins-jetzt-tun-muessen-1803-133122-4.html

  21. Zum Thema cryptomining:
    Sollte man sich aus umweltpolitischer Sicht nicht damit beschäftigen wie die Energie gewonnen wurde, die dann via cryptomining in Geld umgewandelt wird (Kohlestrom, Atomstrom, etc)?
    Ist das aus gesellschaftlicher Sicht überhaupt sinnvoll, wenn es möglich ist Energie unmittelbar in Geld umzuwandeln?
    Nicht dass unser bisheriges Geldsystem besser ist, im Gegenteil (Schuldgeld, Zinseszins, Fiatmoney, Börse, etc).
    Die Crypto-Währungen bringen immerhin die Blockchain mit und sorgen damit für Transparenz und schützen vor Manipulation.
    Aber ich glaube es wäre gut die oben erwähnten Fragen zu klären bevor man sowas beispielsweise als Bezahlstrategie für das Internet einführt.

    • Im Grunde wird diese Frage doch nur dadurch relevant weil sie nun in direktem Zusammenhang steht. Energie–>Mining–>Geld.
      Denn auch sonst haben wir Energie–>Produktion–>Verkauf–>Einkommen–>Geld oder in der Finanzwirtschaft
      Energie–>Erstellung von Finanzprodukten–>Verwaltung von Finanzmitteln–>Einkommen–>Geld.
      Die Frage der Energiegewinnung ist von der Verwendung unabhängig (und alle Energiezufuhr auf unserem System Erde kommt letztlich von der Sonne, dort sollte der Ansatz liegen).
      Letztlich ist unser Fiat-Geldsystem auch ein enormer Energie-Verbraucher. Du hast Banken, Zahlungssysteme, weltweite Netze(SWIFT), Börsen, etc. Da fragt nie jemand danach was das eigentlich für Energie kostet, weil es halt verteilt und nicht so offensichtlich ist. Die Kryptos haben halt einige Stufen davon nicht und tun aber mit dem Mining etwas anderes, was auf dem ersten Blick Unsinn ist. Meiner Ansicht nach ist es aber hier wie da das Aufrecht Erhalten eines international funktionierendem Zahlungssystems.

  22. Danke für den Podcast, allerdings fühle ich mich von Euch persönlich diskriminiert, weil über 55.
    Ärgere mich seit über 30 Jahren über Informatik Analphabetismus in allen Bereichen der Gesellschaft, das was Ihr gerade seit 5 (?) Jahren checkt. Wenn solche Sprüche von Euch kommen, möchte ich mit der Faust drohen, ein Finger will sich aber nicht beugen.

    Hochachtungsvoll.

  23. Zuordnung von Angreifern: Staatliche Sicherheitsbehörden haben über Geheimdienste nochmal andere Möglichkeiten einen Angreifer zu identifizieren. Mehrere unabhängige Quellen im russischen Geheimdienst und/oder eine Überwachung von deren Infrastruktur könnten eine Zuordnung möglich machen. Es wäre dann auch nicht abwegig, wenn man anhand schwächerer Hinweise aus der technischen Analyse (wie eben Moskauer Bürozeiten) die Zuordnung parallel konstruiert, um die eigentlichen Quellen und Methoden zu schützen. (Freilich, selbst wenn man offenlegt, dass die Zuordnung über geheimdienstliche Aufklärung geschehen ist, würde ich das nicht unbedingt glauben. Zumal die Qualität der Aufklärung sich vermutlich nicht überprüfen lässt.) Eine Zuordnung muss also nicht auf der Analyse des Angriffs basieren, auch wenn das behauptet wird, sondern kann von eigenen oder „befreundeten“ Geheimdiensten kommen.

    In der Diskussion zur Finanzierung durch Werbung will ich den Aspekt des freien Zugang nochmal etwas hervorheben: Der freie Zugang zu journalistischen Artikeln ist ein hohes Gut. Unsere ganze Idee vom aufgeklärten Nachrichtenkonsum basiert eigentlich auf der Annahme, dass Artikel frei zugänglich sind. Es ist umso unwahrscheinlicher, dass man Behauptungen über den Inhalt eines Artikels selbst prüft (Beispielfall Wikipedia-Quellenangaben), wenn man dafür bezahlen oder, eventuell, schon nur die Blockierung von Werbung abschalten muss. Zugriffshürden führen zu einem Wettbewerbsnachteil der dahinterliegenden Informationen.

  24. Hallo zusammen,
    nachdem Tim und Linus mehr Veranstaltungshinweise bekommen wollten, hier ein Hinweis für Hamburg:
    Wir, also der Arbeitskreis „Menschenrechte Digital“ aus Hamburg von Amnesty International veranstalten am 13.04.2018 einen Workshop zum Thema „Kommunikation mit Messengern“.
    Also eine „Cryptoparty“ mit dem inhaltlichem Schwerpunkt „Messenger“. Los geht es am 13.04.2018 um 19:00 Uhr im betahaus in Hamburg.
    Die Veranstaltung richtet sich an alle, die unbekümmert WhatsApp, FB-Messenger oder Skype nutzen, oder noch überhaupt keine Berührungspunkte zu einem Messenger hatten. Also nicht das Publikum von Logbuch-Netzpolitik ;-) Aber vielleicht ist das ein Thema für eure Freunde, Verwandte, Bekannte oder Eltern. Die Teilnahme ist kostenlos. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
    Wir besprechen die Kriterien für die Auswahl eines Messengers (Verschlüsselung, Authentizität vs. Anonymität, Open Source vs. Closed Source, Zentrale- vs. Dezentrale-Infrastuktur, Adressbuch Abgleich, Plattform Abhängigkeit), geben einen Überblick über den Markt und stellen ein paar ausgewählte Dienste vor. Natürlich wollen wir die Systeme auch mit den Teilnehmern installieren und ausprobieren.
    Anmeldung per Mail an: ak-digital@amnesty-hamburg.de . Weitere Infos gibt es hier: http://www.hamburg.amnesty-digital.de/.

    Viele Grüße aus Hamburg

  25. Linus: „Wer leidet jetzt? Die Menschen, die Dieselfahrzeuge haben.“

    Nein, Linus. Wer leidet, sind die Menschen, die von diesen Dieselfahrern seit Jahrzehnten vergiftet werden. Unser aller Gesundheit wird von denen zerstört und du kommst hier mit „Werteverfall der Autos“. Scheiss auf die Autos und scheiss auf die Täter.

  26. Die EU hat beim WWW schon einiges gebracht. Sie sollte die Sozial-Media-Monopole „zwingen“ eine Alternative zu bieten, die was kostet, dafür ohne Werbung, ohne Userdatenauswertung (etwas prüfbar ist das schon), ohne Filtern der abbonierten Inhalte, und mit zulassen alternativer Clients. Damit das flutscht, eine Flatrate für alle SM, so >=5€/Monat sollte kostendeckend sein.

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