LNP030 Die Internet-Bürgerwehr rächt sich

Nach der vollentspannten Sendung in der letzten Woche gehen wir heute mehr in den Grummelmodus über und arbeiten uns primär an der GEMA ab. Sehr viel mehr ist auch kaum passiert, wir erwarten nächste Woche wieder dicke Dinger.

Dauer: 00:46:10

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20 Gedanken zu “LNP030 Die Internet-Bürgerwehr rächt sich

  1. aber was ist, wenn der veranstallter keinen eintritt nimmt? bekommt die arme gema dann etwa gar nichts???
    (an getränken kann man ja trotzdem noch verdienen)

    • Genau das dachte ich mir auch. Als Club würde ich den Eintrittspreis nun möglichst weit senken, und die Getränke teurer machen.

  2. Bei allem Respekt, aber was in dieser Sendung über die Berechnung des GEMA-Tarifes erzählt wurde, ist einfach Quatsch. Könntet ihr vielleicht mal die Quellen für die Behauptung “X % vom Eintritt” nennen? Man hätte eigentlich nur ein paar Minuten suchen müssen, um entsprechende Dokumente und Rechner zu finden. Schon traurig für solch eine Sendung…

  3. @Linus: Du sagtest so ironisch “die werden das sicher auf die Bierpreise umlegen”, dabei merkt christoph korrekt an: Ja das werden sie sinnvollerweise tun, wenn explizit die Eintrittspreise anteilig mit Gebühren belegt werden, dann werde ich die Eintrittspreise senken und die Getränkepreise heben (bzw. werden in vielen Clubs ja auch Getränke-Kontingente am Eingang abgerechnet).

    @Listen: Da kann man die GEMA doch sicher auch lustig mit trollen, weiß jemand wie aufwendig es ist eine “öffentliche Veranstaltung” zu machen? Ich denke daran, dass ein Heim-Computer bestimmt 40 Titel oder so parallel abspielen kann und automatisch eine Playlist erstellt.
    Anders gesagt: Jamendo komplett herunterladen (Torrents sind etwas versteckt im aktuellen Design aber es gibt sie noch XD) und binnen einer einzigen “Veranstaltung” alle komplett abdudeln. Und vielleicht wäre es sogar lustig genau einen Bohlen-Song zu spielen, den auch zu bezahlen, aber nicht zu verraten wo das in der Liste steht :D
    (ich finde gerade keine Zahlen was Jamendo an Titeln hat noch von ccMixter)
    Das ganze Flashmobmäßig organisiert (sprich: 100-200 Veranstaltungen reichen ihre Listen ein)… könnte Spaß machen :D

  4. Bei all der Spekulation darüber, wie die GEMA intern arbeitet, wäre doch ein CRE mit einem GEMA Mitarbeiter oder intimen Kenner mal interessant. Weniger ein politischer, mehr ein technischer. Ich kann mir vorstellen, dass die GEMA Dinge wie Musikerkennung und GEMA-ID entweder doch einsetzt oder sehr bewusst nicht einsetzt. Glaube nicht, dass man den Verein alleine durch das “Die ewig Gestrigen” Argument schon disqualifizieren kann.
    Also einfach mal die Faktensammlung komplettieren, bevor man netzpolitisch weiterargumentiert.

    Danke für einen interessanten Podcast!
    Thomas

  5. Habe mal in den e-Petitionen gestöbert und bin auf 2 Petitionen gestoßen, die sich seit 2009 in der parlamentarischen Prüfung befinden:

    1. “Petition: Bürgerliches Recht – Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA) vom 19.05.2009″ mit 106k Mitzeichnern (Link: https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=4517 )

    2. “Petition: Bürgerliches Recht – Offenlegung der Abrechnungsmethoden der Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA) vom 20.04.2009″ mit 12k Mitzeichnern (Link: https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=3827 )

    Weiß jemand, was bei den Dingern eigentlich Stand der Dinge ist? Kann man das rausbekommen?

    Zu CC und GEMA: Eigentlich bleiben 3 Alternativen:

    1. GEMA-Mitglieder dürfen Songs unter einer NC-Lizenz veröffentlichen (wäre eigentlich eine Minimalforderung).
    2. GEMA-Mitglieder können einzelne Songs oder Alben bei der Gema einreichen. Was nicht eingereicht wird, ist nicht Teil des GEMA-Katalogs und darf von den Künstlern anderweitig lizenziert werden. Das wäre heutzutage mittels der, im Podcast angesprochenen technischen Lösungen, ja problemlos umsetzbar.
    3. GEMA-Mitglieder können ihre Song für bestimmte Verwertungsformen in den Katalog übertragen (z.B.: TV & Radio = GEMA, Internet/Clubs = CC-Verwertungsgesellschaft)

    Das wäre aber im Prinzip eine gesellschaftspolitische Debatte und letztlich eine Aufgabe der Politik, das gesetzlich entsprechend zu regeln.

  6. “Die Kritik der Veranstalter richtet sich unter anderem gegen die Tatsache, dass für regelmäßige Veranstaltungen eine neue Pauschale berechnet wird, die sich nach der Fläche eines Clubs, dessen Öffnungsdauer und der Höhe des Eintritts bemisst. In vielen Interviews stellt die Gema immer wieder heraus, sie wolle nur zehn Prozent des Eintritts, was aber nicht stimmt. Die Pauschale wird immer fällig, und geht davon aus, dass der Club gut ausgelastet ist.”

    http://www.golem.de/news/tariferhoehung-hintertuer-bei-neuen-gema-tarifen-und-politischer-druck-1207-92906.html

  7. Die Idee im Club gespielte Lieder automatisch zu flattern finde ich ganz interessant. Allerdings könnte man sich das ja auch Zuhause vorstellen:

    Ich bekomme von Irgendwo ein MP3-Song (Tauschbörse, Kumpel, Webseite, Suchmaschine, RSS-Feed, …), finden ihn dann toll und möchte mit Geld werfen. Vielleicht auch Jahre nachdem ich das Stück bekommen habe. Aber wie finde ich zu dem Urheber? Wie kann ich ihm was spenden? Das ist unglaublich stressig.

    Cool wäre es jetzt, wenn in den Meta-Daten der Musikstücke schon der Flattr-Link drin ist. Noch cooler wäre es, wenn mein VLC-Player (oder wer auch immer) den Flattr-Button einblenden könnte. Oder eben dann automatisch Flatern kann.

    Was haltet ihr davon?

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  9. Pingback: LNP035 Ehrenamtlicher Internet-Mitarbeiter | Logbuch:Netzpolitik

  10. Erneuter Spät-Nachhörer-Kommentar:

    Für Details – grad auch im Bereich CC Musik und C3S incl Intentionen – wäre es sicher spannend gewesen, Bruno Kramm als Gesprächspartner hinzuzuholen, der ja einige Folgen zuvor noch für seine Expertise gelobt wurde. Ich denke, das hätte vor einigen Undeutlichkeiten verschonen können.

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