LNP319 Der Kapitalismus fickt immer in beide Richtungen

Feedback — Österreich: Ibiza, AMS-Algorithmus, Post-Skandal — Facebook — Twitter — EU: Neue Legislatorperiode, neue Kommission und Parlament, geplante Gesetze

Heute gibt es mal wieder richtig was auf die Ohren: da sich so einiges angestaut hat hauen wir eine extra lange, aber trotzdem unterhaltsame Sendung raus und gehen mit Thomas noch mal die Auswirkungen der österreichischen Ibiza-Affäre und des Post-Skandals durch. Außerdem widmen wir uns ausführlich der anstehenden Bildung der neue EU-Kommission,der Struktur des neuen EU-Parlaments und dem Plänen für erste Initiativen für neue Richtlinien und Verordnungen. Außerdem sprechen wir über das im politischen Kreuzfeuer stehende Facebook und seine Kämpfe gegen Hacking Companies. Dazu eine Menge Feedback, insbesondere zum Dauerbrenner-Thema Wahlcomputer bzw. Online-Voting.

Dauer: 2:51:33

On Air
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50 Jahre Internet

Feedback: Staatstrojaner Paranoia

Feedback: Wahlcomputer

Feedback: Briefwahl vs. Onlinewahl

Feedback: Onlinewahl der Gesellschaft für Informatik

WhatsApp klagt gegen NSO

Facebook, Twitter und die Politik

Twitter bannt politische Werbung

Facebook erleichtert Zusammenarbeit mit Behörden

e-evidence

Österreich: generelle Situation nach Ibiza

Österreich: AMS Algorithmus

Digitalgipfel

Russland macht Internet dicht

Neue EU-Legislaturperiode und geplante Gesetze

Netzneutralitätsreform

Österreich: Post Datenskandal

epicenter.works sucht Copyright Campaigner

Reporter ohne Grenzen sucht Referent/in für Internetfreiheit in Berlin

Termine

Bremen, 22. bis 24. November 2019: FIfF-Konferenz 2019

Wien, 7. November 2019: 40. Netzpolitischer Abend

Bonus Track

35 Gedanken zu „LNP319 Der Kapitalismus fickt immer in beide Richtungen

  1. Hallo ihr Lieben

    Danke für die Beantwortung meiner beiden Fragen in der Sendung. Leider war die Antwort zum Staatstroyaner etwas spärlich und widersprach sogar euren Ausführung in der nachfolgenden Sendung.

    Klar, wenn ich keinen Dreck am Stecken hab, muss ich mir über den Staatstroyaner auch keinen Kopf machen. Das folgt so ungefähr der Argumentation: “Mit Überwachung habe ich kein Problem, ich hab ja nix zu verbergen.” Witzig ist ja, dass ihr dann in der Sendung genau zu meiner Frage den Use-Case liefert, nämlich die Schwachstelle in Whatsapp, Verkauf solcher Schwachstellen als Staatstroyaner und damit die potentielle Überwachung von Journalisten (letzteres eure Worte). Daher ist meine Frage also durchaus berechtigt, oder?

    Wichtig war mir vor allem das technische Verständnis dafür, wie Staatstroyaner funktionieren und potentiell verteilt werden können. Das habt ihr wiederum zum Glück sehr gut beantwortet mit der Erwähnung der Whatsapp Schwachstelle. Danke auf jeden Fall dafür. D.h. dann, dass Staatstroyaner potentiell eher solche existierenden Schwachstellen ausnutzen werden und weniger als Anhang in Emails wiederzufinden sind. Seht ihr darüber hinaus weitere Möglichkeiten?

    Dank & LGA

    • Ich sehe da ebenfalls einen interessanten blinden Fleck bei Logbuch Netzpolitik. Seit so vielen Jahren erklären sie “uns”, dass der real existierende Staat uns wieder und wieder und wieder in die Pfanne haut. Jedes Jahr mehr und, wenn die Protestbewegungen ausnahmsweise Erfolg haben, versucht er es ein Jahr später unter neuem Namen erneut. Siehe Vorratsdatenspeicherung, siehe Überwachungskameras, siehe Internetzensur. Und dann folgt aus heiterem Himmel doch immer wieder der Rückfall in Muttis Schoß, der Staat ist ja doch ein lieber, solange nur “die Rechten” nicht dran kommen. Also ich finde das zunehmend irrational. Der Tim geht inzwischen sogar soweit, dass freie Meinungsäußerung nur noch für “die Rechten” gut ist. Hä? Wie bitte? Was passiert hier? Trotzdem noch immer eine hörenswerte und lehrreiche Sendung. Grüssings…..

    • Andi. Es gibt 1.2 Millarden Whatsapp-Nutzer und die NSO group hat 1.400 Accounts via Whatsapp gehackt. Die Wahrscheinlichkeit, dass du dabei bist, liegt bei p=0,000001. Außerdem müsstest du sich zur Zielperson eines der autokratischen Regime gemacht haben, für das die NSO group arbeitet. Bitte komm von diesem Dampfer runter.
      Wie Schwachstellen und Exploits funktionieren, erklären wir regelmäßig. Und wir erklären auch regelmäßig, welchen tatsächlichen Risiken du ausgesetzt bist.

      • Das ist aber nur die rechnerische Wahrscheinlichkeit. Die reale Wahrscheinlichkeit hängt dann doch eher mit Andis Lebensstiel zusammen. Also ich würde mir Sorgen machen ;-)

    • Hi Andi,
      also zum Thema AOSP: Lineage OS hat schonmal den Vorteil seine Updates und ZIP Pakete zu signieren, die meisten anderen alternativen Androiden Betriebssysteme machen dies nicht und sind somit schlicht nicht vertrauenswürdig! Leider ist es aber so, dass wenn man sich die Kernelcommits bei Lineage anschaut schnell Ernüchterung auftritt, da es viel zu wenig Beitrag der Lineage Community in der Kernelentwicklung gibt (vermutlich auch das Verständnis). Auch sind für die meisten Geräte die Kernel sehr alt was schlecht ist, da diverse Sicherheitsmaßnahmen in neueren Kernel zur Verfügung stehen und man nicht davon profitiert. Dies ist auch der Firmware bzw. verbauten Hardware geschuldet. Die Entwickler der Hardware stellen irgendwann schlicht keine Updates mehr zur Verfügung. Da helfen dann auch regelmäßige Updates der Software nicht viel, wenn die Lücken in der Firmware sperrangelweite Einfallstore reißen. Hier ist neben Apple nur die Google Pixel Reihe (ab Nexus5X dort aber nur rudimentär) mit Firmwareupdates abgesichert, was die Sicherheit enorm steigert. Außerdem besitzt nur Apple und die Google Pixel Reihe eine Hardwareisolierung, die den Namen auch verdient, denn das Modem sollte tunlichst vom CPU getrennt sein (alte Samsung Exynos von ca. 2010-2014 auch), der Rest ist ein Albtraum in diesem Bezug. Die einzige AOSP Alternative in Bezug zu Sicherheit, wenngleich alpha ist Graphene OS, nicht nur wegen der Snowden Empfehlung. Dort wird auf Pixels die Google Play Services entfernt, aber die Updates fürs Pixel integriert und eben auch kein Root zugelassen, da dieses das Sicherheitsmodell von Android löchrig macht. Zudem kommt noch einiges an Sicherheitstools dazu wie hardened malloc oder Attestation App.
      Google und Apple bleiben natürlich Wanzen, da es Patroit Act und andere Vereinbarungen gibt, um mit den US Geheimdiensten zusammen zu arbeiten. Auch wenn der Ansatz von GrapheneOS super ist, da Google entfernt wurde, so ist ein großer Teil des Betriebssystems bei allen AOSPs von einer Firma, die mit den Geheimdiensten zusammen arbeitet und entsprechende Lücken können auch in open source versteckt sein. Beispielsweise haben alle Androiden gemeinsam, dass wenn du diese mit WLAN verbindest, zu Google Daten über deine Location schicken egal welches AOSP du verwendest (außer Replicant). Klar mit Root und etwas Terminalmagic kann man das verhindern, aber einfach die Tatsache, dass das in das System gebacken ist, bedeutet schlicht zusätzliche mögliche Unwegsamkeiten.
      Klar du hast Linus gefragt, aber ich bin mal so unverschämt und steuer mal was bei…

  2. Ich war schon ein paar Mal Wahlvorstand (die offizielle Bezeichnung für Wahlhelfer) in einem sog. Briefwahlbezirk. Da zählt man die Stimmzettel aus, die per Post reinkommen. Das eigentliche auszählen läuft exakt genauso ab, wie die Auszählung der normalen Wahlbezirke. Der Unterschied ist nur, dass man vorher eben nicht den normalen Wahlvorgang bewacht, sondern einige Kisten mit Briefen bekommt. Das sind dann die originalverschlossenen Wahlbriefe wie sie vom Wähler reinkommen, die werden vom Wahlamt nur nach dem außen aufgedruckten Wahlbezirk sortiert. Die äußeren Umschläge öffnet man dann, prüft die innenliegenden Wahlscheine, und wirft dann die inneren Umschläge in eine Wahlurne, genauso wie bei der normalen Wahl. Um 18 Uhr wird dann die Urne geöffnet und normal ausgezählt. Der gesamte Vorgang ist öffentlich, d.h. du kannst dich entweder bei der Gemeinde als Wahlhelfer melden und da selber mitmachen, oder einfach vorbeikommen und zuschauen.

    Das Verfahren ist sehr detailliert beschrieben in den Leitfäden für Wahlvorstände, die man als Wahlhelfer bekommt, z.B. hier für eine OB-Wahl in Wiesbaden – ab Seite 81 sind die Hinweise zur Briefwahl zu finden: https://www.wiesbaden.de/medien-zentral/dok/rathaus/Leitfaden_online_komplett.pdf#page=81&zoom=auto,-207,751

    • Als Ergänzung dazu:

      Hier in München werden alle Briefwahlstimmen in einer Halle (bzw. benachbarten Messehallen) nebeneinander ausgezählt. Für einen Beobachter also ein praktischer Ort, um auf einmal mehrere Auszahlungen zu beobachten. Ein wenig Beobachtung findet auch durch benachbarte Tische und Mitarbeiter der Stadt, die das organisieren statt. (Die allerdings alle beschäftigt sind)

      Im Bereich der Auszahlung würde ich Briefwahl fast besser ansehen als im Wahllokal, wo die auszähler isolierter sind.

      Jedoch hat die Briefwahl Probleme:
      – Es ist nicht sicher, dass der Wähler frei war, als er den Stimmzettel ausgefüllt hat. Im Wahllokal garantiert das der Wahlvorstand.
      – Es ist nicht sicher, dass der Wähler im geheimen abstimmen konnte. Auch das macht im Wahllokal der Wahlvorstand. (Wegen der beiden Punkte achtet ein guter Vorstand darauf, dass das alte Ehepaar (“Wir haben keine Geheimnisse voreinander und es ist ja so viel Andrang”) hinter getrennten Sichtblenden abstimmen und Kinder nicht mit hinter die Blende gehen (Kindermund tut Wahrheit kund – “Hat dein/e Mama/Papa ganz oben angekreuzt?” – “Nein!” – auch ohne lesen zu können)
      – Und es ist nicht sicher, dass die Wähler gleiche Informationsmöglichkeit hatten (was ist, wenn zwei Tage vor der Wahl der beliebte Spitzen-/Direktkandidat stirbt oder rein Skandal aufgedeckt wird? – was wir nicht hoffen)

      Zumindest für erstere Punkte gibt es die Möglichkeit Briefwahl im Rathaus vorab zu machen. Da kann man vor Ort ankreuzen und ein Verwaltungsmitarbeiter kann sicher Wahlgeheimnis sicher stellen. Ist natürlich mehr Aufwand (Öffnungszeiten etc.) als Briefwahl zu Hause.

      • Als Ergänzung der Ergänzung dazu:

        Hier in Niedersachsen, muss man seinen Wahlbrief nicht zwangsläufig per Post losschicken, der Brief kann jede*r in seinem Briefwahlbüro(z.B. bei der Gemeinde) abgeben werden oder mit den Wahlschein am Wahlsonntag noch wählen gehen(natürlich kann man seine Stimme nur einmal abgeben).

        Da ich mal als Briefwahlengel bei einer ländlichen Kommunalwahl dabei war, weiß ich das die Briefwahl auch in kleinen Dörfern attraktiv ist. Allerdings haben sich bei mir im Ort die Ergebnisse der Briefwahl, ein stückweit unterscheiden zu den Ergebnissen der Wahllokale.

        Die Briefwahl hat außerdem den Vorteil das sie auch Alten, Kranken und Menschen mit eingeschränkte Mobilität, die Möglichkeit gibt wählen zu können.

        Wobei Schüler*Innen und unter 18 bzw. 16 Jährigen gar nicht erst das Recht haben an Wahlen teilzunehmen, auch wenn sie eine geistliche Reife besitzen(was manchen Erwachsende fehlt). Doch dies ist ein anderes Thema.

        • Als Ergänzung zur Ergänzung zur Ergänzung

          In Der Schweiz ist es mit der Anonymität in kleinen Gemeinden nicht weit her. Ich habe mal ausgezählt (Man wird hier dazu berufen). Da nimmt man dann die 200 Briefe die Handschriftlich ausgefüllt sind (Name, unterschrift etc.) und trennt die von den Couverts in welchen die Wahlzettel drin sind.
          Diese werden mit JA und NEIN beschriftet. (Wollen sie dies oder das annehmen).
          Wenn man jetzt aufmerksam war beim trennen kann man bei ziemlich vielen Wahlen die benutzten Stifte (rot, gelb, Filz, etc.) wieder erkennen bzw. zuordnen.

          Die Zettel werden alle nachkontrolliert (Vieraugenprinzip). Wenn ich jetzt erpicht darauf bin zu erfahren was Nachbar x und Gemeindevorstand y gewählt hat, kann ich das ziemlich sicher zuordnen.

          Lösung hier: Trennen und zählen müssen verschiedene Menschen in getrennten Räumen machen. Findet so aber nur in grossen Wahlbezirken statt.

          • Wicht,

            trennen von “öffnen” und “zählen” muss aber sicher stellen, dass die richtige Menge an richtigen Zetteln von Hand zu Hand geht. Zudem bedeutet es, dass niemand von Anfang bis Ende zusehen kann. Aber die Transparenz ist wichtig.

            Briefwahl hat ein wenig Einschränkung an Transparenz, da der Zeitpunkt bis zum Öffnen der Brief nur begrenzt nachvollziehbar ist (verliert die Post einen Brief? “Verliert” die Behörde/Rathaus einen Brief? (Wobei das im Einzelfall evtl. kontrollierbar ist, dass ein Brief angekommen ist; im Vergleich zum Wahllokal kann der Beobachter die ganze Zeit daneben stehen und kontrollieren, dass niemand die Urne öffnet)

            Beim Öffnen hat man aber das “Datenschutzproblem” wo ein Außenstehender die Namen nicht lesen darf, aber vertrauen muss, dass die korrekt sind.

            Die Lösung für die Anonymität sind zum einen größere Wahlbezirke (was natürlich bei einem Dorfentscheid schwierig ist, aber da ist vielleicht die Versammlung am Dorfplatz der richtige Weg …) Und zum anderen Wähler anzuregen die Unterschrift mit nem anderen Stift zu machen, als das Kreuz und statt des pinken Buntstifts einen blauen allerwelts Kugelschreiber zu nutzen.

            Oder halt einfach ins Wahllokal/Rathaus gehen und dort mit dem ausliegenden Stift wählen und keine Bilder malen.

  3. Gaia-X? Wayland hätte auch gereicht :-) Eine Mediathek für Alle und Youtube Videos stehen neben den der Öffis. Halt! Den Begriff Youtuber gibt es dann gar nicht mehr. Eigentlich muss es doch nur eine API sein. Das Interface machen dann die Anderen oder das Smart-TV halt. Hamm? Klickt ja nach ner Coolen Aktion. Das muss also gezwungenermaßen scheitern. Schade!

    • Sorry… dass habe ich etwas durcheinander gebracht. Ich habe mal in einem Interview mit LeFloid von ein europaweiten Mediathek gehört. Was ist denn hier der Punkt? Der Markt schafft es nicht allein? Ich bin raus.

  4. Wäre es nicht sinnvoll ein Gesetz zu verabschieden das von Facebook verlangt offenzulegen wer welche Werbung an welche Zielgruppe schaltet?

  5. Ist zero-rating nun per definitionem in der EU verboten, oder nicht?
    Falls ja, nehme ich dem hochgeschätzten Thomas die Argumentation nicht ab, daß sich die Gerichte da “nicht drüber trauen”. Das ergibt doch keinen Sinn, hat fast etwas Verschwörungstheoretisches.

    Kleine Richtigstellung: das Thema der Abstimmung zum Verbot der Identitären mag wichtig gewesen sein, die Abstimmung selbst jedoch nicht. Es ging dabei lediglich um einen Entschließungsantrag, ein Willensbekenntnis, mehr nicht.

  6. Lieber Tim,

    hier eine klare ja/nein Frage: wenn ich dich fragen würde ob du mich heiraten willst, würdest du dann genauso antworten wie auf diese Frage hier?

    Grüßchen,
    ein Fan ;-)

  7. Der Beste der Besten hat sich dem Thema Wahlcomputer angenommen.
    Gott ist Oliver großartig.
    https://www.youtube.com/watch?v=svEuG_ekNT0

    Aber eine Frage hätte ich noch. Ihr erwähnt, dass es ein Urteil gäbe, wonach Briefwahl zulässig ist, wenn Briefwahl nicht einen signifikanten Anteil der Wahl einnehmen.
    Habt ihr da einen Link dazu? Hab ich was falsch verstanden? Oder hab ich schlecht gesucht?

    Besten DAnk.

  8. Was ist weniger schön?

    Ein Verein mit prinzipiell manipulierbarer Online-Wahl oder
    ein Verein, der regelmäßig eine nicht beschlussfähige Mitgliederversammlung hat, sowie diverse Rollen, die gar nicht gewählt, sondern bestimmt werden?

    Alles kacke, aber was soll man machen? Irgendwie muss die Demokratiesimulation ja laufen.

  9. Was sich die Gesellschaft für Informatik da leistet, ist noch viel schlimmer. Gestern bekam ich die folgende Mail:

    — Zitat —
    Liebe Wählerin, Lieber Wähler,

    herzlich Willkommen zu Ihrer Online-Wahl: Meine Testwahl .
    Bitte geben Sie Ihre Stimme innerhalb des Wahl-Zeitraumes ab:

    Wahl-Beginn: Montag, 4. November 2019 um 11:39:20 Mitteleuropäische Normalzeit
    Wahl-Ende: Montag, 11. November 2019 um 14:11:41 Mitteleuropäische Normalzeit

    Damit Ihr Wahlgeheimnis gesichert ist, erhalten Sie von uns eine Wähler-ID und ein einmal gültiges Passwort:

    Wähler ID: …
    Passwort: …
    Und hier geht’s zu Ihrem Online-Wahllokal:
    https://voting.polyas.com/…/polyas-registry-web/

    Wir wünschen Ihnen eine gute Wahl!
    Mit freundlichen Grüßen
    POLYAS
    — Ende Zitat —

    Die Mail Adresse und die Daten die ich mit … ersetzt habe, lassen eindeutig darauf schließen, dass die Firma die Daten von der Gesellschaft für Informatik bekommen hat. Als nächstes suche ich den Datenschutzbeauftragen der Gesellschaft für Informatik …

  10. elektronische Wahl.
    Hinsichtlich Wahlcomputern und deren komplizierte Prozesse teile ich ja schon lange die Meinung der CCC Experten.

    Hier aber nun mein Vorschlag zum verfahren. Kann das mal jemand zerreißen?
    – in der Wahlkabine ist ein Computer der ggf. auch Menü geführt die Kreuzchen machen lässt.
    – Wenn der Wähler mit seinen Kreuzen zufrieden ist wird dies ausgedruckt.
    – Der Computer hat die Kreuzchen noch im Sinn und kann sie für die amtliche Hochrechnung verwenden
    – der Ausdruck kommt in die Wahlurne
    – Wahlurne wird wie gehabt ausgezählt.

    Vorteile die ich sehe ist in der Verfügbarkeit der Ergebnisse und ggf Sicherstellung dass der Wähler die richtige Anzahl an Kreuzen macht.

    Natürlich kann der Computer manipuliert werden (das was angezeigt und ausgedruckt wird ist nicht das was weitergegeben wird) dies hätte jedoch nur eine Auswirkung auf die ‘Hochrechnung’. Der Wähler kann/soll den Ausdruck ja Sichtprüfen bevor er ihn in die Wahlurne schmeißt.

  11. Hach… Ich bin so froh das es EUCH 2 gibt… Im letzten Podcast haben mir Tim Pritlove s Ansichten und Auesserungen in vielerlei Hinsicht “Balsam fuer die Seele” gegeben.. Bzgl dem Nerd und Wahl.. Ich dachte nur, wow Danke das es endlich jemanden gibt der mir meine Gedanken und Empfindungen in so gute Worte packt und ausspricht… Denn ich war schon fast davon ueberzeugt eine konservative Spiesserin zu sein, eben weil ich so kritisch gegenueber all dem technologischem hightech klimmbimm bin… Und oft denke “hä? Wofür und Warum denn nun schon wieder so etwas blödes was analog bzw real im Leben viel schneller erledigt waere, und vorallem fuer so ein Fitzel Grund so ein Labyrinth an hick hack.. Und Zeit Verschwendung”

    Naja. Wollte mich jedenfalls nochmal bedanken fuer all Eure Infos.. Hehe kleine Anekdote… Herr Pritlove ist mir mal durch meinen Traum spaziert (nachts im Schlaf), kann gut sein das da wieder eine Info war die mich bis in den Traum verfolgt hat weswegen Er da aufeinmal aufgetaucht ist.. Aber mehr erzaehl ich nicht.. War ein lustiger Traum

    Ey aber bzgl Homeopathie.. Hm also lasst doch einfach die Leutz in Ruhe….ist das so ein Problem..? Wenn ich die Tonnen Neuroleptika Nebenwirkungen an Menschen beobachte, ja ueberspitzt, dann denke ich mir jedenfalls “Globuli, haetten das wenigstens nicht angerichtet!” ✌️

    Wenn die GWUP. sich zb benimmt wie solche
    ” Anti Homeopathie Fanatiker” dann denke ich mir inzwischen auch schon “leider auch nicht viel gesuender , 33Wochen lang mit 10mal das gleiche am Tag, eine Anti Globuli Mobbing Zirkusparty auf Facebook zu celebrieren.. ..”

    Lg ✌️

  12. In der Sendung wurde ein Podcast (bzw Folge) von Linus mit Holgi erwähnt. Leider finde ich gerade die Stelle und somit den Kontext nicht mehr. Hätte da jemand den Link zur Hand?

  13. Hey ihr Lieben,
    hier noch eine Korrektur zum vorläufigen Wahlergebnis in Thüringen:
    Es wurden 1.108.338 [1] gültige Landesstimmen gezählt. Somit hätte die FDP 55.417 Stimmen für den Einzug in den Landtag benötigt. Vorläufig wurden 55.422 [1] Stimmen gemeldet. Nach Korrektur in einem Wahlkreis waren es 4 Stimmen weniger [2]. Somit hatte die FDP immer noch eine Stimme mehr als nötig. Sie hätte demnach 2 Stimmen verlieren müssen, um rauszufliegen (Tim hat 1 gesagt).

    Die 5,0005 %, die ihr genannt habt, beziehen sich auf die zuerst gemeldeten 55.422 FDP-Stimmen. Ihr habt euch aber auf die 55.418 (nach Abzug der 4) Stimmen bezogen, dies waren jedoch nur 5,0001 %. Letztere wäre also die korrekte Prozentzahl gewesen.

    Letztendlich ist nun die FDP immer noch knapp, aber doch eindeutig über der 5%-Hürde [3].

    Viele Grüße

    [1] https://web.archive.org/web/20191029222011/https://wahlen.thueringen.de/datenbank/wahl1/wahl.asp?wahlart=LW&wJahr=2019&zeigeErg=Land
    [2] https://www.thueringer-allgemeine.de/regionen/weimar/fdp-verliert-vier-stimmen-id227517319.html
    [3] https://wahlen.thueringen.de/datenbank/wahl1/wahl.asp?wahlart=LW&wJahr=2019&zeigeErg=Land

  14. Zwei Anmerkungen zur Briefwahl:

    – Ja, beim Öffnen der Umschläge sind mehrerer Personen dabei. In der Regel stellen die Parteien auch Vertreter, die dem Gremium angehören (wie auch in den Wahlbüros). Da kann eigentlich nicht gemauschelt werden.

    – Für Deutschland (auch Österreich) mag es stimmen, dass die Zahl der Briefwähler gering ist. In der Schweiz liegt die Zahl über 80%. (https://www.srf.ch/news/schweiz/frei-gleich-und-geheim-das-kreuz-mit-der-briefwahl)

  15. Wenn TL nur die massiv vielen “ähms” usw. weglassen könnte. Leider kann ich ab einem best. Punkt nicht nehr zuhören und muss abschalten. Das mindert seine großartige und verehrungswürdige Arbeit in der Außenwirkung meiner Empfindung nach erheblich. Danke an euch und TL. für eure so gute Arbeit über so einen langen Zeitraum.

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