DENIC — PimEyes — Digitale Fluggastabfertigung — US-Visumsdaten — Fun Facts — DID — Signal-Angriffe — Kraftwerk vs. Pelham — Termine
kantorkel ist zu Gast und berichtet von seiner Klage im Fall PimEyes und wir sprechen mit ihm auch ausführlich über die Pläne in Deutschland Fluggesellschaften direkten Zugriff auf hoheitliche Ausweise und die Pläne der EU, der USA direkten Zugriff auf unsere persönlichen Daten zu geben. Dazu klären wir kurz auf, was der Rummel um die angeblichen Angriffe auf den Signal-Messenger bedeutet (Hint: war keiner) und schauen auf das finale Urteil im Fall Moses Pelham gegen Kraftwerk, was ggf. Bedeutung für die Nutzung von Samples in der Musik haben könnte.
Für diese Episode von Logbuch:Netzpolitik liegt auch ein vollständiges Transkript mit Zeitmarken und Sprecheridentifikation vor.
Bitte beachten: das Transkript wurde automatisiert erzeugt und wurde nicht nachträglich gegengelesen oder korrigiert. Dieser Prozess ist nicht sonderlich genau und das Ergebnis enthält daher mit Sicherheit eine Reihe von Fehlern. Im Zweifel gilt immer das in der Sendung aufgezeichnete gesprochene Wort. Formate: HTML, WEBVTT.
Transkript
Shownotes
Prolog
- The Independent: South Africa withdraws AI policy after it was found written by AI
kantorkel
- Logbuch:Netzpolitik: LNP492 Ölverschmierte Hände
- Logbuch:Netzpolitik: LNP422 Bundesverdienstcoin
.de-fail
- heise online: Probleme mit .de-Domains: Was bisher bekannt ist
- heise online: DNS-Probleme: .de-Domains nicht erreichbar
- DENIC Blog: Technische Störung bei .de-Domains behoben
- www.spiegel.de: (S+) Störung beim deutschen Domain Name System (DNS): Die vier unterschätzten Schwachstellen des Internets
- YouTube: Wie funktioniert das Internet?
PIM Eyes
- pimeyes.com: PIM Eyes
- noyb.eu: Kein Einschreiten gegen PimEyes: Klage gegen Hamburger Datenschutzbehörde
- www.ccc.de: CCC | Biometrische Massenüberwachung nicht länger dulden: Klage gegen Hamburger Datenschutzbehörde
- MillernTon: BWH & CCC: KI-Überwachung im Fußball? – MillernTon
- www.spiegel.de: G20 in Hamburg: Polizei darf Datenbank für Gesichtsabgleich nutzen
Digitale Fluggastabfertigung
- www.ccc.de: CCC | Heute mal ohne Biometrie: Reisepass „well done“
- bundestagszusammenfasser.de: BTZusFas: Gesetzes zur Ermöglichung der digitalen Fluggastabfertigung
US-Visumsdaten
- www.statewatch.org: Statewatch | EU-US data exchange proposal in conflict with EU laws
- www.golem.de: So weit geht der geplante Datenaustausch mit den USA
- www.statewatch.org: Framework Agreement between the European Union and the United States of America on the reciprocal exchange of information for identity verification, and screening and vetting, relating to border procedures and applications for travel authorizations and visas [PDF]
Fun Facts
- Wikipedia (de): Kreuzberg 61
- X (formerly Twitter): Palantir (@PalantirTech) on X
- WeAct: Stoppt Dobrindts Überwachungspläne!
- The Nerd Reich: Purge Palantir: The Campaign Against Peter Thiel’s Spy Firm
- www.patreon.com: Why Alex Karp Decided It Was Time to Tell Everyone Palantir is in the Fascism Business
- www.spiegel.de: (S+) Meinung: Die Techmogule setzen auf Regime-Change – Meinung
Folge mit Linus
- Fun Facts: Gefahr: Wie du von KI überwacht wirst | Fun Facts mit Linus Neumann
- YouTube: Das ist Peter Thiels Dystopie | Fun Facts mit Linus Neumann & Marc-Uwe Kling
Folge mit Oliver Kalkofe
- Fun Facts: Wie Milliardäre rechte Medien finanzieren | Fun Facts mit Oliver Kalkofe
- YouTube: Wie Milliardäre rechte Medien finanzieren | Fun Facts mit Oliver Kalkofe
- Wikipedia (de): Frühstyxradio
- Wikipedia (de): Oliver Kalkofe
- Wikipedia (de): Oliver Welke
- Wikipedia (de): Dietmar Wischmeyer
Zentrum für politische Schönheit
- politicalbeauty.de: Start | Zentrum für Politische Schönheit
- der-adenauer.de: Für Schulen & Eltern – Der Adenauer SRP+
Esels Alptraum
- www.eselsalptraum.de: Esels Alptraum – Das antikapitalistische Jodelduo
- www.eselsalptraum.de: In Aktion! – Esels Alptraum
Fun Facts
- Fun Facts.: Fun Facts. – witzig, wichtig, richtig!
- bande.funfacts.de: Unterstütze Fun Facts
- Fun Facts.: Tickets | Fun Facts.
Folge mit Raul Krauthausen
- Fun Facts: Warum Deutschland Menschen mit Behinderung behindert | Fun Facts mit Raul Krauthausen
- YouTube: Warum Deutschland Menschen mit Behinderung behindert | Fun Facts mit Raul Krauthausen
- www.sozialhelden.de: Wie barrierefrei ist Deutschland? – Sozialheld*innen
- beta.a11yscore.org: a11y-Score
- CRE: Technik, Kultur, Gesellschaft: CRE168 Wheelmap
- wheelmap.org: Access For Everybody
DID
- netzpolitik.org: SPD, Linke und Grüne verlassen Musks Plattform X
- lmaa.space: lmaa.space – Lokale Märkte. Alternative Anbieter.
- diday.fediserve.de: DiDay – Digital Independence Day
- www.kuketz-blog.de: Kuketz IT-Security Blog
- diday.org: Digital Independence Day
- events.diday.org: Digital Independence Day Veranstaltungen – immer am ersten Sonntag im Monat #DIDit #DUTgemacht
- doeidag.nl: Doeidag
Buch
- genialokal.de: Die Känguru-Rebellion
- genialokal.de: Die Känguru-Rebellion (Die Känguru-Werke 5)
- genialokal.de: Die Känguru-Rebellion
Signal-Angriffe
- www.tagesanzeiger.ch: www.tagesanzeiger.ch
- netzpolitik.org: Signal-Phishing gegen Julia Klöckner erfolgreich
- www.golem.de: Golem
- www.golem.de: Was der Klöckner-Signal-Fall wirklich offenlegt
- www.spiegel.de: (S+) Signal: Spionage erreicht Bundesregierung – auch Ministerinnen betroffen
Kraftwerk vs. Pelham nach 30 Jahren entschieden
- FAZEmag: Kraftwerk verlieren 30-jährigen Urheberstreit gegen Moses Pelham
- Wikipedia (de): Moses Pelham
- Wikipedia (de): Rechtsstreit zwischen Moses Pelham und Kraftwerk
- Wikipedia (de): Pastiche
Termine
Aktivsymposium München
Sicherheit ohne Überwachung
- sicherheit-ohne-ueberwachung.org: Demo am 13. Juni 2026 – Sicherheit ohne Überwachung
Hack an der Ruhr
- hadr.un-hack-bar.de: Hack an der Ruhr 2026
- pretalx.un-hack-bar.de: Hack an der Ruhr 2026
InselChaos
- www.inselchaos.de: InselChaos 2026
- tickets.inselchaos.de: InselChaos
- talks.inselchaos.de: InselChaos 2026
Bald lnp555 … … Und der NE555 wird dieses Jahr 55 jahre alt. :)
https://www.heise.de/news/NE555-Der-unsterbliche-Timer-Chip-feiert-den-55-Geburtstag-11282093.html
Der Alleskönner. Nur übertroffen vom NE556!
Beim Thema Datenschutzbehörden war ich etwas verwundert über die Annahme, dass die doch irgendetwas machen könnten.
Ich habe 5x DSGVO-Verstöße gemeldet.
1. Sprachenlernwebseite lässt Account erstellen aber nicht mehr löschen und vom Newsletter kann man sich auch nicht abmelden. Anbieter reagiert nicht auf E-Mails. „Support“-Button ist Link auf Facebook-Seite. -> Datenschützer Bayern antwortet nach einem Jahr, dass man die von mir angesprochenen Punkte nicht nachvollziehen kann. Schaue ich auf die Webseite, ist das alles jetzt OK. Also steuerfinanzierte Unternehmensberatung?
2. Hamburger Autohaus meldet ungefragt zu Newsletter an. Abmeldung unmöglich. Autohaus bestätigt auf Nachfrage Löschung meiner Daten. Newsletter kommt weiter, weil der nicht vom autohaus selbst kommt sondern von einem Drittanbieter. -> Datenschützer Hamburg hinzugezogen. Die bitten die Firma 1,5 Jahre lang immer wieder, dass die mich doch bitte auch bei Drittanbieter löschen sollen. Jeden neuen Newsletter habe ich wieder an die Datenschützer weitergeleitet. Irgendwann hatte es geklappt. … Denke ich. Zumindest ist seit einem Jahr Ruhe.
3. Polaroid kauft kleines niederländisches Unternehmen und fügt alle Kunden zu ihrem eigenen Newsletter hinzu. Datenschützer Brandenburg versuchen seit 4 Jahren eine Stellungnahme vom zuständigen Datenschützer Niederlande zu bekommen und erinnert mich alle 6 Monate, dass da noch nichts kam.
4. Paypal. Auch 10 Jahre nachdem ich meinen Account geschlossen habe, bekomme ich weiterhin Benachrichtigungen über AGB-Verschlimmbesserungen. Nach über 50 E-Mails und 6 Anrufen beim Support (also einem desinteressierten Serviceanbieter) habe ich das an die Datenschützer Brandenburg weitergegeben. Nach 2 Jahren bekam ich nun die Benachrichtigung, dass das nun die Datenschützer Berlin bearbeiten. Letztere schrieben mich später an, dass ich meine Postadresse angeben müsse, da sie mir aus Datenschutzgründen keine E-Mails mehr schicken dürfen. Per Post kam dann die Auskunft, dass der zuständige Datenschützer Luxemburg sich noch nicht geäußert hat.
5. Kameras an einer Kneipe in meiner Stadt, die einen ganzen Vorplatz inkl. Eingangsbereichen zu Arzt- und Psychotherapiepraxen filmen. Datenschützer Schleswig-Holstein gefragt. Nach 2 Monaten klebten direkt unter den Kameras zwei dunkelblaue Aufkleber mit 4cm Durchmesser, die eine schwarze Kamera abbildeten. Und das auf dunklen Klinkern. Also Tarnfarben. … Die Datenschützer haben dann versprochen, den Kneipenbetreiber noch einmal zu fragen. Das war vor zwei Jahren.
Also ich habe noch nicht in einem einzigen Fall das Gefühl gehabt, dass die Datenschützer irgendeine Handhabe haben, die über nettes Fragen beim Verursacher hinaus gehen. … … Fände es schön, wenn ihr in eurem Fall mehr erreicht.
Dein Leben ist echt so sinnlos
Ich freue mich, wenn es noch anderen Leuten geht wie mir, dann können wir uns zusammen beklagen.
Als Einzelperson gehe ich ja in der Datenflut komplett unter.
Es ist schade, dass der menschliche Support wegautomatisierte Spuren hinterlässt.
Ich bin froh, dass es den Verbraucherschutzverband interessieren könnte. Ich habe jetzt neue Hobbies gefunden, und mache wieder mehr Msuik.
Als Dorfkind aus dem Landkreis Peine hat mir „Hotte X“ ein anständiges Aufwachsen in den 90ern überhaupt erst möglich gemacht.
Ich denke auch oft an dich!
♥️
Ich kann nicht mal mehr in den Urlaub fliegen, ohne dass ich fotografiert werde!
Für die LNP-Folge 555 singt ihr dann aber diesen Ohrwurm:
https://www.youtube.com/watch?v=rhR13oVO3fE
Das Original ist von AtilaKw. Auf seinem Kanal findet ich es aber nicht mehr.
Zum Thema nicht existierende Papers kann ich als Hochschul-Dozent beisteuern, dass die Studys da dem Rest weit voraus sind.
Dass ich schriftliche Arbeiten vorgelegt bekomme wo zumindest einzelne Quellen nicht existieren, kommt zwar noch vor, ist aber inzwischen die absolute Ausnahme.
Vor einem Jahr war das noch anders, da hatte unser eigentlich völlig nutzloses automatisches Plagiatserkennungstool endlich mal einen Nutzen: Wenn im Literaturverzeichnis Einträge nicht als Übereinstimmung gekennzeichnet waren, wusste man schon: Ah, das ist wieder eine Quelle, die es nicht gibt.
Aber wie gesagt, das ist vorbei, die Studys prüfen nun händisch, ob das Zeug, das die LLMs ihnen ausspuckt existiert. Oder aber sie liefern ihren LLMs einen Stock an Literatur, laden den als PDFs hoch und sagen: verwende bitte nur diese Literatur.
Im Moment ist meine Red Flag für KI-generierte Arbeiten, dass die Quellenangaben nicht auf präzise Seiten, sondern auf Seitenbereiche verweisen. Nach dem Motto: „Das steht da irgendwo, trust me, bro.“
Aber – Momentaufnahme – meist steht das da eben nicht. Zumindest die KIs, die im Moment bei meinen Studys in verbreiteter Nutzung sind, scheinen (noch) nicht präzise genug zu sein, um bestimmte Inhalte eindeutig den entsprechenden Seitenzahlen in der Quelle zuzuordnen. Mal sehen, wie lange das noch so bleibt (seufz)…
Ich finde, das Qualitätsmanagement in der Forschung ist sowieso ein Problem. Es gibt abgesehen von Peer Reviews keine rationalen Argumente für angenommen Paper.
Es haben so viele Leute schlechte Paper veröffentlicht, dass man sich nicht wundern muss, dass es durch die KI tendenziell besser wird.
Die LLMs, die in der Forschung verwendet werden, sind in erster Linie Studierenden vorbehalten, die Kontakte haben.
Ich habe noch nie in einer wissenschaftlichen Arbeit (Informatik) die exakte Seitenzahl angegeben oder angeben müssen. Genauso wenig ist dies in der Forschung die Norm. Die meisten Paper bestehen sowieso aus 8-16 Seiten und haben nur eine Handvoll Kernaussagen, sodass dafür auch eigentlich keine Notwendigkeit besteht.
@tim
in welcher folge textilvergehen bist du zu hören?
lg
Ach, in diversen. Leider gibt es seit der Umstellung von Podlove auf podigee bei dem Podcast keine Teilnehmer-Information mehr. Aber die letzte Folge ist jetzt auch schon ein paar Jahre her.
Letztes Jahr wurde bei uns beretis ein biometrischer Check-in bei delta airlines gemacht. Wir mussten damals in Atlanta umsteigen. Das boarding erfordert dann dass man auf einer markierung steht und in eine Kamera schaut, aehntlich wie das beim e-passport der Fall ist. Der Check-in ist auf keinen Fall schneller als nur mit dem boarding pass. Auf dem Hinflug sind wir mit KLM geflogen, dort musste man einfach mit dem Strichcode durch ein Drehkreuz laufen. Auffallend war dass die Gesichtserkennung bei delta nicht bei schwarzen Menschen funktionierte. Diese mussten alle nach drei Fehlschlaegen von einer Angestellten in zweiter Reihe normal manuell kontrolliert werden. Ich schaetze der daten bias hat auch positive Seiten.
Gab’s in Washington auch schon vor 2 Jahren im Testbetrieb. Hat so mittelmäßig funktioniert.
Zum Thema Moses Pelham und Stefan Raab gibt es einen Song von Creme de la Creme
https://youtu.be/O8nI78BCvA0
Zur Nutzung von Biometrie bei Flugreisen:
– Bei der Passkontrolle ist das längst Standard geworden. Ich bin in diesem Jahr durch Passkontrollen in Belgien, Großbritannien und Lateinamerika gegangen und überall war der „Standard“ ein Gate, das mit Kamera und Passlesegerät ausgestattet war. Nur für Sonderfälle (Kinder unter 12 Jahren sowie vom biometrischen Passkontrollautomaten abgewiesene Personen waren 1 oder 2 Schalter mit Grenzbeamt*innen geöffnet. Auch am Flughafen in Frankfurt(Main) ist das so. Da steht bei der Einreise nach Deutschland extra Flughafenpersonal, dass alle Leute an die Automaten schickt und die beiden verbliebenen Grenzbeamt*innen sind extrem genervt, wenn jemand bei Ihnen vorbei kommt.
– Auf Reisende wird auch jetzt schon Druck ausgeübt möglichst ihre biometrischen Daten zu erfassen und mit der Bordkarte zu verknüpfen. In Berlin gibt es schon lange einen Zugang zur Sicherheitskontrolle, wo man (kostenlos) einen 15-Minuten-Slot buchen konnte und dann mit einem QR-Code ohne Anstehen durchkam. Inzwischen steht bei der Buchung eigentlich per Default „Falls die Slots für Ihren Flug ausgebucht sind, nutzen Sie gerne auch unser Angebot BER Biometrics über die smartdepart-App. Weitere Informationen finden Sie hier: https://biometrics.berlin-airport.de .“ Dort soll man dann über eine App selbst ein biometrisches Profil anlegen und mit der Bordkarte verknüpfen. Nur wenn man das macht gibt es verfügbare Slots. In der Datenschutzerklärung beschreiben sie wie sie das technisch lösen in Punkt 11: https://smartdepart.de/de/datenschutzerklarung/
– Lufthansa hat schon seit 2020 ein biometrisches Checkin-Verfahren: https://newsroom.lufthansagroup.com/kontaktlos-reisen-mit-gesichtserkennung-lufthansa-group-ist-erster-anbieter-von-star-alliance-biometrics/ und versucht die Kund*innen zu drängen ihre biometrischen Daten in der App zu hinterlegen und das zu nutzen (ohne klar benennen zu können was der Vorteil ist)
Beim hören des Abschnitts Biometriedaten für die USA passt vielleicht auch das hier hinein, denn Biometriedaten werden auch anderweitig gerade durch Verbündete eingeholt: Starlink rollt offenbar neue Identitätsüberprüfungen aus, unter Anderem fordern sie ein Foto des Passes, die Passnummer und dazu noch ein aktuelles Foto vom Gesicht des Kunden, davon war ich gerade betroffen.
Es erschien in der Starlink App ein roter Banner, der mich darauf hinwies, dass ich meine Identitätsdaten hinterlegen solle, sollte ich das versäumen, würde mein Dienst innerhalb von 20 Tagen deaktiviert.
Ich bin auf einem Segelboot dauerhaft unterwegs und seit Ende 2025 in der Karibik angekommen. Mein Starlink Dish habe ich 2024 in Frankreich in Betrieb genommen. Zur Zeit befinde ich mich in einem Niederländischen Überseegebiet, wo auch die Meldung erschien.
Die Kombination Internetanbieter + Elon Musk + Amerika + Passfoto + Aktuelles Foto erzeugt schon deutliches Unbehagen. Da ich als Digital Nomad unter Segeln aber auf Internet angewiesen bin, werde ich vermutlich nicht drum herum kommen, diese Daten letztendlich auch abzugeben, denn wenn die Datenschutzbehörden bei Kantorkel schon 5 Jahre brauchen für nichts, habe ich wenig Hoffnung dass sie meine Account Sperrung in 20 Tagen verhindern werden. Starlink ist unter Seglern der defacto Standard um auch auf See Wetterdaten und andere Informationen einzuholen (dabei eine andere Anekdote: ich hatte auch kürzlich 200km vor der Küste das Vergnügen der Kommunikation mit der Venzuelanischen Küstenwache per Whatsapp über Starlink).
Halb ernst gemeint: Kurzwelle fragt nicht nach diesen Daten.
Theoretisch ja, aber praktisch war es für UKW zu weit von der Küste entfernt. Also habe ich mit WLAN call ein Mayday Relay initiiert (es war ein anderes Segelboot in Seenot, das kein Starlink hatte) und ab dem Zeitpunkt wo die Küstenwache meine Telefonnummer hatte, sind sie auf WhatsApp umgesprungen.
Ich bin gerade auf einem Roadtrip mit Starlink in der Windschutzscheibe unterwegs. In Deutschland wurde er registriert, ohne Ausweiskontrolle. In Frankreich erhielt ich die Meldung zur Ausweisverifizierung mit Countdown dann auch. Habe dort diese allerdings ignoriert. Nachdem wir nun nach Spanien weitergefahren sind, ist die Meldung verschwunden.
Zum Thema Klöckner-Hack: Ich finde auch, dass eine so exponierte Person des Deutschen Staates unbedingt geschult werden muss. Falls das nicht durch BKA, BfV passiert wäre es vermutlich sogar die Aufgabe der Bundestagspräsidentin dafür zu sorgen, dass alle MdB und deren Mitarbeitenden eine solche Schulung/Unterstützung erhalten.
Schwierig finde ich allerdings die Abgrenzung zwischen den staatlichen und nicht-staatlichen Aufgaben: Wenn Sie z.B. mit Friedrich Merz chattet, kann das im Rahmen des Austauschs zwischen zwei Staatsämtern passieren – dann sollten tatsächlich speziell abgesicherte Handies verwendet werden. Oder aber zwischen dem Parteivorsitzenden der CDU und einer hochrangigen Politikerin der Partei, beispielsweise in Vorbereitung eines Parteitages. An letzterem Chat könnten auch noch andere Partei-, Landes-, oder sonstige Politiker:innen teilnehmen. Die können nicht alle offizielle Regierungs-Handies erhalten, nur weil Merz und/oder Klöckner daran beteiligt sind. Und weil eben weil es diese Chats geben können muss, sollten Personen wie Klöckner entsprechend geschult werden, bzw. ihre Geräte von fachkundigem Personal konfiguriert und evtl. auch regelmäßig überprüft werden.
Es war auf jeden Fall die Schuld von Frau Glöckner!!! Wir wissen gar nicht, wie das mit dem Phishing geht!?
Ja, die Leute müssen mal geschult werden, die sind einfach so Doof, wie man nur denken kann!
Wieso benutzten die überhaupt signal, wenn sie nicht mal wissen, was auf unseren servern noch so läuft?
Also ob die Quotenfrau die Wahrheit sagt. Jaja, ich bin eine Frau und setze mich für Privatsphäre ein – wir wissen alle nicht, was das für Assoziationen hervorruft. Naja, aber es funktioniert wenigstens. Sales B)
Wir sind es, der Kundensupport.
Zum Thema EuGH-Entscheidung Pelham/Hütter („Metall auf Metall“): Leider muss ich der guten Nachricht ein wenig die Güte entziehen. Es ist keineswegs so, wie Linus behauptet hat, dass die Saga „Metall auf Metall“ nunmehr ein Ende gefunden hat. Die Entscheidung des EuGH erfolgte aufgrund eines Vorlageverfahrens des BGH aus September 2023 („Metall auf Metall V“). Aufgabe des EuGH war dabei lediglich, auszulegen, unter welchen Voraussetzungen ein „Pastiche“ i.S.d. Art. 5 III lit. k Info-Soc-Richtlinie bzw. § 51a UrhG vorliegt. Das Ergebnis (Wiedererkennbarkeit, hinreichender Abstand, kreativer Dialog) hat Linus korrekt wiedergegeben. Auch hat der EuGH anklingen lassen, das Samples bei Erfüllen der oben genannten Merkmale durchaus als Pastiche anzusehen sein können. Das Gericht hat jedoch NICHT festgestellt, ob im konkreten Fall des Samplings von Metall auf Metall durch Moses Pelham die Voraussetzungen erfüllt sind. Dies liegt auch nicht in seinem Kompetenzbereich, vielmehr ist die Subsumtion des konkreten Falls unter die Vorgaben des EuGH Sache der nationalen Gerichte. Ob der BGH, welcher sich also nunmehr ein sechstes Mal mit „Metall auf Metall“ befassen wird, ein Pastiche im konkreten Fall anerkennt, ist dabei längst nicht sicher und in der urheberrechtlichen Fachwelt aktuell eine umstrittene und (neben den KI-Implikationen im Urheberrecht) die wohl heißeste Frage.
Daneben ist (zum zweiten Mal in der Saga) eine Verfassungsbeschwerde von Pelham beim Bundesverfassungsgericht anhängig. Diese wendet sich gegen die Verurteilung durch den BGH wegen der Nutzung des Samples im Zeitraum zwischen 2002 und 2021, in welchem Deutschland die (fakultative) Schranke zur Pastiche aus Art. 5 III lit. k Info-Soc-RL noch nicht umgesetzt hatte. Pelham rügt mit der Verfassungsbeschwerde, dass die Entscheidung seine Grundrechte (wohl insb. die Kunstfreiheit) nicht hinreichend berücksichtigt habe und das Sampling auch ohne eine explizite Pastiche-Schranke im deutschen Recht zwischen 2002 und 2021 zulässig gewesen sei. Auch hier ist völlig offen, wie sich das BVerfG positionieren wird.
Die Saga „Metall auf Metall“ ist mithin keineswegs beendet, da noch mindestens zwei wichtige Entscheidungen ausstehen. Folglich kann auch noch nicht davon gesprochen werden, dass die Nutzung des Samples im Song von Sabrina Setlur eine zulässige Pastiche darstellt. Dennoch vielen Dank, dass ihr über das Thema berichtet habt!
LG Florian
Nice! Danke! Das Bild von dem Podcast hat mich an dieses Goldstück der Internetkulturgeschichte erinnert : )
https://www.youtube.com/watch?v=DxMtnOqUMxE