LNP043 Leichenschutzrecht

Internetzensur in Russland — IP-Adress-Auskünfte — Bewegungsprofile — Wikileaks — Urheberrecht — Störerhaftung — Paywalls

Unter fortgesetzt erschwerten Bedingungen - Tim weilt derzeit in Kolumbien und auch Linus ist gerade viel unterwegs - liefern wir nach einer kürzeren Auszeit zumindest eine grobe Zusammenfassung der letztnn Aufregerthemen. Alles nicht ganz so spritzig wie gewohnt, da latenzbedingt über Skype die Pfiffigkeit schnell leidet. Wir hoffen Euch aber trotzdem halbwegs in Bild setzen zu können.

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Linus Neumann
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Tim Pritlove

Für diese Episode von Logbuch:Netzpolitik liegt auch ein vollständiges Transkript mit Zeitmarken und Sprecheridentifikation vor.

Bitte beachten: das Transkript wurde automatisiert erzeugt und wurde nicht nachträglich gegengelesen oder korrigiert. Dieser Prozess ist nicht sonderlich genau und das Ergebnis enthält daher mit Sicherheit eine Reihe von Fehlern. Im Zweifel gilt immer das in der Sendung aufgezeichnete gesprochene Wort. Formate: HTML, WEBVTT.


Transkript
Tim Pritlove
Guten Morgen Linus.
Linus Neumann
Guten Morgen Tim.
Tim Pritlove
Es ist auch tatsächlich morgen bei mir.
Linus Neumann
Ja, genau. Bei dir ist morgen, bei mir nämlich nicht.
Tim Pritlove
Ja, wie kommt's?
Linus Neumann
Du bist in ähm Kolumbien Koks kaufen.
Tim Pritlove
Ja genau, ich kann nicht genug davon bekommen. Zehntausend Kilometer, das muss sich ja auch lohnen, ne? Also weit reißt.
Linus Neumann
So eine Reise muss auch finanziert werden.
Tim Pritlove
Ja, die ist ganz nett. Ist ein bisschen hoch hier so. Man muss äh gut durchatmen, Und so, der Verkehr ist ein bisschen wild, aber na ja, damit habe ich eigentlich auch schon voll gerechnet. Ansonsten ist eigentlich alles ganz prima.
Linus Neumann
Dann äh können wir ja, können wir ja aufhören zu Podcasten. Aber ich habe natürlich wie immer äh schlechte Nachrichten.
Tim Pritlove
Wirklich. Was denn für welche?
Linus Neumann
Ähm der die erste schlechte Nachricht kommt aus Russland. Ähm da wurde im Juli ein äh Gesetz beschlossen zum Schutze der Kinder vor dem Internet. Ähm das hat jetzt äh der der das der Staatsduma, ich glaube, die heißt es, die Duma, der Duma oder Das Duma, der Duma.
Tim Pritlove
Also in Deutschland meine ich wird immer von der Duma, also die Duma gesprochen. Aber ob das richtig ist, weiß ich nicht.
Linus Neumann
Jetzt äh hatte das im im Juli beschlossen und jetzt ist es in Kraft getreten ähm. Das äh Gesetz will sich darum bemühen, den Zugang zu Webseiten mit Informationen, deren Verbreitung in der russischen Föderation verboten ist, zu begrenzen. Und dafür haben sie sich eine einheitliche Liste von Domains URLs und IP-Adressen errichtet. Wo sie dann das Internet äh und die Kinder vor Kinderpornografie, Drogen, Konsum und Suizidanleitungen schützen wollen.
Tim Pritlove
So, also äh Russlandgost, Zins Usula.
Linus Neumann
Genau, es ist ähm einhundert Prozent Zensursula und noch ein bisschen äh krasser wohl, Andre, äh der ja auch bei uns öfter Gast ist, äh titelte äh seinen Artikel zu dem Thema, glaube ich, mit ähm, Netzsperren in Russland. Alles wovor wir immer gewarnt haben und noch ein bisschen schlimmer. So ungefähr lautete glaube ich der Titel.
Tim Pritlove
Ja. Na ja ist ja auch generell so die äh äh die russische äh Methode, ne, was die anderen versuchen mit Eleganz zu machen. Das machen die Russen immer mit viel.
Linus Neumann
Ja, äh in diesem Fall auch, also tatsächlich relativ viel. Ähm, und zwar also wenn es ein Gesetz ist, greift es ja dann bei den ähm Providern erstmal an und äh man muss sich also so vorstellen, es gibt also dann zwei Leute im Internet, einmal den Anbieter und einmal denjenigen, der auf diese Information zugreifen möchte, auf dem Kabel zwischen A und B sitzt ja quasi der der Provider und der kann dann da ähm äh dann den Traffic ja. Theoretisch, je nachdem wie gut er es machen möchte, eben beeinflussen, überwachen oder sonst was. Ähm das Problem, bisher war eigentlich das, keiner ähm die Kapazität hatte, das ernsthaft mal mit dem gesamten Traffic zu machen. Ähm. Aber mit neuer äh Router-Hardware, ähm mit DPI-Funktion ist das eben jetzt äh schon ein bisschen besser möglich. Da komme ich gleich nochmal zu. Ich wollte so ein bisschen die Geschichte der der Sperren erstmal ähm noch mal so erfassen. Wenn ich also jetzt sage, ähm. Und das war ja eigentlich zensursular, deswegen ist es, wie gesagt, ein bisschen schlimmer als Zensursulla. Bei Zensursula wollte ähm DNS-Sperrenlisten haben. Ja, das heißt also, genau der DNS-Server, der sagt, zu diesem Domain-Namen gehört dieser IP, da sollte die Antwort bei bestimmten Domains verhindert werden. Oder unterbunden werden, der sollte dann einfach antworten, die gibt es nicht. Statt zu sagen, welche IP das ist. Was dann den ähm bösen Menschen die Möglichkeit gegeben hätte, ähm DNS äh Server im Ausland zu nutzen ähm oder sich einfach so die IP sagen zu lassen und die direkt einzugeben, Das heißt, es ist eine relativ schlechte Methode zu sperren, weil sie halt sehr billig zum Gehen ist. Ähm und, dass der nächste Schritt wäre natürlich OK dann sperren wir die IP-Adresse, Aber wenn ich die IP-Adresse sperre, dann fällt alles aus, was auf dem Server ist. Das heißt, ich habe riesige Kollateralschäden, zum Beispiel bei Share-Hosting oder wenn ich sage, ähm wie der russische Provider Wimpel kommt, der äh das YouTube-Video ähm wie ist denn dieses YouTube-Video? Äh Freunde der Moslems oder was, dieses dieses wo sie die diese Skandal wie du wo die.
Tim Pritlove
Ja, ja, das äh Mohammed.
Linus Neumann
Live auf Mohammed oder so. Und äh das sollte Wimpel kommen, wollte das also sperren und ähm das einzige, was ihnen einfiel, war halt eine IP-Sperre für ganz YouTube, was dann entsprechend Unmut in ihrer Kundschaft sicherlich hervorgerufen hat, während andere russische Provider genau das Video sperren konnten. Und zwar haben die also DPI-Technologie benutzt, wo also nicht nur auf die URL oder äh nicht nur auf den Host nehmen oder auf die IP gesperrt wird, sondern genau die Anfrage analysiert wird, das Datenpaket analysiert wird und geguckt wird, der will mit YouTube sprechen, was will der von YouTube haben?
Tim Pritlove
Aber das funktioniert doch nicht mit äh SSL, wenn man HTPS macht, dann kann man ja noch diesen Inhalt gar nicht sehen.
Linus Neumann
Genau, mit SSL, eigentlich jede DPI-Funktion ähm sollte sich eigentlich mit SSL erledigt haben, aber ähm, es da die meisten Server ja auf sowohl auf SSL als auch auf äh also auf HTTPS und auf HTTP mit dem gleichen Antworten ist eigentlich schon eine relativ alte Technik. Überall das S wegzumachen, ja? So dass du bei jedem request, der auf HTTPS geht den leitest du einfach sofort wieder auf HTTP weiter und überall wo jemand hat die PS anklicken könnte leitest du ihn immer woanders hin ja? Also du.
Tim Pritlove
Also man nimmt es aus den Webseiten gleich raus, die Links.
Linus Neumann
Du nimmst also Möglichkeiten. Du nimmst dir erst mal aus den Webseiten raus und schreibst überall, wo hatte die PS steht schon mal HTTP hin. Wo jetzt zum Beispiel HTTPS Doppelpunkt Slash YouTube steht, schreibst du hin HTTP Doppelpunkt Slash Slash YouTube, und du kannst dir auch eine Antwort fälschen. Also ich kann ja. Obwohl theoretisch wenn ich also ich könnte ja theoretisch dir damit antworten ähm auf HTTP gibt's auf HTTPS gibt's keinen Dienst oder wenn ich ein Zertifikat habe, antworte ich dir auf HTPS. Ey geh mal auf HTTP. Aber ich bin mir nicht ganz sicher, wie sie das machen, aber da werden sie sicherlich eine äh Lösung für gefunden haben, dass ihnen HTTPS da nicht reinspielt, denn MTS und Megaphone, die Provider waren also in der Lage, genau ein einzelnes Video bei YouTube zu sperren. Ähm wie gesagt, ähm, HTTBS, umgeht das eigentlich, sofern der Provider nicht äh noch ein bisschen Möglichkeiten hat, auch da mit reinzufunken. Ähm. Was hat äh was DPI, was wir in dem bei unserem Live-Podcast auch so schon mal so ein bisschen besprochen haben. Außerdem ermöglicht sind Sperren, die jetzt vielleicht auch portunabhängig sind. Das heißt, ich muss nicht mehr nur auf eine genaue URL schauen, sondern zum Beispiel, kann ich Skype Traffic erkennen, obwohl Skype sich sehr darum bemüht, dass der Traffic keinerlei ähm statische Merkmale hat wie einen festen Port oder so, und außerdem ja auch verschlüsselt ist. Ähm also so mit so einer Technik operieren die jetzt in Russland und sperren unter anderem jetzt ähm das war hatte ich bei Netzpolitik Org bei Andres Artikel gelesen, zum Beispiel die Seiten vom Citizen Lab, das waren die Jungs, die sich den ähm den äh Gamma-Staatstrojaner angeschaut hatten, Privacy International, das waren die Jungs, die gegen den Gamma-Staatstrojaner die Exportbeschränkungen ähm hervorrufen wollen und eine Seite Namensagentura Punkt Ruh die allerdings auf äh Russisch ist, ähm wo ich also vermute, dass sie da äh wahrscheinlich etwas sagen, was der Regierung nicht gefällt. Die sind also jetzt auch mit auf dieser Zensurliste, das heißt, okay, Russland ähm. Hat offensichtlich jetzt überall äh DPI und ähm sperrt äh auch unliebsame Seiten. Äh was sie dann doch darüber hinaus empfohlen wurde, war, also dass man sagt, na ja, wenn ihr eh schon, äh sperrt, dann könnt ihr auch direkt noch die IPs Locken, die versuchen darauf zuzugreifen.
Tim Pritlove
Wollen Sie denn eigentlich jetzt auch Skype äh sperren oder können Sie nur Skype sperren? Das habe ich nicht ganz.
Linus Neumann
Skyfalls eher ein Beispiel aus Deutschland. Ähm wofür DPI in Deutschland benutzt wird. Die Russen, denen geht's glaube ich eher darum, also offiziell darum, äh Kinderpornografie, Drogenkonsum und Suizid-Anleitungen zu sperren und äh offensichtlich eher auch darum. Hier Oppositionelle irgendwie zensieren zu können. Also Skype ist ja, glaube ich, deren geringere Sorge.
Tim Pritlove
Aber sie könnten, wenn sie wollten.
Linus Neumann
Ja klar, das das können sie sowieso, also mit DPI kannst du erstmal alles machen. Du du wenn du, du siehst ja einfach den gesamten Traffic und kannst ihn, wenn du möchtest auch äh wenn du das Modul dir auch noch daneben stellst, auch manipulieren oder so. Ähm das ist nämlich ganz schön, was was sie äh Also was ihnen, was sie weiterhin machen wollen, ist natürlich die IPs, die vielleicht auf diese verbotenen Seiten zugreifen, locken oder das direkt, weil sie ja dynamischer EPs vergeben, sind die Russen ja genauso zugezwungen wie jeder andere, wie jedes andere Land inzwischen auch aufgrund des Mangels ein IP V vier Adressen, dass sie, Die Damenische Adressen vergeben und dann eigentlich direkt das an die Datenbank angleichen können und den Account äh mit dem, mit den Kundendaten äh. Quasi locken und nicht nur die IP-Adresse. Also, dass sie sagen, was weiß ich hier, Kunde A hat äh jetzt zum wiederholten Male versucht irgendwie Privacy International die Seite zu besuchen. Das Problem ist, dass du, Technologie irgendwann an den Punkt kommen, das ist echt besonders schwierig da rauszuklettern. Also zu sagen HTTPS, okay ist vielleicht noch eine Möglichkeit sie werden früher oder später vernünftige Möglichkeiten finden zu unterbinden sie werden natürlich auch erkennen, dass du vielleicht ein VPN nutzt um irgendwie dich vor denen, Deine, deine Handlung im Netz zu verheimlichen, aber mit DPI hast du eigentlich für alle für alle Sachen immer so eine Möglichkeit, das irgendwie zumindest, heuristisch erkennen zu können. Und dann natürlich auch sagen zu können, okay, dann sperren wir dir jetzt halt den VPN Zugang, oder wir bremsen den einfach, ist ja auch eine beliebte Sache, ne? Ist ja sogar beliebter als das Sperren bei Diensten, hatten wir ja auch schon besprochen, ist ja, bremst den einfach aus.
Tim Pritlove
Die libysche Methode sozusagen.
Linus Neumann
Aber jetzt kommt eigentlich noch der Hammer, weil die Russen nutzen DPI noch äh etwas besser. Die freuen sich also sehr. Zwar gibt es da das ähm. Das das Projekt Sorgen und ähm, die wir auch schon mal so ein bisschen besprochen hatten, eigentlich aus so einem Land gehen ja dann nur relativ wenige dicke Leitungen raus, wo äh das ganze Internet durchkommt. Und an den wenigen Knotenpunkten durch die aller Traffic läuft, haben die quasi irgendwie riesige Zentren, die äh sowieso alles versuchen mitzuspeichern. Und die freuen sich total, weil mit DPI, Können sie jetzt ähm quasi müssen sie nicht mehr alles mitspeichern, wenn sie sich um einen bestimmten Oppositionellen kümmern sondern sie können äh quasi nach Provider oder äh nach äh sonstigen Sachen filtern und freuen sich, dass sie äh quasi an den zentralen Punkt noch nicht mal mehr beim Provider, sondern an den zentralen Ein-und Ausgängen einzelne Personen filtern, speichern, äh loggen können und dadurch Arbeit und äh Festplattenplatz speichern. Also die sind sehr begeistert, von die Russen offensicht.
Tim Pritlove
Super, klingt so nach.
Linus Neumann
Also ähm. Ist es jetzt, sage ich mal oder es scheint so, jetzt langsam der Punkt erreicht zu kommen, dass dieses DPI auch wirklich in dem Ausmaß skaliert, dass man das so ähm, anwenden kann, ja, also so zu einer richtigen Vollüberwachung, das das war ja immer auch die Frage, wie wie fett muss die Kiste sein, damit du das wirklich hinkriegst, ja, dass die nicht einfach nur die äh die Arme hochlegt oder wie wie man so schön sagt, wenn wenn du da mal ein paar Gigabit äh durchbumst, durch so eine DPI-Kiste.
Tim Pritlove
Zur Not wird das ein Internet dann sonst einfach äh langsamer gemacht, weil es erstmal wichtiger ist, alles zu überwachen, als das jetzt wieder an alles rankommt. Stellt sich aber schon die Frage, ob das nicht über kurz oder lang dann doch äh die Fähigkeiten des Landes das Netz so zu nutzen wie es eigentlich möglich sein sollte einschränkt.
Linus Neumann
Ja äh ganz.
Tim Pritlove
Einiges gehen, aber wenn's dann irgendwie erstmal losgeht hier mit äh wir filtern jede Webseite, die dir ausgeliefert wird. Ich meine in gewisser Hinsicht sehe ich noch nicht so ganz, wie sie jetzt gegen so eine volle HTPS äh Umgebung sich da äh wehren wollen, aber.
Linus Neumann
Also würde ich jetzt mal ganz ehrlich sagen.
Tim Pritlove
Heutzutage in dem Sinne noch gar nicht, aber das muss natürlich die Antwort sein.
Linus Neumann
Genau, also die, du hast du hast recht, die ähm wie wollen sie sich gegen HTTPS wehren, wenn das wenn das vernünftig umgesetzt würde von allen? Hätten sie's auf jeden Fall schwierig, aber ähm es ist ja du hörst ja immer wieder davon, dass Staaten, im Besitz von von SSL Zertifikaten sind, um genau äh einfach mähende Mittelattacken auf SSL zu fahren. Das sind ja völlig egal.
Tim Pritlove
Hm, naja gut, hm.
Linus Neumann
Grade ähm war jetzt äh hatte ich jetzt hier nicht zum Sendungsthema gemacht, aber der Angriff auf der wurde jetzt irgendwie ein Bericht dazu die Genotase eine große CA die aus den Niederlanden war die vor ein zwei Jahren, großartig auseinander genommen wurde da hatte sich ja jemand Zertifikate einfach für alle möglichen Seiten erstellt den wurde irgendwann langweilig dann hat der sich Zertifikate für Sternchen Punkt com erstellt, Also der äh so Zertifikate zu mannelndem Mittel, da muss man Staaten schon durchaus äh die Kapazität ähm zutrauen, dass sie die einfach haben.
Tim Pritlove
Okay, naja gut, also dann bleibt die Hoffnung sozusagen DNS äh und äh entsprechende Auslagerungen von äh Verschlüsselung, in das DNS-System. Das ist allerdings leider, leider, leider, noch etwas Zukunftsmusik, auch wenn die Technologie im Prinzip da ist.
Linus Neumann
Auch wenn jedes Jahr was Neues drüber erzählt, ja.
Tim Pritlove
Naja, das rollt sich aber langsam aus, also ersten Browser, kriegen das und so, aber natürlich noch ganz weit von entfernt, dass das in irgendeiner Form einer staatlichen Zensurinfrastruktur nennenswert äh Widerstand gebieten könnte. Okay.
Linus Neumann
Auch aus Deutschland gibt es schlechte Nachrichten.
Tim Pritlove
Dann komme ich nicht wieder.
Linus Neumann
Und zwar geht's um die Auskunftsverlangen bei IP-Adressen, ja? Also momentan ist das ja so, dass ähm, ehrlich gesagt weiß ich nicht genau, wie der wie hundertprozentig wie der Ablauf ist, aber äh wenn man von der AlPir, von einer IP-Adresse den Halter äh feststellen möchte, dann muss man das mit einer einzelnen Abfrage beim Provider. Und, die Bundesregierung äh hat jetzt einen Gesetzentwurf in die Manege äh geschmissen. Wo sie ganz gerne hätten, dass es eine automatische Zuordnung von IP-Adressen zu den Nutzern. Gibt auch bei den dynamischen IP-Adressen, wir sprachen das gerade bereits an und das bitteschön ähm, über eine gesicherte Schnittstelle, also man könnte sagen, so die A, die wollen eine AP haben. Die hätten gerne eine AP von den Providern. Ähm, wo sie einfach eine IP-Adresse reinwerfen und äh die Adresse vom Anschlussinhaber äh zurückbekommen. Damit die Provider ihnen oder die sechzehn größten Dienstanbieter ihnen die Daten auf Anfrage unverzüglich und vollständig übermitteln können über eine gesicherte elektronische Schnittstelle. Und das möchten sie ganz gerne haben für. Mitarbeiter des BKAs, der Bundespolizei des Zollfahndungsdienstes, des Verfassungsverfassungs, ich komme immer mit diesem Twitter-Account durcheinander. Du kennst den Verfassungsschutz, ne? Den Verfassungsschutz? Äh Bundesnachrichtendienst und den militärischen Abschieddienst. Sie sollen also jetzt eine AP bekommen, bitteschön von den Providern, wo sie. Äh immer schnell feststellen können, wem eine IP-Adresse gehört. Ähm das ist also auch ähm ja, also das ist halt die, Ja, was will man dazu noch sagen, ne? Also ich meine.
Tim Pritlove
Wollen wieder Ärger haben.
Linus Neumann
Tja was, also wieder so eine völlig wirre äh. Völlig bescheuerte Idee, ne? Es ist ja gerade gut, dass es so dass es so ist, dass es dass es mit Schwierigkeiten verbunden ist. Ähm ich meine, das hast du ja. Aber aber sie würden ja genau argumentieren und da glaube ich, da ist auch das Problem, das hatte den haben wir uns eingetreten, als irgendwann die Leute anfingen, IP-Adresse mit Nummernschildern zu vergleichen, wo man sagte, ja, das Nummernschild, was jemand hat. Dass ähm dass. Lässt ja dann im Notfall die Möglichkeit zu das zu identifizieren, wer wer das ist, aber so im normalen Leben kann keiner vom kein normaler Mensch vom Kennzeichen das äh das erkennen, ne. Ist das einleuchtend?
Tim Pritlove
Ja, ich meine, es ist ja eigentlich mehr eine Hausnummer als äh, ein Nummernschild. Aber es stimmt natürlich schon, dass man mit so einer AP äh im Prinzip dann sozusagen einen Direktzugriff auf den Useraccount äh einrichten würde. Inwieweit das äh, unserer Gesetzeslage kompatibel ist, das ist mir allerdings schleierhaft.
Linus Neumann
Ja und was was mich jetzt sehr, was mich jetzt hier sehr äh oder was für viele Leute, sehr spannend ist, ist der ab, der Ausschnitt in diesen Gesetzentwurf, wo steht auch für Daten mittels derer der Zugriff auf Endgeräte oder auf Speichereinrichtungen, die in diesen Endgeräten oder hiervon räumlich getrennt werden. Darauf wollen sie auch Zugriff haben. Und da das wird von eigentlich den meisten die ich jetzt gelesen habe interpretiert als sie wollen, Pin-Codes und E-Mail-Passwörter auch haben.
Tim Pritlove
Mhm. Auch für Daten.
Linus Neumann
Frage ich mich äh in der Regel, also.
Tim Pritlove
Der Zugriff auf Endgeräte, was möglich wird oder was.
Linus Neumann
Ich lese ich lese also ja, sie wollen also quasi also mehrere in mehreren Artikel wird diese Äußerung so interpretiert, dass sie quasi eine AP haben wollen für die Passwörter.
Tim Pritlove
Aha, für welche Passwörter? Also reden wir jetzt hier so von von äh meinem Provider äh Kundenpasswort oder was?
Linus Neumann
Ja, also ich also ich bin halt wirklich, ich ich weiß es halt auch nicht, also ich zitiere jetzt einfach mal Jan Mönickes, dann habe ich's nicht selber gesagt. Äh der sagt ähm zusätzlich zur bisherigen manuellen Abfrage sollen die Tabelle Kommunikationsunternehmen gezwungen werden, in eine elektronische Schnittstelle zu investieren, die von zahlreichen Diensten künftig als der Quick Button gedruckt werden kann. Ja, haben wir ja soweit erzählt ohne richterliche Auskunft oder vorherige Kontrolle können dann nicht nur in alle vorhandenen Bestandsdaten im Sinne von welchem Kunden gehört die Rufnummer oder IP-Adresse, sondern eben auch Pucks für Handys, Passwörter, Passwörter für die Cloud und viele andere schöne Sachen, ganz leicht, easy und ohne Kontrolle abgefragt werden. Ich kann mir, ehrlich gesagt, nicht vorstellen, dass sie es ernst meinen, aber ähm.
Tim Pritlove
Ich ich kann mir vor allem äh äh gut vorstellen, dass der Shitstorm, den sie dann ernten, wenn sie das wirklich meinen wollen würden, äh so dermaßen groß ist, dass sie das ganze Gesetz gleich wieder zusammenfalten können.
Linus Neumann
Da gehe ich von aus, dass sie äh das äh hoffentlich bald mal wieder falten können, ja. Aber okay, also Spannende, spannende Sache, was sie sich da mit dem Passwörtern gedacht haben, ob sie gedacht haben, dass da keiner hinliest, wenn man da, wenn man das so verklausuliert, ähm Aber ich bin, wie ja, auch nicht der Profi im Gesetzentwürfe lesen, deswegen verlinke ich den mal und wir halten da unser Auge drauf.
Tim Pritlove
Na ja, dann können wir ja froh sein, dass nur unsere Bundesregierung äh solche bösen Hintergedanken hat, oder?
Linus Neumann
Ja ähm neben unserer Bundesregierung haben wir das natürlich auch die äh Mobilfunk Provider in etwas anderer Weise. Und zwar äh kam vor einigen Tagen dann in den Medien der Konzerntelefoniker. Telefonica gehört und gehört Tee oder gehört unter anderem o two, O2 an die Börse gegeben oder so. Ähm und Telefonica hat eine eine Firma mit Sitz in Großbritannien. Die den Namen Telefonica, Dynamik Insights trägt. Ähm und die, bewerben ihren, die ihr Dienstleistung damit, dass sie Firmen, analytische Analysen bereitstellen wollen, die es ihnen ermöglichen, effizienter, ihre, ihre, ihr Business zu betreiben und also mehrere Produkte und Services entwickeln möchte, die verschiedene Daten nutzen, die ähm in ihren Netzwerken anfallen. Also äh anonymisierte und aggregierte Daten zum Beispiel, ähm aus dem mobilen Datennetzwerk. Es ist zum Beispiel schon seit einiger Zeit bekannt, dass ähm. Tom Tom, Daten kriegt über die Netznutzung von Vodafone, um dadurch zu erkennen, wo wohl grade Staus sind.
Tim Pritlove
Ja, ja, das existiert schon seit äh vielen Jahren Kooperation und das ist quasi die Basis der Verkehrs äh Daten äh Einschätzungen. Das heißt, wenn ich Tom Tom Gerät sage, ich möchte jetzt hier gerne von A nach B, dann wird ähm werden die Straßen nicht nur jetzt danach berechnet, was ähm was man da so für eine Höchstgeschwindigkeit fahren kann oder ob sich das in der Hauptstraße handelt oder äh eine Nebenstraße, sondern, So war zumindest der ursprüngliche Ansatz bei Geräten, die jetzt nicht sind, das ist, glaube ich, diese IQ Technik heißt das bei Tom Tom, Sie analysieren, Bewegungsdaten von Mobiltelefon in diesen Straßen, das heißt, die schauen, was da so äh für Mobiltelefone vorbeischwimmen und was die für eine durchschnittliche Geschwindigkeit erreichen. Und mitteln das dann auf die Uhrzeit und den Wochentag. Das heißt, sie haben quasi für jede Straße, einen Kennwert, der sagt, okay, hier darf man zwar so und so viel fahren, aber Montags um sieben Uhr äh wird dort aber nur die und die Geschwindigkeit erreicht und das fließt halt mit in diese Navigationsberechnung mit ein. Bin mir nicht ganz sicher, ob ihr das mittlerweile auch schon so realmäßig haben, aber im Kern vermute ich mal auch, die Trafficanzeige bei äh Apple. Und sicherlich auch bei Google äh wird ähnliche Daten heranziehen. In dem Fall halt direkt aus dem Smartphones.
Linus Neumann
Das ist ja mal interessant.
Tim Pritlove
Finde ich eigentlich auch an sich noch recht vertretbar, wo es sich sozusagen um eine anonyme generalisierte äh über alle Teilnehmer hinweg äh zusammengerechnete Informationen handelt, ne? Da schaut man, quasi den Datenbestand an und sagt, okay, wir sehen hier Bewegung und wir können diese Bewegung auch irgendwie einschätzen. Das lässt ja nun keinerlei Rückschlüsse darauf zu, wer da jetzt gerade wo, wie schnell unterwegs ist, auch wenn sie natürlich diese Information, theoretisch gewinnen könnten, aber ich bezweifle stark, dass das äh derzeit in den iPhones so implementiert ist. Sie sagen ja auch bewusst, dass das eben eine anonymisierte Information ist, die man dort quasi dem dieser Trafficanalyse spendet. Sicherlich etwas, was auch Telefonica Dynamik Insights äh anbietet. Die Frage ist, ob das nun das Einzige ist, was sie dort äh anbieten.
Linus Neumann
Ich glaube, dafür hätten sie nicht, wenn sie nur das anbieten würden, hätten sie nicht eine eigene Firma dafür gegründet. Ähm, Es gab dann einen Tagesschauartikel. Jetzt ist natürlich die Sache, okay, die äh Tagesschau ist jetzt nicht der äh die sind ja nicht immer die Fittesten, wo dann sowas drinstand wie, dass sie einem. Ich würde sagen, das ist ein sehr hanebüchendes Beispiel, aber es wurde dann auch wieder überall zitiert, dass sie quasi einem, Ladeninhaber sagen können, äh wie lange ein Kunde vor seinem ähm Schaufenster angehalten hat. Das halte ich ehrlich gesagt für eine sehr unrealistische Auffassung äh dieses Dienstes, weil die Ortung nicht so genau ist, dass ich mit Sicherheit sagen kann, dass der Kunde gerade vor einem, vor genau dem Schaufenster steht.
Tim Pritlove
Ja, das ähm gut, kommt drauf an, was für ein Schaufenster man da äh nimmt, wenn's jetzt so ein kleiner äh Schmuckerladen äh ist mit einem Fenster, dann ist es sicherlich schwierig, so eine Shoppingmaul kriegt man natürlich schon ganz gut analysiert.
Linus Neumann
Die Frage ist ähm. Jemand, der in seinem Geschäft darauf angewiesen ist, dass Leute vor einem Schaufenster stehen bleiben, wie viel Geld hat der über, um es einem Konzern zu spenden, der äh Mobilfunkdatenanalyse betreibt? Ja, also die Information, wie lange jemand von meinem Schaufenster in meinen kleinen Klamottenladen ähm irgendwie auf der Neustraße in irgendeiner kleinen Stadt äh gestanden hat, die ist ja nicht äh nicht so enorm auswertbar.
Tim Pritlove
Vielleicht sollte man sich das eher so wie mit dem Verkehr vorstellen, weil tatsächlich ist ja auch die Information, wie viele Leute gehen in einen bestimmten Platz, äh entlang. Ja, also der Alexanderplatz in Berlin ist sozusagen generell dafür bekannt, am meisten Fußgänger-Traffic zu haben in ähm. In Deutschland. Das heißt, es gibt keinen Platz, über den so viele Leute gehen und das hat natürlich eine Auswirkung auf die Preise für dort angebrachte Werbung, Also wenn du dort ein Plakat buchst oder irgendein anderes Display hast, was da äh an diesem Platz ist, dann richtet sich quasi der Preis, danach, was die Meinung ist, wie viele Leute das dann eben auch effektiv sehen. Und man kann natürlich da generell Einschätzungen machen So im Sinne von, na ja, wir haben da ja S-Bahn und so und so viele Leute steigen da aus und äh ein. Oder du kannst halt wirklich sagen hat heutzutage sowieso jeder äh ein Handy äh in der Tasche, äh wir haben den und den Marktanteil und wenn wir das jetzt mal über unsere Kunden hochrechnen, dann kommen wir im Prinzip auf den und den Wert.
Linus Neumann
Ja. Genau, also für solche Analyse ist das sicherlich ganz angebracht. Ich glaube, am Alexanderplatz hängt seit Jahr, seit Monaten jetzt so ein Schild, über einhunderttausend äh Autos am Tag kommen, an diesem Plakat vorbei, die wollen offensichtlich diesen Plakatplatz da irgendwie ähm vermieden, aber äh bis jetzt hängt da nur ihr eigenes Plakat. Auf dem draufsteht, wie viele jeden Tag dran vorbeifahren. Äh ich habe hier gerade mal so äh ein das Werbevideos. Das Werbevideo von diesem Konzern, da geht's also jetzt um ähm um Bewegungsprofile erstmal und so. Was sie allerdings auch machen wollen und da wird's dann ein bisschen spannender. Die wollen diese Daten halt auch zur, für Werbung bereitstellen und da dann auch mit den Bestandsdaten kombinieren in diesem Falle. Das heißt also irgendwie Alter, Geschlecht oder solche Dinge sich irgendwie äh da noch zu sagen lassen, dass sie also quasi dir zu diesem hypothetischen Schaufenster oder zu dem Alexander Pla auch sagen können, um wie viel Uhr des Tages da die meisten vierzehnjährigen deiner Zielgruppe langlatschen und so weiter, Also man kann das, wenn man das gewissenhaft macht, sicherlich äh sehr spannende äh Daten raus gewinnen, aber wir wissen natürlich auch, dass, gewissen bei Konzernen immer eher 'ne untergeordnete Rolle spielt, früher oder später. Und deswegen wurde dieses Thema jetzt mal äh wahrscheinlich auch ein bisschen zu äh. Zum Leidwesen oder ein bisschen ungerecht gegenüber o two äh dann hier jetzt behandelt.
Tim Pritlove
Die haben schnellen Rückzieher gemacht, ne? Aber es stimmt natürlich, was du sagst, so äh diese generelle äh Geschichte, ne, also mal in dem Verkehr ist es egal, ob da jetzt äh gerade ein Sechzigjähriger oder ein Zwanzigjähriger ein Auto fährt, aber bei Werbungstreffic man sich sozusagen noch mehr Informationen rein, ne? Man kann halt sagen, okay, äh vormittags sind irgendwie äh Leute in dem Alter unterwegs am Nachmittag, in dem Alter. Das ist natürlich schon eine ganz andere Qualität.
Linus Neumann
Ähm auf jeden Fall das Ganze schlug solche Wellen, dass äh sich dann ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums am Mittwoch, dahingehend äußerte und sagte der Hen der Handel mit über Handys gewonnenen Standortdaten ist nach Angaben der Bundesregierung grundsätzlich verboten. Ähm, denn sie dürfen nur anonymisiert oder mit Einwilligung des Handybesitzers weitergegeben werden und dann auch nur an Dienste mit Zusatznutzen etwa zur Registrierung von Verkehrsströmen, ja? Äh diese Bestimmung gelten äh gelten in dieser Form irgendwie in ganz in der ganzen EU. Jetzt ist natürlich so, dass ähm man bei dem, Abschließend eines Mobilfunkvertrages irgendwo auf Seite fünf von. Fünf von dreizehn im Kleingedruckten sowieso das Häkchen hat indem man das erlaubt und genauso ist es auch bei. O2 eigentlich, aber das Ministerium sagt, sie hätten jetzt äh das geprüft und sagen, dass es bei, O2, was die davor hätten oder Telefoniker, dass das nicht in Ordnung wäre. Ja, also kann man jetzt mal, kann man jetzt eigentlich nur mal so, stehen lassen. Ich äh bin mir relativ sicher, dass es irgendwo in den AGBs von O2 sicherlich irgend so ein Häkchen gibt, wo ich alle, wo ich alle Daten an die abtrete, wenn ich ihr Kunde werde. Aber, okay. Es war auf jeden Fall mal. Das deswegen mit in die Sendung aufgenommen, weil es eben ein sehr äh interessanter, wieder mal so ein interessanter Punkt war, zwischen Datenschutz und einem relativ offenkundigen Nutzen für die äh. Für die Gesellschaft, beziehungsweise für den Teil der Gesellschaft, der sich ein Traumtom-Navigationsgerät kauft.
Tim Pritlove
Ja, vielleicht ein schönes Thema für die äh demnächst stattfindende Sparkariade.
Linus Neumann
Ja, da können sie sich, da werden sie sich sicherlich drüber unterhalten.
Tim Pritlove
Und achtzehnten November ist es ja mal wieder soweit, dass da äh mal aus der anderen.
Linus Neumann
Heißt mal wieder ja das sind die das ist die immer bei solchen Dingen den, gesellschaftlichen nutzen ähm äh diskutiert. Häufig allerdings dabei vergisst, dass wir hier eben trotzdem von einem gesellschaftlichen Nutzen sprechen, der wiederum nur für einen bestimmten Kundenkreis äh da ist. Also das äh weil eben Telefoniker diese Daten verkaufen möchte und nicht ähm irgendwie der Gesellschaft unbedingt damit dienen möchte.
Tim Pritlove
Mhm, das stimmt.
Linus Neumann
Ja also äh ich glaube, niemand hätte was dagegen, wenn die es öffentlich, wenn die wirklich einfach öffentlich einsehbar so im Sinne von Open Data, äh diese ganzen Analysen raushauen würden, Aber genau das machen sie ja jetzt wieder nicht, sondern verkaufen die irgendwo hin und eben auch zu Werbezwecken. Und da wird's dann wieder so ein bisschen bisschen äh. Verlinken.
Tim Pritlove
So, wie sieht's denn auf unserem internationalen äh Showpflaster aus?
Linus Neumann
Ja äh Wiki Leaks ist wieder ähm aktiv. Und hat jetzt die äh angefangen zu veröffentlichen. Das sind irgendwie die Regelungen der USA, zum Umgang mit ihren Häftlingen, ich habe, nur mal irgendwie angefangen so ein Guantanamo-Dokument zu lesen. Ähm das war aber irgendwie alles sehr wir und ich habe das nicht so wirklich, hab da den Skandal noch nicht drin entdeckt und irgendwie das Medienecho blieb auch aus bis auf die Tatsache, dass es wieder etwas von gibt, hab ich nicht großartig Artikel dazu gefunden, wo sich jetzt da irgendwo ein Skandal drin verbirgt. Aber vielleicht äh vielleicht kommt das noch so. Und ansonsten wollte ich ja noch kurz erzählen, dass ich ähm. Vor einigen Tagen mal äh mir da die äh equarianische Botschaft angeschaut habe in London.
Tim Pritlove
Ach du warst ja vor Ort, richtig.
Linus Neumann
Ja genau, ich finde ja, ähm ich verlinke mal ein Foto, was ich da von der Protestierenden äh Masse äh. Gemacht habe. Also da stand ein Mann, der war äh. Ja, der war wahrscheinlich so irgendwie fünfzig oder so, Anfang fünfzig, Ende vierzig und ähm, verteilte äh Flugblätter beziehungsweise der einzige, der da war, waren ja wir und dann haben wir einen Flugblatt bekommen mit fünf Möglichkeiten. Wie wir Wiki Leaks unterstützen können, indem wir, ich glaube, uns bei der britischen Regierung beschweren, bei der australischen Regierung beschweren, ähm, Wikileak Skale spenden und dem Friends of Wiki League Social Network beitreten und einen fünften gab's auch noch.
Tim Pritlove
Schweden, vielleicht in Schweden noch beschweren.
Linus Neumann
In Schweden auch noch beschweren. Nee, Schweden war da, glaube ich, Schweden war der nicht. Ähm und dann aber na also das Flugblatt, ich will da jetzt gar nicht so, will mich da jetzt gar nicht so drüber lustig machen. Da standen schon, wichtige Sachen drauf und auch so links irgendwie so, was die Manning Sache angeht und so weiter. Aber ähm Insgesamt versauert der äh Jules da ähm in der in der Hütte. Ich habe mich dann auch äh nicht getraut anzuklopfen, weil da standen stand immer noch dieser Polizist vor und der sah irgendwie nicht nach dem Polizisten aus, der irgendwie jetzt so zu Scherzen aufgelegt ist. Wenn ich, also ich hab's überlegt, ob ich ihm so einen Schuhkarton gebe und sage, hier äh gibt es bei dem Studienrein oder so, aber ähm ja, äh ging dann nicht.
Tim Pritlove
Ich bin ein großer, großer Fan von Julio und ich möchte gerne mit ihm singen.
Linus Neumann
Ja. Genau, also äh kann man, kann man sich mal anschauen, bin mal gespannt, was sich da jetzt bei Wiki Leaks tut. Nächstes Thema, da gibt's nämlich noch äh das ist jetzt wieder noch mal so ein bisschen Deutschland jetzt hier, kleine, also kleines äh, uninteressant ist aus, kommen wir zur Kategorie ohne Interessantes aus Deutschland. Äh wir berichteten ja schon über den Gesetzentwurf des äh Justizministeriums. Ähm, sich der im Rahmen der EU-Angleichung jetzt hier den Schutz äh bei irgendwelchen Musik wieder von, fünfzig auf siebzig Jahre und Schutz der Urheber Uhr der Urwehrrechte von Komponisten und Textern auf siebzig Jahre nach dem Tod ausweiten wollte. Wir hatten das berichtet den Link füge ich dann nochmal ein, Dieser Gesetzesentwurf des Bundesjustizministeriums ist jetzt äh Kabinettsbeschluss, das heißt, der wird dann jetzt bald ähm. Eingebracht werden in den Bundestag ja? Reingereicht werden. Und man darf ja gespannt sein ob darüber diskutiert wird. Oder ob es diesem Gesetzesentwurf ähnlich ergeht wie ähm, Gesetzesentwurf, womit wir beim nächsten Thema wären, nämlich dem Gesetzesentwurf zur Störerhaftung.
Tim Pritlove
Noch einen kleinen äh muss ich nochmal kurz nachhaken. Also, um das klar zu machen, generell beim Urheberrecht gilt schon siebzig Jahre nach dem Tod für, bestimmte Tätigkeiten wie ich glaub Komposition. Oder? Wo gilt denn schon siebzig Jahre? Siebzig Jahre gilt doch äh schon bei Büchern, et cetera, oder?
Linus Neumann
Jetzt kommst du mit dem.
Tim Pritlove
Naja, also ich meine, das ist sozusagen nur so ein Teilbereich, wo es bisher noch nicht siebzig Jahre sind und wo es derzeit noch auf fünfzig Jahren steht und auf siebzig Jahre äh verlängert werden soll. Wenn ich das richtig sehe.
Linus Neumann
Die Schutz also es geht in dem Fall von fünfzig auf siebzig Jahren sollen die Schutzrechte für die Schutzdauer, für die Rechte der Anproduktionen, Beteiligten, ausübenden Künstler. Ach so, an die Ausüben, ah genau, genau, es gibt ja die Trennung der ausübende Künstler und der.
Tim Pritlove
Eigentlichen Komponisten.
Linus Neumann
Und der eigentliche Komponist. Das heißt, der eigentliche Komponist hat ähm siebzig Jahre. Äh nach nach deren Tod.
Tim Pritlove
Der Bläser, der da irgendwie die Posaune äh stemmt, der hat nur fünfzig Jahre und soll jetzt auch ähm auch noch bis zu siebzig Jahre nach seinem Tod zu seinem Recht kommen. Das ist so albern, oder? Also es ist wirklich äh wenn man sich das mal vergegenwärtigt, was das eigentlich bedeutet, äh fasst man sich doch echt an den Kopf. Das ist wirklich, also man hat manchmal das Gefühl, die Toten haben irgendwie mehr Rechte als die Liebenden.
Linus Neumann
Ja. Ich, also ich weiß wirklich nicht genau, was also ich meine, dass wir überhaupt, wenn man die Geschichte kurz erzählen will, dass wir überhaupt so lange äh Schutzfristen haben, scheint hier, glaube ich, ähm an Mickey Maus und den Beats zu liegen.
Tim Pritlove
Ist es zumindest die äh die die gängige Verschwörung äh Theorie. Mhm.
Linus Neumann
So die so das sind die einzigen Phänomene. Die überhaupt irgendwo in diese in diese Zeitdauer kommen ja also ist glaub ich vor einiger Zeit siebzig geworden oder so. Das heißt, die Beatles haben wir jetzt fünfzig Jahre rumgespielt, aber die Rechte hat ja, glaube ich, eh zwischendurch Michael Jackson gekocht. Wer weiß, wer jetzt im Moment die Bier ist, Rechte hat, aber die waren ja immer noch irgendwie eine ganz besondere Sache. Die.
Tim Pritlove
Die leben ja auch noch. Also ich meine, das wird ja eh ohnehin erst nach dem Tod dann aktiv. Also es ist äh, gar keine Rolle, wie alt der jetzt ist oder wie lange das her ist, sondern es äh spielt ja ausschließlich eine Rolle, wann er stirbt. Was auch sozusagen, äh bezugslos ist eigentlich auf das eigentliche Werk. Das das finde ich ja auch nochmal so besonders äh strange. Also ich meine, wenn man jetzt sagen würde, Jahre nachdem dieses Werk äh in die Welt gekommen ist verwirrten die Rechte, dann würde ich sagen, ja, okay, meinetwegen, aber wenn sozusagen siebzig Jahre nach dem auch noch der letzte äh daran in irgendeiner Form beteiligt war, gestorben ist, dann ist erst Schluss, ist wirklich vollkommen absurd, ne? Also musste sozusagen dann nur noch irgendwie in deinem Musikvideo ein Baby schaukeln und dann hast du's dann irgendwie auch gleich nochmal noch weiter, erweitert, he?
Linus Neumann
Das ist eigentlich echt cool, weil also siebzig Jahre nach dem nach dem Tod, ist, übersteigt eigentlich immer noch die Lebenserwartung, da, also wenn du, wenn du normal lebst und stirbst, dann übersteigt siebzig Jahre nach deinem Tod, übersteigt immer noch die Lebenserwartung deiner Kinder. Weil die. Fünfzig, du stirbst von mir aus mit siebzig, das heißt, dein Kind hat eine Lebenserwartung von achtzig, weil's irgendwie äh weil die Lebenserwartung der Menschen immer steigt, aber insgesamt sind sowieso noch neunzig Jahre ab der Geburt des Kindes. Mindestens.
Tim Pritlove
Ja, vor allem deine Kinder äh kann ja sein, dass du deine Kinder dann doch schon ein bisschen früher in deinem Leben irgendwie zeugst und äh du dann eben selber erst fünfzig Jahre äh später stirbst und so, also Da können dann sozusagen auch noch die Kindeskinder äh von profitieren. Also es ist mir ist bisher noch keine wirklich schlüssige, ähm Darlegung gekommen, warum das jetzt eigentlich so zu sein hat, weil vor allem, wenn wir wirklich von einem Schutzrecht. Sprechen, ja? Hier soll ja die ganze Zeit immer irgendjemand geschützt werden. Ja, dann werden ja hier einfach Leichen geschützt. Das ist ein ein Leichenschutzrecht, und äh das, macht mich einfach so äh äh verrückt und mich würde mal wirklich interessieren und das wäre, glaube ich, in diesem Zusammenhang jetzt, wo sie quasi das mal wieder neu eine Verlängerung beschließen wollen. Mit diesen fünfzig auf siebzig Jahren, Für die Beteiligten Künstler, was denn jetzt bitte da eigentlich die Argumentation ist, wer denn da jetzt eigentlich geschützt werden soll? Also was ist sozusagen die Bedrohung für diesen äh bereits seit fünfzig Jahren vor sich hin verwesenen Leichnam, ja. Äh die eben jetzt dadurch, dass irgendjemand äh eine Datei gruppiert im Internet äh da äh widerfährt, das würde ich wirklich gerne mal hören. Das könnte man eigentlich mal schön zu so einem äh Exempel äh statuieren in der ganzen Argumentation von Copyright-Schutzrechten.
Linus Neumann
Ich bin mir sicher, dass ihr die Tagesschau Witwe äh dir gerne noch ein schönes Geschichtechen dazu erzählen.
Tim Pritlove
Ja ja, wenn sie dich selber schon lange tot ist. Na gut.
Linus Neumann
Störerhaftung. Ähm. Den Gesetzesentwurf von äh des Vereins digitale Gesellschaft zur Abschaffung oder Aufhebung äh oder Lockerung der Störerhaftung. Beim Betreiben von offenen WLANs. Der hat tatsächlich seinen Weg ähm ins in den Bundestag gefunden. Und zwar hat ihnen die Linksfraktion adoptiert. Das war ja damals ein Gesetzesvorschlag, den der Verein digitale Gesellschaft zur Verfügung gestellt hat, gesagt hat, den kann jeder äh Copy, wir wir freuen uns über jeden, der den in den Bundestag copy pastet. Es hat dann die Linksfraktion, glaube ich, mit einer minimalen Änderung auch gemacht und dass der Wood dann irgendwann an einem Donnerstag um Mitternacht ähm. Scheint er auf der Tagesordnung, dann wurden da ein paar Sachen zu Protokoll begeben und dann wurde er natürlich äh nicht angenommen. Aber immerhin. Digitale Gesellschaft hat es geschafft, ein äh Gesetzesentwurf, in den Bundestag einzubringen, wenn auch dann leider nur von der Partei, die im Bundestag per se sagen kann, was sie will und vorschlagen kann, was sie will, ähm aber immerhin.
Tim Pritlove
Vor ein paar Tagen auch eine neue Gerichtsentscheidung, wo die Störerhaftung äh eine Rolle gespielt hat. Ich ähm versage jetzt gerade dabei, den passenden äh Link zu finden. Irgendeiner unserer Rechtsanwälte hat das, glaube ich, vertwittert. Weißt jetzt gerade nicht, wovon ich rede, aber es gab meines Wissens wieder eine Gesetzesentscheidung, wo diese Stürrerhaftung abgelehnt wurde und zwar war es ein Fall, wo, ein ähm ich glaube Familienvater äh nachweisen konnte, dass er eben zu dem entsprechenden Zeitpunkt nicht zu Hause gewesen sei, ja, für diesen. Angenommenen Fallscherigenvorgang. Und jetzt müssten die beteiligten Musikkonzerne, die da geklagt haben, die Rechtsanwaltkosten selber tragen.
Linus Neumann
Ja, ich hab's äh mir schnell ergoogelt äh Filesharing Landgericht Köln verneint, Störerhaftung bei Familienanschluss. Das hieß der Familienvater, der ein Kind sein Nachwuchs hat offensichtlich oder hat offenbar einen Computerspiel in einer Tauschbörse heruntergeladen und angeboten. Und. Dann haben sie den Anschlussinhaber verklagt und der hat eben gesagt, ja ich arbeite tagsüber. So, tschüss. Ähm. Und hat dann eine Unterlassungserklärung aber nicht bezahlt und offensichtlich hat das äh Landgericht da dem zugestimmt. Interessant. War mir so nicht aufgefallen. Äh. Mit in die Shownotes Was mir aufgefallen ist, war ein äh eine Meldung über einen Amerikaner, der irgendwie auf einer Pay-Seite, auf einer Pay-Porno-Seite zehn Videos runtergeladen hatte und die dann äh als Torents angeboten hatte während der Anbieter aber jedes einzelne Video mit so einem Watermarkt versehen hatte, Und ähm dann haben sie halt gesehen, dass ihre Videos ähm eben als Terrance kursieren und haben dann den Typen, der die runtergeladen hatte, weil weil das Video eben gekennzeichnet war, dass es von ihm heruntergeladen war. Äh haben sie den vor Gericht gemacht? Und der hat die Höchststrafe bekommen. Das waren, glaube ich, irgendwie waren dann wieder irgendwie ein paar Millionen oder so, weil weil das, weil er eben vor mit Vorsatz und so weiter gehandelt hatte.
Tim Pritlove
Ja, auch mit Vorsatz sind ja äh unsere Medien in Deutschland äh unterwegs, hat man sich den Eindruck.
Linus Neumann
Da wird's jetzt echt wirre. Es darf jetzt wirklich nur noch wirr.
Tim Pritlove
Da die Planung online Bezahlschranken sollen eingeführt werden für deutsche äh Tageszeitungen, jetzt Paywalls überall.
Linus Neumann
Ja, also es waren irgendwie die Medientage in München und dann ging äh offensichtlich ähm. Ging es dann natürlich müssen hier bei den Medientagen dann darüber diskutieren wie lange sie noch irgendwie Zeitungen drucken wollen und äh was mit denen äh was mit den Internetredaktionen ist und so und dann gab's welche, die sagen, ja die Internetreaktionen sind jetzt die Zukunft und andere haben wieder gesagt, ähm, Ja, aber die, der Qualitätscontent in den Internetredaktionen, der kommt ja aus den Printredaktionen und so weiter. Und irgendwie ähm. Sagten dann äh sagte dann erstmal der äh Geschäftsführer äh oder einer, der aus der FAZ-Geschäftsführung Tobiasan ähm beim Publishing-Gipfel, dass sie selbstverständlich 'ne Bezahlschranke für ihr Online-Angebot einführen wollen. Weil es aber das einzige was sie daran hindert ist dass es kein einfaches und kostengünstiges Bezahlsystem gibt, Die haben natürlich ein Problem. Also am liebsten wär denen natürlich sowas wie oder unterstell ich jetzt mal am liebsten wär denn ja was, wenn es irgendwie so was gäbe wie ein, allgemeinen Account, dass man sich einmal anmeldet zum Zeitungslesen in Deutschland und dann egal, wo man hingeht, immer Vorartikel von dem jeweiligen Anbieter. Betrag X abgezogen bekommt. Das werde ich natürlich am liebsten, was den den ist ja nicht wirklich daran gelegen, ähm dass man jetzt so, das einen eigenen Account bei Süddeutsche zum Beispiel hat. Äh und mit diesem bei bei Spiegel sich dann wieder mit einem anderen Account ein äh, einloggen muss. Ich glaube soweit haben die den Markt schon verstanden außer vielleicht können wir vorstellen, dass der Springer Verlag sagt mir reicht das wenn wenn die einen Springer Account haben, ob die dann wild, Welt oder äh Bild oder was auch immer lesen wollen. Aber die äh Süddeutsche zum Beispiel auch, Richard Redmann, Geschäftsführer der südwestdeutsche Medienholding äh sagt, wir wollen äh auch neue Payballs haben. Äh mit der Werbung funktioniert das irgendwie nicht. Ähm, und ja die Welt klar, Springer Verlag, äh die haben's aber äh äh ich glaube, die haben sogar konkrete Pläne bekannt gegeben. Ich bin mir gar nicht so sicher, ob sie äh nur den Plan. Benannt haben, also ich besuche diese Seite nicht, aber äh ja, also ähm man kann sagen, während also die Verlage lobbyieren für. Nutzt Leistungsschutzrecht, damit Google dafür bezahlen muss, auf sie zu linken? Wollen sie gleichzeitig dafür sorgen, dass jeder, der auf einen Link zu ihnen klickt, erstmal bezahlen muss, bis er was sieht.
Tim Pritlove
Ja, also, Ist ein bisschen schwierig das äh einzuschätzen. New York Times hat ja vor kurzem auch auf dem Paywall äh System umgestellt und ist bisher noch nicht wieder sein gelassen. Ähm mit der Ausnahme des Hurricane Sandy jetzt, da haben sie mal für ein paar Tage ihre Paywall auch ausgeschaltet, weil sie wohl äh, gesehen haben, dass das da nicht so eine tolle Idee ist. Wenn man die Leute informieren möchte, da immer gleich so eine Bezahlschranke zu haben, Vielleicht gibt ihnen das wieder Auftrieb, ob jetzt die deutschen Tageszeitungen da ähnlich gut aufgestellt sind, wie die New York Times äh wage ich nicht zu beurteilen. Grundsätzlich glaube ich irgendwie nicht so richtig da dran, dass das äh so funktionieren kann, zumindest nicht für einen Großteil des Markte, bestenfalls wirklich für totale Marktführer, die absolut sind und die vor allem auch, sagen wir mal, äh über ihre Qualität sich definieren. Ja? Da kann ich mir das durchaus schon vorstellen, wenn jemand sagt, okay, wir machen jetzt hier einen Fokus auf äh Qualitätsjournalismus, dass man da vielleicht äh die Leute mitziehen kann, Das nehmen sie natürlich alle für sich in Anspruch, dass sie Teil des Qualitätsjournalismus sind. Darüber könnte man jetzt nochmal breit diskutieren. Zusammenhang mit diesem Leistungsschutzrecht ist äh, Ja, weiß ich auch nicht. Also, so richtig viel Hoffnung scheinen sie ja da nicht, äh, zu haben. In dem Zusammenhang fällt mir allerdings noch eine Nachricht äh ein, die über die ich gerade äh gestolpert bin vor ein paar, Tagen. Ich schicke dir gerade mal den Link hier und zwar in Brasilien haben sich nämlich tatsächlich die Nachrichten äh, Organisationen, also die Zeitung zusammenge äh rottet und haben jetzt einen gemeinsamen, koordinierten Austritt aus Google News äh bekannt. Ja? Das heißt, sie ziehen sich sozusagen da kollektiv äh zurück. Also es macht ungefähr so neunzig Prozent des, Marktanteils in dem Land äh aus und äh meinen äh haben das wohl auch schon getan und meinten, das hätte irgendwie nur einen Einbruch um fünf Prozent ähm. Sich gezogen an Zugriffen auf ihre Seiten, nachdem sie das gemacht haben. Ja und auch da geht's halt im Prinzip um so ein, Leistungsschutzrecht Ding. Also das ist halt auch irgendwie so ein internationales Meme, dem die ja gerade alle folgen. Das ist jetzt nicht unbedingt nur so etwas, was sie sich in Deutschland ausgedacht haben, weil sie das Internet nicht verstehen, sondern das ist sozusagen so eine globale Internetverständnisschwierigkeit.
Linus Neumann
Interessant. Haben sie denn eine Alternativplattform dazu bauen wollen?
Tim Pritlove
Weiß ich nicht. Sie wollen sie einfach nur Google da so ein bisschen den Finger.
Linus Neumann
Also haben sie gesagt, okay, wir machen jetzt einfach hier Brasilien News oder was? Äh ach nee, das da können sie sich wahrscheinlich nicht drauf einigen, wer dann da oben stehen soll oder so. Nee klar, das sind hundertfünfzig Verlage sind oder so.
Tim Pritlove
Ich kenne jetzt auch den Markt in äh in Brasilien nicht. Vielleicht äh hat es einfach andere Parameter. Ich meine, in äh Belgien haben sie es ja auch schon mal probiert und das ist schwer nach hinten losgegangen. Und ich glaube, das wäre in Deutschland nicht sehr viel anders. Wie sieht's aus? Ich glaube wir sind durch, oder?
Linus Neumann
Wir sind durch mit einer, glaube ich, zugegeben etwas schlecht vorbereiteten Sendung. Ich gebe zu, ich war zwei Wochen unterwegs und habe mich nicht so vorbereiten können, wie ich das sonst immer mache. Und ähm habe aber, glaube ich, die Aussicht jetzt in Zukunft wieder ein bisschen öfter äh zu Hause zu sein und mich nächstes Mal wieder besser vorzubereiten.
Tim Pritlove
Ja, hoffe ich auch, dass wir bald wieder die äh Chance haben, mal eine Sendung wieder live zu gestalten. Denn ich werde meine Reisen dann auch bald mal äh hoffentlich abgeschlossen haben. Mal schauen.
Linus Neumann
Und weißt du, was mir jetzt gerade einfällt, Tim, was wir äh was wir so also richtig sang und klanglos haben, verstreichen lassen? Ähm wir haben sang und klanglos verstreichen lassen, den achtundzwanzigsten Oktober.
Tim Pritlove
War, äh ein Jahr Lokbuch Netzpolitik oder was?
Linus Neumann
Ein Jahr Lokbuchnetzpolitik. In der Woche haben wir noch nicht einmal gepodcast gecastet. Seht ihr mal, wie viel völlig äh äh. Ja, ein Jahr ein Jahr Logbuch Netzpolitik. Ähm. Mit jetzt der Folge dreiundvierzig, das heißt, es gab im Prinzip neun bis ja, acht, neun Ausfälle, kann man sagen.
Tim Pritlove
So würde ich das jetzt mal nicht sagen. So würde ich das nicht sagen.
Linus Neumann
Aber wieso denn nicht?
Tim Pritlove
Nicht so brutal. Das kann man ja auch anders äh sagen. Man kann sagen, wir waren hier irgendwie äh dreihundertsiebzig Tage unterwegs und haben's geschafft, dreiundvierzig Sendungen zu machen. Das ist immerhin alle achteinhalb Tage eine Sendung, ne.
Linus Neumann
Du, der Ausfall ist ja auch irgendwie ziemlich gering. Also, ich halte das nicht für für besonders für Prozent, wo eigentlich besonders hoch. Wenn man sich überlegt, dass ähm. Ja, wir äh relativ oft unterwegs sind beide. Und äh es einem immer wieder hingekriegt haben. Ja, ein Jahr, vielen Dank äh Hörer.
Tim Pritlove
Genau, ja, der Zuspruch war sehr ermutigend, muss ich sagen. Vielleicht können wir da auch mal kurz drauf, ich war eigentlich sehr angetan davon. Ich hatte jetzt so für so ein Nachrichtenformat durchaus damit gerechnet, dass das so eher ähm einfach so weggehört und äh entsprechend auch weggeschwiegen wird. Tatsächlich gab's aber dann doch äh sehr viel ähm muntere äh Kommentarkultur und auch so einen persönlichen Gespräch wurde äh immer wieder signalisiert, dass das Format als solches wohl auch ganz gut funktioniert für die Hörer, sprich ähm tatsächlich den gestickten Ziel, kompakt Informationsverdichtung äh zu liefern mit ein wenig äh äh mit ein wenig Meinung und ähm ja Witz äh gewürzt ähm dass das etwas ist, was in der Podcastwelt ganz gut bestehen kann.
Linus Neumann
Ja, also ich ich freue mich auf jeden Fall sehr und ich inzwischen, ja, da kann ich ja jetzt mal mit Stolz berichten, bekomme auch ich Geschenke. Ja.
Tim Pritlove
Wirklich? Sehr angemessen.
Linus Neumann
Das hat mich auch sehr, habe ich mich sehr drüber gefreut und ähm das sind allerdings auch noch so wenig, dass ich jedem einzelnen davon ähm antworten kann und werde. Nicht wie bei.
Tim Pritlove
Schönes mit aus äh Kolumbien.
Linus Neumann
Ja, also nicht wie bei, wo das alles auf der Halde landet. Aber äh nee, also ist schön. Ich habe einen, ich habe äh ich äh ja, ah, ja, also da äh da kommen noch Antworten auf jeden Fall von ihr.
Tim Pritlove
Ja äh hier jagt äh heute auch wieder ein Termin äh den anderen. Ich ziehe jetzt weiter. Ich denke, wir machen jetzt mal Schluss.
Linus Neumann
So machen wir das.
Tim Pritlove
Und ja, ein Gruß an äh alle Hörer, danke fürs äh Zuhören in diesem einen Jahr und wir bemühen uns hier auch weiterhin, den äh, Tagesdurchschnitt äh weiter zu senken und fleißig weiter zu senden. Bis bald, tschüss.
Linus Neumann
Ciao.

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Vorratsdatenspeicherung — Offene WLANs — Netzneutralität — Olympische Spiele 2012

Mit wie immer interessanten Themen – allerdings ohne Aufreger – bewegen wir uns in Richtung einer zwei- bis dreiwöchigen Sommerpause.

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Tim Pritlove

Für diese Episode von Logbuch:Netzpolitik liegt auch ein vollständiges Transkript mit Zeitmarken und Sprecheridentifikation vor.

Bitte beachten: das Transkript wurde automatisiert erzeugt und wurde nicht nachträglich gegengelesen oder korrigiert. Dieser Prozess ist nicht sonderlich genau und das Ergebnis enthält daher mit Sicherheit eine Reihe von Fehlern. Im Zweifel gilt immer das in der Sendung aufgezeichnete gesprochene Wort. Formate: HTML, WEBVTT.


Transkript
Tim Pritlove
Guten Morgen, guten Morgen, guten Morgen Linus. Es war.
Linus Neumann
Ja, moin. Guten Morgen, Tim.
Tim Pritlove
Es ist ja auch immer noch morgen, also lügen nie.
Linus Neumann
Es ist immer morgens, es ist quasi es ist im Frühtau zu Berge. Wir Podcasten.
Tim Pritlove
Wenn die Lüfter der Rechner nicht so laut werden, würde man auch noch die Vögelein draußen zwitschern hören, wie sie die der Dämmerung äh ihre Hälse entgegen recken. Ja. Und ihr munteres Lied durch den Wald, pfeifen und.
Linus Neumann
Ein Tropfen Raur reift der vom Blatt herunterrinnt trinken.
Tim Pritlove
Oh. Mit der Assoziation, sprudelnder Becher und unberührter Natur äh, begegnen wir euch hier mit den tollen Themen von Lokbuch Netzpolitik, die jetzt äh zwei hoch fünf alt ist. Zweiunddreißigste Ausgabe, ist schon was. Ist eigentlich so ein binär Geburtstag.
Linus Neumann
Geburtstag, ja. Die werden ja dann immer seltener.
Tim Pritlove
Das macht sie so besonders.
Linus Neumann
Man muss sie feiern wie sie fallen.
Tim Pritlove
Genau. Unser Geburtstag, der nächste wird dann erst nächstes Jahr sein und dann wird's immer schwieriger, da noch mitzuhalten. Es sei denn, wir erhöhen die Taktfrequenz. Das können wir natürlich auch machen.
Linus Neumann
Uns aber sehr.
Tim Pritlove
Na gut, äh was liegt denn auf dem äh Tisch? Ein unser Lieblingsthema.
Linus Neumann
Ja also äh vielleicht wir müssen ja erstmal sagen, es gibt jetzt es gibt sehr es gibt heute eher so so weniger drastische Themen, ja. Es gibt keinen Aufreger diese Woche und wir müssen ja auch ankündigen, es wird äh im Anschluss an diese Sendung erstmal eine kleines Päuschen bei Lokbuchnetz Politik geben.
Tim Pritlove
Ein kleines, kleines Sommerpäuschen.
Linus Neumann
Zwei, drei Wochen Sommerpäuschen, weil nichts mehr passiert.
Tim Pritlove
Genau, das das haben wir, wir haben in unsere Glaskugel geschaut und festgestellt, da passiert eh nichts. Da ist.
Linus Neumann
Ja, kommt nix mehr. Da lassen wir jetzt.
Tim Pritlove
Genau und da muss man ja dann auch nicht unnötig sich aufregen.
Linus Neumann
Aufzuregen gibt es immer schlecht sich nicht aufzuregen.
Tim Pritlove
Genau, ne? Ist ja schon fast Zeit für einen für einen äh äh Rückblick, ne?
Linus Neumann
Ja wir ich plane ja so, dass wir vielleicht mal dann im Rahmen dieser Sommerpause oder im Anschluss an diese kleine zwei, drei Wochen Sommerpause mal so ein ein äh größere eine Rückblickgala machen, Wir lehnen uns zurück und äh blicken wieder auf das große Ganze. Mal schauen, wer welcher Gast sich da vielleicht anbietet. sicherlich konkrete Vorstellungen und dann äh wenn dann das politische Tagesgeschehen, Ja, wenn wir dann wieder in dem Bereich sind, zu dem Helmut Schmidt sich nicht äußert, das fand ich ja sehr schön. Mein Lieblingshemd-Schmidt-Sitat, Guido Westerwelle, das Tagespolitik, da äußere ich mich nicht zu. komplette Mann ist Tagespolitik. Ja ähm wenn wir dann wieder äh uns der Tagespolitik zuwenden. Aber so zwischenzeitlich so ein bisschen den Helmut Schmidt der Meta-Ebene, den brauchen wir eigentlich noch.
Tim Pritlove
Wenn ihr nicht so viel raucht.
Linus Neumann
Ja, mal gucken. Äh vielleicht fällt uns da jemand ein. Die Hörer dürfen natürlich sehr gerne jemanden vorschlagen.
Tim Pritlove
Dampfender Schlot. Na gut, aber jetzt zurück zu Tagespolitik, Der Helmut spitzt sich ja nicht drum, kümmert.
Linus Neumann
Irgendeiner muss es ja machen.
Tim Pritlove
Genau.
Linus Neumann
Vorratsdatenspeicherung, da sind jetzt eigentlich die Dinge eingetreten, von denen wir schon so lange gesprochen haben, also es wurden zwei Klagen eingereicht äh vor dem, EuGH äh heißt das Gericht ja dann glaube ich. Und zwar ähm die Klage gegen Deutschland. Darüber wegen nicht äh Einhaltung der.
Tim Pritlove
Also die Klage der EU-Kommission, genau.
Linus Neumann
Gegen Deutschland wegen Nichteinhaltung der Richtlinie, das ist jene Klage, mit der ja lange Zeit große äh große äh mediale Panik verbreitet werden sollte von Befürwortern der äh Vorratsdatenspeicherung, wo es darum ging, dass äh Millionen, Strafzahlungen ähm drohen Ähm und jetzt letztendlich aber zumindest keine Nachzahlungen für vergangene Versäumnisse, sondern allenfalls eine Strafzahlung für zukünftige Versäumnisse im Raume steht. Wir hatten das im Logbuch Netzpolitik dreiundzwanzig, glaube ich, ausführlich, behandelt. Diese Klage wurde jetzt eingereicht. Ja, wunderbar, liegt da jetzt. Äh direkt neben einer Klage, von der wir auch schon öfter gesprochen hatten. Äh und zwar die des irischen Hykord, der nämlich genau die Prüfung der Richtlinie durch den EUGH ähm Anrei anregen möchte. Das war eine Klage, bei der wir, Aufgrund der medialen Berichterstattung eigentlich schon immer davon ausgegangen waren, dass sie längst äh anhängig wäre, dann feststellten, sie ist es nicht und äh, um ihre Existenz fürchteten? Nun jedoch ist sie tatsächlich, nachdem man ein Jahr drüber gesprochen hat, äh auch tatsächlich dort eingegangen, das heißt, sie liegt jetzt auch dort auf dem Tisch. Da geht es also wirklich um die, Prüfung der Richtlinie zu Speicherung selber auf Vereinbarkeit mit den Grundlagenverträgen der Europäischen Union. Ähm und die weiterhin ja seit langer Zeit sehnsüchtig erwartete Überarbeitung der Richtlinie. Ähm, Die wird dieses Jahr wohl nicht mehr stattfinden, wenn man Cecilia Meinströms strömt äh Äußerung zu dem Thema glauben kann. Das heißt, es plätschert so vor sich hin das Thema. Wir haben keine großartigen Neuigkeiten, aber es gibt so die Entwicklung, es läuft irgendwie weiter.
Tim Pritlove
Aber so richtig befasst und will sich damit jetzt auch grade keiner.
Linus Neumann
Das läuft, ne? Ich meine immerhin so diese Klage von damals monatelang gesprochen, ja, von der irischen Klage haben wir jahrelang gesprochen oder ein gutes Jahr gesprochen.
Tim Pritlove
Ich meine nur der Ball liegt jetzt eher bei den Gerichten als bei der Politik.
Linus Neumann
Genau. Ja, wird man mal ja genau, die im Moment will da irgendwie keiner dran. Ähm weil vermutlich auch allen klar ist, wenn das, dass das Thema irgendwie mit dem Thema, macht man wenig Punkte, ne? Vor allem, wenn man irgendwie wie die Malmström kommt, glaube ich, eher aus dem liberalen Bereich, wenn die dann irgendwie nochmal wiedergewählt werden will und so will sie wahrscheinlich nicht eine Debatte zur Vorratsdatenspeicherung haben. Also es wäre jetzt naheliegend, dass das auch äh ein ein äh ein netter Nebeneffekt dessen ist, dass sie diese Überarbeitung der Richtlinie erstmal auf die lange Bank schiebt.
Tim Pritlove
Ja, das war's schon zu dem Thema.
Linus Neumann
Kurzes Update, kann.
Tim Pritlove
Okay. Außerdem gab's ja äh dann doch eine sehr erfreuliche äh äh Nachricht, wie ich finde. Ähm.
Linus Neumann
Ja
Tim Pritlove
Zum Thema Nutzen Nutzung offener WLANs, wo wir ja auch schon ein paar Mal hier äh drüber gesprochen haben. Das ist ja immer so problematisch äh ist und die Berliner Kaffee ist jetzt äh schon durchdrehen.
Linus Neumann
Genau, da gab es also wir erinnern uns, da geht's darum, man hat irgendwie ein offenes WLAN, wo jeder rein kann und dann könnten natürlich auch Personen sich in diesem WLAN äh irgendwie dazu, motiviert fühlen äh im im Schatten der Anonymität ähm, Inakzeptables Verhalten zu zeigen, zum Beispiel böse Kommentare unter einen Artikel zu schreiben oder eine Datei herunterzuladen und zu verbreiten zu verbreiten, das Urheberrecht so in der Form nicht vorsieht. Und ähm es geht da also eigentlich um die ähm, Haftung, vor der sich da irgendwie geschützt werden soll, von Seiten des Anbieters. Auch da hatten wir ja schon drüber gesprochen, die entsprechende Folge verlinken wir nochmal. Und jetzt gab es also vor dem Landgericht München einen Fall, da wurde äh also ein Fall verhandelt, da hatte jemand ein Hotspot betrieben ohne seine Nutzer zu identifizieren.
Tim Pritlove
Mhm. Quasi so ein Gästenetz, ein offenes.
Linus Neumann
Genau. Und dann wurde er verklagt von einem anderen Hotspotbetreiber, der das empfand, als würde er sich dieserjenige dadurch einen Wettbewerbsvorteil, ähm verschaffen. Also er hat gesagt, ich betreibe hier meine ordnungsgemäß mit Identifizierung, Und da hinten ist einer, der macht das ohne. Das ist irgendwie für die Nutzer einfacher und deswegen hat der einen Wettbewerbsvorteil mir gegenüber. Und deswegen verklage ich den. Ja, also ich meine, völlig klar, hätte ich auch gemacht, ne? Einleuchten, So, ich meine, so eine Geisteshaltung ist ja klar, ne, also.
Tim Pritlove
Genau. Der andere Supermarkt hat äh keine Treppen äh am Eingang.
Linus Neumann
Den verklag ich.
Tim Pritlove
Sage ich, wie kann er denn überhaupt nur, ja? Und da muss jetzt sofort Stacheldraht aufgezogen.
Linus Neumann
Interessanter Punkt, warum hat er verklagt? Weil er davon ausgegangen ist, dass es eine gesetzliche Notwendigkeit gibt, die Nutzer zu ähm zu identifizieren.
Tim Pritlove
War dann sozusagen auch der Knackpunkt jetzt hier in der Entscheidung. Das worum womit sich das Gericht im Wesentlichen beschäftigt hat, ob's denn sowas gibt.
Linus Neumann
Und das Gericht hat, also er nahm quasi an, dass es eine gesetzliche Pflicht gibt und er wollte im Prinzip dann den anderen dazu per Gerichtsurteil nötigen, das auch zu tun, beziehungsweise dann wahrscheinlich noch irgendeine Entschädigung zu zahlen da wusste man dann nochmal eben genau schauen was sie alles haben wollen. Auf jeden Fall hat das Gericht die Klage abgewiesen und dieses Urteil ist jetzt rechtskräftig. Das heißt, das Landgericht München eins hat gesagt, Man muss nicht seine äh Hotspot-Nutzer identifizieren können, So, das heißt, erstmal anonyme Hotspot-Nutzung ist also oder anonymes Anbieten von Hotspots ist legal, ist in Ordnung und jetzt kommt vom AK Vorrat eine sehr interessante, Anmerkungen dazu, nämlich dass wenn es nicht notwendig ist, Seine Hotspot Nutzer zu identifizieren, dann wäre es also nach, Wenn dein Internet hier gehen würde, könnte ich das jetzt nachlesen. Äh dann wäre es also nach Telekommunikation sonstwas Gedönsgesetz, äh sobald hier die Seite geladen hat, äh zitiere ich da den richtigen Paragraphen, auch, quasi nicht in Ordnung das zu tun, weil da ja steht, man soll nur die Daten äh organisieren, die äh unbedingt notwendig sind.
Tim Pritlove
Ja, sonst ist es ja eine eine Datenspeicherung über Gebühr quasi, mehr als nötig und das ist äh ah, interessant.
Linus Neumann
Und so, ich weiß jetzt nicht, ob diese Argumentation, ach nee, nix, dein Internet ist super, äh Vorratsdatenspeicherung ist temporal. Ja, aber.
Tim Pritlove
Mal die Seite auf Vorrat gespeichert, dann wäre das jetzt nicht passiert.
Linus Neumann
Ja, ja. Ich fahre jetzt noch mal bei Netzpotheke auf, weil wir wollen halt grade bei den juristischen Themen, wo ich äh hm, Telekommunikationsgesetz, ja? Das Telekommunikationsgesetz verbietet die Erhebung nicht erforderlicher Daten. Also handeln alle äh Anbieter kostenlose Hotspots rechtwidrig, die von Nutzern zur Zeit noch eine Anmeldung oder Registrierung verlangen, bevor sie den Zugang freigeben. Diese Praxis muss jetzt ein Ende finden. Sehr argument finde ich sehr.
Tim Pritlove
Das ist wirklich eine echt coole äh und vor allem auch absolut nachvollziehbare Argumentation, ne. Also im im im Sinne des äh äh Gesetzestextes.
Linus Neumann
Ja, finde ich auch völlig okay. Also ich äh mich ärgern ohnehin diese Hotspots, bei denen man sich.
Tim Pritlove
Ich sage nur Hotels.
Linus Neumann
Hotel Hotspot. Also wenn ich schon sehe, Hotel mit Internet, ne, da denkst du, ich gehe ja lieber ein Hotel ohne Internet, da weiß man, was man hat.
Tim Pritlove
Allerdings, er ist auch erstaunlich, wie wenig Hotelbetreiber darüber nachdenken, wie so die Userexperience ist, ne? Ich meine, ein Hotel ist etwas, das ist eine Dienstleistung, die mir sozusagen Das Verweilen, das temporäre Verweilen an einem anderen Ort so leicht wie möglich machen soll. kommt da rein, man hat da ein Klo im selben Raum, lalala, Wasser fließt, Strom fließt, Fernseher ist da, et cetera. So und jetzt Internet.
Linus Neumann
Da muss runter gehen, dann kriegst du bei bei vielen kleinen unabhängigen Hotels kriegst du dann diese diese Codes da ausgedruckt.
Tim Pritlove
Genau. Ja. Und diese Codes sind dann auch noch so bekloppt, Du, ich meine, so ein Code, okay, meinetwegen, ne, aber irgend so ein dusseliger Programmierer, ja, der so überhaupt nicht darüber nachdenkt, wie so die User-Experience ist, Ist dann erstmal der Meinung, man müsste sowohl einen Login als auch ein Passwort machen, wobei das Login und das Passwort genauso kryptische Zeichenketten sind, was man sich überhaupt noch fragt, warum man das überhaupt noch.
Linus Neumann
Det haben wir jetzt schon immer so gemacht.
Tim Pritlove
Ja, also, ja, so geht doch ein Login irgendwie, Login und Passwort, so. Ich meine, dass da man da gar kein Account hat und die Eingabe eines Namens, weil man ja auch nie ein Passwort dazu ändern kann, totaler Bullshit ist und vollkommen ausreichend würde, überhaupt nur eine ID einzugeben Das ist schon mal so äh das Erste, was krankhaft ist.
Linus Neumann
Dann ist es häufig auf zwölf Stunden der Zugang begrenzt, sodass du, wenn du, weiß ich nicht, abends gegen, sagen wir mal, neunzehn Uhr oder zwanzig Uhr im Hotel anfängst, irgendwie Internet zu nutzen und dann morgens aufwachst, erstmal schon mal wieder schön kein Internet hast?
Tim Pritlove
Ja oder zumindest irgendwie nochmal deinen Browser starten musst, um dann irgendwie wieder diese bekloppte Seite auszufüllen, überhaupt diese ganzen Reader rechts, die einem alle Browser Tabs äh äh kaputt.
Linus Neumann
Dann geht alles an und sagt, dann geht der Mailkleid an und sagt, hier das SSL-Zertifikat, was wir präsentiert wird, passt nicht.
Tim Pritlove
Ist so, es ist einfach witzig. Also, sollte uns irgendwelche Hotelbesitzer zuhören, kann ich nur sagen.
Linus Neumann
Fenster.
Tim Pritlove
Ah, Swisscom ist das Schlimmste.
Linus Neumann
Lassen sie dieses Fenster auf, damit wir wissen, dass warum auch immer. Also das lassen sie bloß dieses Fenster auf.
Tim Pritlove
Damit wir wissen, dass dass sie immer noch Interesse am Internet haben.
Linus Neumann
Dann, dann machst du deinen VPN an, weil du ja irgendwie diesem mit sowas willst ja nicht, tun haben. So und dann klappt das, aber natürlich dann lässt du diese Seite auf, dann merkt diese Seite aber auf einmal, ich werde irgendwie vom VPN gepinkt und das kann ja, der ist ja gar nicht bei mir, hier läuft irgendwas drehen wir den mal sicherheitshalber das Internet ab, Also du kriegst es ist Hotel WLAN, Hotspot.
Tim Pritlove
Man müsste eigentlich mal so eine Blacklist machen, Also so eine so eine so eine so eine so eine Map, wo die Hotels drauf sind, wo einfach ihre Internetqualität äh bewertet wird. So, ja, also alles, was schon mal so einen Hotspot hat, kann.
Linus Neumann
Hat schon verloren.
Tim Pritlove
Kann einfach nicht besser als gelb werden, ja? Und wenn's halt so ein richtig dramatisch schlechter Hotspot ist mit all diesen ganzen äh Parametern, beklopptes Log-in.
Linus Neumann
Über rot in schwarz, in schwarz, schwarz.
Tim Pritlove
Genau, Rot ist schon schlimm und schwarz ist sozusagen der Tod und grün ist alles, wo das im Preis enthalten ist, wo du keine Bandbreitenbegrenzung hast, wo du keine Portsperren hast, wo du keinen Login hast, wo du äh mit all deinen Geräten arbeiten kannst, die du hast, ja?
Linus Neumann
Stimmt, das ist ja dann auch noch eben, dann kommst du da an und sagst so, ja ich hätte gerne viermal Internet. Wofür brauchen sie denn so viel Internet? Ja, ich habe hier ein äh iPhone, ein iPad, äh ein MacBook, äh einen brauche ich so nebenbei, wenn mal, wenn mal jemand zu Besuch kommt, weil wenn jemand zu Besuch kommt, will's ja auch Internet haben, Das kann aber nicht sein. Da müssen sie doch mal einen Chef fragen.
Tim Pritlove
Es ist ja mittlerweile auch durchaus zu machen, wenn man jetzt irgendwie da so einen Radioserver aufsetzt, was eher eine sinnvolle Sache ist, dann kannst du ja jedem Kunden auch ein Passwort geben, mit dem er beliebig viele Geräte ins WLAN, so und dann dann ist halt der diese Abfrage des Codes zum Zeitpunkt des Zutritts zum WLAN und nicht danach, wenn alle da Programme schon denken.
Linus Neumann
Es ist alles, es ist alles.
Tim Pritlove
Internet ist schon da. Also ich äh äh ich äh habe immer genug äh Energie, mich darüber aufzuregen.
Linus Neumann
Wir können ja mal ein RFC Schreiben zur Bewertung, zur allgemeinen internationalen Bewertung von Hotspots. Also eine Stufe Stufe orange, irgendwie so, es ist furchtbar, aber es geht. Und dann kommt da drunter noch rot und schwarz, grün werdet, also.
Tim Pritlove
Oder einfach da mal eine schöne Webseite, my Hotel dot com, Gibst du da irgendwie äh äh die Bewertung ein, so also halt so richtig so ein so ein so ein schwarzer äh wie sagt man das, so eine schwarze Liste.
Linus Neumann
Ansonsten kann ich noch äh empfehlen.
Tim Pritlove
Das Schwarzbuch des Internets.
Linus Neumann
DNS. Kann man da noch irgendwie googeln, wenn man Internet hat? Das äh hilft dann manchmal, Äh ja, also Hotspots ganz schlimm. Und jetzt haben wir also ein schönes die Münchner. Hätte auch keiner gedacht, dass die Münchener nochmal irgendwie durch seine progressive Position irgendwie hervortreten würden. Ähm und lassen uns jetzt hoffen, dass man irgendwann vielleicht die Hotspot-Problematik los wird, ja.
Tim Pritlove
Ich weiß nicht, bei den Gerichten ist irgendwie auch alles andersrum. Da sind ja eher die Hamburger, also die Konservative.
Linus Neumann
Du, ich, ich glaube da, das Interessante war, ähm man hat wahrscheinlich einfach nur in diesem Falle Glück gehabt, dass das vor so einem ähm Wirtschaftsgericht dann offensichtlich war, ne, wenn's da um Wettbewerbsvorteile geht und so. Und da haben die wahrscheinlich einfach geguckt, so äh, muss man das machen? Nee, braucht man nicht alles klar, zack, bumm, hier abgewiesen. Rechtskräftig, dann nachher irgendwie den Memo.
Tim Pritlove
Ja.
Linus Neumann
Dann gab's noch ein ähm, schönen Pfeil hier mit wenn wir mit von schlechtem Internet reden. Ähm Netzneutralitätsverletzung ähm da hat also dann, Fefe mal irgendwie ein paar Benchmarks seiner Internet Connection gemacht und hat also festgestellt, dass bestimmte Verbindungen geshaped waren und das aber immer, wenn irgendwie er auf Speed-Test gegangen ist, DSS-Spie-Test, das äh sehr schnell immer alles war. Man hat dann die Theorie entwickelt, dass ähm, sein Kabelanbieter ähm quasi eine ein Mechanismus hat, der dann feststellt. Wenn jemand einen Speedtest macht und diesen also ganz besonders priorisiert, damit der Nutzer, auch wirklich das Gefühl hat, dass seine Leitung völlig in Ordnung ist und an anderen Stellen dann eben den Traffic irgendwie versucht zu manipulieren. ähm wie genau diese Diagnose jetzt ist, Wie, wie, wie fest diese Diagnose ist, darüber gab's dann äh Diskussionen, Kabel hat das dann relativ schwammig dementiert. Das Entscheidende ist, ähm das hat der Andre dann auch bei Netzpolitik Org sehr ordentlich herausgearbeitet. Ist das ist, relativ offensichtlich ist, dass diese äh Netznetralitätsverletzungen stattfinden und, Absolut intransparent ist, unter welchen Bedingungen und wie die Provider das dann machen. Genau das war ja immer der zentrale Alptraum in der Netzneutralitätsdebatte.
Tim Pritlove
Was ist denn jetzt eigentlich das Neue, weil wir hatten das ja schon mal äh bei Logbuch äh Display achtundzwanzig haben wir da ja auch schon über diese Fallsharings.
Linus Neumann
Ja, dass das Neue war, dass also äh Shaping meinte festzustellen bei Diensten, die kein Fallsharing betreffen, zweitens, dass er niemals äh diesen dieses Trafficlimit erreicht hatte, zu dem sie behaupten würden, sie würden bremsen, ja? Ähm. Und drittens, dass er also bei bestimmten Speed-Test-Verbindungen dann eben, festgestellt hat, dass da kein stattfindet. Das wäre also das wären so die drei Neuigkeiten an dieser Angelegenheit, und das Entscheidende eben, dass auf Nachfrage überhaupt keine Transparenz von von Kabel irgendwie da steht. Ja, die haben ja auch in ihr diese AGB-Teil war ja auch sehr, äh, den wir in einem einer vorangefolgen vorangegangenen Folge diskutiert hatten. War ja auch sehr schwammig, dass sie bestimmte Dienste, bestimmte Verbindungen etwas drosseln können und so weiter, ja? Aber was sie genau machen, welche Regeln, also was kaufe ich da? Was ist, was ist an meinem Internet? Äh was wird an meinem Internet verstellt? Darüber gibt's also keine klare Transparenz. Ist auch relativ, Also aus von technischer Perspektive relativ klar, warum es da keine Transparenz gibt, weil wenn du ernsthaft ähm ausbremsen willst, dann möchtest du natürlich deinen Kunden, die er in dem Fall deine Gegner sind, nicht verraten nach welchen Regeln du das machst beziehungsweise wie es die wie es diese Regeln auch im am laufenden Bande anpassen müssen ja? Ähm insofern, ja, also wir haben genau diesen, dieser Fall ist, also da, wir haben Verletzungen und es gibt keine Transparenz, ja? Also ganz genau der Alptraum, das, wovor alle Netzneutralitätsbefürworter immer warnen. Das ist das, was wir jetzt hier also ganz klar beobachten, Andre hatte dann noch zitiert eine Studie, die schon im Mai von Neli Cruz äh unserer EU-Kommissarin, für die Freiheit, ja? Für die Freiheit und das Leben ähm. Veröffentlicht wurde oder von ihrem Auftrag durchgeführt wurde, dass sie also sagt, circa zwanzig Prozent bis fünfzig Prozent der mobilen Internet, Anschlüsse haben laut Vertrag ähm, Einschränkungen in der Netznetralität, insbesondere dann so im Voiceover IP Bereich und im. Ähm und bei den, äh Kabel Operators äh also bei den Festnetzanschlüssen sind es um die zwanzig Prozent, in jetzt äh über äh gemessen in äh über alle EU-Mitgliedsstaaten. Ähm bei den zwanzig Prozent der Festnetzoperation äh äh Operators ist es dann also hauptsächlich hier, Ähm so, das heißt, wir haben also relativ klar diesen Fall, dass sie bestimmte Protokolle, Da ausbremsen bestimmte Dienste, bestimmte Dienste, Anbieter und äh das natürlich absolut intransparent machen. Nun ist einfach jetzt erstmal ein Fakt, Ist auch kein neuer Fakt ist, aber äh interessant da jedes Mal wieder darauf hinzuweisen, weil es ja immer noch in Deutschland die vorherrschende Meinung ist, dass das regelt dann der Markt.
Tim Pritlove
Ja ja vielleicht regelt's der Markt ja auch, weil ich denke, man sollte immer allen, die so ein bisschen Einblick haben in so Speed-Test und Protest et cetera, ruhig mal ermutigen, äh den eigenen Provider gegebenenfalls, wenn man die Möglichkeit hat, auch die Provider von Freunden et cetera mal genau auf solche Profile hin zu überprüfen und vielleicht etabliert sich ja mal so eine Monitoring-Zeit, weißt du?
Linus Neumann
Es gibt die Monitoring Zeit, ne? Es äh ja und zwar ist das ähm Respekt meinet. Respekt, meinet, das ist von den, Ich weiß jetzt gar nicht, darf ich sagen, wer das gemacht hat? Ja, wahrscheinlich. Also, läuft, glaube ich, unter äh unter und lag vor der Tür, die Net, so das ist so deren Schirmherrschaft. Ich weiß auch, wer die Seite gecodet hat, der steht aber nicht hierbei, also äh.
Tim Pritlove
Warum soll man das nicht sagen?
Linus Neumann
Weiß ich nicht, das ist jemand, der da schon öfter mir gesagt hat, dass er, wenn es da nicht steht, das auch nicht.
Tim Pritlove
Na gut, also was auf der Webseite steht, ist halt bitter Freedom-Mindlaturnett. Ja, okay, was machen die?
Linus Neumann
Da kannst du.
Tim Pritlove
Werden wirklich die Reports.
Linus Neumann
Ein Fall ähm melden und sagen hier, was weiß ich, nehmen wir mal als Beispiel, ich bin bei dem Anbieter TIlenor in Ungarn, Und ähm ich habe den Vertrag Internetpraktikum und der der Dienst-Fight-Sharing ist dort verlangsamt im Mobilfunknetz. meldet man das und dann können andere klicken und sagen, ja, bei mir auch. Ja, Holland wo davon, also bei bei ähm, Bei ähm Mobilanbietern ist das dann nicht so überraschend, dass man da Netzneutralitätsverletzungen feststellt. Ähm die machen's ja wirklich äh sehr, sehr klar und selbst schon eigentlich von Beginn an, ähm bei Festnetzanbietern ist das natürlich dann nochmal um einiges spannender.
Tim Pritlove
Mhm. Das sind so einzelne Vorfälle und so. Interessanter wäre ja, wenn's äh sagen wir mal eine eine Testsoftware gäbe. Ja.
Linus Neumann
Ja, gibt's auch, die wird, also das, da sind äh ist wohl offiziell gerade diejenige, die man da haben möchte.
Tim Pritlove
Neubot. Also in EU-Bot.
Linus Neumann
Ähm und ansonsten haben sie hier 'n Glas Nost empfehlen sie noch.
Tim Pritlove
Java ist das.
Linus Neumann
Dass wir jetzt also auf auf äh auf Rechnern und dann gibt's noch ein paar äh hier Android und so was äh, und so, also gibt's relativ viel, ja? Ich glaube aber, dass Newboard der einzige ist, der dann wirklich auch mal äh Test äh Verbindung zwischen, seinen Einzelnen Instanzen herstellt. Also ich meine das das Sinnvolle zum zu prüfen von Netzneutralitätsverletzung wäre ja eben einfach zwischen zwei Usern mal unterschiedliche Protokolle zu sprechen. Ne fängst du halt mal an und sprichst mal ein bisschen HTTP und guckst mal, wie sich das verhält. schließen wir FDP und dann fängt's mal an und guckst, wie sich die Bandbreite ändert, wenn du auf einmal äh sage ich mal klassischen Bitcoin-Traffic zwischen beiden machst, Und das scheint also dieser Newboard ähm in neueren Versionen jetzt auch tatsächlich mal zu machen, Und er wird also da empfohlen, ja. Da gibt's also dann eine Tutorial, nimm mal den Newboard, benutze den und ähm wenn dir der wenn der dir dann etwas ausschmeißt, dann melde das bei Respektmanage.
Tim Pritlove
Interessant, interessant. Ähm ja, da verlinken wir dann mal drauf, ne? Auf die beiden.
Linus Neumann
Das da verlinken wir mal drauf.
Tim Pritlove
Sachen. Neubot. Alles neu macht der Bot.
Linus Neumann
Ja, so viel zu Netzwerk, also das Thema ähm, wie gesagt, ich betone das deshalb, weil ja die äh Argumentation von Seiten CDU, CSU, FDP, Ähm hauptsächlich ist, ja, äh das ist sich in den theoretisches Problem. Ja und äh, das ist aber jetzt schon inzwischen ein sehr Praktisches.
Tim Pritlove
Ja gibt's noch was zu sagen eigentlich nicht.
Linus Neumann
Machen wir ein nächstes Thema.
Tim Pritlove
Nächstes Thema.
Linus Neumann
Ja? Und zwar das für das was eine sehr sehr schöne Geschichte.
Tim Pritlove
Die Posse der Woche.
Linus Neumann
Poster der Woche ähm vielleicht etwas länger ausholen. In in London findet ja jetzt die Olympiade statt. Und ähm das Olympische, also die Marke Olympiade, ist also wird mit mit allen Waffen und allem Elan dieser Welt von dem äh von den Rechteinhabern dieser Marke geschützt. Es gab da also schon vor Monaten Fälle in London, wo dann der pakistanische Spätkaufbesitzer sich irgendwie mit dem Wachsmalstift irgendwie die olympischen Ringe ins Fenster gemalt hat und dann irgendwie Polizei vorbeikam und äh ihn gezwungen hat, äh diese dieses Symbol nicht zu nutzen, weil er da nicht das Recht dran hat und kein offizieller Partner ist, Also es wird äh bei Olympiade ist das also so ähm jeder, der mit diesem Logo werben möchte, muss dann eben offizieller Partner sein und da sehr viel sehr viel Geld für bezahlen.
Tim Pritlove
Mhm.
Linus Neumann
Ähm und jeder, der, Nicht offizieller Partner ist, hat eben auch in keiner Form das Recht, irgendwie sich damit zu assoziieren. Und jetzt ähm viel ähm, Na, Frankfurt, genau, erzähle ich mal noch den den schöneren Teil der Geschichte zuerst. Es gibt da nämlich diese Protestgruppe, die Space High Checkers in London. Das ist so ein Grüppchen, die ähm auch seit einiger Zeit ganz äh eng verbandelt sind, so mit den idealen und den Menschen, der hedonistischen Internationale und die haben dann die weil man ja offiziell sein muss, ja? In allem, also es gibt das offizielle Getränk, es gibt das offizielle Fahrrad, es gibt das offizielle Auto, die offizielle Uhr, ja? Und die haben gegründet, die offiziellen äh Protestiere, also die Official Protestes, auf die Lande Olympic Games, ja? Und bei dieser Webseite, Sehr schön. Also da gibt's dann gibt's dann T-Shirt, ne? Und bei dieser Webseite kannst du dich registrieren, ja? Mit dem und da steht also sehr klar, ne? Vor Tickets. Also man muss sich registrieren, und man muss offizieller ähm Demonstrant sein, ja?
Tim Pritlove
Mal, da ist die Bahnsteigkarte für die äh Proteste, deutsche Kultur jetzt auch in Britannien.
Linus Neumann
Sie werden also, Sie werden dann, also äh ich denke, von denen wird mit sehr schönen äh Aktionen zu rechnen sein. Selbstverständlich haben sie auch schon angekündigt, dass sie ihre, ihre Rechte als offizielle, Protestierer ähm auch dann natürlich gegenüber anderen Protestierern wahrnehmen und durchsetzen werden, ja?
Tim Pritlove
Super.
Linus Neumann
Hatten auch dann schon vor äh vor Monaten, Ärger mit den olympischen Komitee, weil sie irgendwie auf die gelingt hatten oder irgendwie deren Logo irgendwie mit drin haben und so und äh ihr Twitter-Account wurde dann gesperrt und so, ja. Also dieses diese diese gerade in London ähm ist das halt dann wirklich ähm, da kriegst du die Briten dann schon, ne? Wenn, wenn also wie gesagt, so dieses natürlich will jeder ähm, seinen Olympiakram haben und wenn wenn dann halt dieses olympische Komitee oder wie auch immer auch immer diese Gruppe dann da heißt äh in der Form da den Quatsch durchsetzt, dann ähm, Lassen sich selbst die Briten das nicht mehr gefallen.
Tim Pritlove
Na ja, ich meine, das ist ja so ein bisschen der Sommer, der der Großveranstaltung in äh Unterdrückerischen und äh Überwachungsstaatsorientierten äh äh, Ländern so, ne, er ist Aserbaidschan mit dem Eurovision Song Contest, dann Ukraine mit der Fußball-Europameisterschaft.
Linus Neumann
Und jetzt London.
Tim Pritlove
Und jetzt auch noch die Briten irgendwie, ja so äh für jeden für jeden Gast und für jeden äh äh für jede Medaille gibt's auch irgendwie einen Satz von Kameras.
Linus Neumann
Haben die sich da nicht jetzt irgendwie sechzehn sechzehntausend Militärs noch in die Stadt geholt oder so.
Tim Pritlove
Ja, die haben das Problem, dass einfach auch äh die ganze äh Polizei ohnehin schon total, überlastet ist und dann haben sie eben für die Durchführung der Sicherheitsmaßnahmen, die geplant waren, vor allem auch so private Security-Firmen irgendwie angelacht, die jetzt allerdings ein paar Wochen vor dem Start die Hände gehoben haben, gesagt haben, äh. Wir kriegen's nicht hin, wir haben irgendwie nicht genug Leute und jetzt haben sie da quasi nochmal ein Defizit, was sie äh stopfen müssen, was sie aber mit Polizei nicht gestopft bekommen, weil das war ja schon zur Entlastung der Polizei überhaupt gedacht. Und jetzt äh rekrutieren sie halt ihre Armee, quasi, ja? Also auch ein schönes Gefühl, da irgendwie bei so einem entspannten Fest der Freundschaft und der internationalen Verbrüderungen und Offenheit und Weltoffenheit und Pipapo rumzusitzen und du weißt, dass irgendwie Leute äh aus dem, äh äh dich vielleicht schon im Fadenkreuz haben, äh für den Fall, dass du irgendwie das offizielle Protest-T-Shirt äh ausschaltest und dann wirst du halt auch erstmal präventiv erschossen, ja? Also es ist total absurd. Ich meine Olympics, muss ich sagen. Also es ist auch im Gegensatz zu Fußball Europameisterschaft. Lässt mich halt, diese Veranstaltung auch inhaltlich vollständig kalt. Also das kann einfach mit Olympia nichts anfangen, weiß nicht, wie es dir geht. Ich weiß, es gibt dann Leute, die finden das irgendwie toll, die ganze Zeit irgendwelchen Weitspringern äh zuzuschauen, aber das hat für mich einfach null Reiz, ja? Vor allem immer so dieses.
Linus Neumann
Die mochte ich schon im Sportunterricht nicht.
Tim Pritlove
Diese, diese Streber.
Linus Neumann
Sportstreber, weißt du? Hier.
Tim Pritlove
Nix in der Birne aber schnell laufen können. Na toll. Naja, soll ja jeder seinen Spaß haben, Veranstaltung, aber ich finde, dass Olympia, selbst als Event zeigt einfach, dass das mittlerweile einfach alles in die falsche Richtung geht mit Großveranstaltungen. Es betrifft natürlich genauso auch die Fußball- und sonstigen äh äh Meisterschaften. Das ist einfach mal nicht schön. Zumal eben an der Stelle auch wirklich, ähm das Recht der Länder dann auch irgendwie mit mit Füßen getreten wird. Das hat man wunderbar gesehen, IFA äh äh ja bei den Fußballweltmeisterschaften, mit welchen Bedingungen diese Länder äh letzten Endes dort antreten müssen, vor allem auch im Konflikt mit ihrer eigenen Gesetzeslage. Ja, dass quasi diesen Unternehmungen wie Olympia und äh der FIFA Rechte eingeräumt werden müssen, die das Recht eigentlich gar nicht vorsieht, ja? Also die sozusagen im Gegen.
Linus Neumann
Ja, also das ist ganz.
Tim Pritlove
Satz stehen zu all dem, was halt normalerweise Firmen zugestanden werden darf.
Linus Neumann
Länder, die Länder reißen sich darum, weil sie halt irgendwie meinen, dass das irgendwie äh natürlich so die Stadt äh für die nächsten zehn Jahre enorm attraktiv machen wird und.
Tim Pritlove
In der Regel nicht der Fall. Wenig Ausnahme.
Linus Neumann
In der Regel nicht der Fall und insbesondere nicht der Fall, dass da irgendwie äh ernsthaft Infrastruktur entsteht oder oder irgendwie, sage ich mal, äh ähm die, lokale Wirtschaft irgendwie darunter äh äh ein ein nennenswerten Boost erfährt, ne, außer jetzt irgendwie jene, die.
Tim Pritlove
So lokal ist, dass sie sich im Wesentlichen um die äh beteiligten Politiker herum äh arrangiert. Die lokale Wirtschaft, die profitiert schon sehr wohl, ne.
Linus Neumann
Und wie gesagt, solche Fälle, wie das dann da in London den den kleinen Spätkaufbetreibern irgendwie äh ey, du hast hier das Symbol eines Stabhofspringers im Schaufenster, der machst du aber wieder weg. Also, also.
Tim Pritlove
Ja, ja. Das geht gar.
Linus Neumann
Das ist also geht gar nicht. Aber kommen wir kommen wir vielleicht zum zum Thema. Ähm nämlich.
Tim Pritlove
Echt zum Thema.
Linus Neumann
Ja äh im Rahmen dieser Verteidigung der Rechte der Olympiade. Also das ist ja so dieses Kernding, ja, also wir haben jetzt die Protestes, also wie gesagt, Space High Check hast sowieso super Leute, kann ich nur empfehlen. Ähm, Und in den Nutzungsbedingungen der Website, Der offiziellen London zwanzig zwölf Website steht dann drin, in den AGBs quasi, in den Bedingungen, die du anerkennst, wenn du diese Seite besuchst, steht drin, dass du auf diese Seite verlinken darfst, vorausgesetzt du hast einen Text, nur Textlink. Das heißt, du darfst keinen grafischen Link anbringen.
Tim Pritlove
Egal wie der aussieht.
Linus Neumann
Nur Text-Link. So, AGB, hast du ja gelesen, akzeptiert. So und du darfst nicht einen Link auf der Seite setzen, Wenn du eine unautorisierte Assoziation zwischen Organisationen, Geschäften, Waren oder Diensten und der London Olympiade herstellen möchtest. Das heißt, es ist genau das, also quasi der kleine Spätkaufbesitzer darf nicht sagen, ich bin in London, wo zwanzig zwölf eine Olympiade stattfindet mit Link, das darf der nicht, weil er eine unautorisierte Assoziation der Olympiade mit sich selber herstellt, Und du ähm du erklärst dich äh einverstanden, dass du die im Rahmen deines Links nicht, Die Olympiade selber oder andere Offizielle, London zwanzig zwölf Organisationen, deren Aktivitätenprodukte oder Dienste in einem falschen. Ähm, Missverständlichen ähm oder irgendwie abwertenden ähm Rahmen.
Tim Pritlove
Abwertenden oder sonst wie abzulehnen, also sehr offen gehalten, ne?
Linus Neumann
Oder in irgendeiner Weise von uns abzulehnen, denn.
Tim Pritlove
Wenn wir das scheiße finden, dann bist du dran.
Linus Neumann
Ja, also du darfst, um's kurz zu halten, nur auf die linken, ähm, wenn du was Nettes über sie sagst. Und natürlich auch das natürlich trotzdem nicht das Logo nehmen, ja? Also das nicht.
Tim Pritlove
Official Protest das ja eigentlich machen, ne, wenn ich das richtig sehe.
Linus Neumann
Nee, das haben sie, inzwischen machen sie es nicht mehr, ja, also sie haben keinen offiziellen Link mehr dahin, ja, der den, der wurde ihnen dann schon weg verboten.
Tim Pritlove
Aber Sie verwenden doch schon das Logo irgendwie.
Linus Neumann
Ja, das ist aber, glaube ich, so weit abgewandelt oder so. Ähm ja, es ist nicht das offizielle Logo.
Tim Pritlove
Kannst du mal gucken, wie das eigentlich.
Linus Neumann
Ja, das offizielle Logo ist irgendwie anders, ja? Vorsichtig, wenn ich jetzt auf die Seite gehst, dann tut man dann nicht mehr. Also wir dürfen da natürlich auch nicht mehr hinlegen, aber wir Linken natürlich oh okay.
Tim Pritlove
Soweit ist es nicht auseinander, würde ich sagen, es ist eigentlich das Logo.
Linus Neumann
Okay, die die verlangen also, die warten noch auf ihre Klage, okay. Wir werden es sehen, ja. Ja, die Space Seite, die machen das schon. Da bin ich nämlich ganz zuversichtlich. Das wird noch viel Freude geben. Und ähm ja, also sehr schön, wie wie dieses wie dieses ähm, Wie die also ihre, wie die Olympiade ihre Rechte da schützt. Und ähm, das fiel dann irgendwann mal jemandem auf, der der sich die Mühe gemacht hat, diese AGBs zu lesen und wurde dann insbesondere durch äh Corry Doctor und so dann einmal sehr äh, durchgeheizt dieses Thema. Das Interessante oder was man daran sieht, ist natürlich so, was, Vertretung und Markenvertretung im Internet oder in Zeiten des Internets, Offensichtlich bedeuten kann, ne? Also ich find's schon sehr, sehr amüsant, dass die äh dass sie überhaupt auf die Idee kommen, irgendwie zu meinen, wir wir verbieten dir Links.
Tim Pritlove
Ja, ich kann dir sagen, äh was der Grund ist dafür, warum sie das machen. Naja, ich meine, das Geld, was also das Geld, was hier zu machen, ist mit der Olympiade. Das Geld, wovon sich diese Olympiade ernährt, ist Werbung und vor allem Sponsoring und offizielle, wir sind der Offizielle von hm, So und genau das versuchen sie einfach zu unterbinden und ich würde ja auch ihnen durchaus zugestehen, dass äh äh so eine Aussage wie äh ihr dürft nicht als offizieller Partner auftreten, Ja nachvollziehbare Geschichte ist, weil äh äh das stellt ja einen Werbewert dar ganz offensichtlich, sonst würden sie ja nicht alle hingehen. So und natürlich möchten sie äh verhindern, dass äh irgendein Unternehmen mit so einer äh da gab's doch auch mal so ein schönes Beispiel, äh war das nicht sogar irgendwie McDonald's oder irgend so ein größere Marke, irgendeiner Großveranstaltung, die sich schön sozusagen an diesem ganzen Sponsoring vorbei geschummelt hat, indem sie sich, keiner, ich weiß nicht mehr, wie's wie's war, irgendwie wir sind die inoffiziellen, Ja, also sozusagen, so, so, so, so, so, so 'n Tanz drumherum gemacht hat und, äh, dann mag es sicherlich 'ne Menge.
Linus Neumann
Wahrscheinlich tierisch einen für auf den Sack bekommen.
Tim Pritlove
Naja, das weiß ich jetzt nicht alles nicht mehr so ganz genau, aber das es dann eine Menge Leute gibt, die natürlich äh, ohne jetzt große Summen zu bezahlen, irgendwie so tun wollen, als wären sie irgendwie assoziiert und sich da auch alles Mögliche einfallen lassen, das ist klar und das natürlich auch im Netz, ne. und da geht diese Formulierung eigentlich hin, ne? Also die nicht autorisierte Assoziation.
Linus Neumann
Würde jetzt die fetten, die fette Kampagne von meine, also Linus in Corporate würde jetzt fahren, in keiner Weise assoziiert mit der Olympiade. So das wäre einfach das, was ich äh würde mich massiv davon distanzieren.
Tim Pritlove
Genau, aber der kritische Punkt ist halt diese Formulierung mit irgendwie ihr dürft nichts tun, was irgendwie missliegende Rogue ist. Also das ist ja also diese Formulierung, die verdienen schon äh eine Goldmedaille, ne. Also weil äh wer wer.
Linus Neumann
Bei mir in den AGB.
Tim Pritlove
Bitte antworten sie mir nicht in irgendeiner Form, wie es mich in die falsche Richtung führen könnte, abfällig ist oder sonstwie, Zu Widerspruch aufrufen könnte, ja.
Linus Neumann
Meinen Namen nicht benutzen, entsetzt, indem ich kritisiert werde. Oder in einem Zusammenhang, der mir nicht gefällt.
Tim Pritlove
Oder von dem irgendjemand glauben könnte, dass sie das vorhätten, mich vielleicht unter Umständen zu kritisieren oder sonst wie schlecht dastehen.
Linus Neumann
Den Anschein erwecken, dass ich nicht der der schönste, beste, tollste von allen.
Tim Pritlove
Genau, meine Chancen bei den Mädchen irgendwie reduzieren könnte. Ja, ja, theoretisch. Ja. Also das, das ist wirklich so äh der der hanebüchene Punkt und das geht natürlich gar nicht.
Linus Neumann
Aber es zeigt eben, was für einer Welt wir leben und dass wir auch in Zukunft im Themenbereich der Netzpolitik doch den ein oder anderen Lacher doch ähm unterbringen können.
Tim Pritlove
Immer noch. Genau. Ja, auch diese Sendung war natürlich äh hat euch natürlich in die falsche Richtung äh geführt, ja. War auch ein bisschen abfällig.
Linus Neumann
Ja auch nicht auf die Olympiade.
Tim Pritlove
Genau, das machen wir nicht.
Linus Neumann
Zwei Wochen Pause.
Tim Pritlove
Ja, genau.
Linus Neumann
Zwei Wochen Pause und ähm.
Tim Pritlove
Dann kommen wir wieder frisch gestärkt und äh ihr könnt ja die Zeit nutzen hier für ilaboriertes äh Feedback und äh äh Wünsche und Vorschläge und so, Sicherlich irgendwie das ein oder andere vorstellen über unser Format noch weiter beleben. Äh in der zweiten Jahreshälfte.
Linus Neumann
Ja, was ich wirklich ganz nett finde, werden so ähm, Entweder Vorschläge von wen man dann also wie gesagt, es wird irgendwie im Sommer weniger akute Themen geben und da können wir uns sicherlich dann einfach mal dafür dann bestimmten Themen vertiefend widmen und da fände ich's echt schön, also Vorschläge von, wem man was so Themen sind oder Gesprächspartner sind, die äh die euch interessieren. Ähm gerne auch äh man kann sich auch selber vorschlagen, es machen ja auch.
Tim Pritlove
Ausnahmsweise, ja?
Linus Neumann
Man darf sich auch selber vorschlag.
Tim Pritlove
Aber natürlich auf eine Art und Weise, die nicht irreführend ist oder abwertend sonst wie ablehnen, ja genau.
Linus Neumann
Abwertend gegenüber Leckbuch auf gar keinen Fall, ja. Scheiße, die Domäne ist jetzt schon mal weg. Ach nee, wir senden ja nicht live, die die können wir uns doch sichern.
Tim Pritlove
Das nehmen wir raus.
Linus Neumann
Genau.
Tim Pritlove
Und das macht ihr einfach. Und ansonsten habt ihr einfach äh äh Spaß äh äh haltet den Bauch in die Sonne und äh.
Linus Neumann
Und schaut euch ein bisschen Space-Highters-Kram an in der Zeit. Die Jungs sind echt fit. Mädels auch. Nette Mädels.
Tim Pritlove
Und hört mal die anderen Podcasts noch nicht gehört habt nach. Damit ihr auf dem Stand seid. Ja, das war's. Auf Wiederhören. Bis bald.
Linus Neumann
Auf Wiederhören.

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LNP030 Die Internet-Bürgerwehr rächt sich

GEMA — ACTA — Störerhaftung

Nach der vollentspannten Sendung in der letzten Woche gehen wir heute mehr in den Grummelmodus über und arbeiten uns primär an der GEMA ab. Sehr viel mehr ist auch kaum passiert, wir erwarten nächste Woche wieder dicke Dinger.

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Linus Neumann
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Tim Pritlove

Für diese Episode von Logbuch:Netzpolitik liegt auch ein vollständiges Transkript mit Zeitmarken und Sprecheridentifikation vor.

Bitte beachten: das Transkript wurde automatisiert erzeugt und wurde nicht nachträglich gegengelesen oder korrigiert. Dieser Prozess ist nicht sonderlich genau und das Ergebnis enthält daher mit Sicherheit eine Reihe von Fehlern. Im Zweifel gilt immer das in der Sendung aufgezeichnete gesprochene Wort. Formate: HTML, WEBVTT.


Transkript
Tim Pritlove
Guten Morgen Linus.
Linus Neumann
Guten Morgen Linus. Guten Morgen.
Tim Pritlove
Es geht bergab. Ja, mit dem Programm hier. Es geht bergab. Ja. Klickt keiner mehr.
Linus Neumann
Es geht bergab, ja. Klingt keiner mehr. Der Intendant der Meterebene hat mir gerade schon einen Rüffel erteilt und gesagt, ich soll mehr Titten bringen.
Tim Pritlove
Tja, ich weiß nicht, ob wir das hier so durchziehen können irgendwie. Hohe Erwartungen ans Programm.
Linus Neumann
Unter hundert Flatter im letzten Podcast weit unter hundert Flittern.
Tim Pritlove
Das war eine super Sendung. War die beste Sendung. Ja. Neunundzwanzig.
Linus Neumann
War die beste Sendung. War die beste Sendung. Ich würde ja jetzt sagen, hört euch die nochmal an, aber wahrscheinlich hört die Sendung noch weniger Leute. Nee, also von von Hörerzahlen ist ja super, aber die Hörer sind knausriger geworden. Das Geld sitzt nicht mehr so locker.
Tim Pritlove
Das Geld sitzt nicht mehr so laut. Boah, ein Podcast, Stabilitätspakt. Ja.
Linus Neumann
Und zwar lautet dieser Pakt wie folgt, ihr geht jetzt mal alle schön im Internet und drückt die Flatterknöpfe.
Tim Pritlove
Also so richtig beklagen können wir uns eigentlich nicht. Das zeigt sich nur, dass äh nachdem Instacaster als aufm Deckel bekommen hat, dass das dann sozusagen diese Klickzahlen tatsächlich nachhaltig äh beeinflussen, glaube ich nicht, dass der Zuspruch hier in irgendeiner Form zurückgegangen ist, sondern es hat sich einfach nur äh das Klickverhalten äh den Realitäten angepasst, den technischen Realitäten angepasst.
Linus Neumann
Ja. Glücklicherweise äh ist Tim das ziemlich egal, weil wenn insgesamt weniger Stücke Kuchen verteilt werden, sind natürlich auch die Stücke, die man kriegt, größer, ausreichend nach wie vor für die für die für das Füttern der Kinder, also.
Tim Pritlove
Verzerren, wenn man das Bild hier nicht komplett hier. Wir sind dankbar für jede Unterstützung. Und wichtig ist das nicht, sondern wichtig ist, dass hier ordentliche Sendungen produziert werden. Äh da bemühen wir uns doch einfach mal, dass es diese Woche auch wieder was wird. Und dazu haben wir uns auch gleich einen sexy Killerthema genommen, wo alle alle sofort drauf anspringen. Da gab's eine richtige Party hier letzte Woche, ne?
Linus Neumann
Ja, die GEMA hat sich ja mit den, mit den Clubs angelegt und die haben hier dann einfach mal vor der Kalkschweine oder was war, wo die, wo die Gamer sich dann da getroffen, Franzklub, ja genau, aber die Gamer-Wahl war die GEMA im Franzklub. Nee, ich glaube nicht, dass, ja, war die.
Tim Pritlove
Party war da. Also die haben sozusagen direkt vor ihrer, ich weiß gar nicht, was da was der Anlass war, war das.
Linus Neumann
Irgend so eine Versammlung oder so jährliche. Direkt vor der Tür haben.
Tim Pritlove
Mehr so eine Party eigentlich. Direkt vor der Tür haben. Und vor der Party gab's dann nochmal eine andere Party. Dann standen sie da mit dicken Lastwagen. Warst du da?
Linus Neumann
Ja, ja. Und haben dann da äh gesagt, dass das alles irgendwie nix ist mit der GEMA.
Tim Pritlove
Hm Ich bin nur kurz vorbeigefahren. Ich äh hatte noch, musste noch einen Podcast aufnehmen vorher, deswegen hatte ich eigentlich keine richtige Zeit. Kam also vorbei, da lag das gerade so in den letzten Zügen, aber merkte irgendwie da war's äh schön äh schön laut, und ähm da wurde auf jeden Fall eine Menge Heckmeck äh gemacht und die Veranstaltung kam glaube ich äh insgesamt ganz gut rüber auch äh obwohl Doktor Motte da noch eine Rede gehalten hat, oder?
Linus Neumann
Ja, also ähm war auf jeden Fall ganz gut und äh ich habe, ich war auch jetzt nicht die ganze Zeit da, ich bin auch nur kurz, habe mich das angeschaut, waren ja auch mehrere LKWs mit Musik und so, eine ganze äh Allee irgendwie abgesperrt oder ein großer Teil der Schönhausallee. Ähm. Und ich habe, war mir das so ein bisschen angehört und ähm man man dachte so, ja, jetzt will die GEMA irgendwie den Clubs irgendwie die Gebühren erhöhen, aber wenn man sich dann mal anschaut, wie sehr die die erhöhen wollen, dann äh kommt man dann doch mal so ins ähm Nachfragen. Und das äh haben natürlich dann auch die Medien gemacht, da gab's ein wunderschönes ähm Interview mit dieser Gabi Schlicher, äh die in der Berliner Zeitung dann da so so richtig den gesamten Charme der spielen lassen. Äh es war ich kann mir eigentlich nicht vorstellen dass die ähm also entweder die Leute bei der GEMA sind inzwischen völlig abgehoben oder die es inzwischen arbeitslos. Also das kann ich mir echt nicht vorstellen, weißt du was die da von sich gegeben hat. Auf jeden Fall hat.
Tim Pritlove
Was hattest du daran auszusetzen?
Linus Neumann
Es war einfach von einer Arroganz geprägt ähm also sie sie beendet äh dass das Interview mit äh dass sich mein anstrengendes Gespräch mit ihnen das ich für mein anstrengendes Gespräch mit ihnen bezahlt werde, ist ja wohl klar. Also damit beendet die das Interview, ja.
Tim Pritlove
Oh Mann, ey.
Linus Neumann
Aber genau.
Tim Pritlove
Gott, ja okay, alles klar. Stuhl eigentlich schon wackeln.
Linus Neumann
Fangen wir mal kurz mit mit äh mit mit äh kurz an, von Geld zu reden. Also GEMA ist ja für die Komponistente Texter, Musikverleger, und sorgt dafür, dass die eben hier in Geld kommen. Wir hatten äh da gab's einen sehr schönen Artikel in der Frankfurter Rundschau, wo dann mal so gesagt wurde, also alle Zahlen, die ich jetzt die Tiere sieht von zweitausendzehn, da haben sie achthundertdreiundsechzig Millionen Euro eingenommen, Achthundertdreiundsechzig. Ähm und erstmal, hundertsiebenundzwanzig Millionen Euro hat die dann erstmal selber verschlungen. Ja, also bei sich irgendwie verteilt. Das geht dann irgendwie äh haben ungefähr tausend Mitarbeiter, und äh für diese tausend Mitarbeiter mussten erstmal hundertsiebenundzwanzig Millionen Euro irgendwie innerhalb der GEMA selber verbraten werden, weil die Vorstände so zwischen einer Viertel und einer halben Million Jahresgehalt haben und dann haben sie noch drei die irgendwie unterhalten werden und so weiter.
Tim Pritlove
Also fünfzehn Prozent gehen sozusagen drauf für maintenance. Mhm.
Linus Neumann
Und dann haben dann bleiben ja siebenhundertfünfunddreißig Millionen Euro über. Die werden ausgeschüttet an die insgesamt äh fünfundsechzigtausend Mitglieder. Wenn man da jetzt einen Durchschnitt bilden würde, würde man so also sagen, das wären so circa elftausend Euro pro GEMA-Mitglied pro Jahr wieder so, verteilt werden. Ähm.
Tim Pritlove
Fünfundsechzigtausend Mitglieder. Ja. Mhm.
Linus Neumann
Und jetzt, jetzt, jetzt kommt's aber, jetzt äh ist die haben nicht fünfundsechzigtausend gleichberechtigte Mitglieder, sondern erstmal von den fünfundsechzigtausend, sind vierundachtzig Prozent angeschlossene Mitglieder, die haben keine Rechte, können da also auch nicht irgendwie innerhalb dieses Vereins mitbestimmen. Dann gibt's elf Prozent außerordentliche Mitglieder. Die haben etwas eingeschränkte Stimmrecht und ähm, den Anspruch auf die gemer Sozialkasse. Und dann gibt's dreitausendvierhundert ordentliche Mitglieder. Das sind also fünf Prozent und die haben also eine Stimmberechtigung in der Mitgliederversammlung und ähm, halten den Laden da, also sortieren den Laden und und ähm richten auch aus, wie da die Gebührenordnung, Ähm ist. Und das Schöne ist, sie haben also dieses dieses Pro-Verfahren in ihrem, wie sie also intern ausschütten. Und ähm das heißt, also das der Pro Faktor ist quasi ein Faktor, den der, den der äh, Stück oder der Künstler hat auf jeden Fall je öfter ein Stück gespielt wird, desto mehr Ausschüttungen gibt es pro Aufführung, Das heißt, das das steigt nicht linear an, der der Gewinn, den du mit einem Stück machst, sondern der steigt exponentiell an, weil der quasi die Ausschüttung pro äh pro Wiedergabe eben auch mit ansteigt, Und das ist natürlich eine recht starke äh Bevorteiligung der ähm sagen wir mal großen Stars. Ja, Also irgendwelche.
Tim Pritlove
Was ist da die äh Argumentation, dass das so ist?
Linus Neumann
Da brauchen ja nicht zu argumentieren, weil ja die ordentlichen Mitglieder sowieso die großen Stars sind und sie die einzigen, letztendlich sind, die nennenswerte äh Stimmanteile in der Mitgliederversammlung haben. Also es gibt noch irgendwie vierundsechzig Delegierte der außerordentlichen und angeschlossenen Mitglieder in der Mitgliederversammlung. Aber ähm, die äh leisten da ja keinen nennenswerten Stimmbrei. Und das äh äußert sich dann in der äh, in der Realität dann dadurch, dass also wenn jetzt ein Konzertveranstalter also irgendein kleiner, wenn irgendein kleiner Gamer, oder irgendein Musiker dann irgendwie bei so einem Konzertveranstalter seine Lieder spielt muss der Konzertveranstalter sei es jetzt eine Kneipe, sei es eine äh große Halle, eine Liste an die GEMA schicken, welche Stücke da gespielt wurden, Und das muss dann natürlich auch der Konzertveranstalter bezahlen. Also wenn ich ein Konzertveranstalter kommt einer hin und spielt irgendwie GEMA Musik, da muss ich bezahlen, dass diese Musik aufgefüllt wurde. Und von diesem Geld sollte natürlich dann eigentlich der Künstler, Wenn er die Lieder selber geschrieben hat, natürlich auch eigentlich dieses Geld wieder bekommen. Durch diesen Profaktor äh kommt es aber dazu, dass das äh dass die Ausschüttung eben, sich eher auf die konzentriert, die sehr häufig im Radio gespielt werden. Weil es gibt einen sehr großen Anteil an nicht ähm, zuschreibbarem Geld, also ähm beispielsweise die ganzen Pauschalsachen, die jetzt irgendwie eine Kneipe schickt ja nicht jedes Mal eine Liste, sondern die haben irgendwie so einen Pauschalrahmenvertrag.
Tim Pritlove
Mhm.
Linus Neumann
Und ähm.
Tim Pritlove
Auch häufig, also.
Linus Neumann
Genau und das geht dann häufig so in das geht dann eher in diese Sozialkasse, das heißt, da profitieren dann wieder nur die ordentlichen und außerordentlichen äh oder genau die ordentlichen und außerordentlichen Mitglieder, die Anspruch auf diese Sozialkasse haben, also es ist ein insgesamt.
Tim Pritlove
So, das heißt, wenn wenn es nicht eine defizite Liste ist, dann wird es gar nicht an alle ausgeschüttet, sondern es geht nur in diese Sozialkasse und das betrifft nur diese dreitausendvierhundert Leute.
Linus Neumann
Dreitausendvierhundert plus nochmal die anderen elf Prozent, das müssten dann nochmal so sechstausend oder so sein, ne? Sechs siebentausend außerordentliche Mitglieder. Also ungefähr.
Tim Pritlove
Achso, die Außerordentlichen, ordentlich, außerordentlich und angeschlossene Mitglieder. Oh man, okay, und wenn's eine Liste ist, heißt es auch nicht, dass automatisch die was kriegen, die auf dieser Liste sind, sondern nur, dass, theoretisch äh ihr Account irgendwie hochgeht und sie vielleicht unter Umständen mal in diesen Bereich reinkommen, wo es eine gewisse Achselleration gibt. Aber wenn die anderen sozusagen immer noch mehr haben, kriegen sie auch über Gebühr mehr, Also nicht linear und nicht im direkten Verhältnis zu dem wie häufig sie gespielt wurden, sondern weil sie da in einer anderen Klasse sind, unter Umständen ein Mehrfaches, obwohl sie nicht ein Mehrfaches gespielt worden sind. Weiher.
Linus Neumann
Genau, du, du, genau, du, du machst quasi mit, jede tausend, die du öfter gespielt wirst, machst du mehr, mehr Gewinn pro tausend, ja? Und da, Während sich also alle Möglichen gegen und wird irgendwie auch Bohlensteuer genannt, weil es also quasi, weil alle ja äh latzen müssen. Also zum Beispiel auch äh gibt ja auch diese GEMA-Abgaben auf äh USB-Sticks und so weiter, ne? Die werden übrigens, wenn mich nicht alles täuscht, jetzt am Montag erhöht am ersten Juli. Er wurde die Abgabe auf USB-Sticks und Speichermedien von vormals zehn Cent, auf ein Euro fünfundneunzig, gehen an die.
Tim Pritlove
USB-Stick.
Linus Neumann
Ist wichtig, ja? Weil du.
Tim Pritlove
Produkt, was es demnächst sozusagen eigentlich so für zwanzig Cent mal geben sollte, ne, wenn man mal so ein Gigabyte sich schoppt. Kann aber nicht für zwanzig Cent verkauft werden, weil. Ja, ein riesiger Schaden da entsteht. Also ich glaube, das Verständnis dafür wird äh auf ein Minimum sinken in der nächsten Zeit.
Linus Neumann
Vor allem das ist sehr schön, das sind tausendachthundertfünfzig Prozent, ne? Wenn du irgendwie von von zehn Cent auf eins fünfundneunzig gehst, ja. Ähm.
Tim Pritlove
Meine USB-Sticks ja auch nur um Musik zu verteilen, muss ich.
Linus Neumann
Ja natürlich, klar, ne, aber.
Tim Pritlove
Noch nie eine andere Anwendung dafür gehabt.
Linus Neumann
Das ist das ist sowieso sehr witzig, wie die wie die die Rechtsgrundlage der GEMA, da es geht ja noch weiter. Ähm und zwar gibt es ja die die GEMA Vermutung, Das ist sehr schön, weil wenn du ähm wenn du jetzt irgendwie eine Musikveranstaltung machst und spielst da GEMA-freie, Musik, dann liegt die Beweislast auf dir und nicht auf der GEMA. Das heißt, wenn da irgendwie Musik gespielt wird und es ist unklar, ob dieser Künstler in der Gamer ist oder nicht, Dann gilt die Gamervermutung, der ist in der GEMA. Und ähm da gibt's jetzt gerade einen sehr schönen Latti Gamer sich auch sehr beliebt gemacht, die Musikpiraten, die machen einmal im Jahr den Free Music Contest, wo dann so CC lizenzierte Musik ähm.
Tim Pritlove
Mhm. Also vor allem nicht GEMA-Musik.
Linus Neumann
Nicht GEMA, komplett frei lizensierte Musik irgendwie in so ein ein Wettbewerb tritt und am Ende gibt's ein, ein Album, was sie dann daraus machen, das kann man dann. Ähm runterladen oder ich glaube auch kaufen, um den um die Musikpiraten da irgendwie als Verein zu unterstützen oder so. Und ähm, gab's jetzt irgendwie eine eine Band, die unter pseudonym, oder eine eine Band, die ja einen Bandnamen, ja? Es steht ein Bandname und gibt's ein Lied. Und dann sagt die GEMA, hier äh die die treten unter Pseudonym auf und nicht unter dieses Pseudonym ist bei uns nicht gemappt mit einem bürgerlichen Namen, gehen wir davon aus, dass das einer unserer Gamer-Künstler ist, der ähm.
Tim Pritlove
Hier anonym.
Linus Neumann
Der hier anonym etwa, äh der hier anonym auftritt und deswegen hätten wir gerne ähm das Geld dafür. Irgendwie hier online Bereitstellung pipapo, ne, schicken wir euch eine Rechnung und ähm, Jetzt müsst ihr quasi erstmal beweisen, dass wir auch immer dieses Liter eingetragen hat, nicht in der GEMA ist, sonst wollen wir das Geld haben. Und damit sind die erstmal ähm, tatsächlich juristisch gesehen im Recht. Und deswegen hat der Musikpiratenverein natürlich gesagt, seid ihr bekloppt so hier oben, ja, das Geld abholen, hier oben und ähm dann hat die Geber gesagt, ja klar, okay, prima, dann verklagen wir euch. Jetzt freuen sich die Musik-Piraten.
Tim Pritlove
Für die neue Aufmerksamkeit.
Linus Neumann
Für die neue Aufmerksamkeit diese diese CC-lizenzierte Band ähm Texas, Radio, Fisch oder so hieß die, glaube ich, freut sich natürlich auch. Und das spannende daran ist, ich hatte das ja schon mal erwähnt hier, dass, CC Lizenzen war da, sie werkbasiert sind, nicht mit den GEMA-Lizenzmodellen vereinbar sind, da diese auf den Künstler bezogen sind. Und das also wirklich eine in der Tat eine, also unter Kleinkünstlern gehöre ich das auch, wird das auch so gesagt, dass es quasi eine Falle ist, in die GEMA einzutreten, weil du natürlich auch nichts so einfach dort wieder rauskommst. Da gibt's irgendwie so 'ne Übergangsfrist, die Doktor Motte hatte das in irgend so einem Interview erzählt, Ähm dass, wenn man aus dem Gamer-Vertrag aussteigen will, muss man zwei Jahre warten, bis die ganzen Kompositionen dann auch GEMA-frei sind.
Tim Pritlove
Mhm. Ähm also bis auch alle Neuen Kompositionen, GEMA-frei sind.
Linus Neumann
Äh gehe jetzt erstmal von dem bisherigen aus, aber der Doktor Motte sagt dann, äh wenn ich heute den Vertrag mit der GEMA als Autor kündige und einen, und in einem Monat eine neue Komposition habe, dann verlängert sich die Wartezeit auch um einen weiteren Monat. Und das heißt, legt er so aus, das ist ja auch richtig. Das würde also ein Berufsverbot äh gleichkommen. Das heißt, du müsstest aus der GEMA austreten und zwei Jahre nichts machen. Ähm, Das heißt, du kommst da, also wenn das so stimmt, wie gesagt, äh Quelle Internet, Äh wenn da äh eine Quelle Doktor Motte, wenn das so stimmt, dann wäre das natürlich äh ganz besonders schlimm, ne? Aber ist natürlich auch zumindest verständlich, dass die Gamer nicht zulassen kann, dass da andauernd die Leute rein und rausgehen weil ähm der administrative Aufwand natürlich für die auch enorm hoch wäre.
Tim Pritlove
Naja, ich meine, wenn sie eh schon fünfzehn Prozent von dieser Kohle einnehmen, irgendwas müssen sie ja tun. Was mich halt auch, also ist, es gibt wirklich so viele Stellen, wo man äh mitm Kopf gegen die Wand äh rennen will, wenn man sich mit diesem Thema äh beschäftigt. Was ich zum Beispiel auch absurd finde, ist so dieses, du wirst zwar angehalten, da ausführliche Listen zu machen, ja, aber auch im Jahre. Was haben wir jetzt? Zwanzigzwölf. Ja? Ist es halt so, dass dann so Radiomoderatoren wirklich ernsthaft Namen und Titel eintippen? Äh wo ich mich A Frage, warum gibt es nicht so etwas wie eine GEMA-ID, ja, also wenn diese Tracks GEMA geschützt sind und diese Produzenten diese Werke in die Öffentlichkeit geben? Warum registrieren sie sie dann nicht gleich bei der GEMA und kriegen eine ID und diese ID ist in irgendeiner Form, darin enthalten und. Also das ist schon mal das erste Absurde. Also es wird einem auch extrem schwer gemacht, solche Listen überhaupt zu erstellen und vor allem macht's sich ja die GEMA auch extrem schwer, Diese Listen in irgendetwas Zuordnung zuordnen, Bares umzusetzen, was einem natürlich irgendwie, also da kann man jetzt sagen, okay, die sind einfach noch so ewig gestrig, dass sie sich das halt am liebsten per Fax schicken lassen. Bla bla. Ja, mag ja auch Leute geben, die irgendwie nicht über die notwendigen elektronischen Kommunikationsmittel verfügen, aber ich meine, das muss jetzt auch langsam mal ein Ende finden und, es macht so ein bisschen auch den Eindruck, ich will das jetzt nicht unterstellen, aber der Eindruck entsteht natürlich, dass sie irgendwie auch gar kein Interesse an diesen Listen haben.
Linus Neumann
Genau, das, das haben sie auch nicht, also es ist in der Tat so, dass es entsteht für die einadministrativer Aufwand und so, wie sie die Kohle umverteilen wollen, also wie es im Interesse der der ordentlichen Mitglieder ist, müssen diese Listen nicht allzu genau geführt werden.
Tim Pritlove
Einerseits nicht genauer geführt werden, beziehungsweise auch viel Motivation da, äh dass sie gar nicht geführt werden, weil in dem Moment kriegen sie ja auch die Kohle, aber exklusiv, ne, sehr exklusiv und das dann eben auch noch als Sozialkasse, also potenziell sozusagen auch noch als Langzeitzahlung, ne? Und nicht als einmalige ähm, Ausgabe, wobei ich jetzt nicht weiß, ob Betrag X dann in eine Mehrfachzahlung in der Zukunft quasi als Rente äh führt oder ob das dann sozusagen das nur eins zu eins finanziert.
Linus Neumann
Es gibt halt, es gibt halt eine schöne äh schöne Zahlen, wo dann irgendwie so einfach mal gesagt wird, so wie viel kriegen denn diese und ich wende, ah, jetzt müsste ich das rausholen, aber wenn ich mich nicht täusche, äh gehen fast fünfundsechzig Prozent der Ausschüttungen an diese ähm fünf Prozent.
Tim Pritlove
Zwei Drittel.
Linus Neumann
Ja, wenn ich dir also die Zahl, die habe ich jetzt gerade nicht im, jetzt muss ich ganz kurz schauen, aber es ist auf jeden.
Tim Pritlove
Mich jetzt nicht überraschen, ne?
Linus Neumann
Also in diesem Bereich bewegt sich das also ein ein sehr, sehr nennenswerter Anteil geht nur an diese wenigen dreitausend ordentlichen Mitglieder und ähm ich.
Tim Pritlove
Und das vor allem für die Nutzung von Werken, die sie überhaupt gar nicht äh gemacht haben, ne.
Linus Neumann
Und jetzt kommt aber das äh du sagtest das ja gerade mit der Liste, dass alles ein bisschen bisschen kompliziert. Deswegen macht die GEMA jetzt auch eine Tarifrform, und sagt, ja ähm also sie hat ja dann also ich weiß zum Beispiel bei Kneipen, da gibt's dann irgendwie so einen Standardtarif und ähm wenn du dann gebrannte CDs ähm auflegen möchtest, dann kostet das mehr oder so, da haben sie irgendwie so Pauschal Deals, ne? Ähm.
Tim Pritlove
Obwohl für die gebrannten CDs ja auch schon bezahlt hast?
Linus Neumann
Und MP3-Player anzuschließen und so, das kostet dann alles extra, es sind also relativ komplizierte Modelle. Und jetzt haben sie gesagt, ja, da haben wir elf Tarif, ist ja alles total blöd. Und jetzt machen wir einfach mal nur noch zwei. Ist alles viel leichter. Und für die Clubs, also für Diskotheken wird's noch viel einfacher. Da wollen wir einfach zehn Prozent des Eintritts von der Tür. Und damit ähm seid ihr alle sorgenlos. Einfacher Pauschaltarif, außer wenn eure ähm Veranstaltung länger als fünf Stunden dauert, dann hätten wir gerne fünfzig Prozent mehr, und äh fünfzig.
Tim Pritlove
Fünfzehn Prozent, also fünfzehn Prozent des Eintritts.
Linus Neumann
Ja und pro weitere drei Stunden nochmal fünfzig Prozent. Das heißt, ein, sagen wir mal, ein Berliner Club, der irgendwie seine guten ähm zwanzig Stunden aufhat oder so oder lass den nur lass dir nur Lasse nur fünfzehn aufhaben oder zwölf, ja, ähm, Keine Ahnung, da müssen sie ähm brauche ich jetzt gar nicht auszurichten, da gab's schon Rechenbeispiele, äh eine Großdisko, wo damals so zu Grunde gelegt hat, bisher so vielleicht, vierzigtausend im Jahr gezahlt, und landet jetzt nach dieser ähm Reform ungefähr bei dreihunderttausend. Auf die auf die Berliner Clubs bezogen im Schnitt äh statt achtundzwanzigtausend Euro pro Jahr jetzt hundertvierundsiebzigtausend. Das ist so die den Durchschnitt der Berliner Club, ja?
Tim Pritlove
Ja, wir wissen ja auch, dass Clubbetreiber irgendwie im äh im Mama nur so baden, ne? Also alle Clubbetreiber, die ich kenne, also die haben alle Hände voll mit Gold. Ja. Und fahre nur die dicksten Autos.
Linus Neumann
Vor allem, äh wenn das, wenn das Geld vom Eintritt genommen wird, kann man sich ja unglaublich schwer vorstellen, wo die Clubbetreiber das als nächstes sofort drauf umlegen, ne? Wahrscheinlich auf die Bierpreise Also ich weiß, am nahe ist, ist halt ganz klar, dass ähm dass die Eintrittspreise dadurch enorm steigen werden müssen, weil äh du musst ja überlegen, diese diese zehn Prozent. Und jetzt gehen wir mal beim Club, so der heißt halt auf jeden Fall länger als fünf Stunden auf, wäre er bei acht, sagen wir mal so, ähm zwanzig Prozent, wenn das dann ungefähr zwanzig Prozent des Eintritts und das aber brutto, ne? Das heißt, du zahlst von mir aus irgendwie äh zehn Euro, da sind ja noch die ganzen Steuern drin, aber zwei Euro gehen schon mal an die an die GEMA. Also völlig, völlig äh völlig unverständlich, ja. Was äh was da los ist?
Tim Pritlove
Diese Beweis ja, ich meine es gibt ja so Systeme wie, äh ich überlege jetzt grade, man müsste jetzt, glaube ich, es ist wird sich Zeit, kreativ zu werden und zwar sowohl juristisch kreativ, weil ich aus meinem äh äh aus meinem Ianal äh Verständnis heraus ähm, denke ich, ist da eine Menge drin, was einfach generell nicht zu halten ist, rechtlich. Ja, also grad dieser Berufsverbot, äh Aspekt et cetera, also die faktische Unmöglichkeit, da eigentlich auszusteigen. Ich meine, das kann ja wohl nicht sein, dass ein Vertrag äh äh dir verbietet, deinen Beruf auszuüben. Ja.
Linus Neumann
Also laut meiner Information geht eben der äh Doktor Motte ja auch dagegen vor. Andererseits ähm würde die GEMA ja argumentieren. Na ja, ja. Äh warum willst du denn aus der Gamer austreten?
Tim Pritlove
Weil die scheiße sind und auch so so stinken. Also ich meine, das ist ja wohl äh äh ganz klar. So, aber jetzt äh ich versuche jetzt gerade nochmal so ein bisschen äh zu sehen, weil, ich denke, wir haben hier mit dem Thema Gamer und Urheberrecht sicherlich den Tipping Point noch nicht erreicht, aber ich habe äh die Diskussion schon lange nicht mehr so schnell den Berg hochklettern, sehen. Und ähm diese Creative Commons äh äh Geschichte. Bisher ja immer so ein belächeltes, schönes HH, der ja äh ja die paar Songs und so weiter schön gedacht, ne. Und jetzt hat man eben auch noch so dieses Problem mit mit dieser Beweislast, technisch lösen. Ich meine, generell könnte man sowieso frage ich mich, wie kann die GEMA nicht feststellen, dass etwas, nicht der GEMA unterliegt, weil sie müssen ja ihre Stücke ja wohl kennen, also finde ich derzeit meinen sie wahrscheinlich nur nö, wir müssen nur unsere Mitglieder kennen, das reicht uns und wahrscheinlich ist da, wenn ihr irgendwas spielt und wir wissen nicht genau, was das ist oder von wem das ist, dann ist es wahrscheinlich äh von einem von uns, auch wenn wir das nicht kennen, ja? Aber das halte ich zum Beispiel schon mal für extrem angreifbar, Ja, weil es kann ja wohl nicht sein, dass ein Mitglied, was da drin ist, selber nicht weiß, was es produziert hat, also müsste man es ja sehr wohl dazu zwingen können, äh jetzt sagen wir mal, auf dem rechtlichen Weg, dass die, gehen wir das selber tun könnte, ist auch klar, aber daran haben sie wahrscheinlich derzeit kein Interesse, Also würde man jetzt die Mitglieder dazu zwingen, zu sagen, okay, hier und das ist auch das, was ich jetzt tatsächlich produziert habe und ich bin euch gegenüber verpflichtet, euch das auch anzuzeigen, Ist da einfach so ein Musical Fingerprint? Ich meine, ich kann heutzutage so ein iPhone hoch halten und starten und äh kriege die meisten Bekannten, die da irgendwie erkannt. Also es ist überhaupt nicht so, dass es brutal unmöglich wäre, das schnell herauszubekommen. Da muss man jetzt nicht äh über Unique Problematiken beim äh Suchen von äh Autorenamen diskutieren. So und äh das heißt einerseits könnte man die GEMA auch in so eine so ein so ein. Position bringen, dass man sagt, so, ihr habt viel bessere Möglichkeiten, da eure Ansprüche auch wirklich selber zu überprüfen, Auf der anderen Seite, wenn ich jetzt überlege, ich mache jetzt einen will jetzt einen Club machen, der einfach überhaupt gar keinen Bock mehr hat auf diese ganze GEMA-Geschichte, sondern natürlich erstmal knallhart, weil das heißt. Ein riesiger Berg, cooler Musik, fällt irgendwie weg für dich. Ja, aber wenn ihr jetzt wirklich so ein CC-Club aufmachen wollen würdest, so, ja? Müsstest du wahrscheinlich hier selber äh mit so einem Musikerkennungssoftware äh hinkommen. Du müsstest allen DJs, quasi so ein gewisses Softwareprotokoll äh vorschreiben, was ihr da auflegt. Ich meine, die liegen ja eh fast alle in zunehmenden Maße digital auf, ist ja auch völlig in Ordnung, warum nicht? So, das heißt, äh man sammelt das quasi auch automatisiert ein, Ich denke, es wird dich über so einen so einen totalen die Zukunft voll äh automatisierten äh nachweislich gema freien äh Club nach. Und äh der im Übrigen auch in der Lage wäre, höhere äh ähm Tanzemen zu zahlen, weil er ja nicht die zwanzig Prozent an die GEMA äh abgeben muss.
Linus Neumann
Ja. Das das wäre, ja?
Tim Pritlove
Also es äh entwickelt sich ja langsam auch zu einem Marktvorteil.
Linus Neumann
Der hätte aber natürlich das Problem, dass die GEMA ihn wahrscheinlich die ganze Zeit nerven würde.
Tim Pritlove
Ja, deswegen muss man sie ja, darüber rede ich ja gerade. Man muss sich da sozusagen technisch auch absichern. Ja. Ja, und das auf eine Art und Weise machen, ähm ja äh wasserdicht ist natürlich eine andere Geschichte, aber die Frage ist ja am Ende, bist du äh einem Gericht gegenüber auch ausreichend glaubwürdig. Und wenn du jetzt wirklich ein System hast, was erstmal so eine Softwareherausforderung ist, aber sowas lässt sich ja äh immer schnell, auch lösen, ja, wo du sagst, okay, alle DJs, die hier auflegen, alle Leute, die hier selber ihre Sachen machen irgendwie 'n Musical Fingerprint, 'ne ID, keine Ahnung, müssen ihren Song irgendwo in der Datenbank registriert haben und diese Zahlen wollen wir irgendwie haben ja? Wenn's die Software nicht automatisch selber liefert. Ja, So, das ist jetzt so ein bisschen meine ähm zurecht gemalte äh Lieblingszukunft, ja, Die Frage, ob so ein Club dann erstmal äh das äh entsprechende musikalische Repertoire hat, um Leute irgendwie glücklich zu machen, aber. Piratenpartei hielt man ja auch mal für total unmöglich und unvorstellbar.
Linus Neumann
Du, also ich höre einige CC-Musik, die mir auch durchaus gefällt.
Tim Pritlove
Ja, ich meine, es gibt mittlerweile da gute Sachen, aber wenn man vor allem auch sagen kann, okay, äh wir wir haben ja aber auch einen einen auch für die Komponisten. Klicken sozusagen in dem Moment, wo ein Song äh gespielt wird, auch gleich den passenden äh Flatterbutton dazu, jetzt mal weiter gedacht, also nicht nur die DJs, die auflegen, kriegen automatisch einen Anteil aus diesen Eintrittseinnahmen, sondern auch, alles freiwillig natürlich irgendwie, weil da gibt's ja jetzt keine Verpflichtungen dafür, aber ich denke auf der Basis müsste man das Ganze mal denken. Wir haben ja hatten ja jetzt hier Eingangs quasi so diese Insta-Cast Problematik äh induzierte äh Einstiegsdiskussion. Wenn ich das jetzt mal auf Musik zurück übersetze, so wie dieses oh ich habe den Podcast automatisch gehört, er wird dann automatisch geflettert, wenn man das eben dann sozusagen auch in Clubs transferiert ähm ähm für dort gespielte Musik, ja, könnte sich an der Stelle auch ein interessanter Mechanismus entwickeln.
Linus Neumann
Würde sogar, wer noch ein weiter interessanter Aspekt zu beobachten, denn wenn ich mich jetzt nicht täusche, ist es, mit der GEMA so zu verstehen, dass die im Moment, Also sie haben so eine Art Flächenberechnung, ja, also wie gesagt, ähm für den ganzen Kleinkram machen die ja eh irgendwelche Pauschalverträge, ne? Und ähm da berechnen sie dann eben nach nach Fläche. Und wenn du jetzt so eine Konzertveranstaltest, ist es nach meinen Informationen auch äh momentan äh nicht relevant, ob das ausverkauft war oder nicht. Du zahlst immer grundsätzlich nach Fläche, und nicht nach Hörern. Das wäre natürlich dann eigentlich auch ganz nett, wenn man da mal irgendwie so ein bisschen automatisierteren Kram, dass man eben so, ne, Anzahl der Gäste und so weiter äh könnte man direkt, wenn wenn man da oder ein ähnliches Modell mit reinigen direkt nochmal eher so diese Beziehung zwischen Musikern und ähm, und Fans irgendwie stärken und so. Aber im Moment sieht's eben so aus, als hätten wir all das nicht und diese GEMA, Drehte also wirklich durch, ja und ähm zeigt also auch, also mit diesem. Was mich da jetzt wirklich, ich habe ja noch vor einigen Folgen auch gesagt, dass die GEMA ja eigentlich, schon zu den Guten gehört und da durchaus mal Ausschüttung an die an die Künstler auftreten. Aber wenn man sich diese wenn man sich das anschaut wie. Also wenn so ein so ein Verein intern so eine so eine ganz klar von unten nach oben Verteilung auch nochmal hat, und irgendwie da ein riesen, riesen Kohle für diesen administrativen Teil irgendwie versenkt, ne? Sich irgendwie halbe Million Euro bezahlte Vorstände gönnt, ja? Das macht einfach nicht den Eindruck, dass das irgendwie ein besonders karitatives Unterfangen sei, was die da was die da betreiben, ne? Und wenn, Also so insgesamt, wie jetzt auch dieses dieses Club ähm Sterben, was sie da durchaus auf jeden Fall, also wenn das so passiert, ja, ich meine ähm das wird äh einige Clubs sehr stark behindern. Er sagte dann diese diese äh freundliche Frau Sticher, die ich übrigens zu jeder, also kann ich Journalisten nur nahelegen, irgendwas mit GEMA ist, ne. Gabi Schlicher fragen, so, die erklärt das in Ruhe, ne? Die erklärt das ordentlich, die kann man also kann man auch zu wetten, dass einladen oder so, ne, die macht das super. Und ähm die sagte dann nämlich, ja, ähm Ja, ja, ähm, es gibt, das stimmt, es gibt niemanden, der irgendwie unsere Tarifreform gutheißt, Und deswegen soll's ja auch irgendwann so eine Schiedsgerichtentscheidung geben und die ganzen Clubs haben ja auf jeden Fall die Möglichkeit, ähm die Kohle, die sie jetzt nach der neuen Tarifreform, und Schulden auf ein Treuhänderkonto zu zu schicken. Und wenn dann irgendwann in anderthalb Jahren die Schiedsgerichte Entscheidung ist, dann können die Clubs ja ihre paar hunderttausend Euro, die sie dann da reingesemmelt haben, könnten sie die wieder haben, wenn sie äh Recht bekämen, ne.
Tim Pritlove
Vielleicht unter Umständen, ja. Mhm.
Linus Neumann
Ja, also deutscher äh Hotel und Gastgewerbeverbande sind alle irgendwie dagegen gerade und ähm ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich das auch für, verständlich halte, ne? Also zehn Prozent des des Eintritts beim Club klingt erstmal nicht so, Klingt ja erstmal nicht so viel, aber wenn man, also wer mal ernsthaft irgendwie so was betrieben hat, äh der weiß schon, dass also in einigen Berliner Clubs mit mit zehn, zwölf Euro, der Eintritt eigentlich doch relativ human ist. Ich sage nicht, dass das ein billiges Vergnügen ist, aber ähm im Vergleich zu dem, was man dort drinnen dann geboten bekommt, sind diese Eintrittsgelder relativ human. Und wenn man sich überlegt, was, Also was passieren wird dieser dieser Gamerkram, das wird jetzt ähm, Natürlich werden nicht die Clubbetreiber das einfach hinnehmen, diesen, diese Mehrkosten, dann werden die natürlich auf die Besucher umlegen. Und dann sind wir die äh, Sind wir ja sowieso, der kleine Mann, den du kennst, der kleine Mann ist immer dran.
Tim Pritlove
Gibt's da eine Liste wer diese dreitausendvierhundert Leute eigentlich sind?
Linus Neumann
Ähm gehe ich von aus, ja.
Tim Pritlove
Ich meine, dass die irgendwie schon mal bekannt geworden oder als die irgendwie.
Linus Neumann
Ähm weiß ich jetzt nicht, ich weiß ja nicht, worauf du da jetzt hinaus willst. Also wahrscheinlich kann man's nicht denken, wer's ist, ne? Es werden alle größeren äh.
Tim Pritlove
Gut, man kann sich ein paar denken, ne. Ich frage mich, warum die Loyalität so mit diesem Verein äh überhaupt so groß ist bei diesen Urhebern. Ich meine äh was was bitte äh bilden die sich eigentlich ein? Ja, also es, Grad diese ganze äh Hyperventilierende äh Schnappatmung getragene Diskussion ums wie urheberrecht der letzten Wochen da die in den Medien ausgefochten wurde, die wir ja auch schon angesprochen haben. Die machte auch wirklich an den Eindruck auf mich, dass wirklich also so viele Leute von den äh aus der Urheberseite, ja, die es ja eigentlich gehen sollte. Überhaupt gar nicht verstehen, was da vor sich geht.
Linus Neumann
Nee, das tun sie auch nicht, aber die die also die die Begründung, geh mal Mitglied zu werden, ist ähm schon relativ klar, weil ähm, Also mir kann da eigentlich nichts passieren, außer dass die für dich Inkasso machen und dir Kohle überweisen.
Tim Pritlove
Kann, dir kann auch passieren, dass sie dir halt keine Kohle überweisen.
Linus Neumann
Ja, dann hast du eben kein.
Tim Pritlove
Im Prinzip sehr wohl gehört wirst und deine Musik genutzt wird, also der eigentliche Anspruch mit wenn mein Zeug genutzt wird, dann werde ich als Urheber auch vergütet, der stimmt ja so nicht. Also der ist für manche vielleicht wahr, ja, aber die meisten werden äh manche werden übervergütet und die meisten werden wahrscheinlich chronisch untervergütet.
Linus Neumann
Ja, ja, genau, ja, klar.
Tim Pritlove
Warum sollte man sowas toll finden?
Linus Neumann
Besser weiß.
Tim Pritlove
Ja ja. Ja.
Linus Neumann
Ja und ähm da da arbeitet die Gamer ja jetzt gerade dran, das zu ändern und äh das machen sie, wie gesagt, äh sehr gut, also die Personalie Schlicher ist da ähm, Gold fährt, ja. Übrigens die GEMA-Website funktioniert gerade nicht. Ich wundere mich, woran das wohl liegt. Von hier, ja, die sind also wahrscheinlich grade unter Dedos-Attacke, die Internet äh Bürgerwacht äh, Internetbürgerwehr, rächt sich.
Tim Pritlove
Streamen wir gerade live.
Linus Neumann
Nee, dass ich äh das ging auch, glaube ich, die Tage über Twitter. Aber gerade die Gamer, ja da hatten sie sich ja auch beliebt mitgemacht, ne? Das irgendwie sieht Attacken hatten und dann haben sie da äh Hausdurchsuchungen äh durchführen lassen bei den äh. Bei einigen der IP-Adressen, Inhabern und so. Also die die GEMA ähm Flauschkanone äh feuert aus allen Löchern, ja, also die die machen sich überall beliebt, ja.
Tim Pritlove
Eine gewisse Nervosität ist auf jeden Fall schon zu spüren, ne. Tja, schauen wir mal. Gut, haben wir das Thema durch? Haben wir. Was gibt's denn sonst noch so Schönes.
Linus Neumann
Ja, eigentlich nicht so viel. Kurze Meldung, eigentlich nur Karrelle der EU-Kommissar für Handel. Hat dann äh kurz den, ähm EU-Parlament, welches ja am vierten Juli, der sich ja im Rahmen der nächsten Woche ähm abspielen wird über Acta entscheiden soll, Äh an die hat er sich gewendet und hat gesagt, äh hier, äh übrigens, wenn ihr äh dagegen stimmt, sage ich euch jetzt schon mal, äh dass die Kommission auch weiterhin das derzeitige Verfahren vor dem ähm EuGH verfolgen wird. Und ein negatives Vatum Votum, wird dieses Verfahren vor dem EuGH nicht beenden. Ja, es geht also um die Prüfung der äh mit der mit dem EU-Vertrag Vereinbarkeit, Von Akta, also da da lässt die Kommission dann nicht von ab.
Tim Pritlove
Hat in dieser Karie die Gurt selbst dafür gestimmt oder dagegen? Was macht's?
Linus Neumann
Na ja, ich meine, der wird auf jeden Fall dafür stimmen, ja, der ist ja, der ist der eine der treibenden Kräfte hinter Acta. Und sagt, er geht davon aus, dass das Gericht dann, also der EUGH befindet, dass AKTA äh im vollen Einklang mit den Verträgen der äh Europäischen Union ist und wenn das Gericht diese Entscheidung trifft, denn will er einfach einen zweiten Antrag auf Genehmigung an das europäische Parlament stellen. Ähm.
Tim Pritlove
Einfach so lange abstimmen lassen, bis man das passende Ergebnis äh hat.
Linus Neumann
Ja? Und sagt dann also wörtlich wohl, äh ob das Parlament das in dieser oder der nächsten Wahlperiode äh betrachten wird, nicht also an ihn, ne. Das ist ähm das schon spannend. Also zu sagen, ja okay, übrigens, wenn ihr das ablehnt, dann knalle ich euch das einfach nächste Woche wieder auf den Tisch, ähm das ist eine Taktik ähm.
Tim Pritlove
Wird bestimmt erfolgreich sein, also könnte dann mittelfristig auch zu seiner Absetzung führen, wenn er es da übertreibt, aber ist schwer einzuschätzen.
Linus Neumann
Es ist wirklich ähm fällt mir jetzt nicht mehr viel zu ein, ja. Also so, aber sagen wir's so, ähm er, er nennt das Kind wenigstens beim Namen und ähm sagt, dass es wieder Acta sein wird und dass da auch immer noch Akta dran stehen wird, ja? Das einzige, was äh der Unterschied zu dem, was was grundsätzlich zu erwarten ist, ist ja einfach nur, dass er sogar zugibt, dass weiter Akta dranstehen wird. Was sonst zu erwarten ist, dass man das Gleiche nochmal bekommt und eben was anderes draufsteht. Er will jetzt offensichtlich nur diese diesen, diesen Heckmeck gar nicht machen. Insofern ist er relativ ehrlich, ist er zu erwarten, dass ähm also beobachten wir überall, dass eben ähm die Kämpfe im Bereich der Netzpolitik nicht an einem, mit einer Entscheidung oder mit einer Gesetzesinitiative dann endgültig erledigt sind. Da beobachten wir in allen anderen Bereichen auch, ja? Vorratsdatenspeicherung oder so. Dass der Kram einfach wiederkommt. Und versuchen wir es nochmal, ja. Und da sagt er jetzt auch halt relativ nett von ihm. So und dann gab's noch ähm das Thema hatten wir auch vor einigen Wochen hier schon mal angesprochen, die Störerhaftung. Da haben sich jetzt einige äh Mitglieder des Vereins digitale Gesellschaft, die äh juristisch bewandert sind, zusammengesetzt und einen äh Gesetzentwurf ähm.
Tim Pritlove
Also hier geht's um offenes WLAN, et cetera, wenn eine Kneipe WLAN anbietet, äh haftet sie dafür, wenn jemand darüber irgendeinen Verstoß äh betreibt.
Linus Neumann
Genau. Und äh dieser Gesetzesentwurf soll sich genau dagegen wenden und sagen, okay, hier ähm, ein großer Provider wie T-Mobile oder TR Online oder wie die dann heißen sind natürlich auch von der Haftung für das, was ihre Nutzer machen freigestellt und das möchten wir für die Mini Provider, die ein WLAN irgendwo zur Verfügung stellen. Bitteschön, auch so haben. Es gab vor allem für Privatpersonen ja im Mai zweitausendzehn äh so ein Urteil, Da ging's, glaube ich, um irgendeinen Film oder so. Da hatte eine Frau unbeabsichtigt offenes WLAN. Das war so, Ein unverschlüsseltes WLAN nennt es sich jeder einen anmelden konnte und wo der dann tatsächlich noch vor Gericht eben schuldig beziehungsweise nicht schuldig, aber haftbar für das äh File-Sharing, was dann irgendein Nachbar oder so über ihren über ihren Anschluss gemacht hat, äh wurde sie dann haftbar. Ähm. Jetzt hat äh die sind diesen Gesetzesentwurf veröffentlicht und drangeschrieben, wir schenken ihn der Politik, ähm könnt ihr jetzt so ähm nutzen, das ist also, Das heißt natürlich eigentlich, dass es niemand machen wird, weil es wird ja keine Partei ähm sich vor den Karren spannen lassen. Rechne ich jetzt zumindest mit. Ich glaube nicht, dass eine Partei sagt, super hier die gegessenen Gesetzesentwurf, den den schleppen wir jetzt mal durch. Ähm.
Tim Pritlove
Zeigen, gibt ja genug Gesetzentwürfe von anderen Lobbyorganisationen, die schon so mehr oder weniger übernommen werden, äh ob die entsprechenden Punkt erreicht hat, dass äh äh sei in Frage gestellt. Aber es generell, denke ich, ist das schon mal der richtige Ansatz, weil man ja mit einem Gesetzesentwurf, also ich denke, in Form eines Gesetzesentwurfes etwas vorzulegen, sagt ja, nicht unbedingt, Genauso müsst ihr das machen, sondern A. Wir haben eine relativ klare Vorstellung davon, was eigentlich wirklich falsch ist. Hier haben wir mal in unseren Worten ausgedrückt, wie man es konkret auch richtig tun könnte, dann kann man sich ja über die Details immer noch äh Gedanken machen, aber es ist natürlich ein deutlich konkreterer und von daher eben auch sehr viel ähm, kooperativerer äh politischer Schritt, als wenn man jetzt immer nur sagt, ihr seid alle doof, ähm weil so geht's ja nicht.
Linus Neumann
Und zeigt also der ist auch relativ kurz ähm stößt dann eben die Debatte an und das ist genau recht, dass man in der Saison sagen kann ähm hier wir haben euch mal aufgemalt, wie einfach das geht und das sind irgendwie zwei Sätze, die irgendwo noch mit dabei geschrieben werden müssen und die ähm Telemediengesetz und so weiter, gibt's ja schon. Also ähm. Wäre jetzt kein großer Akt das zu machen. Und dann kommt natürlich die Frage auf ja, aber ähm was ist denn dann los, wenn ähm. Es würde ja die äh Verfolgung von Urheberrechtsverstößen ähm erschweren und da kommt meines Erachtens die relativ sinnvolle Antwort zu sagen, wir wollen doch lieber äh eine kleine Anteil äh urheberrechtsverstöße verfolgt haben, lassen, als das ähm ein Unschuldiger bestraft wird, ja? Und das in dieser Unschuldige ist dann im Zweifelsfall jemand, der entweder wieder besseren Wissens oder aber mit guter Absicht handelt, nämlich, dass er Personen, die vielleicht kein Internet haben oder an dem Ort, an dem sie sich gerade befinden, kein Internet haben, ein solches zur Verfügung stellen möchte, ja. Ähm ich weiß gar nicht, ob ich darüber darauf schon verwiesen hatte, dass es von den, frei funkeln, diese Initiative gibt mit den ich weiß gar nicht wie die hießen diese Boxen. Also die verteilen WLAN-Router haben hundert Stück, verteilen die an Kneipen und so ähm und diese diese Router machen offenes WLAN. Und tummeln dann aber durch einen VPN nach Schweden sodass dann da äh sodass du keine äh Probleme mit der Störerhaftung hast, ja.
Tim Pritlove
Nicht gibt.
Linus Neumann
Nee, das das war jetzt irgend so ein das ist irgend so ein äh VPN Anbieter, ne, gibt's ja relativ viele VPN-Anbieter, die dann als Anonymisierungsdienste fungieren. Ähm und da gab's wohl offensichtlich einen VPN-Anbieter, der gesagt hat, zu diesem Zwecke spende ich euch irgendwie hundert Accounts. Und äh das natürlich auch eine eine technische Möglichkeit der Umgehung, aber es kann's ja letztendlich nicht sein. Also äh dieses Problem, was da mit der jungen Dame besteht, deren offenes WLAN, sie dann letztendlich vor Gericht verlieren lässt, äh, Ein derartiger Umgang mit, sage ich mal, wie gesagt, entweder technischer Inkompetenz oder äh technischem Wohlwollen ähm, sicherlich auch kein, kein gutes Signal.
Tim Pritlove
Ja. Das war's schon, oder? Sonst nichts passiert. Gibt's Ausblicke?
Linus Neumann
Ja, vielleicht zu erwähnen äh Julian Assange, äh Entscheidung ist doch nicht gefallen. Ich hatte ja erst gesagt, dass ich davon ausgehe, dass die dass dass sie bald schon fällt. Ähm aber das sieht jetzt eher wieder nach etwas aus, was relativ lange dauern wird.
Tim Pritlove
Hm. Ähm jetzt sitzt er erstmal da.
Linus Neumann
Jetzt sitzt er erstmal da und.
Tim Pritlove
Botschaft auch in der Lage ist, seine Fernsehsendung zu produzieren.
Linus Neumann
Ja, es ist halt, kommt halt drauf an, wie das mit der Störerhaftung für Botschaften ist, ob der da Internet kriegt oder nicht. Und er hat sich auf jeden Fall auch schon zu der zu der Problematik geäußert, dass ihm irgendwie durchaus einleuchtet, dass er, wenn er den Raum, wenn er da irgendwie versucht, den Raum zu verlassen, dass er wieder in Kennen kommt. Ähm.
Tim Pritlove
Hat er sich dazu geäußert.
Linus Neumann
Ja, hat er so, also sieht er wohl so ein, also den Plan irgendwie da nochmal mit dem Helikopter Verfolgungsjagd oder so. Ähm, Der besteht jetzt erstmal nicht. Hm, also da da bleibt's spannend, ja.
Tim Pritlove
Veranstaltung irgendwas.
Linus Neumann
Ja, ach so, genau, ja, wie gesagt, am vierten ist die Akte-Abstimmung, da wird dann jetzt auch eingeladen zum, äh, Abend, bei grill und alkoholisch und Kaltgetränk den Etappensieg zu feiern. Am vierten, ja.
Tim Pritlove
Mhm. Okay. Links in unseren Shownotes. Ne.
Linus Neumann
Ja. Können wir aufhören jetzt.
Tim Pritlove
Der letzte Link direkt neben dem Flatterbutton für für Linus. Wenn Linus, Linus, Linus nimmt es sehr persönlich mit dem Flatterbutton, ja?
Linus Neumann
Also ich mache das hier alles nur aus Spaß und ich möchte, dass dann da wirklich bei dem wenigsten irgendwie eine Zahl ist, wo ich sage, ja guck mal, das ist eine schöne Zahl.
Tim Pritlove
Eine schöne Zahl.
Linus Neumann
Eine schöne Zahl. Und bei meinen Twitter-Followern soll er auch eine schöne Zahl. Ja, da muss auch mehr hin, da ist auch keine schöne Zeit. Sonst bin ich mit allen Sachen zufrieden. Super.
Tim Pritlove
Super. Okay, dann war's das hier. Die launische Ausgabe Nummer dreißig. Bis bald. Tschau, tschau.
Linus Neumann
Tschau, tschau.

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