LNP022 Du willst es doch auch!

Wir versuchen das Unmögliche: Den Konflikt zwischen YouTube und GEMA zu erklären.

Dauer: 00:32:16

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Vorratsdaten: Deutschland lässt es drauf ankommen

Die von der EU gesetzte Frist zur Durchsetzung der Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung (Logbuch:Netzpolitik 18 berichtete) lässt Deutschland verstreichen, weil die Justiz- und Innenministerium sich nicht einigen können (Logbuch:Netzpolitik 21 berichtete).

GEMA vs. YouTube – 1:1 in Hamburg

[tweet https://twitter.com/Linuzifer/status/195431717761335296 lang=’de’]

Ein Urteil des LG Hamburg zum Streit zwischen GEMA und YouTube verbuchen beide Parteien als Erfolg.

10 Gedanken zu “LNP022 Du willst es doch auch!

  1. Re Gema-Youtube: Was mir auch bei Eurer Zusammenfassung gefehlt hat, ist eine Bewertung der Relevanz dieses erstinstanzlichen Urteils. Das ist, soweit ich dazu Angaben finde, nicht rechtskräftig, solange es nicht beide Seiten akzeptieren. Nachdem beide Parteien mindestena soviel verloren wie gewonnen haben, ist wohl davon auszugehen, dass es zu einem Berufungsverfahren, ggf. Revision vor dem BGH kommen wird. Damit ändert sich in den nächsten ~3 Jahren nichts am status quo, den das Urteil ohnehin bekräftigt, wie Ihr ja gesagt habt.

    • Im Moment sieht es nicht danach aus, als wäre eine der Parteien mit dem Ergebnis unzufrieden.

      Natürlich werden da noch interne Prüfungen der Urteilsbegründung stattfinden, aber der Sendungstitel trifft durchaus zu: die GEMA hat ein Interesse daran, auf YouTube zu kommen (und bezahlt zu werden) und YouTube hat auch Interesse an dem Material (und den Werbeeinnahmen).

      Nicht zu vergessen: YouTube KÖNNTE auch zu unliebsam hohen Beiträgen ‘verdonnert’ werden und dann einfach weiterhin sperren.

      …und vom BGH ist man hier immer noch meilenweit und lange Zeit entfernt.

  2. die durch die gema vertretenen künstler versuchen den spagat und werden dadurch scheitern. wie jeder normale mensch kann auch ein künstler seine videos bei youtube einstellen und wenn genügend visits sind, diese durch werbung refinanzieren. warum die gema immer ein stückchen vom kuchen abhaben möchte, leuchtet mir nicht ein. denn schließlich ist auch bei den speichermedien eine gema-abgabe.

    • wie jeder normale mensch kann auch ein künstler seine videos bei youtube einstellen und wenn genügend visits sind, diese durch werbung refinanzieren. warum die gema immer ein stückchen vom kuchen abhaben möchte, leuchtet mir nicht ein.

      Die Idee der GEMA fußt auf Konzepten wie Radio und Diskotheken, wo dieses Argument nicht greift. GEMA-Einnahmen sind auch ein nicht zu vernachlässigender Teil des Gewinns, den man zum Beispiel mit einem Nummer-1-Hit macht, wenn der andauernd überall gespielt wird.

      Das Argument, dass jeder Künstler seine Stücke selbst hineinstellen soll, ignoriert die Möglichkeit, dass ‘jeder normale Mensch’ das gleiche Video einstellen könnte und greift daher etwas zu kurz. Auch zahlt YouTube beim Festplattenkauf sicher keine GEMA-Abgabe…

      Dass ‘die gema immer ein stückchen vom kuchen abhaben möchte’ liegt einfach daran, dass es ihr rechtlich zusteht – da verzichtet niemand gern drauf, und damit würde die GEMA auch dem Anspruch ihrer Mitglieder nicht gerecht.

      Selbst YouTube erkennt den allgemeinen Anspruch ja durchaus an, wie die Vereinbarungen in anderen Ländern zeigen.

      (Das ebenfalls in der Kritik stehende Ausschüttungs- bzw. Umverteilungsmodell der GEMA sei mal außen vor gelassen)

  3. Verzeiht mir den Missbrauch der Podcastkommentarfunktion, aber während Tim und seine Podcasts bei mir reichlich mit Flattr-Abonnements versehen sind, fällt es schwer Linus gezielt einen Groschen zuzustecken.

    Unter http://logbuch-netzpolitik.de/team/ habe ich jetzt wenigstens einen direkten Flattr-Button gefunden, aber lieber Linus, es wäre schön, wenn Du auf linus-neumann.de ebenfalls einen Button und vielleicht einen Amazon-Affiliate-Link zum Klicken einbinden könntest.

    Der Podcast selbst ist wegweisend und ich wünschte mir, andere Themenbereiche aus Politik und Gesellschaft würden in ähnlichen Formaten chronistisch aufgearbeitet. Danke für Arbeit und euren Einsatz!

  4. Pingback: Verwertungsrecht (Urheberrecht) – Eine (nicht ganz objektive) Aufarbeitung der verschiedenen Standpunkte und Sichtweisen « hin-te-di hint hint hint….!

  5. Pingback: Recht 2.0 | sebastianewald

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