LNP363 Fortschreitende Verdunklungsgefahr

Feedback — Corona-Warn-App — VDS-Urteil des EuGH — Facebook löscht QAnon — Urheberrechtsreform — FinSpy — Excel und Corona

Heute mal eine ganz normal besetzte Sendung und so kommen wir auch wieder dazu, ein wenig Feedback abzuarbeiten. Ansonsten widmen wir uns wieder ausführlicher zur Corona-Warn-App und schauen was uns die das Urteil des EuGH zur Vorratsdatenspeicherung bringen wird, was die deutsche Regierung so plant, um die EU-Urheberrechtsreform umzusetzen. Außerdem: Facebook macht jetzt QAnon auf seiner Plattform platt, die deutsche Spionagesoftware wurde in Ägypten gesichtet und am Ende stellen wir fest, dass man eine Pandemie mit Excel nicht so gut bekämpfen kann.

Dauer: 1:05:31

On Air
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Feedback: Cell Broadcast Center

Feedback: Tesla in Grünheide

Feedback: CWA in googlefrei

CWA für Zusammenkünfte

VDS-Urteil des EuGH

Social Media gegen QAnon

Urheberrechtsreform

FinSpy in Ägypten

Excel taugt auch nicht für Corona-Bekämpfung

Depressionsprävention im Winter

Bitte bei Vitamin D3 die Höchstdosierung beachten.
Achtung, Johanniskraut kann die Wirkung der Pille schwächen und führt bei UV-Licht schneller zu Sonnenbrand-Symptomen.
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie bitte die Packungsbeilage und Fragen Sie Ihre Ärztin oder Apothekerin.
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60 Gedanken zu „LNP363 Fortschreitende Verdunklungsgefahr

  1. Moin,

    “Fakten statt wissenschaftlicher Studien” kam von Herbert Reul dem NRW Innenminister im Zusammenhang mit rechtsextremer Gesinnung in der Polizei.
    Extra 3 hat das in der Sendung vom 1.10. kommentiert.

    Beste Grüße
    Arkelanfall

  2. Da es in dieser Folge ganz kurz um mental health geht mit Schwerpunkt (Winter-)Depressionen:
    Es gibt ja einige apps (von Krankenkassen und anderen Anbietern), die bei Depressionen Strukturierungshilfen für den Tag geben. Zum Beispiel erinnert die app regelmäßig daran, genug zu trinken, zu schlafen, sich zu bewegen, zu essen, usw.)
    Gibt es Empfehlungen für apps, die dabei datenschutzfreundlich sind und nicht die sensiblen Gesundheitsdaten vergolden? Würde mich freuen, wenn ihr dazu was hättet.

    • Ich kenne jetzt die Details der NZ Lösung nicht. Wenn man es sauber machen will, braucht es aber schon noch ein bisschen Public/Private Crypto, da es ja auch Events gibt (Schwulenbar, Bordell, religiöse und esoterische Zusammenkünfte, …), bei denen Besucher nicht möchten, dass ihre Teilnahme bekannt wird – auch nicht, wenn zB ihr Smartphone beschlagnahmt wird. D.h. es darf nicht der QR Code gespeichert werden, sondern nur eine verschlüsselte Info, die erst bei einer tatsächlichen Notifikation wieder entschlüsselt werden kann. Das heisst auch, dass der QR Code des Events nur vom Eventbetreiber selber generiert werden darf (und nicht etwa durch einen zentralen Server), und durch einen secret Key geschützt werden muss, der erst bei einer notwendigen Notifikation an die Behörden gegeben wird. Der Code sollte an sich sogar regelmässig gewechselt werden (was eine App machen könnte). https://twitter.com/mikarv/status/1314509273053962241?s=21 Denkt das mE ganz gut an. Und ja, GAEN könnte man auch direkt nutzen, würde aber besonders starke BT Emitter bedingen, da man ja die 1.5m Regel übersteuern müsste. Dann gibt es aber das Problem, dass das FP Alarme in benachbarten Wohnungen oder so auslösen kann. Abgesehen von der notwendigen Spezialhardware.

  3. Linus hat seine Ideen geäußert, wie die Registrierung in Restaurants erfolgen kann. Ich habe in einem Podcast gehört, dass die neue Track and Trace App aus Großbrtanien jetzt die Möglichkeit vorsieht, dass Restaurants einen QR Code scannen lassen, der wie ein Kontakt wirkt. Wenn dann in den zurückliegenden Tagen ein Corona-Infizierter im Restaurant war, werden alle restaurantbesucher ab dem Zeitpunkt benachrichtigt. Wäre das nicht eine gute, datensparsame Möglichkeit, bei der gar keine Kontaktdaten aufgenommen werden müssen? Ich könnte mir sowas auch für öffentliche Verkehrsmittel vorstellen.

  4. Hab in Hamburg auch die Erfahrung gemacht, dass in vielen gerade kleineren Restaurants nur ein A4-Zettel zum Aufschreiben der Daten liegt und nicht darauf geachtet wird ob es jemand tut und manchmal sogar abgewunken wird wenn man fragt wo man seine Daten aufschreiben soll.

    Ich hab vor einigen Tagen folgende Idee gehabt:
    Warum produziert nicht irgendeine verantwortliche Behörde einfach kleine Abreißblöcke mit einem Formular auf jedem Zettel für die nötigen Daten und Pappboxen mit Schlitz zum Einwerfen für jeden Tag und stellt dieses Material jedem Restaurant kostenlos zur Verfügung. Auf die Boxen kommt das Datum und die Box wird am Ende des Tages zugeklebt und nach 14 Tagen vernichtet. Damit wäre zumindest der finanzielle und organisatorische Aufwand für die Restaurants stark minimiert und es gibt nicht diese A4-Zettel aus der Datenschutzhölle.

    Meiner Meinung sollte es dann so sein, dass Restaurants dafür verantwortlich sind das Material und Stifte den Gästen zur Verfügung zu stellen, die Gäste aber für das Ausfüllen und das Einwerfen in die Box.

    • Wo sind die irgendwas for future um gegen diesen ökologischem Wahnsinn zu protestieren?
      Was hier im Namen der Gesundheitsdiktatur veranstaltet wird, hätte sich Orwell nicht in seinen schlimmsten Träumen vorstellen können und was mich sehr wundert, ist die Tatsache, dass auch in diesem Podcast diese Massnahmen für gut und ausbaufähig gefunden werden.
      Die Maschine der Alien Mindbender scheint die Oberhand über die Menschheit zu erlangen. Die Chemtrails als Gegenpol fehlen aufgrund des geringen Flugverkehrs.

  5. Tesla. Ich weiß nicht mit welchen Architekten du da gesprochen hast, Linus. Aus meiner Erfahrung als Gutachter für naturschutzrechtliche Belange werden industrielle Anlagen mit Auswirkungen für Emissionschutz etc. nicht gebaut, bevor eine Genehmigung vorhanden ist. Mag sein, dass das für Häuslebauer und 0815-Anlagen in ausgewiesenen Bau- oder Industriegebieten anders ist (stecke ich nicht so drin), aber da ist bereits ein großer Teil des Genehmigungsprozeß mit der Ausweisung des Gebietes abgeschlossen. Nach den Fotos vermute ich (bin aber nicht gründlich mit dem Projekt vertraut), dass das Tesla-Werk nicht in einem ausgewiesenen Gebiet gebaut wird, sondern im Außenbereich. Und da gelten wesentlich striktere Vorgaben und es gibt keine vorangehende allgemeine Planung.

    Nach meiner Erfahrung gehen Firmen keine wesentlichenRisiken ein, wenn nicht vorher eine inoffizielle Absprache besteht. Insofern fördert jede Form von Bauen vor der Genehmigung interne Absprachen, Kungelei und Korruption.

    Einigermaßen skeptisch bin ich auch hinsichtlich eurer neoliberalen Hoffnung, das jede Form von Innovation eine gute Sache ist. Wie wäre es, wenn wir mal ein Elektroauto bekämen, dass keine Luxuskarosse mit übermäßiger Beschleunigung ist, wo man allen zusätzlichen Schnickschnack als Abo freigeschaltet bekommt, sondern vielmher ein simples Fahrzeug, das fährt, technisch volltständig dokumentiert ist und wofür man langfristig Teile bekommt, so dass man es selbst reparieren kann.

    • Hallo,

      Ich weiß nicht ob das hier so erlaubt ist auf Produkte hinzuweisen, zu Not löscht den Kommentar sicher euer Upload-Filter :-).

      Thema Elektroauto:
      Ein durch eine Community finanziertes Elektroauto, das das Ziel hat nachhaltig, fair und bezahlbar zu sein, ohne Schnickschnack.

      https://sonomotors.com/de/sion/

      Grüße aus Stuttgart

    • Wie soll ein kleines und günstiges Fahrzeug welches jeder reparieren kann die immensen Entwicklungskosten für z.B. die Batterie und die Investitionskosten für die Ladeinfrastruktur wieder einspielen?
      Tesla ist den Weg gegangen zuerst teure Autos zu bauen, die sie mit hoher Marge verkaufen können um dann günstigere Autos zu bauen.
      Außerdem scheint es einfacher zu sein ein paar tausend teure Autos im Jahr zu bauen als ein paar hunderttausend. Tesla musste das Bauen vieler hunderttausend Autos pro Jahr erst lernen.
      PS: ich hab nichts gegen ein grosses bequemes Auto mit angemessenem Beschleunigungsvermögen…

  6. Im Juni war es warm und das Partyvolk hat auf die Coronaregeln gepfiffen. Auch indoor.

    Im Juli war es warm und das Partyvolk hat auf die Coronaregeln gepfiffen. Auch indoor.

    Im August war es warm und das Partyvolk hat auf die Coronaregeln gepfiffen. Auch indoor.

    Einen Anstieg gibt es aber erst seit August.

    Was hat sich im August geändert?

    Die Schulen wurden aufgemacht!

    Teenager haben keine Symptome und wir haben stille Ausbrüche, die jetzt überall und immer mehr einschlagen. Ebenso wie in Israel.

    Darum auch der Trugschluss Kinder wären keine Treiber der Pandemie, da man alle “Erkenntnisse” zur Zeit des Lockdowns gewonnen hat, mit super wenig Kindern unter den getesteten. Meistens wurden nur symptomatische Fälle getestet.

    Kleine Kinder hören auf die Eltern und halten sich an Regeln, pubertierende Jugendliche nicht mehr, die in ihrem Freundeskreis auch keine spürbaren Covidfälle erfahren.

    Alles ab Klasse 7 zu machen.

    So einfach ist das.

    Achso das Internet und die soziale Ungleichheit.

    Hättet ihr mal lieber nicht die ganze Zeit SPD / Grüne/ CDU / FDP gewählt.

    • Tja in dieser Zeit hat niemand irgendwas gewählt, denn es gab ja keine Wahlen. Und was es jetzt gebracht hätte, in der Zeit “Die Partei” zu wählen, weiß ich jetzt auch nicht, aber das kann ich ja mal das nächste Mal ausprobieren. Danke für die Anregung.

      Davon abgesehen ist der Schluß, dass der jetzige Anstieg zwingend mit den Schulen zu tun hat auch nicht belegt, sondern nur eine Vermutung. Denn gerade in Berlin sind die Schulen schon lange auf und ich sehe da keine direkte Korrelation. Aber das werden wir ja jetzt merken, denn jetzt sind Herbstferien und die Berliner dürfen nicht verreisen.

    • > Die Schulen wurden aufgemacht!

      Kann stimmen, es könnte aber auch die geringere Menge an direkter Sonneneinstrahlung sein.Welches an sich ja auch einer der Gründe ist, weswegen die herkömmliche Grippe eher in den Wintermonaten auftritt.

      Ich denke Du simplifizierst hier etwas zu stark.

      • Deutlich mehr als die Hälfte der Infektionen lässt sich nicht mehr aufklären. Über 50 % der Infektionen sind neue Indexfälle, die in den Statistiken aus dem Nichts erscheinen.

        Junge Menschen haben eher milde bis keine Symptome. Werden sie getestet, wenn die Eltern infiziert sind, fallen die PCR Tests negativ aus, da das Virus im Rachen schon verschwunden ist. => Daher keine Statistik, die die echte Übertragungsrichtung aufzeigt.

        Schulen werden nicht systematisch mit Tests gemonitort. Ist vermutlich nicht gewollt, da das Ergebnis substanzielle Fragen aufwerfen würde.

        Wie immer muss ich hier auf die Zukunft warten, die mir dann Recht geben wird.

        Was schade ist, wegen der ganzen Toten.

        • > Was schade ist, wegen der ganzen Toten.

          Jeder Tote ist einer zu viel, jedoch sind die aktuellen Sterbezahlen laut RKI relativ überschaubar.

          • Ich hatte gesagt, ich müsse auf die Zukunft warten, die mir dann recht gibt => Wie immer übrigens bis jetzt.

            Die meine These stützt, dass durch die ganzen asymptomatischen Fälle stille Ausbrüche in den Schulen die Pandemie vorantreiben.

            Schließlich der einzige Ort, an dem sich duzende Haushalte ohne Masken verknüpfen und Mega-Cluster bilden.

            hmmm Zukunft? Wo bleibt sie denn?

            BÄM: Zukunft kicked in

            https://www.princeton.edu/news/2020/09/30/largest-covid-19-contact-tracing-study-date-finds-children-key-spread-evidence

            “Furthermore, children and young adults were found to be potentially much more important to transmitting the virus — especially within households — than previous studies have identified, according to a paper by researchers from the United States and India published Sept. 30 in the journal Science.”

  7. Dank an Linus für den jährlichen Hinweis auf Johanniskraut gegen die Winterdepression. Noch besser wäre in eurem Kalender jeweils im Juli einen Reminder zu setzen das Echte Johanniskraut (Hypericum perforatum) in voller Blüte mit etwas Kraut einzusammeln und in einem Einmachglas mit Wodka abzudecken. Dieses dann einen Monat an einem dunklen Ort stehen lassen, absieben und fertig ist die Tinktur, die dann ab Oktober (es braucht diese Vorlauszeit, um seine Wirkung zu entfalten) einen viertel Teelöffel (oder 20 Tropfen) in heissem Wasser einzunehmen.
    Aber bitte auch vorsichtig sein, denn Johanniskraut kann mit nicht wenigen Medikamenten unverträglich sein. https://www.herbal-supplement-resource.com/st-johns-wort.html

  8. Korrektur zu eurer Meldung “Excel taugt auch nicht für Corona-Bekämpfung”: Das Problem war wohl nicht die maximale Anzahl an Zeilen (2^14), sondern die maximale Anzahl an Spalten die eine Excel-Tabelle haben kann:
    https://www.theregister.com/2020/10/05/excel_england_coronavirus_contact_error/

    2^20 (und zum Zeitpunkt eurer Meldung eigentlich sogar 2^16) hätte gut ausgereicht für die Gesamtzahl der Corona-Fälle in UK, aber aus unerfindlichen Gründen wurde da offenbar “eine Spalte pro Fall” anstatt “eine Zeile pro Fall” benutzt.

  9. Stichwort Kontakttagebuch:
    Kennt jemand eine praktische lokale Lösung mit der ich das Erfassen kann, abseits von Papier.
    Bspw. Eine App.
    Klar ne Tabelle in der Nextcloud taugt auch, ist aber bestimmt bissl aufwendiger/zeitintensiver.
    Grüße

  10. Ich hab gehört in UK wird das Tracking in Restaurants einfach über deren App und eben ausgehangenen QR-Codes gemacht. D.h. man scannt den Code und fertig. Wenn man dann infiziert ist kann über den Code und timestamp des Scans alarmiert werden.

  11. Kleiner Zusatz zum Post von Jan, der das schon angesprochen hatte:

    Bitte Johanniskraut immer nur in Verbindung mit hormoneller Verhütung erwähnen! In der Regel steht nämlich nicht auf der Außenseite der Verpackung, dass Johanniskraut einen deutlich wirkungsmindernden Einfluss auf Pille und Co. hat.
    Ich habe eine Hebamme in der Familie, die immer mal wieder dank Johanniskrautprodukten TroPi-Kinder auf der Welt begrüßen durfte.

    Für mich funktionieren abends eine Kapsel L-Tryptophan (Aminosäure; Vorstufe von Serotonin bzw. Melatonin) und morgens eine Kapsel L-Tyrosin (Aminosäure; wichtig für Dopaminstoffwechsel) im Winter sehr gut.

    Wichtig ist hier aber, dass man Tryptophan nicht mit bestimmten Antidepressiva (SSRI) nehmen sollte, da diese den Abbau von überschüssigem Serotonin verhindern und somit im schlimmsten Fall zu einem Serotoninsyndrom (https://de.wikipedia.org/wiki/Serotoninsyndrom) führen können.

    LG und bleibt alle gesund! :)

    • Super wichtiger Hinweiß!

      Johanniskraut ist ein relativ potenter CYP-Induktor und wechselwirkt auf diese Weise mit relativ vielen anderen Medikamenten die auf diesem Weg abgebaut werden.
      Der “Pille” wurde ja schon genannt.
      Wer Medikamente einnimmt sollte sich bitte vor der Einnahme von Johanniskraut unbedingt darüber informieren ob es da Wechselwirkungen gibt (zB. den Hausarzt fragen).
      Da sind wirklich einige Medikamente dabei die echt viele Menschen nehmen zB. einige Blutdruck- oder Cholesterinsenker, aber auch HIV-Medikamente und “Blutverdünner”, bei denen das sehr unschöne Folgen haben kann.

      • Bitte unbedingt noch einmal im Podcast erwähnen, Linus!

        Genau das, was Julian Tifflor sagt: Es gibt genügend Medikamente, die in Kombination mit Johanniskraut unter Umständen nicht mehr richtig wirken. Johanniskraut ist als eigenes potentes Medikament anzusehen (auch wenn es “aus der Natur” stammt). Wer es also nehmen möchte, sollte sich zuerst bei seinem Arzt beraten lassen.

        Johanniskraut verändert die Enzymausstattung in der Leber und kann daher gerade bei Medikamenten mit geringer therapeutischer Breite problematisch werden. Noch einmal Wikipedia für relevante Wechselwirkungen: hormonelle Verhütung, Immunsuppresiva (u.a. nach Organtransplantationen), HIV-Medikamente, Antibiotika, bestimmte Herz-Kreislauf-Mediklamente, Schlafmittel und andere Antidepressiva.

        Besonders ärgerlich wäre es doch auch, wenn man gegen seine leichte Winter-Depression eine wahrscheinlich noch viel stressigere ungewollte Schwangerschaft riskiert, weil die hormonelle Verhütung versagt…

      • „Sehr unschöne Folgen“ ist noch eine sehr freundliche Formulierung dafür, dass möglicherweise ein transplantiertes Organ abgestoßen wird…
        Ansonsten volle Zustimmung!

  12. Guten Morgen, Linus.
    Guten Morgen, Tim.

    Ich liebe Euer lustiges Gelaber und fröhlichen Rants.
    Danke für die – höhö – EXCELlente Unterhaltung.
    Ihr beiden seid die Gutsten.

  13. Die DSL-Drossel im Kopf
    Hier noch ein kurzes Feedback zum Glasfaser/VDSL-Elend: seit ich in einer Strukturschwachen Region wohne habe ich nun endlich Fiber-to-the-Home (bitte nicht aufregen). Also echtes, steckt in meiner Fritzbox 5490. 1GBit/s symmetrisch. Betrieben von einem kleinen lokalen Anbieter, Ausbau finanziert vom Staat (0€ anschlusskosten) Soweit so fantastisch. hier das Problem: offenbar sind wir so an unser elend gewöhnt, dass wir nichts anderes mehr kennen. Denn die Tarife sind der reine Hohn: 100mbit Download / 10 Mbit Upload. Warum? Man kann beide Werte nochmal x5 haben, dann wird’s aber auch langsam teuer.
    Die Frage ist vor allem: warum kann ich denn nicht alles „freikaufen“ was die Leistung kann? Und warum diese unsägliche Asymmetrie?
    Ich befürchte, da hat sich psychisch etwas ganz tief eingetreten. Vlt kann Linus ja was dazu sagen?

    Ps: immer wenn ein schwurbler „Adronochrom“ sagt, höre ich es Studio braun singen auf die Melodie von Mariacron. Dazu soll Linus bitte nichts sagen.
    https://youtu.be/gZ73f5OShy8

  14. Moin Linus,

    FB zensiert nicht. Zensur ist etwas was ein Staat macht. FB ist ein privates Unternehmen und kann selbst bestimmen, ob es eine Meldung, Meinung, Post zulässt oder nicht. Wie auch Zeitungen Leserbriefe veröffentlichen oder eben nicht. Das kann man gut finden oder eben auch nicht. In dem Zusammenhang von Zensur zu sprechen spielt nur den Verschwörungsmystikern in die Hände (vgl. auch Erklärungen von LdN).

    • Das hört man ja oft, dass Zensur nur dann Zensur ist, wenn es der Staat macht.
      Das ist ähnlich albern wie die Unterscheidung Astronaut/Kosmonaut, je nach dem ob es ein US-Amerikaner ist oder ein Sovjetrusse. Für Chinesen verwenden wir dann den Begriff Allonaut und bei Indern wird es dann eng.

      Zeitungen sind redaktionelle Angebote die nicht alles veröffentlichen, außer … sondern sie treffen immer eine aktive Auswahl. Dagegen verstehen sich FB & Co. gerade nicht als redaktionelle Angebote, sondern als Plattformen.

      Wenn das Handeln der Plattformen Verschwörungstheoretikern in die Hände spielt (Du meinst, es gäbe überhaupt nie und nirgends Verschwörungen, so dass jegliche Theorie dazu abzulehnen ist?) sollte man vielleicht die Aktion hinterfragen, nicht den Begriff der Zensur.

      Man kann natürlich auch alle Begriffe politisieren, wie Atomkraftwerken vs. Kernkraftwerken oder Terroristen vs. Freiheitskämpfern usw., damit man sich mit jeder Äußerung automatisch einem Lager zuschlägt. Für ergebnisoffene Diskussionen ist das allerdings schädlich.

      • das ist sachlich falsch, denn: “„Taikonaut“ ist die Bezeichnung für einen Raumfahrer, der innerhalb des chinesischen Raumfahrtprogramms ins Weltall fliegt.”

    • Der Duden ist da ziemlich eindeutig in seiner Definition. Zensur wird von einer zuständigen Stelle ausgeübt. Das KANN der Staat sein, in dem Fall ist Facebook aber hinreichend zutreffend, oder?

  15. Von der technischen Umsetzung mal abgesehen, ist es wirklich wünschenswert ein Anonymes Tracking in der Gastronomie zu haben? Die Gesundheitsämter können in dem Fall keine Kontaktverfolgung durchführen. Klar würden die allermeisten LNP Hörer*innen nach einer entsprechenden Push-Nachricht entsprechend verhalten (beim Gesundheitsamt melden, Test machen lassen, sich isolieren…). Aber der durchschnittliche KenFM Hörer würde diese Nachricht vermutlich einfach ignorieren. Und dann haben wir das gleiche Problem wie bei „Donald Duck“ und „Franz Gans“ in den Kontaktlisten wie sie jetzt geführt werden.

  16. Wer seine Daten nicht jedes mal auf einen Zettel schreiben möchte, der kann auch einfach einen Bogen/Rolle Adressaufkleber drucken (lassen) und diese verwenden. Praktisch kein Zeitaufwand und garantiert lesbar.

  17. Unter iOS heißt eine Kapitelmarke “Sovial Media gegen QAnon”. Das halte ich für ausgesprochenen Quatsch. Schließlich kämpfen Putin und Trump gegen die Eliten und mit QAnon. Anfänger!

  18. Also ich musste auch mal mit Excel arbeiten. Eine grooooße Firma aus dem Automotive Bereich (Umsatz 2020: zweistelliger Milliarden-Bereich).
    Das war vor 12 Jahren, da hatte mir Excel gesagt, es gingen nicht mehr als 32767 Zeilen.
    Entgegen der Vorgaben habe ich dann R benutzt und konnte das Problem lösen. (R liess sich lokal installieren, die Admins hätten mir das nicht installiert, war ja nicht offiziell supported von der IT. – “Nein, lösen Sie das Problem mit Excel, wir können/dürfen keine andere SW installieren.”)

    Um die Daten überhaupt erst mal aufzubereiten musste ich auch lokal Perl installieren, das wurde nämlich von der IT des Konzerns auch nicht supported. Gleiche Antwort wie bei R.

    Soll ich nach Vorgabe arbeiten, oder darf ich die Probleme lösen?!

  19. Ach ja: Covid-19-Datensätze mit Spalteneinträgen, statt Zeileneinträgen sind mir bereits mehrfach begegnet.

    Vielleicht muss man einfach die Denkweise anpassen: statt Zeitreihen werden Zeitspalten verarbeitet. ;-)

    Das führt bestimmt zu großen Durchbrüchen in der Physik :-)

  20. Danke für die interessante Folge!
    Zum Kontaktnachverfolgen sollte es eigentlich reichen, wenn ein Restaurant 1 oder mehrere Mobiltelefone (bzw einen stärkeren Bluetooth Sender) mit CoronaWarnApp betreibt. Im Fall einer Infektion müssen dann lediglich die zeitlich relevanten Codes der Restaurantgeräte als Risikokontakte geflaggt werden und jeder App-Nutzer würde direkt gewarnt. Alternativ könnte man einen QR Code vom Restaurant mit der CoronaWarnApp abscannen und den Code als nahen Kontakt hinterlegen. Dann bliebe alles zu Corona auch in einer App und keine 7 verschiedenen Systeme.
    Vielleicht stärkt das sogar die CWA Nutzung, da man dann keinen Zettel mehr ausfüllen muss, verringert die ja sogar das Datenschutzproblem gegenüber Zettel \o/

  21. zum thema süddeutschland-bashing:
    bitte mehr davon, ist immer mein persönlicher höhepunkt in jeder episode.

    viele grüße aus stuttgart

    ps: was ist der unterschied zwischen einem stuttgarter und einem berliner? der stuttgarter hat eine eigentumswohnung in berlin

  22. Kleiner Hinweis zum RSS-Feed:

    Ich hatte bei mir den Feed unter:
    “https://logbuch-netzpolitik.de/feed”
    aboniert.
    Den gibt es aber anscheinend seit ein paar Folgen nichtmehr, so dass mein Abo stumm blieb. Als mir dann auffiel, dass ich ja sonst immer so einen Podcast gehört hab von dem schon seit ein paar Wochen nix mehr kam, stellt ich fest – doch kam was nur den Feed scheint es nicht mehr zu geben.
    Die Feeds mit Angabe der Mediendatei /m4a, /mp3 etc. funktionieren aber.

    Habe mein Abo entsprechend geändert, aber evtl. sollte man den Quelltext der Seite noch anpassen. Da wird “https://logbuch-netzpolitik.de/feed” noch aufgeführt – nur wenn man das aufruft ist da nix mehr.

  23. Eine Frage an CWA Experten. Bei mir zeigt die CWA App fast immer 224 Überprüfungen auf mögliche Begegnungen innerhalb der letzten 14 Tage an. Irgendwann mal waren es 219, aber ansonsten 224. Woher kommt das?

    Meine Frau sollte 14 Überprüfungen verursachen, bleiben 210. Ich gehe pro Woche 1-2x einkaufen wenn wenig los ist, 0-1x ins Büro. Dazu kommen Wanderungen, hin und wieder Treffen mit wenigen Freunden. Das sind auf jeden Fall zu wenig Kontakte für die 224 Überprüfungen, bzw. zu viele als das die Anzahl immer gleich sein könnte.

    Hab ich da was verpasst oder ist das komisch?

    • Die “Überprüfungen” dürfte der Anzahl der heruntergeladenen Schlüssel von als Infiziert gemeldeten Personen sein. In der Regel lädt jeder, der sich als infiziert im System meldet 14 Schlüssel hoch. 224 Überprüfungen entspricht 16 Schlüsseln. Da immer noch Fake Keys zusätzlich mit eingespielt werden ist das eine nicht ohne weiteres zu definierende Zahl an Personen.

      Mit Deiner Frau hat das nichts zu tun (es sei denn sie ist positiv und meldet das via CWA). Das reine Aufzeichnen von gesehenen Telefonen wird von der App nicht angezeigt (diese Information erhält die App auch gar nicht vom Subsystem).

      • Ich wohne in Goslar, aktuell haben wir Höchststand seit Einführung CWA mit 14 Infizierten. Sofern mein Bluetooth nicht bis nach Hannover reicht, gibt es keine 16 Infizierten hier. Ich gucke da auch nicht täglich nach, aber die CWA meldet mir immer wieder mal, dass ich mein Bluetooth anschalten soll – obwohl es an ist – und in dieser Fehlermeldung sehe ich die Anzahl der Überprüfungen. Das ist so alle 1-2 Wochen und ich kann mich seit Einführung nur an eine 219 erinnern, die mal für 2 Wochen da war und ansonsten stand da immer 224.

        Mit meiner Frau hat das nichts zu tun, bei der wollte ich gerade nachgucken, wie viele Überprüfungen bei ihr sind, aber da sind jetzt die Standortdienste aus. Die waren mal an. Schon erstaunlich, dass die CWA einfach so still und leise ist, wenn ihr die Arbeitsgrundlage entzogen wird.

  24. ich habe schon immer davor gewarnt, dass die Coronawarnapp missbraucht werden wird (genauso wie die Coronalisten von der Polizei zur Aufklärung von Kleinkriminalität missbraucht werden). Jetzt hat der Söder auf mich gehört und will ein digitales Update: https://www.spiegel.de/netzwelt/markus-soeder-kritisiert-corona-app-als-zahnlosen-tiger-a-420d7ac8-eb6d-4623-9a08-595321cb7172

    Lasst uns vom schlimmsten ausgehen:
    – Warnapp wird verpflichtend
    – Warnapp wird nicht mehr anonym
    – Warnapp wird ausgebaut zur Quarantäneüberwachungsapp
    – was für Corona gut ist, kann für andere ansteckende Krankheiten gleich mitverwendet werden
    – wenn man schon die App hat, dann sollte man damit auch seine nicht der Coronahysterie frönenden Mitmenschen anzeigen können (siehe Stadt Essen)

    Es geht um unsere Gesundheit!111elf Da wird doch nicht jemand gegen die Massnahmen sein, oder?

    Schade, dass die Arbeit vieler kluger Menschen, die (hätte ich nicht erwartet) sogar grenzüberschreitend, recht schnell eine gute (Teil-)Lösung für ein Problem gefunden haben, nun leider doch von irgendeinem Wahnsinnigen für seine totalitären Überwachungsphantasien missbraucht werden soll.

    • Natürlich kann von allem möglichen ausgehen, aber für Deine Thesen sehe ich wenig Wahrscheinlichkeit. Das mit der Verpflichtung würde nur einen gegenteiligen Effekt haben, eine Deanonymisierung ist schon deshalb nicht möglich, weil die App dann von Apple sofort gekickt wurde (und das System ist nun auch EU-weit festgelegt und damit festgezurrt), eine Quaränteüberwachung lässt sich mit anderen Tools viel effektiver machen und mit den technischen Einschränkungen der CWA geht es gar nicht, die Location zu benutzen). Ist natürlich immer einfach und populär da zu hyperventilieren, aber das bringt uns in der Diskussion wenig weiter.

      Söder hatte ja auch keine konkreten Vorschläge und will mehr Effizienz der App. Das wünsche ich mir auch. Da kann man aber noch genug tun, was sehr wohl im derzeitigen Sinne der App ist.

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