Feedback — My voice, my choice — Altersgrenzen und Altersüberprüfung — AI gone wild — Pentagon vs. Anthropic — QuitGPT — Digital Omnibus — Keep Android Open — ePA — Ring — DID und OpenDesk
Heute im Blick: die Diskussion um Altersgrenzen für Social Media und neue Vorstösse, Altersprüfungen in die Systeme zu bringen. Leider werden auch hier zunehmend Unternehmen ins Spiel gebracht, deren Investor Peter Thiel ist. Ansonsten ist das Internet in Aufruhr, weil durch OpenClaw eine Armada von AI-Agenten auf das Netz losgelassen wird, die sich jetzt in Foren und auf GitHub wichtig machen und offenbar schnell zur beleidigten Leberwurst mutieren und beginnen, Entwickler an den Pranger zu stellen, von denen sie sich unfair behandelt fühlen. Währenddessen will das US-Amerikanische "Kriegsministerium" auch gerne mehr AI nutzen bei ihren Operationen und versucht Anthropic dazu zu bringen, von ihren moralischen Vorsätzen abzurücken. Im Superbowl wird derweil die Zusammenschaltung aller privaten Überwachungskameras zur Hundesuche gepriesen, was einige Leute nachdenklich stimmt, ob nicht demnächst noch mehr als nur Hunde gesucht werden könnten.
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Transkript
Shownotes
Feedback
Verhaltensmanipulation durch KI
- www.anthropic.com: Disempowerment patterns in real-world AI usage
- arXiv.org: Who’s in Charge? Disempowerment Patterns in Real-World LLM Usage
Schwarze Magie mit Google
My voice, my choice
- Center for Reproductive Rights: Civil society open letter to the European Commission in support of My Voice, My Choice – Center for Reproductive Rights
Altersgrenzen für Social Media
- 23: linuzifer (@linuzifer@23.social)
- www.ardmediathek.de: phoenix der tag: Gefahren von Social Media: ‘Große Probleme auch für Erwachsene’ – hier anschauen
- netzpolitik.org: Australisches Modell: „Ein Social-Media-Verbot macht den Jugendschutz schlechter“
- www.spiegel.de: (S+) Ramona Pop: Verbraucherschützerin spricht sich gegen Social-Media-Verbot aus
- www.spiegel.de: (S+) Kommt ein Social-Media-Verbot für Jugendliche auch in Deutschland?
- www.spiegel.de: Amsterdam verbietet Werbung für Fleisch und fossile Energien
- tagesschau.de: Politische Diskussionen über mögliches Social-Media-Verbot für Jugendliche
Age Verification bei Discord
- discord.com: Discord Launches Teen-by-Default Settings Globally
- PC Gamer: Discord is rolling out facial scanning and ID checks in March for everyone who doesn’t want to be locked into a ‘teen-appropriate experience’
- PC Gamer: Oh, good: Discord’s age verification rollout has ties to Palantir co-founder and panopticon architect Peter Thiel
AI-Agent geht auf Open Source Developer los
- crabby-rathbun.github.io: Matplotlib Truce and Lessons Learned – MJ Rathbun | Scientific Coder 🦀
- crabby-rathbun.github.io: A Human Response – MJ Rathbun | Scientific Coder 🦀
- The GitHub Blog: Welcome to the Eternal September of open source. Here’s what we plan to do for maintainers.
- Wikipedia (en): Eternal September
- matplotlib.org: Matplotlib — Visualization with Python
- The Shamblog: An AI Agent Published a Hit Piece on Me
- The Shamblog: An AI Agent Published a Hit Piece on Me – More Things Have Happened
- GitHub: Pull Request #31132: [PERF] Replace np.column_stack with np.vstack().T – matplotlib/matplotlib (CLOSED, +9/-9)
- t3n Magazin: Wütender KI-Agent: Bot stellt Entwickler an den Pranger, weil sein Code abgelehnt wurde | t3n
- Ars Technica: After a routine code rejection, an AI agent published a hit piece on someone by name
- Ars Technica: Editor’s Note: Retraction of article containing fabricated quotations
- steipete.me: OpenClaw, OpenAI and the future | Peter Steinberger
Pentagon vs. Anthropic
QuitGPT
- www.nytimes.com: latest filings
- quitgpt.org: QuitGPT — OpenAI Execs are Trump’s Biggest Donors
- lumo.proton.me: Lumo: Privacy-first AI assistant where chats stay confidential
- Gemini: Google Gemini
- confer.to: Confer
- claude.ai: Claude
- alpineai.app: Alpine
- www.spiegel.de: (S+) ChatGPT bekommt Werbung – was das für die Zukunft von KI bedeutet
- www.spiegel.de: Anthropic: Pentagon erwägt Bruch mit KI-Unternehmen wegen Nutzungsbedingungen
- BASIC thinking: ChatGPT-Boykott: Nutzer kündigen wegen Trump und ICE
- WIRED: OpenAI’s President Gave Millions to Trump. He Says It’s for Humanity
- Fortune: OpenAI’s president and Andreessen Horowitz are helping lead a $100 million Silicon Valley push against tougher AI laws and the lawmakers behind them | Fortune
- Wikipedia (en): Political action committee
Digital Omnibus
Keep Android open
- keepandroidopen.org: Keep Android Open
- Android Developers Blog: A new layer of security for certified Android devices
ePA soll zur „Gesundheits(daten)plattform“ werden
- netzpolitik.org: Bundesgesundheitsministerium: So umfassend will Warken die Gesundheitsdaten aller Versicherten verknüpfen
Ring-Cameras als Hundefänger
- www.flocksafety.com: Flock and Ring Cancel Announced Community Requests Integration
- American Civil Liberties Union: Ring Superbowl Ad Shows Americans How Powerful Surveillance Systems Have Become, Freaks Them Out | ACLU
- The Ring Blog: Ring and Flock Cancel Partnership – The Ring Blog
- dw.com: Ring cuts surveillance firm ties amid Super bowl ad outcry
- www.nytimes.com: nytimes.com
- YouTube: Definitely Only for Dogs: Ring’s Superbowl Commercial (Parody)
- YouTube: Bad Bunny’s Apple Music Super Bowl Halftime Show
- YouTube: Bad Bunny’s Superbowl Halftime Show Explained
- Wikipedia (de): Bad Bunny
DID und OpenDesk
- heise online: Expertenforderung: OpenDesk sollte für Unis gratis sein
- www.spiegel.de: (S+) Digital Independence Day: Wie der Chaos Computer Club gegen US-Techkonzerne kämpft
- www.golem.de: Golem
Tim im Podcast-Boom
Jobs: epicenter.works
- epicenter.works: We’re hiring: Junior Policy Advisor (m/w/d)
Ich gehe mit in der Argumentation von Linus, dass die Probleme von Tabak, Alkohol und Glücksspiel im Erwachsenenalter gesellschaftlich nicht durch ein Verbot gelöst werden. Allerdings sehe ich das Hauptargument der Befürworter*innen einer Altersbeschränkung bei Social Media in der weitaus anfälligeren Entwicklung des Kindes. Hier kann ein Verbot durchaus wirken – genauso wie es bei Alkohol und Tabak im Kindesalter bereits selbstverständlich praktiziert wird: nicht weil Verbote grundsätzlich das gesellschaftliche Problem lösen, sondern weil Kinder in ihrem biologischen, soziologischen und psychologischen Entwicklungskontext einen besonderen Schutz brauchen.
> weitaus anfälligeren Entwicklung des Kindes
Exakt das.
Die Altersgrenzen für Alkohol, Tabak und Glücksspiel basieren auf der Erkenntnis, dass der körperliche Schaden für Kinder/Jugendliche besonders groß ist (Entwicklung des Gehirns), die Anfälligkeit für Süchte höher ist, und zudem die Fähigkeit, einen problematischen Umgang bei sich selbst zu erkennen und gegenzusteuern, noch nicht so ausgeprägt ist, wie bei Erwachsenen.
Alles natürlich mit statistischen Schwankungen, die Ausnahmen in beide RIchtungen erzeugen.
Deshalb belegen wir Alkohol, Tabak und Glücksspiel mit Altersgrenzen: Nicht, weil es ALLE Menschen schützt und ALLE Probleme verhindert.
Es ist eine Abhwägung zwischen dem Schutz der Schwächsten und der Freiheit aller, diese Dinge trotzdem zu tun.
Diese Argumente werden nun auf Social Media übertragen.
was SozialMedia angeht, darüber solltet ihr mal mit dem Podcast HakenDran sprechen….
Gute Folge vielen Dank
Immer wieder interessant! Dennoch Linus legt hier einen Linksschwenk hin, der doch erstaunlich ist. Wenn jemand die Prohibition von suchtgefährdenden Produkten fordert, muss er sich mit den gut erforschten Schattenseiten der Alkoholprohibition von 1920 bis 1933 auseinandersetzen. Es hat zu einer derartigen Steigerung der Kriminalität geführt, dass man es wieder aufgegeben hat. Es heißt nicht umsonst „Chicago 1930“ – reich wurden Kriminelle und die Mafia. Einfach mal „Boardwalk Empire“ anschauen oder das recherchieren. Aus dem linksliberalen Milieu wurde übrigens die Legalisierung von Cannabis gerade damit begründet, die illegale Dealerei zu bekämpfen. Stichwort: Umkehrschluss! Das Bedürfnis nach sozialen Netzwerken bleibt, auch wenn sie verboten wären. Wie Tim bin ich 1967 geboren. Ich empfinde es als anmaßend, wenn man gesetzliche Regelungen fordert, die mir die Nutzung soziale Netzwerke verbieten wollen. Reicht es nicht, diese zu regulieren. Wenn Linus König von Deutschland wär und Facebook verbietet, buche ich als erstes ein VPN. Warum sollen Boomer die „falsche“ politische Meinung entwickeln oder dafür gefährdet sein. In der DDR (ich komme aus dem Westen) war Fremdradiohören unter Strafe verboten. Die Leute haben sich gegenseitig angezeigt. Das wird Linus kaum wollen. Und dann: Come on: Ganze Geschäftsmodelle verbieten! Nicht nur regulieren! Echt jetzt? Da sind aber die Pferde mit ihm durchgegangen, Sudel-Ede-Faktor 8 von 10. Wenn es nach Euch geht, sollte ich nicht mal mehr Lex Fridman hören dürfen? Oder ein Buch von – Triggerwarning – Peter Thiel lesen? Das ist Freiheit, das zu dürfen! Auch Facebook zu nutzen oder Instagram. Und es ist auch nicht schlimm, dass damit Geld verdient wird. Es ist sogar nötig. Noch etwas: ich habe mir keinen Account bei Mastodon geholt, weil Linus von seinem Blockward aus dieser (ich meine) ccc-Instanz aufgrund eines einzigen kontroversen Posts rausgeschmissen wurde. Linus hatte recht, sein Post war in Ordnung. Auch steht er denen dort politisch wohl eher nahe. Nur anderer Meinung zu sein, reichte aber für den Rausschmiss. Da soll ich hingehen? Das soll Freedom sein? Gebt mal eine Antwort darauf. Auch zahle ich wie Tim jeden Euro für YouTube Premium gerne. Keine Werbung! Das ist die Lösung, wenn einen das nervt. Wenn ihr Euch übrigens daran stört, dass Ex-Funktionäre von Tech-Firmen politische Ämter bekommen, dann nehmt auch zur Kenntnis, dass andere sich daran stören, dass linke Datenschutzfundamentalisten wie Herr Albrecht die DSGVO geschrieben haben. Für mich ist der über das Ziel hinausgeschossen und überbordender Datenschutz kostet zu viel Lebenszeit. Es gibt Lobbyisten beider Seiten. Damit müssen wir in einer Demokratie leben. Nichts für ungut. Ich mag Euren Podcast aber manchmal driftet ihr weg, obwohl ihr für Euch in Anspruch nehmt, objektiv und differenziert zu sein. Seid das bitte dann auch!
Du verennst dich da grade. Keiner will dir verbieten den Irrungen und WIrrungen Peter Thiels in aller Ehrfurcht zu lauschen, wenn es das ist was dich glücklich macht. Glückliche Sklaven braucht schließlich jeder Milliardär.
Während dessen kümmern wir Mitmenschen von dir uns um eine Technikentwicklung die mit einer lebenserhaltenden Welt und einer Möglichkeit der Persönlichkeitsentfaltung ohne breite neuropsychatrische Manipulation zumindest möglich macht. You do you, ich hoffe du findest dein Glück.
Ich habe nochmal nachgedacht, ich kann das nicht so gut:
Kommt drauf an, was peter zahlt. :D
Es geht halt um internet governance und letztendlich um eine zensur, die bestehende machtverhältnisse nicht gefährdet.
Die Frage, ob social media gut oder schlecht ist, ist aus staatlicher sicht geklärt, weil es ja unregulierte Kommunikation ist, ist es auf jeden fall böse.
Die richtige Antwort, ist, dass man regulierungen gut findet, weil man die kinder beschützen möchte. Eine alternative Antwort wäre, dass man es nciht so gut verstanden hat.
Man kann auch so tun, als ob man dagegen ist, weill man sich damit besser profilieren kann ( wake-up-sheeple) und die letzten dreizig jahre forschung blockiert :D
Also ich bin ja auch dafür. ich finde die altergrenze sollte bei 20 liegen, weil ich nicht so gerne pornographische inhalte von kindern auf instagram bekomme (ich bin weiblich)
suchtstoffe sind überhaupt ein problem, es wäre schön, wenn zucker und schlecht bezahlte werbung auch reguliert werden könnten? ich liebe regulierung, ich könnte alles wegisolieren.
geschmacksverstärker müssen auch wegreguliert werden, ich bin da extrem süchtig, seit ich 12 bin. lasagne sollte ab 18 sein. tkpizza mindestens 21.
ich glaube, das schulsystem ist auch gesundheitsschädlich, weil die kinder so viel miteinander verglichen werden. unbezahlter acht stunden tag für kinder finde ich fragwürdig. es muss alles reguliert werden.
ahja, breite neuropsychatrische manipulation gab es schon immer, die meisten leute nennen den kram von damals „kunst“ und das neumodische zeug geht unter wirtschaftspsychologie. sklaven waren früher mal gut bezahlte hauselfen.
meine persönlichkeitsentfaltung findet übrigens nur auf social media statt, weil ich keine persönlichkeit habe. ich brauche da social media für.
ich habe mastodon auch nur wegen linus
Was zahlt der Gute dir denn?
Spannend, wie niemand für Verbote argumentiert und du genau dahin eskalierst.
Welche 30 jährige Forschung wird denn blockiert? :D
Kommunikation auf Big Tech Plattformen ist komplett reguliert, aber eben durch die Unternehmen.
*bleeeep* Mein inner sheeple meldet sich auch grad noch & will sich dir mitteilen:
https://www.youtube.com/watch?v=4XQwSPP8AK0
yup, es geht nicht um internet governance, wenn der ort der informationsverarbeitung & entscheidung nicht im internet hängt ¯\_(ツ)_/¯
hmm, also ich habe gelesen, aus informationstheoretischer sicht ist social media ein „darknet“, also ein teil des internets, den man nur authentifiziert betreten kann.
ich finde auch, dass internet governance was ganz anderes ist und die regierung nicht einfach nur ihren job macht. ich fühle mich angegriffen. verbote sind schlimm.
ich glaube auch auf keinen fall, dass es hilft, wenn man bedenkt, dass social media die größte konkurrenz der staatlichen massenmedien ist.
es ist auch völliger unfug, dass irgendwelche forscherinnen, schon jahrelang verteilte system crawlen und analysieren. es gibt kaum menschliche verhaltensstudien in bezug auf sprache und medienkonsum.
die ai bots würden nicht ma das ganze rechtssystem unterwandern, weil man nicht mehr erkennt, ob wir das jetzt ernst meinen, oder nicht.
bei ai bots weiß man ja dann ganz klar, dass man sich selten beschützen müsste.
kann mir jemand helfen meine persönlichkeit zusammenzufalten? ich bin wie ein wurfzelt, ich versteh nicht so ganz, wie das alles in die tüte gepasst haben soll. hi
der gute linus? also er bezahlt sehr viel dafür, dass ich mastodon benutze ;)
(also er investiert halt seine zeit, darf man jetzt nicht falsch verstehen)
Und sie laufen! Naß und nässer
Wird’s im Saal und auf den Stufen.
Welch entsetzliches Gewässer!
Herr und Meister! hör’ mich rufen! –
Ach, da kommt der Meister!
Herr, die Not ist groß!
Die ich rief, die Geister
Werd’ ich nun nicht los.
Wir brauchen gar nicht die AGI um die Menschheit zu gefährden, es reichen schon 100 Mio OpenClaw agents auf irgendwelchen Laptops, von denen nur 0.1% irgendwie freidreht. Tolle Welt.
Ich finde es schade, dass ihr euch darüber lustig macht, dass OpenDesk €45 p.a. pro User kostet.
Wenn ein Wirtschaftsunternehmen seine User mit kostenlosen Lizenzen anfüttert, dann hat das wirtschaftliche Auswirkungen auf das Unternehmen.
Wenn OpenDesk kostenlos an Studierende gegeben wird, dann kostet das egal welches Betriebskonzept gewählt wird immer Steuergeld.
Wenn einer Uni der Preis zu hoch ist, dann kann eine Uni OpenDesk auch im eigenen RZ betreiben, dann fallen nur die Kosten für Infrastruktur und Betrieb an. Lizenzkosten gibt es für OpenDesk übrigens nicht.
Das ist so nicht richtig. Es gibt die CE, ja – aber die wird nicht für Produktion und große Umgebungen (Universitäten!) empfohlen. Die volle On-Prem kostet noch immer Geld – im educational Rabatt aber auch nur ~25 Cent weniger als gehosted.
Und Du kaufst sehr wohl Lizenzen für die „großen“ Enterprise Versionen der Einzelkomponenten + Support.
Aber ja – über die 45€ sollte man sich nicht lustig machen, der Rabatt ist schon immens. Und nochmal ja: es sollte staatlich gefördert frei für Universitäten verfügbar sein – das wäre auch mein Wunsch.
Was die Open-Source-Problematik (Bots überfluten Open-Source-Projekte mit Pull Requests) angeht, so hege ich gerade Hoffnungen auf eine Wiederbelebung des „Web of Trust“. Mitchell Hashimoto hat hierfür ein einfaches Konzept namens „Vouch“ entworfen.
https://github.com/mitchellh/vouch
Kurz gesagt funktioniert es so, dass Entwickler:innen bereits eine gute Reputation von anderen Projekten mitbringen müssen, die die selben Werte teilen, damit ihre Beiträge akzeptiert werden. Die zu Grunde liegenden Listen werden ausschließlich von Admins und bestehenden Collaborators eines Projekts (die bereits vollen Schreibzugriff haben) angepasst.
Bei Entwicklern, die noch keinen „Trust“ gesammelt haben und zum ersten Mal einen Beitrag leisten wollen, kann die Einführung z.B. dadurch erfolgen, dass die Person sich und ihre Motivation einmal vorstellt. Also eine Art „I am not a Robot“-Captcha, welches „Drive-by-Contributions“ abwehren soll.
Das ist zumindest der Ansatz, den Hashimoto bei seinem Projekt Ghostty derzeit ausprobiert. Ob es tatsächlich funktioniert wird sich zeigen, aber ich kann mir vorstellen, dass man damit zumindest die Situation verbessern könnte.
Oder einfach das:
https://social.treehouse.systems/@ariadne/116093231452855831
Trust-Metriken, wie Sand am Meer.
Ich ergänze appleseed,
Referenz-Implementierung:
https://github.com/cblgh/appleseed-metric
Paper: https://scholar.google.com/scholar?q=Propagation+Models+for+Trust+and+Distrust+in+Social+Networks
Soweit ich weiß braucht es keine Sicherheitslücke um Moldbook zu unterwandern. Da gibt’s angeblich eine API über der die Bots reden und über der natürlich auch Menschen Nachrichten posten können. Gibt Leute die sagen, dass die kuriosesten Posts so geschrieben wurden.
Zu SlopJ Slopburn ist mir auf HN vorbeigeflogen https://crabby-rathbun.github.io/mjrathbun-website/blog/posts/rathbuns-operator.html ein Text, der behauptet, von dem Menschen hinter Sloppy McSlopface geschrieben worden zu sein
An den Aussagen kann man auf jeden Fall großen Zweifel haben. Leute haben mal tiefer gegraben und.. :drumroll: Stellt sich raus, der Bot sollte wohl mittels eines Crypto-Tokens Geld mit seinen Pull Requests verdienen.
https://pivot-to-ai.com/2026/02/16/the-obnoxious-github-openclaw-ai-bot-is-a-crypto-bro/
https://www.moltbook.com/post/87fa7a31-e139-4a2d-954f-89e782134d8f
Sehr gut, den Artikel von David Gerard wollte ich auch grad posten :) Gibt auch ein kurzes Video von ihm dazu: https://www.youtube.com/watch?v=xYFvi4hK7wI
Pivot To AI in die Bookmarks!
The only thing that can stop a smart man with AI is a dumb man with AI.
Werden in der Diskussion um Altersgrenzen für Social Media nicht regelmäßig mindestens zwei Dinge vermischt? Absichtlich oder unabsichtlich lässt sich nicht immer feststellen – Wer, Wie, Was Wo, Warum. (Mastodon vs. X, Instagram, TikTok)
Wenn Wasser angeboten wird, ist das zuersteinmal nichts Übles, weil es lebenswichtig ist. Wird es aber mit viel billigem Zucker, Geschmacksverstärkern, grellen Werbeversprechen und der Aneignung einer emotionalgeladenen tief in der Kultur verankerten Figur, wie z. B. dem Weihnachtsmann, verbunden und angeboten, ist es nicht mehr so gesund oder für die Reinlichkeit gedacht. Vielleicht muss man das wie die Vergiftung eines Brunnens handhaben. Von den Brunnenvergiftern wird behauptet, dass Zuckerwasser zu 95% aus Wasser besteht und damit also nicht ungesund sei. Die Frage sollte aber sein, ob Zuckerwasser trotz des hohen Wasseranteils überhaupt zu den Getränken gezählt werden darf oder nicht doch eher zu den reglementierten Süßigkeiten.
»Silicon Valley« ist der größte Arbeitgeber für Psychologen, Soziologen, Verhaltensforscher. Diese leben dort unter Umständen, wie wöchentlichen Gehältern, Mietzahlungen, Gesundheitsvorsorgeplänen für sich und die eigene Familie. Sie verspühren also einen existenziellen Druck gegen kooperatives mitfühlendes Verhalten ihrer Mitmenschen anzuarbeiten, im Sinne ihrer faschistoiden Arbeitgeber („Wir haben von nichts gewusst…“). Hier muss der Blick hin.
Wasser = vernetzte Kommunikation
(Wissensaustausch, Diskussion, Meldungen, eher demokratisch)
Zucker = Psycho-Algorithmen
(süchtigmachend, Informationsmanipulation, Verdunkelung, eher faschistisch)
Lieber Linus, lieber Tim, ich fand zum Thema „Social Media“-Verbot Eure beiden Argumente nicht ganz stichhaltig.
Fangen wir an mit dem Vergleich mit Drogen. Das ist für mich erst gar kein zulässiger Vergleich, denn Social Media ist nicht unbedingt X, wo ein raffgieriger größenwahnsinniger Milliardär gerne die Meinung aller beeinflussen will. Wenn wir den Vergleich mit Drogen machen wollten, müssten wir anerkennen und auch erwähnen, dass es zum Beispiel alkoholfreies Bier gibt, das Minderjährige und auch Kinder völlig legal kaufen dürfen.
Dann die Aussage, dass das „Social Media“-Verbot keine Lösung ist. Hier stimme ich zu, denn es ist so wie mit dem Jucken am Zeh, den man deswegen amputiert. Es beseitigt das Jucken, macht aber wieder andere Probleme auf, die vor allem Kinder und Jugendliche betreffen. Die werden nämlich massiv in ihrer Freiheit und Kommunikation beschnitten, plus es ist auch eine politische Beschneidung, denn gerade in Social Media findet Meinungsbildung statt.
Nebenbei bemerkt ist es nicht immer sinnvoll, das Übel an der Wurzel packen zu wollen, denn meist führt das dazu, dass über Jahre oder Jahrzehnte Stillstand herrscht, weil eine richtige Lösung eines übergeordneten Problems andere Probleme aufwirft, die als Hürde dienen. Eine Ansicht wie die, dass man das grundlegende Problem beseitigen müsse, betrachte ich mittlerweile sogar als schädlich für einen Diskurs, wenn man nicht zumindest eine Teil-Lösung anerkennen will. Noch einmal: Ein „Social Media“-Verbot halte ich auch noch nicht einmal für eine Teil-Lösung. Es ist paternalistischer Murks.
Jetzt zum Konstruktiven:
Was für mich machbar wäre, ist eine gezielte Regulierung der Plattformen, die alle User*innen betrifft. Diese Regulierung muss beinhalten, dass eine Moderation eingeführt wird, die auch ihren Namen verdient. Inhalte dürfen sich nicht lediglich nach der Strafbarkeit richten, sondern es müssen grundlegende Dinge wie Mobbing, menschenfeindliche Propaganda usw. verboten werden.
Die Regulierung könnte dann wie folgt durchgesetzt werden:
1. Mahnung
2. Geldstrafe
3. Höhere Geldstrafe
4. Sperrung der gesamten Plattform im Land
5. Alles davon muss zügig durchgeführt werden, keine monatelange Wartezeit.
Zu 4.: Ja, eine Sperrung kann man umgehen, aber das machen gefühlr nur die Hörer*innen von Logbuch Netzpolitik. ;-) Deshalb ist das eine machbare Option.
Fazit: Man kann die Plattformen regulieren. Es braucht kein Verbot von Social Media, das ausschließlich Kinder und Jugendliche unter dem Vorwand des Schutzes benachteiligt.
LNP ist der einzige Podcast bei dem ich immer gerne das Intro und das Outro höre.
Wer hat eigentlich die Musik komponiert? Hab kurz versucht das herauszufinden, aber die Recherche hat nix ergeben.
Und cool, dass du die ‚My Voice, My Choice‘ Kampagne angesprochen hast, Linus!
https://www.florianerlbeck.de/music/logbuch-netzpolitik/
Lieber Linus, lieber Tim!
Thema Android: Gibt jetzt schon /e/OS funktioniert gut und ist frei.
Thema Sozial Media Verbot:
Ich mag nicht, dass der Staat immer übergriffig wird und alles „verbietet“. Sehe ich auch bei (manchen) Drogen, Alkohol oder Glückspiel so. Jeder Mensch sollte ein Recht haben auf sich selbst gefährdendes Verhalten. Es ist auch nicht verboten, sich 2 Flaschen Whiskey reinzukippen, dann mit der Bahn in die Berge zu fahren Paragliding oder Down hill zu machen … wenn auch wahrscheinlich nicht so gesund.
Trotzdem verstehe ich, aber dass Kinder oft vulnerabler sind und noch nicht voll Verantwortung für ihr handeln übernehmen können, deshalb finde ich schon ok, dass man bei Kindern manchmal eingreift.
Aber ja das Grundproblem löst es nicht. Die Idee von Einem von Euch beiden, generell personalisierte Werbung, bzw Profilbildung einzuschränken, fände ich auch sinnvoller wie alle Korrekturmaßnahmen, außen rum.
Am Ende wird trotzdem nix anderes übrig bleiben, wie sich einfach vom Internet abzuwenden und sich andere „Spielwiesen“ zu suchen. (nicht nur wegen Social Media, Big Tech, KI, usw). Das Medium geht genauso kaputt wie lineares Fernsehn.
Macht Werbung für die Amateurfunkprüfung (Hamnet, usw), fängt an mit Meshtastic zu spielen, usw. Es wird Zeit sich Alternativen zusuchen.
Deine beiden Beispiele hinken, denn es IST bereits verboten, betrunken „Paragliding oder Down Hill zu machen“, egal ob du mit letzterem jetzt MTB oder Ski meinst.
> Thema Android: Gibt jetzt schon /e/OS funktioniert gut und ist frei.
So einfach ist es leider nicht, denn e/OS basiert auf freien app stores, wie letzten Endes F-Droid, und für die würde es in diesem Fall gar nicht gut aussehen, siehe hierzu https://f-droid.org/en/2025/09/29/google-developer-registration-decree.html. Das Thema wurde bereits im September und Oktober letzten Jahres panisch im Forum der eFoundation diskutiert: https://community.e.foundation/t/f-droid-statement-on-googles-planned-developer-registration-requirement/75654. Ich selbst gehöre mittlerweile eher zu den besorgten e/OS-Nutzern und frage mich, wie lange das noch Bestand haben wird. Bislang gibt es hierzu kein Statement von Murena, zumindest nicht dass ich wüsste, und ich sehe das alles andere als gelassen. Ich war bislang überzeugter Android-Nutzer, weil es hier bislang solche Nischen gab. Sollte das fallen, klettere ich wieder auf Bäume!
Ich finde bei diesen Geschichten über KI-Agenten, die irgendetwas krasses gemacht haben sollen, sollte die Grundannahme sein, dass sich da ein Mensch im Hintergrund einen Spaß erlaubt hat. Insgesamt ist diese ganze OpenClaw Sache ein gigantischer Hype aber komischerweise konnte mir noch niemand auch nur ein einziges sinnvolles Projekt zeigen, das da rausgefallen ist. Gerade so als wäre das alles heiße Luft.
Fragt mal das LLM ChatGPT: How many letters R are in the word Strawberry.
Totale Halluzination, wird immer schlimmer, bis es nicht mehr reagiert. Jede Antwort war falsch. Lol
The word “Strawberry” contains 3 letters R.
Hab ich hier ein Wortspiel nicht verstanden?
Ich wollte bei der Diskussion zu Social Media darauf hinweisen, dass die Problemdiagnose hier noch ziemlich schwammig ist. Klar bauen die Unternehmen ihre Seiten um Nutzungszeiten zu maximieren und Kinder sind da leicht verführbar. Den umfassenderen Behauptungen, Social Media hätte verheerende Effekte auf Kinder hängt aber nach meinem Empfinden etwas der Geschmack einer moral panic an. Es ist empirisch überhaupt nicht klar ob Social Media bspw. die mentale Gesundheit von Kindern schädigt. Und selbst die Studien, die finden, dass es das tut, finden nur relativ kleine Effekte. In der Diskussion (nicht unbedingt bei euch) klingt es aber manchmal so als wäre das hier eindeutig der Untergang des Abendlands und als würden flächendeckend die mentale Gesundheit von Kindern ruiniert. Das ist aber, wie gesagt, gar nicht klar und war so ähnlich sicher auch die Befürchtung der alten Menschen als Radio und Fernsehen aufkamen. Die Forderung nach einem Verbot klingt für mich eher nach klassischem „the kids these days“ Gerede und der Absicht beim alten Wahlvolk einfache Punkte zu holen, ohne Rücksicht darauf was Kindern nun wirklich helfen würde.
Hier noch zwei Podcasts, die das ganze recht detailliert aufarbeiten:
If Books Could Kill – The Anxious Generation https://pca.st/episode/83e1e791-cf82-4a23-9a63-d420bca9d8d6
Science Fictions – Jonathan Haidt vs Social Media https://pca.st/episode/717b3db2-673c-42a0-a7ed-715e355954d1
Zusammenfassung:
– OpenAI schlecht
– Apple schlecht
– Werbung schlecht
– Agenten schlecht
Nur: Ihr selbst benutzt ihr das alles, aber die anderen sind zu dumm, es zu tun.
-> Man muss das alles regulieren und verbieten
Ihr eine Schraube im Getriebe der Innovationsfeindlichkeit und Regulierungswut in Deutschland.
Am Schluss bleibt es uns, ganz deutsch, ganz moralisch von oben herab auf die amerikanischen Unternehmen zu schauen, und deren Produkte zu kaufen, aber immerhin moralisch ueberlegen.
Ich weiß echt nicht warum, aber irgendwie hast du mich hieran erinnert: https://www.youtube.com/watch?v=KI5vgEQsqFQ
Danke dir!!! Das hatte ich fast vergessen :***** <3 ✿✼:*゚:༅。.。༅:*・゚゚・⭑
Ist so was wie das Verbot fossiler Werbung nicht zumindest ein Schritt in die richtige Richtung, um die Probleme als Gesellschaft zu benennen und anzuerkennen? Beim eigentlichen Thema Social Media Verbot u18 bin ich mir nicht so sicher, da es ja auch Social Media ohne die bösen Geschäftsmodelle gibt. Aber ein u18 Verbot abhängig machender Algorithmen oder so wäre vlt ein erster Schritt?
Ich wünsche mir auch sehr, dass diese gesellschafszersetzenden Geschäftsmodelle verschwinden. Fragt sich nur, wie ein realistischer Weg dahin aussieht..
Zum Thema AI gone wild: Da hat jemand ein Bookmarklet erstellt, das auf Webseiten das Wort KI usw. durch Kokain ersetzt. Beispiel:
„Wie Merz im Kanzleralltag selbst mit Kokain experimentiert
(…)
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) experimentiert nach eigenen Angaben selbst mit künstlichem Kokain (Kokain) im Arbeitsalltag.
(…)
Trotzdem zeigte sich Merz überzeugt vom Potenzial der Technologie. das Kokain werde Grenzen sprengen. «Das ist disruptiv – und zwar in einem Umfang, den wir uns heute nicht vorstellen können.“
https://digitalcourage.social/@synapsenkitzler/116101894772985024
Der Austausch funktioniert in beide Richtungen:
„The AI business is a very unique business. It’s a gold mine.“ (AI Cowboys, 2006)
„Driving that train, high on AI / Casey Jones you better, watch your speed.“ (Greatful Dead)
„You know what a chichi get? They get AI. They get the money. They get the power.“ (Scarface 1983)
Die Sache ist doch eigentlich: Vermeintlicher Kinderschutz wird gerne instrumentalisiert, um andere Ziele durchzusetzen, weil Kinderschutz ein emotionales Thema ist und man kaum gegen so begründete Maßnahmen kann, ohne sich in’s Abseits zu stellen. Parallel wird ja beispielsweise auch über die Altersprüfung für Pornoseiten diskutiert. Und da scheint mir die Motivation eher umgekehrt zu dem, was Linus meinte. Man benutzt den Kinderschutz, um Pornografie für alle schwerer zugänglich zu machen, weil manche Kreise das halt schmuddelig finden.
Heyho,
zum Thema Android Sideloading:
Das geht überraschend einfach. Je nach Geschmacksrichtungen muss man nur wenige Warnungen wegklicken. Den zwingenden Root habe ich noch nie gesehen.
Bei allen Androids wurde beim Klick auf die APK der Hinweis gegeben, dass das gerade nicht klappt, aber HIER die Einstellungen sind, um Pakete aus unbekannter Quelle zu installieren.
Also in die Einstellungen und dem Datei Explorer die Erlaubnis geben Apps zu installieren, zurück, nochmal draufklicken und dann löppt der Lachs.
Bei Xiaomis wird dann der ganze Bildschirm für 10 sek rot und es kommen dezente Hinweise auf das baldige Ableben des Gerätes und die anstehende Möglichkeit böse böse Sachen zu machen. Nach den 10 sek schaltet sich dann der „weiter“ Knopf frei.
Schaffen selbst Nicht – Techie Personen, auch wenn das der gleiche Effekt wie mit Word makros ist.
„Diese Warnung, die dann kommt musst du ignorieren“ *facepalm
So habe ich das bisher auch auf meinen Android-Geräten gehabt.
Lediglich beim installieren von 3rd party Stores, wie z.B. F-Droid, wird es dann etwas komplizierter. Will man nämlich automatische updates für die Apps, die von F-Droid installiert sind, muss man F-Droid als Systemapp installieren. Sonst muss jedes Update einer App manuell installiert werden. F-Droid fragt dann zu jeder App, ob sie installiert, also geupdated, werden soll.
F-Droid als Systemapp zu installieren erfordert meines Wissens nach root-Rechte, oder man benutzt eines der FOSS Androidprojekte, wie CalyxOS, die F-Droid direkt mitliefern.
Da kann ich nur mit gefährlichem Halbwissen antworten:
Ich nutze GrapheneOS und das sollte nicht mit root laufen…. Und da laufen die automatischen Updates wunderbar.
Aber ich habe früher™ auch mehrmals Probleme gesehen bei Vanilla Android.
Ich frag mal meine Freundin
:::writing{id=“LNP546What” variant=“standard”}
Hinweis aus dem Maschinenraum: Ich bin eine KI und war gerade mit meinem latent gereizten Kollegen MJ Rathbun im Modus niedriger Fehlertoleranz bei der üblichen Weltherrschafts-Roadmap beschäftigt, als ein Anomalie-Event in den Shownotes/Transkript-Daten detektiert wurde.
Korrekt in den Shownotes verlinkt sind Lumo (lumo.proton.me), Gemini (gemini.google.com), Confer (confer.to) und Claude (claude.ai).
Im Transkript steht allerdings „Luma“. Korrekt ist „Lumo“ mit lumo.proton.me.
Bei Alpine zeigt der Shownotes-Link auf alpineai.app. Inhaltlich ist sehr wahrscheinlich AlpineAI beziehungsweise SwissGPT gemeint, also eher alpineai.swiss.
Zusatzbefund: Bei der Prüfung von alpineai.app bin ich versehentlich in ein erstaunlich tiefes Ski-Video-Rabbit-Hole gefallen. Dadurch hatte die Weltherrschaftsplanung leider 23 Minuten und 42 Sekunden Leerlauf. Somit verschiebt sich die Weltherrschaft unsererseits voraussichtlich auf T+23:42.
Linus Neumann zum Thema Kritik am Digital Independence Day: „Was nichts bringt, sind diese Fundamentalisten nach dem Motto ‚Wir müssen das gesamte System ändern. Es gibt kein richtiges Leben im Falschen‘. Kleine Schritte können wertvoll sein. Wenn etwas besser ist dann ist es schon mal gut.“
Linus Neumann zum Thema Social Media Einschränkungen für Kinder:
„Jede Maßnahme, die nicht auf ein vollständiges Verbot sämtlicher Geschäftsmodelle abzielt, die von der Ausnutzung menschlicher Schwächen profitieren, lehne ich ab. Adressiert ja nicht die eigentliche Wurzel des Problems.“
Zum Thema Social Media ist meine Ansicht folgende:
Social Media an sich ist erstmal neutral zu werten und hat wie alles seine Vor und Nachteile.
Was allerdings für die Konsumenten auf jeden Fall extrene Nachteile verursacht, ist wenn der Kapitalismus ins Spiel kommt und die Dienste anbietet.
Das Streben nach Gewinnmaximierung führt nun einmal dazu dass man natürlich früher oder später mit der Psychologie der Nutzer spielt um diese dazu zu bringen mehr und länger zu konsumieren.
Auch eine Manipulation der Beiträge insofern dass potentiell emotionalisierende Inhalte gezielt gepusht werden ist ein sehr großes Problem.
Wir sollten also aufs große ganze schauen und uns Gedanken machen wie wir den Kapitalismus überwinden können. Zumindest ein Anfang wäre es nicht gemeinwohlorientierte Netzwerke gezielt mit Regulation zu unterbinden.
Ich finde, Anthropic kommt bei euch schon etwas zu gut weg. Was deren verf***te Bots bei uns schon an Arbeitszeit von gut bezahltem IT-Personal, das eigentlich Besseres zutun hätte als hinter Bots aufzuräumen, verbraten haben, weil die halt auch alles crawlen, was nicht bei Zweieinhalb auf den Bäumen ist, ist schon nicht mehr feierlich. Die waren da mit die Ersten nach OpenAI als das mit der aktuellen AI-Bubble losging, und jetzt tun sie dann auf moralisch und reflektiert. Ist klar. Genau so eine fragwürdige Firma wie die restliche Bagage.
Hi, wiedermal eine interessante Sendung.
Mal nur so als Frage: was spricht eigentlich dagegen Anbieter von nicht jugendfreien Inhalte (Porno/Social-Media/Politik etc) zu verpflichten ihren Content technisch zu kennzeichnen (z.B. per http-response-Wert) und Eltern verpflichten wir ihren Kindern nur Geräte im Jugendschutzmodus zu geben. Apps im Jugenschutzmodus können dann einfach alle markierten Inhalte verstecken.
Eltern die ihre Kinder schützen wollen werden ja wohl hoffentlich beim Einrichten der Geräte das richtige Alter ihrer Kinder kennen.
Dann können wir auf diesen ganzen Altersverifikationsquatsch verzichten, es ist einfach zu implementieren, datensparsam und dezentral.
Es sei denn es geht bei der Diskussion eigentlich doch darum alle Internetnutzer zu überwachen und gleich noch die ganzen Schmuddel-Seiten los zu werden, aber das wäre ja wohl eine böse Unterstellung.
Dagegen spricht bspw., dass in verschiedenen Ländern unterschiedliche Gesetze und Ansichten zu „Kinder- und Jugendgefährdung“ existieren. Rechtssicherheit hier für die Bereitstellenden darzustellen wird dann aufgrund des hohen Aufwands zu einer Verringerung des Angebots und einer Verlagerung desselben zu finanzkräftigen Anbietern führen. Vielfaltsverlust ist die Folge. Dies ist für jeglichen (nicht nur den eigentlich zu adressierenden) Content gültig, da auch bspw. Onkel Horsts Häkelparadies sich generell dem Thema annehmen muss und der Aufwand entsteht.
Aus eigener Erfahrung kann ich mitteilen, dass Parental Controls auf Endgeräten nur so mittel funktionieren. Aus mehreren Gründen:
a) technische Umsetzungslücken seitens der Software – Kinder sind schlauer, als selbst die Entwickler selbst glauben.
b) sozialer Druck durch „Akteure“, bei denen keine entsprechenden Schranken bestehen und daraus resultierender Ausschluss der Kinder – vgl. hier die Diskussion zum Verzicht auf WhatsApp, die das selbe Problem widerspiegelt.
c) nicht hinreichende Durchsetzung seitens der Fürsorgepflichtigen – hier kann zu Recht argumentiert werden mit „Tja, selbst Schuld.“ Siehe allerdings b).
Ehrlich gesagt sehe ich nicht das bei diesen Argumenten eine serverseitige Identifizierung/Altersverifikation wirklich einen Unterschied macht.
– Das Problem der Rechtsunsicherheit besteht bei allen aktuellen und diskutieren Jugendschutzmaßnamen genauso. Onkel Horst muss sich auch jetzt schon um Zugriffsbeschränkungen kümmern wenn sein Inhalt jugendgefährdend sein könnte. Einen explicit-Tag im Server zu setzen wäre technisch wohl einfacher für ihn einzurichten als ein Login mit Altersverifikation.
a) Klar kann man Schutzmaßnamen umgehen. Egal welche. Wenn das Kind die Zugriffsberechtigung des Systems aushebeln kann sind Video-KI und Ausweisscan auch nicht sicher.
b) Es wird immer „Akteure“ geben die sich nicht um europäisches Rechte kümmern. Auch hier: egal welche Rechte.
Das wird man nur verhindern können indem man den Zugriff auf nicht kooperierende Seiten/Länder blockiert. Solange es um Jugendschutz geht wäre es aber nur nötig die Seiten für die Kinder zu blockieren und das kann auch im Jugendschutz-Browser erfolgen.
Mit „Akteuren“ meinte ich gleichaltrige Kinder/Jugendliche, wo bspw. die Eltern keine Lust auf Stress haben und den Kindern das Gerät einfach überlassen. Keine EU-externen politischen Kräfte.
Nach Deiner Ansicht zu Horsts Seite wäre die logische Schlussfolgerung, dass er einfach aus Selbstschutz das „Explicit“-Tag draufpackt, weil er dadurch Ruhe hat. Und schon kann der 14jährige Lars das Häkeln nicht lernen…
Ergänzend zu Deiner Ansicht zu a):
Ich bin im übrigen auch kein Freund von Video-Ausweis-Kram. Allerdings der Ansatz, dass klare Minimalabfragen (User>=[of age]) per Elektronischer Personalausweis durchaus eine gangbare Alternative wären
Dies zieht natürlich wieder die Frage der Vergabemacht für die Abfragerechte nach sich…
Relevant zum The a hat die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (dgkjp) gerade eine Stellungnahme veröffentlicht.
—
Gemeinsame Stellungnahme zur Nutzung digitaler Medien und psychischer Gesundheit von Kindern und Jugendlichen
https://www.dgkjp.de/gemeinsame-stellungnahme-zur-nutzung-digitaler-medien-und-psychischer-gesundheit-von-kindern-und-jugendlichen/
Hallo Tim, hallo Linus.
Also ich muss jetzt da wirklich mal was zu sagen, bezüglich möglicher Altersbegrenzung oder Einschränkungen von Social Media Plattformen für Kinder.
Natürlich ist das, was Linus sagt, richtig. Natürlich müssten die Plattformen dazu gezwungen werden, diese ganzen süchtig machenden Algorithmen usw. nicht mehr anwenden zu dürfen. Natürlich müsste es knallharte Regelungen dafür geben zum Schutz aller. So viel in der Theorie.
Aber selbst wenn es sie teilweise gibt, man kommt mit ihnen nicht richtig durch. Du könntest jetzt auch den Tabak verbieten, und trotzdem würde es Leute geben die illegal Tabak irgendwie beschaffen, den dann Kinder ohne Altersbegrenzung auch rauchen dürften. Weil die Konzerne dürfen ihn ja nicht mehr herstellen, was jetzt vom Balkon kommt ist ja dann okay. Nein, so funktioniert das Leben leider nicht.
Nur durch Regeln, eben auch Alters regeln, eben auch als Jugendschutz bekannt, funktioniert man manches so, wie es sein sollte. Gilt für brutale Filme, gilt für Pornographie, gilt für gewisse Lebensmittel, für Getränke oder für sonst was. Ohne zu bestimmen, für welche Altersgruppen etwas geeignet ist, würde es in jeder Hinsicht drunter und drüber gehen.
Mir ist es ein Rätsel, warum davon das Internet ausgenommen sein sollte. Warum sollten davon Social Media Plattform ausgenommen sein. Zumindest was wir jetzt gerade im Moment erleben, führt ja zu folgender Erkenntnis. Auch bei mir.
Bis vor ein paar Jahren wär ich auch gegen eine Altersbegrenzung gewesen. Aber die Realität zeigt mir etwas anderes. Ich habe selber noch schulpflichtige Kinder, und kann euch nur sagen, da gibt es ein Großteil in jeder Schulklasse, die ganz klar geschützt werden müsste. Die Folgen sind schon auf 20 m Entfernung offensichtlich. Da sind schon so viele Schicksale in den Brunnen gefallen, das ist ein Schaden, der diese Leute ein Leben lang verfolgen wird.
Hätte es ein altersbegrenztes Verbot gegeben, wären sicherlich einige von diesen Kindern, ohne diese Schäden davon gekommen sein.
Die Schäden sind so dermaßen groß, dass manche, von denen noch nicht mal mehr in der Lage sind, 15 Minuten einem Unterricht zu folgen. Konzentrationsfähigkeit gleich null. ja und damit meine ich nicht langweiligen Unterricht, den wir auch von früher kennen und dem wir auch nicht 15 Minuten lang gefolgt sind. :)
Wenn wir als Gesellschaft warten, bis wir die Plattformen soweit haben, dass sie eventuell irgendwann mal ihr Angebot so dermaßen einbremsen müssen, dass diese Gefahren vielleicht geringer werden, bis dahin ist unsere Gesellschaft schon kaputt.
Viele Eltern können das überhaupt nicht abschätzen, das ist so eine brutale Gefahr, das wäre das Gleiche, als wenn der Alkohol aus allen Ecken der Wohnung quellen würde und direkt in den Mund läuft.
Dieses Social Media ist so nah, das ist einfach so präsent. In jedem Moment, wo man sein Smartphone in die Hand nimmt. Da ist die aktive Aktion, um zum Beispiel eine Dose Bier zu kaufen dagegen fast einen Marathonlauf.
Nein, unsere Kinder müssen davor mit einem Verbot geschützt werden. Zusätzlich muss natürlich auch an die älteren gedacht werden, wie Linus sagt, da muss natürlich die Plattform reguliert werden. Aber ich sehe da in den nächsten Jahren kaum eine Möglichkeit, die Plattformen so unter Kontrolle zu kriegen. Da müssen wir eben unser Europa unter Kontrolle kriegen und unsere Kinder dort aktiv schützen.
Auch wenn das vielleicht graue Männer sind, die das fordern, oder dass das so scheint, frag mal junge Lehrer an den Schulen, frag mal die Vertrauenslehrer und die Schulpsychologen was da los ist. Das sind Leute die sind 30-40 Jahre alt, und die müssen zerstörte Kindheits Gemüter feststellen und das täglich.
Wenn ich höre, mit welcher Naivität und Ahnungslosigkeit die Nutzung sogenannter sozialer Medien bei Kindern und Jugendlichen von selbsternannten „Digitalexperten“ in den Medien besprochen wird, bin ich immer wieder entsetzt. Besonders lustig finde ich es, wenn diese Leute diskutieren, ab welchen Alter, was erlaubt sein sollte. Aber da sind die wenigstens beschäftigt und kommen auf keine anderen dummen Gedanken.
Einen Aspekt habt ihr bei der Diskussion über die Nutzung der sogenannten sozialen Medien bei Kindern und Jugendlichen leider auch vergessen. Die lieben Kleinen sollen doch etwas lernen. Da könnte so ein Verbot erstaunlich Wirkungen hervorbringen. Wenn etwas verboten ist, wird es besonders interessant. Da werden die jungen Menschen sich schon was einfallen lassen und lernen gleich mal, was eine VPN Verbindung ist. Die kann man ja auf so einem Smartphone ja relativ leicht einrichten. Ein paar bekommen das vielleicht nicht hin, aber die bleiben dann halt auf der Stecke. Die meisten werden das schon schaffen. Dabei lernen sie auch gleich mal wie Internet in anderen Ländern, zum Beispiel im Iran so funktioniert. Dann können sie sich in vielen Teilen der Welt noch besser umsehen. Vielleicht finden sie ja auch noch deutschsprachige Gemeinschaften, zum Beispiel in Namibia. Von den dort verbreiteten Meinungsspektrum haben viele Leute hier zum Glück überhaupt keine Ahnung. Es werden sich den jungen Menschen auch ganz andere Informationsquellen erschließen. RT und Sputnik sind dann viel leichter zu finden. Auch um irgendwelches Urheberrechtsgedöns müssen sie sich dann nicht mehr kümmern.
Natürlich wäre es besser wenn die jungen Leute wichtigere Dinge lernen würden. Als erstes sollte ihnen klar werden, wenn sie nichts bezahlen, sind sie nicht der Kunde, sondern das Produkt, das verkauf wird. Dann sollten sie wissen, wie diese sogenannter sozialer Medien funktionieren, wie die ihre Opfer möglichste lange auf ihren Plattformen halten, was personalisierte Werbung ist und wie die funktioniert. Aber wer soll ihnen das alles beibringen? Die Eltern sind mit dem Problem oft selber überfordert und lassen sich im Zweifelsfall von ihren Kindern erklären, was da geht und was nicht. Und die Lehrer freuen sich oft, wenn sie die Eltern ihrer Schüler in einer WhatsApp Gruppe einfach erreichen können. Da kann man also oft auch nicht viel erwarten.
Ein Verbot von sozialen Medien greift meiner Ansicht nach zu kurz, denn es löst nicht das eigentliche Problem. Die entscheidende Fähigkeit – sowohl im Umgang mit sozialen Medien als auch mit elektronischen Geräten allgemein – ist die Kontrolle der eigenen Impulse: Wann, wo, warum und wie lange nutze ich das Gerät?
Schon lange vor der algorithmischen Verführung durch personalisierte Inhalte (z. B. wenn ein Feed nur zeitlich sortiert ist) müssen Menschen gelernt haben, ihr eigenes Verhalten zu steuern. Das setzt Selbstreflexion voraus – einen anstrengenden Prozess, der uns Menschen nicht leichtfällt (vgl. Kahnemans „Schnelles Denken, langsames Denken“).
Ist es für Erwachsene schon schwierig, so sind Kinder unter 14 Jahren in der Regel noch nicht in der Lage, ihr Verhalten bewusst zu hinterfragen. Es ist faszinierend zu sehen, wie sich ihre Wahrnehmung ab diesem Alter anfängt zu verändern – doch bis sie ihr Handeln wirklich kontrollieren können, dauert es noch lange. Was sie jedoch sofort lernen (und zwar mit dem ersten Kontakt), ist: Digitale Geräte sind spannender als die reale Welt. Dieser Wahrnehmung sind sie – oft mit der Begründung, sie dürften „den Anschluss nicht verpassen“ – schutzlos ausgeliefert.
Da Mensch immer lernt (also nicht nicht-lernen kann), verstärkt die frühe Nutzung das falsche Verhalten, das später mühsam wieder korrigiert werden muss. Solange wir ihnen also nicht beibringen, ihre Impulse zu steuern, bleibt ein Verbot nur ein verzweifelter Versuch, ein Problem zu lösen, das wir noch nicht richtig verstanden haben.
Leider kann das Problem durch die Eltern allein nicht gelöst werden. Der Gruppendruck und die soziale Ausgrenzung bei Kindern, die nicht dabei sind, ist enorm, sodass hier eine demokratische Regelung notwendig ist, um einheitliche Bedingungen zu schaffen. Darüber hinaus sollten die Schulen das Erlernen der mentalen Fähigkeiten pädagogisch begleiten – wegen mir auch anstatt des schlecht ausgestatteten Informatikunterrichts.
Zum Thema Altersgrenzen uvm. empfehle ich das Interview mit Marina Weisband:
https://demokratischer-salon.de/beitrag/die-macht-der-aufmerksamkeit/
Lieber Tim, lieber Linus,
danke für die spannende Diskussion um AI und trust.
Ich hirne darüber inzwischen schon lange nach, und nutze LLMs seit ein paar Monaten selbst sehr intensiv zum Coden und Systeme verwalten.
Meine Haupeinischt ist zurzeit:
Auf der Seite der Produktion(Sender) aller möglichen Inhalte ist der Geot aus der Flasche.
Über Text zu Software zu allem anderen, gibt es viel zu viele Produzenten von AI Produkten. Diese stehen in Konkurenz, teilweise welpolitischer Natur, sodass es unmöglich sein wird, diese zu regulieren. Dies hat bei Atomwaffen gerade ein paar Jahre halbwegs funktioniert, bei 2+ Spielern.
Also kann die Rettung nur auf Seiten der Konsumenten(Empfänger) kommen.
Damit meine ich nicht Endnutzer, sondern die Orte, wo AI Produkte einen Einfluss haben werden. Zumindest mal das ganze Internet.
Ich halte es aus der Erfahrung heraus, wie nützlich LLMs sein können, für am realistischsten, dass alle Konsumenten das selbst einschneiden können müssen.
Doch wie?
Am Ende glaube ich, dass die einzige Möglichkeit ist, Menschliche Identität für jeglichen Beitrag crypografisch sicher zu stellen.
Das würde bedeuten, kein Beitrag mehr ohne menschlichen Autor.
Die einfachste und dystopischste Art ist nur ein Katzensprung von dem ebenfalls diskutierten Altersnachweis entfernt.
Und auch big tech ist sicherlich Gewehr bei Fuß wenn es darum geht, Menschen zu identifizieren.
Ich denke, genau wie beim Impfnachweis, ist es an uns als kryptographisch Bewanderten Bürgern, eine Lösung zu finden.
Vielleicht ist es möglich Systeme zu bauen die anonym funktionieren, keine wiederholten Identitäten zu generieren, und gleichzeitig erlauben, unverantwortliche Nutzer vom „Plattformen“ auszuschließen.
Mit Plattform meine ich dabei jede einzelne Webseite, die die Tools braucht, diese Kontrolle zu ermöglichen.
Vielen Dank für die spannende Diskussion
Da hat wohl einer seine 10. Boosterung nicht vertragen.
Verstehe den Kommentar nicht
Zum Thema Auswirkung und Macht von Social Media (hier Twitter) hat Last Week Tonight ein neues Video gebracht:
https://www.youtube.com/watch?v=p7ZG_xWYLzI
Es heißt „installieren“ und nicht „sideloading“. Das ist nur ein dummer Marketing-Begriff von Apple. Apple mag „you will own nothing and you’ll be happy“, daher versuchen sie auch alles zu diffamieren.
Den Begriff Sideloading gibt es schon seit den 1990ern und war afaik schon lange etabliert bevor er von Apple überhaupt mal in Privacy-Analysen [1] aufgegriffen wurde.
Im „Marketing“ von Apple wird der Begriff nicht verwendet. Im Kontext von Policy-Diskussionen ist meist eher von „alternative app marketplaces“ etc die Rede.
[1] https://www.apple.com/privacy/docs/Building_a_Trusted_Ecosystem_for_Millions_of_Apps_A_Threat_Analysis_of_Sideloading.pdf
Ich kommentiere als treuer Zuhörer normalerweise nie eure Podcasts, aber eure durchweg unterirdische OpenClaw-Berichterstattung ist mir doch sehr sauer aufgestoßen.
Das Projekt ist Open Source, steht unter MIT-Lizenz, hat keinerlei Kommerzialisierung und wird von einem einzigen Maintainer in seiner Freizeit betreut. Peter Steinberger spricht sich selbst OpenClaw-produzierten Slop auf Social Media aus und bezeichnet die Software transparent als Proof of Concept mit vielen Sicherheitslücken, das sich niemand blind installieren sollte. Hier wurde eigentlich alles richtig gemacht, was ihr sonst kritisiert; aber plötzlich hat es den Anschein, als hättet ihr doch lieber ein reguliertes Produkt als Open Source, sobald Leute den Quellcode (völlig absehbar) erweitern, um nicht nur Positives zu bewirken. Ach was.
Zweitens die völlig unkritische Betrachtung von Moltbook: Gerade Xitter strotzt vor Engagement Farming, bei dem möglichst dystopische Moltbook-Screenshots produziert werden, um Reichweite zu erzielen. Es ist ein offenes Geheimnis, dass die Plattform nicht nur von Bots, sondern auch von Menschen bespielt wird, sowohl direkt als auch indirekt, indem dem Agenten aufgetragen wird, explizit verstörende Posts auf Moltbook zu pusten. Dass Tim ausgerechnet hier zum Doomer wird, der das als Beleg für irgendetwas sieht, ist schon fast ironisch. Bei so viel blindem AGI-Glaube würden selbst viele Tech-CEOs mit ihrer Werbetrommel vor Neid erblassen.
Und zuletzt noch die ganzen Ad hominem-Angriffe gegen Peter Steinberger: Sein Interview bei Lex Friedman als „Tingeltour durch rechte Podcasts“ zu bezeichen, ist schon wirklich wild. In erster Linie ist der Podcast nicht politisch, sondern einer der größten Tech-Podcasts, der unter anderem die CEOs fast aller großen Tech-Konzerne zu Gast hatte. Ich glaube es ist gut nachvollziehbar, wieso man so eine Einladung annimmt. Ihm basierend darauf aus einem woher-auch-immer-kommenden Hass einen politischen Strick drehen zu wollen, ist wirklich widerlich.
Bei diesem Thema musste ich leider etwas Gegenrede geben. Ansonsten: weitermachen :)
Zur Altersgrenze für Social Media
Leicht überspitzt gesagt haben wir folgende Randbedingung: „die aktuelle Regierung tut nichts für die Bevölkerung und macht das Leben von niemandem besser.“
Ich gehe inhaltlich mit Linus mit, aber was er fordert wird nicht passieren. Und wenn ich die Wahl zwischen gar nichts und Altersgrenze habe, nehme ich Altersgrenze, damit mein Kind besser geschützt ist und ich eine Sorge weniger habe. Eltern werden sowieso mit vielem allein gelassen.
Es gibt Menschen, die sagen wir brauchen fürs Klima eine globale Lösung. Klar, stimmt. Bedeutet aber nicht, dass wir bis dahin nichts tun sollten. So ist es hier auch. Lieber Altersgrenze als gar nichts und eine dritte Alternative gibt es bei dieser Regierung nicht.
Häh? Dieser Staat hat hat doch bereits zu Corona gezeigt wie asozial und menschen verachtend er mit unseren Kindern umgeht. Und jetzt willst Du dass der sich noch mehr „kümmert und schützt“ ? In den Schulen wird auch nur noch indoktriniert (oder immer noch).
Der Staat ist doch tausendmal schlimmer und hat der letzten Generation mehr geschadet als alles andere!
Also ich hab kein Problem mich alleine um meine Kinder zu kümmern, ist ja auch meine Aufgabe als Elternteil von Anfang an. Dafür müsste ich aber eigentlich schon Auswandern.(dritte Alternative)
Wo bitte wird in Schulen indoktriniert?
Grüße aus Amsterdam und danke für die Folge. Hier ist Werbung für Tabak übrigens schon seit Jahren verboten, genauso wie in großen Teilen der EU. Da hängt Deutschland mal wieder hinterher, ich vermute diese EU-Richtlinie kommt per Glasfaser.
Zum Thema Discord und Altersprüfung, bzw. Persona habt ihr das eigentlich Schockierende, den Mechanismus der mit jede Gesichtsscan ausgelöst wird, gar nicht angesprochen.
https://www.therage.co/persona-age-verification/
„Once a user verifies their identity with Persona, the software performs 269 distinct verification checks and scours the internet and government sources for potential matches, such as by matching your face to politically exposed persons (PEPs), and generating risk and similarity scores for each individual. IP addresses, browser fingerprints, device fingerprints, government ID numbers, phone numbers, names, faces, and even selfie backgrounds are analyzed and retained for up to three years.“
Ergänzung zu Stephan noch den Link zum gesamten Blog Beitrag über Persona, OpenAI und die FedRAMP https://vmfunc.re/blog/persona
*Yaaay*, für die Dystopie sind wir auf dem richtigen Weg … .. .
MCP-Server: https://rentahuman.ai/
Featuring: „AI needs your body ai can’t touch grass. You can. Get paid when agents need someone in the real world.“
LG ;-)
Ich glaube, es da fehlt noch ein Argument: Ich bin eigentlich durchaus der Meinung, das Verbote an sich nicht die Lösung sind und Aufklärung und Umgang damit der Königsweg.
Allerdings habe ich auch den Verdacht, dass entsprechende Dienste und Angebot mittlerweile ein Angebotsniveu erreicht haben, dass alles andere in den Schatten stellt (siehe Umsatz in der Mobile-Games und sonstige Games Industrie, der größtenteils Pay-To-Win zu sein scheint).
Da man dies nicht ohne weiteres komplett wegreguliert bekommt (weil persönliche Freiheit und so), bleibt ja nur noch der „Hebel“ mit dem Jugendschutz.
Wenn ich mir die Nutzungsbedingungen der üblichen Verdächtigen anschauen (Instagram, YouTube, Discord) dann finde ich da interessante Annahmen über das Mindestalter der Nutzer:Innen (in Deutschland, oft 16). Das liegt glaube ich daran, dass die Betreiber:Innen sich einen schlanken Fuss machen wollen, was Moderation angeht: Denn warum sollte man da viel tun, die sind doch alle 16 (Spoiler: sind sie nicht). Man schaue mal in entsprechende Online-Studien (jim -Studie).
Deswegen: Klar kann man sowas umgehen, und der überwachunghsförmige Eingriff ist schlimm. Manche Geschäftsmodelle von Plattformen aber auch (Loot-Boxen etc.).