Grok — ENISA — Iran — Content Scanning in UK — linksunten
Heute gibt es eine größere Feedback-Runde zum Digital Independence Day und dazu schauen wir auf das Dauer-Desaster Twitter, dass sich mit Grok jetzt einen Pornogenerator eingetreten hat und Politiker vor schwierige Fragen stellt. Die Security Agency der EU ENISA veröffentlicht "überarbeitet" ihre Bericht mit AI und in den USA ist ein Gesetz in Kraft getreten, dass Social Media und Dating-Sites zum Scannen von Direktnachrichten verpflichtet. Die gute Nachricht betrifft erneut wieder den Fall "linksunten"
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Transkript
Shownotes
Feedback
Digital Independence
- Logbuch:Netzpolitik: LNP541 Bleibt unter Eurem Stein! – Kommentar von Bianca
- Logbuch:Netzpolitik: LNP541 Bleibt unter Eurem Stein! – Kommentar von Wojtek
- Logbuch:Netzpolitik: LNP541 Bleibt unter Eurem Stein! – Kommentar von Meerow
Grok: Sexualisierte Deepfakes
- netzpolitik.org: Digitale Gewalt: Musks Chatbot Grok verbreitet weiter sexualisierte Deepfakes
- www.bbc.com: Woman felt ‘dehumanised’ after Musk’s Grok AI used to digitally remove her clothes
- www.bbc.com: Pornographic Taylor Swift deepfakes generated by Musk’s Grok AI
- netzpolitik.org: Digitale Gewalt: Abgeordnete, Ministerien und EU-Kommission bleiben auf Deepfake-Plattform X
- netzpolitik.org: Digitale Gewalt: Wie Regierungen gegen Grok und X vorgehen
ENISA AI Slop
- DER STANDARD: Peinliche Panne: Bericht der EU-Agentur für Cybersicherheit mit KI verfasst und fehlerhaft
- www.spiegel.de: (S+) Cyberagentur Enisa: EU-Sicherheitsbehörde blamiert sich mit KI-Einsatz
Internet-Blockaden in Iran
- Berlin Story News: Wie Starlinks in den Iran geschmuggelt und gestört werden – Berlin Story News
- heise online: 39C3: Satellitenunabhängiges Navigationssystem R-Mode soll Ende 2026 starten
- media.ccc.de: Who cares about the Baltic Jammer?
- tagesschau.de: Viele tote Demonstranten im Iran – nun drohen Hinrichtungen
- snowflake.torproject.org: Link to snowflake.torproject.org
Content Scanning in UK
- netzpolitik.org: Großbritannien: Kommunikationsplattformen müssen Inhalte scannen
linksunten-Durchsuchungen rechtswidrig
- linksunten.indymedia.org: linksunten Archiv
- netzpolitik.org: linksunten.indymedia.org: Durchsuchungsanordnungen wegen des Archivs waren rechtswidrig
Whatsapp Alternativen können auch im Urlaub Vorteile haben. Hatte schon mehrfach den Fall, dass ich mit Whatsapp nicht aus dem Hotelnetz heraustelefonieren konnte, es mit Threema hervorragend ging.
Gruß
Dirk
Bezüglich Dick-Pics, stellen wir uns doch mal für einen kurzen Moment vor, die Rollen wären vertauscht.
Also im Klartext: Stellen wir uns vor, Frauen würden Männern ungefragt Fotos ihrer Vagina schicken.
Ich denke, das würde die große Mehrheit aller (heterosexuellen Single-)Männer geil finden.
Wenn das stimmt, dann wäre meine Arbeitshypothese, die ich seit vielen Jahren habe, folgende:
Männer, die Dick-Pics verschicken, wünschen sich insgeheim, dass eine Frau das mal mit ihnen macht.
Diese Männer sind allerdings nicht in der Lage, zu erkennen, dass ein solches Verhalten von Frauen (im Allgemeinen) als sexuelle Belästigung empfunden wird (fehlende Empathie).
Damit will ich deren Verhalten in keinster Weise rechtfertigen. Aber du, Linus, hast gefragt, warum Männer so etwas tun und ich habe hiermit versucht, dir eine Arbeitshypothese zu geben.
Ich weiß nicht, ob an dieser Hypothese etwas dran ist, oder ob das nur eine haltlose wilde Spekulation ist. Aber es ist die beste Erklärung, die ich aktuell habe.
Man muss sich nicht auf einen Amerikanischen Präsidenten beziehen, es geht auch mit Voltaire (glaub ich):
Lass nicht Perfektion der Feind des Guten sein.
Zum Thema Internetabstellung, Zensur und Kommunikation würde ich gerne noch auf Projekte wie Briar verweisen. Briar spezifisch kann Nachrichten über Tor schicken, aber eben auch über Bluetooth und Wi-Fi über mehrere Geräte hinweg direkt ohne Internet. Nachrichten können auch mit Speichermedien (USB Sticks etc.) offline getragen werden zu einem Ort mit Internet damit sie von dort besser weitergeleitet werden können.
Gerade auf die aktuelle Situation in Iran bezogen halte ich solche Technologie nochmal für äußerst relevant.
https://briarproject.org/
Messenger:
Ihr wisst, was E-Mail ist und habt auch eine (oder auch nicht)? Ihr möchtet im überschaubaren Kreise mit Familie, Kollegen oder Vereinsmitgliedern kurze Nachrichten, Fotos, Dateien, Miniapps austauschen?
Na dann habe ich was für euch: Delta Chat!
– nutzt die schon vorhandene E-Mail-Infrastruktur (SMTP/IMAP)
– oder bietet euch eigene kostenlose Accounts an
– benötigt keine Telefonnummern
– kein Überwachungskonzern notwendig (FU Mark)
– ist transparent Ende-zu-Ende-verschlüsslet (E2EE)
– ist dezentral, wie eben E-Mail-Server
– synchronisiert euch auf mehreren Geräten (Handy, Desktop)
– mehrere Server (SMTP/IMAP) einstellbar (Ausfallsicherheit)
– Software für iOS, Android, Linux, Mac, Win
– eigene Apps einbindbar (Webxdc) – Spiele, Torrent, Treffpunkt u.v.m.
– anpassbar (Open Source, Free Software)
– Chats löschbar, auch aus der Entfernung
– in – wirklich – Sekunden eingerichtet und bereit
– unterliegt nicht der DSGVO, weil keine Daten vorgehalten werden
– Dezentralität schlägt Metadaten
– entwickelt sich fort
– tut nicht weh
– macht Spass
Probiert es aus, jetzt. https://cosmos.delta.chat/
P.S.: Lest die FAQ. Dort stehen alle eure Fragen drin. Oder befragt eine gute KI eurer Wahl. Oder Video-Vorträge Delta Chat… auf media.ccc.de. Nächste Woche Kontrollklausur, ähhh -Chat.
Hallo Tim,
ich wollte mal wissen nach wlechem Stil du deine Episodenbilder erstellen lässt. Mich hat das zuerst an Asterix oder Die Digedags erinnert. Aber die modernen Abrafaxe kommen dem, meines Wissens, schon am nächsten. Die KI Qwen (https://chat.qwen.ai/) meint aber auch, dass es ein allgemein typisch europäischer Comic-Stil sei.
Ich finde diesen jedenfalls sehr gut und schaue mir die Bilder auch gerne lange an. Deine ersten Bildgenerierungsversuche mit den hyperrealistischen oft viel zu symmetrischen fotoartigen Episodenbildern sind ja zum Glück vorbei.
https://www.abrafaxe.com/
https://www.qwant.com/?q=abrafaxe&t=images
Frankobelgisch
Danke! Ja, das passt. Tim und Struppi wäre auch so eine Idee gewesen… MOMENTMAL Scherlock: „Tim…“. Ach sooooo… desrum! XD
Mein KI-Kumpel meint, ich sollte dafür folgendes den Bildbeschreibungen voranstellen:
> *„European comic style, clear lines, flat colors, humorous exaggerated expressions, dynamic action, cartoonish characters, 1990s comic book aesthetic“*
Oder spezifischer:
> *„German comic book style, similar to Mosaik magazine, with playful characters and absurd situations, bright colors, bold outlines“*
Ich finde es überhaupt fein, dass Nacktheit sofort mit Sex assoziert wird.
Ich habe auf beides keine Lust mehr und ich möchte mich auch nicht für (meine) Nacktbilder, (meinen) Körper oder für die Sexualität anderer Xittermenschen schämen.
Persönlich bin ich davon ausgegangen, dass, wenn man irgendwas veröffentlicht
(und damit meine ich auch private Chatverläufe – weil Leute gerne Dinge weiterschicken),
es entweder komplett nicht verstanden wird, oder irgendwer dazu masturbieren kommt oder halt beides.
Ich habe das Gefühl, dass es den Leuten besser tun würde, wenn es damit wegkommt,
dass sich Menschen nicht vorstellen wollen, wie sehr sie sexualisiert werden könnten, wenn sie inhalten teilen.
Es ist halt einfach schwierig für die Pornoindustrie, wenn die damit geld verdienen und wir das gratis machen.
Wir haben Photoshop neu erfunden.
Es ist auch endlich der Nackscanner, aus dem jamba sparabo dabei.
„Nacktheit war kein Ereignis, sondern ein Zustand.“
Ich bin in einer Zeit aufgwachsen, in der Nacktheit normal war. So normal, dass niemand darüber nachdenken musst oder dich ansah, weil du nackt warst. Der breiten Öffentlichkeit war es egal, wenn du nackt am Strand gelegen hast.
Es ist fast paradox: Während unsere heutige Gesellschaft durch das Internet einerseits extrem sexualisiert ist, scheint die Toleranz für natürliche Nacktheit im öffentlichen Raum deutlich gesunken zu sein. Früher war ein Moment am Strand flüchtig. Heute herrscht oft die (berechtigte) Sorge, dass man ungefragt fotografiert wird und das Bild Sekunden später dauerhaft im Netz landet. Diese ständige potenzielle Überwachung hat die Unbefangenheit komplett zerstört.
Ich bin entsetzt. Kein Bonustrack. Es fehlt der künstlerische Beitrag von Carolin Kebekus zum Thema Dick-Pic: https://www.youtube.com/watch?v=N8z1YUtajsw
Ich selbst habe noch kein solches Foto erhalten. Allerdings treibe ich mich auch nicht auf Datingplattformen und sonstigen Geselligkeitsmedien herum.