LNP300 Valium und Vodka

Die Aufzeichnung unserer Jubiläumssendung aus dem Babylon in Berlin

Nun ist es also soweit: wir haben dreihundert Sendungen zusammen. Gemeinsam mit rund 400 Gästen haben wir das Ereignis im Babylon in Berlin gefeiert und dabei zwei interessante Gäste auf die Bühne zum Gespräch geladen.

Cesy Leonard ist Künstlerin und Filmemacherin. Sie rappte in der Stuttgarter Frauen-Crew “No Frills” und machte durch Graffiti-Kunst auf sich aufmerksam. Diese und andere Erfahrungen führten sie 2010 zum Zentrum für Politische Schönheit, wo sie als Chefin des Planungsstabs agiert. Wir sprechen mit Cesy über ihren Blick auf die Gesellschaft, Kunst und Aktivismus.

Klaus Landefeld ist ein Netzwerker der ersten Stunde und war schon in der 80er Jahren mit dem Aufbau der ersten Netzstrukturen in Deutschland beschäftigt und gehörte auch zu den ersten, die in den 90er Jahren Firmen für den Zugang zum Internet aufbauten. Seitdem ist er in zahlreichen Funktionen in unzähligen Organisationen tätig gewesen und noch tätig und vor allem in seiner Rolle des Vorstands “Infrastruktur und Netze” des eco e.V. (Verband der Internetwirtschaft) bekannt. Klaus ist darüberhinaus engagierter Gegner der Überwachung und bringt sich als Sachverständiger im Bundestag und vielen anderen Gelegenheiten aktiv ein. Mit Klaus sprechen wir über seine Erfahrungen in der alltäglichen netzpolitischen Auseinandersetzung und wohin die Reise seiner Auffassung nach geht.

Dauer: 2:02:14

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Verwandte Episoden

Hier das Interview mit Cesy im Video:

Und hier das Gespräch mit Klaus Landefeld:


In Zusammenhang mit dieser Ausgabe stehende Folgen

13 Gedanken zu „LNP300 Valium und Vodka

  1. Dankeschön für die tolle Show und die unterhaltsame Aufnahme! Auf die nächsten 300 geilen Folgen :)
    Ich habe eine kleine Frage,
    Könntet ihr eventuell eine noob liste veröffentlichen? Ihr könnt Komplexe Technische Dinge, sehr anschaulich und lustig erklären.
    Es gibt auch ältere Menschen die am Netz teilhaben möchten und sehr interessiert sind, nur große Ängste und Hürden in der Wahl der Programme haben.
    Deswegen wäre eine einfache Liste in welcher die ganzen Dinge möglichst aufeinander aufbauend oder erklärt welches tool, warum in welcher Reihenfolge sinnvoll sind. :)
    Ich tu mein bestes und trage so viel es geht an interessierte Menschen, doch sind schnell die Schotten dicht wenn ich einer 65 Jährigen erkläre welchen Passwort-Manager sie nutzen sollten und warum. :) Ihr habt das um Welten besser drauf. In den 300 Folgen habt ihr jedes Thema mehrfach aufgegriffen.
    Router , Verschlüsselung, Backups, Virtuelle Maschine, Browser, Plugins, e-mail, Passwort Manager, save use und Nutzer verhalten.
    Das wird bestimmt nicht alles in eine Folge Passen. Eine Empfehlung ohne Werbung zu machen darum geht es ja garnicht, nur eine Empfehlung und eventuell eine vertragliche Quelle. Ich hoffe nun nicht vor noobigkeit in der Luft zurissen zu werden. Aber habe leider noch keine gute Liste die aktuell ist gefunden. Ihr seid auch so mega geil. Aber eventuell könnte man so dem nicht nerd das Thema nahe bringen.
    Danke nochmals für 300 unglaubliche Folgen!

    Rechtschreibfehler sind durch den Künstler geschützt.

  2. Guten Morgen Linus, guten Morgen Tim.
    Auch aus dem Norden eine großes Dankeschön für euren Spitzen-Podcast: Danke!
    Bei dem Gespräch mit Klaus wurde leider etwas viel über die Vergangenheit gesprochen, und endete ja leider auch etwas deprimierend, aber so ist das halt. Sonst hätte der Abend bestimmt noch zwei Stunden länger gehen müssen. Ich würde mir sehr gerne eine Fortsetzung mit Klaus wünschen, also ab dem Punkt wo das Gespräch geendet hat. Vielleicht passt es ja mal.
    Freue mich auf das Duell-Video & viele weitere Folgen LNP.
    Auf bald.

  3. Hallo liebe Netzpolitikler,

    vielen Dank für 300 Episoden Podcast. Ihr leistet hier wichtige Arbeit, sowohl informierend, aufklärend als auch unterhaltend. Dafür Hut ab.
    Auch die Aktionen des ZPS sind größenteils toll und trollen in bemerkenswerter Weise die Gesellschaft.

    Allerdings kann ich der Verharmlosung von “Kunst” auf fremdem Eigentum, dem Ihr über zehn Minuten mit kaum verstecker Anerkennung gewidmet habt, in keinster Weise zustimmen. Ob die erzeugten Inhalte Kunst sind, muss man nicht mehr diskutieren, wenn sie fremdes Eigentum bis zur Unbrauchbarkeit beeinträchtigt. Niemand möchte mit einem Zug fahren, durch dessen Fenster man nicht mehr durchschauen kann, und für den Künstler irrelevante Dinge wie “25 t Knorr GPR-Mg”, die auf den Fahrzeugen drauf stehen, muss der Betriebseisenbahner unbedingt wissen um das Fahrzeug sicher fahren zu können. “Ehrenamtlich” lackierte Züge erzeugen jeden Monat sechsstellige Schäden. Diese Geldbeträge könnte man auch für Reparatur von Schulen oder ein attraktiveres Verkehrsangebot ausgeben, damit mehr Leute vom Auto auf die Bahn umsteigen.

    Das als “ehrenamtliche Kunst” zu bezeichnen, entwertet die heutige Arbeit von Künstlern _und_ von den Ehrenämtlern, die sich z.B. um alte Leute kümmern oder das Vereinsleben örtlicher Sportvereine schmeißen.

    Wie würdet Ihr Euch fühlen, wenn über nacht jemand Euer Auto oder das Firmenschild der Metaebene “ehrenamtlich lackiert”? Warum macht das eigentlich niemand? Warum meinen die Leute, Züge wären legitimes Medium für “Kunst”? Warum mietet niemand einen Zug, um darauf seine (dann wirkliche) Kunst anzubringen und sie mal länger als einen halben Tag durch die Öffentlichkeit fahren zu lassen?

    Wenn der Eigentümer des Fahrzeuges möchte, dass es in weiß mit roten Streifen durch die Gegen fährt, dann sollten Künstler das respektieren. Sonst ist es nämlich keine Kunst mehr.

    Die Freiheit der Kunst endet wo das Eigentum anderer beginnt.

    • Also ich fahre eigentlich ganz gerne mit bemalten Zügen. Oder freue mich, wenn einer in den Bahnhof einfährt.
      Meine Meinung: Die Welt ist so zugepflastert mit Werbung und anderer visueller Belästigung, da sind ein paar bunte Zeuge eine willkommene Ausnahme.

      Das “ehrenamtliche U-Bahn lackieren” ist natürlich ironisch gemeint (inklusive einer gewissen Sympathie und klammheimlichen Freude) – Sollte man eigentlich auch raushören/rauslesen können.

      Und der Punkt, dass die Entfernung von Graffiti Geld kostet, dass man auch für Schulen oder ein besseres ÖPNV-Angebot ausgeben könnte ist absoluter Mumpitz.

      Bildungspolitik ist ein komplett anderer Haushalt, da wird nichts hin und hergeschoben oder gegengerechnet.
      Und wenn man schon so argumentieren will, dann lieber gleich richtig: Rüstungsetat streichen (33 Mrd. € jährlich), Verwaltungsaparat der Agentur für Arbeit zurückbauen – Schluss mit der Gängelung von Arbeitslosen durch die Ämter (knapp 10 Mrd. € jährlich): Geld in Bildung, gute Universitäten und eine vernünftige Rente stecken – Fall erledigt.
      Aber das ist wahrscheinlich auch schon wieder falsch.

  4. tolle Folge mit interessanten Gästen, Danke ! genau die richtige Unterhaltung im Ohr für den gestrigen Schlechtwetter-Spaziergang.

  5. Mit den Durststrecken und den stupiden Arbeiten beim Aktivismus (Hacken inklusive) ist das ja auch ein bisschen wie beim Züge malen: Das ist eigentlich eine ziemlich sichere Sache, wenn man seine Hausaufgaben macht. Kenne viele Geschichten von Leuten, die Tag und Nacht Zuganlagen beobachten, die Abläufe studieren, alle Sicherheitsmechanismen kennen, Nachschlüssel haben, das komplette ÖPNV-Netz kennen, etc um ganz genau zu wissen, welcher Zug wann wo steht und man 15 Minuten Zeit um den zu bemalen.

    Wen es interessiert, bei Metrolaut gab es mal ein tolles Interview mit einem Trainwriter: https://www.metronaut.de/metrolaut-spezial-zuege-anlacken/

  6. Züge vollsprayen ist komplett daneben. Wundert mich, dass die Frau das noch nicht als Jugendsünde erkannt hat und das öffentlich rumerzählt.
    Ansonsten: Interessante Sendung. Danke!

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