LNP357 Wie Autocorrect, nur schlimmer

Feedback — Contact Tracing Fails — Corona-Warn-App — Gene werden umbenannt

Heute schauen wir ein weiteres Mal auf diverse Probleme, die rund um Corona entstehen und auch schon entstanden sind. Dazu gehören die Schwurblerdemos wie auch das Führen von Kontaktlisten in Restaurants und natürlich auch das Wohl und Wehe der Corona-Warn-App.

Dauer: 1:30:22

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Feedback: vote-it

Feedback: Laboranbindung CWA

Feedback: Contact Tracing in der Gastronomie

CCC findet Contact Tracing und Reservierungsdaten in der Cloud

Corona-DDoS auf Berlin

Antifaschistische Auktion

CWA: App auf 14 Mio Telefonen?

CWA: Euro-Lösung in Vorbereitung

Excellente Gene

Stellenausschreibung epicenter.works

Bonus Track

47 Gedanken zu „LNP357 Wie Autocorrect, nur schlimmer

  1. Thema Corona-Tests:
    Ich selbst hatte 2x Erkältungs-Symptome, und musste mich daher beide male testen lassen (vor allem um festzustellen, ob ich wieder zur Arbeit darf). Dort gab es keinen QR-Code oder ähnliches. Mein zweiter Test war diese Woche.

    Reiserückkehrer Corona-Test:
    Ein Bekannter war mit seiner Freundin im Urlaub, und das Gebiet wurde in dieser Zeit als Risikogebiet deklariert. Beide haben sich am Flughafen testen lassen. Das Ergebnis kam dann direkt in der Corona-Warn-App an. Da stand einfach “negativ”. Witzig wurde es, als der gleiche Kumpel ein paar Tage später in einem Hotel einchecken wollte. In einem Fragebogen musste angegeben werden, ob er die letzten 14 Tage in einem Risikogebiet war. Um keine Falschaussage zu machen, hat er “ja” angekreuzt. Die Frau hat dann ein negatives Testergebnis verlangt. Die App hat das aber nicht mehr angezeigt. Weshalb er ein Problem hatte. Die Frau am Schalter wollte ihm dann das Zimmer verweigern. Glücklicherweise hatte ihm seine Freundin aber einen Screenshot ihres negativen Test aus ihrer App geschickt gehabt. Dann hat er der Frau einfach den Screenshot seiner Freundin gezeigt, und gesagt, dass die App das doch noch anzeigt. Und alles war ok. Soviel dazu…
    Also nicht nur die Anbindung wäre wichtig, sondern eine fälschungssichere Anzeige. Ein negatives Testergebnis als Screenshot könnte man sich ja bestimmt auch aus dem Netz ziehen. Oder das Häckchen bei “nein” setzen…

  2. Feedback zum Feedback: Corona Warn App und Laboranbindung: Hallo liebes Logbuch Team! Doch noch mal zu Euren Kommentaren, warum dauert eine Anbindung der Laborinformationssyteme (LIS) an die Corona Warn App solange? Und dann wieder der Hinweis auf die Softwareentwicklung… nun die Arbeitsdauer der Softwarentwickler Ist tatsächlich kaum relevant … Aber leider braucht’s halt bei Medizintechnik etwas mehr (IVD, EN2304, Verifikation, Validierung, Risikoanalyse). Grob geschätzt kann man kalkulieren 20% Softwareentwicklung, 80% Regulatory Overhead.
    Ja ist nervig, aber führt dazu, dass medizinische Software ein wenig besser ist, wie die Gastrosoftware … zumindest ein wenig.
    Trotzdem ich verstehe den Frust, so eine Anbindung in Zeiten von Corona sollte schneller gehen … aber es ziehen eben nicht alle Hersteller von LIS Systemen mit (Leica, CGM, Metadix, usw) und nicht alle Labore ziehen zeitnah Updates.

    Viele Grüße
    Florian

  3. Hi Team,

    ich hab auch mal eine Verständnisfrage zum Thema Datenerhebung und Corona in Lokalen. Nehmen wir an ich bin jeden Tag irgendwo was essen. Morgens im Kaffee, Mittags beim Italiener, Abends beim Burger King. Das dann sieben Tage die Woche und weil ich so viel unterwegs bin, jeden Tag in einem anderen Lokal. Nach ca. zwei Wochen bekomme ich ein positives Testergebnis. Was bringt es dann, dass der Gastwirt meine Daten vier Wochen aufhebt, wenn ich mir nicht auch alle Lokale und die Uhrzeit notiere, um diese dann zu informieren?
    Ich befürchte, das sowas den meisten Leuten nicht bewusst ist und die Wenigsten noch nachverfolgen können wo sie die letzten 14 Tage überall waren. Daher wäre doch ein System welches ihr angesprochen habt (QR Code und Labore informieren) doch die einzig effektive Lösung, oder?

    Dank euch!

    • Die Kontaktlisten in Restaurant dienen primär dazu, die anderen Besucher benennen zu können, nachdem ein infizierter Besucher gefunden ist.
      Wie ein Infizierter seine Kontakte informiert, ist ein anderes Problem. Dafür gibt’s ja die App.

  4. Hallo Linus, hallo Tim,

    zwei Dinge:
    1. Danke, dass ihr endlich aus dem dem Sommer zurück seid und wieder in den Turnus kommt! Als ich mich in eurer Pause dabei erwischt habe Fefe zu lesen, habe ich mir wirklich Sorgen um mich gemacht.
    2. Ich mache nicht die IT für die Restaurants. :-)
    3. Evtl interessant für die Themenplanung: Boris Palmer (OB von Tübingen) hat im Laufe der Woche bei Lanz massiv gefordert, eine CWA-Pflicht durchzusetzen. Beobachtet ihr Entwicklungen, dass die Lobby für dieses intellektuelle Abfallprodukt (also die Idee) wächst? (Er begründet das damit, dass eine App-Pflicht im Sinne der Freiheit ein geringerer Eingriff in die Menschenrechte darstellt, als z.B. Quarantänen, Ausgangssperren, Maskenpflicht etc.)

    Viele Grüße
    Kevin

      • Den Eindruck hatte ich auch.
        Allerdings stellt sich dann dei Frage, weshalb er eine so große Bühne bekommt.
        Btw, sei froh, dass du kein Fernsehen schaust. Es war wie ein schrecklicher Autounfall, den man eigentlich nicht sehen möchte, aber die Augen irgendwie trotzdem nicht davon wegbewegen kann.

        Leider muss man auch festhalten, dass Intelligenz (oder zumindest die Ausschöpfung dieser) kein notwendiges Kriterium für politischen Einfluss ist. Das konnte auch eine von mir ausgeführte repräsentative Studie belegen, bei der sämtliche bayerischen Innen- und Verkehrsminister im Kabinett Merkel IV untersucht wurden.
        Daher bleibt mir zumindest subjektiv kaum etwas anderes übrig, als die Entwicklung mit großen Sorgen zu beobachten.

  5. Ich bin sehr unzufrieden mit euren kurzen Ausführungen zum Thema CWA-Pflicht.

    Mein Handy ist zu alt und unterstützt die App nicht. Damit werde ich von euch mit “Covidioten” über einen Kamm geschert. Nicht auf irgend einen Campingplatz zu dürfen ist mir persönlich recht egal, ich frage mich trotzdem welche weiteren Institutionen eine solche Pflicht einführen werden.

    Soll ich schon mal anfangen Geld zu sparen um mir ein neues Handy zu kaufen damit ich weiter am öffentlichen Leben teilhaben kann?

    • Hier war ja nicht vom öffentlichen Leben sondern von den Entscheidungen von privaten Betreibern die Rede. Aber um mal beim Campingplatz-Beispiel zu bleiben: die Motivation des Betreibers ist ja wohl deutlich geworden: es geht um die Reaktion der Leite und wenn deine Antwort da glaubhaft rüberkommt, dann schickt er dich bestimmt nicht wieder weg.

      Davon abgesehen solltest du dir trotzdem ein neues Telefon kaufen. Denn wenn die CWA da nicht läuft kriegt es vermutlich auch keine Security Updates mehr.

  6. Man kann von Excel halten was man will, aber ganz ehrlich wenn man für die eigene Arbeit derart zentrale Daten speichert dann muss man…
    a) die Software mit der man arbeitet einfach KENNEN oder
    b) ANDERE Software benutzen

    Wie Linux bereits sagte: Zellenformatierung ist eine absolut GRUNDLEGENDE Funktion von Excel. Und ja Autoformat ist doof. Aber es gibt auch viele DAUs die das toll finden. Wer auch nur 10 Minuten mit dem Programm arbeitet, weiß, wie man das (mit zwei Klicks) deaktiviert.

    Und jetzt die Software zu verfluchen, weil sie von Leuten bedient wird die keine Ahnung haben, ist imo ziemlicher Quark.

    lg, Dave

  7. Zu der EU-Key-Server Lösung: Die beschriebene Umsetzung löst also nur das Problem wenn Infizierte auf Reisen gehen. Das Reisende auf infizierte Einheimische treffen und mit denen Keys ausgetauscht haben können bleibt unberücksichtigt?

    Ich habe mich gefragt ob ich das falsch verstanden habe, da Ihr das nicht angesprochen habt. In vergangenen Folgen hattet Ihr das Problemfeld ja in Gänze beschrieben.

    (Zur Klarheit: Wenn Anna aus A-Land den in B-Land wohnenden Bernd besucht, bekommt Bernd mit wenn Anna infiziert war. Anna bekommt aber nicht mit, falls Bernd infiziert war. So habe ich zumindest eure Ausführungen zu der vorgeschlagenen Umsetzung verstanden.)

    • Doch, bei dieser Lösung holen alle Europäerinnen sich auch immer alle Schlüssel von allen Reisenden in alle Länder. Aber nur von deren Reisetagen.
      So zumindest habe ich das verstanden. Ohne das mit dem spitzen Bleistift nachgerechnet zu haben müsste das von der DatenMenge her noch ganz gut hinkommen.

      • Alle Europäerinnen von allen Reisenden aber nicht alle Reisende von allen Europäerinnen oder nicht?

        Ich versuche das Gegenbeispiel noch mal deutlicher zu machen:

        Anna lebt in A-Land. Bernd lebt in B-Land. Anna reist nach B-Land. Anna ist also die Reisende. Nun treffen sich beide in B-Land (Bernds Wohnort). Die Handys tauschen Keys aus. Wenn jetzt am näschten Tag Bernd einen postiven Test durch die App veröffentlicht läd sein Händy das nur auf den lokalen B-Land-Server (da er ja nicht verreist ist). Annas Handy fragt aber nur den Server in A-Land und den EU-Reise-Server auf dem Bernd aber nicht veröffentlicht wird. Damit hat man eine Situatuation in der Annas Handy proximity Keys von Bernd hat aber nicht auf dem richtigen Server nachfragt auf dem Bernds Keys veröffentlicht werden.

        Das Reisende auf Anwohnerinnen des Landes treffen ist ja jetzt kein Ausnahmefall sondern sollte die Regel sein. Und es erscheint mir auch unwahrscheinlich das eine Gruppe signifikant häufiger infiziert ist als die Andere.

        • Richtige Analyse auf Basis meiner gegebenen Erklärung. Dieser fehlte allerdings noch ein Detail, dass ich leider vergessen habe hinzuzufügen: in dem Roaming-Modell merken sich die Clients die Länder, die besucht wurden und fragen für die Tage auch noch die nationalen Server mit ab. Damit erhält Deine Anna die Schlüssel direkt aus B-Land.

  8. Hallo Linus und Tim,
    ich würde mir etwas mehr Empathie gegenüber Stuttgartern wünschen. Wir haben die Querdenker hier schon die ganze Woche und brauchen auch einen Tag in der Woche, wo man mal raus kann um Einkäufe zu erledigen und Vitamin-D zu produzieren. Daher danke an alle Berliener, die uns die für einen Tag in der Woche mal abnehmen und sich angemessen um sie kümmern.

  9. Hallo Ihr beiden,
    Was ich bei dem “CWA-Zwang” (oder einer “Incentivierung der Appnutzung”, wenn man’s so nennen will problematisch finde:
    Das ganze Konzept der CWA beruht ja darauf, dass man sich freiwillig und unter größtmöglicher Transparenz (OpenSource etc) an der Ausbremsung der Virusausbreitung beteiligt.

    In dem Moment, wo hingegen der Druck steigt, das Ding zu nutzen (und sei es auch nur, weil man auf seinen Lieblingscampingplatz nicht mehr kommt), werden findige CWA-Gegner doch sicher auf die Idee kommen, sich eine funktionslose, “immer grüne” App nachzubasteln (gerade weil der Quellcode ja in GitHub liegt)

    Sicherlich – viel Aufwand für die “App-Vermeidung”, aber bei hinreichend Ablehnung (ich sag nur Masken-Gegner) könnte es auch zum Volkssport werden, wer sich an den meisten “App-Kontrollen” vorbeimogeln kann, und somit noch mehr Leute motivieren, die App ganz bewusst nicht zu nutzen, sondern ein mogelndes Pendant.

    Wäre es unter diesen Gesichtspunkten nicht sinnvoller, für den freiwilligen Einsatz der App zu werben, statt Szenarien zu schaffen, die zum Faken ja geradezu einladen? Oder sehr Ihr diese Gefahr nicht so?

    Keep Up the good Work,
    Jörg

    • Auf jeden Fall.
      Wir haben uns immer ganz klar gegen jede Form von Zwang ausgesprochen.

      Ich würde auch vermuten, dass der Campingplatzwärter keine Menschen abweist, die zum Beispiel einfach kein Handy haben.

      Aber er will sich von vornherein die Leute ersparen, mit denen sich jede Diskussion erübrigt und die nachher mit Reichsflaggen das Waschhaus besetzen und rufen „wir haben gewonnen!!!“

      Mit der gleichen Logik kleben sich andere zB eine Regenbogenflagge ins Fenster – damit homophobe Arschlöcher in andere Kneipen gehen ;)

  10. Kurze Rückmeldung zu 1312: Weil ich echt nen Problem damit habe, dass Ihr das auch noch abfeiert.

    99,99999 % der Menschen (grob geschätzt) interessiert sich nicht für Codes. Mein KFZ-Kennzeichen ist keine politische Glaubensbekundung, sondern wurde mir zufällig zugewiesen, weil ich mir kein Wunschkennzeichen besorgt habe. Und ich fahr nen 2002er Opel Corsa, auf dem ich per Hand nen großes Peace-Zeichen gesprüht habe.

    Ich opfer für nen neues Kennzeichen keinen Urlaubstag an die Zulassungstelle, nur weil ein paar Verschwörungstheoretiker das Kennzeichen falsch verstehen.

    Wozu braucht Ihr den quatsch überhaupt? Nazis sind die, die behaupten keine Nazis zu sein. Fertig. Dazu muss ich mir auf Twitter nicht ihren Nickname ansehen.

    Und wenn Du als linker nen Problem damit hast, offen Bullen zu beleidigen, dann bist Du halt kein echter Linker, sondern einfach nur nen Mittelschichtsspießer.

    • No True Scotsman würde Polizisten beleidigen :-P

      Ich kann mit Symbolen auch nicht viel anfangen. Finde es aber immer super, wenn man auf miese Tricks der Gegenseite schwungvoll und ausdauernd draufhaut. Wenn mir einer unterstellt, ich hätte ihn lebensgefährlich mit Kantholz(TM) angegriffen und sich das kurz darauf als frei erfunden herausstellt, finde ich es super wenn dem das jahrelang immer wieder aufs Brot geschmiert wird. Lügen verbreiten ist nämlich scheiße und Lügnern ihre Lügen vorwerfen ist etwas Gutes.

  11. Soweit ich weiß is die Corona-App in UK/Großbritannien weiter nur im Testlauf, wenn ihr da anderweitige Infos habt, wär ich da sehr interessiert, weil ich mich grad dort aufhalte ^__^

  12. Was ich bei dem Excel Problem nicht verstehe ist, dass dafür nicht jeder schon spätestens im 2. Semester sensibilisiert ist.
    Ich kenn das nur aus Technikstudium, aber dort waren die Labore gefühlt genau nur dafür da, uns die Protokolle wegen solchen blöden Fehlern um die Ohren zu hauen. Der Schmerz führt dann dazu, dass man sich irgendwann genau seine Toolchain mit Vorlagen und Settings zurecht legt.

    Das es nervt ist klar – aber die Ursache liegt ja nicht beim Tool.

  13. Kommentar kommt zwar spät, aber ich hoffe dennoch pünktlich genug, um ihn ggfs. ins Feedback aufzunehmen.

    Thema: Corona-Tracing-App und Verantwortlichkeit im Sinne des Datenschutzes

    Das, was die Firma (Anbieter des Tracing-Formulars) nämlich angesprochen hat, stimmt leider. Die DSGVO kennt keine Herstellerhaftung, sondern geht immer von der Verantwortlichkeit bei dem “Verantwortlichen” (i. S. d. Art. 4 DSGVO) aus. Also hier der Restaurantbetreiber.

    Das hat die teils sehr absurde Auswirkung, dass Kleinstunternehmen und Nicht-Techniker die rechtliche Verantwortung für teils technisch komplexe Software übernehmen (müssen/sollen), wenn Sie einen Dienstleister im Zuge der Auftragsverarbeitung (gem. Art. 28 DSGVO) einsetzen.

    Aktuelles Beispiel: Ein Unternehmen setzt Microsoft Produkte ein. Passiert jetzt bei Microsoft was mit den Daten (z. B. ein Transfer in die USA ohne Rechtsgrundlage), dann ist das Unternehmen verantwortlich und nicht Microsoft.

    Wir hatten letztens den Fall, dass eine Patientenverwaltung durch ein mangelhaftes Rechte-/Rollenkonzept bzw. -management allen angeschlossenen Ärzten die Stammdaten von einer anderen Praxis angezeigt hat.
    Und wer ist verantwortlich? Nach der DSGVO die Arztpraxis, der die Daten gehören.
    Etwaige Geldbußen durch Aufsichtsbehörden oder gar Schadenersatzforderungen (nach Art. 82 DSGVO) gehen komplett in Richtung Unternehmen (bzw. hier die Arztpraxis) und nicht zum Hersteller/Anbieter. Und das obwohl technisch die ‘Schuld’ nicht bei der Arztpraxis liegt. Der einzige Fehler der Arztpraxis war dann der Einsatz des Dienstleisters…

    Hier gibt es schon lange Forderungen der Experten und Verbände in Richtung Herstellerhaftung. Leider bisher ohne Erfolg.

  14. Mich wundert es ja nicht, dass der Apple-Mitarbeiter so verwundert war. Ich hätte beim Sprecher des CCC auch eher einen Computer mit Linux und ein Smartphone mit Google-freiem Android oder sogar ebenfalls Linux erwartet, und nicht proprietäre Hard- und Software von Apple.

    Aber es hätte sich ja natürlich auch um Probleme an Geräten aus Familie oder Bekanntenkreis handeln können…

    • Ach weißt du, ich finde das so unglaublich ermüdend, an dieser Stelle jetzt auf meine zwei Thinkpads mit unterschiedlichen Linux-Distributionen, meine FreeBSD-Server und meine Android-Testgeräte hinweisen zu sollen.

      Wer ernsthaft Menschen nach der Wahl ihres Endgeräts beurteilt und nicht danach, was sie mit diesem Gerät tun, den interessiert wahrscheinlich auch von welcher Marke ihre Kleidung ist.
      Ich bin sehr froh, in meinem Leben diesen Schulhof-Kriterien irgendwann entwachsen zu sein :)

      Aber es freut mich, wenn du mit einem Google-befreiten Android deine Facebook-Nachrichten liest.
      Das ist die Zukunft und du bist ein besserer Mensch als wir alle.

  15. ich finde eure aussagen über die gesundheitlichen nebenwirkungen descmaskentragends sehr unausgewogen und anmassend. bei genauere betrachtung und studien gibt es schon nebenwirkungen, die durch das masken tragen entstehen können und diese dann sogar den nutzen des tragens weit übersteigen.
    eine lächerlich machen über diese problematik zeugt nicht von sehr hohen sachverstand, ganz im gegenteil.
    und grundsätzlich, bleibt bitte bei euren sachgebieten die ihr erlernt/studiert habt.
    vielen dank.

    • Meinst du das Beschlagen der Brille?
      Ansonsten fände ich das total genial, wenn du in der Lage wärst, hier eine peer-reviewed Studie zu verlinken, die mir offenbar entgangen ist.
      Ich sehe hier auf jeden Fall Potenzial für ausführliche Klagen im Bereich des Arbeitsschutzes für Chirurginnen, Anasthesistinnen und sonstige Mitarbeiterinnen in OP-Säälen, auf Intensivstationen, oder zum Beispiel in Schreinereien oder im Bergbau :)

      • https://www.uniklinikum-leipzig.de/presse/Seiten/Pressemitteilung_7089.aspx

        https://www.wochenblatt.com/landleben/gesundheit/wenn-die-maske-eher-schadet-12050167.html

        https://www.suedkurier.de/ueberregional/wirtschaft/schwitzen-und-kopfschmerzen-was-die-corona-maske-mit-zehntausenden-arbeitnehmern-macht;art416,10586708

        https://www.reitschuster.de/post/kotau-durch-maskenpflicht/

        um nur einige zu nennen.
        und das unkritische hinterfragen und einfach alles hinzunehmen was einige ausgesuchte “experten” erzählen (ohne gegenmeinungen zuzulassen) und dazu die unsachlichen formulieren und dann noch das “lustigmachen” über die probleme und besorgnisse anderer ist nicht gerade förderlich.
        ich hatte mir von euch mehr kritischen umgang von und für beide seiten erwartet; ich finde, ihr macht es euch zu einfach.
        liebe grüße

        • Link 1:
          „Keinesfalls sei die Arbeit als Kritik oder als ein Infragestellen der Maskenpflicht gedacht, betont Prof. Laufs, denn der Mund-Nasen-Schutz sei wertvoll, um die weitere Ausbreitung der Corona-Pandemie zu verhindern oder zu verlangsamen“

          Link 2:
          „Das kann zum Beispiel für Menschen mit Angina pectoris oder mit einer chronisch-obstuktiven Lungenerkrankung (COPD) gelten, sagte Edwin Bölke, Geschäftsführender Oberarzt an der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie des Universitätsklinikums Düsseldorf, gegenüber dem Ärzteblatt.“

          Link 3: Paywall, sieht nicht nach einer Studie aus.

          Link 4: keine Studie, sondern die Einlassungen von „Hans-Joachim Maaz, Bestsellerautor und seit 40 Jahren praktizierender Psychiater und Psychoanalytiker, war Chefarzt der Klinik für Psychotherapie und Psychosomatik des Diakoniekrankenhauses Halle. Er ist ein gefragter Analytiker insbesondere der gesellschaftlichen Befindlichkeit in Ostdeutschland.“

          Und genau deshalb nehme ich niemanden ernst, die ohne schwere Herz- oder Lungenkrankheiten meint, nennenswerte Beeinträchtigungen zu erfahren, wenn mal 15min im Supermarkt eine Maske getragen werden muss.

          Und meine liebe Alexandra, genau das ist ein kritischer Umgang.
          Ich finde es ja schön, dass du hier versucht hast kritisch zu hinterfragen, was dir „ein paar einzelne Expertinnen“ erzählt haben, aber vielleicht solltest du deine etwas magere Ausbeute dann auch mal kritisch beurteilen.

          • …genau das meine ich ja, ihr sucht euch aus den “links” die aussagen heraus, die euch passen und stellt sie “ins fenster”, doch die anderen aspekte, die die studie klar herausgearbeitet hat, werden von euch nicht pupliziert. genau so sehen berichte in der momentanen presselandschaft leider aus. es werden ein paar (überwiegend) experten befragt, die dazu noch die gleiche meinung vertreten (was in der wissenschaft absolut unüblich ist – sonst käme man gar nicht voran).
            kritischer und hinterfragender journalismus ist das für und wider/pro und kontra herauszustellen; denn es gibt immer mindestens zwei seiten und daraus folgt, dass keine seite die absolute wahrheit kennt und kennen kann. wer dies behauptet, hinterfragt sich am wenigsten.
            eine bitte noch, die anrede “meine liebe alexandra” sehe ich nicht als angebracht an, und bitte, diese zu unterlassen! vielen dank

            • Tue mir doch bitte den Gefallen und lies dir mal durch, was du da verlinkt hast. Wenn das das beste ist was „gegen Masken spricht“, dann gibt es auch einen Grund das nicht zu erwähnen:
              Es ist einfach nur Kappes. Natürlich ist gut denkbar, dass Menschen mit schweren Herz- oder Lungenleiden mit Masken Beschwerden haben.
              Diese Menschen kommen aber auch nicht ohne Probleme eine Treppe in den ersten Stock hoch und sollten im Zweifelsfall ohnehin nicht in Zeiten einer Pandemie im Supermarkt einkaufen gehen, weil ihnen eine Atemwegserkrankung mit recht hoher Wahrscheinlichkeit schwer zuträgt.

              Wenn du da irgendetwas kluges drin findest, dann stelle doch bitte das „ins Fenster“ – Du wolltest Belege für die negativen Effekte von Masken (auf die Allgemeinbevölkerung) vorlegen.

              • sorrie, aber selten habe ich eine studie/einen bericht gelesen der derartig “schwammig” und indifferenziert sowie vage formuliert ist; einige wortbeispiele:
                – ein möglicher weg
                – es ist möglich
                – es schien so
                – könnte werden
                – könnte beitragen
                – hypothese
                – verringern kann
                – möglichkeiten
                – hypothetischer grund
                – theorie
                – hindeutet
                – weniger wahrscheinlich
                – wir nehmen an
                bei einer derartigen faktenlage erübrigt sich meinerseits jeglicher kommentar; zudem widerlegt kein einziger fakt in dieser studie meinem vorherigen post/kommentar/bericht über die verschiedenen studien (uniklinikum hamburg-eppendorf, düsseldorfer kita-studie, dresden, leipzig, universitätsklinikverbundes in südwestdeutschland, der report “non-pharmaceutical measures”, etc.)

                  • das bedeutet noch lange nicht, dass jede veröffentlichte studie, die dort erscheint, auch aussagekräftig ist und dieser link/bericht ist es nicht. ob ein bericht mit derartig vielen “vermutungen” und mit dieser geringen faktenlage veröffentlich werden sollte halte ich für sehr überlegenswert und auf wissenschaftlicher basis nicht weiterbringend, ganz im gegenteil; es entstehen mehr fragen als antworten.

                    • Bei dieser Einschätzung gehe ich weitestgehend mit.
                      Ich würde aber gern an Inhalt und „Auftakt“ unseres kleinen Austausches erinnern:

                      Meine Aussage im Podcast war sinngemäß:
                      „Selbst wenn sich irgendwann rausstellt, dass die Masken überhaupt nichts bringen, wäre es mir relativ egal, weil sie einfach keine nennenswerte Einschränkung sind.“

                      Dem hast du entgegen gesetzt:

                      ich finde eure aussagen über die gesundheitlichen nebenwirkungen descmaskentragends sehr unausgewogen und anmassend. bei genauere betrachtung und studien gibt es schon nebenwirkungen, die durch das masken tragen entstehen können und diese dann sogar den nutzen des tragens weit übersteigen.

                      Als Beleg hast du neben den Einlassungen eines Psychologen und ein paar Artikeln aus dem Politik- und Kulturbereich eine Studie angebracht, die für schwerkranke Menschen mit Herz- und Lungenproblemen Einschränkungen durch das Tragen einer Maske belegt.
                      Genau diese Menschen sind es aber, die wir durch das Tragen von Masken versuchen zu schützen. Von mir aus auch mit geringer wissenschaftlicher Faktenlage!
                      Das war auch von Beginn an meine Aussage. Schuldig geblieben bist du hingegen Belege für „nebenwirkungen, die durch das masken tragen entstehen können und diese dann sogar den nutzen des tragens weit übersteigen.“

                      Die würde ich nach wie vor gern sehen. Ansonsten trage ich einfach weiter ohne jede nennenswerte Einschränkung meine Maske auf die geringe Wahrscheinlichkeit hin, vielleicht andere, vielleicht mich dadurch zu schützen.
                      Weil ich überhaupt keinen Grund sehe, mich darüber aufzuregen.

                      Für die Patientinnen mit Herz- und Lungenkrankheiten gilt nun leider aber die Situation, dass sie mit Maske schlechter atmen können und die Maske für sie als Risikopatientinnen vermutlich keinen ausreichenden Schutz bietet.
                      Sollen sie daraus deiner Meinung nach also schließen, dass sie jetzt lieber ohne Maske einkaufen gehen?

  16. Wunderbare Folge- auch die Kommentare werden heiterer behandelt als gewohnt ist mein Eindruck. Danke. Danke.
    Noch eine Hilfestellungs aus dem Norden, Schilder für alle Geschäfte und Restaurants, für die einheitliche Kommunikation, wie von Tim erwähnt.
    Hier https://politi.dk/coronavirus-i-danmark/download-infografikker-og-plakater; gerne auch https://politi.dk/-/media/mediefiler/corona/infografikker/plakat_a3_hold_afstand_generisk_dk_de.pdf?la=da&hash=A6C0D590C59B8D2D36EDFEBB59B943B4DBA4CB6C &https://politi.dk/-/media/mediefiler/corona/infografikker/max-antal-personer-i-butikken–tysk-version-a4.pdf?la=da&hash=BC671039684019998BDBD6B8F2CE1ECE2995CDE5
    Habe ich auch in der BRD (oh, ich Reise über Schengengrenzen) gesehen in ähnlicher Form. Macht weiter so und bleibt gesund.

    • Ich vermute die Daten der Gene werden automatisch eingelesen, als Makro verarbeitet oder Ähnliches. Aus meiner Zeit mit Biochemie/Mikrobiologie… Ist das letzte Mal, dass ich zu Microsoft Produkten kommentiere ;-)

  17. Grundsätzlich sind zu euren Bericht über Gastonovi zwei Punkte anzumerken:
    Erstens: Nach DSGVO Atr. 33 Abs. 1 (“Im Falle einer Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten meldet der Verantwortliche unverzüglich und möglichst binnen 72 Stunden, nachdem ihm die Verletzung bekannt wurde, diese der gemäß Artikel 55 zuständigen Aufsichtsbehörde, es sei denn, dass die Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten voraussichtlich nicht zu einem Risiko für die Rechte und Freiheiten natürlicher Personen führt. 2Erfolgt die Meldung an die Aufsichtsbehörde nicht binnen 72 Stunden, so ist ihr eine Begründung für die Verzögerung beizufügen.”) hat eine Meldung an die zuständige Aufsichtsbehöre zu erfolgen. Diese kann auch durch Dritte den Aufsichtbehörden zur Kenntnis gebracht werden. Allerdings ist Gastronovi nur der Auftragsverarbeiter, nicht der Verantweortliche der Daten. Das ist und bleibt der Gastronom. Also muss auch dieser innerhalb der gesetzichen Frist das Datenleck melden. Sonst drohen hohe Strafen.

    Das Problem besteht m. E. nun darin, dass Gastronovi die Gastronomen nicht von dem Datenleck unterrichtet hat und diese damit ins Messer laufen läßt.

    Zweitens und das ist in Deutschland ein Problem, muß jeder Verantwortliche (z. B. das Restaurant) einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) mit dem Auftragsverarbeiter (z. B. Gastronovi) schließen. In diesem Vertrag werden die Pflichten des Auftragsverarbeiters (z. B. Löschpflichten) geregelt. Dieser AVV muss vom Verantwortlichen, nicht vom Auftragsverarbeiter ausgehen. Es hat sich in der Praxis nur leider eingebürgert, dass der Auftragsverarbeiter den AVV stellt, dem der Verantwortliche in der Regel zustimmt. Und dann ist er mit einem mal für die Löschung der Daten verantwortlich. Hier wäre es interessant, sich einmal den AVV von Gastronovi anzusehen. Leider versäumen Gastronomen und kleinere Betriebe es immer wieder, beim Umgang mit der DSGVO fachlichen Rat zu suchen.

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