LNP239 Faktenfaktura

Julia Reda — Leistungsschutzrecht — Urheberrecht — Uploadfilter

Nachdem wir in der letzten Folge den 34C3 und andere Nachrichten behandelt haben, schieben wir jetzt noch eine Spezialsendung hinterher. Zu Gast ist Julia Reda, die wir schon in unserer 150. Sendung vom Chaos Communication Camp 2015 begrüßen durften. Wir sprechen mal ausführlich über den Stand der Dinge im Bereich der EU-Legislation zu Urheberrecht, Leistungsschutzrecht, Uploadfilter und andere netzpolitische Aspekte, die noch vor den nächsten Parlamentswahlen 2019 zur Entscheidung stehen.

Dauer: 1:32:51

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Leider ist ein Backup-Recording von Julias Tonspur fehlgeschlagen und die Fernverbindung war schwer verrauscht. Daher ist die Tonqualität der Sendung leider unter unserem üblichen Standard. Better luck next time.

Prolog: Julia Reda

EU Urheberrecht und Leistungsschutzrecht

Uploadfilter

Mitmachen und Kampagnen


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11 Gedanken zu „LNP239 Faktenfaktura

  1. Unnützes Wissen 2:
    – In Folge 20 konstatiert ihr zum ersten Mal, dass ihr jede Woche nur schlechte Nachrichten überbringt. :)

    Habt ihr mitbekommen, dass ab dem 13.1.2018 EU-weit neue Richtlinien für den Zahlungsverkehr gelten – die “Payment Services Directive 2”?
    Habt ihr das halbwegs verstanden worum es da geht und wollt vielleicht darüber berichten?

    Habe nämlich eben etwas dazu gelesen: “Die neue EU-Zahlungsdienste-Richtlinie PSD2 soll Finanz-Start-ups stärken. Die Banken werden verpflichtet, Schnittstellen einzurichten, die Zahlungsdienstleistern den Zugriff auf die Konten der Bankkunden ermöglichen. ” (aus Wiki)
    “Wenn ich das nun richtig interpretiere handelt es sich bei der Einwilligung bzw. Zustimmung um eine AGB-Änderung.” (kuketz-blog)

    https://de.wikipedia.org/wiki/Payment_Services_Directive
    https://www.kuketz-blog.de/psd2-zugriff-auf-kontodaten-durch-unternehmen/

  2. Hi,
    schöne Folge, insb. ist Julia und ihre Themen immer sehr hörenswert. Vielen Dank.

    Wie war Julia diesmal angebunden? Der Codec klingt nicht gut. Thomas, der ja wohl auch ext. zugeschaltet war, klingt deutlich besser.

  3. Dieses Leistungsschutzrecht…

    Ich hab das Gefühl, dass die Argumentation der Verlage sowas meint, als würden externe Webseiten ihren hart erarbeiteten Content direkt einbinden mit der Werbung gleich daneben. Ich stelle mir da sowas wie so eine Clickbait-Farm mit lauter iframes, die eins zu eins die Artikel der Verlage enthalten, und drumherum die ganze bunte Werbung. Wäre in der Tat blöd.

    Tatsächlich geht es eher um sowas wie Clickbait-Tweets wie “Dieser Junge lebte drei Jahre allein in Japan. Du wirst nicht glauben, was er dort erlebt hat…” mit Link auf den Artikel des Verlages.

    Kann nicht mal jemand eine Webseite mit so einem A-B-Vergleich erstellen, am besten noch mit Beispielen, wo das LSR vorzeigbar schadet, und einem Haufen Politikern vorlegen, mit der Frage “Welche Variante finden Sie okay? Welche denken sie, wird von aktuellen Gesetzen wie reguliert?” und noch so ein paar Fragen, die denen eigentlich selber ein Licht aufgehen lassen müssen, dass sie den ganzen Kram falsch verstanden haben. Wenn sie sich nicht haben kaufen lassen. Oder, wie Linus das ja schon ein paar mal berichtet hat, antworten mit “Ich weiß ja, dass Sie recht haben, aber Fraktionszwang.” Oder irgendeine andere Begründung.

  4. Stichwort Leistungsschutzrecht und Uploadfilter “miteinander verbinden”: Ich persönlich sehe da eine neue Herausforderung auf uns Kommentatoren zukommen. Irgendwann werden Podcasts wie dieser zwangsweise Uploadfilter einrichten, die Kommentare gegen den gesamten Textkorpus der Presseerzeugnisse der letzten 20 Jahre prüfen, um das Leistungsschutzrecht gegen unlizensierte Übernahmen von Phrasen wie “im Grunde genommen”, “am Ende nochmal”, “durch und durch” oder vielleicht “Hätte, hätte – Fahrradkette” zu verteidigen. Da noch einen Kommentar durchzubekommen, wird höchste Kreativität bei der Formulierung erfordern.

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