LNP019 Peak Pirate

Die letzten Tage waren bestimmt von Debatten um Piraten im politischen und urheberrechtlichen Sinne. Außerdem gibt es einen neuen Stern am Himmel der Internet-Vereine: Die CDU stellt das Cnetz vor. Zu Gast ist Gregor Sedlag.

Dauer: 0:56:14

On Air
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Gregor Sedlag

Zu Gast ist Gregor Sedlag, einigen Hörern sicherlich bekannt ist aus den CRE-Episoden zu Perry Rhodan, Retrofuturismus und Poststrukturalismus. Er bloggt unregelmäßig unter phuturama.de.

cnetz

Nach der SPD leistet sich jetzt auch die CDU einen Internet-Verein. Ihm stehen zwei Bundestagsabgeordnete vor, die auch in der Enquête Kommission “Internet und Digitale Gesellschaft” sitzen.

Ausbau der Vorratsdatenspeicherung in UK

Die konservative Regierung unter David Cameron möchte Überwachungsprogramme etablieren, die weit über die momentane Vorratsdatenspeicherung hinausgehen.

Abmahnungen wegen offener WLANs in Cafés

Es häufen sich Fälle von Abmahnungen an Café-Besitzer, die ihren Gästen die Nutzung des WLANs ermöglichen.

Astroturfing oder Plagiat bei “Kunst hat Recht”

Die Forderungen von „Kunst hat Recht“ entpuppen sich als wörtliche Kopie aus einem Papier, das bereits Mitte 2010 von der „Plattform geistiges Eigentum“ erstellt wurde.

51 Tatort-Autoren gegen 51 Hacker

In einer recht offensichtlich orchestrierten Aktion wandten sich 51 unterzeichnende Drehbuch-Autoren an “Grüne, Linke und Netzgemeinde” die mit einer Fülle an “Lebenslügen” brechen sollten.

Die allgemeine Großpiratenlage

Nach einigen Medienauftritten, denen großes Interesse zuteil wurde, scheinen einige Piraten eine Entfernung von ihrer politischen Kultur zu sehen, auf die sie sich jetzt zurückbesinnen wollen, argumentiert unser Gast Gregor Sedlag.


In Zusammenhang mit dieser Ausgabe stehende Folgen

35 Gedanken zu “LNP019 Peak Pirate

  1. Pingback: logbuch netzpolitik: Der ganz normale Wahnsinn | die Hörsuppe

  2. Hm, Christopher Lauers Auftritt bei Stuckrad-Barre als Galavorstellung auszulegen… vorsichtig gesagt: Mir hat sich das völlig gegenteilig dargestellt. Die Verhaltensabsicht, die ja der Meinung dafür zugrunde liegen muss, habe ich ggf. beim konsequenten Ketterauchen entdecken können, der Rest schien von Unwillen und Ablehnung getragen.

  3. Das interessante Argument im Gespräch für mich (um 1h12) – ich glaube von Linus – war dass, wenn die Piraten zeigen könnten, wie sinnlos es ist, in den Talkshows zu trollen, und stattdessen wieder mehr Interesse auf parlamentarische Debatten lenken würden, sie trotz scheinbarer Inhaltsfreiheit sogar dem demokratischen System einen guten Dienst leisten könnten, unabhängig davon ob und wie der momentane mediale Hype weitergeht.

  4. 1:26h – uuh lang…passt…
    aah 3 hallos…ein gast….deshalb die länge…
    oh gregor…. goil

    ..nur 1.5h ?

    schöne folge,danke :)

  5. Sehr toller Podcast, leider vergesse ich viel zu häufig auch zu kommentieren.

    Zum Thema Lauer im TV bin ich anderer Meinung. Während mir Christopher Lauer an sich sehr sympathisch ist und sein Engagement und seine Kompetenz in seinen veröffentlichten Artikeln und Podcasts wie WRINT sehr gut zum Vorschein kommt, sind meiner Meinung nach viele seiner TV Auftritte unmöglich.

    Angefangen mit dem Morgenmagazin vor einiger Zeit ( http://teile.es/10b ) über Illner bis hin zu Stuckrad Late Night. Sicherlich, die Personen, die Lauer schon kennen, sehen auch wenn er, wie ihr so schön sagt, trollt.

    Ich bin mir aber relativ sicher, dass viele andere, insbesondere Personen älteren Semesters, seine Verhaltensweise als inkompetent und unhöflich bewerten und somit die Piratenpartei für diese Menschen auch unwählbar wird und Schaden erleidet.

    Ich will ja nicht sagen, dass ich es besser könnte oder das ich das bisherige Politikergeschwafel im TV für gut befinde, aber bei solchen zuschauerreichen Auftritten, sollte man doch schon etwas seriöser daherkommen.

  6. Da bin ich ja freudig gespannt auf diese LNP-Folge. Dass eine Poststrukturalismus-Fortsetzungsfolge bei CRE, wie sie am Ende der ersten in Aussicht gestellt wurde, auch weiterhin auf der Wunschliste steht, sei bei der Gelegenheit auch gleich noch mal erwähnt.

  7. Prof. Thomas Hoeren hat eine sprachliche Analyse des offenen Briefes verfasst.
    “Ich frage mich schon seit langem, warum die meisten Tatortkrimis im Ersten langweilig sind. Man wittert schlechte Drehbücher mit unglaubwürdigen Plots, hölzernen Dialogen und diffusem Handlungsstrang
    […|
    Aber sieht man sich die zahlreichen Stil- und Grammatikfehler in der Pressemitteilung zum “Brief” an, ahnt man, was beim Tatort u.a. falsch läuft.”

    Warum Tatort-Krimis immer schlechter werden: Der offene Brief der Drehbuchautoren

    http://blog.beck.de/2012/03/30/warum-tatort-krimis-immer-schlechter-werden-der-offene-brief-der-drehbuchautoren

  8. Pingback: CRE192 Poststrukturalismus 2 | CRE: Technik, Kultur, Gesellschaft

  9. Die Änderung des Titels führt auch dazu das mein Podcast Player die gesamte Folge noch mal heruntergeladen hat, das sollte man vielleicht künftig vermeiden ;)

  10. Pingback: LNP020 Die Achillesferse | Logbuch:Netzpolitik

  11. Pingback: linus neumann podcast: shiny new acronyms | die Hörsuppe

  12. Die von Gregor aufgeworfene Frage, warum die Piraten es bei der Europa- und Bundestag 2009 sowie der NRW-Wahl 2010 nicht über zwei Prozent gebracht haben, stelle ich mir auch oft. Das Empörungs- und Mobilisierungspotenzial sollte wie im Podcast angesprochen auf der Zensursula-Welle eigentlich im Frühjahr/Sommer 2009 am höchsten gewesen sein. Damals reicht es aber nicht für den Sprung über die 5-Prozent-Hürde. Was hat sich zwischen Mai 2010 (NRW-Wahl 0,9 Prozent) und September 2011 (Berlin-Wahl) geändert? Mich hätte Eure Einschätzung dazu interessiert.

    • Ich denke dass damals™ die Piraten noch eine “reine Netzpartei” waren und sich gegen den Nischenpartei-Vorwurf nicht ausreichend öffentlichkeitswirksam positionieren konnten.

      In der Zwischenzeit hat die Partei sehr stark daran gearbeitet, ein Gesamtkonzept vorzustellen. Auch waren damals™ die alternativen Ansätze zur Politikgestaltung, Entscheidungsfindung noch nicht der breiten Masse der Wähler bekannt/verständlich/beliebt.

      Was die Piraten in Berlin über die 5% gehoben hat, war die große mediale Ankündigung, dass sie es schaffen könnten. Das hat all jene mobilisiert, die ihre Stimme nicht an eine <5%-Partei "wegwerfen" wollten. Somit war dann der Damm gebrochen (der sich übrigens gerade für die FDP zu schließen scheint ;-)

      Auf jeden Fall haben die Piraten Berlins Herzen nicht in erster Linie mit netzpolitischen Themen gewonnen.

      Siehe auch.

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