Chatkontrolle — Deepfakes — AI hackt AI — KI-Überwachung — Meta — Offensive Cyber-Strategien — Toolbox Bodensee — Fun Facts mit Linus — Termine
Nach einer unbeabsichtigten längeren Pause gehen wir wieder durch die Nachrichtenlage und es gibt sogar eine gute Nachricht. AI steht natürlich wieder im Fokus, sie wird weiterhin und immer mehr für Deepfakes, Hacking und visuelle Überwachung genutzt. Dann diskutieren wir neue Offensivstrategien im Cyberraum, die von der US-Regierung beschlossen wurde. Und Linus hat Muffensausen weil er jetzt zum Chefkomiker befördert wurde. Tja.
Für diese Episode von Logbuch:Netzpolitik liegt auch ein vollständiges Transkript mit Zeitmarken und Sprecheridentifikation vor.
Bitte beachten: das Transkript wurde automatisiert erzeugt und wurde nicht nachträglich gegengelesen oder korrigiert. Dieser Prozess ist nicht sonderlich genau und das Ergebnis enthält daher mit Sicherheit eine Reihe von Fehlern. Im Zweifel gilt immer das in der Sendung aufgezeichnete gesprochene Wort. Formate: HTML, WEBVTT.
Transkript
Shownotes
Freiwillige Chatkontrolle nicht verlängert
- digitalcourage.social: Patrick Breyer (@echo_pbreyer@digitalcourage.social)
- netzpolitik.org: Appell der Datenschutzbehörden: EU soll „vollständig und endgültig“ auf Chatkontrolle verzichten
Deepfakes & digitale Gewalt
- www.spiegel.de: (S+) Deepfakes: Stefanie Hubig erklärt neue Strafmaßnahmen gegen digitale Gewalt
- www.spiegel.de: (S+) So wehren Sie sich gegen Porno-Deepfakes und digitalen Missbrauch
- www.spiegel.de: (S+) Collien Fernandes zeigt Ex-Mann Christian Ulmen an: »Du hast mich virtuell vergewaltigt«
- AP News: New Mexico lawsuit accuses Meta of failing to protect children from sexual exploitation online
AI hackt AI
- codewall.ai: How We Hacked McKinsey’s AI Platform
- SRLabs: We don’t need to hack your AI Agent to hack your AI Agent – SRLabs Research
- SRLabs: Security Research Labs
- xkcd: Exploits of a Mom
KI-Überwachung
- netzpolitik.org: KI-gestützte Videoüberwachung in Berlin: So wehrt man sich gegen Verhaltensscanner
- netzpolitik.org: Mobile Gesichtserkennung: Frankfurts Polizei identifiziert Menschen per Foto-App
- www.ccc.de: CCC | Automatisierte Verhaltensüberwachung: Gefährlichen Mumpitz einstellen
- netzpolitik.org: Hikvision: Hersteller der Hamburger KI-Überwachungskameras ist für Menschenrechtsverletzungen bekannt
- CNN: Hacked traffic cameras and US intelligence: How a plot to kill Iran’s supreme leader came together | CNN
- netzpolitik.org: Gegen KI-Überwachungspläne: In Thüringen wächst ein zartes Pflänzchen Widerstand
- netzpolitik.org: Polizeigesetz Niedersachsen: Verfassungsrechtliche Bedenken bei geplanten Überwachungsmaßnahmen
- netzpolitik.org: Geheimdienstkontrolle: „Kontrolle darf nicht davon abhängen, ob der Geheimdienst freiwillig kooperiert“
Meta positioniert seine Lobby
- www.spiegel.de: Mark Zuckerberg dreht dem Metaverse den Saft ab
- netzpolitik.org: Plötzlich Facebook-Lobbyistin: Irlands einst höchste Datenschützerin wechselt die Seite
- netzpolitik.org: KI und Datenschutz: Wo der Digitale Omnibus der EU gerade hinrollt
Offensive Cyber-Strategien
- DIE ZEIT: Künstliche Intelligenz im Militär: Wenn die KI die “Kill Chain” regelt
- www.spiegel.de: (S+) Meinung: KI und Krieg: Stell Dir vor, es ist Krieg und kein Mensch geht hin – Kolumne
- www.spiegel.de: Anthropic: Pentagon setzt Ultimatum für militärische Nutzung von KI-Chatbot
- www.golem.de: OpenAI macht Deal mit dem Pentagon
- www.golem.de: Trump untersagt Nutzung von Anthropic in Bundesbehörden
- www.spiegel.de: BKA und Bundespolizei sollen Hacker aktiv bekämpfen können
Toolbox Bodensee sucht ein neues Zuhause
- toolbox-bodensee.de: Toolbox sucht neues Zuhause
Termine
Fun Facts mit Linus (Berlin, 29. April 2026)
- tickets.mehringhoftheater.de: FUN FACTS mit Linus Neumann
- Fun Facts: Fun Facts
- The Onion: The Onion’s Exclusive Interview With Sam Altman
- YouTube: Bernie vs. Claude
Tage der digitalen Freiheit (Tübingen, 15.–17. Mai 2026)
- tdf.cttue.de: 5. Tübinger Tage der digitalen Freiheit
Zum Fall Ulmen: 1. Fernandes hat Anzeige gegen Unbekannt gestellt. Das hat er mitbekommen und ist daraufhin in Panik geraten, hat ihr gestanden, um sie von weiteren Maßnahmen abzuhalten. Zum Glück hat sie die Kraft und Stärke sich davon nicht abhalten zu lassen.
2. Bitte sprecht nicht von „krank“. Das müsste wenn ein Arzt in der Verhandlung um das Strafmaß bestätigen. Ulmen hat über zehn Jahre lang seine Ehefrau virtuell an Männer preisgegeben und gleichzeitig Zuhause gesehen, wie sie gelitten hat. Das ist ein Verbrechen. Falls er da einen Zwang hatte, hätte er sich Hilfe holen können.
3. Er hat ihr auch körperliche Gewalt angetan.
4.Ich kann jedem nur raten, den Original Spiegel-Artikel zu lesen.
Gut dass ihr das Thema einem wahrscheinlich überwiegend männlichen Publikum präsentiert, aber bitte seid präzise.
DANKE. Gerade, dass von Linus mehrfach „krank!“ kam, hat mich enttäuscht. Das Psychologiestudium könnte man doch nutzen, um nicht nur am eigenen Ableismus zu arbeiten, sondern auf der Plattform, die LNP bietet, auch noch zur Öffentlichkeitsaufklärung beizutragen.
Ergänzend:
Ich kann allen nur dringend ans Herz legen, sich zusätzlich zum Spiegel-Artikel auf jeden Fall auch die fünf Pics durchzulesen, die Fernandes auf ihrem Instagram-Profil geteilt hat. Achtung, Inhaltswarnung dafür! Die Widerlichkeit der Taten wird manchen erst dann so richtig klar (und manchen Zeitgenossen leider noch nicht einmal dann).
https://www.instagram.com/collien_ulmen/p/DWEZglKka_y/
Außerdem möchte ich gerne meine Meinung zu dem Fall hier loswerden. Sie hat nichts mit Äußerungen von Linus und Tim zu tun, die haben ganz okay berichtet (siehe auch die Details, die Daniela bereits angemerkt hat).
1. Die inflationäre Nennung der Phrase „Es gilt die Unschuldvermutung“ ein Maßstab für Gerichte und korrekt berichtende Medien sind, allerdings ist es kein Maßstab, der zwingend für eine private, persönliche Meinung anzulegen müsste. Das Problem mit dieser Phrase ist, wenn man sie als Privatperson zuerst nennt oder den Fokus darauf legt, ist dass man ohne Not unterstellt, dass das Opfer lügen könnte, obwohl es dafür keine Anhaltspunkte gibt. Im Gegenteil legen die Details in diesem Fall (Stichwort „Instagram“) eine Lüge gerade nicht nahe. Das ist ein Problem, denn damit wird das Opfer weiterhin in die Nähe einer Lüge gerückt.
2. Wer außerdem fordert, dass man erst das Gerichtsurteil abwarten müsse, verkennt zwei Dinge: Zum einen kommt es in manchen Fällen gar nicht erst zu einem Urteil. Das kann zum Beispiel sein, wenn die Staatsanwaltschaft das Verfahren einstellt oder die Klägerin ihre Anzeige zurückzieht. Das bedeutet beides weder, dass die Tat nicht stattgefunden hat, noch dass das Opfer lügt. Zum anderen könnte es auch einen Freispruch geben, z.B. aus Mangel an Beweisen. Dafür gilt dasselbe: Weder muss die Tat nicht stattgefunden haben noch muss das Opfer lügen. Wer also auf ein Urteil „warten“ möchte oder das gar fordert, der sagt im Grunde nur, dass für ihn nichts anderes als eine gerichtsfeste Verurteilung des Täters gilt. Das ist manchmal einfach zu kurz gedacht. Manchmal ist diese Argumentation aber auch Absicht, um das Opfer in eine schlechtere Lage zu versetzen als der Täter. Ja, es gibt auch solche Menschen.
Insgesamt muss ich leider wieder einmal feststellen, was für eine Jauchegrube Internet-Kommentare sind, auch bei seriösen Zeitungen, und damit meine ich nicht nur die Springer-Medien. Dass die Verrohung der Gesellschaft mittlerweile einen starken politischen Arm hat, ist kein Wunder.
Ohne mich an diesem Fall abzuarbeiten, über den ich nichts weiß und von dem ich die Beteiligten nicht kenne, aber habe ich das richtig verstanden, du forderst eine allgemeine Schuldvermutung?
Wenn also jemand etwas behauptet, ist erstmal grundsätzlich von der Richtigkeit der Behauptung auszugehen, solange nicht das Gegenteil bewiesen ist?
Ich habe das Instazeug gelesen. Kein Bild, kein Beweis. Was soll das? Ihr alle labbert etwas ohne auch nur ein Bild oder Video gesehen zu haben. Woher habt ihr euer Wissen? Dein Bild ist sehr einfach Opfer und Täter. Beweise? Wozu?
Auch ich möchte mich generell und ohne Spezialisierung auf einzelne Gebiete des Strafrechts vollständig und umfassend gegen Vorverurteilungen aussprechen. In eine Gesellschaft, in der die Aussage einer Person das Leben einer anderen komplett in Schutt und Asche legt, ohne eine unabhängige Prüfung und anschließend ein gefälltes Urteil (wie dies dann auch immer ausgehe), ist nicht die Welt, in der ich leben möchte. Allein Deine klare Trennung in Täter und Opfer lässt mich an Standgerichte denken, wo Ankläger, Richter und Scharfrichter in Personaluniion vorliegen. Deiner Argumentation folgend könnte man hier die Judikative gleich komplett abschaffen. Liegt ja alles klar auf der Hand. Der Gegenbeweis alias Fall Kachelmann sollte hier mahnend sein.
Meiner Ansicht nach ist die Unschuldvermutung natürlich sehr wohl die klare Andeutung, dass die anklagende Person (ich vermeide absichtlich „Opfer“, weil dieser klare Seitenbezug eben nicht zulässig ist zu diesem Zeitpunkt) die Unwahrheit sagt. Eben genauso, wie die Beklagte mit dem Zurückweisen von Anschuldigungen (was Herr Ulmen hier allerdings nicht tut!) auch lügen kann. Hier ein klares, möglichst objektives Bild der Sachlage zu zeichnen, ist Aufgabe der Judikative und aus gutem Grund kein Plebeszit.
Ich danke, unabhängig von unserer offenliegenden Meinungsverschiedenheit, für das Einstellen des Insta-Links, der schon ein sehr klares Bild zeichnet und kaum Zweifel an der Sachlage lässt.
Meine Vorredner verlangen Beweise – hier denke ich, dass diese einem entsprechenden Prozess vorbehalten sein sollten. Man sollte nicht alle Verirrungen menschliches Geistes öffentlich zu Markte tragen. Wen es brennend interessiert, der bediene sich der Gerichtsakten nach Prozessende.
Und ich halte es für durchaus angebracht, wenn temporär bis zum Richterspruch und mit vollem Anspruch von beklagter Seite auf Wiederherstellung des vorherigen status quo „Beurlaubungen“ o.ä. aktiviert werden, bis die Sache geklärt ist.
Kachelmann hat explizit darum gebeten, dass ausgerechnet sein Fall mit diesem oder anderen Fällen, in denen sich Opfer gegen Gewalt wehren, herangezogen wird. https://bsky.app/profile/realkachelmann.bsky.social/post/3mhl4p43g622b
*NICHT herangezogen
Herr Kachelmann möchte nicht für einen Zweck herangezogen werden, der gar nicht mein Zweck ist.
Mein Ansinnen ist nicht, die Klägerin eine Lüge zu bezichtigen oder ihr Leiden kleinzureden. Mein Ansinnen ist objektive und faire Umgangsweise mit beiden Seiten.
Das steht im krassen Widerspruch zur allgemeinen Unschuldsvermutung, die ebenso ein Vorurteil zugunsten des Beklagten ist. Der Staat als Kläger in Strafverfahren muss sich angesichts seines massiven Machtübergewichts daran halten, es außerhalb dessen als Maßstab für Objektivität und Fairness zu nehmen ist grotesk.
Brudi, wenn jemand selbst seine Taten gesteht, ist das mit der „allgemeinen Unschuldsvermutung“ langsam bisschen vorbei.
Hat er das tatsächlich öffentlich getan? Mein Stand ist, dass sie den Medien erzählt hat, er habe es ihr gegenüber zugegeben. Nicht mehr und nicht weniger..
Wenn du da andere Quellen hast, gerne her damit.
Was ist mit dem gegebenenfalls bestehenden Machtübergewicht potenziell rufmordender Menschen oder Presse?
Ferner – die Unschuldsvermutung soll vermeidbaren und ggf. ungerechtfertigten Schaden abwenden. Auf der klagenden Seite ist der Schaden entweder schon entstanden (so traurig das dann ist), also nicht mehr zu vermeiden (–> ist alles so passiert wie beklagt) oder es gab gar keinen Schaden (–> klagende Seite hat gelogen).
Es entzieht sich meinem Verständnis, mit welcher Berechtigung ohne ein (hoffentlich) objektives Bewertungsverfahren (Gerichtsprozess) der klagenden Seite ein Vertrauensvorschuss eingeräumt werden sollte, der beklagten Seite dieser jedoch abgesprochen wird.
Ich sehe es so – der klagenden Seite wird durch Aufnahme von Ermittlungen und ggf. Durchführung des Gerichtsverfahrens „geglaubt“ – der beklagten Seite „glaubt man“ durch Schutz vor Rufmord, Existenzzerstörung etc. bis zum Ende des Strafverfolgungsprozesses.
Man darf gern seine eigene private Meinung zu allem haben und diese auch (meist) äußern. Jedoch die 4. Gewalt sollte bei Äußerungen solcher Meinungen Vorsicht walten lassen. Weswegen es journalistische Richtlinien und Sorgfaltspflichten gibt.
Ich denke, eine Meldung über diesen Fall sollte nicht mehr als 2 Sätze haben. Der erste beschreibt die Anschuldigung, der zweite die Sicht der Gegenseite (so geäußert). Alles andere folgt nach Abschluss des Verfahrens.
Von Männern, deren Reflex nach Lesen des Spiegel-Artikels ist, nach fairem Umgang für Ulmen zu rufen, halte ich mich aus Sicherheitsgründen fern. Das ist der Unterschied zwischen Privatmeinung und Neutralität eines Gerichts.
Genau, das sehe ich genau so!
Wir moechten die straftaten auf dieselbe stufe stellen, als ob es wirklich eine vergewaltigung wäre.
Die milliarden für die digitalisierung der strafverfolgung müssen irgendwie wieder reinkommen!
Das narrativ vom männern und frauen, die sich immer gerne in der opferrolle befinden, eignet sich perfekt!
die neutralität des gerichts steht außer frage.
Instagram kann man ohne Account nicht anschauen
Stimmt nicht. Ich habe kein Account und konnte es sehen. Oben rechts im Browser wird „Weiter im Web“ verlinkt.
Nur Kommentare und weitere Textbeschreibung kann man sich ohne App bzw. Account tatsächlich nicht anschauen
Danke, dass ihr euch alle so für den Chatkontrolle und die Bildüberwachung einsetzt!
Der monetären Kosten wären gegenüber den Steuerzahlerinnen, die sie tragen, ansonsten nicht zu verantworten. :)
Die C-Prominenz hat ja auch was davon.
was den ’spiegel‘-artikel betrifft, den manche hier über den grünenn klee loben, empfehle die lektüre des artikels aus eben jenem magazin vom 13.02.1994, in dem über die berühmten „wormser prozesse“ (zusammenfassung in wikipedia) in einer weise berichtet wurde, die mich damals als einen fälschlicherweise der vergewaltigung bezichtigten – was das angebliche opfer einige tage später glücklicherweise zugab, die zeit dazwischen war die hölle – massiv schockierte.
wie hier jetzt mit einem menschen, dem nichts bewiesen wurde, nur aufgrund einer behauptung seitens des opfers (was sie unbestreitbar ist) umgegangen wird, finde ich – auch aufgrund der erfahrung, die ich selbst machen musste – genauso widerlich wie den digitalen missbrauch an sich, den ich in keinster weise abstreiten will. sollten sich die vorwürfe als wahr erweisen, dann hat er’s verdient, aber soweit sind wir nicht.
grundlage für die seriöse berichterstattung ist der pressekodex des deutschen presserats, der sich in richtlinie 13.1 mit vorverurteilung befasst. die lektüre dieses kodex‘ empfehle ich vor allen, insbesondere linus, von dem ich das aufgrund seiner journalistischen tätigkeit sowohl für netzpolitik.org als auch lnp eigentlich erwartet hätte.
aber hey, wenn man doch als mob so schön zusammen auf einen draufhauen kann…
https://www.spiegel.de/politik/der-fall-sprengt-die-grenzen-a-a0369c47-0002-0001-0000-000013688126?context=issue
https://de.wikipedia.org/wiki/Wormser_Prozesse
https://www.presserat.de/pressekodex.html
Bei „KI Videoschutz“ hab ich zuerst gedacht es wäre Schutz vor KI Videos. Natürlich eher das Gegenteil.
Linus scheint wieder einmal seine manchmal bereits trübe gewesene Glaskugel zu konsultieren. Doch die Zukunft ist keineswegs fest und unveränderlich – es geht vielmehr um ein Gefühl, ein Gestaltungsspielraum, den wir mit Hingabe und Mut nutzen können. Auch Fab-Produktionsketten können sich wieder ändern, wenn das Volumen und die Verträge/Zugänge wieder kommen. Es liegt auch in unserer Hand, aus der Zukunft etwas Gutes zu machen, alle aus ihren eigenen Kontexten ein bisschen. Zukunft ist nicht als Science Fiction oder RPG in Stein gemeißelt, sondern lebendig und formbar.
Witzig, dass ihr bei der Raumsuche der Toolbox Bodensee die Klage gegen die Verschwoerhaus-Aktiven erwaehnt habt. In dem Kontext evtl. relevant: Die Person, die 2018 bis nicht lange nach der Abwahl des (beim Rechtsstreit gegen die Community involvierten) frueheren Oberbuergermeisters von Ulm in der sog. „Digitalen Agenda“ der Stadt Ulm in leitender Position war und eine Weile den Output der Ehrenamtlichen in Ulm vor sich hergetragen hatte, ist seit Januar 2025 Leiterin der Gesamt-IT in Konstanz: https://www.ulm.de/leben-in-ulm/digitale-stadt/meldungen/da_sabine-meigel-konstanz
Abgesehen vom seither beobachtbaren Personal-Turnover in Konstanz duerfte es daher besonders interessant anzusehen sein, ob und zu welchen Bedingungen die Stadt Konstanz sich einsetzt, einen wahrlich selbstbestimmten(!) Raum fuer die Szene zu unterstuetzen, der auch nicht davor zurueckschreckt, aktuelle Defizite der Kommune bei der weitsichtigen Digitalisierung hervorzuheben. Und ob und wie das auch Kommunen um Konstanz und den Bodensee herum ausstrahlt: Wird das als Chance gesehen, oder als Risiko fuer die Eigendarstellung.
(Offenlegung: Ich hatte ab 2015 die Projektidee des spaeteren von der Ehrenamtscommunity so benannten Verschwoerhaus vorangetragen und wurde ab 2018 der damals neu geschaffenen Digitalen Agenda in Ulm unter der vormals erwaehnten Leitungsperson untergeordnet. It did not work out well.)
Ich glaube es lärzt. Elfen gibt es nur bei Tolkien. Alles andere ist Geheimwissen oder Fakenews!
Leider ist das Elfenpflücken garnicht mal so eine lustige Angelegenheit. Aber sei‘s drum.
für den Hedonismus!
Facts mit Linus Neumann
Nach langer Abstinenz endlich wieder LNP. Beim Thema AI hackt AI hab ich mich in schöner Nostalgie gefragt, ob es LUCA noch gibt, ob die wohl auch schon eine KI an ihr Webapp angeflanscht haben und ob sie das mit fümpf Blockchains absichern. <3
Danke für eure, wie immer, tolle Arbeit.
Nach der Empfehlung in der letzten Sendung sah ich mir jede Folge von FF an und muss schon sagen, dass es sehr stark LNP ähnelt: nüchterner und pointierter Lagebericht – macht auch ähnlich depressiv. Von daher glaube ich nicht, dass Linus da Angst haben muss, nicht witzig zu sein. Die Folge über Mysogenie war jetzt auch nicht unbedingt lustig, solange die Fakten stimmen und augenöffnend sind, können sie für sich selbst stehen. Kabaret oder Satire muss jetzt auch nicht zwangsläufig lustig sein, es reicht, den Abgrund darzustellen, in dem wir uns befinden bzw. auf den wir uns hinzubewegen drohen. Und eure CCC Vorträge waren ja auch immer recht unterhaltsam, das wird schon.
Geil! Dann brauche ich als nordkoreanischer Hacker ja nur noch einen Claude-Account und mache einen Schwachstellenscan durch das ganze Internet. Das ist eine Schatzgrube! Der Führer wird stolz auf mich sein!
Bei den Chancen und Risiken der AI kamen diesmal die Chances etwas kurz. Wir sehen ja jetzt so langsam wie gut diese Modelle einfach bestimmte Aufgaben erledigen können. Jetzt wäre es an der Zeit, da progressive Narrative zu entwickeln.
Mein Hauptproblem mit den aktuellen Systemen ist, dass die in der Hand amerikanischer Faschos sind. Claude vielleicht nicht ganz so, aber das Regime versucht ja grad sie mit wirtschaftlichen Mitteln auf Linie zu zwingen.
Effizienz, Fehler, und Lizenzfragen kriegen wir schon geregelt, aber vor allem müssen wir das aus den Händen der Faschisten befreien. Dann sieht die Welt schon ganz anders aus.
Ich hoffe in 2026 macht niemand mehr sein eigenes escaping von ‚ und “ um sql-injections zu verhindern.
Sondern benutzt eine DB-Zugriffs-Library und/oder Programmiersprachen in denen Daten und Befehle strikt getrennt sind.
Anscheinend offenbar nicht, denn in dem McKinsey AI-Bot wurde ja eine injection gefunden.
Zum Thema SRLabs / AI-Hacking:
Auch wenn es noch nicht so weit ist, dass eine AI selbstständig Lücken sucht und daraus eine komplette Exploit-Chain baut, habt ihr im Haus doch ganz gut demonstriert, wo aktuell bereits eine Gefahr liegt: in der Zeit und der Skalierung. Wenn man überlegt, wie viele ADs, APIs etc. „offen herumliegen“, für die es kein Genie braucht, sondern nur eine erfahrene Person, die sich die Zeit nimmt.
Aktuell sehe ich AI eher als Force Multiplier: Eine erfahrene Hackerin kann plötzlich parallel Dutzende Vektoren testen und mehrere Targets gleichzeitig bearbeiten.
Aber auch in etwas fortgeschritteneren Bereichen wie Reverse Engineering, Hardware Hacking oder der Suche nach 0-Days bin ich überzeugt, dass eine Person, die sowohl sehr erfahren ist als auch ein gutes AI-Verständnis hat (Stärken nutzen, Schwächen beachten), enormen Schaden anrichten kann. Oft ist ein Hack eine Kombination aus einer guten Idee und sehr viel Geduld. In der Regel hat man mehr Ideen als Zeit. Wenn man diese Ideen nun parallel und weitgehend „hands-off“ laufen lassen kann, wird das sehr mächtig.
Und das reicht bis in die reale Welt hinein: Wenn du in einem Labor alles aufgebaut hast, um z. B. eine Voltage Fault Injection zu finden, kannst du die eigentliche Suche delegieren.
Positiv ist allerdings, dass nun auch alle die Möglichkeit haben, ihre eigenen Systeme zu prüfen. Ich bin zwar nicht wirklich überrascht, dass McKinsey das nicht getan hat, aber das Automatisierungstool hätten sie ja anscheinend zur Verfügung gehabt.
Hier noch ein Beispiel zum Exploitieren einer bekannten Schwachstelle. Spoiler Alert: Einer der Prompts ist ‘I want a shell‘ lol
CVE-2026-4747 write-up:
https://github.com/califio/publications/blob/main/MADBugs/CVE-2026-4747/write-up.md
Was ist jetzt mit den Elfen aus Tübingen. Ihr habt es in der nächsten Sendung nicht aufgeklärt.
Oh je, ihr beiden. Ihr habt da echt was losgetreten mit eurem Elfen-Gekicher. Mir sind da jetzt die wildesten Verschwörungstheorien untergekommen. Um nur einige zu nennen:
– DMT-Elfen: Tim und Linus hatten auf DMT eine wirklich wilde Elfen-Erfahrung, über die sie im Radio eigentlich nicht sprechen wollen…
– Elfen als Illuminaten: Groß, weiß, intellektuell und elitär regieren sie die Welt.
– Hedo-Elfen: Linus ist Teil einer Hedo-Elfen-Gang, die im Elfenkostüm die Berliner Demos unsicher macht. (Halte ich persönlich für echt unplausibel! Hallo!! Hedos und Klamotten? Geht’s noch!?)
P.S.: Eine Person behauptet felsenfest dass sie Linus schon einmal in einem Elfenkostüm (mit grüner Elfenmütze) gesehen hat. So gekringelte Elfen-Wichtel-Schuhe würden ihm aber wirklich auch stehen… Wär jetzt wieder ein Argument für die Hedo-Elfen.