LNP563 Des Kaisers neue Kleider

Rückblick Salon — d-you — KIDS Act — Kugelblitz — Apple vs. DMA — Adfection

Heute schauen wir kurz auf den ersten LNP Salon zurück, der sehr angenehm und anregend war. Dann blicken wir auf die nächsten Schritte die die EUDI Wallet genommen hat, die jetzt unter dem klangvollen Namen "d-you" unters Volk gebracht werden soll. Dann noch mal ein Realitätsabgleich mit dem KIDS Act der EU, diskutieren die vom Digital Markets Act ausgelöste Auseinandersetzung von Apple und der EU-Kommission und berichten von Gefahren, die von Werbung ausgehen. Tim stellt außerdem noch seine neue Software vor.

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Linus Neumann
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Tim Pritlove

Für diese Episode von Logbuch:Netzpolitik liegt auch ein vollständiges Transkript mit Zeitmarken und Sprecheridentifikation vor.

Bitte beachten: das Transkript wurde automatisiert erzeugt und wurde nicht nachträglich gegengelesen oder korrigiert. Dieser Prozess ist nicht sonderlich genau und das Ergebnis enthält daher mit Sicherheit eine Reihe von Fehlern. Im Zweifel gilt immer das in der Sendung aufgezeichnete gesprochene Wort. Formate: HTML, WEBVTT.


Transkript
Tim Pritlove 0:00:00
Guten Morgen Linus.
Linus Neumann 0:00:02
Guten Morgen Tim.
Tim Pritlove 0:00:03
Du laut Donald Trump ist Artificial Intelligence jetzt Super Intelligence undwer KI sagt ist der Feind.
Linus Neumann 0:00:10
KI, KI, KI, KI, KI, KI, KI, KI, KI, KI, KI.
Tim Pritlove 0:00:35
Logbuch Netzpolitik Nummer 563,vom 19. Oktober 2026 direkt live aus der Widerstandszentrale gegen alle Begrifflichkeiten der Welt.Schießen auf jeden falschen Begriff, der da herkommt. Ja, das hat er jetzt davon, der olle Trump.
Linus Neumann 0:00:59
Nein, der hat vor allem davon, dass diese ganzen, also dass jetzt sofort alle,ihren Quatsch da Superintelligence nennen.Also das ist so, also du hast das,Weißt du, wenn du so Geschichtsbücher von irgendwelchen Diktatoren,Machtergreifungen und so oder auch Romane wie 1984 liest, wo dann irgendwiebestimmt wird, wie die Dinge jetzt heißen und so und quasi Wörter verboten werden und,Gedankenkontrolle darüber stattfindet und sowas.Und dann denkst du dir immer so, ja das kannst du ja nicht mit den Leuten machen,aber dann darf, ich meine wenn du,hat dir glaube ich keine fünf Minuten gedauert, bis Mark Zuckerberg irgendwie den Developer,Newsletter rausgeschickt hat, so das ist jetzt alles Superintelligence und dasist alles so also man denkt immer so, den Scheiß macht doch keiner mit weißtdu, das ist das ist irgendein, also ja gut, nicht irgendein aber das ist, also,Also ein Präsident, der seine eigene Social,in Anführungszeichen, Plattform unterhält.Wo man gegen Kosten die Informationen schneller erhält, damit man irgendwiesein Trading darauf optimieren kann.Und der sagt, eine Technologie wird jetzt umbenannt und alle sagen, alles klar.Also weißt du, das ist so das ist doch so absurd das.
Tim Pritlove 0:02:44
Das ist Neusprech, nennt man das.
Linus Neumann 0:02:46
Ja, man dachte immer so, genau, aber was ich halt meine, du liest,diese Bücher oder du liest eben, was weiß ich, wie in irgendwelchen dunklenZeiten der Geschichte in unterschiedlichsten Ländern dieses Planeten irgendwelcheDiktatoren so irrsinnigen Quatsch gemacht haben.Und man auch sieht, das ist offensichtlich nicht sane,und alle springen mit und sagen, jawohl.
Tim Pritlove 0:03:19
Ja, des Kaisers neue Kleider, also ich meine der Kaiser ist nackt,aber alle tun so, als ob er die schönsten Klamotten trägt.
Linus Neumann 0:03:29
Der Kaiser ist nicht nackt, der Kaiser ist super angezogen.
Tim Pritlove 0:03:34
Welcher?Ja, sagen alle. Und ich meine, genau so ist es doch im Prinzip.Der Typ läuft doch mental nackt durch die Welt.So, alle sehen das. Alle wissen, dass er irgendwie völlig einen an der Waffelhat und einfach nur keinen ganzen Satz zusammenbekommt und einfach auch vonnichts irgendeiner Ahnung hat.Aber er wird halt gepriesen, was er doch für ein toller Hengst ist, etc. pp.Und alles Offensichtliche gibt es einfach gar nicht.Und dieser Grad an Selbstverleugnung ist natürlich extrem niederträchtig und,abzulehnen, gar keine Frage. Der wird jetzt auch demnächst abgelehnt.Wie lange ist es noch bis zu den Wahlen?Ein paar Wochen müssen wir noch durchhalten.Ja, und so sind sie halt die Mitläufer. Wenn es der eigenen Agenda passt,dann ist das dann halt so.Dann werden dann die anderen Prinzipien schnell zu Nebenkriegsschauplätzen.
Linus Neumann 0:04:35
Nein, ich sehe das nicht so, also ich meine, komm, die eigene Agenda,von Big Tech ist nicht davon abhängig, ob Donald Trump den Quatsch jetzt Superintelligencenennt oder nicht, ja, aber das Einkuschen.
Tim Pritlove 0:04:51
Er hat die Macht, ihnen irgendwelche Stöcke in ihre Räder reinzustecken.Also er hat ja gezeigt, dass er auf alles einschlägt, was ihn nicht preist.Wenn einer sagt, aber du bist ja nackt, dann wird halt jedes Mittel ist dannRecht und wird dann einfach auch zur Anwendung gebracht.Macht völlig egal, ob das gegen die Verfassung, gegen die Gesetze oder sonstwas verstößt, um dann eben das zu beeinflussen, dieses Geschäft.Und da trifft es dann halt alle gleich. Und deswegen spendet auch Apple irgendwieGeld für diesen bekloppten Ballroom und alle tauchen immer auf.Und wenn der dann sagt, jetzt sagen wir Superintelligence, dann sagen die,okay, dann sagen wir halt jetzt Superintelligence, das ändert irgendwie füruns eigentlich gar nichts.Ja, dann sagen wir das halt, das ist billig.
Linus Neumann 0:05:45
Nee, aber Tim, komm, das ist es halt, sorry, das ist es halt nicht.Das sind die mächtigsten Unternehmen dieser Welt und die hätten genauso dieMacht zu sagen, nee, der Jeffrey Hinton hat das künstliche Intelligenz genannt. Ja.Und das ist nun mal künstliche Intelligenz. Oder die könnten auch sagen,das heißt jetzt Meta-Intelligence und Apple-AI oder so einen Scheiß.
Tim Pritlove 0:06:12
Ja klar könnten sie das, aber warum sollten sie das?
Linus Neumann 0:06:14
Und wenn sie das nicht, wenn sie das, wenn alle diese Unternehmen geschlossen,gewähr bei Fuß stehen, dann ist das eben auch eine...Und das ist halt eine Machtdemonstration, weil wenn ich sage,das heißt jetzt nicht mehr AI, das heißt Linux on the Desktop,dann machen sie es nicht.Und diese bedingungslose, jo, der Präsident hat gesagt, wir machen das, das ist eben eine,und vor allem in so lächerlichen, das ist ja auch ein bisschen der Teil davon,dass er halt lächerliche, kleinliche Dinge tut und die dann mit und die Leutemitmachen und er da die Solidarität schon verlangt.Und das ist beängstigend, weil man für so einen Quatsch, also warum,also weißt du, das ist einfach.
Tim Pritlove 0:07:03
Ja natürlich ist das beängstigend und natürlich könnten sie das alles tun,aber sie tun es halt nicht, weil sie natürlich sich auch untereinander,im Prinzip sind sie keine Freunde.Das heißt, wenn einer von ihnen dann die Aufmerksamkeit, die negative Aufmerksamkeitdes Präsidenten erlangt und darunter leidet, reiben die anderen sich die Händeüber neu gewonnene Marktanteile.So, ich meine, das ist halt ein Haifischbecken, da gibt's dann keine Freunde,deswegen spielen da irgendwie auch alle mit, damit sie bloß keine Nachteilegegenüber den anderen haben werden.It's a hard business und das ist Kapitalismus in Reinform und der scheißt halt auf, wie es zu sein hat.
Linus Neumann 0:07:44
Naja, aber auch da der Kapitalismus in Reinform ist nicht durch Donald Trumpbedroht. Die könnten das genauso gut sagen, achso, der hat was gepostet,haben wir nicht mitbekommen, wir lesen nur Facebook.Wir haben vergessen zu gucken, was der da wieder auf seiner eigenen Plattform gepostet hat.Also sie hätten selbstverständlich die Möglichkeit, alle geschlossen zu sagen,wir machen den Quatsch nicht mit.
Tim Pritlove 0:08:07
Klar könnten sie das, tun sie aber nicht, weil sie halt auch alle nicht allebeisammen haben und weil sie halt jetzt nicht unbedingt das Ziel haben,dass das Leben für alle Menschen auf diesem Planeten schöner wird,sondern die haben halt das alsZiel, dass das Leben auf dem Planeten vor allem für sie schöner wird und,danach ist alles Second Thought.Ist so. KI.
Linus Neumann 0:08:35
KI, KI, KI.
Tim Pritlove 0:08:37
Mensch.
Linus Neumann 0:08:41
Der Feind nutzt KI.Oh Mann. Wir hatten, wann war es, letztes Wochenende,haben wir ja den ersten LNP-Salon gemacht und das ging ja los mit einem,also wir hatten ja gesagt, wir setzen uns da einfach mal hin und reden miteinander.Da und ich war anfangs, also ich wusste,wir machen, haben sie zum ersten Mal gemacht, ich wusste jetzt nicht,wie das da läuft, beispielsweise, ergibt sich da ein Gespräch oder bleibt esdann doch irgendwie eine Frontalveranstaltung,was kommen da für Leute, mit welchen Backgrounds, mit welchen,auch mit welchen Impulsen,also gibt es da genug in weitestem Sinne Varianz in In Hintergrund, Meinung, Expertise,dass da was Interessantes entsteht.Und ich muss sagen, ich fand es wirklich spitz. Also ich war erstens sehr angetanvon der, ja wirklich von der erstens Tiefe, aber auch Breite der Hintergründe.So von Data Engineer, Epidemiologie, Technikphilosophie, Developer,Architektin oder Architekten.Alles mögliche, ja, also von allen möglichen.Politischen, technischen, gesellschaftlichen Tätigkeiten waren Leute dort.Auch irgendwie aus der digitalen Werbung und so.Das war wirklich, hat sich sehr schnell einfach ein super gutes Gespräch ergeben.Eben auch vor allem nicht mit uns, sondern zwischen allen.Und das fand ich extrem spannend. Natürlich hat es sich um AI gedreht,obwohl wir kein Thema vorgegeben hatten und wir hatten quasi als Einstieg einfachmal gesagt, worüber die Leute reden wollten.Wir haben eigentlich von sich aus alle natürlich über AI gesprochen und wirhaben viel über die vielen negativen Aspekte davon gesprochen.Die Entwertung von künstlerischem Schaffen, Intellectual Property,Energie, natürlich die großen kapitalistischen Kräfte, die da am Wirken sind,die du ja gerade auch schon benannt hast.Die psychischen Probleme, die sich für Menschen ergeben, Identitätsstiftungvon Tätigkeit und so. Und das war wirklich...Sehr breit und spannend. Wir haben um 17 Uhr angefangen.
Tim Pritlove 0:11:28
Ja, und es war vor allem ein sehr respektvoller Umgang untereinander,also sehr gute Diskussionskultur.Du hast ja immer in so Gruppen, manche haben ein bisschen mehr zu erzählen,manche halten sich ein bisschen eher zurück, aber das war sehr ausgewogen undja, wir konnten da eigentlich im Wesentlichen mal sitzen und zuhören, mal ganz was Neues.In diesem Podcast und das war ja nicht auf ein bisschen Sinn der ganzen Aktion,für uns zumindest, da auch einfach mal so ein Gefühl dafür zu bekommen.Ich meine, ich habe jetzt über die Jahre auch viele Hörertreffen gemacht,insofern war ich jetzt von einigen Aspekten auch nicht sonderlich überrascht,aber das Format als solches hat jetzt ganz gut funktioniert für uns und ich fand auch die Größe,richtig, weil das war dann noch in gewisser Hinsicht überschaubar und alle konntenin irgendeiner Form daran partizipieren, ohne dass man da jetzt auch groß,eine Audio-Installation macht und mit Mikrofonen arbeitet, das war sehr schönda in der E-Stube, von daher sehr,ja, alles hat gut gepasst würde ich sagen.
Linus Neumann 0:12:33
Ja, das war glaube ich der einzige Fehler, der da noch auf meine Kappe ging.Die E-Stube ist neben dem E, an der E-Stube steht aber nicht E dran, sondern,also 3M und entsprechend sind natürlich ohne Ende Leute angekommen und sindins E gegangen, was direkt nebenan ist und wo ein E dran ist.Was aber, das E hatte noch gar nicht auf. Also da war noch quasi.
Tim Pritlove 0:12:57
Dann laden wir das nächste Mal ins M.
Linus Neumann 0:12:59
Wir müssen ins M einladen und werden das auch tun.Die M-Stube. Das machen wir auch. Am 8. November machen wir es noch mal.Und die Anmeldung, also quasi den Pre-Tix, wo man sich quasi die Anmeldung vornehmen kann zum,standardermäßigten und politischen Preis oder Supporterpreis für drei, zehn oder dreißig Euro.Wie gesagt, es geht für uns darum, dass wir.Den Zugang da in irgendetwas binden und daran, dass ihr dann auch idealerweisekommt oder das Ticket weitergebt. Es gab letztes Mal eine Warteliste und esgab leider auch einige, die dann kurzfristig nicht gekommen sind.Da müssen wir nochmal schauen, dass wir das in Prietix richtig konfigurieren,dass ihr das Ticket dann abgeben könnt oder sowas.Dass dann die Plätze nicht frei bleiben, aber ich glaube, wir werden auch insgesamt,die Anzahl Sitzplätze ein bisschen runterfahren, weil noch mehr als letztesMal müsste es auch nicht sein. Es gab ja etwas mehr, es sind ein paar,weiß ich, einige wenige nicht gekommen, wie auch immer.Also 8. November ist der nächste Termin, ist wieder ein Sonntag,machen wir wieder 17 Uhr und Und Anmeldung machen wir dann 30.Oktober, 12 Uhr geht dann dieser Pre-Tix-Shop online.Ich bin auch gespannt, ich habe mit Tim und ich haben auch diskutiert,weil ich gesagt habe, können wir jetzt einfach mal ein anderes Thema vorgeben,weil noch eine AI-Diskussion will ich nicht.Aber wir schauen. Wir werden das wieder offen machen. Tim hat sich durchgesetzt.Tim hat Superintelligence genutzt.Und da war meine ganz normale künstliche Intelligenz einfach unterlegen.
Tim Pritlove 0:14:44
Ja, einfach aus dem Bauch raus. Oder habe ich meine...
Linus Neumann 0:14:48
Ja, der Tim hatte... Der Tim war super angezogen und ich mit handelsüblicherStraßenkleidung. Und deswegen...
Tim Pritlove 0:14:56
Nackt geradezu.
Linus Neumann 0:15:00
Genau, machen wir nochmal. Und wir machen es ein drittes Mal noch in diesem Jahr.Und ich glaube, die Stube, das ist ein guter Ort für sowas.Wir wollten ja eigentlich von 17 bis 19 Uhr machen, wirklich aufgehört habenwir, glaube ich, gegen 21 Uhr.Das heißt, der offizielle Teil ging so vier Stunden, was ich dann auch ein bisschenlang fand und ich habe es auch wirklich nur beenden können mit unter Hinweisauf, ich kann jetzt nicht mehr.Und wir haben dann noch bis, ich glaube bis elf da weiter gesessen in einer kleineren Runde.Du musstest los, Tim, glaube ich, kurz nach neun oder was.Hat sich gezogen.
Tim Pritlove 0:15:41
Okay, verstehe.
Linus Neumann 0:15:43
Nee, war gut. Gute Sache und ja nochmal,der respektvolle Umgang auch mit den unterschiedlichen Hintergründen und dasda auch mal, also da hatten die Leute wirklich einfach mal Gelegenheit, ich glaube nicht, also,die Fälle, dass da jemandem oder irgendwie mal ins Wort gefallen wurde,das war, also das kannst du, weiß nicht, an einem Daumen abzählen oder so unddas ist auch sofort vorbei gewesen und Und also war,ja nochmal, Qualität der Interaktion, Qualität der Beiträge wirklich erfreulich.Es war eine, war wohltuend.
Tim Pritlove 0:16:28
Genau. So, dann kommen wir mal zu den Themen der Sendung.
Linus Neumann 0:16:34
Das digitale Identitätgesetz wurde jetzt mal irgendwie rucki zucki verabschiedet,und jetzt kommt die digitale Brieftasche.Und da gibt es jetzt auch, die ist jetzt quasi schon, die heißt jetzt DU,das Eudi-Wallet heißt jetzt DU, sonst ändert sich nichts.Und das kommt jetzt erstmal nur mit Ausweisfunktionen. Also Führerschein undbiometrisches Passfoto kommt später und vor allem,alle interessanten Features wie pseudonyme Logins, Zero-Knowledge-Proof,selektive Datenfreigaben, das kommt alles später.Wir machen jetzt erstmal so das, was jetzt wirklich, was eigentlich keiner braucht.Also alles, was irgendwie, wenn überhaupt an dem Ding interessant gewesen wäre, das kommt später.Und außerdem haben sie jetzt auf HackerOne.So ein Bug-Bounty, um dann quasi, wenn du da jetzt eine Schwachstelle findest, kriegst du Geld.Oder Anerkennung oder was auch immer.Aber im Scope ist wiederum auch nur ein Teil. Das ist nicht alles Open Source,sondern nur einzelne Teile und anderes folgt später.Aber das ist jetzt die Situation. Und jetzt.Ist natürlich die, sagen wirmal, die Historie der bundesdeutschen großen IT-Projekte ist vorbelastet.Und da hat die elektronische Patientenakte gelauncht, direkt mit peinlichstenSchwachstellen auf dem CCC-Kongress demonstriert, dann wurde das ja behoben,ich kann das gar nicht oft genug erzählen.Alles, was man brauchte, um auf die elektronische Patientenakte zuzugreifen,war die Versicherungsnummer und die Kartennummer.Und das eine steht vorne auf der Karte, das andere steht hinten drauf.Das wäre schon der Moment gewesen, wo man hätte sagen müssen,ey, das erscheint nicht ausreichend zu sein, ja.Zu allem Überfluss sind die Kartennummern seriell vergeben. Das heißt,wenn ich eine Kartennummer habe und zähle rauf und runter, dann kriege ich neue,gültige Kartennummern.Und dann bräuchte ich ja noch die versicherten Nummer. Dafür hatte die Gematikaber einen Service, dass man eine Kartennummer hinschickt und man kriegt dieversicherten Nummer zurück.Das heißt, das komplette Auslesen sämtlicher elektronischer Patientenakten wardarauf reduziert, dass man Kartennummern sequenziell durchiteriert.Das war alles, was man machen musste. Und.Das ist so peinlich und,so zeugt von so viel, also das ist so peinlich, aber das war eben architektonisch,das war technisch vorgegeben und insofern war es quasi out of scope.Das war jetzt ja gar kein Bug, den man irgendwo hätte finden können.Das wird gleich in den Betrachtungen zur DU auch nochmal eben eine Rolle spielen.Und was dann eben auch sehr peinlich war, war, ah okay, wir haben hier zweiAuthentisierungsmerkmale, die Kartennummer und die Versichertennummer,die sind beide ganz offensichtlich nicht geheim und damit auch ganz offensichtlich nicht,zur Authentisierung geeignet.Und dann haben sie gesagt, ja jetzt um das Problem zu limitieren,nehmen wir ein drittes, nicht geheimes dazu, nämlich die Adresse und machendann Prüfsumme, wir machen eine kompliziert aussehende Prüfsumme letztendlich,aus dem Wissen über die Adresse der Person.Und dann demonstrierten Martin und Bianca einen Tag später, übrigens die Gematikbietet einen Service an, wo man zu einer Versichertennummer die Adresse bekommt.Das heißt, das ist jetzt, und dann führst du dann immer noch Diskussionen darüber,dass es jetzt, dass es ja jetzt eine tolle Lösung gewesen wäre, die Straße.Ich meine, dass eine Straße nicht geheim ist, es steht an der Straße dran,da ist ein Schild dran, wie die Straße heißt.Das ist da als kleiner Indikator so, das ist nicht geheim. Straße ist nicht geheim.Aber gut, das war dann also der erweiterte Schutz der elektronischen Patientenakte,der dann auch Quatsch war.Und wann es jetzt wirklich gefixt wird, steht glaube ich immer noch in den Sternenoder auf irgendeinem Blatt Papier.Das war die elektronische Patientenakte. Dann haben sie, jetzt könnte man natürlichsagen, ja gut, hier geht es aber nur um eine Wallet und nicht um eine elektronische Patientenakte.Könnte man Beispiel Eudi Wallet nehmen. Eudi Wallet, das hatte damals, wie heißt dieser…,Hier diese Kostenstelle.
Tim Pritlove 0:21:23
Die Kostenstelle?
Linus Neumann 0:21:26
Der Milliarden immer verbraten hat. Andi Scheuer. Genau, Andi Scheuer hat jadann hier das Oldi-Wallet.Und dann, ich weiß nicht, wie lange das online war, da waren dann die Sicherheitslückenauch wieder so katastrophal, ich glaube, das waren dann drei Tagen offline oder so.Flüpke und Lillith Wittmann und wer da alles, ich weiß gar nicht mehr,das war einfach eine Hackerfahrschule, das ganze Ding, ja, kompletter Murks,auch, kommt sofort wieder weg.Und dann natürlich D-Mail, wo sie gesagt haben, jetzt aber rechtssicherer Rechtsverkehroder was auch immer, digitaler, alles auch wieder Käse, komplett für die Tonnehat sich nie durchgesetzt.Also das sind so die Vorbilder von jetzt diesem D-Ju.Und jetzt muss man aber dazu sagen, okay, dieses Mal gibt es ein paar.
Tim Pritlove 0:22:22
Also es sind die Vorgänger, nicht unbedingt die Vorbilder gewesen.
Linus Neumann 0:22:26
Verzeih, natürlich die Vorgänger.Die Ahnen, die Urahnen, das ist der Genpool, aus dem sich das speist jetzt.Der kulturelle Genpool. Und diesmal gibt es ein paar bessere Aussichten.Also es gibt einen EU-weiten Standard, nicht irgendeine selbstgemachte Dinger.Es gibt natürlich eine ganze Menge privater Anbieter, die eingebunden sind,die ein eigenes finanzielles Interesse an dem Ökosystem haben.Und es gibt dann auch noch gesetzliche Pflichten für den Bund,auch tatsächlich Schnittstellen dafür anzubieten. Das heißt,dass das DEU sich durchsetzt, ist wahrscheinlicher.Einfach weil es europaweiter Standard ist, einfach weil es sich an ein Ökosystemanbindet, wo kommerzielle Interessen hinter sind, was nicht positiv ist,aber was eben erfolgsversprechend ist.Und eben die gesetzlichen Pflichten für den Bund auch da Nutzbarkeiten zu schaffen.Was übrigens bei dem NPA, den wir ja alle haben,das große Ding war, dass bis heute keine nennenswerten Nutzungsmöglichkeitenentstanden sind, weil einfach das Ökosystem nie sinnvoll gepflegt wurde.So, jetzt kommt also die App und jetzt müssen wir uns natürlich anschauen, was kommt denn da.Gut, die EIDAS-Verordnung, die das Ding ja erfüllen soll, schreibt vor,dass man auch einzelne Angaben freischalten können soll, zum Beispiel nur,ich bin über 18 und alles andere nicht.Kommt nicht, kommt später.Und wenn man jetzt einen Dienst dafür anbieten möchte, muss man sich beim Bundesverwaltungsamtregistrieren und dann meldet man dort an, was man abfragen möchte.Und dann kann man auch nur das abfragen. Und das ist ja eigentlich auch schonmal ganz gut, nur niemand prüft, ob das Angemeldete nötig ist.Wenn ich da also jetzt hingehe und sage, hier, ich möchte, mein Startup möchteeinfache Altersverifikation zum Gucken von Erwachsenenfilmen anbieten als Service, hier ist meine.Ich melde mich jetzt hier beim Bundesverwaltungsamt an und was ich abfrage zudiesem Zweck ist alles, was auf dieser Wallet draufsteht und noch drei Fragenmehr oder sowas, dann wird das gar nicht geprüft.Ob mein Anwendungszweck, für den ich ja dann freigeschaltet werde vom Bundesverwaltungsamt,ob ich den überhaupt datensparsam umsetze. Da wird nur an mich appelliert.Und damit öffnest du von Tag 1 das Ökosystem für allerlei shady Leute,ohne die in irgendeiner Weise zu prüfen.Und natürlich die Daten, die dann da entstehen haben, dann eben ein staatlichesEchtzeitsiegel. Das heißt für Data Broker und so ist das natürlich ein Traum.Und diese Pseudonymenutzung, die gibt es eben am Anfang erstmal gar nicht.Jetzt könnte man natürlich sagen, man will diese Vorabprüfung erzwingen unddas stärker machen und da setzen wir jetzt mal hier German Datenschutz,aber am 15. Oktober hat die Koalition gesagt, nee komm, das machen wir jetzt, das lassen wir ohne.Ja, das machen wir ohne. Das Ökosystem wollen wir direkt erstmal aufmachen.Und hier erstmal für die ganzen maltesischen Briefkastenunternehmen direkt erstmaleine Option bieten, da direkt reinzukommen. Und.Außerdem, also sie haben auch keine Kostenschätzung, sie haben keine wirklichenverbindlichen technischen Schnittstellen bis jetzt definiert,sie haben auch keine Checklisten in irgendeiner Weise, sie haben auch keinen Zahlplan vorgelegt,und die Bundesbehörden müssen Bescheide erst zwölf Monate nach Verkündung desGesetzes auch tatsächlich als elektronischen Nachweis ausstellen.Das heißt, es gibt jetzt erstmal die ersten zwölf Monate Kraut und Rüben undkeine Kontrollen und noch nicht mal die Features, weshalb man das überhaupthaben wollte, aber Hauptsache wir haben es jetzt ausgerollt.Und dann kommt dieses Bug-Bounty, wo jetzt so, ja hier, wir wollen,wir haben jetzt hier mal die Specs und so muss das sein.Da haben wir ja auch hier in unseren Episoden mit dem Thomas drüber gesprochen,das ist ja auch gar nicht so einfach, weil bestimmte Dinge, also sagen wir malSchwächen, die sind eben in der Architektur vorgegeben.Die kannst du gar nicht mehr anders lösen.Zum Beispiel, dass es jetzt eben einige wenige zentrale Dienstleister gebenwird, die diese Prüfung durchführen, ausstellen und das Wallet befüllen unddass bei denen natürlich Daten anfallen oder.Wie, dass du jetzt zum Beispiel sagen kannst, naja, okay, hier gibt es keinenZero-Knowledge-Proof. Ja, machen wir später. Steht ja auch im Gesetz drin, machen wir später.Und was sich, wo sich irgendwie gar keiner drüber Gedanken gemacht hat,was ist denn mit, dein Handy wird gehackt oder verloren?Wie wird denn diese Identität, die da ausgestellt wurde, gesperrt?Wer haftet denn jetzt für den Missbrauch?Die Signaturen können und müssen offline verwendbar sein, das heißt,sie sind dann auch dadurch potenziell missbräuchlich zu verwenden,weil sie nicht live abgeglichen werden können.Das ist auch etwas, wo man am Ende technische Trade-offs machen muss,wenn man nicht auf zeitgemäße Lösungen setzt.Also was ist, wenn die signierten Identitätsdaten abschließen?Was ist, wenn Smartphone kompromittiert, verloren oder gehackt wird?Was ist, wenn das Cloud-HSM, wenn also quasi diese Signatur,diese Ausstellungsmöglichkeiten kompromittiert sind? Was ist,wenn dann zentraler Dienstausfälle nicht mehr funktioniert?Was ist mit dem ganzen Missbrauch durch die Dienste, die diese,also Services, die diese Daten empfangen?Das ist alles irgendwie, da gibt es gar keine Überlegungen.
Tim Pritlove 0:28:27
Das ist doch klar, was dann passiert, wenn da was schief geht.Dann laufen die Hühner in alle Richtungen auf dem Hof.Also das ist im Wesentlichen das, was dann passieren wird.
Linus Neumann 0:28:41
Genau, aber solange du nicht sagst, das ist unser Threat-Model und,von dem gehen wir aus und so gehen wir mit diesen Risiken um,kannst du auch nicht jetzt sinnvoll einen Pentest machen auf einzelne Komponenten,insbesondere wenn der aktuell auf einzelne Komponenten beschränkt ist.Relevante Angriffe eben nicht selten das Zusammenspiel betreffen.Und eine große Bedeutung in einem Bug-Bounty kommt eben dem Scope zu.Und wenn man sagt, naja, okay, folgende Angriffe sind Teil des Designs,die kann man gar nicht mehr beheben.Und die sind quasi hingenommen und die sind damit out of scope,weil wir sie nicht beheben werden, wenn du das jetzt bemängelst.Das können wir gar nicht beheben.Dann ist natürlich so ein Bug-Bounty auch eine, naja,eine sehr limitierte Spielzeug. Und das macht mir natürlich deswegen Sorgen,weil wenn jetzt diese App dann released wird, dann werden sie ihm sagen,guck mal hier, wir haben sogar ein Bug-Bounty gemacht.Da haben sich sogar Leute daran beteiligt. Die haben 28 Bugs gefeilt.Die waren alle low oder so.Und die haben wir jetzt sogar behoben. Das ist jetzt durch die Security Communityauf Herz und Nieren geprüft.Das ist ja der Grund, warum du so Bug-Bounties machst.Und insofern ist das halt, ich finde es halt sehr, sehr schwierig,eine Technologie, die am Ende.In ihrer Architektur und in den juristischen Vorgaben schon problematisch ist,dann einem Bug-Bounty zu unterziehen, wo man dann sagt, ja hier okay,wurde nichts gefunden oder was auch immer.Oder dann eben, wenn etwas gefunden wird, zu sagen, naja, okay,aber das ist ja jetzt gesetzlich vorgegeben, das ist ja quasi nicht mehr inScope, so haben sich die kompetenten Europa-Leute jetzt nur mal ausgedacht, dass wir es machen.Also es ist ein sehr, sehr zweischneidigesSchwert, sich daran zu beteiligen, weil eben der, oder der,Esist genauso schwierig, sich nicht daran zu beteiligen,wenn man jetzt sagt, okay, ich möchte hier einen Bug-Bounty kassieren oder ichmöchte einen Beitrag dazu leisten, dass eine App, die jetzt da released wird,das Potenzial hat, eine Identitätsinfrastruktur für Bürgerinnen und Bürger zu werden.Ich möchte da nicht meinen Beitrag zu leisten, wenn ich darin einen Bug gefundenhabe und sogar dafür belohnt werde. Es ist so, es ist sehr, sehr, sehr.So, weißt du, es wird halt das falsche System released und jetzt wird gesagt,naja, du kannst ja noch einen Bug-Bounty in diesem in dieser nicht richtigen,Risiko-Architektur feilen.Und Bug-Bounty ist ein Bug aus, ist aber eben in der Implementierung und imScope ist dann dieser Bug.Und wenn du sagst, das ganze Ding ist grundfalsch, dann ist deine Handlungsoption eben ich mach nix.Ja gut. Dann hast du eben auch das Falsche eben kaputt gelassen.Dann musst du dir diesen Vorwurf potenziell anhören.Und wenn du sagst, ich mach was, dann läufst du halt potenziell Gefahr,dass die Leute nachher deinen Beitrag.Zur Verhinderung der Vollkatastrophe,als, sagen wir mal, wie nennt man das, Approval dieser Architektur oder alsBeitrag zu ihrer Sicherheit werden.Und beides willst du ja eigentlich nicht. Insofern eine...Wie ich finde, unangenehme Situation und es ist,auf eine Weise auch bitter, dass jetzt quasi die gleiche Community,und das ist jetzt nicht lange her, da war wieder irgendeine Anhörung,da waren dann Bianca Kastel war da, Thomas hatte glaube ich was gesagt,Jiska Klaassen vom HPI waren da und haben alle gesagt, hier pass auf,das ist, wenn ihr auf uns hören wollt, hätten wir folgendes beizutragen,ne, und dann wird so nö, da war ich drauf, aber wenn ihr wollt,könnt ihr am Backbau-Team hätten machen.Und das ist halt so eine ach, das ist unschön.Das ist eine unschöne Situation.
Tim Pritlove 0:33:25
Also der politische Druck überhaupt erstmal irgendwas auch in die Welt zu bekommenund sich dann natürlich auch dafür feiern zu lassen, der ist natürlich extrem hoch.Gerade bei den ganzen Dauerverzögerungen. Ich würde sagen mal unsere die berechtigteKritik, dass ja irgendwie Deutschland nichts auf die Kette kriegt,erzeugt jetzt erstmal so dieses, oh jetzt müssen wir mal was auf die Kette kriegenim Sinne von We Ship and Deliver.Und dann drücken wir die Augen zu und hoffen, dass es nicht sofort explodiert,weil man natürlich auch irgendwo die Implikationen jetzt nicht so richtig sieht.Ich meine, es ist auch etwas schwer einzuschätzen,Ob jetzt sozusagen sofort Mayhem ausbricht oder ob es irgendwie erstmal so funktioniertfür die meisten, das wird sich zeigen, kann man jetzt glaube ich auch schwereinschätzen und deswegen.Wollen sie halt vorangehen. Was mich halt ein bisschen wundert ist einfach,dass es offensichtlich immer noch keine wirklich übergeordnete Strategie dahintergibt. Das ist das Problem.Es sind so, ja jetzt hat die EU hier mal diese eine Sache geregelt,jetzt müssen wir das irgendwie alles machen.Dann machen wir das aber auch irgendwie in jedem Land nochmal separat,anstatt das auch gleich auf EU-Ebene zu lösen, was ja vielleicht der einfachereAnsatz gewesen wäre. Warum gibt es da nicht irgendwie die EU-App so fertig?Das ist so naheliegend, dass man sich wirklich fragt, warum dieser ganze Aufwand.Jedes einzelne Land in der EU muss jetzt irgendwie diesen Aufwand treiben undam Ende weiß ich nicht, ob jetzt irgendwie 27 Versionen von derselben Geschichtedafür sorgt, dass es dann einfach,besser umgesetzt ist oder ob wir unsnicht einfach weiterhin jahrelang mit Inkompatibilitäten rumschlagen oder,keine Ahnung, deutsche Polizisten eine spanische App ablehnen, weil,da haben die ja noch nie gesehen, da wissen die ja gar nichts von, das kennen wir nicht,bei uns heißt das hier Deju.Ja, warum heißt denn das Deju? Ja, wissen wir auch nicht. Was heißt denn Deju?Ja, wissen wir auch nicht.
Linus Neumann 0:35:31
Aber Tim, sorry, wie das heißt, ist ja unerheblich.
Tim Pritlove 0:35:34
Ja, aber das ist das, was kommen wird, so. Das einfach überhaupt kein,ja, aber es ist, Branding ist nun mal auch Teil des Ganzen und muss sagen,das ist hier wirklich komplett in den Sand gefahren.
Linus Neumann 0:35:50
Okay, aber schauen wir mal hier auf das Bug-Bounty. Ich habe mir das geradeangeschaut, das haben sie auf Hacker1.Also, wenn ihr ein Critical im Moment, nicht, dass ich jetzt hier was falschhabe. Moment mal, nochmal kurz gucken.Also, wenn du,Im Wallet-Backend ein Critical findest, also quasi du findest im Backend,für die Identitätslösung der Bundesrepublik Deutschland eine kritische Schwachstelle,dann winken dir 8.000 bis 15.000 Dollar.Das ist, jetzt kann man hier diese Statistik, das ist auch das,also sie haben bisher haben sie einen,haben sie 10.000 Dollar ausbezahlt und das durchschnittliche Bounty liegt zwischen 3.000 und 4.000 Dollar.Das Top-Bounty, was sie bisher gezahlt haben, da ist jemand mit 4.000 Dollarnach Hause gegangen, ist Vorsteuer.Das heißt, die anderen beiden sind dann eben drei, also bisher wurden drei Bountiesbezahlt, irgendwo zwischen 3.000 und 4.000 Dollar.Insgesamt 10.000 in den letzten, genau, also ja.Und jetzt ist es auch sehr schön, wie viele Reports haben sie denn bekommen in den letzten 90 Tagen?899 Reports. Ich könnte mir vorstellen, dass da der ein oder andere Claude maldurchmarschiert ist, weil halt ein paar HackerOne.Weil ein paar Leute ein HackerOne scrapen und einfach da mal das Ding fluten.Aber das ist auch ein sehr schönes, also ein klassisches Bug-Bounty-Ergebnis.Du hast irgendwie, kriegst ohne Ende Slop-Reports, dann kriegst du ein paar brauchbare.Das ist übrigens etwas, was diese Plattformen HackerOne, YesWeHack und wie sie nicht alle heißen,demnächst, oder ich weiß nicht, ob das alle schon gemacht haben,aber quasi auch penalisieren,dass sie sagen, so Slop-Reports, wenn dein Account zu viele Slop-Reports macht,Dann wirst du halt gedrosselt, penalisiert, darfst nicht mehr so viele machenund so weiter oder deine Reputation geht runter. Aber ja, sieht man auf jeden Fall.899 Reports sind da eingegangen. Drei davon haben sie Bounties gezahlt, das höchste war 4000.4000 zahlen sie für ein High. Das ist das Average Bounty.Und genau, es sind bisher nur Highs ausbezahlt worden, weil bei den Low,Medium und Critical steht noch kein Average Bounty dran, aber es ist ja aucherkennbar wenn das Top Bounty 4000 Bounty und Critical bei 8 anfängt Wie verhalten sich diese.
Tim Pritlove 0:38:40
Preise so gemeinhin im Verhältnis zu dem, was so üblich ist?
Linus Neumann 0:38:46
Ich kenne jetzt nicht die durchschnittlichen Bounties für,für Identity Solutions der Europäischen Union, aber ja,Also sicherlich ist das jetzt nicht der, auf HackerOne irgendwie der lukrativste,die lukrativste Codebase.Aber das wird auch, ich meine, da haben ja auch diejenigen, die ihre Codebaseda hinlegen, unterschiedliche Incentives.Wenn du deine Bounties sehr hoch setzt, dann ziehst du natürlich auch vielean, die sich diese Codebase anschauen.Und gleichzeitig musst du dann natürlich auch die Maturity haben,dass dir nicht dummerweise, wenn du sagst, hier bei uns kriegt er, was weiß ich,60.000 für ein Critical oder sowas, da musst du natürlich auch aufpassen,dass dir da nicht in kürzester Zeit 20 reinfliegen und du diese Kohle zahlen musst.Blockchains haben regelmäßig sechs- bis siebenstellige Bounties,und da ist dann auch die Frage, also da ist natürlich auch klar, weil,da ist natürlich ein Critical etwas, was die Integrität der Blockchain bedrohtund da wäre streng genommen selbst eine Million ein sehr geringes Bounty,gemessen an dem potenziellen Schaden am Ökosystem,den du dadurch verhinderst, dass du es meldest.Andererseits sind die dann auch sehr, sind einige Blockchains dann auch dafür bekannt,sehr engagiert ihre, also bei der Triage, bei der Einschätzung die Vulnerabilitieshalt nach unten zu raten, weil sie es dann nicht gut genug,oder weil sie es quasi das Critical so streng definieren, das kannst du ja selberdefinieren. Was ist jetzt bei uns ein Critical?Und insofern ist das schwer zu vergleichen, weil die, ich glaube,am ehesten guckst du dir an, was ist der Average, der wirklich bezahlt wird,weil das eben im Zweifelsfall eine faire,oder das realistischere Assessment ist, weil du eben nicht critical über diePlattform hinweg so einfach vergleichen kannst.Und weil eben einige, ich meine, wenn du da hin, dich da hinzustellen und zusagen, was weiß ich, wir zahlen eine Million für einen Bug, das machst du natürlichauch erst dann, wenn du verhältnismäßig sicher bist, dass dir nicht in dem Moment,wo du das released, fünf gefeilt werden.Das ist eine eigene Kunst, diese Bug-Bounties.
Tim Pritlove 0:41:32
Benutzt du denn schon irgendeine App, die Ausweise vom Staat vorhält, so auf deinem Computer?
Linus Neumann 0:41:40
Also das ist auch der Punkt, ich halte es grundsätzlich nicht für eine gute Idee. Diese gesamte,Dieses gesamte Überidentifizierungsökosystem mit dieser großen Angriffsflächeund so, ich bin da einfach,nicht für. Ich nutze sehr gerne Payment, das ist sicherlich auch ein sehr schützenswertes Datum,aber es ist eben eins, was zum Bezahlen verwendet wird und nicht,dazu beiträgt, dass ich dauerhaft im Internet Anonymität und sowas verliere. Das ist also.Mein Gedanke ist eigentlich, ich komme im Internet ganz gut zurecht,ohne dass ich andauernd meinen Ausweis zeigen muss und ich halte das auch für vorteilhaft,dass das Internet so bleibt.Ja das ist also eine und deswegen ist es auch weißt du irgendwelche Detaildiskussionenund und hier und der Anbieter und und das Bug Bounty und so weiter und ich sehehalt überhaupt gar keinen, ich sehe gar keinen Bedarf der da jetzt irgendwie ähm,den ich hätte den das jetzt schließt ja aber der kommt natürlich der wird jagerade gebaut, da kommen wir würde ich jetzt nochmal zum Kids Act kommen.
Tim Pritlove 0:43:22
Ja lass mich vorher noch meine Anwendung, die ich benutze vom deutschen Staat,wo ein Ausweis auf meinem Telefon hinterlegt ist, das gibt es nämlich auch unddas heißt IKFZ, hast du davon schon mal gehört?
Linus Neumann 0:43:36
Nee, habe ich nicht. Ist das das, wo du dir deine Flenspunkte da.
Tim Pritlove 0:43:43
Genau, dann kannst du dich mit dem Chatbot bei Flensburg unterhalten,was du tun kannst, um deine Punkte loszuwerden.Nee, IKFZ ist der digitale Fahrzeugscheinund da gibt es dann halt auch nochmal eine separate App für,die existiert und man kann dann tatsächlich in so einem halbwegs erträglichenProzess, an den ich mich jetzt schon gar nicht im Detail mehr erinnere,aber es ist mir gelungen sozusagen, könnte ich mir die ganzen Fahrzeugscheinefür meinen riesigen Fuhrpark herunterladen.
Linus Neumann 0:44:09
Aber deine Autos sind doch alle noch gar nicht über 18.
Tim Pritlove 0:44:14
Und das Interessante ist, man kann dann eben den Fahrzeugschein auch mit anderen Personen teilen.Also während es halt normalerweise ja nur einen gibt, aber in dem Moment,wo du quasi ein Shared Object hast, können dann eben auch andere Personen quasidiesen Fahrzeugschein vorweisen auf dem Telefon.Das ist zumindest schon mal eine Anwendung.
Linus Neumann 0:44:35
Ja, das könnte man auch einfach im Auto liegen lassen.
Tim Pritlove 0:44:39
Ja, aber du weißt ja, wie das ist mit dem Auto liegen lassen.Dann ist halt der Fahrzeugschein im Auto.
Linus Neumann 0:44:45
Ja.
Tim Pritlove 0:44:46
Oder er ist halt dann auch nicht da und man findet ihn nicht.Oder das Auto wird dann geklaut gleich mit Fahrzeugschein, was auch nicht so gut ist.
Linus Neumann 0:44:53
Also Fahrzeugschein, Fahrzeugbrief ist ja immer ein Unterschied.
Tim Pritlove 0:44:55
Ja, den Brief solltest du definitiv nicht ins Auto legen, weil dann ist die Karre wirklich deine.
Linus Neumann 0:45:01
Und ich wüsste jetzt auch nicht, also ich meine, wenn man in eine Verkehrskontrollegerät und den Fahrzeugschein zeigt, Wird ja trotzdem geguckt,ob das Auto geklaut ist. Also sehe ich, habe ich nie verstanden.
Tim Pritlove 0:45:13
Warum man nicht vorweisen muss.
Linus Neumann 0:45:16
Warum das ein Risiko wäre, den im Auto zu lassen.Wo man ihn braucht.
Tim Pritlove 0:45:24
Na, weil wenn jetzt jemand die Karre klaut, dann kann er halt sagen, hier ist ein Schein.
Linus Neumann 0:45:29
Genau. Ja. Und wenn du in eine Verkehrskontrolle kommst und nicht in der Lagebist, den Schein zu zeigen, musst du 10 Euro zahlen.
Tim Pritlove 0:45:40
Ja. Hast du schon mal gemacht?
Linus Neumann 0:45:42
Noch dazu stellen die... Ja, klar. Aber wenn du noch dazu stellen die ja dann...Ohnehin musst du ja deine Identität auch zeigen, dein Führerschein.Und das heißt selbst, also wenn ich jetzt ein Auto gestohlen hätte,ja, und dann sehen die, aha, was haben wir denn hier, da fährt der Linus Neumannmit dem Auto von Tim Pridloff durch die Gegend und der hat aber jetzt so eineeKFZ-App mit dem Fahrzeugschein, ja,wo ist jetzt der Unterschied, wo ist jetzt mein Vorteil als Dieb dadurch,dass ich diesen Schein habe, habe ich nicht verstanden, aber ich bin auch kein,Also aber ich glaube auch ehrlich gesagt geht ein bisschen am Thema vorbei Tim,weil der Identitätsnachweis deines Kfz ist ja noch ein bisschen anders,also du fährst ja mit deinem Auto auch gar nicht im Internet.
Tim Pritlove 0:46:28
Ich wollte jetzt auch gar nichts beweisen oder so. Ich wollte nur darauf hinweisen,dass es diese App halt auch gibt und dass es sozusagen nochmal eine App gibt,die im Prinzip auch nichts anderes macht, als einen Ausweis abzuspeichern.In dem Fall halt einen Fahrzeugschein.Es könnte jetzt auch irgendwas anderes sein, aber warum gibt es jetzt schonwieder nochmal eine App für, also warum gibt es für jeden scheiß einzelnen Ausweisnochmal eine eigene App?Warum gibt es nicht einfach einen fucking Standard, wo man sagt,hier, ihr wollt hier Smartphones in Deutschland verkaufen, hier ist der Standard,implementiert den mal, hier ist der Ausweis,bindet den irgendwie an eure normalen Sicherheitsmerkmale, fertig, aus, Ende. so, das.Ich verstehe das einfach nicht, warum das alles so unheimlich kompliziert gemachtwerden muss und dann wirklich für jeden Scheiß so eine eigene Infrastrukturund jahrelange Entwicklung und so weiter, nur,damit man das dann irgendwie als Endergebnis hat und vor allem niemand weißdavon IKFZ, hast du noch nie gehört so, ja und,ich weiß auch gar nicht, warum ich das weiß ich hab das aber irgendwie zufälligherausgefunden und einfach mal gemacht, um zu gucken ob es funktioniert,funktioniert Ich bin noch nie nach einem Fahrzeugschein seitdem gefragt worden.Wäre ich gefragt worden, hätte ich ihn wahrscheinlich auch im Zugriff gehabt.Aber ehrlich gesagt, ich hoffe, dass es mir in dem Moment einfällt,wenn ich mal in eine Verkehrskontrolle gerate,das dann mal auch auszuprobieren und dann auf den Blick der Beamten zu warten,was die dann sagen, wenn ich irgendwie mein Smartphone raushol.
Linus Neumann 0:48:04
Aber weißt du, was hier das richtig Schöne ist, wenn du, also jetzt kommt ja,also DEU ist eine Eudi-Wallet-App und das ist die offizielle deutsche Eudi-Wallet-App, ja.Und jeder, der 27 Mitgliedstaaten der EU muss, ist verpflichtet,dass es eine kostenlose staatliche App gibt.Aber wir wollen ja ein Ökosystem schaffen.Deswegen ist dieses Ökosystem auch geöffnet für Privatanbieter.Das heißt, du kannst bald, wenn du möchtest, deine eigene Audi-Wallet-App wipe-coden.
Tim Pritlove 0:48:42
Ah, wow. Opportunity.
Linus Neumann 0:48:43
Das ist schon mal gut.
Tim Pritlove 0:48:44
Da kann man auch richtig viel Geld mit verdienen, glaube ich.
Linus Neumann 0:48:47
Du musst dann irgendwie formell anerkannt werden und das zertifizieren lassenauf dem Sicherheitsniveau und dann musst du das Architecture und Reference Frameworkeinhalten, das ganze Cloud kurz lesen lassen und dann kannst du auch,noch eine Business Wallet machen, wo du dann irgendwie Firmenbefugnisse odersowas mit einbaust, was weiß ich, Zugangskontrolle in der Bank oder sowas.Und das kannst du auch noch machen. Also nicht nur,bietet der Staat dir irgendwie was, sondern du wirst halt noch einen Zoo vonvertrauenswürdigen Privatanbietern finden, die dir auch noch die Wallet-App anbieten.Also das ist richtig schön, das ist alles natürlich richtig köstlich,er wird eine richtig feine Sache,und dann wirst du dir noch wünschen, dass sich jemand in Spanien über dein IKFZoder dein DU wundert, weil du die, was weiß ich, sie kriegen einen Zalando Gutschein von uns,Zalando Chamba Wamba.Tracking App hast, wo du pro Ausweis 50 Payback-Punkte kriegst und,wenn du genug zu Geburtstag nochmal 500 Punkte mehr also all dieser Scheiß,das wird ein Zoo, der wird dir richtig gefallen, Tim das wird richtig schön, der wird bunt,Der Zoo der Euty Wallets, der Garten der Euty Wallets, der blüht ganzjährig. So schön wird der.Kannst du dir das vorstellen, Tim? Tim ist schon da und lässt Claude gerade die Speck.
Tim Pritlove 0:50:32
Ich stecke da jetzt groß ein irgendwie. Das ist ein Markt. Ich habe zwar keineAhnung, wie diese Unternehmen mit so einer Anwendung irgendwie Geld verdienenwollen, aber das steht auf einem anderen Blatt.
Linus Neumann 0:50:40
So, jetzt haben wir ja gesagt, wir sind bisher ohne Klage gekommen,es gibt gar nicht, also wenige Menschen rennen irgendwie rum und sagen,boah schade, dass ich so wenige IDs auf meinem Handy habe, ja,sonst könnte ich meine Flensburg-Punkte abrufen oder sowas und ein Auto klauen,oder nicht klauen und was auch immer da für Ideen entstehen.Aber wenn du jetzt den EU-Kids-Act hast, wo dein Altersnachweise und so,dann hast du natürlich Roki-Zoki.Dann hast du deinen Use-Case. Dann brauchen alle so eine App.Weil Instagram sonst sagt, wir kommen hier in den Schonwaschgang.Kommen nur noch Benjamin Blümchen.Und so.Weil die ab 13 Inhalte dir nicht mehr freistehen.Und wir hatten über den EU-Kids-Act ja schon in der letzten Sendung gesprochen.Und das ist ja so ein bisschen, ich finde das sehr gut, weil der Sebastian Meineckhat auf Netzpolitik.org die sechs Sargnägel des offenen Internets durch denEU-Kids-Act einen Artikel geschrieben. Wo er eben auch mal sagt.Auf der Metaperspektive, was sind schon an Grundannahmen hinter dieser ganzen Idee?Okay, erstens, das Internet wird als regulierbares Produkt gesehen und dadurchunterschätzt man die Tragweite von Eingriffen.Das Internet ist ein öffentlicher Raum für Politik und Kultur und wenn man daeinfach sagt, okay, hier gelten jetzt folgende Regeln, die durchgesetzt werdenmüssen mittels einer zentralen Plattform und Vorgaben und so weiter, dann ist das ein...Sargnagel, einer der sechs Sargnägel des offenen Internets.Zweitens, die Alterskontrolle als Designfeature.Und du gehst halt quasi darauf rum, dass du sagst, dass sie sich vorstellen,das wäre jetzt das schärfste Schwert gegen die schädlichen Inhalte.Und damit normalisiert der Kids Act das und schließt eben Erwachsene.Die keine Papiere, die kein passendes Smartphone oder sonstiges haben, aus.Aber vor allem macht das eben normal, dass eben quasi davon ausgegangen wird,dass Alterskontrolle als Schutzschirm sinnvoll oder wirksam wäre.Das ist übrigens das Kernargument, was ich sehe, das halte ich für falsch.Kann sie immer in irgendeiner Weise umgehen und sie wirken nicht gegen die wirklichen Gefahren.Und.Ich glaube, dieser ganze Paternalismus, der dahinter steckt,ist ein großes Problem. Und der zeigt sich im Sacknagel 4, wo sie nämlich sagen,die sind streng und zugleich harmlos.Ja, die müssen nämlich genau sein, robust, Datenschutz sparen,dürfen nicht diskriminieren und so weiter, aber ah ja, okay,die Versprechen bröckeln.Jetzt haben wir die Anonymität aufgegeben, ist nur noch Pseudonym und,wenn wir jetzt Zero-Knowledge-Proof, das ist uns als Technologie doch irgendwieso ein bisschen zu kompliziert. Das heißt.Es wird so gesagt, das ist ja eine harmlose kleine Schranke,dass du eben dein Alter zeigst, aber gleichzeitig stellen sie sich das vor,als wäre das jetzt, damit schließen wir jetzt eben die armen schützenswertenKinder von den Gefahren im Internet aus.Und der fünfte Sacknagel, es ist eine flächendeckende Infrastruktur,in Australien bezieht sich das nur auf große Plattform-Accounts und die EU sagt,nee, Social Media, Video-Plattformen Chatbots, KI-Companions App-Stores, einmal alles,und,Das heißt, du wirst quasi gar nicht mehr, als Erwachsener,dich in irgendeiner Weise dem Internet nähern können, ohne,relativ schnell, sei es im App Store, da ist schon der erste Moment,bei deinen KI-Tools, bei den Chatbots, die du nutzt, bei den Videoplattformen,bei Social Media am laufenden Band auszuweisen.Da brauchst du natürlich dann irgendwann so eine Eudi-Wallet.Und dann natürlich, wenn diese Infrastruktur einmal ausgerollt ist,dann sagt man ja nicht, alles klar, die lassen wir jetzt so, sondern,das ist der sechste, der Dammbruch über den Kinderschutz hinaus,kannst du sehr schnell per Gesetzänderung um Klarnamen, Staatsbürgerschaft,Aufenthaltsstatus und so weiteres erweitern.Dass du dann eben sagst, achso und übrigens jetzt haben wir,wir haben ja das schon alles, wir können ja jetzt hier im App Store sagen,ist erst ab 18 und wir haben ja eine ODI Wallet, die quasi dieses Feature schreibt.Haben sollte, nur zu sagen, dass man 18 ist, aber das steht halt auf der Roadmap.Und dann könnten wir auch sagen, achso, das ist jetzt nur noch für,was weiß ich, nur noch für Deutsche, das ist, hier muss man sich mit Klarnamen anmelden. Also du hast,eine Infrastruktur ausgerollt und zwar, ich habe es in der letzten Sendung darüber gesprochen,bis in die Betriebssystemebene, weil die einzig noch sinnvoll nutzbare Infrastruktur ist,dass letztendlich du dein Smartphone kaufst, einmal deinen Ausweis zeigst,das Smartphone den Altersnachweis hat Und dann,quasi du erstens in dem App Store ab 13 oder ab 18 Apps kaufen darfst und zweitensdann dein Browser diesen Altersnachweis-Webseiten automatisch übermittelt,damit du nicht am laufenden Band dich ausweisen musst.Gedanke, ja wunderbar, ich muss nicht am laufenden Band mich ausweisen,weil mein Gerät weist mich überall aus.
Tim Pritlove 0:57:08
Permanent aus, die ganze Zeit.
Linus Neumann 0:57:10
Und da werden natürlich alle sagen, ach ja Mensch, spätestens wenn ich das fünfte,bist du denn schon 14 Banner weggeklickt habe, sage ich Dangerously always allow.Und spätestens, wenn dann die Gesetzänderung kommt, wo drinsteht,wir wollen übrigens nicht mehr nur das Alter, sondern auch den Namen oder diePersonenkennziffer oder was nicht alles, dann ist die Änderung da.Und das sind halt Infrastrukturen, die willst du nicht haben.Die willst du nicht haben.Und die kann man nur ausrollen, wenn man einen starken.Gesetzlichen Zwang dahinter hat. Und den liefern jetzt ausgerechnet die EuropäischeUnion für diese Plattformen, die sich am Ende freuen werden.Denn wenn eine Entwicklung ja relativ klar erkennbar ist,in den Jahren, die das Internet da ist,diese Utopie vom freien Internet, wo jeder irgendwie seinen eigenen Kram hostetund so, die ist ja schon sehr früh gestorben, spätestens als wir die anderen reingelassen haben.Ja, aber die Zentralisierung auf einige wenige Plattformen und Dienstanbieter,die ist ein immer weiter voranschreitender Produkt.Ein immer weiter voranschreitender Prozess. Wir sehen nicht nennenswerte Diversifikation im Netz.Nicht nur, also das, was man noch divers nennen könnte, unabhängige Apps,eigene Website, Podcast mit einem RSS-Feed, kann man einfach hören,egal welcher App, ist noch nicht mal Werbung drin.Das ist ja jetzt nicht etwas, was auf dem Vormarsch wäre.Auf dem Vormarsch ist, dass,Spotify,und ARD Sounds und jeder macht seine eigene App mit Exklusivinhalten,um Marktanteile dauerhaft zu sichern und möglichst nicht ein offenes.Ökosystem zu erhalten. Weil das offene Ökosystem ist ein Garant für Konkurrenz.Die Plattform ist ein Garant für ein langfristiges Geschäftsmodell,in dem man Preise und Bedingungen diktiert.Und diese Entwicklung haben wir ja schon.Und wenn jetzt die EU hingeht und sagt, wunderbar,wir ermöglichen dem offenen Ökosystem hier Vorschub, dann heißt es letztendlich,wir bauen etwas, was für Google, Apple, Facebook, Microsoft, Meta und,die anderen und dann demnächst OpenAI und Anthropic und wie die alle heißen, möglichst schnell,wo die nicht am Ende mit uns unzufrieden sind,weil die Usability schlecht ist, sondern wir bauen etwas, wo sie möglichst schnell,unsere gesetzlichen Anforderungen hinter sich haben und schön in ihrem Ökosystem weiter,walten können, wie sie wollten und wie es immer schön war und jede andere kleineunabhängige Infrastruktur,in diesem tollen, offenen Ökosystem.Ist mit gemeint, solange sie über den App Store vertrieben wird.Und das zementiert diese großen Plattformen.Und das ist einfach eine fundamental schlechte Idee, die eben den Weg in diefalsche Richtung zementiert.Kommen wir zu einem anderen Thema.
Tim Pritlove 1:01:05
Ja, mach was Schönes.
Linus Neumann 1:01:07
Mach was Schönes. Jetzt bin ich abergespannt. Jetzt bin ich aber mal sehr gespannt, ob es was Schönes gibt.Gibt es was Schönes. Was ist schöner als der Planet Erde?
Tim Pritlove 1:01:18
Naja, Mond oder Mars oder so? Ist auch noch im Angebot.
Linus Neumann 1:01:23
Mond oder Mars, ja.
Tim Pritlove 1:01:26
Ja, also ich habe es schon in der letzten Freakshow verkündet,aber die Meta-Ebene stellt sich ein bisschen breiter auf und ich gehe jetzt irgendwie all in on AI,weil das ist der Trend.
Linus Neumann 1:01:44
Nein, ich werde gekündigt.
Tim Pritlove 1:01:46
Ich habe es geahnt.
Linus Neumann 1:01:48
Ich musste letztens irgendwas unterschreiben.
Tim Pritlove 1:01:49
Du sagst sowieso immer das Gleiche.
Linus Neumann 1:01:51
Da war Netflix durchgestrichen und stand oben Meta-Ebene. Und ich habe dem Tim,die Rechte an meiner Stimme abtreten müssen.
Tim Pritlove 1:01:59
Ja, das ist so. Ich,bin ja sehr umtriebig gewesen in den letzten Wochen und Monaten,eigentlich sogar Jahren, also ich mache das jetzt eigentlich schon seit zweiJahren, dass ich einfach extrem dieses ganze,Feld von AI-Coding beobachte und die Fortschritte in dem Bereich sind einfach mind-boggling.Ja und deswegen gibt es jetzt eine weitere,Abteilung der Meta-Ebene sozusagen hier gibt es jetzt nicht nur Podcast,hier gibt es jetzt auch Software, das war so ein bisschen mein Gedanke,weil man muss ja sich auf das konzentrieren,was man am besten kann und ich glaube dass das so eine der wenigen Dinge sinddie ich ganz gut kann dass ich mir Gedanken machen,kann, was Software eigentlich so können sollte und was sie so abdecken sollte.Software-Erstellung ist halt sehr, sehr, sehr schwierig gewesen in den letztenJahren, weil da muss man unheimlich viel Zeit drauf verwenden,da muss man unheimlich viel Wissen, da muss man permanent irgendwie im Flowbleiben und es ist halt einfach für,jemanden, der nicht zu 100% in der Lage ist, darauf seine Zeit zu konzentrieren, irgendwie unmöglich.
Linus Neumann 1:03:22
Deswegen hast du dich hauptsächlich auf Kritik.Also du warst quasi, du warst im Prinzip so, in der Theaterszene,da gibt es dann die Regisseurinnen und Regisseure,die Schauspielerinnen und Schauspieler, die Balletttänzer und was nicht alles und die Kritiker.Und Tims Beitrag war Kritiker bisher.Und jetzt traust du dich aus dieser nach 20 Jahren Softwarekritik,traust du dich an das Licht der Öffentlichkeit mit einer eigenen App.
Tim Pritlove 1:03:58
Ja, ich bin der Marcel Reich-Vanitzki der Softwareindustrie und der schreibtauch mal ein Buch, weißt du?Und zeigt es doch mal allen. Ja.Ja, ich habe an verschiedenen Programmen schon gearbeitet jetzt so in den letzten,Monaten und jetzt hat es mich aber nochmal wie so ein Blitz getroffen und deswegengibt es jetzt Kugelblitz.Und Kugelblitz ist im Prinzip, könnte man salopp sagen, ein Google Earth Klon.Man könnte auch sagen, es ist Google Earth, so wie ich mir das immer gewünschthabe, wie Google Earth ist.Also eine Visualisierung von der Welt,nicht nur der Erdwelt, sondern eben auch aller anderen halbwegs gut kartografiertenHimmelskörper, das ist dann konkret Mond, Mars,Merkur und Ceres und Wester als Spaß auch noch so mit dabei.Das sind also sozusagen die gut ausgekundschafteten Himmelskörper.Aber vor allem geht es natürlich um die Erde. Und was ich halt interessant finde,ist hier an der Stelle freie Informationen urbar zu machen. Weil derer gibtes ja eigentlich eine ganze Menge, aber es ist immer nur sehr schwierig,die auch für sich wirklich nutzbar zu machen.Und da habe ich dann selber mal so ein bisschen geschaut und war ehrlich gesagtrecht überrascht, wie weit man doch kommen kann.Und ja, das ist quasi so eine Art Echtzeit-Datenbrowser über Geodaten.So könnte man das irgendwie sehen. Und es gibt halt gute Quellen für Satellitenbilder der Welt.Es gibt gute Quellen auch für Luftbilder für viele Regionen der Welt,nicht sehr viele Regionen der Welt.Es gibt halt auch so nicht nur Fotos, sondern es gibt natürlich auch Geländedatenund dann gibt es noch tausend andere Arten von Daten, die man auch noch mit einblenden kann.Also was weiß ich, zeitliche Daten, Erdbeben, Tsunamis, Vulkanausbrüche, so Ereignisse.Das ist halt etwas, was ich da reingeworfen habe.Aber dann natürlich in den nächsten Schritten dann halt auch so Sachen wie Wetterund Wolken und eigentlich alles, was man in irgendeiner Form visuell aufbereiten kann für.Eine geografische Darstellung und das ist ja wirklich eine Menge,das soll da letzten Endes rein. Da ist noch ein Weg zu gehen,aber die Basis steht und es funktioniert irgendwie total super.Ja, werden natürlich jetzt wieder alle schreien, das ist ja nur für ein Macintosh,ja ist nur für ein Macintosh, weil das ist irgendwie die Plattform,die ich an der Stelle einfach urbar machen wollte und was erstmal mein,Fokus ist, weil man da einfach gut Anwendungen für entwickeln kann,ja das kommt jetzt demnächst raus, gibt es gerade eine Beta-Version Leute testendas und ich bin da ganz wild,am Machen und am Rumprobieren du hast glaube ich auch schon ein bisschen drum gespielt Ja.
Linus Neumann 1:07:01
Aber jetzt muss ich ja vor allem erstmal die historische Bedeutsamkeit dieses Momentes umsetzen.Wer diesen Podcast schon lange hört, weiß das, aber ich finde schon,dass man das nicht verschweigen darf, dass,wenn man sich auf YouTube den jungen Tim Pridloff anschauen möchte,dann stößt man auf ein Video,ich weiß nicht wann das war, ich mach's jetzt gerade mal auf,du wirst es mir sagen können, da ist der junge Tim Pridloff ohne graues Haar.Auf der, ist das Hannover Messe?
Tim Pritlove 1:07:41
Zebit, ja, auf der Zebit.
Linus Neumann 1:07:43
Auf der Zebit. Und stellt dort Terravision vor.Das Produkt von Artplus.com in den, vor ihm ein Trackball in der Größe einesMedizinballes, an dem er dann an der Erde dreht und fliegt dann quasi aus demWeltraum zur Hannover Messe.Und dabei wird er belästigt von so einem Fernsehmoderator, der versucht,mit ihm ein Gespräch zu führen. Und,dieses Produkt Terravision,mit daran beteiligt war ja der Pavel.
Tim Pritlove 1:08:21
Mit dem ich UKW mache.
Linus Neumann 1:08:22
Mit dem du UKW machst, Pavel Meier. Der außerdem dann in der Netflix-Doku TheBillion Dollar, oder nee, ist das eine Doku? Nee, das ist ja nicht eine Doku.
Tim Pritlove 1:08:33
Das ist so, wie nennt man denn das?
Linus Neumann 1:08:35
Based on a true story.
Tim Pritlove 1:08:36
Based on a true story, genau.
Linus Neumann 1:08:38
Ein Hacker-Drama eine Hacker-Soap eine Hacker-Soap in dieser Netflix-Kurzserieist eine Serie glaube ich sechs Episoden oder drei oder was,in The Billion-Dollar-Code,Und dessen Rolle auch dargestellt ist, weil es eben ein nicht so einfaches Problem ist,eine Repräsentation des Planeten quasi, wenn du aus dem Weltraum kommst unddann eben diese Layer um die Erde hast, dann siehst du noch die Wolken.Und runtersoomst bis auf die kleinste Ebene, quasi wie viele Ebenen du da hast,das mit den Computern von vor so und so vielen Jahren performant zu repräsentieren,war eine Herausforderung,im Umgang mit diesen Daten. Und diese Herausforderungen zu lösen, erforderte.Eine kluge Herangehensweise im Code, an der lange getüftelt wurde und die dannglaube ich auch, wie war das, ging es um Patent oder auf jeden Fall Schutz,rechtlichen Schutz oder wie auch immer.Da handelt es sich um eine Lösung, die eben in der Informatik nicht trivialwar, die unter anderem Pavel eben dann damals mit dem Team herbeigeführt hat.Und der Film The Billion Dollar Code handelt davon, wie dann irgendwann Google...Mit dem Produkt Google Earth launched und sich ziemlich genau dieses Algorithmusbedient und dann gab es ein.Verfahren wegen Patentschutz und so weiter, davon handelt dieser,dieser Film. Also Pavel ist einer der wenigen, dessen geistige Eigentumsrechte,von Google blatantly verletzt wurden und der sich auch rechtlich fast erfolgreich dagegen gewehrt hat.So viel sei gesagt. Und wenn man heute beim Tim in die Meta-Ebene kommt,dann ist der Zustand der Meta-Ebene.Über den kann man keine Vorhersagen treffen. Aber eine Sache ist klar,da wird Google Earth an sein und da ist eine Space Maus, das ist ein spezifischesProdukt zur 3D-Navigation.Die meisten Leute nutzen dass wenn sie im CAD, also Computer-Aided Design Engineeringarbeiten oder so, also professionelle 3D-Designer nutzen das.Viele, die ich kenne, haben das noch nicht mal, aber so,wenn man jetzt sehr viel CAD macht, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß,dass man dieses mehrere hundert Euro teure Produkt auf seinem Schreibtisch hat.Und dann gibt es Tim, der hat es, um auf Google Earth sich den Frontverlaufin der Ukraine anzuschauen und dann darüber zu klagen, dass Google Earth nichtdie Ente-Dimension Zeit hat, damit man mit der Space-Maus den Frontverlauf,in Google Earth live verfolgen kann, gemappt mit Daten und so weiter.Und wenn man sich Pavel anhört in dem CRE zu The Billion Dollar Code,dann beklagt Pavel nicht, dass,seine geistigen Eigentumsrechte da gestohlen wurden von jemandem,den er sie irgendwie, was weiß ich, Burning Man of Acid erzählt hat oder so,wie auch immer, ja, lange Geschichte, ich kenne nicht mehr alle Details, aber…,Das Schlimmste für Pavel war, wie scheiße Google Earth ist.
Tim Pritlove 1:12:18
Ja, genau.
Linus Neumann 1:12:20
Was er am Ende sagt, ja, dass sie mir die Idee geklaut haben und na mei,aber dass das Produkt jetzt so scheiße ist.
Tim Pritlove 1:12:27
Das hat mich auch am meisten geändert.
Linus Neumann 1:12:29
Und jetzt kommt Tim und macht es besser.
Tim Pritlove 1:12:30
Genau. Aber nur offene Daten.
Linus Neumann 1:12:34
Das ist nämlich der Teil, den als ich mir Google Blitz erst angeschaut habe,habe ich gedacht, ja okay, ist ein anderes Interface zu Google Earth.Ist es aber nicht. Sondern du speist dich ausschließlich.Aus den freien Geoinformationsdaten.
Tim Pritlove 1:12:48
Genau. Also erstens kommt man an die Daten gar nicht. Also zumindest nicht in Europa.An die Google Earth Daten oder an die freien Daten. Genau. Kriegst du nichtlizenziert und in Europa schon gar nicht und in den USA nur mit keine Ahnung,Shitload an NDA Geld, keine Ahnung, hab ich mir da noch nicht weiter angeschaut.War für mich in dem Sinne auch keine Option.Und dann dachte ich mir so, naja Gott, guckst du halt mal. Und es ist halt Und,vor allem Europa, was hier auch wirklich voranschreitet, muss man sagen.Also erstmal der Großteil der Satellitendaten, das ist halt alles das,was das ESA-Copernicus-Programm in den letzten Jahren produziert hat.Also Copernicus ist ja dieses große Erdbeobachtungsprogramm,das sind also zahlreiche Satelliten unterschiedlicher Art, also nicht nur soFotos, sondern halt alles mögliche wirdquasi permanent kartografiert, das sind diese Satelliten, die immer über die Polefliegen und permanent sozusagen die Erde abscannen.3D-Gelände-Maps und keine Ahnung und die halt auch so im.Management von großen Katastrophen benutzt werden. Also sie haben ja da so einSchnellreaktionssystem, wenn irgendwo Überflutungen sind oder sonst irgendwowas, dann halten die da sofort die Satelliten drauf, liefern in Echtzeit die Daten etc.Und das Gute an der ESA ist, die stellen alles frei ins Netz. Das ist alles da.Und das auch noch auf brauchbar schnellen Servern und das konnte ich leichtanzapfen und das funktioniert wunderbar.Ich habe da jetzt nicht so diese hohe Auflösung, das geht dann eben nur biszu einem bestimmten Bereich, aber ich konnte das dann eben kompensieren durchzahlreiche Luftbildserver, die es gibt.Und zu meiner größten Überraschung musste ich feststellen, der Vorreiter aufder Welt, was die Bereitstellung solcher Daten betrifft, ist Deutschland.Also tatsächlich ist in diesem GIS-Bereich Deutschland allen weit voraus.Es gibt noch ein paar gute Beispiele in Österreich und Schweiz und so weiter,aber es ist auch ein Wildwuchs an Lizenzen und was da alles ist.EU-mäßig tut sich da auch einiges. Es gibt dieses Inspire-Projekt,was im Prinzip allen EU-Ländern auch vorschreibt, dass diese Daten öffentlichfrei zur Verfügung gestellt werden müssen. Dem kommen noch nicht alle in dem Maße nach.Auch innerhalb von Deutschland nicht. Das Saarland will die irgendwie immernoch verkaufen und irgendwie so eine Geschichte.Ja und ich habe das jetzt alles so in den letzten Wochen zusammengetragen und,versuche eben jede Quelle, die sich nicht aktiv durch entweder technische Problemeoder lizenztechnische rechtliche Probleme oder API-Keys oder sowas,was nicht verhindert, dass ich das nutzen kann, dann nutze ich das.Also was da ist, wird irgendwie eingebaut.Dazu kommt auch noch so ein, da arbeite ich gerade dran, also es gibt so einenuniversellen Browser, der über alle Verzeichnisse von allem,was irgendwie Geodaten ist, rübergeht.Noch nicht alles davon kann ich auch wirklich sofort zur Anwendung bringen.Das sind auch teilweise sehr spezifische Datenquellen. Da muss man erstmal soreingucken, was weiß ich, wenn du jetzt irgendwelche Temperaturdaten hast oderwas weiß ich, was Leute da alles noch so aufbereiten.Da muss man dann auch noch einen Weg finden, okay, wie zeigt man das an,wie integriert man das und so weiter.Aber das ist jetzt quasi Teil des Fortschreitens. Aber dieser eilige GoogleEarth-Effekt mit, du machst irgendwie ein Ding auf, du zeigst die Erde und kannstüberall hinfliegen und so weiter, das ist schon da.Das funktioniert total super und schnell und ja, ich bin ganz begeistert davon.Das ist wirklich toll. Das kommt jetzt demnächst.
Linus Neumann 1:16:30
Mit anderen Worten, eine weitere Folge The Billion Dollar Code,in der Tim jetzt eine komplette, nur aus offenen, freien Geodaten,sich speisende Power-App für die wenigen Nutzer der Space Mouse gebaut hat?
Tim Pritlove 1:16:50
Nö, es funktioniert sehr gut mit der Space Mouse, aber es funktioniert auch ohne Space Mouse.Es ist natürlich das ganze Open-Street-Map-Universum ist da auch mit drin undich werde halt auch arbeiten dran, quasi da echt Zeit, Vektorkarten zu bauen.Derzeit hat man ja immer nur diese vorgerenderten Sachen, also man,ist noch einiges zu tun, also Also meine Liste von Ideen ist so lang,dass mich das locker noch bis Ende dieses Jahres, allein mit dem,was ich jetzt schon noch an Ideen habe, beschäftigt.
Linus Neumann 1:17:23
Aber jedenfalls, du baust eine komplett für freie Daten und nur freie Datengebaute App und vertreibst sie in Closed Source für den Mac.Was glaube ich noch so ein oder zwei weitere Folgen der Billion Dollar Code erlaubt,in Form von den fundamentalen Glaubenskriegen, die sich jetzt daran entfachenwerden, dass es diese App nicht für Linux on the Desktop gibt und nicht OpenSource. Warum ist das nicht Open Source?
Tim Pritlove 1:17:59
Also erstmal finde ich das jetzt nicht so wichtig, dass das Open Source ist,sondern wichtig ist, dass es das gibt und dass es funktioniert.Zweitens heißt Open Source nochmal eine ganze Menge mehr Arbeit.Ja, also das ist sozusagen etwas, worum ich mich derzeit einfach überhaupt nicht kümmern will.Ich habe da auch ehrlich gesagt noch nicht viel drüber nachgedacht,sondern es ist für mich halt auch so ein Prozess in der Art und Weise,wie ich da arbeite mit irgendwie Komponenten,automatisierten Commit-Messages und so weiter, fällt da auch unter Umständeneinfach viel Privatdatenkram an, den ich jetzt nicht bereit bin,mal so eben ins Netz zu stellen.Das hat ja alles so Implikationen. Man muss ja für eine Open-Source-Veröffentlichungdann auch nochmal über alles fünfmal drüber nachdenken.Aber das ist jetzt auch nicht unbedingt so, dass dieser Code jetzt unbedingt.Seinen Wert dadurch entfaltet, dass er jetzt irgendwie Open Source ist,sondern er entfaltet ihn eigentlich aus seiner Spezifikation.Die kann man halt irgendwann mal auch öffentlich machen und das ist dann ebenfür andere AI-Entwicklungsprojekte viel, viel, viel interessanter.Die Arbeit steckt eigentlich in der permanenten Recherche und im Refinement.Welche Daten nimmst du, wofür, wie gehst du mit Lizenzen um und so weiter.Und das kannst du viel besser aus der Spezifikation herauslesen als aus Code.Und der Code ist jetzt eigentlich nur so ein Mittler, um das auch wirklich zumLaufen zu bekommen, inwiefern ich dann aus dieser Spezifikation vielleicht nochmalein Open Source Projekt mache.Das weiß ich jetzt alles noch nicht. Das sind einfach Dinge,mit denen ich mich noch überhaupt nicht beschäftigt habe. Ich bin jetzt hier erstmal in dem Modus.Ich sehe mich auch nicht unbedingt in der Verantwortung, alle glücklich zu machenfür alles, sondern ich mache jetzt irgendwie das. Das macht mir Spaß.Ich denke, dass es für viele Leute eine Inspiration sein kann und ein großer Nutzen.Ich finde es spannend, mich auch mal mit dieser ganzen GIS-Welt zu beschäftigen,die für mich immer so ein bisschen so nebenbei lief, weil sie halt auch so kompliziertund versteckt war und so schwierig zu nutzen war und es eigentlich auch kaumSoftware gab und deswegen mache ich das.
Linus Neumann 1:20:18
Also Tim, ich glaube, das ist einfach nur nicht Open Source,weil du keinen Bock hast, dass Pavel dich wieder verklagt.
Tim Pritlove 1:20:26
Pavel ist begeistert, sagen wir es mal so.
Linus Neumann 1:20:29
Ja klar, er hat es aber auch schon in seinen Cloud Reverse Engineer geworfen,um zu gucken, ob man nicht bei dir noch was holen kann.Also ich bin, ich freue mich sehr und ich weiß, also ich wusste nicht,dass du die, dass du nur eine Beta, dass das jetzt nur eine Beta Situation ist.
Tim Pritlove 1:20:48
In der ich mich hier befinde. Also es dauert nicht mehr lange und ich machedas Ding, also mache die Beta auch noch etwas more public und da kommt auch bald eine 1.0 drauf.Also es geht sehr schnell voran und das sieht schon sehr gut aus.
Linus Neumann 1:21:05
Was es ja auch soon dann geben wird, ist Homeview.
Tim Pritlove 1:21:10
Ja, geil, oder? Homeview. Hast du schon einen bestellt?
Linus Neumann 1:21:16
Nee.
Tim Pritlove 1:21:17
Nee, warum nicht?
Linus Neumann 1:21:19
Also tatsächlich,ist das ein Produkt, was mich interessiert. Und ich habe,wie es so meine Art ist, dann store.apple.com und dann war das da und dann habeich gedacht, ach ja, hier, klick, kauf und dann sollte das in Dollar bezahltwerden und dann habe ich gesagt, ah nee, Deutschland und dann stand da, gebe nicht.
Tim Pritlove 1:21:45
Ja, warum nur, warum nur, warum nur? Also ein Apple-Produkt,was man nicht kaufen kann, das ist ja mal was ganz was Neues.
Linus Neumann 1:21:52
Wir sollten vielleicht kurz erklären, was ist es denn für ein Apple-Produkt?
Tim Pritlove 1:21:55
Ja, was ist denn das überhaupt für ein Apple-Produkt?
Linus Neumann 1:21:57
Ja, also es ist ein HomePod mit einem Screen, also ein,also von wie heißt das von Amazon heißt sowas Echo, wie heißt die denn Echo Screen oder was, Echo,Also ein stationäres Display mit einem Lautsprecher, das sich verhält wie,ein HomePod oder eine Alexa oder wie auch immer sie heißen und auf dem Screenein Dashboard anbietet, mit dem du beispielsweise,dein Smart Home kontrollieren kannst oder siehst, wie das Wetter ist.
Tim Pritlove 1:22:39
Oder Rezepte anzeigen lassen kannst und so weiter. Genau, wo die Maschine imWesentlichen auch beschließt, was da eigentlich zu sehen ist und die ganze Interaktionläuft im Wesentlichen über die Stimme und das Ganze halt so mit den neuestenAI-Interaktionsmöglichkeiten.
Linus Neumann 1:22:53
Genau, dadurch, dass die Maschine bestimmt, was da zu sehen ist,das ist ja das, warum man kein, also neben, dass es Amazon ist und so weiter,kein Echo Show benutzen kann. Echo Show heißen die, glaube ich,weil die Maschine bestimmen kann, was da zu sehen ist, zeigt sie die Werbung an.
Tim Pritlove 1:23:07
Echt?
Linus Neumann 1:23:08
Echo Show ist Das ist die schlimmste Peste, die du ins Haus holen kannst. Das ist dramatisch.Wenn du wissen, wie das Wetter ist, dann steht da, willst du nicht folgendesProdukt kaufen. Du musst nur sagen, kaufen.Top-Produkt für 100 noch was Euro. Stellt man sich das gerne in die Küche?
Tim Pritlove 1:23:28
Top 300.
Linus Neumann 1:23:29
Apple hätte das jetzt ohne Werbung. Dafür mit Siri AI.Und der Grund, warum es nicht in Europa auf dem Markt ist, ist,dass Apple sich nicht dem Digital Markets Act beugen möchte.Den europäischen Vorgaben für Digital Markets. Erinnern wir uns kurz an denDigital Markets Act. Das ist die Gesetzgebung, die die Marktdominanz der Plattformen brechen soll.
Tim Pritlove 1:24:00
Genau.
Linus Neumann 1:24:02
Und Apple will sich dem nicht beugen.
Tim Pritlove 1:24:04
Ja, genau. Zumindest will sich Apple diesen spezifischen Regelungen,die jetzt Siri AI betreffen, gerade nicht beugen.Anderen Regelungen haben sie sich quasi gebeugt oder haben zumindest mit derEU dort eine Lösung gefunden.Das erscheint aber jetzt in diesem Bereich schwierig zu sein.Bisher waren es halt alles nur Software-Features, die weggefallen sind.Also sowas wie, wenn man jetzt so ein Mac hat, dann gibt es zum Beispiel inden USA oder weltweit hat man halt so ein Feature iPhone-Mirroring.Da kann man so sein iPhone irgendwie auf den Bildschirm auf den Mac bringenund kann dann irgendwie mit der Maus die Apps benutzen. Manchmal vielleichtganz praktisch, wenn das Gerät aus irgendwelchen Gründen ein bisschen weiter weg liegt oder so.Und ein paar andere kleinere Details, die halt weggefallen sind.Und das war alles so bisher immer so ein bisschen sehr unangenehm, aber hm.Und jetzt ist es halt so, dass so eine ganz neue Basis wegbricht,weil sie sich eben weigern, ihre neue Version von Siri,AI, also sozusagen was jetzt mal so richtig auf der neuesten LLM-Technologiebasiert, wie man das eben jetzt von den ganzen anderen Anbietern her,kennt, Das andere Siri, was man bisher hat, das war ja, sagen wir mal,noch so die vorletzte Generation von AI und Apple hat da jetzt halt endlich,nachgezogen, nachdem sie da echte Schwierigkeiten hatten, diesen Weg einzuschlagen.Ja und weil aber das iPhone und auch das iPad und damit halt auch dieser Homeview,der darauf basiert, unter die Regelung des DMA fällt,Machen sie das jetzt nicht.
Linus Neumann 1:25:54
Aber kannst du einmal erklären, was sind denn jetzt überhaupt diese Ziele desDMA? Also wovor schützt er uns?
Tim Pritlove 1:26:01
Also der Digital Markets Actist ja ein rein auf wirtschaftliche Aspekte orientierter gesetztes Block.Und da geht es sozusagen darum, also das ist das Ziel, dass eben andere Anbieter,von Produkten, von digitalen Produkten auf bestimmten ausgewählten Plattformen,die als Gatekeeper gelten, also die eine relevante Dominanz haben in einem bestimmten Markt,dass sie diese Dominanz nicht ausnutzen können, um sich quasi Wettbewerber vom Hals zu halten.Klingt jetzt erstmal nach einem fairen Ziel und deswegen gibt es da im Wesentlichen so zwei,Zielrichtungen, die sogenannte Contestability, also dass halt diese Gatekeeper,die Kontrolle über ihre Schlüsselstellen dort freigeben müssen oder den Zugang nicht versperren darf.Und eine Fairness wird noch gefordert, also dass sozusagen die Nutzungsbedingungen generell.In einer angemessenen Form daherkommen sollen.Das ist so im Kern das eigentlich, worum es beim DMA geht.Und das ist halt auch wirklich das Einzige, worum es darum geht.Also es ist einfach Wirtschaft und es ist so ein bisschen motiviert daraus,dass man einfach in der EU gesehen hat, wir haben im digitalen Bereich keineGlobal Player oder so gut wie keine.Wir kriegen softwaretechnisch nichts auf die Kette, weil wir das alles verschlafenhaben und weil wir keine Startup-Kultur haben und keine Investment-Kultur habenund deswegen findet alles in den USA statt. und äh.Ja und es ist dann halt gerade als die Smartphones kamen, es ist ja sehr offensichtlichgeworden, dass auf der einen Seite außer Google und Apple eigentlich niemandso richtig was im Angebot hat, was auf dem Markt sich noch groß durchsetzt.Wir haben alle noch in Erinnerung, wie kläglich Nokia damals gescheitert ist,da ihren Vorsprung in irgendeiner Form zu sichern.Und dass eben auch diese Plattformen so wichtig geworden sind für den Zugangzu irgendwelchen Märkten, dass man sie einfach auch nicht so ignorieren kann.Ich meine, wenn du heute ein Produkt hast und du bist nicht in der Lage aufdem iPhone eine App dafür anzubieten, die in irgendeiner Form dieses Produkt,mit allem anderen integriert, dann ist das einfach ein ganz wesentlicher Nachteil.Natürlich ist es klar, dass dann eben so eine zentrale Kontrolle des Zugangsüber den App Store von Apple und den,Google Play Store, haben sie schon wieder fünfmal umbenannt,ich weiß es nicht, also die entsprechenden,Systeme auf Android,dass die natürlich mit ihren Regelungen da ein Hemmnis darstellen können.Und es gab ja genug Beispiele, wo dann eben Apps abgelehnt wurden,aus irgendwelchen Gründen.Weil ja, da kann man dann groß drüber philosophieren, was dann die Gründe waren.Da gibt es natürlich offensichtliche Gründe, aber eben vielleicht auch nichtganz so offensichtliche Gründe mit irgendwie fühlt sich jetzt Apple durch einen,anderen Anbieter quasi mit ihren eigenen Produkten bedroht oder was auch immer der Grund ist.Und das versucht eben dieser DMA zu adressieren.Und dabei gibt es halt dann Probleme. Naja, ich fokussiere das jetzt mal einbisschen auf Apple. Es gilt halt vieles auch für Google, aber die Auseinandersetzungmit Apple ist natürlich jetzt besonders im Mittelpunkt des Ganzen,weil Apple sich da einfach am meisten wehrt.Und das hat natürlich damit zu tun, dass auch Apples Software-Modell andersist, als das von den meisten anderen Anbietern.Also Google mit Android und so weiter, das ist ja von vornherein darauf ausgelegt,quasi so die Basis zu sein, die dann andere Hersteller nutzen.Samsung nimmt das und alle anderen nehmen sich irgendwie dieses Android undbauen ihren Kram ein. Das ist sozusagen ihr Modell, weil Google will ja nur mit ihren Modellen.Kernprodukten präsent sein.Denen geht es ja gar nicht so sehr, also Google verdient ja kein Geld an dem Verkauf von Geräten.Die haben zwar ihre eigenen Pixel-Phones, aber das machen sie nur,damit sie so ein bisschen so ein Flagship-Produkt haben, mit dem sie angebenkönnen und wo sie eben auch selber mal bestimmen können, was das Telefon kann,damit sie dann ihre neuen Features, die sie in Android eingebaut haben,auch in irgendeiner Form zeigen können.Weil sonst hängen sie ja sozusagen davon ab, dass die anderen das einbauen unddas hat halt am Anfang überhaupt nicht so gut funktioniert.Während Apple halt immer sagen kann, ja, hier ein neues iPhone hat alles,was irgendwie wir gerade als softwaremäßig zu bieten haben und dann ist dashalt auch einfach ein Showcase, der überzeugt.Deswegen gibt es das. Aber im Wesentlichen geht es bei Google natürlich darum,ihre Suche überall reinzudrücken und das bedeutet wiederum, sie wollen haltüberall ihre Werbung sehen.Also für Google ist Android ein Vehikel, um ihre Werbedienste,mit denen sie halt ihre Kohle verdienen, überall hinzubringen.Das ist der Punkt. Und deswegen geben sie ja auch Apple so viel Geld dafür,dass die Google-Suche der Default ist in iOS, weil das ist ihnen so viel wert.Die zahlen da Milliarden jedes Jahr an Apple nur für dieses eine Setting.Okay, es gibt noch ein paar andere Integrationen da hinten rum und so weiter.Also es ist jetzt nicht so, dass es jetzt komplett nur für lau ist,aber im Wesentlichen ist es halt ein Bezahlen für diesen Zugang,um eben dort die Premiere-Werbe- Plattform auch sein zu können. Und das ist der Deal.Während Apple einfach sagt, wir verdienen unser Geld im Wesentlichen mit Gerätenund zunehmendermaßen natürlich auch mit Services.Aber wir haben ein vertikales Integrationsmodell. Unser Prinzip ist nicht,wir lassen alle überall rein und verkaufen unsere Software quasi hier in Häppchenoder komplett als Open Source.Damit ihr da eure Produkte draus machen könnt, sondern wir wollen alles vertikalintegrieren, wir wollen auchalles unter Kontrolle haben, weil das ist unsere Überzeugung, dass das,zu der Produktqualität führt, für die wir bekannt sind und wofür wir stehen.Und in den letzten Jahren in zunehmendem Maße kam noch mit dazu das Argument,in einer wilden Internetwelt.Ist das Smartphone oder überhaupt der Computer, aber speziell auch nochmal dasSmartphone so wichtig geworden und hält so viele Daten der Nutzer vor.Ich meine, mach dir mal klar, was dein Smartphone alles über dich weiß.Jegliche Kommunikation, jegliches,wann bist du wach, wie gut hast du geschlafen, deine Gesundheit,deine Arbeit, deine Tätigkeit, dein privates Leben, deine Nachrichten,deine Kommunikation, dein Verhältnis zu allen Menschen, alles steht da drin.Wenn du dein iPhone auslesen kannst, dann weißt du alles über diese Person,also nahezu alles über diese Person.Und AI macht die Auswertung von diesem allen natürlich mal noch viel einfacher.Ja, das ist einfach, was bisher so ein, oh ja, da kann ich jetzt aber hier durchdeine Telefonliste gehen und dann kann ich mir mal dies und jenes rausschauen,was es ja auch schon immer mal gab als Analysen geschenkt. Ja, das gab's.Aber wir wissen auch, mit den LLMs ist jetzt einfach der Grad an Knowledge,was aus diesen Daten herauszuziehen ist, ist einfach absurd.Also das ist einfach, da kriegst du Sachen raus, davon hätte man früher gar nicht geträumt.Und Apples Position ist jetzt auch die, unser vertikales Modell.Kann und soll auch die Privatsphäre der Nutzer sicherstellen.Diese Konstruktion ist uns irgendwie an der Stelle heilig und die wollen wirirgendwie auch aufrechterhalten.Das ist sozusagen jetzt erstmal so das Setup.Jetzt kommt also der DMA und sagt so, ja, aber ihr seid ja total wichtig,also müssen wir euch jetzt hier irgendwie regulieren und deswegen müssen wir das machen.Da gab es dann diese erste Episode mit diesen App-Stores, das ist so diese Philosophie,da haben wir ja auch schon mal drüber geredet, mit ja, wenn nur Apple kontrolliert,welche Software da drauf kommt.Dann ist das ja sozusagen ein geschlossener Markt und das wollen wir irgendwieändern. Und dann war halt die Antwort der EU war halt, naja,da müssen halt auch andere noch einen App-Store anbieten können.Da gibt es ja mittlerweile auch eine Regelung, da gab es dann lange dieses technische Hin und Her.Apple hat dann erst einen Vorschlag gemacht, hat irgendwie absurde Gebührengenommen, weil da stand dann erstmal nichts drin, dass man das nicht tun darf.Da haben sich dann alle unglaublich drüber aufgeregt. Mittlerweile gibt es jadiese Regelung mit der EU, also Apple und EU haben sich jetzt darauf geeinigt,wie denn das mit diesen Third-Party-App-Stores laufen kann und da gibt es jetzttausend Details, aber am,Ende kann man sagen, die Regulierung ist, Apple nimmt vier Prozent weniger Geld.
Linus Neumann 1:35:23
Ja, haben sie einen großen Kampf gewonnen.
Tim Pritlove 1:35:27
Damit ist aber die EU jetzt zufrieden. Die EU hat offiziell bestätigt,dass das dem Sinne des DMA gerecht wird.Da kann ich nur sagen, hurra, da habt ihr ja mal richtig was erreicht.Dass aber irgendwas für App-Developer im normalen App-Store irgendwie bessergeworden ist, dass es irgendeine Rechtsgrundlage gibt, vielleicht irgendwieeine Software veröffentlichen zu dürfen, die Apple ablehnt oder sowas.Also irgendwas, was vielleicht Entwicklern mal wirklich helfen könnte,davon ist eigentlich irgendwie gar nichts, weil darum kümmert sich dieser DMA auch nicht wirklich.Also viele Entwickler hatten ja so diese Hoffnung an den DMA,dass das in irgendeiner Form ihre Position stärkt, aber das ist halt nicht der Fall.Für mich ist das eher so ein Spotify-Gesetz. Man hatte halt irgendwie so einenMusikanbieter, der immer geschrien hat irgendwie, dass das ja alles so unfairist und wir verdienen ja nicht genug Geld damit und dann haben sie irgendwiediese Party-Stores aufgebaut.Die Realität ist, niemand benutzt die. Ja, also klar, es gibt da so ein,zwei und irgendwo gibt es wahrscheinlich noch einen Porno App Store,weil solche Apps müssen jetzt halt auch erlaubt werden, da darf Apple dann nicht nein sagen,aber Apple hat halt nach wie vor und das eben auch aus gutem Grund.Die Kontrolle darüber, dass die Dinger zum Beispiel sicher sind.Also die Software muss dann nach wie vor ihren Sicherheitstest durchlaufen etc.Und das muss dann eben auch qualifizieren, weil, und das ist ja das andere Argument, der App Store,ist zwar ein Flaschenhals für das Release von Software, aber er ist das ja auchaus gutem Grund, weil du willst halt sicherstellen, dass die Software nicht Malware ist.Und du möchtest auch in der Lage sein, wenn dann doch mal wieder erwarten Malwaredurchkommt, dass die auch schnell entfernt werden kann.Also entweder indem sie nicht weiter angeboten wird oder im allerschlimmstenFall, wenn wirklich mal was ganz, ganz, ganz Schlimmes passiert,du auch so ein Kill-Switch starten kannst und sagen kannst, wir ziehen jetztdiese Software auch aus allen Telefonen raus.Den gibt es, der ist aber meines Wissens noch nie benutzt worden.Und ja, das ist sozusagen diese Auseinandersetzung um diesen Kram.Dann gibt es halt diese Diskussion um Default-Apps.Am Anfang ist es so, dass halt dieser App-Store iOS als solches und Safari derBrowser quasi so in diese Gatekeeper-Regelung reinkam.Und dann hat die EU halt durchgesetzt, dass man eben jetzt Default-Apps deinstallierenkann und dass man dann so ein Choice-Screen bekommt mit, oh was soll denn jetztdein Browser sein und dann hast du da so eine randomisierte Liste von Browsern,von denen du noch nie gehört hast.Da suchen dann alle wahrscheinlich doch wieder Safari raus.Und dann ist das irgendwie dann Default. Okay, gut, das haben sie irgendwieeingebaut. Ich kann jetzt nicht behaupten, dass das irgendwie...Eine große Welle ausgelöst hat oder so, das mag jetzt ein paar Leute glücklichmachen, die halt einen anderen Browser als Default haben, geschenkt,wunderbar funktioniert.Diese Drittanbieterstores wiederum, glaube ich, sind nicht sonderlich erfolgreich.Und ja, aber jetzt geht es eigentlich um was anderes. Und es geht um diesenArtikel 6 Absatz 7 im DMA, der halt Interoperabilität einfordert.Und hier ist halt von kostenlosen gleichwertigen Zugang zu den Hardware- undSoftware-Features des Betriebssystems die Rede.Und auch da kann man sagen, okay, guter Punkt. Wir hatten zum Beispiel diese Diskussion um Payment.NFC-Schnittstelle in den Telefonen wollte Apple erstmal nicht freigeben.Das ist mittlerweile ja auch geregelt worden.Das finde ich auch sehr gut, weil ich denke, es ist wichtig,dass auch andere Payment-Apps da die Möglichkeit haben, dieselbe Convenience zu machen.Und das ist allerdings.Ein Segment, was so schwammig formuliert ist, dass das jetzt eigentlich im Wesentlichender ganze Auslöser ist für den Streit.Und jetzt mit dieser ganzen AI-Sache eskaliert es halt irgendwie komplett.Denn das Hauptproblem ist, dass eben so viel so schwammig formuliert ist indiesem DMA, dass nicht so wirklich ganz klar ist, was denn jetzt eigentlichein Unternehmen tun muss, um diesen Regelungen dann zu entsprechen.Und die Position von der EU ist, ja wissen wir auch nicht, baut das doch malein und wir sagen dann irgendwie ist okay oder nicht.Und die Anforderung ist halt, dass die Unternehmen müssen,Features, von denen die EU später dann denkt, dass das davon betroffen ist,sofort mit dem ersten Release,allen kostenlos und auf dieselbe Art und Weise, also mit demselben Funktionsumfangauch dritten Anbietern.Das ist sozusagen eine Vorgabe von vornherein für bestimmte Teile des Betriebssystems,sofort auch den Zugang für Dritte zu ermöglichen.Auf dieselbe Art und Weise ohne Einschränkung und auch ohne dafür Geld nehmen zu dürfen.Und es gibt auch keinerlei Verzögerung. Es ist nicht sowas wie nach einem Jahr oder sowas.Das heißt, man kann halt sowohl für bestimmte Features, wo das irgendwie okay wäre,nicht mal sagen, ja, wir wollen das jetzt erstmal, was weiß ich,ein Jahr, zwei Jahre mal ausprobieren, weil da wird sich noch viel dran ändernund wenn wir jetzt irgendwie da ein API dran machen, dann ändert sich das auchdie ganze Zeit und dann stellen wir wieder fest, dass irgendwie auch alles,überhaupt nicht funktioniert und dann wollen wir das abschalten und dann sindauch wieder alle unglücklich, weil auf einmal was abgeschaltet wurde, was vorher da war.Ist alles nicht vorgesehen, sondern es muss alles sofort kostenlos 100% undvon Tag 0 an verfügbar sein.Und das ist natürlich so ein Punkt, das schneidet bei Apple natürlich,nicht nur bei Apple, aber vor allem bei Apple voll ins Fleisch aus mehreren Gründen.Also erstmal ist dieses API-Refinement über Zeit einfach mal Standard.Also sehr, sehr, sehr oft kommen neue Features rein, die sind dann erstmal nurfür Apples eigene Anwendungen verfügbar.Und dann ein oder zwei Jahre später, wenn das alles gut abgehangen ist,dann werden diese APIs auch für die Entwickler auf der Plattform geöffnet.Das ist einfach ein normaler Vorgang und ich denke jeder, der sich ein bisschenmit Software auskennt, weiß auch, dass das durchaus sinnvoll sein kann.Da sind dann immer alle so ein bisschen aufgeregt und so, oh,das möchte ich aber auch gerne benutzen.Aber es gibt auch gute Gründe dafür und oft verschwinden diese Systeme auchwieder, wenn sie gezeigt haben, dass sie irgendwie nicht so richtig funktionierenund man muss das nochmal anders machen und unser erster Ansatz war jetzt einfach mal nicht gut.Selbst wenn alles von Anfang an super funktioniert, möchtest du aber vielleicht.Auch mal einen Vorteil haben. Also wenn das jetzt wirklich etwas ist,was geöffnet werden soll und so weiter,was aber für deine Plattform einfach auch einen Vorteil darstellt,dann möchtest du eben gerne vielleicht auch diese Zeit haben.Und in der Auseinandersetzung um Siri AI geht es also jetzt einfach total wildab, weil Apple jetzt einfach sagt,wir können unter diesen Bedingungen dieses Feature überhaupt gar nicht mehrin der EU releasen und zwar aus einem wesentlichen Grund.Was macht Siri AI? Siri AI ist jetzt nicht einfach nur so ein Chatbot, sondern Siri AI ist ein,Wir nehmen all diese wertvollen Daten auf diesem Telefon, wir suchen quasi alleBezüge zusammen und stellen sie dem Nutzer selbst zur Verfügung, sodass du sagen kannst.Die Mail, die mir Linus geschrieben hat, die Location, wo wollten wir nochmaldiesen Salon machen, was war denn das nochmal und so weiter.Und dann fängst du normalerweise an, irgendwie Mail, dann war das gar keineMail, dann war das in deinen Messages und dann steht es nochmal in irgendeinem PDF und so weiter.Und das ist sozusagen das Feature, dass dir eben dieses AI-System deine Datendurchsucht und das dann aufbereitet und dann sagt so, ja, kein Problem,guck mal, das war hier und da hast du die Kommunikation und so weiter.Also genau das, was man nicht möchte, dass andere das mit den eigenen Datenmachen, ist halt etwas, was man mit den eigenen Daten machen möchte.Und Apple sagt jetzt einfach, unter den Regelungen des DMA werden wir gezwungen,Google, Meta und allen anderen Datenhamstern,die so einen echt geilen Track Record haben, was so Privatsphäre betrifft,sofort von Tag 1 in der EU den Zugang darauf zu geben zu müssen.Dann installierst du deine Facebook-App und die Facebook-App kann halt irgendwiein deinen privaten Daten rumlesen. Und wir wissen alle, was sie dann damit machen würden.Und deswegen sagt Apple, nö, machen wir nicht.
Linus Neumann 1:44:44
Wenn,ich mir heute einen Echo-Lautsprecher kaufe,dann ist das ein Alexa-Lautsprecher und ich habe keine Funktionalitäten,da irgendetwas anderes drauf zu machen.Ich weiß das zufällig sehr genau, weil ich versucht habe, da lokale Modelleoder sonstiges irgendwie dran anzuschließen, ist einfach ausgeschlossen.Das Einzige, was möglich wäre, wären irgendwelche Public Alexa-Skills in irgendeinemAlexa-Store und hat der Geier nicht gesehen.Also die einzige mir bekannte Möglichkeit, gerade beispielsweise so ein Ding,lokal anzusprechen, ist irgendwie ein.Offenes ESP32 basiertes Ding an einen Home Assistant anzuschließen und den dannwiederum mit LM Studio reden zu lassen.Und eine andere Sache, die ich zum Beispiel vielleicht auch sehr gerne hätteund du wahrscheinlich auch,wäre, dass Claude mit so einem Ding reden kann, damit man,wenn man dem eine längere Aufgabe gegeben hat, dass er beispielsweise,und man geht dann in die Küche und macht sich noch einen Tee oder so,dass die Nachfragen nicht per Notification aufs Handy kommen,sondern vielleicht ausgesprochen werden oder so.Also ich erkenne nicht, dass das Amazon-Speaker-Ökosystem jetzt in irgendeinerWeise offen ist für diese Konkurrenz. Und das scheint ja...
Tim Pritlove 1:46:28
Naja, weil es halt nicht als Gatekeeper,markiert ist.
Linus Neumann 1:46:34
Das ist keins?
Tim Pritlove 1:46:35
Nö, nicht, dass ich wüsste.
Linus Neumann 1:46:39
Das ist ja besonders unterhaltsam. Also gemessen an, was die für eine Marktdominanzhaben, ist das ja erstaunlich.
Tim Pritlove 1:46:49
Ja, das ist halt generell die Frage, worauf bezieht sich denn das jetzt eigentlich?Dieses ganze Gesetz targetet halt jetzt im Wesentlichen Betriebssysteme undsozusagen so Verkaufsplattformen, auf denen man halt sowieso viel Software installieren kann.Und das ist ja, sagen wir mal, in diesem Alexa-Ökosystem eh nie der Fall gewesen.Auch eine Playstation ist davon jetzt nicht betroffen, dass man sagt so,oh, ihr kontrolliert, wer jetzt hier irgendwie Software drauf gelesen dürft oder Nintendo.Das muss aber jetzt auch einen Third-Party-Store geben, die dann auf der Switchirgendwelche Games installiert, weil so kontrolliert ja hier die Preise.Ja, tun sie. Das ist ja auch ihr Geschäftsmodell, weil sie damit quasi das Developmentdieser Plattform finanzieren.Die entwickeln neun Jahre an diesem Teil. Jetzt ist die Switch rausgekommen.Gut, es gibt jetzt noch einen Nachfolger, aber im Prinzip ist es immer nochdasselbe. Und wenn irgendwann dann mal die nächste Generation an Spielekonsole bei Nintendo,losgeht, dann in vielen, vielen Jahren haben sie halt irgendwie eine Dekadeda Investment reingemacht und das finanzieren sie eben sozusagen über diesen Verkauf.Und ja, das betrifft diesen DMA nicht, sondern es geht da eigentlich im Wesentlichen.Um Apple, würde ich sagen, und um Google derzeit.Es geht eigentlich im Wesentlichen um Smartphones und alles andere ist davonso nicht getargetet. targeted.Und ich frage mich halt jetzt auch wirklich, wie das ausgehen soll.Apple ist jetzt nicht so, also in der Diskussion wird dann immer vorgeworfen,oh ja, Apple macht das ja nur out of spite. Die verkaufen jetzt absichtlichihre Produkte nicht mehr.Wir werden mal sehen, was ihr davon habt. Mal sehen, wer länger die Luft anhalten kann.Das ist natürlich absurd. Natürlich würde Apple gerne irgendwie ihren Homeviewauch in Europa anbieten und die würden auch gerne die ganzen anderen Featuresin macOS, die jetzt gesperrt sind,anbieten, weil das macht ja ihr Produkt besser und das macht ihr Produkt attraktiverund so ist es halt nicht attraktiv. Aber in der Abwägung sagen sie,Wir können unser Versprechen der Privatsphäre, was einfach ganz groß auf jedemAnnouncement von jedem unserer Produkten dickfett seit Jahren draufsteht mit,wir kümmern uns wirklich um die Privatsphäre, wir schalten hier keine Werbungrein, wir verkaufen eure Daten nicht.Was ich ja mal echt ein Feature finde und ehrlich gesagt für mich auch einesder Hauptargumente für die Plattform ist, dass das halt jetzt alles unterwandert wird.Siri AI läuft halt nur auf dem Gerät beziehungsweise für Anfragen,die ein etwas stärkeres Modell brauchen, um da schnell eine Antwort zu liefern.Wird das ja an diese sogenannte Private Cloud Compute ausgelagert.Das ist so ein kryptografisch abgesichertes Serversystem, wo man beweisen kann,dass da auch eine bestimmte Software draufläuft, die wiederum als Open Source verfügbar ist.Es gibt schon seit zwei Jahren diese Veröffentlichung, dem ist bisher nie widersprochen worden.Sie benutzen halt zwar teilweise Google-Modelle als Basis, aber das ist haltsozusagen ihre eigene Infrastruktur beziehungsweise da, wo sie vielleicht Google-Infrastrukturbenutzen, kommt diese selbe Architektur zum Tragen.Das heißt, selbst wenn es eine Anfrage das Gerät verlässt, ist garantiert,dass das nirgendwo anders hingeht als dahin.Und das auch unumstritten, also das habe ich nirgendwo bestritten gesehen,dass das nicht funktionieren würde bisher.
Linus Neumann 1:50:14
Ja, okay, aber das ist halt eine Reihe an Remote Attestation,was sie da machen, das stimmt.Aber da gehen ja trotzdem deine Daten raus und durch deine Infrastruktur.Das ist schon ganz gut, aber ich würde das jetzt gerade ganz kurz,das wurde nie in Frage gestellt, den kleinen Satz würde ich im Protokoll malkurz mit einem Sternchen versehen, weil das so ungefähr so ähnlich ist,wie in dem Bug Bound zu DU wurden keine kritischen Schwachstellen gefunden.Das ist so ein bisschen ja und nein, aber es läuft immer noch auf anderer Infrastruktur.Ich glaube, was man und da verlasset ja trotzdem Daten deinen Computer und so,aber was man glaube ich sehr klar sagen kann, die nutzen halt diese quasi dieverschlüsselte Kommunikation mit den Grafikkarten, die dann da stehen.Also es wird quasi auch von dem, du hast quasi eine Remote, du hast einen Secure-Channelzu der Cloud-Grafikkarte, auf die du das schiebst und das ist aber,und Apple hat da durchaus einiges an Aufwand und Implementierung betrieben.Diese Features auch wirklich zu nutzen. Ich glaube, so weit kann man gehen.Und ich denke, das sind auch klar, dass das die einzigen sind,die sich in dem Ausmaß darüber Gedanken machen.Unter anderem auch, weil sie eben.Keine eigenen Modelle und Infrastrukturen und sowas zum jetzigen Zeitpunkt betreiben.
Tim Pritlove 1:52:01
Ja, die haben schon eigene Modelle. So ist es nicht.
Linus Neumann 1:52:04
Aber die betreiben keine eigenen Modelle nach.
Tim Pritlove 1:52:07
Doch, doch.
Linus Neumann 1:52:07
In der Cloud, nee, die haben doch eher die lokalen Apple Foundation oder wie das da heißt.
Tim Pritlove 1:52:11
In ihrer Cloud betreiben sie auch eigene Modelle, die sie teilweise auf Geminibasiert haben. Wie das dann genau, wissen wir nicht. Da haben sie auch nichtszu gesagt. Das ist eigentlich auch irrelevant, was das für Modelle sind.
Linus Neumann 1:52:21
Halten wir fest, dass wir die Einzigen, die überhaupt eine,sich irgendwelche brauchbaren Argumente und Security-Architekturen ausgedachthaben und veröffentlicht haben und beworben haben, dafür, dass bei einer KI-Nutzungdiese Daten ausgedacht.Bei ihnen bleiben.
Tim Pritlove 1:52:44
Ja.
Linus Neumann 1:52:45
Oder dass sie die Nutzungsversprechen aufrechterhalten werden.Ungefähr jeder andere Chatbot oder jede andere KI-Integration,die du nutzen könntest, auf jeden Fall YOLO YOLO ist.
Tim Pritlove 1:53:00
Ja.
Linus Neumann 1:53:01
Und Google sicherlich nicht sagt, hier, pass auf, die Daten sind privat und die verlassen,das Modell wird nachher weggeworfen und der Kontext ist nicht auslesbar,weil wir eben diese Secure Enclave im Prinzip, also quasi,das stimmt schon alles, ja, da sind sie nach meiner Kenntnis die einzigen,die sich überhaupt da Mühe gegeben haben.Gleichzeitig auch, Google möchte nicht, dass ihre fundamental ins Betriebssystemeingebauten KIs ganz einfach geöffnet werden müssen für andere.Und nach meiner Kenntnis verklagt eben auch Google dagegen.Google hat ja schon mal irgendwie eine riesige Strafe jetzt bekommen wegen DMA-Verstößen,weil sie ihre eigenen Produkte in der Suche, ihre Produkte und Services in derSuche bevorteilen und so weiter.Und die gehen auch rechtlich gegen, oder juristisch,gegen diese Anforderungen vor.
Tim Pritlove 1:54:08
Ja, also das ist, sagen wir mal, die Situation.Und Apple hat also dieser Vorwurf mit Apple stellt sich ja nur stur und willuns ja erpressen, ich finde, der gilt halt nur begrenzt.Apple hat halt im Vorfeld, weil sie natürlich diesen Konflikt schon haben,auf sich zurollen sehen, versucht Kontakt aufzunehmen mit der EU.Und man muss halt auch sagen, es gibt immer diese Verhandlungen,also es gibt dann immer konkret über dieses, ja, welcher Teil von dem, was wir jetzt vorhaben.Ist denn jetzt wirklich vom DMA betroffen? Da gibt einfach das Gesetz so wenig her,dass es immer erforderlich ist, sich mit der EU zusammenzusetzen und das dannsozusagen in so einer speziellen Entscheidung dann nochmal genau festzulegen.Und da sie das halt mit Siri AI, das haben sie ja nun schon vor zwei Jahrenangekündigt, dass sie in diese Richtung gehen wollen, da wussten sie ja sozusagenauch Feuer, haben sie dann eben gesagt, liebe EU, unserer Meinung nach gehtdas hier überhaupt nicht zusammen.Wir können das nicht machen mit dem, was wir vorhaben. Wenn wir das machen,dann brechen alle Dämme und haben dann vorgeschlagen, einen sogenannten TrustedSystem Agent dazwischen zu schalten.Also es ist nicht so, dass sie sagen, wir machen das auf gar keinen Fall undfickt euch, sondern ein, okay,ihr wollt da irgendwie so eine Art Zugriff haben, wie wäre es denn mal so?Und es ist jetzt nicht so ganz klar geworden, also es ist nicht konkret veröffentlichtworden, was dieser Trusted System Agent, den sie vorgeschlagen haben, exakt genau macht.
Linus Neumann 1:55:45
Aber der nimmt 30 Prozent.
Tim Pritlove 1:55:49
Nein, da geht es ja sozusagen nur so um einen Broker im System,der sagt so, ah, okay, du bist also so eine von diesen Third-Party-Apps,haben wir schon mal von gehört, und du möchtest jetzt gerne hier die Daten von dem Nutzer,mal mit deiner AI irgendwie bearbeiten.Hm, na ja, da haben wir mal was vorbereitet. Und anstatt den direkten Datenzugriff zu ermöglichen,Wollen sie halt ein System bauen, was in irgendeiner Form das vermittelt.Ich kenne jetzt niemand, also ich kenne keine Quelle, wo genau sagt,was genau das macht, aber das war, sagen wir mal, der Vorschlag,darüber mit der EU zu reden und die Antwort der EU war, wir reden da überhauptnicht drüber, ihr veröffentlicht einfach mal eure Software und dann gucken wir uns das an,und wenn wir sagen, das ist böse, dann gibt es eine Strafe oder vielleicht kriegtihr noch ein bisschen Zeit, um das zu beheben und ansonsten schlagen wir irgendwie drauf.Und dann sagt Apple, ist uns.Zu riskant, weil wenn wir jetzt irgendwie diese Produkte in der Welt haben undihr dann nachträglich beschließt, dass euch das nicht weit genug geht,ohne dass ihr uns vorher sagt, wie weit wir denn eigentlich gehen sollen, dann geht das nicht.Und ich glaube, an der Position werden sie auch nichts ändern,weil das ist einfach ein wirtschaftliches Risiko, was,Apple an dieser Stelle eingeht, was halt einfach den möglichen Gewinn so weitüberschreitet, also Gewinn im Sinne von, was es für sie Positives tun kann,weil es einfach attraktiv für Leute ist, dass sie einfach sagen,dann lassen wir den einfach den Scheiß.Also meine persönliche Meinung dazu habe ich schon mehrfach klar gemacht.Ich denke, dass einfach DMA geht an der Stelle einfach zu weit.Es ist einfach ein dummes Weil es einfach nur genau dazu führen wird und zu nichts mehr.Die Frage, was hat der DMA jemals für uns getan? Ein bisschen was,aber es ist alles sehr überschaubar, aber es verhindert mittlerweile eben auch,dass wir an diesen Innovationen teilhaben können.Es gibt in Japan den MCSA, das ist eine Regelung, die im Wesentlichen,im Kern dasselbe Problem adressiert.Nur mit dem Unterschied, dass es dort einen Katalog von sogenannten JustifiableReasons gibt, also vertretbaren Gründen, warum dann ein Anbieter, in dem Falle halt Apple,solche Interop-Anfragen auch ablehnen darf.Die kann ich jetzt, will ich auch letztlich im Einzelnen vorlesen.Das ist einfach rechtlicher Kram.Nur wird es in Japan geben, ist angekündigt. Also die japanische Version istnoch nicht fertig, aber wird es geben.Und es gibt auch diesen Konflikt nicht. Trotzdem gibt es eine Regelung,die einen Zugang ermöglicht. Und ich denke, die EU wäre ganz gut damit bedient,hier mal ein wenig von dem hohen Ross runterzukommen.Und vor allem in dem Bereich Privatsphäre mal klar zu kommen.Weil es kann nicht einfach alles mit Wirtschaftsargumenten geregelt werden undman zwingt ja quasi auch die Unternehmen gegen DSGVO und E-Privacy-Richtliniezu verstoßen und dann widerspricht sich das halt einfach alles.Also das ist einfach ein Gesetz, was von der Wirtschaftsseite her angestrengt wurde, um zu sagen,alle unsere nicht konkurrenzfähigen Unternehmen in Europa müssen aber jetztZugang bekommen Und der Fallout ist, es gibt gar nicht erst die Software,wo ihr dran teilnehmen könnt.Und wenn, dann dürfen die anderen USA-Anbieter halt Sachen machen,die gegen alle Privatsphäre und Sicherheitsrichtlinien verstoßen.
Linus Neumann 1:59:37
Auf jeden Fall unterhaltsam in dem Kontext finde ich tatsächlich, weil,Amazon Alexa fällt nicht unter den DMAs.Hey Google und Siri tun es.Die Argumentationsgrundlage, kann ich nur sagen, erschließt sich mir nicht.Ich würde allein durch die Dauer der Existenz und insbesondere in den,also wie lange das Produkt schon existiert,dieser Echo, davon ausgehen, dass das Amazon-Produkt schon das am weitestenverbreitete Sprachassistenzsystem ist.
Tim Pritlove 2:00:25
Ja, aber das ist halt derzeit, es geht halt um Smartphones im Wesentlichen.
Linus Neumann 2:00:30
Und diesen Trusted Agent, das stelle ich mir ehrlich gesagt ein bisschen sovor, wie sie ja auch heute Einschränkungen für Applikationen haben.Wenn du sagst, darf diese Applikation auf deine Location zugreifen,nur wenn ich sie benutze, dieses eine Mal oder von mir aus auch im Hintergrund.Und dann kommt er irgendwann und sagt, hör mal, diese Applikation hat jetztin den letzten 24 Stunden 129 Mal auf deine Location zugegriffen.Sind wir da noch so? Oder wenn du sagst, diese Applikation will auf deine Bilderzugreifen, möchtest du dir wirklich kompletten Zugriff auf deine Library gebenoder willst du einfach drei aussuchen, dass du jetzt,das eine Bild hier versenden kannst mit dem Messenger und ansonsten nicht Telegramjetzt deine komplette Library zugreifen kannst?So stelle ich mir das mit diesem Trusted Agent vor und das klingt natürlich.
Tim Pritlove 2:01:29
Und vielleicht nicht nur so mit so ja, nein, ob überhaupt oder so,sondern vielleicht auch in einem geschränkten Maße.Du möchtest gerne das wissen, okay, wir schauen für dich nach und wir gebenauch dir die Antwort, die du haben möchtest.
Linus Neumann 2:01:47
Da könnte man dann jetzt wiederum argumentieren, dass das,wenn die suchen, wenn Apple sucht, dass das quasi einen Großteil der Qualität ist.Die jetzt noch besser gemacht werden könnte, durch ein konkurrierendes Produkt schmälert.Wenn die Polizei etwas fragt.
Tim Pritlove 2:02:09
Kannst du es natürlich entweder selber antworten oder machen sie doch einfacheine Hausdurchsuchung.
Linus Neumann 2:02:15
Der Kern der Angelegenheit ist natürlich, dass Apple,was sie da verlangen, ist eine Rechtssicherheit. Und ich meine,unabhängig davon, was da jetzt Stein des Anstoßes ist, das sollte ja mindestens da sein.Und wenn die sagen, hör mal, wir wollen hier ein Produkt bereitstellen,wir wollen ja ein Produkt in euren Markt bringen,wir würden gerne sicherstellen, dass das Produkt euren Gesetzen entspricht,können wir mal über die detaillierte Ausgestaltung jetzt sprechen und dann sagtder Regulator, nee, mach mal erstmal und dann überlegen wir uns das.Ich glaube, das ist grundsätzlich nicht das, was man,einen stabilen, vernünftigen Markt oder einen vernünftigen Ansatz zur Marktregulierung nennen würde.Ja, musst du in die USA fliegen oder dir von jemandem so ein Homeview mitbringen lassen. Also,ich bin jetzt tatsächlich gerade mit den Home Assistant Dingen da beschäftigt. Also ich versuche,für das bisschen Voice-Steuerung im Smart Home würde ich dann tatsächlich,da kann ich auf diesen ganzen Krempel verzichten und angenommen, dass,das jetzt aus, also ich kenne ja noch nicht mal, weder eine Alexa noch eineSiri ist in der Lage, ein Smart Home vernünftig erfassbar zu machen.Und wenn ich das einfach jetzt selber baue mit den Produkten von Home Assistant,dann kann das eigentlich nur besser werden.Aber was ich mir natürlich auch davon verspreche, ist, dass ich einen Splitsofort haben kann und sage übrigens,okay, Nabu heißt das dann glaube ich, ich möchte folgende Frage an Claude stellenoder ich möchte folgende Frage an.ChatGPT stellen oder wen auch immer. Aber das wäre dann schon, also grundsätzlich,ist das ein Wunsch, den ich gerne hätte, da eine freie Wahl meines KI-Agentenauch zu haben und ich muss aber auch feststellen, dass mir das bisher keiner bietet.Dass Apple eben sagt, naja, Entschuldigung, wir reden aber nicht nur davon,Linus, dass du zu einem lokalen Modell bei dir zu Hause sagst,mach mal Licht an oder so, sondern wir reden hier davon, dass jemand sagt,was stand noch mal in der E-Mail?Und da müssen wir vielleicht drüber reden, wie wir das klären. Den Punkt sehe ich auch.Aber dass diese Amazon-Produkte unreguliert in unsere Heimat kommen,Das macht dich ganz buschig. Also das zeigt ja davon, dass sie da irgendwieihre eigenen Gesetze nicht ganz sinnvoll anwenden.
Tim Pritlove 2:05:22
Ja, die Stoßrichtung ist einfach nicht gut gewählt.Es zeugt auch nicht von sehr viel Verständnis von Sicherheit und PrivatsphäreArchitekturen heutzutage.
Linus Neumann 2:05:35
Es ist auch kein Sicherheit und Privatsphäre Architekturen Ding.Es ist ein Marktregulierungsding.Und das waren ja auch, ich erinnere mich, ich weiß gar nicht,wie weit das jetzt ist, aber die Messenger müssen interoperabel sein,wo auch alle sagen, die einzigen Messenger, die jetzt noch irgendwo eine Chancehätten, also wenn man jetzt sagt, hier,WhatsApp muss interoperabel sein, ist marktdominant, muss anderen Messengernerlauben, mit denen zu reden.So, wenn man sich jetzt umschaut und sagt, welche Messenger wären denn potenzielle Contender,die das dann auch in Anspruch nehmen würden, weil das muss ja sehen,also wenn jetzt WhatsApp gezwungen ist, interoperabel zu sein, gut.Ein weiterer Stein ins Fleisch von WhatsApp, kann man nicht genug reinwerfen,müssen noch mehrere reingeworfen werden, ja, okay, aber dann siehst du halt,wenn du dann mit Threema oder Signal redest und sagst, So wollt ihr das nutzen?Dann sagen die so, nein Mann, unser Feature ist, dass wir nicht mit denen verbundensind und unser Sicherheitsmodell ist, dass wir keine Daten an die geben.Wir möchten das nicht, wir werden das nicht, wir möchten es einfach nicht.Es schädigt unser Distinktionsversprechen in ähnlichem Maße,wie es WhatsApp-Marktmacht schädigt und im Zweifelsfall noch mehr, weil wir können,die wenigen Privacy-Versprechen, die uns abheben, nicht mehr aufrechterhalten,wenn wir jetzt irgendwie eine Interoperable mit denen da reden müssen.Das heißt, wir wollen das eigentlich nicht in Anspruch nehmen.Und Telegram sagt, YOLO. Ja, also das ist dann wirklich, da werden,man hat so ein schmerzhaftes, und das ist bei vieler dieser Regulierungen so,dass man sagt, boah, ja, super.Wäre das vor 20 Jahren da gewesen, dann hätte es das Entstehen der Situation,vor der wir jetzt sind, vielleicht wirksam verhindern können.Aber leider ist das nicht der Fall.Und leider haben wir jetzt die Situation, vor der wir uns befinden.Und irgendwie kriegt ihr es nicht hin. Und ich vermute, ich fürchte fast auch,das wäre jetzt so ein Hot Take.Mein Eindruck ist fast, man kann das auch gar nicht mehr.In dem Moment, wo du eben solche Facebooks und Googles und Apples und so weiterhast und die die beklagenswerte Marktdominanz erlangt haben,Und dass sie sogar ihre eigene Plattform sind.In dem Moment, wo du das hast.Wird es sehr schwierig, etwas zu schreiben, was nicht am Ende dafür sorgt,dass Apple die Mauern öffnet und Google sie einreißt, weil das eben Plattformensind, die noch gegeneinander kämpfen.Und nicht irgendwie, was weiß ich, der Use Case, Linus will aber in seinem HomeAssistant ein lokales LLM haben und über den Billo-Sprecher von Amazon oderwas auch immer ansprechenund dem dafür das Internet wegnehmen oder was auch immer ich mir da vorgestellt habe.Das ist halt nicht der Use Case, der da diskutiert wird, sondern die kämpfenhalt um Marktregulierung.Und Marktregulierung heißt, da sind Leute mit großen finanziellen Interessen,die spielen mit und die graben sich als allererstes gegenseitig den Markt ab.
Tim Pritlove 2:08:58
Also ich bin sehr für Regulierung von Apple, was so App Store Policies und so weiter betrifft.Das muss sein, auch Payment und so weiter, das sind alles Dinge,da ist es wichtig, dass man Regulierung macht, im Sinne von Regulierung fürdie Konsumenten und Regulierung auch für die Entwickler, speziell für die kleinen,Entwickler und nicht nur für die großen.Da sehe ich halt derzeit im Wesentlichen keine Aktivität.Stattdessen ist alles nur Wettbewerb, Wettbewerb, Wettbewerb,Wirtschaftsargumente und Privatsphäre ist uns irgendwie egal und da muss meinerMeinung nach einfach die EU beidrehen, das wird sich so nicht halten lassen.Der Nachteil, der jetzt dadurch entsteht, dass einfach bestimmte Technologienhier auch überhaupt nicht mehr verfügbar sind.Was bedeutet das jetzt? Die App-Entwickler können sozusagen Siri AI in Europanicht zum Einsatz bringen.Kann man sagen, na und? Aber das ist so ein wichtiges Feature für Apps demnächst.Also das kann nicht passieren.
Linus Neumann 2:10:12
Also da könnte man jetzt noch argumentieren, ja, die haben quasi einen Vorsprung,was Besseres zu machen, weil Apple noch nicht sofort ihre Macht da ausspielen und so.Das wäre ja dann so das Marktregulierer.
Tim Pritlove 2:10:28
Und wer hätte einen Vorsprung?
Linus Neumann 2:10:31
Unabhängige App-Entwickler, die, ähm...
Tim Pritlove 2:10:34
Ja, aber die unabhängigen Entwickler können ja sozusagen gar nicht das machen,sondern es ist ja dieses Harvesting der lokalen Daten, das wird niemals einer App eben...Also das ist ja das, was du quasi in DMA versuchst, nach dem Motto,ja, jede App muss jetzt auf alles zugreifen können.
Linus Neumann 2:10:50
Nein, nein, nein, aber also...
Tim Pritlove 2:10:52
Und das wird nicht passieren.
Linus Neumann 2:10:55
Ähm...Des Marktregulators Argumentation dagegen.Ja, oder dafür sagen wir, jetzt wird Siri AI nicht ausgerollt, wunderbar.Es entsteht ein Feature-Vakuum, das jetzt beispielsweise App-EntwicklerInnen nutzen könnten,um die Innovation auf anderen Wegen herbeizuführen, bevor sie von Apple aufdas System gerollt wird und damit dominierend ist.Das ist die Argumentation von MacriVision. Das ist ein gleicher wie,wenn Windows ohne den Internet Explorer ausgeliefert wird, dann gibt das eineChance für alternative Browser.Ob man die, aber das Argument, das wäre zumindest das Argument.Kommen wir zu einem, also wir behandeln hier ja regelmäßig die Forschungsergebnisse des Citizen Lab.Der Citizen Lab, beheimatet an der Universität Toronto in Kanada.Seit auf jeden Fall über zehn Jahren,tätig in der Universität.Erforschung von, ja, in der Regel Angriffen.Auf die Privatsphäre, insbesondere von Minorities oder Journalistinnen,von schützenswerten Gruppen, das Citizen Lab macht.Und was weiß ich, wenn dann die ersten Covid-Apps mit Volltracking kamen,dann haben die die auseinandergenommen oder sehr viel und ich denke auch sehrherausragende Forschung zu Staatstrojanern.Da gibt es eigentlich, die zwei großen Instanzen wären das Amnesty Lab und das Citizen Lab.Und dann gibt es noch Access Now und dann gibt es auch die eine oder anderePublikation vom CCC, die da auch mal,gut aussah. Oder auch mal eine Veröffentlichung,vom Reporter ohne Grenzen, Security Lab, aber so die großen Instanzen in diesemBereich, das ist dann schon einfach das Citizen Lab.Und Amnesty seit einigen Jahren. Also die haben jetzt,eine neue Publikation und zwar haben sie eine breite Staatstrojaner-Kampagne gegen Al Jazeera,untersucht, wo mindestens 45 Windows-Rechner mit dem Staatstrojaner Kandiru infiziert wurden.Und die Frage war, wie hat denn diese Infektion stattgefunden?Und sie konnten eben nachweisen, dass das über zielgerichtete Werbung stattgefunden hat.Und da steht im Mittelpunkt dieser Untersuchung steht ein Unternehmen mit demNamen Discover Tech Limited, Sitz in Israel, die,eben unter dem Verdacht stehen, das Werbegeschäft auch zu betreiben.Und aber die Datenmengen, die dabei entstehen, die Datenmengen für die personalisierteWerbung, eben auch zu nutzen oder in diesem Fall genutzt zu haben,um gezielt auf den Rechnern von bestimmten Personen Schadsoftware zu installieren.Wie ist denn das gelungen?Nun ja, das Internet in seiner wunderschönen,Varianz und Vielfältigkeit der Webseiten, die dort angeboten werden.Suchte ja immer nach einem Finanzierungsmodell. Und wenn jetzt jede einzelneWebseite sagen würde, okay, bei uns kann man Werbung schalten und diese Werbung,liefern wir über unsere Server aus und wir machen das so nach bestem Wissenund Gewissen kannst jetzt irgendwie, heute kannst du die Startseite bei SpiegelOnline kaufen und so weiter,dann würde sich die Situation erschweren.Wie kommt denn die Werbetreibende dahin?Wie kommt die denn jetzt an Spiegel? Gut, dann könnte man sagen,okay, dann bauen wir große Ad-Agencies, wo dann eben die Leute,die Werbeflächen Vermietenden ihre Webseite zur Verfügung stellen oder Feilbieten und sagen, heute,liebe Agentur, verkauf doch mal Werbung auf Spiegel Online und dann sagt dieAgentur, hör mal, herzlichen Glückwunsch, wir haben.An Obi verkauft, die wollen heute für so und so viel Einblendungen auf eurerWebseite haben, die so und so viel bezahlt, macht das jetzt mal bitte.Und so ist es ein komplizierter Vorgang und der wurde relativ früh durch einin diesem Bereich auch überlegenes System ersetzt, nämlich dass die Fläche.Die Webseitenfläche dadurch bereitgestellt wird, dass sie einfach direkt vonDritten ausgeliefert wird.Und diese Dritten, die verkaufen jetzt quasi gar nicht spezifisch auf SpiegelOnline diese Werbefläche, sondern die verkaufen an Vierte diese Werbefläche,als, ja wir machen Werbung,an, was weiß ich, Männer im Alter von 30 bis 40 Jahren mit einem Einkommen vonso und so viel und was auch immer da als Zielgruppe definiert ist und dann auchunabhängig davon, auf welcher Seite das ist.Deswegen verfolgt euch potenziell die gleiche Werbeanzeige über alle möglichenWebseiten, weil sie einfach immer wieder von dem gleichen Werbenetzwerk,das das gleiche über euch weiß, ausgespielt wird.Und dieses Werbenetzwerk sieht natürlich auch, welche Seiten ihr aufruft undwird dadurch immer besser in dem Sammeln eines Profils an Daten darüber,was ihr euch so im Internet anschaut,welche Inhalte euch interessieren, denn das wird ja immer mitgeliefert.Und diese wirklich sehr, sehr schräge Praxis der Online-Werbung ist aber einfach völlig normal.Also wenn ihr heute einen Ad-Blocker in euren Browser installiert, dann versucht der.Irgendwie zu verhindern, dass in einer Webseite großartig Inhalte von anderenWebseiten oder eben den bekannten Werbenetzwerken eingeblendet werden.Und gleichermaßen versucht dann ein Adblocker Blocker, die Inhalte der Webseitenicht mehr anzuzeigen, wenn ein JavaScript auf tausenden unterschiedlichen Wegenfeststeht, dass die Werbung auch gar nicht angezeigt wird.Weil ihr damit ja gegen die Nutzungsbedingungen an dieser Webseite verstoßt,die entweder sagt, es kostet Geld, dann werden auch diese Fremdinhalte eingebunden und fertig ist,oder ihr bezahlt Geld dafür oder es geht einfach gar nicht, unser Produkt ohneWerbung wahrzunehmen. In der Regel ist es, es geht gar nicht,egal wie viel man zahlt. Die ganze Werbung kriegt man nicht weg.Und wenn es dann ein Unternehmen wie dieses Discover Tech gibt,die dieses Feature, wir können Inhalte einbinden, in Webseiten und zwar überall.Außerdem nicht nur nutzen, um Profile über alle möglichen Leute zu bauen,sondern das auch noch nutzen, um dann darüber zielgerichtet,Schadsoftware auszurollen,dann hast du genau das Problem, vor dem immer gewarnt wurde.In diesem Beispiel eben,dass einfach mal eine komplette News Agency zielgerichtet von dieser Agenturgefingerprintet werden kann,und dann ein gezielter Angriff auf diese Leute stattfinden kann.Das ist der Teil, den wir uns jetzt eben, das ist das Problem,was wir uns damit eingetreten haben, aber ich möchte auch betonen,Teil davon ist eben auch, dass wir,Relativ geringe Bereitschaft gegenüber allen anderen Bezahlmodellen gezeigthaben als Nutzerinnen und Nutzer.Und die einzigen anderen Geschäftsmodelle, die sich etabliert haben,sind, ach so, okay, du willst Werbung, wo nicht Dritte tracken?Na klar, dann geh einfach zu den Facebook-Produkten oder zu den sozialen Netzwerken,die keine Netzwerke mehr sind, wo sich alles zentral an einer Stelle.Abspielt und keine dritten im Interesse von vierten Sachen einblenden, sondern,wir das Tracking machen, wir die Werbeplattformen sind und wir das Geld damitverdienen, dass du diese Anzeigen klickst.Und diese gesamte werbeplatzierte oder werbefinanzierte Economy.Ist und bleibt das große Problem. Das ist ja auch der Grund,warum wir keine Werbung in diesem Podcast haben,wohl wissend, dass das eben kein Modell ist, was für viele andere Podcasts funktioniert.Aber was eben auch ein Modell ist, dass von diesen Plattformen und kommerziellenInteressen in radikalem Maße angegriffen wird, indem Spotify dann eben sagt,bei uns gibt es den Podcast nicht,ich weiß von anderen Podcasterinnen,wie groß der Spotify-Anteil unter ihrer Hörerinnenschaft ist,zu dem wir dann quasi mit diesem Podcast keinen Zugang haben.Dadurch, dass jetzt immer mehr quasi versuchen, ihre eigenen Apps rauszubringenund ihre Exclusives zu machen.Ja, den Podcast gibt es hier, kannst du hier bei Spotify hören,aber nur, wenn du die so und so App runterlädst und das Sternchen Glocke subscribt,dann kriegst du alle Folgen direkt und so. Also.Es finden da Plattformkriege statt, egal wo auch immer du hinschaust,siehst du diese Zentralisierungstendenzen und das ist alles unfein.Nun gut, was macht man gegen diese Online-Werbung? Natürlich Werbeblocker.Idealerweise versucht man das direkt auf der Netzwerkebene zu lösen,beispielsweise durch ein Piehole.Neuere Fritzboxen können jetzt auch Werbe- und Tracking-Blocker direkt einbauen,was letztendlich jetzt auch keine große Magie ist.Man kann sich auch einfach direkt Tracking- und Schadsoftware-blockierende DNS-Server eintragen.Ich habe da auch, glaube ich, in der letzten Sendung darüber gesprochen,wie schütze ich mich vor den Hacker-Servern und den bösen Servern.Das Entscheidende oder das Wichtige dabei ist, die Filtersouveränität solltebei euch liegen und selbstverständlich ist es sehr klug,Werbeblocker zu verwenden, idealerweise und deswegen sind die,warum sind die so schön, wenn sie nicht im Browser sind?Und naja, weil sie dann eben nicht wieder eine Fläche für ein neues Geschäftsmodellsind, wie wir es dann eben auch gesehen haben bei einigen Adblock-Unternehmen,die dann eben gesagt haben, naja, okay, dann verkaufen wir halt die kleinenGlitches in unserem Adblocker.Nimm doch mal teil am Acceptable-Ads-Programm, dann blinken die nicht so sehrund wir verdienen damit das Geld, dass wir sie durchlassen.Ja, ich denke, die Publikation eignet sich nur, um nochmal auf Adblocker hinzuweisen.Setzt euch da gerne mal mit auseinander. Ich habe mal Piehole und Quad9,in die Shownotes genommen und dann könnt ihr mal schauen, wie ihr bei euch dasimplementiert. Das ist auf dem Smartphone gar nicht so einfach.Da muss man dann so ein Carrier-Profile installieren, wenn man dauerhaft denDNS-Server ändern möchte. Und daran sieht man auch schon,wie sehr eigentlich auf allen Ebenen versucht wird, das so ein bisschen einzuschränken.Werbeblocker haben wir alle nicht so gerne.
Tim Pritlove 2:23:55
Ja, das ist ein Elend. Das ist wirklich ein Elend. Werbung macht alles kaputt.
Linus Neumann 2:24:02
Ja. Ja, deswegen singt, singt, tragt die frohe Kunde weiter,kauft euch eine Podcast-App,nutzt Podcasts über RSS-Feed, spendet an diejenigen, die euch werbefrei Content bieten,und macht Werbeblocker und unterstützt keine werbebasierten Geschäftsmodelle.
Tim Pritlove 2:24:27
Ist nicht einfach, aber man kann es ja mal probieren.
Linus Neumann 2:24:31
Kauft euch ein iPhone Duo, 4000 Euro und dann 10 Euro im Monat für den Adblockerund dann seid ihr quasi schon direkt im Digital Detox,Alright, wir machen Feierabend, oder?
Tim Pritlove 2:24:43
Genau, machen wir auf jeden Fall Leute, das war's, vielen Dank fürs Zuhören,bis bald und bis zum nächsten Mal Tschüss, ciao, ciao.

Shownotes

Rückblick Salon

KIDS Act

Kugelblitz

8 Kommentare zu „LNP563 Des Kaisers neue Kleider“

  1. @Tim Thema „Kugelblitz“ -> da hat vor ein paar Monaten schon ein Ex Google Dev etwas sehr ähnliches gebaut, wenn auch wohl eher mit Fokus auf militärische Aktivitäten (zumindest hatte ich von ihm eine Straße von Hormus Aktivitätsanalyse auf YouTube gesehen). Hab’s selbst nicht ausprobiert, sah aber abgefahren aus und so wie due Kugelblitz beschreibst. https://github.com/bilawalsidhu/gods-eye-view

    @Linus Thema „Sprach-Assistenz für local AI / Claude“ -> kaufst du den https://www.seeedstudio.com/ReSpeaker-XVF3800-USB-Mic-Array-p-6488.html druckst du den https://www.printables.com/model/1467255-seeedstudio-respeaker-xvf3800-case/related .. läuft!

  2. Authentifizierung:
    Hier kann ich Linus nur vollständig zustimmen. Für mich ist das eine „Grundsatzdebatte“ ähnlich der mit den Wahlcomputern. Es ist einfach grundlegend keine gute Idee sich permanent auszuweisen und darum spielt die genaue, technische Implementierung eine sehr untergeordnete Rolle.

    Kugelblitz:
    Also die Begründung für „ich gebe den Source Code nicht frei, weil das zusätzliche Arbeit ist“ empfinde ich als recht schwach. Es gibt neben „das ist ein vollwertiges FOSS Programm und ich freue mich über Contributions“ auch genug Projekte, wo gesagt wird „hier ist der Code, aber erwartet nicht, dass ich euern Input haben will“. SQLite wäre hier vielleicht ein passendes Beispiel.
    Weiterhin wäre die in der Episode angesprochene Zusatzarbeit von „Commit Messages vor dem Release bereinigen“ geradezu ein Paradebeispiel für „das kann das LLM für mich erledigen“. Daher sehe ich diesen Punkt nicht wirklich.

    DMA/Apple:
    Weiterhin finde ich es nach wie vor spannend, wie Apple teilweise, genau wie in der Vergangenheit schon, „verteidigt“ wird und ausgerechnet das Pricacy-Argument vorgebracht wird. Meiner Meinung nach haut das nicht hin, es gibt genau einen Grund dafür, warum sich Apple so verhält, wie es sich verhält: Geld.
    Apple sperrt sich meiner Ansicht nach nicht gegen den DMA weil ihnen die Privatssphäre so ultra wichtig ist, sondern weil sie ggf. Verluste in Kauf nehmen müssen. Auch das „dann ändern sich die APIs“ ist ja keine Begründung Pro-Apple. Wenn die Sachen gemäß DMA frei angeboten werden, müssen sich doch die Konsumenten der APIs darum kümmern, wenn sich da was ändert. Allerhöchstens würde hier die „Arbeit“ der entsprechenden Kommunikation anfallen, aber das sollte für einen Miliardenkonzern nur wirklich das kleinste Problem sein.
    Die Entwickler von Mediathekview können ja auch nicht zu ARD und Co gehen und sagen „hört auf eure APIs zu ändern, sonst können unsere User Mediathekview nicht mehr verwenden“.

  3. Zur Interoperabilität von Messengern
    …kann ich Signals Argument nicht bzw. kaum nachvollziehen. Ohne jetzt zu wissen ob ein bestimmtes Protokol von der EU vorgeschrieben wird kann man die ja sehr wohl auch datenschutzfreundlich ausgeschalten.

    z.B.
    * Kein Sharing von Telefonnummern, nur Messenger spezifische Pseudonyme für Third-Party Messenger Kontakte.
    * Keine Kommunikation ohne vorherige Bestätigung einer Kontaktanfrage (auch keine Bestätigung an W-App und Co. ob das Pseudonym überhaupt existiert, ähnlich einer Firewall die Pakete einfach droppt statt der Gegenstelle mitzuteilen, dass der entsprechende Port geblockt wird)
    * Klare permanente Warnungen in der UI, dass es sich um einen Third-Party Kontakt handelt, ala „Meta-Kontakt, wir garantieren für nichts!“

    Gleichzeitig lassen sie sich eine riesige Chance entgehen neue Nutzer zu gewinnen.
    Status Quo dürfte sowieso sein, das ein Gro der Leute sowieso 2 oder mehr Messenger installiert haben dürfte, um mit allen Freunden mangels vorhandener Interoperabilität in Kontakt bleiben zu können. Wer das tut büßt auch kaum Sicherheit ein, wenn diese Leute dann über Signal mit Whatsapp-Kontakten kommunizieren (+ lokal kein Whatsapp mehr auf ihrem Gerät installieren müssen!)

    Außerdem dürften Signal Nutzer*innen sowieso schon eine Privacy-Awareness besitzen, wenn sie sich aktiv dafür entschieden haben Signal zu nutzen.

    Daher ist auch zu erwarten dass sie entsprechend entscheiden können, wie Risikoreich eine Kommunikation mit W-App Kontakten basierend auf dem persönlichen Threat-Model ist.

    Und, das ist mMn einer der wichtigsten Punkte, könnte es viele Menschen dazu bewegen zu Signal & Co. zu wechseln und das im Endeffekt dazu führen, dass eine Kommunikation über Signal hinweg sowieso überflüssig wird.

    Zu Apple/DMA:
    An den Vorteil des geschlossenen Ökosystems von Apple kann auch nur wer glauben, der Apple grundsätzlich für „die Guten“ hält und alle Anderen für misstrauenswürdig. Apple würde auch nie vor Trump zu Kreuze kriechen… niemals! Bleibt also zu hoffen dass sie tatsächlich die Guten (TM) sind und das nie als puren Lock-In Mechanismus nutzen würden… wait.. Aber Open-Source und offene Systeme sind eigentlich ganz toll, außer es ist Apple, dass ist was ganz Anderes.

  4. Bzgl. Marktmacht der US-Tech-Riesen:
    Man könnte diese Großkonzerne z.B. dazu zwingen, die DSGVO einzuhalten, d.h. es wäre ihnen dann verboten, die Daten in den USA zu speichern oder auch nur für US-Behörden zugreifbar zu machen.
    Die Konsequenz wäre ein Verbot der Dienste von allen US-Tech-Konzernen.
    (US-Konzerne müssen laut US-Recht Daten an US-Behörden liefern, laut EU-Recht dürften sie es aber nicht und dieser Konflikt ist logisch betrachtet eigentlich nur durch ein Verbot zu lösen.)
    Und das könnte man dann durchsetzen, indem man den Vertrieb von Smartphones verbietet, wenn die App-Stores nicht DSGVO-konforme Apps in Europa zulassen.
    Nerds wie wir könnten das umgehen, aber für den Otto-Normalverbraucher wären diese Plattformen dann mit einem Schlag nicht mehr da.
    Das würde natürlich eine Welle der Empörung verursachen und politisch würde das vermutlich nicht lange bestehen bleiben.
    Aber ich sage nur: Es gäbe schon Möglichkeiten deren Marktmacht zu brechen, wenn man denn wollen würde. Und das sogar, indem man einfach nur bereits existierendes Recht konsequent durchsetzt.

  5. Smart Home / Home Assistant / Echos und Co:

    Ich schaue mich seit 2 Abenden „schlau“ zu diesem Thema und finde das sehr gut in z.B. diesem Video von Simon42 erklärt… https://www.youtube.com/watch?v=wmWBFqbp-5Q (Es gibt auch empfehlenswerte Videos der c’t Redaktion zum Thema…)

    Allgemein finde ich den Home Assistant / Nabu Casa / Open Home Foundation Ansatz echt genial die KI „austauschbar“ zu halten. (Details siehe verlinktes Video Grob: Es gibt mehrere Schritte in der Voice Pipeline, die man durch kommerzielle oder auch durch local KI bespielen kann) Nach meinem „2 Abende Verständnis“: In HA gibt man das Ziel vor – theoretisch sollten die Wegpunkte dann weiterhin flexibel wählbar bleiben… Genial auch für die Zwischenzeit – in der Local Ki z.B. zu teuer ist)

    Und es gibt Echo Geräte, die man „ent-amazonen“ kann… https://huskerminion.github.io/techo5/comparison/
    (Die Endgeräte sind nämlich auch ein Thema… Meine 8 Euro Alexa’s sind nämlich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit querfinanziert… Und bei meinem „Alternativen Test“ von vor ca. 18 Monaten leider unerreichbar gut)

    App von Tim:
    Ich drücke die Daumen, dass du erreichst, was du dir vorgenommen hast. Ist Pavel da nur Betatester – oder hat er auch sein Wissen mit in den Ring geworfen? Hier würde mich persönlich „dein Weg“ interessieren – also z.B. wie weit du die KI z.B. coden lässt – und was da deine „lessons learned“ so sind.

    Die Open Source (Gegen-)Argumente kann ich nicht ganz nachvollziehen… Ich hatte mich gefreut auf „so macht man es richtig“ ;-)
    Aber vielleicht ist das ja auch gerade der Grund, warum es nicht Open Source ist… (Könnte ich auch verstehen)

    Kennt Tim schon „God’s Eye View“? Das fand ich zuletzt sehr interessant / bin aber auch nicht tiefer eingestiegen / habe nur bei den Schilderungen von Tim immer wieder daran denken müssen.

    Zum Apple Thema schreibe ich lieber nichts eigenes… ;-) Sehe das aber ähnlich (eigentlich krasser) wie meine Vorredner… Nur als kleinen Denkanstoß für Tim… Was könnte dich (Tim) von deiner Sicht „Apple als Heilsbringer“ abbringen? ;-)

    Beim hören der Folge / Apple Thema… hatte ich auch das Gefühl, dass Linus sehr „bedacht“ argumentieren muss ;-) … Eventuell um keine „falschen Knöpfe“ zu drücken?

    Egal… Auf jeden Fall ein fettes „Danke“ für die Folge… Weiter so… und gerne „Apple Themen“ zum Überspringen in die Kapitel mit aufnehmen ;-)

    PS: [Das mit dem Überspringen ist ein Scherz]

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