LNP047 Fernmeldetechnische Internationale

ITU-Konferenz; Leistungsschutzrecht; Syrien schaltet Internet wieder ein; do:index

In einer recht nachrichtenarmen Zeit blicken wir auf den aktuellen Zwischenstand der Verhandlungen bei der ITU-Konferenz und schmeissen ein wenig Popcorn ein wg. der fortwährenden Debatte um das Leistungsschutzrecht, in der die Stimmen anscheinend immer schriller und verstörter werden.

Dauer: 0:47:32

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Vom 3. bis 14. Dezember läuft der Kongress der ITU in Dubai.

Google sind die Taliban und eine Hehlerbande

Mathias Döpfner und Christoph Keese vom Axel-Springer-Verlag klären über Google auf.

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do:index

Der digitale Offenheitsindex möchte Kriterien und Standards zur Messbarkeit zum Einsatz “offener” Systeme und Prozesse in öffentlichen Körperschaften schaffen und sucht Mitstreiter.

4 Gedanken zu „LNP047 Fernmeldetechnische Internationale

  1. Zu den Auslassungen von Herrn Keese, von wegen Google bzw. die robots.txt sei rückständig: Google bietet den News Publishern über die Webmaster-Tools längst technische Möglichkeiten, die weit über die der robots.txt hinaus gehen. Das reicht vom Einreichen spezieller XML-Sitemaps, über Parameter zur Steuerung des Crawler-Zugriffs bis zu Statistiken und zur Verknüpfung mit Google+. Und da bei Springer sehr fähige Inhouse-SEOs arbeiten, kann man davon ausgehen, dass diese Möglichkeiten auch alle genutzt werden. Herr Keese hat also entweder keine Ahnung oder erzählt bewusst Unsinn.

  2. Ich muss mal wieder Pedant spielen, zur ITU.

    Die ist kein monolithischer Block, sondern besteht aus mindestens drei Abteilungen, von denen eine (die ITU-T) für technische Standards zuständig ist. Die haben in letzter Zeit sehr wohl Standards entwickelt, darunter H.264 und andere: https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:ITU-Empfehlung
    Die haben seit Monaten auch den DPI-Standard entwickelt und jetzt beschlossen.

    Das passiert aber vollkommen unabhängig von der WCIT und den ITRs. Die ITRs, ein internationaler Vertrag, wurden das letzte Mal 1988 angefasst, und sollen jetzt auf der WCIT angepasst werden. Da drin stehen aber weniger technische Standards als generelle Policy-Ansätze.

    In der aktuellen Berichterstattung wird beides sehr vermischt, vor allem von BoingBoing: http://boingboing.net/2012/12/05/uns-international-telecommun.html

    Ich habe versucht, das hier deutlich zu machen: https://netzpolitik.org/2012/internationale-fernmeldeunion-standardisiert-deep-packet-inspection/

    Derzeit findet weiterhin die Weltkonferenz zur internationalen Telekommunikation (WCIT) der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) statt. Dieser Standard hat jedoch damit nicht direkt etwas zu tun. Der Standard wurde seit Monaten von der Abteilung für Telekommunikations-Standards der ITU (ITU-T) diskutiert und bearbeitet, unabhängig vom Gipfel und dessen eigenen Problemen.

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