US-Sanktionen — Ausspähen unter Freunden — Digital Independence Day — 39C3 — Termine
Das neue Jahr legt gleich richtig los und wir sinnieren zu Beginn, was das jetzt schon wieder alles soll. Danach berichten wir von den scharfen Maßnahmen, die die US-Regierung ergreift, um auch in Deutschland kritische Organisationen mundtot zu machen, in dem Terrorsperrlisten des internationalen Bankensystems mißbraucht werden. Dann stellen wir Euch die Idee des Digital Independence Day vor und gehen eine längere Liste von Vorträgen des 39C3 durch, die für Euch interessant sein könnte.
Für diese Episode von Logbuch:Netzpolitik liegt auch ein vollständiges Transkript mit Zeitmarken und Sprecheridentifikation vor.
Bitte beachten: das Transkript wurde automatisiert erzeugt und wurde nicht nachträglich gegengelesen oder korrigiert. Dieser Prozess ist nicht sonderlich genau und das Ergebnis enthält daher mit Sicherheit eine Reihe von Fehlern. Im Zweifel gilt immer das in der Sendung aufgezeichnete gesprochene Wort. Formate: HTML, WEBVTT.
Transkript
Shownotes
Prolog
- DIE ZEIT: Russland: Medwedew könnte sich Entführung von Bundeskanzler Merz vorstellen
- www.spiegel.de: Dmitrij Medwedew: Bundesregierung reagiert scharf auf Spruch über Entführung von Friedrich Merz
US-Sanktionen gegen Europa
HateAid
- HateAid: Einreiseverbot gegen Geschäftsführerinnen von HateAid
- Wikipedia (de): Anna-Lena von Hodenberg
- Wikipedia (de): HateAid
Rote Hilfe
- taz.de: Alle Konten gekündigt: Rote Hilfe droht das finanzielle Aus
- Rote Hilfe: Kontokündigung wegen Antifa: Banken vollstrecken US-Politik in Deutschland
- ndr.de: Wegen Trump? Banken kündigen Konten der “Roten Hilfe”
- www.gls.de: Stellungnahme Kontokündigungen
- www.gls.de: Aus der Bank: Im Dialog bleiben
Ausspähen unter Freunden geht gar nicht
- DIE ZEIT: Bundesregierung: Merkel: “Ausspähen unter Freunden geht gar nicht”
- DIE ZEIT: Spionage: BND hörte jahrelang US-Präsident Barack Obama ab
- genialokal.de: Das erwachsene Land
#DIDit #DUTgemacht
- www.ccc.de: CCC | CCC unterstützt den monatlichen Digital Independence Day
- heise online: 39C3: „Digital Independence Day“ gegen Tech-Monopole
- heise online: 39C3: Digital Independence Day – CCC-Sprecher über Weg raus aus Big Tech
- www.tagesspiegel.de: Hacker-Treffen: Chaos Computer Club regt „digitalen Unabhängigkeitstag“ an
- tagesschau.de: tagesthemen 23:30 Uhr
- tagesschau.de: CCC-Kongress in Hamburg: Wege in die digitale Unabhängigkeit
- tagesschau.de: tagesschau 20:00 Uhr
39C3
- media.ccc.de: A post-American, enshittification-resistant internet
- media.ccc.de: The Heartbreak Machine: Nazis in the Echo Chamber
- www.golem.de: Golem.de: IT-News für Profis
- media.ccc.de: Die Känguru-Rebellion: Digital Independence Day
- media.ccc.de: All my Deutschlandtickets gone: Fraud at an industrial scale
- media.ccc.de: CCC-Jahresrückblick
- media.ccc.de: To sign or not to sign: Practical vulnerabilities in GPG & friends
- media.ccc.de: Gegenmacht – Best of Informationsfreiheit
- media.ccc.de: Zentrum für Politische Schönheit:
- media.ccc.de: Hacking washing machines
- media.ccc.de: FeTAp 611 unplugged
- media.ccc.de: PRÜF
- media.ccc.de: Pwn2Roll: Who Needs a 595€ Remote When You Have wheelchair.py?
- media.ccc.de: Schlechte Karten – IT-Sicherheit im Jahr null der ePA für alle
- media.ccc.de: Current Drone Wars
- media.ccc.de: AI Agent, AI Spy
- media.ccc.de: Chatkontrolle
- media.ccc.de: Watch Your Kids: Inside a Children’s Smartwatch
- media.ccc.de: 10 years of Dieselgate
- media.ccc.de: Wer hat Angst vor dem Neutralitätsgebot?
Termine
Jugend hackt: Projektstipendium
- Jugend hackt: Projektstipendium: Long Term Support
DID Terminkalender
- termine.di.day: Der Smarte Gemeinschaftskalender
Kurzer Kommentar zu Linus „Auftritt“ bei Meredith Whittaker beim 39C3.
Es hat sich für mich sehr befremdlich angefühlt, dass nachdem der Herald den Talk angekündigt hat, Linus das Mikrofon genommen hat, nur um zu sagen: „Meine einzige Aufhabe ist es, dass ihr den kompletten Weg der zwei Vortragenden auf die Bühne applaudiert.“ Und das wars.
Fand ich irgendwie unnötig. Ich weiß, dass ihr nen guten Kontakt habt. Aber dann hätte man ja den Herald komplett ersetzen können. Fühlte sich so an als ob das „coolste Kid vom CCC“ unbedingt auch noch was sagen wollte, weil die Vortragenden so wichtig sind. Irgendwie hat es sich ein kleines bisschen wie eine Ego-Show angefühlt.
Kann verstehen, dass mutmaßlich der Herald dann nach dem Vortrag keinen Bock mehr hatte die Abmoderation zu machen.
Es ist doch gerade so schön, dass die Ankündigungen quasi jede Person machen kann, egal wie bekannt die Vortragende Person ist. Das zeigt ein Gegenmodell zu dem was wir in der normalen Welt erleben.
Der Vortrag war auf jeden Fall trotzdem sehr gut und sehr wichtig!
Sonst wie immer vielen Dank für die neue Sendung!
Jetzt war der Kommentar doch länger. Sorry dafür.
Tja, gewisse Persönlichkeitsakzentuierungen kommen selbst in den besten Familien vor. Wie heisst es so schön: „An ihren Taten sollt ihr sie erkennen!“ Gerade mit der Selbstdarstellerei ist das so eine Sache, darüber sind schon manche gestolpert. Julian Assange hätte sich einigen Diskomfort ersparen können, wenn er heimlich, still und leise sein Wikileaks betrieben hätte, ohne dafür öffentliche Anerkennung zu suchen. Letztlich wäre Zurückhaltung gute Opsec – und auch guter Stil – gewesen, während der aufmerksamkeitsheischende Auftritt mehrere Jahre Kerker nach sich gezogen hat.
Ja, Leute, also das geht mir nimmer so!
Linus Neumann, ein ganz toller Typ!
Er sieht richtig gut aus.
Er ist richtig wichtig.
Er ist vor allem auch witzig.
Er ist auch noch so jung geblieben, aber er will nicht mehr in die Schule gehen!
Er macht das halt schon etwas länger, aber er ist trotzdem einfach die bessere Wahl.
Er hat wenigstens Ahnung, was er sagen soll.
Eloquent wäre untertrieben.
Warum redet er über seinen Ski-urlaub?
Jetzt wäre der Kommentar doch noch etwas länger gewesen, wenn nicht Zurückhaltung die bessere Wahl gewesen wäre.
Ich war der Herald.
Die Idee mit dem Digital Independance Day finde ich super. Seit Jahren warte ich aber vergeblich darauf, dass der Signal-Messenger barrierefrei wird und das helle Design wirklich einheitlich hell einstellbar ist: Alle Nachrichten als dunkler Text auf hellem Hintergrund. Leider ist es mir bisher noch nicht gelungen, den Signal-Entwicklern verständlich zu machen, dass hier leider die Barrierefreiheit = Einstellbarkeit & Wahlfreiheit nicht gewährleistet wird. Die Rückmeldungen waren bisher nur, dass keine Bugs dahingehend feststellbar seien. Frage: Welche Möglichkeiten habe ich als Einzelperson oder hat die Community, solche Veränderungen anzustoßen? Bei allem, was barrierefrei ist, bin ich sofort zum Wechseln bereit.
Das mit der Barrierefreiheit ist ein guter Punkt. Aber ich kann dich zumindest dahingehend bruhigen, das die meisten Messenger nicht nur nicht barrierefrei sind, sondern ihre Nutzeroberflächen nahezu vollständig verständnisfrei sind. Oft ist unklar, wie, wo oder wann man wozu welche Einstellung machen kann oder eben nicht.
Das stimmt leider. Über die inhatliche Unverständlichkeit komme ich im Zweifel hinweg, wenn ich lesen kann, was da steht … Für viele andere Personen ist es sicher genau anders herum.
Danke Linus, danke Tim für Eure ausführliche und verständnisvolle Antwort in der Podcastfolge vom 14.01.
In der Hoffnung, dass ich den Zweck dieser Kommentarfunktion nicht sprenge, spezifiziere ich ein wenig, worum es mir geht. (Danke an alle, die es lesen, darauf aufmerksam werden und sich damit befassen. Mir ist bewusst, dass ich unter „den Sehbehinderten“ eine Ausnahme bin mit meinen Sehgewohnheiten.)
Ich habe sowohl unter iOS26 als auch auf dem aktuellen GrapheneOS getestet. Auf beiden Systemen stelle ich zuerst das System auf helles Design. Wenn ich das auch in Signal unter Desgin so einstelle bleibt die Tastatur jeweils hell und für mich lesbar. Eingehende Nachrichten sind dann hell mit dunkler Schrift dargestellt, auch super für mich. Ausgehende Nachrichten behalten immer weißen Text, auch wenn ich die hellste Hintergrundfarbe gelb wähle. Hier hätte ich erwartet, dass die Schrift dunkel wird. Wenn ich in Signal dunkles Desin wähle, sind alle Nachrichten einheitlich mit heller Schrift auf dunklem Grund. Diese Einheitlichkeit vermisse ich für das helle Design.
Damit ich mit dem dunklen Design umgehen kann, nutze ich die Invertieren-Funktion der Bedienungshilfen. Hier greift unter IOS nur die „klassisch-invertieren-Funktion“, weil die „intelligent-invertieren-Funktion nur ursprünglich helle Hintergründe dunkel färbt, aber nicht umgekehrt. Das bedeutet, dass im Signal-Dunkel-Design aber auch Bilder und Videos mit invertiert werden undnicht mehr erkennbar sind. Systemseitig dunkles Design und Signal-Dunkel erzeugt einen hellen Hintergrund mit einheitlich lesbaren Nachrichten, aber eine dunkle Tastatur, mit der ich nicht erkenne, was ich tippe.
GrapheneOS bietet mir jenseits von Signal überall eine bessere Einstellbarket und Lesbarkeit, aber auch hier finde ich keine passende Einstellung. Einen großen Vorteil habe ich aber bei der Darstellung eingehender Anrufen:. Durch eine ffrei wählbare Dialer-App lassen sich Telefonnummern dunkel auf hell anzeigen. Das bleibt mir – egal, was ich versucht habe, unter iOS verwehrt, selbst im dunklen Design mit nachträglicher Farbumkehr.
Für Ideen und Gedanken bin ich sehr dankbar.
Aaah ich verstehe jetzt deinen Punkt (und habe es selbst ausprobiert).
Interpretation eines ehemaligen App Entwicklers:
Um zu vermeiden, dass Leute sich einen schlecht lesbaren Kontrast einstellen, haben sie die Auswahl des Farbwählers für Chat Bubbles auf einen bestimmten Farbraum eingeschränkt, nämlich wahrscheinlich gerade so, dass er WCAG Kontrastanforderungen für weißen Text erfüllt.
Die Vordergrundfarbe (der Text) ist dann entweder hart auf weiß gesetzt oder wird dynamisch gewählt je nach Hintergrundfarbe.
z.B. WhatsApp hat das Problem nicht, weil ihre Chat-Bubble Farbe sich mit dem System-Farbschema wechselt:
System Dark Mode: Dunkelgrüne bubble, weißer Text
System Light Mode: Hellgrüne bubble, schwarzer Text
Dieses Verhalten des „Farbpalette umschalten“ müsste Signal auch für seine Chatblasen implementieren (oder es ist implementiert, aber kapott ohne das es bisher aufgefallen ist).
Das Problem dürfte sein, dass es nicht als Bug anerkannt wurde, weil sie eigentlich „alles richtig machen“…ihre Einschränkung der Hintergrundfarben stellt sicher, dass der Kontrast für den Text immer Accessibility Anforderungen erfüllt.
Was dir natürlich in dem Fall herzlich wenig hilft…
Falls du den GitHub Issue noch findest, verlink den gerne mal…ich kann versuchen das nochmal mit Android Dev und Human-Computer Interaction Background zu argumentieren, dass es für App Devs vielleicht greifbarer wird
Der Hinweis mit der Tabelle für logins um einen Überblick für seine accounts zu bekommen, geht auch noch besser und nachhaltiger. Einfach ein keepass file anlegen und bei der Gelegenheit die Passwörter und hinterlege mailadresse auf die Reihe bekommen.
Das ist unglaublich schön für das gewissen einfach alle Accounts zu kennen und im Griff zu haben. Keepass ist dafür der Perfekte Ort Tabelle sollte die zweite Wahl sein.
Das versetzt einen sogar irgendwann in die Lage guten Gewissens die sunnygirl82@hotmail.com Adresse irgendwann los zu werden. Geht das nämlich nicht nur um die postalische Adresse wenn man umzieht.
Ich bin Laie. Ich habe mal wirklich Zeit aufgewendet, mich in keepass einzuarbeiten. Für mich: kompliziert, undurchschaubar und letztlich auch die Frage: Warum soll ich diesem Dienst mehr vertrauen als meinen analogen Notizzetteln mit meinen Passwortmerkspruchsammlungen? Also führe ich weiter mein Nottizbuch.
Vermutlich bekommen alle Nerds jetzt reaktiven Ausschlag, aber für den Laiennutzer müssen die Dinge einfacher, zugänglicher sein, wenn wir sie nutzen sollen.
Verstehe deine Kritik an der Schwierigkeit von KeePass. Ich habe lange Zeit mit einer verschlüsselten Excel Datei gearbeitet.
Um deine Frage nach dem Warum zu beantworten:
Es kommt auf dein Bedrohungsszenario an:
– Sind Einbrecher, die das Buch finden könnten, eine realistische Gefahr für dich?
– Trojaner, der die Passwortdatei klauen könnte
Vorteil Software gegenüber Notizbuch:
– Automatische Erstellung starker Passwörter, ohne dass man sie selbst ausdenken muss.
– Bei einem guten Programm ist die Suche deutlich einfacher als im Buch
– Schutz vor physischem Zugriff durch ein Master-Passwort beim Öffnen
Aber auch dein Notizbuch hat Vorteile:
– Wenn der PC gehackt wird, bleibt dein Notizbuch sicher
Und ganz ehrlich:
Mit deinem Notizbuch und für jeden Dienst ein eigenes Passwort bist du schon deutlich besser unterwegs als der Durchschnittsdeutsche, der für alles dasselbe Passwort nutzt.
Danke für deine Reaktion, genau sowas hilft, einem zu informieren und zu überzeugen.
Andere Überlegung: Was passiert eigentlich mit sowas wie Keepass, wenn jemand sterben sollte? Keine Chance, an die Dienste zu kommen, wenn man nicht jemandem das Master Passwort verraten oder es irgendwo abgelegt hat?
(Haben gerade die Dinge meines verstorbenen Vaters geordnet und es war in dem Fall eine riesige Vereinfachung, dass er nur zwei Passwörter hatte)
Grundsätzlich halte ich den Digital Independence Day für eine gute und wichtige Initiative. Dass das CCC hier unterstützend wirkt, ist ausdrücklich positiv hervorzuheben.
Kritisch sehe ich jedoch, dass Tim und Linus ihre eigene Lebensrealität stark verallgemeinern – nach dem Prinzip: „Wenn ich das schaffe, dann schafft ihr das auch.“
Gerade beim Thema WhatsApp ist diese Perspektive aus meiner Sicht zu kurz gedacht. Eltern mit Kindern, die in Sport-, Musik- oder anderen Vereinen aktiv sind, sind auf Gruppenkommunikation angewiesen. Informationen zu Terminen, Orten oder kurzfristigen Änderungen werden nahezu ausschließlich über bestehende WhatsApp-Gruppen verbreitet.
Solche Gruppen, in denen sich viele Eltern kaum kennen, geschlossen zu einem anderen Messenger zu bewegen, ist in der Praxis kaum umsetzbar.
Diese Lebensrealität betrifft viele Familien – auch wenn das in der Sendung nur wenig berücksichtigt wurde.
Es sagt sich leichter als es ist, aber da muss man dann standhaft bleiben! Im Zweifel bekommt man eben keine Informationen oder verlässt die Gruppe und sucht sich eine andere. Ein für viele ungewöhnlicher Gedanke, aber es lohnt sich.
Ja, super. Hab ich vor Jahren mal getestet. Konsequenz: Freundeskreis halbiert, Großteil der Familie wesentlich weniger Kontakt.
Habs dann wieder gelassen und biete jetzt viele Kommunikationsmöglichkeiten an, auch WhatsApp für die, deren Kontakt mir wichtig ist.
Aber wer mag kann natürlich auch standhaft bleiben und seine sozialen Kontakte minimieren. Hat man auch viel mehr Zeit sich um seine Technik zu kümmern.
„Im Zweifel bekommt man eben keine Informationen mehr..“.
Mir ist es am Schluss wichtiger, das reale soziale Umfeld zu behalten, als meine digitale Integrität durchzusetzen.
Für mich sind das einfach keine wertvollen Beziehungen, wenn die Menschen dieses kleine bisschen Rücksicht (welches so einfach ist wie Schuhe vor der Wohnungstür auszuziehen) nicht nehmen wollen, da verzichte ich also sehr gerne. Aber ich verstehe natürlich dass Menschen sich gerne der Illusion hingeben sie hätten eine tiefe Verbindung.
Ein Erfahrungsbericht von mir als Vater zweier inzwischen erwachsener Kinder (die aber noch zu Hause wohnen). Ich habe damals (Kinder in der Schule), als diese krasse AGB-Änderung bei WA startete (DU als Nutzer bestätigst bei Zugriffserlaubnis auf Kontakte, dass Du da die Einverständnisse aller in Deinem Adressbuch hast, wissenschon…), WhatsApp deinstalliert und allen Kontakten dazu Bescheid gegeben sowie auf Telegram, Threema und Signal verwiesen.
Meiner Familie habe ich seinerzeit Telegram als Familienemessenger aufs Auge gedrückt (ja, war nicht die klügste Wahl, shoot me…)
Es gab zwar Gemecker vom Nachwuchs, aber sie haben es gefressen.
Auf einmal hatte ich viel mehr Zeit für andere Sachen, weil nicht andauernd Nachrichten reinkamen. War schön. Elterngruppen brauchten wir da aber auch nicht mehr (das ist echt der Oberhammer, wie verbohrt da wirklich ALLE sind, dass es ohne WA einfach nicht geht!).
Es haben sich viele Kontakte trotzdem erhalten, auch sowas wie Klassentreffen ging nicht an mir vorbei, weil es immer liebe Menschen gab, die mich per Mail über den Stand informierten. Also keine Beschwerden da. Von WA zu anderen Messengern gewechselt sind aber immer nur solche Leute, die irgendwie technischen oder politisch informierten Background hatten. Alle anderen – rollen mit den Augen: “ Ach ja, Du nu‘ wieder mit Deiner Extrawurst…“, „Mir doch egal, was die alles über mich wissen.“, „Bei Insta und Tiktok bin ich ja auch, da ist das eh‘ egal“, „Ich hab nix zu verbergen, sollen die doch alles lesen…“ – man wird da einfach als Sonderling und Verschwörungstheoretiker abgestempelt.
Irgendwann gab es dann aber zumindest bei uns in der Familiengruppe immer mal wieder Probleme bei der Auslieferung/Benachrichtigung. Es war nicht zu ermitteln, ob das ein Geräte- oder Infratstrukturproblem war. Hinzu kamen (Telegram…) immer häufiger Scamnachrichten, die auch mich genervt haben.
Jedenfalls lief es dann vor ca. 1,5 Jahren darauf hinaus, dass ich vom Rest der Familie überstimmt wurde und alles wieder über WA läuft.
Ich nutze das jetzt OHNE Kontaktefreigabe und schreibe allen außer meinen Kindern und meiner Frau, die mich über WA kontaktieren, dass sie das sein lassen sollen und wie ich über andere Messenger erreichbar bin. Der Chat wird dann sofort geblockt. Das funktioniert soweit ok, größtenteils.
Leider muss ich aber feststellen, dass auch bspw. Hotels, Autovermietungen etc. sich einfach die Freiheit rausnehmen, mich über WA zu kontaktieren, wo dann auch relevante Infos zum Einchecken etc. drinstehen. Da kann man sich jetzt aufbauen und rumzetern, wie sie dazu kämen und wer denen das Recht eingeräumt hat, meine Nummer für WA zu nutzen – ehrlich, wer hat dauerhaft und immer wieder die Zeit für diesen Kampf? Mag sein, dass manche sich die Zeit dafür nehmen. Es sei einfach nur hier dargestellt, dass es ANSTRENGEND ist. Und ich denke – genau das ist der Grund, wieso die Leute nicht wechseln: WA ist etabliert.
WA tut den Job.
WA ist kostenlos.
WA ist einfach zu bedienen.
Bis auf den ersten Punkt bieten das auch alle anderen Messenger, die ich nutze. Es scheint also der Wichtigste zu sein.
Noch bin ich standhaft und bleibe bei der Kontaktfreigabeverweigerung. Aber im Mittel kommt dann pro Vierteljahr dann doch wieder irgendein Kontakt rein, auf den man nicht verzichten kann. Mit der Zeit, da ja die Klarnamen bei mir nicht sichtbar sind, sondern nur die Telefonnummern (außer bei Gruppen), wird es irgendwann unübersichtlich.
Fazit: Es geht für mich größtenteils ohne WA – aber nicht völlig. Da muss man sich einfach der sozialen Realität stellen.
Ich nehme in meinem Umfeld auch die Rolle derjenigen ein, die „Kontakt hält“ zu denen, die kein WhatsApp brauchen wollen. Dh ich schicke allen alles auf dem Messenger ihrer Wahl, WA, Signal, Threema, SMS, Mail. Für mich ist der Aufwand richtig gross ,danke dafür, mach ich natürlich trotzdem.
Und wie du sagst: Bei Signal klappt es nicht immer (Nachrichten kommen nicht an, Notifications funktionieren nur manchmal.
Lustig fand‘ ich halt zuletzt öfter, dass genau die Notifications bei WA häufiger auch mal NICHT funktionierten. Wo ich mir dann nicht verkneifen konnte, die Familie mitnder Frage zu nerven, wieso genau man zurück zu WA wollte.
Eine Zeit lang dachte ich ja auch, dass diese EU-Forderung nach Messengerinteroperabilität der Heilsbringer für dieses Platform-Lock-In wäre
Aber leider mussten uns Tim und Linus das ja auch wieder kaputtmachen
Ich würde Linus an dieser Stelle auch widersprechen: Er ist nicht der schwierigste Fall, um Leute auf andere Plattformen zu ziehen, sonst der leichteste:
Linus ist bekannt, viel gefragt von Journalisten, kann sich (vermutlich) aufgrund seiner Bekanntheit seine Kunden aussuchen. Klar kann er den Kommunikationskanal vorgeben.
Die schwierigen Fälle sind aber das genaue Gegenteil: Menschen mit eher wenig sozialem Anschluss, die aktiv dafür arbeiten müssen, nicht abhängt und vergessen zu werden. Das wird deutlich schwieriger, wenn man die Kontaktaufnahme dadurch erschwert, dass man Standardwege nicht bedient. Dann ist man nämlich immer davon abhängig, dass das soziale Umfeld den Extra-Aufwand macht, einen separat zu kontaktieren.
Der Grund, warum wir Menschen zu WhatsApp bekommen haben, war wie von euch gesagt die Kostenersparnis ggü. der SMS, zusätzlich noch die weiteren Features (Gruppen, Bilder). Da war es eben deutlich leichter die Leute auf die Plattform zu bekommen als heute, wenn man mit abstrakten Werten wie digitaler Souveränität argumentiert.
Ich kam hier her, um einen ähnlichen Kommentar zu machen.
Gleichzeitig sehe ich hier eben immer noch die Links zu Twitter, Amazon und einen Linuzifer bei LinkedIn posten.
Als letztes frage ich mich, wie Ihr Euren AppleID Account ablösen werdet.
Gerade von Whatsapp wegzukommen wäre wünschenswert aber ist extrem schwierig. Stand heute bedeutet kein Whatsapp: Weniger Teilhabe in Vereinsgruppen, in Elterngruppen etc. Spontan aus meiner Lebensrealität: Weniger Sex weil die Hookups von der Dating App wieder nur Whatsapp haben. Kein Sex mit Nutzern von Meta Produkten kann man versuchen aber naja.
Genau deswegen ist die Regelmäßigkeit (jeden Montag) vermutlich eine gute Idee.
Ich habe eine Lösung für dein Sexproblem gefunden; sei einfach ein bisschen mehr du selbst. Du musst verstehen, dass es nichts persönliches ist, „wenn leute dir leider nicht antworten können.“
Hast du es mal mit Blumen probiert?
Zum Frühstück ein Mohnbrötchen?
Ich muss Wojtek hier voll und ganz zustimmen. Familien haben derzeit praktisch keine Change ohne Whatsapp zu leben. Ich kann mir den „Luxus“ auf Whatsapp zu verzichten leisten, weil meine Frau in allen Kindergarten-, Klassen-, Kindergeburtstags-, Schwimmkurs- und was weis ich nicht noch in was für Gruppen ist. Wenn man beim Elternabend vorschlägt mal einen anderen Messenger zu verwenden wird man gleich als Nestbeschmutzer schief angeschaut. Klar, wenn man seine Kinder zu Außenseitern machen will, kann man das schon machen – aber das ist nicht mein Lebensziel.
Trotzdem freue ich mich sehr über den DID – ich hoffe er bringt solche Themen vielleicht auch durch Menschen wie Marc-Uwe in einer breiteren Masse auf die Agenda.
Wäre das also nicht ein sinnvoller Weg dann bei Kindergarten und Schulen einen anderen Weg zusätzlich zu gehen als über die Eltern? Wenn Lehrer/Fachkraft sagt: Wir dürfen von der Leitung aus diesen Messenger nicht nehmen, ist dann ja vielen mit geholfen oder?
Ebenfalls für die Schüler und die ganzen Schülergruppen. Ich hör tatsächlich auch viele Beschwerden, weils auch schon den Kindern zuviel wird…
Da muss ich mich leider anschließen. Ich arbeite ehrenamtlich für mehrere Sportverbände und Vereine. Was alle verwenden: WhatsApp und TEAMS (die größte Pest, wenn man nicht 8/24 im Büro sitzt)! Dafür brauche ich 5 Microsoft Accounts, was von Microsoft für einen kleinen Alltagslaptop nicht vorgesehen ist und ich nicht haben will, aber muss. Beruflich bin ich selbstständig, aber auf Kontaktaufnahme von Kundschaft und „Kommunikation“ angewiesen. Familie kommt dazu.
Meine Verweigerungshaltung kann ich kaum umsetzen.
Folglich habe ich alles: Whatsapp, Signal, Threema, BluSky, Insta, Facebook, Mastodon etc. Das ist völlig spaßbefreit und für dazu, dass ich am liebsten „alles ohne Computer“ machen würde.
Außer einem Kind ist das Umfeld extrem weit weg von dem, was ich im Podcast als Realität heraushöre. Deshalb finde ich die Aussage „Wenn ich es kann, können es alle“ leider als arrogant. Schade.
Sehr schöne Podcast-Folge wieder, danke dafür.
Ich finde es immer wieder erstaunlich, mit welcher Naivität viele Menschen durchs Leben gehen. Mit etwas Fantasie – zumal inzwischen ohnehin viele Konventionen über Bord gegangen sind – ist es doch gar nicht so schwer, sich vorzustellen, auf welchem Weg ein US-Präsident Grönland sogar ziemlich legal, etwa per Volksabstimmung, bekommen könnte. Die konkrete „Anleitung“ spare ich mir lieber, falls da noch niemand darauf gekommen ist. Währenddessen fällt unseren Politikern und deren Wählern oft nicht viel mehr als Empörung ein – oder hilflose Drohungen nach dem Motto: „Ich zähle jetzt bis drei und dann …“
Wenn CHN TWN bekommt und RF die UKR, wer sollte sich bei einer Übernahme von GRL durch die USA ernsthaft dagegenstellen? Das wäre letztlich ein imperialer Deal. Übrigens stand CAN wohl auch noch auf der Wunschliste.
Sehr amüsant fand ich auch eure Wiederentdeckung der Sanktionslisten. Ich meine, dazu schon in einer früheren Folge kommentiert zu haben. Kurz zusammengefasst: Wer kontrolliert eigentlich die Rechtmäßigkeit der Einträge? Und die fehlende Fantasie hindert „uns“ offenbar auch daran, – offiziell, versehentlich oder nach einem Hack – einmal die AfD, Firmen von Orbán oder andere moralisch fragwürdige Organisationen oder Unternehmen einzutragen. Diese Listen werden nicht täglich gepflegt, und Prüfungen passieren meist erst, wenn sich jemand beschwert. Es sind zwar nur Nadelstiche, aber Micro$oft auf einer solchen Liste wäre, wenn auch kurz, bemerkenswert.
Vielleicht noch ein Gedanke aus meiner Kernkompetenz Informatik: In der Softwareentwicklung wie auch in der Systemadministration bzw. -konfiguration sollte man sich immer möglichst vollständig überlegen, was Software oder Konfiguration nicht tun sollen. Das ist in der Regel deutlich mehr als das, was sie tun sollen – und genau diesen Teil sparen sich viele. Schaut man sich die Root Causes der meisten Probleme mit digitalen Systemen an, wurde dieser Grundsatz meist nicht konsequent genug berücksichtigt.
Macht weiter so – besonders euer Engagement im CCC Umfeld ist vorbildlich.
@Linus auch wenn Framework coole Hardware macht, unterstützen sie Verschwörungstheoretiker, Faschisten, Rassisten und andersartiges rechten Abschaum.
https://thelibre.news/lets-talk-about-dhh/
https://sgued.fr/blog/framework-omarchy/
Sehr schade, aber ich denke es ist sinnvoll, das im Hinterkopf zu behalten.
Hachja, wir wären auch einfach alle hier nicht im linken Spektrum ohne ständige Spalterei und unnötiges purity testing. Danke dass du uns kurz daran erinnerst damit wir das im Hinterkopf behalten.
Dann lieber wieder zu Apple und Microsoft, nech? Die küssen ja schießlich nur Trump und der MAGA Bewegung den Ring im vorauseilendem Gehorsam.
Der Skandal zum Thema Rote Hilfe ist eigentlich, dass die Göttinger Sparkasse der Roten Hilfe (Beobachtungsfall des Verfassungsschutzes) das Konto kündigt, nicht jedoch der AgD Göttingen (ebenfalls Beobachtungsfall): https://afdgoettingen.de/spenden/
Kurzer Service-Post zum Thema 39c3 Beiträge durchsuchten:
Startet ein Video auf media.ccc.de und hängt hinten an die URL „/playlist“, dann läuft da schön eins nach dem anderen durch, wie bei YouTube ;)
Einziger Schönheitsfehler imho: Die Playlist läuft rückwärts von Infrastructure Review bis Opening
Ansonsten auch schön ohne Browser: `mpv ‚https://media.ccc.de/c/39c3’` (leider ohne erkenntliche Ordnung).
Zum DID mal kurz eine persönliche Erfahrung, die ich gerade mache. Ich reise gerade mit einem Segelboot um die Welt, und bin 2025 in Europa und jetzt 2026 in Südamerika und der Karibik unterwegs.
Ich habe es jahrelang ohne Whatsapp, Facebook und Instagram geschafft. Aber in Spanien fing es an: Wir brauchten schnell(!) einen Mechaniker, und der bestand auf Whatsapp. SMS ignorierte er, warum auch immer – es ist ja auch eine Kommunikation über dieselbe Telefonnummer. Also war ich gezwungen, Whatsapp zu installieren. Direkt nach der Installation meldeten sich interessanterweise mehrere Personen, von denen ich teils Jahre nicht gehört hatte. Aber ich habe es dann nach der Kommunikation deinstalliert – nachdem ich die Personen auf Signal verwiesen habe. Keine der Personen hat sich aber darauhin bei Signal angemeldet. “Habe ich nicht”
Als wir in Tobago ankamen, wurde es dann leider richtig mandatory. Das Einklarieren über die Immigration funktioniert tatsächlich real nur noch über Whatsapp. Es gibt eine Email (gmail – keine Antwort), eine Telefonnummer – die keine ausländischen Nummern annimmt – und als wir den Beamten trafen, bat er um Meldung auf Whatsapp, um in Kommunikation treten zu können. Das tat er nach den Formalien, die man in Persona erledigt, dann auch: Er fragte nach Abreisedaten, updates, Terminabsprachen etc. und auch unseren Aufenthalt konnten wir per Whatsapp Nachricht verlängern – nachdem wir am Office vor verschlossenen Türen standen und wie gesagt nicht anrufen konnten. “We are on patrol right now” war die Whatsapp Nachricht.
Man kommt hier also um Whatsapp nicht herum. Das sage ich nicht zur Rechtfertigung, es zu nutzen sondern als Zustimmung und Motivation zum DID. Ein gruselige Vorstellung, wenn es irgendwann so in Deutschland laufen würde.
Mir ist schon öfter aufgefallen, dass Linus den Verzicht auf WhatsApp als einfach oder gar realistisch darstellt. Hier muss ich widersprechen: Vielleicht ist das in deiner Blase so oder ein massiver Generationen-Unterschied. Es freut mich, dass es anscheinend solche Bubbles gibt und du Teil davon bist. Aber ich bin Mitte 20 und in meiner Altersgruppe ist es schlicht unmöglich, auf WhatsApp zu verzichten.
Man fragt neue Bekanntschaften nicht mal mehr, ob sie WhatsApp haben; die Quote liegt bei 100 %. Das wird beim Austausch von Nummern einfach vorausgesetzt. Mein gesamtes gesellschaftliches Leben findet dort statt: Sportvereine, Freiwillige Feuerwehr, Abijahrgang, diverse Freundesgruppen und sogar meine (Informatik!)-Studiumskontakte. Alles läuft über WhatsApp-Gruppen.
Ich selbst bin über jeden Messenger und Mastodon erreichbar, aber noch nie wollte ein Kontakt die Kommunikation aktiv dorthin verlagern. Klar könnte ich von allen verlangen, für mich die App zu wechseln, aber „dieser Typ“ möchte ich nicht sein. Wenn mich jemand bittet, auf Signal umzusteigen, mache ich das sofort – es ist nur noch nie passiert.
Wenn wir abstimmen könnten, welche App wir ab jetzt alle benutzen, würde meine Wahl sicher nicht auf WhatsApp fallen. Aber der Netzwerkeffekt ist in der Realität einfach unfassbar stark.
Ich bin froh, wenn Menschen sich Zeit nehmen, mir zu schreiben, denn Einsamkeit ist ja ein größer werdendes Thema. Ich will ihnen nicht vorschreiben, welche App sie nutzen müssen, und möchte nicht der „Sonderfall“ sein, für den man extra eine zweite App öffnen muss. Das würde den Kontakt reduzieren. Freunde und soziale Kontakte sind essenziell für die psychische Gesundheit. Da soll man mich dort erreichen können, wo man will – und das ist dann die App, die man auch für alle anderen nutzt.
Besonders bei Gruppen wie der Feuerwehr oder im Sportverein (Altersspanne von 10 bis 70) halte ich einen geschlossenen Umzug für illusorisch. Ich möchte nicht derjenige sein, der versucht, 50+ Leute zu überreden – erst recht nicht, wenn man dort neu dazukommt. Während engste Freunde nach mühsamer Überzeugungsarbeit mitziehen würden, verliert man in größeren Vereinen oder Gruppen ohne WhatsApp schlicht den Anschluss – sowohl sozial als auch bei wichtigen kurzfristigen Absprachen.
Außerdem fehlt (noch) ein echtes Killerargument für den Wechsel, das jedem sofort einleuchtet. WhatsApp ist ja Ende-zu-Ende verschlüsselt und die Nachrichten liegen immerhin nicht einfach auf dem Server wie etwa bei Telegram.
Am Ende ist mir der soziale Kontakt zu meinen Mitmenschen wichtiger als die perfekte Wahl des Messengers.
Ich teile nicht alle Argumente, aber finde dennoch, dass du einen Punkt hast. Es war v.a. während meiner Schulzeit und frühen Studienzeit und eigentlich heute noch mit hohen sozialen Kosten verbunden kein Tastenhandy, später Smartphone zu haben oder selbst bei Mainstream-Hardware, Mainstreamapps wie facebook, WhatsApp, Insta usw. nicht zu nutzen. V.a. im dörflicheren Strukturen kann man sich seine Kontakte weniger heraussuchen als im städtischen. Auch in der Selbstständigkeit ist das einfacher als in Abhängigkeiten zu Mitschülern oder Kollegen mit durchschnittlichen IT-Security-Horizont. Ich erkenne zwar bei dir Daniel auch nicht den Wille, mit Mitmenschen in einen konstruktiven Diskurs zu gehen, merke aber an, dass mir das auch nicht immer leicht fällt. Auch wollen viele nicht zuhören und haben vorgefertigte Meinungen und sind ignorant, und dann bekommt man ihre Unzufriedenheit ab, das nervt, klar. Über diese sozialen Aspekte huscht Linus etwas hinweg, ja. Ich möchte aber auch betonen, dass das Kritik am Podcast auf sehr hohem Niveau ist.
„Freiwillige Feuerwehr“
Habt ihr keine der vielen datenschutzrechtlich zulässigen Feuerwehrapps die auch Alarmierung, Kalender, etc. können?
„und möchte nicht der „Sonderfall“ sein, für den man extra eine zweite App öffnen muss. Das würde den Kontakt reduzieren“
Dann sind das doch eh nur Fremde bis flüchtige Bekannte, oder nicht?
„Freunde und soziale Kontakte sind essenziell für die psychische Gesundheit.“
Nur sind das denn Freunde wenn der Kontakt sofort verloren geht wenn man sich dem Mainstream nicht anschließt. Das ist genau das selbe Problem was Leute haben die auf einmal an Krebs erkranken, ein Kind verlieren etc. Menschen die sie für Freunde hielten, sind plötzlich weg.
Ich glaube, Du verkennst hier, das in der aktuellen Zeit „Leute“ schon genug damit zu tun haben, ihr eigenes akutes Leben zu managen. Viele (und vor allem immer mehr) haben aktuell damit zu kämpfen, überhaupt ihren Alltag mit gerade mal so halbwegs mittelfristig belastbarer Lebensplanung zu leisten. Alles und jeder buhlt um Aufmerksamkeit. So gut wie niemand ist gegen die psychologisch gut abgesicherten Algorithmen („Verlockungen“) von Social Media gefeit und verbringt entsprechend wertvolle Lebenszeit damit.
Wenn dann der Tag zu Ende ist und man nach einem (schon wieder) 10h Tag die Benachrichtigungen durchgeht, stört es dann schon, wenn man sich dazu angehalten fühlt, Dinge, die schon geschrieben, geteilt und diskutiert wurden, jetzt auch noch woandershin zu multiplizieren. Dann hat man nämlich weniger Zeit, die Wäsche zu machen, einzukaufen, sich mit den Kindern zu unterhalten.
Es gibt ÜberzeugungstäterInnen. Martina hier im Kommentarchat ist eine von ihnen. Ich bin Nutznießer von anderen.
Deine Ansicht, Titus, empfinde ich als anmaßend und erniedrigend. Nicht viele sind so selbstsicher und in sich ruhend, wie Deine Beiträge den Anschein erwecken, dass Du zu sein scheinst.
Frei nach Mark Aurel: Jeder ist für seine Gefühle selbst verantwortlich…
Ich lese bei dir nur Ausreden und Schuldwegweisungen. Denn tatsächlich empfinde ich es als leicht von den Zeitdieben auf seinem verglasten Hirntumor los zu kommen: Benachrichtigungen abstellen oder deinstallieren sind nämlich ganz leicht. Dann kann man auch als Außendienstler der zu seiner Arbeitszeit auch noch Reisezeit hat, die Freizeit mit Feuerwehr und Sport füllen.
Ich sehe schon Deinen Punkt, dass es zu einfach ist, einfach „den Apps“ die Schuld zu geben. Auch glaube ich, dass jede(r) sich fragen sollte, inwieweit man sich sich davon den Lebensalltag bestimmen lassen will.
Bzgl. der Einfachheit, auf liebgewonnene Kontakte zu verzichten, weil man die Nutzung eines an sich nützlichen, wenngleich nicht ausschließlich gutartigen Programms ablehnt, scheint mir, dass wir da meinungstechnisch nicht zusammenkommen.
Mag sein, dass es für Dich kein Problem ist. Für viele andere ist es das schon. Und die meisten sehen „unser“ Problem gar nicht erst.
Was ist ein „Verbrennerprozessor“?
x86
Ich bin selbst als waise aufgewachsen und habe eine kleine Tochter. Um mit ihr in Kontakt zu bleiben, nutze ich whatsapp.
Ich finde, es ist eine schreckliche Entwiklicklung, dass man überhaupt so viele Auswahlmöglichkeiten hat, was Messenger angeht. Ich bin überaus überfordert, wenn es keine Empfehlungen gibt.
Ich bin mir leider persönlich aber unschlüssig, ob es ein guter Ratschlag ist, Whatsapp zu verlassen. Ich bin mir zwar über die politschen Grenzen bewusst, aber ein Teil meiner Familie ist in der USA beheimatet und ich möchte niemanden beleidigen.
Danke für euren Austausch.
Mit Signal würdest Du niemanden beleidigen – The Signal Technology Foundation ist eine US-amerikanische Non-Profit-Organisation.
Hier benötigst Du lediglich Deine Telefonnummer als ID bei der Registrierung. Die Server dienen nur dem Nachrichtentransport zwischen den Endgeräten der Nutzer und speichern keine Nachrichten (auch nich die verschlüsselten), die Kommunikation ist IMMER Ende-zu-Ende-verschlüsselt und die normalen Features eines Messengers findet man dort, wie bei allen anderen, auch.
Lediglich das Teilen von Content ist pro Aktion auf 5 Empfänger(gruppen) beschränkt. Andere Nachteile sind mir nicht bekannt.
Da die Server keine Nachrichten speichern, sondern nur transportieren, gibt es kein serverseitiges Backup. Darum muss sich der User selbst kümmern.
Zur Frage ob es für die Vorträge nicht was zum gemütlich am Fernseher anschauen gibt: doch, gibt (gab) es, nennt sich „Chaosflix“.
https://github.com/NiciDieNase/chaosflix
Leider ist der Maintainer vor jetzt doch schon 3 Jahren verstorben, und auch wenn die App zumindest auf einem Fire Stick noch halbwegs funktioniert ist sie inzwischen leider nicht mehr im Google Store oder auf F-Droid. Aber vielleicht findet sich ja unter den Hörern wer der die App wieder zum leben erwecken will…
Thema Kontokündigungen der Roten Hilfe Adressiert
Nachdem ich den Beitrag zu den Kontokündigungen der Roten Hilfe gehört hatte, wollte ich etwas Aktives gegen die Bedrohung der Demokratie tun.
Da passte es ganz gut, dass am Montag (12.01.2026) der Neujahrsempfang unseres Unterbezirks stattfand. Dort habe ich sowohl den hessischen Landtagsabgeordneten Oliver Ulloth als auch den Bundestagsabgeordneten Daniel Bettermann getroffen und sie über dieses Thema informiert. Für beide war die Konntenkündigung und die „Einfachheit“ mit der diese geschehen konnte, nicht bekannt. Vom MdB Bettermann habe ich die Zusage bekommen, dass er zumindest einmal nachfragen stellen will, was den Sachverhalt angeht. Beide waren überzeugt, so etwas geht gar nicht.
Ich hoffe auf Rückmeldung. Wollte euch hier nur informieren, dass es mich nicht kaltgelassen hat und ich aktiv geworden bin.
Danke für euren Podcast, den ich immer gerne höre. Auch wenn er mich oft an vielen Dingen zweifeln lässt, sehe ich auch das Positive. Euren Humor mag ich sehr.
Ich hatte ein bisschen Bauchschmerzen, als ich den 39C3 Talk „The Heartbreak Machine: Nazis in the Echo Chamber“ gesehen habe: Auf der Seite https://okstupid.lol/ werden die erbeuteten Datensätze der die rechte Liebe Suchenden inklusive Wohnort veröffentlicht. Ich erwarte hier kein Mitleid mit Faschisten, frage mich aber, ob das nicht der Hacker Ethik widerspricht: Öffentliche Daten nützen, persönliche Daten schützen.
Warte mal: Das widerspricht der Hackerethik bestimmt nicht, weil – Faschisten.
Ich gebe Dir absolut Recht:
So wenig ich für derartige (rechte) Gedankenmuster übrig habe – wenn man sich über das Messen mit zweierlei Maß bzgl. Völkerrecht bei USA/Venezuela vs. Russland/Ukraine aufregt, sollte man bei der „eigenen“ Ethik nicht damit aufhören, mehrerlei Maß anzuprangern.
Rechte gelten für alle, auch die, die man shice findet.
Immer diese Leute, die sofort auftauchen und ganz besorgt um die Rechte der Nazis sind. Euch braucht man genau so wenig wie die Nazis. Bleibt unter eurem Stein.
Ich habe mich auch unter einem Stein verkrochen. Ich führe ein neues Leben als Ameise. Es war ein guter Hinweis. Du kannst ja mal zu besuch kommen, wenn du auch keine Ameise sein möchtest. Ameisen sind sich für niemanden zu schade.
Kommentar von ganz unten, es ist dunkel hier. Man sieht nich mal Schatten.
An Dir scheint ja ein richtiger, lupenreiner Demokrat verlorengegangen zu sein.
Oder mit Waus Worten:
Wir müssen die Rechte der Andersdenkenden selbst dann beachten, wenn sie Idioten oder schädlich sind.
Ich finde gut, dass diese Datingbubble sichtbarer gemacht worden ist.
Ich bin mir aber auch sicher, dass es viel effektiver für eine veränderung gewesen wäre, wenn die leute an die hand genommen und nicht beschränkt worden wären.
Ein paar mehr bots sind eine alternative lösung, die auch oft benutzt wird.
Wenn es einem um die veränderung eines toxischen gefüges gegangen wäre, hätte man ja auch reichlich attraktive bots im netzwerk etabliert können, die ein paar positive politsche botschaften mitgebracht hätten.
Wenn es einem nicht so wichtig ist, auf einer Bühne stehen, würde man ja nicht strippen.
Wäre es polistisch nicht auch sinnvoll, es US-Unternehmen schmackhaft zu machen, die USA zu verlassen? Die Politik der USA ist doch langfristig auch totaler Selbstmord.
Könntet Ihr das vielleicht auch in den nächsten Folgen mal aus der Sicht von (IT-)Infrastruktur beleuchten? Wenn Trump bei Instagram & Co den Stecker zieht, werden zwar ein paar Influencer in Ohnmacht fallen, aber das Leben wird weitergehen. Aber wie ihr schon sagt, was ist es hart auf hart kommt? Bankensystem, DNS, GPS… Welche Betriebssysteme gibt es die nicht aus den USA stammen?
Die Aktion mit den Konten macht mir echt Sorgen…
Achja…
Wenn ich meine „Erfahrungen“ mit anderen Anwendungen poste, werden die Leute schreiend davonlaufen. Mastodon… Signal… Libre Office… Das meiste ist mit großen Schmerzen Verbunden.
Wenn ich als Nerd da schon genervt bin, wie soll es dann anderen Leuten gehen? Kenne kaum jemanden der bei Signal nicht mindestens einmal seinen gesamten Nachrichtenverlauf verloren hat.
Signal ist gut für sichere Kommunikation. Aber der Kampfauftrag „Weg von US-Unternehmen“ ist einfach ein anderes Szenario.
Warum ist Signal eigentlich zu empfehlen, wenn es doch ein US-Unternehmen ist? Das verstehe ich nicht und freue mich über konstruktive Belehrung
Das Frage ich mich auch. Signal ist sicherlich sehr sicher und ganz gut im Datenschutz. Aber mit Unabhängigkeit hat Signal als zentralistischer, in den USA beheimateter Messenger in meinen Augen wenig zu tun. Und es ist ja der Digital Independence Day, nicht der Digital IT Security Day.
Das liegt vor allem an der Ethik der Menschen hinter der Anwendung. Grundsätzlich ist dazu aber die umfassende Artikelserie von Mike Kuketz zu empfehlen: https://www.kuketz-blog.de/die-verrueckte-welt-der-messenger-messenger-teil1/
zu Tim bei 0:04:15: Es entspricht der anarchistischen Utopie, dass Akteure machen, was sie wollen. Das Problem ist weniger, dass die USA macht, was sie will, sondern vielmehr, dass sie will, was sie will. Es wäre besser, wenn sie anders wollen würde.
Genug geklugscheißert, tolle Sendung, wie immer!
Ich finde es ja eher befremdlich, dass eine linke Organisation, wie die „rote Hilfe“ ihr Konto bei einer Bank hat, die auch gerne mal Rudolf Steiner in ihrer Mitgliederzeitung zitiert, einem anerkannten Rassisten und Antisemiten. Für mich war das der Grund, nach einem kruzen Schriftwechsel mit der Bank und deren Marketing-BlaBla (war ja nicht alles schlecht, was der gesagt hat).
Linus meint: „Wenn ich das irgendwie hinkriege, ohne WhatsApp klar zu kommen, dann kriegt es wahrscheinlich jede andere Person auch hin, weil sie nur ihr normales, soziales Umfeld da mal hinbewegen muss.“
Dabei lässt er aber ein wichtiges Detail außer Acht, denn er hat (meines Wissens nach) keine Kinder.
Auch ich habe sehr lange ausschließlich über Threema und Signal kommuniziert. Die paar Leute, die keinen der beiden Messenger nutzten, habe ich eben per SMS kontaktiert. Das änderte sich, als mein Kind in die Schule kam. Schon zu Kindergartenzeiten hat man von spontanen, über WhatsApp gemachten Spielplatz-Treffen erst im Nachhinein erfahren. Im von mir eingerichteten Signal-Chat war wenig los, bis ich erfuhr, dass irgendjemand doch eine WhatsApp-Gruppe aufgemacht hatte. Spätestens aber mit der Schule werden Planungen für die Klasse oder Kindergeburtstage über genau diese eine App geführt.
Ganz ehrlich, bevor mein Kind soziale Nachteile hat, müssen meine Prinzipien hinten anstehen. Was aber natürlich nicht bedeutet, dass ich viele neue Kontakte nicht weiterhin sofort frage, ob nicht auch Signal möglich wäre.
Wie kann ich meinen Geschlechtseintrag auf „fedivers“ ändern?
Hallo zusammen,
hat jemand den Digital indenpendence day Snippet aus dem Podcast auf einer unabhängigen Platform mit Link?
Das ist eine super Werbung für den DIT oder DUT. Ich möchte das in meinem Freundeskreis verbreiten und habe es nur bei YouTube gefunden. Ich finde das Teilen eines YouTube-Links um darauf hinzuweisen big tech nicht mehr zu verwenden irgendwie inkonsequent :D
Freue mich auf Ideen und Links.
Mooin!
media.ccc.de natürlich :D
Mit dem #t anchor kann man dann auch die richtige Stelle finden…genau wie der ?t= Parameter bei YouTube.
z.B.:
https://media.ccc.de/v/39c3-die-kanguru-rebellion-digital-independence-day#t=2590
Man hätte durchaus noch erwähnen können, dass die Rote Hilfe in ihrer aktuellen Form zur Unterstützung der RAF-Terroristen im Jahr 1975 gegründet wurde.
Zum Thema Machthaber, die sich von ausländischen Söldnern beschützen lassen: Der Papst lässt sich von der Schweizergarde schützen. :)