LNP065 Ein Klavier! Ein Klavier!

Telekom-Aktion Köln — Netzausbau — GEMA — Telekom-Aktion Köln — Skype

Die erste Folge nach der re:publica-Sonderausgabe findet leidet unter ermüdeten Bedingungen statt, so seid bitte nachsichtig mit unserer Performance und logopädischen Experimenten im Verlauf der Sendung. Dafür gibt es ein wenig Demo-Nachlese nebst weiteren Stoßseufzern in Richtung Telekom und GEMA. Wir gehen dann noch auf die neue Verfassungsbeschwerde gegen Bestandsdatenauskunft ein, die Unterstützer bzw. Mitstreiter sucht und runzeln kräftig die Stirn ob der Mitlesefreudigkeit von Microsoft in ihrem Skype-Produkt.

Dauer: 1:03:44

On Air
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Prolog

Telekom-Demo in Köln

Telekom stellt Netzausbau ein

GEMA, ach weisste…

Verfassungsbeschwerde gegen Bestandsdatenauskunft

Skype checkt Links

21 Gedanken zu „LNP065 Ein Klavier! Ein Klavier!

  1. Habt ihr einen Tipp für ein Chatprogramm mit Ende-zu-Ende Verschlüsselung das Multiuser-Chats auch verschlüsselt? (z.B. für permanente Chats mit Arbeits-, Schulkollegen, etc .. )

    OTR funktioniert ja nur für Chats mit 2 Personen.

    Am besten noch mit Clients für alle Platformen (OSX, Linux, Windows, ..)

    gibt’s da wirklich (noch) nichts brauchbares?

    freundliche Grüße
    Jürgen

      • Danke für deine Antwort!

        Soweit ich das sehe ist das ja nur ein weiterer Client, der OTR unterstützt. Dass Multiuser-Chats nicht verschlüsselt werden ist ja ein Problem von OTR.

        Oder hast du das in Verwendung ich verstehe das falsch?

        freundliche Grüße
        Jürgen

        • Ich habe es nicht in Verwendung, nur kenne ich viele, die begeistert sind von dem Tool. So wie ich das verstanden habe, übernimmt jitsi die Verschlüsselung, ich kann mich aber auch irren.

          Daher mein mit “viell.” eingeschränkter Tipp. Ich habe bisher leider auch noch nicht alle Informationen, die mich bei jitsi interessieren, gefunden.

  2. Würde mich sehr freuen, wenn ihr wegen des Gema-Themas demnächst nochmal jemanden von der C3S einladen würdet, den aktuellen Stand der Dinge zu erklären. :)

  3. Wollt bloss mal generelles Danke sagen für Eure launige tolle “Sendung”.
    Obwohl man beim Hören wegen der Realitäts-Situation oft zu dem Schluss kommt “Optimismus ist nur Mangel an Informationen”,
    habt Ihr meist auch einen lustigen Blick auf den manchmal unlösbar erscheinenden allgemeinen ClusterFuck in der NetzPolitik.

    Auf weitere 100 Jahre LogbuchNetzPolitik und Euch beide endlich mal auf dem Spiegel-Cover (zur Not als “Hitlers Admins – die geheime braune IT des 23. Reiches”) freut sich

    Nico :)

  4. Ich halte es für einen sehr wichtigen Grundsatz erst dann Gesetze und Regelungen einzuführen, wenn ein Problem besteht und nicht schon im Voraus. Andernfalls wird nur die Mündigkeit und Freiheit der Bürger eingeschränkt.
    Ob die Drosselung der Telekom wirklich die Netzneutralität gefährdet und negative Auswirkungen auf die Entwicklung des Internets haben wird, kann man doch eh erst 2016 bewerten, wenn die Drosselung tatsächlich stattfindet. Dennoch sind bereits jetzt die Bundesnetzagentur und der Wirtschaftsminister aktiv geworden. Wenn es um den Schutz der inneren Sicherheit geht, wünschen wir uns ja auch eine möglichst geringfügige proaktive Gesetzgebung.

    • Ich halte es für einen sehr wichtigen Grundsatz erst dann Gesetze und Regelungen einzuführen, wenn ein Problem besteht und nicht schon im Voraus.

      Jedes Problem erst einmal haben zu wollen, bevor man es löst, kann ich nicht wirklich als sinnvollen Ansatz sehen, eine Gesellschaft zu gestalten.

      Ersetze doch zum Beispiel mal im Folgenden Satz Drosselung mit CO2-Ausstoß und Internet mit Klima:

      Ob die Drosselung der Telekom wirklich die Netzneutralität gefährdet und negative Auswirkungen auf die Entwicklung des Internets haben wird, kann man doch eh erst 2016 bewerten, wenn die Drosselung tatsächlich stattfindet.

      • @Linus Also du hast natuerlich einerseits recht, dass man Probleme, die offensichtlich bevorstehen, nicht im nachhinein anpacken sollte. Aber irgendwie finde ich es schon seltsam nach dem Staat zur Loesung der Probleme zu rufen. Die allgemeine Abhaengigkeit der Internet-User von den ISPs und in diesem Fall von der Telekom ist ein grundsaetzlicher Konstruktionsfehler des Netzes. Sollte man da nicht in Richtung eines neuen Konzeptes statt nach neuen Regelungen durch den ach so vertrauenswuerdigen Staates suchen? Kann sich niemand was anderes Vorstellen als ein kapitalistisch getriebenes Netz zum Wohl der Allgemeinheit? Wie waere es mit ein bisschen Utopie?

        • Im Grunde drehst Du dich argumentativ im Kreis.

          Jeder Abnehmer ist seinem Anbieter ausgeliefert. Wenn man das so drastisch darstellen möchte. Siehe Benzinpreise, Strom- oder Wasserkosten.
          Die Gegenseitigkeit ist normal auf dem Markt der Angebote und Nachfragen.

          Dies zu umgehen bedeutet nunmal diese Abhänbgigkeit durch Vergesellschaftung aufzulösen. Eine Variante und bei solch großen Vorhaben wohl die einzige, ist die Verstaatlichung. Ich glaube nicht, dass kommunale Gesellschaften dieser Aufgabe gewachsen wären.

          Wenn man nicht gleich verstaatlichen möchte, muss der Staat anders eingreifen. Zum Beispiel in dem es Vorgaben zu den Angeboten und den Tarifen gibt. Wer soll es denn sonst machen? Sowas wie die FSF des Internets, die FIF – Free Internet Foundation? Was soll sie machen im Grunde? Es gibt ja keine Lizenzen oder andere Rechtliche Grundlagen aufgrund dessen man ISPs vor Gericht zerren könnte, solange sie innerhalb bestehender rechtlicher Rahmen aggieren. Möchte man aber diesen Rahmen verändern, muss man eben nach dem Staat rufen.

          Gruß
          BrEin

      • Jedes Gesetz schränkt die Freiheit der Bürger ein und daher sollten m.E. Gesetze nur dann erlassen werden, wenn dadurch bestehende oder sich konkret anbahnende Probleme vermieden oder beseitigt werden. Von diesem Stadium sind wir durch die Drosselungspläne in Kombination mit den “managed services” noch weit entfernt.
        Eine rigorose gesetzliche Regelung der Netzneutralität birgt die Gefahr, dass sich virtuelle oder noch schlimmer physikalisch getrennte Parallelnetze etablieren könnten, weil für gewisse Dienste, wie z.B. Telefonie, virtuelle Kraftwerke, M2M usw. keine ausreichende Dienstequalität herstellen lässt.

        CO2-Ausstoß und Klima ist ein Beispiel dafür, dass wir Gesetze und Investitionen auf einer schwammigen Grundlage beschließen. Dies ist aber deshalb nötig, weil die Folgen einer potentiell anthropogenen Klimaerwärmung in vielen Jahren nur durch heutiges Handeln gestoppt oder gemindert werden kann.
        Dagegen können Fehlentwicklungen, die aufgrund mangelhafter Regelungen der Netzneutralität entstanden sind im Nachhinein korrigiert werden.

  5. Danke für das Pluggen von Linus’ Vortrag. Nimms nicht persönlich Tim, Linus’ Vortrag war für mich unterhaltsamer und informativer. Mag aber am Inhalt liegen, nicht an der Person. Der Vergleich hinkt sowieso.

  6. An Linus Blogartikel zum Sichern eines Notebooks wäre ich auch interessiert. Vielleicht findet er mal die Muße, den zu schreiben.

    Ansonstent gibt es zwischenzeitlich Threema für iOS und Android, ein sorgfältig gemachter Messenger (http://threema.ch/de/) mit echter (!) Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Zwar nicht Open-Source, sondern proprietär, aber immerhin mal ein Messenger, der die Verschlüsselung einmal ernsthaft umsetzt und zudem seine Server in der Schweiz stehen hat. Bei der letzten MobileMacs-Sendung wurde der auch bereits positiv erwähnt.

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