LNP356 Gesegneter Entscheidungswahn

Trump vs. Tiktok — Corona Warn App — Twitter-Hack — Polizeidatenbankzugriff — Richtervorbehalt — Bestandsdatenabfrage — Kurzmeldungen

So die Sommerpause ist jetzt für LNP erst mal vorbei und wir nehmen langsam wieder den üblichen Produktionszyklus auf. Dafür blicken wir zunächst mal in das Geschehen der letzten Wochen und blicken auf die Ereignisse, die auch nicht ganz so zeitaktuell der Kommentierung bedürfen.

Dauer: 1:48:43

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Linus Neumann
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Tim Pritlove

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Transkript
Linus Neumann
Guten Morgen Tim. Hör mir oft mit den goldenen Zwanzigern, du hast damit angefangen, du hast das beschrien, guck dir das an.
Aux
Tim Pritlove
Lokbuchenheitspolitik, Nummer dreihundert, sechshundertfünfzig, haben wir, genau. Und es ist der neunzehnte August und wir waren ein wenig im Urlaub.
Linus Neumann
Du warst im Urlaub. Ich nicht. Ich habe hier Folgen gemacht, mein Freund. Ja, immerhin.
Tim Pritlove
Zwei. Ja, immer hier. Ja, immerhin. Das war auch gut, aber na ja, so ein bisschen Sommer hast du auch genossen, oder?
Linus Neumann
Goldenen goldenen Zwanni kriegst du hier gleich goldene Zwanni.
Tim Pritlove
Ja, das Jahr macht's einem etwas schwierig, dass alles so zu genießen, wie man das normalerweise so erwartet hätte. Keine Frage, aber so ist es halt nun mal.
Linus Neumann
Ja
Tim Pritlove
Kann man nicht. Können wir nicht viel dran ändern. Wir geben zu, wir sind jetzt so ein bisschen außer Spur. Vielleicht mal gleich äh voranzustellen.
Linus Neumann
Tim kommt hier als König zurück. Wir sind aus der Spur, wir waren im Urlaub. Ja, du.
Tim Pritlove
Ach, du bist nicht aus der Spur oder was.
Linus Neumann
Ich will einen.
Tim Pritlove
Straight Focus. Okay, das ist gut. Ähm, ich muss mich erst wieder in die ganze äh Thematik rein reingewöhnen und mich selber auch so ein bisschen an den Gedanken dran. Gewöhnt, wieder in so einen Podcastrhythmus reinzukommen, weil ich habe. Bis zur Sommerpause schon drei Viertel der Sendungsmängel gemacht, die ich im letzten Jahr gemacht habe. Also es ist einfach, es war einfach ein bisschen viel.
Linus Neumann
Ja, was wird sonst machen.
Tim Pritlove
Ja, man konnte ja auch nichts anderes machen. Was bleibt einem außer Podcast noch übrig in dieser Welt.
Linus Neumann
Wobei Corona ist ja durch. Also, wenn ich mir, wenn ich mir draußen angucke, was auf der Straße los ist, ne, Cola ist vorbei.
Tim Pritlove
Mir den Eindruck gewinnt man, deswegen ist es ja jetzt auch nicht mehr vorbei, das das ging dann doch äh ganz schnell. Ja. Gut, wir wollen jetzt nicht so viel über Chrona zahlen, äh sinieren uns äh dann doch vielleicht eher mal wieder den netzpolitischen Geschehen zuwenden. Da ist ja auch noch ein bisschen was passiert.
Linus Neumann
Ja, wir haben jetzt einen Monat nicht berichtet. Insofern machen wir jetzt einen kleinen Abriss dessen, was wir im letzten Monat äh passiert ist.
Tim Pritlove
Genau, was wir so so sekundär wahrgenommen haben, was vorgefallen ist, soweit es uns in dem Moment interessiert hat. Aber es hilft auch enorm mal abzuschalten, das. Macht man sich selber immer nicht so richtig klar. Also ich zumindest und wenn man's dann doch mal macht, dann ist irgendwie auch schön. Aber jetzt versuchen wir langsam mal wieder. Also, ich versuche jetzt langsam wieder reinzukommen. Du bist natürlich voll ordentlich, total am Start.
Linus Neumann
Ich rieche mich hier jeden Tag über die Nachrichten auf, ja.
Tim Pritlove
Ja, da fange ich jetzt langsam erst wieder mit an. Ich lasse mir da, ich lasse mir doch von solchen Weltkatastrophen meinen Optimismus nicht verderben.
Linus Neumann
Ja. Äh Trump will uns ticktock wegnehmen.
Tim Pritlove
Oh Gott, mein Ticktog. Damit habe ich mich den ganzen Sommer beschäftigt.
Linus Neumann
Das ist so eine ähm. Eine Debatte. Wir haben ja, also was zu dem sozialen Netzwerk Tiktok zu sagen ist, dazu hatten wir ja hier mal einen LMP Spezial. Ähm oder war das so, ich weiß gar nicht, ob das Spezial war, einfach.
Tim Pritlove
Ne, war kein Spezial. Aber wir haben uns den mal ein wenig gewidmet, was da so abgeht, was da so zensurtechnisch äh läuft, et cetera.
Linus Neumann
Und was ich nicht müde werden kann, zu betonen, ist ja diese sozialen Netzwerke definieren. Gesellschaften und deren Leitbilder. Ne, der diese sozialen Netzwerke sind, ein größerer Teil dessen, wie Menschen miteinander interagieren. Und die Form wahnsinnig, stark das, was was die Gesellschaft irgendwie lebt, fühlt denkt und tut. Und äh das hat natürlich Effekte dadurch, dass was durch die verkürzten Darstellungen, die dort stattfinden. Ähm ich weiß gar nicht genau, ob das nun nehmen ist oder inzwischen auch schon wissenschaftlich erhärtet, aber, es ist irgendwie seit vielen Jahrzehnten wohl erstmalig der Fall, dass nicht der größere Teil der Kinder antwortet, dass die Astronautin werden möchten. Sondern die wollen Instagramerin werden und Influencer oder Youtuberin und so, so ähm vielversprechende. Gesellschaftliche Beiträge leisten und ähm das heißt das, was, dieser dieser gesamte Bereich der sozialen Medien ist, ist inzwischen einfach Macht. Ja, das behandeln wir ja hier in der Sendung oft genug, sei es, wenn es darum geht, äh, eine Werbung zu machen, politische Werthaltung zu schalten, die Aufmerksamkeit von Menschen irgendwohin zu lenken, von irgendetwas anderem abzulenken. Wir haben so schöne Phänomene wie, dass, wirklich jetzt wenig qualifizierte Personen in relativ wichtige politische Positionen kommen. Und diese sozialen Netzwerke haben da immer irgendwie ein bisschen was mit zu tun. Und deswegen ist es natürlich für eine. Weltmacht, die der ist gelungen ist, dafür zu sorgen, dass sie auch die zentralen und wichtigen sozialen Netzwerke dieser Welt kontrolliert, etwas ärgerlich, wenn eine andere Welt macht, auf einmal auch ein erfolgreiches soziales Netzwerk hat und in diesem Falle eben Tiktok. Und jetzt entscheidet sich Donald Trump, in dem in seinem gesegneten Entscheidungswahn. Dass er der Ticktop nicht mehr haben will. Und äh führt an, was, also was, ich meine weil Tiktok. Ähm Daten von Menschen überall aus der Welt und damit auch von US-Bürgern sammelt. Und deswegen eine, Sicherheitssorge ist, weil ja die Datenanfragen des chinesischen, der chinesischen Regierung hier anfragen könnten, also kurz übersetzt, das Ding. Gehört im Prinzip den Chinesen und im Zweifelsfall hängen da deren Geheimdienste drin. Sagt der Präsident der USA, Der Präsident der USA fürchtet sich, Das, das chinesische, soziale Netzwerk von den chinesischen Geheimdiensten potenziell infiltriert sein könnte. Ich würde sagen, das ist gar nicht so eine schlechte Vermutung, ja. Allerdings, ist, sagt das der Präsident des Einlandes, wo das klar ist, dass es die Geheimdienste machen, während das in China immer noch nur eine Vermutung ist. Diese Vermutung sitzt da einfach zwei, richtig, aber die Belege haben wir nun mal von den USA.
Tim Pritlove
Ich glaube, so richtig stört ihn nur, dass die Russen da nichts zu sagen haben.
Linus Neumann
Und er entscheidet sich jetzt und hier, also hier sieht man, was da alles mit reinkommt. Er entscheidet sich jetzt mehr oder weniger mit als. Der den Unternehmen Bike Dance, die Tiktoc betreiben und dem Unternehmen We Chat. Pretty Matsch einfach den Geschäftsbetrieb in den USA zu untersagen oder so stark zu erschweren, dass er einfach nicht mehr möglich ist. Ja, in dem. Der anderen Unternehmen veruntersagt wird mit den Geschäfte zu machen, Also er sagt, de facto euer Geschäftsbetrieb wird in den USA Kraft meiner Entscheidung zum Erliegen kommen. Es sei denn, ihr verkauft früh genug an jemanden, den ich vertraue und die ersten, die sich melden, sind irgendwie so Microsoft und Orical. Ja? Und. Ich weiß gar nicht, ob man da jetzt lachen, drüber lachen soll oder drüber weinen soll, weil als deutsche Bürgerin stehen wir auf jeden Fall an der Seitenlinie. Und haben die Wahl, ob wir vom Regen unter Umgehung der Scheiße direkt in die Traufe wollen, ja, aber ähm ich glaube nicht, dass das jetzt hier für. Für für Europäer, sehr gut Europäer irgendein Vorteil hat, wenn sich jetzt hier zwei. Potenzielle Weltmächte, um die Nutzerinnen, Daten zanken. Und ich habe das ja hier schon mal gesagt, ähm Der Kapitalismus fickt immer in beide Richtungen und das kann man hier jetzt genau sehen, weil sobald da mal In diesem schönen Internet, wo immer alles frei und freier Markt und ey, Kai, ne, hier darf jeder machen, was er will und äh keine Sperren und so weiter. Sobald da mal irgendetwas gegen die, größeren, geostrategischen Interessen der USA läuft. Oder da auf einmal eine Konkurrenz entsteht. Ne, in dem in dem Land, das immer sagt, der freie Markt und die freie Konkurrenz ist gut für die Bürger. Ähm Sobald da mal irgendwie eine nennenswerte Konkurrenz entsteht, geht das natürlich hier ganz schnell rund. Und das ist, Letztendlich hält er den die Knarre an den Kopf und sagt äh bitte einmal unterschreiben. Das ist einfach nur ein Angebot, dass äh Bikeanz letztendlich nicht ablehnen kann, weil das heißt entweder euer Geschäft wird von mir zerstört werden oder ihr kauft es, ihr verkauft es jetzt und, Allein, dass es danach zerstört wird, hat 'ne Würde, hat natürlich durchaus seinen Einfluss auf den Verkaufspreis, ne.
Tim Pritlove
Ja, also ich meine, diese ganze Executive Order, die er da ähm erlassen äh hat, ist halt total wir wie immer, also äh einerseits ist es überhaupt nicht klar, ob das in irgendeiner Form eine rechtliche Basis äh hat, die sich irgendwie aufrecht erhalten lässt, weil das sind ja auch alles irgendwie beliebige Apps quasi die sich jetzt herausgesucht hat. Und wie das eben so ist mit, Recht und so weiter, das sollte ja normalerweise auch uniform äh anwendbar sein, von daher ist so ein bisschen unklar. Die Implikationen sind natürlich weitreichend. Also, Das haben wir so ein bisschen auf Tic Talk konzentriert. Wie Chat finde ich in gewisser Hinsicht eigentlich noch viel interessanter, dass er dagegen vorgeht? Weil während Tiktok einfach nur ein, populäres dominantes, kulturell erfolgreiches äh Social Network ist, ist Tiktokia zumindest derzeit noch nicht sehr viel mehr als das, wiederum ist. Ist ein Ökosystem und vor allem, was man ja nicht vergessen darf, äh auch ein Payment-System in China. Und so wie diese äh Bedeutung, so wie diese Execitive, order angelegt ist, wird es ja quasi amerikanischen Unternehmen verboten werden, in irgendeiner Form, mit diesen Intitäten, Geschäfte zu treiben, was im Zweifelsfall eben auch bedeuten könnte, dass zum Beispiel amerikanische Smartphones. In China, diese App nicht mehr tragen dürften.
Linus Neumann
Und das äh ist wahrscheinlich nicht das, worauf es hinauslaufen, wird, ne? Also da da wüsste der Trump wahrscheinlich schon, dass er da mit Apple signifikant schadet, aber das ist das, das ist der Bereich, in dem er, in dem er sich da bewegt. Ne, also er, Ich denke, sein Plan ist, also er kann jetzt nicht einfach sagen, es gibt keinen Tiktok mehr in den USA, aber er kann halt dafür sorgen, dass den der Geschäftsbetrieb, In den USA einfach so unangenehm wird und so feindselig einfach für sie ist, weil sie alle möglichen Auflagen haben und Unternehmen, die mit ihnen Geschäfte treiben, sich rechtfertigen müssen oder zum Beispiel Unternehmen, die mit ihnen Geschäfte treiben, auf einmal, was weiß ich, für die Zusammenarbeit mit der Regierung nicht mehr und so weiter und so fort, ne? Dass dass das natürlich schon, also die kurze Antwort ist, nein, die lange Antwort ist, na klar kann der denen das Leben zur Hölle machen.
Tim Pritlove
Ja, es war einfach Unruhestiften, so. Letzten Endes, was, äh, worum's halt immer geht bei Trump, einfach Unsicherheit in den Raum werfen und vor allem alle als zerfetzen sich darüber erstmal, damit eben nicht über, das neue Buch von Michael Kohn äh gesprochen wird mit Golden Schauers und äh, vor allem nicht über seine Attacke auf, dass Wahl äh System in USA, ja, was einfach auch so mega krass ist. Ja, das sind halt einfach diese ganzen Nebelkerzen. Sogar wir reden jetzt darüber.
Linus Neumann
Man muss natürlich schon ein bisschen noch die Meterperspektive nehmen, also Indien, seit jeher mit China, Entspannungen, hat Ticktock auch verbannt. Ja, man ist natürlich in Indien die Situation sich immer vor Augen führen, das sind glaube ungefähr eins Komma drei Millionen Milliarden Menschen, ähm der größere Teil von denen ist noch nicht digitalisiert. Und äh die bauen da jetzt quasi die haben, da wird eine ganze Menge entstehen, an Wachstum, an äh und so weiter und die überlegen sich natürlich auch, ob sie jetzt, quasi das Internet in die Breite der Bevölkerung tragen, nur damit das Business am Ende von Facebook, Google. Und Bike Dance gemacht wird und Netflix oder ob sie sagen, Moment mal, vielleicht Digitalisieren wir unser Land auch auf eine Weise, dass wir etwas davon haben, ne? Das sind finde ich, je nachdem, wie man darauf blickt, noch nicht mal so falsche Ideen ja, sich zu überlegen, na ja, wenn wir hier. Ich weiß nicht, wie die zum heutigen Tage der politisch korrekte Begriff ist, aber sagen wir mal ein Land, was noch sehr viel ökonomische Entwicklungen äh, Entwicklungspotential ausnutzen kann, ähm ob wir uns da direkt äh geschlagen geben oder ob wir eben äh Protektionistisch unseren Markt, äh uns uns äh sichern, ja. Kann ich durchaus verstehen, diese Perspektive zu verfolgen.
Tim Pritlove
Ist ja auch in dem Sinne überhaupt gar keine neue Perspektive, wenn man jetzt sich mal die Standardwirtschaft anschaut, da kannst du halt über Zölle und Handelsverträge im Prinzip alles regulieren und deine eigene Wirtschaft äh entsprechend schützen und zusehen, dass bestimmte Branchen äh noch ein Entwicklungspotential haben und eben nicht durch irgendwelche Importe, äh an der Stelle geschwächt werden, wo es ja einfach nicht passt, Klassiker, Landwirtschaft, auch in USA, äh, in Europa natürlich ganz, ganz stark, gibt viele Beispiele, und das Internet, Naja, sieht sowas eben nicht vor. Also du kannst halt schwer äh einen Import über das Internet äh verhindern, weil das Internet ist halt überall und das ist schon etwas wo wahrscheinlich mehrere Sachen zusammenkommen. Ich meine, bei Trump sind's jetzt wahrscheinlich letztlich weniger protektionistische Züge äh rein in wirtschaftlicher Hinsicht. Das ist eben wahrscheinlich am Ende einfach auch alles viel zu komplex da ist es dann vielleicht dann doch eher ähm einfach das das Big Picture. Diskussionen äh verlagert, diesen diesen, diesen China äh Krieg, da der letztlich ja auch nur rassistisch geprägt ist, äh voranzutreiben, et cetera, aber indische Beispiele ist ganz gut, ne? Weil du sagst, Indien sieht sich eigentlich schon als Player. Also sie wissen halt auf jeden Fall, dass sie ein großer Markt sind, aber sie wollen eben vielleicht verhindern, das dominante Player, wo er jetzt auch absehbar ist, dass die sich quasi qua ihrer Existenz einfach so als Platzhirsch breitmachen, dass du dann eben irgendwann nicht mehr dran vorbeikommst. Sehen wir ja, ich meine, was geht hier irgendwie nennenswert gegen Facebook an, ja? Jeder Club hat ja irgendwie seine. Äh äh Seite und in dem Moment, wo die dann eben ihre Businessaktivitäten ähm weiter ausbreiten und anfangen selber zu verkaufen, selber Geld auszugeben. Das haben sie auch durchaus vor. Und auch schon ein paar Mal besprochen. Ja, dann wird's natürlich einen zunehmenden Maße schwierig in irgendeiner Form, mit der eigenen, Wirtschaft mit der eigenen Digitalwirtschaft noch dagegen zu halten. Sehen wir ja eigentlich in Deutschland auch ganz gut. Ich meine, was. Was hat Deutschland sozusagen doch zu sagen, äh äh im im Internet, ja? Also da.
Linus Neumann
Wir haben jede Kommentarspalte der Welt, können wir reinschreiben. Das ist so ungefähr.
Tim Pritlove
Ja.
Linus Neumann
Ähm ich, äh, die Methoden sind natürlich Wahnsinn, ne? Also, wenn man, ich mein, Satja, Nadella, der, äh, CEO von, Microsoft kann sich natürlich freuen, ne? Also, ich bin immer ernsthaft, stell dir mal vor, du bist in der Situation, die zu überlegen, so, oh, da war ja so ein. So ein echt gut laufendes Geschäft, was uns irgendwie zu teuer geworden ist, äh zu sitzen, wieder vongelaufen. Das müssen wir mal kaufen, wenn sie die Tasche stecken. Bevor das nachher von von der Konkurrenz betrieben wird. Und dann geht der Präsident deines deines Staates dahin und hätte die Knarre an den Kopf und sagt, entweder ihr verkauft dem das jetzt oder ich mache das kaputt. Ne, das ist also.
Tim Pritlove
Nicht nur die Knarre an den Kopf, in der einen Hand, in der an die andere Hand ist halt ausgestreckt mit und wir wollen dann auch sozusagen Tanz-Jemen haben, ne? Weil wir haben euch ja den Job sozusagen vermittelt, ne? Das hat er ja so gesagt. Das ist ja einfach unfassbar. Das ist.
Linus Neumann
Wahnsinn. Das ist absoluter Irrsinn.
Tim Pritlove
Ja, der absolute Irrsin.
Linus Neumann
Oh man.
Tim Pritlove
Er begleitet uns.
Linus Neumann
Tja, und dann, jetzt wird von der, vor der Balkanisierung des Internets äh gewarnt und ich bin. Also, ja, die Baganisierung des Internets ist ein riesiges, wäre ein riesiges Problem. Ich bin andererseits, vorsichtig an, bei dieser Art von Wirtschaftskriegerischen Auseinandersetzungen diesen Begriff ins Feld zu führen. Weil, was da, also mein Eindruck ist, dass hier etwas, dass hier Machtkämpfe stattfinden. Es geht am Ende niemandem darum, dass Internet zu balkanisieren, sondern es geht den Leuten darum, das Internet zu kontrollieren, und ähm gerade die Idee der äh USA auf diesem Wege ist ja genau die gewesen, ne? Lass dieses freie Netz nehmen. Das kann uns die Welt zum Kunden zu Kundin machen, ja? Und äh das äh hat hat gut funktioniert, insofern. Kann ich, ich kann mir genauso gut vorstellen, wenn demnächst irgendwann mal irgendein Land auf die Idee kommt, meinen Microsoft-Dienst auszuschließen, wie laut der Trump dann sich aber um die Balkanisierung des Internets fürchtet, ne. Ja, das ist, das sind unschöne Auseinandersetzungen und da sieht man. Wenn, wenn solche Auseinandersetzungen geführt werden, dann werden, dann sehe ich, kann man im Prinzip immer sagen. Das ist ein Regen, aus Tränen der Idealisten, die dieses Internet mal gebaut haben, weil alle irgendwie dachten, dass wenn man eine freie Spielwiese für alle macht dass da, aus welchem wahnsinnigen Grund auch immer, nicht multinationale Milliardenkonzerne entstehen, die einfach allen diktieren, wie die, wie der Hase läuft. Irgendjemand hat gedacht, da würde nicht passieren, ja? Ähm, oder hatte zumindest hat gehofft, es würde nicht passieren und uns hat's dann an den Methoden gemangelt, äh das zu verhindern. Aber jetzt letztendlich zanken sich da halt zwei der Bullis äh im Sandkasten. Und äh wir sitzen daneben und konnten hoffen, dass wir nicht so viel Sand abkriegen. Das ist irgendwie unsere Rolle. Schön. Goldenen zwanziger Tim. Spitze. Danke, ne? So.
Tim Pritlove
Super, ne? Ja. Keine Ursache. Dankeschön. Dacht mal was anderes, weißt du? Wenn man derselbe Trott.
Linus Neumann
Die Corona Wahn-App ist jetzt. Warte mal, fünf, fünf, jetzt drei, ist jetzt drei Monate, ne? Ich glaube, am fünfzehnten Juni ist die released one. Ist erst zwei Monate.
Tim Pritlove
Nicky jetzt erstmal stumm und äh.
Linus Neumann
Am fünfzehnten Mai release dann. Ich weiß es schon gar nicht mehr.
Tim Pritlove
Ähm es ist.
Linus Neumann
Ist sie.
Tim Pritlove
Sechzehnten Juni ist er erschien.
Linus Neumann
So, wie ihr wisst, also zwei Monate und drei Tage. Und ähm.
Tim Pritlove
Was noch nicht so lange ist.
Linus Neumann
Ähm aber äh man hat uns damals versprochen. Dass man innerhalb eines Monats alle Labore daran anschließen würde. Nochmal die Erinnerung, die Idee der App ist es. Die gesamten Melde, Wahn und Testketten zu beschleunigen, ja, Situation, du hast ein positives Testergebnis, musst nun deine Kontakte. Alarmieren, äh um sie von ihrem Infektionsrisiko in Kenntnis zu setzen, damit sie möglichst wiederum ihre Kontakte reduzieren und sich potenziell vielleicht testen lassen. Ja, und um somit das Infektionsgeschehen, zu äh begrenzen. Das möchte die App auf zwei Wegen tun. Erstens, die Mail, die die Mitteilung des Testergebnisses an dich soll schneller passieren. Und zweitens, Warnung von Kontakten, die du hattest, soll, beschleunigt werden, potenziell eben auch vielleicht Leute erreichen, von denen du jetzt nicht. Genau weiß, dass du sie äh ein Risiko ausgesetzt hast, zum Beispiel, weil er drei Stunden neben den im ICE gesessen hast und, dich nicht getraut hast, nachher Nummer zu fragen, ne? Das kann ja, passiert ja. So und äh.
Tim Pritlove
Das ist ja auch eine plumpe Anmache irgendwie.
Linus Neumann
Weil ich, ich glaube, die ist gar nicht so schlecht.
Tim Pritlove
Du siehst so viral aus. Willst du mir deine Nummer geben?
Linus Neumann
Du, ich warte auf meinen Testergebnis. Ich habe mir gedacht, ich würde sie ganz gerne mitteilen.
Tim Pritlove
Ach echt, du hast auch einen Korona-Test gemacht, das ist ja interessant.
Linus Neumann
Okay, ähm das sind die beiden Ideen dieser App. Und ähm. Das soll spezifisch dadurch beschleunigt werden, dass du im Prinzip du du machst deinen Test, ne? Lässt dir da dein, dein Inhalt stecken und dann. War die Idee auf dem Probenbegleitschein, ist dann ein QR Court, den scannst du in deiner App ein und äh der sagt letztendlich, ne, ist das eine eine Nummer für diesen Test und die App fragt dann regelmäßig an einer API, ist hier äh Jackpot oder nicht. Und wenn ein positives Ergebnis dort bekannt wird, dann kann die App dir das mitteil. Und das verkürzt den Weg, der Sonnenstadt findet und jetzt muss ich tatsächlich sagen, ich habe da ja, vor einigen Wochen mich auch im TV mal zugeäußert und dann wurde wurde zum Beispiel ich auch auf Twitter darauf hingewiesen, dass es nicht stimmen würde, dass diese Mitteilungen per Fax, Brief oder Telefon oder gar nicht stattfinden würden. Wir hatten jetzt äh auf Twitter äh eine, repräsentative Stichprobe. Nein, wir haben auf Twitter mal umgehört und es häufen sich zumindest tatsächlich die Beschwerden von Leuten, die sagen, dass sie zum Beispiel auch Testergebnisse gar nicht mitgeteilt bekommen haben ne? Wir haben diesen Bayern-Skandal da. Ich meine, ganz Bayern ist ein Skandal, um mal den Strahl langsam von Baden-Württemberg zu lösen.
Tim Pritlove
Jetzt legst du dich mit Bayern an. Sup. Münchener aufgepasst.
Linus Neumann
Stuttgart ist erst mal, ihr habt erst nach Ruhe jetzt, oder? Nein, und ähm. Deren tatsächlich es häufen sich die Einzelfälle, in denen Menschen berichten Testergebnisse stark, verspätet oder äh, gar nicht mitgeteilt bekommen zu haben. Und die Idee wäre eben durch dieses QR-Code-System gewesen, Ruppi Zuppi. Ja, dafür musste aber, dass wir ja auch die Herausforderung, die heterogene Laborlandschaft Deutschlands. Daran angebunden werden und das äh war zum Zeitpunkt des Launches, noch nicht der Fall und zum jetzigen Zeitpunkt sind ungefähr dreiviertel der Labore.
Tim Pritlove
Also Spahn meinte hundertfünfzehn von einhunderteinundfünfzig. Ich habe aber auch. Berichte gewesen von wo von einer größeren Anzahl von Laboren äh, die Rede war, wie viele dieser Labore eigentlich zum selben Konglomrat gehören und letztlich vielleicht äh dieselbe Software benutzen, das kann ich jetzt an der Stelle nicht sagen aber offenbar war die Einschätzung dadrüber, wie denn die Realität der Digitalisierung bei diesen Laboren aussieht. Ähm anders als es, von der Titelcom angenommen wurde.
Linus Neumann
Und jetzt gibt es hier eine vom Handelsblatt, einen Bericht, ähm wo. Ach so, ganz kurz, wenn diese QR-Codes Sache nicht funktioniert, dann hast du eben diesen Teleton Vollbeck, ne? Dann also erstens kriegst du, ähm langsamer, dein Testergebnis mitgeteilt, ja? Irgendwie, also vielleicht sogar auch schneller, ne, je nachdem, wie gut dein Labor drauf ist und wie gut deine Ärztin drauf ist. Ähm aber dann musst du die Meldung dann auch über diesen Teletonweg gehen, also bei der, bei der Hotline anrufen, die davon überzeugen, dass du tatsächlich einen positiven Test hast und so weiter.
Tim Pritlove
Ja gut, von der Ärzte sollte es ja normalerweise nicht abhängen, der Idealfall ist natürlich Der Test liegt selbstverständlich in einem Labor ohnehin digital äh vor. Dann liegt auch irgendwann das Ergebnis davon natürlich vor. Und in dem Moment, wo dieses Ergebnis dort eingetragen wird sollte in einer idealen Welt natürlich diese Information mehr oder weniger umgehend an diese äh anderen Server durchgereicht werden, die die Telekom dort aufgesetzt hat und damit innerhalb von Sekunden auch bei der App landen können, denn.
Linus Neumann
Ist eben nicht der Fall, bisher bei den meisten, weil diese Anbindung, diese trivial Anbindung letztendlich ein paar weit Code für den verfluchten Test und, was weiß ich, ne? Ja, nein, vielleicht zu übermittel.
Tim Pritlove
Ist es vor allem wirklich trivial. Also wir sind nicht länger drüber nachdenken, mir fällt mir einfach da nichts ein, was wirklich irgendwie nennenswert komplex sein könnte.
Linus Neumann
Nee, denke ich auch. Allerdings ähm keine Sorge, äh Teesystems kümmert sich drum, Äh natürlich äh das habe ich auch hier schon öfter gesagt, wer Tessis etwas macht, dann kriegen den Auftrag deshalb, weil die groß genug sind, dass man weiß die lassen die G im Jahr nicht platzen, wenn sie's verkacken. Und dann schnappen die sich eine kleine GmbH, die das umsetzt. In dem Fall die BS Software Development. Ja? Und. Jetzt äh ging es hier um eine Auseinandersetzung zwischen der KV digital. Das ist eine Tochter, der äh kassenärztlich im Bundesvereinigung. Und die KV-Digital hat sich schon darum gekümmert, als die Diskussion noch über eine zentralistische Lösung war. Also die waren schon durchaus interessiert daran, diesen Prozess zu beschleunigen. Ähm dann hat sich also die Telekom. Beziehungsweise Tochter, mit denen in ähm Verbindung gesetzt und jetzt meldet der die ähm, KV Digital. Ja, also die meisten Labore sehen, weil werden eben sehr unzufrieden mit der Umsetzung der Telekom. Weil die Systeme, die sie da anbieten, nur auf Windows System, laufen, das, was die KV digital eigentlich bauen wollte, hätte systemunabhängig funktioniert und die kriegen ihre beiden Standards zum Übermittlungen von paar Bites irgendwie nicht äh in eine Ebene. Die Telekom sagt. Und das ist, das ist so deutsch, das ist so geil. Also Telekom sagt auf Anfrage, die Entwicklung, eines für beide geeigneten Vertragswerkes, hätte sehr viel Zeit in Anspruch genommen, bei der Laboranbindung ist aber eine geboten, Daher haben wir Überlegungen einer Zusammenarbeit einvernehmlich zurückgestellt. Um das mal, einfach und leihenverständlich zu machen ist, es war wichtig, es musste schnell gehen, also haben wir's gelassen, Ja. Knüller. Und und die KV-Digital sagt, gleichwohl, die KVB.
Tim Pritlove
KBV, es.
Linus Neumann
Kassestliche Bundesvereinigung, bereits zu Beginn der Gespräche ihre Vorstellung der Telekom transparent bekannt gemacht hatte, präsentiert ihr die Telekom, der KBV erst mit erheblichem zeitlichen Verzug und dann mit erheblich anderen Vorstellungen ihre eigenen Vertragsentwürfe. Ähm, genau zu den genauen Differenzen wollen die sich aber nicht äußern. Mit anderen Worten, die uns jetzt einfach gelassen.
Tim Pritlove
Also am Ende sind es Vertragsprobleme. Einen eine, eine Information über das Internet zu übertragen. Ich meine.
Linus Neumann
Könnte ja noch jeder kommt.
Tim Pritlove
Ja, um nochmal diesen technischen Kontext klarzumachen. Alles, wovon wir reden ist, eine Information, die in einem ohnehin schon vollständig digitalen System vorliegt, muss per eines, Ein Aufruf über das Internet, da muss ein ein Paket ein Klick quasi irgendwo gemacht werden, auf einem anderen Server, der sagt, hier Ergebnis, danke, tschüs, So, dann braucht noch nicht mal eine Antwort. Das ist alles. Ja. Oder fällt dir doch irgendwas ein, über sehe ich irgendwas? Also.
Linus Neumann
Na, du musst, du musst ja noch Gedanken darüber machen, dass dass es äh nur autorisierte.
Tim Pritlove
Ja, Login und, und Zertifikat-Peeling und so weiter, aber das ist einfach technische Details, die sind eigentlich gelöst und totale Nobrainer. Am Ende geht es nur dadrum und ehrlich gesagt, ich sehe überhaupt gar nicht, wo man da jetzt klar irgendwie Verträge muss, vielleicht da sein, aber was soll er schon groß drinstehen.
Linus Neumann
Vor allem kannst du dir ganz einfach sagen, ne, dann sagst du halt, ich pass auf. Hier ist unser Peifenskript. Was schon mal auf jeder Plattform läuft, ja, welches Daten in einem bestimmten Format entgegennimmt, und diese Daten an unsere API schickt und dabei mit einem Zertifikat eher einerseits sich selber authentifiziert, andererseits die Gegenstände sicherstellen. So, jetzt. Ähm unser Piffin Skript ist dank verschiedener Librarys in der Lage, die Daten in XML, Jason, CSV und PDF von mir aus entgegenzunehmen, ja. Und ein Fax Interface haben wir auch noch gemacht. So, ne? Ende der Geschichte.
Tim Pritlove
Das ist wirklich absurd. Also es ist einfach das das kann mir einfach keiner erzählen, dass das eine Implementationsphase da länger als eine Woche dauern müsste. Es ist einfach Unsinn.
Linus Neumann
Absolut äh also ich kann es mir, ne? Ach, okay, ist aber jetzt so. Ist so. Ist jetzt so. Und.
Tim Pritlove
Aber es gibt doch Anbindung.
Linus Neumann
Es gibt Anwendung, genau, er hat mir auch einen Arzt, glaube ich, drauf hingesehen, dass jetzt teilweise die Labore wiederum auch ihre, die haben auch dann wieder Apps, sie haben quasi auch ähm. Die haben schon Interfaces für eine digitale Abholung oder Benachrichtigung. Mit anderen Worten, die haben, die gehen auch mit Daten um.
Tim Pritlove
Die auch übers Internet und in Apps rein und so weiter. Es ist alles überhaupt gar kein Thema. Das ist einfach, es ist vollkommen harne Büchen und.
Linus Neumann
Ist ja der Schöne an Standards. Es gibt einfach so viele zur Auswahl. Und deswegen äh ist das jetzt gescheitert. Mehr kann ich jetzt auch nicht sagen. Das äh betrifft, wenn ich das jetzt richtig, ich weiß nicht genau, äh wie viele. Labore hier die äh KV digital äh.
Tim Pritlove
Mit dem Kopf schütteln, was Thesis, sind regelmäßig hervorruft, ja, könntest du wahrscheinlich mehrere tausend Privathaushalte, das Jahr über mit Energie versor.
Linus Neumann
Mit Internet könntest du die vers.
Tim Pritlove
Vielleicht sogar das auch.
Linus Neumann
So, dann gibt's ein weiteres Problem mit der Korona Warn-App. Ähm und zwar auch das äh keins, was wir hier nicht ähm lange im Voraus schon behandelt hätten. Und zwar die Sache, ne, die messgenauigkeit. Ähm. Dieser Bluetooth-Abstandsmessung. Einerseits ist die Bluetooth-Beaken-Technologie dafür gedacht, Abstände, grob über die Dämpfung, also die Schwächung der Signalstärke abschätzen zu können. Die Frage ist, wie genau kann sie das tatsächlich, ja? Die, die ursprüngliche Idee der Anwendung ist ja, eher so eine. Triangulation zur, also du hast mehrere solche bieten, sondern kannst du dich am einfach, ähm, dann musst du gar nicht den genauen Abstand schätzen, zu einem bieten, sondern da du mehrere Hass kannst du einfach die relativen Signalstärken nehmen, um deine Positionen zu bestimmen. Das heißt, da erleichtert dir die, erleichtern dir diese mehreren Signale, dann, eine einfachere und eine genauere Positionierung. Bei der Chorona Warnapp ist jeder bieten einzeln und du hast die ehrenvolle Aufgabe, den Abstand zu schätzen und es gibt aber natürlich dabei so Schwierigkeiten wie Körper ist aus Wasser, ne, wenn der dazwischen ist, hast du eine andere Empfangsstärke bei zwei Komma vier Gigahertz, als wenn der nicht dazwischen ist und so weiter. Es gibt eine Reihe an Problemen. Das war klar, ähm deswegen hatte ja auch damals noch unter Planung der ähm der zentralen Lösung. Dieses Konglomerat sich Initial auch darum bemüht, ne, eine Lösung dafür zu finden, möglichst viele Messwerte zu finden, um eine den Real Bedingungen angepasste ähm Schätzung, bestenfalls vornehmen zu können. Es scheint, dass der größere Teil dieses Wissens zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht in die App eingeflossen ist. Ähm zum Beispiel habe ich ja jetzt auch, auch das war etwas, was wir erwähnt hat, ne? Es wäre mit mit unter Umständen gar nicht so blöd, wenn man die App auch sagen könnte, du passt mal auf, jetzt bin ich in die nächsten paar Stunden bin ich in einem Zug, ändere vielleicht deine Fresh Holz, für die Erfassung entsprechend oder äh Tim träumt ja immer noch vom Stadionbesuch, ne? Ähm und so weiter und so fort, ja? All das äh hat irgendwie nicht stattgefunden. Und jetzt hat äh haben irische Forscherinnen vom äh in Dublin mal sich in eine Tram gesetzt und haben untergleichen unter kontrollierten Bedingungen da mal Corona Warn-App-Tests gemacht. Und zwar haben die sich in gleichen Positionierungen. Mit gleichen Geräten äh allerdings also immer das gleiche Gerät, um Unterschiede in der äh Bluetooth Flow Energy Ausstattung zu vermeiden und äh nur Android Geräte. In diese Tram gesetzt und haben sind damit rumgefahren, haben sich nachher die Ergebnisse angeschaut, was diese App da geliefert hat. Und haben gesagt, na ja, es gab tatsächlich Schwankungen der Signalstärke, um mehr als zehn Dezibel, obwohl alle einfach nur an Ort und. Ähm Stelle saßen. Und ähm kommen zu dem Ergebnis, unsere Messung zeigen an, dass es kaum. Nur geringe bis keine Korrelation zwischen der Empfangsstärke und der tatsächlichen Distanz zwischen den Individuen gibt, Sie haben dann außerdem die Detection Rools, also die die Detektionsregeln der italienischen Schweizer und deutschen Apps verglichen und festgestellt, dass die, Schweizer und Deutschen im Prinzip gar keine Export Exportier Notification triggern. Die haben also immer gesagt, hier ist mir keiner nahe gekommen, weil sie eben etwas höhere. Schwellwerte hatten dafür zu sagen, mir ist jemand nah, während die italienischen zwar Meldungen ausgegeben haben. Aber eine ähm. Nur fünfzig Prozent positiv haben. Mit anderen Worten, deren Sensitivität ist. Zwar hochgegangen, aber die ähm die genauso. Mit anderen Worten, es lag nicht an der Schwelle. Sondern auch wenn du die Schwellen anders setzt, ist das Signal einfach nicht conclusive. Ähm tja, das ist äh. Eine schlechte Nachricht erstmal für die Idee des Fahren im Zugs. Jetzt muss man aber sagen, das liegt daran, dass dieser Zug eben ein Metallkäfig ist. Und was du, äh eigentlich gerne hättest, wäre, dass ähm dass du Prinzip über alle alarmiert wirst, ne? Also. Ich denke, dass dass der Zug der als eine andere Situation wahrgenommen werden müsste, als das, was die Forscherinnen und Forscher hier nämlich sagen, dass sie die letztendlich halt sagen, okay, wir bleiben hier bei dieser ganzen Abstandssache und so. Also, was gibt's für Auswege? Ich denke, einerseits hm, dass man, dass die App Situation erkennt oder manuell beigebracht bekommt und dann eben unterschiedliche Schwellwerte heranzieht. Ne oder unterschiedliche Modelle der Alarmierung oder dass man auch dieser Vorschlag kam schon von einigen Hörerinnen und Hörern auch in den Kommentaren, dass man für bestimmte Locations. Spezifische Biken setzt, die sich die App unter allen Umständen merkt. Ne, also, dass du sagst, das Restaurant sendet einen spezifischen Beaken mit einem einen gleichbleibenden Bieten mit einem bestimmten Bit, wo die App sagt, alles klar, den speichere ich auf jeden Fall und zwar, egal, wie stark der jetzt war, ähm Nachteil ist, du hast ja hier keine zwei Wege authentifizierung, das heißt, du könntest quasi diese massenhaft fälschen und damit irgendwie Geräte zuballern, ja.
Tim Pritlove
Ja, das ist äh hat nochmal so ein paar Tätigkeiten. Ich will nochmal kurz was zu dieser Bluetooth-Geschichte sagen, dann können wir uns vielleicht auch nochmal drüber unterhalten, wie ähm ob ob hier unter Umständen auch einen Kurs wechsel, ähm nötig ist. Jetzt ist es ja so. Diese ganze Idee mit mir darf keiner zu nahe kommen und wenn ich jemanden, wenn jemand so und so lange neben mir steht, in einer bestimmten Zeit und und und ne, dann bin ich irgendwie gefährde. Das ja? Ja genau. Das ist ja quasi eine Annahme von Anfang dieser Pandemie, und mittlerweile haben wir ja auch eine neue Erkenntnislage und wir haben halt gesehen, das Problem ist, vor allem ein Drinnenproblem. Ja. Ich glaube, es gibt so Faktor zwanzig zu eins, Infektionen, Innenräume und ähm außen, jetzt mal schauen, was, diese Sommersaison jetzt sozusagen nochmal an ähm Erkenntnissen gibt, weil jetzt waren ja eigentlich viele Leute draußen, aber vielleicht waren halt einfach trotzdem auch Leute wieder drin, weil sie sich einer Kantine aufgehalten haben. Restaurants, et cetera, ich habe keine Ahnung. Oder sie haben mal dann doch zu nah aneinander rumgesessen, obwohl's draußen war, und dann ist halt vielleicht auch was passiert und da hätte es ja dann auch theoretisch helfen können. Also ich glaube auch immer noch, dass das helfen kann, das mal ganz. Diese ähm Geschichte mit der richtigen Einschätzung, des Abstands ist im Übrigen auch ein durchaus bekanntes Problem und zwar ähm eigentlich auch nur bei Android, das hat damit zu tun, dass das Betriebssystem und die Telefone, auf denen das Betriebssystem läuft ja nicht vom selben Hersteller sind und von daher relativ wenig Kenntnisse darüber vorlagen, wie so die Radioeigenschaften dieser Geräte, denn nun wirklich ganz konkret ist, Ich habe ähm, es gibt äh einerseits an der äh TU Berlin gab's eine Gruppe, die daran auch nochmal massiv geforscht hat und die auch so ein ähm, äh Anmerkungen, also selber getestet, hart und auch Vorschläge gemacht hat, die auch teilweise übernommen worden sind und dass auch bei Google, ähm, hm mittlerweile Anpassungen vorgenommen worden sind. Das heißt, die, ähm Notification, das Framework, was über den Google Playstore ausgeliefert wird, auf den Android-Telefon, wo sich dann die einklinkt. Enthalten tatsächlich konkrete Profile für die einzelnen Telefone, die permanent aktualisiert, also es ist sozusagen auch ein Prozess, der im Idealfall sich laufend verbessert weil über entsprechende Crowdsourcing und äh andere Forschungswege äh diese Informationen halt jetzt erstmalig so in dieser Detailtiefe überhaupt erfasst worden sind Aber trotzdem, gerade so Situationen wie Zug, et cetera, alles, was halt schlecht belüftet ist da ist es dann irgendwo auch egal, ob jemand zehn Meter von dir wegsetzt, äh oder so, da greift dann einfach dieser Faktor nicht. Und jetzt ist natürlich die Frage, kann man entweder, das ja so ein bisschen die Idee, die hinter diesem, Location Beakons äh steckt. Kann man dafür sorgen, dass die App eine Vorstellung davon hat, ob man sich in einem Innenraum befindet? Also sozusagen in einem Ort erhöhter, Bedrohung, sage ich mal, ja? Ähm, das könnte man ja dadurch äh quasi triggern. Ähm und sie dann eben an einer anderen Bewertung durchführt. Dieser äh vorliegenden Daten, also was wir letztlich sehen, fällt mir ein bisschen schwer jetzt auf dieses Konzept dadurch äh groß reinzuhacken, aber natürlich viele Leute so, ja, haben wir ja gleich gesagt, keine Ahnung, ist nichts bringen und äh wenn wir das zentrale System verwendet hätten, dann hätten wir ja viel mehr gewusst, so weiter so Unsinn, weil diese Problematik betrifft tägliches Modell.
Linus Neumann
Ja, dass es äh genau das ist, äh hören wir auf.
Tim Pritlove
Wir, wir befinden uns in einem Prozess, seit zwei Monaten laufen, läuft die Kroner Warnheip und auch äh weltweit ist ja auch die Verbreitung ist ja auch nicht so, man muss sagen, das habe ich etwas unterschätzt zum Beispiel, wie wenig die USA auf dieses Modell gegangen ist, also da kommen jetzt erst. In den ersten Staaten wirklich die Apps raus, Das heißt, diese ganze Informationsgewinnung ist eigentlich im Wesentlichen eine europäische Geschichte. Wundert jetzt insofern nicht, als dass das ja auch alles von Europa aus angestoßen wurde, von der Schweiz, et cetera, Deutschland, aber trotzdem hätte ich mir äh, gedacht, gerade wo die Krise so stark ist in USA, ja. Äh und die Leute ja auch, sagen wir mal, etwas, anderes Verhältnis zu dieser ganzen Datenschutzdiskussion haben im Mittel dass äh das etwas schneller vorangehen würde, ist nunmal nicht passiert und deswegen findet das jetzt noch statt. Und ich vermute, wir werden da auch noch neue Vorschläge bekommen, wie sich das Ganze verbessern lässt. Ich sage das jetzt deshalb, weil ich jetzt auch nicht so die Botschaft rausgeben will, das hat jetzt alles nichts gebracht, sondern das kann immer noch hilfreich sein, kann auch sein, dass wir am Ende feststellen, das war für nichts ausschlaggebend. Trotzdem. Mittlerweile gibt's siebzehn Komma zwei Millionen Downloads. An der Stelle müsste man vielleicht auch nochmal eine andere Kritik äh machen, weil was mich wirklich ein bisschen stört ist, man hat zwar jetzt diese Corona Warn-App, an diesem Punkt gebracht, der ursprünglich geplant war, aber jetzt habe ich so den Eindruck, tut sich konzeptionell nicht so viel.
Linus Neumann
Ja, das ist das ist der Fehler, ja.
Tim Pritlove
Also es bedarf einfach einer einer fortwährenden, Überdenkung, ob man denn richtig vorgeht und eine entsprechende Anpassung. Ich bin mir sicher, dass es auch Leute gibt, die sich darüber Gedanken machen, aber so der Fokus ist halt äh nicht so sehr da drauf. Und äh hier muss, umgeschaltet werden. Und ich denke, man kann auch von anderen Apps lernen, zum Beispiel die Schweizer, eppe ich mich jetzt gerade nicht vertue, doch das ist, glaube ich, die Schweizer App, die also auch auf dem selben System basiert, zeigt in der App an, Wie viele Leute diese App benutzen? So eine Information gibt es in Deutschland überhaupt nicht. Es gibt nur die Zahl, wie viele Leute haben sie heruntergeladen. Gut, wenn ich die jetzt auf zwei meiner Devices runterlade, sind das halt schon mal zwei Downloads, ne? Und Download heißt ja nicht, sie ist auch wirklich aktiv. Diese Information kann mühelos aus den, aus dem Betrieb heraus gewonnen werden, ohne dass man da eine anonymität äh preisgibt und ich verstehe halt zum Beispiel nicht, warum sowas nicht gemacht wird, um einfach mehr Wellness zu äh schaffen, um das Ding weiter zu pushen.
Linus Neumann
Ich denke, was man zu dieser Studie sagen muss, also mir ist vor allem aufgefallen, was die nicht gemacht haben, ne? Die haben alle ihre Experimente, haben die in dieser Tram gemacht. Und sie haben keinen Vergleich geschaffen, was was ich überhaupt nicht verstehe zu einer Situation in Innenräumen oder draußen, ja? Weil was was im Prinzip einen offenen Faktor lässt, weil sie sagen zwar, okay, in dieser Tram in Dublin hat das Ding jetzt nicht funktioniert. Zumindest nicht so, wie es sollte. Ja, jetzt wäre der Punkt gewesen, hätte es denn außerhalb der Tram funktioniert, da gehe ich eigentlich davon aus, dass sie da Daten haben. Die haben sie aber hier nicht im Verhältnis gesetzt, ja, hätte ja auch sein können, dass sie sagen, funktioniert ohnehin nicht mit dem Telefon, die wir hier haben, hätte ja auch sein können. Und. Ähm der andere Punkt ist, den du gerade gesagt hast, den würde ich hier an dieser Stelle nur nochmal betonen wollen, nämlich, dass ähm. Die Situationzug, es könnte nun sein, dass das. Zwar die die App nicht wie Respekt und Edward heißt funktioniert. Aber es könnte auch sein, dass es für die Situation die adäquate, äh Reaktionen ist, da da du nämlich in diesem Zug, aus irgendwelchen Gründen genug Luft hast, ne? Das wäre also quasi ist es aus Versehen gut ist, dass es nicht funktioniert, ne? Und diese Dinge gehören viel mehr erforscht und da hätte man sich ähm, irgendwie viel, viel mehr Bewegung gewünscht, als die jetzt irgendwie nach dem einmaligen Release dieser App stattgefunden hat, So und das denke ich, ist genau das, was du ja auch gerade schon gesagt hast, so die äh man hat so ein bisschen den Eindruck, dass ähm, als die App dann released war, alle sich einmal in die Hände äh geklatscht haben und dann weitergezogen sind. Und das war von vornherein klar, dass das nicht so gehen würde, Ä
Tim Pritlove
Das zeigt sich ja auch bei dieser Telekom-Geschichte, aber dann einfach der Druck nicht mehr.
Linus Neumann
Genau, der ist jetzt äh genau, das ist jetzt scheiß drau.
Tim Pritlove
Bei der SAP hat so viel richtig gemacht. Und jetzt ist Thesis dabei.
Linus Neumann
Der hat jetzt sich zu sich gesagt, so oh, der Hammer, aber da können wir uns aber, das reicht erstmal für einen Mona. Da kann man noch, da können wir erstmal längere Zeit von zehren. Ähm allerdings auch. Und ich denke, darüber hatten wir auch noch nicht haben wir darüber gesprochen oder nicht. Über die Probleme bei der Hintergrundaktualisierung.
Tim Pritlove
Nein, haben wir noch nicht.
Linus Neumann
Ja, weil dann müssen wir das nämlich auch nochmal erwähnen. Das war und da muss, würde ich sagen, da sind wir dann in dem Bereich, wo man sehr scharfe Kritik üben muss. Und äh das betrifft die Probleme bei der Hintergrundaktualisierung. Ich habe hier in der Sendung auch öfter schon gesagt, ich mich wundere, dass die ganze Zeit immer nur die Anzahl der Downloads berichtet wurde, können ja Leute sein, die sich die zweimal installiert haben, ein neues Handy gekauft haben oder sonst was, ne. Und vor allem, nicht jeder, der es downloadet, hat die App ja potenziell auch tatsächlich aktiviert. Deswegen immer wenn ich gefragt wurde, in den Presseanfragen, insbesondere an den Cars Computerclub, habe ich gesagt, geht zu den Unternehmen hin. Frag die, wie viele Unique Zugriffe in einem freiwählbaren vierundzwanzig Stunden Zeitraum sieh auf die Server haben, wo die, äh Liste der veröffentlichten Codes heruntergeladen werden, weil die App macht das nur, einmal alle vierundzwanzig Stunden. Wenn du es manuell triggerst, dann sagt, kommt dann Counter und die sagt, in vierundzwanzig Stunden darfst du wieder triggern. Das heißt, in einem freiwählbaren Zeitraum von vierundzwanzig Stunden werden alle aktiv genutzten Apps dort, Anfragen. Und diese Zahl wird unter den siebzehn Millionen liegen, die gerade berichtet werden. Und zwar, weil einige vielleicht die App auch wieder runtergeworfen haben und so weiter und so fort. Ganz klare Frage, das ist der Wert, auf den die hätten gucken müssen, Und dann kommt mit sehr starker Verspätung die Meldung, dass eine, dass es bei zwei Herstellern mit so unbedeutenden Namen wie Samsung und ähm Huawei. Probleme gab, mit der Hintergrundaktualisierung. So, jetzt ist das so ein Handy ist in der Tasche und ähm. Der Grund, warum diese Akkus einen Tag halten, ist primär, dass diese Geräte ein sehr, sehr radikal gegen jede Form von Hintergrundaktivität vorgehen. Ne, die verhindern. Ähm was weiß ich, dass, dass irgendwelche Apps im Hintergrund großartig downloaden, die verhindern, dass irgendwelche Apps im Hintergrund großartige Berechnungen, anstellen, die verhindern, dass irgendwelche Apps, wie großartig Daten uploaden, das hat ähm viele Gründe, auch für Privatsphäre und so weiter hat das auch Vorteile, aber es hat vor allem den zentralen Grund, dass der Akku bitte bitte durch den Tag el, ja? Und, Da sind die natürlich äh äußerst ähm äußerst streng. Die Möglichkeiten des Betriebssystemes hier die Apps zu beschneiden. Das hat viele Vorteile, hat aber natürlich einen Nachteil für eine App, die. Davon abhängt, einmal am Tag sich diese Dinger runterzuladen, nämlich diese Codes. Und jetzt war es offenbar so, dass auf dem Android äh in dem Android-Bereich. Die, diese beiden Hersteller, Samsung und ähm nochmal selber geklöppelte. Stromsparmechanismen hatten, die über den Android-Standard hinaus Apps die Hintergrundaktualisierungen, verbieten. Was dazu geführt hat, wenn du diese App auf einem der am Telefon dieser Hersteller hattest, dann ist nach ein paar Tagen. Dieser ähm hat dieser Prozess angeschlagen und hat der App die Hintergrundaktualisierung verboten. Das bedeutet, Du hast keine Notifications mehr bekommen? Und du hättest auch irgendwie, ne, über ein Testergebnis wärst du im Zweifelsfall nicht alarmiert worden.
Tim Pritlove
Bist du dir sicher mit, weil er hat auch gar keinen Playstore und von daher auch gar nicht die Kroner Wahn-App.
Linus Neumann
Und die Eltern doch schon.
Tim Pritlove
Okay, das muss sein, ja.
Linus Neumann
Ähm und das war ein Problem, was. Und da war jetzt die Berichterstattung, na ja, also die Journalisten, ich wurde der Journalist, haben dann verlinkt, auf ein Gitter, wo irgendwie, Leute mit allen möglichen Geräten, sagen ja, irgendwie bei mir aktualisiert sich das nicht im Hintergrund. Und sagte, das Problem ist seit zwei Wochen bekannt. Wo ich jetzt sage, naja, da ist dieser Gitter, habe ich schon, dafür war der zu bunt. Da waren zu viele drin, die sich darüber beschwert haben, ne. Aber das Problem muss sich in den Zugriffszahlen auf diese Server gezeigt haben. Und das Problem war vielleicht nicht wegen des Gitterbisches, aber auch wegen des Gitterbisches und wegen der Zukunftszahlen auf den Server mit Sicherheit bekannt. Und hier wäre eine Sache ganz einfach gewesen, zu sagen mit der Hintergrundaktualisierung über mehrere Tage ist ein bisschen schwierig. Aufruf an die Nutzerin der App, guckt mal einmal am Tag rein. Oder alle zwei und drückt man manuell den Knopf und stellt mal sicher, dass das funktioniert, wir arbeiten dran, das sicherzustellen. Und das haben die nicht getan. Das war dann irgendwie so eine Freitagabend-Bild-Zeitungsmeldung hier auf Android Tutort nicht. Und dann kam, äh, ich glaube, zwei Tage später oder drei Tage später, die Meldung, auf iOS hatten sie auch diese Probleme. Und hier ist wieder, dass diese Probleme auftreten würden. War abzusehen. Hinter im Hintergrund längere Zeit auf so einem Gerät aktiv zu sein, ist eine Herausforderung. Kann dir jeder Entwickler, jede Entwicklerin von Epson Lead von Singen, ne? Wenn man jetzt irgendwie die Podcast-Apps zum Beispiel, haben auch das Problem, wenn die längere Zeit nicht aufgemacht wurden, dann können die nicht mehr im Hintergrund die Megabytes oder Gigabytes an Podcast runterladen. Das ist ein bekanntes Problem, das hätte allen klar sein müssen, und es war zu erwarten, dass man da vor allem mit irgendwelchen selbst gekloppelten Lösungen der Hersteller in dem. Ja doch sehr balkanisierten. Äh Android Ökosystem Probleme bekommt. Das die der Kritikpunkt ist, damit wurde nicht umgegangen und nicht proaktiv. Und da haben sie sich dann zwei ähm, Zu Recht zwei große äh Negativpunkte einfahren können. Nämlich einmal, dass äh dass es auf Android nicht funktionierte und wenn wir hier von Samsung und Huawei reden, reden wir von fünfundsiebzig Prozent Marktanteil oder sowas, ne. Ä. Und dann kurz danach auch noch, dass bei bei Apple, dass die Probleme auftauchen. Ich sage das immer, wer Software macht, weiß, die ist nie fertig, die hat immer Probleme, die äh der verantwortungsvolle Konzern unterscheidet sich von dem anderen dadurch, dass wieder mit umgegangen wird. Und der Umgang mit diesem Problem äh hat nicht stattgefunden.
Tim Pritlove
Genau, ist die Frage, wie man jetzt hier die passenden Buhmänner äh zumailen sollte. Es ist ja nun mal so, diese App ist offiziell eine App des RKI. Und das Problem ist so ein bisschen, das äh haben wir ja auch aus diesem ganzen Umgang mit Datenmaterial, et cetera schon gelernt, so ganz in der digitalen Welt ist das RKI auch noch nicht angekommen, das hatten wir ja schon, mit der Datenspende, also man hat schon eben gemerkt, wie so diese typische deutsche, unbeholfenheit, ähm, sich dort auch abgezeichnet hat, ein Stück weit kann ich das eben auch verstehen oder sagen wir mal, habe ich zumindest ein gewisses Verständnis, nur, das Ding ist, man muss halt so ein Projekt auch wirklich ernsthaft betreiben und nicht nur so Ja, okay, jetzt haben wir das mal gemacht und jetzt ist doch fertig und jetzt halt doch mal ruhig. So und dann warten wir mal, dass das so magisch von sich aus heraus äh Ergebnisse liefert. Nein, da braucht's einfach einen fokussiertes Team, was einfach nichts anderes macht, als. Permanent darüber Gedanken zu machen, ja? Ist das noch das, was unsere Kunden wollen, ja, Die Kunden sind quasi die Gesundheit dieser Gesellschaft. Und äh dass man da aktiv drüber nachdenkt. Ich. Weiß es jetzt auch nicht so ganz genau, ich habe auch so den Eindruck gewonnen, nachdem äh die Hauptarbeit dann geleistet war, sind diese Teams. Nachvollziehbarerweise auch ein bisschen äh verkleinert worden und natürlich arbeiten da Leute noch dran, aber, es braucht einfach eine Dynamik und es braucht in der Regel aber auch eine Dynamik aus der Entwicklung heraus, wo die Leute selber auch solche Sachen feststellen und wo sie die Möglichkeit haben, zu sagen, okay, meiner Meinung nach müssten wir diesen, radikalen Move machen, wie zum Beispiel eben jetzt dieses äh aktuelle Installation, was ja. Implikationen hat, ne, Kot äh geschrieben werden, da müssen Systeme angepasst werden, es wird abgenommen werden, bla, bla, bla, Herr KI muss es eben auch äh decken und das scheint mir so in dieser Form derzeit nicht zu existieren, zumindest nicht in dem Maße, wie es angemessen wäre.
Linus Neumann
Ja. Na ja, sie haben dann, sie haben dann irgendwann äh ein ein Update rausgegeben, aber äh.
Tim Pritlove
Es gibt wohl auch mit einzelnen André, es gibt wohl noch Probleme aussehen, von dir auch schon genannten äh Sachen, dass er einfach, komische Dinge passieren, weil eben Anpassungen an Android, die man so nicht äh sieht, wenn man mit diesem Telefon nicht testet. Es ist unmöglich für ein andere Entwicklerteam heutzutage alle Plattformen zu testen. Ja. Ja, es es ist, es ist sehr wohlmöglich. Alle iPhones, die Apple jemals verkauft hat, äh zu testen, auf den es läuft, weil das ist eine recht überschaubare Zahl, das sind vielleicht so fünf, sechs. Geräte plus äh Varianten davon. Ähm ja, äh so ist es halt.
Linus Neumann
Wir bleiben noch ein bisschen bei Corona Datensammlung, ne.
Tim Pritlove
Ja auch schön.
Linus Neumann
Eine Datensammlung, die er zum Glück an den meisten Orten. Dezentral noch stattfindet, ja. Ähm und sogar nicht digital, ist das Anfertigen von Corona Kontaktlisten an äh Orten, des öffentlichen Zusammentreffens, insbesondere gastronomischen Betrieben, Bars und Restaurants. Ähm, Ich habe ja schon öfter erwähnt, dass ich einige Gastronominnen im Freundeskreis habe, die mir dann schildern, dass, äh brauchen sie mir auch gar nicht zu schildern, das sieht man auch, dass es dann auch zum Beispiel Leute gibt, die sagen, was, ich soll mich hier eintragen und dann gehe ich woanders hin, wo man sich fragt, wo gehst denn du hin? Das ist eine Auflage, die können das, also nach meinem Verständnis, nicht zulässig das nicht zu tun. Kann sein, dass ich da falsch liege. Es ist auf jeden Fall wahrscheinlich ziemlich dumm, das nicht zu tun. Und es ist wahrscheinlich auch ziemlich dumm, sich dort nicht einzutragen, weil letzten Endes würde ich ja so das Versprechen dieser Kontaktlisten eine für mich doch recht relevante Information bekommen, wenn sich herausstellen sollte, dass dieses Etablissement von einer infizierten Person besucht oder äh betrieben wurde, in dem Zeitpunkt, wo ich da die Spülwasserreste äh im Bierglas hatte, ja. Und ähm das ist äh. Schon eine relativ sinnvolle Idee, das zu tun. Funktioniert aber natürlich nur, wenn die Leute motiviert sind, der richtige Daten anzugeben. Und, wenn ich irgendwie einige Läden sehe, die da quasi Papier sparen, und so offener Diener vier Seite zwanzig Leute sich eintragen lassen, mit Name, Adresse, Telefonnummer, E-Mail und so weiter. Dann habe ich auch nur schmalen, schmales Interesse, mich da einzutragen, und wenn ich dann noch lese, das in Bremen Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Hamburg ähm und in Bayern auf diese Listen im Rahmen polizeilicher Maßnahmen zugegriffen wurde. Dann habe ich gar keinen Bock nicht mehr, gar keinen Bock mehr, mich da einzutragen. Und ähm das, ist auch wieder herzlich willkommen in Deutschland, ne, wo ein Schwein, äh wo ein, wo ein Trog ist, da kommen die Schweine, ja? Und sei es nur eine Losezellsammlung, in den äh in den gastronomischen Betrieben, wo dann sofort irgendwie die Polizei ankommt und sagt, ich höre damit, ja? Und das nimmt einem ja wirklich jeden Spaß. Der nimmt dann ja jeden Spaß, sich in so eine Liste einzutragen. Übrigens wollte ich hier an dieser Stelle nochmal die. Anleitung erklären, wie man so etwas macht, Und zwar geht man pro Person oder Tisch oder Gruppe nur einen Zettel, damit ich nicht die Telefonnummer von dem Typen am Nebentisch an den anderen Tisch gebe, ähm man lässt die Leute sich dort eintragen mit, ich denke, eine Kontaktmöglichkeit reicht. Diese sollte natürlich hoffentlich funktionieren. Äh das liegt aber im verantwortungsbereich dieser Person. Danach kommt dieser Zettel in eine Art Urne, wo einfach sichergestellt ist, dass der da nicht offen am Tisch rumliegt. Ähm. Und am Ende des Tages kommt diese Uhr nennt ein Umschlag. Der Umschlag wird versiegelt, wird ein Datum draufgeschrieben. Und wenn vierzehn Tage ähm oben sind, wird dieser Umschlag mit in den Pizzaofen geworfen. Der Dross ist gelutscht. So stelle ich mir das vor und so weiß ich auch, dass das zum Beispiel in mehreren äh Spaces des Chaos Computerclubs gehandhabt wird. Ja, ähm für diejenigen, die keinen Bock haben, da ihre E-Mail-Adresse anzugeben, wäre mein einfachster Rat, geht zu irgend so einem Wegwerf-E-Mail-Anbieter, registriert euch deine Adresse und leitet von der Adress richtet von der Adresse, eine Weiterleitung an eure Richtige ein. Hast du schnell gemacht, das kann jetzt zehn Minuten deines Lebens, kann das kosten dann hast du, was weiß ich, Michi Puk, Korona dreiundzwanzig at Web DE, mit einer Weiterleitung an deine richtige Adresse und den Mist kannst du hinschreiben, wo du willst. Und wenn dann da irgendwann der, der. Der Spam ankommt, dann äh weiß er damit umzugehen.
Tim Pritlove
Ich hätte da ja noch eine Anregung.
Linus Neumann
Oha. Zu Hause bleiben.
Tim Pritlove
Nee, also ich meine, das Problem, Also erstmal muss man auch sagen, ich kenne auch eine ganze Menge äh Restaurants, insbesondere so schnell Restaurants, ähm, wo zwar im Prinzip diese Anmeldepflicht auch existiert, wo sie aber einfach defacto nicht wahrgenommen wird. Dann hast du teilweise eben auch so digitale Lösungen, wo da so ein QR-Code ist, wo der Webseite aufgeht, wo du dann deine Adresse erreicht, ganz schlechte Idee macht sowieso dann auch keiner, aber äh so und das so ein bisschen das Problem, es ist mal wieder zu kompliziert und es hat eben aus verschiedenen, also erstmal. Machen, dann oh wem gebe ich jetzt meine Daten? Gehen die da jetzt mit ordentlich um? Antwort wahrscheinlich nicht was muss ich da jetzt überhaupt drauf schreiben? Warum muss ich so viel hinterlassen? Und dann natürlich so Rahmenprobleme wie ich weiß nicht so als als Frau, kann ich mir zum Beispiel vorstellen, dass man dann irgendwie äh extreme äh Probleme hatte, einfach so, die Daten, nachdem man sowieso die ganze Zeit gefragt wird und die man nicht rausgeben will, an irgendwelche Leute, ja, dann auf einmal so niederschreibt und dann Stalk gegen, keine Ahnung, was für Konsequenzen daraus dann äh vielleicht auch noch drohen, Stellt sich die Frage, gäbe es nicht vielleicht irgendwie eine App. Die alle sowieso schon dabei haben sollten, die so eine Notifizierungssystem im Falle von, es gibt ein Problem irgendwie vorsieht, war da nicht gerade was. Haben wir nämlich gerade bei irgendwas gesprochen.
Linus Neumann
Ja, man könnte das machen.
Tim Pritlove
Warum baut man sowas nicht in diese Kornerwarn-App ein, dass man sagt, okay, ich muss mich hier mal einchecken, dann wird da irgendwie so ein QR-Code äh angezeigt, den haben wir entweder abscannen lassen oder so, dass es quasi, wenn das Digital möglich ist, äh eingesammelt wird oder man kriegt so einen, was weiß ich, zwölf Buchstaben immer vier Zeichen mit Bindestrich getrennt, so einen Code, den schreibt man da drauf, Niemand weiß, wer das ist. Und im Falle einer Kontaktverfolgung, die vom Gesundheitsamt angestrebt wird, kann man diesen Code einfach in das System geben und so, wie man von einem, Test benachrichtigt wird, kann diese App auch sagen, ach übrigens, ruft mal Gesundheitsamt an, da ist was, äh, können sie dich interessieren, das würde so, erstens dazu beitragen, dass mehr Leute diese App installieren, weil auf einmal hat sie wirklich einen täglichen Nutzen. Du würdest die ganze Zeit benutzen und sie würde dir eine ganze Menge ersparen und äh dementsprechend wäre natürlich dann auch der überhaupt zu haben und zu betreiben, sehr viel größer, also aber dann denkt halt, wahrscheinlich mal wieder überhaupt keiner drüber nach, über solche Sin.
Linus Neumann
Unsere Hörerinnen schon. Ich habe von vielen Leuten E-Mails bekommen, die äh also andere Vorstellungen hatten, irgendwie so, man könnte ja an jeden Tisch ein äh, ein Handy von dem Restaurant legen oder so, ne? Brauchst du alles gar nicht, ne? Äh QR-Code des Tages oder ähm hier ähm nimmst halt in den NFC-Karte, die du kurz kennst, irgendwas, ne? Irgendeine ID, dieses, äh, dieser gastronomischen Institution äh die dann nachher in der Lage ist, zu sagen, okay, wir hatten einen Vorfall, in dem Zeitraum und dann geht die entsprechende äh Masters über die gleiche Exportion Notification, wie sonst auch. Das Ding hast du am Whiteboard in einer Viertelstunde mit Buntstiften hingemalt und danach schreibst du ein paar Zeilen Code dafür und bist durch, ne? Und dann kannst du das äh vom Gesundheitsabend. Die die alles gar kein Problem, alles gar kein Problem, ne?
Tim Pritlove
Und die ganze Transparenzdiskussion wäre auch wieder locker abgefangen, weil ist dann alles wieder auf Gitthab und kann öffentlich eingesehen werden und.
Linus Neumann
Ja und vor allem halte ich das auch für die, gerade in im Bereich gastronomischer Betriebe, die äh korrekte Vorgehensweise, weil sag mal so, ich hätte jetzt von der, wenn die App mir sagt, hier irgendwie ähm. Gehen wir mal davon aus, ich wäre in einer Kneipe, Ich sitze draußen auf der einen Seite, der Terrasse und auf der anderen Seite der Terrasse sitzt eine infizierte Person, dieser infizierten Person begegne ich im Laufe des Abends kaum. Die speichelt aber in das gleiche Spülwasser wie ich. So und, ähm das heißt, dass die App diese Sache erfasst, ist äußerst unwahrscheinlich, während. Ähm ne, dass ich nämlich jetzt hier mit den Fresh Holz äh der mit den Schwellwerten der App äh diese über diese Person alarmiert werde, ist äußerst unwahrscheinlich. Wenn die Person jetzt auch noch irgendwie keine Ahnung. Keinen keinen Bock hat äh oder keine Erinnerung hat daran, dass sie in diesem, in dieser Bar war oder sowas oder denkt mit der App ist alles getan. Dann erfahre ich da keine Notifikation. Ich würde sehr viel mehr. Also wenn ich, in einem gastronomischen Betrieb war, wo am gleichen Tag eine Person mit, äh mit äh Auswurf war, dann äh möchte ich das wissen und zwar unerheblich, ob ich der Person nahegekommen bin oder nicht. Und das wäre, das ist ja das, was genau mit diesen Listen abgedeckt werden soll und dat kriegen wir gerade auch wieder, kriegen wir auch gerade wieder verkack, Und da hast du natürlich dann auch noch die die Spezialistin, die dir dann irgendwie vortragen, dass sie dass sie eine Datenerfassung auf Zellen dramatisch finden. Und damit genau das eigentlich nicht, ne? Du könntest ja sogar, wenn die hier meinen Vorschlag mit denen umschlägen, kannst ja sogar noch ergänzen und sagen, pass auf, Leute, wenn ihr nicht, wenn ihr Angst habt, dass wir hier auf die Zettel gucken, dann liegen da vorne auch nochmal Umschläge, könnt ihr euch einen Umschlag nehmen, ja, dann dann schreibt er auf euern Umschlag selber, euer Datum drauf oder was auch immer, ne, damit hier unser, unser lüsternder Kellner, euch abends nicht auf der Liste hat, woran nach Feierabend sich nochmal meldet.
Tim Pritlove
Ja, ich stell's mir halt schöner vor. Ich meine, man könnte so eine Corona äh Waden-App äh Erfassungs, also vielleicht nicht der Name, aber sozusagen so so Corona ähm Melde, Pflicht-App, rausgeben, ja, die eigentlich nichts anderes ist, als so ein QR-Codescanner von der CBA und dann kann halt hier machbar einfach die CBA auf, Kurt, Anzeigen. Wir kennen das ja immer schön hier und wenn man mit äh Frima arbeitet, ist das so eine gängige Tätigkeit, so zeigst du der einzelnen, zeig ich dir meins und so. In dem Fall zeigt man dann nur seins, mal kurz piep und man kann das ja sogar extrem machen, dass man auch sagt, es gibt hier ein ein Eingangsscanner, und Ausgangsscanner in der Hasse auch die Zeit gleich miterfasst, also.
Linus Neumann
Es muss nur wieder, ne? Das, hier haben wir aber leider die gleiche Debatte, wie bei der Korona Warnapp, das System muss halt dezentral gebaut werden, damit sie Leute nutzen wollen. Und was wir stattdessen sehen, ist das, diese ganzen ähm Gastronomie, Full Service anbieter, ähm mal schnell, irgendwelche Kontaktliste klöppeln wir euch auch noch in das System bauen und du dann da auf einmal irgendwelche zentralen Daten äh Haltung hast, unter ähm unklarer ähm, unter unter unklaren Verhältnissen, ne? Das ist das, was wir dann haben, statt die schönen Sachen. Aber wir müssen uns auch noch über den Twitterhack kurz unterhalten.
Tim Pritlove
Der Twitterheck. Oh, das war wirklich lustig.
Linus Neumann
Ist auch schon wieder ein paar Tage hier, aber plötzlich, twitterten so relativ ähm reichweitenstarke Accounts, wie der von Elon Musk ähm. Zur Beiden, ja, ich war nicht auch Warren Buffet oder sowas? Äh, Bill Gates oder wer also Reichweitenstarke, äh, äh, Twitter-Accounts. Äh Twitterten sowas wie ähm ich habe entschieden, dass ich jetzt der Community etwas zurückgeben möchte, Und für die nächste halbe Stunde, äh machen wir das so, wenn du äh ich mache ein Double Bitcoin, wenn du an folgendes Bitcoin-Konto einen Betrag überweist, sende ich dir das das Doppelte zurück, gilt aber nur für die nächste halbe Stunde, also beeilt euch. Eine, also auch wirklich nicht vorstellen kann, wie man so etwas glaubt, ja, dass Elon Musk freiwillig irgendwas irgendjemandem geben würde. Noch dazu in Bitcoin noch dazu das doppelte, also eine eine absolut die die unglaubwürdigste, dümmste Idee, die man haben kann, wenn man die Kontrolle über den Account.
Tim Pritlove
Ich kenne da sogar Leute aus meinem Umfeld, die auf sowas schon vor längerer Zeit mal reingefallen sind.
Linus Neumann
Ja, dann musst du die halt aus deinem Umfeld entfernen.
Tim Pritlove
Ja, das äh. Wie das immer so ist. Nur mitten. Es gibt so Freunde, die machen manchmal auch Unfug, aber man muss sie trotzdem lieb haben.
Linus Neumann
Du musst dir halt einfach von deinem Portemonnaie fernhalten, sagen wir so.
Tim Pritlove
Ja
Linus Neumann
Nein, ähm zu dem äh also während dieses Angebot natürlich äh zu schön ist, um wahr zu sein, muss man natürlich sagen, wenn das jetzt von einem veryfyed Twitter-Account einer äh Person von. Internationaler Bekanntheit kommt, das ist natürlich so das Glaubwürdigste, was du machen kannst für für derartige Scherze. Ähm und immerhin hat, Die Angreiferin oder der an der Angreifer in dem Fall, damit, ich glaube, irgendwas zwischen hundertfünfzig und zweihunderttausend Euro eingenommen, je nachdem, wie der Bitcoin-Kurs gerade bewertet wird. Hatte dann aber auch äh wenige Tage später schon äh die äh Verfolgungsbehörden vor der Tür und ist, soweit ich das inzwischen sehr äh wenn ich geständig dann zumindest durch mehrere Zeugenaussagen belastet. Und was sich dahinter verbirgt, war natürlich die Frage, okay, wie hat es jemand geschafft, diese ganzen Accounts unter seine Kontrolle zu bringen? Stellt sich raus, Twitter hatte so ein, natürlich jeder jede Plattform braucht, irgendwo so ein Admin Interface, in dem halt einfach alles geht, Und dieses Admin Interface bei Twitter hat, ähm ungefähr eintausend Personen hatten darauf Zugriff. Und äh diese Schätzung ungefähr eintausend kommt daher, dass die in einem Slack Kanal waren, wo Nutzername Passwort für diesen Zugang oben gepinnt waren als Message of the day, Und dieser der Angreifer stammte aus einer Szene, die sich für besondere Twitter-Accounts interessiert, insbesondere diejenigen, mit wenigen Zeichen. Und ähm daher steht's, äh steht es Interesse, daran haben, wie man denn in Twitter ins Amt mit Interface kommt. Ja, und ich meine, so so einfältig wie dieses Interesse an Twitter Counts mit einstelligen Zeichen ist, äh so so einfältig war, dann eben auch die Idee, äh diesen Zugriff auszunutzen für diesen Bitcoins Scam, ähm wo man. Froh sein kann, weil er hätte auch die Kontrolle über den Twittercount von Donald Trump gehabt und mit dem.
Tim Pritlove
Da bin ich mir nicht so sicher. Meinst du nicht? Ich hab's nur Vermutung gehört, aber offensichtlich scheinst da nochmal.
Linus Neumann
Sein, dass sie.
Tim Pritlove
Eine besondere Sicherung zu geben.
Linus Neumann
Ähm davon merkt man nichts, weil dieser Account ja trotzdem ein einen schönen Tweet nach dem anderen von sich.
Tim Pritlove
Ja. Ja, nicht die Art von Sicherung, wie sie uns vorschwebt, sondern halt nur.
Linus Neumann
Sagen wir mal so mit, wenn du den Twitter-Account von Elon Musk kontrollierst, kannst du damit auf jeden Fall einen größeren Schaden anrichten als hundertfünfzigtausend Euro.
Tim Pritlove
Unter Garantie, also da hätte man allein schon durch Aktien äh Bettingen wahrscheinlich mehr Geld verdienen können, et cetera.
Linus Neumann
Nö, da hätte also allein die richtigen Aktien zu Schorten äh hätte da äh viel helfen können. Aber okay, egal ähm oder sei es auch nur die Twitter-Aktien zu zu äh zu schauten, aber egal, egal. Ähm, dass die Katastrophe eigentlich hier ist, dass offenbar Credenshits für so einen Gordon Admin Panel in irgendeinem Slack Kanal rumhängen und du nur, eine Angestellteperson bei Twitter irgendwie mittels Social Engineering übernehmen musstest, um Blick in diesen Slack Kanal werfen zu können. Und wenn, da muss man wirklich, da ist Twitter. Tatsächlich, ob wir das wollen oder nicht, eine kritische Infrastruktur für die internationalen Beziehungen. Und das Wirtschaftssystem und dass da die Credentials in ihren Slack Kanal hängen, stimmt ähm mich. Etwas verstimmt mich.
Tim Pritlove
Ja, da würde ein natürlich auch interessieren, inwiefern das quasi jetzt wirklich Firmenresort war, zu der, zu dem Zeitpunkt, ob die äh Abteilung da nicht einfach eigene Strukturen entwickelt hat, von der so keiner so richtig was wusste. In beiden Fällen ist es natürlich äh falsch und scheiße und muss verhindert werden, aber, Solche Geschichten sind ja meistens dann immer relativ einfach.
Linus Neumann
Also äh Credential Sharing schon mal von vornherein für solche Zugänge nicht. Ja? Ohne zweiter Faktor, solche Zugänge nicht.
Tim Pritlove
Klar. Ohne zweiter Faktor. Das muss ja das muss ja auch nicht explizit erlaubt gewesen sein, aber es ist halt auch nicht nennenswert in Forstwort so oder so.
Linus Neumann
Dafür machst du zweite Faktoren, ja, da damit die Leute, die nicht auch noch teilen, ja, aber okay. Das hätte so nicht sein dürfen und jede von diesen tausend Personen hätte spätestens dann, wo sie das sieht, sagen sollen. Ist das das Beste, was wir gemeinsam zu schaffen in der Lage sind, oder können wir hier nach höherem Streben. Und das wäre, das ist offenbar bei Twitter nicht, in der Unternehmenskultur. Also, wir haben Glück gehabt. Wir waren ja gerade schon bei so schön bei illegalen Daten zu griffen, äh der Polizei auf die Chorona Daten. Ähm es ist ja ein äh dann auch noch ein weiteres Problemfeld, was wir hier haben, nämlich der Zugriff auf die Polizeidatenbanken. Ähm seit etwas mehr als zwei Jahren treibt hier in Deutschland eine Person oder mehrere ihr Unwesen mit Drohmails an äh. Ja Personen, die sich nicht in der Öffentlichkeit als stramme, Faschistinnen zu erkennen geben. Ähm die Liste der Zielperson ist lang. Ich kann das gar nicht mehr alles äh vortragen, aber ähm, In Hessen hat das äh spezifisch äh betroffen ähm äh. Die die Familie von vertreten hat, dem ersten Mordopfer der Terrorgruppe, die sich Nationalsozialistische Untergrund genannt hat oder immer noch nennt. Ähm die hessische Fraktionsvorsitzende der Linken, Jasmin Wissler und die Kabarettistin, ideal beider. Und in diesen drei Fällen stammten die Daten, die hier diese NSU Drohmails verwendet haben. Aus Datenabfragen, die über äh diese Datenbanken der Polizei Hessen, stattgefunden haben. Mit anderen Worten, wir haben eine Verbindung zwischen einer Gruppe, die sich in der Nachfolge einer rechtsterroristischen Vereinigung sieht und der hessischen Polizei. Jetzt fragt man sich, wie sind denn da eigentlich so die Gegebenheiten bei der Datenabfrage aus solchen Polizeidatenbanken? Tja, äh seit zweitausendachtzehn gab es in mehr als vierhundert Fällen Ermittlungsverfahren gegen Polizeibedienstete, die hier unrechtmäßige Zugriffe vorgenommen haben? Vierhundert, Und das vor dem Hintergrund, dass sowas eigentlich nie kontrolliert wird. In Hessen wird jedig bei jede, die lediglich bei jeder zweihundertsten Datenabfrage die Begründung der Polizistinnen geprüft. Ja, das heißt, deine Wahrscheinlichkeit ist ein halbes Prozent, dass du in eine Prüfung gerätst, und diese Wahrscheinlichkeit existiert auch erst seit zweitausendneunzehn, wo Hessen das eingeführt hat. In Baden-Württemberg, äh gilt es für jede fünfzigste Abfrage, das heißt, deine Wahrscheinlichkeit ist, bei zwei, von einhundert. Beides immer noch sehr geringe Risiken, was mit anderen Worten bedeutet, du hast einen Freizugriff, ja? Und dieser freizugriffiert nicht nur von ähm möchte gern äh, terroristischen äh Drohtätern verwendet, sondern zum Beispiel auch bekannte Fälle in äh Mecklenburg-Vorpommern, wo Polizisten versucht haben. Sexuelle Kontakte mit minderjährigen anzubahnen, in dem Fall eine fünfzehnjährige, die sich an die Polizei gewandt hat, weil ihre Bilder im Internet veröffentlicht wurden und den Polizisten haben die Bilder wohl auch gefallen. Absoluter Irrsinn, der Datenmissbrauch, der dort stattfindet. Aber gehen sie bitte weiter, es handelt sich ja hier nur um Einzelfälle.
Tim Pritlove
Das Jobpolizisten. Es kann, kann ja nicht kollektiv.
Linus Neumann
Kann man, die kann man jetzt nicht unter Generalverdacht stellen.
Tim Pritlove
Nee, das sind doch immer die Guten.
Linus Neumann
Haben wir ja hier, können wir auch noch kurz erwähnen, machen wir eine andere Stelle, aber nee, weil wir jetzt gerade hier, Weiber ist schon gerade hier über die Polizisten, ne? Ebenfalls diese Studie über Racial Profiling, die in Auftrag gegeben werden sollte, gegen die der Innenminister sicher gewährt hat, weil das ja die Polizei unter einen Generalverdacht stellt.
Tim Pritlove
Es kann ja nicht sein.
Linus Neumann
Ist ja verboten.
Tim Pritlove
Ist ja.
Linus Neumann
Deswegen machen die das nicht, ne? Dann frage ich mich, was alles an Vorratsdaten und so weiter über mich gesammelt wird, wo ähm, wo ich hier unter Generalverdacht gestellt bin, als wenn ich nicht wüsste, was verboten ist und was nicht, will ich ja niemals tun.
Tim Pritlove
Schön fand ich auch den Tweet von Böhmermann irgendwie, ich glaube, von gestern oder so, man fragte so, also warum warum wird man eigentlich immer gleich von von zur Rechtsradikalen auf Twitter so hart angegangen, wenn man mal was Kritisches zur Polizei sagt. Warum eigentlich. Die da was mit zu tun oder was.
Linus Neumann
Ja Ähm Mario Sixes hatte auch noch irgendwie äh.
Tim Pritlove
Idee beider. Kennst du die eigentlich.
Linus Neumann
Leider nicht, ich gucke ja keinen Fernsehen. Gucke ich auch nicht.
Tim Pritlove
Musste auch gar nicht, gibt's auch bei YouTube. Ich empfehle mal was. Weil sie hatte, sie hat also dieses an sich großartig, aber sie hat dann auch noch so ein wunderbares ähm so so eine Zweitidentität. Gillettet Aische. Voil, Auf YouTube musst du gucken, großartig. Okay. Verlinke ich, verlinke ich was sie sagt. Über Grundgesetz. Episch.
Linus Neumann
Äh Mario Sixus äh brachte es noch hier äh gestern schön auf dem Punkt. Polizei. Wer nichts zu verbergen hat, hat auch nichts zu befürchten, ebenfalls die Polizei externe Untersuchungen über Polizeigewalt und Rassismus wären unerhört und stellten uns Beamte unter Generalverdacht. Zuzufügen. Es gibt gerade diese Petition, die wir auch verlinken, die hier diese ähm, äh unabhängige Untersuchungen fordert. Und diese unabhängige Untersuchung kann ja hoffentlich bitte. Die Behauptungen unseres Innenministers, äh unabhängig noch einmal überprüfen und belegen und insofern sollte sich doch der äh Innenminister in keiner Form irgendwie dagegen sperren, ihr seine Zusicherung über die Integrität, der Polizei auch von dritten Unabhängigen noch einmal bestätigen zu lassen. Nicht wahr.
Tim Pritlove
Auf jeden Fall.
Linus Neumann
Dann haben wir äh eine schöne Sache bei Daten zu griffen, betrifft ja den Richtervorbehalt.
Tim Pritlove
Der Sachenumwurm, ne? Da wurde.
Linus Neumann
Ich nenne ihn jetzt, äh, ab jetzt nur noch Richter vorbei, denn ähm. Äh das Landesparlament Berlin äh lässt sich jährlich ähm von der äh Regierung äh über die Telefonüberwachung äh informieren, die von der Polizei vorgenommen wurde, also der Landesregierung. Da gibt's dann so ein PDF. Es hat sich der Andre angeschaut bei Netzpolitik Org und äh hat das mal so ein bisschen verglichen mit den Abfragen der letzten Jahre. Ähm, abhören von SMS nach wie vor rückläufig, weil wer heute noch SMS verwendet, ist wirklich mit einem Klammer äh gepudert. Insgesamt eine halbe Million Gespräche abgehört, das ist ungefähr jede Minute eins. Fünfundzwanzig Prozent der Ermittlungsverfahren wurden mit äh Drogen äh. Also mit Verdacht des Drogenhandels oder sonstigen begründet. Danach folgten. Eigentum und Vermögensdelikte und der Spannende ist. Kein einziger Antrag wurde von den Richterinnen abgelehnt und zwar nicht in dem letzten Jahr, sondern in den letzten zwölf Jahren. Der mit zwölf Jahren keinen einzigen Antrag auf äh Telekommunikationsüberwachung abgelehnt, Richter vor. Zack, bumm, das ist die schnellste Markt, die so eine Richterin verdienen kann, irgendwie schnell stempeln, ne? Weil wir haben das hier auch tausendmal behandelt, den Antrag abzulehnen, macht Ärger, dem Antrag statt zu geben, ist schnell getan und der Stapel vom Papier, ist hoch.
Tim Pritlove
Die kommen auch immer Freitagnachmittag.
Linus Neumann
Natürlich. Ne, Ablehnung müsstest du begründen. Dafür müsstest du erstmal den ganzen Quatsch lesen. Ist viel Papier am Freitagnachmitta.
Tim Pritlove
Ja, das geht nicht. Kurz.
Linus Neumann
Am Golfkurs ist die Schlange lang.
Tim Pritlove
Grad in Zeiten von Korona.
Linus Neumann
Ja. Bleiben wir bei äh Datenabfragen für die Richterinnen, Vorbehalte, von Nöten sind. Und zwar ist es schon etwas länger her, dass in Deutschland die Regelung für die Bestandsdaten Auskunft äh renoviert wurden, nicht allerdings solange, dass wir nicht damals auch schon darüber berichtet hätten. Ähm und zwar. Wird in der Idee, welche Daten man bei so ein Internetprovider oder einem Kommunikationsanbieter abfragen kann. Grundsätzlich unterschieden, ähm in Bestandsdaten und wie heißt das andere Nummer. Äh ähm oh man die die also die Bestandsdaten sind die Stammdaten, um Verkehrsdatenzorr. So, Verkehrstaten, also ähm. Und da wird, äh, da gibt's natürlich Zanke rein, also die grobe Unterscheidung ist, Verkehrsdaten sind das, was du darüber über Mittels, Bestandsdaten ist das, was du dort de facto hinterlegt hast. Ja, also Anschlussinhaberin, Adresse und sonstiges, ja. Und in der äh ich glaube, das war eine Novelle des Gesetzes zu Bestandsdatenauskunft war äh wurden dann zum Beispiel wurde also quasi die Schwellen für eine derartige äh. Für eine derartige Abfrage äh niedriger gesetzt, also mit anderen Worten, welcher welchen Grund für deine Abfrage gibst du als Polizistin an. Und da war das irgendwie, ne? Früher wäre das dann gewesen, was weiß ich, muss ein Strafverfahren sein, muss ein Vorwurf von mindestens folgender Schwere sein. Und das wurde herabgesetzt auf bloße Ordnungswidrigkeiten und ganz allgemein für die Erfüllung der gesetzlichen Aufgaben. Mit anderen Worten, egal, was du als äh Polizistin gerade tust, ja? Weil, wenn das irgendwie grob noch mit der Erfüllung deiner gesetzlichen Aufgaben gerechtfertigt werden kann, konntest du eine Bestandsdatenauskunft vornehmen, das heißt, jede ähm Polizistin konnte jetzt mehr oder weniger einfach mal einen Reverse-Look auf eine Telefonnummer machen. Ja, außerdem ähm, war das hier, äh, so war das auch, äh, zum Beispiel, Klartext, Passwörter, zum Beispiel von E-Mails, Pass äh, Postfächern, Pin und Pucknummern, von Handys abgefragt, hätten werden können, so. Dagegen haben sich zwanzig dreizehn Katharina Nokon und Patrick Breyer, gewendet, die Erstbeschwerdeführerin waren äh und sechstausenddreihundert Bürgerinnen und Bürger haben sich dieser Verfassungsbeschwerde gegen diese Form der Bestandsdaten Auskunft angeschlossen. Und haben eben gesagt, dieses äh die Argumentation war dieses Gesetz ist unklar, unverhältnismäßig weitreichend und widerspricht den eindeutigen Vorgaben des Bundesverfassungsgerichtes, und äh der dieser Einschätzung hat sich das Bundesverfassungsgericht nun auch angeschlossen, das heißt, mit dieser äh Verfassungsbeschwerde, die eben zwanzig, dreizehn erhoben wurde, waren sie jetzt eben gute sechs, sieben Jahre später dann auch, ähm erfolgreich. Jetzt muss man dazu sagen, für die Herausgabe von Passwörtern oder Pin Puk war der Richterin Vorbehalt vorgesehen und ähm. Katharina und Patrick haben damals schon argumentiert, ne? Der ist in der Praxis kein relevanter Schutz und das, was wir gerade hatten, ähm, ist. Äh ein Beleg dafür. Ansonsten gibt's ja auch, ne, diese Gefahr im Vollzug und sonstiges Scherze. Also, das wird neu geregelt werden müssen. Und es zeigt sich hier wieder einmal, das muss man jetzt Patrick Breier spezifisch auch nochmal sagen, das ist jemand, der sich in diese. Ähm ja Paragraphenreiterei und diese zehn Kaugummis reinbeißt und da auch nicht loslässt. Und da ähm teilweise eben, ja Auch sehr lange dranbleibt mit wenn die Themen auch schon längst nicht mehr geeignet sind, sage ich mal, politisches Kapital daraus zu schlagen, weil nach sieben Jahren ist ist der Drops echt gelutscht, ja, da haben sich dann alle dran gewöhnt, da wird ja jetzt keiner mehr Geld für Spenden oder sonst was. Und da der bleibt eben dran, und zieht diese Sachen durch. Ja, das äh gilt für Katharina Nokon sicherlich gleichermaßen, aber Patrick Breier ist eben in der Politik geblieben. Deswegen möchte ich das hier nochmal ähm. So. Die Begründung des Bundesverfassungsgerichts ist die manuelle Bestand, Datenauskunft. Ähm verletzt, das Recht auf Informational, informationelle Selbstbestimmung und das Recht auf die Wahrung des Telekommunikationsgeheimnisses, der Inhaber von Telefon und Internetanschlüss. Das wird also neu geregelt werden müssen. Das ist gut. Und äh ja, kann man wieder nur sagen, das das sind echt diese schweren Bretter, die die in der Politik zu bohren sind, ne.
Tim Pritlove
Ja, höchste Anerkennung für den Einsatz.
Linus Neumann
Dann kommen wir noch ein bisschen zu Kurzmeldungen, würde ich sagen. Und zwar. Ähm hat erinnert sich unsere treuen Hörerinnen sicherlich das äh wir vor einigen Jahren. Ähm Martin Thorsten und ich uns dieses Programm PC Wahl angeschaut haben. Ähm und. Dieses Programm sehr kritisch veräugt hatten und.
Tim Pritlove
Filetiert.
Linus Neumann
Ne? Und dann kam kurz danach oder kurz davor, bin ich mir jetzt gar nicht mehr so sicher. Äh ich weiß nicht mehr genau, ob das schon passiert war oder quasi schon angebannt war, aber dieses PC-Wahl wurde verkauft an die, an das Unternehmen Wort IT. Ich bin mir nicht sicher, ob wir's nachher erst bekannt gegeben haben, weil wir auch immer. Also Wort IT hatte da, wenn ich das äh richtig erinnert, hatte irgendwie sowas wie drei, dreieinhalb Millionen bezahlt, um PC-Wahl zu übernehmen. Und ähm. Ja, ich bin mir relativ sicher, dass das davor war, weil ich weiß, dass ich immer noch darüber gelacht habe, dass nämlich der Typ der PC Wahl eigentlich geschrieben hat, sich ja äh in den Schlaf lachen muss, dass er den schwarzen Peter vorher noch verkauft hat, bevor den das um die Ohren geflogen ist, wie dem auch sei, aber, das Entscheidende ist, hier gibt es eine Monopolbildung, nämlich dieses Unternehmensvot IT. Und dieses Unternehmen Wort IT hat jetzt auch noch, Konkurrenzunternehmen IVU, Elekt übernommen. Und damit kontrolliert diese Wort IT GmbH jetzt. Äh die Wahl auf Gemeinde, Wahlkreis und Länderebene. Dadurch, dass sie, dass dort PC Wahl und der Wortmanager im äh im Einsatz sind. In Bayern ist okay Vote im Einsatz, aber ähm. Also quasi Gemeinde, Wahlkreisländerebene beherrschen die und auf Bundesebene sind sie jetzt ebenfalls das Monopol. Ähm das bedeutet, die gesamte Organisation der gesamte Meldeweg von der einzelnen Gemeinde bis zum bundeswahlleiter ist jetzt in der Hand dieses Unternehmens. Und dat ist nicht gut. Das ist nicht gut. Ähm also nicht nur, weil die. Wirklich keine nennenswerte Qualität liefern, sondern natürlich auch, weil du solche Übernahmen machst, um äh deine Preise anpassen zu können. Und we, du, wie wir immer wieder betont haben, diese kritische Infrastruktur einfach nicht im private Hand haben willst. Wir haben uns damals hingestellt und haben gesagt, geht doch bitte hin, ja, was ihr diesen Unternehmen an Lizenzkosten bezahlt, für diesen ganzen Misst. Wenn ihr das in ein Projekt schaufelt, ja, wo, Die Universitäten der Bundesrepublik Deutschland, ähm die Sicherheitsarchitektur, beisteuern können. Wo die Mathematikerinnen äh die, ähm Auszählungsalgoriten prüfen können, weil es ging ja nicht nur darum. Dass wir damals gesagt haben, hier das Ding ist unsicher und trivial äh zu zu übernehmen, sondern es geht ja auch darum, ist das, was dieses Programm am Ende ausrechnet, überhaupt korrekt, Und da das Programm nichts anderes jemals richtig gemacht hat, stellt sich die Frage, ob das überhaupt eine komplexere Wahl, korrekt auswerten kann. Und wir erinnern uns, wenn wir auch damals darüber berichtet, dass es da ähm Bemühungen gab, das einzusehen oder Outlet-Berichte zu sehen. Diese Software mal zu prüfen, all das findet nicht statt. Und es wäre so, es ist so ein Risiko wieder für das Vertrauen in demokratische Wahlen, so ein Mist zu machen. Ja, es geht gar nicht darum, dass am Ende der Russe die Wahl heckt oder dass dass da am Ende ein Fehler drin ist, sondern dass man es behaupten kann und dem nichts entgegenzusetzen ist.
Tim Pritlove
Vor allem gibt's ja jetzt einen neuen Goldstandard, wie das zu laufen hat.
Linus Neumann
Äh da müsste es nämlich drüber aufklären.
Tim Pritlove
Naja, wie es bei der Chorona Warnheim gelaufen ist, ich meine, das kann man alles als Open Source offen entwi, äh, dann ist mir auch scheißegal, ob das die Wort-IT GmbH macht oder SAP. Wenn es scheiße ist, dann kriegen sie auch für einen Mütze und äh der ganze Prozess ist offen, zumal man ja hier ohnehin, mit öffentlichen Daten arbeitet. Also es gibt überhaupt gar keinen Grund, das Ganze hier nun zu einem geheimen Weg äh zu verschleiern. Ganz im Gegenteil, man sollte sich darüber Gedanken machen, wie man eben diese Meldung des Wahlkreises, möglichst schnell mit, unterschriebenen digital unterschriebenen Informationen, die öffentlich gepostet werden und so weiter, dann kann das jeder zu jedem Zeitpunkt, mit der kompletten Meldekette, die sowieso, ich meine, was für eine Meldekette, ich meine, es schiebt's dann halt einfach ins Netz, dann steht es da halt rum und dann kann sich das jeder selber zusammenrechnen. Du brauchst diese ganze Software.
Linus Neumann
Du könntest irgendwie so was Schönes machen wie Wahlauswertung, äh dann irgendwie hier Source gleich äh Bundeswahlleiter DE Slash Bundestagswahl zwanzig dreiundzwanzig oder was auch immer.
Tim Pritlove
Und alle Korrekturen, die später noch gemacht werden, weil irgendwas falsch ausgezählt wurde, et cetera, sind dann auch transparent drin und das kannst du auch sehen. Vorher, nachher, Pipapo, alles, ein gelöstes Problem und im Prinzip brauchst diese ganzen Unternehmen nicht. Und das Problem ist auch, jetzt, wo die immer ein bisschen größer werden. Hi Christian, haben sie halt immer mehr Mitarbeiter und dann haben sie immer mehr Einfluss und dann haben sie immer mehr irgen Kontakte und haben wir schon doch schon immer so gemacht und jetzt haben wir aber unsere äh Mitarbeiter aber dadrauf geschult und was das hier dann alles wieder kostet, wenn wir was anderes nehmen und so, also man sieht dann immer wieder schnell wie dann so dieser Status quo auch eingefroren wird und solche Unternehmen dann einfach so, einfach, weil sie schon immer da waren, äh argumentieren können, dass sie auch weiterhin da bleiben sollten, weil es ja hier auch irgendwie wichtig.
Linus Neumann
Und wenn das Open Source ist, kannst du jede Änderung daran. Na, irgendwie als äh als Kleinstprojekt vergeben, kannst du sagen, hier, wer das macht, kannste sagen, so, für jede Änderung, es ist wieder die Konkurrenz unter den Coderinnen und Codern dieser Welt geöffnet und wenn die scheiß Qualität liefern, wird das durch die Weltöffentlichkeit auditiert und, und, und, könnte man so schöne Dinge machen, Man könnte so schöne Dinge machen. Aber nein, aber nein, wir machen das lieber, wenn man das lieber anders.
Tim Pritlove
Ja, und vor allem, wir könnten auch weiterhin mal den Vorreiter spielen in der Abteilung transparente Wahlen, weil ich meine, wir sehen ja nun auch gerade, wie es in USA abgeht Ja, da, also die Attacke auf das Mehlsystem ist ja nur das eine und, alberne Kram, mit Botared Gesträchen, aber was mich immer noch wieder schockiert ist, dass sie einfach jetzt auf diese Wahl zu gehen, mit so einer Grundhaltung, mit na ja, alle werden dann kommen, alle werden dann wählen. Und dann werden wir ja sehen, was die Wahrheit ist. Ja, ihr wählt auf Wahlcomputern so, ihr thematisiert es einfach mal genau überhaupt gar nicht, obwohl vor vier Jahren euch irgendwie da schon klar war, dass da so Leute dran rumhacken.
Linus Neumann
Weil sie sagen, denen werden gerade die Briefkästen abmontiert, ne? Also die haben noch gerade ein anderes Thema, um das sie sich kümmern.
Tim Pritlove
Ja klar, aber es ist halt äh Gesamtprobleme. Man muss sich halt darüber Gedanken machen, wie das insgesamt äh organisiert wird. Wie macht man die? Wahl wie macht man die Wahl transparent? Wie nutzt man die digitalen Möglichkeiten, ohne sich damit neue Probleme einzutreten et cetera PP und das äh ob liegt meiner Auffassung nach Deutschland. Hier so ein äh Weltmodell mal zu entwickeln und zu sagen, so hier, weil so wenn Wal dann aber bitte mal so. Und dann kriegt er auch stabile Gesellschaften und nicht diesen Scheißer.
Linus Neumann
Kommen wir zur letzten Kurzmeldung vor den Jobangeboten. Ähm, Max Schranz war ja hier schon ähm vor zwei Sendungen zu Gast und hat mir erklärt, was da mit den Standardvertragsklauseln und dem Privacy schielt, passiert ist, nämlich. Da sie beide nicht mehr als rechtliche Grundlage für ein. Datentransfer in die USA herangezogen werden können und ähm jetzt haben sie folgendes gemacht, die haben auf den wichtigsten Webseiten, in jedem EU-Mitgliedsstaat, eine schnelle Suche durchgeführt, ob dort Google Analytics oder Facebook Connect eingebunden wird. Und, ähm dann haben sie bei den zuständigen Aufsichtsbehörden jeweils eine Beschwerde eingereicht. Einhundertein Stück an der Zahl. Mit der Begründung, dass die Ausleitung dieser Daten für den Betrieb dieser Seite nicht nötig ist, nicht nur deswegen, ne, gibt's keine, kein Grund, das zu tun und äh sagen, ja, es gibt eben keine gültige Rechtsgrundlage mehr für diesen Datenpreis Transfer, weil der weder nach Privacy schielt oder, also weil der sich entweder auf den Privates steht oder auf die Steinardvertragstage so bezogen hat, die sind ungültig, deswegen gibt's keine Rechtsgrundlage dafür, zweitens gibt's diese US-Überwachungsgesetze, Drittens ist es nicht notwendig, vielen Dank. Könnt ihr mit aufhören, ja? Und ähm ja, dann haben sie noch eine Beschwerde äh über Google und Facebook äh losgeworden, weil sie diese Daten überhaupt akzeptieren unter Verletzungen der DSGVO, weil das hätten die auch nicht gedurft. Die hätten im Prinzip jetzt seitdem in die Rechtsrundanlage weg ist, sagen müssen, alles klar, äh Wir müssen jetzt unsere äh APIs da dicht machen. Ja, Ende vom. Ja.
Tim Pritlove
Das ist auch echt so ein Terrier, ey. Beißt sich da einfach in die Haxen und lässt nicht mehr los. Was könnte.
Linus Neumann
Er muss ja. Was soll er denn machen.
Tim Pritlove
Ja seine Art ist meinst du oder was.
Linus Neumann
Verboten.
Tim Pritlove
Ja.
Linus Neumann
So, dann kommen wir ähm zum letzten Punkt heute, und zwar haben wir unsere Freunde von der digitalen Gesellschaft, uns gebe. Ähm darauf aufmerksam zu machen, dass dort gerade eine Stelle ausgeschrieben ist und zwar nichts anderes als die Leitung, der Geschäftsstelle, dafür wird eine Person in Vollzeit oder zwei Personen in Teilzeit, gesucht und die Aufgaben sind, ja, für eine funktionierende Vereinsverwaltung sorgen, ja, inklusive äh Mitglieder, Spenden, Finanzverwaltung. Koordination mit Steuer und Lohnbüro, aber vor allem natürlich das Planen koordinieren der Veranstaltung, wie zum Beispiel den netzpolitischen Abend, Fundraising, und die Weiterentwicklung der Organisation. Ich denke, insbesondere, was die Weiterentwicklung der Organisation angeht, äh hat die Stelle hier ähm viele Freiheitsgrade. Ja, ähm die digitale Gesellschaft stand auch schon mal besser da, und ähm entsprechend kann man hier mit Gestaltungswillen auch viel machen, weil man ja eine mächtige. Marke und ein gutes Team hat, was äh glaube ich auf was wieder ausgebaut werden kann und sollte, also hier gibt's eine Stelle, denke ich, mit, ähm Gestaltungsprotestpotential, natürlich auch dem Formulieren von Positionen, Stellungnahmen, Presseinformationen. Ähm und die Öffentlichkeitsarbeit. Ja, ich denke, das ist hier eine Stelle mit sehr viel, ähm Freiheitsgraden, die einer ähm Person, die diese Gestaltungsmöglichkeiten nutzen möchte, äh für eine Person, die diese Geschaltungsmöglichkeit nutzen möchte, sicherlich interessant ist. Äh Bewerbung bitte bis zum vierundzwanzigsten achten, das ist es in wenigen Tagen. Ähm aber ich kann mir vorstellen, dass hier unter Umständen auch, eine gnädige Nachfrist gewährt werden könnte. Ähm PGP-Schlüssel äh wird angegeben. Wir haben die Stellenausschreibung bei uns, in den Shownotes verlinkt.
Tim Pritlove
Ja, das bringt uns zu einem anderen schon lange nicht mehr gehört, ein Segment, eine wichtigen Termin.
Aux
Linus Neumann
Und zwar hat sich ja der Chaos-Computerclub beziehungsweise Teile der Veranstaltungsorga dazu entschieden, die nun gerade reihenweise als Präsenzveranstaltung ausfallenden Termine wie den Isterhack, durch online Veranstaltungen zu kompensieren, dass digital verteilte Online-Chaos, also dass die Wok. Es gab das äh Divok Home Lounge im Mai, es gab ja Stever Kind, Service im April und es wird jetzt vom vierten bis sechsten September das geben. Ähm. Wie gesagt, ein Online-Event, das sich anstrengend auch als Communityversammlung dienen zu können. Website ist dieselbe wie bisher, die Punkt C drei Wok Punkt DE und ähm könnt euch da ja schon mal. So ein bisschen eingrooven.
Tim Pritlove
Right. Das bedeutet, wir kommen zum Ende der Sendung.
Linus Neumann
Wir kommen zum Ende der Sendung und das bedeutet, ich danke. Soll ich machen. Ich danke, Jonas, Update Kader, Volkmar, Christian und Svenne, die mich auch hier in den in der Durststrecke ohne Sendung äh nicht vergessen haben und äh, grüße freundlich zurück.
Tim Pritlove
Genau. Und wir bedanken uns natürlich auch bei allen anderen, die uns nicht äh vergessen haben, durch regelmäßige Spendenunterstützen und äh, immer wieder aufmunternde Kommentare liefern und auch von so einer Sommerpause nicht äh als so frustriert sind. Aber jetzt geht's wieder weiter und jetzt wird äh auch wieder geliefert. Wie zu unserer Art ist.
Linus Neumann
Ja. Tragt schön eure Masken. Er ist ungefähr die geringste Einschränkung, die euch für die nächsten Monate bevorsteht, wenn ich das mal so freundlich sagen.
Tim Pritlove
Genau, auch nochmal ein Prozent Akku für die Corona Warn-App. Spendieren kann auch nicht schaden und so und dann schauen wir mal, ob äh die Goldenen zwanziger, nicht vielleicht doch noch ihren Ruf.
Linus Neumann
Wir haben oft mit deinen goldenen zwanz.
Tim Pritlove
Wieso? Da war doch auch Depression und so weiter und danach wurde nur noch gefeiert.
Linus Neumann
Wann? Wann war das? Wann kommt das? Zwanzig, dreiundzwanzig oder wann.
Tim Pritlove
Es kommt in dem Moment, wo du nicht mehr damit rechnest.
Linus Neumann
Der war schon längst.
Tim Pritlove
Okay. Tschüss, Leute, bis bald.
Linus Neumann
Okay. Haltet die Ohren steif und die Masken über der Nase. Bis denn.
Aux

Shownotes

Trump vs. TikTok

Corona-App

CWA: Anbindung der Labore nach wie vor problematisch

CWA: Probleme mit Messungen im ÖPNV

CWA: Probleme mit Hintergrundaktualisierung

Corona-Kontaktlisten

Twitter-Hack

Illegale Zugriffe auf Polizeidatenbanken

Richtervorbehaaahahhaaa

Bestandsdaten

voteIT hat ivu.elect übernommen

noyb: 101 Beschwerden wegen illegaler Datentransfers

Digitale Gesellschaft sucht Leitung

Termine

Bonus Track

34 Gedanken zu „LNP356 Gesegneter Entscheidungswahn

  1. Hallo Jungs,
    wie so oft, wenn ihr über die öffentliche IT sprecht, habt ihr eher nur halb recherchiert.
    Die Vote IT ist eine Kooperation von einigen öffentlichen Softwareherstellern und das Produkt wird unter unterschiedlichen Namen von den verschiedenen Teilhabern vermarktet.
    Die Software ist neu geschrieben und der Code von PC Wahl ist nicht Bestandteil.
    Bei weiteren Fragen könnt ihr mich fragen.
    Viele Grüße
    Torsten (eGovernment Podcast)

  2. Hallo :)
    Ihr habt in dieser Folge zu der Corona-App gesagt, dass ihr die Anzahl der Begegnungen angezeigt bekommt. Hier scheint sich die iOS-Version von der Android Version zu unterscheiden; zumindest findet sich auf meiner App eine solche Angabe nicht. Es wird lediglich in der Google-Schnittstelle (auf Samsung „COVID-19 Benachrichtigungen“) angezeigt, wie viele Schlüssel überprüft / heruntergeladen wurden. Hier ist mir nicht ganz klar was genau gemeint ist. Ob es sich z.B. um die Anzahl der selber über Bluetooth empfangenen Schlüssel, um die vom Server heruntergeladenen oder um die überprüften Schlüssel handelt.

    Ich wundere mich über eure Aussage zur Erkennung der Installationen. Falls ihr das nochmal erläutern könntet wäre das schön :) Ihr sagtet, dass man hier die Verbindungen zu den Servern eindeutig identifizieren sollte. Mir ist nicht klar in wie fern das mit einer anonymen App konform gehen soll, da man ja nun eine eindeutige ID benötigt, um dies zuverlässig unterscheiden zu können. Zumindest sind die Daten die auf TCP/IP ebene übermittelt werden meines Wissens nach für gewöhnlich kein zuverlässiges Mittel zum identifizieren von Nutzern.

    • Das habe ich in der Sendung versucht zu erklären: jede funktionierende App ruft ein einziges Mal in 24 Stunden die Daten ab.
      In einem beliebigen Zeitraum von 24 Stunden hast du also exakt so viele Zugriffe wie aktive Apps (und ein paar interessierte, die auch so mal auf diese API zugreifen)

  3. Wollte nur anmerken, daß sich „Anträge ablehnen gibt Ärger“ (Thema Richtervorbehalt) ein bißchen irreführend anhört. Als ob eine Ablehnung oder eine zu hohe Quote an Ablehnungen dazu führt, daß man sich als Richter rechtfertigen müßte oder gar bestraft würde.
    Wenn ich mich recht erinnere, hat Ulf zu dem Thema mal aus erster Hand erzählt, daß er durchaus Anträge (da ging es um Durchsuchungs- bzw. Beschlagnahmebeschlüsse) abgelehnt hatte und gerade _nie_ „Ärger“ deswegen gehabt hatte. Da würde ich doch zunächst mal annehmen, daß dies für Anträge betreffend Telefonüberwachung etc. ebenso ist.

  4. Was ihr zur Laboranbindung erzählt habt war so nicht ganz richtig.
    Damit das System auf Laborseite funktioniert muss eben nicht nur die Anbindung an die Telekom-Cloud stattfinden.
    Die neue UUID gab es ja so vorher nicht. Es müssen also auch mindestens die Scannsysteme und die Datenbanksysteme des Laborinformationssystems selbst angepasst werden. Die Scannsysteme müssen die UUID aus dem neuen schönen Muster 10c/ OEGD auch auslesen können und auch die Datenbanken müssen die UUID entgegennehmen können und dann mit Ergebnis an die Software der Telekom übergeben können. In einem späteren Schritt werden auch die elektronischen Order-Entry Systeme angepasst. Es geht also darum das mehrere Softwarekomponenten angepasst werden müssen, die selbstverständlich oft von verschiedenen Herstellern/Dienstleistern stammen. Das muss nebenbei so funktionieren das der Produktivbetrieb nicht in Gefahr gerät durch Softwarefehler lahmgelegt zu werden oder ähnliches. So etwas wäre weitaus schlimmer als eine langsame Umsetzung. Daher dürfte die Begeisterung irgendwelche wilden „Hacks“ eher gering sein. Das alles ist natürlich kein Hexenwerk, es müssen aber schon Veränderungen an den Kernsystemen vorgenommen werden. Man kann also immer noch zu dem Ergebnis kommen das der ganze Spaß zu lange dauert, aber eure Vorstellungen haben mit der Realität eher wenig zu tun.
    Die Labore waren auch erheblich zurückhaltender was den Zeitrahmen angeht.
    Hier nochmal die inzwischen 2 Monate alte Stellungnahme der Labore dazu:
    https://www.alm-ev.de/files/site-files/Corona/Corona-Warn-App-Status-Laboranbindung-180620.pdf

    Da ich mir nicht ganz sicher bin ob euch das klar ist, noch eine kurze Anmerkung. Ob derjenige der die Probe beim Patienten abnimmt das Muster 10c verwendet, hat exakt nichts damit zu tun ob das Labor das diese Probe bekommt etwas mit der UUID anfragen kann bzw. an die Telekom angebunden ist. Wenn also der Pat einen schönen Zettel mit QR-Code bekommt und diesen brav scannt heißt das noch lange nicht das da auf der Laborseite irgendwas mit der UUID passiert. Das erklärt einige der Leute die sich wundern das ihr Ergebnis in der App nicht erscheint. In den einigen Fällen wird das Labor den QR-Code schlicht ignoriert haben weil die Komponenten noch nicht laufen.

    • Danke für die Ausführungen und das verlinkte Dokument.

      Sicherlich müssen verschiedene Komponenten angepasst werden, aber am Ende des Tages reden wir immer noch von der Einführung einer (!) UUID in den bereits komplett durchdigitalisierten Prozess. Keine der angeführten Technologien wie UUID-Generierung, DB-Felder und das erzeugen und lesen QR-Codes stellen für sich eine besondere technische Herausforderung dar.

      Das ist, wie Du ja auch selbst sagst, kein Hexenwerk. Wenn sich die „Akkreditierten Labore“ selbst als „Treiber der Digitalisierung“ verstehen (wie in dem verlinkten Dokument geschrieben), sollte das auch zügig umsetzbar sein.

      Dass es hier auch mehr als eine Woche sein kann und darf ist mir natürlich auch klar (die Einschätzung, dass es „nicht so schwer sein kann“ bezog auch eher konkret auf die eigentliche Übermittlung), aber nach zwei Monaten darf man in so einer Situation auch langsam mal auf Verzug pochen und da sind die Labore genauso gefordert wie T-Systems.

      In der Zeit in der Tesla mal eben ein sechstel Automobilwerk aus dem Sand zieht, sollte sich eine UUID im Prozess durchaus mal umsetzen lassen.

      • Wie ich gesagt habe finde ich die Meinung das die Umsetzung auf Laborseite zu langsam ist absolut legitim. Man sollte auch unbedingt auf Vollzug pochen, die erste Ausbaustufe sollte unbedingt Zeitnah in allen relevanten Laboren abgeschlossen sein.
        Zum einen weil es die meisten Labore ja nun offensichtlich geschafft haben, zum anderen weil die App so auch ohne die Bluetooth-Komponente, die ich persönlich weiterhin mit großer Skepsis sehe (ihr hab das Thema ja in dieser Folge behandelt), einen relevanten Mehrwert bieten kann.

        Was mich gestört hat ist die „man muss ja nur 10 Zeilen Python schreiben“ Attitüde. Anderen Leuten ihren Job zu erklären, während man sich selbst bestenfalls mittelmäßig informiert hat, muss echt nicht sein.

        Was der Zusammenhang zu der Fabrik von Tesla sein soll ist mir unklar, die einzige Parallele die ich erkennen kann ist das beides nicht fertig ist.

  5. Hallo Tim, hallo Linus,

    ihr spracht bezüglich der Kontaktverfolgung in der Gastronomie von der Alternative, diese über die Corona Warn App zu realisieren, damit man seine Daten nicht auf von allen einsehbaren Zetteln hinterlassen muss.

    Ich frage mich welchen Anspruch die Gesundheitsämter an die Kontaktverfolgung haben. Ginge es über die CWA, wäre der Nutzer komplett anonym und müsste sich freiwillig melden, was bei der Zettel-Lösung nicht unbedingt der Fall wäre. Eine von ihrer App benachrichtige Person ist durch Scham oder ähnliches eventuell weniger gewillt sich zu melden und könnte so einer Quarantäne „entgehen“. .

    Natürlich kann man auch falsche Daten auf dem Zettel angeben. Ich denke aber, dass die meisten ihre tatsächlichen Daten eintragen, da die Ausnahmesituation „potentielle Infektion“ noch nicht besteht.

    Wäre interessant zu wissen, wie da die Vorgaben der Gesundheitsämter sind. Freiwillige Meldung oder Pflicht zum Test.

    Viele Grüße
    Nils

    P.S. Höre euch seit Folge 1, was mir jetzt im Masterstudium Informatik in IT Security viel geholfen hat. Der Prof zeigte eine Powerpoint Folie über Max „Schremps“ und Facebook, wo ich ihn direkt korrigieren konnte. Auf die Frage woher ich das alles wüsste, konnte ich in der Vorlesung direkt Werbung für euren Podcast machen :)

    Vielen Dank für eure Arbeit und bleibt gesund.

    • Die anonyme Funktion wäre vermutlich immer noch besser als nicht oder falsch ausgefüllte Formulare, aber Du hast da natürlich einen Punkt. Es müssten ggf. etwas solidere Kontaktmöglichkeiten vorliegen und man könnte in dem Zusammenhang auch über eine separate App nachdenken. Vielleicht greifen wir den Gedanken noch mal auf.

  6. Hallo ihr zwei,
    die übliche verdiente Lobhudelei lasse ich mal weg und möchte formale Kritik üben.
    Vorab ein Disclaimer: Ich bin Mitarbeiter der T-Systems.

    Ich finde es gut, dass ihr die in die Pfanne haut, die es verdienen. Bei insgesamt shady-Organisationen wie der AfD – die zweifelsohne demokratiegefährdend und systemfeindlich ist – gerne auch pauschal. Bei Unternehmen, wie eben der T-Systems, pauschal immer auf zu hauen, passt weder in euren üblichen Stil noch in euren (von mir wahrgenommenen) Anspruch. In Deutschland hat der Laden derzeit noch etwa rund 15.000 Mitarbeiter. Hier werden und wurden definitiv Dinge finden Sand gesetzt. Nicht umsonst kämpfen wir um Umsatz und Ertrag. Qualitativ ist die TSI im B2B-Bereich an ganz vielen Kunden mit exzellenter Qualität und sehr gutem Feedback unterwegs (finanziell nicht immer gut, da zeigt sich das teilweise Fehlmanagement der letzten 10 Jahre). Ist natürlich üblicherweise nichts, was so präsent ist, wie verpackte Projekte, logisch.

    Miene Bitte wäre: Pauschalisiert grundsätzlich etwas weniger gegen Unternehmen. Vollzieht nach, dass dort sehr viele Menschen täglich ihr Bestes geben. Und das ist zu einem nicht unerheblichen Teil eben auch wirklich gut.

    Wie so oft im Leben leidet die „Masse“ oft unter wenigen (Entscheidern).

    Ansonsten – vielen Dank für euren Aufwand!

    Grüße,
    Thomas

    • Moin,

      1. Ich teile deinen Anspruch, zwischen Management und denen zu unterscheiden, die die am Ende die Arbeit machen. Ich bin eigentlich davon ausgegangen, dass das auch immer klar wird. Wenn ich zum Beispiel sage, dass Fehler normal sind, aber der Umgang damit ok, dann ist vermutlich allen klar, auf welcher Ebene das geschieht?

      2. *Eigentlich* habe ich den Eindruck, dass T-Systems 2020 in LNP ganz gut weg kommt :)

      Jedenfalls danke für dein Feedback, ich dachte zukünftig mehr darauf.

      Liebe Grüße,

      Linus

  7. Hi Schnuckis, übersehe ich was oder fehlt der versprochene Link zu Idil Baydar / Jilet Ayse und dem Grundgesetz in den Show Notes noch?

    Ja, ich kann auch googeln, aber vielleicht findet ihr viel bessere Links als ich :)

    PS: Guter Podcast, wie immer. Danke!

  8. Corona-Warn-App:
    Vor etwa zwei Wochen habe ich mich im Rahmen einer ärztlichen Untersuchung testen lassen undbrav den Code eingescannt.
    Am nächsten Morgen habe ich einen Anruf von dr praxis bekommen, dass der Test negativ war. die App zeigt bis heute: Das Ergebnis liegt noch nicht vor.
    Außerdem habe ich einen Eintrag „1 Risiko-Begegnung mit niedrigem Risiko“.
    Natürlich wiß niemand wo und bei wem, aber die App sollte doch wissen wann der Token ausgetauscht wurde. Von der Hotline heißt es aber:
    „das ist nicht gewollt“ – solange die Anzeige grün bleibt ist alles gut, wenn sie auf Warnstufe geht, soll ich mich in Quarantäne begeben.
    So hilflos hatte ich mir das nicht vorgestellt.

  9. Polizisten sind die Guten, Hacker sind immer Russen…..
    Schau mal TV, wenn du auf Schmerzen stehts…!
    Bye, Matze(50, ZDF-Zielgruppe) ;-)

  10. Hallo zusammen,
    nicht, dass ich in irgendeiner Weise gutheißen würde, dass Trump „eine Mauer im Internet“ bauen wollte. Die jedoch hat China seinerseits längst eine errichtet – es gibt Dienste großer amerikanischer Firmen (z.B. nahezu alle, die mit Google zu tun haben), die in China nicht verfügbar sind. Nun finde ich es auch nicht gut, Gleiches mit Gleichem zu vergelten, aber zum Gesamtbild (um nicht zu sagen zur „Wahrheit“) gehört auch, dass da nicht nur eine Seite die Mauer baut – so unsympatisch sie auch sein mag…

      • Bedauerlich, dass du meine Meinung nicht wirklich zur Kenntnis genommen hast – da stände die Antwort auf Deine Gegen-Frage (die unfreundlicherweise versucht, mich ins moralische Abseits zu stellen) bereits drin.
        Meine Argumentation ist, dass zum Gesamtbild gehört, dass China längst das getan hat, was Ihr (und eigentlich ich auch) jetzt Trump vorwerft tun zu wollen. Also nicht: Amerika=Böse, China=Gut. Da könnte man auch souveräner antworten – trotzdem wünsche ich Euch einen schönen Abend.

        • Meine Nachfrage war weder unfreundlich noch wollte sie Dich in „ein Abseits“ befördern. Letztlich war Dein Kommentar nur eine Feststellung (dass China ja das gleiche tun würde).

          Nur, was folgst Du daraus? Was ändert sich dadurch in Bezug auf die USA, Trump oder die betroffenen Unternehmen?

  11. Ich habe die Entwicklung der iOS Corona-Warn-App von Anfang auf GitHub verfolgt und muss sagen, dass meine anfängliche Begeisterung seit dem Release stark nachgelassen hat. Mittlerweile haben sich die SAP Entwickler größtenteils von GitHub zurückgezogen und Issues werden vom „Corona-Warn-App Open Source Team“ – wenn überhaupt – mit der Standardfloskel „Thanks for reaching out. I will contact the development team to clarify.“ beantwortet. In der Regel steht diese Rückmeldung auch nach Wochen noch aus.

    Dass in der Presse Kommentare von Entwicklern, die die Probleme bei der Hintergrundgrundaktualisierung runtergespielt haben, zitiert wurden hat sicherlich nicht dazu beigetragen, dass SAP weiterhin Bock hat in Öffentlichkeit zu arbeiten. Man werkelt jetzt lieber im internen Jira. Pull Requests verweisen größtenteils nur noch auf dieses interne Jira (z. B. „Please make sure to especially check out the documents that are attached to the JIRA issue, as they explain in detail which things we needed to integrate to fulfill the requirements.“). Mit dem anfänglichen Spirit das Ganze als Open Source Projekt zu betreiben hat das nichts mehr zu tun. Die Entwicklung ist nicht mehr offen – nur noch der Quelltext.

    • Ein weiterer Faktor für den Rückzug aus der Öffentlichkeit war sicherlich auch, dass die Communityarbeit mit dem Release deutlich anstrengender wurde. Vor dem Release herrschte ein netter Austausch zwischen Community und Entwicklern. So gab es damals auch noch einige externe Pull Requests von Externen, die schnell gemerged wurden.

      Nach dem Release kamen jede Menge anstrengende Leute dazu, der Ton wurde deutlich rauer und externe Pull Requests sind mittlerweile nur noch nach vorheriger Absprache erwünscht. Soweit ich das überblicke haben mittlerweile alle externen Contributor das Interesse verloren und die Pull Requests kommen nur noch von SAP Mitarbeitern.

  12. Frage: Es wurde im Nebensatz gemeckert, dass es keine „guten“ Daten zur CWA gäbe. Interessant wären ja für eine Erfolgsstory nicht nur die Nutzungszahlen, sondern auch „SO viele Risikokontakte haben wir gemeldet“, davon haben „SO viele einen Test-QR-Code gescannt“, davon haben wir „bisher SO vielen ein Testergebnis (positiv oder negativ) durchgereicht.“

    Okay, offenbar wäre der letzte Punkt jetzt keine Erfolgsstory, aber zur Frage:
    Da die App mit öffentlichen geldern gebaut wurde, müsste man doch über eine Informations-Freiheits-Anfrage an diese Daten kommen können? Und wenn man oft genug fragt doch auch dauerhaft und ständig über Webseite oder API.
    Wen müsste man da fragen? Und wer macht mit?

    • Eine Informationsfreiheitsanfrage dürfte da zur Zeit wenig bringen, da ich davon ausgehen, dass diese Daten schlicht nicht erhoben bzw. gewonnen werden. Die Nutzungszahlen ließen sich relativ einfach (und anonym) erzeugen, da man sie direkt an der Serveraktivität ablesen kann. Gleiches gilt für die Zahl der tatsächlich getätigten Meldungen wie auch für die Zahl der positiven Ergebnismitteilungen. Ich vermute, dass aus grundsätzlichen Datenschutzgründen diese Funktionen weggelassen wurden, auch wenn sie im Prinzip ohne Verletzung von Privatsphäre mitgezählt werden könnten.

      Wie viele Leute durch die App über einen Kontakt benachrichtigt wurden ist eine Information, die nur auf den Geräten selbst erhoben werden könnte. Hier wird es knifflig, aber es gäbe schon Ansätze dafür, z.B. ein auf Differential Privacy basierende Methode. Hier gibt es natürlich wieder Potential für Geschrei, denn es würde bedeuten, dass alle Apps Daten regelmäßig beim Server abliefern müssten (idealerweise in dem Moment, wo sie sich neue Keys ziehen). Ich halte das für absolut vertret- und realisierbar, aber da wird es wie immer auch andere Stimmen geben :)

  13. Ich sehe bei den CORONA-LISTEN in der Gastronomie ein ENTSCHEIDENDES PROBLEM, das irgendwie nie thematisiert wird. Wenn ich dort eingetragen bin, schön und gut, aber ich muss wenn ich positiv getestet wurde ja auch noch wissen, wo/wann ich überall war und dort Bescheid geben. Gerade wenn man viel unterwegs ist und 1-2x pro Tag irgendwo die Gastronomie nutzt – vielleicht auch noch an Orten die man nicht kennt, dann könnte es echt schwierig werden. Genau genommen müsste eigentlich Jeder verpflichtet sein, für sich selbst zusätzlich eine Liste zu führen, wann/wo man welche Lokalität besucht hat.
    Viele Grüße und weiter so – ich liebe euren Podcast !

  14. Daumen hoch, Jungs, euer Einsatz rührt mich zu Tränen. Solche kompetenten Kollaborateure wie euch hätten wir uns damals gewünscht zwecks Vervollkommnung unseres Lausch- und Meldewesens. Leider waren wir damals noch nicht so weit – weder technisch noch mental. Weiter so! Wir schaffen das!

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