Grok — ENISA — Iran — Content Scanning in UK — linksunten
Heute gibt es eine größere Feedback-Runde zum Digital Independence Day und dazu schauen wir auf das Dauer-Desaster Twitter, das sich mit Grok jetzt einen Pornogenerator eingetreten hat und Politiker vor schwierige Fragen stellt. Die Security Agency der EU ENISA veröffentlicht "überarbeitet" ihre Bericht mit AI und in den USA ist ein Gesetz in Kraft getreten, das Social Media und Dating-Sites zum Scannen von Direktnachrichten verpflichtet. Die gute Nachricht betrifft erneut wieder den Fall "linksunten".
Für diese Episode von Logbuch:Netzpolitik liegt auch ein vollständiges Transkript mit Zeitmarken und Sprecheridentifikation vor.
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Transkript
Shownotes
Feedback
Digital Independence
- Logbuch:Netzpolitik: LNP541 Bleibt unter Eurem Stein! – Kommentar von Bianca
- Logbuch:Netzpolitik: LNP541 Bleibt unter Eurem Stein! – Kommentar von Wojtek
- Logbuch:Netzpolitik: LNP541 Bleibt unter Eurem Stein! – Kommentar von Meerow
Grok: Sexualisierte Deepfakes
- netzpolitik.org: Digitale Gewalt: Musks Chatbot Grok verbreitet weiter sexualisierte Deepfakes
- www.bbc.com: Woman felt ‘dehumanised’ after Musk’s Grok AI used to digitally remove her clothes
- www.bbc.com: Pornographic Taylor Swift deepfakes generated by Musk’s Grok AI
- netzpolitik.org: Digitale Gewalt: Abgeordnete, Ministerien und EU-Kommission bleiben auf Deepfake-Plattform X
- netzpolitik.org: Digitale Gewalt: Wie Regierungen gegen Grok und X vorgehen
ENISA AI Slop
- DER STANDARD: Peinliche Panne: Bericht der EU-Agentur für Cybersicherheit mit KI verfasst und fehlerhaft
- www.spiegel.de: (S+) Cyberagentur Enisa: EU-Sicherheitsbehörde blamiert sich mit KI-Einsatz
Internet-Blockaden in Iran
- Berlin Story News: Wie Starlinks in den Iran geschmuggelt und gestört werden – Berlin Story News
- heise online: 39C3: Satellitenunabhängiges Navigationssystem R-Mode soll Ende 2026 starten
- media.ccc.de: Who cares about the Baltic Jammer?
- tagesschau.de: Viele tote Demonstranten im Iran – nun drohen Hinrichtungen
- snowflake.torproject.org: Link to snowflake.torproject.org
Content Scanning in UK
- netzpolitik.org: Großbritannien: Kommunikationsplattformen müssen Inhalte scannen
linksunten-Durchsuchungen rechtswidrig
- linksunten.indymedia.org: linksunten Archiv
- netzpolitik.org: linksunten.indymedia.org: Durchsuchungsanordnungen wegen des Archivs waren rechtswidrig
Whatsapp Alternativen können auch im Urlaub Vorteile haben. Hatte schon mehrfach den Fall, dass ich mit Whatsapp nicht aus dem Hotelnetz heraustelefonieren konnte, es mit Threema hervorragend ging.
Gruß
Dirk
Bezüglich Dick-Pics, stellen wir uns doch mal für einen kurzen Moment vor, die Rollen wären vertauscht.
Also im Klartext: Stellen wir uns vor, Frauen würden Männern ungefragt Fotos ihrer Vagina schicken.
Ich denke, das würde die große Mehrheit aller (heterosexuellen Single-)Männer geil finden.
Wenn das stimmt, dann wäre meine Arbeitshypothese, die ich seit vielen Jahren habe, folgende:
Männer, die Dick-Pics verschicken, wünschen sich insgeheim, dass eine Frau das mal mit ihnen macht.
Diese Männer sind allerdings nicht in der Lage, zu erkennen, dass ein solches Verhalten von Frauen (im Allgemeinen) als sexuelle Belästigung empfunden wird (fehlende Empathie).
Damit will ich deren Verhalten in keinster Weise rechtfertigen. Aber du, Linus, hast gefragt, warum Männer so etwas tun und ich habe hiermit versucht, dir eine Arbeitshypothese zu geben.
Ich weiß nicht, ob an dieser Hypothese etwas dran ist, oder ob das nur eine haltlose wilde Spekulation ist. Aber es ist die beste Erklärung, die ich aktuell habe.
Halte es für haltlos und stereotypisch davon auszugehen, dass „die meisten Männer“ (TM) das toll finden würden. Eine Kohorte wird sich sicherlich finden, behaupte aber dass es auf on mass eher verstörend ist.
Um das mal anhand deines Beispiels zu konkretisieren:
Du bist in einem beliebigen sozialen Netzwerk unterwegs (hast ggbfs. sowieso schon eine Partnerin, Kinder etc.) und schreibst mit einer völlig fremden Frau, die du noch nie gesehen hast. Ihr versteht euch eigentlich ganz gut und deshalb fragst du sie, ob ihr euch mal auf einen Kaffee treffen wollt (du möchtest nur Freundschaften knüpfen!) und dann kommt unaufgefordert ein „Vag-Pic“ (oder wie auch immer das Äquivalent dazu heißen würde).
Ich würde das sehr verstörend finden, insbesondere wenn das nicht 1 mal passiert, sondern immer wieder. Dann ist es einfach herabwürdigend und belästigend.
Für die Analyse von Lukas reicht es ja aus, wenn sich das auf diejenigen Männer verallgemeinern läßt die Dick-pics verschicken. Ich vermute jetzt einmal dass Sie in dieser Gruppe nicht sind. Wir haben jetzt natürlich keinen Nachweis dafür, aber ich halte die Vermutung nicht für abwegig, dass diese Männer sich auch über entsprechende Bilder der angeschriebenen Damen freuen würden.
Das würde ich auch nicht anzweifeln. Wird aber bei hinreichend großer Stichprobengröße immer der Fall sein und wenn man sich auf „es gibt eine Gruppe“ beschränkt wirst du auch irgendeine Frau ausmachen können, die noch nie ein „Dick-Pic“ bekommen hat, und genauso wie diese Gruppe der Männer denkt, dass *wäre* bestimmt toll.
Stereotypisch ist es ohne belastbare Daten zu sagen „die große Mehrheit“.
Daher ist es absolut nicht abwegig, dass sich eine Gruppe findet, die der Überzeugung ist oder zumindest behauptet, dass wäre „geil“. Ich würde aber vermuten, dass das eher an mangelnder Empathie durch fehlende Betroffenheit liegt.
Daher, sobald diese Gruppe das tatsächlich erlebt, werden sich wenige finden, die weiter an dieser Vorstellung festhalten. Jedenfalls möchte ich das mit meinem Menschenbild glauben… ob das tatsächlich so eintreten würde, keine Ahnung.
es ging ja um die Klärung der Frage, was die Leute die das tun sich überhaupt dabei denken. Da es sich ja anscheinend um eine recht große Gruppe handelt ist auch davon auszugehen, das jede Erklärung nur auf einen Teil der Gruppe zu triff.
Wobei eigentlich wissen wir gar nicht ob die Gruppe wirklich groß ist, oder ob nicht ein sehr kleiner Teil der Männer seine Schniedelbilder sehr weit streut. So viel Aufwand ist es ja dann nicht mehr ein einmal geschossenes Bild hunderte von malen zu verschicken.
Bei Wikipedia steht was dazu: https://de.wikipedia.org/wiki/Dickpic#Psychologische_Hintergr%C3%BCnde_und_Erforschung
Man muss sich nicht auf einen Amerikanischen Präsidenten beziehen, es geht auch mit Voltaire (glaub ich):
Lass nicht Perfektion der Feind des Guten sein.
Zum Thema Internetabstellung, Zensur und Kommunikation würde ich gerne noch auf Projekte wie Briar verweisen. Briar spezifisch kann Nachrichten über Tor schicken, aber eben auch über Bluetooth und Wi-Fi über mehrere Geräte hinweg direkt ohne Internet. Nachrichten können auch mit Speichermedien (USB Sticks etc.) offline getragen werden zu einem Ort mit Internet damit sie von dort besser weitergeleitet werden können.
Gerade auf die aktuelle Situation in Iran bezogen halte ich solche Technologie nochmal für äußerst relevant.
https://briarproject.org/
Messenger:
Ihr wisst, was E-Mail ist und habt auch eine (oder auch nicht)? Ihr möchtet im überschaubaren Kreise mit Familie, Kollegen oder Vereinsmitgliedern kurze Nachrichten, Fotos, Dateien, Miniapps austauschen?
Na dann habe ich was für euch: Delta Chat!
– nutzt die schon vorhandene E-Mail-Infrastruktur (SMTP/IMAP)
– oder bietet euch eigene kostenlose Accounts an
– benötigt keine Telefonnummern
– kein Überwachungskonzern notwendig (FU Mark)
– ist transparent Ende-zu-Ende-verschlüsslet (E2EE)
– ist dezentral, wie eben E-Mail-Server
– synchronisiert euch auf mehreren Geräten (Handy, Desktop)
– mehrere Server (SMTP/IMAP) einstellbar (Ausfallsicherheit)
– Software für iOS, Android, Linux, Mac, Win
– eigene Apps einbindbar (Webxdc) – Spiele, Torrent, Treffpunkt u.v.m.
– anpassbar (Open Source, Free Software)
– Chats löschbar, auch aus der Entfernung
– in – wirklich – Sekunden eingerichtet und bereit
– unterliegt nicht der DSGVO, weil keine Daten vorgehalten werden
– Dezentralität schlägt Metadaten
– entwickelt sich fort
– tut nicht weh
– macht Spass
Probiert es aus, jetzt. https://cosmos.delta.chat/
P.S.: Lest die FAQ. Dort stehen alle eure Fragen drin. Oder befragt eine gute KI eurer Wahl. Oder Video-Vorträge Delta Chat… auf media.ccc.de. Nächste Woche Kontrollklausur, ähhh -Chat.
Hallo Tim – du hattes in einer der letzten Folgen der Freakshow geklagt, dass die E-Mail-Anmeldung (Einmal-Code-Zuschickung neben der eigentlichen Anmeldung) neuerdings überhand immt und auch kaum zu bewältigen ist, falls man z. B. keinen Zugriff auf das E-Mail-Postfach hat.
Hier kann vielleicht auch Delta-Chat helfen, weil es ja praktisch E-Mail ist im Gewand eines Messengers. Die Delta-Chat-Clients können auch normale E-Mails empfangen.
Praktisches Vorgehen:
– erzeuge/besorge dir eine neue E-Mail-Adresse (z.B. 2fa.fuckup@timpritlove.de)
– diese verwendest du dann für die Anmeldung bei solchen nervenden Services (KI, Webhosting, …)
– installiere einen Delta-Chat-Client auf deinem MobilePhone und auf deinem Desktop-Rechner/Laptop
– erzeuge im Delta-Chat-Client (egal welchen) einen Messenger-Account mit obiger E-Mail-Adresse
– synchronisiere beide Clients (oder so viele du möchtest) mittels Einstellungen: „Zweitgerät hinzufügen“ (via QR-Code oder Link-String)
– wann immer du nun einen Zusatz-Code bei Anmeldungen erhälst, kannst du diesen unterwegs vom Phone oder zu Hause am Desktop ablesen
Hallo Tim,
ich wollte mal wissen nach wlechem Stil du deine Episodenbilder erstellen lässt. Mich hat das zuerst an Asterix oder Die Digedags erinnert. Aber die modernen Abrafaxe kommen dem, meines Wissens, schon am nächsten. Die KI Qwen (https://chat.qwen.ai/) meint aber auch, dass es ein allgemein typisch europäischer Comic-Stil sei.
Ich finde diesen jedenfalls sehr gut und schaue mir die Bilder auch gerne lange an. Deine ersten Bildgenerierungsversuche mit den hyperrealistischen oft viel zu symmetrischen fotoartigen Episodenbildern sind ja zum Glück vorbei.
https://www.abrafaxe.com/
https://www.qwant.com/?q=abrafaxe&t=images
Frankobelgisch
Danke! Ja, das passt. Tim und Struppi wäre auch so eine Idee gewesen… MOMENTMAL Scherlock: „Tim…“. Ach sooooo… desrum! XD
Mein KI-Kumpel meint, ich sollte dafür folgendes den Bildbeschreibungen voranstellen:
> *„European comic style, clear lines, flat colors, humorous exaggerated expressions, dynamic action, cartoonish characters, 1990s comic book aesthetic“*
Oder spezifischer:
> *„German comic book style, similar to Mosaik magazine, with playful characters and absurd situations, bright colors, bold outlines“*
Ich finde es schade dass LNP mit AI Slop bebildert wird.
In deiner „Social“-„Media“-Bubble hat man dir das neue heilige Wort des Monats eingeflüstert und nun wendest du es überall an, auch wenn es nicht passt.
Mein Beileid, du hast der der Öffentlichkeit gezeigt, dass du keine eigene Meinung geschweige Gedanken hast. Du bist ein Opfer des Psycho- und Überwachungskapitalismus und derer, die diesen Nutzen, um sich eine meinungslose, nachplappernde Gefolgschaft heranzuziehen, um ihren Narzismus zu fröhnen.
Auch wenn der Begriff nach meinem Verständnis nicht ganz trifft, bin ich auch ein bisschen zwiegespalten mit den Titelbildern…
Einerseits oft witzig, andererseits schmecken die „KI“ Bilder irgendwie fad und billig…
Nur sehr gelegentliche, und dafür dann handgemachte Bilder würden mich glaube ich mehr freuen.
Der Podcas ist ja noch menschgemacht. Oder? ODER?!? :)
…(@Sanne: deine Antwort an Daniela betreffend. Vielleicht ein bisschen drüber, in Emotionalität und Ton…)
Ich finde es überhaupt fein, dass Nacktheit sofort mit Sex assoziert wird.
Ich habe auf beides keine Lust mehr und ich möchte mich auch nicht für (meine) Nacktbilder, (meinen) Körper oder für die Sexualität anderer Xittermenschen schämen.
Persönlich bin ich davon ausgegangen, dass, wenn man irgendwas veröffentlicht
(und damit meine ich auch private Chatverläufe – weil Leute gerne Dinge weiterschicken),
es entweder komplett nicht verstanden wird, oder irgendwer dazu masturbieren kommt oder halt beides.
Ich habe das Gefühl, dass es den Leuten besser tun würde, wenn es damit wegkommt,
dass sich Menschen nicht vorstellen wollen, wie sehr sie sexualisiert werden könnten, wenn sie inhalten teilen.
Es ist halt einfach schwierig für die Pornoindustrie, wenn die damit geld verdienen und wir das gratis machen.
Wir haben Photoshop neu erfunden.
Es ist auch endlich der Nackscanner, aus dem jamba sparabo dabei.
„Nacktheit war kein Ereignis, sondern ein Zustand.“
Ich bin in einer Zeit aufgwachsen, in der Nacktheit normal war. So normal, dass niemand darüber nachdenken musst oder dich ansah, weil du nackt warst. Der breiten Öffentlichkeit war es egal, wenn du nackt am Strand gelegen hast.
Es ist fast paradox: Während unsere heutige Gesellschaft durch das Internet einerseits extrem sexualisiert ist, scheint die Toleranz für natürliche Nacktheit im öffentlichen Raum deutlich gesunken zu sein. Früher war ein Moment am Strand flüchtig. Heute herrscht oft die (berechtigte) Sorge, dass man ungefragt fotografiert wird und das Bild Sekunden später dauerhaft im Netz landet. Diese ständige potenzielle Überwachung hat die Unbefangenheit komplett zerstört.
„Ich bin in einer Zeit aufgwachsen, in der Nacktheit normal war.“ Wann war das denn, und v.a. wo? Da kein örtlicher Bezug hergestellt wurde, gehe ich von dem Gebiet aus, auf dass sicher der Podcast meist bezieht: Deutschland. Sowohl in Ost- als auch Westdeutschland war das vielleicht am Strand der Fall, aber doch keineswegs in der alltäglichen Öffentlichkeit. Es würde mich echt interessieren.
Ich bin entsetzt. Kein Bonustrack. Es fehlt der künstlerische Beitrag von Carolin Kebekus zum Thema Dick-Pic: https://www.youtube.com/watch?v=N8z1YUtajsw
Ich selbst habe noch kein solches Foto erhalten. Allerdings treibe ich mich auch nicht auf Datingplattformen und sonstigen Geselligkeitsmedien herum.
Weitere Songs: +++ Paula Carolina: Danke Dirk +++ Blond: Du und ich
Bodo Wartke hat sich ähnlich geäußert: https://www.bodowartke.de/medien/1043
Die Erfindung des Vereins Linksunten Indymedia geht meines Wissens auf den Bundesminister des Innersten 2017 zurück, eine gewissen Karl Ernst Thomas de Maizière. Die Hausdurchsuchungen dürften eine kriminelle Vereinigung aus Staatsanwaltschaft, Gerichten und Polizeien veranstaltet haben. Bei dene sollte man dringend mal durchsuchen, denn die haben jahrelang organisiert Gesetze gebrochen.
Zum Feedback bzgl. Barrierefreihet bei Signal.
Ich nutze die Android-Version von Signal und man kann dort das generelle UI-Thema auf
– System
– Hell
– Dunkel
stellen.
Aber:
Die Chatnachrichten-Ballons zu Deinen eigenen Nachrichten (nicht die der Dir Schreibenden) kann man ums Verrecken nicht auf ‚irgenwie so weiß oder hellgrau“ mit dunklem Text stellen. Alle Ballonhintergründe sind dunkler als die erscheinende Schrift darin.
Das gilt unabhängig vom Theme des OS. Mag sein, dass das beim Apfel anders ist. Für Android hat Bianca aber tatsächlich ein Problem hier.
Threema hat das Problem im Übrigen nicht (bei Android…)
Bzgl. ungewollten Erhaltens von Cyberflashing:
Ich bin mir nicht sicher, ob (insbesondere bei genereller Erkennbarkeit trotz Blurring, wie Linus bereits nahegelegt hatte) es tatsächlich die sich im Bild darstellende „Pracht“ oder nicht eher der Fakt des „Geschickt-bekommens“ der eigentliche Stein des Anstoßes für EmpfängerInnen ist. Im letzteren Fall würde das Blurring auch nichts bringen.
Der #DID oder #DUT erinnert mich ein bisschen an den CO2-Fußabdruck und Ähnliches was die Verantwortung von größeren Entitäten auf das Individuum verschiebt.
Ich finde es erschreckend wieviele Leute gedankenlos irgendwelche (amerikanischen) Internetplattformen verwenden, aber genauso wird im Laufe des Jahres auch nur ein kleiner Teil seine Aktivitäten dort stoppen oder reduzieren.
#DID ersetzt nicht das Umdenken in der Politik und Wirtschaft, wir fühlen uns damit nur ein bisschen mächtiger als wir sind.
Genau auf diese Argumentation ist Linus bereits vorauseilend eingegangen, schade, dass du auf diese Argumentation nicht eingehst.
Okay, vielleicht hast du einen Punkt und ich hab es nicht ganz verstanden was im Feedback-Kapitel dazu gesagt wurde … Better is good, Machen und nicht im Konjunktiv bleiben … aber das bezieht sich alles auf uns Konsumenten.
Ich bin nicht gegen den DID und ich kritisiere ihn nicht sondern frage ernsthaft: Ist der Nutzen der individuellen Unabhängigkeit groß weil WhatsApp, Facebook etc vor allem privat genutzt werden oder ist der Nutzen klein weil die Promies nunmal bei Instagram und die Konzerne bei MS365 sind? Gibt es Ideen für DID bei den beiden letztgenannten?
Analogie CO2 Fußabdruck: Privat weniger fliegen, Balkonsolar, … machen, aber man muss auch die Superreichen und Agrarbereich etc mitnehmen. Ist das mit dem DID ähnlich oder ist der private Bereich schon mehr als 50%?
Mir ist in dieser Folge, nach der Erwähnung des DID und Marc-Uwe Kling, zum ersten mal die Ähnlichkeit zwischen Tim & Linus und Marc-Uwe & dem Känguru in einigen Momenten aufgefallen.
Zum Beispiel in dieser Folge ab 25:40 Linus Stichelei gegen Tims WhatsApp-Nutzung. Oder wenn es um Youtube-Nutzung, Apple als Unternehmen oder andere kontroverse Themen geht.
So wie Marc-Uwe die Geschichten erzählt, so ist es Tim der die Podcasts schneidet und veröffentlicht. Linus bekommt bestimmt auch seine Anteile, genauso ernährt sich das Känguru auch von den Erlösen von Marc-Uwes Büchern (ihr wisst ja bürgerliche Kategorien und so).
Ich frage mich, ob Linus nicht eigentlich selbst mal einen Podcast aufnehmen wollte und dann bei Tim geklingelt hat: „Hallo Herr Nachbar, ich wollte gerade einen Podcast aufnehmen, da ist mir aufgefallen, dass mir ein Mikrofonkabel fehlt.“ Dann ist ihm aufgefallen, dass er ja gar kein Studio hat, und schwups, entstand LNP 1.
P.S.: Bitte nicht falsch verstehen. Im Gegensatz zum Känguru glänzt Linus ja mit Sachverstand und nicht (nur) mit Ideologie. Und ich höre euch ja gerne, was ich mir bei einem zweistündigen Gesprächspodcast zwischen Marc-Uwe und dem Känguru beim besten Willen nicht vorstellen kann!
Ich weiß nicht, ob ich das falsch verstanden habe, aber ich finde auch, dass Linus ein Känguru ist. Marc-Uwe klingt ein bisschen komisch für mich.
Hallo Linus,
danke für Deine Ausführungen zum DI.DAY. Ich habe mich ertappt gefühlt durch Deine Kritik an den „Puritanern“. Ich bin nämlich einer von denen, die Eure Wahl von Signal als Alternative zu WhatsApp inhaltlich kritisieren.
Und ich finde inhaltlich tatsächlich, dass es noch besser gewesen wäre, wenn Ihr ein nicht-amerikanisches, dezentrales, echtes Free-Software-Projekt wie XMPP ausgewählt hättet. ABER (bitte schreiend vorlesen): Du hast recht mit dem Obama Zitat „Better is good“!
Denn mir ist es zwar gelungen, seit zwei Jahren meine Familie und viele meiner Freunde zu XMPP zu überreden und auf meine selbst-gehostete Instanz zu locken. ABER, außerhalb dieses Kreises hatte ich bisher keinen Erfolg mit XMPP.
Und so nützt die theoretische Überlegenheit von XMPP über Signal der Menschheit leider nichts, weil die Menschen sich nicht dahin bewegen wollen. Also werde ich jetzt feierlich Signal installieren und versuchen, die obligatorischen Kindergartengruppen und Co. zu Signal zu locken. Denn das scheint mir deutlich leichter als zu XMPP. Und lieber ein kleiner Schritt als gar kein Schritt.
Danke Dir für den Impuls!
Noch mal zur digitalen Unabhängigkeit: Ich verstehe, dass es hier darum geht, was der/die einzelne konkret tun kann. Wogegen ich allerdings nichts tun kann, ist dass meine Bank IBM oder Oracle-Produkte einsetzt, dass meine Netzwerkpakete durch Juniper Switches fließen, etc. pp. Alle reden halt immer über die großen, sichtbaren IT-Player. Aber de facto haben US-Unternehmen ja weite Teile der IT-Landschaft fest in ihrer Hand und es gibt auch kein entrinnen. Keine Ahnung, wie man davon los kommen will und wenn die US-Regierung _wirklich_ Schaden und Chaos stiften will, könnte sie da ansetzen.
Cool, dass ihr so ausführlich auf das Feedback eingegangen seid!! Und auch, wie schnell die Folge herausgekommen ist, ich freu mich jedes Mal.
Zwei Korrekturen: „dass [Doppel-S ist falsch.] Social Media und Dating-Sites zum Scannen von Direktnachrichten verpflichtet. Die gute Nachricht betrifft erneut wieder den Fall „linksunten“ [Punkt fehlt.]“ Wurde der Vorschautext mit KI erstellt, die Fehler gemacht hat oder wurde der Text menschlich erstellt und nicht mit einer Rechtschreibkorrekturprompt kontrolliert?
Alles manuell erstellt. Und jetzt auch manuell gefixt.
top! Super, wie aufmerksam ihr die Kommentare lest und betreut.
Sorry, aber „dass“ ist weiterhin mit Doppel-S statt „das“ geschrieben. :D Egal
Apocalypse Now
Akopalüze Nau !!!
(*nix)
Moin,
Linus schlägt ständig vor, auf eine WhatsApp-Nachricht dann über Signal zu antworten.
Aber wie soll ich einer Person über Signal antworten, wenn diese gar keine alternativen Messenger neben WhatsApp installiert hat?
Ihr seid u.v a. Linus ist eben in einer sehr sicherheitsbewussten Bubble. Da ist es sehr viel einfacher, dass der Gegenpart schon Signal installiert hat oder man diese Person dazu bekommt.
Ich habe bereits seit Jahren Signal und hatte auch mal Threema. Es gab mal eine ganz kurze Zeit, wo diverse „Normalos“ auch auf Threema waren, aber das WAR eben nur mal für einen ganz kurzen Zeitraum.
Auf Threema hatte ich wenige Nachrichten, auf Signal habe ich gar keine Kontakte. Somit auch noch nie dort was geschrieben geschweige denn bekommen.
Linus hat doch das Thema mit der Prämisse eingeleitet dass gerade und vor allem der olle Durchschnittsnutzer sich eh das Handy mit jeder beliebigen App zumüllt. Das macht es oft nicht schwer jemanden dazu zu bekommen sich eine beliebige weitere gratis app zu installieren.
Dieser Einschätzung stimme ich persönlich zumindest zu.
Und wenn sie das getan haben dann geht man zur erwähnten Strategie über.
Meine Wahrnehmung ist genau das Gegenteil: Ich höre bzgl. andere Messenger nutzen ständig „Och nöö, noch so ’ne Kack-App installieren…“. Und das TROTZDEM Du Recht hast, dass sie sich sonst jeden Kram draufpacken…
Das mag für die 1:1-Kommunikation funktionieren, für Freundesgruppen und größere Kontexte tut es das meiner Erfahrung nach aber nicht.
Es gibt eigentlich immer (Studium, Job, Hobby, Verein, etc) eine Whatsapp-Gruppe oder sogar eine Whatsapp-Community. Der kann ich mich natürlich verweigern, aber dann bekomme ich entsprechend nichts mehr mit, da natürlich nicht jede Information nochmal manuell mit mir auf Signal geteilt wird. Alternativ könnte ich manche Informationen noch auf Instagram bekommen, auch nicht besser…
Ein paar Gruppen haben dann tatsächlich eine Signal-Gruppe erstellt, die auch halbwegs aktiv benutzt wurde. Alle Informationen gab es trotzdem nur auf WhatsApp, weil die Whatsapp-Gruppe eben *alle* hatten, während Signal nur die Überzeugten installiert hatten. Das führt zwangsläufig dazu, dass die Alternativgruppe auf Signal wieder einschläft.
@Linus:
Irgendwann gab es glaube ich schonmal den Hinweis auf eine Snowflake Instanz, die man einfach 24/7 laufen lassen sollte und mir war so als wäre da was gewesen.
Ich hab seit 305 Tagen meine Instanz vergessen. Die kam von Haus aus mit Watchdog zum aktualisieren und …. Es fiel mir nicht auf :D
Hab nur einen 50 MBit Klingeldraht in der Wand, aber dennoch kam wohl laut logs (Vom snowflake-docker selbst) 2,69 TB (nice) down und 182 GB Upload zusammen… Upsi :D
Messenger bzw. WatIsAb: Linus Gedanke, schlicht über einen anderen Messenger zu antworten und dann „installieren die sich halt noch ne App“ ist leider in Normal-Anwender-Kreisen nicht praktikabel. Oder Linus hat eine geniale Idee, wie man Leut überzeugt, sich mit ihren Taschencomputern mal zu beschäftigen. Denn das tun sie nicht. Es werden die vorinstallierten Apps benutzt, sowie alles das, was irgendwelche Institutionen per QR-.Code vorgeben (ÖPNV, Arbeitgeber, etc.). Und dann noch paar Spiele ausprobiert (ich vermute: weil bei Spielen ja nur gespielt wird, da passiert ja nix Schlimmes ….)
Mein konkretes Szenario: Ich leite Sportkurse. Erste Frage der TN: „wie erfahren wir, wenn es ausfällt? Gib uns deine Handynummer (für WA, das wird schon gar nicht erwähnt weil als selbstverständlich vorausgesetzt). Ich: „WA hab ich nicht. Ich schlage XMPP oder Signal vor. XMPP ist an praktischsten, weil auf jedem Endgerät, auch per Webbrowser und mit anständiger Tastatur benutzbar.“ – Nie gehört. Warum kein WA? „Wegen Datenschutz und Erhalt der Demokratie.“ – Ja, WA ist natürlich übel (das ist den Leuten bewusst!) aber das benutzen alle (kurz: Datenschutz egal). – Ich:; „Okay, Signal?“ – Och nöö, ja schon mal irgendwann gehört, wer hat das wie geht das, zu kompliziert – warum nicht WA? – Ich: „geht genauso wie WA, nur besser geschützt.“. – Schweigen. Und wie wllst du uns erreichen? (die Option eines anderen Weges wird schlicht ignoriert! Ich vermute: Befürchtung technischer Überforderung). – Ich: „Dann machen wir einen Email-Verteiler, das geht auch.“ – Großes Staunen. Ach Email. Ja, haben (fast!) alle. Hm, dann kannst du eine Email schicken und jemand von uns schickt das dann in der WA-Gruppe weiter? – Ich: „Ja. Oder wir machen einen Mail-.Verteiler mit allen drin“ (Email wird offenbar nicht als gruppentauglich erkannt) (Hint: ich weiß, dass viele ihre Mails NICHT täglich abrufen, und manchen auch unbekannt ist, dass es dafür eigene Mailprogramme und entsprechend Benachrichtigungen auf dem Handy geben kann die Leut halten das Webportal der Mailprovider für den einzigen Weg; sind auch mit den Optionen eines Mailaccounts überfordert). – Etwas zögernd rücken die Leut ihre Mailadressen raus. Und ich weiß inzwischen warum: sie kennen ihre eigenen Mailadressen nicht. Beispiel: „meine Bekannte hat mal eine Mail von mir erhalten, Die kann ja vielleicht nachgucken und mir die Adresse per WhatsApp zuschicken.“ „Moment, ich hab das irgendwo aufgeschrieben, muss zuhause gucken, nächstes Mal dann!“ Keine Einzelfälle..
Dear Linus: welche Strategie schlägst du vor, die Leut dazu zu bringen, wenigstens mal sowas wie einen Handy-Führerschein zu machen? Oder das zu tun, was in deinen Kreisen üblich ist: einfach mal ne neue App installierenund Account anmelden?
Ich weise übirgens jeden darauf hin, dass man sich zu XMPP mal schnell per Web informieren kann, weil „einer der langelebigsten Messenger überhaupt“ (ich weiß, es ist keiner; für die Leu tmuss vereinfacht werden). XMPP.org. Viele institutionelle Anwender, Unis, Forschungseirichtugen etc.Nach 2,3 Wochen frag ich nach. Niemand hat einen Gedanken daran verschwendet. Alternativen werden ignoriert. Weil: WA funktioniert ja und mehr brauch ich nicht…
Meine die Risiken sind, soweit überhaupt bekannt, zu abstrakt Erfahrungen stammen übrigens aus klein- bis gutsituiert-bürgerlichem Großstadtumfeld.
So. Nun ihr, bitte!
Ja DigiDay! Bin gespannt, es wird viel Durchhaltevermögen brauchen. Denn bevor das angenommen wird, müssen die Leut erst mal begreifen, dass sie Aufmerksamkeit dafür aufbringen sollten, ihre im Alltag si wunderbar funktioneirenden Technik zu ändern. Warum? Wegen diesem „Datenschutz“? Da wird doch auch bestimmt viel übertrieben …. ;-)
Ich möchte hier einen Denkanstoß teilen, der mir im Kontext des Digital Independence Day immer wieder begegnet.
Im Vergleich zu Text, Audio oder sozialen Netzwerken fällt auf, dass gerade Video- und Livestreaming-Infrastruktur immer wieder stark zentralisiert bleibt. Offenbar gibt es hier strukturelle Hürden, die sich nicht allein durch offene Software oder gute Absichten überwinden lassen. Bandbreite, Transcoding, Peaks, Live-Latenz und Ausfallsicherheit verursachen dauerhaft reale Kosten – und diese Kosten müssen irgendwo getragen werden. Zentralisierung entsteht hier oft weniger aus Machtwillen, sondern aus der Notwendigkeit, Risiko, Koordination und Finanzierung zu bündeln.
Mich interessiert deshalb weniger die nächste „YouTube-Alternative“, sondern eine grundlegendere Frage:
Wie könnte man Video- und Livestreaming-Infrastruktur so organisieren, dass Kosten, Risiko und Verantwortung gemeinschaftlich getragen werden – ohne dass daraus wieder ein privates Plattformmonopol oder ein staatliches Gegenmodell entsteht?
Der Kern des Gedankens ist organisatorisch, nicht technisch. Was wäre, wenn man Video-Infrastruktur genossenschaftlich denkt – als gemeinsames System, in dem Creator, Infrastruktur-Betreiber und Community nicht bloß Nutzer sind, sondern Teil der Trägerschaft?
In so einem Modell wären Krypto- bzw. Token-Mechanismen kein Selbstzweck, sondern ein mögliches Koordinationswerkzeug: Werbung oder andere Erlöse könnten über ein Protokoll-Token abgewickelt werden, dessen Nutzung und Menge nach transparenten Regeln gesteuert wird, sodass Wert nicht aus Spekulation entsteht, sondern aus realer Nachfrage und begrenzter, zweckgebundener Verwendung.
Gerade in der Anfangsphase könnten solche Tokens vor allem eines leisten: Anreize schaffen.
Für Creator, die Inhalte einstellen, obwohl Reichweite und Einnahmen noch gering sind.
Für Infrastruktur-Betreiber, die Bandbreite, Speicher oder Rechenleistung bereitstellen, bevor sich das System selbst trägt.
Und möglicherweise auch für frühe Unterstützer oder Werbepartner, die bewusst in ein offenes Ökosystem investieren wollen – nicht aus Idealismus allein, sondern weil frühe Beteiligung sichtbar und nachvollziehbar honoriert wird.
Reales Geld bliebe dabei zentral: Creator müssen verlässlich bezahlt werden, Infrastruktur verursacht reale Kosten, Verwaltung und Moderation brauchen Budgets. Tokens würden das nicht ersetzen, sondern definieren, wer aus welchen Gründen Anspruch auf reale Auszahlungen hat – und könnten in der Frühphase eine bewusste Wette auf den gemeinsamen Aufbau darstellen.
Auch die Frage nach skandalisierendem oder problematischem Content stellt sich hier anders: Inhalte würden nicht verboten, aber je nach Umfeld für Werbetreibende unterschiedlich attraktiv sein, sodass geringere Nachfrage automatisch zu niedrigerem Werbewert führt – ohne zentrale Zensurinstanz.
Was mich zum eigentlichen Schlussgedanken bringt:
Scheitern viele alternative Netzwerke nicht genau daran, dass sich dort kaum Werbung schalten lässt – und damit weder Creator noch Infrastruktur nachhaltig belohnt werden? Und wäre ein genossenschaftlich gedachtes Token-System, das reale Erlöse verteilt, frühe Beteiligung incentiviert und Verantwortung sichtbar macht, nicht genau der Hebel, um Menschen langfristig von Big-Tech-Plattformen wegzulocken?
Mir geht es nicht um eine fertige Lösung, sondern um die Frage, ob wir bei Video-Infrastruktur immer wieder an derselben Stelle scheitern, weil wir Ownership, Anreize und Verantwortung weiterhin wie bei klassischen Plattformen denken.
Ich freue mich über Gegenargumente, Hinweise auf bestehende Ansätze oder bessere Modelle.
Markus Lehr
„(…) die Frage nach skandalisierendem oder problematischem Content stellt sich hier anders: Inhalte würden nicht verboten, aber je nach Umfeld für Werbetreibende unterschiedlich attraktiv sein, sodass geringere Nachfrage automatisch zu niedrigerem Werbewert führt – ohne zentrale Zensurinstanz.(…)“
Ich meine, dass das so nicht funktioniert – skandalisierender Content wird ja mehr nachgefragt – darauf basieren die Dinge, die „Clickbait“ oder „Ragebait“ genannt werden.
Vielleicht wäre dies ein Ansatz:
„Aufmerksamkeit ≠ Anspruch auf Werbung.“
Da stimme ich zu: Clickbait erzeugt Nachfrage. Der Gedanke hier ist, diese Nachfrage nicht zu leugnen, sondern sie anders zu behandeln. In einem genossenschaftlich organisierten System bedeutet Aufmerksamkeit nicht automatisch Anspruch auf gemeinschaftliche Werbegelder. Anders als bei Plattformen mit intransparenten Algorithmen könnte die Genossenschaft offen festlegen, nach welchen Kriterien Werbeeinnahmen verteilt werden: nicht nur Reichweite, sondern auch Umfeld, Werbenachfrage, Qualitäts- und Vertrauenssignale sowie die realen Kosten für Infrastruktur. Skandalisierende Inhalte bleiben sichtbar, werden aber nicht automatisch aus gemeinsamen Mitteln gleich stark belohnt – es geht um eine transparente Entscheidung darüber, wofür gemeinschaftliche Ressourcen eingesetzt werden.
Meiner Meinung nach erniedrigen sich die Dickpic-Sender selbst, ohne das sie es wissen bzw. merken.
Vielleicht wäre dies ein Ansatz:
„Aufmerksamkeit ≠ Anspruch auf Werbung.“
Da stimme ich zu: Clickbait erzeugt Nachfrage. Der Gedanke hier ist, diese Nachfrage nicht zu leugnen, sondern sie anders zu behandeln. In einem genossenschaftlich organisierten System bedeutet Aufmerksamkeit nicht automatisch Anspruch auf gemeinschaftliche Werbegelder. Anders als bei Plattformen mit intransparenten Algorithmen könnte die Genossenschaft offen festlegen, nach welchen Kriterien Werbeeinnahmen verteilt werden: nicht nur Reichweite, sondern auch Umfeld, Werbenachfrage, Qualitäts- und Vertrauenssignale sowie die realen Kosten für Infrastruktur. Skandalisierende Inhalte bleiben sichtbar, werden aber nicht automatisch aus gemeinsamen Mitteln gleich stark belohnt – es geht um eine transparente Entscheidung darüber, wofür gemeinschaftliche Ressourcen eingesetzt werden.