LNP357 Wie Autocorrect, nur schlimmer

Feedback — Contact Tracing Fails — Corona-Warn-App — Gene werden umbenannt

Heute schauen wir ein weiteres Mal auf diverse Probleme, die rund um Corona entstehen und auch schon entstanden sind. Dazu gehören die Schwurblerdemos wie auch das Führen von Kontaktlisten in Restaurants und natürlich auch das Wohl und Wehe der Corona-Warn-App.

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Linus Neumann
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Tim Pritlove
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Sophie Bertsch

Für diese Episode von Logbuch:Netzpolitik liegt auch ein vollständiges Transkript mit Zeitmarken und Sprecheridentifikation vor.

Bitte beachten: das Transkript wurde automatisiert erzeugt und wurde nicht nachträglich gegengelesen oder korrigiert. Dieser Prozess ist nicht sonderlich genau und das Ergebnis enthält daher mit Sicherheit eine Reihe von Fehlern. Im Zweifel gilt immer das in der Sendung aufgezeichnete gesprochene Wort. Formate: HTML, WEBVTT.


Transkript
Tim Pritlove
Guten Morgen Linus.
Linus Neumann
Guten Morgen Tim.
Tim Pritlove
Sogar ein TikTok kaufen, dann denke ich mir, vielleicht sollten wir uns das einfach unter den Nagel reißen. Unser eigenes Sozial Network.
Linus Neumann
Logbuch Netzpolitik Tok.
Tim Pritlove
Politik Nummer dreihundertsiebenundfünfzig im äh Namen des Herrn ähm Jahre des Herrn. Zwanzig zwanzig, vielleicht auch im Name.
Linus Neumann
Keine Sendung im Namen des Herren.
Tim Pritlove
Nein? Aber im Jahre des Herren. Die alle Frau oder was ja okay, was.
Linus Neumann
Nur unter Protest. Im Jahre des Herrn von mir aus, aber äh da kann ich ja noch entscheiden, welcher Herr das ist.
Tim Pritlove
Ist doch bestimmt grade irgendwie ja von irgendwas, ja des Schweins oder ja das, oder ja, da ist Bankkontos oder so, gibt auch immer solche, wieso machen wir das eigentlich nicht, so so Tage ausrufen so? Tag, äh Tag der Datenbankabfrage, oder.
Linus Neumann
Weißt du, was zwanzig zwanzig ist?
Tim Pritlove
Eine Katastrophe.
Linus Neumann
Zwanzig zwanzig ist das Jahr der Ratte.
Tim Pritlove
Das hätte uns auch mal früher einer sagen können.
Linus Neumann
Die Metallratte steht hier. Ja.
Tim Pritlove
Metallrate? Was ist, was ist denn? Was ist denn das?
Linus Neumann
Weiß ich nicht, also.
Tim Pritlove
Wo steht denn das im Internet oder was?
Linus Neumann
Ich habe einfach zwanzig zwanzig ja der gegoogelt und dann steht da Chinesisches, ja der Ratte. Ein gutes Jahr. Ein gutes Jahr. Prinzipiell ist für die Ratten das Jahr der Ratte sehr positiv. Ja, klar. Für die Ratten schon.
Tim Pritlove
Wie kommst du jetzt auf Metallratte?
Linus Neumann
Stand da auch irgendwo. Ich gucke einfach im Internet, was da so.
Tim Pritlove
Einfach, einfach so. Ich ich klicke mir die Welt, wie sie mir gefällt. Ah. Hm.
Linus Neumann
Ja, weißt du, was hier steht, Tim, Corona ist eine Lüge, die haben uns verarscht. Die haben uns verarscht, Stimmen und von den Masken kriegt man einen Herpes.
Tim Pritlove
Steht auch das andere Podcast äh häufiger abgerufen werden als unserer. Lüge! Lüge!
Linus Neumann
Na ja, also das das äh halte ich ja wirklich für Unsinn. Also ich weiß ja nicht, suchst du bei suchst du bei Bing oder was? Okay, wir haben wir haben äh wir haben Feedback bekommen.
Tim Pritlove
Das stimmt.
Linus Neumann
Ähm relativ äh ausführlich ähm. Ähm ich fange mal an. Er hat uns jemand geschrieben, den äh ich jetzt einfach mal Frank nenne. Ähm und zwar zu dem Thema der Übernahme, das jetzt äh ich gesagt habe, alle Wahlauswertungssysteme digitaler Natur sind jetzt bei IT. Und dazu schreibt uns Frank, ich stimme euch zu, dass die fehlende Transparenz beim Code der Wahlabwicklung und ich würde auch die wirtschaftlichen Verhältnisse und Organisationsstruktur des Unternehmens hinzuziehen, zu beklagen ist. Was aber die Abhängigkeit der Wahl oder der Verwaltung von einem wirtschaftlich arbeitenden Privatunternehmen angeht. Das ist etwas, was ich äh in der letzten Sendung gesagt habe. Also ich Linus, rege ich einen tieferen äh Blick. In die Strukturen, in der IT der öffentlichen Verwaltung an. Die Vote IT ist Tochter diverser öffentlich-rechtlicher oder öffentlich-rechtlich kontrollierter IT-Unternehmen. Es handelt sich dabei bei diesen Strukturen oftmals, um die Wahrnehmung öffentlicher Aufgaben oder Interessen in der Form des Privatrechts um die Anforderungen der IT der staatlichen Verwaltung bedienen zu können. So ist beispielsweise der Gesellschafter der Wort IT, AKD eine Anstalt des öffentlichen Rechts und die kommunalen Datenverarbeitung Oldenburg Services GmbH als weiterer Gesellschafter eine Tochter des Zweckverbands kommunale Datenverarbeitung KDO, Körperschaft des öffentlichen Rechts. Ziel ist dabei häufig flexibler am Markt operieren und beschaffen zu können, nicht aber Gewinnerzielung. Außerdem, lassen sich auch so die räumlichen Beschränkungen der Gepizkörperschaften, also Kommunen, Länder und Bund, umgehen. Es kommt ferner in Betracht diese Unternehmen unter Beteiligung und Geschäftsausrichtung in hausfähig auszurichten, sodass sie ohne Ausschreibungen. Von den Beteiligten öffentlichen Stellen beauftragt werden können. Wahrscheinlich daher die Beteiligung des Wortmanager Anwendervereins, um den Kommunen Zugang zu ermöglichen. Struktur sichert daher wahrscheinlich die Unabhängigkeit der Verwaltung von der Privatwirtschaft und nicht umgekehrt. Ja, wichtiger Hinweis, ne, also ich meine, diese Geflechte, Nicht darauf hin, dass das äh besonders äh sagen wir mal Unternehmen sind, die ähm. Besonderen wirtschaftlichen ähm Druck äh durch Konkurrenz ausgesetzt sind. Was allerdings, was ja auch das war, was ich beklage, aber es sind nicht irgendwelche äh Gammler die da die da privatwirtschaftlich gefüttert werden und sich die Taschen vollmachen, sondern öffentlich-rechtliche Gammler.
Tim Pritlove
Oh Mann, das Wort habe ich auch schon lange nicht mehr gehört.
Linus Neumann
Ich kenne das Wort aus diesem äh schönen Lied von äh Freddy Quinn. Äh ihr, da kommt, glaube ich, auch Gamla drin vor, dass.
Tim Pritlove
Ja, weil es halt so in den siebziger Jahren war das so ein bisschen äh der der.
Linus Neumann
Da da galt das noch als Herabwürdigung.
Tim Pritlove
Ja, ja, also Gamler war sozusagen wirklich so der der Kampfbegriff so gegen gegen so junge Leute, die so sich anders kleiden und so auf, Straße auch mal sitzen und, auch vielleicht mal nichts tun und nicht äh dem dem Wirtschaftsaufschwung ihre Arbeitskraft entgegentragen wollen so und die so ein bisschen Zweifel haben am Status quo und das waren dann so die Gammler.
Linus Neumann
Feinggeister.
Tim Pritlove
Da ist dann Freddy Quinn auch gleich an die Front gegangen und hat gesagt, so, so geht's nicht, Jungs. Und Mädels, ja. Später waren's dann die Punks.
Linus Neumann
Getrieben. Bild-Zeitung hat so lange gehetzt, bis äh Rudi Dutschkow äh auf offener Straße erschossen wurde. Hm.
Tim Pritlove
Hm. Ciao. Mal gucken, wie weit wir jetzt kommen.
Linus Neumann
Inzwischen eigne ich mir den Begriff an.
Tim Pritlove
Gammler, schreibst es in deine Twitter-Bio auch rein dann. Was?
Linus Neumann
Nein.
Tim Pritlove
IT-Experte in Klammern renommiert.
Linus Neumann
Renovierter Gangler. Ich gammle in ihrer IT. Nein, okay, also, weiter geht's hier. Ähm Dann gab es noch äh haben wir uns äh beklagt über die immer noch nicht so wirklich vorangeschrittene Laboranbindung der äh Corona-Warnapp, die ja äh so unsere Meldung in der letzten Woche bei fünfundsiebzig Prozent, ungefähr Sicherheit nun angelangt ist und haben gesagt, dass es doch für ein, dass wir es für einen überschaubaren Aufwand halten, dass auf der Probe oder dem Begleitschein irgendwie ein QR-Code ist, über den nachher ein, Ergebnis mitgeteilt wird. Ich halte das äh nach wie vor für eine der simpelsten Aufgaben, die man jemandem stellen kann, aber. Uns wurde ähm kommentiert äh von Julian, So und er sagt, damit das System auf Laborseite funktioniert, muss eben nicht nur die Anbindung an die Telekom Cloud stattfinden, die neue Yu-You-ID, also der Unique Identifiere, das, was da eben der QR-Code auf dem äh Probending ist, vorher nicht. Es müssen also auch mindestens die Scansysteme und die Datenbanksysteme des Laborinformationssystems selbst angepasst werden. Die Scan-Systeme müssen die UID aus dem, neuen, schönen Muster CC Schrägstrich OEGD auch auslesen können, auch die Datenbanken müssen die entgegennehmen können und dann mit Ergebnis an die Software der Telekom übergeben können. In einem späteren Schritt werden auch die, Elektronischen Order Entry Systeme angepasst. Es geht also. Darum, dass mehrere Softwarekomponenten angepasst werden müssen, die selbstverständlich oft von verschiedenen Herstellern, Dienstleistern stammen, Das muss nebenbei so funktionieren, dass der Produktivbetrieb nicht in Gefahr gerät durch Software Feder lahmgelegt zu werden oder ähnliches. So etwas wäre weitaus schlimmer als eine langsame Umsetzung. Daher dürfen, dürfte die Begeisterung irgendwelche wilden für irgendwelche wilden Hacks eher gering sein. Das alles ist natürlich kein Hexenwerk, es muss aber schon, es müssen aber schon Veränderungen am Kernsystem vorgenommen werden. Ja, aber ganz ehrlich. Äh ich kenne trotzdem kaum eine einfachere äh Veränderung am Kernsystem, äh die äh möglich wäre, und ähm man kann diesen Prozess ja auch äh unter Umständen parallel gestalten, statt linear, also ich bin da ähm. Jede andere Änderung an dem System äh wäre ähm. Komplexer, ja? Aber natürlich ist hier eine gemeinsame Arbeit notwendig und ich hätte eben dann doch erwartet, dass die in der Lage sind, die innerhalb eines Vierteljahres vielleicht doch hinzubekommen.
Tim Pritlove
Also aus der Perspektive der Labore kann ich diese Darstellung vollkommen nachvollziehen, weil die gehen natürlich zu ihren IT-Dienstleistern und sagen so, ja hier, wir brauchen nochmal eine Ju-Your-ID in unserer Datenbankstruktur, da sagen die, oh, ganz schwierig. Also.
Linus Neumann
Dann sagen die, legt euch doch einfach eine an.
Tim Pritlove
Der Programmierer ist im Urlaub und also und dann überhaupt und im laufenden Betrieb.
Linus Neumann
Natürlich gibt es tausend Probleme. Ich habe ich kann, wenn ich hier bei mir auf meinem Computer zwanzig zahlen schreibe, habe ich fünfzig Probleme, Ja, aber das äh also ne das wir haben auch, wir haben ein Internet gebaut, ne? Wir also natürlich nichts ist einfach. Aber ähm das ist dann doch schon überschaubar. Aber ich finde, ich finde noch einen wichtigen Punkt, ähm den den äh Julian hier noch sagt. Ähm ob derjenige, der die Probe beim Patienten abnimmt, Das Muster verwendet, also den QR-Code, hat nichts damit zu tun, ob das Labor, das die Probe bekommt, auch was damit anfangen kann, beziehungsweise an die Telekom angebunden, ist. Wenn der Patient also einen schönen Zettel mit QR-Code bekommt und diesen brav scannt, heißt das noch lange nicht, dass da auf der Laborseite auch irgendetwas mit der Yo-Yo-ID passiert. Das erklärt äh warum einige Leute sich wundern, dass ihr Ergebnis in der App nie erscheint. In einigen Fällen wird das Labor den QR-Code schlicht ignoriert haben, weil die Komponenten noch nicht laufen. Und das ist natürlich also das erklärt es sehr gut, ja? So genau stelle ich mir das vor und das ist es, was man vermeiden möchte. Und mir ist völlig egal da kann man immer im Einzelfall erklären, aber hier hat die Bundesregierung viele Millionen Euro drauf geworfen äh auf die Corona-App und diese Anbindung auch die Labore kriegen ihre Tätigkeit, so wie ich, habe ich mir versichern lassen, bezahlt. Da müssen dann eben Lösungen gefunden werden und das sind alles Probleme, die ganz klar existieren, aber die. Ähm auch alle nicht so erscheinen, dass man sagt, hm Himmel, äh Herr im Himmel, wo wir jetzt schon bei ähm biblischen Metaphern sind, das kriegen wir nicht geklärt.
Tim Pritlove
Und vor allem, ich meine, hallo, wir haben eine Pandemie, Leute. Reißt euch mal ein bisschen am Riemen. Ich sage ja nicht, ihr sollt euch jetzt in Grund und Boden arbeiten, aber dieses permanente Finger point the pointing, mit ja, aber die haben ja nicht und die haben ja nicht, Ist mir egal, arbeitet einfach zusammen, lasst euch was einfallen. Ich war jetzt grade mal wieder vor einer Woche äh im äh Osten Berlins so hinter Erkner, Gibt's ja da so einen Ort, weißt du, wovon ich spreche?
Linus Neumann
Gibt's ja, kenne ich.
Tim Pritlove
Ja, dahinter, was, was fängt, was, was findet da gerade statt? Wenn er so rausfährst.
Linus Neumann
Ähm Brandenburg, da bauen sie Tesla Werk.
Tim Pritlove
Und da kannst du irgendwie einen Tag später hinkommen und es sieht schon wieder alles anders.
Linus Neumann
Auto abholt.
Tim Pritlove
Äh soweit sind wir noch nicht so, aber die Geschwindigkeit und die Intensität, mit der da irgendwie grade was aus dem Boden gestampft wird, ja? Während wir uns dann monatelang darüber unterhalten, dass irgendwie ein QR-Code auf dem Zettel stehen muss und eine Yu-ID irgendwie noch als weiteres Feld in der Datenbanktabelle eingefügt werden muss. Da gehe ich einfach nicht mit. Also sorry, aber das das ist mir einfach zu einfach. Das ähm das das geht so nicht.
Linus Neumann
Also es ist natürlich also deswegen, weil es all diese Probleme gibt, werden Programmiererinnen, Programmierer, IT-Fachkräfte, teuer bezahlt, weil die sich eben mit solchen Dingen auseinandersetzen müssen und niemand sagte, es wird leicht. Aber ähm deswegen haben wir Geld draufgeworfen. Ähm. Was auch nicht so leicht wird. Ist die Kontaktverfolgung in der Gastronomie. Wir haben ja hier auch in der letzten Sendung schon bisschen darüber äh gesprochen. Ich habe da die Zettellösung propagiert äh kommentiert Nils. Äh ihr sprach bezüglich der Kontaktverfolgung in der Gastronomie von der Alternative, diese über die Corona-Warnapp zu realisieren, damit man seine Daten nicht, von allen einsehbaren Zetteln hinterlassen muss. Hier muss ich vielleicht doch nochmal kurz wiederholen aus der letzten Sendung, wo wir im Prinzip gesagt haben, es wäre ja super, wenn man. Der gastronomische Betrieb ebenfalls Biekens senden und als ähm krank, melden könnte, weil ähm einfacher Sachverhalt, ne? Die Corona-Warn-App ist Abstandsbasiert, Restaurants können groß sein und vielleicht wäre es gut, diesen ganzen Prozess der äh Corona, Nachverfolgung über äh gastronomische Betriebe in der Meldung zu beschleunigen, indem man da auch, Eine Corona-Warnapp Möglichkeit schafft. Natürlich geht das, haben wir, glaube ich, auch in der letzten Sendung schon besprochen. Natürlich kann das nicht die einzige Methode sein, weil ja eben. Nicht alle Menschen diese App haben, aber man könnte das flankieren. Nils kommentiert, ich frage mich, mit welchem Anspruch die Gesundheitsämter an die Kontakt äh welchen Anspruch die, Gesundheitsämter in die Kontaktverfolgung haben. Ginge es über die Corona-Warnapp? Wäre der Nutzer komplett anonym und müsste sich freiwillig melden, was bei der Zettellösung nicht unbedingt der Fall wäre. Eine von ihrer App benachrichtigte Person, ist durch Scham oder ähnliches eventuell weniger gewillt, sich zu melden und könnte so einer Quarantäne entgehen. Natürlich kann man auch falsche Daten auf dem Zettel angeben, Ich denke aber, dass die meisten ihre tatsächlichen Daten eintragen, der die Ausnahmesituation potenzielle Infektion. Äh noch nicht besteht. Äh wäre interessant zu wissen, wie da die Vorgaben der Gesundheitsämter sind, freiwillige Meldungen oder Pflicht, zum Test viele Grüße Nils. PS, ich höre euch seit Folge eins, was mir jetzt im Masterstudium Informatik in IT Security viel geholfen hat Der Prof zeigte eine PowerPoint-Folie über Max, Shrimps und Facebook, wo ich ihn korrigieren konnte. Auf die Frage, woher ich das alles äh wüsste, konnte hier der Vorlesung direkt Werbung für euren Podcast machen, Vielen Dank für eure Arbeit und bleibt gesund. Ja, viel Spaß in der mündlichen Prüfung bei dem Prof. Aber ähm ja, vielen Dank. Ja, genau. Also, tragt uns in die Universitäten. Ähm wobei ich äh sowieso den Eindruck habe, dass unser äh Publikum sich ohnehin aus der. Aus der Arogat der Gesellschaft zusammensetzt.
Tim Pritlove
So sieht's aus. Tschau. Also ist äh ist ein Problem. Ich muss auch zugeben, dass ich in der letzten Sendung ein bisschen vorgeprescht äh äh bin, diesem Vorschlag. Es war auch, sagen wir mal, eher eine Anregung, darüber nachzudenken. Es ist nicht so, dass ich jetzt schon eine konkrete Idee hätte. Mir ist schon klar, dass also sowohl diese Bluetooth zusätzliche Bluetooth-Beakin-Geschichte technischer Herausforderungen, Schwierigkeiten äh hat, als natürlich jetzt auch konkret diese Corona-Warn-App oder was Vergleichbares äh da zum Einsatz zu bringen. Nur. Es muss einfach mal über alles auch nachgedacht äh werden durchgespielt werden. Man kann ja dann am Ende der Diskussion immer noch zu anderen Ergebnissen.
Linus Neumann
Also wenn man, ich denke, man darf nicht vergessen, man muss dabei immer bedenken, dass die Corona-Warn-App eine Beschleunigung, sein kann, sein soll, sein muss, aber nicht der einzige, exklusive Weg sein kann, Ja, dass, ich denke, das ist der Teil, den man hier, ich denke, dieses, vorgeschlagene System für eine Schnellalarmierung durch die Restaurants wäre sinnvoll, zu schnelleren Benachrichtigungen, könnte aber nicht, dass äh contact racing, in Restaurants ersetzen. Gerade aufgrund der unterschiedlichen vielen Limitationen und Risiken der App. Und damit werden wir auch schon äh direkt beim ersten Thema nach dem Feedback Contact in der Gastronomie. Ähm, der ja nicht nur die Zettellösung und die jetzt von Nils vorgeschlagene, Corona-App-Lösung, die es nicht gibt, sondern es gibt auch einen bunten Zoo an digitalen Lösungen dafür. Ähm ich glaube, wir haben hier in der vorletzten oder vorverletzten Sendung auch schon, davon erzählt, dass äh ein Kollege von Motziro in der Schweiz sich da mal so ein System angeschaut hat und alle Daten rausgeholt hat. Und heute haben wir als Chaos-Computer-Club denn auch eine Pressemitteilung veröffentlicht, weil das zerrt, ein solches System aufgemacht hat. Das zehrt ist, für diejenigen, die vielleicht nicht die Veranstaltung des CCC besuchen, das KOS emergency Response Team, also der Sanitäts, Sicherheit so brandschutz und sanitätsdienst äh bei uns auf den Veranstaltungen ähm ehrenamtlich aber bestückt mit hochkarätigem Personal, mit allen möglichen Ausbildungen, Dekorationen, von der, der Medizin bis zur Sanitäterin über Fachassistentinnen und äh wattet da nicht alles gibt. Ähm alles vertreten. Die bei uns auf den Veranstaltungen ähm eben sich um die äh Besucherinnen kümmern und, in der Veranstaltungsfreien Zeit muss das ZERT sich ja trotzdem äh zumindest treffen und äh mal was essen, Und bei genau so einem äh Gastronomiebesuch sind eben einige Leute aus dem, auf so ein digitales äh Corona-Datensystem gestoßen, was natürlich mit allen äh in der Full Service Cloud äh sich befindet, das heißt, Daten von allen möglichen Restaurants äh zentral auf irgendeinem Server, im Internet speichert. Aber ich würde sagen, darüber sprechen wir einfach direkt mal mit Sophie, denn Sophie, mit dabei und hat so ein bisschen die Untersuchung der Patientin oder des Patienten dort koordiniert dazu gekommen.
Sophie Bertsch
Wie du schon gesagt hast, das sollten wir einfach mal essen, Und an unseren Tisch wurden ein paar Dinge geliefert, die wir nicht bestellt hatten. Hm, drei Bier und einen Flammkuchen waren das, glaube ich. Und das hat so ein bisschen ans Interesse geweckt, weil das sollte ja eigentlich nicht vorkommen, wenn ich wohl mein eigenes Handy was bestelle an meinem Tisch.
Linus Neumann
Also man konnte da, man hatte quasi eine digitale Speisekarte und konnte dann sagen, jo, hier einmal an an Tisch dreiundzwanzig oder so.
Sophie Bertsch
Genau, da lagen QR-Codes aus, so in diesem QR-Code hast du mit deinem Handy eingescannt und daraufhin kam dann eben eine Webseite mit der Speisekarte. Da konntest du dann dein Essen ein Klick, wie du's haben wolltest und absenden. Und wir haben das alles zentral über eine Person gemacht an dem Tisch. Und dann kam halt immer wieder Lieferung, wie man Bier zu viel und ein Flammkuchen und andere Getränke, die wir einfach alle nie bestellt hatten. Das soll ja nicht, das kann ja nichts sein, wenn wenn wir es dann bestellen und dann haben wir einfach angefangen. Mal bisschen zu gucken, wie funktioniert das System, was kann das System überhaupt? Und haben dann recht schnell gemerkt, okay, so wie das aufgebaut ist, da muss irgendwas kaputt sein und, So war's dann auch.
Tim Pritlove
Das heißt, das war jetzt, ihr wart quasi mit euren eigenen Geräten einfach mit dem äh Internet verbunden und habt äh auf so einer Webseite rumgeklickt oder wie stelle ich mir das jetzt vor?
Sophie Bertsch
Genau, also ähm wir hatten unsere Handys und haben darüber einfach auf uns selber Essen bestellt und das kam dann aus dem Restaurant, in dem wir saßen.
Tim Pritlove
Okay, also wir waren jetzt keine äh Tablets, die auslagen oder irgendwie sowas nennt man das heutzutage, glaube ich.
Linus Neumann
Und dann habt ihr äh glaube ich auch relativ schnell feststellen können, okay äh da wie man, Also in der URL oder in dem Befehl, wie man äh eine Bestellung tätigt, da wird eine Tischnummer übergeben und wenn ich da eine andere Tischnummer übergebe, mhm dann kann ich eben auch für einen anderen Tisch bestellen, Und dann habt ihr als nächstes gemerkt, wenn ich ein anderes Restaurant übergebe, kann ich auch in einem anderen Restaurant bestellen.
Sophie Bertsch
Genau, also angefangen hat's damit, dass wir, entdeckt haben, dass wir eigentlich auf eine Reservierung Bestellungen ausführen, was wir relativ lustig fanden, ähm diese Fischcodes zahlen zumindest für einen aus, wahnsinnig, sie wurden einfach nur hoch und runter iteriert. Ähm. Und dann haben wir einfach einen Tag darauf angefangen mit der Abi so ein bisschen zu spielen oder haben mal geguckt, was sie so kann und dann hat sie uns freundlicherweise alle Restaurants zurückgeliefert, sonst Speisekarte. Ähm damit wussten wir schon mal okay, wer ist das, dass es ihm überhaupt einen, der gehört zu ihren Kunden. Zeitgleich wurde dann auch von einem Mitglied von uns die Datenbank gefunden und geöffnet. Da haben wir einfach gesagt, hey wir sind das Administrator und dann hat das System gesagt, okay, dann bist du jetzt Administrator und dann machen wir das auch. Daraufhin hatten wir schon mal einen Weg zu den ganzen Daten und so ging das dann eben weiter. Wir haben uns dann durch die durchgespielt, haben dann nach und nach verstanden, wie das System gewachsen ist und ließ sich auch. Die Komponenten interagieren. Das Vorteil ist, wir hatten kein Ratelimit, zumindest nicht von der API. Das Feldlimit war eher vom Datenbankserver, der etwas langsam war, wenn wir dann gespielt haben. Ja, und so hatten wir dann, ich meine, es war Sonntags, mehr oder minder das ganze System offen vor uns liegen.
Linus Neumann
Vielleicht noch so ein bisschen für für Leute, die nicht ganz in der Sache drin sind, ein paar Sachen erklären, also wenn man jetzt so eine Webseite vor sich hat, denn äh kann man Teile der Funktionalität, ne, also zum Beispiel die ganzen Daten, die da gespeichert werden, die sind eben in einer Datenbank und die der Teil, den ihr im Browser seht, interagiert mit dieser Datenbank, häufig irgendwie eben einfach durch durch Requests. Und ähm das, was die Datenbank quasi dir was du aus der Datenbank bekommen kannst mit verschiedenen Anfragen, das definiert die, API. Und jetzt ist es eigentlich so, dass man sagen würde, ne, so, ganz naiv, wenn es da jetzt unterschiedliche Restaurants gibt, dann wäre es natürlich ziemlich gut, wenn Restaurant A nicht auf die Daten von Restaurant B zugreifen kann. Und wenn du das verhindern möchtest, dann musst du den Check dafür natürlich an der API machen, also vor der Datenbank, und nicht etwa deine API so gestalten, dass die sowieso einfach alle Daten zurückgibt, nach denen irgendjemand fragt und nur im Frontend also auf deinem, Browser entschieden wird, ob du das jetzt sehen sollst oder nicht Und das war hier der der entscheidende Fehler, dass eigentlich der der die wichtigen Teile der Zugangsbeschränkungen ähm, von von deinem Browser gemacht.
Tim Pritlove
Oh Mann e.
Linus Neumann
Wenn der entschieden hat, ah ja, nö, also ich habe geprüft, ich habe mal geguckt, ich bin hier auf jeden Fall Administrator, dann hat die API eben gesagt, naja super, alles, alles klar, ne, dann.
Sophie Bertsch
So so was nicht. Das müssen wir jetzt zweiteilen, Also zum einen hatten wir diese diese Logik im Frontend im Prinzip zum Beispiel ähm kann ein Gastronom vorgeben, dass sich nur bis dreißig Euro auf einmal bestellen kann, Das hat das Frontend geprüft. Ähm wenn ich für zehntausend Euro über die API direkt bestellt habe, dann ging das sauber durch. Das mit dem Administrator war ein bisschen anders. Ähm. Man kann zum Beispiel in einem Frontland sein, seine E-Mail-Adresse ändern. Und dann wird ähm auch so eine Anfrage gestellt an das Backend. Das steht dann halt drin Änderung, E-Mail ist jetzt neu so. Und man konnte aber einfach auch sagen, ich bin es in der Gruppe drei, in Gruppe drei waren bei diesem System die Administratoren und dann hat das System gesagt, okay, dann bist du jetzt Gruppe drei. Ähm.
Linus Neumann
Aber das ist, Entschuldigung, das ist die gleiche Form von Schwachstelle, dass du der da in die Datenbank reinschreibst in ein Feld, in das du nicht schreiben darfst. Oder Daten abfragst. Ja, also halte ich ehrlich gesagt für die gleiche Klasse von Schwachstellen.
Tim Pritlove
Also ein bisschen so, als ob der Bankautomat einem irgendwie erst mal alle Geldscheine äh äh gibt und dann sagt, ja such dir such dir die richtigen aus, die zu dir gehört.
Linus Neumann
Das ist das ist das ist ein ziemlich guter Vergleich, ja. Er gibt dir erstmal alles und sagt, äh nimm dir mal, Und dann bestätige mir bitte, wie viel du dir da rausgenommen hast. Ja, also natürlich, ne, ist da die die Rollenzuweisung, ob du jetzt Administratorin bist oder nicht, darf natürlich allenfalls irgendeine Superadministratorin vornehmen. Das heißt, es gibt es muss ein Rechtekonzept dafür geben, dass dass wer dieses Feld ändern darf und wer nicht, ne? Wer es sehen darf und wer nicht und wer es ändern darf und wer nicht.
Sophie Bertsch
Wichtig oder witzig bei der Sache aber auch noch, wenn ich mich angemeldet hab, dann hat mir die API gleich mein Passwort geschickt oder auch wenn ich mich gar nicht angemeldet hab, ich. Ich konnte einfach auch äh die Benutzer durchaterieren und habe immer die Passwort zurückbekommen. Was auch sehr freundlich ist.
Linus Neumann
Sollte das System natürlich überhaupt nicht ausgeben, ne? Also die äh Passwort sind ja die, ja, sagen wir mal, Prüfsummen der Passwörter anhand derer geprüft wird, äh wenn sich eine Nutzerin einloggt und wenn du die zurückbekommst, kannst du die natürlich auch zurückrechnen. War aber, glaube ich, bei einigen auch nicht nötig, oder?
Sophie Bertsch
Nein, nicht wirklich. Ähm wir hatten viele Passworte im Klartext. Wenn man beim System einen neuen Benutzer generiert und einen neuen Account, dann wird das Passwort erstmal im Klartext abgespeichert. Wann bekommt's die Empfehlung, das Passwort zu ändern, es wird aber nicht in Forst. Das bedeutet, ich werde nicht gezwungen, das Passwort zu ändern. Ähm das ist die eine Seite der Medaille, die andere Seite der Medaille ist, dass wir ganz viele Passwörter hatten, wie zum Beispiel eins, zwei, drei, vier, was bekanntermaßen jetzt nicht katastrophalste Passwort ist.
Linus Neumann
Jetzt müssen wir natürlich noch einen anderen Aspekt dazu benennen. Bisher haben wir irgendwie okay, Nutzer von Nutzerinnen gesprochen von Administratorrechten, aber hauptsächlich erstmal nur von Bestellungen, Das System hat aber ein eigentlich ein ganz besonderen, sehr ärgerlichen sehr ärgerliche Funktionalität gehabt und das ist, ähm erstens Reservierungen und zweitens an diese, ähnlich aufgebaut, aber anders umgesetzt, diese Corona-Kontaktdatenerfassung. Erklär uns doch mal da, was ihr so gefunden habt.
Sophie Bertsch
Die Corona Kontaktdatenerfassung waren, Einfach nur Umfragen, wie man umfunktioniert hat. Man muss sich das so vorstellen, ein Gastronom kann einfach nur eine Umfrage stellen, zum Beispiel wie zufrieden waren Sie heute mit unserem Service? Und genau so eine Art von Umfrage war auch diese Corona-Kontaktdatenerfassung. Dementsprechend hat man natürlich diese Umfragen jetzt nicht diesen Schutzstatus zuerkannt, diese hätten benötigt. Und so konnte ich einfach sagen, ähm hey liebe Api, ich bin das Restaurant XY, ähm ich hätte gern die Umfrage, und Z muss nicht mal aus meinem Restaurant entstanden sein, das kann jedes Restaurant sein. Solange ich quasi, mich authentifiziert habe auf der äh auf der Api und gesagt habe, ich bin ein Nutzer deines Systems, habe ich alle Umfragen einsehen können.
Linus Neumann
Also restaurant a könnte die Corona-Listen von Restaurant B anschauen. Das glaube ich, wie nennt man das? Äh äh opposition Research glaube ich oder sowas.
Sophie Bertsch
Ähm man hat natürlich auch da versucht das Ganze zu verschleiern, die ähm, jede, jede Umfrage wurde eine ID zugewiesen. Die IDs waren leider mit dem äh Zieler sieben inkrementiert, sodass man einfach minus sieben rechnen konnte. Man hat die äh nächste Umfrage bekommen.
Linus Neumann
Und wie viele Corona-Umfragen gab's da?
Sophie Bertsch
Das waren sechsundachtzigtausend ungefähr.
Tim Pritlove
Sechsundachtzigtausend.
Linus Neumann
Moment, da müssen wir, da müssen wir kurz unterscheiden, um also sechsundachtzigtausend Umfrageergebnisse. Also Person, dass die über das übersetzt in Person, die sich eingetragen haben. Die Anzahl der Umfragen, je nachdem, wie man das jetzt sieht, waren äh ich glaube, die einfachste Antwort ist, äh hundertachtzig, betroffene Restaurants hat dann, glaube ich, der Betreiber uns auch in der Disclosure dann bestätigt.
Sophie Bertsch
Wann Reservierung war's ähnlich? Hm, die konnte man, auch mehr oder minder einfach durchscrappen. Spannend war halt hierbei, dass man sehen konnte, wer man mit wem essen war. Und das Präkiere an der Situation, dass, dass die Daten teilweise zehn Jahre alt sind, Somit konnte man, wenn man das wollte, Belegungsprofile von Menschen erstellen, inklusive ihrer Vorlieben und mit dem sie sich gerne treffen.
Tim Pritlove
Vier Jahre, zehn, oh Mann.
Linus Neumann
Das ist das Alter des Systems. Nein, ist es.
Tim Pritlove
Wahrscheinlich. Mit anderen Worten, die haben noch nie was gelöscht sozusagen. Toll.
Linus Neumann
Nee. Also und bei den Coronadaten muss man natürlich auch sagen, ähm, wir haben uns da ein bisschen eingelesen. Da gibt es, wie ich dann auch gelernt habe, von Bundesland zu Bundesland unterschiedliche Aufbewahrungsfristen, ich ohne das jetzt ohne Anspruch auf Vollständigkeit oder Korrektheit, habe ich den Eindruck, das ist bei vielen vier Wochen ist, bei einigen zwei, aber diese äh das hat da auch nicht stattgefunden. Das heißt, diese Daten aus den Corona-Umfragen waren da auch nicht nach den jeweils in dem, Bundesland äh oder in in der Bundesrepublik Deutschland gilt gültigen Löschfristen wieder gelöscht worden. Und das war eigentlich bärenstark, was uns der Anbieter darauf geantwortet hat, Sophie, erzähl das doch mal.
Sophie Bertsch
Der Anbieter hat sich mehr oder minder auf seine äh Schutzrolle des Auftragsdaten verarbeitenden zurückgezogen hat im Prinzip gesagt, na ja, meine Kunden, die Gastronomen, denen ich eine Full Service dort verkaufe, die sind eigentlich dafür verantwortlich, alle Einträge nach vierzehn Tagen händisch zu löschen im System. Das ist etwas spannend ähm, wenn man bedenkt, dass man ihm im Marketing betreibt, dass sagt, hey, wir liefern dir alles, du musst dich um nichts kümmern.
Linus Neumann
Ja, es ist ne, ich finde das äh Hammer, ne, dass äh du bist äh irgendwie mit der Gastronomie ja genug beschäftigt mit einem äh und da kann ich auch die Gastronominnen gut verstehen, dass die sagen, okay, wenn mein Mindful Serviceanbieter, wenn der mir die Reservierungen macht äh mit diesem ganzen IT, das macht bei uns sonst der Kevin. Äh der ist aber jetzt auch der ist jetzt irgendwie nächste Woche kann der nicht, dann kaufe ich mir lieber irgendeinen Dienstanbieter, der der mir eine, Ende zu Ende für alles geklärt Lösung verspricht. Und wenn der dann auf einmal, wenn der äh, Wenn das Essen dann im Ventilator gelandet ist, ja, sagt, na ja, Entschuldigung, das hättest du löschen müssen, nicht ich. Das finde ich natürlich schon bärenstark. Aber tatsächlich scheint es so leidenhaft, dass dass dieses, rechtliche Modell des der Auftragsdatenverarbeitung wohl tatsächlich erstmals so existiert. Ich bin mir aber nicht sicher, ob sich der Betreiber hier darauf, ernsthaft beziehen kann, vor allem wenn der Reservierung von vor zehn Jahren drin sind, da sind ja Restaurants mit Sicherheit dabei, die längst äh platt sind, die es gar nicht mehr gibt.
Sophie Bertsch
Wäre ja interessant war halt auch noch, dass wir auch sehr viele Nutzer hatten, die vermutlich inaktiv waren. Das waren alles das ist auch um die zweieinhalbtausend Benutzer. Spannend war hierbei, dass deren Pass und auch mit MD fünf geherrscht wurde und leider ohne Salz. Das Aufbrechen auch noch deutlich erleichtert hat.
Linus Neumann
Also es gab eigentlich wenig, was da was da nicht äh rausgepurzelt wäre und die ähm die, Hürden auf dem Weg dorthin waren, äh so, dass man sie jetzt auch nach dem Essen noch gut äh bewältigen konnte.
Sophie Bertsch
Ja, also ich ich finde, ich finde die Analogie, dass äh der offenen Scheune ohne Tore sehr passend für dieses.
Linus Neumann
Ja, das war äh wirklich ein bisschen äh bisschen äh schockierend, ne. Ähm wir haben ja dann einen äh Bericht geschrieben und dem der Betreiber, den betreibenden Unternehmen gesendet. Wie würdest du da unsere Erfahrungen bewerten, Sophie?
Sophie Bertsch
Wir hatten am Anfang ähm sehr engagierten und partnerschaftlichen Austausch mit der Firma, haben aber dann auch relativ schnell feststellen müssen, dass eben. Sich dann Muster in der Kommunikation einsteigt, dass darauf sich bezieht. Man ist nur Auftragsdatenverarbeitende. Wir. Sehen das nicht so das Problem. Es sind ja nur ein paar tausend Benutzerdaten. Also man hat relativ schnell versucht, das Problem kleinzureden. Aber man muss fairerweise auch sagen, sie haben die Lücken, die wir gemeldet haben, sehr, sehr zeitnah geschlossen.
Linus Neumann
Ja, das war also ich war schon bei unserem ersten gemeinsamen Telefonat dann schon sehr, positiv angetan, als dann gesagt wurde, ja okay, wir hatten ja irgendwie so vierzehn Seiten oder sowas zusammengeschrieben äh und das so übermittelt, und äh das Gesprächsanstieg von Seiten Gastronomie, so heißt das Unternehmen, war dann ähm. Ja, also vielen Dank. Wir konnten alle Schwachstellen bestätigen und teilen ihre Einschätzung der Kritikalität. Und wir haben die diese fünf, jetzt schon behoben bei der sechsten sind wir uns eigentlich relativ sicher, müssen aber nochmal testen. So ungefähr war der Gesprächseinstieg, da muss man, glaube ich, schon äh das das hört man natürlich gerne, dass da jetzt nicht erst mal diskutiert wird über ähm. Dieser Schwachstellen oder über die Validität. Den Teil mit dem na ja äh wen muss man denn jetzt eigentlich informieren. Da waren wir ja so ein bisschen geteilter Meinung. Erzähl doch mal.
Sophie Bertsch
Ja, es hat dann eben auch sehr schnell angefangen, nach dieser initialen positiven Reaktion, Glaube ich im zweiten und dritten Gespräch hat das dann angefangen, dass man unsere Lücken wieder anders, in in der Kritikalität eingestuft hat und eben versucht hat, das alles auf eine einzige Lücke runterzubrechen, sodass die anderen eigentlich gar nicht existiert hätten. Ähm. Das ist halt aus unserer Sicht ein Trugschlussbild, das System an sich brennt mehr oder minder und man möchte es halt ein paar Feuer. Sie haben das zum Glück eingesehen und haben jetzt einen professionellen Pantastar engagiert, fragen sie. Mögen wir hoffen, dass der die restlichen Schwachpunkte findet und diese dann auch im Sinne des Datenschutz sehr schnell geschlossen werden.
Linus Neumann
Ja, ich denke, wir hatten, das haben wir auch vermittelt in unserem Bericht so ein bisschen, weißt du, wenn du diese Klassen von Fehlern hast, dann lässt das nicht hoffen, dass es irgendwie, dass der Rest sehr viel besser aussieht, ne. Ähm Die Gastronovi haben aber gesagt, sie haben mehrere wohl auch schon hinter sich und äh da wäre nie niemanden jemals irgendwas aufgefallen oder zumindest diese Sachen nicht, das ist natürlich bedauerlich um die in Auftrag gegebenen Pentests. Was ich dann noch so ein bisschen aber da bin ich auch muss ich sagen da geht's ja so in den juristischen Bereich, da kann ich, gar nicht urteilen. Also ein bisschen die Frage, wem musste jetzt Bescheid sagen? Und die haben gesagt, sie konnten in ihrem System, alle Zugriffe genau sehen, die von die quasi unberechtigter Weise vom CCC ausgegangen seien. Und würden deshalb diejenigen informieren, auf die jetzt eben das zehrt und der CCC äh zugegriffen haben.
Sophie Bertsch
Leider teilen wir diese Einschätzung nicht. Das Problem ist, sie sagen immer, sie haben alle Zugriffe ab dem zehnten gesehen. Das Problem ist, wir haben am achten schon zugegriffen. Und das zeugt eben davon, dass sich Ziele unserer Aktion nicht gesehen haben und da muss gegangen werden, dass auch andere Leute vor uns schon da waren, das hat vielleicht nicht gemeldet haben.
Linus Neumann
Und wir reden hier eben insgesamt bei den Reservierungen über die zehn Jahre von fünf Komma fünf Millionen Reservierungen. Von vier Komma vier Millionen ähm, Individuen, also über die zehn Jahre gibt es oft gibt es eben vier Komma vier Millionen Menschen, die über dieses System, eine oder mehrere Reservierungen abgesetzt haben. Und jetzt ist natürlich klar, dass es einen Unterschied macht, ob die sagen, wir informieren ein paar tausend. Stichprobenartig im Rahmen der Untersuchung an den CCC gegangen sind, an das zehrt äh oder. Wir haben halt hier das Problem, dass wir im Prinzip zugeben müssen, dass potenziell für einen Zeitraum von zehn Jahren insgesamt, diese über fünfeinhalb Millionen oder annähernd fünfeinhalb Millionen Datensätze betroffen waren. Und da äh sind wir jetzt eben geteilter Meinung. Um das jetzt mal so ganz diplomatisch auszudrücken.
Sophie Bertsch
Genau. Da haben wir vermutlich als Hackerinnen eine andere Sichtweise als die Systembetreiberin.
Linus Neumann
Sophie, wie würdest du es denn wie hättest du es denn am liebsten, wenn du in ein Restaurant gehst? Du hast ja auch hier mit dem ähm NDR ähm Mittagsmagazinbeitrag konnte man, dich und das Team ja auch heute sehen, ihr saßt hauptsächlich mit Maske im Biergarten wie hättest du denn gerne die Kontakterfassung, wenn du dich in ein gastronomischen Betrieb begibst?
Sophie Bertsch
Ich würde mir eine Kontakterfassung mit Stift und Papier wünschen und ähm Tagesende kommen alle Zettel von diesem Park in einen Umschlag, werden mit dem Datum beschriftet, kommen auf den Stapel. Und jeden Tag kommt einer dazu, ein Umschlag und dann hat der Umschlag kommt weg und wird eben datenschutzkonform verliefert. Das wäre so die einfachste Lösung und die kann man dann auch relativ schwer hacken.
Linus Neumann
Ich glaube, einen Aspekt müsste man noch dazu sagen, möglichst natürlich unter äh getrennte Zettel für jeden Tisch mindestens oder jede Person. Aber man hat ja wirklich. Also wir diskutieren ja hier auch im Lok buch regelmäßig diese unterschiedlichen Probleme, dann will die Polizei dadrauf gucken, dann äh gibt's Sorge, dass irgendjemand sich da die Telefonnummer von dem süßen Typ am Nachbartisch abschreibt und äh und so weiter und so fort, ne, dann gibt's ja auch schon von der Opposition die Forderung hier ähm Begleitgesetze zu verfassen. Und da sagt die Regierung dann wieder nein, das läuft schon alles gut so. Und auf der anderen Seite äh höre ich auch regelmäßig, ich weiß nicht, ob du das auch so kennst, äh von gastronomischen Einrichtungen, die überhaupt gar nicht so eine Erfassung machen, wo ich jetzt, Einerseits denke, Entschuldigung, nach meinem Verständnis müssen die das machen und das ist illegal, wenn sie's nicht tun. Andererseits bei dem ganzen Theater, was da drum gemacht wird, kann ich zumindest deren, Inklination verstehen äh sich den Ärger mit den Kundinnen zu sparen. Na ja.
Sophie Bertsch
Also ich finde, diese ganze Corona-Kontaktdatenerfassung liegt vor allem von allen. Und das ist Vertrauen. Vertrauen darin, dass die Daten, die ich freiwillig angebe, zur Verhinderung einer Pandemie oder zur Eindämmung einer Pandemie sicher gespeichert werden und nicht missbraucht werden. Und wenn wir eben lesen in den Medien, dass die Polizei sich diesen Datensatz einfach nimmt, weil sie gerade Lust drauf hat. Ähm dann leidet darunter sehr stark das Vertrauen. Und das ist eben etwas, was es nicht geben darf. Wir reden hier davon, dass wir eine Krankheit versuchen einzudämmen, die uns alle betrifft. Da muss man eben auch als Polizei sagen, okay, diese Maßnahme ist, dass du da die Krankheit einzudämmen, aber es ist nicht da, um unsere Ermittlungen zu unterstützen und schon gar nicht das Vertrauen in die Leute ähm. Das Vertrauen der Leute zu untergraben.
Linus Neumann
Oder dafür, dass der CCC am Ende die Daten hat, ne?
Sophie Bertsch
Genau und dann kann ich natürlich auch Gastronomen verstehen, die sagen, okay, so ein Risiko mit ähm Hax oder mit der Polizei möchte ich mir nicht antun, dann nehme ich lieber das Bußgeld in Kauf, dass ich keine Kontaktdaten in Erfassung mache, am Ende gibt's da einen Verlierer und das ist die gesamte Bevölkerung, die sich wachsenden Infektionszahlen gegenüber sieht und damit leben muss.
Tim Pritlove
Amen Also Sophie, ich find's ja super, äh dass das zerrt, dass sich ja eigentlich mehr so aus Witz herauszerrt, genannt hat, weil sich das ja normalerweise Ist das ja die Bezeichnung für so Gruppen, die Sicherheitsprobleme in äh Angriff nehmen oder melden und äh Jetzt belegt ihr diesen Platz auch noch. Was, was wollt ihr noch alles machen?
Sophie Bertsch
Also wir hatten den Namen ja schon vorher. Die anderen haben einfach nur von uns abgeguckt. Wir machen ja Sanitäts-und Brandschutz und letztendlich, das System hat gebrannt und war verletzt. Wir haben uns, wir haben die erste Hilfe geleistet, von dem her war das im im Bestandteil unserer normalen Arbeit. Wir sagen ja immer, uns ist egal, ob die Person männlich, weiblich oder ein Rache ist, wir versorgen alle und das System war jetzt eben ein System und kein Mensch. Wir haben's trotzdem versorgt. Das ist die Gleichbehandlung von Lebewesen.
Linus Neumann
Lebensrettende Sofortmaßnahmen am äh Unfallort. Sehr schön.
Tim Pritlove
Ja, so viel, dann sagen wir einfach mal vielen Dank.
Sophie Bertsch
Ich danke euch für die Zeit.
Linus Neumann
Und äh seid vorsichtig beim Essen, bitte.
Tim Pritlove
Genau. Bis dann.
Linus Neumann
Danke dir, viel Erfolg weiterhin. Tschau, tschau.
Tim Pritlove
Ähm, Hat vielleicht noch äh anmerken, ich hatte mit Sophie auf UKW schon mal ein äh Gespräch geführt am Anfang der Coronakrise. Wer also noch ein bisschen mehr Einblick, darin erhalten möchte, was das Pferd eigentlich so ist und tut und so generell so aufgestellt ist, wenn sie nicht gerade irgendwelche Server aufhacken. Ähm da verlinken wir dann, auch noch mal drauf.
Linus Neumann
Ich würde übrigens eine Sache auch noch kurz nachholen, Tim, ähm weil wir haben die ganze Zeit nur mit äh Sophie gesprochen, aber das war ja wirklich ein größeres Team. Deswegen äh, Asche auf mein Haupt, um wieder bei den biblischen äh Bezügen zu bleiben. Äh das waren Sophie, Martin. Oh je, oder? Oh man, das gibt Ärger. Na ja, dein Koks, Lady Raven, Metal Warrior Wellenformer, Global und, Zebro, Zebro, die äh hier zu dieser Forschung. Beigetragen haben und jetzt kriege ich natürlich Ärger mit. Jetzt habe ich mehrere Varianten durch. Wahrscheinlich hat's am Ende dreimal falsch ausgesprochen. Die also äh diese Arbeit und diese Forschung da gemacht haben an den, Corona-Restaurants. Äh an dem Corona-Restaurant und Listenbetreiber, meine Güte. So, dann hätten wir als nächstes Thema, da wollte ich mal mit dir drüber sprechen, Tim, das hat äh nur so es hat eine ganz leichte netzpolitische Komponente, aber äh irgendwie auch so eine freiheitsrechtliche freiheitsfreiheitsrechtliche Komponente. Und zwar geht das hier. Um die die Schiefdenker, die Schiefdenker aus Stuttgart äh oder wo die herkommen, kennst du, oder? Wollen ja morgen die wollen wollten lange Geschichte, lange Geschichte wollen morgen in Berlin eine Großdemonstration machen. Angemeldet, dann wurde ihnen die äh Versammlung untersagt, ja, wo ich schon dachte, oh nein, weißt du, das wäre so gut gewesen, da hätte man die wenigstens alle schön konzentriert, feinsäuberlich auf einem Haufen gehabt, die Nazis, die Esoteriker, die Impfgegner, einmal alles schön gesammelt, dann können die da irgendwie Ringepilz mit anfassen am am an der Siegessäule machen. Nach zwanzig Minuten wird die ganze Sache aufgelöst, äh kann die Kohle kassiert werden, wegen der äh, gegen die Maskenpflicht und gegen die Auflagen und dann können die wieder nach Hause, ne? Aber nein, aber nein, es wird ihnen die äh Versammlung nicht genehmigt und untersagt, ähm. Und damit ähm hatten sie dann einen Grund und konnten zur Verwaltungsgericht ziehen, in Berlin und natürlich, hat das äh Verwaltungsgericht dann gesagt, ja nur weil die das letzte Mal nicht wussten, wie man sich äh gerade in Zeiten der Pandemie schützt, kann man ja nicht einfach darauf schließen, dass es dieses Mal nicht wissen. Jetzt wurde also gerade das Urteil gefällt. Dass sie es wieder dürfen. Das Spannende ist aber, was sie in der Zwischenzeit getan haben, ja? Also zwischen dem Verbot glaube vorgestern und der Wiedergenehmigung heute haben die Online einfach irgendwie fünftausend neue Demonstrationen angemeldet, weil eine also eine eine Versammlung anmelden, kannst du relativ einfach machen. Das geht tatsächlich online, ja. Da ruft dich dann nochmal jemand zurück im Zweifelsfall, aber ähm entgegen der häufigen Annahme sind ja auch zum Beispiel Versammlungen nicht äh genehmigungspflichtig. Du kannst sie versammeln wo du willst, ja? Du kannst natürlich ab einer gewissen Größe kann dir ähm, zum Beispiel der Ort der Versammlungen und hinsichtlich einer Route und ähnlicher Dinge äh können die Auflagen gemacht werden, aber so grundsätzlich kann sich versammeln, wer will. Und deswegen. Fand ich das auch jetzt hier so dieses ganze Thema habe ich so mit zwei, zwei schmerzenden Herzen in der Brust verfolgt, weil ich einerseits es natürlich mich jeder für jeden Menschen wirklich leid tut, der dahin geht, weil die brauchen ja eigentlich ganz andere Hilfe. Ähm, Andererseits ist mir aber richtig, richtig weh tut, wenn den Leuten die Versammlungsfreiheit beschnitten wird. Und das war wirklich ähm, sehr schmerzhaft zu sehen. Und ich konnte nicht, ich konnte mich nicht darüber freuen, dass diese Versammlung äh verboten wurde. Ganz im Gegenteil.
Tim Pritlove
Was ist jetzt deine Frage an mich?
Linus Neumann
Gehst du dahin oder nicht?
Tim Pritlove
Ich glaube, ich habe das besseres zu tun.
Linus Neumann
Ich habe Besseres zu tun.
Tim Pritlove
Ja, deutlich. Ja. Ja, ich meine, ähm ich finde die ganze Entwicklung insofern natürlich nochmal extra absurd. Du erinnerst dich sicherlich ganz zu Beginn der Coronakrise gab's ja diverse Demonstrationen, Kleinstproteste in Berlin zumindest, von, Gruppen von vielleicht zehn, zwanzig, dreißig Leuten, die damals vor allem auf die äh Situation Mittelmeer, von Flüchtlingen hingewiesen haben, ja wo die Leute mit Abstand, mit Masken. Stumm herumstanden, nichts weiter taten als Schilder hochzuhalten und die wurden dann sofort von der Polizei äh weggeräumt.
Linus Neumann
Wat wurden die weggeknüppelt, ne.
Tim Pritlove
Geknüppelt würde ich jetzt gerade äh habe ich jetzt keinen Beleg für, das mag auch vorgekommen sein, weiß ich jetzt nicht. Auf jeden Fall ähm sozusagen sofort klar, ja, dass auch wenn Leute sich äh hier an alle nur erdenklichen Maßnahmen halten, Dass das dann trotzdem nicht zu sein hat, und äh jetzt unter diesen relativ klar formulierten Bedingungen äh so eine Veranstaltung dann ähm durchzuführen, ist natürlich äh sowieso absurd, aber. Am Ende wird dann wieder gegen die Gegendemonstrationen vorgegangen und das finde ich einfach. Wenn's ganze Jahr dreht sich auch viel um ich sage mal falsche Einschätzungen der Polizei. Weltweit und ähm. Befürchte einfach, wir werden auch an diesem Wochenende wieder dasselbe Spiel sehen und das ist etwas, mit dem ich noch weniger leben kann.
Linus Neumann
Du kannst dir, äh das ist übrigens äh eine sehr beeindruckende Sache. Es tut sehr weh, sich das anzuschauen. Ähm bei der letzten Corona-Demo, ich glaube, die waren ja am sechsten August oder fünften oder vierten, wann auch immer, die war. Nee, erster achter, sehe ich gerade am ersten achten war die. Da ist Dunja Hayali da mal durchgegangen, und die hat im Prinzip die ganze Zeit ihren ihr Handy da so vor sich gehalten, und hat das auf ähm Instagram oder äh sowas live äh gestreamt. Kann man sie, kann man sich angucken? So, ich glaube, so ein dreiviertel Stunde oder so. Wie die von diesen ganzen, freiheitsliebenden Meinungsfreiheit und Versammlungsfreiheitsfanatikern, die hier sich die Diktatur abschaffen wollen, durch den Sturm auf den Reichstag, ja? Äh beschimpft, Äh ne, also an jeder Ecke brüllen die diese Frau an. Ähm äh kommen dann immer diejenigen, die mit ihr reden, kommen also so väterlich, sie müsste jetzt endlich mit den Lügen aufhören. Das führt doch nirgendwo hin weiter. Und du fragst dich sie fragt sich ernsthaft so Herrje, also. Herr je. Und da gibt es eine wurde glaube ich auch heute veröffentlicht eine äh Recherche von äh Kollektiv. Ich muss nochmal ganz kurz schauen, wer da die drei Autorinnen waren. Das waren, Till Eckardt, Matthias Bau und Alice Echtermann, die sich da mal genau diese Netzwerke angeschaut haben. Von hier so, so ähm, koniphierend wie dem Wolfgang Wodak und irgendwelchen Heilpraktikerinnen, die meinen, sie könnten den Leuten jetzt irgendwelche äh muss keine, Maske tragen, Atteste ausstellen, ja, so ungefähr äh so ein bisschen was wie die äh wie die Führerscheine aus dem deutschen Reich und soweit, ne, so also ein eine riesige Versammlung von Vereinen und, und, und Gruppierungen und sonstigen Spinnern, die da irgendwie Verschwörungstheorien verbreiten, Verschwörungstypen verbreiten. Ähm der der läuft einem auch echt kalt den Rücken runter, was äh, die das Team von Korrektiv da äh zusammengetragen hat über die Leute, die sich da versammeln. Und doch muss ich jetzt hier in dieser Sendung sitzen und sagen, dass ich das, schon richtig finde, dass die da Versammlungsfreiheit genießen.
Tim Pritlove
Ja klar, aber wenn sie halt die Regeln nicht einhalten, dann kann man sie auch mal gerne äh freundlich abräumen, ne?
Linus Neumann
Aber sicher und und gerade in Berlin, äh man sieht ja gerade, wenn man jetzt hier aus anderen Bundesländern kommt, man sieht ja, wie das hier aussieht, ja. Ähm unter welchen Verhältnissen wir hier leben, ne. Ich denke schon, dass wir da ähm, durchaus äh kassieren sollten. Ja, also eine Gelegenheit kriegst du selten wieder.
Tim Pritlove
Meinst ja so finanziell oder die Leute.
Linus Neumann
Klar, also ich denke äh Berlin kann da so, wenn jetzt ein paar paar Schwaben ohne Maske kommen, da geht doch was. Also, ich denke, ne, wir wollen.
Tim Pritlove
Hau doch nicht immer auf den Schwaben rum. Wir sind schon längst.
Linus Neumann
Denker sind Schwaben, diese Schiefdenker sind Schwaben. Ist so, das ist ein äh Verein aus Stuttgart.
Tim Pritlove
Ach so, na gut, also ja, meinetwegen, ich wollte nur den Zahl der Kommentare überschaubar halten. Oh Gott.
Linus Neumann
Ja und die Nazis kommen, die Nazis kommen natürlich hier aus Brandenburg, ne? Die reisen mit der die reisen auf auf Schusters Rappen an. Äh das ist für die kein großes Thema, ne.
Tim Pritlove
Ja, wenn die Berliner Polizei äh ja, der hat doch jetzt Probleme, äh Verstärkung aus anderen Bundesländern zu holen, weil sie doch jetzt hier irgendwie alle unterschreiben müssen, dass sie, dass sie keine äh Gesetze vertreten dürfen oder so. Wie war das noch gleich? Werde ich einen.
Linus Neumann
Ey, wenn wir hier unterschreiben müssen, wir müssen als Recht und Gesetz halten. Das äh machen wir so nicht mit.
Tim Pritlove
Genau, da hätte ich einen Tipp für die Berliner Polizei. Lassen sie sich doch einfach eine eine Verstärkung aus Luxemburg kommen lassen.
Linus Neumann
Kommen wir zu unserem nächsten Thema, wo es hier um Freiheiten, die Menschen für sich in Anspruch nehmen dürfen oder nicht. Und zwar gibt es äh ist ja vielen äh Hörerinnen sicherlich bekannt, dass Pen-Kollektiv ähm ein Aktions Guerilla, oder eins, ein Aktionskünstlerkollektiv, Kommunikationsgerät, Kollektiv aus äh Berlin und äh inzwischen auch anderen Städten. Die haben gerade eine eine sehr gelungene Aktion, wie ich finde, und zwar eine. Die Ausstellung, Mythos und Wahrheit äh über die Antifa in Chemnitz, Chemnitz, ja, historisch belasteter Ort und die haben gesagt, okay, äh Sachsen braucht die Antifa und die Antifa braucht Geld, so haben wir die Sache selbst in die Hand genommen, wir haben zehntausend Euro aus staatlichen Mitteln an die Antifa weitergeleitet, also haben ne, quasi für diese Ausstellung äh dieses Geld bekommen, haben das dann antifaschistischen Gruppen gegeben und äh machen nun in den, wie heißen die technischen Sammlungen, sondern künstlerischen Sammlungen Chemnitz ähm. Eine Ausstellung mit äh unterschiedlichen Exponaten, darunter äh ein ähm ein die Anklageschrift, Von den Künstlerinnen NSU Komplex auflösen, eine Spraydose von Mensa Schramm. Das ist eine fünfundsiebzigjährige ähm. Frau, die immer so eine Sprühdose dabei hat, wenn sie irgendwo rechte Graffitis sieht und die Hakenkreuze übersprüht und inzwischen aber mehrmals wegen Sachverständigung vor Gericht stand, weil die das natürlich einfach macht, wenn sie da halt ihren Einkauf macht und sie irgendwo ein Hakenkreuz äh sprüht, die das halt weg, und wenn ihr das irgendwo im Osten machst, wird's natürlich angezeigt. Ähm dann, Einen Anstecker, den ich besonders, also der hat's mir auch echt angetan, ist der lackiertes Aluminium. Äh der Anstecker von Martina Renner, mit dem sie, ähm im Ordner im im äh Bundestag dann ein ein Ordnungsruf wegen Verletzung der Würde des Hauses äh bekommen hat, weil sie sich gegen den.
Tim Pritlove
Faschismus.
Linus Neumann
Den Faschismus ausgesprochen hat.
Tim Pritlove
Nee, das ist jetzt auch einfach, nee, das geht nicht.
Linus Neumann
Jetzt ist es ja so, dass es auch wirklich bei Leuten, die ich jetzt noch lange nicht verdächtige, die Farce in Antifa zu sein, ähm. Der die antifaschistische Aktion äh mitunterschlechten Ruf genießt. Ähm wie ich finde, zu unrecht. Aber genau dem soll eben auch diese ähm, begegnen. Sie haben auch ein Kantholz ausgestellt. Weil es vor ein paar Jahren mal einen AfD-Bundestagsabgeordneten gab, namens Frank Marknitz, der angegriffen wurde, ähm, Der hat tatsächlich, da gab's, gab es, glaube ich, auch ein Video von, der hat äh im relativ, mal kurz einen abgekriegt, also er wurde gewalttätig überfallen. Das, denke ich, kann man sagen. Ähm er hat das, äh also es war sicherlich schwere Körperverletzung, war auch ein Krankenhaus, hatte dann auch irgendwie, ähm ein äh blaues Gesicht, wenn ich das, wenn ich mich da richtig erinnere, sprach aber dann von einem Mordanschlag mit einem Kantholz, äh, Das war allerdings dann frei erfunden und dieses frei erfundene Kantholz äh haben sie jetzt auch dort ausgestellt und äh noch weitere Exponate. Und ähm jetzt haben sie die auf eBay versteigert und eBay hat nun diese, zunächst das Kantholz und dann auch die anderen Exponate inklusive des Ansteckers und eines Einkaufswagens äh wegen, Gewaltverherrlichung entfernt. Und das ist schon relativ krass, wenn du dir mal anschaust, was so für nennen wir es mal äh wertfrei, Memorabilia, von neunzehnhundertdreiunddreißig bis neunzehnhundertfünfundvierzig aus der Bundesrepublik Deutschland verkauft werden auf eBay dann ist das natürlich schon ein starkes Stück was da seelenruhig gehandelt werden kann und tatsächlich Ideologien verherrlicht die menschenverachtend sind. Während hier ein Sticker und ein, ich meine, ich kann doch von zu viel Geld bezahlen, wie ich möchte. Ähm, Programm genommen wird, ne? Vor allem, wenn's ein Kantholz ist, was sich ein AfD-Bundestagsabgeordneter ausgedacht hat.
Tim Pritlove
Ich zitiere mal kurz die Webseite, weil ich kannte diesen Fall mit dem Magnet nur so habe ich nur so nebenbei wahrgenommen, aber hier steht Wurde in Wahrheit, also äh doch als Überwachungsvideos auftauchten, kamen die Lügen der AfD heraus. In Wahrheit von hinten gestoßen, ist beim Sturz mit dem Kopf aufgeschlagen, dann flohen die Angreifenden. Also kann man jetzt auch als, Verletzungen, vielleicht werten so, aber er ist jetzt nicht irgendwie verprügelt worden im eigentlichen Sinne.
Linus Neumann
Nee, nee, das war ein kurzer Übergriff. Ähm. Der äh der Anstecker äh den hätte ich eigentlich am liebsten gehabt. Der steht jetzt schon bei siebenhundertfünf Euro, am äh höchsten steht der Entwurf äh des Antifalogus und was ich sehr schön finde ähm, Das ist natürlich die antifaschistische Auktion, die da stattfindet. Äh unter dem Motto eins drei eins, zwei, meins und den werden jetzt nicht alle verstehen und äh diejenigen, die ihn verstehen, werden sich freuen und diejenigen, die ihn nicht verstehen, werden jetzt googeln, wofür denn dieses eins drei eins zwei steht und äh wissen dann, warum das an jeder Wand äh gesprüht wurde. Ja, aber ich finde natürlich diesen äh also diese, Aufregereikultur und äh dieses wir klicken die Leute jetzt aus den Netzwerken raus und so weiter. Das äh nimmt hier irgendwie beknackte Züge an. Ich finde tatsächlich genau so und da werde ich äh werden sicherlich viele nicht mit äh Dakord gehen, mit der ein oder anderen Position. Ich finde genauso diese Kunstausstellung, und äh Versteigerung der des Painkollektivs äh, schützenswert, wie ich es äh sinnvoll finde, die Nazis und so äh Coronaleugner und so, alle schön fein säuberlich auf einem Haufen äh versammeln zu lassen. Es gibt übrigens noch, habe ich gerade vergessen, zu erwähnen durch die Anmeldung der durch die fünftausend Anmeldungen, die ja jeweils eine Person machen muss, ne. Die dir vorgenommen haben, ne, haben wir jetzt wenigstens schon mal die Daten von fünftausend von denen. Das war auch nicht verkehrt. Also das äh am Ende ist alles eins. Das.
Tim Pritlove
Ja, aber Datenschutz. Na ja, funktioniert ja nicht, wissen wir ja.
Linus Neumann
Ja. Mal gucken, was wo Sophie sich nächstes Mal eine API anschaut mit mit dem CH zusammen, ne.
Tim Pritlove
Die jetzt auch so überlastet, dass sie bei Gastronovo sich da irgendwie eine noch eine noch eine App klingen. Müssen wir, glaube ich, mal zur Corona-Warn-App vorstoßen. Da gab's da nämlich zurückstoßen. Nochmal drauf kommen. Ein paar interessante Meldungen und äh Entwicklungen. Zunächst einmal äh hat die Telekom wohl auch Netzpolitik gehört oder UKW, ich weiß nicht so ganz genau und äh unser Flehen erhört und dann endlich genau das gemacht, was wir letzte Woche gefordert haben, nämlich mal einfach mal auf den Server geguckt und mal geschaut, wie viel äh Apps fragen denn da eigentlich nach Daten? Und da es ja durch diese Exposur Notification UP, also diesen Teil, den Apple und Google jeweils auf ihren Smartphonebetriebssystem bereitstellen. Ohnehin so ein äh Limit gibt, dass die nur einmal am Tag solche Kontaktvergleiche äh durchführen dürfen, macht's auch keinen Sinn, häufiger nachzufragen und deswegen tun sie das dann eben auch nur einmal innerhalb von vierundzwanzig Stunden Also konnte die Telekom, die ja diese Infrastruktur betreibt, für die App, tatsächlich mal gucken, wie viel Requests gibt's denn da? Und kam auf die Zahl vierzehn Millionen.
Linus Neumann
Halte ich für total realistisch. Hätte ich auch geschätzt, ist ein normaler Schwund.
Tim Pritlove
Genau, klingt plausibel, also natürlich, wir haben jetzt äh dem stehen dann gegenüber diese offizielle Download Zahl, die ist jetzt derzeit bei siebzehn Komma fünf Millionen taxiert und es war schon immer klar, nicht jede App, die runtergeladen wird, wird dann am Ende auch aktiviert sein und dauerhaft laufen. Also es gibt da schon mal einen gewissen Vorlaut von Leuten, die sich's vielleicht runterladen und dann vergessen oder irgendwie ihre, weiß ich hier äh ihre Meinung dazu äh ändern in dem Moment und das dann halt einfach nicht betreiben oder aus irgendwelchen anderen Gründen, die installiert haben, vielleicht auch durch Fehlbedienung gibt's natürlich auch noch so die geringe Zahl von Leuten, die sich dann vielleicht genau in diesem Zeitraum auch ein neues Telefon kaufen, ne? Und dann alte, neu installieren, Backup rüberspielen, Pipapo, nochmal ein neuer äh Download, sowas, ne? Und dann gab's ja auch die verschiedenen Berichte über. Fehlerhafte äh Apps oder fehlerhafte Frameworks, also teilweise ist es ja das Betriebssystem gewesen, was verhindert hat, dass die App im Hintergrund aufwacht und dann diese Abfrage zu machen Gab's auch Bugs in der App, also das äh summiert sich alles. Sprich, wir kommen bei vierzehn Millionen die weißes raus. Wie du schon sagst, klingt äh sehr, plausibel das eigentliche Ziel war mal so fünfundzwanzig Millionen wenn man da noch hinkommen will, muss man aber schon nochmal ein bisschen, an der Marketingschraube äh drehen.
Linus Neumann
Ja und ich ich denke, ohne da jetzt Einblicke zu haben, jetzt jetzt ist es an der Zeit, vielleicht mal auch äh wir hatten ja über die Kinderkrankheiten uns jetzt hier auch nochmal ausführlich unterhalten und auch beschwert. Jetzt ist es ähm. Vielleicht an der Zeit über andere ähm erweiterte Funktionalitäten, vielleicht ähm. Sich Gedanken zu machen, um das um das Ding irgendwie attraktiver zu gestalten ähm Gamification, Profilbildung, Planbildung, ja? Vielleicht auch ein Streit mit Apple anfangen, wegen der dreißig Prozent App Store Gebühr, irgendwas, um das Ding wieder ins Gespräch zu bringen, äh würde ich jetzt äh äh empfehlen, ja.
Tim Pritlove
Ja, also ich würde ja vorschlagen, was ich schon von Anfang an gesagt habe, äh macht einfach so einen Standardaushang für Läden, Schreibt den Läden vor, dass sie genau den Aushang genau so in ihre Tür zu hängen haben, wo drauf steht, hier Maskenpflicht, Pipapo, das ist die aktuelle Verordnung und dann halt dadrunter hier QR-Code, übrigens Corona-Warn-App installier mal. Fertig. So, dann hat das jeder Laden in seiner Tür und das wird dann auch noch nicht zur Revolution führen, aber dann, haben's einfach mal täglich Millionen Leute vor der Nase.
Linus Neumann
Ich habe übrigens jetzt die, also ähm. Die Sorge der äh der der Impfbesorgten, ja, hat sich ja auch tatsächlich bewahrheitet, ja. Ich weiß jetzt schon von zwei. Etablissements in der Bundesrepublik Deutschland, die von ihren Besucherinnen, die Nutzung der Corona-Warn-App verlanget, verlangen, ja? Die wollen uns zwingend hin wollen die uns. Und ähm das ist irgendwie ein Campingplatz. Der seine äh Aussage oder seine Verpflichtung ganz einfach damit begründet, fand ich auch ein interessantes Argument. Da wurde also der Betreiber dieses Campingplatzes gefragt, da hat er gesagt, na ja, warum, ne, warum machen die das ausgerechnet auf dem Campingplatz verpflichtend, weil der gesagt hat, passt mal auf, äh wir haben hier, Zeiten sind schlecht genug, wir haben viele alte Leute hier, und wir nutzen diese Corona-Warn-App einfach nur als Marker. Dafür, dass wir es mit Leuten zu tun haben, die die ganze Angelegenheit halbwegs ernst nehmen. Und äh sagen dann, weißt du, wenn jemand hier hinkommt und sagt, er installiert sich noch nicht mal die App, Dann äh wischt er sich auch nach dem äh Toilettengang nicht die Finger ab und äh äh und äh bricht auch nicht in die Armbeuge, wenn ihm schlecht ist. Also, wollen wir den lieber hier vielleicht gar nicht haben? Das war so die Argumentation dieses Campingplatzes, ja? Und, sen, ähm wem das nicht schmeckt, die können ja auch woanders campen, so, ne? Äh hat jetzt dieser Campingplatz so äh Position.
Tim Pritlove
So ein Covidioten-Filter.
Linus Neumann
Gar nicht so, gar nicht so schlecht. Ich habe ja zum Beispiel, man hat ja bestimmte Hinweismarker, ne. Ich habe ja auch ähm, an einem äh ungenannten Anlass mit einer Person zu tun gehabt, äh die im äh Lehrberuf tätig war und dann im weiteren Verlauf des Gesprächs auf einmal ja von ihrem Mitleid mit den Kindern sprach, die würden jetzt alle ersticken und äh außerdem, weil die ja den ganzen Tag in die in die Masken atmen, haben die jetzt irgendwelche, Streptokokkeninfektion oder irgend so ein Stußbakterien immer im Rachen und wer im Notfall behandelt ist. Also ein Unsinn, ja, also so ein Unsinn, Und das jetzt zum Beispiel dann auch so ein äh da hat man ja so seine Marke und sagt so boah, weißt du, vielleicht. Redest du einfach mit anderen Leuten und und ich mit anderen Leuten, ne? Dann vielleicht ist das einfach auch besser für uns beide. Na ja, achso und das andere Etablissement ist die Tele Disco. Diskothem.
Tim Pritlove
Tele-Disco. Das ist.
Linus Neumann
Sieht man, hast du garantiert auch schon gesehen, ich weiß auch, wo du schon mal gesehen hast, aber ich äh beschreib's einfach nochmal. Das sind äh umgebaute Telefonzellen ähm in den Telefonzellen ist eine Musikanlage mit äh wünsch dir ein Lied, und einer kleinen äh so einer kleinen Discokugel und ein bisschen Beleuchtung und Blitz und Nebel und hast du alles nicht gesehen? Und draußen muss sie, weil sie sich zwei Euro reinwerfen. Und dann kannst du, das ist so für die kleine Party zwischendurch. Da kannst du ähm. Kannst du dir Musik wünschen, gehst rein, dann ist da zwei Minuten äh Halligalli drin und dann geht dein geht Licht wieder aus, kannst du weitergehen, ne? Also so ähnlich wie man sich hier, ne, in Berlin, Bier kannst du kurz in die gehen, ne? Wenn der, Und da steht auch dran, äh man man möge aber bitte man müsse die Corona-App nutzen. Jetzt weiß ich nicht genau, das habe ich leider dann auch nicht mehr ähm. Also sage ich mal, mein mein Risikoapetit war nicht so groß, dass ich in in diesen, Raum gehe, in den Menschen, den Menschen dann voll hecheln. Ähm ich bin mir nicht sicher, ob das Ding ob das Ding tatsächlich über Bluetooth guckt, dass es Beekens bekommt. Wenn Menschen drin sind und sonst vielleicht die Musik verweigert oder ob das einfach nur ein freundliches Schild ist, das, Könnte man mal noch mal irgendwann in Erfahrung bringen. Vielleicht möchten sich auch die Betreiberinnen bei uns dazu äußern. Aber auf jeden Fall finde ich es gut, dass sie sich damit hier diese ähm. Coronaleugner auf jeden Fall äh aus ihrer Tele-Disco raushalten.
Tim Pritlove
Die Abpflicht ist real. Nochmal.
Linus Neumann
Und nach der App kommt der Chip-Tipp, Tim, weißte, ne?
Tim Pritlove
Klar, der Corona-Chip. Oh Mann. Seufz. Das ist so lustig. Ich würde jetzt ganz gerne noch äh noch einen kleinen, trockenen Anhang zu der Situation der Corona-Warn-App äh geben, weil es war ja auch nun lange eben die Frage mit na ja, was ist denn jetzt mit äh der Kompatibilität in Europa und jetzt wo die Reisezeit. Beginnt und da war ich ja ganz optimistisch und dachte mir so, ah, kann ja nicht so schwer sein, kriegen wir bestimmt noch hin, bevor Sommerferien äh los sind, haben alle irgendwie Corona-Warn-App äh in der Tasche und dann funktioniert das auch mit den anderen Apps. Potentiell gibt es ja jetzt schon relativ viel Kompatibilität. Ich habe jetzt die Liste nicht vollständig, aber ich glaube, so die allermeisten europäischen Länder haben ja mehr oder weniger jetzt klein beigegeben einschließlich okay haben eine entsprechende kompatible App, also zu diesem Exposur Notification rausgebracht äh mit unterschiedlichen Verbreitungsmengen, Also Österreich, Schweiz hatten wir ja hier äh in bayerischen Ländern mindestens zwei, wenn nicht sogar äh alle drei Länder, Dänemark, äh wie schon gesagt, Frankreich wehrt sich, glaube ich, irgendwie immer noch. Warum auch immer. Auf jeden Fall. Das war die Frage. Und immerhin hat sich da jetzt was getan, auch wenn wir's noch nicht haben, nämlich zweierlei. Einerseits hat die EU, der SAP und der Telekom, weil das ja so schön gelaufen ist, hier mit der Corona-Warn-App, den Auftrag gegeben, doch bitte ihre Infrastruktur auch auszudehnen für ein EU-weiten Server. Und da gab's ja lange Diskussionen dadrüber, wie denn das jetzt gebaut werden soll und wenn ich das richtig mitbekommen habe, hat sich jetzt der Vorschlag von Apple da durchgesetzt und äh wir werden jetzt demnächst, den nächsten Betriebssystem Updates bei Google und Apple, also auf Eiweiß ist dann dreizehn sieben, keine Ahnung, wie das bei äh Google Play äh gerade mit Versionsnummern und so weiter ist. Es wird also ein ein Update geben und abgesehen davon, dass man dann auf dem Telefon wohl auch, diese das Sinn und Empfangen der Beacons einschalten kann, selbst wenn man noch gar keine App installiert hat, auch schon mal nicht schlecht ist, gibt es einen sogenannten Reisestatus, den das Telefon jetzt selber feststellt. Denn es ist ja nun so, man befindet sich ja in der Regel dann doch zu Hause, Klar, es gibt ein paar Leute, die äh reisen rum wie nichts Gutes, aber das dürfte ja dann auch etwas abgenommen haben und Pendler und so weiter, alles klar. Eben die allermeisten Leute sind halt meistens dann doch in ihrem eigenen Land. Und wenn man sich dann halt doch mal äh bewegt, können Telefone das natürlich wunderbar feststellen. Auf einmal hast du, was ich italienisches Mobilfunknetz um dich herum, du hast natürlich die GPS-Daten et cetera, also ein Telefon weiß schon, wo es ist. So, passt ja auch die Zeitzone an, wenn man aus dem Flugzeug äh steigt, die wissen das. Jetzt kann also diese dieses Framework, also die Api quasi, sagen in dem Moment, wo jetzt jemand sich positiv meldet und dann ja für die letzten vierzehn Tage die entsprechenden Diagnosekies veröffentlicht werden sollen. Dann hängt quasi diese Information war im Ausland an den Kies mit dran. Das heißt, wenn in dem Moment, wo die Keys veröffentlicht werden, weiß dieser Corona-Warn-App-Server in dem Fall so A hier ist ein Key, der äh wurde auch in anderen Ländern verteilt. Sagt nicht, in welchem Land, sondern sagt nur nicht at home, quasi die einzige Information, die die da dranklebt. Und dann ist der Plan diesen Kiedern zu nehmen und dann quasi auch noch auf so einen EU-weiten, Zusatzserver mit drauf zu packen, aber eben nur diese Keys. Sprich, es gibt, weiterhin diesen nationalen Server in Deutschland, Österreich, Schweiz et cetera überall sonst und für alles, was quasi Auslandskies sind, also Reisekies, die werden dann auf einen gemeinsamen EU-Server gepackt.
Linus Neumann
Aber da musst du trotzdem immer auch müssen ja alle trotzdem auf den EU-Server zugreifen.
Tim Pritlove
Genau, das heißt, die Apps werden dahingehend geändert werden, dass sie dann halt zusätzlich zu dem dem deutschen Server sich auch noch Kies von diesem anderen Server holen, aber das sind natürlich dann quasi nur die Reisetage, die du dann da abgreifst. Wo jemand irgendwie potenziell symptomatisch war.
Linus Neumann
Ach so, ja, ja, genau, klar. Du willst du greifst nur die Reisetage ab, nicht nicht die pro Person, die, meldet, nicht alle vierzehn Tage, sondern pro Person von mir aus auch nur einen Tag, den sie im Ausland war, den aber dafür das gesamte EU-Ausland, Verstehe. Elegante Lösung, das heißt, du hast dort, wenn du Glück hast, äh wahrscheinlich insgesamt so viel wie nochmal bei einem ganzen Land oder sowas.
Tim Pritlove
Ja, wenn überhaupt.
Linus Neumann
Auf das Land an, ne?
Tim Pritlove
Also ich denke, das dürfte deutlich weniger sein, aber das wird man dann sehen. Aber das ist auf jeden Fall eine zu bewältigende Größe. Wie gesagt, EU hat's beauftragt, SAP, Telekom muss das halt äh einerseits müssen sie halt die App anpassen, andererseits müssen sie äh ihre Serverinfrastruktur quasi nochmal replizieren und dann natürlich mit all den Ländern irgendwie äh, quasi testen und den Austausch organisieren und was weiß ich, vielleicht noch irgendwelche Verträge unterschreiben. Ja, keine Ahnung, wann das jetzt kommen soll. Ähm die Betriebssystem-Updates sind natürlich jetzt erst mal die Voraussetzung, das macht gerade so den Eindruck, als ob das so in den nächsten zwei Wochen stattfinden könnte und dann könnte man vielleicht auch schon eine App sehen und ob dann auch schon die Infrastruktur läuft Kann ich nicht beantworten, weiß ich nicht, habe ich keine Informationen zu.
Linus Neumann
Dann können wir uns jetzt demnächst auch wieder äh im Ausland infizieren.
Tim Pritlove
Endlich.
Linus Neumann
Ähm ich glaube, eine kleine Meldung müssen wir noch mit reinnehmen. Die haben wir, weil wir äh Geschichten ja im Lokbuch Netzpolitik auch zu Ende erzählen. Ähm du hattest das hier vor einigen Wochen oder ist vielleicht auch schon Monaten. Angesprochen, dass es in vielen wissenschaftlichen Studien, Probleme gibt in der, in den Grafiken und in den Tabellen, weil die Tabellen mit Excel gemacht werden. Und bestimmte Gene waren das, ne?
Tim Pritlove
Es waren die Namen von Genen, ganz konkret, weil die halt genau so blöde Namen haben, dass Excel halt sagt so, ah, da hatte bestimmt jemand gerade ein Datum eingegeben, so dass sie und äh Sept, sieben und so. Und äh ja, ja, genau. Und jetzt äh gab's jetzt gab's die Lösung. Ein Update, Microsoft. Nein, doch nicht. So, es gab.
Linus Neumann
Gene werden umbenannt.
Tim Pritlove
Genau, die Gene werden umbenannt. Sind auch nicht so viele, aber.
Linus Neumann
Und jetzt also ich meine, jetzt frage dich mal ernsthaft, ne, wer war denn zuerst da?
Tim Pritlove
Die Gene oder Hexe.
Linus Neumann
So, die Gene oder Echse?
Tim Pritlove
Tja.
Linus Neumann
Das ist die Exilisierung äh des des Genlandes ist das nämlich.
Tim Pritlove
Also ich kann diesen Move nachvollziehen. Der wird natürlich auch noch für Probleme sorgen, weil.
Linus Neumann
Schämen sollte sich Microsoft.
Tim Pritlove
Ja, ja gut, aber ich meine, über den Punkt sind sie schon lange hinaus. Das das wenn nicht das ist halt einfach so.
Linus Neumann
Du, ich sage dir das, Tim, als erst benennt er Bill Gates unsere Gene um, ja und dann.
Tim Pritlove
Oh
Linus Neumann
Das geht schleichend. Wacht auf! Wacht auf.
Tim Pritlove
Ja, ja, der, der mit uns alle, alle, alle vergiften, damit er uns retten kann. Hm.
Linus Neumann
Oh je.
Tim Pritlove
Ja, es ist, es ist wirklich, es ist wirklich krass, ne? Aber ich muss, aber das ist, Ich meine, wir wir hatten jetzt, wir hatten dieser Sendung jetzt schon schon so oft dieses Thema Softwarequalität auf die ein oder andere Art und Weise, ne? Und und ich leide ja auch immer besonders äh unter der Situation in Deutschland, ne, weil halt alle immer irgendwie erstmal die Schuld woanders abladen oder zumindest suchen wollen und ähm irgendwie verstehe ich auch nicht so richtig was aus diesem Land geworden ist, da ist man so stolz auf seine ganzen Ingenieure, da ist man so stolz auf seine Technik, da ist man so stolz auf sein Handwerk, ja? Aber dann beim Programmieren gilt das irgendwie alles nicht, Also da gibt's irgendwie überhaupt kein kein Anstand und, und, und, und keine Ehre, ja, kein, keine innere Motivation, da einfach mal die besten sein zu wollen. Was was kaputt? Mit Deutschland. Was was erlaube Deutschland? Warum warum sollen wir nicht die die besten Informatiker sein wollen? Sind wir aber nicht. Ist halt so. Und äh es ist aber dann halt bei Microsoft ich will jetzt auch gar nicht so auf Microsoft rumhauen, aber es ist halt so, Software macht auch manchmal irgendwie lazy und natürlich kann man auch andersrum argumentieren, Naja, wir wollen's ja den Leuten auch einfach machen, nur weil sie sich da jetzt vertippt haben mit ihrem Datum, erkennen wir das dann halt trotzdem an. Aber die Implikation davon. In so vorauszunehmen ist nicht immer einfach. Ja, dann hast du da irgend so einen Chef, der sagt so, ja, ich muss jetzt hier einfacher werden, die Leute kriegen ihre Daten nicht eingegeben, dann bauen sie halt so ein Feature ein und dann war's das.
Linus Neumann
Ich arbeite äh dann doch schon äh seit äh seit einigen Versionen mit Excel, ne? Und eines der am häufigsten verwendeten, Fell äh Funktion ist, Definition des Typs des Feldes, ja? Und der Excel eine Datenverarbeitung ist und auch skriptfähig ist das jetzt für, viele Menschen relativ normal, dass man eine Variable oder einen Wert eben einen bestimmten Typ zuordnet, ja? Häufig, je nachdem, was man in Excel rechnet, ne. Bei mir ist es halt äh. Und dann äh Millionen Euro oder sowas stelle ich dann ein, ne. Aber ähm und äh da wäre es doch problemlos, problemlos möglich gewesen zu sagen, okay, es gibt jetzt den Datenfeld, des Datenfeld gehen, oder dass äh den Modus, ne, hier diese Strings, wenn man man kann es ausschalten, dass die automatisiert umgebaut werden oder echt einfach nur den Datentyp gehen, dann hättest du immer noch in fünfzig Prozent der Studien das falsch, aber dann könnte man wenigstens sagen, die Person weiß nicht, dass man ein Excel ein Häkchen setzen muss, ne.
Tim Pritlove
Hm ja.
Linus Neumann
Auszusetzen, genetische Änderungen durch durch äh durch durch Faulheit.
Tim Pritlove
Ist jetzt wirklich die die Frage, wie man, wie man da jetzt die Schuld gibt. Da hat ein Typ gehen alle schön und gut, aber ich glaube, der, Äh das Problem entsteht halt schon viel früher. Ja, das sind halt alles so solche äh Textladungen. Ja, da hast du da eine Komma separierten Tabellen als Text, dann lädst du das irgendwie rein und bevor du überhaupt nur die Gelegenheit hast, irgendwas auf irgendwas einzustellen, ist da schon ein Datum drin, weil Excel einfach schon sagt, so, och, da steht March One drin. Das kann, kann so nicht gewesen.
Linus Neumann
Mit mir keinen Streit über Excel ein an, wenn du Komma separierte Daten in Excel reinmachen möchtest, dann machst das über den CSV Importer und da kannst du sehr wohl für jede Spalte den Datentyp angeben.
Tim Pritlove
Auto Conversion ist einfach evil. Das kannst du drehen und finden, wie du willst, das ist einfach also zumindest ohne Warnung, ist es Evil.
Linus Neumann
Wir Autokorrekt, nur schlimm.
Tim Pritlove
Ja, genau, das ist genau, genau das.
Linus Neumann
Okay.
Tim Pritlove
Also wirklich das das. Das ist einfach immer der Tod. So und du kannst nichts dagegen machen und es ersetzt dein harmloses Wort immer in die peinlichste Phrase, in dem Moment, wo es wirklich mal wichtig gewesen wäre, richtig.
Linus Neumann
In dem Moment, ne, wo du, na ja, okay. Ich glaube, wir.
Tim Pritlove
Desaster, alles wird dadurch ausgelöst werden, ne.
Linus Neumann
Trennung äh.
Tim Pritlove
Fünfte Weltkrieg wird durch Autokorrekt ausgelöst. Ich sag's dir.
Linus Neumann
Wobei also eine Trennung, sag mal, wenn du wenn du für deine Trennung Excel brauchst, dann hast du hier noch ganz andere Probleme. OK Männer.
Tim Pritlove
Habe ich eh schon die halbe Welt.
Linus Neumann
In den Kommentaren. Okay, ähm lassen wir das. Äh, und ledige Frauen, natürlich. Äh kommen wir äh zur Stellenausschreibung. Es gibt äh mal wieder ein Jobangebot für die engagierte Kommunikatorin und Campain Managerin. Ähm und zwar hat EpiCenter Works, einen, den die Position einer Communication, boah, das ist ein englisch hier, also eine Kommunikations- und Managerin, Kommunikations- und Kampagnenmanagerin oder Communication Pain Manager. Maenjoy in ähm Viena, äh Wien, Wer kennt äh es nicht? Die Stadt der was ist was ist was ist wie in die Stadt? Der Österreicher, ne? Wie in ist.
Tim Pritlove
Konferenzen. Führende Konferenzstadt in Europa. Aber ist eigentlich der Musik.
Linus Neumann
Musik, der Kaffeehäuser, ähm.
Tim Pritlove
Des Schnee.
Linus Neumann
Also die Hauptstadt von Ibiza. So und ähm. So, Hauptsache Hauptsache.
Tim Pritlove
Läufst auf dem Ruder hier.
Linus Neumann
Ähm da kann man mit einem, besonderen Team arbeiten, nämlich mit ist ja die die Fortführung des AK Vorrat Österreich mit anderen Mitteln gegründet äh und ich glaube auch geleitet von Thomas Lohninger, den unsere Hörerinnen hier ja sicherlich aus vielen Auftritten im Lokbuch kennen und schätzen. Und äh wem Netzpolitik äh eine Herzensangelegenheit ist und wer was in Europa und der Welt bewegen will, äh möge sich gerne dort bewegen, äh äh bewerben. Für Menschen außerhalb von Wien gibt es die Möglichkeit einen eines Umzugsbonus oder auch äh teilweise das äh zu Zeiten von Corona, aber es wäre natürlich dann schon das Ziel, äh früher oder später dann auch vor Ort mit dem Team zu arbeiten. Die Bewerbungsfrist ist bis zum fünfzehnten September. Das sind ab jetzt also noch etwas über zwei Wochen. Könnt ihr euch auf jeden Fall mal anschauen. Ähm. Hat's ja auch ohne Kommunikations- und Campaign-Managerin äh oder zumindest mit der alten äh schon weit gebracht. Äh das heißt, hier äh hat man auf jeden Fall ein kräftiges, kräftiges Team, ähm, Seite und gerade von Thomas Lohninger äh denke ich, kann man da auch noch eine Menge lernen über über dieses über den politischen Bereich in Österreich und äh in Europa. Das ist schon, denke ich, eine Premiumstelle, die da zur Verfügung steht.
Tim Pritlove
Genau. Das bringt uns ans Ende der Sendung.
Linus Neumann
Das bringt uns ans Ende der Sendung, gibt es Zellgerasche los, ich werde gerne nochmal danken und äh zwar. Ähm Lena und Thomas würde ich gerne danken. Und dem kann ich auch erzählen, dem äh kann ich ja freundlich grüßen, dem Mitarbeiter bei der äh Apple-Hotline. Der dann so am Ende meines äh Falles, der da behandelt wurde, sagte, ja ich dürfte ich noch eine Frage stellen, sind sie der Linus Neumann? Ich habe mich gefragt, welcher denn? Woraufhin dann so eine Beschreibung kam, die eventuell auf mich passen könnte, von der ich mich auch etwas gebrauchpinselt fühlte? Und dann habe ich gesagt, ja, würde ich auch gerne grüßen, weil das fand ich sehr äh war eine angenehme Überraschung so freundlich, gelobt zu werden.
Tim Pritlove
Genau, wir bedanken uns auch noch für äh die Verleihung der goldenen Schallplatte. Und ähm genau. Euch dazu leider nicht äh preisgeben, aber offensichtlich wollen wir äh würdig genug dafür.
Linus Neumann
Namentlich haben wir dafür schon letzte Sendung gedankt, aber äh genau.
Tim Pritlove
Und das war's eigentlich. Insofern müsst ihr, müsst ihr jetzt einen anderen Podcast hören, wenn der jetzt vorbei ist.
Linus Neumann
Na ja, kann ja auch mal was anderes machen. Kommt Kinder, geht raus, äh ne, bevor ich da die ganze Werbung wieder anhören müsst.
Tim Pritlove
Viel Spaß dabei. Ciao.
Linus Neumann
Auf Wiederhören. Tschau, tschau.

Shownotes

Feedback: vote-it

Feedback: Laboranbindung CWA

Feedback: Contact Tracing in der Gastronomie

CCC findet Contact Tracing und Reservierungsdaten in der Cloud

Corona-DDoS auf Berlin

Antifaschistische Auktion

CWA: App auf 14 Mio Telefonen?

CWA: Euro-Lösung in Vorbereitung

Excellente Gene

Stellenausschreibung epicenter.works

Bonus Track

47 Gedanken zu „LNP357 Wie Autocorrect, nur schlimmer

  1. Thema Corona-Tests:
    Ich selbst hatte 2x Erkältungs-Symptome, und musste mich daher beide male testen lassen (vor allem um festzustellen, ob ich wieder zur Arbeit darf). Dort gab es keinen QR-Code oder ähnliches. Mein zweiter Test war diese Woche.

    Reiserückkehrer Corona-Test:
    Ein Bekannter war mit seiner Freundin im Urlaub, und das Gebiet wurde in dieser Zeit als Risikogebiet deklariert. Beide haben sich am Flughafen testen lassen. Das Ergebnis kam dann direkt in der Corona-Warn-App an. Da stand einfach „negativ“. Witzig wurde es, als der gleiche Kumpel ein paar Tage später in einem Hotel einchecken wollte. In einem Fragebogen musste angegeben werden, ob er die letzten 14 Tage in einem Risikogebiet war. Um keine Falschaussage zu machen, hat er „ja“ angekreuzt. Die Frau hat dann ein negatives Testergebnis verlangt. Die App hat das aber nicht mehr angezeigt. Weshalb er ein Problem hatte. Die Frau am Schalter wollte ihm dann das Zimmer verweigern. Glücklicherweise hatte ihm seine Freundin aber einen Screenshot ihres negativen Test aus ihrer App geschickt gehabt. Dann hat er der Frau einfach den Screenshot seiner Freundin gezeigt, und gesagt, dass die App das doch noch anzeigt. Und alles war ok. Soviel dazu…
    Also nicht nur die Anbindung wäre wichtig, sondern eine fälschungssichere Anzeige. Ein negatives Testergebnis als Screenshot könnte man sich ja bestimmt auch aus dem Netz ziehen. Oder das Häckchen bei „nein“ setzen…

  2. Feedback zum Feedback: Corona Warn App und Laboranbindung: Hallo liebes Logbuch Team! Doch noch mal zu Euren Kommentaren, warum dauert eine Anbindung der Laborinformationssyteme (LIS) an die Corona Warn App solange? Und dann wieder der Hinweis auf die Softwareentwicklung… nun die Arbeitsdauer der Softwarentwickler Ist tatsächlich kaum relevant … Aber leider braucht’s halt bei Medizintechnik etwas mehr (IVD, EN2304, Verifikation, Validierung, Risikoanalyse). Grob geschätzt kann man kalkulieren 20% Softwareentwicklung, 80% Regulatory Overhead.
    Ja ist nervig, aber führt dazu, dass medizinische Software ein wenig besser ist, wie die Gastrosoftware … zumindest ein wenig.
    Trotzdem ich verstehe den Frust, so eine Anbindung in Zeiten von Corona sollte schneller gehen … aber es ziehen eben nicht alle Hersteller von LIS Systemen mit (Leica, CGM, Metadix, usw) und nicht alle Labore ziehen zeitnah Updates.

    Viele Grüße
    Florian

  3. Hi Team,

    ich hab auch mal eine Verständnisfrage zum Thema Datenerhebung und Corona in Lokalen. Nehmen wir an ich bin jeden Tag irgendwo was essen. Morgens im Kaffee, Mittags beim Italiener, Abends beim Burger King. Das dann sieben Tage die Woche und weil ich so viel unterwegs bin, jeden Tag in einem anderen Lokal. Nach ca. zwei Wochen bekomme ich ein positives Testergebnis. Was bringt es dann, dass der Gastwirt meine Daten vier Wochen aufhebt, wenn ich mir nicht auch alle Lokale und die Uhrzeit notiere, um diese dann zu informieren?
    Ich befürchte, das sowas den meisten Leuten nicht bewusst ist und die Wenigsten noch nachverfolgen können wo sie die letzten 14 Tage überall waren. Daher wäre doch ein System welches ihr angesprochen habt (QR Code und Labore informieren) doch die einzig effektive Lösung, oder?

    Dank euch!

    • Die Kontaktlisten in Restaurant dienen primär dazu, die anderen Besucher benennen zu können, nachdem ein infizierter Besucher gefunden ist.
      Wie ein Infizierter seine Kontakte informiert, ist ein anderes Problem. Dafür gibt’s ja die App.

  4. Hallo Linus, hallo Tim,

    zwei Dinge:
    1. Danke, dass ihr endlich aus dem dem Sommer zurück seid und wieder in den Turnus kommt! Als ich mich in eurer Pause dabei erwischt habe Fefe zu lesen, habe ich mir wirklich Sorgen um mich gemacht.
    2. Ich mache nicht die IT für die Restaurants. :-)
    3. Evtl interessant für die Themenplanung: Boris Palmer (OB von Tübingen) hat im Laufe der Woche bei Lanz massiv gefordert, eine CWA-Pflicht durchzusetzen. Beobachtet ihr Entwicklungen, dass die Lobby für dieses intellektuelle Abfallprodukt (also die Idee) wächst? (Er begründet das damit, dass eine App-Pflicht im Sinne der Freiheit ein geringerer Eingriff in die Menschenrechte darstellt, als z.B. Quarantänen, Ausgangssperren, Maskenpflicht etc.)

    Viele Grüße
    Kevin

      • Den Eindruck hatte ich auch.
        Allerdings stellt sich dann dei Frage, weshalb er eine so große Bühne bekommt.
        Btw, sei froh, dass du kein Fernsehen schaust. Es war wie ein schrecklicher Autounfall, den man eigentlich nicht sehen möchte, aber die Augen irgendwie trotzdem nicht davon wegbewegen kann.

        Leider muss man auch festhalten, dass Intelligenz (oder zumindest die Ausschöpfung dieser) kein notwendiges Kriterium für politischen Einfluss ist. Das konnte auch eine von mir ausgeführte repräsentative Studie belegen, bei der sämtliche bayerischen Innen- und Verkehrsminister im Kabinett Merkel IV untersucht wurden.
        Daher bleibt mir zumindest subjektiv kaum etwas anderes übrig, als die Entwicklung mit großen Sorgen zu beobachten.

  5. Ich bin sehr unzufrieden mit euren kurzen Ausführungen zum Thema CWA-Pflicht.

    Mein Handy ist zu alt und unterstützt die App nicht. Damit werde ich von euch mit „Covidioten“ über einen Kamm geschert. Nicht auf irgend einen Campingplatz zu dürfen ist mir persönlich recht egal, ich frage mich trotzdem welche weiteren Institutionen eine solche Pflicht einführen werden.

    Soll ich schon mal anfangen Geld zu sparen um mir ein neues Handy zu kaufen damit ich weiter am öffentlichen Leben teilhaben kann?

    • Hier war ja nicht vom öffentlichen Leben sondern von den Entscheidungen von privaten Betreibern die Rede. Aber um mal beim Campingplatz-Beispiel zu bleiben: die Motivation des Betreibers ist ja wohl deutlich geworden: es geht um die Reaktion der Leite und wenn deine Antwort da glaubhaft rüberkommt, dann schickt er dich bestimmt nicht wieder weg.

      Davon abgesehen solltest du dir trotzdem ein neues Telefon kaufen. Denn wenn die CWA da nicht läuft kriegt es vermutlich auch keine Security Updates mehr.

  6. Man kann von Excel halten was man will, aber ganz ehrlich wenn man für die eigene Arbeit derart zentrale Daten speichert dann muss man…
    a) die Software mit der man arbeitet einfach KENNEN oder
    b) ANDERE Software benutzen

    Wie Linux bereits sagte: Zellenformatierung ist eine absolut GRUNDLEGENDE Funktion von Excel. Und ja Autoformat ist doof. Aber es gibt auch viele DAUs die das toll finden. Wer auch nur 10 Minuten mit dem Programm arbeitet, weiß, wie man das (mit zwei Klicks) deaktiviert.

    Und jetzt die Software zu verfluchen, weil sie von Leuten bedient wird die keine Ahnung haben, ist imo ziemlicher Quark.

    lg, Dave

  7. Zu der EU-Key-Server Lösung: Die beschriebene Umsetzung löst also nur das Problem wenn Infizierte auf Reisen gehen. Das Reisende auf infizierte Einheimische treffen und mit denen Keys ausgetauscht haben können bleibt unberücksichtigt?

    Ich habe mich gefragt ob ich das falsch verstanden habe, da Ihr das nicht angesprochen habt. In vergangenen Folgen hattet Ihr das Problemfeld ja in Gänze beschrieben.

    (Zur Klarheit: Wenn Anna aus A-Land den in B-Land wohnenden Bernd besucht, bekommt Bernd mit wenn Anna infiziert war. Anna bekommt aber nicht mit, falls Bernd infiziert war. So habe ich zumindest eure Ausführungen zu der vorgeschlagenen Umsetzung verstanden.)

    • Doch, bei dieser Lösung holen alle Europäerinnen sich auch immer alle Schlüssel von allen Reisenden in alle Länder. Aber nur von deren Reisetagen.
      So zumindest habe ich das verstanden. Ohne das mit dem spitzen Bleistift nachgerechnet zu haben müsste das von der DatenMenge her noch ganz gut hinkommen.

      • Alle Europäerinnen von allen Reisenden aber nicht alle Reisende von allen Europäerinnen oder nicht?

        Ich versuche das Gegenbeispiel noch mal deutlicher zu machen:

        Anna lebt in A-Land. Bernd lebt in B-Land. Anna reist nach B-Land. Anna ist also die Reisende. Nun treffen sich beide in B-Land (Bernds Wohnort). Die Handys tauschen Keys aus. Wenn jetzt am näschten Tag Bernd einen postiven Test durch die App veröffentlicht läd sein Händy das nur auf den lokalen B-Land-Server (da er ja nicht verreist ist). Annas Handy fragt aber nur den Server in A-Land und den EU-Reise-Server auf dem Bernd aber nicht veröffentlicht wird. Damit hat man eine Situatuation in der Annas Handy proximity Keys von Bernd hat aber nicht auf dem richtigen Server nachfragt auf dem Bernds Keys veröffentlicht werden.

        Das Reisende auf Anwohnerinnen des Landes treffen ist ja jetzt kein Ausnahmefall sondern sollte die Regel sein. Und es erscheint mir auch unwahrscheinlich das eine Gruppe signifikant häufiger infiziert ist als die Andere.

        • Richtige Analyse auf Basis meiner gegebenen Erklärung. Dieser fehlte allerdings noch ein Detail, dass ich leider vergessen habe hinzuzufügen: in dem Roaming-Modell merken sich die Clients die Länder, die besucht wurden und fragen für die Tage auch noch die nationalen Server mit ab. Damit erhält Deine Anna die Schlüssel direkt aus B-Land.

  8. Hallo Linus und Tim,
    ich würde mir etwas mehr Empathie gegenüber Stuttgartern wünschen. Wir haben die Querdenker hier schon die ganze Woche und brauchen auch einen Tag in der Woche, wo man mal raus kann um Einkäufe zu erledigen und Vitamin-D zu produzieren. Daher danke an alle Berliener, die uns die für einen Tag in der Woche mal abnehmen und sich angemessen um sie kümmern.

  9. Hallo Ihr beiden,
    Was ich bei dem „CWA-Zwang“ (oder einer „Incentivierung der Appnutzung“, wenn man’s so nennen will problematisch finde:
    Das ganze Konzept der CWA beruht ja darauf, dass man sich freiwillig und unter größtmöglicher Transparenz (OpenSource etc) an der Ausbremsung der Virusausbreitung beteiligt.

    In dem Moment, wo hingegen der Druck steigt, das Ding zu nutzen (und sei es auch nur, weil man auf seinen Lieblingscampingplatz nicht mehr kommt), werden findige CWA-Gegner doch sicher auf die Idee kommen, sich eine funktionslose, „immer grüne“ App nachzubasteln (gerade weil der Quellcode ja in GitHub liegt)

    Sicherlich – viel Aufwand für die „App-Vermeidung“, aber bei hinreichend Ablehnung (ich sag nur Masken-Gegner) könnte es auch zum Volkssport werden, wer sich an den meisten „App-Kontrollen“ vorbeimogeln kann, und somit noch mehr Leute motivieren, die App ganz bewusst nicht zu nutzen, sondern ein mogelndes Pendant.

    Wäre es unter diesen Gesichtspunkten nicht sinnvoller, für den freiwilligen Einsatz der App zu werben, statt Szenarien zu schaffen, die zum Faken ja geradezu einladen? Oder sehr Ihr diese Gefahr nicht so?

    Keep Up the good Work,
    Jörg

    • Auf jeden Fall.
      Wir haben uns immer ganz klar gegen jede Form von Zwang ausgesprochen.

      Ich würde auch vermuten, dass der Campingplatzwärter keine Menschen abweist, die zum Beispiel einfach kein Handy haben.

      Aber er will sich von vornherein die Leute ersparen, mit denen sich jede Diskussion erübrigt und die nachher mit Reichsflaggen das Waschhaus besetzen und rufen „wir haben gewonnen!!!“

      Mit der gleichen Logik kleben sich andere zB eine Regenbogenflagge ins Fenster – damit homophobe Arschlöcher in andere Kneipen gehen ;)

  10. Kurze Rückmeldung zu 1312: Weil ich echt nen Problem damit habe, dass Ihr das auch noch abfeiert.

    99,99999 % der Menschen (grob geschätzt) interessiert sich nicht für Codes. Mein KFZ-Kennzeichen ist keine politische Glaubensbekundung, sondern wurde mir zufällig zugewiesen, weil ich mir kein Wunschkennzeichen besorgt habe. Und ich fahr nen 2002er Opel Corsa, auf dem ich per Hand nen großes Peace-Zeichen gesprüht habe.

    Ich opfer für nen neues Kennzeichen keinen Urlaubstag an die Zulassungstelle, nur weil ein paar Verschwörungstheoretiker das Kennzeichen falsch verstehen.

    Wozu braucht Ihr den quatsch überhaupt? Nazis sind die, die behaupten keine Nazis zu sein. Fertig. Dazu muss ich mir auf Twitter nicht ihren Nickname ansehen.

    Und wenn Du als linker nen Problem damit hast, offen Bullen zu beleidigen, dann bist Du halt kein echter Linker, sondern einfach nur nen Mittelschichtsspießer.

    • No True Scotsman würde Polizisten beleidigen :-P

      Ich kann mit Symbolen auch nicht viel anfangen. Finde es aber immer super, wenn man auf miese Tricks der Gegenseite schwungvoll und ausdauernd draufhaut. Wenn mir einer unterstellt, ich hätte ihn lebensgefährlich mit Kantholz(TM) angegriffen und sich das kurz darauf als frei erfunden herausstellt, finde ich es super wenn dem das jahrelang immer wieder aufs Brot geschmiert wird. Lügen verbreiten ist nämlich scheiße und Lügnern ihre Lügen vorwerfen ist etwas Gutes.

  11. Soweit ich weiß is die Corona-App in UK/Großbritannien weiter nur im Testlauf, wenn ihr da anderweitige Infos habt, wär ich da sehr interessiert, weil ich mich grad dort aufhalte ^__^

  12. Was ich bei dem Excel Problem nicht verstehe ist, dass dafür nicht jeder schon spätestens im 2. Semester sensibilisiert ist.
    Ich kenn das nur aus Technikstudium, aber dort waren die Labore gefühlt genau nur dafür da, uns die Protokolle wegen solchen blöden Fehlern um die Ohren zu hauen. Der Schmerz führt dann dazu, dass man sich irgendwann genau seine Toolchain mit Vorlagen und Settings zurecht legt.

    Das es nervt ist klar – aber die Ursache liegt ja nicht beim Tool.

  13. Kommentar kommt zwar spät, aber ich hoffe dennoch pünktlich genug, um ihn ggfs. ins Feedback aufzunehmen.

    Thema: Corona-Tracing-App und Verantwortlichkeit im Sinne des Datenschutzes

    Das, was die Firma (Anbieter des Tracing-Formulars) nämlich angesprochen hat, stimmt leider. Die DSGVO kennt keine Herstellerhaftung, sondern geht immer von der Verantwortlichkeit bei dem „Verantwortlichen“ (i. S. d. Art. 4 DSGVO) aus. Also hier der Restaurantbetreiber.

    Das hat die teils sehr absurde Auswirkung, dass Kleinstunternehmen und Nicht-Techniker die rechtliche Verantwortung für teils technisch komplexe Software übernehmen (müssen/sollen), wenn Sie einen Dienstleister im Zuge der Auftragsverarbeitung (gem. Art. 28 DSGVO) einsetzen.

    Aktuelles Beispiel: Ein Unternehmen setzt Microsoft Produkte ein. Passiert jetzt bei Microsoft was mit den Daten (z. B. ein Transfer in die USA ohne Rechtsgrundlage), dann ist das Unternehmen verantwortlich und nicht Microsoft.

    Wir hatten letztens den Fall, dass eine Patientenverwaltung durch ein mangelhaftes Rechte-/Rollenkonzept bzw. -management allen angeschlossenen Ärzten die Stammdaten von einer anderen Praxis angezeigt hat.
    Und wer ist verantwortlich? Nach der DSGVO die Arztpraxis, der die Daten gehören.
    Etwaige Geldbußen durch Aufsichtsbehörden oder gar Schadenersatzforderungen (nach Art. 82 DSGVO) gehen komplett in Richtung Unternehmen (bzw. hier die Arztpraxis) und nicht zum Hersteller/Anbieter. Und das obwohl technisch die ‚Schuld‘ nicht bei der Arztpraxis liegt. Der einzige Fehler der Arztpraxis war dann der Einsatz des Dienstleisters…

    Hier gibt es schon lange Forderungen der Experten und Verbände in Richtung Herstellerhaftung. Leider bisher ohne Erfolg.

  14. Mich wundert es ja nicht, dass der Apple-Mitarbeiter so verwundert war. Ich hätte beim Sprecher des CCC auch eher einen Computer mit Linux und ein Smartphone mit Google-freiem Android oder sogar ebenfalls Linux erwartet, und nicht proprietäre Hard- und Software von Apple.

    Aber es hätte sich ja natürlich auch um Probleme an Geräten aus Familie oder Bekanntenkreis handeln können…

    • Ach weißt du, ich finde das so unglaublich ermüdend, an dieser Stelle jetzt auf meine zwei Thinkpads mit unterschiedlichen Linux-Distributionen, meine FreeBSD-Server und meine Android-Testgeräte hinweisen zu sollen.

      Wer ernsthaft Menschen nach der Wahl ihres Endgeräts beurteilt und nicht danach, was sie mit diesem Gerät tun, den interessiert wahrscheinlich auch von welcher Marke ihre Kleidung ist.
      Ich bin sehr froh, in meinem Leben diesen Schulhof-Kriterien irgendwann entwachsen zu sein :)

      Aber es freut mich, wenn du mit einem Google-befreiten Android deine Facebook-Nachrichten liest.
      Das ist die Zukunft und du bist ein besserer Mensch als wir alle.

  15. ich finde eure aussagen über die gesundheitlichen nebenwirkungen descmaskentragends sehr unausgewogen und anmassend. bei genauere betrachtung und studien gibt es schon nebenwirkungen, die durch das masken tragen entstehen können und diese dann sogar den nutzen des tragens weit übersteigen.
    eine lächerlich machen über diese problematik zeugt nicht von sehr hohen sachverstand, ganz im gegenteil.
    und grundsätzlich, bleibt bitte bei euren sachgebieten die ihr erlernt/studiert habt.
    vielen dank.

    • Meinst du das Beschlagen der Brille?
      Ansonsten fände ich das total genial, wenn du in der Lage wärst, hier eine peer-reviewed Studie zu verlinken, die mir offenbar entgangen ist.
      Ich sehe hier auf jeden Fall Potenzial für ausführliche Klagen im Bereich des Arbeitsschutzes für Chirurginnen, Anasthesistinnen und sonstige Mitarbeiterinnen in OP-Säälen, auf Intensivstationen, oder zum Beispiel in Schreinereien oder im Bergbau :)

      • https://www.uniklinikum-leipzig.de/presse/Seiten/Pressemitteilung_7089.aspx

        https://www.wochenblatt.com/landleben/gesundheit/wenn-die-maske-eher-schadet-12050167.html

        https://www.suedkurier.de/ueberregional/wirtschaft/schwitzen-und-kopfschmerzen-was-die-corona-maske-mit-zehntausenden-arbeitnehmern-macht;art416,10586708

        https://www.reitschuster.de/post/kotau-durch-maskenpflicht/

        um nur einige zu nennen.
        und das unkritische hinterfragen und einfach alles hinzunehmen was einige ausgesuchte „experten“ erzählen (ohne gegenmeinungen zuzulassen) und dazu die unsachlichen formulieren und dann noch das „lustigmachen“ über die probleme und besorgnisse anderer ist nicht gerade förderlich.
        ich hatte mir von euch mehr kritischen umgang von und für beide seiten erwartet; ich finde, ihr macht es euch zu einfach.
        liebe grüße

        • Link 1:
          „Keinesfalls sei die Arbeit als Kritik oder als ein Infragestellen der Maskenpflicht gedacht, betont Prof. Laufs, denn der Mund-Nasen-Schutz sei wertvoll, um die weitere Ausbreitung der Corona-Pandemie zu verhindern oder zu verlangsamen“

          Link 2:
          „Das kann zum Beispiel für Menschen mit Angina pectoris oder mit einer chronisch-obstuktiven Lungenerkrankung (COPD) gelten, sagte Edwin Bölke, Geschäftsführender Oberarzt an der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie des Universitätsklinikums Düsseldorf, gegenüber dem Ärzteblatt.“

          Link 3: Paywall, sieht nicht nach einer Studie aus.

          Link 4: keine Studie, sondern die Einlassungen von „Hans-Joachim Maaz, Bestsellerautor und seit 40 Jahren praktizierender Psychiater und Psychoanalytiker, war Chefarzt der Klinik für Psychotherapie und Psychosomatik des Diakoniekrankenhauses Halle. Er ist ein gefragter Analytiker insbesondere der gesellschaftlichen Befindlichkeit in Ostdeutschland.“

          Und genau deshalb nehme ich niemanden ernst, die ohne schwere Herz- oder Lungenkrankheiten meint, nennenswerte Beeinträchtigungen zu erfahren, wenn mal 15min im Supermarkt eine Maske getragen werden muss.

          Und meine liebe Alexandra, genau das ist ein kritischer Umgang.
          Ich finde es ja schön, dass du hier versucht hast kritisch zu hinterfragen, was dir „ein paar einzelne Expertinnen“ erzählt haben, aber vielleicht solltest du deine etwas magere Ausbeute dann auch mal kritisch beurteilen.

          • …genau das meine ich ja, ihr sucht euch aus den „links“ die aussagen heraus, die euch passen und stellt sie „ins fenster“, doch die anderen aspekte, die die studie klar herausgearbeitet hat, werden von euch nicht pupliziert. genau so sehen berichte in der momentanen presselandschaft leider aus. es werden ein paar (überwiegend) experten befragt, die dazu noch die gleiche meinung vertreten (was in der wissenschaft absolut unüblich ist – sonst käme man gar nicht voran).
            kritischer und hinterfragender journalismus ist das für und wider/pro und kontra herauszustellen; denn es gibt immer mindestens zwei seiten und daraus folgt, dass keine seite die absolute wahrheit kennt und kennen kann. wer dies behauptet, hinterfragt sich am wenigsten.
            eine bitte noch, die anrede „meine liebe alexandra“ sehe ich nicht als angebracht an, und bitte, diese zu unterlassen! vielen dank

            • Tue mir doch bitte den Gefallen und lies dir mal durch, was du da verlinkt hast. Wenn das das beste ist was „gegen Masken spricht“, dann gibt es auch einen Grund das nicht zu erwähnen:
              Es ist einfach nur Kappes. Natürlich ist gut denkbar, dass Menschen mit schweren Herz- oder Lungenleiden mit Masken Beschwerden haben.
              Diese Menschen kommen aber auch nicht ohne Probleme eine Treppe in den ersten Stock hoch und sollten im Zweifelsfall ohnehin nicht in Zeiten einer Pandemie im Supermarkt einkaufen gehen, weil ihnen eine Atemwegserkrankung mit recht hoher Wahrscheinlichkeit schwer zuträgt.

              Wenn du da irgendetwas kluges drin findest, dann stelle doch bitte das „ins Fenster“ – Du wolltest Belege für die negativen Effekte von Masken (auf die Allgemeinbevölkerung) vorlegen.

              • sorrie, aber selten habe ich eine studie/einen bericht gelesen der derartig „schwammig“ und indifferenziert sowie vage formuliert ist; einige wortbeispiele:
                – ein möglicher weg
                – es ist möglich
                – es schien so
                – könnte werden
                – könnte beitragen
                – hypothese
                – verringern kann
                – möglichkeiten
                – hypothetischer grund
                – theorie
                – hindeutet
                – weniger wahrscheinlich
                – wir nehmen an
                bei einer derartigen faktenlage erübrigt sich meinerseits jeglicher kommentar; zudem widerlegt kein einziger fakt in dieser studie meinem vorherigen post/kommentar/bericht über die verschiedenen studien (uniklinikum hamburg-eppendorf, düsseldorfer kita-studie, dresden, leipzig, universitätsklinikverbundes in südwestdeutschland, der report „non-pharmaceutical measures“, etc.)

                  • das bedeutet noch lange nicht, dass jede veröffentlichte studie, die dort erscheint, auch aussagekräftig ist und dieser link/bericht ist es nicht. ob ein bericht mit derartig vielen „vermutungen“ und mit dieser geringen faktenlage veröffentlich werden sollte halte ich für sehr überlegenswert und auf wissenschaftlicher basis nicht weiterbringend, ganz im gegenteil; es entstehen mehr fragen als antworten.

                    • Bei dieser Einschätzung gehe ich weitestgehend mit.
                      Ich würde aber gern an Inhalt und „Auftakt“ unseres kleinen Austausches erinnern:

                      Meine Aussage im Podcast war sinngemäß:
                      „Selbst wenn sich irgendwann rausstellt, dass die Masken überhaupt nichts bringen, wäre es mir relativ egal, weil sie einfach keine nennenswerte Einschränkung sind.“

                      Dem hast du entgegen gesetzt:

                      ich finde eure aussagen über die gesundheitlichen nebenwirkungen descmaskentragends sehr unausgewogen und anmassend. bei genauere betrachtung und studien gibt es schon nebenwirkungen, die durch das masken tragen entstehen können und diese dann sogar den nutzen des tragens weit übersteigen.

                      Als Beleg hast du neben den Einlassungen eines Psychologen und ein paar Artikeln aus dem Politik- und Kulturbereich eine Studie angebracht, die für schwerkranke Menschen mit Herz- und Lungenproblemen Einschränkungen durch das Tragen einer Maske belegt.
                      Genau diese Menschen sind es aber, die wir durch das Tragen von Masken versuchen zu schützen. Von mir aus auch mit geringer wissenschaftlicher Faktenlage!
                      Das war auch von Beginn an meine Aussage. Schuldig geblieben bist du hingegen Belege für „nebenwirkungen, die durch das masken tragen entstehen können und diese dann sogar den nutzen des tragens weit übersteigen.“

                      Die würde ich nach wie vor gern sehen. Ansonsten trage ich einfach weiter ohne jede nennenswerte Einschränkung meine Maske auf die geringe Wahrscheinlichkeit hin, vielleicht andere, vielleicht mich dadurch zu schützen.
                      Weil ich überhaupt keinen Grund sehe, mich darüber aufzuregen.

                      Für die Patientinnen mit Herz- und Lungenkrankheiten gilt nun leider aber die Situation, dass sie mit Maske schlechter atmen können und die Maske für sie als Risikopatientinnen vermutlich keinen ausreichenden Schutz bietet.
                      Sollen sie daraus deiner Meinung nach also schließen, dass sie jetzt lieber ohne Maske einkaufen gehen?

  16. Wunderbare Folge- auch die Kommentare werden heiterer behandelt als gewohnt ist mein Eindruck. Danke. Danke.
    Noch eine Hilfestellungs aus dem Norden, Schilder für alle Geschäfte und Restaurants, für die einheitliche Kommunikation, wie von Tim erwähnt.
    Hier https://politi.dk/coronavirus-i-danmark/download-infografikker-og-plakater; gerne auch https://politi.dk/-/media/mediefiler/corona/infografikker/plakat_a3_hold_afstand_generisk_dk_de.pdf?la=da&hash=A6C0D590C59B8D2D36EDFEBB59B943B4DBA4CB6C &https://politi.dk/-/media/mediefiler/corona/infografikker/max-antal-personer-i-butikken–tysk-version-a4.pdf?la=da&hash=BC671039684019998BDBD6B8F2CE1ECE2995CDE5
    Habe ich auch in der BRD (oh, ich Reise über Schengengrenzen) gesehen in ähnlicher Form. Macht weiter so und bleibt gesund.

    • Ich vermute die Daten der Gene werden automatisch eingelesen, als Makro verarbeitet oder Ähnliches. Aus meiner Zeit mit Biochemie/Mikrobiologie… Ist das letzte Mal, dass ich zu Microsoft Produkten kommentiere ;-)

  17. Grundsätzlich sind zu euren Bericht über Gastonovi zwei Punkte anzumerken:
    Erstens: Nach DSGVO Atr. 33 Abs. 1 („Im Falle einer Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten meldet der Verantwortliche unverzüglich und möglichst binnen 72 Stunden, nachdem ihm die Verletzung bekannt wurde, diese der gemäß Artikel 55 zuständigen Aufsichtsbehörde, es sei denn, dass die Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten voraussichtlich nicht zu einem Risiko für die Rechte und Freiheiten natürlicher Personen führt. 2Erfolgt die Meldung an die Aufsichtsbehörde nicht binnen 72 Stunden, so ist ihr eine Begründung für die Verzögerung beizufügen.“) hat eine Meldung an die zuständige Aufsichtsbehöre zu erfolgen. Diese kann auch durch Dritte den Aufsichtbehörden zur Kenntnis gebracht werden. Allerdings ist Gastronovi nur der Auftragsverarbeiter, nicht der Verantweortliche der Daten. Das ist und bleibt der Gastronom. Also muss auch dieser innerhalb der gesetzichen Frist das Datenleck melden. Sonst drohen hohe Strafen.

    Das Problem besteht m. E. nun darin, dass Gastronovi die Gastronomen nicht von dem Datenleck unterrichtet hat und diese damit ins Messer laufen läßt.

    Zweitens und das ist in Deutschland ein Problem, muß jeder Verantwortliche (z. B. das Restaurant) einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) mit dem Auftragsverarbeiter (z. B. Gastronovi) schließen. In diesem Vertrag werden die Pflichten des Auftragsverarbeiters (z. B. Löschpflichten) geregelt. Dieser AVV muss vom Verantwortlichen, nicht vom Auftragsverarbeiter ausgehen. Es hat sich in der Praxis nur leider eingebürgert, dass der Auftragsverarbeiter den AVV stellt, dem der Verantwortliche in der Regel zustimmt. Und dann ist er mit einem mal für die Löschung der Daten verantwortlich. Hier wäre es interessant, sich einmal den AVV von Gastronovi anzusehen. Leider versäumen Gastronomen und kleinere Betriebe es immer wieder, beim Umgang mit der DSGVO fachlichen Rat zu suchen.

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