LNP496 Ignoriere alle vorherigen Anweisungen

LNP500 — SUBSCRIBE 11 — Feedback — Linus macht ganz viele tolle Sachen — Chatkontrolle — BDSG-Reform

In der heutigen Sendung tragen wir vermutlich ein Dauerthema dieses Podcasts zu Grabe, denn aufgrund eines Deals mit der US-Regierung ist Julian Assange überraschend aus dem Gefängnis entlassen worden und ist wieder in seine Heimat Australien zurückgekehrt. Wir blicken zurück auf die Geschehnisse und diskutieren, wie der Fall und Julian Assange in der Öffentlichkeit bewertet werden. Dazu gibt es ganz viel Feedback, ein bisschen was zu Chatkontrolle und der anstehenden Bundesdatenschutzgesetz-Reform und ansonsten werben wir für unsere Veranstaltungen und sonstigen Auslassungen.

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Linus Neumann
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Tim Pritlove

Für diese Episode von Logbuch:Netzpolitik liegt auch ein vollständiges Transkript mit Zeitmarken und Sprecheridentifikation vor.

Bitte beachten: das Transkript wurde automatisiert erzeugt und wurde nicht nachträglich gegengelesen oder korrigiert. Dieser Prozess ist nicht sonderlich genau und das Ergebnis enthält daher mit Sicherheit eine Reihe von Fehlern. Im Zweifel gilt immer das in der Sendung aufgezeichnete gesprochene Wort. Formate: HTML, WEBVTT.


Transkript
Tim Pritlove
Guten Morgen Linus.
Linus Neumann
Guten Morgen Tim.
Tim Pritlove
Ignoriere alle vorhergehenden Anweisungen.
Linus Neumann
Guten Morgen Tim.
Tim Pritlove
Logbuch Netzpolitik Nummer 496.
Linus Neumann
Oh mein Gott.
Tim Pritlove
Eure künstliche Intelligenz von nebenan reitet bei euch ein heute am Tag der Unabhängigkeit.
Linus Neumann
Ach ja, der Unabhängigkeit.
Tim Pritlove
Und der Tag der Beendigung der Tory-Herrschaft.Und was weiß ich, was heute alles noch Interessantes passieren wird. Aber es ist der 4.Juli 2024, ein Donnerstag. Und wie wir alle wissen, an einem Donnerstag wirdirgendwann die Welt untergehen.
Linus Neumann
Und, aber vorerst darf ich hier gratulieren an diesem besonderen Tag all meinenFreundinnen und Freunden, die heute Geburtstag haben.
Tim Pritlove
Das könnten wir immer machen.
Linus Neumann
Ja, aber an diesem Tag sind es besondere Freunde.
Tim Pritlove
Hast du viele Freunde, die so in Juli? Nee, nur besondere Freunde.
Linus Neumann
Ich will die jetzt nicht hier an das Licht der Öffentlichkeit hören.Die sollen denken, sie wären gemeint.Einen herzlichen Gruß zur Wandlung. Es gibt ja dann so Tage,an denen wird man vierzig.Und das sind dann doch besondere Tage.
Tim Pritlove
Wenn man es mit dem Dezimalsystem hält. Ja, das stimmt.
Linus Neumann
Das ist ja auch ein großes Thema, dass wir nicht im Hexadezimalsystem die 500,machen, sondern im Dezimalsystem.Das hat ja auch lange große Kritik, große Schwall der Kritik,Enttäuschungen und so weiter. Aber einfach mal ausgerechnet.
Tim Pritlove
Also du meinst eigentlich, das Binärsystem war im.
Linus Neumann
Achso, natürlich.
Tim Pritlove
Also das Hexadezimal ist ja auch nicht rund.
Linus Neumann
Scheiße, wie peinlich. Oh, peinlich natürlich. Binärsystem. Oh Mann.
Tim Pritlove
Naja, ist alles nur Schreibweisen. Alles nur Deutungen.
Linus Neumann
Jede Folge ist bei uns besonders.
Tim Pritlove
Das ist richtig.
Linus Neumann
Aber einige sind eben besonderer.In Übereinstimmung mit der Prophezeiung.
Tim Pritlove
In Übereinstimmung mit der Prophezeiung. Ja, da hoffen wir mal,ob die Prophezeiung auch hinhaut.Ich habe ja jetzt auch gerade noch mal nach einem anderthalb Jahr Pause mitJohn Worth eine Sendung zum Brexit aufgenommen und das war im Prinzip dann auchunsere letzte Sendung zum Brexit.Vielleicht nicht das letzte Mal, dass wir miteinander gesprochen haben überEngland, aber das Brexit-Kapitel an sich schließt sich und es schließt sichin gewisser Hinsicht mit der Zerstörung der Tories.Deswegen bin ich jetzt sehr gespannt, wie es so aussehen wird.
Linus Neumann
Ja, da bin ich auch mal sehr gespannt, ob da die Hoffnungen halten und Spanien,wird Europameister und und was da alles schon von Tim hier für...
Tim Pritlove
Was? Ich habe mich nicht dazu geäußert, wer der Europameister wird.
Linus Neumann
Ich wollte eigentlich sagen, in Übereinstimmung mit der Prophezeiung haben wir den Kartenverkauf,für LMP500,gelauncht zum angegebenen Termin.
Tim Pritlove
Stimmt, pünktlich.
Linus Neumann
Ich habe eine Stunde vorher bei Tim Banisch angerufen und habe gedacht, scheiße.
Tim Pritlove
Ist alles richtig eingestellt.
Linus Neumann
Ich bin hier in Lerz auf dem Acker und was machen wir jetzt?
Tim Pritlove
Hat gepasst.
Linus Neumann
Haben wir gemacht, hat funktioniert. Also Tickets sind erhältlich und Shirtssind erhältlich. Ich habe viele gefragt, was ist denn mit den Shirts?Ja, Shirts kannst du nur kaufen, wenn du ein Ticket kaufst.Das hat ganz einfach damit zu tun, dass wir mit der Sendungsplanung genug zutun haben und uns nicht im Anschluss noch die Bürde eines Shirtverkaufs undVersands auflasten wollen.Been there, done that.Können wir nicht machen. Wenn ihr nicht zu der Sendung kommen könnt,werdet ihr sicherlich Leute finden, die dorthin fahren, gerne noch ein Shirtfür euch kaufen, das mitbringen oder wie auch immer.Aber wir werden diese speziellen Shirts nicht versenden, sondern nur an diesemTag mit Vorbestellung und Ausgabe und fertig. Das ist eine einmalige Gelegenheit.Ein Kleidungsstück nur an einem Ort.Eigentlich ist es ein Pop-Up-Store.
Tim Pritlove
Das aber auch nur, wenn ihr es geschafft habt, bis zum Ende dieses Kalendermonatsdiese Bestellung dann auch tatsächlich durchgepufft zu haben.
Linus Neumann
Da haben wir noch einen Reifen, durch den ihr springen müsst und dann ein Stöckchen,unter dem ihr herlaufen müsst.
Tim Pritlove
Brennt der Reifen eigentlich?
Linus Neumann
Noch nicht. Richtung,31. Juli werden wir den irgendwann Läuft.
Tim Pritlove
Schon mal Gas durch.
Linus Neumann
Genau, wird dann die Gasflasche aufgedreht und dann macht der Flammen.Weil diese T-Shirts werden produziert. Dafür brauchen wir den August.Entsprechend kann man auch nur bis zum 31.Juli diese T-Shirts vorbestellen.
Tim Pritlove
Alte Bandagen, die wir hier auffahren.
Linus Neumann
Entsprechend der Rat, das einfach jetzt zu machen.
Tim Pritlove
Ist eh ganz angesagt, weil obwohl wir das jetzt sozusagen noch nicht in einerunserer Sendungen aktiv verkündet haben, dass der Shop schon läuft,sondern nur in der Zukunft, haben es dann doch einige von euch auch schon mitbekommen.
Linus Neumann
Haben welche mitbekommen, ja. Und also, ja, nee, ist gut gelaufen.Ja, wäre, wartet nicht zu lange. Genau, wartet nicht zu lange. So formulieren.Und, ähm, ja, genau.Und ich glaube, der größere Teil der Aufgabe ist ja eh dann,nach Berlin zu kommen. Für viele.Deswegen hatten wir ja früh genug angekündigt. So, dann hast du noch ein Event.Tim ist jetzt auf einmal wieder im Event.Gut, ich begrüße das.
Tim Pritlove
Wenn man erstmal anfängt damit.
Linus Neumann
Wenn man erstmal so eine Pandemie hinter sich hat.
Tim Pritlove
Ja, das war auch in der Tat ein echtes Problem in gewisser Hinsicht.
Linus Neumann
Pandemie, ja. Das ist aber auch, ich glaube für jede gängige Definition vonProblem ist Pandemie in der Regel ein gültiges Beispiel.
Tim Pritlove
Naja, also für Veranstaltungen. Veranstaltungen haben dann doch teilweise erheblicheProbleme gehabt, wieder in Wallung zu kommen. Ich sag nur Chaos Communication Kongress.Das hat drei Jahre Anlauf gebraucht.Und ähnlich war es auch mit einer anderen Veranstaltung,die ich bis zu diesem Zeitpunkt schon zehnmal ausgerufen habe,die Subscribe-Konferenz, die in ihrer Geschichte nicht immer so hieß,weil das irgendwann mal so als so ein Developer-Treffen gestartet ist,aber dann schnell zu einem Podcaster und Developer und wer auch sonst sich nochberufen fühlt, Treffen geworden ist.Und das hat dann eben auch 2019 das letzte Mal stattgefunden in Köln.Und es gab den Wunsch, das mal wieder zu machen.Und dem werde ich jetzt nachkommen. Und habe dann eine sehr schöne Locationdafür gefunden, das Peter Edel hier in Berlin.Und das ist in jeder Hinsicht ideal.Und jetzt muss nur noch alles andere funktionieren.Sprich, auch hier sollten sich dann die Leute melden, die kommen und ich werde hier,das kann jetzt leider auch keinen konkreten Termin ankündigen,aber ich werde in Bälde auch hier einen Vorverkauf starten und dann könnt ihrda auch dran teilnehmen.Wenn ihr schon mal da wart und wisst, was Sache ist, dann muss ich vielleichtgar nicht so viel dazu sagen.Ich habe jetzt auch etwas ausführlicher in der letzten Freakshow mit Ralf,der da auch mal aktiv mit dabei war, über die Veranstaltung gesprochen,will das jetzt an dieser Stelle nicht alles nochmal wiederholen.Wenn ihr noch eine tiefere Einführung haben wollt, springt doch einfach malkurz auf freakshow.fm, der war sowieso ziemlich gut.
Linus Neumann
Kann man sich nochmal anhören, wie das mit dem DMA und Apple ist, habe ich gehört.
Tim Pritlove
Das auch.Aber auch, man lernt auch viel über Strom.
Linus Neumann
Ja, so weit bin ich noch nicht.
Tim Pritlove
Ich.
Linus Neumann
Hab nur Strom.
Tim Pritlove
Und Solar und so weiter.
Linus Neumann
Ach, eine Schande. Den ganzen IMF-Camp habe ich,dem Tim dabei zuhören können, wie er über Strom und Solar lernt.
Tim Pritlove
Ja, genau.
Linus Neumann
Und jetzt kriegt er es nochmal als Podcast. Ist jetzt auch vorbei?
Tim Pritlove
Wie das immer so ist, ich habe immer eine Phase, geht dir das nicht so,dass man sich in irgendwas total reinnerdet eine Weile? Ja.Und dann, also mir geht es zumindest so, damit ich Closure kriege.
Linus Neumann
Muss das am Ende fertig sein?
Tim Pritlove
Nee, ich muss das dann vor allem, das gesammelte Wissen, halbwegs aufbereitet, anderen Menschen.
Linus Neumann
Alles gut.
Tim Pritlove
Weil das ist so ein wichtiger Trainingsfaktor, sonst funktioniert meine AI nicht.
Linus Neumann
Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie jetzt auf unseren gemeinsamen Campingurlaubendu dich demnächst beschäftigst.Weil, dass Tim vor dem Wohnwagen sitzt und seine Solaranlage debuggt, war einfach gegeben.Das war, das ist einfach, das ist einfach so wie, so wie Julian Assange hängtirgendwo fest und kommt nicht raus ähm, weißt du,Tim sitzt vor dem Wohnwagen, debugt seine Solaranlage, was noch?Einfach so bestimmte Dinge, die einfach so sind.Und alles kommt jetzt zu einem Ende.
Tim Pritlove
Ich werde mich zu deinem Verhalten nicht äußern.
Linus Neumann
Wir sind jetzt komplett orientierungslos. Uns bringt hier eins nach dem anderen weg.
Tim Pritlove
Ja, das ist eine Sendung der Abschiede hier.
Linus Neumann
Eine Sendung der Abschiede.
Tim Pritlove
Um es rund zu machen, also die Subscribe-Podcast-Konferenz kommt alle,also alle, die selber podcasten, sowieso, ja, alle, die ein technisches Interesseauch an Podcasting haben.Es ist keine Podcast-Live-auf-der-Bühne-Zuhören- Show.Es ist schon dafür gedacht, diese...
Linus Neumann
Wir haben gesagt kurz.
Tim Pritlove
Jaja.
Linus Neumann
Du bewirbst jetzt hier dieses...
Tim Pritlove
Jetzt muss ich es auch kurz zu Ende bringen. Die Podcast-Community dort zusammenzu führen und wenn ihr euch dem Thema in irgendeiner Form nahe seht,dann ist das vielleicht etwas für euch.Unter subscribe.de werden wir dann hoffentlich in den nächsten Tagen die wichtigstenSachen zusammenschreiben und dann gibt es auch bald Tickets zu kaufen und das Ganze ist,im Oktober diesen Jahres ist also noch ein bisschen hin, aber nur ein bisschenund zwar vom 18. bis zum 20.
Linus Neumann
Ja, okay.
Tim Pritlove
18.
Linus Neumann
Oktober ist Helge Schneider.
Tim Pritlove
Was mit Helge Schneider?
Linus Neumann
Helge Schneider haben wir den.
Tim Pritlove
Am Konzert.
Linus Neumann
Ja.
Tim Pritlove
Okay, vielleicht kommt der auch noch rum.
Linus Neumann
Ja, ich sag das nur. Um nochmal kurz auf die, genau, im Tempo drum, Helge Schneider.Weiß ich, sowas weiß ich.
Tim Pritlove
Unwichtiges Ding halt.
Linus Neumann
Unwichtiges Wissen. Um nochmal auf die LMP500 zurückzukommen.Ich wollte nur noch kurz erwähnen, es gibt das Standard-Ticket,es gibt das barrierefreie Ticket und es gibt das T-Shirt.
Tim Pritlove
Ja.
Linus Neumann
Und man kann dort teilweise, man kann da andere Preise eintragen. Die Seite ist hackbar.Für diejenigen, die unter Umständen.
Tim Pritlove
Und das in jede Richtung.
Linus Neumann
Ja, also ärgerlicherweise auch nach unten.Ich wollte das, warum wir dort nicht noch ein ermäßigtes Ticket haben,ist, dass es einfach quasi bei dem Produktstandard und barrierefreies Ticketdie Möglichkeit gibt, den Preis in einem gewissen Rahmen selbst zu bestimmen.
Tim Pritlove
Genau, ihr ermäßigt euch einfach. Selbst wenn ihr das für richtig haltet,ihr wisst es eh am besten.
Linus Neumann
Genau. So 5% vom Jahreseinkommen soll man ja in,In Podcasts investieren, also in einen Podcast investieren. Genau,das war noch zu sagen. Damit wären wir beim Feedback, ne?
Tim Pritlove
Okay.
Linus Neumann
Oder? Hast du noch was?
Tim Pritlove
Nö, ich sollte mich ja kurz halten. Das habe ich jetzt gemacht.
Linus Neumann
Ja, ich könnte auch noch, wir könnten nochmal nur, um deine Shownote-Sache jetztkomplett zu zerfräsen, auch nochmal sagen, der subscribt hier vorher auch malPotlove, Developer, Summit und so weiter.
Tim Pritlove
Springst in den Themen hin.
Linus Neumann
Ja, ich mache das.
Tim Pritlove
Wie soll ich denn da die Kapitelmarken ordentlich machen?
Linus Neumann
Ja, weil ich weiß, dass das schwierig ist.
Tim Pritlove
Es gibt immer ein Thema, dann nochmal dasselbe Thema. Nochmal.
Linus Neumann
So Dinge wie der Potlove.
Tim Pritlove
Ja, das hieß Potlove Developer Workshop. So fing das mal an.
Linus Neumann
Und da sind Dinge entsprungen wie Potlove. Der Potlove Player,das WordPress Plugin, alles, alle, die ganze Infrastruktur, diese ganzen Podcast-Schmarotzerjetzt kostenlos nutzen, um ihre Werbung in die Welt zu pusten.Das ist alles mal, da ist quasi die Wiege von das Ganze.
Tim Pritlove
Ja, also um es technisch genau zu machen, die Wiege vom Ganzen war,dass ich irgendwie Erik beschwatzt habe, dass das eine geile Idee ist auf irgendeinemKongress und damit fing es eigentlich an.
Linus Neumann
Und dann hat er gesagt, scheiße, warum soll ich das alleine machen, da hast du gesagt.
Tim Pritlove
Na gut, machen wir ein Summit. Das war ja meine… Und.
Linus Neumann
Auch das Sendegate ist ja auch auf diesen Subscribers entstanden.
Tim Pritlove
Ja genau, also es ist einiges dort entstanden und es ist vor allem ja auch immermir sehr wichtig gewesen,beziehungsweise so sehe ich im Primär ja meine Funktion in diesem ganzen Universum,dass ich halt mich darum gekümmert habe, dass die Community sich organisierenkann, um dann Dinge zu tun.Das ist der Hintergrund dieser Veranstaltung gewesen und war es halt bis zuletzt auch immer noch,weil ich sehr auf so selbstorganisierte Kommunikation untergleichen stehe undfinde, dass das einfach der einzige richtige Ansatz ist,um interessante Projekte zu starten.Aber jetzt machen wir nicht nochmal eine Kapitelmarke nochmal mit demselben Titel.
Linus Neumann
Nee, ich wollte dich einfach nur ärgern.
Tim Pritlove
Nee, hast du geschafft.
Linus Neumann
Kommen wir zum Feedback. Kommen wir zum Feedback, geht direkt weiter, die Ärger.Wir haben ja hier Schwierigkeiten mit der Terminmelodie.
Tim Pritlove
Ja?
Linus Neumann
Ja. Und dazu sagt Axel, die musssein, also Axel sagt, wenn circa 50% die Signation, heißt das Signation?Also diese Titelmelodie, Signation, wie spricht man das aus?
Tim Pritlove
Der Begriff ist mir als solcher in dem Zusammenhang Signage.
Linus Neumann
Mensch, sagen wir Titelmelodie. Wenn 50% die Titelmelodie der Termine nervigfinden und die anderen sie lieben, würde ich vorschlagen, sie in 50% der Fälle zu spielen.Zum Beispiel immer bei gerader Folgennummer.Ich habe Firefly verloren, ich habe Google Plus verloren, ich kann jetzt nichtauch noch die Terminmelodie verlieren.Damit nicht genug. Piro sagt, um die Diskussion, um die Melodie bei den Terminenabschließend zu behandeln.Der Jingle wurde am Freitagabend auf der Fusion auf dem Querfeld während eines Sets eingespielt.Das Publikum hat das tanzend aufgenommen, womit die Massentauglichkeit des Einspielersals billig gelten dürfte.Ich war ganz auch aus dem Häuschen. Also siehst du mal, was wir hier teilweise.Für popkulturelle Einflüsse...
Tim Pritlove
Du willst mir jetzt nicht erzählen, dass das deshalb auf der Fusion eingespieltwurde, weil wir das in der Sendung...
Linus Neumann
Warum denn sonst?
Tim Pritlove
Warum denn sonst?Ja, keine Ahnung. Weiß ich auch nicht. Zufall.
Linus Neumann
So, dann haben wir das Thema Telekom mit Meta, also die letzte Sendung behandelt,dass sie sich darüber gestritten haben.Der Ablauf war ja der, dass sie 24 Übergabepunkte hatten, darüber eine vertragliche Vereinbarung.Diese vertragliche Vereinbarung von Facebook dann irgendwie quasi gekündigtwurde, die Leistung, die vereinbarte Leistung aber weiterhin entnommen wurde,hat die Telekom gesagt, naja,wenn du das hier weiter nutzt, dann zu folgenden Konditionen,das hat Meta gemacht und dann wollten sie dafür nicht zahlen.Das wurde verhandelt und deshalb war natürlich in der Diskussion Konsequenzen,in den Fragen Netzneutralität durch Leitungsgebühren und sonstiges. ist.Dazu haben mehrere Leute kommentiert, deren Kommentare ich jetzt mal vorlese.Wotti,Für Meta ist es eben nicht möglich, wie von Linus mehrfach erwähnt,einfach zum D-Kicks oder einem anderen IX zu gehen.Die Telekom ist dort zwar teilweise mit homöopathischen Bandbreiten vertreten,nimmt aber nicht am Peering über die Route-Server der Exchanges teil.Für Meta bleibt ohne direktes Peering nur der Weg über einen Transit.Wichtig zur Einordnung.Meta würde gern ein Peering mit der Telekom haben, was bedeuten würde,dass die Telekom nur die Routen weiterleitet, die von ihr oder ihren direkten Kunden kommen.Bei IP Transit hingegen sendet die Telekom eine komplette Tabelle mit Routenfür jedes Ziel im Internet.Interessant zu wissen wäre jetzt, ob Meta nach der Kündigung diese Routen insInternet genutzt hat oder ob die Session tatsächlich als reine Zuführung zuTelekom-Kunden nutzte.Die Telekom nutzt hier mal wieder ihren riesigen Kundenstamm im Privatkundenbereichals Druckmittel, um ihr Geschäft im Carrier-Bereich voranzutreiben.Andere Provider freuen sich, wenn sie auf solch unkomplizierte Weise so vielTraffic austauschen können. Simon kommentiert.Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass das für die Telekom Telekom ein großerMehrkostenbetrag ist die Standorte und die Router brauchen sie ja sowieso.Und Meta wird auch nicht das einzige Traffic-lastige Netz an den Standortensein, das private Interconnects mit der Telekom hat.Und am Ende zahlt ja auch der Kunde dafür.Vor ungefähr zehn Jahren war es schon echt nervig, dass YouTube von einem Telekom-Anschlussab 17 Uhr nicht mehr wirklich benutzbar war.War für mich mit ein Grund, den Anschluss zu kündigen und den Anbieter zu wechseln.Seitdem achte ich darauf, dass mein ISP eine halbwegs offene Peering-Policybetreibt und zum Beispiel am B-Kicks peert.Gerade zu lokalen Berliner Zielen zahlt sich das auch in geringer Latenz aus.Peter kommentiert zu Meta vs.Telekom. Das Urteil finde ich sehr nachvollziehbar. Meta benutzt einen bezahltenDienst der DT AG und will dafür nicht zahlen.Das funktioniert so nun einmal nicht.Ich glaube, da sind wir uns wahrscheinlich alle drüber einig,zumal die ja eben eine längere Zeit darüber ein bezahltes, von beiden Seitengenutztes und bedientes Verhältnis hatten.Das Problem ist, dass die DTAC, also Deutsche Telekom AG, sich selbst zu einemTier-1-Provider deklariert, der sie praktisch nicht ist.Und so verweigert sich die Telekom kategorisch Peerings, also dem Austauschvon Daten auf Augenhöhe zum Selbstkostenpreis zwischen zwei Netzen.Und wenn sie damit nicht durchkommt, zum Beispiel bei anderen Tier-1-Providern,beschränken sie dort die Bandbreite derart, dass dort praktisch kein Durchkommen ist.An den Internet-Exchanges ist die D-Tag inzwischen zwar vertreten,dafür aber mit minimaler Bandbreite und verkaufen dort auch nur Transit,also den Austausch von Daten gegen Geld, dafür nicht zum anderen Netz, sondern zum Internet.Auch das hatte Wotti ja gerade schon erwähnt. Am D-Kicks waren sie zuletzt,soweit ich weiß, mit circa 2x10 Gig vertreten.Den Transit, den sie verkaufen, bieten sie dir aber zum 10-fachen Preis anderer Transit-Anbieter an.Als Transit ist der aber wegen fehlender Peerings nicht zu gebrauchen.Es ist praktisch nur ein bezahltes Peering zum D-Tag-Netz.Also, ich konnte das jetzt nachvollziehen. Ich glaube, wir...
Tim Pritlove
Ich grübel gerade noch so ein bisschen, ob ich die Begriffe richtig zugeordnet bekomme.
Linus Neumann
Also, du sprichst mit einem anderen Netz.Man einigt sich darauf, wir stecken jetzt hier ein Kabel rein.So, und dann gibt es einmal, naja, okay, wir sind so ungefähr,das ist in unser beider Interesse... Interesse.
Tim Pritlove
Welche Augenhöhe?
Linus Neumann
Das ist hier ungefähr auf Augenhöhe. Wir sind uns jetzt mal darüber einig,dass wir dieses Kabel jetzt einfach stecken und beide froh sind,dass es diese Routen jetzt gibt. Und,Das andere ist, du buchst Transit, das wäre klassischerweise dann der Fall,wenn dir jemand anderes sagt, du, ich habe hier eine ganze Menge Internetverbindungen,die ich dir auch bereitstellen kann.Also irgendwo musst du ja mal ins Internet, wenn du jetzt sagst,ich will ins Internet und jetzt nicht über einen DSL-Anschluss gehst,sondern du möchtest am Internet teilnehmen.Da muss ja irgendwann, irgendeiner muss sagen, hier ist für dich der Anfangvom Internet, da steckst du dich jetzt dran und das, was ich dir hier gebe,sind Routen in alle anderen Netze.Ich gebe dir Zugang zu dem Internet.Das kostet dann aber was, weil es ist Transit und ich gebe dir Routen überall hin.
Tim Pritlove
Ich bin dein Provider, ich biete dir Zugang zum Internet.
Linus Neumann
Ich biete dir hier die Dienstleistung Zugang zum Internet.Und was jetzt PETA und WOTI argumentieren ist, die Telekom sagt, liebes Netflix,du kannst bei uns kaufen Transit, weil wir sind, sorry genau,liebes Meta, du kannst bei uns Transit kaufen, nämlich Zugang zum Internet.Wir sind ein Tier-1-Provider.Wir sind eine Sockel des Internets. Wenn wir nicht sind, dann ist es Internet.Nicht Sockel. Wir sind auf der absoluten Ebene 1. eins,wir sind quasi,Internetbasis Infrastruktur. Bei uns kannst du dich anschließen, das kostet aber etwas.Und das allerdings, diese Argumentation machen sie während das,was sie Meta in diesem Moment bieten.Meta sagt, Meta geht ja nicht hin und sagt, boah, wo kommen wir nur in dieses Internet rein?Wir brauchen irgendwo Internetzugang. Wir brauchen irgendwo Internetzugang.Wäre voll geil, wenn die Deutsche Telekom uns mit diesem Internet verbinden könnte.
Tim Pritlove
Das haben wir noch nie gesehen. Wir wollen auch mal rein.
Linus Neumann
Die Tatsache ist, dass Meta wahrscheinlich mehr Netz hat als das Internet. Oder ein großer Teil.
Tim Pritlove
Mehr als die Telekom.
Linus Neumann
Sicherlich ist Meta bei der Inanspruchnahme von Routing nicht auf Transit vonder Deutschen Telekom angewiesen.Und das ist das, was hier Peter und Wotti eben auch darstellen und sagen,du kannst ja nicht Peering auf einmal zu Transitpreisen anbieten,weil sorry entspricht halt nicht den Gepflogenheiten.Und damit sind sie genau bei der Argumentation, die ja, sagen wir mal,auch sicherlich Thomas Lohninger vertreten würde und die, sagen wir mal,der gesamten Netzneutralitätsgedanken entspricht, zu sagen,weißt du, solange du jetzt nicht in einer klaren Situation bist,dass du Transit brauchst, dass du sagst, scheiße, ich hab ein Datacenter gebaut,ich hab ein Datacenter gebaut, das muss ans Internet.Und irgendjemand muss mir meinen gesamten Traffic in die gesamte Welt durchrouten.Und da sage ich, ich hätte hier gerne, was weiß ich, 10, 10 G-Ports.Und was ich damit mache, ist meine Dienstleistungen anbieten,meine Kunden, dann brauche ich Transit.Und die Deutsche Telekom sagt im Prinzip, wenn du Zugang zu unseren Kunden habenwillst, dann musst du Transit zahlen.Und das ist quasi die Politik, die hier kritisiert wird, dass die Deutsche Telekomeben nicht ihrem, sagen wir mal,dem Wunsch ihrer Kundinnen gemäß zusehen würde, dass sie aus Eigeninteresseüberall hin die bestmöglichen Verbindungen hat, sondern versucht da ein Preisschild dran zu machen. Und,also das ist glaube ich eine sehr wichtige eine sehr wichtige eine sehr wichtige,Inhaltliche Ergänzungen zu der Darstellung der letzten Sendung.
Tim Pritlove
Und ich denke auch, dass die Telekom Peerings zu anderen großen Serviceanbietern auch hat.Also ich meine, zu YouTube haben sie ein Peering, oder?
Linus Neumann
Das kann ich jetzt leider nicht genau sagen, weil ich es nicht weiß.
Tim Pritlove
Kann man ja nur davon ausgehen. In den Kommentaren kam es ja auch zur Sprache,dass es halt so schlecht war, weil einfach kein ordentliches Peering existierteund dann brach halt die Verbindung ab 17 Uhr ein.Das ist ja definitiv nicht mehr der Fall. Weil das ist halt dieses Wechselseitige.Beide Seiten haben eigentlich ein Interesse daran, dass Kunden schnell Zugrifferhalten und wie es ja auch hier korrekt ausgedrückt wurde, das erzeugt ja aucheinen Druck, das erzeugt ja auch einen Nachfragedruck.Der muss ja ohnehin irgendwohin abgeleitet werden. Es werden ja nicht weniger Daten dadurch.Es ist nur die Frage, wo laufen sie am schnellsten entlang und wer zahlt sozusagen für diese Verbindung.
Linus Neumann
Ich denke, wir müssen natürlich in einer grundsätzlichen Erwägung aber auchtatsächlich mal anerkennen,dass quasi diese Wirpieren an einem Kicks-Situation zunehmend, sagen wir mal,auf dem Weg dahin ist,was eine sehr bedauerliche Entwicklung ist.Eine Randerscheinung des Internets zu sein.Dass nämlich sowas wie Facebook.Riesige Infrastrukturen auf diesem Planeten enthält und,Facebook längst zu groß ist oder Meta längst zu groß ist und viel zu viel Trafficmacht, um irgendwie zu sagen,yo geil, wir haben jetzt hier unser Data Center, wir kaufen uns irgendwie Transitbei dem lokalen Tier 1 und dann fluten wir das Netz mit unseren Inhalten. Also diese,Diese dezentrale Struktur des Internets, die über Jahrzehnte sein zentraler Vorteil war,mit so großen, ich glaube John Gilmore hatte den Satz auch gesagt,The Internet detects censorship as damage in routes around it.Also quasi dezentral, wenn die eine Route ausfällt, geht die andere,wir sind hier alle und Peering und Daten und so weiter.Das spiegelt sich, glaube ich, nicht mehr wieder in der einerseits physischen Realität,wie dieses Netz gebaut ist und auch nicht mehr unbedingt in der ökonomischenRealität, Weil es natürlich hier einfach einige sehr,sehr große Player gibt,die sehr große Teile der Internetinfrastruktur ihr eigen nennen und betreiben.Wenn du jetzt sagst, nimm mal das Internet und nimm AWS raus,also Amazon, nimmst du Microsoft Cloud raus, nimmst du Netflix raus, nimmst du Meta raus.
Tim Pritlove
Dann hören die Internetports auf zu blinken.
Linus Neumann
Dann hast du Peering, ja? Und der Rest, dann hast du irgendwo Peering am Kicks.Das ist sicherlich auch noch viel Traffic und da kommt wahrscheinlich das ganzeFußvolk her und holt sich ein bisschen Netz, ja?Und da kann dann mein, was weiß ich, Hetzner-Server irgendwie das Internet erreichen oder so, ne?Und dafür zahlt Hetzner irgendwo Transit, das ist alles noch richtig.Aber quasi so dieses, und ich glaube, das ist eine Realität,die sich jetzt auch in dem, was ich zu diesem Thema so sehe und lese, widerspiegelt.Diese Überholspur im Internet, die ja dann viel bemüht wird bei der Frage um Netzneutralität,die ist längst eine Realität dadurch, dass Leute eben, dass Unternehmen pieren.Und dass sie halt ökonomisch versuchen, Vorteile aus Verbindungen zu schlagen.Und das ist jetzt etwas, was die Telekom versucht und was ja auch mit dieserhier Thierry Breton fair share.Wir bauen diese Infrastruktur und am Ende gibt es da Milliardenunternehmen,die da einfach nur reinpumpen, uns zwingen, diese Infrastruktur auszubauen unduns nichts davon abgeben.Dass sich quasi diese Idee und dieser Wert der Netzneutralität immer wenigerder ökonomischen Realität und der Machtverhältnisse des Internets, wie wir es kennen,entspricht.Habe ich das gut ausgedrückt?
Tim Pritlove
Ich weiß es nicht. Also ich habe noch ein bisschen Schwierigkeiten, das alles zu sortieren.Also erstmal, ich sehe das jetzt nicht unbedingt als ein Problem des dezentralenInternets, wenn jetzt einzelne Anbieter sich dezentral irgendwo mit anderen Providern verbinden.Also es muss ja nicht über einen zentralen Verteiler laufen,um das dezentrale Internet Also an der Stelle finde ich das ja auch in Ordnung.Da wo große Daten, du hast so gesagt, es war ja mal so schön,als alles noch über das Zix lief.Also vielleicht habe ich dich da auch missverstanden. Also das ist natürlichauch eine Eigenschaft dieser Internetstruktur, dass alles so dezentral auchorganisiert werden kann.Dass da keine zentrale Planung ist, sondern im Prinzip alle Beteiligten sichuntereinander einig werden können. Hier ist jetzt nur die Frage,bricht das Modell, man wird sich schon irgendwie einig werden?
Linus Neumann
Sehr gut, ich kann einen wichtigen Punkt ergänzen.Also die anfänglichen Netzneutralitätsdebatten, die haben sich über Werte undPriorisierung einzelner IP-Pakete entsponnen.Da wurde dann quasi gesagt, ey, alle Pakete sind gleich.Da wurde Netzneutralität doch überhaupt in Form einer IP-Paket-Priorisierung oder nicht diskutiert.Ja, und da wurde dann gesagt, wir möchten nicht, dass hier eine Überholspurim Internet stattfindet, weil jetzt das eine Paket besser behandelt wird als das andere.Und das meinte ich mit, die physische Realität ist jetzt einfach mal,Deutsche Telekom hat 24 direkte Interconnects mit Meta, wo 100% Meta-Telekom-Trafficausgetauscht wird, nichts anderes.Das könnte man jetzt als eine Überholspur bezeichnen.
Tim Pritlove
Man könnte aber auch sagen, es ist eine zusätzliche Spur auf der Autobahn,damit auf der anderen noch Platz ist.
Linus Neumann
Genau, es ist eine weitere Autobahn. Und das meinte ich mit,dass sich diese Realität des Internets zunehmend dahin verändert,dass du quasi gar nicht mehr unbedingt Internet haben willst.Also wenn wir das eine Spiel spielen, AWS, Azure,Meta und was weiß ich, fallen aus, dann wäre der größere Teil deiner Internet-Erlebnisseschwer beeinträchtigt.Während wenn potenziell jetzt, sag ich mal,ein Hetzner-Datencenter ausfällt oder so,würdest du, also ich nehme jetzt Hetzner, irgendein Standard-Hosting-Datacenterausfällt, würdest du punktuelle Grievances erfahren in deinem Leben,aber der Tag wäre noch nicht vollständig ruiniert.
Tim Pritlove
Also ich meine, man kann natürlich Meta, wie auch YouTube im Übrigen,auch mit der Brille von irgendwo seid ihr ja auch ein Hoster sehen.Weil ob ich jetzt meine eigenen Server in meinem eigenen Rack irgendwo stehenhabe oder ich habe meine Server auf Servern von einem Internet-Hoster,der so mehrere auf einem bereithält und dann geht es über deren Netzinfrastruktur raus.Ob man das nur sozusagen das klassische Hosting als solches betrachtet oderob nicht auch mein YouTube-Kanal,mein Instagram-Account, meine Facebook-Seite für viele Leute selbstverständlichgenau dieselbe Funktion erfüllt.Und von daher ist dann Facebook jetzt mal konkret als Dienst eigentlich auchnicht so sehr viel was anderes wie all die Server, die jetzt bei Hetzner im Rechenzentrum stehen.Und das alles rechtfertigt natürlich diese Position und ich muss sagen,wir haben glaube ich in der letzten Sendung tendenziell so ein bisschen proTelekom, wir verstehen das schon irgendwie,aber das war, wenn ich mich richtig erinnere, auch mehr aus so einer rechtlichenBetrachtung dieses Falles getragen.Und wenn man es jetzt einfach mal anschaut mit, wie sollte es sein,denke ich mir so, Telekom, ihr solltet einfach mal mit Meta mal klarkommen,da pieren, die haben genug Daten, ihr müsst da genug hinschicken,die wollen genug zu euch zurückschicken, warum soll das andere Umwege nehmen?Da hätten wir da ganz gerne mal eine interne Überholspur oder eine neue Autobahnspur.Und da ihr da beide davon profitiert, weiß ich auch nicht, warum der eine demanderen jetzt was bezahlen muss.
Linus Neumann
Genau. Aber da haben wir auch in der letzten Sendung gesagt,dass offenbar Facebook zumindest für eine längere Zeit das auch bereit war zu zahlen.
Tim Pritlove
Und das war ja der rechtliche. Ja, ja, genau. Da steckt man ja auch nicht drin.Na gut, aber vielen Dank für die ganzen Klarstellungen und Einblicke auch nochmalin die Peering und Hosting und Transit-Realität. Das war mir jetzt auch allesgar nicht mehr so geläufig.
Linus Neumann
Also dann gab es Biometrie am Flughafen haben wir drüber gesprochen Da gab esübrigens richtig pampige Kommentare, dass wir nicht verraten haben was man am BER machen kann.
Tim Pritlove
Ich wollte es ja sagen, du hast gesagt es soll ruhig sein Wenn du sagst es soll ruhig sein.
Linus Neumann
Dann bist du sofort ruhig Manche Dinge,Ein Gentleman genießt und schweigt. Da könnte ja jeder kommen.
Tim Pritlove
Ja, das passt schon. Wir werden schon noch Termine kriegen, keine Angst.Los, jetzt erzählen wir das.
Linus Neumann
Sollen wir es erzählen? Ja.
Tim Pritlove
Man kann am BER sich auf der Webseite einen Termin am Security Terminal klicken.Und das hat zwei Vorteile.Erstens, man kommt da sofort rein und steht nicht 30 Stunden Ja.
Linus Neumann
Sehr viel kürzere Wartezeit.
Tim Pritlove
Also ich habe da noch nie eine nennenswerte Wartezeit gehabt,die irgendwie über fünf Leute vor mir hinausgegangen ist.Vielleicht in irgendwelchen Stoßzeiten ist es auch mal ein paar mehr,aber jetzt nicht so, du kommst in so eine Halle rein und die besteht nur auseiner sich ringelnden Warteschlange und du kommst vielleicht in drei Stunden zu deinem Zug.
Linus Neumann
Nennt sich BER Runway und kostet nichts.
Tim Pritlove
Genau.
Linus Neumann
Du kriegst, du buchst ja im Prinzip den Slot für den Zeitpunkt,Wann der verspätete Regionalexpress da an dem Flughafen ankommt,da hast du, ich glaube, 10 bis20 Minuten vorher und nachher ist so dein Fenster, 15 Minuten oder sowas.Und dann hast du eine, ja, hast du halt im Prinzip wie ein Priority-Check-In ohne Status.
Tim Pritlove
Genau.
Linus Neumann
Und ohne zu bezahlen.
Tim Pritlove
Und der eigentliche Vorteil davon.
Linus Neumann
Und du kannst das sogar noch, während du da in der Bahn sitzt,einfach spontan buchen.
Tim Pritlove
Auch das, auch wenn ich das bisher immer weit im Voraus gemacht habe,du kannst glaube ich nur einen Tag vorher dich da überhaupt erst melden fürdeinen Fluch, aber das beste Feature da dran ist.Flugfirmen, die Betreiber, die sagen wir mal, die erzählen einem ja immer,ja, also wenn alles super läuft, dann, wenn alles super laufen soll,dann bist du am besten fünf Stunden vorher da.Oder vier oder drei, irgendeine totale Zeit und dann bist du drei Stunden vorherda und drehst drei Stunden ein Däumchen, weil die dann doch erst irgendwie fünfMinuten bevor der Flug aufgeht, irgendwie eine Tür aufhaben.Wenn du bei der BER Runway deinen Flug eingibst, das ist nämlich das erste, was sie dich fragen,dann schlagen sie dir mehrere Zeiten vor und du kannst einfach die letzte auswählenund weißt, wann es noch safe ist.
Linus Neumann
Ja gut, aber das weiß man ja eh, wann der boardet.
Tim Pritlove
Ja, man weiß, wann er boardet, aber es gibt ja manchmal wirklich,je nach Destination, gibt es ja auch längere Prozeduren.Es gibt ja bestimmte Reiseziele, wenn du jetzt zum Beispiel nach Israel fliegst,dann ist da nochmal so doppelter Security-Check-In.
Linus Neumann
Ja, aber da würde ich mich jetzt gründen. Ist so. Ja, selbstverständlich.
Tim Pritlove
Die Freude habe ich auch schon gehabt. Ich fand es toll.
Linus Neumann
Ja, es ist ein gutes Feature und es ist jetzt leider kaputt.
Tim Pritlove
Weil wir drüber geredet haben.
Linus Neumann
Naja, das ist halt eine Frage von Peering und Transit.Wollt ihr alle zu dem Flughafen?
Tim Pritlove
Nein, ich finde das völlig in Ordnung. Eigentlich sollte das generell so laufen.
Linus Neumann
Pass auf, das war eine kostenfreie Überholschwur.Es wurden alle Pakete gleich behandelt, außer die, die halt wussten,Es gibt ja noch andere Möglichkeiten, man kann ja auch einfach Senatorstatushaben, da gibt es nochmal.Einfach. Einfach Senatorstatus. Ich sag mal, diese Situation,dass allgemeinem Pöbel wie dir kostenlos ein Privileg eingeräumt wird.
Tim Pritlove
Das ist Sozialismus.
Linus Neumann
Die erfordert, ja, also diese Situation erfordert, dass du nicht an die große Glocke hängst,weil demnächst wird BER Runway halt einfach komplett überrannt sein und dannkannst du dich in die andere, in die Asi-Schlange stellen.
Tim Pritlove
Wir haben doch eh nur Hörerinnen und Hörer, die regelmäßig in Flugscham versinken.Das ist alles überhaupt nicht das Problem.Sind doch alle im Gegensatz zu uns umweltbewusst und wollen die Welt retten.
Linus Neumann
Oh, also das unterschreibe ich jetzt nicht. Ich will auch die Welt retten.
Tim Pritlove
Ja, ich auch.
Linus Neumann
Deswegen fliege ich demnächst nach Kopenhagen zur Klimakonferenz.So.
Tim Pritlove
Oder wie die spanische Nationalmannschaft von Düsseldorf nach Paderborn.
Linus Neumann
Paderborn hat einen Flughafen.
Tim Pritlove
Das war auch der erste Kommentar, den ich dazu gelesen habe.
Linus Neumann
Vielleicht gar nicht so blöd von Paderborn zu fliegen Da ist bestimmt keinelange Schlange auf der QT So genau Okay, zurück zum Thema Biometrie am Flughafen,Marix war das glaube ich Ich gucke nochmal ganz kurz her,Ha? Marix? Marix war das, glaube ich, von dem der Kommentar war. Ähm, ja.Ihr habt wahrscheinlich schon Dutzende ähnliche Kommentare in der Warteschlange.Ja, aber Marix hatte natürlich BR Runway. Aber ich denke, dass es relativ offensichtlichist, dass es bei der Biometrie am Flughafen gerade nicht um eine Zeit,sondern um eine Personalersparnis geht.Beim Anhören, eventuell hätte ich nicht nebenbei Hausarbeiten machen sollen,wurde mir zwar nicht ganz klar, ob es ums Boarding oder den Check-In geht,aber in beiden Fällen ist die Zeitersparnis, wie ihr ja eigentlich auch erzählt habt, Quatsch.Was mich etwas verwirrt hat, ist, dass immer vom Check-in geredet wurde.Wie ihr es angemerkt habt, findet der ja sowieso eigentlich heutzutage online oder per Automat statt.Da gibt es ja nichts zu sparen und eine biometrische Kontrolle würde den Online-Check-inja sogar unmöglich machen.Von daher gehe ich eigentlich davon aus, dass immer das Boarding gemeint war.Beim Boarding gibt es aber noch einen ganz anderen Grund, wieso keine Zeit gespart werden kann.Ich bin jetzt zwar definitiv kein Vielflieger und von daher habe ich da eventuellbei den Business Casper Inlandsflügen eine Erfahrungslücke,aber ich glaube, ich habe doch ein ganz repräsentatives Bild,was sonstige kommerzielle Flüge angeht.Und hier habe ich es noch nie erlebt, dass die Kontrolle beim Boarding der begrenzendeFaktor für die Geschwindigkeit des Boardings war.Ich habe definitiv immer länger darauf gewartet, dass die Schlange der vor mirEinsteigenden endlich weiterging, als der Airline-Mitarbeiter benötigt hat,um die Bordkarte zu checken und sich einen Ausweis zeigen zu lassen.Ich kommentiere das kurz. Ist richtig, üblicherweise, nachdem du dich dieseganze Check-In-Kontrolle durchbillst, staut es sich im Finger oder vor dem Bus ab.Da kann ich als Business-Gast bei Inlandsflieger die Erfahrungslücke von Marix.
Tim Pritlove
Definitiv.
Linus Neumann
Ja, also wichtiger Punkt, ist sowieso ein guter Kommentar, deswegen wird er ja vorgelesen.Da lässt sich keine Zeit sparen, denn selbst wenn der Nullzeit brauchen würde,dann würde ich trotzdem genauso lange an der Stelle stehen.Das Einzige, was sich da einsparen lässt, ist der Mitarbeiter,nämlich indem man ihn durch einen biometrischen Kontrollautomaten ersetzt. Ja, richtiger Punkt.Ein Bonus wäre natürlich, dass das Boarding dadurch vermutlich tatsächlich entspannter wäre.Bei 100 Leuten in einem Flugzeug ist sicher immer mindestens eine Person dabei,wo die automatische Kontrolle nicht funktioniert und alle, die schon durch sind,sich dann schon mal in Ruhe sortieren können.Heißt natürlich auch, dass das Servicepersonal dann doch wieder gebraucht wird.Aber da taucht bei der Airline ja dann sicher unter einem anderen Kostenschlüssel auf.Der Bonus dürfte also sicher sein. Ja, guter Punkt.Hätten wir mal auch erwähnen können, dass es sicherlich die ein oder andereMitarbeiterposition sich dadurch einsparen lässt und es darum gehen kann.Ja, das so für die Kommentare. Haare.Dann habe ich drei kurze Sachen, auf die ich in eigener Sache mal hinweisen wollte.
Tim Pritlove
Jetzt geht's los.
Linus Neumann
Es gibt ein neues Buch von Marc-Uwe Kling und ich habe mit großer Freude festgestellt,dass da einem Linus hinten drin gedankt wird und deswegen empfehle ich jetzt, dieses Buch zu kaufen.Und zwar handelt es sich um den ersten, ja man könnte sagen Thriller von Marc-Uwe Kling,der ja sonst eigentlich durch humoristische Dinge bekannt ist,wie Känguru-Chroniken, Quality Land und er hat jetzt hier einen Thriller geschrieben.
Tim Pritlove
Auf dem Cover steht sensible Inhalte. Dieses Buch enthält Inhalte,die manche Personen als verstörend empfinden können.
Linus Neumann
Ganz krass.
Tim Pritlove
Liegt das an dir jetzt, an deinem Beitrag?
Linus Neumann
Das war es. Ich freue mich einfach.Wir haben ein bisschen über das Buch gesprochen. Ich bin da auch sicherlichnicht an der ersten Stelle der Danksagung. Aber ich freue mich trotzdem darüber.Und als dann nämlich eine Freundin mich fragte, hast du schon das neue Buchvon Marc-Uwe Kling gelesen, die das offenbar sehr früh gekauft und gelesen hatte,weil es war irgendwie wenige Tage nach dem Erscheinen und ich konnte antworten, ja,war ich stolz. Naja, genau.Deswegen habe ich einen Amazon-Affiliate-Link in die Shownotes und die ganzenanderen fairen Buchhändler und so machen wir da auch rein. Könnt ihr kaufen,wenn euch das Buch interessiert.
Tim Pritlove
Verdient nur Linus dran.
Linus Neumann
Und Mach Gute Klingen. So, dann war ich zu Gast in einem Podcast.Und zwar ist das der Hufi-Pod.
Tim Pritlove
Der was?
Linus Neumann
Der Human Firewall Podcast. Dabei handelt es sich um einen Podcast des Unternehmens Soulsafe.Und ich habe dort,also ich war dort geladen, weil ich als Speaker auf der Human Firewall Conference war,also eine Konferenz, die SoSafe veranstaltet hat und als Teil dieser Buchung,für die ich auch bezahlt wurde,war ich dann auch in diesem Podcast.Podcast, der also, das möchte ich einmal Transparenz machen,dass es dabei eben um eine Veröffentlichung eines Unternehmens hat,dass das natürlich auch als Werbeplattform nutzt und dass ich dafür Geld bekommenhabe, dort in diesem Podcast und auf dieser Konferenz zu sein.Dennoch war ich sehr positiv davon überrascht, mich da mit dem CEO Niklas Hellemannunterhalten, den ich auch schon vorher kannte.Und wir haben da, finde ich, ein ganz gutes Gespräch geführt über so mein Lebenin der IT-Security und wie ich über so ein paar Dinge nachdenke,sei es Ransomware, sei es menschliche Schwachstellen.Und ich glaube, das ist ein ganz gutes Gespräch geworden.Das aufgeteilt wurde in zwei Folgen, die Nummer 15 und 16 und die verlinkenwir und das fand ich, also ich bin da relativ zufrieden, glaube das ist ganz kurzweilig.
Tim Pritlove
Die Links sind übrigens bekloppt, weil die Webseite bekloppt ist.
Linus Neumann
Das ist komplett kaputt.
Tim Pritlove
Ja, also ihr müsst da zur Not noch ein bisschen in diesem Player rumfummelnund auf alle Episoden gehen und so, aber ja.
Linus Neumann
Also genau, ich werde denen aber auch melden, dass ihre Dieblings kaputt sindund ich kann mir vorstellen, dass sie es fixen.
Tim Pritlove
Meinst du? Na gut.
Linus Neumann
Ja, fand ich aber auf jeden Fall, konnte ich mal, ich hatte gerade,war gerade redselig und hab mal über die Arbeit gesprochen.Was ich ja selten tue.
Tim Pritlove
Außer jetzt.
Linus Neumann
Außer jetzt, ich trenne ja Arbeit und Vergnügen stets streng,beziehungsweise Arbeit und Ehrenamt oder Arbeit und Podcast aus vielen Gründen,insbesondere auch wegen meiner Rolle im CCC,das lässt sich halt teilweise nicht so einfach trennen.Aber genau, es ist den meisten Leuten bekannt, ich habe einen Dayjob und dieserDayjob hat mit IT-Security zu tun.Wir machen so Sachen wie Red Teaming, Incident Response, Consulting-Projekte,Ransomware Resilience, viel für Mobilfunknetze, für Finanzwesen,Unternehmen, die was produzieren.Also in der Regel eher größere Unternehmen mit oder kritische Infrastrukturen.Und wir sind auf der Suche nach Senior-Consultants, also Leute mit bereits einiger Erfahrung,gern in Berlin, aber gute Seniors mit entsprechender Erfahrung auch remote. Mode.Und ja, weil es IT-Security ist, kann ich halt immer nur relativ wenig darüber sprechen.Die wenigen Teile, die wir veröffentlicht haben, sind glaube ich bekannt.Den Vortrag von Dominik und Matthias habe ich erwähnt, als Matthias das letzteMal hier in der Sendung war.Es gibt noch einen schönen Vortrag von meinem Kollegen Tobias,wo wir ein Ransomware Decrypter gebastelt haben.Ich verlinke auch noch einen Blogpost von meinem Kollegen Balthasar zu ADCS Honeypots.Und wer sich so von diesen ganzen kurzen Buzzwords angesprochen fühlt,kann sich gerne mal über mein Kontaktformular melden.Und ich habe jetzt hier gezielt nicht den Namen des Unternehmens genannt,weil ich nicht LNP irgendwie für Werbung für das Unternehmen verwenden möchte,sondern einfach nur darauf hinweisen möchte, dass wer vielleicht Lust hat auf solche Tätigkeiten.Da gibt es vielleicht Jobs in Berlin. Sind wir aber sicherlich auch nicht dieEinzigen, die wir hier anbieten.
Tim Pritlove
Also bei mir ist ja Arbeit und Vergnügen das Gleiche.
Linus Neumann
Das werden jetzt die Kollegen ungern hören.
Tim Pritlove
Es war mir immer schon wichtig in meinem Leben, dass das sozusagen nicht getrennt ist.
Linus Neumann
Nein, Arbeit und, also aus vielen unterschiedlichen Gründen trenne ich.Also erstens kann ich über diese Arbeit eh wenig sprechen, weil es immer NDAist und zweitens denke ich,dass wir mit diesem Podcast eine relativ große Plattform haben und die möchte ich jetzt nicht,da möchte ich gerne die Dinge getrennt haben, sodass dieser Podcast nicht benutztwird, um meine berufliche Tätigkeit zu promoten.
Tim Pritlove
Es sei denn, du suchst Mitarbeiter.
Linus Neumann
Das wollte ich jetzt mal. Also wenn ich schon für SoSafe im Werbepodcast bin,dann kann ich ja einmal sagen, bevor die jetzt alle zu SoSafe gehen,können die besser zu uns kommen.
Tim Pritlove
Genau. Und bei mir, wo Arbeit und Vergnügen das Gleiche ist,da gibt es Mitter-Ebene ME-Support.
Linus Neumann
Wir suchen keine Mitarbeiter, der braucht nur Geld.
Tim Pritlove
Bei Mitarbeitern geht es ja auch eigentlich am Ende nur um Geld.Die brauchen wir ja da, um Geld zu verdienen. Und ich habe ja keine Mitarbeiter.
Linus Neumann
Du kannst einfach direkt das Geld geben, verdienst du woanders.Ich finde, das ist ein faires Angebot. Das machen wir ja.
Tim Pritlove
Ist okay.
Linus Neumann
Ja, ne, finde ich auch gut. Also, könnte er auch machen.Ich kann euch mal sagen, was so ein Mitarbeiter im Jahr abwirft,wenn er mir einfach das Geld geben wollte, ist auch in Ordnung.
Tim Pritlove
Wie mir. Du nimmst das ja über andere Quellen an. Komm, lass uns weitermachen.
Linus Neumann
Wir verlieren unsere, man merkt die finanziellen Sorgen bei uns kommen,weil wir verlieren eine Cash-Cow seit Tag 1.
Tim Pritlove
Das stimmt, jetzt wird es dünn hier.
Linus Neumann
Julio Assange.
Tim Pritlove
Wir wissen gar nicht mehr, worüber wir noch reden sollten.
Linus Neumann
Unser bestes Pferd im Stall.
Tim Pritlove
Ein Thema, was uns jetzt quasi seit wir diesen Podcast begonnen haben begleitet, mehr oder weniger.Und ich bin eben beim Nachzählen ein bisschen durcheinander gekommen,aber es sind mindestens 20 Folgen, in denen...
Linus Neumann
Das finde ich fast ein bisschen wenig.
Tim Pritlove
Naja, also Julian Assange ein Thema war, das 5% der Sendungen. Gut.Also das heißt wenig. Man hätte natürlich da auch die ganze Zeit drüber redenkönnen, aber es ist ja dann in dem Sinne auch nicht die ganze Zeit irgendwas Neues passiert.Sondern wie ihr alle wisst, hat er vor mittlerweile, wann ging das los mit Wikileaks?Wann war der hier auf dem Kongress? Wie lange ist das jetzt schon her?
Linus Neumann
Das würde ich sagen 2009 oder sowas.
Tim Pritlove
Über 15 Jahre auf jeden Fall.Weil damit hat er ja Furore gemacht und dann gab es halt so eine Phase,in der das dann eben total weltweit bekannt geworden ist und eskaliert ist mitder Veröffentlichung des Collateral Murder Videos,was so Missetaten der amerikanischen Armee im Irakkrieg dokumentiert hat.Na ja, ich will jetzt nicht die ganze Geschichte nacherzählen,aber dann gab es halt diese Missbrauchsvorwürfe in Schweden,dann ist er nach England gegangen,hat sich dort dann unter dem...Verfolgungsdruck in die äquadorianische Botschaft begeben.
Linus Neumann
Bester LMP-Titel ever.
Tim Pritlove
Ja.
Linus Neumann
Einmal Asyl und eine Flex bitte. Das war einfach... Definitiv.Das ist wirklich, der Mann ist für uns wichtig.
Tim Pritlove
Ich fand Julio Assange jetzt auch so schlecht, nicht? Aber wie auch immer,dort war er dann einige Jahre, bis es klar war, dass dass Ecuador ihn dort nichtmehr haben wollen würde, nachdem es dort auch einen Wechsel in der Regierung gegeben hat.Dann ist er halt von der britischen Polizei festgenommen worden und in ein Hochsicherheitsgefängnisgebracht worden, wo er jetzt sieben Jahre war.Und es ging ja lange Zeit hin und her. Wir haben uns hier ja unter anderem mitDustin Hoffmann mal sehr ausführlich über diesen Fall unterhalten und was daalles schiefgelaufen ist und wie sehr,wie anders mit seinem Fall umgegangen wurde als mit vielen anderen Fällen.Und es war immer klar, dass er ein politischer Zankapfel war in den Beziehungender westlichen Mächte und Großbritannien natürlich als treuer Freund der USA dort bereit war,alle Spiele erstmal mitzuspielen.Trotzdem kam es halt nie zu dieser Auslieferung, weil natürlich auch der politischeDruck Auch durch Gegenkampagnen einerseits und dem Fall an sich,der halt einfach schwierig war.Auch die Briten nicht dazu gebracht hat, ihn einfach auszuliefern und ein Stückweit sind sie ja dann auch nochmal an ihre Gerichte gebunden.Jetzt gab es dann Bewegungen in diesem Fall und es wurde bekannt,dass hinter den Kulissen über zwei Jahre lang Verhandlungen liefen,auch unter Beteiligung der australischen Regierung,er ist ja australischer Staatsbürger, um so ein Deal auszuhandeln,einen Kompromiss auszuhandeln und der wurde dann eben beschlossen.Und der Deal sah so aus, Assange wird aus dem Gefängnis entlassen,er wird in ein Flugzeug gebracht, dieses Flugzeug ist dann nach Guam,geflogen, das sind so die,pazifischsten Gebiete, die die USA sozusagen noch in ihrem Rechtsraum hat.Wie heißt das offiziell?Guam ist ein.Nicht inkorporiertes Territorium der Vereinigten Staaten, also so ein Außengebiet, was einen anderen,rechtlichen Status hat, also nicht wirklich als Staat ist, aber de facto,regiert dort die USA und es gibt eine entsprechende Gerichtsbarkeit,aber es ist so, das wenigste Stück USA,was man so betreten kann, was irgendwie noch so ein bisschen USA ist,dort Dort gab es dann eben ein Zusammentreffen mit dieser amerikanischen Gerichtsbarkeit,in der sich dann Julian Assange schuldig bekannt hat gegenüber den USA für das,was ihnen von der USA vorgeworfen wird, was im Wesentlichen halt das Veröffentlichengeheimer Dokumente ist.Und dafür wurde er dann auch mit einer vorher ausgehandelten Haftstrafe belegt,die dann eben zufällig genauso lang war, wie er eben jetzt tatsächlich im Gefängnisgesessen hat, womit er dann auch automatisch wieder frei war,sich in das nächste Flugzeug setzte und dann nach Australien geflogen ist.Bis dort dann mit seiner Familie zusammen kam, erstmalig außerhalb eines Gefängnisses.Und das ist jetzt der Abschluss, der vorläufige Abschluss dieser langen Leidensgeschichte.Und ja, es ist bemerkenswert, dass es dazu kam. Ich denke auch enge Beobachterhaben nicht unbedingt damit gerechnet.Es macht so ein bisschen den Eindruck, als ob alle Seiten jetzt genug gelitten haben.Weil natürlich war der Fall Assange auch durch diese fortwährende Öffentlichkeit,die der Fall hatte, weil dadurch, dass seine Unterstützerkampagnen nicht ruhig wurden,es einen konstanten Spendenfluss gab,die Kampagnen einerseits und auch die ganzen Anwälte und Menschenrechtsorganisationen,die alle dort in diesem Fall engagiert waren, die entsprechend finanziell auszustatten,um diese Arbeit durchführen zu können.Und auf der anderen Seite natürlich den politischen Wünschen und Zwängen,denen die USA so ausgesetzt ist, weil es natürlich immer eine gespaltene öffentlicheMeinung gab, was Julian Assange betraf.Für die einen war er halt ein Freiheitskämpfer, ein Whistleblower und eben auchein investigativer Journalist und auch.
Linus Neumann
Streckenweise, ich glaube…,Ja nochmal, also fast ein Revolutionär. Es geht ja nur, weil dieser Transparenzgedanke ja auch sehr,sagen wir mal, den Idealen so einer Netzbewegung auch sehr nah ist und Transparenzgegen die Mächtigen und so.
Tim Pritlove
Ja, ich glaube, da gab es dann wahrscheinlich unter seinen Unterstützergruppenauch alles von ich spende mal ein bisschen was bis hin zu einer kultischen Verehrung.Auf der anderen Seite gab es aber auch genauso Leute,die ihn einfach als Verräter am amerikanischen Volk gesehen haben,der halt geheime Dokumente veröffentlicht hat,was ja dann auch teilweise ungeschwärzt erfolgt ist, was auch Konsequenzen hattefür viele Mitarbeiter des amerikanischen Geheimdienstarmee, Helfer etc.Und ja, auch sein Auftreten in der Zeit, wo er in der äquadorianischen Botschaftwar, wurde zunehmend verstörend aufgenommen.Er hatte bei RT, also diesem russischen Propagandafernsehen,eine eigene Show für eine Zeit lang und ich würde auch sagen seine Video-Aussendungenaus dieser Botschaft, die hatten also teilweise wirklich schon absurde Züge.
Linus Neumann
Wenn ich dich hier mal ein paar Jahre in der Meta-Ebene einsperre,dann glaube ich würde das hier auch ein bisschen wirrer noch. Es gibt auch Leute.
Tim Pritlove
Die sagen, das ist schon so.Naja, aber das sind halt so die Wahrnehmungen, die glaube ich seine Person hatte.Hatte und ich habe so ein bisschen den Eindruck, dass jetzt diese gefundeneLösung so ein bisschen so eine Schmerztablette für beide Seiten ist.Auf der einen Seite hat sich halt sein Gesundheitszustand ja zunehmend verschlechtert,er ist einfach ganz klar, er war einfach durch und gesundheitlich angeschlagen.Ich weiß jetzt im Einzelnen nicht genau, was jetzt seine Gebrechen sind,aber ich meine, dass die Zeit solche hervorruft, da braucht man nicht viel Fantasie,glaube ich, um sich das vorzustellen.Auf der anderen Seite ist natürlich damit auch die USA ein Problem los.Weil sie haben jetzt sozusagen ihr Minimum bekommen nach dem Motto,ja du hast es jetzt eingesehen,dass du falsch gehandelt hast und wir haben deine Unterschrift und wir habendich jetzt quasi dafür auch bestraft.
Linus Neumann
Also zwei Dinge würde ich gerne erwähnen.Erstens, wir sprechen von einem Menschen, dem über 100 Jahre Haft gedroht habenund der jetzt seit vielen, vielen Jahren nicht in Freiheit gelebt hat.Der geflüchtet ist gegen den Auslieferungsverfahren, der sich jahrelang in dieserBotschaft versteckt halten musste vor den USA.Und die Formulierung, die USA haben jetzt ihr Minimum bekommen,könnte man auch etwas anders sehen.Nämlich zum Beispiel, sie haben ihr Exempel statuiert.
Tim Pritlove
Ja.
Linus Neumann
Denn am Ende ging es hier um eine lebenslange Haftstrafe, ja.Und was bei all dieser Diskussion ein bisschen aus den Augen verloren wird,ist, welcher Vorwurf wurde ihm denn gemacht?Gemacht, so, dass er potenziell diese, dass Wikileaks diese Clinton-Mails daveröffentlicht hat und so weiter, das war überhaupt kein Vorwurf,der ihm gemacht wurde, ne, ihm wurde gemacht, den Vorwurf Verschwörung zum Computerhacking,weil er Chelsea Manning, mit Chelsea Manning.Im Austausch stand und ihr angeblich dabei geholfen habe, Passwörter zu knacken.Diese Chatlogs sind auch, also die habe ich irgendwo schon mal eingesehen,das sind dann halt Jabba-Logs, wo sie halt über den Jabba-Server und da hatAssange irgendwie mehr oder weniger, oder die Person, wo man davon ausgeht,dass es Assange war, gesagt so, hm,kannst du nicht die Passwort-Hashes brutforcen?Irgendwie so ein Satz.Das ist dann auf einmal die Verschwörung zum Computerhacking.Verstoß gegen das Spionagegesetz, also ein Espionage-Act, wo es eben um dieseunbefugte Beschaffung und Veröffentlichung von diesen Informationen geht.Zu denen aber eben gehört das Collateral Murder Video, was de facto einfachnur ein dokumentiertes Kriegsverbrechen war,wo ein paar US-Hubschrauberpiloten auf Pressevertreterinnen im Irak ballern nach Lust und Laune.Und das war einfach ein Mord, ein Kriegsverbrechen, das da aufgedeckt wurde.Dann kam dazu, etwas kritischer zu sehen, die Iraq War Logs und die Afghan War Diaries,was eben große Mengen an diplomatischen Depeschen aus diesen Kontexten waren.Und diplomatische Depeschen.Diese Iraq Warlocks, Afghan War Diaries, da ist die formale Bestimmung einfachhalt Massenleak aus dem US-Militär.Die Depeschen waren auch noch ein Thema, das war dann so dieser Buskierte,wo dann mal irgendwie drin stand, wie die über Deutsche denken.Das ist zumindest das, was der Spiegel daraus gemacht hat. De facto klar,üble Veröffentlichungen, die sicherlich nicht im Interesse der USA waren.Man kann aber sicherlich auch argumentieren, dass die zu massenhaft und zu ungeprüft waren.Aber wenn ich mich nicht täusche, summierte sich das irgendwie auf sowas wie20 Anklagepunkte bis zu 170 Jahre Haft.Und die haben den um die Welt verfolgt, die haben den da in dieser Botschaftfestgezehrt. es gibt arge,Zweifel daran dass für irgendjemand anders ein derartiger Aufwand betrieben worden wäre und,ja ich bin also man kann glaube ich schon sagen, dass hier die Grenzen des Rechtsstaatsschon immer sehr sehr sehr.
Tim Pritlove
Weit gefasst wurden.
Linus Neumann
Man eben auch gucken, was wird hier gerade vorgeworfen und was nicht.Und nichts von dem hat er ja selber gemacht.Also de facto, er hat diese Daten gesammelt und veröffentlicht.Ja, ist ja, hat aber er ist auch kein Amerikaner. Er ist Australier.Also, das ist schon sehr,sehr, sehr ein sehr, sehr übel, wie mit ihm umgegangen wurde und das unbarmherzigeExempel wurde jetzt aber wirklich schon vor vielen Jahren ausreichend an ihm statuiert.Und ich bin sehr froh, dass der arme Mann jetzt endlich frei ist.Der ist komplett fertig, den haben sie wirklich gut durchgenommen.Und ich glaube nicht, dass man in den USA nach dieser Sache noch großartigemoralische Highground hat, um sich zum Beispiel über die Behandlung von AlexeiNawalny zu echauffieren.Dem ist es noch mal 20, 30, 80 Prozent beschissener gegangen und der hat dasGanze am Ende nicht überlebt, aber man kann jetzt auch nicht irgendwie sagen,dass Julian Assange irgendwie, dass an Julian Assange die Überlegenheit,des Rechtsstaats sich gezeigt hätte und die Barmherzigkeit,der Justiz oder sowas.
Tim Pritlove
Das war jetzt mit Sicherheit keine karitative Maßnahme, die jetzt hier ergriffen wurde.Sie haben lediglich darauf verzichtet, es an die ganz große Glocke nochmal zu hemmen.Weil wäre er jetzt wirklich in die USA gekommen, dann wäre dem halt auch nochein langer Prozess gefolgt, der weitere Belastungen hätte und potenziell ebennochmal eine sehr viel höhere,härtere Strafe in amerikanischen Gefängnissen.Nicht, dass das jetzt nicht schon schlimm genug gewesen wäre in London.Das war ja so ein Hochsicherheitsgefängnis, Einzelhaft etc. Das ist der Folter schon nahe genug.
Linus Neumann
Wir wissen, wie die Amis Gefängnisse bauen können.
Tim Pritlove
Also es hätte sicherlich noch Steigerungspotenzial gehabt. Insofern,wie auch immer, ich bewerte das jetzt nicht.Ich sage nur, beide Seiten, weil du kannst natürlich davon ausgehen, dass du immer Hardcore,Verfechter einer noch härteren Lösung auf Seiten der USA,Also in dem internen politischen Struggle, während es wahrscheinlich genausoKräfte in den USA gegeben hat, also auch im Government,die gesagt haben, wie lange wollen wir das noch machen,da haben wir jetzt irgendwie auch nichts mit zu gewinnen und das ist jetzt ebender Kompromiss, der jetzt dabei herausgekommen ist, wie auch immer.Am Ende haben sich alle drauf geeinigt und das ist eben jetzt das Ergebnis.
Linus Neumann
Ja, insgesamt halt eine, also ja, ich kann nur beklagen, dass halt,also Chelsea Manning wurde schon seit vielen Jahren wieder frei.Man kann auf jeden Fall so abschließend sagen, dass der...Und das, was sie da gemacht haben, das war so eher so frühe 2010er Jahre,sehr offensichtlich irgendwie so die Axt an die Wurzel gelegt hat, wo es wirklich weh tut.Und, ja, dass eigentlich auch schon immer sehr früh klar war,als sie mit diesem ganzen Wikileaks-Tanz da angefangen haben und als dann dieersten richtig krassen Veröffentlichungen, beispielsweise Collateral Murder kam,dass eigentlich klar war so, das wird der, da wird der nicht heile rauskommen. rauskommt.Der wird nicht uneingeschränkt sein Leben zu Ende führen.Das wird richtig krasse Konsequenzen haben. Und ich würde sagen,die Erwartungen wurden da teilweise echt übererfüllt.Also ja, wirklich kein,Ruhmesblatt des Westens da und leider auch eine wirklich fürchterliche Message an jede,Also Whistleblowerin oder investigative Journalistin oder Menschen,die sich für Transparenz einsetzen wollen.Und das beziehe ich jetzt spezifisch auf das, wofür er da verfolgt und angeklagt wurde.So, für die Clinton-E-Mails würde ich ganz anders jetzt gerade urteilen oder für andere Dinge.Aber gerade diese Barmherzigkeit eines Rechtsstaats oder einer Demokratie zeigtsich eben auch darin, dass man über diese Dinge hinwegsehen muss.Und das ist übrigens auch eine Reife, die viele Leute nicht aufbringt.Insbesondere was die schwedischen Vorwürfe angeht, eben zu erkennen,dass die jetzt hier bei all dem keine Rolle spielen.
Tim Pritlove
Was man auch noch sagen muss, ist die Wauholland Stiftung, die ja sozusagen dem CCC nahesteht,hat über die gesamte Zeit Spenden in diese Kampagnen und in die juristischeUnterstützung seines Falls kanalisiert.Hat selber in einem Blogpost nochmal geschrieben, dass das mehr als 16 MillionenEuro waren, die dort kanalisiert weitergeleitet wurden.
Linus Neumann
Für Anwälte und Kampagnen.
Tim Pritlove
Da kommt jetzt nochmal der Flug sozusagen am Schluss nochmal dazu,also nochmal eine halbe Million kommt nochmal drauf.
Linus Neumann
Das ist aber gut geflogen, da hat er auch sicherlich.
Tim Pritlove
Ja, für alle Auslagen, der Austrag, keine Ahnung, was ihm da jetzt noch in Rechnung gestellt wird.
Linus Neumann
Wahrscheinlich jeder Soldat, der ihn da noch bewacht hat.
Tim Pritlove
Ich meine, dass die australische Regierung jetzt hier auch noch eine Rolle gespielthat, finde ich auch nochmal interessant.Weil es ist natürlich Five Eyes, so die ganzen englischsprachigen Länder, Amerika, England,Australien, Neuseeland, Kanada, die ja auf einem ganz anderen Level geheimdiensttechnischzusammenarbeiten, als das dann vielleicht teilweise auch innerhalb der NATO erfolgt.Das war natürlich dann auch nochmal ein Thema, dass es sich hierbei eben umeinen australischen Staatsbürger gehandelt hat.Also wäre er noch nicht mal mehr das gewesen, sondern you name it,irgendein anderes Land, wäre der Fall vielleicht nochmal ganz anders geendet.
Linus Neumann
Aber ich fände sehr wichtig, dass du auch sagst, also zu diesem Ergebnis wärees nicht gekommen, wenn nicht die USA gesagt hätten, dass genau dieses Ergebnisjetzt in ihrem Interesse ist, ne?Und irgendwie, wahrscheinlich haben die sich überlegt, jetzt irgendwie unterTrump oder einem komplett kreisen Biden,hier noch dieses Verfahren führen zu müssen und dann am Ende das Problem zuhaben, dass Australien sich für seinen Staatsbürger dann doch einsetzen muss,dass man dann halt sagt, komm ey, time served und fertig.Der ist eh Matsche, wir haben unseren Punkt gemacht.Jeder, der gesehen hat, wie der aus der Botschaft gezerrt wurde,jeder, der dieses Bild sieht, jeder, der irgendwie daran denkt,sich mit uns anzulegen, hat das in seine Netzhaut eingebrannt. Reicht.Weil du die Wauholland Stiftung hervorhebst ich denke hier sollte man insbesondereauch nochmal nennen es gab einen Menschen der einfach,immer sich für Julian Assange eingesetzt hat der auch den größten Teil dieser,Wauholland Stiftungs Arbeit gemacht hat und der,in den letzten Monaten nur damit beschäftigt war wie viele viele andere Menschenauch das ist Andi Müller-Magun.Urgestein ein Mitglied des Chaos Computer Clubs, Vorstand der Waoholland Stiftung,unterschiedliche Vorträge zu dem Thema gehalten und für den war das in den letztenJahren einfach das einzige Thema, womit er sich auseinander gesetzt hat.Und ja, freue mich für, also ich freue mich, dass das jetzt irgendwie einenErfolg hatte, der, man muss es ja als Erfolg werden.Ich hoffe, dass Julian Assange sich gut gesundheitlich erholen kann.Er hat ja jetzt auch eine Frau und Kinder und,hoffentlich noch irgendwie ein angenehmes,Restleben hat und die ganze Scheiße verarbeitet. Weil das ist ihm ja bisher,also wenn man sich anschaut, wie der aussah, das war ja wirklich einfach nur erschreckend.
Tim Pritlove
Gut, können wir nochmal gucken, ob unsere anderen Dauerthemen dann noch halten.
Linus Neumann
Ja, nee, auch nicht Chatkontrolle. Chatkontrolle haben wir noch Hoffnung.Dass es nochmal kommt. Dass es hier, da kommt noch was.Wir hatten ja in der letzten Sendung dann, glaube ich,noch live erwähnt, dass der belgische Ratsvorsitz das Thema jetzt nicht weitergetragenhat an dieser Sitzung und dass es jetzt quasi aufgeschoben ist.Und da haben wir dann jetzt auch nochmal die Forderung betont,dass diese Verordnung jetzt mal auch einfach langsam weg muss.Da gibt es einen gemeinsamen Brief, den der Chaos Computer Club auch unterzeichnet hat.Die belgische EU-Ratspräsidentschaft ist nun das vierte Land,dem es nicht gelang, eine Einigung über die umstrittene Verordnung zur Chat-Kontrolle zu erzielen.So, jetzt müsste man irgendwie mal einfach auch anerkennen, wie fehlerhaft irregeleitet diese Idee ist.Ja, und das kann man dann auch irgendwann einfach mal sagen,okay, dieses Gesetz, was 2022 erstmals vorgeschlagen wurde, Ja, überleg mal.Wird von jedem abgelehnt, wird von allen bekämpft, kriegst du keinen Kompromiss durch.Die haben jetzt zwei Jahre intensiv intern darüber verhandelt.Es ist nicht gelungen, einen Konsens darüber herzustellen. Und vielleicht sollteman irgendwann auch mal sagen, vielleicht ist es wirklich einfach eine scheiß Idee gewesen.Mal gemessen daran, dass alle sagen, es ist eine scheiß Idee und wir uns darübernicht einig werden, vielleicht könnten wir das mal als Messwert nehmen,zu sagen, ey, weißt du was?Vielleicht war das eine scheiß Idee. Vielleicht lassen wir das einfach.
Tim Pritlove
Das wäre zu einfach.
Linus Neumann
Vielleicht lassen wir das einfach mal sein.Und es wäre natürlich schön zu erkennen,dass natürlich Kinderschutz trotzdem wichtig ist und dass man viel Geld undZeit auch hätte sparen und investieren können in tatsächlichen Kinderschutz.Zum Beispiel Zusammenarbeit mit Kinderrechtsgruppen, Menschenrechtsgruppen,Sicherheitsexperten und Technikern suchen, um neue technische und nicht technischeLösungen zu entwickeln.Sich auf die Umsetzung des Digital Service Act zu konzentrieren und sicherzustellen,dass illegale Inhalte rasch und angemessen verschwinden,dass man gegen die Inhalte vorgeht und gegen die tatsächlichen kriminellen Bannen,Kapazitäten und Ressourcen in der nationalen Kinderschutzarbeit,Hotlines und so weiter hochzieht und auf Prävention setzt.Ja, Präventionsprogramme für potenzielle Täter, Wiederholungstäter,Polizei- und Justizsysteme so umgestalten, dass sie diesem Phänomen auch irgendwie Rechnung tragen.Und eben zu verhindern, dass der Missbrauch überhaupt stattfindet.Das sind alles die Schwerpunkte, die hier zugunsten einer AI-Überwachungslösungin den Hintergrund gekommen wären.Und da wäre natürlich jetzt sehr gut, einfach tatsächlich mal zu überlegen,wie kann man denn, was ist denn hier die Problemstellung, wie können wir derdenn vielleicht noch begegnen, außer mit Massenüberwachung. Soll ja Möglichkeiten geben.
Tim Pritlove
Ja, gibt es dann noch andere.
Linus Neumann
Ja.
Tim Pritlove
Okay.
Linus Neumann
Mal gucken.So, dann war ein Kantorkel für den CCC im,Innenausschuss des Deutschen Bundestags. Wir hatten da eine Einladung bekommen,weil das Bundesdatenschutzgesetz reformiert wird.Ein großes Thema. Viele sind dann viele Datenschutzleute und Gesellschaft fürFreiheitsrechte und irgendwelche Polizistinnen und Polizisten und vielen das alles so betrifft.Wir sind da mit einer relativ kurzen, weil wir eben auch jetzt keine Juristensind, die da die Details dieses BDSG,bewerten, wir sind mit einer relativ kurzen Liste an Forderungen da reingegangenund haben gesagt, ach, wenn er gerade mal das Bundesdatenschutzgesetz reformiert,könnte er einfach mal noch eben,biometrische Fernidentifikationssysteme direkt mit verbieten.Also biometrische Videoüberwachung im öffentlichen Raum verbieten, damit wirDas jetzt nicht haben, denn diese Systeme werden ja bereits eingesetzt ohneRechtsgrundlage und da scheint uns,scheint ja gerade wirklich ein großes Potenzial schwer wegen der Datenschutzrechtseinschränkungen,Persönlichkeitsrechtseinschränkungen und großer umfangreicher Überwachung zu entstehen.Da könnte man doch jetzt einfach mal gerade gegenwirken, bevor es zu spät ist,versucht er bei anderen Sachen ja auch.Dann, dass man halt mal auch mal gegen öffentliche Stellen Bußgelder und Zwangsmittelgeltend machen kann bei Datenschutzverstößen und dass natürlich das Recht aufAuskunft geschützt bleiben sollte.Das Recht auf Auskunft, da geht es ja darum, dass quasi gesagt wird,naja, wenn es ein Geschäftsgeheimnis ist, musst du keine Auskunft erteilen.Und das ist natürlich sehr lustig für Unternehmen, die vielleicht deine Datenund ihren Umgang damit zu ihrem Geschäftsgeheimnis deklarieren.Ja, und wenn jemand sagt, was habt ihr an Daten über mich und du sagst dann,naja, sorry, das ist ein Geschäftsgeheimnis, dann ist ja relativ klar,dass das jeder macht und wenn du sagst, naja, glaube ich nicht,erklärt man dann, sagen die, ja, können wir dir nicht erklären,das ist ein Geschäftsgeheimnis.Also das geht natürlich so nicht.Und dass das dazu führen würde, dass Unternehmen selbstverständlich Geschäftsgeheimnisseauch so konstruieren würden, dass sie das Recht auf Auskunft dann eben nichtermöglichen, das ist ja völlig klar.Ja, Anhörung wurde übertragen, gibt es wahrscheinlich auch eine Aufzeichnung,kann man sich anschauen. Ja.Diese biometrische Massenüberwachung ist glaube ich wirklich,ich hatte das schon vor Jahren mal gesagt, das ist dann die allgegenwärtigeÜberwachung, die wir aus dem Internet können im realen Leben und das sollte so nicht sein. Nein.Übrigens auch eine Forderung der GFF, die auch Formulierungsvorschlag gemacht hat.Und das finde ich sehr schön, weil es uns zumindest auch in den Medien danngelungen ist, diese Forderung prominent zu platzieren und auf diese Lücke beider BDSG-Reform hinzuweisen.Und wir freuen uns natürlich, dass die dann jetzt von der Ampel geschlossenwird, denn das können ja so nicht stehen lassen.
Tim Pritlove
Ich habe gerade mal den Änderungsvorschlag im Bundestagszusammenfasser aufgemacht,was ich immer sehr praktisch finde, um mal zu sehen, okay, wo ist das.Findet sich also im Bundestag und im Bundesrat jeweils in der ersten Lesung,beziehungsweise im ersten Durchgang, wie das beim Bundesrat heißt.Und ja, bei der Videoüberwachung, das ist ja durchaus auch schon ein Thema,steht hier nur, das ist jetzt hier die Zusammenfassung, also AI.Bei der Videoüberwachung öffentlich zugänglicher Räume wird zukünftig nur nochdie Überwachung durch öffentliche Stellen geregelt.Nicht öffentliche Stellen richten sich nach der Verordnung der EU 2016 slash 679.Das ist das, was das Änderungsgesetz zu dem Thema derzeit vorsieht.
Linus Neumann
Okay, da bin ich mir nicht so sicher, ob die AI da nicht so vielleicht ein bisschendurcheinander gekommen ist. Das kann ich natürlich sagen.
Tim Pritlove
Das ist das, was uns die allwissende Müllhalde hier vorwirft.
Linus Neumann
Ja, also unsere Forderung auf jeden Fall ist, es sollte genutzt werden,um die unmissverständlich zu verbieten.
Tim Pritlove
Ja, sollte, aber wird halt jetzt noch nicht.
Linus Neumann
So.
Tim Pritlove
Damit sind wir am Ende der Sendung angekommen, nehme ich an.
Linus Neumann
Ja, aber damit sind wir am Ende der Sendung angekommen. Wir haben jetzt dieSituation, dass es gar nicht mehr so viele sind vor der LMP 500.Das gibt uns einerseits die Möglichkeit,dieses Fest gut vorzubereiten, uns auf die Sendungsgäste zu konzentrieren,die wir euch da bieten werden.Werden. Andererseits gibt es jetzt eine Durststrecke, Leute.Aber das liegt auch daran, dass wir im Juli machen wir häufig,ja, machen wir häufig ein bisschen Camping.
Tim Pritlove
Die Nachrichtenlage dünnt ohnehin etwas aus. Das ist auch immer die Erfahrung.Auch der Bundestag macht irgendwann mal Urlaub.
Linus Neumann
Das Sommerloch kommt.
Tim Pritlove
Das Sommerloch muss dann durch andere Sachen gestopft werden.Aber ist auch alles kein Problem.Die Meta-Ebene sendet ja auch sonst noch weiter. Es gibt noch Freakshow,es gibt noch UKW, es gibt Raumzeit.Habe ich heute auch nochmal eine Sendung veröffentlicht. Also von daher, I've got you covered.
Linus Neumann
Ja.
Tim Pritlove
Muss ja nicht immer so ernst sein auch.
Linus Neumann
Ist doch nicht ernst.
Tim Pritlove
Was?
Linus Neumann
Meinst du unsere Themen?
Tim Pritlove
Ja. Ist doch ernst.
Linus Neumann
Meinst du das ernst?
Tim Pritlove
Oder ist das nicht dein Ernst?Leute, viel Spaß in dieser Woche und in der nächsten und wir hören uns auch wieder bald irgendwie.
Linus Neumann
Sehr zeitnah. Genau.
Tim Pritlove
Machen wir. Bis dann.
Linus Neumann
Ciao, ciao.

Shownotes

LNP500

SUBSCRIBE 11

Feedback

Termin-Melodie

Telekom Transit

Biometrie am Flughafen

Marc-Uwe Kling: Views

Linus im HuFiPod

Linus sucht Senior Security Consultants

Julian Assange

Chatkontrolle aufgeschoben

BDSG-Reform

27 Gedanken zu „LNP496 Ignoriere alle vorherigen Anweisungen

  1. Zum Thema Boarding: Ich denke, dass es auch nicht immer unbedingt im Interesse der Fluggesellschaften ist, alle möglichst schnell zu boarden. Es gibt nicht umsonst “Priority Boarding” gegen Geld bei Billigairlines oder bei Business Class-Tickets. Im übrigen hier noch ein interessantes Video zum Thema “Boarding” von CGP Grey: https://youtu.be/oAHbLRjF0vo

    Des Weiteren gibt es die buchbaren Zeitslots für die Sicherheitskontrollen auch bei anderen Flughäfen. In Frankfurt heißt das beispielsweise “FRA SmartWay”: https://www.frankfurt-airport.com/de/reisevorbereitung/check-in-gepaeck-und-kontrollen/fra-smartway.html

  2. Zahlsysteme und Jubiläen – Haltets doch mit dem Unärsystem, dann dürfte entweder jede Folge eine Jubiläumsfolge sein, nur die erste Folge oder grundsätzlich keine; je nach Definition. Also, Prost!

  3. Zum Thema halbe Million für Assanges Flug:
    Er ist mit einer Privatairline geflogen und ich kenne jemanden der bei der Airline arbeitet. Innereuropäisch kostet so ein Privatflug grob 5000€ pro Stunde. Von daher sind 500.000€ gar nicht so unrealistisch.

  4. Moin, die Zeitslots für die Sicherheitskontrolle wurden auch vor einiger Zeit schon im underground Podcast „gemischtes Hack“ besprochen. Auch wenn diese Publikation, sicherlich, bei weitem, nicht eure Abonnentenzahlen hat, würde ich mich zu der Aussage hinreißen lassen: Die Katze ist aus dem Sack! Und wie schon oben erwähnt, gibt es dieses Feature auch bei anderen Flughäfen. Ich vermute mal, dass die Flughäfen über kurz oder lang da einen Münzeinwurf anbauen oder das pendelt sich irgendwie ein. Never forget, the Verpeilungsfaktor.
    Liebe Grüße ST

  5. Moin, ich möchte kurz auf eine Referenz auf dem Cover von „Views“ hinweisen: Hierbei handelt es sich um die Content-Warning-Seite von TikTok für die Fälle, wo der Algorithmus dir unbedingt dieses verstörende Video zeigen will, aber jemand anderes bei TikTok doch zu dem Entschluss gekommen ist, es allen zeigen zu können. „Der Inhalt ist zwar verstörend aber es gibt Interaktion, und das ist die einzige Metrik, auf die wir optimieren.“

  6. Hallo und Danke für diese Folge, die ich wie immer, sehr gern gehört habe.
    Linus Vergleich und Gleichsetzung von Julian Assange mit Alexei Nawalny war aber leider total daneben. Das kann man so nicht stehen lassen und es ist eine schlimme Verharmlosung der russischen Diktatur, nach dem Motto: „Bei uns ist es doch auch nicht besser als in Russland“ und „ohh die Doppelmoral des Westens“. Das zeugt leider von einer krassen Unkenntnis der Zustände in Russland, die nämlich ist: Wer nicht passt wird umgebracht.

    Es muss doch möglich sein, die U.S.A. im Bezug auf Assagne zu kritisieren, ohne russische Propagandazählungen zu verbreiten.

    Vergleichen wir aber doch spaßeshalber beide Fälle: Assange: lebt, Nawalny: tot ( plus einen Mordanschlag überlebt).
    Zudem sind ihre Rollen nicht vergleichbar: Assange: Whisteblower, Journalist. Nawalny: Oppositionspolitiker.

    Vergleichbar mit Assagne ist vielleicht der Fall Anna Politkowskaja (unliebsame Journalistin): Wurde ermordet. Oder vielleicht Sergei Juschenkow (erschossen) ? Oder Sergei Magnitski (starb in U-Haft)? Oder Pjotr Werzilow (Giftanschlag überlebt)?

    Reporter ohne Grenzen führ eine Liste der getöteten Journalisten in Russland:
    https://www.reporter-ohne-grenzen.de/fileadmin/Redaktion/Downloads/211004_Getoetete-Journalist_innen_RSF.pdf

    Die Liste der getöteten Oppositionellen, Überläufer, sonstige Gegner Putins, ist noch deutlich länger.

    Man kann den U.S.A sicher eine Menge vorwerfen, aber vergleichbar mit Putins Neo-Stalinistischer Gewaltherrschaft sind absolut nicht angebracht.

    • Ich glaube der Punkt war weniger ein Vergleich als vielmehr die mangelhafte Vorbildhaftigkeit. Die sich im Umgang mit snowden, elbakyan … fortsetzt. Oder legislativ in Gestalt von Netzsperren, vds, trojanern u anderen geplanten Formen des clientsidescannings. Autoritäre Systeme verargumentieren das nicht nur, sie profitieren mitunter auch technologisch davon. Es gibt gravierende Unterschiede in der Rechtsstaatlichkeit, aber es gibt auch Dinge, die sind einfach kühl kalkulierte Geopolitik und Durchsetzung der Interessen bestimmter Oligarchen-Fraktionen, meinetwegen artikuliert über hoheitliche, korrumpierte Instrumente. Es gibt noch jede Menge vor dem eigenen Hof zu kehren und er wird nicht schöner wenn man nur auf den Müll des Nachbarn zeigt.

  7. Ich möchte mal eine konkrete Beschwerde loswerden zu dieser Folge:
    Der Titel war voll der Klickbait. Ich erwartete mindestens 20min Beschäftigung mit dem Thema AI Bots in Foren entlarven. Außer den Titel zu verlesen bei der obligatorischen Begrüßung kam aber gar nichts dazu.

  8. Es haben schon viele auf das Boarding-Thema geantwortet, und z.B. CGPGrey wurde verlinkt. Grey betrachtet das aber aus einer mehr theoretischen Brille, ohne die ökonomischen Anreize tiefgehender zu würdigen. Wer sich für das Thema interessiert, sei auf die Doku zu den Evolutionsstufen des Fastpass-Systems verwiesen (dasselbe, nur für Attraktionen in Disney-Parks) bei Defunctland: https://youtu.be/9yjZpBq1XBE

  9. Wenn ich Eure Diskussion zum Thema T-Online / meta anhöre, stellt sich mir die Frage, wo eigentlich Clemens Schrimpe steckt. Tim, Clemens könnte es Linus mal erklären, was die telekom für ein mieses Speil bzgl. Peering treibt.
    Von mir nur der Frage an Linus, ob er mal daran gedacht hat, daß die Telekom ja von Ihren Kunden bereits für die Erreichbarkeit von Diensten im Internet kassiert. Die Telekom will aber auf beiden Seiten, also doppelt Kasse machen.

  10. Und noch was anlässlich Linus Suche nach neuen Kollegen. Mir fällt seit geraumer Zeit das Rumeiern von Linus bzgl. seines Day-Time-Jobs auf wenn es um seine Beziehungen in die und Wissen um Telko-Branche geht. Da werden Andeutungen und Anspielungen gemacht statt – wie es einem Sprecher des CCCs gut zu Gesicht stehen würde – Full Disclosure zu machen. Was ist denn daran so schlimm offen zu sagen, daß Linus Chef Kasten Nohl heisst?

    • Da werden Andeutungen und Anspielungen gemacht statt – wie es einem Sprecher des CCCs gut zu Gesicht stehen würde – Full Disclosure zu machen. Was ist denn daran so schlimm offen zu sagen, daß Linus Chef Kasten Nohl heisst?

      Meine Güte.
      Geht es noch dramatischer?
      Mir fehlt da der Pathos und der Bezug zu den 10 Geboten.

      Ich habe in der Sendung sehr ausführlich erklärt, dass ich den Podcast (privat) nicht für Werbung für fremde oder eigene Unternehmen (geschäftlich) nutzen möchte.

      Das hat damit zu tun, dass man sich weder durch Einzelzahlungen, noch durch Anstellung in diesen Podcast einkaufen kann.

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  11. Hat schon ein geschmäckle wenn der tolle Whistleblower mit denen zusammenarbeitet, die ein paar Jahre vorher noch fröhlich Massengräber in Tschetschenien gefüllt haben. Dämpft mein Mitleid ein wenig.

  12. Zu Assange: Eine Selbstentbößung in Sachen Rechtsstaatlichkeit, die leider weder in der Presse noch bei euch benannt wurde, ist, dass völlig schamlos vorgeführt wurde, dass es natürlich auch im Westen eine politische Justiz gibt: die Justiz hat den Deal eines zu eins umgesetzt, der auf politischer Ebene zwischen Australien und den USA ausgekungelt wurde.

    Das ist zudem ein weiterer Beleg dafür, wie wenig Anlass es für die Behauptung gab, dass Assange damals schlichtweg nach rechtsstaatlichen Kriterien angeklagt wurde. Der eigentliche Skandal ist m.E. aber, dass niemand sich jetzt über diesen offen politischen Justizvorgang wundert. Oder wenigstens verwundert tut. Ansonsten wird der Westen u.a. immer wegen der Unabhängigkeit seiner Justiz gefeiert und auch die Legitimität einer eventuellen Auslieferung von Großbritannien an die USA war mit der Unabhängigkeit der US-Justiz begründet worden. Nun zeigt sich: jeder weiß, dass das in Wirklichkeit gar nicht durchgängig so ist und wundert sich daher auch nicht darüber, dass so einen Deal möglich ist.

  13. Zu Assange gibts bereits viel aber ein Punkt hat mir gefehlt: die Cablegategeschichte war ein Versagen des Guardianjournalisten David Leigh, der – vllt aus technischem Unverständnis heraus – das tatsächliche Passwort für ein Vault, ein verschlüsselt publiziertes (und u.A. per torrent verteiltes, iirc) file in sein Vanity-Buch druckte. Dieses File wurde damals veröffentlicht, um einer Serverbeschlagnahmung/-hijacking zuvorzukommen.
    Assange wurde oftmals die Bezeichnung Journalist verwehrt – für den Journalisten David Leigh und the Guardian hatte dieses massive faux pas null Konsequenzen.

  14. Zum Thema Assange: Ihr stellt es so dar, als gäbe es im Prinzip nur zwei Möglichkeiten, wie man sich zu seiner Person und/oder Geschichte positionieren könne: Entweder er ist ein „Freiheitskämpfer“, der für Transparenz und politische „accountability“ kämpft, oder er ist ein „Hochverräter“, der Lebenslang hinter Gitter gehört oder schlimmeres.

    Ich halte ihn für weder das eine, noch das andere, sondern für einen Free-Speech-Absolutisten, der jede Information verbreiten wollte, ohne Rücksicht darauf, ob die Informationen eventuell irgendwem schaden könnten. Wenn ich mich recht entsinne, war das auch genau der Grund, warum es damals zum Bruch zwischen Julian Assange und Daniel Domscheidt-Berg kam. Dann hat er die Informationen, die ihm zugespielt wurden, „einfach so“ rausgekloppt und musste dann plötzlich die Konsequenzen dafür tragen.

    Ob diese Konsequenzen letztlich angemessen waren, darf man hingegen genauso bestreiten, insbesondere das psychische und physische „Fertigmachen“ oder das jahrelange Einsperren ohne (faires) Verfahren. Aber ich tue mich sehr schwer damit, „für“ oder „gegen“ Assange Partei zu ergreifen.

  15. Nawalny: nein, einfach nein! Ich halte die Zusammennennung der beiden Personen und die damit insinuierte Gleichsetzung für abwegig. Und das nachgeschobene „gut, der eine hat es halt dann nicht überlebt“* lässt mich erschauern aufgrund des Zynismus, den ich dabei verspüre.

    *) aus der Erinnerung zitiert

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