LNP270 Mit der Blockchain wird der Netzausbau endlich in Ordnung kommen

Facebook — Österreich: Kampf gegen VDS und gegen Umweltverbände — Netzneutralität in USA und EU — Neuseeland will Handy — Scheiß-Internet-Preis — Wikipedia und Diversität

Thomas ist wieder dabei und naturgemäß wenden wir wieder verstärkt den Blick nach Österreich und Europa. Es werden Preise vergeben und wir beklagen den Wegfall eines eigentlich schönen Urlaubsziels.

Dauer: 1:24:17

On Air
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Prolog

Daten von 50 Millionen Facebook Nutzern gestohlen

Vorratsdatenspeicherung in Österreich verhindert

Österreich: Umweltorganisationen müssen Mitgliederlisten offenlegen

Privacy International wurde überwacht

Netzneutralität in den USA

Netzneutralität in der EU

Neuseeland möchte gerne Dein Passwort haben

Voss gewinnt Scheiß-Internet Preis

Wikipedia und Diversität

Epilog

19 Gedanken zu „LNP270 Mit der Blockchain wird der Netzausbau endlich in Ordnung kommen

  1. Ich glaube ihr bringt da am Anfang bei der Diskussion über den Nobelpreis für Informatik, Forschung und Anwendung durcheinander.

    Forschung, auch Grundlagenforschung, gibt es in der Informatik auch zur Genüge. Und mit dem ACM Turing Award gibt’s da auch quasi einen “Nobel Preis”. Allerdings wird der halt für sowas vergeben wie “For his advancement of our understanding of the complexity of computation in a significant and profound way” (Das ist die Begründung für Stephen A. Cook 1982 gewesen.) und nicht: “Hat auf Basis von 50 Jahren Forschung Facebook gebaut.”

    Hier könnt ihr euch die restlichen Preisträger auch noch mal angucken. Die haben alle ähnliche Begründungen wie die oben. https://en.wikipedia.org/wiki/Turing_Award

    Übrigens hat Marvin Minsky den 1969 genau für Tims Beispiel künstliche Intelligenz bekommen.

  2. Zur deutschen Wikipedia: Ich möchte nicht werten, aber diese Quelle hinzufügen: In der Deutschlandfunksendung „Computer und Kommunikation“ äußert sich ein Wikipediaautor zu diesem Fall. Zitat: „Nun ist es so dass gerade im Moment im Zuge der Vergabe der Nobelpreise die Arbeit von Wikipedia etwas angegriffen wird. Dort ist ein Fehler unterlaufen, dass eben halt die Editoren, die zuständig sind für Physik und wichtige Physiker, offensichtlich die Nobelpreisträgerin Donna Strickland nicht für würdig empfunden haben, in die Wikipedia aufgenommen zu werden. Wie kann es eigentlich grundsätzlich passieren dass in der Wikipedia eben Personen oder auch Dinge, wichtige Erfindungen falsch eingeschätzt werden.

    Häfner: „Wenn ich das richtig verstanden habe wollte dort nicht nur der Artikel inhaltlich bewertet sondern er auch qualitativ sehr schlecht war und dadurch auch nicht zum Ausdruck gekommen ist, wie die Bedeutung dieser Person ist. Und in dem Fall hat man sich anscheinend lieber für keinen Artikel also für einen schlechten Artikel entschieden.“
    Also lieber gar nicht regieren, als falsch regieren…
    Prinzipiell stimme ich Tim zu: im Internet ist genug Platz für alle möglichen Artikel, egal über was. Das einzige Problem, das ich hier sehe, ist die unbeliebte Wartung und Aktualisierumgen.

    • Ich habe wenig Liebe für dieses “der Artikel war schlecht geschrieben” Argument. Die Erfahrung zeigt, dass es zunächst einmal wichtig ist, dass überhaupt ein Artikel zu irgendwas existiert, verbessert wird er dann automatisch. So funktioniert Wikipedia.

      Ich erinnere mich immer wieder gerne daran, wie die französische Wikipedia einst ihren 100.000 Artikel damit feierte, dass sie den Artikel über den Apfel mit dem Satz “Une pomme est un fruit” begonnen haben. That’s the spirit.

      https://fr.wikipedia.org/w/index.php?title=Pomme&oldid=18085

      Diese ganzen “Qualitätsadmins” drehen für mein Verständnis die Errungenschaften der Wikipedia auf den Kopf. Ja, ich weiß, die Zeiten ändern sich und die Anforderungen auch. Aber genau deshalb habe ich diesen Fall aufgebracht, weil diese Methode am Ende doch nur Herrschaftsverhältnisse zementiert und den Blick von den wirklichen Entwicklungen (und Relevanzen) nimmt.

  3. Zur WIkipedia-Diskussion:
    Ich glaube, dass das größte Problem darin liegt, dass die Wikipedia zum Mitmachen einfach nicht einsteigerfreundlich genug ist. Man muss die Fähigkeit, den Willen und das Durchhaltevermögen mitbringen, sich mit der Wiki-Code-Sprache zu beschäftigen und das ist für einen Laien halt alles andere als Trivial.
    Die Wikipedia bräuchte einen office-artigen Editor oder wenigstens sowas wie den WordPress-editor, der sich zwischen “visuell” und “wikicode” umherschalten lässt. Aber wahrscheinlich würde da ein Aufschrei durch die Wiki-community gehen, weil war doch schon immer so. Ich werde aber jegliches Gegenargument gegen einen Noob-editor für die Wikipedia nicht ernst nehmen, solange es keine vernünftigen und vor allem leicht auffindbaren Tutorials gibt und die Seite einen Neuling nicht zielsicher zu diesen hinführt. Solange diese Einstiegshürde besteht, werden sich nur bestimmte Menschen von den Möglichkeiten der Wikipedia angesprochen fühlen und das sind nunmal demographisch gesehen mehrheitlich Männer zwischen 25 und 40, die sich hobbymäßig oder beruflich mit Computern beschäftigen.

    Die realitätsfernen Relevanzkriterien sind natürlich noch zusätzlich hinderlich, aber ich vermute, dass sich das schon von alleine ändern würde, wenn die Wiki-Community diverser würde.

      • Genau, mit dem VE gibt es doch einen WYSIWYG Editor, der recht einfach zu bedienen ist?

        Ein anderer Aspekt, ist sicherlich die vielen ungeschriebenen Regeln, welche man als Einsteiger gar nicht kennen kann. (auch das wird im DLF-Beitrag von der Wikicon18 gesagt).

        Was mich sehr viel mehr schockiert, ist das in meinem Freundeskreis, genau 0 Leute an WP je editiert haben. Leute die in den spannendsten Fachgebieten arbeiten und täglich rein schauen. Die Wahrnehmung scheint zu sein, dass WP eben etwas ist, was andere machen und um das man sich nicht kümmern müsste -.- Dabei wäre es gerade gut, wenn es nicht nur poweruser, sondern gerade auch Einsteiger gibt, welche mal hier und da korrigieren / aktualisieren / …

    • Hallo Njorg,

      ohne ein Loblied auf die Wikipedia singen zu wollen, sind viele deiner Argumente seit vielen Jahren nicht mehr gültig.

      > Die Wikipedia bräuchte einen office-artigen Editor oder wenigstens sowas wie den WordPress-editor, der sich zwischen “visuell” und “wikicode” umherschalten lässt.

      Den gibt es bereits seit einer Weile. Auch in der deutschsprachigen Wikipedia ist er seit Frühjahr 2016 der Standard. Einfach mal ausprobieren. Nur, wer möchte, muss noch den Wikitext-Editor benutzen. (Allerdings lassen sich Diskussionsseiten weiterhin nur als Wikitext bearbeiten. Das ist nach wie vor ein ungelöstes Problem.)

      > Aber wahrscheinlich würde da ein Aufschrei durch die Wiki-community gehen, weil war doch schon immer so.

      Da sich für die alteingesessene Community gar nichts geändert hat, war der Aufschrei nicht besonders groß. Aber du hast recht, die Wiki-Community ist in dieser Hinsicht wie viele eher technikferne Software-Endnutzer sehr konservativ.

      > Ich werde aber jegliches Gegenargument gegen einen Noob-editor für die Wikipedia nicht ernst nehmen, solange es keine vernünftigen und vor allem leicht auffindbaren Tutorials gibt und die Seite einen Neuling nicht zielsicher zu diesen hinführt.

      Hier bewegt sich einiges (siehe z.B. https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Tutorial/VisualEditor oder https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Tutorial/7), allerdings ist es schwierig, für dieses Thema Ehrenamtliche zu finden.

      > Die realitätsfernen Relevanzkriterien sind natürlich noch zusätzlich hinderlich, aber ich vermute, dass sich das schon von alleine ändern würde, wenn die Wiki-Community diverser würde.

      Mir scheint dieses Relevanzkriterien-Bashing ein Relikt aus der Zeit um 2006 zu sein, das ich seit vielen Jahren nur noch von “CCC-nahen Männern um die 30” höre. Es wird in der deutschsprachigen Wikipedia nur noch sehr wenig gelöscht, die Relevanzkriterien werden stetig fortgeschrieben und sind mittlerweile recht ausgereift.

      Ich würde mich freuen, wenn du dir die neuen Entwicklungen einmal anschaust und deinen Eindruck hier mitteilst.

      Aus meiner Sicht sind das größte Problem ein Mangel an Ehrenamtlichen und die unzulängliche Software. So entstehen inhaltliche Lücken und haufenweise veraltete Artikel.

        • Ich habe das Thema deutsche Wikipedia abgeschrieben. Das selbstgefällige fast schon sektirische Elfenbeinturmdenken bestimmter Admins dort kann mir gestohlen bleiben. Ich lese nur noch die englische Wikipedia.

      • Nun, als CCC-naher Mann über 30 kann ich dem nur hinzufügen, dass ich zu Beginn selbst sehr viel in der WP editiert habe und in den letzten Jahren davon Abstand genommen habe, nachdem gleich eine ganze Reihe von mir gestarteter Artikel herausgenommen worden. Und das nicht nach Minuten, sondern nach Jahren. Die Argumente habe ich nicht verstanden und konnte ich nicht nachvollziehen.

      • Schön dass sich offensichtlich einiges getan hat :)
        Ich hatte tatsächlich länger nicht mehr reingeschaut.
        Bis dieser Fortschritt allerdings wirklich in der Community spürbar wird, wird es sicherlich noch ein bisschen dauern.

        Was Tutorials angeht habe ich mich nicht gut ausgedrückt. Im Grunde ist es ein Unding, dass man überhaupt Tutorials braucht. Alle wichtigen Infos müssten einem beim Machen hinterhergeworfen werden, sodass man sich als Neuling direkt reinstürzen kann.
        Wenn schon Tutorials wäre natürlich eine interaktive step-by-step Anleitung. Ganz allgemein ärgert mich aber bei dem Thema immer wieder die Unübersichtlichkeit. Immer wenn ich denke, “hmm… vielleicht könnte ich ja mal” habe ich nach ein paar Minuten schon keine Lust mehr, weil alles sehr textlastig ist und viel Durchgeklicke erfordert.

        Bei den Relevanzkriterien ist wahrscheinlich weniger die konkrete jeweilige Regel das Problem, sondern die Vehemenz und Engstirnigkeit mit der sie von einigen Usern umgesetzt bzw. interpretiert werden.

        Beim Mangel an Ehrenamtlichen muss sich die Wiki-Community leider an die eigene Nase fassen. In meinen wenigen ernsthaften Einsteigerversuchen bin ich immer wieder auf Diskussionen mit “alten Hasen” gestoßen, die extrem von oben herab argumentiert haben und dabei nicht selten beleidigend wurden. Ich kann es zumindest keinem Neuling verdenken, dass er keine Lust hat, sich als chipsfressender Dauerzocker beschimpfen zu lassen…
        Auch hier weiß ich nicht, wie es inzwischen aussieht, aber wenn es heute nachwievor keine nennenswerte Moderation gibt, die solchem Verhalten zügig einen Riegel vorschiebt, dann braucht man sich über Helfermangel nicht wundern.

        Und bevor ein falscher Eindruck entsteht: Ich finde die Wikipedia großartig und bin den vielen Menschen, die etwas beisteuern extrem dankbar. Sicherlich ist das auch eine recht undankbare Aufgabe, der sich da einige angenommen haben, zumal es oft ja auch die lauten Ausreißer sind, die ein schlechtes Bild von der eigentlich mehrheitlich eher freundlichen Fleißbienchen-Community entstehen lassen.

  4. Zum Thema Netzneutralität und 5G:

    Generell sehe ich es auch so, dass Pakete unabhängig vom Inhalt durch das Internet geleitet werden und dabei weder verzögert noch bandbreitenbeschränkt werden sollte. Jedoch gibt es technische Anwendungen mit speziellen Anforderungen, die zum einen aus Sicherheitsgründen oder schlicht aus funktionalen Gründen bevorzugt werden müssen. 5G spielt dabei eine besondere Rolle, da im Fokus dieser Technologie nicht nur die Brandbreitenerweiterung, sondern auch die Energieeffizienz (sehr kleine Geräte z. B. Sensoren) sowie die Zuverlässigkeit steht. Aus diesen Gründen wird dieser Mobilfunkstandard in Zukunft auch von Maschinen2Maschinen-Anwendungen verwendet. Beim autonomen Fahren beispielsweise ist die genannte Zuverlässigkeit besonders wichtig, da hier Verzögerungen oder schlimmer noch Paketverluste weitergehende Folgen haben können. Dahingegen ist es mehr oder weniger egal, ob man auf ein Videostream ein paar Millisekunden länger wartet, wenn (einfach ausgedrückt) der Kanal durch Autos gerade belegt ist. Ferner sind durch sehr geringe Latenzen von unter einer Millisekunde, die mit 5G auf der Funkschnittstelle erreicht werden können, Anwendungen denkbar, bei denen Menschen über einen speziellen Anzug Roboter steuern und in Echtzeit auch ein haptisches, akustisches und visuelles Feedback erhalten. Da die Verzögerungstoleranzen zwischen den einzelnen Wahrnehmungen sehr unterschiedlich ist (haptische gering, audio mittel, visuelles relativ lang) bietet es sich hier auch an, diese mit einer unterschiedlichen Priorisierung durch das Netz zu übertragen, damit es nicht zu Irritationen und Fehleingaben kommt. Für den “Normalen” Internetverkehr ist Netzneutralität sehr wichtig. Man sollte bei der Diskussion aber auch im Hinterkopf behalten, dass bestimmte Anwendungen ohne besondere Behandlung nicht sicher bzw. technisch gar nicht funktionieren können.

    • Das halte ich für ziemlich schwache Argumente. Meiner Meinung nach darf in derartigen Systemen (autonomes Fahren, ferngesteuerte Roboter) sicherheitskritische Funktionalität nie vom funktionieren einer Internetverbindung abhängig sein. Alles andere wäre einfach nur fahrlässig.

      • Sehe ich genau so. Dieses ganze Gerede über die Echtzeitfähigkeit für autonomes Fahren und Fern-Operieren ist eine pure politische Nebelkerze.

        Wer überlebenskritische Vorgänge von dem Vorhandensein eines schnellen und mit niedriger Latenz arbeitenden Netz abhängig macht, verfolgt schlicht das falsche Design. Technik fällt aus, Laufzeit-Garantien wird niemand geben können. Auch ein reserviertes Netz kann von allen legitimen Nutzern verstopft und missbraucht werden und damit kommen die sich schon selbst in die Quere.

        Auch die vollständige Abwesenheit von Netzneutralität kann hier überhaupt nichts garantieren und von daher ist das ganze Argument bogus.

    • Zusätzlich zu den bestehenden Antworten möchte ich noch anmerken,
      dass die “Bevorzugung” bestimmter Anwendungen, wie von dir beschrieben, nicht im Widerspruch zur Netzneutralität steht.
      Die typischen Definitionen von Netzneutralität schränken lediglich ein, aus welchen Gründen (!) und unter welchen Umständen die Bevorzugung durchgeführt werden darf, nämlich z.B. aus technischen Gründen aber z.B. nicht abhängig von dem Anwendungsanbieter.
      So steht es auch in der verlinkten Verordnung Artikel 3 (3):
      “[..] Unterabsatz 1 hindert die Anbieter von Internetzugangsdiensten nicht daran, angemessene Verkehrsmanagementmaßnahmen anzuwenden. Damit derartige Maßnahmen als angemessen gelten, müssen sie transparent, nichtdiskriminierend und verhältnismäßig sein und dürfen nicht auf kommerziellen Erwägungen, sondern auf objektiv unterschiedlichen technischen Anforderungen an die Dienstqualität bestimmter Datenverkehrskategorien beruhen. [..]”
      Also verhindert Netzneutralität nicht solche (zeitkritischen) Anwendungen, sondern stellt sicher, dass sie unabhängig vom Anbieter gleich gut (schlecht) funktionieren. Sonst würde dir dein Mobilfunkanbieter sicherlich schnell einen Spezialtarif (zuzüglich zu deinem “normalen” Internettarif) anbieten, mit dem der Anzugroboter deines Herstellers “besonders ruckelfrei” funktioniert, oder auch nicht, wenn der Roboterhersteller keine gemeinsame Sache macht mit deinem Mobilfunkanbieter.

  5. Ganz allgemein vielleicht ein paar Gedanken zu Diversität bei open* Projekten, da die Diskussion von Wikipedia in meinen Augen zu kurz greift und vlt. auch etwas vorbelastet ist.

    Generell habe ich den Eindruck, dass ganz generell in unserer Gesellschaft die aktive Teilnahme an solchen ehrenamtlich laufenden Projekten nicht selbstverständlich ist. In meinem Umfeld gibt es ein drastisches Gefälle, zwischen Leuten die Firefox, WP, OSM, … nutzen und solchen die (in welcher Form auch immer) sich daran beteiligen und etwas zurück geben wollen. Vielleicht ist das nicht nur im Netz so, sondern auch im RL? Man denke nur einmal an Feuerwehr, Rettungsschwimmer, Obdachlosenhilfe, ….

    Ich befürchte, man kommt auch nicht wirklich weiter, in dem man die Schwelle zur Teilnahme wirklich niedrig macht. Aktuelles Beispiel wäre http://voice.mozilla.org wo man Texte einspricht, um einen freien speech-to-text Datensatz mit Audiosamples zu erstellen und daran Spracherkennungen zu trainieren. Trotz der einfachen Nutzung und attraktiven Aufmachung ist mir (leider) noch keine einzige Frauenstimme begegnet. Auch wenn man das im Bekanntenkreis anspricht, gibt es da wenig Wille, dort auch einmal mit zu machen.

    Andere Projekte starten eigene Events, um Frauen und andere unterrepräsentierte Teile der Community zu stärken z.B. HOT / Youthmappers, Wikiprojekt Frauen, PyLadies, … aber scheinen die Leute eher nicht so weit begeistern zu können, dass sie auch längere Zeit zu den Projekten beitragen. Vielleicht sind einige Teile der Communities auch einfach nicht so sehr an der Arbeit der Projekte interessiert? Oft stelle ich nämlich fest, dass z.B. Frauen häufig sich in Bereichen wie Kommunikation und social media oder Design / UX / Kunst zu finden sind, aber vielleicht gar nicht furchtbar aktiv im Projekt selbst sind(?). Schon ein bißchen komisch, denn Geoinformatik (GIS) / Bibliothekswesen / ist zum Beispiel deutlich stärker mit Frauen besetzt, als andere technische Disziplinen. Trotzdem zeigt sich das in den verwandten freien Projekten eigentlich nicht so :-/

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