LNP343 5G-Maskenpflicht

Bundesregierung schwenkt auf dezentrales Modell um — Contact Tracing in Österreich in Europa — Grundrechte in Österreich

Wie versprochen liefern wir einen Nachtrag zur aktuellen Diskussion um die Contact Tracing Apps und haben Thomas dazugebeten uns die Situation in Österreich und Europa zu schildern. Recht unerwartet ist aber auch die Position der Bundesregierung in Deutschland über das Wochenende gekippt und man zeigt dem "zentralen Modell" die Tür und setzt nach Druck zahlreicher Organisationen wie die Schweiz jetzt auf das dezentrale Modell.

Dauer: 1:28:38

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Intro

Bundesregierung schwenkt auf dezentrales Modell um

Contact Tracing in Österreich

Contact Tracing in Europa

Sonstige Situation in Österreich

Bonus Track

21 Gedanken zu „LNP343 5G-Maskenpflicht

  1. Hi zusammen,

    Ich hätte da eine Frage zur bestimmt bald kommenden App: Wenn man den Google+Apple Ansatz fährt, bedeutet das doch, dass eine Funktionalität in einem neuen OS Release implementiert werden muss.
    Würde ein iOS bzw. Android Update überhaupt einen Grossteil der Bevölkerung abdecken? Bei iOS kann ich mir das besser vorstellen, aber Android war ja in der Vergangenheit recht inhomogen.

    Danke für euren Beitrag in der Debatte! Bitte weiter so!

    Andreas

    • Zu Android ist die stehende Vermutung, dass Google die Funktionen in seine Play Services einbauen dürfte. Und die aktualisiert Google ja ziemlich schnell. Schneller als OS-Updates.

  2. Zu früh gefreut:

    Zum 1. Segment:
    “Dann schreibt dann haben sie dann nach ein paar monaten fertig dann wird das projekt ausgeschrieben dann hast du da irgendeine bieterverfahren und dann gewinnt irgendein bieter das projekt das ist dann im zweifelsfall systems die,verkaufen geben reichen es wieder runter in irgendwelche outsourcing buden weil sie selber nicht hinkriegenund dann wird das projekt über einen zeitraum von drei vier jahren einfach kaputt geredet und in sand gesetzt und am ende hast du demo”

    Siehe
    “Die geplante Corona-App für den Kampf gegen die Ausbreitung von Infektionen soll nach Angaben der Bundesregierung von der Telekom und SAP entwickelt und zur Marktreife gebracht werden.”
    https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/sap-und-deutsche-telekom-arbeiten-an-corona-app-16745342.html

    Oder auch hier:
    https://www.handelsblatt.com/politik/international/-coronavirus-newsblog-rki-praesident-wieler-forderung-nach-herdenimmunitaet-gefaehrlich-und-naiv/25471608.html?liveblog._id=urn:newsml:localhost:2020-04-28T13:08:57.498787:da4ab4d5-c213-4b55-bb00-2a71f4efd55f__editorial
    “Zur Corona-App sagt Spahn: Das Ziel sei es, das was die Gesundheitsämter vor Ort machen, auch digital möglich zu machen. Dazu gehört es, Kontaktpersonen von Corona-Infizierten zu informieren. Das Schlechteste, was man gebrauchen könne, sei ein Streit darum, ob die Speicherung nun dezentral oder zentral gespeichert werden solle. T-Systems und SAP sollen die App federführend gestalten.

    Die App soll zudem “möglichst zügig” einsetzbar sein. Dabei müssten Datenschutz und Datensicherheit gewahrt werden.”

  3. Ich finde das Appthema wird viel zu hoch gehängt, es gibt sicherlich einen Impfstoff bevor man die App runterladen kann. Aber in allen (mir bekannten) podcasts wird lang und breit über irgendwelche Kleinigkeiten der App diskutiert und andere Probleme treten in den Hintergrund. Ansonsten fand ich die Folge super, auch die Infos aus anderen Ländern fand ich interessant.

  4. Juhuu Apple und Google sind mächtiger als Staaten die uns Sozialhilfe zahlen (kaum von Steuern von Google und Apple btw ich sag nur double irish with a dutch sandwich), an den beiden Jungs sieht man mal wieder wohin das Apple-Fanboytum führen kann lol.

    Ich glaub die Bundesregierung wollte einfach die funktionaler Version, hat dann aber erkannt dass dieser App Ansatz sowieso nur BS der nichts bring, nicht wert ist sich groß rumzustreiten. Jetzt scheint mir die Marschrute: Hauptsache irgend ne Scheiß-App, egal wie eingeschränkt in ihrer Funktionalität damit man als Politiker einen auch modern und digitalisiert manchen kann.

  5. Hi,

    vielen dank für die Erläuterung zu der Tracing-app in diesem Podcast. Mir ist aufgefallen das in der ganzen Diskussion um diese App noch nicht so richtig die Südkoreanische Variante beleuchtet wurde, welche einen anderen weg geht. Nach meinen Informationen ist der Ansatz bei der Frage wer alles diese App installieren muss ein anderer. So muss die App installiert werden ab dem Moment des COVID-19 Tests und dem Zeitpunkt des Testresultates. Bei “positivem” Teamergebnis muss die App weiterhin installiert bleiben, bei “negativ” kann sie wieder deinstalliert werden ..Vllt. könnte ihre in der kommenden Folge die Funktion der Südkoreanischen App etwas genauer unter die Lupe nehmen? Vielen Dank

  6. Grüß euch,

    Danke für die Podcasts, bin jedes mal wieder begeistert.
    Eine Anmerkung zur App und zu dem was virologisch sinnvoll/nötig ist: Kekule meinte ja irgendwann mal im Podcast, dass es keinen wirklichen Nutzen hat. Drosten hat dann allerdings mal ein Argument vorgebracht, dass ich nachvollziehbar fand: bei einer Häufung von ein paar Fällen in einem kleinen Gebiet kommt das dortige Gesundheitsamt oder wer da zuständig ist, mit dem Anrufen nicht nach und man nimmt ihnen so die Arbeit zumindest teilweise ab.

    Und eine Frage: wenn die Rot Kreuz Corona App in Österreich von Schrems/Epicenter sozusagen abgenommen ist, wäre es nicht billig und einfach, die auch einfach in Deutschland zu übernehmen?

    LG und Danke :)

  7. Hey,
    danke für eine weitere unterhaltsame Sendung!
    Ihr habt ganz kurz die Situation in Frankreich erwähnt. Da hab ich mich gefragt, warum es in LNP so selten Gäste aus der französischen Community gibt. Liegt es an der Sprachbarriere?
    Einblicke in die netzpolitische Situation da drüben fänd ich jedenfalls sehr spannend.
    Grüße

  8. Ich schreib zu der “Fuß in der Tür des Smartphones App” später etwas. Aber erlaubt dass ich ein anderes Netz-(Schul-)politisches Thema anpreche. Alle schulpflichtigen Kinder hocken seit Wochen daheim rum und werden eher schlecht als recht von der Schule unterrichtet. So auch in meinem Fall. Sohn, 1 Klasse Grundschule. Schon früh habe ich mich über die unhaltbaren Zustände aufgeregt und war mit meiner Kritik sehr direkt. Irgendwann kam die Lehrerin auf mich zu und teilte mir mit, dass sie gerne etwas verbessern würde, sie wüsste aber nicht wie und das Kultusministerium hilft auch kein Stück weiter. Da erinnerte ich mich an Linus’schen Ausführungen zum Thema jitsi meet und schlug vor eine Videokonferenz zu machen. Damit die Kinder sich selbst und die Lehrerin sehen können. Nach einem Test mit nur uns und der Lehrkraft folgte ein Test mit allen Schülern (Chaos weil zu viele). Jetzt ein paar Tage später hat die Lehrerin die Klasse in 4er Gruppen aufgeteilt und macht mit diesen Gruppen eine ca. 30 minütige Videokonferenz. Parallel hat sie einen Padlet eingerichtet wo sie die täglichen Schulaufgaben sowie weitere Links zu Lernangeboten verteilt. Leider ist Padlet nur 30 Tage kostenlos und wir versuchen privat diese Kosten zu decken. Sie hat sich auch ein Youtube Konto eingerichtet (dort half der größere Sohn weiter) und schickt den Kindern zusätzlich zu der Tagesaufgabe ein kurzes Video in dem sie die Tagesaufgabe beschreibt. VORBILDLICH! Aber warum muss jeder Lehrer das Rad neu erfinden? Warum kann sich ein Land wie Deutschland keine 5 Leute leisten, die die vorhandenen Tools testen und für alle Lehrer im ganzen Land eine Übersicht erstellen? Wenn es Initiativen in diesem Bereich gibt, dann würde ich mich über einen Link freuen. Das was wir uns mit der Lehrerin überlegt haben kann sicherlich verbessert werden. Vielleicht kann jemand eine Podcastfolge über dieses Thema machen.

  9. Moin Moin,
    unter einer Überschrift dieses Links
    https://www.focus.de/gesundheit/news/coronavirus-news-deutschland-bundeslaender-wollen-kontaktsperre-lockern-nrw-droht-mit-alleingang_id_11576018.html

    findet sich dieser Artikel:
    Baden-Württemberg: Polizei bekommt Zugriff auf Corona-Daten.

    Dann bin ich theoretisch anonym, bis ich einen Test habe machen lassen? Also falls der schon reicht um beim Gesundheitsamt registriert zu werden, egal was herauskommt?
    Dann hätte die Polizei dort sofort Zugriff darauf und bei Corona-Daten ist ja wohl noch nicht Schluss.

    Wenn das das Ergebnis ist, warum wird dann so ein Aufwand bei der App getrieben?

    Vielleicht bin ich auch zu blöde, alt, naiv, der Alu-Hut sitzt zu stramm,…. um das zu verstehen.

    Was meint Ihr?

    Viele Grüsse,
    Thomas

  10. Dass sich die Franzosen in Sachen Google bzw. Apple vorerst quer stellen, finde ich eigentlich ganz gut. Ich musste in dem Moment, als ihr das erwähntet, daran denken, dass so ein europäisches Smartphone oder mehrere davon doch gar nicht so schlecht wären. Die Coronakriese zeigt die Schwächen der Abhängigkeit auf, und diese Einsicht sollte unbedingt genutzt werden, um wieder eine europäische Computermanufakturinfrastruktur aufzubauen – mit allem Drum und Dran. Diese Abhängigkeit von den amerikanischen oder fernöstlichen Anbietern ist schrecklich. Stellt euch mal vor: Ein Handy, auf das man sein eigenes OS und eigene Software aufspielen kann ohne Zwangsstore. Das hat damals bei den Computern geklappt und eine Innovationsexplosion ausgelöst; das sollte auch bei den Hosentaschencomputern möglich sein. Träumen darf man noch…

  11. Hi,
    eigentlich ist es ja nicht so wichtig, ob _medizinische_ Beispiele in einem Podcast über _Netzpolitik_ ganz korret sind, aber in diesem Fall, will ich kurz klar stellen:
    Euer Masernbeispiel (“muss nach soundso viel Jahren wieder aufgefrischt werden”), war ungünstig, da 1. nicht richtig: Nach Immunisierung im Kindesalter (2 Impfungen) ist man lebenslang immun [1]. Und 2., und deshalb hake ich hier ein, gibt es dafür gerade seit neuestem eine eingeschränkte ImpfPFLICHT [2], was ja gerade auch mit der Zwangsimpfungsangst im Zusammenhang mit Corona ganz schön triggern kann und die bis vor wenigen Wochen das betroffene Klientel ganz schön getriggert hat.
    Beispiele für Impfungen, die man auffrischen sollte, für anhaltenden Immunschutz findet ihr in [1] unter dem Buchstaben “A”.

    [1] https://www.rki.de/DE/Content/Kommissionen/STIKO/Empfehlungen/Aktuelles/Impfkalender.pdf?__blob=publicationFile
    [2] https://www.kbv.de/html/1150_43061.php

    • Interessant. Mir wurde das von meinem Hausarzt empfohlen und so wurde es gemacht. Vielleicht war es auch nur, weil die urprüngliche Masernimpfung in meinem Impfpass nicht mehr verzeichnet war, ich meine aber das Argument von “kann nicht schaden” gehört zu haben, vielleicht gibt es gegenüber der Impfung wie sie Ende der 60er Jahre durchgeführt wurde auch Vorbehalte.

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