LNP226 Merkelsche Rück

Nachtrag G20 — Mexiko — Türkei — Katar — Venezuela

Nach einer kleinen Zusammenfassung des Nachhalls zu unserer letzten Sendung, die sich ausführlich mit den Einschränkungen des Demonstrationsrechts zum G20-Gipfel beschäftigt hat, wird es dieses Mal eher international. Wir blicken kurz auf allerlei Beunruhigendes in Mexiko, der Türkei, Katar und Venezuela.

Dauer: 1:05:30

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Feedback G20

Mexiko

Erdoğan klinkt sich ins Telefonnetz ein

Inhaftierte Menschenrechtler in der Türkei

Katar Hack

Venezuela


In Zusammenhang mit dieser Ausgabe stehende Folgen

13 Gedanken zu „LNP226 Merkelsche Rück

  1. Zur Versicherungsfrage: Man könnte ja fast darauf kommen das man diese sehr “öffentlichkeitswirksame” Zusage der Schadensübernahme aus Wahlkampfgründen erfolgt ist… Wenn das im Vorfeld schon bürokratisch geregelt wäre, wäre es ja langweilig.

    Und Ja, Brandschäden sowie Glasbruch sind Teilkaskoleistungen. Aber NUR wenn der Schaden NICHT durch Vandalismus zustande kam. Das ist der Knackpukt. Kabelbaumbrand wird bezahlt, Bengalo auf dem Sitz nicht.

  2. Zu der Eskalation bei G20 lässt sich noch ergänzen:

    Christiane Schneider (Linksfraktion Hamburg) am 12.07.2017 in der Hamburger Bürgerschaftsdebatte: 06:57 “Ich kritisiere das Sicherheitskonzept. Und ich war im Innenausschuss die Einzige, die darauf aufmerksam gemacht hat, dass laut Polizei 24 Hundertschaften fehlen. Die anderen Fraktionen, auch die CDU, haben sich dafür nicht interessiert.”
    https://youtu.be/O0uJUNzYML4?t=6m57s
    Also waren zu wenig Polizisten im Einsatz, bekanntermaßen. Und das hat dazu geführt, dass die Polizisten vor Ort völlig überlastet und übermüdet waren, was eine zusätzliche Erklärung der rechtswidrigen Polizeigewalt ist. Diese Überlastung wurde durch die politische Führung in Hamburg also mindestens in Kauf genommen.

    15.07.2017: Stellungnahme von Gewerbetreibenden aus Hamburg: “Es war eher die Mischung aus Wut auf die Polizei, Enthemmung durch Alkohol, der Frust über die eigene Existenz und die Gier nach Spektakel – durch alle anwesenden Personengruppen hindurch –, die sich hier Bahn brach.”
    ” Wir leben und arbeiten hier, bekommen seit vielen Wochen mit, wie das „Schaufenster moderner Polizeiarbeit“ ein Klima der Ohnmacht, Angst und daraus resultierender Wut erzeugt.”
    “Wir hatten als Anwohner mehr Angst vor den mit Maschinengewehren auf unsere Nachbarn zielenden bewaffneten Spezialeinheiten als vor den alkoholisierten Halbstarken, die sich gestern hier ausgetobt haben.
    Die sind dumm, lästig und schlagen hier Scheiben ein, erschießen dich aber im Zweifelsfall nicht.”
    https://www.facebook.com/CantinaPopularHamburgo/posts/2009834439251557

  3. Dankbar bin ich Euch für die Berichterstattung und Kommentierung von Polizeigewalt bei den G20-Protesten in Hamburg. Das ist ein wichtiger Baustein, um den gesamten Gipfel besser beurteilen zu können. Dennoch fehlt mir die Auseinandersetzung mit linker Gewalt. Darüber wird zu leichtfertig hinweggesehen und reflexartig mit dem Finger auf andere gezeigt. Da verliert man sich in ungenauen Schilderungen über die Erstattung von ausgebrannten Autos durch Versicherungen als der Gewalt-Motivation eines nicht zu beruhigenden Mobs nachzuspüren.

    • Ich wundere mich nach dieser WOCHE der Berichterstattung, wie es dir ernsthaft noch nach einer Auseinandersetzung mit diesem Thema dürsten kann.
      Ich könnte dir eine Reihe an Publikationen “empfehlen” wo du dein Bedürfnis stillen kannst. Fange doch bei einer beliebigen Tageszeitung oder einem Fernsehsender an. Wenn du härteren Stoff brauchst, taste dich in Richtung Bild oder Focus vor, die haben für jeden was.

      • Mir geht es nicht um die einschlägigen Berichterstattungen seriöser oder unseriöser Tageszeitungen – die habe ich schon mitbekommen. Dort finden sich nur Debattenansätze. Gern würde ich die Diskussion mit denjenigen führen, die allzu reflexhaft die Polizei im Verdacht haben und zu schnell über die Gewalt des Mobs hinweggehen. Es ist schon fast langweilig, dass ihr auch in eurem Podcast nicht aus diesem Muster ausbrechen könnt. Ihr überlasst die Diskussion Blättern wie Bild oder Focus, in dem ihr nur wieder eure ganze Kritik an der Polizei oder “den Politikern” niedergehen lasst.

  4. Moin Linus, ich möchte klarstellen das mein Kommentar bezüglich -entglasen- in keinster Weise eine Sandwich Taktik ( ich glaube so hast Du es genannt) darstellt oder eine sonstwie versteckte Kritik.Ich fand es wirklich einfach nur lustig und bin jetzt erschrocken darüber zu hören wie viele ancheinend tatsächlich Probleme mit diesem Wort hatten.
    zu Mexico möchte ich allen u.besonders dir als Psychologen die Doku “Cartel Land” empfehlen.Zum erstenmal jetzt auf Netflix gesehen und muss seit Tagen daran denken.Aber wahrscheinlich war ich wieder der letzte der die noch nicht kannte.

    • Moin, das mit dem Sandwich war nicht spezifisch an dich gerichtet – wir hatten ja weit über 100 Kommentare, wenn ich mich recht entsinne.
      Ich meine mich auch zu erinnern, dass du nicht der einzige warst, der auf diese Begriffe einging.

  5. Danke das du die anderen Meinungen nicht nochmal im Podcast kommentierst. Als jemand, der auch mal mit großer “Fresse” unterwegs ist, kann ich das nur begrüssen.

    • Meinungen kommentieren wir ja sehr wohl, aber wir koppeln sie nicht an Personen, um die dann bloßzustellen, vereinfacht wiederzugeben, o.ä., sei es auch einfach nur, unseren “Heimvorteil” zu nutzen.

  6. Bin froh, über eure Berichterstattung zum G20. Nur zu dem Kommentar , dass die Polizei der Presse (oder Privatpersonen) die Kamera aus der Hand geschlagen hat bzw. massiv gegen die Presse vorgegangen ist, möchte ich ergänzen, dass ich wenigstens 2 Aufnahmen im Netz gesehen habe, bei denen Randalierer das Gleiche gemacht haben. Auch hier gab es eine vollkommen unnötige Enthemmung. Natürlich möchte man sich nicht beim Steinewerfen filmen lassen; aber sowas sollte man wohl eh generell besser unterlassen.
    Und mir ist gerade aufgefallen, dass die Vermummung in Deutschland wohl sogar eine Straftat ist (außer in SH). Schande!!
    Weiß nicht, ob das nicht als Ordnungswidrigkeit kommuniziert wurde. Bin generell gegen dieses Verbot, ist aber vlt. ein Punkt.
    Vielen Dank für euer Engagement und die vielen schönen und interessanten Stunden!

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